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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Wie, womit narzisstische Täter sich selbst überführen und: Wer liebt, kann, will verzeihen - Wiedergutmachung, Versöhnung

 
Wie, womit narzisstische Täter sich unfreiwilligerweise selbst überführen - und: Wer liebt, wer mitfühlt, kann, will verzeihen und um Verzeihung bitten, ist um Wiedergutmachung bemüht
 
update 25. Oktober 2020
 
Sicher sollte man als erwachsener Mensch Verantwortung für sein Tun tragen, aber wer stark selbst beschädigt worden ist, benötigt zunächst Therapie, u m nicht weiterhin andere seinerseits zu schädigen.
Hier fehlt es zumeist an entsprechendem niedrigschwelligen Angebot für Unterstützung, Therapie und an zuvor der Schuldeinsicht und Therapiebedürftigkeitseinsicht der Täter, außerdem völlig an angemessener Prävention.
 
So lange der jeweilige Täter keine Schuldeinsicht hat, keine Reue empfindet, also: echtes Mitgefühl mit dem Opfer - somit eigenen (!) Schmerz über seine Tat - wird, kann er keine tatsächliche Verantwortung für selbige übernehmen.
 
Erst, nur dann, wenn der Täter selbst nicht nur rational erkennt, sondern emotional (nach-) f ü h l t, dass und welchen Schmerz er dem Opfer womit wie zugefügt hat, wird er selbst das Bedürfnis nach Wiedergutmachung und Verzeihung (-gewährtbekommen) haben können.
 
update 09. November 2020
 
Zwischenmenschliches, prosoziales, solidarisches, friedliches Miteinander gründet sich basal auf den Umgang mit zugefügten Beschädigungen - Verzeihen, Wiedergutmachung, Ausgleich auf Basis von Mitgefühl, Reflexion, Reife, statt Strafe, Rache, Gewalt.
 
Das Problem bei pathologischen Narzissten (und Psychopathen, Soziopathen, siehe anti-, dissoziale PKST) ist, dass sie all das nicht als Reife und Stärke, sondern als Schwäche, Demütigung, Unterwerfung empfinden, interpretieren.
 
Es ist ja niemandem wirklich damit geholfen, zu sagen, er oder sie oder dieses und jenes Verhalten sei "böse". Die Frage sollte ja sein, warum verhält jemand sich schädigend, wie kann womit angemessen Abhilfe geschaffen werden und welche Prävention ist erforderlich.
 
Gerade hinsichtlich der Prävention wäre m.E. anzusetzen - und das müsste bei tatsächlich jedem einzelnen Menschen in dessen Kindheit passieren - davon sind wir (auch global) teilweise echt Lichtjahre entfernt, siehe "Erziehung", Autoritarismus, Indoktrierung, psychische Gewalt ... .
 
Verbreitetes Problem ist, dass wohl viele Menschen das nicht reflektieren (können) - siehe Internalisierung, Introjektion, Identifikation mit dem Aggressor. Sie kopieren dann mehr oder weniger unbewusst das Verhalten ihrer Peiniger (oft der eigenen Eltern). Autoritarismus ...
 
Und oft kopieren sie es nicht nur, sondern heißen es sogar gut, finden es richtig. Im Jugendalter gibt es da ggf. noch eine Art Ausbruchsversuch, Opposition, aber je älter solche Beschädigten werden, umso mehr rechtfertigen sie den Autoritarismus ihrer Eltern rückblickend.
 
Sehr gut, verständlich dargelegt haben das bspw. Erich Fromm, Wilhelm Reich, Arno Gruen und Alice Miller, aber auch Sandor Ferenczi (Trauma) und Gabor Maté (Sucht ...).
 
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Der narzisstisch, d.h. antisozial persönlichkeitsgestörte Täter bestätigt sein Tätersein unbeabsichtigterweise selbst durch sein typisches Verhalten, das er üblicherweise auch nach der Tat noch fortsetzt.
Die Hauptmerkmale dieses Verhaltens, mittels dessen er sich selbst unfreiwilligerweise als Täter überführt, sind:

- victim blaming
 
Der Täter betreibt nach wie vor die Täter-Opfer-Umkehr, versucht also, beim tatsächlichen Opfer Schuldgefühle zu verursachen, bezichtigt das Opfer vor diesem selbst wie auch vor anderen Menschen (bspw. auch vor den Ermittlungsbehörden - Polizei und Staatsanwaltschaften sowie auch Richtern, Freunden ...) der Täterschaft und er, der tatsächliche Täter (bspw. häuslicher, physischer, sexueller und/oder psychisch-emotionaler Gewalt - wie dem narzisstischen Missbrauch), stellt sich als Opfer dar
 
- gaslighting
 
Der Täter versucht, das Opfer und/oder andere mehr oder weniger involvierte Personen zu manipulieren, häufig so intensiv, dass diese ihm seine (Falsch-) Darstellungen, d.h. seine Lügen, glauben - seien das Lügen über das Geschehene, den Tathergang oder auch solche über seine eigene Person und/oder die des Opfers; der Täter diffamiert das Opfer, stellt es als bspw. psychisch krank oder als "schlecht, böse", nicht glaubwürdig ... dar.
 
- fehlendes Schuldbewusstsein, Schuldeinsicht und damit einhergehend bzw. daraus resultierend: fehlende Reue und Bereitschaft zur Wiedergutmachung
 
Der Täter flüchtet so intensiv in den Selbstbetrug, dass er seine Lügen selbst (zumindest oberflächlich, vordergründig) glaubt - dies muss er so vornehmen, um sein falschpositives Selbstbild aufrechterhalten zu können - er ist vor und für sich selbst der mit der weißen Weste, der Unschuldige, das Opfer.
 
Der Täter stellt sich vor und für sich selbst sowie vor involvierten Personen als Ahnungslosen, Arglosen, Harmlosen, Gutmütigen, Überraschten dar; er zeigt keinerlei Schuldeinsicht, sondern gebärdet sich als - vorgeblich - beherrschten, ruhigen, gelassenen, friedvollen, zugewandten Menschen, er spielt diese Rolle, um das Opfer und andere in die Irre zu führen, zu manipulieren (gaslighting), damit bei ihm erst gar nicht die geringste Schuld auch nur vermutet wird.

Der narzisstische Täter kann tatsächlich keine Reue empfinden, da er sich selbst (vordergründig) für unschuldig, für das Opfer hält (sich zumindest so darstellt, sich das selbst einredet - um sich selbst zu schonen, siehe Selbstbetrug).
 
