Overblog Alle Blogs Top-Blogs Politik
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Lebenskunst für Laien

Sabeth schreibt Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus - non serviam.

Polyvagaltheorie - Autonomes Nervensystem und Angst, Gefahr, Wut, Aggression, Gewalt, Armut, Depression, Stress, Schmerz, Rückzug, Trauma, Bindung, Beziehung, Heilung, Sicherheit

 
09. Juli 2025
 
Die Schulmedizin beschreibt im Grunde nur - anders als ganzheitliche Medizin - was wie entstanden, vorhanden ist, worin es sich äußert (Symptome, Beschwerden) usw., aber sie geht fast nie an die Ursache, ist nur - und oft sehr nebenwirkungsstarke - Symptombehandlung oder Apparatemedizin, Akutmedizin (OP´s und andere invasive Eingriffe und Untersuchungen). Schulmedizin versagt jedoch immer bei chronischen Erkrankungen, da behandelt sie nur symptomatisch, zumeist durch "Medikamente" mit starken Nebenwirkungen, aber sie heilt nicht
 
Heilung kann jedoch nach auch meiner Überzeugung - und ich bin keine Esoterikerin, auch nicht religiös - nur ganzheitlich sein, da immer der gesamte Körper, Leib - inkl. Gedanken, Gefühlen, Umwelt, Lebensgewohnheiten, diversen psychischen, physischen und sozialen Belastungen - betroffen ist, hier also liegen Ursachen und diese verändert Schulmedizin aus bekannten Gründen nicht, das kann nur jeder je selbst tun bzw. hat es durchaus auch viel mit Gesellschaft, Regierungspolitik, unserer Lebensweise zu tun - w i e und wieviel wir arbeiten (Sorge-Arbeit wird leider nach wie vor nicht als unentbehrliche Arbeit definiert, obwohl sie die basalste ist), wohnen, uns (oft ungesund) "ernähren", bewegen (oft einseitig, zu wenig, schädigend), mit anderen Menschen umgehen (siehe bspw. Fremdbetreuung, die Auslagerung von Kindern, kranken, behinderten, alten, sterbenden, also wirtschaftlich, kapitalistisch nicht funktionalen, nicht nützlichen Menschen ist - eigenes, umfassendes Thema).

Deshalb sind Ernährung, Bewegung, Entspannung grundsätzlich wichtig und in allen alten Heilmethoden ist das bekannt, siehe auch die Bedetuung des Darms (Mikrobiom, Nervenzellen, Immunsystem ...), und je nachdem, wie ein Mensch sie (Ernährung, Bewegung, Entspannung) "einsetzt" oder auch nicht, kann dies heilsam oder schädigend sein.
 
Viele Jahre habe ich persönlich die mentale und emotionale "Ebene" völlig vernachlässigt, eben weil ich es "aus wissenschaftlicher Sicht", mit Verstand, Vernunft betrachten wollte, nicht esoterisch, keine Quacksalberei, Scharlatanerie, Aberglaube ... .
Fange nun, mit 51, aber damit an, mich mit natürlichem Heilen zu beschäftigen, eben weil Schulmedizin, Ärzte auch mir seit vielen Jahren leider überhaupt nicht helfen, sondern eher schaden und ich dieses Beschädigtwerden durch Pharmakotherapie (schwere Nebenwirkungen von Medikamenten) und/oder invasive Untersuchungen und "Behandlungen" auch bei mehreren anderen, chronisch kranken Menschen in meinem Umfeld seit Jahren mitbekomme, auch mit tödlichem Ausgang bei diesen.
 
Vor allem ist mir - dies schon vor mehreren Jahren - klargeworden (Erkenntnis :) ), dass Heilen, wie so auch Lernen, sich wesentlich über Beziehung vollzieht. Hatte das allerdings vor allem auf Psychotherapie bezogen - was hilft, ist also weniger die Methode als die Beziehung zum jeweiligen Therapeuten. Hier geht es insbesondere um Vertrauenkönnen, auch Vertrautheit, Halt, Verständnis, Angenommensein, Empathie, Mitgefühl, Aufmerksamkeit (Wahrgenommen-, Verstandenwerden), Zuwendung, Verlässlichkeit. 
Offiziell darf es ja gerade keine "Freundschaft" zwischen Psychotherapeut und Patient geben, es soll auch nicht zu einer Art Abhängigkeit führen, sondern es soll eine Therapie - auch physische - das Selbstvertrauen, die Selbstwirksamkeit, Selbstbestimmung und Resilienz eines Menschen stärken, sein Selbstbild, Selbstverständnis ggf. "zurechtrücken", ihm etwas aufzeigen, das er so bisher vielleicht nicht selbst gesehen oder versucht hat.

