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Sabeth schreibt

Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie

Der Psychopath - Über die antisoziale/dissoziale Persönlichkeitsstörung

 
Es trifft dies genau zu. (Das in oben verlinktem Text - "Die Emotionen des Psychopathen: Was fühlt er?", Quelle: erkennepsychopathie.wordpress.com - analysierte Verhalten von sogen. Psychopathen.)
 
Siehe insbesondere die Punkte Wut, Frustration, Bestürzung, Anflüge von Theatralik, Langeweile (Leere!, daher häufig auch: Hedonismus, Sucht), Selbstliebe bzw. eher: Narzissmus sowie Verachtung.
Und eben: massive Manipulation/Show/Sich-Verstellen.

Besser hätte man es nicht darstellen können.

So lange man den Psychopathen nicht als solchen erkennt, läuft es - für ihn - sehr gut - für die Anderen weniger, diese suchen die Fehler/Schuld eher bei sich und entschuldigen ihn, sein Verhalten, seine Einstellungen ... .
 
Es scheinen interessanterweise mehrheitlich Frauen zu sein, die dies tun, weshalb sich der überwiegend männliche Psychopath offenbar auch bevorzugt mit Frauen umgibt - diese sind wohl eher bereit, sein Verhalten zu entschuldigen, wenden sich daher nicht so schnell von ihm ab wie es (andere) Männer tun.

Schlimm wird es dann/für den, der den Psychopathen als solchen enttarnt, erkennt. (Siehe Text ... .)
 
Ich halte ja von Pathologisierung(en) nicht allzu viel, aber es lassen sich einfach Verhaltensweisen bei Menschen beobachten, die sich auf gewisse Weise durchaus sehr zutreffend beschreiben lassen.
 
... Und exakt: Siehe die im oben verlinkten Text ("Antisoziale/dissoziale Persönlichkeitsstörung" von Volker Faust) erwähnte Nähe zu/"Verwandtschaft" zwischen Psychopathie und NARZISSMUS.

Siehe vor allem auch kennzeichnend:
Keine Fähigkeit zu eigenem Schuldbewusstsein, gar zu "Reue".
 
"[...] Doch einige Menschen fallen durch ein genau gegenteiliges Verhalten auf. Sie verletzen ihre Mitmenschen verbal oder auch körperlich, Lügen, schieben die Schuld immer auf die anderen und merken dabei nicht einmal, was sie da tun. Wenn dieses Fehlverhalten besonders ausgeprägt ist, spricht man von einer dissozialen oder antisozialen Persönlichkeitsstörung. Auch die Ausdrücke Psychopathie und Soziopathie werden in diesem Zusammenhang verwendet.
 
Antisozial und reuelos
Wie jemand ist, die Wesensart, der Charakter, macht die Persönlichkeit aus. Antisozial werden diese Persönlichkeitsstörungen deshalb bezeichnet, weil Betroffene nicht in der Lage sind, Reue dafür zu empfinden, was sie anderen angetan haben und auch kein Mitgefühl empfinden. [...]
 
Bis zu 70% der Leute in Suchtbehandlungszentren und Gefängnissen sollen eine solche antisoziale Persönlichkeitsstörung haben, bei Gewaltstraftätern seien es bis zu 81%. Aber man kann überall auf „Menschen ohne Gewissen“ treffen. Oft erscheinen sie als besonders charmant und einnehmend, man vertraut ihnen und wird irgendwann maßlos enttäuscht. Ob beruflich oder in der Familie, es ist niemand davor gefeit, „Opfer“ eines Soziopathen zu werden. Es sollte nicht darum gehen, einen gewissen Prozentsatz von Menschen als „böse“ darzustellen (in der „westlichen Welt“ seien 3-4% der Männer und 1% der Frauen betroffen), wie es in manchen Büchern und Artikeln über Soziopathen oft geschieht. Wichtig ist, zu wissen, dass es diese Persönlichkeitsstörungen gibt und woran sie zu erkennen sind. Manche ExpertInnen gehen davon aus, dass derartige Charakterstörungen nicht therapierbar sind, weil es den Betroffenen an der Einsicht fehlt, dass sie überhaupt Probleme haben.
 
Psychopathen
Vor allem im angelsächsischen Raum hat sich der Begriff der „psychopaths“ gehalten. Der kanadische Psychologe Robert D. Hare hat mit seinem Team eine Psychopathie-Check-Liste (PCL) entwickelt. Der forensische Psychologe Hare sieht Psychopathen als besonders stark ausgeprägte Untergruppe dissozialer Persönlichkeiten, bei denen es oft zu Gewaltstraftaten kommt. Doch Psychopathen sind nicht immer kriminell oder auf den ersten Blick zu erkennen.
 