Die Ursache dafür, dass er keine Reue empfinden kann, liegt darin, dass es ihm massiv an Mitgefühl mangelt - er kann bzw. will den Schmerz, das Leid des tatsächlichen Opfers nicht sehen, erkennen, nachempfinden, miterleben, miterleiden - dieses wichtige nicht nur Einfühlen (Empathie), sondern vor allem Mitfühlen verweigert der narzisstische Täter grundsätzlich und hartnäckig, er entzieht sich dieser unentbehrlichen zwischenmenschlichen, prosozialen Verhaltensweise.
Denn würde er mitfühlen, fühlte er (eigenen!) Schmerz und müsste er sich und anderen sein eigenes Fehlverhalten - seine ureigenen Defizite, Unzulänglichkeiten, Taten - eingestehen, es zugeben und dieses Verhalten dann konsequenter- wie erforderlicherweise ändern - hin zu gebotenem, prosozialen Verhalten.
 
Das aber möchte er gerade unbedingt vermeiden - denn der pathologische Narzisst kann nicht g e b e n, er will nur nehmen und wird dabei dennoch niemals "satt"; er kann nie genug kriegen, ist nie wirklich befriedigt, erfüllt, er vermag durch das Nehmen, Ausbeuten, Konsumieren, Missbrauchen und Fliehen (Eskapismus, Hedonismus, Selbstbetrug) seine innere Leere nicht zu füllen, seine Gier nicht zu stillen.
Er kann sich selbst nicht zurücknehmen, er kann keinen freiwilligen Verzicht zugunsten, zum Wohle anderer leisten; dies tut er allenfalls dann, wenn er sich davon eigene Vorteile verspricht, wiederum also ausschließlich als Mittel zum Zweck, nicht aus Mitgefühl, nicht von Herzen, nicht für einen anderen, sondern nur in Form einer manipulativen Taktik, zum Zwecke des Ausbeutenkönnens, Missbrauchens anderer Menschen.
 
In Folge all dessen, insbesondere des fehlenden Schuldbewusstseins, der fehlenden Reue, des vorausgehend fehlenden Mitgefühls, bittet der Täter das Opfer nie je ehrlich, wahrhaftig, authentisch, von Herzen um Verzeihung - er kann nicht (um Verzeihung ...) bitten, das käme für ihn quasi einem Schuldgeständnis und somit (in seinem Fühlen und Denken) einer Kapitulation gleich; er fühlte sich dann als Unterlegenen, Schwachen, was wiederum eine intensive Kränkung seines (narzisstisch überhöhten) Egos darstellte, er empfände es als Demütigung.
 
Der narzisstische Täter will und braucht unverzichtbar das Gefühl der Macht und Kontrolle, um sich "gut" zu fühlen, er will herrschen, unterwerfen, er meint, damit Stärke zum Ausdruck zu bringen und innezuhaben. Er macht und hat keine Fehler - er ist der Boss, der Großartige, besser, schlauer, schöner, stärker ... als andere.
 
Zum Erhalt von Macht und Kontrolle tätigt der Narzisst unter anderem auch die Kommunikationsverweigerung.
Ohne Kommunikation (falls erforderlich mit Hilfe von Mediatoren) ist Beziehung, sind gerade auch Verzeihen und Aussöhnen selbstredend unmöglich.

Würde er Reue empfinden, daraus resultierend um Verzeihung bitten, somit seine Schuld, sein Fehlverhalten zugeben und schließlich um unabdingbare Wiedergutmachung bemüht sein, stürzte sein gesamtes Lügengebilde ein - er gäbe sich eine totale Blöße, er zöge sich quasi selbst das (von ihm mühsam geschaffene) Fundament unter den Füßen weg - dies gilt es für ihn selbstredend unbedingt zu vermeiden. Darum muss er seinen Selbstbetrug fortsetzen.

Indem der narzisstische Täter jedoch kein Mitgefühl hat, somit keine Reue empfindet, kein Schuldbewusstsein hat, folglich "sein" Opfer nicht um Verzeihung bittet und keine Wiedergutmachung leistet, weist er genau damit auch seine fehlende Liebesfähigkeit - wiederum selbst und unfreiwilligerweise - nach.

Denn wer mitfühlt und besonders, wer liebt, kann nicht anders als den anderen, d.h. den geschädigten, verletzten, Schmerz leidenden Menschen, um Verzeihung zu bitten und ihm gleichermaßen selbst zu verzeihen, wenn dieser Mensch seinerseits um Verzeihung bittet und um Wiedergutmachung bemüht ist.
 
Der narzisstische Täter hingegen vermag all das nicht: mitzufühlen, eigene Schuld, eigenes Fehlverhalten, eigene Täterschaft zuzugeben, Reue zu empfinden, um Verzeihung zu bitten, von Herzen (nicht gönnerhaft, nicht herablassend) selbst zu verzeihen, zu geben, zu lieben.
 
Und indem er sich auf eben diese Weise demonstrativ sowohl vor als auch nach der Tat verhält, outet er sich unfreiwillig selbst als gerade der (narzisstische) Täter, der er de facto ist - und keine seiner verbalen Manipulationsversuche können hierüber, über seine Taten, sein Verhalten, seinen pathologischen Narzissmus hinwegtäuschen.
 
Doch an eben diesem seinem Verhalten, an seinen Taten ist er, wie jeder Mensch, zu beurteilen - nicht an leeren, leichten, manipulativen Worten.

Nachfolgend nochmals (m)ein persönlicher "Fall" zur Veranschaulichung all dessen am "lebenden Beispiel" - weil es auf diese Weise meist verständlicher, leichter nachvollziehbar ist als durch bloße Theorie.
 
Außerdem vor allem deshalb, weil es leider zahlreiche ähnlich agierende Täter und infolgedessen ähnlich geschädigte Opfer gibt, denen das Vorliegende möglicherweise hilft, zu erkennen, ihre eigene Situation anders als bisher zu sehen, zu bewerten, zur eigenen Stärke zurückzufinden, wieder Boden unter die Füße zu bekommen - den Täter als Täter zu erkennen und Schuld nicht länger (ausschließlich) bei sich (dem Opfer) zu suchen, stattdessen (wieder) souverän zu werden.

Manche Opfer werden es dann (früher oder später) schaffen, sich vom Täter abzuwenden, zu gehen, sich soweit möglich vor ihm zu schützen, sich aus seinem Zugriffsbereich zu entfernen, sich emotional von ihm, aus emotionaler Abhängigkeit zu lösen.

