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Lebenskunst für Laien

Sabeth schreibt Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus - non serviam.

Brettspiele, analoges BRETTSPIEL

ganz klassisch :)

ganz klassisch :)

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28. November 2023
 
Wenn Musik, gemeinsames Musizieren, Offenheit, Verständnis, Toleranz, Mitgefühl, friedliches Miteinander, Freundschaft, "Völkerverständigung" fördern kann - siehe das Beispiel Daniel Barenboim, West-Eastern Divan Orchestra - warum nicht auch gemeinsames Spielen?
 
Spielen für Frieden.
Friedensspiele - statt Kriegsspiele, Krieg "spielen"?
 
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16.12.2024
 
Thema Spielecafé, Brettspielcafé bzw. offene Begegnungsstätten 
 
... da es immer wieder mal aufgegriffen wird, so auch aktuell bspw. von Simon, auf seinem youtube-Kanal "Brettman".
Meine Replik darauf:
 
Ja, Spielecafé ist schön, aber eben doch noch vergleichsweise rar. Wünsche mir stattdessen viel, viel mehr offene Spieletreffs, bzw. generell offene "Begegnungsstätten", Begegnungsräume - gerade auch für Menschen, die mittellos sind. Denn im Spielecafé muss ich eben Geld lassen, wie in anderen Cafés, Restaurants, Bistros. Gleiches gilt für Vereine, muss man (wenn auch ggf. reduzierten) Mitgliedsbeitrag zahlen. Es gibt Menschen, die das nicht können.

Mir würden daher "Projekte" in möglichst allen Gemeinden und Stadtteilen gefallen, die selbstverwaltet bzw. selbstgestaltet und selbstorganisiert sind. Dazu muss man Menschen finden, die darauf auch Lust haben und das leisten können, bspw. neben Broterwerbsjob, Familie ..., man könnte sich aber absprechen, was Anwesenheitszeiten angeht, je mehr Leute mitmachen, umso leichter wird es für alle. Also non profit, klar, man müsste nur gucken, wie, woher die Kohle für die laufenden Ausgaben kommt (Raummiete, Strom, Reinigungsarbeiten, anfallende Reparaturen ...).

Vielleicht ginge das durch Spenden, crowdfunding. Zum Starten wäre allerdings erforderlich, dass Kommune und/oder Land oder "sogar" Bund dafür Geld locker machen, um solche offenen Begegnungsräume zu ermöglichen, also bspw. geeignete Räume idealerweise kostenfrei zur Verfügung stellen.
Wenn Leute da zusammenkommen, wäre vieles sicher in DIY, Eigenregie zu machen möglich - einige sind handwerklich begabt, andere können sich handarbeitstechnisch, kreativ, künstlerisch einbringen.
 
Es sollte generationenübergreifend sein, so dass auch Jung und Alt zusammenkommen, sich gegenseitig unterstützen, voneinander lernen, bspw. eben Handarbeiten oder auch Kunsthandwerk, Handwerkliches, kann auch eine Art Repaircafé sein, für Reparaturen aller Art, außerdem könnten Ausstellungen, Konzerte, gemeinsame Pflanz-, Gartenarbeiten, Sprachkurse (Tandem bspw.) u.v.a.m. dort angeboten werden.
Menschen auch unterschiedlicher Herkunft, Kulturen könnten sich hier "begegnen", kennenlernen, austauschen, etwas Konstruktives miteinander tun, voneinander lernen ... .

Idealerweise ist das Ganze auch barrierefrei und man versorgt sich halt selbst mit Nahrung, Getränken oder Leute bringen etwas mit, kochen, backen, essen zusammen.
An unterschiedlichen Tagen unterschiedliche Angebote, da man nicht alles für die gesamte Woche wird abdecken können, aber gibt ja auch Kinder, Jugendliche und Rentner, die mithelfen können. So würden alle gemeinsam etwas Konstruktives, Sinnvolles für das Gemeinwohl aktiv tun. :)
Klar muss es da auch technisch sicher sein und man braucht sanitäre Anlagen. Aber wenn die staatliche Bürokratie-, Auflagenkeule zuschlägt, werden solche Projekte leider schon im Keim erstickt - das dürfte das zentrale Problem sein, neben dem Finden geeigneter, zentral gelegener Räume.

Jedenfalls wäre das mir lieber als ein profitorientiertes Brettspielcafé.
Und durch das vielfältige Angebot solcher Begegnungsräume gelangen so vielleicht auch noch mehr Menschen ins Brettspiel (Hobby), weil sie an solchem Ort damit leichter, unverbindlich, kostenfrei in Kontakt kommen, es ggf. auch gleich in geselliger Runde erleben können. :)
Wo die Spiele herkommen sollen: von privat gespendet und/oder auch von Brettspielverlagen zur Verfügung gestellt, wie so bereits für andere "Charity-Aktionen".
 
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10. Januar 2026
 
Man muss sich natürlich dessen bewusst sein, dass solche "offenen Begegnungsstätten", offene Begegnungsräume nicht nur Einsamkeit beheben helfen können, sondern auch Orte, Möglichkeiten des auch politischen Austauschs, aktiven Solidarisierens, des Sich-Vernetzens und Organisierens sein können. ;)
 
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24. Januar 2026
 
Ergänzung:
Es reichen öffentliche Plätze, Parks, die Straße, Haltestellen, Hausflure nicht aus, sie erfüllen nicht die Anforderungen an öffentliche Begegnungsräume, da hier die Kontakte nur flüchtig, oberflächlich, oft zufällig, nur selten, nicht regelmäßig sind und eine zugige Haltestelle, ein ggf. durch Verkehrslärm beeinträchtiger Platz oder ein zumeist steriler Hausflur keine einladenden Orte sind, die zum längeren Verweilen einladen.
Dann noch eher öffentliche Parks, aber auch hier müssten Kontakte regelmäßig zustandekommen können.
 
Auch Bibliotheken, Sportstätten, Kindergärten, Cafés, Bistros erfüllen die Anforderungen an öffentliche Begegnungsräume, Begegnungsstätten nicht, denn der Zugang ist meistens kostenpflichtig (Mitgliedsausweis, Bestellung von Getränken ... erforderlich) und/oder nicht allen zugänglich, bspw. Kindergärten.
 
Menschen kommen üblicherweise nur dann in näheren Kontakt miteinander, wenn sie dazu jeweils möglichen und regelmäßigen Zugang, Gelegenheit haben, wenn sie freiwillig, selbstbestimmt entscheiden können, ob, wie, wie lange und wo sie zu Interaktion, Austausch bereit und in der Lage sind.
 
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19.11.2024
 
Sag´ mir, was du spielst und ich sage dir, wer du bist. ;)
 
Ja, es lassen sich anhand der Brettspielvorlieben eines Menschen durchaus einige Rückschlüsse auf seine Persönlichkeit ziehen.
Damit ist nicht gemeint, welche Spiele Gelegenheitsspieler und Brettspielbegeisterte notgedrungen auch mal mitspielen, sondern welche Art Spiele mit welchen Themen, settings, Genres und artwork sie bevorzugt, mit der größten Motivation und Freude spielen.
 
Es geht bspw. darum, ob jemand vorzugsweise kooperativ oder kompetitiv spielt (wenn er sich entscheiden müsste), ob er lieber sogen. Expertenspiele bzw. allgemeiner eher längere Spielzeit beanspruchende Eurogames, Strategiespiele mag oder vergleichsweise kürzere, glückslastigere, mehr zufallsbasierte Familienspiele, ob jemand mit Freude kommunikative, interaktive, auch bspw. gerne Partyspiele spielt, sich dabei auch mal ohne allzu großen inneren Widerstand oder Scham "zum Affen machen" und über sich selbst lachen kann oder ob ihm das ein Graus ist, ob jemand Wortrate-/Wörterrätselspiele oder zahlenbasierte Brettspiele bevorzugt bzw. ablehnt, lieber würfel- oder kartenbasierte Spiele mag, ob er in Spielen mit Thema/setting Dungeon, Drachen, Monster, Horror, Apokalypse, Krieg, Kampf, SciFi, 4x-Spielen aufgeht oder ihn solche Themen, settings und entsprechende Gestaltung eher abstoßen usw..
 
Und nicht nur hieran lässt sich die Persönlichkeit, inklusive das Wesen, Naturell eines Menschen zumindest grob einordnen, sondern auch an seiner je persönlichen Art zu spielen, seiner Spielweise, d.h. wie ein Mensch sich während des Spielens mehr oder weniger bewusst, mehr oder weniger überlegt, kontrolliert verhält, bspw. wie gut oder schlecht er verlieren kann, wie fair oder konfrontativ, offensiv, vielleicht auch "gemein" sein Spielverhalten ist, ob er "Alpha-Spieler"allüren zeigt, wie geduldig oder unduldsam er gegenüber Mitspielern bzgl. sogenannter downtime oder Regelverständnisschwierigkeiten ist, wie sorgsam oder nicht er mit dem Spielmaterial umgeht, insbes. wenn es nicht sein eigenes (Spiel) ist, ob jemand eher ein Kopf- oder Bauchspieler ist, bei seinen Zügen zu langem Grübeln neigt oder auch spontan agiert, ob er sich über eine verlorene Partie noch längere Zeit (still oder mitteilungsbedürftig) ärgert, über seinen ggf. gemachten Fehlern brütet oder sein spielerisches Unterliegen leichtnimmt, ob er gleich eine Revanche will oder es dabei (seinem Unterlegensein) entspannt belassen bzw. im Anschluss ggf. einfach noch ein anderes Spiel spielen kann/möchte.
 
Je ins Spiel vertiefter bzw. gelöster ein Mensch in nüchternem Zustand (!) beim Spielen ist, je weniger er "die Fassade wahrt", sich kontrolliert, verstellt, umso authentischer ist er selbstredend und umso deutlicher ist sein Wesen, Naturell erkennbar.
 
Brettspiel als Persönlichkeits-, Charakterstudie. ;)
 
Natürlich hängt es auch beim Spielen zusätzlich davon ab, wie die Befindlichkeit, die psychische und physische Verfasstheit eines Menschen beim Spiel(en) ist - jemand, der sehr müde, ausgelaugt oder krank ist, der Schmerzen, akuten Ärger oder belastende Sorgen, Nöte hat, der sich psychisch und/oder physisch gerade unwohl fühlt, wird sich auch beim Spiel anders verhalten, als wenn es ihm augenblicklich gut geht.
 
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Nachfolgend ein Einblick in unsere kleine, aber erlesene Ludothek ;) - Brettspielregale:
 
mehrheitlich Familien- und ein paar sogen. Kennerspiele, zahlreiche kleine Spiele, außerdem einige Wortrate- und Partyspiele, kooperative, kompetitive sowie Solo- und Logikspiele.
 
Es sind secondhand-Spiele (gebraucht gekauft), aber inzwischen auch einige neu gekaufte darunter. 
Wenn ich ein neues Brettspiel kaufen möchte, muss ich eigentlich - aus finanziellen und aus Platzgründen - mindestens ein anderes Spiel aus meiner kleinen "Sammlung" oder etwas anderes aus meinem Hausrat verkaufen, weshalb jeder Neukauf reiflich überlegt sein muss, denn Brettspiele sind heute vergleichsweise teuer, aber auch neuwertige, nur ein Mal oder auch kein Mal gespielte Spiele verkaufen sich gegenwärtig (2023, 2024, 2025, 2026) kaum bis gar nicht oder nur zu einem so geringen Preis, dass man sie im Grunde doch besser gleich verschenkt. 
 
Für mich ist Brett-, Gesellschaftsspiel wohltuende, idealerweise Menschen auf unkomplizierte Art verbindende, anregende, zugleich entspannende Aktivität, Unterhaltung, soll für mich also bitte nicht Arbeit, jedenfalls nicht unangenehme Anstrengung sein. 
Deshalb spiele ich keine grübellastigen, üblicherweise (auch schon beim Aufbau) sehr viel Zeit beanspruchenden "heavy Eurogames". 
 
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Brettspielregale Brettspielregale

Brettspielregale

Brettspielsammlung, Stand Juni 2026 Brettspielsammlung, Stand Juni 2026
Brettspielsammlung, Stand Juni 2026 Brettspielsammlung, Stand Juni 2026
Brettspielsammlung, Stand Juni 2026 Brettspielsammlung, Stand Juni 2026

Brettspielsammlung, Stand Juni 2026

kleine und ältere Spiele kleine und ältere Spiele kleine und ältere Spiele

kleine und ältere Spiele

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Therapy ist, neben einem alten Monopoly, wohl das älteste Spiel, das ich noch habe. Die Brettspiele aus meiner Kindheit sind aus Gründen "auf der Strecke geblieben". Therapy ist, neben einem alten Monopoly, wohl das älteste Spiel, das ich noch habe. Die Brettspiele aus meiner Kindheit sind aus Gründen "auf der Strecke geblieben".
Therapy ist, neben einem alten Monopoly, wohl das älteste Spiel, das ich noch habe. Die Brettspiele aus meiner Kindheit sind aus Gründen "auf der Strecke geblieben". Therapy ist, neben einem alten Monopoly, wohl das älteste Spiel, das ich noch habe. Die Brettspiele aus meiner Kindheit sind aus Gründen "auf der Strecke geblieben".

Therapy ist, neben einem alten Monopoly, wohl das älteste Spiel, das ich noch habe. Die Brettspiele aus meiner Kindheit sind aus Gründen "auf der Strecke geblieben".

Smart Games - Ran an die Nüsse, Wirbel im Wald, Schatzinsel, So hüpft der Hase, Schildkrötenschach, Strandspiele
Smart Games - Ran an die Nüsse, Wirbel im Wald, Schatzinsel, So hüpft der Hase, Schildkrötenschach, Strandspiele Smart Games - Ran an die Nüsse, Wirbel im Wald, Schatzinsel, So hüpft der Hase, Schildkrötenschach, Strandspiele
Smart Games - Ran an die Nüsse, Wirbel im Wald, Schatzinsel, So hüpft der Hase, Schildkrötenschach, Strandspiele Smart Games - Ran an die Nüsse, Wirbel im Wald, Schatzinsel, So hüpft der Hase, Schildkrötenschach, Strandspiele

Smart Games - Ran an die Nüsse, Wirbel im Wald, Schatzinsel, So hüpft der Hase, Schildkrötenschach, Strandspiele

Spiele, die ich aus meiner Sammlung wieder aussortiert habe - verschenkt oder verkauft, einige davon auch ungespielt oder nur ein Mal gespielt 
 
Habe u.a. aus Gründen des Platzmangels einige Spiele auch wieder aussortiert, da sie für uns entweder nicht passend waren, z.B. wenn nur ab 3 Spieler spielbar oder weil es sich um Kinderspiele handelt, die wir inzwischen nicht mehr spielen oder auch, weil wir sie uninteressant fanden, darunter zahlreiche von Kosmos: 
 
- Mondo
- Jambo/Asante (Kosmos)
- Lost Cities (Kosmos)
- Munchkin
- Kings & Things (Pegasus)
- Morgenland (Hans im Glück)
- Luxor (Ravensburger)
- Jenseits von Theben (Queen Games)
- La Citta (Kosmos)
- Thurn & Taxis
- Royal Turf (alea)
- Adel verpflichtet
- Ohne Furcht und Adel
- Liebe & Intrige (Goldsieber)
- Rosenkönig (Kosmos, Metallbox)
- Fuji (Feuerland) 
- Broom Service (Ravensburger)
- 5 Minute Dungeon (Kosmos) 
- Dorfromantik (Pegasus)
- Cascadia (Kosmos)
- Seeland (Ravensburger)
- Show Time (Pegasus)
- Sheep & Thief (Pegasus)
- Shadows Amsterdam (Libellud)
- Gum Gum Machine (Huch)
- Schrille Stille (Zoch)
- Bandida (Helvetiq)
- Kodama (Baumgeister, Kosmos)
- Dicke Luft in der Gruft (Zoch)
- Ogallala (Amigo)
- Das Rätsel der Abtei (Abtei der Rätsel, Kosmos)
- Heimlich & Co (Amigo)
- Gespensterjagd (Amigo)
- Love Letter und Lovecraft Letter 
- Hanabi (abacus)
- Lama (Amigo)
- Confusion (Ravensburger)
- Ugo! (Kosmos)
- Kuhhandel (Ravensburger)
- Kuh & Co. (Ravensburger) 
- Camel up (erste Version, weil die zweite besser ist)
- Carcassonne
- Da Luigi (Kosmos)
- 13 Indizien (Game Factory)
- Codenames Duett (CGE)
- Cartaventura Oklahoma (schönes Spiel, leider nur wenige Male spielbar)
- The Mind (haben The Mind Soulmates)
- Chicago Poker (Bruno Cathala, Bruno Faidutti)
- Black Stories
- Skrupel (MB)
- redacted (LudiCreations)
- Trails of Tucana (Pegasus) 
- Punktestadt (Skellig Games)
- Smart 10 Family (Piatnik) 
- Lok `n roll (BoardGameCircus) 
- explorers (Ravensburger) 
- Das Vermächtnis Stammbaum der Macht (Pegasus)
- Der Herr der Ringe (Kosmos)
- Der kleine Prinz (Kosmos)
- Der Kartograph (Pegasus)
- Die vergessene Stadt (Schmidt Spiele)
- Redcliff Bay Mysteries (Kosmos)
- ChronoCops (alle drei Boxen: Einstein, Da Vinci, Jules Verne)
- Exit (Raub auf dem Mississippi, Kosmos)
- Activity Original 
- Barbarossa (Kosmos)
- Tabu (Hasbro)
- Outburst
- Trivial Pursuit
- Sagaland (Ravensburger)
- Das isses (Heidelberger Spieleverlag)
- Halli Galli
 
Kinderspiele von HABA:
 
- Haba Zwerg Riese
- Haba Henne Berta (wunderschöne Komponenten aus Holz!)
- Haba Frechdachs
- Haba Karawane
- Haba Ringel Rangel
- Haba Klondike
 
Die "Siedler von Catan" spielen wir zwar nicht mehr, aber dieser Klassiker - bei uns die Version aus den 1990ern, noch mit Holzkomponenten - bleibt selbstverständlich in unserer Sammlung.
Inzwischen (2023) auch zu Ehren von Klaus Teuber.
 
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 Einige aussortierte Spiele: Da Luigi, Gum Gum Machine, Fuji, Liebe & Intrige, Das Vermächtnis  Einige aussortierte Spiele: Da Luigi, Gum Gum Machine, Fuji, Liebe & Intrige, Das Vermächtnis
 Einige aussortierte Spiele: Da Luigi, Gum Gum Machine, Fuji, Liebe & Intrige, Das Vermächtnis  Einige aussortierte Spiele: Da Luigi, Gum Gum Machine, Fuji, Liebe & Intrige, Das Vermächtnis

Einige aussortierte Spiele: Da Luigi, Gum Gum Machine, Fuji, Liebe & Intrige, Das Vermächtnis

04. Juli 2026
 
Kommentar zum youtube-Video vom 04.07.2026 der BrettspielSuchties, Benny - "Wofür braucht man eigentlich das Spiel des Jahres? Wer ist die Zielgruppe? Was bringt der Preis?"
 
https://youtu.be/XIji9Oa7fq4?si=ojmkTnB1WGhmrTRc
 
Hey Benny, schon in den vergangenen Jahren habe ich an verschiedenen Stellen Kritik am SdJ und an der Jury geäußert, meine Kritik auch begründet. Sehe es doch sehr anders als du:
 
1. Ich bin ein solches Beispiel für eine Person, die überwiegend Familien-, Party-, Solo- und sogen. Kennerspiele, aber nicht "Expertenspiele" spielt. Ein grübellastiges, viel Zeit beanspruchendes (oft auch Auf- und Abbau, Verwaltungsaufwand) Strategiespiel hat nichts mit "Expertsein", Expertentum zu tun - es ist einfach eine Art Spiel unter zahlreichen anderen.
Meiner Überzeugung nach hat es vor allem mit der je eigenen Persönlichkeit zu tun, wer welche Art spiele bevorzugt, gerne spielt und welche weshalb eher nicht. 
 
Brettspiel, Gesellschaftsspiel ist für mich in erster Linie Unterhaltung, Anregung oder auch Entspannung (je nach Spiel, Situation, Mitspielern, meiner eigenen und der anderen jeweiligen psychischen und physischen Verfassung usw.), angenehmes, wohltuendes Erlebnis, Erfahrung, Zusammensein mit bekannten oder auch fremden Menschen (die man übers Brettspiel bekanntlich vergleichsweise leicht kennenlernen kann) - nicht Arbeit.
Der "soziale Aspekt", die Geselligkeit, "das Zwischenmenschliche" stehen dabei für mich im Vordergrund, nicht das Gewinnen, nicht der Wettbewerb, die Konkurrenz (um den "Sieg"), kein nerdiges, zumeist eher solitäres Grübeln über die nächsten Spielzüge, die eigene Strategie (hat für mich auch was von "Kriegsstrategie", Stichwort Schach und dessen Ursprung) und kein Sich-Profilieren über die Art, Komplexität eines Brettspiels oder der Anzahl der gespielten oder gewonnenen Partien. Drum spiele ich auch sehr gerne kooperative Spiele, weil ich dieses Erlebnis, Gefühl, die Erfahrung mag, auf angenehme - nicht tatsächlich (lebens-) gefährliche - Art gemeinsam eine Herausforderung bewältigt, "ein Abenteuer erlebt" zu haben - es hat etwas Verbindendes (natürlich ohne Alpha-Spieler und auch nur, wenn alle mit Begeisterung, Freude, Aufmerksamkeit, Lust dabei sind).
 
Deshalb denke ich, im Gegensatz zu dir, auch nicht, dass man, Zitat "Spielen lernen muss" - eher ist das Gegenteil von jeher der Fall: Menschen, nicht nur, aber bekanntlich besonders Kinder, lernen über, durch das Spielen - vor allem das freie Spielen: nicht nur soziale Konventionen, Regeln, Frustrationstoleranz, Kooperation usw., sondern vor allem über "die Welt" und sich selbst - ganz ohne Lenkung, Forcierung Erwachsener. Und Lernen vollzieht sich - wie Heilung - vor allem auch über (wohltuende) Beziehung. Eigenes Thema. 
 
2. Ich (52) bin also eigentlich genau die Zielgruppe des SdJ: Gelegenheitsspielerin, spielt überwiegend "einfache" Familien- und "Kenner"spiele, jedoch gibt es nur sehr, sehr wenige Spiele, die den SdJ-Preis gewonnen haben, die mich ansprechen - die meisten Preisträger mag ich nicht und das zieht sich durch die ganzen Jahre wie ein roter Faden und gilt ähnlich auch fürs KdJ.
Siehe oben: Wer welches Spiel, welches Thema, setting, artwork, welchen Mechanismus, Spielablauf ... mag, hängt erheblich von seinen bisherigen Spielerfahrungen ab - gerade also auch den erlebten Umständen, dem setting, der Atmosphäre, Stimmung, den Mitspielern (nicht nur also vom Spiel) - und vom je persönlichen Geschmack, der eigenen Persönlichkeit, wie es so auch bei Büchern, Filmen, Musik usw. ist. 
 
Wenn ich im Buchladen vor vollen Bücherregalen stehe, richte ich mich auch nicht nach Bestsellerlisten oder Empfehlungen vermeintlicher "Experten", Literaturkritiker, Rezensenten - ich wähle ein Buch nach seinem Thema aus, ob dieses mich anspricht, interessiert, neugierig macht oder ich mein Wissen vertiefen möchte, ggf. noch nach dem Autor, wenn ich diesen schon kenne und andere Bücher von ihm schätze. Ich lese vielleicht das Inhaltsverzeichnis, die Kapiteltitel, um ein wenig mehr Informationen zum Buch zu erhalten, vielleicht habe ich auch bereits Interviews mit dem Autor gehört, gesehen und kann auch so besser einordnen, ob seine Themen, seine Texte, sein Stil "etwas für mich sind", mit mir, meinem Leben, meinen Erfahrungen, vielleicht auch mit meinen Fragen, Belastungen, Werten, Idealen, kritischen Positionen zu tun haben, diese hinterfragen oder bestätigen usw..
Ähnlich verhält es sich mit Filmen und Musik - hier hat es auch viel mit der jeweiligen Stimmung, Situation usw. zu tun, wann ich welche (Art) Musik gerne höre. 
 
Nein, ein erwachsener Mensch braucht m.E. keine Jury, die ihm etwas nach nur deren Einordnung, Beurteilung, Bewertung empfiehlt, denn auch Jury-Mitglieder sind Menschen, entscheiden somit auf Basis ihrer jeweiligen Persönlichkeit, ihres je persönlichen (und dann gemeinsamen) Geschmacks, ihrer bisherigen Erfahrungsgrundlage.
Eine anders zusammengesetzte Jury würde sehr wahrscheinlich andere Entscheidungen treffen. Es gibt ohnehin keine "reine" Objektivität, eben weil wir Menschen sind und das ist wahrscheinlich auch gut so. ;) Aber eben deshalb sind die SdJ-Jury-Mitglieder - wie auch andere Mitglieder anderer Juries - keine "Experten" für Brettspiele oder Brettspielempfehlungen. 
 
3. Stelle immer wieder fest, dass ich zwar auch einige Spiele mag, die auch anderen gut gefallen, sehr oft aber auch Spiele, die andere begeistern, uninteressant oder sogar abstoßend finde - siehe oben: eine Sache der Persönlichkeit, des Geschmacks ... .
 
4. Nein, man muss auch nicht "seine Spiele loggen", keine Brettspielbuchhaltung betreiben (was wann wo mit wem wie oft gespielt, wie oft gewonnen usw.), um eine Art "Experte" oder ein "Vollblutspieler" zu sein - es gibt zig verschiedene Brettspiele, unterschiedliche Themen, settings, Spielmechanismen, artwork, Genres - keine "Hierarchie", keine "Leistungssteigerung".
Es geht beim Spiel(en) doch gerade um angenehmes, wohltuendes Erlebnis, Erfahrung - auch solo - nicht um Leistung, Performance, Effizienz, "Selbstoptimierung", Konkurrenz, Übervorteilung, Macht (-demonstration), Profilieren: es soll das Spiel(en) doch gerade eine Art Gegenpol, ein Ausgleich für diese kapitalistische, ellbogenmentalitätsgeprägte, sozialdarwinistische, leistungs- und effizienzbasierte, Menschen oft objektifizierende, instrumentalisierende, ausbeutende, nicht selten auch beschädigende Realität, Gesellschaft, Regierungspolitik, Ideologie sein. Eine Art Auszeit, Eskapismus, eine Möglichkeit, den ganzen Alltagsstress, die anstrengende Lebensbewältigung für Momente ausblenden zu können, Spaß, Freude zu erleben - klar, das geht nicht nur via Brettspiel ;). 

Zumindest ich sehe das Spiel(en) also vorrangig als Vergnügen, als Freiraum von Zwängen (nein, ein Regelwerk, eine Spielanleitung sind kein Zwang), als auch Expermentierbereich, auch als Bereich, Raum, Zeit, in der man Last, Schwere, Verantwortung vorübergehend abgeben, auch mal Fünfe grade sein lassen kann, weil es im Spiel eben n i c h t um die tatsächliche, reale eigene Existenz, das "Überleben" usw. geht. Wenn ich eine Partie verliere, tut mir das nicht weh - ich hatte wahrscheinlich trotzdem eine schöne Zeit mit, während des Spiels, insbes. mit anderen Menschen, in geselliger Runde. Ich verliere nicht meine Existenzgrundlage oder mein "Ansehen", mein "Gesicht" - im Gegenteil: schätze echte (!) "gute Verlierer" sehr, eben weil sie nicht so verkrampft, sondern locker sind, sich selbst verzeihen können, sich, ihren Selbstwert, ihr Selbstverständnis nicht über Gewinnen, Leistung definieren. Auch ein eigenes Thema. ;) 
 
5. Ich habe sehr viele Brettspiele, die andere - bspw. in youtube-Videos - über die Jahre gehyped haben, darunter eben auch einige SdJ-Gewinner, wieder aussortiert und mich im Nachhinein über mich selbst geärgert: dass ich mich nach anderer Leute "Empfehlungen" gerichtet habe - denn sie sind mir fremd und haben offensichtlich einen anderen (Spiele-) Geschmack als ich, ihre Empfehlungen helfen mir also nicht weiter, inkl. SdJ-Jury (siehe Kommentar oben). 
 
6. Wenn ich mich über ein Brettspiel informieren, d.h. einordnen will, ob es was für mich ist, sehe ich mir vor allem Anleitungsvideos und Let´s Play-/Playthrough-Videos an (nicht reine Rezensionen, also: persönliche Meinungen, Draufsicht, Einordnung anderer ;) ), da ich darüber alles Relevante vermittelt bekomme: Genre, Thema, setting, Material, Komponenten, artwork, Spielmechanismus, Spieleranzahl, Alter, Spieldauer, Spielablauf und ein bisschen eben auch, w i e welche Leute das jeweilige Spiel in welcher Runde, Atmosphäre ... spielen. Das ist, was ich wissen möchte, bevor ich ein Brettspiel kaufe. 
 
7. W e n n ich mir etwas empfehlen lasse, dann doch von Menschen, die mich gut, lange kennen und umgekehrt, von mir bekannten, vertrauten Menschen, Bezugspersonen (Freunde, Familie, Partner) - nicht von mir wildfremden Menschen, siehe bspw. Verkäufer in Buchhandlung, Spieleladen oder SdJ-Jury oder mir fremder Rezensent. Eben weil mir vertraute Menschen noch am ehesten einschätzen können, was mir gefällt und was nicht. Fremde können das nicht. Ihr Geschmack ist oft nicht meiner und umgekehrt - siehe auch oben: Persönlichkeit, Vorlieben, Abneigungen, Einstellungen, Alter, bisherige Erfahrungen usw..
 
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05.07. und 06.07.2026
 
Meine Antworten auf Kommentare zu meinen Kommentaren unterm Video:
 
Und es gäbe etliche andere Spiele (Familien- und einfache, kleine, auch Partyspiele), die sich genauso gut verkauft hätten, wenn man ihnen den SdJ draufgedruckt hätte. 
Das eben meine ich: Es ist eine sehr subjektive Sache und es werden damit Spiele hervorgehoben, die nicht tatsächlich besser geeignet für Einsteiger, Gelegenheitsspieler sind als es zahlreiche andere, gute (!) Brettspiele auch wären, die aber halt nicht das Label erhalten, die sich deshalb vlt. weniger gut, profitabel verkaufen, den Preis aber mindestens genauso, wenn nicht auch eher verdient hätten.
Die Jury sind keine "Experten" und es bedarf ihrer nicht, davon bin ich aus genannten Gründen nach wie vor überzeugt. 
"Oma Erna" würden sicher auch andere Familien-, Einsteigerspiele gut gefallen, aber sie kauft sie nich, lernt sie womöglich gar nicht kennen, weil die halt keinen SdJ-Stempel haben. =(
 
Ich b i n Gelegenheitsspielerin, ich bin die Zielgruppe. Lies vielleicht doch einfach (noch) mal meine beiden ausführlichen Kommentare unterm Video. 

Nur bin ich halt nicht unkritisch dem mainstream, Mehrheitsmeinungen oder vermeintlichen Experten folgend, anhängend und nicht mehr 20 oder 30. ;)

Die Diskussion um das SdJ und die Jury ist nicht "unnötig" - es sollte m.A.n. auch über solche Preise und Juries, über vermeintliche "Experten" und Expertokratie selbstverständlich (!) demokratisch entschieden werden - g e r a d e in der Brettspielszene, also unter Leuten, die selbst gerne verschiedene Brettspiele gelegentlich oder häufig spielen. 

Dass und warum ich eine SdJ-Jury für überflüssig, halte, habe ich wiederholt argumentativ dargelegt, hier nochmal in Kurzversion:

1. eine andere Jury (mit anderen Mitgliedern) würde andere Entscheidungen treffen, es ist also rein subjektiv, gründet sich nicht auf deren spezifische, vermeintliche Expertise, Erfahrung 

2. andere Spiele würden Einsteiger und Gelegenheitsspieler genauso ansprechen und vlt. sogar noch eher zum Brettspiel (-hobby) bringen, diese Spiele erhalten aber keinen Preis, werden dann wohl auch seltener gekauft, sind weniger bekannt (unter Neulingen, Einsteigern, Gelegenheitsspielern), obwohl sie genauso gut oder einige sicher sogar besser geeignet wären (für Einsteiger, Familienspieler, die von dir angeführte "Oma Erna" ...
)
3. die SdJ-Jury-Mitglieder sind keine Brettspiel- oder Gelegenheitsspieler-"Experten", sie verfügen über keine fachliche Qualifikation, jedenfalls nicht mehr, als zahlreiche andere Vielspieler auch, die auch mit unterschiedlichen Gruppen, Arten von Spielern zahlreiche unterschiedliche Spiele spielen. 

4. Der Preis dient einzig den Verlagen. Und vielleicht auch der Jury selbst - man kann sich als "Brettspielexperte" ausgeben oder wähnen. ;)

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23.05.2026
 
Zum Brettspiel "A Life" von Stefan Freund
 
Brauchen wir wirklich noch ein solches "Spiel des Lebens", nachdem es schon Pursuit of Happiness ("Das Streben nach Glück"), Coming of Age und Adulthood gibt?
Was ich damit sagen möchte:
Mich stört, dass all diese Spiele "das Leben" nur aus westlicher Perspektive und dabei überdies aus bürgerlich-konservativ kapitalistischer Sicht abbilden und imitieren - was und womit in der Kindheit "gespielt" wird, wie offenbar typisch die Jugend verläuft, dann monogame Paar-Beziehung, meistens Ehe, Kleinfamilie und Selbstdefinition über Ausbildung, ggf. Studium, Erwerbstätigkeit, Vermögen (Haus, Auto, Reisen, Konsumismus ...), vielleicht ein paar "Hindernisse" eingestreut (Krankheit, Armut, Alter), aber insgesamt alles sehr geradlinig, bieder, konformistisch - als gäbe es keine Widerfahrnisse, keine Krisen, die nicht immer oder überhaupt vom Individuum zu bewältigen (möglich) sind, als gäbe es keine unterschiedlichen Lebensstile, Lebenspraxis, Art zu leben, als würden alle das Gleiche wollen, anstreben, siehe oben genannt (berufliche "Karriere", Vermögen, Ehe, Kleinfamilie, Statusobjekte usw.). Als gäbe es zu all dem keine Alternativen - ob und wie gut sie im global kapitalistischen, also konservativ-autoritären, patriarchalen, androkratischen System lebbar sind, ist zweifelsohne eine andere Frage, aber genau darum müsste es m.E. endlich auch mal im Brettspiel gehen: konstruktive "Alternativen", Utopien, Stichwort Gemeinwohl, Philosophie, Anthropologie, Soziologie, Feminismus, Anarchismus ... . 
Nicht der x-te Aufguss, Reproduktion, damit auch Indoktrination des gleichen Destruktiven - siehe dazu auch bspw. Spiele wie Hegemony und World Order (finde ich beide aus schon genannten Gründen ätzend). 
Klar: das will, kauft die Mehrheit, der mainstream wahrscheinlich nicht - und da sind wir wieder bei der Profitorientiertheit. ;) 
 
Es gibt Menschen, die hatten eine schwere, lebenslang prägend belastende Kindheit, Jugend, bspw. weil sie in materieller Armut oder in Kriegsgebieten oder verwaist, vernachlässigt, misshandelt im Heim aufgewachsen oder adoptiert oder Pflegekinder sind oder schwere Unfälle, Erkrankungen erlitten oder Behinderungen, Fluchterfahrung, Sucht, Einsamkeit oder den Verlust nahestehender Menschen, bspw. auch durch Suizid, zu bewältigen haben u.v.a.m..
 
Es gibt Menschen, die nicht lebenslang tumb, unreflektiert, konformistisch, wie programmierte Roboter, wie dressierte Hunde funktionieren, im Hamsterrad rennen möchten. 
Es gibt Menschen, die nicht nur die glatt polierte Fassade, oft: Lüge, Inszenierung kennen, wollen, sondern nach Erfüllung, Sinn (für sich, ihr einziges, kleines, kurzes Leben) suchen - frei von Religion, Ideologie, Esoterik, Aberglaube, Selbstbetrug. Stichwort Liebe (aktives Lieben, gemäß Erich Fromm). 
All das kommt in solchen Spielen leider nicht ansatzweise vor. Immer noch nicht. Immer noch wird alles glattgebürstet und etliches unterschlagen, übergangen, ignoriert, herausgetrennt - als gäbe es das nicht: die Realität, inklusive all der menschengemachten Probleme, Schäden, aber auch Reife, Prosozialität, Erkenntnis-, Reflexions-, Liebesfähigkeit. 
 
Ist "sehr viel Spaß im Leben" wirklich Erfüllung, ein erfülltes Leben? Kennen Menschen mehrheitlich den Unterschied zwischen oberflächlichem Spaß und tiefergehender Freude, zwischen "Glück", Glücksmomenten und dauerhafterer Zufriedenheit, innerem Frieden - mit vor allem sich selbst - nicht?
Streben Menschen mehrheitlich tatsächlich nur egoman, oberflächlich, narzisstisch, unreif nach Spaß, Lustbefriedigung, Konsum, Status, "Erfolg, Ruhm, Karriere, Vermögen, Sieg, Macht" - nicht nach (Selbst-) Erkenntnis, Urteilsfähigkeit, Courage, Integrität, Verantwortung, Mitgefühl, Prosozialität, Loyalität, Verbundensein (Stichwort: Liebe, Gefährten), Persönlichkeitsreife (die btw nicht gleichbedeutend mit Streben nach "Vollkommenheit" und/oder mit "Selbstoptimierung" ist)?
 
Nur mal so als "Anregung".
 
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Da eingewandt wurde, dafür seien Bücher besser geeignet und im Brettspiel sei das Ziel, Zitat "zu 99% das schnöde Gewinnen".
 
