10. Dezember 2025
Um etwaigen Missverständnissen, Fehlinterpretationen und Projektionen präventiv zu begegnen:
Ich hege für keine Religion/Ideologie Sympathien, da jede patriarchal-autoritär, misogyn ist, sich auf Dogmen und/oder ein "übergeordnetes metaphysisches Prinzip"/Konstrukt gründet - Glaube, Selbstbetrug.
Jede Religion ist Ideologie - nicht Philosophie.
Philosophie ist, gibt keine (einfachen) Antworten, liefert keine Anleitungen, keine Patentrezepte, keine mundgerechten, leicht verdaulichen Happen, ist und will nicht Anleitung, Führung, Erziehung, Dressur, Indoktrinierung (sein).
Ist nicht "Lebenshilfe, Seelsorge".
Eher Hebamme.
Philosophieren ist das Fragen nach und zu dem Sein des Menschen, nach "der Welt", nach Wissen, Wahrheit, Wirklichkeit, Erkenntnis, Bewusstsein, Sprache und Denken, Zweifel(n), Ergründen, Vernunft, Ethik, (Willens-) Freiheit, Würde ... .
Glaube, Religion, Ideologie, Aberglaube, Esoterik, Fatalismus, gründet sich auf Irrationalität, vor allem aber auf auch emotionale und soziale Unreife.
Das hat mit Spiritualität, Erkenntnis, Reife nichts zu tun.
Je unreifer ein Mensch ist - siehe insbes. Konservative - umso eher, mehr wünscht, will, braucht er "Führung", Anleitung - dass andere ihm Struktur vorgeben, ihm sagen, was er wie tun soll - ihm Verantwortung abnehmen.
Vermeintliche, trügerische "Sicherheit". Bequemlichkeit. Feigheit. Unreife.
Genau das ist das Problem: dieser infantile Hang, dieses nicht überwundene, kindlich-magische "Denken", Fühlen, diese Angstlust, die Lust, sich zu unterwerfen, der Drang nach einem autoritären - vermeintlich "spirituellen" - Führer ("Vater, Beschützer", Herrscher).
Dieser unerträgliche, destruktive Hang zum Irrationalen, "Mystischen, Geheimnisvollen, Dunklen", Autoritären, diese Schwülstigkeit, gemischt mit Pathos, dieser abstoßende Sadomasochismus all dieser unerträglich unreifen Menschen weltweit. Religion. Ideologie. Immer noch.
Intellektuelle, emotionale und soziale Unreife.
Mit Arno Gruen: "Die Angst vor Autonomie."
Denn Freiheit, Selbstbestimmung bedeutet immer auch Verantwortung, Risiko, Unsicherheit, Ungewissheit, sich auf neues, unbekanntes Terrain begeben, etwas couragiert, beherzt zu wagen.
Leben ist Wagnis, Herausforderung, Zumutung.
Warum bestimmte, keineswegs alle Menschen auch und gerade heute noch an "Gott", Götter, menschengemachte Konstrukte, Hirngespinste, Illusionen glauben, sich an Ideologien und Glaube, auch Aberglaube, Esoterik ... hängen w o l l e n, siehe in diesem blog-Eintrag erläutert:
https://kallisti-dichtet-belichtet.over-blog.com/2015/12/gott-religion-en-mono-theismus-kirche-n-glaube-n-transzendenz-metaphysik-mystik-vs-spiritualitat-realismus-evolutionarer-humanismus
Auch für Moral, d.h. für faires, prosoziales Verhalten ist kein "Gott", keine metaphysische Instanz, keine Religion, Ideologie, kein Glaube erforderlich, ganz im Gegenteil.
Ethik ist Teilgebiet der (akademischen) Philosophie.
Wer einen "Gott", eine "übergeordnete Instanz", ein "metaphysisches Prinzip", Konstrukt braucht, will, proklamiert, um sich moralisch, d.h. fair, prosozial zu verhalten, offenbart damit seinen je persönlichen Mangel, Defizit an Mitgefühl und intellektueller, emotionaler Reife.
Das sogenannte "Böse" zeigt sich generell darin, dass und dann, wenn:
das einem jeden Menschen angeborene, genetisch angelegte Mitgefühl mit dem anderen, mit anderen Lebewesen (nicht nur Menschen) taub, blind, stumm geworden ist.