Schwieriger gestaltet es sich, wenn man den Täter nicht als ausschließlichen Täter, als "Monster", Unmensch sieht, sondern als seinerseits massiv beschädigten Menschen, der selbst einmal Opfer war, der selbst - häufig in der Kindheit bereits - intensiv beschädigt wurde und diese Beschädigungen auf schädliche, sich selbst und andere schädigende Weise zu "kompensieren" versucht.
 
Dies stellt keine Rechtfertigung oder Entschuldigung seines schädigenden, verletzenden, missbräuchlichen Verhaltens dar, sondern ist der Versuch, sein Verhalten zu verstehen, die Ursachen dessen zu ergründen und ihm sein Menschsein nicht abzusprechen sowie mit den eigenen ambivalenten, widersprüchlichen Gefühlen ihm gegenüber (auf Basis eben dieser Grundlage, dieser Umstände) einen Umgang zu finden, mittels dessen man (als Opfer) sich nicht noch zusätzlich selbst belastet.
In Kurzfassung:
 
Wer einen anderen Menschen liebt, nimmt ihn mit "Fehlern und Schwächen" an, dem ist es ein Bedürfnis, diesen Menschen nicht zu verlieren, ihm gut, wohl zu tun, Leid möglichst von ihm abzuwenden, ihm jedenfalls nicht lustvoll (sadistisch) Leid zuzufügen, sondern seinen Schmerz (nach Möglichkeit) zu lindern.
 
Das - aktives Lieben - ist allerdings nicht gleichbedeutend mit Unterwerfung, Selbstaufgabe oder Masochismus.

Es ist natürlich, aggressiv zu werden, wenn die eigene Schmerzgrenze überschritten wird - Aggression ist eine natürlich menschliche Reaktion auf Überschreitungen der je individuellen Schmerzgrenze.
Aggression fungiert hierbei als Schutz- und Kommunikationsmittel - sie drückt aus, dass hier eine Grenze ist, die nicht weiter überschritten werden sollte/darf, da anderenfalls mit Gewaltanwendung zu rechnen ist; das ist ein natürlicher, menschlicher (neurobiologischer) Selbstschutzmechanismus und dient der Kommunikation in und mit der Gemeinschaft und dem Erhalt derselben. 

Das Opfer reagiert entsprechend natürlich mit Aggression, Wut, Abwehr auf das Schmerz verursachende Verhalten des Täters - sofern das Opfer nicht noch schlimmere Beschädigungen (oder gar um sein Leben) fürchten muss. Die Reaktion in Form von Aggression, Wut, Abwehr kann somit auch erst dann erfolgen, wenn das Opfer aus der akuten, sehr bedrohlichen Gefahrensituation heraus ist.

Wenn der Täter allerdings kein Fremder ist, wenn ein Vertrauensverhältnis zu ihm besteht, wenn er gar geliebt wird, weil er ein nahestehender, einem emotional verbundener Mensch ist und auch deshalb, weil das Opfer seinerseits ein Mensch mit entsprechenden (emotionalen) Bedürfnissen ist (Bedürfnis nach bspw. Zugehörigkeit, Angenommensein, Anerkennung, Wertschätzung, Zuwendung, Zärtlichkeit, Wärme, Geborgenheit, Halt, Liebe, Geliebtwerden), fällt es dem Opfer unter Umständen sehr schwer, sich emotional vom Täter zu lösen - gerade dann, wenn bzw. weil es ihn liebt, weil das impliziert, verzeihen zu wollen, zu können, es geradezu aus einem inneren Bedürfnis heraus zu müssen, den geliebten Menschen als Mensch mit eigenen Schmerzen und Beschädigungen zu sehen, ihn nicht als reines "Monster" sehen zu können - eben weil man mitfühlt und somit mit ihm leidet, wenn er leidet.
 
Und weil es überdies möglicherweise den Wunsch gibt, einen gemeinsamen Weg auch gegen bzw. trotz bestehender Widerstände finden und gehen zu wollen (Treue, Loyalität), an Widerständen und Herausforderungen (gemeinsam) reifen zu wollen, sich selbst auf diese Weise zu hinterfragen, hinterfragt zu sehen und dann nicht aufzugeben, wenn/weil es unbequem wird.

Weil Lieben auch impliziert, den geliebten Menschen um sich, in seinem Leben "haben" und erhalten zu wollen, ihn schmerzlich zu vermissen, wenn dies nicht (mehr) der Fall ist.

Liebe ist kein Tauschhandel und kein Spaßmittel, Freizeitvergnügen.

Liebe(n) ist ein Gefühl, eine Haltung und eine Fähigkeit - zu geben, zu teilen, zu stärken, aber auch Herausforderung, Differenz zuzulassen, Hürden zu überwinden, nicht einzuknicken, nicht wegzulaufen - es sich selbst nicht leicht zu machen, sich nicht selbt zu betrügen.
 
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12. August 2018
 
Wenn jemand wissentlich, absichtsvoll misshandelt wird, gibt es drei Reaktionsmöglichkeiten seinerseits:
 
1. Er verkriecht sich ängstlich, unterwürfig, w e i l schmerzgeplagt, wehrlos, hilflos.
Das: ist die üblicherweise erwünschte, beabsichtigte Reaktion, das Ziel des Misshandelnden, des Strafenden.
 
2. Er schlägt - auf welche Weise auch immer - aggressiv, verzweifelt zurück (so lange es ihm irgendwie oder überhaupt möglich ist).
Siehe dazu die natürliche, gesunde (!) menschliche Reaktion auf erlittenen physischen und/oder psychisch-emotionalen Schmerz, auf das Überschreiten der Schmerzgrenze eines Individuums: Aggression, bis hin zur Gewalt - Joachim Bauer: "Schmerzgrenze - Vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt".
 
3. Er versucht, den Konflikt zu klären - kommunikativ, zugewandt, offen, wahrhaftig, sich selbst dabei als verletzlich "preisgebend", aber eben auch als versöhnlich, offen, ggf. mittels qualifizierter, versierter, bedürfnisorientierter Unterstützung unabhängiger Dritter (Mediatoren) - und ist somit um Handreichung, Aussöhnung, Frieden schaffen bemüht.
 
Wer als Misshandelnder die dritte, die letztgenannte Reaktion diskreditiert, behindert, verweigert, legt damit nur demonstrativ offen, dass er selbst nicht fähig ist zu Aussöhnung, Schuldeinsicht, Wiedergutmachung. Und das zumeist deshalb, weil er durchaus sehr genau weiß, dass er selbst sich - intensiv und/oder wiederholt und/oder langfristig - fehlverhalten hat, was er jedoch um keinen Preis zugeben will, weil er dann sein Verhalten ändern müsste - was er nicht will, weil es ihm zu unbequem ... ist und er sich zuvor seinen eigenen Selbstbetrug eingestehen müsste, außerdem sein Fehlverhalten, die Misshandlungen damit zugeben würde - es käme (für ihn) einem Schuldeingeständnis gleich, er will aber weiterhin so tun, als sei er unschuldig, als habe er sich nichts vorzuwerfen, als habe er sich nicht fehlverhalten, nicht andere misshandelt.
 
Wie gesagt: Das Problem ist der Selbstbetrug - und all die katastrophalen, aus ihm resultierenden Folgen.
 
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update 24. August 2020
 
Und nochmal pathologischer Narzissmus.
 
Wegen des Videotitels - "Ist der Narzisst glücklich mit der Next? Liebt er sie?" - war ich zunächst skeptisch. Aber ich stimme ihr in allem zu.
 
So läuft es: Der Narzisst sieht bei sich keinerlei Schuld, stellt aber dich als die Schuldige, Schlechte, Irre dar, w i l l dass du dich schlecht, minderwertig fühlst, diffamiert dich vor anderen, stellt sich als das Opfer dar.
Und er täuscht, verstellt sich, passt sich seinem jeweiligen (je neuen) Opfer "chamäleonartig" an: Das Jekyll/Hyde-Syndrom. Was es so perfide macht: genau das hat Ex mir permanent angehängt: E r nannte mich "Dr. Jekyll/Mrs. Hyde, projizierte auf mich all das, das ihm offenbar von anderen lange vor mir bereits angelastet wurde. Er dreht den Spieß um, stellt alles auf den Kopf - u m dich maximal zu verunsichern, gaslighting, zu schwächen, gefügig zu machen: zu unterwerfen, zu beschädigen.  
 
Und ja: Der Narzisst konsumiert dich wie ein Objekt - wie, wann es ihm jeweils beliebt und nur was ihm jeweils beliebt - er aktiviert und deaktiviert dich wie eine Puppe.
 
Und ja: Er verschlingt dich gierig. Gerade "sexuell". Gerade den "Sex" nutzte Ex, um mich massiv zu beschädigen - weil du es nicht erwartest, weil er immer das Gegenteil dessen sagt, das er dann tut, weil du nicht wahrhaben willst, nicht glauben kannst, d a s s er ein Sadist ist und dich lustvoll erniedrigt, verletzt: psychisch-emotional und physisch-sexuell - dass ihn genau das gerade geil macht und: n u r das, nur so! Er kann gar keinen Sex.
 
Und ja: Der Narzisst kann nicht lieben. Niemanden je. Aber er will alle Menschen in seinem Umfeld glauben machen, e r sei das Opfer und du die Täterin.
Er lässt Vertrauen, Intimität entstehen, wachsen, n u r, um dich dann maximal verletzen, beschädigen zu können. Das gibt ihm das Gefühl von Macht, Stärke.
 
Daher nochmal: Der pathologische Narzisst will keine "schwache", devote Frau - sie stellt für ihn keine Herausforderung dar. Er muss, will dich brechen. Das ist sein Ziel. Er will dich unterwerfen, verletzen, beschädigen - das bereitet ihm Lust, tiefe psychische und sexuelle Befriedigung. Ja, er ist Sadist.
 
Und ja: Jede Frau, die das - wiederum vorübergehend, aber eben doch für diese Zeit - erleidet, tut auch mir leid.
Alle, die wir es durchlebt, erlitten haben, wissen, was, wie das ist - und hätte dir vorher jemand gesagt, dass dir das passiert, dass du darauf anspringst, dich so manipulieren und unterwerfen, beschädigen lassen und dermaßen darunter leiden würdest, du hättest es nicht geglaubt. Das ist der Triumph des sadistischen Narzissten. Das ist sein Ziel.
 
Und ja: Er ist ein Meister der Verstellung, Täuschung, Manipulation. Er weiß genau, bei wem er welche Knöpfe wie drücken muss, damit er dich einspinnt und es für dich kein Entrinnen gibt. Ohne Übertreibung oder Pathos. Er will dich von sich abhängig machen. Anfangs wirst du das nicht für möglich halten - du warst schon öfter verliebt, hast Beziehungserfahrung, Trennungserfahrung. Zunächst ist der Narzisst vielleicht auch gar nicht so wirklich dein Typ, äußerlich nicht und seine Art findest du befremdlich ... .
Bei unserem ersten Treffen waren wir einander auf Anhieb total unsympathisch. Beim zweiten, neun Jahre später (!), hat er den Treffer dann gelandet. Und sein Stachel sitzt fest! Und injiziert dir sein schmerzhaft zerstörerisches Gift. Ich kann es heute tatsächlich nicht mehr anders formulieren als so drastisch und bildlich.
 
Ja, ich hätte gerne einmal mit den Frauen vor und nach mir gesprochen - um einander zu stärken.
 
Nein, der Narzisst wird sich nie ändern und er ist absolut therapieresistent. Er w i l l nicht reifen, gar heilen. Er sieht bei sich keinerlei Schuld, Problem. Sähe er es, müsste er seine mit aller Gewalt (!) unter Kontrolle gehaltenen Gefühle der Scham, Angst und Minderwertigkeitskomplexe zulassen, e r l e i d e n. - Niemals! Eher vernichtet er dich.
 
Er wird niemals um Verzeihung bitten, niemals Wiedergutmachung leisten, niemals Verantwortung übernehmen.
 
Um sich selbst zu ertragen, muss er seine Leere mit Konsum füllen: von Essen, Drogen, Menschen, Sex. Selbstflucht, Selbstbetrug, Selbstschonung - keine Heilung, keine Reifung.
 
Übrigens stimmt auch das, das sie zum Kopieren sagt, deckt sich ebenfalls mit meiner Erfahrung: Der Narzisst klaut, kopiert, kupfert ab, wo er nur kann - er schmückt sich völlig skrupellos mit fremden Federn und setzt immer genau jene davon dort ein, wo er merkt, dass es gut ankommt. Er hat null Authentizität, Wahrhaftigkeit, Integrität. Er verstellt sich, täuscht, blendet, lügt ohne jegliche Gewissensbisse.
 
Anschaulich war das bei meinem Ex bspw., wenn er bei mir war und blau machte, wie er dann am Telefon gegenüber seinem Arbeitgeber(in) den Kranken vorspielte.
 
Und auch rhetorisch: Seine Eloquenz ist nichts, das aus ihm selbst kommt, keinerlei eigene Gedanken, Erkenntnisse, sondern alles nur angelesener, abgekupferter, kopierter Stoff, den er sich auf die eigenen Fahnen schreibt. - Er selbst kann ja nichts schöpferisch hervorbringen, er vermag es nicht. So wenig wie er geben, lieben kann. Deshalb auch sein Nihilismus, zugleich Eskapismus und Hedonismus, seine Sucht - seine Flucht vor der eigenen inneren Leere, Schwärze, seinem ureigenen Abgrund, in den er dich hinabreißt.
 
Typisch für meinen Ex:
Er brauchte immer seine Vorbereitungsphase. Du darfst ihn niemals unangemeldet, überraschend besuchen - da wird er sehr schnell sehr ungehalten. Er muss sich auf sein jeweiliges Gegenüber zunächst einstellen, vorbereiten: die jeweils passende Maske (!) aufsetzen.
Und damit sein Jähzorn nicht mit ihm durchgeht und ihn enttarnt, seine Fassade auffliegen lässt, verlässt er bei Streit sofort wortlos fluchtartig den Raum - würde er seinen Gefühlen freien Lauf lassen, käme die ganze Hässlichkeit brutal zum Vorschein. Ex weiß das, hat gelernt, das zu kontrollieren, also geht, flüchtet er lieber sofort, ehe es zur unfreiwilligen Demaskierung kommt.
 
Der Satz im oben verlinkten Video mit für mich therapeutischer Wirkung:
"Den Menschen, die Person, die du vermisst, gibt es nicht. - Du vermisst Mr. Jekyll, den es nicht gibt."
 
Es gab ihn nie und wird ihn, d i e s e n "Mr. Jekyll", diese dir vorgekaukelte Illusion, nie geben, denn der pathologische Narzisst ist diese Person nicht, war sie nie und wird sie niemals sein (können) - er spielt nur jedem jeweils das vor, das bei der jeweiligen Person einschlägt, das sie triggert, das sie emotional (positiv wie negativ) berührt, anzieht/verletzt.
 
Ähnlich wie der Psychopath verfügt der pathologische Narzisst (maligner Narzissmus, antisoziale Persönlichkeitsstörung) über durchaus Empathie (Objekt-Empathie, siehe bei Boris Cyrulnik so genannt), nicht aber über Mitgefühl (Subjekt-Empathie).
Aufgrund dieser "Objektempathie ist es ihm überhaupt nur möglich, andere so intensiv manipulieren zu können.
 
Andere Menschen berühren den Narzissten nicht emotional - er leidet nicht, wenn sie leiden, er freut sich nicht, wenn sie sich freuen, er will ihnen nicht wohltun, d a m i t es i h n e n gut geht, er tut alles nur für sich selbst, um für sich das Maximum (an Bewunderung, Zuspruch, Zugewandtheit, Macht, Sex, Fürsorge, andere diverse Vorteile ...) herauszuholen. Dafür, deshalb verstellt er sich - täuscht, manipuliert, lügt, hintergeht, plustert sich auf, bis er das Opfer eingefangen hat, um es dann völlig auszusaugen, zu benutzen, zu verletzen, zu misshandeln (psychische, ggf. auch physische Gewalt, auch Vergewaltigung in Beziehung), zu beschädigen.
 
Wie es sich bei anderen Narzissten verhält, weiß ich nicht, mein Ex jedenfalls ist auch Sadist, denn ihm bereitet es psychische und sexuelle Lust, Erregung und tiefe Befriedigung, andere Menschen, vorzugsweise Frauen, psychisch-emotional und sexuell zu quälen, ihnen Schmerz, Leid zuzufügen. Das braucht, das will, das genießt (!) er.
Und das musst du erst mal begreifen, fassen können - nicht nur rational, sondern vor allem emotional.
 
Fernbeziehungen führen pathologische Narzissten übrigens besonders gerne, sie suchen sie geradezu gezielt. Denn wenn der Kontakt, Umgang ein nur vergleichsweise seltener, sporadischer ist, lässt sich die Maske, die Fassade des Narzissten umso länger und erfolgreicher aufrechterhalten.
 
Seine sonstigen Sozialkontakte, sofern vorhanden, hält er deshalb ebenfalls stets und absichtsvoll auf Distanz - nur deshalb, nur so lange funktionieren sie (einigermaßen).
 
Je intensiver, öfter, langandauernder, intimer der Kontakt im privaten Raum, auf privater, sozialer, intimer Ebene mit dem Narzissten ist, umso schneller wird er enttarnt, umso schneller fällt seine Maske, denn er kann sie nicht durchgängig, pausenlos aufrechterhalten.
 
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update im August 2020
 
Tips (von Bärbel Wardetzki, siehe oben verlinkt), wie man mit pathologischen Narzissten in Beziehung umgehen soll. Ok, aus meiner Erfahrung:
 
zu Tip 1: Yes! Exakt so ist es bei uns auch gelaufen: Ich habe mich durch seine Eloquenz massiv blenden lassen, siehe Täuschung, Manipulation, Charme ... . Und wenn er sich kritisiert, angegriffen fühlte - weil ich sein Verhalten kritisiert habe - kam entweder die Mauer des Schweigens, die sofortige Flucht, die totale Kommunikationsverweigerung (bis ich wieder weichgekocht war und alle "Schuld" auf mich nahm, mich also unterwarf) oder auch die hier genannte Überheblichkeit, Selbstgerechtigkeit, Ignoranz, emotionale Kälte - er lässt dich auflaufen, abprallen, im Regen stehen mit deiner Trauer, Wut, Enttäuschung, Empörung, Fassungslosigkeit über sein antisoziales, egomanes, verletzendes Verhalten. Denn: Ihm geht es grundsätzlich nicht um Konfliktbewältigung, sondern um seinen Machterhalt. Er will Macht, Kontrolle über dich und totale, bedingungslose Unterwerfung von dir.
 
zu Tip 2: Ja, der Narzisst sagt so oft, fast immer, das Gegenteil dessen, das er dann tatsächlich (nicht) tut! Und er verunsichert dich so stark mit seinem Charme, seinen manipulativen Äußerungen, seiner Täuschung, seinen Lügen und triggert auch dein Mitgefühl so intensiv, dass du irgendwann tatsächlich glaubst, dass also mit d i r etwas nicht stimmen kann, dass du nicht mehr weißt, was du noch für wahr halten kannst, ob deine Wahrnehmung, Urteilsfähigkeit dich täuscht - du zweifelst an deiner eigenen Einschätzung, Urteilsfähigkeit. Man nennt das gaslighting. Der Narzisst will genau das, um dich so maximal kontrollieren und dominieren zu können - er w i l l, dass du jeglichen Boden unter den Füßen verlierst.
 
Hinzu kommt üblicherweise auch das victimblaming, die Täter-Opfer-Umkehr, siehe oben: Du bist nach seinem Dafürhalten schlecht, krank, schuld - der Narzisst ist der "gutmütige Trottel", das Opfer, der Geschundene, der sich doch so viel Mühe gibt und es doch nur gut mit dir meint ...

O-Ton Ex: "Ich will dir doch nichts Böses!" "Ich würde nie etwas mit dir tun, das du nicht selbst willst!" etc.
 
Und ja, er entwertet dich, er stellt dich vor anderen als "irre, gestört", unglaubwürdig dar, verleumdet, diffamiert und isoliert dich.
 
Und weil das alles so abartig ist, von ihm so vorsätzlich getätigt wird, macht es dich so fassungslos - weil du das nicht für möglich gehalten hättest: von einem dir nahestehenden Menschen, dem du vertraut hast ... - und weil du es nicht wahrhaben willst/kannst: d a s s er so "schlecht, bösartig" ist, dass er dich verunsichern, entwerten, benutzen, misshandeln w i l l und dass ihm das überdies Lust bereitet, siehe Sadismus: psychisch-emotionalen und sexuellen (im Falle von Ex). Es befriedigt ihn zutiefst, dass/wenn du am Boden bist, er dich misshandeln kann - es dir schlecht geht: psychisch und physisch. Das musst du erst mal begreifen (lernen).
 
zu Tip 3: Trifft in meinem Falle nicht zu. Ich habe mir von Ex nie irgend etwas vorschreiben oder verbieten lassen. Eben gerade weil ich mich im Grunde permanent verbal zur Wehr setzte, ihn mit seinem "Fehlverhalten" konfrontierte, kritisierte, gab es ja ständig "Streit".
 
Das Gebiet, auf dem er mich allerdings doch total unterworfen und beschädigt hat, war der "Sex". Aber auch da habe ich ihm unzählige Male gesagt und geschrieben (sms, e-mails, Briefe - gibt es hier - mit Erstelldatum - noch zum Beweis!), dass und was alles ich weshalb n i c h t will, warum es mir davon wie schlecht geht ... - was er im Übrigen jedes einzelne Mal selbst wahrnehmen konnte, so z.B. meine vaginalen Blutungen und meine Hämatome ... .
 
zu Tip 4: Gewaltfreie Kommunikation war zwischen uns nicht möglich. Er hat die Kommunikation ja stets verweigert, sobald ich ihn kritisierte - er ging dann einfach jedes Mal wortlos, fluchtartig und blockte jeglichen Kontaktversuch meinerseits stets und genau so lange ab, bis ich die Schuld wieder auf mich genommen hatte und ihn um Verzeihung bat. Eben dies wollte er erreichen. Macht, Kontrolle, Unterwerfung.
 
Der Narzisst hat kein Mitgefühl. Er will nicht wissen (!), wie es dir geht und weshalb so ... . Es interessiert ihn nicht, welche Bedürfnisse, Wünsche und Grenzen, welche Sorgen, Belastungen du hast ... . Du bist (s)ein Objekt, du hast zu tun und zu lassen, was er wann wie will, ihn zu umsorgen, zu verwöhnen, zu bewundern, ihm zu Willen zu sein, dich von ihm wie ein Gegenstand konsumieren, benutzen, missbrauchen, gierig verschlingen, ausbeuten, beschädigen zu lassen.
Wenn du damit nicht einverstanden bist: kannst du gehen. Dann bist du für ihn nicht tauglich.
 
So kommen wir zu Tip 5: Grenzen ziehen.
 
Ab dem Moment, da der Narzisst verstanden hat, dass du dich nicht mehr beirren, verunsichern, manipulieren, täuschen lässt, da du ihn mit seinen Taten konfrontierst, ggf. auch den Rechtsweg beschreitest, da er also merkt, dass er keine Macht, keine Kontrolle mehr über dich hat, du ihm vollständig entglitten bist, du dich ihm nicht mehr unterwirfst - ab diesem Moment ist Schicht. Dann bist du für ihn der Feind, das personifizierte Böse, das er mit allen Mitteln bekämpfen, vernichten will - unbedingt zum Schweigen über die wahren Tatsachen bringen will.
Du bist die Terroristin (!), die ihm nur das Leben schwermachen will, wo er dir doch nie etwas Böses getan hat.
 
Du bist für ihn Gefahr - denn du hast ihn erkannt, enttarnt und er schämt sich bis auf die Knochen, kann, will, würde, wird das aber niemals zugeben.
Deinetwegen fühlt er sich nun klein, schwach, hilflos, gedemütigt, minderwertig - für einen pathologischen Narzissten: unerträgliche Gefühle, Zustände. Denn genau all das will er ja unbedingt verborgen halten. Er möchte doch so gerne der Großartige, Starke, Souveräne, Überlegene, Reflektierte, Reife sein - zumindest in den Augen anderer. Und er will sich so f ü h l e n können.
Du nimmst ihm all das - entreißt ihm seine mühevoll gefertigte und getragene Tarnkappe. D u bist es also, die grausam ist, das nur sein kann.

Tja, der bequeme, sanfte, selbstschonende Selbstbetrug. Der gerade keine Reifung, Heilung zulässt, ermöglicht, sondern sie verhindert.
 
Beziehung ist mit pathologischen Narzissten grundsätzlich nicht möglich - sie sind nicht liebesfähig. Sie können nicht mitfühlen, nicht zugewandt, liebevoll, respektvoll, bedürfnisorientiert fürsorglich geben, sich nicht selbst für andere, für deren Wohl zurücknehmen, verzichten, sich nicht verantwortungsvoll, gewissenhaft, prosozial, ehrlich, offen, authentisch verhalten.