Meine Replik hierauf:
 
Ja, das geht ja sehr gut in kooperativen Spielen: gemeinsam eine Herausforderung bewältigen, im Brettspiel eben informativ und unterhaltsam. Da könnte man den Gemeinwohlaspekt, siehe bspw. Gemeinwohlökonomie, soziale Ökonomie, Postwachstum u.a.m. sehr gut einbringen. :)
Die Bücher kann es gerne zusätzlich geben.
 
Gerne auch Eskapismus via Brettspiel, aber es g i b t ja bereits realitätsbasierte Brettspiele mit politischem Thema oder setting, siehe schon genannte: Hegemony, World Order (diese beiden sind leider auch völlig unkritisch, ohne konstruktive Alternative aufzuzeigen, im Spiel zu ermöglichen oder wenigstens im Spiel vorstellbar zu machen, als "Utopie" und Denkanstoß sowie als Erinnerung, dass es auch schon mal anders, konstruktiver ging, gelebt wurde, gibt dazu ein sehr informatives Buch von David Graeber und David Wengrow ;) ) oder auch e-mission u.a.m..
Warum dann nicht auch realistische(re) Brettspiele im Bereich/mit Thema, setting Beziehung, Familie, Freundschaft, Gemeinschaft, Prosozialität, Reife - mit eben philosophischer, soziologischer, anthropologischer und/oder gesellschaftskritischer Einbettung, Anregung?
 
Statt das Gewohnte, Konservative, Konformistische etliche Male unkritisch aufzuwärmen, zu wiederholen.
 
Was mich betrifft, so geht es mir beim Brettspiel von jeher auch nicht hauptsächlich ums Gewinnen (weder als Kind noch heute), weder kompetitiv noch kooperativ, sondern um das gemeinsame Erlebnis, das gesellige Zusammensein, die wohltuend verbrachte Zeit mit bekannten oder auch fremden Menschen, also um "den sozialen Aspekt".
 
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Weiterer Einwand: Es gehe beim Brettspiel vorrangig um Eskapismus und darum, was sich gut verkauft. Das bestätigt, was ich bereits schrieb. 
Hier meine ausführliche Antwort:
 
Es gibt seit Jahren und jedes Jahr neu etliche (!) Spiele, die Eskapismus ermöglichen und etliche Spiele mit den bekannten Themen: Dungeon, Fantasy, Drachen, Mittelalter, SciFi, Kämpfen, 4x, Piraten, Meer usw. - das ist nicht der Punkt, sondern wie ich bereits schrieb:

Es gibt zugleich inzwischen auch Spiele mit politischem Thema oder setting und wenn es s o l c h e Spiele also "immerhin" auch gibt, warum damit dann nur das Bekannte, Destruktive, Antisoziale beim Spielen reproduzieren, nachahmen und es damit konsolidieren, statt Konstruktives, Prosoziales, Realisierbares/Realistisches unter anderem a u c h durch das Brettspiel Leuten nahezubringen, damit sie davon überhaupt erstmalig hören, sich damit ggf. auseinandersetzen, weil es eben "nur" ein Spiel ist, idealerweise informativ, aber eben unterhaltsam, nicht mit pädagogischem Zeigefinger. 

Aber ja: Diese Abwehrhaltung gegen solche Ideen, Konzepte, Umsetzungen als/im Brettspiel zeigt ja schon, dass und warum es alles ist wie es ist: weil Konservatismus, Xenophobie, Neophobie offenbar weit verbreitet sind, so auch Konformismus, Opportunismus. 
Ich halte viel von vernünftiger Skepsis, kritischer Betrachtung, aber man sollte zugleich offen für konstruktives Neues bzw. auch konstruktives, prosoziales "Altbewährtes" sein - nur erhält man Informationen darüber weder in staatlicher Schule noch über mainstream Medien - allenfalls durch arte Dokus oder eigene Recherche und entsprechende Bücher. 
Warum also nicht das analoge Brettspiel als weiteres Medium dafür nutzen: als Information, Anregung, Angebot
Ich verbiete ja nicht alle zigtausend bisherigen Brettspiele. ;)

Wenn man nur das weiterverbreitet und profitabel produziert, "worauf die Leute Bock haben", übergeht man dabei einige Leute und die anderen erhalten keine Anregung zur Horizontweitung. Aber ja, klar: genau all das hat mit Erkenntnis, Reflexion, Reife, Aufgeschlossenheit gegenüber auch bisher (bestimmten Leuten) unbekanntem Konstruktiven, Prosozialen ... zu tun. Da hapert es offensichtlich erheblich. Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. ;)

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24. Mai 2026

Weiterer Einwand: Das Leben sei, Zitat "viel zu komplex, um alle Möglichkeiten in einem Spiel abzubilden".

Meine Replik hierauf:

Ich sprach nicht von "allen Möglichkeiten", sondern von Einbeziehung wenigstens verschiedener, durchaus verbreiteter Lebensumstände von Menschen, von realistischeren Umsetzungen solcher "Lebensspiele" - aus genannten Gründen: eben weil offenbar gar nicht so wenige ;) Menschen nicht ein solches Leben "haben", führen, leben wollen und/oder können wie es in all diesen Spielen aber stets verallgemeinernd und immer sehr konservativ, konformistisch, patriarchal dargestellt und durch das wiederholte Spielen eben auch weiterhin ideologisch verankert wird. 
Es kann dann bspw. Kinder oder Jugendliche und junge Erwachsene geben, die sich fragen, ob und was sie ggf. "falsch machen", ob s i e "falsch sind" oder warum sonst nur solche immer gleichen, pauschalen "Lebenswege", Lebensmodelle in solchen Spielen abgebildet werden.
Siehe, was ich bereits nannte, was in solchen Spielen alles n i c h t, nie je vorkommt: bspw. ledige, alleinerziehende Frauen, Mütter, Menschen, die bewusst keine Ehe eingehen, die nichts von Kleinfamilie halten, die in gemeinschaftlichen Wohnprojekten leben (auch generationenübergreifend), die sich nicht über ihre Lohnarbeit, Erwerbstätigkeit, sondern über ihren Charakter, ihre Persönlichkeit, ihre Biographie, Erfahrungen, Erkenntnis, Reife, Ideale, Werte und entsprechend integres Verhalten, Taten  ... "definieren" u.a.m.. 
Wie lange, wie oft noch der immer gleiche patriarchal-konservative Einheitsbrei: leider auch im Brettspiel. ?

Vielleicht auch an dieser Stelle anzumerken:
Menschen lebten keineswegs "immer schon" in patriarchaler Institution Ehe und Kleinfamilie, sondern zu früheren Zeiten in Clans oder Lineages, siehe auch matrilineare, matrilokale Kulturen, Gemeinschaften.

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27.05.2026 
 
Replik auf einen weiteren Kommentar, Einwand: das von mir Genannte ließe sich im Brettspiel nicht abbilden und, Zitat: "Ich finde es gut, dass man hier ein möglichst perfektes Leben simulieren möchte. Danach streben ja auch die meisten, aber natürlich in diversen Kombinationen und umständen."

1. Es geht nicht um ein, Zitat: "perfektes Leben", ein solches im Brettspiel - oder Roman, Film, Werbung ... - "abzubilden", nachzustellen, denn wer entscheidet auf welcher ethischen Legitimationsgrundlage, was wo, wann, wie, für wen ein "perfektes Leben" ist?
Was gilt wem weshalb als "perfekt"? 
 
Wenn es um Menschen geht, sollte man, wie ich bereits schrieb, nicht nach Perfektion, "Selbstvervollkommnung" oder kapitalistischer "Selbstoptimierung", sondern nach Persönlichkeitsreife streben, nein das ist gerade nicht dasselbe, sondern Letztgenanntes das exakte Gegengeil des Erstgenannten.
 
Woher weißt du, wonach, Zitat: "die meisten streben"? Nur, weil und wenn Menschen vieles mitvollziehen, nachahmen, heißt das nicht, dass sie das tatsächlich selbst, persönlich gut finden, anstreben - oft mangelt es ihnen am Zugang zu möglichen Alternativen oder auch am zunächst erforderlichen Wissen, der Information darüber, dass und welche wohltuenden, konstruktiven, prosozialen Alternativen es gibt. 
Mit abermaligem Verweis auf  Erich Fromm, Arno Gruen, Jack Holland (bspw. zur Ehe ...), David Graeber.
 
2. Deine weiteren Fragen und Einwände habe ich in meinen vorherigen Kommentaren und Antworten bereits beantwortet, siehe deshalb dort. 
 
3. Wenn sich der bisherige konformistisch-konservativ-kapitalistische Status quo im Brettspiel, wie auch in unzähligen Filmen, Serien umsetzen lässt, warum dann nicht auch konstruktive, prosoziale "Alternativen" sowie bestehende, reale Belastungen und Widerfahrnisse im realen Leben von Menschen - wenigstens einige Aspekte derer?
Es ist eine Sache des Wollens, der Motivation, der Haltung. - Oder halt der kapitalistischen Profitorientiertheit. ;) Da sind wir wieder bei meiner Ausgangskritik. 

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30.05.2026
 
Da von einem anderen Kommentierenden heute eingeworfen wurde, Zitat:
 
"Deine Utopien sind niedlich und du darfst als Eskapismus gern in diesen gedanklich dahinschwelgen. Doch hat sich bisher einfach erwiesen, dass all diese Utopien ebensolche sind, bleiben und eben nicht funktionieren. (...)
Gesellschaften funktionieren ausschließlich in ihrer Gesamtheit im Streben nach Fortschritt, Leistung und Produktivität, können dann im Überschuss sogar noch bedingt viele andere Menschen mitziehen. Eine rein egoistisch hauptsächlich individualistische Lebensweise, wie du sie dir vorstellst ist kurzfristig für Einzelne sehr attraktiv, führt aber unweigerlich auf lange Sicht in bittere Armut und den Untergang, wie es schon genügend Versuche in der Geschichte bewiesen haben. :)"
 
Meine Antwort hierauf:
 
1. Deine Behauptungen entsprechen nicht der Realität, denn Kapitalismus ist weder jetzt alternativlos noch je gewesen. Es gab sowohl zu früheren Zeiten als auch gibt es heute Menschen, Gemeinschaften, Kulturen, die nicht hierarchisch lebten, ohnehin nicht kapitalistisch. 
Aber es handelte sich dabei nicht um Nationalstaaten, exakt. 
Staat. Macht. Gewalt. Siehe, wie Nationalstaaten seit wann entstanden sind: überwiegend durch Kriege, auch dazu kann ich, wenn gewünscht, dies belegende Lektüre empfehlen.
 
Nachlesbar ist das oben Genannte bspw. im Buch "Anfänge Eine neue Geschichte der Menschheit" von David Graeber und David Wengrow.
 
2. Wer entscheidet auf welcher ethischen und demokratischen Legitimationsgrundlage für wen, was weshalb wie als Leistung und was als Fortschritt gilt? 
 
3. Nein, durch Arbeit, d.h. Lohnarbeit, Erwerbstätigkeit wird heute längst nicht mehr grundsätzlich oder überwiegend Produktivität erwirkt, lies hierzu gerne bspw. David Graeber - "Bullshitjobs".
 
4. An keiner Stelle proklamierte ich Egoismus. Sondern ich schrieb von persönlichem und Gemeinwohl. 
 
5. Auf welche Beispiele aus der Geschichte du dich beziehst, teilst du leider nicht mit. 
Sie haben jedenfalls sämtlich nichts mit Gemeinwohl, Prosozialität, Fairness zu tun, wenn sie Gewalt und/oder Armut zur Folge hatten oder haben.
 
6. Dass es sich bei all dem keineswegs um bloße Utopien, Phantasien oder gar Ideologien handelt, kannst du, wie bereits erwähnt, bei David Graeber (siehe oben schon genannte zwei Buchtitel, aber auch sein Buch "Schulden") nachlesen, außerdem bei Erich Fromm (bspw. in "Haben oder Sein"), Arno Gruen (bspw. "Der Verrat am Selbst Die Angst vor Autonomie von Mann und Frau") sowie auch bei Joachim Bauer (bspw. in "Schmerzgrenze Vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt"), siehe auch darin, dass Menschen so lange überlebten, weil sie kooperierten, nicht überwiegend konkurrierten.
Außerdem auch bei Frans de Waal (bspw. in "Der gute Affe") zu Menschen und einigen anderen Tieren angeborenem Mitgefühl, Sinn für Fairness, Kooperation ... . 
 
Mache also bitte nicht mich für deine Kenntnislosigkeit verantwortlich. 
Aber dass bestimmte Menschen sich all das o. Gen. nicht einmal vorstellen können oder wollen, hat, ja, mit ihrer Persönlichkeit zu tun. Eigenes Thema. ;)
 
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06. Juli 2026
 
Nachfolgend einkopiert mein Kommentar zum youtube-Video vom 05.07.2026 von Better Board Games - "Darum sind seine Spiele außergewöhnlich!"
 
https://youtu.be/ImGLbst0EOk?si=GkEKbMorzGct-Uyt
 
Wie gesagt: Beim Spielen erfährst du sehr viel über die Persönlichkeit eines Menschen. 
Ihr feiert hier Spiele von Cole Wehrle - sämtlich konfliktträchtige Kriegsspiele, die "Spaß machen" (sollen).
Nein, ich habe bisher keines der Spiele von Cole Wehrle gespielt und nach allem, das ich im Video darüber gehört habe, habe ich nun definitiv nicht das geringste Interesse (mehr) daran, denn: 
 
Historischer, politischer Hintergrund im Brettspiel, seriöse, valide Informationen: immer gerne! Aber:
Gemäß der Äußerungen von Thomas und Stebbo spielt man bei jedem C. Wherle-Spiel - bspw. Root, Pax Pamir, John Company - immer und einzig aus der Perspektive des Aggressors, des Kolonialisten, des Kriegführenden.
Man will und muss sich im jeweiligen Spiel bspw. bereichern und/oder intrigieren, andere Mitspieler "übers Ohr hauen", sich illoyal, selbstsüchtig, nach Vorherrschaft, Übervorteilung streben, sich im Spiel entsprechend verhalten - und das soll unterhaltsam sein?!
Man erfährt NICHTS über die Opfer, d.h. man nimmt in offenbar keinem Cole Wherle-Spiel je die Perspektive der Opfer, der Geschädigten ein, sondern ausnahmslos immer die der Aggressoren, Invasoren, Ausbeuter - und man soll eben diesen als jeweiliger Spieler aktiv zum Sieg verhelfen, deren Position einnehmen, sich im Spiel quasi mit ihnen - und nur ihnen! - identifizieren, gerade so, als müsse man Leuten via Brettspiel nahebringen, Empathie, Verständnis für solche antisozialen, toxischen, destruktiven, machtgeilen, skrupellosen Täter zu entwickeln.
 
Will Cole Wehrle mit seinen Spielen also suggerieren, unterstellen, "in jedem von uns" verberge sich - mehr oder weniger - ein solch skrupelloser, unmoralischer, antisozialer, selbstsüchtiger, machtgeiler, autoritärer Aggressor, Intrigant, Imperator oder mindestens Opportunist? 
Denn anders erklärt sich mir das nicht.
 
Wer über historische "Geschehnisse, Ereignisse", Verhältnisse, Missstände ... seriös und zugleich unterhaltsam - via Brettspiel - informieren, "aufklären", Leuten das auf diese Weise näherbringen will, schafft das jedenfalls bei mir nicht, indem er Spieler nur die Täterseite nachspielen und ausschließlich die Täterposition und Täterperspektive einnehmen lässt und den Spieler dann - durch die Regeln, den Ablauf - sogar zwingt, als solcher Täter, Aggressor ... im Spiel je persönlich "erfolgreich" sein zu wollen bzw. zu müssen: dann, wenn oder weil der Spieler die Partie gewinnen möchte. 
 
Es verhält sich mit den Cole Wehrle -Spielen offenbar sehr ähnlich wie mit den Spielen Hegemony und World Order - auch hier wird einfach nur das Bestehende, werden die politischen Missstände nachgespielt, bei jeder Partie reproduziert - ohne Ausweg-, Alternativ-, Widerstandsoption
Nein danke.
 
Beim Spiel "Molly House" (von Cole Wherle und Jo Kelly) geht es btw nicht um "queer", nicht generell um Homosexualität, schon gar nicht um trans, Transgender, sondern um ausschließlich homosexuelle MÄNNER und ihre "Parties" ... im 18.  u. 19. Jahrhundert in England.
 
Also wer mit Spielen wie "Santa Maria" oder "Mombasa" aus Gründen der Moral, Empathie, Prosozialität, Solidarität Probleme hat, deren Thema, setting und inhaltlichen Spielablauf kritisiert, dürfte die genannten Cole Wherle-Spiele nicht minder kritikwürdig finden.
 
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09.07.2026
 
Siehe so ähnlich auch in den Spielen Hegemony und World Order: sowas wie anarchistischer Widerstand - den es real, faktisch gab und gibt, nicht nur im spanischen Bürgerkrieg oder der Pariser Kommune, auch die Arbeiterklasse, Arbeiterbewegung, Gewerkschaftsbewegung CGT (Frankreich), CNT (Spanien), IAA, FVDG, FAUD) ... - oder alternative, wohltuende, konstruktive Konzepte, wie bspw. soziale Ökonomie, Gemeinwohlökonomie, demokratischer Sozialismus (nein, hat nichts mit DDR, Russland oder China zu tun), Soziokratie (systemisches Konsensieren bzw. Konsent-, statt Mehrheitsprinzip) u.a.m. - die es sämtlich auch bereits und teilweise schon sehr lange (!) gibt (nachlesbar bspw. bei David Graeber und David Wengrow) - werden in all diesen Spielen nicht einmal wenigstens erwähnt: null faktenbasierte Information d a z u - zu Konstruktivem, Gewaltfreien, Wohltuenden, Prosozialen. Und eben keinerlei Möglichkeiten, sich alternativ, wohltuend, prosozial zu verhalten: im jeweiligen Brettspiel wenigstens bzw. nicht einmal da. 
 
Wiederhole es deshalb: 
Es wird in beiden Spielen einfach nur das Bestehende, reale (welt-) politische Missstände, Systeme nachgespielt (Macht, Herrschaft, Schein- oder keine Demokratie, Kapitalismus, pathologischer Narzissmus ...), bei jeder Partie quasi reproduziert - ohne Ausweg-, Alternativ-, Widerstandsoption.
Für sowas gebe ich keinen Cent aus, möchte ein solches Spiel nicht mal geschenkt. 
 
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09.08.2026
 
Guillotine

Nein, es ist mir nicht nachvollziehbar, wie man dieses "Spiel" witzig finden kann, das nach einer real lange Zeit existiert habenden Massentötungsmaschine zum Vollzug der unethischen Todesstrafe benannt ist.
Wurde jetzt neu aufgelegt. 
 
https://boardgamegeek.com/boardgame/116/guillotine
 
Ich finde es nicht nur geschmacklos, sondern pseudomoralisch, heuchlerisch, dass Leute in der Brettspielszene sich über Kolonialismus in Spielen wie "Santa Maria" und "Mombasa" empören, aber nicht über Todesstrafe in "Guillotine" - und über Cole Wehrle-Spiele, die sie sogar feiern, siehe blog-Eintrag vom 06. Juli 2026 dazu. 
 
Siehe zur Guillotine auch das Tegel-Fallbeil: Hitler, Drittes Reich, durch das u.a. die Geschwister Scholl ermordet wurden. 
Die Guillotine war eine Massentötungsmaschine, basierend auf Hass, Rache, Ideologie, Macht.
Die Todesstrafe ist ethisch nicht legitimierbar.
 
Da spiele ich doch tausendmal lieber "Toothead", das witzig ist, weil es so chaotisch und unrealistisch ist (die wenigsten von uns sind real Kannibalen) und vor allem auch wegen des lustigen, niedlichen artworks. 
 
"Toothead" - Das ganze Leben ist Roulette. 🤠Fressen und gefressen werden 😁superwitzige Idee/Konzept und genau passende optische Umsetzung (artwork) 🥰.
 
https://boardgamegeek.com/boardgame/409161/toothead
 
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04.08.2026
 
Nachfolgend einkopiert mein Kommentar zum youtube-Video vom 13.07.2026 von Dennis, Brettspielmagie - "Werde besser in Brettspielen mit diesen 3 Tipps - Teil 2"
 
https://youtu.be/EfjiU9g5eFc?si=unHeodE7YHKV68N0
 
Es ist sicher gut gemeint, Dennis, aber warum den Leuten alles in mundgerechten Happen vorkauen, warum zu allem "Tips" geben, warum alles pädagogisieren oder "coachen"? Traut man erwachsenen (!) Menschen heute nicht mehr zu, ihre eigenen, persönlichen Erfahrungen zu machen (nicht nur im Bereich Brettspiele), ihre eigenen Erkenntnisse mit der Zeit, mit Erfahrungen und Reflexions-, Urteilsfähigkeit zu erlangen, um es sinngemäß mit Kant zu sagen: mutig selbständig zu denken, auch Neues, Unbekanntes zu wagen, sich heranzutrauen, auseinanderzusetzen (insbes., wenn es um bloße Unterhaltung geht, wie beim Brettspiel)? 
Ich mag dieses ständige "An-die-Hand-genommen-Werden" einfach nicht, eben weil es was von Pädagogisieren, Coaching, bis hin zu Anmaßung oder auch Überbehütung bis hin zu Paternalismus hat. 
 
Lasst die Leute doch je selbst, persönlich herausfinden, was sie gerne spielen und was weshalb nicht - also keine Videos mit "Dieses Spiel musst du unbedingt spielen/solltest du kennen" usw. (liest man ja aber auf bestimmten Kanälen häufiger als Videotitel und ist da leider nicht ironisch gemeint).
Lasst erwachsene oder auch junge Menschen doch ihre eigenen Erfahrungen machen, Erkenntnisse gewinnen, Strategien finden - denn genau das ist lebenswichtig und nur so lernen Menschen wirklich: durch eigene Erfahrungen, auch negative. 
Man muss nicht alles weichspülen und noch weniger sich selbst "optimieren" - auch das ein unsäglicher Trend seit geraumer Zeit bereits: Selbstoptimierung, inkl. Coaching, Ratgeber"literatur" ... .
 
Wenn Leute von sich aus direkt jemanden fragen, um Unterstützung bitten, dann sollte man diese selbstverständlich nach Möglichkeit, auch eigenen Umständen, Siutation usw. bedürfnisorientiert (!) und wohltuend geben, aber nicht all die "guten Ratschläge, Tips", "Handreichungen" über allen pauschal ausgießen.
 
Das ist nicht als persönliche Kritik gegen dich gemeint, sondern, wie schon gesagt, als Kritik an einem seit längerer Zeit beobachtbaren gesellschaftlichen Missstand. Du meinst es sicher wohlwollend, aber es gibt für vieles keine "Abkürzung", kein Vorwegnehmen und es sollte Menschen ihre Zeit, ihr je persönliches, individuelles Entwicklungstempo auch einfach zugestanden werden, finde ich. In einer kapitalistischen Gesellschaft/System, in dem Zeit Geld ist und alles ständig zu funktionieren, funktional und effizient zu sein hat, lässt man diesen Raum, diese Zeit Menschen (die wir bisher jedenfalls noch sind: lebenslang täglich leiblich, bedürftig, verletzlich, sterblich) leider sehr oft nicht.
Aber Menschen sind eben keine leib-, bedürfnis-, gefühllosen, reparierbaren, austauschbaren Maschinen, Geräte, Roboter, keine nutzbaren, optimierbaren, funktionalen Objekte, keine Verfügungsmasse für Wirtschaft und/oder für bestimmte Menschen (Machthabende, Herrschende, Ideologen ...).
 
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Meine Replik @jennifergreen9426
 
Welche "anderen gesellschaftlichen Probleme" haben wir denn, die an dieser Stelle (!) hätten thematisiert werden sollen?
Ja, zweifelsohne sind etliche bestehende gesellschaftliche und politische Missstände "frustrierend", auch: belastend, sogar Menschen beschädigend. 
Aber eben: Ich habe auf das in diesem Video Thematisierte und Geäußerte reagiert, mir hierzu eine Stellungnahme, auf den Videoinhalt bezogene Äußerungen, eine (andere) Perspektive erlaubt, siehe, was ich wie in Bezug worauf schrieb. 
Und solche kritischen Kommentare dürfen also nicht sein, weil hier alles, dich zitierend: "kostenlos und ungezwungen" zu konsumieren ist? 
 
Und ja: Ein großes Probelm ist, dass leider gar nicht so wenige, vorgeblich, vermeintlich "selbst denkende Menschen" eben das oft nicht tun, sondern sich an den mainstream klammern, an jeweils gegenwärtig verbreitete öffentliche Meinung, Mehrheitsmeinung, Ideologien sowie auch an diverse, sogenannte Ratgeber, Coaches und Leute auf Funktionieren, "Selbstoptimierung", sogen. Leistung, Erfolgssteigerung aus sind - aus in meinem ursprünglichen Kommentar bereits genannten Grund.
Ja, d a s ist ein gravierender gesellschaftlicher und politischer Missstand, denn eben dies belastet und beschädigt etliche Menschen massiv - nicht grundlos gibt es viele Menschen mit Depression und/oder Angststörungen und/oder Substanzabhängigkeit und hohe Suizidraten etc..
Ich habe diesen Punkt allerdings nur ganz am Ende meines ursprünglichen Kommentars kurz angerissen, eben weil es ein eigenes Diskussionsthema ist, aber da du meinst, mein "frustrierter Kommentar" behandle irrelevante Missstände, sah ich mich veranlasst, diesen Punkt nun doch zu konkretisieren.
 
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19.07.2026
 
Nachfolgend einkopiert mein Kommentar unter dem youtube-Video von Sven, BrettBallett - "Brett zum Sonntag: Trauen sich Verlage nicht mehr an unverbrauchte Themen?"
 
https://youtu.be/B-17AJz3cuA?si=StDZ3xRDpKU_Cjrd
 
Schönes Brett zum Sonntag wieder! 🌞
Ja, so isses: Es werden halt die Themen, settings von Verlagen genommen, von denen sie wissen oder annehmen, dass die sich gut verkaufen. Also seit etlichen Jahren: Mittelalter, Ritter, Burgen, Drachen, Fantasy (siehe auch Herr der Ringe, Harry Potter), SciFi, Schiffe, Meer, Piraten, Monster, Zombies, Horror, Mord/Krimi und in den letzten ca. 6 Jahren eben auch Natur, Tiere, eben auch friedlichere, gewaltfreie Spiele - möglicherweise auch deshalb, weil inzwischen mehr Frauen im Brettspiel (-Hobby) sind. 
 
SteamPunk ist für mich eher Kunst und Nostalgie, nicht SciFi. Wenn SteamPunk im Brettspiel auch ästhetisch gut, ansprechend umgesetzt ist, mag ich es. :)
 
Ja, ich mag Naturthemen, insbes. Berglandschaften, Gebirge, Wandern, Bergsteigen (also nix mit "Palmen, Strand und Meer").
ABER seit Jahren (!) schreibe ich in Kommentaren, unter youtube-Videos und im blog wiederholt, dass ich mir etliche Themen in Brettspielen wirklich gut thematisch (!), spielmechanisch und optisch umgesetzt wünsche, die es bisher entweder kaum oder noch gar nicht gibt, so bspw. folgende:
Gemeinwohl, Arbeiterbewegung, Ausbeutung, Armut, soziale Ökonomie und GWÖ (Gemeinwohlökonomie), Postkapitalismus, Postwachstum, Feminismus, kollektivistischer Anarchismus, Soziokratie (systemisches Konsensieren, Konsentprinzip statt Mehrheitsprinzip, also konstruktive Alternative zu nur "repräsentativer", indirekter, parlamentarischer "Demokratie" mit Regierungen).
Sonst auch gerne cohousing (nein, ist nicht dasselbe wie WG), Philosophie, Literaturklassiker (insbes. französische und 19. Jhd., bspw. von Balzac, Zola, Hugo), Anthropologie, Ethnologie. 
 
Also ja: Spiele mit bestimmten, d.h. konstruktiven, prosozialen, durchaus realisierbaren politischen Konzepten, Themen, settings. 
 
Was mir deshalb aktuell/in letzter Zeit thematisch/setting sehr gut gefallen hat, ist Bohémians, aber auch Eila (und das glitzernde Etwas), weil es bei Eila am "richtigen" Ende ja um etwas ganz Bestimmtes geht, das so im Brettspiel eher selten bis gar nicht vorkommt, schon gar nicht so wie in Eila umgesetzt ... . Ist deshalb für mich ein ganz besonderes, herausragendes Spiel, gilt ähnlich auch für Fog of Love - kenne ich so auch kein zweites oder ähnliches. 
Auch Paleo mag ich sehr, weil mir das setting Steinzeit gut gefällt - auch da könnte man noch mehr zu machen, auch informativ, realitäts-, wissenschaftsbasiert oder auch Lustiges, wie bspw. Age of Dirt (kam leider nie auf Deutsch). 
 
Kurz nochmal zu den "niedlichen Tierchen" - naja, gibt da inzwischen sehr viele Spiele, bei denen ich die Tiere, das artwork weder niedlich noch anderweitig ansprechend oder gar schön finde. An Everdell (nur Ursprungsversion, Andrew Bosley) kommt da eigentlich kaum ein anderes heran. 
 
Anthropomorphe Tiere gefallen mir auch in vielen Spielen nicht: w i e sie dargestellt sind (das artwork), obwohl ich das eigentlich mag - meinem Geschmack entspricht da am ehesten Libertalia (Galecrest) und Agent Avenue.
Mit anthropomorphen Tieren kann man etwas (Gesellschaft, Politik, Personen, Verhältnisse) ja auch kritisieren, hinterfragen, überzeichnen, satirisch darstellen, siehe bspw. ähnlich wie in Literatur mit Tierparabel. 
 
"Bestattungsspiele" - ja, aber dann mal mit "alternativen Bestattungsarten", bspw. Luft-, Wind-, Baum-, Bergbestattung (ist im Grunde ja immer vorher Feuerbestattung, Verbrennung, dann Asche, mit der "man etwas macht") - soweit ich weiß, ist vieles in Deutschland bisher leider nicht erlaubt. 
 
Was als nächstes Thema im Brettspiel kommen könnte: KI-Kritik - bspw. satirisch oder als Dystopie. Eigentlich bräuchten wir aber viel mehr konstruktive, wohltuende, menschenwürdige, Menschen schützende, stärkende Utopien in dieser Welt - von jeher und nach wie vor so. Also nicht Cyborgs, Klone, Transhumanismus ... .
 
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02. März 2026
 
Nun teile ich es doch - "Report On Unethical Practice In Board Game Media Ad Sales" - hoffe, das ist ok.
Es ist sehr wichtig, was Rodney Smith, Watch It Played, darin sagt - es geht um Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Glaubwürdigkeit, Integrität
Abos, Likes, Klicks kaufen ... youtube, youtuber, Brettspielkanäle
 
https://www.dropbox.com/scl/fi/o8ovtpzw9fs5a9p2wb7v8/Report-On-Unethical-Practice-In-Board-Game-Media-Ad-Sales.pdf?rlkey=3vr1g6bzq47fd8hkjcxlr8xdp&e=3&st=yvfpc5wc&dl=0
 
In oben verlinktem Dokument findet sich auch ein (nicht gelistetes) youtube-Video, in dem Rodney den Hergang nochmals erläutert. 

Ja, ich habe auch ein, zwei deutschsprachige Brettspielkanäle im Verdacht, sich bspw. "Abonennten" gekauft zu haben. 
Warum ermöglicht youtube sowas überhaupt? Ätzend.
 
Es ist charakterlich einfach so abstoßend armselig, sich vermeintliche Bekanntheit, Beliebtheit, "Ruhm" what so ever mittels Geld erkaufen zu können, kaufen müssen zu meinen.
 
Ja, gibt sicher einige gute, interessante, kreative Leute in der Welt, die nie bekannt werden, die kaum auffindbar sind, obwohl sie es "verdient hätten", obwohl sie eben in dem, was und wie sie es tun, gut oder besonders ... sind, anderen damit Gutes tun und die in der Masse untergehen.
Aber gekaufte Likes, Follower usw. behebt das nicht, macht es nur schlimmer, ungerechter. 
Qualität statt Quantität.
 
Das ist für mich ähnlich wie Doping im Sport - es gibt die ehrlichen Leute, die sich anstrengen, die authentisch, wahrhaftig, fair sind, handeln, sich verhalten und es gibt die erbärmlichen Kreaturen, die meinen, durch Geld, Betrug, Macht, Gewalt "hoch"zukommen. Sie könnten tiefer nicht sinken.
 
Und immer wieder, immer noch frage ich mich bei solchen Leuten, die meinen, ihr Geld, Vermögen, Reichtum und/oder ihr "Ruhm, Erfolg, Sieg", ihre "Macht" und/oder Gewalt seien Ausdruck von Stärke, Coolness, Cleverness: Habt ihr keine Würde? Wisst ihr, was das ist? 
Rhetorische Fragen.
 
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03.03.2026
 
Möchte auch mal erwähnen, dass ich es befremdlich finde, wenn vermögende youtube-Kanalbetreiber mit Eigenheim, Auto(s), weiteren teuren Hobbies, Urlaubsreisen (und Kindern) um Spenden bitten, meist über Patreon, Steady oder auch per Paypal oder Überweisung von Geld auf das eigene Konto.
 
Mit Verlaub: Wer sich ein Haus (Eigenheim) inkl. Grundstück und Einrichtung (auch durch Erbe), Auto(s) sowie zusätzlich weiteres oben Genannte, leisten kann, kann sich auch gelegentlich eine neue, jeweils mehrere Hundert Euro teure technische Ausstattung für Kamera(s), Licht, Ton (Mikrophone), Software ... leisten.
 
Frage mich, wieviele Leute solchen wohlhabenden, vermögenden youtubern, Kanalbetreibern Geld spenden, also schenken und wieviele dieser Spender auch Geld an mittellose, materiell arme Menschen spenden, die sich Waschmaschine, Kühlschrank, Herd, Möbel, Miete, gesunde Nahrung nicht leisten können: ?
 
Es scheint nicht wenige Menschen zu geben, die die Einstellung haben, sie würden lieber für etwas Geld geben, von dem sie persönlich auch etwas haben, für das sie etwas bekommen - bspw. technisch und inhaltlich gute youtube-Videos, "content", Unterhaltung, ggf. Information. 
Dies von Menschen, die mehrheitlich aber gerade nicht mittellos, basal existenziell bedürftig, ohne eigenes Verschulden materiell arm und infolgedessen zumeist lebenslang vielfach benachteiligt, belastet, ausgegrenzt, beschädigt sind.
Ganz im Sinne von: "Was geht mich eure Armut an?!"
 
Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass mittellose, belastete, beschädigte oder anderweitig - bspw. infolge von Obdachlosigkeit, Wohnungslosigkeit, chronischer Krankheit, Behinderung, Alter (-sbelastungen ...) und/oder aufgrund von Flucht, Vertreibung - leidende Menschen um Spenden, Hilfe bitten. 
Und es ist mir auch nachvollziehbar, dass/wenn nicht-vermögende Künstler, investigative (dadurch nicht selten auch existenziell gefährdete) Journalisten, Schriftsteller, Wissenschaftler und andere kreative, sozial engagierte Menschen, die etwas zum Gemeinwohl beitragen, auf Spenden angewiesen sind, deshalb darum bitten.
 
Nicht nachvollziehbar ist mir, wenn/dass vermögende Menschen um Spenden bitten, um eines ihrer kostenintensiven Hobbies, Freizeitbeschäftigungen (leichter) finanzieren zu können.
 
Bin selbst mittellos seit Geburt, so auch meine beiden Kinder,  da ich ledig, allein alleinerziehend, ohne Einkommen seit 33 Jahren Sorge-Arbeit leiste, neben weiterem Bewältigten.
Betreibe seit Jahren einen blog, habe dafür nie um Spenden gebeten, verdiene mit dem blog auch nicht Geld durch Werbung.
 
Finde nur ich es "befremdlich", auf gewisse Weise dekadent, unmoralisch, dass vermögende Menschen für ihre Freizeitbeschäftigung, das Betreiben ihres youtube-Kanals, bspw. Brettspielkanal, um Spenden bitten und/oder durch Werbung Zusatzeinkünfte haben, während andere Menschen - zumeist lebenslang - in Armut vegetieren?
 
Nein, ich will niemandem "verbieten", Geld zu spenden, wem, wofür man persönlich es will, finde es aber durchaus fragwürdig, unangemessen, lieber jenen Geld zu spenden, die es nicht notwendig brauchen als es Menschen zu geben, die darauf existenziell angewiesen sind.
 
Dazu - Armut, Spenden ... - siehe auch unten verlinkten blog-Eintrag mit Fakten, Information, Argumentation. 
 
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27. März 2026
 
"Pauper´s Ladder", "Aufbruch in Brighthelm"
klingt nach ´nem richtigen Kackspiel: 

Du bist arm (mittellos) und musst deshalb (!) erst 5 Tugenden erwerben. 
Als ob die Armen nicht gerade deshalb arm sind, weil sie NICHT gierig, korrupt, skurpellos ... sind!
 
"In Paupers' Ladder, players are a pauper in Garolium's tournament. Along with your bird companion, explore the wild and treacherous land of Brighthelm as you strive to learn three of the five virtues: generosity, fellowship, bravery, knowledge, and magnificence. (...)
Those whose potential had been locked by the chains of ill-fortune and poverty. Brighthelm's paupers. She had spent her whole life building their ladder and nobody was going to kick it away."
 
https://boardgamegeek.com/boardgame/263938/paupers-ladder
 
Das ist halt wieder genau die übliche verbreitete Gülle und Indoktrinierung, auch via Brettspiel:
Wer arm ist, ist ein willensschwacher, dummer, charakterloser, feiger, unehrlicher, egomaner "Taugenichts", den man erst erziehen, dressieren muss, damit er "was wird".
 
Als ob solche "Tugenden", Charaktereigenschaften - Ehrlichkeit, Mut/Courage, Großzügigkeit, "Kameradschaft", Freundschaft, Solidarität, Gefährtensein, Intelligenz" sowie Mitgefühl, Gewissenhaftigkeit, Integrität nicht die Reichen der Welt "erlernen" müssten! 
Was ein scheiss Spiel. Echt.
 
