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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

endlich allein

 
endlich allein
 
Hier, auf diesem Trampelpfad
gehst du Nacht für Nacht allein
Längst weißt du gewiss
nie
wird jemand bei dir sein:
 
dich zu halten in der Not
dich zu seh´n, vor deinem Tod
in den schweren Stunden dir
tatvoll gütig beizusteh´n
 
Niemand
wird je bei dir sein:
seine Hände dir zu reichen
um in Schmerz und Leid dir
von der Seite nicht zu weichen
 
Alle Sorgen, alle Last
stets hast du
allein
zu tragen
Niemandem weißt je
von dem Kummer du zu sagen
 
Alles Hoffen, alles Bitten
rinnt hinab ins Leere nur
Hier, auf diesem dunklen Pfad
findet niemand deine Spur
 
Auf dem ungewissen Pfad
Nacht für Nacht
gehst du allein:
bis zum letzten Tag –
 
in die Stille
durch die Pein
bis zum letzten Schlag
 
in dein eig´nes Endlichsein
 
-
 
 
 
 

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