Menschen sind soziale Wesen und lebenslang auf wohltuende (!), nicht-sexuelle Berührung und Beziehung angewiesen - schon hieran mangelt es etlichen Menschen oft über viele Jahre erheblich. Siehe wiederum: wie wir arbeiten, wohnen, leben - Ehe, Kleinfamilie, Singles, Fremdbetreuung, statt bspw. cohousing, Wahlverwandtschaften, offene Begegnungsstätten (nicht nur Vereine).
 
Manches lässt sich durch eigenes Verhalten verändern, anderes nicht - suche noch nach dem Weg, mit all dem zurechtzukommen, das ich nicht selbsttätig verändern kann (bspw. materielle Armut, familiäre Vorbelastungen, Entwurzelung, Trennungen, Verluste, stark belastende Erlebnisse ...). ;)
 
-
Werbung
10. August 2026
 
Der (post-) moderne, individualisierte, häufig sozial isolierte, keineswegs selbstbestimmte ("freie"), sondern ab der Kita, über die Lohnarbeit, Erwerbstätigkeit, Klinik, Freizeitaktivitäten bis ins Pflegeheim lebenslang durchgetaktete, fremdbestimmte, objektifizierte, funktional, nützlich, effizient, optimiert sein sollende Mensch in der kapitalistischen, patriarchal-autoritären, arbeitsteiligen, meritokratischen, vertragsbasierten Gesellschaft - die keine selbst gewählte, konsentbasierte, solidarische, tragende, schützende, auf Mitgefühl und Prosozialität gründende Gemeinschaft ist - lebt nicht artgerecht, nicht gesund, nicht wohltuend für und mit sich und anderen Menschen und Tieren, Natur, Umwelt:
 
- Er isst oft zu viel und Ungesundes, nicht natürliche, naturbelassene, wenig verarbeitete, stärkende, vitalisierende Nahrung, sondern über Jahre und Jahrzehnte zu viele gesundheitsschädigende, denaturierte Industrie"lebensmittel", inkl. "Snacks", Fertiggerichte.
 
- Er bewegt sich zu wenig - kräftigend, vitalisierend, freiwillig, gerne- an frischer Luft, in der Natur.
 
- Er ist fast ständig umgeben von künstlichem Licht und Strahlung, nicht aber von heilsamem, regenerierenden, stärkenden Sonnenlicht (nein, das basiert nicht nur auf der Bildung von Vitamin D, deshalb reicht es auch nicht, Vitamin D-Präparate einzunehmen) und regelmäßigem Wechsel von natürlicher Helligkeit und natürlicher Dunkelheit (Nacht).
 
- Er erlebt oft zu wenig wohltuende Regeneration, bspw. durch regelmäßig ausreichend guten Schlaf (inkl. je individuell erforderlicher Schlafdauer, siehe Chronotyp, Chronobiologie), ebensolche Ruhe-, Erholungsphasen ohne Ablenkungen, digitale Endgeräte, oberflächliche Bespaßung, Unterhaltung, stattdessen durch Stille, Muße, unverplante, wirklich frei verfügbare Zeit - mit auch schöpferischen, konstruktiven, als sinnvoll erlebten Tätigkeiten (nicht bloßes Geschäftigsein, Beschäftigtsein) - und regelmäßigen, längere Zeit andauernden Aufenthalt, leichter, wohltuender Bewegung (Spazierengehen) oder Sitzen, Liegen in der Natur mit bewusster Wahrnehmung derselben (Licht, Farben, Geräusche, Gerüche, Wärme, Kälte, persönliche Empfindungen ...). 
 
- Er erfährt häufig keine soziale Zugehörigkeit, hat oft keine wohltuenden, tragenden Beziehungen zu mehreren Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts (weiblich, männlich, siehe biologisches Geschlecht: Gene, Genotyp), keine langjährig vertrauten Bezugspersonen, keine G e f ä h r t e n (nein, das ist nicht dasselbe wie Ehe, Affäre, oberflächliche, austauschbare Bekannte, Betreuungspersonal in Fremdbetreuung/Auslagerung in diversen Einrichtungen - Gefährtensein, Freundschaft, Liebe ist nicht Konsumieren von Menschen als/wie Objekte).
 