Aber die Mehrheit ist, wie offenbar auch Paul Stapleton, der Autor des Spiels "Pauper´s Ladder", offenbar immer noch zu stupide, kognitiv und emotional minderbemittelt ;), kapitalistisch, patriarchal, als dass sie das auch nur im Ansatz erfassen könnten:
Hört endlich auf, euch patriarchal, kompensatorisch, unreif über eure Erwerbstätigkeit, inkl. bullshitjobs, über "Karriere, Titel, Posten, Ruhm, Macht, Erfolg, Vermögen" zu definieren. 
Gründet euren Selbstwert auf eure Persönlichkeit, auf Courage, Integrität, Mitgefühl, Prosozialität, Erkenntnis.
 
Eine Menge Leute verstehen offensichtlich nach wie vor das Menschenwürdeprinzip nicht - Würde, Erkenntnis, Reife:
Die Würde des  Menschen, sein Existenzrecht sind nicht an wirtschaftlich, kapitalistisch, politisch, ideologisch ausbeutbare Lohnarbeit, Erwerbstätigkeit, nicht an Funktionalität, Nützlichkeit, Verwertbarkeit,  Zweckmäßigkeit, Gehorsam eines Menschen gebunden - ein Mensch ist kein dressierbares, funktionalisierbares, instrumentalisierbares Objekt, kein Mittel zum Zweck, keine Maschine, sondern Subjekt, Individuum, Persönlichkeit.
 
Der Mensch, das Leben ist kein "Werkstück", an dem zur scheinbaren "Optimierung", etwaig für wirtschaftliche, kapitalistische oder soziale Funktionalität, Effizienz, herumgefeilt, nach Plänen vom Reißbrett zurechtgebogen oder als Modelliermasse in die jeweils gewünschte Form gepresst werden kann.
 
Und diese dumme Mehrheit, die alles folgsam, gehorsam schluckt, frisst, widerstandslos, feige, konformistisch, opportunistisch mitvollzieht, rafft auch nicht, dass es destruktives Kompensationsverhalten ist - gerade auch ihr eigenes!: "Erfolg, Karriere, Vermögen, Ruhm, Sieg".
Der Wunsch, das Streben Macht ist stets selbst- und leider auch fremdschädigender Selbstbetrug,  Kompensationsverhalten, Feigheit, Schwäche, soziale und psychisch-emotionale Unreife. 
Arno Gruen - "Der Verrat am Selbst" und Erich Fromm lesen und verstehen. 
 
Ja, ich kriege Krätze, Pocken, Allergie von all der täglich nach wie vor global in Schule, Büchern, Serien, Filmen, Familien, von Regierenden ... indoktrinierten Scheisse und dem Konformismus und Opportunismus der Mehrheit
 
Eure Selbstgerechtigkeit und Anmaßung widern mich gleichermaßen an wie euer Selbstbetrug und euer geheucheltes Mitgefühl, das ihr nur habt, wenn Leute devot sind, betteln kommen.
Ihr braucht "Experten", "Autoritäten", die es euch beipulen. Armut - Charakterarmut. 
Informiert euch gerne über bspw. Rutger Bregman zu materieller Armut. 
 
Vielleicht ;) ertragt ihr auch einfach nicht, dass es unter den materiell Armen, Mittellosen, den sogen. "Versagern, Gescheiterten, Taugenichtsen, Asozialen, Ballastexistenzen, Totalverweigerern" Menschen mit mehr Courage, Rückgrat, Integrität und Würde gibt als ihr je hattet und haben werdet.
 
Und weil es offenbar immer noch Leute gibt, die nicht (mehr) wissen, wer damit gemeint war und ist (!) und woher diese Bezeichnungen kommen: "Asoziale, Ballastexistenzen" = NS-Ideologie, Nazi-Menschenbild ... Schwarzer Winkel, KZ: Vernichtung, Mord:
 
https://de.wikipedia.org/wiki/Asoziale_(Nationalsozialismus)
 
Wie gesagt: Solche kleingeistigen Spießbürger, braven, indoktrinierten, dressierten, abgerichteten, feigen Charaktere glauben, vertrauen, hören nicht Betroffene, Beschädigte - sie brauchen immer Führer, Vorbeter, Gurus, "Experten". Drum auch dies für euch:
 
https://www.freitag.de/autoren/asansoerpress35/dr-butterwegge-hartz-iv-und-die-folgen
Christoph Butterwegge - "Hartz IV und die Folgen Auf dem Weg in eine andere Republik?"
 
https://www.isbn.de/buch/9783779932345/hartz-iv-und-die-folgen
 
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13.06.2026
 
Nachfolgend einkopiert mein Kommentar zum youtube-Video vom 13.06.2026 von Hunter & Friends - "Awareness Konzept 2026 - Code of Conduct, Team & Oase – Berlin Brettspiel Con 2026 Update"
 
https://youtu.be/4vB6R8h08Ug?si=BLArvG847Cyo13n9
 
Ja, gehen wir gerne einfach freundlich, rücksichtsvoll, also prosozial miteinander um - was Differenzen, Konflikte, Diskussionen, unterschiedliche Interessen, Meinungen, Weltanschauungen, Erfahrungen, Erkenntnisse ausdrücklich einschließt. 
Ja: kein Rassismus, Sexismus, Ableismus, Misogynie - aber wie verhält es sich bspw. mit Klassismus? Stichwort Ausgrenzung wegen Armut, Erwerbslosigkeit. Das wird nach wie vor im öffentlichen Raum - Gesellschaft, Medien, Kultureinrichtungen, Medizin, Ärzte, Therapeuten, Kliniken, Schulen, Sportvereine ... - "kaum" thematisiert.
 
Wo meine persönliche Toleranzgrenze verläuft: wenn/sobald es um Ideologie geht, die nicht privat "verfolgt", sondern von bestimmten Gruppen aggressiv oder penetrant oder propagandistisch, indoktrinierend, manipulativ in den öffentlichen Raum "getragen", gedrückt wird, insbes. dann, wenn es um - sämtliche - patriarchal-autoritären Religionen geht (jede Religion ist Ideologie, nicht Philosophie, siehe Dogmen etc.) und auch, wenn es um die misogyne, staatlich (bspw. durch Schulen und das perfiderweise sogenannte "Selbstbestimmungsgesetz") indoktrinierte Transideologie geht. Dass und warum diese nachweislich massiv misogyn und homophob, gerade nicht "offen, tolerant, bunt", schon gar nicht genuin politisch links oder "moralisch gut" ist, erläutere ich bei Interesse oder auf Wunsch gerne in einem eigenen Kommentar.
 
Lastet mir nicht an, wenn ich damit nun ggf. "ein Fass aufgemacht" oder einen shitstorm "provoziert" habe, denn ich r e agiere mit diesem Kommentar - im Sinne der Meinungsfreiheit, die auch hier hoffentlich gestattet ist und nicht zensiert wird - auf eure Vorlage, Alex hatte "Flinta" erwähnt.
 
Es ist allerdings schon völliger Nonsens, von LGBTQIA zu sprechen, das so zusammenzufassen, weil LGBA sexuelle Präferenz meint (wer homosexuell ist, möchte gerade keinen Sexual- und/oder Beziehungspartner des anderen biologischen Geschlechts), Inter nicht dasselbe wie Trans ist, sich Trans auf vermeintliche geschlechtliche Identität (dabei jedoch nur das soziale Geschlecht) bezieht, wobei Sexus - allen M e n s c h e n (wie auch anderen Säugetieren, Primaten) angeborenes biologisches Geschlecht mit einhergehender spezifisch geschlechtlicher Leiblichkeit!: wichtig in/für Medizin, Sport, Arbeit ... - gerade nicht dasselbe ist wie Gender - soziales, zumeist patriarchal konstruiertes Geschlecht - und Inter (-geschlechtlichkeit) sehr selten ist, außerdem an der grundsätzlichen, empirisch evidenten (!) Tatsache - der zwei angeborenen, genetisch bedingten biologischen Geschlechter bei Menschen und darauf basierender natürlicher, geschlechtlicher Fortpflanzung und somit der Grundvorausstzung der Existenz jedes geborenen Menschen! - nichts ändert. 
 
Es müsste deshalb heutzutage, aufgrund der Transideologie (siehe auch, wo sie bei wem seit wann ihren Ursprung hat, u.a. Lisa Davis, Rockefeller Foundation, Zitat: "Change a word and change the world." womit sie sich auf "sexus" und "gender" bezog), eigentlich zwei Einträge geben: einen Geschlechtseintrag, der das angeborene biologische Geschlecht eines Menschen benennt, und - wer dies will, also nur auf freiwilliger Basis - einen Gendereintrag, mit dem manche Menschen ihr von ihnen so gefühltes soziales Geschlecht bezeichnen. 
So, wie es aktuell, siehe SBG, gesetzlich geregelt ist, dürften demgemäß eigentlich nur intergeschlechtliche Menschen einen Anspruch auf den Gender-/Geschlechtseintrag haben, eben wenn und weil sie keinem der beiden biologischen (!) Geschlechter eindeutig zuzuordnen sind (bspw. Swyer-, Turnersyndrom, siehe Gonadendysgenesie). 
 
By the way:
Wer eine Ideologie argument- und faktenbasiert kritisiert, greift damit weder Menschen, Personen, Individuen an, noch grenzt er sie aus oder spricht ihnen gar ihren Wert ab. 
Aber: Sexus ist nicht Gender und umgekehrt. Trans ist nicht Inter (siehe oben erläutert). Ideologie (inkl. Glaube) ist nicht Wissenschaft. Biologie (Humanbiologie) i s t Wissenschaft. Identität ist mehr und noch ganz anderes als gefühltes, behauptetes oder zugeschriebenes soziales Geschlecht.
 
Und wegen Alex´ Äußerung bei ca. Min. 9:05, Zitat "Anarchie total" - auch wenn es ironisch gemeint war: Leider wissen die meisten Leute immer noch nicht, was Anarchie, Anarchismus eigentlich ist - Freiheit von Herrschaft. Nicht: Chaos, Zitat "Matsch", Drogenexzess, Orgie, Unordnung, Gewalt, Regellosigkeit. 
Eigenes Thema. :) Empfehle hierzu die mehrteilige arte-Doku "Eine kleine Geschichte der Anarchie", außerdem anarchistische Klassiker. :)
 
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16. Juni 2026
 
Es wäre hilfreich, wenn du, Hunter, einfach mal Beispiele dafür nennen würdest, die euer "awareness Team" eurer Ansicht nach erforderlich machen. Das geht völlig anonymisiert, ohne jemanden zu belasten.
Weshalb gab es bei der letzten BerlinCon ?), dich zitierend "Opfer"? Wovon wurde jemand weshalb wie Opfer - welcher Tat, welcher Art des verbalen oder körperlichen (?) Übergriffs oder Angriffs und wirkte sich eine bspw. verbale Auseinandersetzung auf betroffene Person(en) also derart gravierend aus, dass sie davon einen erheblichen Schaden erlitt, so dass es eines speziellen "awareness Teams" bedarf und rechtsstaatliche Mittel und/oder sozialer, emotionaler oder medizinischer Beistand durch Sanitäter und/oder Sicherheitspersonal nicht ausreicht(e)? 
 
Also was genau macht das "awareness Team" für welche Menschen, welche, Zitat "Opfer" wie: bei/in welchen Situationen, das für Betroffene welche unverzichtbare (?) Hilfe ist?
Wie hilft euer "awareness Team" wobei genau - mit welchen Folgen für "Opfer" und "Täter"? Denn wo es Opfer gibt, gibt es üblicherweise Täter - man verwechsle generell nicht Opferrolle mit Opferstatus.
Wer ist weshalb in Bezug worauf bei eurer BerlinCon gegenüber wem wie Täter geworden/gewesen - so dass hier ein "awareness Team" effektiv (?) Abhilfe schaffen, gar Prävention sein oder Ausgleich leisten könnte? 
Für wen wird mit diesem "awareness Team" ggf. oder tatsächlich Partei genommen? Mit welchen Folgen ... ?
 
Was leisten solche "awareness Teams" bei anderen Großveranstaltungen jeweils wie: für wen, mit welchen Folgen für jeweils wen? 
Was leisten solche "awareness Teams" effektiv, um bswp. Diskriminierung, Rassismus, Ableismus, Sexismus, Misogynie, Klassismus und/oder sexuelle Übergriffe zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder welche Art Verletzungen welcher Betroffenen wie effektiv abzumildern, zu "behandeln"?
Denn bei erheblichen verbalen oder gar körperlichen Übergriffen oder Angriffen bedarf es vor allem des emotionalen, sozialen Beistands vertrauter Bezugspersonen (!), nicht Fremder und/oder der psychotherapeuthischen Unterstützung, Psychotherapie. 

Eben deshalb stehen solche "awareness Teams" in der Kritik: sie leisten all das nicht, weder politische Arbeit, um Missstände politisch zu verändern, noch effektive psychosoziale Unterstützung oder medizinische Versorgung und auch nicht rechtsstaatlichen, anwaltlichen Beistand.
Sie leisten keine effektive Konfliktbewältigung, fördern nicht den dafür erforderlichen Dialog zwischen den Betroffenen/Konfliktparteien, sind keine nachhaltige oder präventive Mediation, leisten auch keinen Täter-Opfer-Ausgleich. 
Es hat eher was von pseudo-moralischer, parteiischer, tendenziöser, identitätspolitischer Symbolaktion, es ist nur Scheinhilfe. 
 
Anmerkung: Auch ich ordne mich nicht unter Flinta und/oder queer, LGBTQIA ein. 
Im Übrigen: Was meinen Hunter und Alex mit "divers" genau?
Sind neurodiverse bzw. neurodivergente (!) Menschen - siehe AD(H)S, ASS (Autismusspektrumstörung) und FASD - auch "divers": nach deren Verständnis?
 
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21.06.2026
 
Replik meinerseits auf einen weiteren Kommentar unter dem Video von Hunter und Alex:

Und das Problem solcher sexuellen (?) Belästigungen oder Übergriffe sind also nicht bestimmte Männer, deren Verhalten, Frauenbild, Männlichkeitsvorstellungen?
Und daran ändern "awareness teams" was wie genau: präventiv vor Ort oder politisch, gesellschaftlich? Exakt. Und das ist das Problem damit, siehe, was ich oben dazu bereits ausführlicher schrieb.
Es geht da keineswegs um wirklichen Opferschutz, noch weniger um angemessene, verhältnismäßige Prävention, die aber grundsätzlich geboten, erforderlich wäre.
 
Wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, wenn Leute wirklich Opfer geworden sind, hilft ihnen kein "awareness team", sondern eine ihnen vertraute, nicht fremde Umgebung, denn wer sich so schlecht fühlt, möchte sehr wahrscheinlich nach Hause gehen.
Außerdem helfen vertraute, bekannte Menschen, Bezugspersonen - nicht Wildfremde. 

Klar, bei Großveranstaltungen gibt es solche "awareness teams" jetzt eben vor allem des Geldes wegen: es sollen alle gerne kommen, teilnehmen, Eintritt zahlen und sich in "Sicherheit" wähnen - die faktisch jedoch durch solche "teams" gerade nicht gewährt werden kann, denn wenn man sie aufsucht, ist es - was auch immer - bereits passiert.
 
Grundsätzlich sollte es in der Gesellschaft und Politik um angemessene Prävention, Wiedergutmachung, kommunikative Konfliktbewältigung gehen, statt um Strafe, Rache oder eine Art "Seelenpflasterchen", das keinem wirklichen Opfer tatsächlich hilft.
Diese "awareness teams" haben reine Symbolfunktion und gründen sich auf Identitätspolitik, siehe dazu meinen ursprünglichen Kommentar unter diesem Video.
 
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23. Juli 2026
 
Nochmal Grundsätzliches zu "awareness":
 
Frage mich, wann in der Gesellschaft - bei der vielzitierten Mehrheit?, bürgerlichen Mitte - die gebotene awareness für mittellose Menschen ankommt? Die haben selbstredend erst gar keinen Zugang zur BerlinCon, sind dort offenbar nicht erwünscht. Wer mittellos ist - materiell arm, ohne Einkommen, ohne Vermögen - kann sich weder den Eintritt noch Unterkunft, nicht einmal die (Zug-) Fahrt zu Brettspielveranstaltungen (Cons, Messen ...) leisten und hat selbstredend weder Führerschein noch Auto. Ausflüge, Urlaube, soziokulturelle Teilhabe sind nicht möglich - oft lebenslang. Aber das nur randläufig, denn: wen interessiert´s? Eben. 
 
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04.06.2026
 
Kommentar zum youtube-Video vom 26.05.2026 von Dennis, staygeeky - "Subjektivität vs. Objektivität: wie objektiv kann/darf/sollte eine Bewertung sein"
 
Sehe das auch so: Man kann ein Brettspiel ggf. einigermaßen objektiv beschreiben - Genre, Mechanismus, Ablauf, Altersempfehlung, min. und max. Spieleranzahl, enthaltene Komponenten, Thema, setting, Autor (Designer) und Artist, Datum des Erscheinens nennen, siehe wie bei BGG und auf Spielschachteln meistens (mehr oder weniger) der Fall, aber schon hier kann unbewusst eine persönliche Note, subjektive Färbung einfließen, bspw. beim Beschreiben des Spielablaufs, Themas oder auch natürlich des artworks. 
Wir sind Menschen und schon deshalb gibt es keine absolute Objektivität - auch bspw. nicht bei Richtern etc., sie sind sogar - unbewusst und wie alle Menschen - in ihren Urteilen von nicht nur psychischen, sondern auch körperlichen Befindlichkeiten beeinflusst (gab es vor Jahren mal eine Studie zu).
 
Und die Mehrheitsmeinung, der mainstream-, Massengeschmack war bekanntlich noch nie ein Garant oder Anhaltspunkt für Qualität, Güte, Urteils-, Erkenntnisfähigkeit, intellektueller, sozialer oder emotionaler Reife. 
Denn es ist ja immer die Frage: Woher hat welche Mehrheit (wo und wann auf der Welt, zu welcher Zeit, in welcher Kultur, Gesellschaft) durch welche äußeren Einflüsse, vorhandenen oder fehlenden fakten-, realitätsbasierten Informationen/Kenntnis oder Unkenntis, Erfahrung, ggf. auch Propaganda, Indoktrination, Werbung sowie auch Sozialisation, Prägung, Beeinflussung durch vermeintliche Experten usw. welche Meinung, also auf welcher Grundlage sich diese jeweilige Meinung oder diesen Geschmack gebildet. 

Wir wissen auch um Phänomene wie Konformitätsdruck, Mitläufertum, leichte Beeinflussbarkeit, Manipulierbarkeit leider nicht weniger Menschen - je jünger, unwissender, unerfahrener und unreflektierter sie sind, umso leichter manipulierbar und instrumentalisierbar, siehe auch diverse Ideologien, Religion(en), Glaube, Aberglaube, Fatalismus, Esoterik. 
Leider ist es häufig gerade keine "kritische Masse, Mehrheit" - zahlreiche historische und zeitgenössische Beispiele bestätigen dies, auch wenn sich durchaus auch eine Menschenmenge konstruktiv, solidarisch, prosozial bilden, organisieren, vernetzen und (politisch) aktiv werden kann, was aber auch wieder unter jeweils bestimmten Voraussetzungen, Umständen geschieht und geschehen kann. Eigenes Thema, ja. ;)
 
Es ist doch auch Unsinn, denn über Geschmack lässt sich bekanntlich gerade nicht streiten, er ist subjektiv und unterliegt zahlreichen (auch oben schon genannten) Einflüssen, ähnlich wie die Meinung eines Menschen. Aber Meinungen gründen sich häufig gerade nicht auf rein sachliche Fakten, sondern sind immer schon persönlich, also subjektiv, siehe o.gen. vorhandene bisherig mit etwas gemachte Erfahrungen (welcher Art, wie lange, wann, wo, mit wem ...), siehe vorhandenes oder fehlendes Wissen, Kenntnis, siehe Sozialisation und Geschmack etc., die sich alle auch auf die Meinung eines Menschen (zu was auch immer) auswirken - vieles davon oft unbewusst.
 
Letztlich finde ich auch, dass jeder doch einfach das spielen können sollte, das ihm gefällt, guttut und niemand anderem schadet. Zugleich kann man durchaus auch seine persönliche Meinung äußern, idealerweise argumentiert man dabei faktenbasiert oder teilt eben mit, dass und ggf. warum das jeweils die eigene Meinung oder der persönliche Geschmack ist - sei es bzgl. Brettspielen oder anderem. Wenn andere erfahren, warum jemand zu welcher Meinung, Einstellung, Haltung gelangt ist, ist es manchmal anderen mit anderer Meinung ... besser nachvollziehbar. Aber nicht immer. ;) Und da geht es, genau, um Toleranz - die allerdings auch Grenzen hat. Auch ein eigenes, umfassendes Thema, ja. 
 
Ich äußere auch in Kommentaren, ob und warum oder warum nicht mir ein Spiel gefällt, was daran oder was nicht - das hat mit meinem Spielegeschmack und somit auch mit meiner Persönlichkeit zu tun, wie das so bei jedem Menschen der Fall ist. :)
Wir sind eben unterschiedliche Menschen - es kann viele Gemeinsamkeiten geben, aber eben auch einige erhebliche Unterschiede zwischen Persönlichkeiten

Ich habe ja gerade in den vergangenen ca. 6 Jahren auch feststellen müssen ;), dass jemand, der "gerne Brettspiele spielt", deshalb nicht zwangsläufig viel mit mir gemeinsam hat oder auch nur ansatzweise ähnliche Spiele gerne spielt :D, weil schon im Bereich Brettspiele inzwischen (mehr als früher) es so viele unterschiedliche Arten, Genres, Mechanismen, Themen, artwork ... gibt. Kennst du einen, kennst du einen. ;) 
Schön, wenn´s passt, wenn nicht: leben und leben lassen. Trotzdem dürfen Menschen diskutieren, debattieren, streiten - aber es muss halt Grenzen geben: nicht verletzen, nicht wissentlich, absichtsvoll andere herabsetzen, ausgrenzen, beschädigen. 
Toleranz ist ja nicht: Ich ignoriere die andere, mir fremde Meinung, sondern ich akzeptiere sie, "halte sie aus" - ohne übergriffig oder sonstwas zu werden - so lange eben auch ich vom anderen nicht benachteiligt oder entwertet, beschädigt werde. 
Amen. ;) 
 
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Replik auf einen anderen Kommentar, das oben Ausgeführte quasi in Kurzfassung:
 
Man kann m.A.n. ;) ein Spiel beschreiben mit den Fakten, die dazu halt verfügbar sind, aber die Beurteilung, Bewertung kann selbstverständlich nur subjektiv sein, auch wenn sie "kollektiv subjektiv" ist, also mehrere es ähnlich oder vlt. sogar gleich sehen (bewerten usw.). 

Klar kann man ggf. zwischen komplexer oder "familienfreundlicher" unterscheiden, aber eine Rezension bezieht sich hinsichtlich der je persönlichen (!) Einordnung, Betrachtung und eben Beurteilung immer auf alles das, das beim jeweiligen Rezensenten an bisherigem Wissen, Kenntnis, Erfahrung, Präferenzen, Abneigungen, Geschmack, Umsicht, Reflexions-, Abstraktionsvermögen bzgl. seiner Sicht auf das Spiel vorhanden ist (oder halt nicht).
Also es hat eine Rezension immer mit der Persönlichkeit des Rezensenten zu tun, kann daher nicht objektiv sein. 
 
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Sich am Fazit eines Rezensenten zu orientieren, setzt allerdings voraus, dass ich diesem - meiner Meinung nach :D - subjektiven Fazit, der Einordnung des jeweiligen anderen (bspw. Rezensenten) vertraue - z.B. weil ich ihn für objektiv h a l t e ;) oder für sehr erfahren, differenziert, reflektiert oder vielleicht auch einfach nur - und meistens dürfte das bei vielen der ausschlaggebende Grund sein, mich eingeschlossen - weil ich den jeweiligen Rezensenten als Mensch, Person, Persönlichkeit sympathisch finde (zumindest das, das ich von ihm weiß, mitkriege). 
 
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28. Januar 2026
 
Mein Eindruck ist schon seit längerer Zeit, dass in anderen Ländern es nicht mehrheitlich so viele Menschen gibt, die gerne und viele "Expertenspiele", Eurogames spielen wie in Deutschland, dieser Eindruck erhärtet sich für mich durch auch anderssprachige Brettspielkanäle, bspw. bekannte französische, aber auch spanische.
In anderen europäischen Ländern scheint man eher gesellige Familien- und Kennerspiele, auch kleinere Spiele und Partyspiele zu präferieren - wie so im Übrigen auch ich. :)
 
Ja, exakt so sehe, erlebe, empfinde ich das auch, siehe, was Jon, Actualol, hier - siehe unten verlinktes youtube-Video "Why I don´t like Euro Games (and other questions)" - zu Eurogames äußert. Sie sind weniger "social", weniger gesellig. Vielleicht eher was für introvertierte Grübler, die deshalb ja zumeist auch eher keine Partyspiele mögen. 
 
Drum sage ich ja, dass es mit der Persönlichkeit zu tun hat, wer welche Spiele mag und welche eher nicht und das aus welchen Gründen jeweils - warum man also anhand dessen, das jemand bevorzugt, am liebsten spielt, Rückschlüsse auf seine Persönlichkeit ziehen kann. 
 
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28.04.2025
 
Ihr, Leute im Hobby, kennt das: Platzmangel ...
Brettspiele aussortieren ist nicht mein Problem, sie angemessen "loszuwerden" schon, denn meistens macht man einen erheblichen Verlust, doppelt ärgerlich, wenn man mittellos ist.

Wenn das Spiel gebraucht gekauft wurde, ist es nicht so schlimm, klar, anders sieht es aus, wenn es ein Neukauf war, hier meistens mit Versandkosten (weil nicht mobil ...).
 
Du hast ein Spiel dann ein Mal oder auch kein Mal gespielt, aber die Folie entfernt, es angeguckt, dann weggeräumt, weil festgestellt, dass das gehypete Brettspiel doch gar nicht deinen Erwartungen gerecht wird, nicht deinem persönlichen Spielegeschmack entspricht oder weil es inzwischen ein ähnliches, für dich besseres gibt oder weil du´s eigentlich gerne spielen würdest, aber oft leider nicht ausreichend Mitspieler, bspw. ab 3 oder 4 Personen, hast, es daher ungespielt im Regal steht oder in der Kommode liegt usw..
Wenn du´s verkaufen möchtest, machst du immer schmerzhaften Verlust, auch bzw. gerade dann, wenn das Spiel neuwertig oder neu ist.
 
Klar, da hilft nur: vor jeder Neuanschaffung eines Brettspiels noch genauer informieren und überlegen, ob man das wirklich "braucht" oder doch besser verzichtet.
Habe halt leider keine Möglichkeit, Spiele bei/von anderen einfach mitzuspielen.
 
Am besten komm´ ich noch damit klar, ein neuwertiges oder neues, ungespieltes Spiel zu verschenken, aber auch nur dann, wenn ich davon ausgehen kann, dass der/die Beschenkte sich darüber freut, es auch tatsächlich selbst spielt. Weiß man vorher meistens nicht.
 
Was ich seit Jahren und immer wieder neu feststelle: Fast alle der Spiel des Jahres Gewinner sind Spiele, die mir nicht gefallen, sowohl im Bereich SdJ als auch Kennerspiel des Jahres. Bis auf sehr wenige Ausnahmen.
 
Ähnlich verhält es sich mit Brettspielkanälen, youtube, da gibt es Spiele, die mich ansprechen, die dort überhaupt nicht auftauchen, hingegen zahlreiche hochgelobte Brettspiele, die mich nicht interessieren, meinen Geschmack nicht treffen.
 
Klar, ich kann Brettspiele, Gesellschaftsspiele grundsätzlich schon mal nach Kategorie, Genre, Thema, Optik/artwork, Spielmechaniken für mich vorsortieren, grob einordnen, in Betracht ziehen oder ablehnen, aber letztlich stellt man doch erst beim Spielen fest, ob es ein "passendes" Spiel ist, ob es einem persönlich gefällt oder nicht.
Man müsste jedes Spiel also vor dem Kauf mindestens (!) ein Mal probespielen können. :)
 
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18.12.2025
 
Wann und warum kaufe ich ein neues Spiel:

1. Thema, setting, artwork sprechen mich s e h r an
2. das neue ist besser als ein altes, das alte wird ersetzt, aussortiert
3. es ist wirklich gut solo spielbar
4. der Reiz des Neuen, klar
5. das neue Spiel hat, ist, macht irgend etwas Neues, Besonderes, anderes, ist eines, das zumindest ich bisher so noch nicht hatte, kannte, gespielt habe, insbes. hinsichtlich Thema, setting, "Mechanik" 
6. ich kann Spiele vor dem Kauf leider nicht testen, habe dazu nicht die Möglichkeiten, gucke Videos, Let´s Plays/Playthroughs, Rezensionen vor dem Kauf 
 
Wie vermeide ich Fehlkäufe:
Ich gucke und lese Rezensionen, Videos, informiere mich so gut als mir möglich vor dem Kauf über das jeweilige Spiel.
Ich folge nicht (mehr) dem mainstream, hype, der vorgeblichen oder tatsächlichen Begeisterung anderer, bspw. youtube-Kanäle, habe einen eigenen Geschmack und Urteilsfähigkeit. :)
 
Sehr hilfreich sind für die Kaufentscheidung für ein neues Brettspiel für mich allerdings nicht vorrangig Rezensionen, sondern viel eher Regelvideos und Let´s Plays, Playthrough-Videos mit guter Bildqualität, denn dadurch kann ich am besten einordnen, ob das Spiel was für mich ist. 
 
Es ist allerdings so, dass ich nie wirklich sehr teure Brettspiele kaufe, kann ich mir nicht leisten, hab´ ich auch keinen Bock drauf.
Die teuersten Spiele in meiner Sammlung haben €60,- gekostet - vor paar Jahren noch bei Hunter (Hunter & Cron) im online-Shop gekauft, drum. ;)
 
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26.12.2025
 
Ich finde es unsinnig, analoge Brettspiele online, bspw. auf BGA (Board Game Arena) und anderen Plattformen, zu spielen, denn für mich ist der Sinn des analogen Brettspiels, Gesellschaftsspiels genau der:
1. nicht online zu sein
2. mit physisch, leiblich im selben realen Raum anwesenden Menschen zu spielen
 
Brettspiele vor dem Kauf erst auf BGA etc. auszuprobieren, ist für mich auch kein Grund, keine "Rechtfertigung", analoge Brettspiele online zu spielen, denn es ist bekanntlich gerade nicht das gleiche Spielerlebnis wie analog - oft ein ganz anderes, eben weil online.
 
Und auch der Mangel an Mitspielern ist für mich kein Grund, keine Begründung dafür, analoge Brettspiele online zu spielen, denn man ist eben gerade nicht mit anderen Menschen zusammen, es ist nicht gesellig, nicht sozial.

Wer grundsätzlich lieber alleine, ohne andere anwesende Menschen spielt, für den gibt es analoge Solospiele, Brettspiele.
 
Wer online analoge Brettspiele spielt, kann im Grunde genauso gut bzw. stattdessen einfach Videospiele, PC-Spiele ... - auch da online "mit" anderen - spielen.
Wer analoge Brettspiele, Gesellschaftsspiele bevorzugt, bzw. d i e s e gerne spielen möchte, sollte sie also auch analog spielen. 
:)
 
Und wer phasenweise oder auch längerfristig, bspw. aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen - wie ich - nicht die Möglichkeit hat, mit anderen Menschen (regelmäßig) Brettspiele analog zu spielen, kann auch Solospiele analog spielen oder sich anderweitig beschäftigen: Sport, Kunst, Natur, lesen, Hörbücher, Handarbeiten, Haustiere ... .
 
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28.12.2025
 
Befremdlich ist mir auch, Buchhaltung über seine analog und/oder online gespielten Partien von Brettspielen zu führen, siehe auch zumeist online angelegte Statistiken: wann hat man wie oft mit wem welches Spiel (wo) gespielt und gewonnen. 
Wozu das? Warum dieses Kontrollbedürfnis?
 
Wie schon mehrfach geschrieben, sehe ich analoges Brettspiel als vergleichsweise einfache Möglichkeit, mit bekannten, vertrauten oder auch fremden Menschen real, analog eine angenehme Zeit zu verbringen: wohltuende gemeinsame Erlebnisse, Erfahrungen, Sozialkontakte, Geselligkeit. 
Nicht: Arbeit.
 
Weshalb ist es wofür wichtig, zu wissen, abzuspeichern, Listen darüber anzulegen, wann man ein Spiel wie oft mit wem gespielt oder wie oft man es gegen wen gewonnen hat?
Ist das nicht völlig unwichtig?! 
Was bringt einem das - Überlegenheitsgefühl, Selbstbestätigung?
 
Wenn ich meine Brettspielsammlung zeige, bspw. mittels Fotos, oder wenn ich mitteile, welche Spiele ich habe bzw. gerne spiele, dann nicht, um mich zu profilieren, sondern um meinen Geschmack "offenzulegen", damit andere sehen können, ob wir hinsichtlich des Brettspielgeschmacks "kompatibel" sind.
 
Wenn jemand bspw. nur oder überwiegend wargames oder "heavy Eurogames" oder Spiele mit vor allem Thema, setting Dungeon, Drachen, Horror, SciFi, Militär oder mehrheitlich "Spiel des Jahres"-Gewinner-Spiele spielt/präferiert, werden wir zusammen beim Brettspiel eher wenig Freude haben. ;)
 
Die einzige Liste, die ich führe, ist die über meine aussortierten Brettspiele, weil ich daran sehe, welche Spiele aus welchen Gründen zu welchen Zeiten für mich Fehlkäufe waren, dass und wie oft ich mich vom mainstream bzw. von Brettspielkanälen auf youtube habe beeinflussen lassen, um mich also zu mahnen, dass das zukünftig seltener, idealerweise gar nicht mehr vorkommt.
 
Die Liste enthält allerdings auch gute, schöne Kinderspiele, die meine beiden "erwachsenen" (volljährigen) Kinder gerne mochten, die in unserem Haushalt aber längst nicht mehr gespielt werden und die ich nicht aus nostalgischen Gründen für sie aufbewahren kann, da hier der Platz dafür fehlt. 
 
Aber auch deshalb habe ich diese Liste, um zu veranschaulichen, dass mir eben viele Spiele, gerade sogen. Einsteiger- und Familienspiele, tatsächlich nicht gefallen, die zahlreiche andere Leute aus der Brettspielszene gerne mögen/spielen.
Mir hilft deshalb als Orientierung, was mir gefallen könnte, auch nicht der SdJ-Preis oder der DSP weiter. 
 
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08.02. und 16.02.2026
 
Was ist weshalb ein "Expertenspiel"?

Können nur "Experten" solche Spiele spielen und was macht sie zu "Experten"?
Oder sind die Spiele von "Experten" gemacht, entwickelt?
Und was macht solche Spieleautoren in Bezug worauf zu "Experten"?

Nein, das ist beides Unsinn, denn:
Nur weil jemand komplexe, zumeist länger dauernde Brettspiele, sogen. "heavy Eurogames" gerne oder "gut" spielt und/oder jemand (anderer) solche Spiele entwickelt, macht das diese Leute nicht zu "Experten" für analoge Brettspiele, Gesellschaftsspiele - Eurogame ist nur EIN Genre, eine Art Spiel, aber es sind sogenannte Expertenspiele keinesfalls generell, allgemein besonders qualitative oder besonders unterhaltsame Spiele - wer was gerne spielt, welche Spiele aus welchen Gründen gut findet, hängt bekanntlich von der jeweiligen Person und Persönlichkeit, von ihren Umständen u.v.a.m. ab.
 
Ich bspw. habe keine Lust, "heavy Eurogames", sogen. Expertenspiele zu spielen - für mich soll analoges Brettspiel nicht Arbeit, nicht Grübelei sein und Gewinnen ist mir nicht wichtig, sondern die Freude am angenehmen, lustigen, anregenden Zusammensein mit anderen Menschen, spiele daher kooperative, kommunikative und Partyspiele bevorzugt.
Deshalb nervt mich auch das leicht abwertende, überhebliche, selbstgerechte, aber leider verbreitete Gerede von "Absacker-" oder "Filler-" Spielen, von "Bier- und Brezel-"/"Kaffee- und Kuchen-Spielen". Kleine, "seichte" (auch so eine abwertende Bezeichnung) Spiele sind nicht per se schlechter, nicht weniger unterhaltsam als komplexe. Nochmal: Es kommt auf die Situation, äußeren Umstände, die jeweilige Person bzw. Persönlichkeit, auch bspw. deren augenblickliches Befinden u.a.m. an. 
 
Außerdem ist auch BGG sowie insgesamt die Brettspielszene nach wie vor offensichtlich stark männerdominert.
Deshalb sind die BGG Top 100 für mich kein Richtwert oder irgendwie ausschlaggebend, im Gegenteil. Denke auch, sie würden anders aussehen, wenn mehr Frauen und mehr "Gelegenheitsspieler" diese Top 100 mitbestimmen würden - aber das sind ja keine "Experten", drum ist deren Meinung, Geschmack, Präferenz irrelevant? ;) 
 
Mein Eindruck ist außerdem schon seit geraumer Zeit, dass nicht wenige Leute - es sind mehrheitlich Männer - sich mit solchen "Expertenspielen, heavy Eurogames" gerne profilieren: dass und wieviele sie haben/besitzen, wie oft sie sie spielen, wie oft sie sie gewonnen haben. 
 