Sie ertragen keinerlei Kritik, kreisen stets nur um sich selbst und wollen keinen Partner, Gefährten auf Augenhöhe - sondern brauchen einerseits Autoritarismus, da er ihnen Halt, Orientierung, Sicherheit gibt ("Sehnsucht nach dem Führer", daher auch der Glaube an "Gott") und andererseits Unterwerfung von anderen, damit sie sie ausbeuten können, damit sie sich groß, stark, mächtig, überlegen fühlen können - damit sie ihr mickriges Selbst kompensatorisch durch ein überhöhtes Ego aufwerten können.

Pathologische Narzissten sind nicht liebes- und nicht beziehungsfähig.
 
Anmerkung:
Ich habe mich trotz all dessen beständig bemüht, unseren "Konflikt" konstruktiv, wohltuend, gewaltfrei, heilend zu bewältigen - durch Dialog, Kommunikation, mit Hilfe von Mediator und/oder Therapeut, durch Mitgefühl - weil ich ja weiß, dass ein pathologischer Narzisst, sogar ein Sadist, auch ein intensiv (zumeist seit Kindheit) beschädigter Mensch ist.

Ich habe immer wieder - neben der Wut, Fassungslosigkeit, Ambivalenz ... - versucht, ihn als seinserseits verletzlichen, bedürftigen, versehrten Menschen zu sehen, der Unterstützung braucht. Professionelle psychoanalytische vor allem. Längst.

Ich habe ihm beständig angeboten, gemeinsam diesen Weg der Heilung, der Konfliktbewältigung, Wiedergutmachung, Aussöhnung zu gehen, um Frieden zu finden, aktiv zu schaffen, statt den Graben offen klaffen zu lassen.

Aber das ist ihm unmöglich - müsste er doch zugestehen, dass wahr ist, zutrifft, was ich über ihn aussage ... . Müsste er daraufhin doch sein V e r h a l t e n allmählich, aber gravierend ändern, es zumindest kontinuierlich versuchen, darum aktiv bemüht sein. Aber genau das will er nicht, denn genau das ist ihm so zuwider: Die Einsicht in seine Schwäche, Unreife. - Alles, nur das nicht. Er beißt sich lieber die Zunge ab. Er verbarrikadiert sich lieber in der Einsiedelei, "inneren Emigration": in Verbitterung, Hass, Depression, Sucht, Welt- und Selbstflucht - Selbstbetrug.

Er schafft es nicht. Er packt es einfach nicht, diesen Schritt zu gehen, diese Entwicklungs-, Reifungs-, Heilungsphase zu durchleben, anzustreben, zu bewältigen.

Er bleibt lebenslang ein kleines, unreifes, trotziges, selbstsüchtiges Kind. Und macht andere für seine Schmerzen, sein Leiden an sich selbst, verantwortlich.
Aktualisierung am 08. März 2020
 
 
Begründung zu Erforderlichkeit, Beweisbarkeit, weiteren Fragen und Einwänden
 
Es geht hierbei darum, die psychische Gewalt, die sich häufig in diversen Mikrogewalten äußert und die u.a. deshalb oft lange von den Opfern nicht als Gewalt erkannt, so eingeordnet wird, nicht in diverse Einzel(straf)taten, Einzelstraftatbestände aufzusplitten, darunter je einzeln etwaig zu subsumieren, sondern sie stattdessen zusammenzuführen bzw. als eigenständigen Straftatbestand zu etablieren.

Psychisch-emotionale Gewalt geht zumeist mit grooming (gutes Zureden, Ködern, Locken, Beschwichtigen etc.), gaslighting (intensive, perfide Manipulation, die das Opfer letztlich an dessen eigener Wahrnehmung und Urteilsfähigkeit zweifeln lässt), victim blaming (Täter-Opfer-Umkehr) einher und der Prozess ist üblicherweise ein schleichender.

Zumeist besteht zwischen Opfer und Täter ein Bekanntschafts-, häufig ein Vertrauensverhältnis, so bspw. zwischen Beziehungspartnern, aber auch im Rahmen der Eltern-Kind-Beziehung. Dieses Vertrauensverhältnis wird von Tätern gezielt aufgebaut, um es dann missbrauchen zu können.

Täter von psychischer Gewalt sind als solche für Außenstehende nicht unmittelbar erkennbar, insbesondere nicht aufgrund von Äußerlichkeiten - sie sind oft gut beleumundet, gelten als unauffällig, höflich, gepflegt, charmant, auch als gewissenhafte, verlässliche Personen, Nachbarn etc.; sie täuschen andere und auch ihre Opfer jedoch intensiv, sie lügen, betrügen, hintergehen, deuten Tatsachen um, arbeiten gezielt mit Verunsicherung, zweifeln bspw. die Wahrnehmung und Urteilsfähigkeit, auch die Erinnerung des jeweiligen Opfers an, diskreditieren dieses - auch vor anderen, insbesondere auch vor rechtsstaatlichen Institutionen (Polizei, Staatsanwaltschaft, Justiz, Behörden) - als psychisch gestört, als jedenfalls unglaubwürdig, die Täter stellen sich selbst als ahnungslos, gutmütig, wohlwollend, vernünftig und als das eigentliche Opfer dar (siehe Täter-Opfer-Umkehr).

Oft ist eine weitere typische Vorgehensweise der Täter, das Opfer sozial zu isolieren, um es so noch leichter verunsichern, täuschen, beschädigen und vor anderen diffamieren, als unglaubwürdig, auch als "gestört, wirr" darstellen zu können, da diese sich ohne Kontakt zum Opfer kein eigenständiges Bild von selbigem machen können, es nach Täterwillen auch nicht sollen. Das Opfer wird so zusätzlich intensiv geschwächt und belastet. Es steht allein, isoliert, erfährt keinen Rückhalt, Beistand. Eben dies ist Ziel des Täters.

Täter psychisch-emotionaler Gewalt arbeiten darüberhinaus mit Bedrohung, Drohungen (von Entzug, Trennung, Bestrafungen, auch Strafanzeigen, Sorgerechtsentzug für gemeinsame Kinder etc.) und Zuwendung, vermeintlichen Entschuldigungen, Einsichten im Wechsel, je nachdem, welches Verhalten ihnen je nach Situation, Umständen und Zustand des Opfers als zielführend erscheint.

