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Sabeth schreibt

Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie

Der Narr

 
Der Narr
 
Der Weg ist hier zu Ende
du siehst in Luv kein Licht
Die Winde drehen ab
Sie fliehen
und verfangen nicht
 
Es ist nicht mehr zu halten
Das Boot
sinkt in die graue See
Nur Leichen
gilt es, zu verwalten
im geistverlor´nen Trümmerschnee
 
Von allen Gliedern hängen
zerfetzt zerschliss´ne Hautgehülle
Und wo mit Schlick ich Wunden fülle
daneben neue Maden drängen
Heraus
aus diesem faul´gen Leib
in dem nicht Lebensfrucht gedeiht
 
Am Grunde kriechen Kreaturen
Sie siechen
in verschlammten Spuren
dahin
Sie gehen ein und fort
Es gibt für sie
nirgendwo Hort
Nicht Heim, nicht Bleibe
Fremd
sind diese
im eigenen Leibe
 
Es reicht kein Licht
in solche Tiefen
Es hülfe nicht
So sie um Gnade riefen
 
Die Leichen nur
sind ihnen Nahrung
Wohnstatt und Geleit
Kein Boot
hat die Verlor´nen
je aus Daseinsnot befreit
 
Der Weg
ist hier zu Ende
Die Winde sind erstarrt
 
Im leichenschwang´ren Ozean
hat sich der Tod
ins Sein vernarrt
 
-
 
 

 

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