Keine Überzeugung, keine Ideologie und kein Befehlsgehorsam kann ein intaktes Mitgefühl, dessen natürliche Vehemenz, Intensität, ignorieren, übergehen.
Die intrinsisch motivierte - im Gegensatz zur religiös, ideologisch oktroyierten - Moral, das angeborene Mitgefühl ist essentielle Voraussetzung, ist basale Grundlage jeglicher rationalen Ethik.
Einer Ethik ohne Mitgefühl sind inhärenterweise Tür und Tor zu Missbrauch und Pervertierung geöffnet.
Auch für Erkenntnis, Reifung, Persönlichkeitsreife bedarf es keiner Religion, keines Glaubens, keines "Gottes", keiner Irrationalität, sondern der Vernunft, Erfahrung, (Selbst-)Reflexion (-sfähigkeit), des intakten Mitgefühls.
Einsicht, Erkenntnis, auch Selbsterkenntnis, basiert nicht vorrangig, gar ausschließlich auf angelesenem, nur theoretischen Wissen (a priori), sondern auf wiederholter, intensiver persönlicher (Lebens-) Erfahrung und gründlicher, ergründender Reflexion über selbige.
Vieles Gelesene erfasst, begreift, durchdringt ein Mensch kognitiv, intellektuell, auch körperlich, sozial und emotional überhaupt erst dann, wenn er über einen umfangreichen Erfahrungsfundus verfügt und diese Erfahrungen reflektiert hat.
Wenn er (Persönlichkeits-) Reife, umfassendes Bewusstsein, sogenannte Lebensweisheit erlangt hat.
Seine Leiblichkeit ist dafür unabdingbar.
Mit Verweis auf Antonio Damasio, Maurice Merleau-Ponty.
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Über den Unterschied zwischen Spiritualität und Glaube, religiösem Glauben, Aberglaube, Esoterik, Mystik, Metaphysik sowie Synkretismus
Glaube, Aberglaube, Esoterik, Mystik haben nichts mit Spiritualität, noch weniger mit Erkenntnis und Reife zu tun, sie sind das Gegenteil dessen, sie hemmen, verhindern das Erkennen, Wachsen, Reifen.
Noch immer setzen zahlreiche Menschen Spiritualität mit religiösem Glauben oder auch mit Esoterik gleich, deshalb scheint es mir erforderlich, die faktisch bestehenden Unterschiede im Folgenden aufzuzeigen.
Religiöser Glaube geht üblicherweise mit dem Glauben an einen Gott (siehe monotheistische, alttestamentarische, androzentrische, patriarchale Buchreligionen - Judentum, Christentum, Islam) oder an mehrere Götter (Polytheismus) oder jedenfalls an ein "übergeordnetes Prinzip", eine "höhere Macht", ein "höheres Wesen", eine "metaphysische Energie" oder Ähnlichem einher, siehe auch Pantheismus, Mystik, Mystizismus, Esoterik, Aberglaube, Fatalismus.
Die auf solche Weise gläubigen Menschen sprechen von "Erkenntnis", "Erfahrung", "Erscheinung(en)", "Visionen" oder auch Gefühlen - alles üblicherweise relativ vage, diffus, nebulös, da nicht wissenschaftlich, nicht empirisch überprüfbar, untersuchbar, belegbar, d.h. nicht mittels Verstand bzw. Vernunft und Empirie erklärbar, nachweisbar, nicht wissenschaftlicher Methodik (siehe Aufklärung, Wissenschaftstheorie/Philosophie) zugänglich, da solcher Glaube weder verifizierbar noch falsifizierbar ist.
Oft ist "das religiöse Gefühl", die religiöse Erfahrung nicht einmal hinreichend verbalisierbar, kommunizierbar.
Letztlich entzieht es sich damit der zwischenmenschlichen Interaktion, zwar wird gezielt durch Regeln, Ge- und Verbote, Dogmen und Rituale ein Kollektiv-, Gemeinschaftsgefühl erzeugt - darüberhinaus bekanntlich auch durch bspw. Drogen, bestimmte Substanzen, Tänze etc., die zu Ekstase, out-of-body experience/außerkörperlicher Erfahrung, "ozeanischem Gefühl" etc. führen können/sollen - es bleibt all dies jedoch letztlich eine ausschließende, nur je individuelle Erfahrung, ein je persönliches, subjektives Erleben, Fühlen, d.h. der je persönlichen Interpretation - auf Basis je individueller Hintergründe, Biographie, Prägung, Sozialisation, Überzeugungen, Einstellungen, Glaubenssätzen, Erfahrungen (und deren Einordnung) - unterworfen.