Besonders hervorzuheben ist dabei auch die Inszenierung des Täters als seinerseits belastetem, leidenden, vermeintlich sensiblen und reflektierten Mensch, die Täter triggern auf diese Weise vorsätzlich das Mitgefühl des Opfers, um es so wieder milde zu stimmen, zurückzugewinnen, zu besänftigen, gefügig zu machen. Die Täter hingegen haben ihrerseits kaum bis kein echtes Mitgefühl mit dem Opfer, mit anderen Menschen, sind aber bis zu einem gewissen Grade empathisch, anderenfalls könnten sie das Opfer nicht manipulieren. Wenn die Täter leiden, auch weinen etc., verbirgt sich dahinter jedoch ausschließlich Taktik oder Selbstmitleid, nicht das ehrliche, wahrhaftige Zugewandtsein zum Opfer oder zu anderen Menschen, keine echte emotionale Anteilnahme, sondern völlige Selbstbezogenheit, Egozentrismus, Egomanie.
Nicht selten geht auch Drogensucht, Substanzabhängigkeit und Hypochondrie einher.

Täter haben zumeist eine ausgeprägte Selbstwertproblematik, d.h. erhebliche Minderwertigkeitskomplexe, wofür sie sich schämen, die sie daher unbedingt zu verbergen suchen, da sie auch ihre Scham über ihre ureigenen Unzulänglichkeiten und Defizite nicht ertragen. Sie streben daher kompensatorisch nach Macht, Kontrolle, Unterwerfung und (mit der Folge und dem Ziel der) Ausbeutung des jeweiligen Opfers bzw. anderer Menschen generell.

Auch Sadismus bzw. Sadomasochismus findet sich bei den Tätern verbreitet. Auch diesem liegt eine intensive Selbstwertproblematik und entsprechendes Kompensationsverhalten zugrunde.

All das ist bekannt von und typisch, symptomatisch pathologischem, malignen Narzissmus, der antisozialen, dissozialen Persönlichkeitsstörung. Es können auch noch weitere PKST vorhanden sein wie bspw. eine paranoide PKST oder eine posttraumatische Verbitterungsstörung, Autoritarismus u.a.m..

Verwiesen sei hierzu bspw. und insbesondere auf Erich Fromm und Arno Gruen (Psychoanalytiker). Desweiteren auf Marie-France Hirigoyen zu u.a. der Kommunikations-, Dialogverweigerung, die Täter psychischer Gewalt ebenfalls häufig gezielt einsetzen, da es ihnen nicht um Konfliktlösung, sondern um Machterhalt geht, siehe zum Zwecke dessen auch Schuldzuweisungen, Abwertung, Herabsetzung, Ignoranz, Umdeutungen, Einschüchterung, Diffamierung.

Da es ein allmähliches Vorgehen, ein schleichender Prozess ist, Täter die Grenzen sukzessive "erweitern", ausdehnen, überschreiten, ist es für Opfer umso schwieriger, die Gewalt als solche zeitnah zu erkennen und zu benennen, sich dagegen angemessen zur Wehr zusetzen bzw. dem Täter vollständig zu entziehen. Üblicherweise können Opfer nicht verstehen, nicht glauben, nicht fassen, dass ein Mensch, insbesondere ein ihnen nahestehender, vertrauter Mensch, sich auf solch schädigende, skrupellose bis sadistische Weise verhalten kann, es überdies vorsätzlich tut.

Sehr häufig folgt auf die psychische Gewalt früher oder später auch physische Gewalt, siehe "häusliche Gewalt", Vergewaltigung in Beziehung, gegenüber Kindern Vernachlässigung, Entwertung, Erniedrigung, auch physische Misshandlung. Die psychische Gewalt geht der physischen voraus und mit der physischen Gewalt einher, d.h. vor der physischen Gewalt(anwendung) steht ausnahmslos immer die psychisch-emotionale Gewalt, weshalb es dieser unbedingt zeitnah effektiv vorzubeugen und sie ebenso zeitnah zu beendigen, aufzuhalten, zu beheben gilt - dies gelingt üblicherweise nur mit angemessener, bedürfnisorientierter, sensibler, respektvoller Unterstützung des jeweiligen Opfers, das zu solcher Unterstützung niedrigschwellig, gefahrlos und verlässlich jederzeit Zugang haben, finden können muss, inklusive des hierfür erforderlichen Vertrauens, Sich-Anvertrauens.

Um dieser physischen Gewalt - gerade auch jener gegen etwaig vorhandene Kinder oder gar des Mordes, häufig Femizids - zeitnah vorbeugen zu können, bedarf es des Straftatbestands der psychischen Gewalt und der ethischen, gesellschaftlichen Ächtung sowie juristischen Verurteilung selbiger.

Weiterhin erforderlich ist angemessene, frühzeitige, effektive Prävention (in Familien, Kitas, Schulen, Vereinen, Gesellschaft), weiterhin niedrigschwellig und flächendeckend zugängliche Mediation zur Vorbeugung von Eskalation, zum Erhalt oder Wiedererlangen der unterstützten, begleiteten Kommunikation (-sfähigkeit), des Dialogs und der angemessenen Therapie der Täter, des Stärkens ihres Selbstwerts und vor allem ihres Mitgefühls, prosozialen Verhaltens. Es bedarf der authentischen, wahrhaftigen Schuldeinsicht und Verantwortungsübernahme der Täter für ihre Taten, schließlich der je angemessenen Wiedergutmachung gegenüber dem Opfer - Restorative Justice, statt Strafe, die keine Verhaltensänderung, keine tatsächliche Einsicht, Persönlichkeitsreifung, Resozialisierung erwirkt, auch nicht präventiv wirksam ist und die überdies auch dem Opfer - für dessen Heilungsprozess - nicht hilft.

In Frankreich ist psychische Gewalt bereits seit 2010 ein eigener Straftatbestand - möglich, umsetzbar ist es also durchaus. Wie es genau ausgestaltet wird, ist mit/von Fachleuten (bspw. Psychologen, Juristen, Ethikern, Opfervertretungen, Opferverbänden, auch Traumatherapeut_innen etc.) zu eruieren.

Aufseiten der Ermittlungsbehörden - Polizei, Staatsanwaltschaften - und der Justiz ist hierfür eine spezielle Schulung, Qualifizierung, Fortbildung erforderlich, innerhalb der Gesellschaft eine Sensibilisierung für das Thema, für psychische Gewalt und ihre Formen, Ausprägungen, Merkmale.
 
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