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31. Januar 2025
 
Seit einiger Zeit kursiert auf Brettspielkanälen (youtube) die Bezeichnung "Wohlfühlspiel" oder auch "Bier und Brezel-" oder "Kaffee und Kuchen"-Spiel, dazu folgende Anmerkung:
 
Ich möchte mich bei jedem Brettspiel wohlfühlen, deshalb finde ich den gegenwärtig kursierenden Begriff "Wohlfühlspiel" befremdlich - wollen andere sich während des Spielens schlecht fühlen? ;)
Für jedenfalls mich ist analoges Brettspiel Unterhaltung, wenn ich intellektuelle Herausforderung suche, lese ich ein entsprechendes Buch/Bücher. :)
 
Deshalb stört mich auch die doch irgendwie abwertend gemeinte Bezeichnung "Bier und Brezel-" oder "Kaffee und Kuchen"-Spiel sowie auch die Bezeichnung "Expertenspiel", überhaupt Expertentum, Expertokratie und was damit oft einhergeht bzw. daraus folgt. Eigenes umfassendes Thema.
 
Es sollte doch jeder Freude am analogen Brettspiel haben und Geschmäcker sind auch hier bekanntlich sehr unterschiedlich, Brettspieler sind keine homogene Gruppe, genau.
Dieses im Nebensatz stets mitschwingende Auf- bzw. Abwerten von sogenannt "seichten" Spielen oder "casual gamern", "Wohlfühlspielen", siehe auch "cozy games", stört mich durchaus, da hier zumeist Dünkel zugrundeliegt, auch wenn alle, die solche Begriffe benutzen, sich davon selbstredend ausdrücklich distanzieren werden. ;)
 
Sogen. Expertenspieler maßen sich nicht selten an, sie spielten "komplexere", schwierigere, also die eigentlich "richtigen, guten" Spiele, "heavy Eurogames" ... . Als ginge es beim Brettspielen als Hobby, als Aktivität, Freizeittätigkeit um eine Art Wettkampf; so verstehe zumindest ich das analoge Brettspiel nicht und genau das - Wettbewerb, Konkurrenz, Übervorteilen, Siegen, Unterliegen ... - haben wir m.E. schon im real life mehr als genug. Drum spiele ich auch bevorzugt kooperative Spiele. :)
Ja, inzwischen bin ich überzeugt: Das ist weniger eine Frage des (Spiele-) Geschmacks als des Charakters, der Persönlichkeit.
 
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14.01.2026 
 
Ist das Hobby Brettspiel "tot"? - Nein, es sind einfach nur zu viele neue Spiele in zu kurzer Zeit.
 
Kommentar zum youtube-Video von Alex Radcliffe, BoardGameCo - "Are The Golden Ages of Board Gaming Over?"
 
Analoge Brettspiele sind in den letzten ca. 10 Jahren einerseits besser geworden - artwork, mehr Vielfalt, unterschiedliche, auch besondere Themen, neue, mehr Mechaniken und Kombinationen von Spielmechaniken - andererseits werden wir seit ca. 5 bis 6 Jahren, ja seit ca. 2020 (Corona) mit Spielen geradezu erschlagen: Es gibt immer mehr Ähnliches in nur etwas modifizierter Art, es gibt m.E. viel zu viele Erweiterungen und Adaptionen, insbes. Anpassungen von Brettspielen für 2 Personen, statt von Anfang an für 2 Personen konzipierte Spiele, dann auch Anpassungen als roll&write usw..
Es geht auch auf diesem Markt eben mehr um Konsumismus und Profit, um Quantität, nicht Qualität, nicht um Besonderes, Herausragendes, nicht um Tiefe, sondern um Oberfläche.
 
Spiele sind nach wie vor mehrheitlich auf den Massengeschmack ausgerichtet, eben um sie "gut verkauft" zu bekommen, das liegt auch an den Brettspielverlagen, was sie annehmen, herausbringen, was sie ablehnen (welche Spiele von welchen, auch unbekannten Autoren usw.). 

Und es liegt an den Konsumenten, was sie wollen, kaufen - wie immer: Nachfrage ... .
Siehe die unzähligen Spiele mit Thema/setting Drachen, Dungeon, Monster, Hexen, Vampire, Piraten, Meer, Schiffe, Züge, Tiere, SciFi, Kämpfen, Erobern ... (4x) sowie auch unzählige kleine, nicht-thematische Spiele mit Würfeln oder Karten, die irgendwas mit Zahlen machen. 
Selten mal ein Spiel wie "Das Unbewusste" oder "Luthier" und bisher gar keine rein analogen, thematisch und optisch gut umgesetzten politischen, bspw. kapitalismus- und patriarchats-, herrschaftskritischen Spiele, die nicht 4, 5 oder mehr Stunden dauern.
 
Menschen sind nicht einfach nur "nostalgisch", wenn sie auch ältere Spiele (wieder) mehr, lieber spielen - sie wollen einfach nicht mit viel zu viel Material in viel zu kurzer Zeit aufeinanderfolgend zugeschüttet werden. 
Leute brauchen Zeit, sich mit Spielen zu  befassen, sie brauchen auch das Geld, um sie kaufen und den Platz, um sie unterbringen zu können.
Entschleunigung ist offenbar auch im Brettspiel wichtig: slow play. ;)
 
Man braucht Brettspiele, um (sie) miteinander spielen zu können, aber im Mittelpunkt sollte eben das Spielen stehen, das gesellige Zusammensein mit bekannten und/oder fremden Menschen, das vergleichsweise einfache Zusammenkommenkönnen durch Brettspiele, durch das Spielen. Es sollte diese Aktivität, dieses Gemeinsamsein im Vordergrund stehen, nicht die Objekte, das Material bzw. der Profit, den man damit erzielt.
 
https://youtu.be/4rBYiuheQLU?si=3fy68xC6G-b_0_J2
 
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16.01.2026
 
Was mich wirklich nervt, ist, dass es inzwischen von etlichen Spielen eine Kinderversion, eine Zwei-Spieler-Version und eine Würfelversion gibt, plus oft diverse Erweiterungen. 
Lasst das. Danke. 
Macht stattdessen je eigenständige, gute 2P-, Würfel-, Kinderspiele.
 
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27. August 2025
 
Zum youtube-Video vom 25.08.2025 von Dennis, Brettspielmagie - "5 `schnelle´ Brettspiel-Fragen an Alper"
 
Meine Rede:
Klar bringen Brettspiele Menschen auf unkomplizierte Weise vergleichsweise schnell, leicht zusammen, ist ja ein Selbstgänger:
Man muss nicht erst etwas gut können, jahrelang "trainiert" haben (wie bspw. Sport, Musikinstrument, Kunst ...) - man kann viele Brettspiele (sofern verfügbar) einfach relativ spontan zusammen spielen, wenn jeder die Regeln kennt, verstanden und ausreichend Zeit und Lust hat.
Man spart sich auch ggf. lästigen oder für manche Menschen schwierigen smalltalk. 
Man muss nicht erst einen Anlass finden, um mit jemandem Kontakt herzustellen - man setzt sich halt gemeinsam an einen Tisch oder auch auf den Fußboden und spielt was zusammen, worüber man durchaus auch ins Gespräch kommen kann. 
 
Deshalb wünsche ich mir schon lange viel, viel mehr offene Spieletreffs, niedrigschwellig in idealerweise jedem Stadtteil, jedem Dorf zugänglich - nicht nur teure Messen, Veranstaltungen, Cons, Brettspielcafés oder Vereine - sondern Räumlichkeiten, die regelmäßig für alle Menschen barrierefrei zugänglich sind, zu denen man vor allem nicht erst mit dem ÖPNV fahren muss (gibt Menschen, die sind nicht mobil, haben auch kein Geld für Secondhandfahrrad oder können aus gesundheitlichen Gründen nicht Radfahren) - einfach offene "Begegnungsstätten", die konsentbasiert und generationenübergreifend selbstverwaltet, selbstgestaltet werden können, in denen es auch je nach Interesse und Bedarf noch andere Angebote gibt (Kunst, Musik, Tanz, Kultur, Repaircafé, Tandemsprachenlernen, gemeinsames Gärtnern, Renovieren, handwerkliche und handarbeitliche Tätigkeiten/Angebote für Interessierte, Austausch, Kochen, Backen, Verabredungen für gemeinsame Spaziergänge, siehe walk&talk movement usw.). Dafür müssten Bund, Länder, Kommunen Fördermittel bereitstellen. So ließen sich auch soziale Isolation, Einsamkeit - nicht nur, aber auch im Alter - m.E. besser vorbeugen oder überwinden. Eigenes Thema, ja.
 
Dann auch das Einordnenkönnen anderer Menschen via Brettspiel, schrieb dazu schon 2024 (in meinem blog, im Eintrag Brettspiele, dort auch ausführlich dazu argumentiert, begründet, drum verweise ich auf den blog, würde hier sonst zu lang):
Sag´ mir, was du spielst und ich sage dir, wer du bist. ;)
Ja, es lassen sich anhand der Brettspielvorlieben und der je persönlichen "Art zu spielen" eines Menschen durchaus einige Rückschlüsse auf seine Persönlichkeit ziehen. 😎
 
Das bringt mich zu den anderen in diesem Video behandelten Fragen:
Naja, sind halt alles hier genannte Spiele und Themen/settings, die bspw. mich überhaupt nicht ansprechen, möglicherweise hat das eben doch mit dem Geschlecht zu tun - ich bin eine Frau und interessiere mich nicht für SciFi. Allerdings auch nicht für Harry Potter und/oder Herr der Ringe und auch nur wenig für Filme und Serien, das mag auch meinem fortgeschrittenen Alter, bin 52, geschuldet sein.
Habe durchaus ein paar "Lieblingsfilme" und wenige Serien, die ich sehr schätze - bspw. Peaky Blinders, dazu würde ich mir auch ein gutes, wirklich gut thematisch umgesetztes, dabei bitte rein analoges! und optisch angemessenes Brettspiel wünschen :) - aber ist nicht so mein Hauptinteressengebiet oder liebste Freizeitbeschäftigung (Filme, Serien gucken, spiele auch keine PC-Spiele und nee, "kochen, backen, stricken" ist auch nicht so meins).
Brettspiele find´ ich ganz cool. 😉
 
Und bin auch nicht der Meinung, man müsse bestimmte politische Missstände in/mit Brettspielen nachspielen, siehe bspw. Kolonialismus, Imperialismus, Rassismus, Kapitalismus, Sklaverei, Misogynie, Krieg, Klimawandel u.a.m., da entweder die Gefahr des abturnenden pädagogischen, moralischen Zeigefingers besteht und/oder man im Spiel den Missstand im Grunde nur nachspielt, reproduziert, damit zementiert, leider nicht behebt, überwindet - das regt m.A.n. nicht zwangsläufig Menschen, die das spielen, zum kritischen Nachdenken, Hinterfragen, Reflektieren an - einige finden es ggf. sogar gut: diese politischen, historischen "Missstände" ... und spielen die Spiele deshalb. Anderen ist es völlig egal, das politische Thema/setting, sie spielen das Spiel der Mechanik wegen.
 
Denn zumindest mir wird durch das "Nachspielen" nicht bewusster, wie man durch bspw. Profitgier, Habgier, Machtwunsch usw. in bestimmte "missliche" Situationen und Verstrickungen geraten kann - mir sind schon solche Charaktereigenschaften nicht nachvollziehbar und zuwider, möchte mich damit nicht auch noch im Brettspiel zusätzlich belasten, wenn/weil man in der Lebensrealität möglicherweise ... schon intensiv genug davon belastet ist, je persönlich oder auch "kollektiv" durch regierungspolitisches Agieren usw.. 
 
Es müsste in solchen Spielen mit Informations- oder auch "Aufklärungs"absicht zu politischen Themen dann schon solche "Aufklärung" im Spielkonzept, in der Umsetzung angelegt sein, dass man die jeweiligen Umstände, Situationen also nicht nur nachspielt, reproduziert, sondern darüberhinaus bzw. tatsächlich durch das Spielen erkennt, dass, wie und warum bestimmte Verhältnisse aus welchen Gründen moralisch, ethisch inakzeptabel, Menschen schädigend ... waren oder noch sind, dass sie tatsächlich weitere, tiefere Kenntnis vermitteln und Erkenntnis, Reflexion anstoßen, dass sie zumindest hinterfragend angelegt sind, ohne die Spieler gezielt in eine bestimmte Richtung lenken zu wollen (Stichwort Pädagogik, moralischer Zeigefinger). Zugleich müssten solche Spiele auch wenigstens Anregungen, Ansätze, Information enthalten, an die Hand geben, wie solche Misstände womit durchaus - kooperativ, solidarisch, engagiert - effektiv zu beheben sein können. Denn Ideen, Konzepte und auch Praktiken gibt es durchaus bereits, diverse "Missstände" in wohltuender, konstruktiver Weise beheben zu können, sie werden nur leider kaum vermittelt, weder im TV, Radio, Printmedien noch Filmen, schon gar nicht in staatlicher Schule. Auch ein eigenes, umfassendes Thema.
 
Ja, das ist im Grunde wie in einem guten Buch oder Film ;): Es werden - idealerweise subtil und vielschichtig, nicht platt mit der Keule - Anregungen gegeben, aber nichts wird an "Denkrichtungen" vorgegeben, es gibt keine Leitplanken, kein "betreutes Denken, Urteilen", sondern Menschen können und müssen auf Basis ihres je persönlichen Kenntnis-, Informationsstandes, ihrer je persönlichen gegenwärtigen Erfahrungs- und Entwicklungsbasis sowie ihrer persönlichen Lebensumstände, ihrer Persönlichkeit, auch jeweiligen emotionalen Stimmung und körperlichen Befindlichkeit (die nicht zu unterschätzen ist) ihre je eigenen Fragen und Gedanken "finden", entwickeln, auch unangenehme Gefühle zulassen. Natürlich, ohne Leute so aggressiv zu machen, dass sie gewalttätig werden, aber durchaus vielleicht wütend oder traurig, betroffen, beklommen oder auch sogar vorübergehend haltlos ... . 
Grundvoraussetzung für das Verständnis der Not, des Elends, des Leids anderer ist allerdings immer Empathie und Mitgefühl, schon daran scheint es leider nicht wenigen Menschen erheblich zu mangeln. 
 
Das mit dem "etwas beim Brettspiel oder durch Film in einem geschützten Rahmen erleben" ist halt so eine Sache ... : Es ist eben doch etwas völlig anderes, ob man insbesondere Bedrückendes, Belastendes oder auch Beschädigendes im bequemen Sessel auf einem Bildschirm nur sieht, ansieht, dem zusieht, während man selbst sicher, frei, nicht bedroht, nicht angegriffen, unterdrückt, verletzt usw. ist oder es am Brettspieltisch "nachspielt" oder ob man es tatsächlich selbst "an Leib und Seele" erlebt, erfährt, erleidet ... . 
Den Film oder das Spiel kann man außerdem jederzeit nach eigenem Willen beenden oder den Raum verlassen - die reale Situation zumeist nicht: man ist mehr oder weniger ausgeliefert, ggf. wehrlos, hat kaum oder keine Handlungsoptionen oder Fluchtmöglichkeiten usw.. 
 
Wird schon wieder zu umfangreich ... . Drum schließe ich damit. 
Schön, dass du mit u.a. auch diesem Video, deinen Fragen solche Themenbereiche angestoßen hast, Dennis. 
 
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25. Januar 2026
 
Kommentar zum youtube-Video von den BrettspielSuchties - "Skurrile Spiele, Folge 4 - Side Effects, ein Spiel mit Nebenwirkungen"
 
Grundsätzlich finde ich es gut und richtig, dass auch ggf. "schwierigere Themen" im analogen Brettspiel Raum erhalten, siehe politische Spiele, da mangelt es ja noch an etlichem, leider. Die Frage ist natürlich immer, was ist, will, macht das Spiel, wie stellt es etwas dar, wie geht es mit dem Thema um, was wird den Spielern angeboten, vorgegeben oder auch nicht, steht Information, Sensibilisierung oder Humor oder gar Abwertung im Vordergrund usw..
Je nachdem, wie intensiv jemand wovon persönlich betroffen bzw. wie stark er damit belastet ist, ist es eben möglich, damit auch humorvoll umzugehen oder dies gerade oder generell auch nicht. Menschen sind ja auch unterschiedliche Persönlichkeiten, genau.
 
Ja, es gibt - aus Gründen, siehe belastende Lebensumstände ... (eigenes Thema) - viele Menschen, die mit psychischen und/oder chronischen physischen Erkrankungen und Störungen bzw. Beeinträchtigungen belastet sind. Fände es gut, da mehr auf die Ursachen zu gucken, die eben keineswegs überwiegend "rein individuell, persönlich" zu verorten sind. 
 
Finde es bspw. auch gut, dass inzwischen mit Neurodivergenz - ASS (Autismus, Autismusspektrumstörung, ADHS) - aber auch mit FASD, Depression, Angststörungen, Essstörungen ... offener, ehrlicher umgegangen wird - eine andere Sache ist, ob und wie wohltuend sie "behandelt" werden, ob und wie ihnen auch vorgebeugt wird oder nicht. Neurodivergenz ist bspw. angeboren, keine Krankheit, keine Verhaltensstörung, nicht therapierbar, nicht "heilbar", aber man kann Lebensumstände schaffen, damit Menschen damit sowie auch mit Erkrankungen, Störungen ... besser, wohltuender leben können. - Weites Feld, ja. ;)
 
In Bohemians gibt es bspw. ja auch diverse Krankheiten, Störungen, Belastungen, die man "erhält", bspw. Karten wie Obdachlosigkeit, Trauer, Opiumsucht, Syphillis, Narzissmus etc..
Im Spiel London kommt meines Wissens Armut zwar vor, wird aber nicht wirklich thematisch behandelt, es gilt halt nur, sie zu vermeiden bzw. loszuwerden. 
 
Soweit ich es bisher aufgenommen habe, scheint das Spielprinzip von side effects durchaus ganz lustig zu sein, gut finde ich, dass die (vermeintlichen) "Heilmittel" eben auch Nebenwirkungen haben, faktisch verhält es sich mit Pharmakotherapie, Medikamenten, nicht nur, aber insbesondere auch Psychopharmaka ja auch so: faktisch heilen diese nicht, sondern lindern allenfalls Symptome - oft haben sie aber starke Nebenwirkungen.
Was mir an side effects allerdings gar nicht gefällt, ist das artwork - die ganzen Skelette sind mir ein bisschen zu morbide und auch zu aggressiv, hätte ich mir bisschen witziger dargestellt gewünscht.  
Danke jedenfalls fürs Vorstellen - hätte schon Lust, das Spiel auszuprobieren, spricht mich spontan aufgrund des Themas und Humors schon an. 
 
Gibt ja auch Spiele wie "Therapy" (schon sehr alt, ja) oder "Horrible Therapist", wenn der "Humor" allerdings sehr pubertär, vulgär, bösartig, hämisch wird, bin ich ´raus. 
 
Würde mir weit mehr informative, empathiebasierte, prosozial fundierte, dabei kritische, nicht-pädagogische ;) rein analoge und wirklich gut thematisch und optisch ansprechend umgesetzte Brettspiele zu zahlreichen weiteren "politischen" und "sensiblen" Themen wünschen, bspw. zu Kapitalismus, Gemeinwohl, Armut, Frauenrechten, Anarchismus, Philosophie, Konsentprinzip, cohousing u.a.m..
 
https://youtu.be/qk05If1Jmm4?si=BcWtinY2EWpQEXOl
 
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30. November 2025
 
Mein Kommentar zum youtube-Video von Hunter (Brettspielkanal Hunter & Friends) zu "Bohemians" nachfolgend einkopiert.
 
Leider wird Bohemians ja auf bisher schon mehreren deutschen Kanälen stark kritisiert, zurückhaltend formuliert. 
Ich finde es großartig, aus genau den von dir genannten Gründen, Hunter: Es hat ein "besonderes" Thema, das mich voll und ganz anspricht - endlich nicht das x-te Mittelalter-, Dungeon-, Piraten-, SciFi-, Monster-, Kriegs-, Kampfspiel! Es geht ENDLICH mal ansatzweise im Brettspiel um Kunst, Künstler - wann, wo hatten wir das bisher schon (außer vielleicht bei Pessoa, das mehrheitlich auch verrissen wurde).
 
Das artwork: ist absolut hinreißend - tatsächlich: schön!
Schon allein deshalb wird dieses Spiel in meiner kleinen Sammlung bleiben. Bin Ästhetin :) und mich stoßen etliche Spiele tatsächlich bereits aufgrund ihres Aussehens (nicht selten auch Themas, settings) total ab, möchte ich dann nicht spielen, gleich, wie gut das Spiel ggf. ist. 
 
Der Spielablauf: passt, wie du eigentlich ja auch sagtest, perfekt zum Thema - wir haben es also mit einem tatsächlich thematischen Spiel zu tun, nicht bloß aufgesetzt:
So war damals, so i s t noch heute das Leben oft: Arbeit, d.h. Lohnarbeit, Erwerbstätigkeit - denn anderes, wie bspw. eben Kunst oder Sorge-Arbeit ist auch Arbeit, wird aber nur schlecht oder gar nicht monetär wertgeschätzt, honoriert - ist für viele Menschen anstrengend bis belastend (Maloche), finanziell kommt man damit dennoch kaum über die Runden, kann seine Existenz damit oft nicht sichern, die eigentliche Leidenschaft bzw. was persönliche Stärken, Fähigkeiten, Interessen, Ideale und Werte sind - siehe hier eben verschiedene Arten von Kunst, schöpferisches Tun/Schaffenskraft, aber auch politisches Engagement, das bisher leider kein einziger Kanal erwähnte - ja, die Revolutionskarten spielt man nur im Mehrpersonenspiel, das ist der einzige Wermutstropfen für mich - haben leider einen oft hohen Preis: Armut, Krankheit, diverse existenzielle Sorgen, Nöte, Ängste, Belastungen und Bedrohungen - bis hin zur Guillotine, Enthauptung, Todesstrafe, also Mord (damals), bspw. auch durch Verrat, Intrigen ... . Und wie gut, dass dieses Spiel auch diese Tatsachen (der damaligen Zeit) einbezieht, es erfreulicherweise aber gerade nicht hauptsächlich darum geht, nicht Leid, leiden das zentrale Thema, aber eben aus Gründen (menschliches Verhalten, menschliche Niederheiten, die zu brutaler Gewalt führen ...) sowie aufgrund der Realitätsnähe auch ein "Aspekt" des Spiels ist. 
 
Zu Arbeit, "Erfolg" ... passt zu diesem Spiel auch sehr gut Erich Fromms Klassiker "Haben oder Sein", Arno Gruen "Der Verrat am Selbst Die Angst vor Autonomie bei Mann und Frau" sowie auch David Graeber´s "bullshitjobs". 
Oder um mehr oder weniger in der Zeit zu bleiben: Lektüre der Klassiker von Honoré de Balzac, bspw. "Die menschliche Komödie" ("Verlorene Illusionen", "Vater Goriot", "Eugénie Grandet" ...) und Émile Zola, bspw. "Das Geld" und "Germinal". 

Die eigentlich wichtige, sinnvolle, unentbehrliche, konstruktive Arbeit, die Menschen leisten, wird oft schlecht oder gar nicht bezahlt, gesellschaftlich kaum oder gar nicht wertgeschätzt, mit Destruktivem (Krieg, Waffenhandel, Drogen, Menschenhandel, Landraub, Rohstoffverschwendung, Müllentsorgung, Waldrodung, kapitalistischer Produktion, Wirtschaft, Finanzmarktkapitalismus und bekannte Folgen ...) wird hingegen vermeintlicher "Erfolg", Gewinn, "Wohlstand", auch Reichtum erlangt - nicht: Gemeinwohl. 
 
Und ja: Das Leben i s t zufällig, es gibt im Leben eines Menschen Kontingenz, Widerfahrnisse, sogen. "Schicksalsschläge", vieles lässt sich gerade nicht planen, kontrollieren, mit einigem wird man sehr unerwartet, mitunter auch sehr hart, "schonungslos" konfrontiert und muss sehen, ob und wie man es ggf. bewältigt, übersteht, überlebt - oder auch nicht. 
So gesehen hat Bohemians zu meiner großen Freude "sogar" einen leicht philosophischen Ansatz. 
Wer religiös gläubig, Esoteriker oder Fatalist ist oder wer sein Leben unbewusst vor sich hin lebt und macht, was man halt "machen muss", was alle machen, wer nichts hinterfragt, alles passiv hinnimmt, gehorsam, konformistisch, feige, dressiert oder auch opportunistisch mitvollzieht, kann mit Bohemians sicher eher weniger anfangen. ;) 
Und aus all den bisher genannten Gründen ist Bohemians eben kein Familienspiel - Kinder würden vieles noch nicht verstehen, es fehlt ihnen dafür die Lebenserfahrung und Reflexion über selbige. Möglicherweise trifft das auch auf gar nicht so wenige Erwachsene zu ... . ;)
 
Es sei hier außerdem erwähnt, dass Bohemians gleich mehrere (!) Solomodi hat - finde ich auch ganz wunderbar.
 
Wie gesagt: Schade ist halt, dass man die Revolutionskarten im Solo- und Zwei-Personen-Spiel nicht einsetzen kann.
Aber allein oder nur zu zweit kann man eben keine "Revolution starten", nichts zum Guten hin verändern. 
 
Klar, wer der typische straight forward-Stratege ist, der alles durchplanen und kontrollieren können will, wer mehr oder weniger starr auf "Sieg, Erfolg, Gewinnen" - auch oder jedenfalls im Brettspiel - aus ist, wer also diese Art von Planbarkeit, Überschaubarkeit, Sicherheit auch im Spiel will/braucht und wer mit Kunst, Künstlern, entsprechender Mentalität, Menschen-, Weltbild, Persönlichkeit nichts anfangen kann, für den ist das sicher kein Spiel. Der bleibt lieber bei seinen Monstern, Schiffen, Aliens, Königen/Herrschern, "Helden", Planeten, Kriegen, Schlachten, Eroberungen und "Siegen" - wenn schon nicht im eigenen Leben, dann doch wenigstens im Brett- oder Computerspiel. ;P
 
Mein Fazit: Es ist genau mein Spiel. Und es ist auch dieses Spiel, ob, wem es gefällt, eine Sache der Persönlichkeit - vielleicht auch des (biologischen ;) ) Geschlechts.
Und ich wünsche mir viel mehr "solche" - rein analogen! - Brettspiele, mit ähnlichem Thema, setting - gerne auch zu Philosophie, Anarchismus, Postkapitalismus, Gemeinwohl, Soziokratie (Konsent-, statt Mehrheitsprinzip, direkte Demokratie ...), Frauenbewegung, Arbeiterbewegung, Gesellschafts- und Regierungskritik. :)
 
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Brettspiele, analoges BRETTSPIEL
Brettspiele, analoges BRETTSPIELBrettspiele, analoges BRETTSPIEL
Brettspiele, analoges BRETTSPIELBrettspiele, analoges BRETTSPIEL
13. Januar 2025
 
Analoges Brettspiel zu/nach einer Serie (Serienvorlage):
hätt´ ich gerne zu "Peaky Blinders".
Ich spiele natürlich Polly (Elizabeth Shelby/Gray), klar, sonst gerne auch Jessie Eden.

Gewünschter Film nach der Vorlage eines Brettspiels:
"Everdell" - ist schon als Spiel eine kleine, eigene Welt.
 
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29.08., 30.08.2025
 
Zur hypothetischen, nicht ganz ernst gemeinten Diskussion um den/die "perfekten" Mitspieler ;) - unten einkopiert mein Kommentar unter dem youtube-Video vom 29.08.2025 von André, Auf den Tisch - "BG2Gether: Wir bauen uns die perfekten Mitspielenden"
 
Da sind wir wieder beim Thema Toleranz. ;) Perfekte Menschen/Mitspieler gibt es nicht, klar, soll es auch nicht geben, wären sonst ja keine Menschen mehr. :) 
 
Ja, ich habe allerdings auch No-Go´s:
1. Menschen, die sich nach der Toilette nicht die Hände - "richtig" - waschen und dann nicht nur Spielmaterial, sondern auch alles mögliche andere anfassen. Gibt es leider immer noch.
2. Sehr starker, unangenehmer Körpergeruch - nicht nur Schweiß, auch penetrante Deos, Parfums, Raum"düfte".
3. Handygedaddel während des Brettspiels, generell auch während Unterhaltung/Besuch.
Selbstverständlich ist das Erreichbarseinkönnen für Kinder, alte, kranke Menschen oder beruflich bedingt davon ausgenommen! 
Entweder ich bin jetzt bei und mit diesen leiblich anwesenden Personen verabredet, zusammen, beschäftigt oder mit Leuten oder Dingen am Handy (Smartphone, Tablet). Es ist einfach eine Unart, respektlos, daneben wiederholt kürzer oder länger am digitalen Endgerät zu hängen, nur weil man das Gespräch vielleicht gerade langweilig findet oder gerade nicht direkt angesprochen ist. 
4. Leute, die Getränke unvorsichtig neben Spielmaterial abstellen, wo sie eben leicht umgeworfen werden können bzw. Leute, die darauf nicht achten, denen das Spielmaterial - insbes. fremdes - völlig egal ist. Also Rücksichtslosigkeit generell. 
5. Schummeln - also Bescheissen. Dann brauch´ ich einfach kein Spiel spielen. 
Bin ja auch immer dafür, allgemein (gesellschaftlich) Regeln gemeinschaftlich, konsentbasiert festzulegen, statt von oben zu oktroyieren :), aber es gibt halt bei den meisten Brettspielen bestimmte Regeln, die einzuhalten sind, sonst funktioniert es einfach nicht. 
 
Alles andere ist für mich eine Sache der Toleranz. Denn es gibt auch Menschen, die aus gesundheitlichen, auch ggf. psychischen, störungsbedingten ... Gründen vielleicht nicht so (lange oder gut) aufmerksam sein können oder etwas weniger schnell verstehen, häufigere Erklärungen benötigen oder für Spielzüge längere Zeit brauchen (downtime, ja) usw.. 
 
Und dann haben Menschen auch einfach je nach Tag, Stunde ... unterschiedliche Stimmungen, Befindlichkeiten, persönliche Hintergründe, ggf. Sorgen, Belastungen usw.. Sie sind an einem anderen Tag oder in einer anderen Runde, mit anderen Menschen im Verhalten ggf. ganz anders als bei "diesem" Mal. Aber man weiß das vorher nicht immer selbst - wie sich die Situation entwickelt oder das körperliche Befinden ... und möchte vielleicht auch gerade deshalb mit anderen zusammen spielen, um Belastendes wenigstens vorübergehend "beiseite lassen" zu können. 
 
Sachen mitbringen, bspw. Essen, Getränke - ja, das kann man ja vorher absprechen: wer was mag oder nicht, wer was und wieviel davon mitbringen kann oder auch für sich selbst mitbringt, weil er bestimmte Speisen oder Getränke halt wirklich nicht verträgt und seine eigenen Sachen braucht.

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update 22. Februar 2024
 
Kommentar zum Video, vom 20.02.2024, von Better Board Games - "Brettspiele können a l l e fesseln"
 
Mir geht´s da genauso wie wohl also den meisten Brettspielfreunden: analog, weil man so endlich von dem ganzen digitalen Kram, Geräten wegkommt, weil Optik, Haptik vorhanden sind und weil man direkt, real, physisch/leiblich anwesend mit anderen Menschen zusammen ist, interagiert, kommuniziert, gemeinsam eine gute Zeit hat - ohne über Beruf, Einkommensverhältnisse, Familie etc. sprechen, ohne smalltalk halten zu müssen, ohne Verlegenheiten oder Profilierungsgebaren. :)
 
Und man braucht außerdem keinen Strom (naja, abends vlt. Licht ;) ) und kaum Platz, man kann Brettspiele, Kartenspiele, Würfelspiele - je nach Größe/Ausstattung - auch gut mitnehmen, in Bahn und Café oder draußen auf der Wiese ... spielen.
 
Sie sind m.E. auch ein tolles Geschenk, wenn sie zum Beschenkten, seinen Interessen etc. "passen".
 
Auch ich bin der Meinung, dass man Menschen, deren Charakter, Persönlichkeit beim Brettspiel durchaus gut kennenlernen kann. ;)
Und auch ich denke, dass analoges Brettspiel, Gesellschaftsspiel ganz unterschiedliche Menschen, gleich welchen Alters, Geschlechts, Herkunft ..., auf sehr einfache und angenehme, unkomplizierte Weise zusammenbringen kann.

Ja: Inzwischen gibt es, im Vergleich zu noch vor ca. 20 oder 30 Jahren - so viele thematisch, optisch, spielmechanisch so unterschiedliche Brett-, Gesellschaftsspiele, auch hinsichtlich Komplexität und Spieleranzahl - dass sicher für jeden etwas dabei ist! :)
 
Wenn Musik, gemeinsames Musizieren Menschen zusammenbringen kann, warum dann nicht auch und erst recht analoges Brettspiel, bei dem man nicht mal vorher erst lange ein Instrument oder eine Sportart etc. gelernt, geübt haben muss, sondern nach verstandener Spielanleitung sofort loslegen kann!
 
Spielen für den Frieden. - Warum nicht Brettspiele auch zur Konfliktbewältigung, für Versöhnung, für Verständigung einsetzen - auch bspw. in Haftanstalten oder auch viel mehr in Krankenhäusern, Seniorenheimen, Schulen und beim Job (wo und soweit möglich)?!
 
Warum nicht viel mehr offene Begegnungsstätten für Menschen unterschiedlicher Herkunft, Alters, Geschlechts: offener, leicht und barrierefrei zugänglicher Spieletreff in möglichst allen Gemeinden, ohne weite Wege (Anfahrtsweg), auch für Menschen, die mobil eingeschränkt sind, bspw. auch armutsbedingt? Daran mangelt es m.A.n. leider noch erheblich.
 
Brettspiele, Gesellschaftsspiele, Solospiele: endlich auch bzw. viel mehr und unterschiedliche, ausreichend vorhandene Spiele in Schulen, Kliniken, Seniorenheimen, Pflegeheimen, Gefängnissen, sowieso in Büchereien,Bibliotheken, Cafés, Bistros, Kneipen ... !
 
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20. Juni 2023
 
Analoges Brettspiel, ohne Nutzung von Internet, digitalen Endgeräten (Smartphone, Tablet, PC) - Vorteile gegenüber digitalem PC-, Video-, Online-, Hybridspiel, apps:
 
- kann, je nach Spiel, Größe, Material, überallhin mitgenommen, auch unterwegs gespielt werden (vor allem natürlich kleine Spiele)
 
- außer einem Tisch, einer Fläche (auch Decke auf dem Boden) bedarf es keiner Geräte
 
- geht ohne Strom
 
- vermittelt einen haptischen Eindruck, man kann das Spiel, Spielmaterial üblicherweise sehen, anfassen, hören, oft auch riechen.
Kein Scherz: besonders neue Spiele haben oft so einen angenehmen Geruch von neuer Pappe oder sind es die aufgedruckten Farben? Nicht chemisch!
 
- der Spielverlauf ist üblicherweise beim analogen Brettspiel weniger hektisch als bei Videospielen, siehe auch Filme; es stürmen nicht so viele Sinnesreize gleichzeitig und in schneller Abfolge auf den Spielenden ein. Brettspiel ist gewissermaßen beschaulicher. :)
 
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28.09.2025
 
Nachfolgend einkopiert mein Kommentar unter dem Video der BrettspielSuchties "Spiel 2025 - Pegasus Neuheiten mit Klaus Ottmaier"
 
Von appbasierten Brettspielen, Hybridspielen halte ich nichts, boykottiere sie konsequent - halte es da mit Matthew Jude (Watch It Played): "We are playing board games to not be online." 
Denke auch nicht, dass das der Weg ist, Leute ins analoge Brettspiel zu "holen" - entweder Leute sind da neugierig drauf, probieren analoge Brettspiele aus und erfahren dabei genau all das, das analoges Brettspiel ausmacht, als angenehm, Freude ... oder halt nicht.
 
Fürchte, dass dieser unsägliche Trend zu immer mehr digitalen Inhalten und Endgeräten im Brettspiel noch weiter zunimmt - aber jedenfalls ich spiele Brettspiele gerade auch deshalb, weil man dann für einige Zeit mal - hoffentlich - nicht online ist, keine digitalen Endgeräte nutzt, auch nicht nebenbei an seinem Smartphone oder Tablet ´rumdaddelt ... .
Denke, es täte vielen Menschen gut, weniger online zu sein und viele erkennen das ja auch selbst bereits. Eigenes, umfassendes Thema: Digitalisierung (von Gesellschaft, Bürokratie/Verwaltung, Schule, Privatleben ...) und alles, das damit einhergeht ... . 
 
Wer will, kann ja online spielen - Video-, PC-, Konsolenspiele und zusätzlich analoge Brettspiele. Es muss das nicht vermischt werden. In wievielen PC-, Konsolenspielen kommen analoge Brettspiele, analoge Spielmechaniken vor? ;) Denn man könnte genauso argumentieren, dass d a s Leute ins analoge Brettspiel holen könnte. Was m.E. Schwachsinn ist - um auch damit nochmals zu verdeutlichen, dass und warum ich es für hanebüchen halte, zu meinen oder zu behaupten, mittels Hybridspielen, apps könne man Leute ins analoge Brettspiel holen. 
 
Es hätte btw auch etwas mit Courage, Rückgrat, Profil, Haltung zu tun, den app-, online-, digitalen Trend bewusst n i c h t mitzuvollziehen - gerade auch als Brettspielautor und Brettspielverlag. Statt vorrangig aufs Geld, den Profit zu schielen. 
 
Für mich ist die interessante diesjährige Neuheit bei Pegasus Bohemians - endlich ein nicht bereits x-mal durchgenudeltes, ausgeschlachtetes Thema/setting und artwork. Endlich mal nichts mit Meer, Schiffen, Mittelalter, Burgen, Dungeon, Drachen, SciFi, Helden, Kriegern, Zombies, Monstern, Erobern ... .
 