- Er ist häufig sozial isoliert, einsam, ausgegrenzt, gemobbt, verachtet, beschämt, diskriminiert, diffamiert, stigmatisiert, dies bspw. auch aufgrund nicht selbstverschuldeter materieller Armut. 
 
- Er konsumiert häufig auch ungesunde Substanzen, Drogen (sehr viele Menschen sehr häufig: Alkohol, Cannabis, Nikotin), Pillen, Schmerzmittel, "Antidepressiva", Psychopharmaka u.a.m. und er ist infolgedessen häufig substanzabhängig, süchtig, nicht selten lebenslang und an den Folgen der Substanzabhängigkeit, der Substanzen, Drogen, der Sucht sterbend, zuvor meistens viele Jahre chronisch krank. 
 
- Er gründet seinen Selbstwert, sein Selbstverständnis, seine Selbstgewissheit zumeist (mehrheitlich) auf Haben statt Sein - mit Verweis auf Erich Fromm (bspw. "Haben oder Sein", "Die Kunst des Liebens") und Arno Gruen ("Der Verrat am Selbst Die Angst vor Autonomie bei Mann und Frau") - auf vermeintlichen Erfolg und Leistung (was er dafür hält), auf Sieg, Ruhm, Macht (siehe Narzissmus, stets kompensatorisches Streben nach Macht, Geltung, Herrschaft ...), Titel, Posten, Ämter, Karriere, Höhe des Einkommens und Vermögens, Statussymbole, Oberflächlichkeit, Fassade, selbstschonenden, fremdschädigenden Selbstbetrug (Selbstflucht) - statt auf (s)eine reife, reflektierte, authentische Persönlichkeit: auf Mitgefühl (kognitive und affektive Empathie), Vernunft, Urteils-, Reflexions-, Erkenntnisfähigkeit (inkl. Selbsterkenntnis, Selbstreflexion), Prosozialität, Integrität, Verantwortung, bedürfnisorientierte Fürsorge, Solidarität, Loyalität, Liebesfähigkeit (aktives Lieben), Authentizität, Wahrhaftigkeit, Humor - auf entsprechende Taten, entsprechendes Agieren. 
 
All das oben Genannte wirkt sich bekanntlich intensiv schädigend auf seine Gesundheit, Vitalität, sein physisches und psychisches Wohlbefinden (inkl. Persönlichkeitsentwicklung und -entfaltung, -reifung) aus, nicht selten inklusive chronischer physischer und/oder psychischer Krankheiten und auch Suizid als Folge.

All das Genannte ist weitgehend bis fast ausnahmslos menschengemacht, vieles ließe sich deshalb, so es gesellschaftlich, politisch und je persönlich gewollt wäre, konstruktiv, wohltuend gemeinschaftlich, solidarisch, fair, konsentbasiert ändern. 
 
-
Werbung
18. August 2026
 
Ich hab´ mich halt gefragt, was damals, als ich mich noch vital fühlte, anders war als heute, als seit ca. (mindestens) 13 Jahren:

Klar, ich war mit 20, 30 körperlich, biologisch jünger, habe viele belastende Erfahrungen damals noch nicht gemacht, war noch nicht in den Wechseljahren. 
Und vor allem:
Ich hatte keine Eisenmangelanämie, keinen Vitamin D- und keinen Eiweißmangel, machte regelmäßig Sport und ging ins Solarium.
 
Nein, damit will ich nicht Solarien bewerben, wohl aber für regelmäßigen Aufenthalt mit möglichst wenig Bekleidung, ohne Sonnenschutzmittel in der Sonne, in natürlichem Sonnenlicht, sowieso für wohltuende Bewegung und ausreichend gesunde Nahrung
 
-
Polyvagaltheorie - Autonomes Nervensystem und Angst, Gefahr, Wut, Aggression, Gewalt, Armut, Depression, Stress, Schmerz, Rückzug, Trauma, Bindung, Beziehung, Heilung, Sicherheit
 
Anhand der Polyvagaltheorie wird der Zusammenhang von Bindung, Beziehung, Selbstregulation durch (!) Co-Regulation und Angst, Aggression, Flucht, Kampf, (dauerhaftem) Stress, Sucht, Rückzug, Erstarrung, Immobilität, Ohnmacht, Trauma - also Leiblichkeit (ANS und gesamter Organismus) - und Heilung, Wohlbefinden, Gesundheit, Selbstwirksamkeit, Resilienz, Sicherheit (Geborgenheit) nochmals deutlich, anschaulich.
 