Eben dies macht "den" Glauben, das Glauben, für viele Menschen gerade so attraktiv.
Man kann ihn, d.h. die Glaubensinhalte, die religiöse Erfahrung, nicht wissenschaftlich "widerlegen", weil er wissenschaftlich - mittels Vernunft - nicht greifbar, der Vernunft nicht zugänglich ist, sondern sich dieser gerade absichtsvoll entzieht und somit jeglicher, auch intensiv abstruser Spekulation, Phantasterei, Illusion, folglich auch Manipulation, Indoktrination, Ideologie, Instrumentalisierung, Machtmissbrauch, Unterwerfung und Selbstverknechtung, also gerade auch dem Selbstbetrug Tür und Tor weit öffnet.
Aus welchen Gründen Menschen dennoch gläubig, abergläubisch, warum sie Esoteriker, Mystikanhänger, Sektenanhänger etc. sind, habe ich an anderer Stelle im blog bereits dargelegt, siehe bei Interessse dort (unten verlinkte blog-Einträge).
Im Wesentlichen geht es dabei darum, Halt, Trost, Orientierung und so etwas wie Sicherheit, Gewissheit, auch Geborgenheit, Getragensein zu finden, zu erleben, zu spüren - angesichts des Bewusstseins, der Erkenntnis und der Erfahrung dessen, dass ein jeder Mensch "ins Leben geworfen" wurde (niemand konnte/kann sich bisher aussuchen, selbst frei darüber bestimmen ob, wann, wo und in welche Verhältnisse er geboren werden will oder dies gerade nicht will), dass er einer existenziellen Kontingenz und zahlreichen Widerfahrnissen, Unwägbarkeiten ausgeliefert, mit all dem jedenfalls (wiederholt im Leben und mehr oder weniger bewusst) konfrontiert ist, dass er oft meint, auch erlebt, all dem nicht gewachsen zu sein, sich davon (psychisch-emotional, intellektuell, physisch ...) überfordert fühlt, all das nicht angemessen, gut, wohltuend für sich und andere zu bewältigen weiß und dass er um seine Endlichkeit, Vergänglichkeit weiß - die conditio humana also und damit einhergehend, daraus resultierend die Absurdität (siehe bspw. bei Albert Camus nachlesbar) menschlicher, somit auch je persönlicher Existenz:
als Mensch, der zugleich Säugetier, Primat - inklusive aller Triebe, Bedürfnisse, eminenter, nicht ignorierbarer Leiblichkeit - und mit ("höherem", umfassendem) Bewusstsein, mit Kognition ausgestattetes, vernunft-, erkenntnis-, reflexionsfähiges, mitfühlendes Lebewesen ist.
Eben diese Diskrepanz, dieses Wissen, dieses Erleben stellt die zentrale, grundsätzliche Herausforderung für Menschen dar, jedenfalls dann, wenn sie sich ihrer Situation (der conditio humana) bewusst sind/sein können, sie nicht verdrängen oder gar leugnen und wenn sie nach "Sinn" in ihrem Leben, für ihr (je persönliches!) Existieren, den "Grund", die Bedeutung oder auch Rechtfertigung ihres Daseins suchen.
Es ist nachvollziehbar, dass Menschen vor dem Hintergrund all dessen, auch je persönlich erfahrenen Leids, nach Halt, Trost, Geborgenheit, Sicherheit, Antwort(en) suchen - um nicht zu verzweifeln.
Es ist unmittelbar einleuchtend, dass, wer gläubig ist, wer sich selbst betrügt, vordergründig betrachtet leichter durchs Leben geht (bspw. auch optimistischer sein kann), eben weil er sich selbst durch seinen Glauben, resp. Selbstbetrug, entlastet, erleichtert, schont; er kann ein Stück Verantwortung (-slast) abgeben - an "Gott" oder wie immer man das "übergeordnete Prinzip" nennen will.
Damit ist es, der Glaube, der kompensatorische, selbstschonende Selbstbetrug, jedoch nicht ethisch oder intellektuell legitimiert, nicht rehabilitiert, nicht respektabel, nicht anerkennenswert, wertschätzbar.
Er ist viel mehr genau deshalb (siehe das Genannte) demonstrativer Ausdruck von offensichtlicher Unsicherheit, psychisch-emotionaler, intellekuteller, charakterlicher, sozialer Unreife, Infantilität.
Beliebt ist insbesondere in westlichen Kulturen seit geraumer Zeit auch der Synkretismus, vor allem in Bezug auf (Zen-) Buddhismus oder auch Yoga und Meditation.
Besonders verbreitet findet sich religiöser Glaube, auch Fatalismus, Aberglaube ... weltweit bei konservativ eingestellten, d.h. so vor allem fühlenden Menschen.
Dies gründet sich auf deren gesteigerte Ängstlichkeit, ihr erhöhtes Sicherheitsbedürfnis, ihre ausgeprägten Ekelgefühle etc.. Siehe auch hierzu unten verlinktes Quellen-, Infomaterial.
Worin unterscheidet sich nun säkulare Spiritualität von religiöser, von religiösem Glauben:
Bei säkularer oder auch atheistischer Spiritualität wird kein "geistiges, übergeordnetes Prinzip", kein "Gott"/keine "Gottheiten", keine Metaphysik, keine Transzendenz, kein Jenseits angenommen oder zugrundegelegt.
Es gibt auch kein irgendwie zu erreichendes, anzustrebendes Ziel wie bspw. Wiedergeburt, "Erleuchtung", "Nirvana" oder "Paradies/Jenseits".
Säkulare, atheistische Spiritualität ist im Grunde eine Erfahrung, ein Gefühl (-szustand), ein Erleben von emotionaler Tiefe, ggf. auch Ergriffenheit, von Freude, Ruhe, "innerem Frieden", ggf. auch Dankbarkeit, von Einssein (mit "der Welt", mit anderen Menschen, Lebewesen, der Natur) und zugleich Über-sich-Hinausgehen, von Verbundensein, Getragensein, Geborgenheit, auch von Staunen, Leichtigkeit, Zufriedenheit, Erfülltsein, (Selbst-) Erkenntnis.
Und dieses Gefühl, Erleben stellt sich bspw. im Naturerlebnis, der Naturerfahrung ein oder durch Alleinsein, Introspektion, Selbstfeflexion, physische und/oder psychisch-emotionale Grenzerfahrung sowie im Kontakt, Gemeinsamsein, (emotionaler, auch körperlicher) Intimität mit anderem/anderen Menschen.
Letztendlich ist dieses Gefühl, Erleben, dieser Zustand, diese Erfahrung nichts anderes als Liebe(n).
Siehe zur Definition von Liebe(n) insbesondere und nach wie vor Erich Fromm - "Die Kunst des Liebens".
Um dies, um (solche) Spiritualität, Tiefe, um Liebe erleben, erfahren und geben zu können, ist kein "Gott", keine übergeordnete Instanz, keine Transzendenz, Metaphysik, keine Mystik, kein Glaube erforderlich, auch und schon gar nicht oktroyierte Moral, sondern intrinsische "Moral": Mitgefühl - das jedem Menschen (wie auch anderen Primaten) genetisch angelegt, angeboren ist; außerdem Erkenntnisfähigkeit, Reflexionsvermögen, Selbstkritik, Verantwortungsgefühl, nicht-paternalistische, sondern bedürfnisorientierte Fürsorglichkeit ("Selbstlosigkeit, Güte", Altruismus) und infolgedessen der intensive Wunsch, zu geben, zu teilen, beizustehen, durchzustehen, loyal, fair, prosozial, wahrhaftig, authentisch, integer zu sein, zu halten, zu reifen - gerade an, durch und mit anderen Menschen, im "Diesseits", im Hier und Jetzt, im Leben also.
Sich nicht fortzuschleichen, hinwegzustehlen, herauszuwinden, nicht zu kneifen, es nicht nur sich selbst leicht zu machen, sondern sich beherzt, couragiert zu stellen: sich selbst und anderen, nicht vor sich und/oder anderen und "der Welt", den Herausforderungen, den Widerfahrnissen zu fliehen, stattdessen selbst Verantwortung zu übernehmen, selbst zu entscheiden, die Konsequenzen dessen zu tragen, über sich selbst, so weit als möglich, zu bestimmen, zu verfügen, andere dabei nicht absichtsvoll zu beschädigen, sich nicht freiwillig zu unterwerfen, auch keinem von Menschen konstruierten, illusionierten "Gott", sich nicht selbst zu verknechten - sich nicht selbst zu betrügen: zur bloß eigenen Entlastung und dabei zumeist zu Lasten, zum Schaden anderer.
Es geht bei "solcher" Spiritualität, bei Liebe(n), also grundsätzlich um das Geben, nicht das Nehmen. Dies jedoch nicht aufgrund von Zwang, Dressur, "Erziehung", Ideologie, nicht oktroyiert, sondern aus freien Stücken, aus eigenem Wunsch, Bedürfnis heraus.
Weil aktives Lieben erfüllt.
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Wenn es etwas gibt, dem es gebührt, wirklich und wahrhaftig als "göttlich" oder "heilig" bezeichnet zu werden - als etwas, das:
den Einzelnen in seinem individuellen, "abgetrennten" Menschsein (als Säugetier, generell: seine conditio humana) übersteigt, über ihn hinausweist, das Bestand hat (haben kann und sollte), das nicht bloßen, vorübergehenden "Trends" oder kurzen Begeisterungsstürmen unterworfen ist, das hingegen dauerhaft bewegt, berührt, beeindruckt, fasziniert, in Ekstase versetzen wie entrückt sein lassen kann, das einen tatsächlich in Ehrfurcht und überwältigt zurücklässt, gleichermaßen aber auch (Horizont) geweitet, inspiriert und erfüllt, so ist das:
all das, das Menschen an Schaffenskraft und Herzenstiefe in sich tragen und das sie auf dieser Basis an Kunst, Virtuosität, (Selbst-) Erkenntnis - mittels je persönlicher, dafür erforderlicher, dem vorausgegangen seiender bzw. einhergehender individueller Hintergründe, "Stärken, Schwächen" und Eigenheiten sowie Lebensumstände (auch Krisen ...) - hervorbringen, das sie zu erschaffen, wohltuend zu gestalten, in die Welt zu bringen, also zu geben in der Lage sind - und hierbei eingeschlossen auch all das, das sie und ihre Wegbegleiter hierfür ertragen, auch erlitten und bewältigt haben sowie auch phasenweise oder auch dauerhaft dadurch nicht nur verändert, sondern nicht selten versehrt wurden.
Es ist das Sich-Verbinden mit "dem Sein", der "Natur", dem, das ein Mensch vor seinem je individuellen, physischen wie psychisch-emotionalen "Hintergrund", je individuell/subjektiv erlebt, erfährt, das ihn ergriffen sein lässt, bewegt, antreibt, umtreibt, das ihn "Ruhe" finden, erleben lässt - das Gefühl von zugleich "Einssein" mit allem, das außerhalb von ihm ist (außerhalb seines Körpers, seiner Psyche, seines Verstandes, Intellekts und seiner je persönlichen Gefühls- und Erfahrenswelt), das ihn sich aber gleichzeitig bzw. gerade deshalb als lebend, seiend, "unscheinbar", jedoch getragen, gehalten, eingebunden, verbunden fühlen lässt.
Man nennt das allgemeinhin "Spiritualität".
Und diese ist gerade nicht gleichbedeutend mit religiösem Glauben, denn sie ist frei von Regeln, Dogmen/Dogmatik, frei von Zwängen, Ängsten und Zweifeln.
Spiritualität kann nicht gelehrt, nicht verabreicht, okroyiert und nicht gelernt werden - sie ist einfach "da", im Menschen vorhanden, offenbar angelegt - je nach Individuum, dessen persönlichem, sozialen, emotionalen, leiblichen Erfahrungs- und Reflexionshintergrund, stärker oder schwächer ausgeprägt, früher oder später zum Ausdruck kommend, persönlich bewusst erlebt, erfahren.
Schon Kinder (ab einem bestimmten Alter) erleben, empfinden sie, zumeist, ohne sich dessen bewusst zu sein, ohne sie als solche verbal direkt benennen, bezeichnen zu können (aber ggf. umschreiben oder nonverbal vermitteln, darstellen, ausdrücken).
Keineswegs ist dafür religiöser Glaube, Esoterik, Mystik erforderlich.