Gerne viel mehr bzw. überhaupt endlich mal rein analoge Brettspiele mit tatsächlich tragendem Thema/setting, gutem artwork und Spielmechanik zu Kunst, klassischer Musik, Literatur (bspw. der Belle Epoque in Frankreich, England ...), Philosophie, Soziologie, Anthropologie, Gemeinwohl, Frauenrechten, Arbeiterbewegung, kollektivistischem, mutualistischem Anarchismus - statt sowas wie Hegemony und World Order (auch wenn die nicht bei Pegasus erschienen sind), die die bestehenden Missstände nur reproduzieren - ohne kritischen Ansatz oder integrierte Alternativen - die es faktisch/real ja gäbe/gibt, siehe bereits genannt. 
Den Menschen ruhig auch mal etwas ihnen bisher ggf. Unbekanntes anbieten und "zutrauen". ;)
 
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23. September 2023
 
Matthew Jude, von Watch It Played (youtube-Brettspielkanal), über analoge Spielanleitungen und: analoges Brettspiel grundsätzlich - warum wir analog spielen. Siehe oben verlinktes Video.
 
"We´re playing board games to n o t be online (...)."
 
Smartphone, Tablet, PC, Internet, digitale Endgeräte, online Spiele, social media, always on ... Digitalisierung und Folgen:
05. Februar 2025
 
"Teburu" geht für mich gar nicht: viel zu teuer (für jedenfalls meine Verhältnisse), Thema und Optik für mich unattraktiv und ich lehne aus Gründen Hybridspiele, also alles, wofür man digitale Endgeräte benötigt, kategorisch ab.
 
Ja, ich fürchte durchaus, dass das immer mehr, immer schneller Einzug ins bisher großartige analoge Brettspiel hält: apps, Internet, digitale Endgeräte, Hybridspiele, denn: Leute kaufen es, lassen sich ködern, einfangen, finden es gut, siehe bspw. auch Hitster und diverse Krimispiele - es wird nicht hinterfragt, reflektiert, einfach konsumiert. Und womit man gut Kohle scheffeln kann, das wird bekanntlich ausgeweitet. Sieht man ja jetzt bereits.
 
Eigenes Thema, keine Frage, wollte es dennoch mal ansprechen, eben wegen jetzt auch "Teburu". - Matthew Jude (Watch It Played) hat in einem Video (2023) mal so schön gesagt: "We´re playing board games to n o t be online (...)." So sehe und halte ich es damit auch, neben selbstredend noch weiteren guten Gründen, analoge Brettspiele zu spielen. :) 
 
https://boardgamegeek.com/boardgame/348872/the-bad-karmas-and-the-curse-of-the-zodiac
 
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27. Mai 2026
 
Kommentar zum youtube-Video vom 27.05.2027 von Hunter - "Kennerspiel des Jahres 2026 Rückschau Teil 2 - Hunter-Verdummung oder neue Selbsterkenntnis?
 
https://youtu.be/T9G-t98GC4A?si=pOiNby19AhbUpSHS
 
1. Finde es sehr gut, dass du das andere Video trotzdem stehenlässt, nicht löschst!
 
2. Fehlerkultur geht ja vielen leider ab, drum wertschätze ich es sehr, dass du eigene "Fehler", Irrtümer offen eingestehen kannst, denn das ist kein Ausdruck von Schwäche, sondern von Charakterstärke und Reife. 
 
3. Besonders sympathisch ist mir, dass du (fast) alles mit Humor nimmst, unverkrampft, aber nicht oberflächlich. (Die Einspieler in diesem Video treffen allerdings nicht ganz ;) meinen Humor.)
 
4. Deine Äußerungen zu Boss Fighters QR teile ich nicht, habe das in meinem Kommentar unter deinem anderen Video (zur "Verdummung" ... ;) ) ausführlich begründet. 
Bin der Meinung, man sollte Kinder grundsätzlich nicht auf solche billige Art ködern - entweder sie lassen sich auf rein analoges Brettspiel einfach mal ein, haben da Interesse dran und bekommen dann ggf. Lust auf mehr oder sie haben es (noch) nicht oder einfach altersbedingt, entwicklungsbedingt phasenweise nicht - gerade bei Jungs im Alter von ca. 10 bis ca. Ende 20 dürfte das der Fall sein, vor allem dann, wenn man in der Familie/Kindheit mit analogen guten Brettspielen nicht in Kontakt gekommen ist. 
Die Kinder sollten einfach selbst (wieder) zum Brettspiel (zurück-) kommen, wenn und wann sie selbst "so weit sind". ;) Nicht mittels Hybridspielen.
 
5. Der DSP ist für mich (auch) kein "Expertenspielepreis", er ist einfach demokratischer und kommt ohne vermeintliche "Experten", Jury aus, was ich sehr begrüße :)
Aber Brettspiele sind eben nicht nur sogen. Expertenspiele, heavy Euros, sondern auch kleine, Familien- und sogen. "Kennerspiele" und der DSP ist hoffentlich für alle "Arten" Brettspieler offen. Früher haben sicher auch deutlich mehr Männer abgestimmt als Frauen und eben mehr "Vielspieler", das spielt sicher auch eine Rolle. 
Ich selbst spiele "nur" kleine, Familien-, Kenner-, Party-, Solospiele und seit etlichen Jahren entsprechen die Empfehlungen, Nominierungen und Gewinner des SdJ, der Jury meinem Geschmack leider null, von sehr, sehr wenigen Ausnahmen abgesehen. 
 
6. Hunter, ihr, Du und Cron, wart damals auch einfach noch jünger, hattet deshalb ggf. mehr Zeit für komplexere, längere Zeit beanspruchende Spiele - es hat mit den Lebensumständen von Menschen zu tun: wer nach dem Job oder wegen Familie, Kindern weniger Freizeit und Energie oder auch anderweitige Belastungen zu bewältigen hat, hat schlicht keine Nerven, Zeit, passende Umstände für solche "Expertenspiele" mit langer Spieldauer, oft viel Verwaltungsaufwand und länger dauerndem Auf- und Abbau. Und Leute haben ggf. auch noch andere Interessen, Hobbies, bspw. Sport, Musik, Kunst ... . 
 
7. Wie schon unter dem anderen Video im Kommentar genannt: Mein Eindruck ist, dass man in anderen europäischen Ländern, bspw. Frankreich, Spanien, auch eher/mehr gesellige, unterhaltsame Familien- und Kennerspiele und weniger nerdige "Expertenspiele" spielt.  
 
8. Ich halte von sogen. "Experten"juries grundsätzlich nichts, insbes. dann nicht, wenn keine tatsächliche Expertise, fachliche Qualifikation, Neutralität, Unabhängigkeit, Qualitätskontrolle, Validität zugrundeliegt.
Urteils- und erkenntnisfähige, erwachsene Menschen, die über ausreichend Zugang zu jeweiligen Informationen, Wissen und Erfahrung verfügen, benötigen m.E. keine solchen "Empfehlungen", schon gar nicht von fremden Menschen, sogen./selbsternannten "Experten", sondern allenfalls von ihnen vertrauten Menschen, die sie, ihre Persönlichkeit, ihren Geschmack, ihre Interessen gut kennen. 
Oder wurde die SdJ-Jury jemals von der community demokratisch gewählt/legitimiert? ;)
Nein, "wir" schätzen aus genannten Gründen nicht alle die SdJ-Jury und/oder den SdJ-Preis.
 
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Kommentar zum vorausgegangenen Video vom 23.05.2026 von Hunter - "Kennerspiel Verdummung - Die Nominierten und Empfohlenen Spiele 2026 - Eine kritische Rückschau"
 
https://youtu.be/oxZof1RGnqo?si=xFVkRHVA5tlCAB1C

Wie schon mehrmals gesagt: Hybridspiele boykottiere ich grundsätzlich, denn apps, Internet, digitale Endgeräte haben für mich im ANALOGEN Brettspiel nichts zu suchen. Um Matthew Jude nochmals zu zitieren, der es für mich prägnant formuliert hat: "We´re playing board games to n o t be online (...)."
Exakt so sehe ich das auch. Einfach mal komplette Auszeit von Digitalem: wenigstens während der Dauer eines Brettspiels (seien es 15 Minuten oder 4 Stunden). Gar nicht anzufangen von - auch und gerade staatlicher - digitaler Kontrolle und (Massen-) Überwachung durch etliche apps, Smartphone u.a.m. (Edward Snowden lässt grüßen, gibt aktuell auch eine sehenswerte arte Doku zum Thema "gefährliche apps"). 
Boss Fighters QR finde ich außerdem schon thematisch und optisch völlig uninteressant. 
Dann spielt doch einfach gleich online, PC-, Konsolenspiele. 

Tag Team find´ ich schon optisch grottenhässlich, sorry. Geht mir so auch mit etlichen anderen Duellspielen, bspw. Mindbug, Dead Cells, Duell um Cardia, Leviathan Wilds, Zenith, Iron Wood ... . Alles total aggessiv illustriert oder anderweitig hässlich. Ein Spiel, das mich schon optisch wirklich abstößt, hat bei mir absolut keine Chance, egal, wie gut es spielmechanistisch ggf. ist. 
Gute 2P-Spiele sind für mich bspw. Agent Avenue, Das Gelbe Haus, Dustbiters, Fog of Love, Décorum, Brave Rats, Mr. Jack, Tricks and the Phantom, Der Rat von Verona u.v.a.m.. 

Stelle seit Jahren fest, dass die SdJ-Nominierten und mehr noch die Gewinner mich fast nie ansprechen, nicht meinem Geschmack, Interesse, Präferenz entsprechen.
Halte grundsätzlich nichts von einer solchen Jury mit vermeintlichen "Experten". Eigenes Thema. ;)
Mir ist der DSP deshalb wesentlich sympathischer, bei dem ich mir aber auch wünsche, dass nicht überwiegend Männer und nicht überwiegend "Vielspieler" bzw. sogen. "Expertenspieler" teilnehmen, sondern auch Leute, die Familien- und "Kenner"spiele spielen und generell viel mehr Frauen. 🤗
Und nein, auch Leute, die neu ins Hobby kommen, brauchen doch keine Jury, keinen SdJ-Stempel auf Spielschachteln mehr: in Zeiten, in denen fast jeder online ist und es zur Orientierung youtube-Videos gibt: vor allem Anleitungsvideos und Playthroughs, womit Leute sich je persönlich einen eigenen Eindruck vom jeweiligen Spiel verschaffen können: vom Material, Aussehen, Spielablauf, der Komplexität ... .
Der SdJ-Aufdruck ist doch nicht für die Leute, die gerne Brettspiele spielen, für Familien, Neulinge usw., sondern für den Markt, Umsatz, Profit!

Nein, ich lasse mir von fremden Menschen auch nicht ein Gericht (Restaurant) oder ein Buch, einen Film, what so ever "empfehlen" - ich möchte gut, leicht zugängliche Informationen über das Jeweilige und entscheide dann auf Basis meines persönlichen Geschmacks, Interesses, Erfahrung: bin erwachsen.

Aber ja: Die Infantilisierung der Gesellschaft schreitet zweifelsohne voran, nicht nur auf social media - man traut den Leuten vieles intellektuell Anspruchsvollere offenbar nicht (mehr) zu oder will es ihnen nicht "zumuten", siehe auch bestimmte Filme, Bücher - trivial, banal, oberflächlich, klischee- und ideologiedurchtränkt. Auch ein eigenes Thema. :) 
Bin selbst allerdings auch keine "Experten"spielerin - möchte beim Brettspiel nicht ewig grübeln, nicht ewig lange das Spiel auf- und wieder abbauen, keinen großen Verwaltungsaufwand haben, sondern Unterhaltung, Geselligkeit. Profiliere mich weder über den Besitz von Brettspielen noch über das Gewinnen/Gewonnenhaben, betreibe auch keine Statistik/Bürokratie - all das ist mir sehr befremdlich, aber ja: Es hat selbstverständlich immer mit der jeweiligen Persönlichkeit zu tun. Sag´ mir, was du wie spielst und ich sage dir, wer du bist. 😇

Ich habe übrigens den Eindruck, dass man in anderen europäischen Ländern - bspw. Frankreich, Spanien - weniger "heavy Eurogames" spielt als in Deutschland, da scheinen die Präferenzen also auch anders gelagert zu sein: weniger Grübeln, mehr Geselligkeit, Spaß, sozialer Aspekt im/beim Brettspiel.

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update 09. September 2023
 
Welche Brettspiele mag ich aus welchen Gründen besonders, welche weniger oder gar nicht und was fehlt mir noch, welche Art Brettspiel bzw. welche Themen in Spielen
 
Es gibt m.E. schon extrem viele gute Eurogames, leider auch sehr viele Brettspiele mit Thema Kampf, Krieg, Dungeon, Drachen, hässliche Monster, Cthulu, SciFi, 4x-Spiele, Rennspiele, die mich als Frau, Klischee hin oder her, tatsächlich sämtlich überhaupt nicht ansprechen, sondern abstoßen: thematisch, optisch, oft auch spielmechanisch.
 
Spielmechaniken, die ich mag, sind bspw. card drafting, deckbuilding, (social) deduction.
Grundsätzlich lieber kartenbasierte als Würfel(einsatz)spiele, sehr gerne auch kooperative und witzige, auch optisch so gestaltete Spiele.
 
Thematisch spricht mich vor allem Natur, Tiere, Landschaften (besonders Berge, gibt aber leider total viel zu Meer, auch Piraten, Schiffen etc.), Abenteuer, Wild West, Geschichte an.

Was leider bisher noch völlig fehlt, soweit ich es bisher überblicken kann, sind thematische, analoge Brettspiele (nicht appbasiert, keine Hybridspiele) zu Philosophie und Anarchismus.

Es gibt bisher auch wenig Spiele, insbes. nicht deutschsprachig zu Literatur (gerne aus der Zeit der Belle Epoque oder Spiele wie Pessoa) und Frauenrechten, bspw. "Votes For Women" (Tory Brown) oder auch zu Sorge-Arbeit, Gemeinwohlökonomie, cohousing, Anthropologie, Ethnologie, Musik-, Kunstgeschichte - dazu gibt es meines Wissens bisher jeweils kein einziges Brettspiel.
 
Stattdessen aber jede Menge "kapitalistische" Spiele, wie aktuell auch bspw. Hegemony. Oder morbide und/oder gewaltgeprägte Spiele, wie bspw. Abomination und etliche Kampf-, Kriegsspiele.
 
Möglicherweise liegt das daran, dass mehrheitlich immer noch vor allem Männer Spiele entwickeln und wohl auch noch immer mehr Männer als Frauen (?) eben diese Spiele dann auch kaufen und spielen.
 
Noch immer gibt es wenig kleine, einfache rein analoge Spiele, die auch solo gut und unkompliziert - ohne Automa, ohne digitales Endgerät/Internet, ohne aufwendigen Aufbau - spielbar sind.
 
Optisch mag auch ich natürlich sehr das jeweilige artwork von Andrew Bosley, Vincent Dutrait und The Mico.
Auch Spiele in Steampunkoptik oder aus der Zeit des Viktorianischen England und des Film Noire.
Schließlich wünsche ich mir auch noch mehr einfachere flip & draw Spiele.
 
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23. Juni 2023
 
Gibt Spiele zu Jesus, Abendmahl: "Ierusalem" und jede Menge zu Kapitalismus, Kampf, Krieg, Eroberung, Vernichtung ... .
Siehe aktuell "Hegemony".
 
Kennt jemand wenigstens ein einziges thematisch, optisch und spielmechanisch gut umgesetztes Spiel zu Anarchismus und/oder Philosophie?
Warum gibt es das - immer noch - nicht?!
Und: (warum) soll das so auch bleiben? ;)
 
Ich wünsche mir thematische, ansprechend gestaltete/umgesetzte Brettspiele zu bspw. Anarchosyndikalismus, GWÖ (Gemeinwohlökonomie), Soziokratie (Konsentprinzip, systemisches Konsensieren), Cohousing, Philosophie - bspw. Ethik, Politische Philosophie, Sprachphilosophie, Philosophiegeschichte ... .
 
Und keine Frage: Auch ein thematisches Brettspiel zu Soziologie und Anthropologie, auch Ethnologie könnte superinteressant sein - entsprechend umgesetzt. Auch hier: weites Feld der Möglichkeiten!
Scheinbar haben Spieleentwickler, -gestalter und Brettspieler daran kein Interesse?
 
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14. Mai 2025
 
Habe heute via bluesky einen großartigen Hinweis zu zwei Spielen mit Thema/setting Anarchismus erhalten, verlinke für ggf. auch andere Interessierte die Übersichten auf BGG zu

- Bloc by Bloc
und
- Land and Freedom
 
 
 
Es gibt also doch "solche" Spiele! 🤩 Aber kaum jemand kennt sie und/denn kein youtube-Brettspielkanal spricht über sie.
Optisch sprechen beide mich nicht so an, aber thematisch vollumfänglich. 😊
Schade, dass es sie nur auf Englisch gibt.
 
Würde mir allerdings auch optisch ansprechende, rein analoge Brettspiele  zu Anarchismus, Gemeinwohl, GWÖ, Soziokratie, Commons, Allmende,  Commoning, Cohousing, Feminismus, Philosophie wünschen, die ohne Kampf auskommen und informativ sind. 
 
Siehe zu den thematisch und "inhaltlich" ätzenden, keineswegs "kritischen", Kritik übenden Spielen "Hegemony" und "World Order" meine Stellungnahmen weiter unten in diesem blog-Eintrag.
 
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16. April 2024
 
Zur Frage, wie man im Jahr 2024 Fehlkäufe bei Brettspielen vermeidet bzw. nach welchen Kriterien man je persönlich ein neues Brettspiel für sich selbst oder ggf. auch andere (als Geschenk) aussucht, kauft:

Was mich von Fehlkäufen abhält, ist, mich vor dem Kauf über jedes Spiel möglichst genau zu infomieren (BGG, Videos, schriftliche Rezensionen, Bilder vom Spiel, Let´s Plays), natürlich auch über die Infos auf der Spielschachtel, durchaus also bspw. die Personenangabe, die Altersangabe, die Einordnung, auf welchem Niveau es sich bewegt.
Spiele persönlich bspw. keine Expertenspiele, aber auch gerne mal Spiele solo, die keine nur rein fürs Solospiel konzipierten sind.

Auch secondhand kaufe ich Brettspiele. Wenn man die Kohle nicht so locker hat, muss man es sich ohnehin genau überlegen, wofür man sein Geld ausgibt. Kickstarter fallen für mich aus mehreren Gründen, auch vor allem finanziellen, schon komplett weg.

Ähnlich verhält es sich mit dem nur begrenzt zur Verfügung stehenden Platz - die Brettspiele also gut unterbringen zu können. Schon auch deshalb könnte ich nie eine große Sammlung haben. Bin allerdings bzgl. Spielen und/oder diversen anderen Dingen auch nicht der Sammlertyp. 
 
Was Erweiterungen angeht, bin ich auch skeptisch, ist aber ein eigenes Thema (pro/contra Erweiterungen). Eigentlich möchte ich gerne ein von Anfang an gut konzipiertes, umgesetztes und gestaltetes, abwechslungsreiches, unterhaltsames Spiel, das keiner Erweiterungen bedarf.
Kaufe mir lieber ein anderes, neues Spiel als eine oft fast gleich teure Erweiterung.

Habe für mich festgestellt, dass es viele Spiele gibt, die zahlreiche andere Leute offenbar gerne mögen, die mir aber gar nicht gefallen (haben), bin also dem hype schon auch einige Male gefolgt, war dann ziemlich enttäuscht vom jeweiligen Spiel und habe es weitergegeben.
Es kann ein Brettspiel qualitativ ja sehr gut sein - Thema, Mechanik, Ausgestaltung/Umsetzung, artwork, Spielgefühl ... - aber wenn es dem eigenen Interesse und Geschmack nicht entspricht, hilft es halt nix.

Für mich sind nachfolgend genannt meine persönlichen Kaufkriterien, ob ein Spiel in die engere Auswahl kommt bzw. tatsächlich gekauft wird:

- spricht mich das Thema an (mir persönlich sehr wichtig)
- spricht mich das artwork an (mir auch sehr wichtig)
- mag ich die Spielmechanik
- ist es ein rein analog spielbares Brettspiel (alle Spiele, die apps, Internet, digitale Endgeräte brauchen, fallen für mich weg)
- ist das Spiel ein sogen. Familien- oder Kennerspiel (kein Expertenspiel, da ich solche aus mehreren Gründen nicht spiele)
- habe ich bereits ein sehr ähnliches, gutes Spiel in meiner Sammlung und möchte ich es nun aus welchen Gründen (nicht bzw. doch) austauschen
- kann ich das Spiel auch solo unkompliziert, d.h. ohne viel zusätzlichen Aufwand, idealerweise auch ohne Automa und vor allem ohne digitale Endgeräte spielen
- die Mindestspieleranzahl sollte nicht mehr als 2 Personen sein, Spiele bspw. für große Gruppen oder erst ab 4 Personen spielbar, kaufe ich generell nicht, muss ich nicht selbst zu Hause haben.
 
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01. Oktober 2022
 
Aus bekannten Gründen kann ich zwar leider keine Brettspiele in geselliger Runde spielen, bewerbe hier, siehe unten verlinkt, aber gerne meine Spieleblogfavoriten, die entsprechenden youtube-Kanäle.
 
Denn der, jeder, Mensch braucht gelegentlich auch etwas Gemütsaufhellendes, ein bisschen Leichtigkeit, Freude.
Da hier gegenwärtig niemand (mehr) mit mir Brettspiele spielt, außer gelegentlich meine Tochter, kaufe ich jetzt nur noch Spiele mit auch gutem Solomodus. :)
 
Es gibt inzwischen unglaublich gute, vielseitige, abwechslungsreiche Brettspiele, unterschiedliche Arten, Genres, Themen, Mechaniken, Gestaltung ... .
 
Brettspiele sind eine hervorragende Möglichkeit, mit auch wildfremden Menschen unkompliziert in Kontakt zu kommen, gemeinsam gute Zeit miteinander zu erleben, Menschen dabei auch als Persönlichkeit(en) kennenzulernen ... .
 
Mittlerweile gibt es Brettspiele zu allen nur denkbaren Themen:
Tiere, Pflanzen, Natur, Umwelt, Ökosystem, Politik, Geschichte, Restaurant, Essen/Getränke, Biologie, Technik, diverse Technologien, Mythen, Filme, Pandemie, Universität, Crime, Landwirtschaft, Städte, Fantasy, SciFi, Freizeitpark, Besiedelung anderer Kontinente, Planeten, Piraten, Forscher, Entdecker u.v.a.m..
Es gibt Kinder- und Familienspiele, sogenannte Kennerspiele, Expertenspiele, einfachere und komplexe Spiele, Kampagnen-, Strategie-, Solospiele, interaktive, kommunikative und Partyspiele, Spiele mit beeindruckenden Mechaniken, wunderschönem artwork und Material, opulente und minimalistische Spiele (Ausstattung).
 
Persönlich bevorzuge ich eher "friedliche Wohlfühl"-Spiele mit für meinen Geschmack schönem und/oder witzigem, originellen artwork und Material (gerne aus Holz: Meeple, Token bspw.), außerdem kommunikative, interaktive und kooperative Spiele sowie verständliche, nicht allzu umfangreiche Anleitungen (Regelwerk). ;)
Deshalb auch nur deutschsprachige Spiele, da die englischsprachigen Spielanleitungen bei sogenannten Kennerspielen mich schon überfordern, oft ja auch bereits die deutschsprachigen.
 
Auf app-basierte, sogenannte Hybrid-Spiele verzichte ich gerne - für mich darf es ein tatsächliches, d.h. eigenständiges, analoges Brettspiel sein, das offline, ohne digitale, virtuelle Inhalte, Zusatzfunktionen, ohne digitale Endgeräte auskommt.
 
Die Spieleblogs, Rezensionen und Anleitungsvideos helfen dabei, nicht mehr Spiele ins Blaue hinein, nur aufgrund der Verpackung und Kurzbeschreibung zu kaufen, sie beugen so mancher Enttäuschung vor. Man kann besser einordnen, ob das jeweilige Spiel einen interessiert, den persönlichen Erwartungen, Vorstellungen, Vorlieben entspricht, zum jeweiligen Vorhaben, Anlass, der jeweiligen, ggf. auch wechselnden Runde der Spielenden passt.
Und bevor man an einer Spielanleitung verzweifelt, guckt man sich ein Anleitungsvideo (so zum jeweiligen Spiel vorhanden) an und weiß dann relativ schnell, wie das jeweilige Brettspiel aufgebaut ist und wie es gespielt wird.
 
Wie kam ich zur Brettspielbegeisterung
 
Wie wohl die meisten, habe auch ich Brettspiele bereits in der Kindheit kennengelernt, sie mit meinen Pflegeeltern, vor allem meinem Pflegevater, gespielt, so bspw. Karten- und Würfelspiele, Memory, Gänsespiel, Fang´ den Hut, Mikado, Mensch ärgere dich nicht, Monopoly, 66, Rommé, Kniffel, Dame, Mühle - die für die damalige Zeit, frühe 1980er Jahre, übliche Spielesammlung der Kategorie Familien-, Gesellschaftsspiele also.
Schach hat mir meine biologische Mutter im Alter von 13 Jahren beigebracht.
 
Interessanter, abwechslungsreicher und unterhaltsamer wurde es für mich, nach mehrjähriger "Brettspielpause" aus verschiedenen Gründen, erst Jahre später, im Alter zwischen 16 und Anfang 20, durch Spiele wie Therapy, Cluedo, Barbarossa, Trivial Pursuit, Tabu, Outburst, Activity, später Siedler von Catan und weitere, die ich mit Freunden, meinen Kindern, aber auch mir fremden Menschen spielte und dabei die positive, eindrückliche Erfahrung machte, dass und wie leicht Brettspiele einem den Kontakt und Umgang mit zunächst völlig fremden Menschen machen können und einem unerwartet sehr angenehme Erlebnisse, Erfahrungen mit diesen ermöglichen.
 
Habe auch mit meinen beiden Kindern, Sohn und Tochter, verschiedene Brettspiele gespielt, in deren Kleinkindalter bevorzugt die eindrucksvoll und sehr ansprechend gestalteten Spiele von HABA, deren Klassiker "Obstgarten" inzwischen wohl die meisten brettspielbegeisterten Eltern und Kinder kennen.
 
Computer-, Video-, Konsolenspiele haben mich nie längerfristig gereizt, wenngleich auch ich in der Kindheit ein "Atari" und zwei Spiele, darunter natürlich "pac man", hatte und es seit vielen Jahren auch in diesem Bereich deutliche Veränderungen, Verbesserungen und eine unüberschaubare Anzahl, Auswahl und Vielfalt an Spielen gibt.
Müsste ich wählen, würde ich mich immer für das Brettspiel und den dabei erlebten direkten, unmittelbaren sozialen, zwischenmenschlichen Kontakt zu, die Interaktion mit anderen Menschen, Mitspielenden entscheiden.
 
Habe selbst bisher nur eine vergleichsweise kleine Brettspielsammlung, bestehend aus sowohl Secondhand- als auch neuen Spielen, da die heutigen Brettspiele, zumeist und für jedenfalls meine finanziellen Verhältnisse, höherpreisig sind.
 
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12. Mai 2025
 
Problem auch in der Brettspielszene: nach wie vor männerdominiert.
Es spielen zweifelsohne auch Frauen gerne Gesellschaftsspiele, Einfluss haben/nehmen aber, insbes. via youtube, Brettspielkanälen, überwiegend Männer. Mit entsprechenden Folgen.
 
Kenne nur drei youtube-Kanäle, Brettspielkanäle, die von Frauen betrieben werden und die ich mag, empfehlen kann:

- Meeple Queen, Julia - hat leider aufgehört
- Should I Buy This Board Game, Christine
- ThinkerThemer, Amy und Maggie, wobei mir Maggie (Themer) wesentlich sympathischer ist
 
https://www.youtube.com/@MeepleQueenBrettspiele/videos
 
https://www.youtube.com/@ShouldIBuyThisBoardGame/videos
 
https://www.youtube.com/@ThinkerThemer/videos
 
Was mir bei Julia, MeepleQueen, gefallen hat:
Sie ist keine Tussi, kein Mädchen, Püppchen, macht keine lächerliche, peinliche Show, ist ehrlich, authentisch, nicht arrogant, nicht gekünstelt, nicht dröge, macht bzgl. Videos, was sie mag und wie es ihr selbst gefällt.
Vermisse ihren content, ihre unterschiedlichen Formate, insbes. das Format "Brettspiele nach einer wahren Begebenheit".
 
Ja Elsbeth, dann mach´s doch selber!?
Mache ich nicht, da es von mir keine bewegten Bilder im Internet geben soll und ich nicht über die erforderliche technische, teure Ausstattung verfüge: Kamera(s)/Bild, Beleuchtung, Ton. Qualität ist hier enorm wichtig.
 
Ich spiele bspw. "nur" Familienspiele, "Kennerspiele", Partyspiele, kleine und gezwungenermaßen auch Solospiele. Keine "Expertenspiele", mit Partien ab 3, 4 Stunden aufwärts.
Für mich ist analoges Brettspiel bitte Unterhaltung, Geselligkeit, nicht Arbeit. 😊
 
Kann selbstredend nicht für alle Frauen sprechen, aber denke, Frauen haben im Vergleich zu Männern nicht so viel Interesse an Brettspielen mit Thema/setting Krieg, wargames, 4x, SciFi, Horror, Drachen, Dungeon, Monster.
Würde auch bspw. lieber thematisch und optisch gute, wirklich thematische, rein analoge Brettspiele zu Themen wie Philosophie, Literatur, Anarchismus, Feminismus, Gemeinwohl spielen, statt sowas wie Hegemony und World Order.
 
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17. Oktober 2024
 
Wieviele Brettspiele braucht man als Brettspielbegeisterte?
 
Lässt sich wohl nicht pauschal beantworten, kommt bspw. darauf an, ob man Viel- oder Gelegenheitsspieler ist, welche Art Spiele man mit wievielen Personen, auch Spielegruppen wie oft spielt und wie breitgefächert der eigene Geschmack ist, wieviele unterschiedliche Arten Brettspiele, Genres man mag usw..
Aber man muss nicht alle Spiele selbst kaufen, man kann sie ggf. von anderen leihen, bei anderen oder in Brettspielcafés etc. spielen.
Es sei denn, man ist Sammler.
 
Warum stelle ich diese Frage?

Weil ich bei mir selbst feststelle, dass ich inzwischen eigentlich "gesättigt" bin.
Bin immer noch interessiert an neu erscheinenden Brett-, Gesellschaftsspielen, sehe mir gerne unterschiedliche Rezensionen, Videos an, informiere mich über Spiele, aber habe weder den Platz noch das Geld, mir in kurzen Zeitabständen - alle paar Monate oder Wochen - neue Brettspiele zu kaufen und stelle auch fest, dass zahlreiche neue wie ältere Spiele mich thematisch und/oder spielmechanisch und/oder optisch gar nicht ansprechen.
Außerdem ist es häufig letztlich doch "more of the same". Allzu viele besondere, außergewöhnliche Innovationen gibt es bei Brettspielen m.E. nicht, lediglich (oft nur aufgesetzte) Themen, settings und artwork unterscheiden sich, bei jedoch ähnlichen Spielmechaniken, Spielabläufen.
 
Inzwischen habe ich ca. 100 Brettspiele, kleine Spiele mitgezählt, die ich secondhand und auch neu kaufte. Aus Geld- und Platzmangel habe ich immer wieder auch Brettspiele aussortiert, verschenkt oder verkauft, sie gegen für mich interessantere, passendere ausgetauscht.
Merke aber, dass bspw. dieses Jahr, bei den Neuheiten 2024 die meisten neu erschienenen Brettspiele mich nicht ansprechen. Eben weil es doch sehr viel immer wieder sehr Ähnliches gibt, etliches sich wiederholt oder Spiele mich thematisch und/oder optisch sogar eher abstoßen.
 
Eigentlich gucke ich deshalb nur noch nach "besonderen Perlen": Brettspielen mit für mich interessanten Themen, die es bisher jedoch leider noch gar nicht gibt (bspw. Philosophie, Anarchismus, Gemeinwohlökonomie u.a.m.) oder solchen, die mir optisch (artwork) besonders gefallen.
Das bedeutet bei zumindest mir inzwischen, dass für jedes neue Spiel ein bisher vorhandenes aussortiert, verschenkt oder verkauft werden muss - ich habe schlicht nicht den Platz für noch mehr Brettspiele.
Und ich kann so viele Spiele auch gar nicht regelmäßig spielen.
 
Es ist erfreulich, dass es inzwischen, seit ca. fünf bis zehn Jahren eine so große Vielfalt an Brettspielen gibt - so unterschiedliche Themen, auch optisch schöner gestaltete Spiele, beeindruckendes artwork, verschiedene Spielmechaniken - so findet wohl jeder etwas für sich. :)
 
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23. März 2025
 
Zu oben verlinktem Video von Sven, Brettballett - "Brett zum Sonntag" vom 23.03.2025 zu Brettspielen und Eskapismus 
 
Du hast eigentlich schon alle wichtigen Punkte genannt, Sven. Finde dieses Format, "Brett zum Sonntag" und die von dir gewählten Themen überhaupt sehr gut. 😊
Sehe es auch so, dass Brettspiel nicht Eskapismus im Sinne von Flucht, Verdrängung, egomaner, ignoranter Selbstschonung ist. Was Selbstschonung und Selbstbetrug angeht: ist immer dann problematisch, wenn man damit andere schädigt. Etwas anderes ist aber eben "Selbstfürsorge". Dazu gehört für mich die von dir schon genannte Achtsamkeit, vor allem aber Muße, Ruhe, Regeneration, Erholung, Entspannung, neue Kraft schöpfen, Freude und innere Ruhe, Frieden, aber auch Anregung, wohltuende soziale Interaktion erleben. Zu all dem muss man allerdings auch die (äußeren) Umstände, Möglichkeiten haben - physisch, gesundheitlich, psychisch, sozial,  räumlich, finanziell ... .
 
Aus all den von dir schon genannten Gründen und Aspekten ist analoges Brettspiel auch für mich keine "soziale Flucht", im Gegenteil, jedenfalls, wenn es um gemeinsames Spielen analog im selben Raum mit anderen leiblich anwesenden Menschen geht - Solospiel ist nochmal was anderes und auch PC-Spiele oder online gespielte Brettspiele nehme ich hiervon aus. Denn ja: Es geht auch für mich beim analogen Brett-, Gesellschaftsspiel genau darum: offline, real, physisch, leiblich, sinnlich mit anderen in dieser Weise anwesenden Menschen eine gute Zeit zu erleben - Anregung, Entspannung, Freude, Interaktion und vieles mehr: Wohltuendes, Stärkendes, Erfreuliches zu erfahren. Denn Sorgen, Nöte, Zweifel, Ängste, Druck, Stress hat man zumeist im Alltag, im Lebensverlauf genug.
Der Mensch braucht aber, um arbeiten (für sich und für das Gemeinwohl, nicht für Kapitalismuserhalt), um gut leben zu können regelmäßig auch Abstand von all dem, also die oben schon genannte Regeneration, "Auszeiten", Ruhephasen und wohltuende, stärkende Erlebnisse, Erfahrungen - um nicht zu verzweifeln, zu resignieren, reaktiv aggressiv gegen andere oder sich selbst zu agieren, um nicht in Traurigkeit, Schwermut, "Hoffnungslosigkeit" zu versinken. (Halte allerdings nichts von Hoffnung, mehr von Zuversicht, ist nicht dasselbe, führt hier aber zu weit ab.)
 
Brettspiel alleine reicht m.E. nicht für o.gen. Regeneration ..., sondern bspw. auch einfach mal bewusstes, absichtliches "Nichtstun", M u ß e, bspw. in der Sonne sitzen, liegen oder durch Wald, Wiese, Natur (alleine) laufen (gehen, nicht joggen), außerdem natürlich ausreichend Schlaf, gute Nahrungsmittel, wohltuende, physisch und psychisch stärkende Bewegung (Sport) usw., klar.
Um zu sich selbst zu kommen, nicht ständig irgendwie beschäftigt zu sein, sich auch nicht einfach nur passiv berieseln oder "entertainen" zu lassen (Radio, TV, Internet ...).
Leider haben oder nehmen Menschen sich für solche Muße (-stunden) kaum die Zeit. Viele ertragen es auch gar nicht, mit sich alleine zu sein.
Aber im Gegensatz zu bspw. vergleichsweise passivem Konsumieren von bspw. Filmen, Serien ist man beim analogen Brettspiel ja mental und sozial, oft auch emotional ;) aktiv, so auch, wenn man bspw. schöpferisch, "kreativ", künstlerisch (Malerei, Musik, Tanz, Bildhauerei u.a.m.) oder handwerklich mit seinen Händen tätig ist (Kunsthandwerk) oder sich konstruktiv mit Pflanzen beschäftigt (Garten, Beete, etwas anpflanzen etc.)
 
Dass beim analogen Brettspiel das Handy ausbleibt, ist für mich völlig selbstverständlich, so auch, wenn ich mit anderen verabredet bin, gemeinsam Zeit verbringe - Gespräche, Aktivitäten, Unternehmungen ... . Handy, Smartphone, Tablet toleriere ich dann nur, wenn Leute unbedingt erreichbar sein müssen, bspw. für (kleine) Kinder, pflegebedürftige, kranke Angehörige, Freunde oder beruflich bedingt, bei Bereitschaftsdienst, Notdienst, sowas. Leider ist das für die meisten anderen Menschen nicht selbstverständlich.
 