Kriterien der Psychopathie-Checkliste sind unter anderem:
Trickreich sprachgewandter Blender mit oberflächlichem Charme, erheblich übersteigertes Selbstwertgefühl, Stimulationsbedürfnis (Erlebnishunger) bei ständigem Gefühl der Langeweile, krankhaftes Lügen, betrügerisch-manipulatives Verhalten, Mangel an Gewissensbissen oder Schuldbewusstsein, oberflächliche Gefühle, Mangel an Empathie (Einfühlungsvermögen) bis zur Gefühlskälte, parasitärer Lebensstil ("gnadenloser Ausnutzer"), unzureichende Verhaltenskontrolle, Promiskuität (Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern), frühe Verhaltensauffälligkeiten, Fehlen von realistischen, langfristigen Zielen, Impulsivität (spontan bis unkontrolliert), Verantwortungslosigkeit, mangelnde Bereitschaft und Fähigkeit, Verantwortung für eigenes Handeln zu übernehmen, viele kurzzeitige partnerschaftliche oder eheliche Beziehungen, Jugendkriminalität, Missachtung von Weisungen und Auflagen. [...]
 
Sich schützen
Für Menschen mit „normalem“ Gewissen, Einfühlungsvermögen und Schuldbewusstsein ist es schwer vorstellbar, dass es so etwas wie Soziopathie überhaupt gibt. Der charmante, redegewandte Geschäfts- oder Lebenspartner wird plötzlich zum „Feind“ der einen ohne Hemmungen fertig macht und sich von Dr. Jekyll zu Mr. Hyde verwandelt. Man wird in eine Opferrolle gedrängt, viele Betroffene suchen erst einmal die Schuld bei sich. Ein erster Schritt sich zu schützen, ist zu erkennen, was da abläuft und mit anderen darüber zu reden, sich Hilfe zu suchen. Man ist nicht schwach, naiv oder „selber schuld“, sondern man hat vertraut und dieses Vertrauen wurde missbraucht, der mitfühlende Mensch wurde verletzt und gedemütigt. Es ist nie zu spät, um „Stopp, mit mir nicht!“ zu sagen."
 
Passend ist, dass solche Menschen sich selbst für absolut "richtig, gut, weißbewestet" halten, anderen hingegen diverse "psychische Störungen" einreden sowie auch "Schuld" ... - zu Manipulationszwecken.
 
"[...] Stout: Es gibt sicher narzisstisch veranlagte Menschen, die den ein oder anderen soziopathischen Zug besitzen und Soziopathen, die auch teilweise narzisstisch sind – Letzteres dürfte sogar sehr häufig vorkommen. Wo ich aber eine ganz klare Linie ziehe – was ich auch in meinem Buch versuche – ist beim Gewissen. Soziopathen haben schlichtweg keines.
 
Es gibt außerdem keine andere klinisch feststellbare Persönlichkeitsstörung, bei der es nicht zu einem wie auch immer gearteten Unwohlsein kommt. Soziopathen stört ihre Erkrankung nicht – ihnen ist sie nur selten überhaupt bewusst. Damit sind Soziopathen auch eine Patientengruppe, bei denen der Behandelnde sich eingestehen muss, dass er fast keine Möglichkeit hat, gegen die Störung vorzugehen. Ganz einfach zusammengefasst: Wenn man kein Gewissen hat, kann man es auch nicht nachträglich wiederherstellen. Persönlichkeitsstörungen sind immer schwer zu behandeln, weil sie Teil der Persönlichkeit sind – aber hier ist es nahezu unmöglich. [...]
 
Zudem haben Soziopathen oft keine Motivation, sich in Behandlung zu begeben, weil sie einfach nicht leiden. Sie sind nicht einsam, weil ihnen andere Menschen eigentlich egal sind, während ein Narziss beispielsweise etwa wegen seiner Beziehungsunfähigkeit in Behandlung käme. Soziopathen denken häufig, dass mit ihnen alles in Ordnung ist – die Außenwelt ist das Problem, nicht sie. Deshalb kommen sie oft nur dann in die Praxis, wenn dies beispielsweise ein Richter angeordnet hat.
 
TR: Auch Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung haben enorme Probleme, die Gefühle anderer Menschen wahrzunehmen. Können Sie das zum Konzept des "Gewissens" bei der Soziopathie näher abgrenzen?
 