Es braucht nur das Individuum, das Subjekt und etwas, das es in oben beschriebener Weise bewusst emotional "trifft", bewegt.
Nein, es sind hierfür auch keinesfalls irgendwelche "Substanzen" erforderlich. Sie können ggf. Hilfsmittel, Krücken sein, aber gerade weil sie nicht dauerhaft/permanent zur Verfügung stehen und man sich nicht kontinuierlich in einem von ihnen ausgelösten oder beeinflussten Zustand befinden kann (so man existent sein bzw. bleiben möchte, also seine basalen Bedürfnisse befriedigen können muss), dies schon aus gesundheitlichen Gründen auch nicht sollte, sind sie nicht geeignet, Spiritualität authentisch, direkt erleben, erfahren zu können - eben weil sie Hilfsmittel sind, die entbehrlich sind und überdies auf vielerlei Weise schädigend sein können.
Es ist im Menschen ohnehin "vorhanden". Es ist das, das er hervorbringen, das er je selbst erfahren und das, das er geben (anbieten) kann: das über ihn, seine Kleinheit, seine vorübergehende "Größe", seine Vergänglichkeit und sein "Tiersein" (als Säugetier, Primat) hinausgeht - das er als sogenannt erhaben, vollkommen, vollendet erlebt:
Es ist das, das ihn sich eingebunden und verbunden, getragen, gehalten und lebendig sein, sich so fühlen, erleben lässt.
Letztlich ist es also Liebe.
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der Andere ... und "ich" - Verantwortung, Ethik, Liebe
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Empathie und Mitgefühl sind nicht dasselbe - Schmerzerfahrung, Altruismus, Selbstlosigkeit, intrinsische Moral - Sabeth schreibt
Über "gut" und "böse", über Mitgefühl und Liebesfähigkeit , Verzeihen , Versöhnen , Frieden , über Heilung und Prävention durch Beziehung Ist es nicht nur naiv, sondern tatsächlich falsch,...
http://kallisti-dichtet-belichtet.over-blog.com/2021/08/empathie-und-mitgefuhl-sind-nicht-dasselbe-schmerzerfahrung-altruismus-selbstlosigkeit-intrinsische-moral.html
Man unterscheidet Subjekt- und Objektempathie (bspw. Boris Cyrulnik) bzw. kognitive und affektive Empathie ... .
Aufklärung, Wissen, Verstand, Vernunft ...
Erich Fromm - Gespräch zu "Haben oder Sein". Erich Fromm u.a. über Sigmund Freud, Psychoanalyse, Chauvinismus, Frauenbild, Bürgertum, Karl Marx, Religion, religiöse Gefühle, Erfahrungen, Spiritualität, Moral, Arbeit, Kapitalismus, Christentum, die Maske des Glücklichseins, den Marktwert des Menschen, Liebe, Selbstzweck des Menschen, Konsumismus (Konsumption), Kompensationsverhalten, Wirtschaft, Profit, Kapitalakkumulation, Rüstung, Militär, Macht, Armut und Schädigung von Menschen hierdurch
02. Juli 2026
Kommentar zum Scobel youtube-Video vom 21.05.2026 - "Meditation kann gefährlich sein!"
https://youtu.be/aFb1JkIqN6U?si=x0l5kX7A7X7Bh2rv
Escitalopram als, Zitat "erstklassiges, wirksames Antidepressivum" zu bezeichnen, war natürlich Ironie. :) Hoffe ich.
Sport (freiwillig und idealerweise in Natur erlebt) ist btw nachweislich! genauso bzw. tatsächlich wirksam - physisch und psychisch: wohltuend, stärkend, entspannend ... - und hat nicht einen bloßen Placebo-Effekt, wie die sogen. Antidepressiva der SSRI-Gruppe, außerdem hat moderat ausgeübter Sport weniger bis keine schweren, schädigenden Nebenwirkungen, erhöht auch nicht die Suizidalität, wie es bei u.a. auch Escitalopram jedoch der Fall ist, dies bekanntlich insbes. bei Beginn der Einnahme und Dosiserhöhung oder bei Präparatwechsel. - Naja, vielleicht mal ein eigenes, kritisches, faktenbasiertes Video zu Depressionen, deren Ursachen, Auslöser, "Behandlung, Therapie" - nicht: Heilung - bzw. sogen. "Antidepressiva" oder generell zu Psychopharmaka und Psychiatrie. ?