Denke außerdem, dass die menschliche Psyche der heutigen globalen medialen, virtuellen, politischen ... Vernetztheit und all ihren Folgen nicht gewachsen ist, da wir vom meisten Agieren von Regierungen (inkl. Militär) und Wirtschaft als Individuen, Zivilbevölkerung völlig ausgeschlossen sind.
Habe vor Jahren mal gelesen (weiß leider nicht mehr, wo), wir Menschen seien für Gemeinschaften von bis zu maximal ca. 100 oder 150 Menschen ausgerichtet (sozial, psychisch, emotional) und eben für analogen, realen, physisch-leiblichen Kontakt, nicht für virtuellen. Alles, das darüber hinausgeht, liegt gewissermaßen nicht in unserem direkten, alltäglichen Einfluss-, Gestaltungs-, Verarbeitungsbereich, überfordert uns, insbes. langfristig, mental, vor allem aber sozial und emotional. Wir wissen von unendlich viel Not und Elend ... auf der Welt, haben zumeist aber kaum bis keine Möglichkeiten, selbst aktiv und effektiv etwas daran zu ändern, zu verbessern - das verursacht Stress, Trauer oder auch Wut, reaktive Aggression, Abkehr, Resignation.
Denke, dass es deshalb eine Art natürliches Selbstschutzverhalten ist, sich in Bereiche "zurückzuziehen", in denen man tatsächlich selbst "wirken", auf die man ggf. (mehr) Einfluss haben, etwas gestalten, verändern, direkt teilhaben ... kann - also je regional, nicht global.
 
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11. August 2025 
 
KI im Brettspiel, nachfolend einkopiert mein Kommentar auf youtube, unter dem Video von "Brettspielmagie" zum Thema
 
Was mich betrifft, ich möchte mit keiner KI kommunizieren, weder mit Alexa, Siri noch Chat GPT und auch nicht mit GERTY ;) (gerne kurze Rückmeldung, wer "sie" kennt ... :) ). 
KI kennt bzw. hat, erlebt keine Gefühle - Freude, Trauer, Angst, Verzweiflung, Leidenschaft, Mitgefühl, Liebe. Deshalb möchte ich auch keine KI als "Spielpartner".
KI hat, kennt, erlebt, erfährt keine Leiblichkeit.
KI ist nicht lebendig, kein Lebewesen. 
Mit kurzem Verweis auf Antonio Damasio - Bewusstsein, Gefühle, Leiblichkeit bei Menschen ("Ich fühle also bin ich" ...). 
All das hat für mich zur Folge, dass ich KI weitgehend ablehne. Ich möchte weiterhin mit wirklichen, lebendigen, bedürftigen, verletzlichen, sterblichen Menschen "aus Fleisch und Blut", "mit Leib und Seele" Umgang, Austausch, Anregung, Widerstand, Gemeinsamkeit ... haben, erleben. 
Aus oben genannten Gründen ist deshalb KI für mich auch nicht vergleichbar mit bisherigen, von Menschen erdachten, konstruierten Techniken und Technologien. 
Sehe durch KI auch eine erhöhte Gefahr bzgl. Transhumanismus - eigenes, komplexes Thema. 
 
Auch graphische Gestaltung möchte ich nicht KI-basiert, sondern artwork als authentisches, lebendiges "menschliches Handwerk", menschengemachte, "lebendige, organische" Kunst - siehe wiederum gerade Kunst zugrundeliegende menschliche Erfahrungen, Gefühle, Gedanken, Ambivalenzen, Widersprüchlichkeiten, Fragen, Zweifel, Protest (-ausdruck), politische, gesellschaftliche Hintergründe ... . 
 
Schon jetzt boykottiere ich sämtliche Brettspiele, die apps, digitale Endgeräte, Internet benötigen, um sie spielen zu können, denn ich spiele analoge Brettspiele gerade, um nicht online zu sein, aufgrund der nicht-virtuellen, sondern realen, physischen, sinnlichen Wahrnehmung, Haptik, auch "Geruch", Atmosphäre, vor allem auch ohne Bildschirm, gleich, in welcher Größe. 
Fürchte, dass durch KI aber genau das passiert: das Digitale wird das analoge Brettspiel wohl noch stärker als bisher bereits infiltrieren. - Es sind ja jetzt schon fast sämtliche Lebensbereiche "digitalisiert", mit Folgen, die keineswegs nur oder überwiegend wohltuend für Menschen sind, auch ein eigenes, umfassendes Thema.
 
Da die KI zumindest bisher noch auf menschlichen input, Kenntnisse, Wissensstand angewiesen ist, den sie dann "verarbeitet", könnte auch sagen "verwurstet" ;), gibt es außerdem die bekannte Fehleranfälligkeit, die mitunter verheerende Folgen haben kann, vielleicht nicht unbedingt im Brettspiel, aber in anderen Lebensbereichen von Menschen. Das wird besonders dann zum Problem, wenn Menschen sich zu sehr auf KI verlassen oder KI für "klüger" halten als Menschen, KI Menschen vorziehen.
 
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21. August 2025
 
Mein Kommentar zum und unterm youtube Video "Quer durchs Regal" von Marie, Nordsprech, und Basti, Geekpunkt, nachfolgend einkopiert.
 
Kurz zu "Foxpaw" und grundsätzlich: Ich will nicht verarscht werden. Weder von Marketing-, Werbungleuten, Verlagen, KI noch von Politikern, Regierenden und "Privatpersonen" in meinem Umfeld. Das Traurige, eigentlich Erschütternde ist: Es funktioniert - Leute lassen sich extrem leicht manipulieren, indoktrinieren und instrumentalisieren, wenn man nur die jeweils "richtigen" Punkte bei ihnen triggert. Hat viel mit Opportunismus, Konformismus, Bequemlichkeit, Egozentrismus zu tun, also Mangel an Rückgrat, Courage, Integrität und funktionierendem moralischen Kompass oder auch mit Feigheit. 
 
Nein, ich will keine KI-Stimmen, die auf echten Menschen-, Sychronisatorstimmen basieren. 
Nein, ich will nicht beim Brettspiel mit oder gegen eine KI spielen.
Nein, ich will nicht mittels KI Zeit und/oder Geld sparen oder Bequemlichkeit vergrößern. 
Denn nein, es geht dabei m.E. nicht nur ums Geld, sondern darum, ob wir uns als Menschen in Zukunft immer mehr abnehmen lassen, dadurch immer mehr eigene kognitive Fähigkeiten wahrscheinlich verlieren, abbauen, immer träger und unkreativer werden oder uns zunehmend daran orientieren, was KI vorgibt, uns darauf verstärkt verlassen, weil wir so blöd sind, zu meinen, KI könne, wisse es (was auch immer) bereits jetzt oder in Zukunft besser als der Mensch.
 
Mein Hauptkritikpunkt ist: Der Mensch ist ein leibliches Wesen, ein mit Verstand belegtes Säugetier und er hat Gefühle. 
KI hat weder einen Leib, Leiblichkeit, Biologie, noch kennt sie Gefühle aus eigenem Erleben, Empfinden, denn eben hierfür ist die Verbindung, Einheit von Leib und bzw. inklusive Gehirn, Bewusstsein unerlässlich, siehe dazu bspw. Antonio Damasio. 

Konkreter: KI kennt nicht aus eigenem Erleben, Empfinden, Erfahrung was bzw. w i e Trauer, Freude, Wut, Leidenschaft, Verzweiflung, Angst ... und vor allem nicht, w i e Mitgefühl ist. (Empathie und Mitgefühl sind btw nicht dasselbe. Eigenes Thema.)
Aber auf genau dieses menschliche, leibliche Erleben, Denken, Fühlen, Empfinden gründet sich nicht nur Wissenschaft, sondern gerade auch Kunst, künstlerischer Ausdruck, auch Protest, politischer Widerstand, Solidarität, Kooperation usw..

KI ist kein Lebewesen. Jedenfalls ich will nicht mit Maschinen spielen, schon gar nicht im analogen Brettspiel. 
Drum spiele ich keine PC-, Konsolenspiele, nutze nicht ChatGPT. 
 
Das hat nichts mit Technik- oder Technologiefeindlichkeit zu tun, sondern mit oben Genanntem, denn bei KI handelt es sich gerade nicht um ein bisherigen Techniken oder Technologien vergleichbares Phänomen, und meiner Befürchtung, dass Menschen sich von KI zunehmend abhängiger machen, so dass vieles dabei von leiblichen ;) Menschen über Jahrtausende mühsam Erkannte, Geschaffene, Erkämpfte ... verlorengeht oder entwertet wird.
Das zeigt sich jetzt bereits durch die Digitalisierung nahezu sämtlicher Lebensbereiche, bspw. auch darin, dass skandinavische Länder in Grundschulen wieder zurückkehren zum Schreiben mit der Hand - aus bekannten Gründen, um nur e i n Beispiel zu nennen. Ein anderes ist, dass man nicht ernsthaft so dumm sein kann, etliche Papierdokumente zu vernichten und alles nur noch digital auf irgendwelchen ständig veränderlichen, überholt werdenden Speichermedien oder unsicheren Servern und in der "Cloud" abzulegen. 

 
Und nein, man muss nicht alles zulassen und widerstandslos mitvollziehen, weil es da ist - es liegt, jedenfalls bisher noch, an uns Menschen, ob und was wir - siehe vielzitierte Mehrheit ;) - mitvollziehen oder was aus welchen ggf. berechtigten, triftigen, vernünftigen und moralischen Gründen nicht. KI sollte uns auch nicht Ethik "abnehmen".
Ethik ist btw Teilgebiet akademischer Philosophie, nicht Theologie, man braucht also keine Religion/Ideologie für Moral und Ethik. (Gibt ja immer noch Leute, die das denken.)

 
Im Übrigen, man mag mich für eine Verschwörungsideologin halten, sehe ich auch die Gefahr, dass die "Mensch-Maschine-Schnittstelle" sich zukünftig erheblich "komprimiert", siehe "Optimierungs"zwänge, "Selbstoptimierung", Biohacking, Crispr Cas, Xenobots, Cyborgs - Transhumanismus
Es scheint, als wolle man all das, das typisch menschlich ist, "überwinden", vermeintlich optimieren, eigentlich ausmerzen: Bedürftigkeit, Verletzlichkeit, Leiblichkeit, Sterblichkeit. Hybris, narzisstische Allmachtsphantasie. 
Jo, könnte den Rundumschlag noch endlos fortsetzen ;), beende ihn aber an dieser Stelle.

 
Was das Spiel "Schwarze Witwen" anbetrifft: Finde ich auch schlecht, faktisch ist es misogyn, denn hier werden ausschließlich, gezielt Frauen - nur vermeintlich witzig - als gierige, skrupellose, rachsüchtige Männermörderinnen dargestellt. Dabei wird nicht ansatzweise erwähnt, dass es sich faktisch weltweit genau umgekehrt verhält - siehe die nach wie vor erhebliche Diskriminierung von Frauen und Mädchen weltweit, siehe Gewalt gegen Frauen, Männergewalt, Femizid.
Und es wird auch nicht erwähnt, dass gerade, aber nicht nur in der damaligen Zeit Frauen im Grunde heiraten, eine für sie oft sehr belastende Ehe eingehen mussten, kaum bis keine Alternativen dazu hatten, außer vielleicht Kloster, Prostitution, Armut, also wiederum nichts Wohltuendes.
Da spiele ich doch lieber Rebel Princess. :)
 
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09.02.2025
 
Kommentar zum youtube-Video von Sven, Brettballett, zu KI im analogen Brettspiel 
 
Da setzt meine Kritik allerdings schon an: bei der Bequemlichkeit, dem Druck zur (vermeintlichen, vor allem meistens wirtschaftlichen) "Effizienz" und dem "streamlinen" - so wird vieles m.E. flacher, oberflächlicher, hat weniger Tiefe und Vielfalt: gerade dann, wenn eine Mehrheit KI regelmäßig in diversen Bereichen nutzt, es ist ja dann immer schon eine "Vorbeeinflussung" vorhanden, die dem jeweiligen Einzelnen im jeweiligen Moment gar nicht bzw. irgendwann immer weniger bewusst ist, eben weil es dann irgendwann als "normal" gilt und weniger hinterfragt wird.

Ein Mensch ist eben nicht rein rational, ist keine Maschine, sondern hat einen je persönlichen, individuellen Kenntnis-, Erfahrungs-, Interessenhintergrund sowie körperliche Befindlichkeiten und Emotionen - all das wirkt sich (dem Einzelnen oft unbewusst) darauf aus, wie er in welcher Situation einen Text angeht, interpretiert, bearbeitet oder anderweitig reagiert, sich verhält, Entscheidungen trifft usw.. Gerade diese menschliche "Komponente" macht vieles erst "plastisch, organisch", lebendig und authentisch - menschlich eben.
 
Es muss m.A.n. eben nicht alles (vermeintlich ;), oft nicht tatsächlich) "perfektioniert, optimiert" werden - weder technische Abläufe noch und schon gar nicht Menschen, es sind Fehler, Irrtümer keineswegs immer schädigend, sondern es ergeben sich genau daraus immer wieder auch neue Erkenntnisse, Einsichten, Ideen, Konzepte, Motivation und Reflexion ... .
 
Für mich ist es noch sehr fraglich, ob und wo überall KI "unser Leben erleichtert". Ich halte viel von Muße, Entschleunigung - Menschen sind keine funktionalisierbaren, "optimierbaren", perfektionierbaren, instrumentalisierbaren Maschinen, Roboter, Objekte (für Arbeit, Wirtschaftswachstum), aber genau so werden sie/wir seit geraumer Zeit behandelt. Davon sollten wir unbedingt und eigentlich längst schon wegkommen. Nein, das ist keine Technik-, Technologie- oder Fortschrittsfeindlichkeit, sondern auf Beobachtung, Erfahrung, Einsicht und Reflexion basierende Erkenntnis. :) Es gibt zweifelsohne sinnvolle Technik und Technologien, aber eben nachweislich auch belastende oder auch beschädigende, die nur auf kurze Sicht "hilfreich" erscheint, die etwas vielleicht oberflächlich betrachtet leichter, bequemer oder wirtschaftlich "effizienter", also lukrativer macht und genau deshalb propagiert wird, aber nicht im Sinne menschlichen Wohlergehens ist - phyisch, psychisch, emotional, sozial und gesellschaftlich. - Ja, sehr komplexes Thema, ließe sich noch vieles zu sagen, würde hier dann aber zu lang.
 
Runtergebrochen lässt sich vielleicht sagen: Ich möchte lieber weiterhin mit Menschen kommunizieren, arbeiten, mich austauschen, anregen lassen, Umgang haben als mit Maschinen, Algorithmen, bots ..., also möchte ich auch bspw. lieber Brettspiele spielen, die von Menschen selbständig, individuell, persönlich, kreativ erdacht, konzipiert, gestaltet sind. Und ja, dazu gehört auch, dass sich nicht alles umsetzen, verwirklichen lässt, wie es mancher vielleicht erträumt oder plant - es gibt Grenzen für Menschen, für lebendige Organismen und das ist gut so. Es gibt Verletzlichkeit, Bedürftigkeit, Vergänglichkeit, Sterblichkeit. Nein, ich propagiere keine "Demut" (bewahre!), sondern präferiere Erkenntnis, Einsicht - eben auch in die eigene Begrenztheit als Mensch.
Es ist nicht und muss, sollte auch nicht alles machbar sein oder werden. Anderenfalls ist, wäre es dann eben nicht mehr menschlich, sind es keine Menschen mehr.
Sehr viel hat das auch mit kompensatorischem Machtstreben und Profit zu tun - was warum von wem so gewünscht und "in die Welt gebracht", Menschen zugemutet und dabei als "hilfreich" ... angepriesen, untergejubelt wird.
 
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20. April 2024
 
Nachfolgend mein Kommentar zum Video von Hunter zu "Schwarze Witwen".
 
Danke fürs Vorstellen. Verstehe das Spiel als bissig-humorige, sarkastische Reaktion auf die Verhältnisse, unter denen Frauen im 19. Jahrhundert massiv zu leiden hatten - bis es dann zur ersten Welle der Frauenrechtsbewegung kam, siehe Suffragetten.
Frauen galten nicht als mündig, waren im Grunde das Eigentum ihrer Ehemänner, Menschen- und Bürgerrechte galten für sie nicht - mit bekannten, die Frauen massiv lebenslang belastenden und beschädigenden Folgen.

So gesehen könnte man das Spiel als eine Art humorig überzeichnete Reaktion auf diese Missstände sehen, persönlich habe ich aber kein Interesse und keine Motivation, ein Spiel zu spielen, bei dem es vorrangig bis ausschließlich darum geht, Ehemänner zu morden, um dann reicher heiraten und zu Besitz bzw. Eigentum und Wohlstand gelangen zu können - das ist bekanntlich der völlig falsche Weg. ;)
Grundsätzlich möchte ich in einem Spiel weder systematisch Frauen (Femizid) noch Männer oder andere Lebewesen töten, insbes. nicht, um mir damit Vorteile, Bessergestelltsein zu verschaffen.

"Das Vermächtnis" fand ich da witziger, weil es m.E. das ganze Heiratentheater und Stammbaumgedöns deutlich humorig-ironisch hochnimmt.

Gab auch noch das Spiel "Liebe & Intrige" (Goldsieber Verlag, Spielschachtel in Buchform), das ein ähnliches Thema hat: Frauen mit adligen Männern verheiraten, wie ähnlich auch bei "Obsession", aber hier halt relativ unironisch, unkritisch.
 
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03. Juni 2025
 
Zum Video von Alex, Hunter & Friends, zum "Spiel" "Curious Touch"
 
Sorry, aber für mich (51, altersbedingt durchaus sexuell erfahren :) ) ist das Müll. Alles daran: die "Idee", vermeintliche "Anregungen", die Optik, das "Thema". Wer für Sex solche Art Anleitung braucht und das auch noch über "Umwege" der "Identifikation" als, Zitat "Katze"/Tier, hat sicher eines nicht: guten, echten, freien, ehrlichen, leidenschaftlichen und/oder zärtlichen Sex. 
Menschen sind keine Katzen, keine Tiere, haben keine "Pfoten" ... . Was soll das?! Menschen sind Menschen und haben menschlichen Sex. Hoffe ich. 
 
Dann Karten, die etwas vermeintlich "herausfordern" - das hat schon was von Nudging zur oft gerade nicht tatsächlich gewollten Grenzüberschreitung, nehme an, das geht dann mit entsprechenden Karten weiter Richtung BDSM. Siehe hierzu jedoch echten, d.h. sexuellen! Konsens und echte Freiwilligkeit - eigenes umfassendes Thema. 
 
Man kann und sollte gelegentlich vielleicht (je nach Personen, Situation, Unzufriedenheit ...) über seine Wünsche, Bedürfnisse und Grenzen mit dem Sexual- und/oder Beziehungspartner sprechen, man kann auch während des Sex "sprechen" ..., aber ganz sicher nicht mit solchen Karten/Anleitungen.
 
Erotik lebt bekanntlich vor allem vom Nonverbalen - von Blicken, Gesten, von je individuellen, persönlichen Vorstellungen, "Phantasien", die idealerweise mit denen des anderen korrespondieren (nonverbal!), der Reiz ergibt sich genau daraus, dass man in einen gemeinsamen körperlichen und emotionalen "Tanz", idealerweise eine Art Flow kommt, miteinander auf derselben Ebene schwingt: ohne darüber erst umständlich reden zu müssen - n i c h t von diversen Praktiken, Stellungen, von oberflächlicher Mechanik oder gar plakativem Porno, Gewalt.
 
Ich hoffe, Leute verkraften es, wenn ich nachfolgend etwas offener bin:  
Wer Neues ausprobieren will, auch wenn es ggf. nur ein einseitiger Wunsch (von einer Seite) ist, kann das "jenseits des Bettes" (oder wo immer man Sex haben möchte, g e r n e hat, ihn als w o h l t u e n d, angenehm empfindet) ansprechen: ohne solche infantilen und optisch für meinen Geschmack albern, hässlich gestalteten Kärtchen. Oder man probiert es einfach beim direkten Kontakt vorsichtig, feinfühlig aus, richtig: physisch, körperlich, durch entsprechende Berührungen ... und wer nicht völlig unsensibel oder egoman ist, wird wohl schon merken, ob das Gegenüber "mitschwingt" oder nicht, w i e es worauf reagiert ... . 
 
Wichtig ist dabei selbstredend immer Ehrlichkeit, Authentizität - wer sich, ggf. dem anderen zuliebe, verstellt, etwas vorspielt, vortäuscht, bringt vor allem sich selbst um gute sexuelle Erfahrungen, meistens auch um echte Orgasmen. Ich sachet nur nochmal, denn in Pornos erleben Frauen keine Orgasmen und es sind wahrscheinlich leider nach wie vor mehr Frauen als Männer, die - eben deshalb: pornofizierte Gesellschaft ... - Orgasmen vortäuschen. Aus verschiedenen Gründen ... .
Durch Pornos lernt übrigens auch kein Mann etwas über weibliche - und je Frau individuell unterschiedliche - Lust, Lusterzeugung, Lusterfüllung, schon gar nichts über sexuelle Leidenschaft oder gar I n t i m i t ä t. Denn um die Lust der Frau und die Wertschätzung ihres Körpers geht es im gängigen, verbreiteten Porno bekanntlich nicht, von Gonzoporn und hatefuck gar nicht erst anzufangen ... . Aber ja, ich wollte es hier dennoch mal erwähnt haben, nicht, um es zu bewerben, sondern um es zu kritisieren. 
 
Ganz ehrlich: Sowas, "Curious Touch", würde ich nicht mal/schon gar nicht Pubertierenden empfehlen.
Guten, d.h. je persönlich und dann idealerweise gemeinsam erfüllenden Sex erlebt man durch Neugier, Feinfühligkeit, Sensibilität, vor allem durch die physische Erfahrung - indem man mit der Zeit (!) und auch durch unterschiedliche Sexualpartner (nein, das müssen nicht 100 sein, aber vielleicht doch mehr als 5, vielleicht auch mehr als 10 ... ;) ) herausfindet, was einem mit wem in welcher Stimmung und Situation wie gefällt - manches gefällt bspw. nur mit bestimmter Person und ist mit jemand anderem unangenehm oder uninteressant oder völlig undenkbar. Auch ist man nicht immer in der gleichen psychischen oder physischen Verfassung, Stimmung usw.. 
 
Und einiges kann oder will man möglicherweise beim Sex auch gar nicht verbalisieren - so wie man auch nicht unbedingt immer genau sagen kann, warum man sich in einen Menschen verliebt hat oder "was alles" man "an ihm" mag, was einen anzieht, hinzieht ... - denn Menschen und ihre Beziehungen, ihre zwischenmenschlichen Interaktionen, also auch und gerade Sex, sind eben nicht Dingen, Objekten, Gebrauchsgegenständen vergleichbar, die man stumpf benutzt, konsumiert, man geht auch nicht mit einer Strichliste "pro/contra" an Menschen heran - es sei denn, man ist noch sehr jung, unerfahren oder sehr dumm. Sorry. Deshalb halte ich btw auch überhaupt nichts von Datingplattformen, "Partnerschaftsbörsen" und sogen. Matching. Denn hier bleiben alle Zwischentöne, Übergänge, Ambivalenzen, Widersprüchlichkeiten einer Persönlichkeit völlig auf der Strecke - alles, das subtiler oder verborgener, weniger bewusst, aber dennoch vorhanden ist. 
 
Beim Sex kommen (meistens) zwei Subjekte, Individuen, Persönlichkeiten zusammen und all das wirkt sich auf den gemeinsamen Sex aus, den diese beiden Menschen w i e miteinander "haben", erleben. Alles andere ist oberflächliche, leidenschaftslose, langweilige Mechanik.
Nur weil und wenn zwei Persönlichkeiten auch beim Sex authentisch sind - was sehr viel mit Vertrauen und Intimität zu tun hat - ist es nicht "immer das Gleiche", keine Körperübung (wie beim Sport), kein Abspulen eingeübter Praktiken etc.. Sondern es fließt genau die jeweilige Befindlichkeit ein, mal mehr, mal weniger intensive Libido, Lust, mal zärtlicher, mal "stürmischer". 
Bei gutem, echten, erfüllenden Sex geht es um Gedanken, Gefühle, Empfindungen und die Interaktion - eben deshalb ist es mit einer Gummipuppe ;) oder vorm Porno trist, trostlos, schal - schlecht. 
 
Sex ist nicht "die Jagd nach dem besten Orgasmus", nicht nur oder vor allem Penetration, nicht Porno, nicht Vergewaltigung, sondern  - nonverbaler!, körperlicher - Ausdruck der je eigenen Persönlichkeit und körperliche, eigentlich gerade nonverbale Interaktion mit einer anderen Persönlichkeit.
Ohne vorgegebene Schablonen, ohne immer gleich abgespulte "Verhaltensweisen, Techniken" ... . 
 
Vor allem ist Sex nicht erweiterte Masturbation mit/an oder in einer anderen Person (denn die andere Person ist kein Benutzungsobjekt, nicht leibliche Erfüllungsgehilfe), nicht bloße Triebbefriedigung und nicht kompensatorisches Ausagieren von Macht. 
Wer einen anderen Menschen unterwerfen oder dominieren will, insbes. wenn dies mit physischer und/oder psychischer Gewalt einhergeht - gilt also und gerade auch für Sex - wertschätzt ihn nicht: seine Persönlichkeit, Eigenständigkeit, seinen Körper. 
Wer die andere Person (Sexualpartner, Beziehungspartner) nicht wertschätzt, hat mit ihr keinen Sex, sondern dann ist es objektifizierende Benutzung, schlimmstenfalls Vergewaltigung. 
 
Der Sex zwischen (zwei) Menschen ist oder wird so "gut", so erfüllend: je nachdem wie erfahren, ehrlich, feinfühlig, offen, reif und i n t i m diese (beiden) Menschen jeweils und miteinander sind und ob/wenn sie als Persönlichkeiten und auch körperlich (sogar anatomisch, kein Witz) "zueinander passen". 
 
Und jetzt vielleicht wieder zurück zum analogen Brettspiel. :)
 
Madita Hoy, die hinter dem "Projekt" steht und nach eigenem Bekunden "Sexualwissenschaftlerin" ist, ist deshalb nicht zwangsläufig persönlich sexuell erfahren, erfüllt und/oder auch als Persönlichkeit reif. Offenbar eher von allem das Gegenteil.
 
https://www.startnext.com/curious-touch/mehr-infos
 
Und nein: Es ist k e i n Problem, wenn man vorübergehend oder auch längerfristig keine sexuelle Lust hat, erlebt, keinen Sex will oder braucht. Es ist völlig normal, hat auch mit Alter, Lebensumständen und bisherigen Erfahrungen zu tun.
 
Und n e i n: Es ist nicht - wieder mal, wie immer im Patriarchat - die Frau das "Problem", "zu kompliziert", irgendwie defizitär, zu verkrampft, verklemmt oder was immer.
Sex ist etwas Persönliches, Intimes, Körperliches und Emotionales.
Nein, es gibt kein Recht auf Sex - dies auch nicht in einer Beziehung. 
Man hat einen Beziehungspartner, einen Gefährten hoffentlich nicht nur für/wegen Sex und Liebe sowie Leidenschaftlichkeit und Intimität sind auch nicht an Sex gebunden.
 
https://www.mdr.de/wissen/podcast/challenge/keine-lust-auf-sex-was-tun-102.html
 
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03.06.2025 
 
Nachfolgend einkopiert meine Replik auf den Kommentar von "erotivity" unter dem youtube-Video.
 
Siehe, was ich oben bereits schrieb: Ich bin überzeugt, dass es solcher "Anleitungen" nicht bedarf, auch nicht bedürfen sollte, sondern Menschen einfach ihre je persönlichen Erfahrungen machen sollen dürfen und können: je individuell und eben durch das Erleben, eigene Erkennen (auch Selbsterkenntnis), Reflektieren - das nennt man bekanntlich Entwicklung. 

Es gibt eben auch eine sexuelle, je persönliche, Entwicklung - diese kann man nicht abkürzen, umgehen, ihr nicht vorgreifen, sie auch nicht "optimieren", sondern man durchlebt sie: durch gemachte Erfahrungen und auch dadurch, dass man sich selbst als Individuum im Lebensverlauf insgesamt - physisch, psychisch, mental - entwickelt, verändert
 
Hierzu gehört auch ein gewisses Risiko - siehe das generelle Lebensrisiko - es gehören Unwägbarkeiten, Unsicherheiten, Ungewissheiten, Neues, Fremdes, Ungewohntes dazu, auch entsprechende Neugier, Offenheit, Courage, Spielfreude.
So entwickelt sich eine Persönlichkeit - zusätzlich zu ihrer genetischen Anlage, ihrem Wesen/Naturell (siehe auch Verhaltensgenetik, Zwillingsforschung ...).
 
Warum für alles "Anleitungen", Leitplanken, warum alles pädagogisieren, "therapieren"?
Das Leben ist kein Therapieplan, kein Projekt, nicht Selbstoptimierung und so sollte es m.E. auch Sex nicht sein.
 
Ein psychisch gesunder, integrer Mensch, gleich welchen Alters, spürt unmittelbar selbst - physisch und/oder psychisch - ob etwas ihm in diesem Moment, in dieser Umgebung, Situation, Atmosphäre, auf diese Art, mit dieser (jeweiligen) Person angenehm oder eher unangenehm ist und sollte auf sein inneres Gefühl einfach hören, sich entsprechend verhalten: können, dürfen. Das ist der wichtigste Orientierungsgeber, innere Kompass. 
Alles andere findet man mit der Zeit - und gemachten Erfahrungen! - je persönlich, für sich selbst, heraus. 
Das einfach zulassen, ermöglichen - inklusive aller Unsicherheiten, Ambivalenzen, Widersprüchlichkeiten - so lange es nicht gefährlich bzw. beschädigend für einen selbst oder andere ist. :)
 
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Meine Replik vom 15. April 2025 auf einen Kommentar von windischandreas9313 unter Hunter´s Video zu "Civolution":
 
Du "vergisst", dass es nicht nur eine Sache mangelnder Bildung und "erfolgreicher" Propaganda ist, dass/wenn Kriege geführt werden, sondern das auch sehr viel mit narzisstischem Streben nach Macht, mit also Unreife, mit Kapitalismus, Imperialismus, Hegemonie, d.h. mit Übervorteilen-, Herrschenwollen, Konkurrenz, Kampf, Ausbeutung, geostrategischen Interessen, Zugriff auf Rohstoffe u.a.m. zu tun hat. Das alles ist das Gegenteil von Kooperation, Solidarität, Teilen, Gemeinwohl, konstruktivem, gewaltfreien, effektiven Friedenserhalt.
 
Doch, es ist richtig, was Hunter zum Zusammenhang zwischen Handelskriegen und "militärisch geführten" Kriegen sagt: Letztere haben sich oft aus ersteren "entwickelt", empfehle dazu die sehenswerte arte Doku " Handelskriege im Spiegel der Geschichte".
 
Insofern sehe ich bisher "nicht wirklich", wie die gut informierte, "gebildete", reflektierte Minderheit der Zivilbevölkerung jeweils wo Kriege verhindern, vermeiden kann - außer durch Streik, Boykott, Kriegsdienstverweigerung, Verweigerung und Ablehnung von Wehrpflicht, Wehrdienst, Militärdienst. Es mangelt nach wie vor an einer fundiert informierten, reflektierten, prosozialen, solidarischen, kooperativen, intellektuell, sozial und emotional reifen Mehrheit.
 
Leider sind nach wie vor sehr viele Menschen offenbar sehr leicht manipulierbar, somit instrumentalisierbar und nicht wenige sind auch konformistisch, opportunistisch, handeln in vorrangig eigenem Interesse, für eigenen Profit, Privilegienerhalt, eigene Vorteile, zum Erhalt und Zuwachs eigenen Vermögens, Machtpositionen, Deutungshoheit - das zeigt sich nahezu täglich auf diversen politischen wie "privaten" Ebenen.
Es zeigte sich kürzlich auch demonstrativ, wie leicht Menschen nach wie vor sogar ohne jegliche militärische Gewalt indoktrinierbar, instrumentalisierbar, steuerbar sind: indem man massiv und gezielt Ängste schürt, gerade nicht fundiert, seriös, verantwortungsvoll informiert, überdies diverse falsche Aussagen verbreitet u.a.m., siehe Corona.
 
Nicht zu vergessen ist auch, dass von jeher Männer Kriege führen, vollziehen, gerade hier gälte es anzusetzen und Nationalismus, Patriotismus, Kapitalismus sind zu überwinden, so auch das stets kompensatorische, narzisstische Streben nach Macht. Denn: Staat. Macht. Gewalt. Siehe die Entstehung von Staaten, Staatenbildung, die immer mit Gewalt, mit Krieg einherging.
Zu Macht, Autoritarismus, Narzissmus, Selbstbetrug empfehle ich nach wie vor die Lektüre von Erich Fromm und Arno Gruen.
 
Ein großes Problem ist der global nach wie vor stark verbreitete Konservatismus mit entsprechendem Menschen- und Weltbild, mit vor allem aber bestimmter Gefühlsdisposition konservativer Menschen (es gibt seriöse Artikel hierzu, kann ich an dieser Stelle leider nicht verlinken), siehe bspw. für sie typische, stark ausgeprägte Neophobie, Xenophobie, Ängste, erhöhtes Sicherheitsbedürfnis, siehe Autoritarismus, Hierarchie, Religion/Ideologie - letztlich Patriarchat, Androkratie.
 
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Meine Replik vom 15.04.2025 auf den Kommentar von RumbleKing87, der schrieb:
"Bitte keine Politik. Hab wegen Brettspiel eingeschaltet und geliked."
 
Ja, kann ich einerseits gut verstehen, man wird ohnehin täglich fast ständig damit zugedröhnt, andererseits leben "wir Brettspieler" nicht auf einem "anderen Planeten", es betrifft uns, was "politisch", durch Regierungen, Regierende, Machthabende, Herrschende vollzogen wird - oft ohne das Einverständnis, die Zustimmung der Zivilbevölkerung.
 
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Replik vom 15.04.2025 von mir auf den Kommentar von robertwegner8962 zum Gendern, Kritik an "Gendersprache" in Spielanleitungen:
 
Sehe ich auch so. Gendern ist heute nicht mehr, was es früher war, aber es war immer schon "schwierig", denn man ändert Einstellungen, Gesellschaften nicht durch bloße und aufgesetze Änderungen der Sprache, das muss sich organisch und mit Zeit entwickeln. Denn ja: Sprache und Denken hängen bekanntlich durchaus zusammen.
 
Früher ging´s beim Gendern darum, Frauen "sichtbarer zu machen, einzubeziehen", aber schon das hinten angehängte "-in, -innen" drückt nicht wirklich ;) Respekt, Gleichwertigkeit, Gleichwürdigkeit aus, sondern ist eben ein bloßes Anhängsel.
 
Heute geht´s beim Gendern um das Verbreiten der Transideologie, siehe Stern, Doppelpunkt, Unterstrich, Lücke.
Eigenes Thema: trans, Transgender, biologisches Geschlecht (Sexus) und soziales Geschlecht (gender).
 
Jedenfalls stören auch mich die Lücken, Sterne, Unterstriche in geschriebenem und gesprochenen Text, also auch in Spielanleitungen. Außerdem sind "Spielende" nur jene Personen ;), die gerade tatsächlich am Spielen sind: spielend sind (Partizip Präsens).
 
Und noch schlimmer ist, wenn eine Ideologie zur Staatsideologie und damit - bspw. auch in Schulen - indoktriniert und oktroyiert wird, indem man behauptet, es handle sich um eine "schützenswerte Minderheit", um "Offenheit, Vielfalt, Toleranz", obschon es für Transgender keinerlei wissenschaftliche, evidenzbasierte Grundlagen gibt - es ist Ideologie und wird als "moralisch richtig, gut" geframed.
 
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26.03.2025
 
Kommentar zum Hunter & Cron -Video - "Offizielle Stellungnahme von Haba zu `Jetzt schlägt´s 18´" 
 
Hatte auch unter dem ersten, dann wegen technischer/Tonprobleme gelöschten Video kommentiert, weiß jetzt nicht mehr, was ich da genau schrieb, ging in meinem Kommentar ja nicht nur um den Haba-Titel, sondern auch anderes im Video, fand es halt amüsant, dass Cron da bisschen humoristische "politische Aufklärung" betrieben hat und schrieb, dass er mit dem Geäußerten inhaltlich selbstverständlich recht hat und es gerade dieser Tage ... wichtig ist, diesbzgl. zu informieren. Finde es auch gut, dass Haba sich dazu geäußert hat und war ja klar, dass sie´s nicht rassistisch, menschenfeindlich meinten. Und ja klar kenne ich die Redewendung "Jetzt schlägt´s 13". Also gerade Haba hat mit brauner Gesinnung selbstredend nichts am Hut.
Es ist teilweise halt schon schwierig, denn wenn Rechtsextremisten, Neo-Nazis alle möglichen Begriffe und Redewendungen annektieren, die dann verbrannt sind und - vermeintlich - nicht mehr genutzt werden können, erzielen sie auch damit "Landgewinn" - das sollte man nicht zulassen, ihnen diesen Gefallen nicht tun.
 
Hab´ in mein Lewis & Clark geguckt: Da sind die "Indianer" sowohl in der Anleitung rot als auch die Figuren. Und wissta was: Ich finde das auch gut so und will bitte k e i n e grünen (?!) "Indianer"-Meeple in diesem Spiel. Und nein, ich bin nicht rassistisch gegenüber Native Americans, amerikanischen Ureinwohnern.
 
Zur "Farbe" Schwarz: Naja, die Existenzialisten (Philosophie, Existenzialismus) trugen auch gerne Schwarz und Gruftis, Gothics auch ;), ja ich war in dieser Szene, Subkultur auch mal kurzfristig unterwegs.
Schwarz steht in der Mode außerdem für schlichte, zeitlose Eleganz und Seriosität - also keineswegs immer nur für Negatives, Schlechtes, aber das nur randläufig angemerkt. Übrigens: "Black is beautiful!" Beziehe das auf Menschen, nicht auf Klamotten.
(Man weiß schon gar nicht mehr, was man noch jeweils wie sagen, erläutern, an Zusatzinfo geben muss, weil man mit beinahe allem jemanden ggf. verletzt - es ist schon auch eine Frage der Vernunft und der Verhältnismäßigkeit, nicht nur der Emotionen und/oder vermeintlicher oder tatsächlicher Diskriminierung, gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit.
Im Schach hab´ ich bspw. früher immer lieber mit Schwarz gespielt - weil ich Schwarz da optisch lieber mochte, nicht aus strategischen Gründen.
 