Siehe zum Genannten auch die unten verlinkten blog-Einträge.
Mit besonderem Verweis auf Emmanuel Lévinas und Maurice Merleau-Ponty sowie Sandor Ferenczi, Gabor Maté, Johann Hari, Joachim Bauer, Arno Gruen und Erich Fromm.
 
Unabdingbar für Gesundheit, Wohlbefinden, Ausgeglichenheit, "inneren Frieden", Selbstwirksamkeit, Resilienz, Heilung ist - immer wieder, nicht nur in der (frühen) Kindheit - Unterstützung, Beistand, Halt von außen, auf Basis von Empathie, Mitgefühl, Vertrauen: Bindung, Beziehung, damit ein beschädigter, versehrter, intensiv belasteter, hilf- und haltloser, ggf. auch traumatisierter Mensch sich wieder - mit unentbehrlicher, erforderlicher Hilfe von anderen, vertrauten, zugewandten, empathischen, wohltuenden Menschen, durch Co-Regulation - selbst regulieren kann. Durch Verbundensein.
 
Auch hier wird nochmals verdeutlicht, dass und warum Strafe, Haft, soziale Isolation, Einsamkeit, Ausgrenzung, das Erschweren, Verunmöglichen von Beziehung, Bindung, Berührung nur massiv schädigend sein können - für Individuum und Gesellschaft.
 
-
10. Juli 2025
 
Was Depression, aber auch Ängsten vorbeugt und was Menschen grundsätzlich, auch körperlich natürlich heilt, ist:
 
- gute, wohltuende Ernährung, nicht industriell verarbeitete, stattdessen natürliche, "lebendige" Nahrung (roh und gekocht, gedünstet, gebacken)
 
- regelmäßige Bewegung, idealerweise täglich mindestens 30 Minuten, insbesondere Sport, vor allem Ausdauersport, Muskeltraining, Dehnen (Stretching), idealerweise in der Natur, an frischer Luft, ohne Lärm und Abgase und bei Tages-, Sonnenlicht (nicht nur Aufnahme von Vitamin D über die Haut durch Sonneneinstrahlung u.a.m.)
 
- Entspannung, inkl. ausreichend Schlaf, Regeneration in/durch Natur, ihre unterschiedlichen Klänge, Geräusche, Gerüche, Farben ... (bspw. Spaziergang in Wald, Wiese, Bergen, an Bächen, Flüssen, Seen ..., "Sonnenbad"), Meditation, wohltuende Atmung (bspw. Bauchatmung, lateral breathing und Hypopressives) 
 
- wohltuende zwischenmenschliche Beziehungen, Sozialkontakte - Freundschaft, Liebe, Gemeinschaft, Zugehörigkeit, Wertschätzung, Austausch, Fürsorge, Verantwortung, Verbundensein, Halt, Trost, Freude 
 
- je persönliche und "kollektive" Erkenntnis, Reflexion, Bewusstheit, Achtsamkeit, Reife
 
- nicht nur, aber auch mir hilft überdies bestimmte, vor allem klassische Musik, insbesondere Mozart.
 
Also eine "artgerechte", menschenwürdige, ursprüngliche, wohltuende Lebensweise:
in und mit der Natur und ihren Abläufen, Rhythmen, in überlebenswichtigen kleinen, generationenübergreifenden Gemeinschaften (keine Auslagerung "homogener Gruppen" - Kinder, alte, kranke, behinderte, fremde, sterbende Menschen - in diverse Einrichtungen, in Fremdbetreuung), kooperierend, nicht kämpfend, mit viel Bewegung, Naturkontakt und Nahrungsmitteln, die direkt aus der Natur genommen, zubereitet und gegessen, nicht industriell verarbeitet werden, ohne Uhren, künstlich vorgegebene zeitliche Taktung des Tagesablaufs, der Nahrungsaufnahme, des Schlafes etc., ohne entfremdende Arbeit inkl. bullshitjobs, Fabrikarbeit etc.., ohne Unterhaltungselektronik, sogen. Vergnügungsparks, Massenveranstaltungen, ohne täglich fast ständiges Sitzen und/oder Stehen in der immer gleichen Haltung/Fehlhaltung, ohne künstlich genetisch veränderte Organismen (GVO), ohne Nanotechnologie, ohne Lebensmittel- und Pharmaindustrie u.a.m.. 
 