Weiß man denn inzwischen sicher, dass die Veränderungen, die sich bei, durch langfristige Meditation bei bestimmten Menschen feststellen lassen, sicher nicht vorrangig oder alleinig auf die Persönlichkeiten, deren genetische Anlagen und/oder den sonstigen Lebensstil, die Verhaltensweisen ... der (Langzeit-) Meditierenden zurückzuführen sind?
Denn es gibt durchaus auch empathische (kognitive und affektive Empathie, Mitgefühl), aufgeschlossene, rationale, reflektierte und prosoziale Menschen, die nicht meditieren, nie je meditiert und/oder psychoaktive (psychotrope, psychedelische, halluzinogene) Substanzen konsumiert haben.
Was die Interpretationen ab ca. Min. 9:02 des Videos anbetrifft: das ist mir zu viel subjektive Bewertung, zu wenig objektive Benennung dessen, das bzw. was genau welche Studien, Daten dazu tatsächlich hergeben.
Zur, Zitat "Erfahrung, kein klar abgegrenztes Selbst zu sein" - das nennt man ja auch "ozeanisches Gefühl", das Leute unter Einfluss bestimmter Drogen, Substanzen oder auch als "Gottes-Erfahrung" oder auch einfach frei von Religion/Ideologie, Esoterik durch Naturerlebnis, in der Naturerfahrung, als wohltuendes, tiefes Verbundensein und innere Ruhe, Frieden, auch Dankbarkeit beschreiben.
Nur: Das ist ja kein dauerhafter, gar lebenslang (täglich, rund um die Uhr) anhaltender Zustand und kann es auch nicht sein, da Menschen dann ihren Alltag nicht mehr selbständig bewältigen könnten.
Also klar lassen sich Gehirn-, "Bewusstseinszustände" durch bestimmte Substanzen und/oder Meditation, aber auch durch Verletzungen, Erkrankungen verändern, beeinflussen - aber eben nur diese "Ebene", nicht: die Realität bzw. die Wahrnehmung, das Erleben der Realität durch das "nüchterne" menschliche Gehirn, Bewusstsein (womit selbstverständlich der gesamte menschliche und je persönliche Leib und sein Interagieren mit der Umwelt gemeint ist). Wäre dem nicht so, würden Leute unter Einfluss bestimmter Drogen sich bspw. selbst verletzen, gegen einen Baum laufen u.a.m.. Wir brauchen also durchaus auch dieses "Nüchternbewusstsein", diesen Gehirnzustand, inklusive Emotionen, Gefühlen, Schmerzfähigkeit - mit Verweis auf Antonio Damasio und Maurice Merleau-Ponty (Leib ...).
Im Übrigen ist Schmerzwahrnehmung, Schmerzempfindung, deren "Qualität" und Intensität generell subjektiv, hängt bekanntlich von verschiedenen Faktoren ab und ist als Selbstschutz und zum situationsabhängig angemessenen, gebotenen Aktivwerden unentbehrlich, insbes., wenn es sich um akuten Schmerz handelt (bspw. verursacht durch eine umgehend und angemessen zu behandelnde Verletzung).
Auch bin ich überzeugt, dass Schmerz-, Leid"fähigkeit" ebenfalls wichtig für aktives Mitgefühl (insbes. für affektive Empathie und den unmittelbaren Impuls, das Leid anderer nach Möglichkeit abzumildern oder zu beheben) sind.
Was ich nicht verstanden habe, Zitat: "(...) wenn wir etwas bedauern, da müssen wir ja kontrafaktisch arbeiten" - inwiefern dies, was meint hier in Bezug worauf "kontrafaktisch"? Wie verhält es sich bspw. mit Trauer durch/wegen Verlust eines geliebten Menschen - ist Trauer(n) oder auch Lieben "kontrafaktisch"? ;)
Das Gefühl der "Selbstauflösung" halte ich im Übrigen nicht für - langandauernd - erstrebenswert, denn durchaus ist für uns, unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden auch unerlässlich, zwischen dem eigenen Körper und anderen Körpern und/oder Objekten unterscheiden, trennen zu können - der Apfel, den ich esse und ich sind nicht "eins", der Putzlappen, die Tür, der Tisch und ich auch nicht. ;)
Nein, Selbstwahrnehmung, Selbstreflexion, Selbsterkenntnis ("uns selbst zu erkennen") bedeutet keineswegs, "uns" bzw. sich, sein Selbst, Zitat "zu vergessen" - Menschen sind Subjekte, Persönlichkeiten, Individuen: bei aller Ähnlichkeit auch unterschiedlich (bzgl. Genen, genetischer Anlage, Sozialisation, Erfahrungen, Erleben, Gefühlen, Reflexion ...).