Siehe bspw. auch das N-Wort bei Astrid Lindgren, "Pippi Langstrumpf" - Astrid Lindgren war sicher nicht rassistisch, verwandte nicht absichtlich diskriminierende Sprache, aber es war eine andere Zeit ... und ich finde es grundsätzlich falsch, Werke, Romane nachträglich umzuschreiben, zu "bereinigen", wenn der Autor, Urheber sich dazu nicht mehr selbst äußern, es ggf. gutheißen oder ablehnen kann.
Es ist ein massiver Eingriff in sein Werk; indem man das Werk nachträglich und ggf. immer wieder (!) - aufgrund sich geändert habender Moralvorstellungen oder neuer Erkenntnisse etc. - verändert, vernichtet man damit auch irreversibel wichtige Zeitdokumente.
Man kann sie stattdessen entsprechend kommentieren (Verlag) und wenn man Kindern daraus vorliest, kann man als Eltern einfach einen anderen Begriff (wie bspw. "Südseekönig") verwenden. Aber bitte kein nachträgliches "Säubern", Löschen, Verfälschen von Literaturklassikern, von Geschichte, Kunst - eben um die Authentizität und die Dokumentationsfunktion zu erhalten, statt sie zu vernichten.
 
Und wenn wir schon bei "schwierigen Themen in Brettspielen", "Politik in Brettspielen" sind: Siehe meine Kommentare an anderen Stellen zu den vielfach hochgelobten Spielen "Hegemony" und "World Order", die die meisten nicht aus der kritischen Perspektive betrachten wie ich - eigenes Thema, dieses Fass mache ich an dieser Stelle nicht nochmal auf. ;)
 
Ah, schade dass der Alte Sack nur für Kanalmitglieder zugänglich ist. Der is´ ja putzig! ☺
 
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12. August 2024
 
Nochmal zu "Hegemony"

Schrieb es vor einiger Zeit schon mal, dass mir der "hype" um gerade dieses Spiel nicht nachvollziehbar ist, denn gerade bei diesem Thema frage ich mich:
Warum soll ich ein Spiel mit zentralem Thema Kapitalismus spielen, das mir offenbar vor Augen führt, wie ätzend Kapitalismus vor allem für Mittellose (Arbeiterklasse) von Beginn an - siehe Industrialisierung, Fabriken, Ausbeutung, Armut, Umweltzerstörung, Bodenzerstörung, Monokulturen, Regenwaldrodung, landgrabbing, multinationale Großkonzerne, unfaire Handelsabkommen, Kinderarbeit u.v.a.m. - war und nach wie vor ist.
Gleiches gilt für Staat, Nationalstaaten - siehe Kriege, Militär, Markt, Märkte, Geld, Hintergründe der Entstehung dessen - ohne eine noch so geringe Option zu haben, diese katastrophalen, destruktiven Missstände wenigstens in einem analogen Brettspiel zumindest ansatzweise überwinden zu können?
 
Denn was in "Hegemony" überhaupt nicht vorkommt, quasi nicht existiert, ist, was mitnichten bloße Utopie ist, sondern in der Realität bereits konzipiert, umgesetzt, gelebt und geleistet wird, wenn auch aus logischen Gründen gerade nicht auf Staatsebene:
 
1. häusliche Sorge-Arbeit, sogen. Reproduktionsarbeit, Care, die weltweit mehrheitlich von Frauen unbezahlt, ohne Einkommen geleistet wird und für jede Gemeinschaft, Gesellschaft unentbehrlich ist, siehe hierzu bspw. Silvia Federici.
2. Gemeinwohl und Gemeinwohlökonomie (siehe Christian Felber), siehe u.a. Solawi, Commons, Commoning, Allmende, Parecon, Postwachstum (degrowth), Suffizienz, demokratischer Sozialismus (nicht mit bekannten totalitären Staaten, Systemen zu verwechseln ;) ).
3. Soziokratie: Konsentprinzip statt Mehrheitsprinzip: Demokratie, in der es immer übergangene, benachteiligte, oft auch belastete Minderheiten gibt, bzw. direkte, statt nur sogenannt "repräsentative", indirekte "Demokratie".
4. BGE: echtes, emanzipatorisches Grundeinkommen, siehe dazu bspw. David Graeber, Rutger Bregman, Philip Kovce, Daniel Häni ... .
5. kollektivistischer Anarchismus (nicht: Anarchokapitalismus), siehe dazu bspw. Daniel Loick, selbstverständlich auch David Graeber, zu Anarchismus auch ältere arte-Dokus wider die gängigen Vorurteile.
6. Streik, Boykott, Generalstreik - scheinen in "Hegemony" auch stets nur scheitern zu können: ?
 
Warum soll ich etwas in meiner Freizeit nachspielen, mich in einem Brettspiel mit etwas befassen, von dem vorher schon hinlänglich bekannt ist, dass und aus welchen Gründen es für bestimmte, weltweit sehr viele Menschen - im Spiel zumeist die mittellose, nicht-vermögende Arbeiterklasse - eigentlich immer aussichtslos, nicht "zu gewinnen", letztlich hart frustrierend ist?
 
Warum soll ich ein augenfällig global destruktives System - Kapitalismus - in Form eines Brettspiels imitieren, es damit nur reproduzieren und es im Grunde - in Form eines Brettspiels - bewerben, konsolidieren, ohne mindestens einen Ansatz einer Möglichkeit zu haben, dies vernünftigerweise effektiv, konstruktiv, gewaltfrei beheben zu können, was dem Spielspaß nur zuträglich sein dürfte.
 
Ja, ich hätte mir bei ausgerechnet einem solchen Spiel mit gerade diesem Titel (!) durchaus eine etwas kritische Herangehensweise, Konzeptionierung, Umsetzung gewünscht, eine offene, zugelassene Option zu oben Genanntem: das real bereits existiert. Sonst können wir auch wieder "Monopoly" ´rauskramen. ;)
Vielleicht gibt es ja, hoffentlich zeitnah, mal ein gutes Brettspiel mit Thema Sorge-Arbeit und/oder Gemeinwohl, Gemeinwohlökonomie und/oder Anarchismus? Wäre m.E. aus Gründen geboten. :)
 
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11. Juli 2023
 
Nach wie vor ist mir nicht nachvollziehbar, warum dieses grauenhafte, systemverherrlichende Brettspiel, "Hegemony: Lead Your Class to Victory" aus dem Jahr 2023 (!), aktuell von mehreren Kanälen, youtube, bspw. Brettspielblog, Get on board, Better Board Games, Hunter&Friends und anderen, so gehyped, gefeiert, angepriesen wird.
Es ist n u l l kapitalismuskritisch, im Gegenteil - eher Werbung dafür: Staat, Nation, Kapitalismus, Wirtschaft, Klassengesellschaft.
 
Das Spiel, "Hegemony", scheint keinerlei Variante, Möglichkeit zu enthalten, das global destruktive kapitalistische System irgendwie konstruktiv verändern, geschweigedenn verlassen, ihm entkommen, es überwinden zu können.
Auch bspw. Streik, Generalstreik, Boykott scheinen in diesem Spiel grundsätzlich nur scheitern zu können, zu sollen, müssen.
 
Dass und welche Alternativen es gäbe, faktisch bereits gibt - Commons, Allmende, Gemeingüter, Genossenschaften, Syndikalismus, Selbstorganisation, Selbstverwaltung, Kooperation, Solidarität, Gemeinwohlökonomie, Soziokratie, Konsentprinzip, statt Mehrheitsprinzip, demokratischer Sozialismus ... - wird in diesem Spiel weder auch nur erwähnt, noch irgendwie einbezogen, zugänglich gemacht, weder auf Informations- noch Spielebene.
 
Nein, ich will, brauche, spiele kein Brettspiel, das nur "reproduziert", wiederholt, somit konsolidiert, bewirbt, indoktriniert, was hinreichend bekannt, bestehend ist und global massive Destruktivität, Leid, Elend, Armut, Not, Tod verursacht. Hier deshalb: Boykott solcher Spiele.
 
Wann gibt es ein thematisch, spielmechanisch und optisch (artwork) wirklich gut umgesetztes, analoges Brettspiel zu kollektivistischem Anarchismus? Und warum nicht? ... Genau. Drum. ;) Spielt ihr also lieber fleißig weiter Verknechtung, Destruktion.
 
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09., 12., 14., 15. November 2024
 
Ich fasse es nicht: die "Macher" von Hegemony hauen jetzt ein weiteres durch und durch patriarchales Spiel ´raus: World Order. Als wär´ Hegemony nicht schon Schrott genug gewesen.

Ja, ich mag "politische Spiele", Spiele mit politischen Themen, kommt aber auf die Themen an.
Und gerade wenn jemand eskapistisch unterwegs ist, will man dann doch nicht gerade die politische Realität nachspielen. ? Ging mir mit Hegemony schon so.
 
Wenn sie wenigstens Ironie, Zynismus, Humor und/oder Ausstiegsmöglichkeiten eingebaut hätten, dass man diese Missstände wenigstens im Spiel überwinden und stattdessen was Konstruktives, Wohltuendes, Gemeinwohlförderliches, Gerechtes schaffen kann/könnte, wär´s ja ok, aber so - sehe nicht ein, auch noch beim analogen Brettspiel mindestens kritikwürdige politische Verhältnisse, Missstände durch das Spiel zu reproduzieren, sie auch damit weiter zu konsolidieren, zu indoktrinieren.

Warum nicht stattdessen endlich gute analoge Brettspiele zu Gemeinwohl (-ökonomie), Commons, Allmende, Soziokratie (systemisches Konsensieren, Konsentprinzip), Philosophie, Anarchismus?! Damit diese konstruktiven, gemeinwohlförderlichen prosozialen Ideen, Konzepte und (auf nicht-staatlicher Ebene ;) ) schon angewandte Lebenspraxis mal mehr Verbreitung finden, Leute das überhaupt erstmal kennenlernen und ihre Vorurteile demgegenüber abbauen können. Statt immer wieder nur den destruktiven, kapitalistischen, patriarchal-autoritären Dreck zu verbreiten - sogar über/als Brettspiele. 😒

Nein, ich finde es nicht, Zitat Hunter "faszinierend", "die Realität nachzuspielen", ich fände es faszinierend und dringend erforderlich, dass man die destruktive Kacke endlich konstruktiv - und letztlich global - sukzessive überwindet. Dafür sensibler zu machen, ein Bewusstsein zu schaffen und realistische Alternativen endlich zugänglich zu machen, darüber zu informieren, wären u.a. auch Brettspiele geeignet.
 
Es ist ja nicht so, dass "wir" - zumindest einige von uns: Menschen - nicht wüssten, wie es besser, gut, wohltuend, konstruktiv, prosozial, fair, friedlich, solidarisch, kooperativ geht (ginge, wenn die Mehrheit nicht so konservativ, unreif wäre), mit Verweis bzgl. Konstruktivem, Wohltuenden auf bspw. David Graeber, Erich Fromm, Arno Gruen, Rutger Bregman u.a.m..
 
Nachfolgend einkopiert meine Repliken auf Reaktionen anderer Kommentierthabender.
 
Denke nicht, dass das Spiel vermittelt, was aus welchen Gründen politisch gegenwärtig passiert, vor allem auch: wie sich das aus welchen Gründen seit wann dahin entwickelt hat, wer das wo zu verantworten hat, welche Einstellungen, Ideologien, Religionen, Ziele usw. dahinterstehen. Jedenfalls hört es sich bisher nicht so an und sieht auch nicht so aus, nach dem zu urteilen, was ich bisher von dem Spiel gesehen und gehört habe. Gilt so auch für Hegemony.

Ich habe für die global destruktive, gewalt-, kriegsgeprägte, kapitalistische Politik und Praxis tatsächlich kein Verständnis, sondern möchte, dass all das überwunden wird - konstruktiv, siehe, was ich oben schon dazu schrieb. Möglich wäre es durchaus, denn all das ist menschengemacht, kein Naturgesetz. Menschen können es auch wieder ändern.
Wer wissen will, warum was aktuell wo wie passiert, sollte dazu m.E. nicht ein (solches) Brettspiel als Informationsquelle nutzen.
 
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Für "Dokumentation" oder Darstellung der Realität benötige zumindest ich kein Brettspiel, sondern gute, seriöse Informationsquellen, Medien, investigativen Journalismus - also halt nicht die ständigen oberflächlichen, negativen Kurznachrichten, die man üblicherweise via Radio, TV, Internet täglich vor den Latz geknallt kriegt.
arte-Dokus sind bspw. meistens ganz gut. :) Aber auch andere Informationsquellen.
 
Wie ich bereits ausführte, finde ich durchaus, dass Spiele wie Hegemony und World Order nicht seriös informieren oder gar sensibilisieren (sind ja keine "Kinderspiele", aber gerade für Kinder und Jugendliche sowie Adoleszente wäre es m.E. um so wichtiger, ihnen nicht auch noch via Brettspiel ausschließlich die bestehenden, bekannten Missstände vorzusetzen und sie diese "nachspielen" zu lassen), sondern nur kopieren, verbreiten und damit konsolidieren, was bereits Realität ist: bestehende, gravierend belastende, destruktive, menschengemachte politische Verhältnisse, Missstände. Ohne auch nur im Ansatz zu vermitteln, darüber zu informieren, dass und wie es auch anders, besser zu gestalten möglich ist: welche Konzepte und Praxis es hierzu bereits gibt. Aber siehe, was ich oben schon dazu schrieb, drum wiederhole ich es nicht hier nochmals.

Für mich sind Spiele wie Hegemony und World Order daher nur reine, offensichtliche Werbung für die bestehenden Missstände und deren Erhalt, eben weil sie diese völlig unkritisch, unreflektiert wiedergeben, keinerlei Möglichkeit bieten, etwas selbsttätig realitätsnah - wenigstens im Spiel schon mal - daran verändern zu können, auch keine "Escape-Variante" bieten, keinen Raum für Alternativen eröffnen und es auch nicht einmal wenigstens humorig, ironisch, zynisch behandeln.
 
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Oft äußern Leute etwas, ohne es argumentativ zu begründen.
Inwiefern, Zitat: "können solche Spiele ein Denkanstoß sein"? Wodurch? Indem sie nur genau das abbilden und nachspielen, etliche Male im Spiel wiederholen (!) lassen, das bereits destruktive Realität ist?
Einen "Denkanstoß" gäben Spiele, die aufzeigen, dass und welche realisierbaren Alternativen es geben könnte und btw bereits gibt, siehe, was ich dazu eingangs bereits schrieb.

Es geht nicht um eine "Erwartung von Weltfrieden durch Brettspiel", das äußerte ich an keiner Stelle, es sind deine persönlichen Interpretationen, Projektionen.

Wenn andere die bestehenden, destruktiven Missstände durch Brettspiele reproduzieren, zusätzlich dadurch zwangsläufig also verbreiten und indoktrinieren wollen, darf das selbstredend jeder tun, ich würde stattdessen meine Zeit lieber mit Sinnvollem, Konstruktiven verbringen.

Wie ich bereits schrieb, könnte man thematische und optisch ansprechene Brettspiele zu bspw. Soziokratie, Gemeinwohl, Gemeinwohlökonomie, Commons, Commoning, Allmende, cohousing (nein, ist nicht dasselbe wie WGs), zu Kreislaufwirtschaft, Postwachstum, Postkapitalismus, kollektivistischem Anarchismus, Feminismus, Philosophie konzipieren und d a m i t "Denkanstöße" geben.
Also diese konstruktiven, gemeinwohlförderlichen Ideen, Konzepte, Lebenspraxen via Brettspiel vorstellen, dadurch darüber informieren, denn etliche Menschen haben von all dem noch nie je gehört oder gelesen - man lernt "sowas" aus Gründen auch nicht in staatlicher Schule. ;)
Und es wird darüber auch nicht in Filmen, Serien, Talkshows, Nachrichten berichtet - außer vlt. mal bei arte. :)
 
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27.11.2024
 
Replik auf einen Kommentar bei youtube
 
Die "historische Realität" ist eine patriarchal-autoritäre, kapitalistische. Dies lässt sich zurückverfolgen nicht nur bis zum Beginn des Industrialisierungszeitalters, sondern davor zum Feudalismus usw. - siehe Beginn des Patriarchats vor ca. sieben- bis zehntausend Jahren und global bekannte Folgen dessen. Wir leben weltweit in nachweislich einem nach wie vor in einer patrirachalen, androkratischen Welt, siehe entsprechende monotheistische Religionen - Judentum, Christentum, Islam - die sämtlich patriarchale Ideologien sind. Ja, das wirkt sich nachweislich bis heute aus, siehe bspw. Evangelikale in usa, aber auch unter den AfD-Wählern u.a.m.
Siehe außerdem global die Misshandlung, Unterdrückung, systematische Benachteiligung, Armut von und Gewalt gegen Frauen - bis hin zu Mord: Femizid.
Kapitalismus ist faktisch Konservatismus - Patriarchat. Mehrheitlich Männer sind aus bekannten Gründen weltweit vermögend.
Vermögende Frauen sind üblicherweise Ehefrau, Witwe oder Tochter, ggf. Schwester eines vermögenden Mannes.
Und-so-weiter. Siehe die von mehrheitlich Frauen weltweit unbezahlt geleistete, unentbehrliche Sorge-Arbeit, siehe gender care gap, gender pay gap u.a.m..
Ja: Es gibt Alternativen. Längst. Und nein, man muss nicht auch noch in Brettspielen die bisherige desaströse Realität reproduzieren - man bekommt das bestehende kapitalistische, patriarchale, konservative System permanent indoktriniert - via Schule, Medien, durch etliche Filme, Serien ... .
Längst überfällig ist, die "Alternativen", die konstruktiven, prosozialen Konzepte zu verbreiten: Informationen darüber, Zugang dazu.
 
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30. Januar 2025
 
Mit "Dark Romance" sind die 50 Grauschattierungen, also Narzissmus, toxische Beziehung, BDSM nun offenbar auch im Brettspiel, Kartenspiel "angekommen". ?
 
Bei Funtails ist zum Spiel zu lesen:
„Dark Romance“ ist ein Wechselbad der Gefühle und eine Mischung aus Spannung, Liebe und Gefahr."
Es scheint dies also nicht etwa satirisch, ironisch gemeint zu sein, das Spielthema scheint so, ironisch bzgl. Vampiren oder toxischer Beziehung, nicht "gemeint" zu sein - dann hätt´ ich´s ja schon wieder gut gefunden. :) Mit Liebe dürfte diese Mischung aus primitiven, vampirartigen Illustrationen und inhaltlichen Anspielungen auf oben Genanntes selbstredend nichts zu tun haben, aber klar, gerade mit solchen "Themen", siehe auch entsprechende Serien, und solchen buzzwords findet sich garantiert eine Käufergruppe. Schade, denn mit anderem Thema hätte es mich möglicherweise interessiert: dieses/ein weiteres Kartenspiel für zwei Personen.
 
Aus ähnlichen Gründen mochte ich bspw. auch "Schwarze Witwen" nicht, in denen man Ehemänner mordende, geldgeile und/oder rachsüchtige Frauen spielt - das damit transportierte Frauenbild finde ich nicht witzig, ist für mich nicht Humor, sondern eher Misogynie. Dem steht als Positivbeispiel "Rebel Princess" gegenüber. :)
Aber es gab auch Männer (auch auf einem Brettspielkanal), die "Rebel Princess" gerade des Themas wegen nicht mochten: Prinzessinnen, junge Frauen, die keinen Bock auf Prinzen bzw. auf Heiratsanträge und Ehe haben. Gerade deshalb finde ich es so charmant. :)
 
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19. Juni 2025
 
Kommentar zum Video von Hunter & Friends und zum Spiel "Dark Romance"
 
Das Beste an diesem Video ist, wie immer, Hunter´s Humor! Die Spielmechanik und Spielidee finde ich interessant, alles andere, sorry, grauenhaft. 
Man kann es wirklich nur mit Humor nehmen, sonst wär´s zum Davonlaufen, denn faktisch ist das Spiel thematisch das Nachspielen toxischer, narzisstischer Beziehung(en) in der Art der 50 Grauschattierungen, inkl. BDSM-Andeutungen ..., siehe die Begriffe, Bezeichnungen, Kartenillustrationen, Symbole, thematisch und optisch ist es offensichtlich was für pubertierende Gothics (sollte es diese Subkultur noch geben, das WGT hatte kürzlich wohl regen Zulauf), außerdem sexistisch und Monogamie zementierend, denn mehrere wohltuende Beziehungen (polyamor) sind hier ja nicht erwünscht. 
Mit anderem Thema/setting, Gestaltung hätte es mich vielleicht interessiert, so allerdings definitiv nicht. Schade. Man kann es halt nur mit Leuten spielen, die es, wie ihr hier im Video, ironisch betrachten und das Thema beim Spielen bisschen hochnehmen.
 
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17. Januar 2025
 
Ein paar Gedanken zu Brettspielkanälen, Brettspielvideos auf youtube
 
Es sind mittlerweile gut 12 Jahre, seit ich deutschsprachige, in den letzten Jahren auch vermehrt englischsprachige Brettspielvideos, unterschiedliche Kanäle, regelmäßig ansehe. Dass es inzwischen eine große Vielfalt unterschiedlicher Kanäle, Kanalbetreiber, Inhalte, Formate gibt, ist erfreulich. Dennoch gibt es manches, das mir besser, anderes, das mir weniger gut gefällt, was nicht nur an den jeweiligen Kanalbetreibern liegt, ob diese mir sympathisch oder weniger sympathisch sind, sondern selbstverständlich an der Art der Darstellung von Brettspielen, an den jeweiligen Inhalten, Formaten, an der Bild- und Tonqualität, aber auch an vermeintlichen Kleinigkeiten, persönlichen Eigenheiten der Betreiber.
 
Was mir grundsätzlich gut gefällt:
 
- dass Brettspiele nicht nur, wie in einem Podcast, besprochen werden, sondern in Videos auch möglichst viel (spoilerfrei) vom jeweiligen Spiel, Spielmaterial, Spielablauf, artwork etc. gezeigt wird, für Zuschauer gut erkennbar und nachvollziehbar ist (Bildqualität, Licht, Ton, aber auch Hintergrund, Atmosphäre)
 
- dass es nicht nur Rezensionen, sondern auch gut verständliche Regelvideos gibt
 
- dass es möglichst auch viele Let´s Plays/Playthroughs/Gespielt-Videos auf idealerweise mehreren unterschiedlichen Brettspielkanälen auch zum jeweils gleichen Spiel gibt, von eben verschiedenen Menschen gespielt.
 
Darüberhinaus freue ich mich über weitere unterschiedliche Formate, bspw. Videos zu analogen Brettspielen nach wahren Begebenheiten, nach historischer Vorlage, Videos zu Spielen mit politischen oder besonderen, außergewöhnlichen, ausgefallenen, seltenen Themen, settings, Konzepten und/oder solchem Spielmaterial und auch zu schon älteren, aber noch heute interessanten, unterhaltsamen Brettspielen.
 
Außerdem sehr gerne auch Videos zu weiteren Genres und Kategorien, z.B. zu Familien-, Kenner-, Solo-, Zwei-Personen, Party- sowie zu kooperativen, deduktiven, kommunikativen, kreativen Spielen.
 
Bitte auch solche Spiele öfter vorstellen oder entwickeln, die gut für auch ältere Menschen mit vorhandenen, unterschiedlichen Einschränkungen spielbar sind, also vor allem: leichter Einstieg, einfache Regeln, kurze Spieldauer, gut lesbare Spielanleitung mit großer Schrift und/oder das Spiel überwiegend in gut erkennbaren, verständlichen Bildern in der gedruckten Anleitung erklärt, d.h. ohne apps, ohne erforderliche digitale Endgeräte, ohne Internet. Aber trotzdem keine langweiligen Spiele, sondern solche mit ansprechendem artwork, gerne auch thematische, nicht nur abstrakte Spiele und nicht nur solche, bei denen es vor allem um Zahlen (auf Karten oder Würfeln) geht.
 
Es sollte das Spielmaterial für Senioren auch stabil sein, falls es gelegentlich mal herunterfällt, auch gerne größere, dickere Karten, Würfel etc. enthalten, es sollte haptisch gut händelbar, dabei aber nicht klobig, schwergewichtig oder mit hohem Platzbedarf sein, so dass ältere bzw. kranke Menschen Spiele bei Bedarf auch problemlos im Bett, auf einem Betttablett spielen können, dies möglichst unkompliziert auch solo, alleine oder während eines Telefonats, d.h. bei nur möglichem telefonischem Kontakt dennoch gemeinsam mit anderer Person oder Personen über eine größere räumliche Distanz am Telefon spielbar.
 
Lustig finde ich, wenn hin und wieder Haustiere von Kanalbetreibern durchs Bild laufen.
 
Auch mag ich es, wenn Kanalbetreiber hin und wieder oder auch in regelmäßigen Abständen oder bei besonderen - erfreulichen sowie auch belastenden - Vorkommnissen, Erlebnissen etc. darüber in ihren Videos berichten, auch wenn dies in keinem Zusammenhang mit Brettspielen steht. Denn auch Brettspielkanalbetreiber sind Menschen, Subjekte, Persönlichkeiten, keine Roboter, Maschinen, die nur stets auf Abruf die gewünschte Ware abliefern, sie haben ein Leben, einen Alltag, Freuden, Sorgen, noch weitere Interessen, ggf. Familie, Beruf, vielleicht auch (chronische) Erkrankungen, andere besondere Belastungen etc.. Durch dieses Persönliche wird ein Kanal lebendig, authentisch, individuell, menschlich, hebt sich auch dadurch von anderen ab. Der jeweilige Kanalbetreiber wird dadurch nahbarer, irgendwie "vertrauter", zumeist auch sympathischer.
 
Unterhaltsam finde ich, wenn die Zuschauer, soweit möglich, in die Videos einbezogen werden, bspw. bei vorgestellten Spielen mitraten, miträtseln können, ggf. gelegentlich über den chat und/oder Kommentare direkt teilhaben und Rückmeldungen geben oder Fragen stellen und (im chat) auch direkt, "in Echtzeit" als "community" untereinander, miteinander kommunizieren können.
 
Was mich eher nervt, ist, wenn Kanalbetreiber während eines Videos - Ausnahme sind Let´s Plays - essen und/oder trinken, denn üblicherweise dauert ein Video selten länger als eine Stunde und ich bin der Meinung, gesunde, erwachsene Menschen können problem- und schadlos mal ein bis zwei Stunden ohne Essensaufnahme oder Trinken auskommen. Es ist eine Unart, überdies ungesund, ständig zu essen und/oder zu trinken.
Wenn während länger dauernden Let´s Play-Videos getrunken und/oder gegessen wird, wäre es schön, wenn dabei nicht ständiges Rascheln bzw. Trink-, Essgeräusche zu hören wären.
Scheint ja Leute zu geben, die da total drauf abgeh´n, weshalb es dafür inzwischen offenbar sogar eigene Videos gibt - anderen Leuten beim Essen, Kauen, Schlürfen, Schmatzen, Rülpsen ... zuhören, zugucken, bidde, wer´s braucht - jedenfalls mich stößt das ziemlich stark ab.
Trinkt und esst doch bitte einfach vor oder nach dem Videodreh, so viel Selbstdisziplin, Manieren, Kultiviertsein wird doch auch heute noch von erwachsenen Menschen zu erwarten sein?
 
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21.11. und 22.11.2024
 
Wieder ein "streitbares Spiel": "Das Unbewusste"
 
Nachfolgend einkopiert mein Kommentar zu Hunter´s Video inkl. Review zum Spiel sowie meine Repliken auf die Kommentare anderer.
 
Danke für das sehr informative und ehrliche Video! Klar, auch ich habe ungeduldig drauf gewartet, dass es auf Deutsch verfügbar ist und keine Frage: artwork 🤩, Komponenten und Thema sind absolut grandios! Aber kann anhand deines Videos vollumfänglich nachvollziehen, dass es, wie leider schon befürchtet, das Thema eigentlich kaum bis gar nicht umsetzt und überdies das Spiel mechanisch erhebliche Schwächen aufweist, siehe wie von dir sehr gut dargelegt, begründet. Es klingt halt, als seien zu viele nicht gut bis gar nicht wirklich miteinander verzahnte Mechaniken enthalten und als sei es insgesamt mechanisch zu kleinteilig, zugleich überladen. Wenn die Engine aufgrund der Konzeption schon nicht rundläuft, ist das zweifelsohne unbefriedigend.
Sehr, sehr schade! Man möchte es halt wirklich schon wegen des artworks so gerne spielen. Ich würd´s auch immer noch gerne ausprobieren, aber kaufen werde ich es wohl nicht.
Aber: Ich will nich nur ein, Zitat "sehr gutes, thematisches Eurogame", ich will ein sehr gutes, wirklich thematisches Spiel zu Psychoanalyse (nicht nur Traumdeutung)!! Menno! ;) Vielleicht versucht´s ja jemand anders damit nochmal neu ... . :)
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Replik auf einen Kommentar:
Die Traumdeutung Freuds ist ja seit geraumer Zeit umstritten. Und nicht nur diese, siehe auch seine "Todestrieb"-Theorie. Verweise alternativ zu Freud auf Erich Fromm, Arno Gruen und Wilhelm Reich sowie Sándor Ferenczi und Gabor Maté.
Es ist also grundsätzlich fraglich, ob und wie umfassend bei sogen. Traumdeutung eher Laienpsychologie angewandt wird, denn nur weil man Psychologie studiert oder sich "mit Freud und Traumdeutung beschäftigt" hat, ist man deshalb noch längst kein Psychotherapeut oder Psychoanalytiker oder Psychiater oder gar Traumatherapeut.
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Weitere Replik:
Sowohl die Wissenschaftstheorie als auch die Erkenntnistheorie sind Teilgebiete (akademischer) Philosophie - nicht Psychologie oder Psychoanalyse. Man verschiebt keine Erkenntnisse, sondern verwirft Theorien, siehe Falsifizierbarkeit, Falsifikation, Falsifikationismus (Karl Popper).
Und sollte Hintergrund, Basis des Spiels tatsächlich Freuds Triebtheorie sein, verweise ich hierzu nochmals - wie schon in meiner Replik auf Desmodea - auf Psychanalytiker wie Erich Fromm, Sándor Ferenczi (Schüler Freuds, Kritiker seiner Triebtheorie, siehe auch Traumatherapie, Traumaforschung) Otto Kernberg, Alice Miller, Arno Gruen, Gabor Maté u.a...
Sollte das Spiel also tatsächlich völlig unkritisch u.a. Freuds bereits kritisierte Triebtheorie und ebenfalls umstrittene Traumdeutung zur thematischen Grundlage haben, wäre das für jedenfalls mich ein weiterer Grund, dieses Spiel keinesfalls kaufen, dann auch nicht einmal mehr spielen zu wollen - eben weil es längst umstrittene, kritisierte, z.T. widerlegte - siehe Freuds "Todestrieb" (Triebtheorie) - dann nur weiterverbreiten, reproduzieren würde.
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Replik:
Hallo Harald - dir ist bei deiner Kommentierung offenbar nicht eine Sekunde in den Sinn gekommen, dass Hunter sich in seiner Review vor allem humorig zum Spiel äußert? Siehe bspw. deine Belehrungen bzgl. LSD und Opium. Hunter hat eine Review zu einem Spiel gemacht, sich dabei, wie sehr oft, humorvoll, ironisch geäußert.
Mir ist aufgefallen, dass das offenbar einige immer wieder nicht erkennen, ihnen selbst der Humor scheinbar völlig abgeht, anderenfalls nähmen sie Hunter´s Äußerungen nicht so bierernst als habe er eine wissenschaftliche Abhandlung verfasst, die es zu widerlegen gilt.
Und ja: Sigmund Freud ist in einigen seiner Theorien bereits widerlegt, siehe bspw. den "Todestrieb" (Triebtheorie), siehe dazu meine Antwort an FadeToBlack90.
Und ja: Freud war im Übrigen patriarchal-autoritär und misogyn, C.G. Jung ähnlich, außerdem offensichtlich ein Narzisst. Dazu muss man über C.G. Jungs eigene Person, Persönlichkeit, Kindheit ... informiert sein, siehe bspw. auch Erich Fromms Kritik an Jung - "nekrophiler Charakter".
Siehe außerdem C.G. Jungs Hang zu - völlig unwissenschaftlicher - Mystik.
Ja, ich habe hierzu seriöse Quellen, gehe bisher davon aus, sie hier jedoch nicht verlinken zu dürfen.
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Replik:
Deinem letztgenannten Punkt stimme ich vollumfänglich zu: Schade, dass es zum Thema - Psychoanalyse im weiteren Sinne (nicht nur Traumdeutung) - keine thematisch und optisch guten, rein analogen (!) Brettspiele gibt. S. Freud und C.G. Jung waren/sind schließlich nicht die einzigen namhaften Psychoanalytiker, außerdem sind Freud und Jung in ihren Theorien umstritten, teilweise auch bereits widerlegt. Siehe dazu bspw. Erich Fromm, Arno Gruen, Sándor Ferenczi, Wilhelm Reich u.a.m..

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24. September 2024
 
Zur oben verlinkten arte 42-Doku aus dem Jahr 2022 - "Verspielen wir unser Leben?"
 
arte fragt: "Spielt ihr gerne Gesellschaftsspiele?"
 
Ja, seit Kindheit bereits und auch mit meinen Kindern in/seit deren Kindheit. Vor allem sogen. Familien- und Kennerspiele (Brettspiele), aber auch Partyspiele, Solospiele und sehr gerne auch kooperative Brettspiele. :)
Die Themen dürften gerne noch etwas vielfältiger werden, denn zweifelsohne hat das Brettspiel eine politische Dimension. Wünsche mir längst thematisch, optisch und spielmechanisch gute Spiele zu bspw. Philosophie, Anarchismus, Literatur, Feminismus, Soziologie, Anthropologie, Soziokratie (Konsentprinzip), Gemeinwohl u.a.m..

Wie schön, dass ihr gerade PALEO in der Doku gezeigt habt - eins meiner gegenwärtig absoluten Lieblingsspiele, kooperativ übrigens. Gemeinsam Abenteuer, Herausforderungen erleben, bewältigen.

Was ich am analogen Brettspiel so klasse finde, ist, dass man mit bekannten wie fremden Menschen unkompliziert, ohne viel Aufwand, auch ohne bestimmte Vorkenntnisse, Fähigkeiten (also nicht wie beim Sport oder Musik, Musizieren ...) eine angenehme Zeit auf wohltuende, anregende oder auch entspannende und manchmal auch besondere Weise miteinander erleben kann, leicht und zunächst relativ unverbindlich, auch spontan mit auch fremden Menschen in Kontakt kommt und beim Spielen andere Menschen, deren Persönlichkeit (Charakter) durchaus besser kennenlernen kann.  

Spiele übrigens keine Computerspiele, mag auch keine Hybridspiele, spiele analoges Brettspiel u.a. auch deshalb, um etwas Angenehmes - gemeinsam mit anderen - mal völlig ohne Internet, digitale Endgeräte zu tun, mit unterschiedlichen Menschen physisch, leiblich zur selben Zeit im selben Raum zusammenzukommen, gerade in Zeiten der Digitalisierung nahezu sämtlicher Lebensbereiche.

Was mich noch interessiert: Als ihr in der arte-Comunity (wer ist das, wen umfasst das?) nach Lieblingsspielen gefragt habt: wieviele Frauen und wieviele Männer haben sich dazu geäußert? ;)
 
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24.09.2024
 
arte Doku - "Monopoly - Spiel ohne Erbarmen"

Schöne Doku, die aufzeigt, wie ein Mal mehr ein Mann die Idee, die Denkleistung, das Konzept einer Frau geklaut hat und davon immens profitierte, hier Lizzie Magie und Charles Darrow ... .
Siehe auch die sehr informative arte-Doku "Geniale Frauen" mit weiteren Beispielen.

Überdies geben mir Menschen wie Ralph Anspach ein wenig Halt, da seine "Geschichte" zeigt, dass es doch nicht korrumpierbare Persönlichkeiten mit gelebten Werten, Idealen, Integrität, Rückgrat, Courage gibt, wenngleich sie leider offensichtlich eine Minderheit sind.
 
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07. Mai 2024
 
Mein Kommentar zum youtube-Video von Thomas, Better Board Games - "Die Besten Tools & Apps fürs Brettspiel-Hobby" - nachfolgend einkopiert:
 
Mir ist das insgesamt zu unindividuell, auch zu "pädagogisch". Bspw. lässt sich ein Startspieler zufällig auch problemlos ohne jegliches digitale Endgerät, durch "Stein, Schere, Papier" oder eine geworfene Münze ... bestimmen.

Welche Musik ich beim Brettspielen, wenn überhaupt, wann, wie lange ... hören möchte, hängt für zumindest mich gerade nicht vorrangig vom jeweiligen Spiel, sondern von meiner und der Mitspielenden Stimmung, Befindlichkeit, auch dem Geschmack der Mitspieler ab.
Nein, ich brauche dafür kein Bohei (Licht, Musik ...) drum ´rum, denn ich spiele ja ein Brettspiel, kein Rollenspiel. Die Atmosphäre soll bitte entspannt, freundlich, gemütlich, zum Wohlfühlen sein - keiner friert, keiner hungert, keiner hat Schmerzen oder fühlt sich irgendwie "unpassend" oder auch unpässlich (physisch und psychisch), es riecht nicht unangenehm - sowas ist mir wichtig.