Stout: Ich erkläre das immer so: Bei einem Narzissten fehlt die Empathie völlig oder nahezu. Er versteht nicht, was andere fühlen – und das tut diesen anderen oft sehr weh. Ein fehlendes Gewissen ist das aber nicht. Es gibt durchaus Narzissten, die sich um andere Menschen sorgen – ihnen fehlt nur die Erkenntnis der Gefühle anderer. Der Narziss selbst kann aber fühlen – etwa traurig sein, lieben, leidenschaftlich sein.
Bei Soziopathen fehlt nicht nur die Empathie, sondern die eigene Gefühlswelt. Soziopathen können nicht lieben, sie empfinden nur Leere und Kälte. Ich weiß, dass das für viele Menschen sehr schwer begreifbar ist.
Das Gefährliche an Soziopathen ist aber, dass sie Empathie simulieren können – sie lernen, wie man sie vorspielt. Das wirkt auf andere Menschen häufig charmant, während Narzissten eher abstoßen. [...]
 
TR: Sie trennen sehr scharf zwischen Soziopathen und "normalen" Menschen. Ist es wirklich so einfach?
 
Stout: Ich glaube, dass es die Trennlinie gibt – Soziopathie ist hier die Ausnahme von der psychologischen Regel. Entweder hat man ein Gewissen oder man hat keines. Unter denjenigen, die ein Gewissen haben, gibt es aber feine Unterschiede: Es gibt Menschen, die haben ein ausgeprägtes Gewissen und solche, bei denen es geringer entwickelt ist – nicht jeder von uns ist eben eine Mutter Theresa. Bei Soziopathen ist da aber nichts – da ist ein Loch. Sie sind vielleicht nicht alle Killer, denn sie besitzen nicht alle Mordlust, aber das fehlende Gewissen ist eine ganz neue Qualität.
Wir kommen alle einmal in die Situation, wenn wir krank sind oder in anderen extremen Fällen, in denen wir weniger Gewissen zeigen. Aber das vollkommene, wortwörtliche Fehlen von Gewissen ist etwas ganz anderes.
 
TR: Wie behandelt man einen Soziopathen?
 
Stout: Wenn er sich tatsächlich in Therapie befindet, ist das eine eher mechanische Sache, normale Therapieformen greifen kaum. Es geht darum, das Verhalten zu kontrollieren. Soziopathen werden ganz anders motiviert als normale Menschen. Es hat etwas Erzieherisches: "Wenn Du das machst, gehst Du ins Gefängnis" oder "Das Verhalten hat diese materiellen Konsequenzen für Dich". Es geht um sehr, sehr einfache, grundlegende Dinge – A folgt auf B, wie ein Lehrer vor kleinen Kindern.
 
Ich habe mich einmal mit einem Mann unterhalten, der ein Programm für Menschen leitet, die wegen Alkohol am Steuer mehrfach verhaftet wurden. Ihm wurde irgendwann klar, dass sich darunter viele Soziopathen befanden. Er stellte seinen Ansatz daraufhin um: Früher versuchte er den Leuten zu erklären, dass sie anderen Menschen durch ihr Verhalten Schaden zufügen oder sie sogar töten könnten. Es stellte sich aber heraus, dass das diesen Delinquenten ziemlich egal war.
Inzwischen erzählt er seinen Kandidaten einfach die kalten, harten Fakten: Sie werden jedes Mal verhaftet, verlieren ihren Führerschein, sie werden nicht mehr mobil sein und so weiter. Das war die einzige Chance, ihr Verhalten zu ändern. "
 
Eine Beziehung mit einem solchen Menschen ist ein Desaster. Es kann tatsächlich unmöglich eine B e z i e h u n g sein oder je werden. - Denn der Psychopath/Soziopath (auch: der Narzisst) n i m m t nur - er kann nicht geben - nicht: lieben.
 
Die eigentliche, grundsätzliche Frage müsste doch lauten:
 
Wie lässt sich global verhindern, dass Narzissten, dass Psychopathen in Machtpositionen gelangen?
 
Was alles müsste sich dafür insbesondere in der Erziehung, Sozialisation, Prägung im Elternhaus und in den Schulen - massiv - verändern - im Umgang mit / der Behandlung von Kindern also?
 
Denn wir sehen solche Menschen überall, seit langem schon und immer wieder. Siehe auch Amoklaufende und Terroristen, siehe auch Hassende, Hetzende, Extremisten ... . Und sie sind mehrheitlich männlich. - Die jeweilige Ideologie folgt erst im nächsten bzw. späteren Schritt - sie wird zwar mittels Indoktrination gerade bei Kindern bereits sehr früh angelegt und angewandt, aber es ist eben der Umgang mit den Kindern, der sie beschädigt und zu herzensverengten, charakterschwachen, engstirnigen bzw. psychisch "kranken" Menschen werden lässt. Immer. Überall.
 
Die jeweilige Ideologie dient dann nur als Rechtfertigung des je eigenen F ü h l e n s, Denkens und Verhaltens. Es hilft daher auch kein Argument; diese Menschen sind emotional verpanzert, verkrüppelt und das geht stets auf ihre Kindheit (und Jugend) zurück.
 

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