Sorry, nein, diese religiösen und/oder esoterischen Deutungen sind eben auch einfach nur das: subjektive Interpretationen von Menschen, die andere ggf. und aus Gründen nicht selten bereitwillig, auch unhinterfragt, unkritisch, unreflektiert übernehmen, introjizieren.
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Schöne Sendung über Spinoza - Philosophie, Ethik, Substanz, Pantheismus, Metaphysik ("metaphysische Obdachlosigkeit"), Sinn, Religion, Gott, Psyche, Selbstbestimmung, Vernunft, Philanthropie, Bibelkritik
Gott, Religion(en), (Mono-) Theismus, Kirche(n), Glaube(n), Transzendenz, Metaphysik, Mystik vs. Spiritualität, Realismus, Philosophie, evolutionärer Humanismus ;) - Sabeth schreibt
Die Vernunft "ist die höchste Hur, die der Teufel hat". "Wer ... ein Christ sein will, der ... steche seiner Vernunft die Augen aus." Keine Frage: Solche Äußerungen muss man vor ihrem historisch...
http://kallisti-dichtet-belichtet.over-blog.com/2015/12/gott-religion-en-mono-theismus-kirche-n-glaube-n-transzendenz-metaphysik-mystik-vs-spiritualitat-realismus-evolutionarer-humanismus
Über die freiwillige Knechtschaft, die Selbstverknechtung - Ursachen und Folgen.
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Leben, Altern, Sterben, Verlust, Selbstverlust, Schmerz, Abschied, Trauer, Loslassen, Conditio humana - Lebenskunst?
19. Oktober 2025 Nach deinem Tod ... Wenn du einmal gestorben sein wirst, wer wird um dich trauern? Wer wird dich wie lange vermissen? Wem wirst du wert gewesen sein? Wem, welchen Menschen wirst du...
https://kallisti-dichtet-belichtet.over-blog.com/2025/08/leben-altern-sterben-verlust-selbstverlust-schmerz-abschied-trauer-loslassen-conditio-humana-lebenskunst.html
Auch hierfür Dank an Michael Schmidt-Salomon - Es ist nicht leicht, Mensch zu sein ... mit enthaltenem Rekurs auf u.a. Albert Camus und Fjodor Dostojewski. Glaube - Macht - Sünde
Wie stets hervorragend, eloquent, argumentativ brillant: Michael Schmidt-Salomon zur Gut-Böse-Dichotomie, zur "Banalität von Gut und Böse" - Unterkomplexität, Reduktionismus, Scheinmoral, Propaganda, Manipulation, Indoktrinierung, Instrumentalisierung.
Über Leiblichkeit und Bewusstsein ...
Leiblichkeit, Leidenschaft, Schmerz, Grenzerfahrung ...
e x i s t e n z i e l l e Einsamkeit
Heilung durch wohltuende Beziehung und Berührung. Frei von Esoterik.
Über die Entstehung des Patriarchats, den Wechsel vom Matriarchat zum Patriarchat sowie über die Ursachen für (die ersten) Flucht-, Migrationsbewegungen, über Regionalisierung, Fürsorge, Liebe, Bildung, Wirtschaften ... - Sabeth schreibt
Was wir uns grundsätzlich bewusst machen, es eingestehen und benennen müssen, ist, dass physische Gewalt weltweit von mehrheitlich Männern getätigt wird - und dieser Tatsache noch immer nicht ...
http://kallisti-dichtet-belichtet.over-blog.com/2015/11/uber-die-entstehung-des-patriarchats-den-wechsel-vom-matriarchat-zum-patriarchat-sowie-uber-die-ursachen-fur-die-ersten-flucht-migra
Kein Gott. Kein Herr. Kein Staat. Kein Ehemann. Keine (freiwillige) Knechtschaft.