Auch bin ich keine Freundin dessen, alles genau zu protokollieren: was habe ich wann wie oft mit wem wo gespielt, mit welchem "Ergebnis", high score etc., dies insbesondere nicht digital.
Das Brettspielen verliert durch all das Aufhebens drum herum für mich an Spontanität, Gelassenheit, Entspanntheit - für jedenfalls mich geht es beim Brettspielen vor allem um gute Unterhaltung, eine angenehme, wohltuende Zeit, idealerweise in geselliger Runde, zu erleben, deshalb steht auch Gewinnen, high score und sogen. Expertenspiel für mich nicht im Vordergrund und deshalb spiele ich auch bevorzugt kooperative und kommunikative Spiele - Brettspiel soll für mich Unterhaltung, Entspannung, Freude, Erlebnis, wohltuende, auch anregende oder neue, interessante Erfahrung sein, nicht Arbeit, Leistungsdruck, nichts, das im privaten Bereich der "Kontrolle, Überwachung", peniblen Einordnung, Kategorisierung, Etikettierung, Statistik bedarf.
Ist wahrscheinlich eine Frage der Persönlichkeit (vielleicht auch des Alters?) - wer das jeweils wie angeht, damit umgeht, welche Prioritäten setzt ... .

Ich möchte mir auch nicht von Maschinen, apps, Algorithmen meine eigenen Entscheidungen erheblich beeinflussen oder abnehmen lassen, es ist durchaus sinnvoll, sich vor dem Kauf über Brettspiele zu informieren (um Fehlkäufe, Enttäuschungen zu vermeiden), aber manchmal ;) tut es auch ganz gut, außerhalb des (eigenen) Setzkastens ;) zu denken, sich auch mal überraschen zu lassen, festgefahrene Gleise zu verlassen, mal etwas völlig anderes auszuprobieren, sich auf unbekanntes Terrain zu wagen.

Ist für mich ein bisschen ähnlich wie mit dating apps: Die wirklich interessanten Menschen lernt man nicht unbedingt dadurch kennen, dass/wenn jemand mit eigenen Interessen, Vorlieben, Abneigungen ... vermeintlich am "besten" matched.
Raum lassen, geben für das Unerwartete, Spontane, Unvorhersehbare, Unbekannte, Fremde, Differente. Auch beim Brettspiel. ;)

Grundsätzlich möchte ich auch nicht Brettspiele online spielen. Für mich ist bei analogem Brettspiel ja genau dieser Aspekt der entscheidende: nicht-digital angenehm "beschäftigt zu sein", solo und/oder mit anderen bekannten oder fremden Menschen: sinnlich, physisch, leiblich, real, analog - gemeinsam im selben Raum, zur selben Zeit anwesend zu sein, zu kommunizieren, interagieren, zu spielen. Von dem ständigen Dauer-On (Schule, Beruf, Freizeit, öffentlicher Raum, ÖPNV ...) wenigstens vorübergehend mal vollständig wegzukommen. :)
Deshalb mag und spiele ich auch grundsätzlich keine Hybridspiele und mag es nicht, wenn Leute nebenbei am Handy ´rumdaddeln, mit einem digitalen Endgerät beschäftigt sind, wenn es nicht unbedingt sein muss (Notfall, Bereitschaftsdienst, kleine Kinder, Pflegebedürftige zu Hause ...). 
 
Da kritisiert wurde, ich würde zu viel "über mich berichten":
Von wem sprichst du, wenn du etwas aus deiner Sicht kommentierst, wenn es um deine Persönlichkeit bzgl. eines Themas oder Verhaltensweisen, Vorlieben, Abneigungen, persönlicher Meinung, Einordnung ... geht?
Über was sprechen Menschen in Kommentaren üblicherweise - über ihre persönliche Meinung, Draufsicht, Erfahrung ... - nein?
 
Es ist ein Unterschied, ob man mehrere Videos macht, in denen man erwachsene Menschen eher wie Kinder "an die Hand nimmt", ihnen mitteilt, was weshalb wie beim Spielen angemessen ist, wie man einen Startspieler bestimmt, wie man Brettspiele erklärt etc. oder ob man nützliche Tips dazu gibt, wo man thematisch passende Informationen erhält, gerade auch nicht-digital, wenn/weil es um ein analoges (!) Hobby, Freizeitbeschäftigung geht.
Und nein, argumentativ begründete Kritik ist nicht dasselbe wie Pädagogisieren.

Vielleicht ist es eine Sache des Alters, bin keine 20, 30 oder 40 mehr. Ich schätze Selbstbestimmung sehr und selbständiges Informieren, halte auch viel davon, je eigene Erfahrungen zu machen und daraus seine so persönlich gewonnenen Erkenntnisse zu ziehen.
 
Auch "verfolge" ich keine youtuber, sondern sehe mir Videos an und gebe dazu feedback: meine persönliche Stellungnahme, Einordnung, Erfahrung, Meinung.
Nirgendwo äußere ich, andere müssten es so sehen oder machen wie ich, aber argumentativ begründete Kritik kann durchaus auch Anregung zur Reflexion sein. So meine ;) Überzeugung.
 
Argumentativ begründete Kritik, begründeter Widerspruch, divergierende Ansichten sollten m.E. grundsätzlich nicht nur zugelassen, toleriert werden, sondern erwünscht sein.
Aber in der Tat scheint das bestimmten Menschen unangenehm zu sein, da ihnen bisher Selbstverständliches, "Normales, Richtiges" dadurch in Frage gestellt wird, sich damit auseinanderzusetzen ihnen aber zu anstrengend, unbequem ist. Lieber mit der Masse schwimmen, ist sicherer, gemütlicher. ;)
 
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update 10. April 2024
 
Zum Spiel "Eila und das glitzernde Etwas"
 
Meine Theorie zu Eila ist ja immer noch, dass die "Unschaffbarkeit" des letzten Kapitels zum einen zum wiederholten Spielen anregen soll, denn wenn man auch das letzte Kapitel mit ähnlichem Belohnungs-, Erfolgseffekt wie die vorherigen beim ersten oder zweiten Mal schon schaffen würde, hätte man dann im Grunde kaum Wiederspielreiz.

Zum anderen auch auf der thematischen Ebene, ohne zu spoilern:
Die extreme Bewältigungsschwierigkeit des letzten Kapitels kann man auch im Kontext zum "richtigen Ende", siehe Heft im Spiel, sehen, siehe worum es da "geht" ... .
29. April 2024
 
Zum Spiel des Jahres - Preis 2024, warum ich "Eila" als würdigen Preisträger sehe
 
Nochmal etwas ausführlicher, warum ich den Preis SdJ dem Spiel "Eila und das glitzernde Etwas" verleihen würde: Eila ist insofern ein herausragendes Spiel, als es eine Art "message" hat. Stellt sich sofort die Frage: Darf, kann, soll ein Spiel das?
 
Es ist schwierig, Aussagen über Eila zu machen, ohne zu viel über das Spiel zu verraten (ohne zu spoilern), vielleicht lässt sich aber sagen, dass es besondere menschliche Umstände, Verhältnisse, Widerfahrnisse metaphorisch, auf Phantasie-, Spielebene beinhaltet, bearbeitet.
 
Ja, auch ich habe mich hart vor den Kopf gestoßen gefühlt, als ich das "richtige, große Finale" "gelesen" habe - fühlte sich wie ein völlig unerwarteter und für ein solches, so niedlich gestaltetes Brettspiel unverhältnismäßiger Schlag ins Gesicht an.
Vom Ende her gesehen, in der Retrospektive passt es aber im Grunde genau und ergibt alles einen Sinn, erscheint das gesamte Spiel dann allerdings auch in einem völlig anderen Licht, unter einem anderen Blick als die meisten ihn wahrscheinlich zu Beginn des Spieles hatten.
 
Eila regt zweifelsohne dazu an, über das Spiel, die Abläufe, die enthaltenen "Abenteuer", die zahlreichen "Anspielungen", Assoziationen, Metaphern, Symbole und im Zusammenhang mit all dem auch über das sicher bewusst so gewählte artwork, die Gestaltung, Umsetzung zu reflektieren.
Gerade das Ende wirft, zumindest bei mir, nochmals zahlreiche, vom Spiel auch unabhängige Fragen und Gedanken auf.
 
Und wer - wie zu Anfang auch ich - kritisiert, dass man dieses doch sehr schwergewichtige Ende volle Breitseite ´reingebrettert bekommt und ob d a s "sein musste":
Siehe das Ende des Spiels - exakt so, völlig unerwartet und brutal, kann es passieren ... . Widerfahrnisse.
 
Sorry für Spoiler. 😳
 
Vorsicht, noch ´n Spoiler:
Wer sich fragt, warum man gegen Ende mehr oder weniger vom Spiel gespielt, vor vollendete Tatsachen gestellt wird, die nicht sämtlich oder überhaupt auf zuvor getroffenen eigenen Entscheidungen basieren - ja: genau s o ist "das" ... . Eben drum.
 
Eine Anmerkung noch zu Kindern, die Eila spielen:
Es ist geradezu perfekt designed, denn es wird in der Spielanleitung ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Spiel ab dem vierten Kapitel "nicht mehr ganz so niedlich und harmonisch" ist wie zuvor.
Man kann Eila also problemlos als niedliches, harmonisches, freundliches Abenteuerspiel - sowohl solo als auch mit zwei, drei oder vier? Personen - spielen: bis zum vierten Kapitel.
Es ist immer wieder spielbar und immer wieder anders!
Zusätzlich können Erwachsene mit ihren Kindern hineinwachsen, gemeinsam entscheiden, ob und wann sie "den schwierigeren Weg" beschreiten, Kinder da heranführen, damit "konfrontieren" und im Anschluss gemeinsam darüber sprechen wollen.
Das Spiel ermöglicht all das. :)

Eila ist ein Spiel, das einen emotional bewegt, dies offenbar auch will. Das schafft dieses Spiel auf sehr eigene, besondere Weise.
Kein Spiel wie andere Spiele.
 
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Eila und das glitzernde Etwas

Eila und das glitzernde Etwas

20. Januar 2024
 
"Eila und das glitzernde Etwas" - gespielt und dazu folgende Eindrücke:
 
Wir sind ´raus aus dem Schloss! 😊
Leider nicht ohne schweren Verlust ... . 😢
Jetzt steht uns das letzte, das fünfte Kapitel bevor - der Winter. ❄️😬😨
 
Hab´ es mit den Regeln jetzt auch verstanden:
1. Die erhaltenen Hobbies kommen in jedem neuen Kapitel in der ersten Runde ganz hinten in den Stapel im Kartenhalter.
2. Die "abzuwerfenden" Gegenstände sind nur einmalig einsetzbar, kommen dann wieder zurück in ihren Stapel Karten.
 
Ich frage mich nur, ob wir in Kapitel 4, im Schloss, was falsch gemacht haben? Wir haben zwar die Zielvorgaben (Karte) erfüllt, also "Ende A" erreicht, aber eben mit Verlust ... .
Wenn wir diesen Verlust hätten vermeiden können, wär´s dann also Ende B oder C gewesen?
 
Was auch ich bis hierhin, Ende von Kapitel 4, zu Eila sagen kann: Es ist kein Spiel für Kinder, Kinderspiel. Altersangabe auf dem Spiel: ab 10 Jahre. Würde es auch Zehnjährige nicht allein spielen lassen, sondern gemeinsam mit einem Erwachsenen.
 
22. Januar 2024
 
Kapitel 5, Winter: im ersten Anlauf gescheitert. Mal seh´n, wie lange wir brauchen, bis wir´s schaffen.
Wir haben die 7 Tage zwar geschafft (mit noch vorhandenen Herzen/Leben), aber den Gipfel nicht erreicht, heißt also: keines der Enden (A, B, C) erreicht?
 
Habe allerdings eine Vermutung, was "das glitzernde Etwas" sein könnte: Eila verliert ihre Angst, ist "erwachsen geworden, gereift", hat "zu sich selbst gefunden" - sowas in der Art?
Oder sie hat Freundschaft, Liebe kennengelernt/wiedergefunden?
Nein, bitte nicht spoilern! :)
 
Noch etwas krasser und weniger "kindgerecht" wäre, wenn "das glitzernde Etwas" sowas wie "Nirvana" wäre - Eila am Ende also "tot, aber glücklich/erlöst". lol
Ich hoffe jedenfalls sehr, dass es n i c h t sowas Religiöses, Esoterisches ist!
Vlt. viel banaler: Stück Alufolie. 😁
 
07. Februar 2024
 
update Eila
Wir haben eine zweite Bergbesteigung gewagt ... und sind noch kläglicher gescheitert als beim ersten Aufstieg. Also jetzt so richtich in die Binsen.

Bloß hat kein "versteckter Hinweis in einem Ereignis" das "alternative Ende" ausgelöst. ?
Ende A konnt´s ja nicht sein, das kriegt man nur, wenn man die Zielvorgaben erreicht hat. Ende C war´s bei uns auch nicht, weil ..., naja, will ja nicht spoilern. Kann´s also bloß Ende B gewesen sein. Ich fand es bisschen, wie soll ich sagen - lieblos. Nuja.
 
Wir wollen evtl. noch einen dritten Versuch starten. Aber kann man zu Ende A gelangen, wenn man in Kapitel 5 immer wieder andere Entscheidungen trifft?
Habe den Eindruck, dass es doch sehr viel mit Glück zu tun hat, nicht nur wegen des Würfelns, auch durch das Mischen der Karten.
Je nachdem, welche Karten man - durch das Mischen - vorher oder später im Heute-Stapel kriegt, wirkt sich das schon erheblich aus, bspw. durch die Hobbies, aber auch auf die Rohstoffe, den verfügbaren Platz dafür, die Tauschmöglichkeiten etc..
 
13. Februar 2024
 
Habe mir nun doch auch mal das "Finale" angesehen. Schwierig dazu etwas spoilerfrei zu sagen. Meine spontane Reaktion war: "Ich bin entsetzt!"
Nicht wegen des "Themas" ... .
Sondern darüber, dass man volle Breitseite mitten ins Gesicht gebrettert bekommt. Und das völlig unerwartet, ohne das geringste vorherige Anzeichen, Hinweis, Warnung.
 
Das Spiel "ködert" einen, suggeriert eine relativ harmlose Abenteuergeschichte, ein solches Spielerlebnis.
Und all das bleibt Eila auch, bis einschließlich Kapitel 5, auch mit den unterschiedlichen Enden (A, B, C). Und ja, ab Kapitel 4 wird schon klar, dass es hier nicht nur um eine reine Phantasiewelt, ohne Realitätsbezug geht. Sorry für Spoiler.

ABER:
Das "Finale" drückt dir etwas völlig unvorbereitet ´rein, mit dem so ziemlich kein Spieler des Spiels vorher auch nur ansatzweise rechnen, dies erwarten oder vermuten konnte. So meine Meinung. Und klar "ergibt es Sinn": so "retrospektiv", vom Ende her betrachtet, aber es hätte "stattdessen" (möchte hier nicht noch mehr vorwegnehmen, die, die das Finale kennen, wissen, worauf ich mich beziehe) auch etwas anderes "Gravierendes" sein können oder auch gar nicht "so etwas" - mit derartigem Realitätsbezug ... ... ... .
 
Vor allem würde ich mich gerne mit anderen, die das Finale kennen, darüber unterhalten, wie sie dieses Finale, vor allem auch die letzte Seite bzw. die Rückseite des Heftes "Finale" verstehen, interpretieren.
Und: Was sagt es vor diesem Hintergrund aus, dass offenbar kaum jemand bisher in den ersten/mehreren Versuchen geschafft hat, dieses Finale, dieses Ende zu erreichen?
So von wegen: "Du hast es geschafft." - Naja, so ... oder so ... .

Jedenfalls ich hätte mir eine Art Hinweis auf dieses Finale gewünscht, damit man weiß, dass es den Machern des Spiels (Spielautoren?) offensichtlich nicht um "nur ein nettes, kleines AbenteuerSPIEL und um nur ein niedliches, harmloses, bisschen kitschig anmutendes Häschen geht", sondern um eigentlich etwas ganz Bestimmtes - vielleicht/wahrscheinlich sehr Persönliches. ?
 
Und ja, in diesem Finale-Heft kommt außerdem ein Satz vor, an dem ich mich auch ziemlich gestoßen habe.
"Wert" und so ... . Wenn auch das als eine Art andeutungsweise "Gesellschaftskritik" gemeint ist, ok, wenn nicht, geht der Satz für mich gar nicht.
 
Was ich mich auch Frage: Ist nur Kapitel 5, Der Berg, in direktem Zusammenhang mit dem "Finale" zu sehen und die Kapitel davor sind "so das Übliche" (kann mich, ohne zu spoilern, leider nicht klarer ausdrücken)? Oder stehen alle Kapitel in direktem Bezug zur "Finalesituation"?
 
Für mich kann ich zumindest resümieren, dass ich s o ein Spiel bisher definitiv noch nicht kannte/gespielt habe. Es hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Bedeutet aber auch: Man kann es zukünftig nicht mehr "unbedarft" spielen.
 
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03. September 2023
 
Ich finde, Jasmin - siehe oben verlinktes Video von ihr, Brettspielkanal "abgewürfelt" - hat alle relevanten Aspekte angesprochen und sehr gut begründet, stimme ihr darin zu: Es gibt noch immer zu wenige gute Solospiele und zu viel Skepsis gegenüber solo Spielenden.
 
Persönlich ziehe ich das analoge Brettspiel in Gesellschaft, mit anderen Spielenden gemeinsam spielen, dem Solospiel zwar durchaus vor, denn mir geht es dabei nicht so sehr um kognitive Herausforderung und/oder das Gewinnen, sondern um die soziale, zwischenmenschliche Interaktion, um den persönlichen, realen, nicht-virtuellen Kontakt mit/zu anderen bekannten und/oder fremden, freundlichen Menschen, um die mit ihnen gemeinsam angenehm erlebte Zeit, Begegnung, Erlebnisse, Erfahrung, um die Geselligkeit, Anregung, gemeinsame Freude ... .
 
Aber spiele in Ermangelung des "Zugangs" zu Mobilität und Sozialkontakten zu anderen Menschen - aus vor allem gesundheitlichen und finanziellen Gründen - eben auch solo.
 
Wobei ich mir mehr kleine, leichtere Solospiele wünsche, nicht so viele langwierige, mit aufwendigem Aufbau und/oder Automa, "KI", nicht so viele Solospiele, die eine Stunde oder länger Spielzeit beanspruchen, also weniger Solo-Spiele im oberen Kenner- bzw. im Expertenspielbereich und vor allem: keine appbasierten Spiele, keine Spiele, für die digitale Endgeräte erforderlich sind.
 
Oft stoßen Brettspiele, auch Solospiele, mich thematisch und/oder optisch ab. Es gibt einfach wirklich extrem viele "Männer"-Spiele mit Thema und Optik zu hässlichen Monstern, Drachen, Dungeon, Piraten, SciFi, Krieg, Kampf, 4x-Spiele (explore, expand, exploit, exterminate).
 
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Mein Kommentar zum oben verlinkten Video von
Matthias, CoBo - "Warum spiele ich (nur) kooperative Spiele?"
nachfolgend einkopiert.
 
Du hast im Grunde schon alle relevanten Punkte in deinem Video genannt, Matthias. :)
Was mich betrifft, spiele generell lieber kooperativ als kompetitiv, eben weil ich dieses Gefühl des "Zusammengeschweißtseins" und des "Abenteuerbestehens" gerne mag: gemeinsam eine Herausforderung auf unterhaltsame Art bewältigen, wobei jeder sich entsprechend seiner Stärken, Schwächen, Ideen, Erfahrungen, Persönlichkeit ... einbringt.
 
Letztlich liegt das m.E. daran, dass Menschen lange Zeit so auch real gelebt haben, nur so überleben konnten: durch Gemeinschaft, Kooperation, Teilen, Prosozialität.
 
Erlaube mir den kleinen Exkurs: Gibt von Joachim Bauer ein großartiges Buch: "Schmerzgrenze. Vom Urpsrung alltäglicher und globaler Gewalt" - ein Buch über r e a k t i v e Aggression und Gewalt (vlt. kennen es einige schon?) - in dem er u.a. diesen Punkt sehr verständlich darlegt, dass Ausgegrenztsein aus der Gruppe sehr lange Zeit für Menschen den sicheren Tod bedeutete. Deshalb ist auch heute Mobbing mit psychisch-emotionalem Schmerz verbunden, was reaktive Aggression und auch Gewalt zur Folge haben kann (oft auch hat). Aber keineswegs nur er zeigt wissenschaftlich auf, dass im Menschen Kooperation und Mitgefühl genetisch angelegt sind, siehe auch Frans de Waal (Primatologe, Verhaltensforscher) - "Der gute Affe" ... .  

Vielleicht also ist es auch dieses "archaische Erbe", nicht nur Sache der jeweiligen Persönlichkeit, dass/warum Menschen gerne gemeinsam etwas tun, bewältigen, erwirken wollen, siehe auch von dir schon angesprochene Mannschafts-/Teamsportarten.

Wir sind hier keine Experten- und situationsbedingt leider auch keine Vielspieler, spielen "nur" auf Familien- und Kennerspieleniveau.
Für mich persönlich war und ist bisher Paleo d a s kooperative Spiel, das mich am intensivsten geflashed hat. Ich liebe es nach wie vor optisch, thematisch und eben auch den Spielablauf, das Spielerlebnis.

Aber es gibt auch noch weitere kooperative, eher einfachere Spiele, die wir gerne mögen, bspw. Rob ´n Run, Fitzek Killercruise, Ensemble, Die (un)üblichen Verdächtigen, In aller Ruhe, The Mind Soulmates, Infernal Wagon, Eila und das glitzernde Etwas, 5 Minute Dungeon, außerdem durch deine Videos kennengelernt: Trick ´n Trouble und 4 1/2 Minuten. :)
Berge des Wahnsinns konnte ich bisher leider noch nie spielen, habe aber so viel darüber gehört und gesehen, dass ich jetzt schon weiß: das ist mein Spiel! :)
 
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update 16. Oktober 2022
 
Mal wieder an die Brettspielfreunde:
 
Es gibt meines Wissens bisher noch immer deutlich weniger Frauen als Männer, die Brettspiele "erfinden", konstruieren, erschaffen, gestalten - woran liegt das?
 
Bei den Spieleblogs, youtube-Kanälen fällt mir ebenfalls auf, dass solche mehrheitlich von Männern betrieben werden.
Es gibt darunter viele gute, kürzlich schon genannt/beworben, siehe unten verlinkt.
Trotzdem werden dort nach meinem Empfinden und Geschmack häufig sogen. Expertenspiele vorgestellt, erklärt, rezensiert, die häufig Themen, Inhalte, Optik haben wie/von Monstern, Magie, Mythen, Cthulhu/Lovecraft, Drachen, Dinosaurier, Dungeon oder SciFi, Krieg, 4x-Spiele, Eroberung/Ausbreitung - auch auf anderen Planeten (Mars, Wüste ...) - Schiffe, Inseln, Schatzsuche, Waffen, Kämpfen, Besiegen.
 
Es gibt m.E. vergleichsweise weniger kooperative, konstruktive, dabei auch interaktive, kommunikative Spiele. Oft stört mich auch die Optik, Gestaltung, das Design, die Illustrationen von Spielen - nicht selten beides: Thema und artwork, Spieldauer, kompliziertes, umfangreiches Regelwerk, Spielanleitung.
 
Frage mich, ob und wieviele Männer und Frauen es gibt, die einen ähnlichen Geschmack, Interessen und Vorlieben hinsichtlich dessen haben - wieviele und welche Überschneidungen, Übereinstimmungen es bzgl. des Genannten gibt und ob es also eher eine Sache der Persönlichkeit oder des Geschlechts (Prägung, Sozialisation, Biologie?) ist: ?
 
Es gibt Spiele, die interessant, gut bis hervorragend, beeindruckend sind, bezogen auf Thema, Umsetzung, Mechanik, Spielerlebnis, aber wenn mich nicht auch das artwork anspricht, würde/werde ich sie nicht kaufen. Ästhetik.
Andererseits gibt es Spiele, die ich optisch ansprechend, witzig, originell finde, das Thema aber nicht mag (bspw. alles mit Dinosauriern, Monstern, Krieg). Grundsätzlich spiele ich am liebsten sogen. "Kennerspiele", Familienspiele und kleine Spiele von kürzerer Dauer (Opener, Absacker, Mitbringspiele).
 
Problem hier ist, dass Spielen mit mehreren anderen Leuten leider "kaum" möglich ist. Daher suche ich nach Spielen, die man bereits mit zwei Personen oder auch alleine gut spielen kann - auch in 20 bis 30 Minuten. Kooperativ wird dann, solo, natürlich schwierig. ;)
 
Und ich mag keine Hybridspiele, also nichts, das appbasiert ist, wofür man elektronische Geräte braucht. Puristin. :)
 
Würde mir auch mehr gute Spiele - im sogen. Kennerspielebereich - mit Thema Steampunk, Philosophie, Literatur, Theater, Psychoanalyse, Anarchismus, Frauen in der Weltgeschichte (Kunst, Literatur, Musik, Malerei, Wissenschaft, Medizin ...) wünschen.
Was gibt es da bisher: deutschsprachig, spielbar ab zwei Personen?
 
"Therapy" ist schon sehr alt ..., "Pessoa" hat mich bisher leider nicht überzeugt.
 
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Zum Erarbeiten von Brettspielanleitungen, "Vorbereiten" eines Brettspiels bzw. Spieletreffens
 
Der Punkt, den ich anders sehe als im oben verlinkten Video von Actualol genannt, ist der mit den Regeln, der Spielanleitung:
Sehe nicht ein, warum einer die Arbeit alleine leisten soll, während die anderen nur ihren Spaß haben.
Finde es bspw. auch schön, wenn Leute zu einer Party ... je selbst etwas mitbringen, beisteuern.
 
Es kann durchaus bereits sehr lustig sein, sich die Regeln eines neuen, unbekannten Brettspiels gemeinsam draufzuschaffen. Alle haben mitgeholfen, alle sind informiert und wissen, dass und wie das Spiel richtig gespielt wird, nichts wird übersehen, vergessen, missverstanden. :)
 
Wenn es eine große Gruppe ist, kann eine kleine Gruppe für die Anleitungen verantwortlich sein, beim nächsten Treffen oder anderen Spielen sind es dann wieder andere. So wechselt man sich ab.
Wer den Job gerne, freiwillig unbedingt alleine machen will: auch kein Problem. ;)
 
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14. April 2024
 
Nochmal (m)eine Replik zum Lernen, Erarbeiten von Spielregeln, Spielanleitungen, siehe auch oben verlinktes Video von Thomas, Better Board Games
 
Hm, nee, ich sehe das nach wie vor anders: Warum soll ich alleine mir die Regeln draufarbeiten, wenn wir zusammen ein Spiel spielen, warum soll einer alleine die Arbeit machen, vor allem, wenn es immer dieselbe Person ist (!), warum nicht gemeinsam die Regeln erarbeiten: gemeinsam Anleitung lesen, gemeinsam aufbauen, das kann durchaus auch schon witzig sein, Spaß bringen und ich finde es wesentlich fairer, auch schöner, angenehmer, sozialer, wenn alle zusammenarbeiten und im Anschluss alle gemeinsam Freude mit dem Spiel haben.
Dabei ist vor allem gewährleistet, sofern alle sich wirklich einbringen, dass keiner etwas übersehen oder missverstanden hat (Regeln, Anleitung).

Ja, auch wenn ich mir Regelvideos ansehe, lese ich trotzdem immer selbst nochmal die Anleitung. Und ja, ich gehöre zu jenen Menschen, denen es keine Freude macht, Spielanleitungen zu lesen, Regeln zu lernen - denn es geht da ja nicht nur um e i n Spiel, sondern immer wieder auch andere und wenn man Spiele länger nicht mehr gespielt hat (weil es nicht möglich war), fängt man nicht selten mehr oder weniger wieder bei Null an. Ja, das ist Arbeit - warum soll die nur einer alleine leisten? Dann dauert es halt mal ein bisschen länger, kann man doch vorher miteinplanen: Wir lernen und spielen heute gemeinsam ein neues Brettspiel. :)

Menschen kochen auch gemeinsam (kaufen vorher vlt. auch gemeinsam das Benötigte ein usw.) oder organisieren gemeinsam Veranstaltungen, Feste, Parties ... (ist auch Arbeit), legen zusammen einen Garten, Beete an (ernten dann auch gemeinsam bzw. haben später alle was von der vorher gemeinsam geleisteten Arbeit) etc. - warum soll das nicht auch gemeinschaftlich, kooperativ für Brettspielregelnlernen möglich sein?

Und ja klar: zu diesem gemeinsamen Regelnlernen gehört selbstverständlich auch der gemeinsame Spielaufbau, auch, um es besser zu verstehen, ersten Eindruck zu erhalten und auch der gemeinsame Abbau.

Was halt nicht geht bzw. hart nervt, ist, wenn Leute nebenbei andere Sachen machen oder ständig am Handy ´rumdaddeln - Voraussetzung fürs Gelingen des gemeinsamen Regelnerarbeitens ist selbstredend, dass jeder mit voller Aufmerksamkeit, Interesse und Engagement dabei ist.
 
Es ist beim gemeinsamen Regelnlernen eben auch nicht so passiv, als wenn nur einer erklärt und die anderen die ganze Zeit nur zuhören, ich denke, Leute lernen die Regeln gerade deshalb leichter, schneller und können die Regeln auch besser behalten (erinnern), wenn sie aktiv etwas tun und es eben auch jeweils selbst lesen und verstehen können/wollen - nicht nur passiv konsumieren.
 
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16., 17. November 2023 und 09. April 2024
 
Zu "Alice is missing" und ähnlichen Spielen würde ich mir - grundsätzlich - eine etwas kritischere Draufsicht wünschen.
 
Habe entsprechend bei "Better Board Games" (youtube-Kanal, siehe Video von Thomas) und "Brettspielblog" (Ben) sowie Hunter & Friends kommentiert, siehe gerne auch dort direkt die "Diskussion", kopiere meinen Kommentar - Fragen, Kritik, Argumentation - hier nachfolgend ein, auch wenn sicher wieder mitgeteilt wird, die Kommentarspalte sei nicht der passende Bereich für solche Diskussionen, aber:
Wo/wie sonst kann man als Rezipient solcher Videos kritische Anmerkungen zu selbigen machen?
Christoph, "Brettspielbox", hat das kürzlich erfreulicherweise mit einem entsprechenden Video - etwaige "NoGo´s (Themen, Umsetzung ...) im Brettspiel ..." - ermöglicht. Nochmals danke dafür. :)
 
Hier mein einkopierter Kommentar:
 
1. Was passiert mit Alice bzw. was kann alles passieren oder wird suggeriert, bspw. Gewalttaten (im Rahmen von bspw. Entführung) oder gewaltvolles Beschädigtwerden oder auch Tod der Alice - ist also wieder mal eine Frau, ein Mädchen das Opfer?

2. Ist das Spiel ausschließlich bzw. vorrangig, "idealerweise" mit digitalen Endgeräten spielbar? Wäre für mich schon ein absolutes No-Go. Ich möchte analoge Brett-, Gesellschaftsspiele eben deshalb auch rein analog spielen (dürfen, können). Gilt so auch für Rollenspiele, RPG, die ich allerdings nicht spiele.

3. Wie datenschutz-/datenmissbrauchssicher ist es, ein solches Spiel - gerade mit digitalen Endgeräten und dann auch noch über mehrheitlich wahrscheinlich ausgerechnet whatsapp - zu spielen?

4. Wie realistisch oder wie vernünftig/geboten ist es, dass man gerade bei einem so sensiblen Thema, setting ausschließlich schriftlich und online miteinander kommunizieren darf/muss und nicht persönlich, real, physisch austauschen kann? Denn genau das bringt die typischen, hinreichend bekannten Probleme - rein virtueller Kommunikation - bereits mit sich bzw. evoziert und verschärft diese: Oberfläche, Unterkomplexität, Missverständnisse, Gerüchte, die sich verselbständigen.

5. Wenn es darum geht, Entführung, Gewalt, mehrheitlich w e i b l i c h e Opfer von Vergewaltigung, auch Femizid etc. in analogem Brettspiel reflektiert, kritisch zu thematisieren, ist diese Art und Weise augenfällig ganz sicher die absolut ungeeignetste.
Auf mich macht "Alice is missing" den Eindruck, sehr voyeuristisch und auf Sensationsgeilheit ausgerichtet konzipiert zu sein. Ähnlich wie eben leider auch viele gewaltgeprägte, Gewalt beinhaltende Filme, Serien.

6. Spieler sind, nach deren Aussagen, nach dem Spiel aber offenbar häufig deutlich "emotional angegriffen" - warum dies und was hat das zur Folge: welche Reflexion mit dem Thema (?), mit Gewalt etc.? Oder ist es nicht mehrheitlich so, dass die meisten es einfach als Spiel abhaken und gerade nicht über bestehende, darin offenbar vorkommende und in der Realität bestehende "Missstände", siehe global massive Gewalt gegen Frauen, diskutieren?
Regt das Spiel zu solchen Diskussionen an, ist es überhaupt dahingehend kritisch, seriös konzipiert - oder geht´s doch einfach nur um Voyeurismus, Sensationsgier und den "emotionalen Effekt"?

7. Ich halte es keineswegs für ungeeignet, sich via Brettspiel mit "kritischen Themen" auseinanderzusetzen, ganz im Gegenteil, es ist aber eine Frage der Art und Weise.

8. Ganz einfache Frage: Wird bei diesem Spiel je oder gar mehrheitlich als Ende herauskommen können (anhand der Karten, der Suggestion!), dass Alice einfach nur für ´ne Weile irgendwo spazierengegangen ist bzw. dass ihr absolut nichts Schlimmes, Schlechtes, Gewaltvolles "passiert" ist/an ihr getätigt wurde? Wahrscheinlich nicht, nicht wahr? Denn das will das Spiel nicht - es w i l l, was ich oben schon nannte: Voyeurismus, Angst, Gewalt, Sensationsgeilheit - "Alice" s o l l offenbar etwas "Schlimmes", Schlechtes passieren, anderenfalls würden die anderen sich nicht solche "Sorgen" um sie machen.

9. Und ja: Kritikwürdig finde ich gerade auch, dass eben über digitale Endgeräte, Smartphones, "gespielt" wird, denn es ist schon ätzend genug, d a s s junge Leute, aber auch Erwachsene sogar im direkten Sozialkontakt mit anderen nebenbei ständig auf ihr Handy gucken und/oder Nachrichten tippen.
Entweder ich bin mit meiner ganzen Aufmerksamkeit und physischen wie psychischen und mentalen Anwesenheit bei der Person/den Personen, die ich besuche oder die mich besuchen, mit denen ich gerade verabredet bin, etwas gemeinsam unternehme, erlebe oder ich befasse mich mit meinem Handy. Für mich hat das sehr viel mit Respekt, Wertschätzung, ungeteilter Aufmerksamkeit, auch Konzentration zu tun sowie auch damit, mal wenigstens zeitweise ohne digitales Endgerät "leben", sein, sich beschäftigen zu können - mit anderen oder auch alleine, statt wie ein abhängiger, willenloser Junkie ständig versklavt am Gerät zu hängen. Ausnahmen sind für mich nur dringendes Erreichbarseinmüssen, bspw. wenn es um Kinder oder Kranke oder Job (Bereitschaftsdienst) geht.
 
Weitere Argumentation von mir, auch hier einkopiert. Denn ich gehe davon aus, dass ähnliche Einwände auch hier gemacht werden.
Replik auf Thomas´ Antwort:
 
1. Dieses Spiel wird aufgrund seines Themas und seiner "Rahmenbedingungen" die Spielenden wohl bereits in bestimmte Richtungen leiten - die Spieler werden bspw. wahrscheinlich nicht Gänseblümchen pflücken. Es ist somit also bereits suggestiv.
2. Dass und warum ich analoge Brettspiele eben deshalb spielen möchte, weil sie ohne digitale Endgeräte auskommen, hat verschiedene Gründe, einige derer nannte ich oben bereits, siehe auch hier:
3. Ich benutze aus Gründen des Datenmissbrauchs und Datenschutzes so wenige apps als möglich, insbesondere fast nie ein Smartphone, auch nicht whatsapp. Ich denke, es spielt keine Rolle, ob man über digitale Spiele oder anderweitig Zugang zu Daten, Handies, Smartphones erhält, wenn bestimmte Menschen sich Zugang hierzu verschaffen wollen, siehe nochmals bspw. chatkontrolle, Staatstrojaner, Spysoftware Pegasus u.v.a.m.. Eigenes, umfassendes Thema. Jedenfalls möchte jedenfalls ich auch aus diesen durchaus triftigen Gründen Spiele analog spielen, ohne apps, ohne whatsapp.
 
Tja, die Kommentarspalten bei youtube sind nicht der passende Raum für solche Diskussionen, deshalb werden sie von den Kanalbetreibern einfach bequem abgewürgt. Es wird Leuten also etwas einseitig vorgesetzt, das sie, den Inhalt bis dahin noch nicht kennen könnend, aufgeschlossen ansehen, sich dann aber nicht fundiert kritisch, argumentativ dazu äußern sollen. Das ist zweifelsohne sehr demokratisch und souverän. ;)
 
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update 20. Februar 2023
 
Go home, ChatGPT!
 
Großartiger Humor, sehr schöne Idee von Hunter. Siehe oben verlinktes Video, Hunter & Friends, vom 20.02.2023.
 
Der KI, jedenfalls Chat GPT, fehlt es an Menschlichem. ;P Emotionen, Begeisterungsfähigkeit. Antwortet nur rational, oberflächlich, pauschal - saft-, blut-, leblos.
Das gimmick ist so unterhaltsam wie Testbild-TV. Kann zwischenmenschliche Kommunikation, Interaktion, Austausch nicht ersetzen, allenfalls ergänzen.
Ich verzichte gerne darauf. =)
 
Versteht und k a n n ChatGPT aktiv Humor, Ironie, Zynismus?
Wie verhält es sich mit Mitgefühl?
Gedichte, Lyrik?
Spontaner Smalltalk?
Roman, Geschichten, erzählen, Phantasie, Reflexion, Philosophieren?
 
:P
 
Und sorry, n e i n: Das "Brettspiel-Gedicht" des ChatGPT ist ja wohl der letzte trash.
KI verfügt halt nicht über "organische" Erfahrung: Lebenserfahrung inkl. Gefühlen.
Kennt KI Trauer, Verzweiflung, Melancholie, Euphorie?
 
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