Nein, man muss nicht "zurück in die Steinzeit, Höhle" oder in die Einsiedelei, nicht auf hilfreiche Techniken, Technologien verzichten, aber etliches kann man durchaus loslassen, vermeiden, beenden, stattdessen anderes, Konstruktives, Wohltuendes tun, etablieren, leben, siehe wie oben genannt.
 
Wer Depression und auch chronische physische Erkrankungen tatsächlich heilen will, muss Menschen global ein wohltuendes, menschenwürdiges Leben, entsprechende Lebensverhältnisse ermöglichen bzw. sind diese gemeinschaftlich zu schaffen und Schädigendes, Schwächendes, Destruktives zu beenden. 
Siehe bspw. die Art und Weise des Arbeitens, Wohnens, der "Erziehung", Schule, Politik, Gesellschaft, Gemeinschaft, Kultur, der Werte, Überzeugungen, Glaubenssätze usw.. 
 
-
Werbung
update 21. Februar 2021
 
Du wirst deine (Substanz-) Sucht nicht bewältigen, indem du immer wieder mal das Suchtmittel (dessen Konsum) reduzierst oder auch ganz weglässt.
 
Du wirst deine Beziehungsunfähigkeit, ggf. auch bestehenden pathologischen Narzissmus, nicht bewältigen, indem du dauerhafter, stabiler, langfristiger, tiefer Bindung, Beziehung ausweichst, davor fliehst (in oberflächliche, unverbindliche, kurzzeitige und/oder nur über Distanz funktionierende Kontakte).
 
Du wirst deine Urbeschädigung, dein Versehrtsein, Verletzt-, Beschädigtwordensein, dein Trauma aus deiner Kindheit nicht bewältigen, indem du es verdrängst, leugnest oder es dir gar nicht erst bewusst machst.
 
Heilung wird nur allmählich und langfristig gelingen auf Basis von Selbsterkenntnis (statt Selbstbetrugs, Selbstflucht, Abwehr, Verweigerung, Verpanzerung, Verdrängung), Bewusstwerdung, Schmerzzulassen, Persönlichkeitsreifung und durch Anregung, empathische, mitfühlende, aufmerksame Unterstützung, Begleitung, Halt, Zutrauen "von außen": durch andere Menschen - via Beziehung. Auch dann, wenn es sich bei dieser untertützenden Person um Therapeuten handelt.
 
Mensch ist lebenslang täglich verletzlich und bedürftig. Leiblich. Sterblich. 
(Leib ist nicht gleichbedeutend mit Körper.)
 
Ohne Urvertrauen kein Selbstvertrauen, kein Selbstwertgefühl.
 
Bei etlichen Menschen (rings um den Globus) ist kein Urvertrauen vorhanden, konnte es in der (frühen) Kindheit nicht entstehen, sich ausbilden. Mit bekannten, wahrnehmbaren Folgen.
 
-
update 26. Mai 2021
 
Und da wir so lange schon wissen, wie lebenslang prägend Kindheit, der bedürfnisorientierte Umgang der Bezugspersonen (bspw. Eltern) mit Kindern ist, sollten wir alles dafür tun, diesen Bezugspersonen solchen Umgang tatsächlich zu ermöglichen. Wir sind jedoch nach wie vor weit entfernt von effektiver Prävention.
 
Möglich, realisierbar wäre indessen so vieles: fängt beim Beheben von Armut an, weiterhin sollte keine Bezugsperson alleine für Kind/er sorgen müssen: allein alleinerziehend, dies wäre abwendbar durch cohousing, und brauchen Bezugspersonen ausreichend Zeit, Muße, Stichwort Erwerbsarbeit.
 
Immaterielle, psychisch-emotionale Grundbedürfnisse, insbesondere von Kindern nach Bindung. Dazu nicht nur Bowlby, Gabor Maté, Erich Fromm lesen, sondern auch Frans de Waal. Siehe auch die Harlow-Versuche: soziale Deprivation, Mangel an Bindung und Folgen dessen.
 
-

Diesen Post teilen

Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren: