11. März 2026
Hört endlich auf, euch patriarchal, kompensatorisch, unreif über eure Erwerbstätigkeit, inkl. bullshitjobs, über "Karriere, Titel, Posten, Ruhm, Macht, Erfolg, Vermögen" zu definieren.
Gründet euren Selbstwert auf eure Persönlichkeit, auf Courage, Integrität, Mitgefühl, Prosozialität, Erkenntnis.
Gründet euer Selbstwertgefühl auf Würde und Reife.
Aber klar: Eben weil es offenbar leider zahlreichen Menschen an intellektueller, sozialer und emotionaler Reife und an Würde erheblich mangelt, streben sie kompensatorisch, selbst- und fremdschädigend nach "Erfolg, Sieg, Macht, Ruhm, Vermögen". Selbsbetrug. Patriarchat.
Die "Grundlage" von Kapitalismus ist Konservatismus, Patriarchat, Autoritarismus, Narzissmus, Antisozialität.
Solche Menschen, mehrheitlich Männer, haben ihre Fehler, Defizite, Schwächen in "Stärken" umgedeutet und indoktrinieren dies so.
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Erich Fromm Study Center Berlin, youtube-Video vom 06.05.2020 - Erich Fromm - Gespräch zu "Haben oder Sein"
"Um das Herz und den Verstand eines Menschen zu verstehen, schaue nicht darauf, was er erreicht hat, sondern wonach er sich sehnt." Khalil Gibran
12. Dezember 2025
Auf social media, vor allem facebook, Instagram und Tik Tok, posten Leute zumeist nur gestellte Szenen oder nur das und sich selbst, wenn und was aufgebrezelt, aufpoliert, inszeniert ist - Urlaub, "Erfolg" usw. - als gäbe es keinen Alltag, kein Altern, keine Krankheiten, keine Armut ... .
Schluss mit fake! Schluss mit gestellten, geschönten Bildern von nur der vermeintlichen "Glanzseite".
Zeigt das Leben wie es tatsächlich ist: mit allen Herausforderungen, alltäglichen Bedürfnissen, auch vermeintlichen Banalitäten und auch die Belastungen - ohne etwas zu schönen, sondern ganz real, authentisch.
Macht das alle so! Hört auf, euch als/wie Objekte zu inszenieren.
Menschen sind keine Puppen, sondern aus Fleisch und Blut - bedürftig, verletzlich.
Menschen sind nicht lebenslang jung, gesund, vital, "schön und erfolgreich" - sie werden auch krank, altern, haben mit Belastungen und Widerfahrnissen ... zu kämpfen und all das hinterlässt auch sichtbare Spuren.
Menschen sind Persönlichkeiten und leibliche Wesen - sie sollten sich nicht selbst objektifizieren und nur aufpolierte Orte, Szenen oder sich selbst als "glamouröse Stars" zeigen, die sie offenbar alle gerne wären. ? Kompensationsverhalten, Unreife.
Nein, man muss auch nicht ins andere Extrem verfallen und nur noch das Elend, das Grauen des Lebens, das Leiden und Sterben voyeuristisch zur Schau stellen.
Mir geht es einfach um Authentizität, Wahrhaftigkeit, Realität, Ehrlichkeit. Statt narzisstische Selbstdarstellerei.
Es ist scheissegal, wieviele Likes ihr von Fremden oder Bekannten habt!
Es ist völlig unwichtig, ob ihr es beruflich "zu was gebracht habt".
Wichtig ist nicht, was ihr habt, sondern w e r euch wert ist und wem ihr es seid: als Subjekt, Persönlichkeit, nicht als Objekt.
Nochmal:
Der Wert eines Menschenlebens bemisst sich nicht nach akademischen Titeln, Einkommenshöhe, Vermögensumfang, Narzissmusgrad (besetzten Machtpositionen), Ruhm, wirtschaftlicher Funktionalität und Verwertbarkeit. - Würde.
Wissen, erfassen, erkennen so viele Menschen wirklich nicht, was Freude - nicht nur Spaß - was Erfülltsein, was Liebe ist?
Die Jungen müssen es zumeist erst noch lernen.
Aber die Alten ... ?
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Nachfolgendes habe ich ursprünglich verfasst am 15.08.2024
Kapitalismus, Reichtum, Konsumismus, Kompensationsverhalten - Haben statt Sein
Ein psychisch-emotional gesunder, vernünftiger, reflektierter, reifer Mensch strebt grundsätzlich nicht nach Macht, (finanziellem, materiellen) Reichtum, Karriere, Posten, sondern hat ganz andere Werte, Ideale, Ziele, Verhaltensweisen:
Psychisch gesunde Menschen erfahren Freude, Lebenszufriedenheit, Erfüllung, Sinn, Halt, Verbundensein nicht durch passiven Konsum von (übermäßigem) Essen, Alkohol, Cannabis, Drogen, Produkten, Prestigeobjekten, sondern durch Beziehung zu mehreren! Menschen, idealerweise unterschiedlichen Alters und Geschlechts (Frauen und Männer).
Solche stabilen Beziehungen, Freundschaft, Liebe, Bindung, Verbundensein, Zugehörigkeit, Gemeinschaft kann auch kein Selbstgespräch mit "Gott", einem Hirngespinst, ersetzen.
Erich Fromm - aus "Die Kunst des Liebens" zitiert:
"Liebe ist die tätige Sorge für das Leben und das Wachstum dessen, was wir lieben. Wo diese tätige Sorge fehlt, ist auch keine Liebe vorhanden."
"Impotenz ist die Unfähigkeit, Liebe zu erzeugen."
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11.04. und 28.04. 2025
Die Würde des Menschen, Menschenwürde, gründet sich nicht auf kapitalistisch ausbeutbare Arbeit, Lohnarbeit, Erwerbstätigkeit, Gehorsam, Konformismus, Opportunismus, Geiz, Gier, Antisozialität, nicht auf Vermögen, Reichtum, Macht, Titel, Ruhm.
Die Menschenwürde gründet sich auf universelle Menschenrechte, bestimmte Werte - moralisches Fundament, Moral, Ethik - insbes. wiederum auf die Artikel der Menschenrechtecharta, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.
Das heißt: Einem jeden geborenen (!) Menschen kommt Würde einfach und allein deshalb zu, weil er ein existierender, geborener Mensch, ein lebenslang bedürftiges, verletzliches, sterbliches, schmerzfähiges, mit Bewusstsein belegtes Lebewesen ist.
Sollte mich oder sich selbst ernsthaft jemand - erwachsene Person - fragen, worauf "denn dann" man seinen Selbstwert, sein Selbstverständnis gründen soll: auf einen guten Charakter.
Sein, statt Haben, aktives Lieben, entsprechendes prosoziales Verhalten, Taten.
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ursprünglich verfasst u.a. am 24. Februar 2025 und 15., 16. September 2025
Reichtum, Kapitalismus, große Privatvermögen, Milliardäre sind - ohnehin in einem Land, einer Welt, in der es Armut gibt - mit Gemeinwohl und Grundgesetz unvereinbar, ethisch nicht legitimierbar
Wie lässt sich der bisherige Missstand, die Ungerechtigkeit, Ungleichheit - sehr große Vermögen, Milliardäre, Superreiche, die nicht dem Gemeinwohl dienen - in Deutschland eigentlich mit Art. 14 Abs. 2 Grundgesetz vereinbaren?
Das ist verfassungswidrig.
"(...) (2) 1Eigentum verpflichtet. 2Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. (...)"
https://dejure.org/gesetze/GG/14.html
Ja, auch "Enteignung" ist gemäß Art. 14 Abs. 3 Satz 1 GG möglich, im Grundgesetz bereits verankert - zum Wohle der Allgemeinheit, für das Gemeinwohl, Umverteilung, moralisch, ethisch gerechte, prosoziale Verteilung:
"(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. (...)"
https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_14.html
Es geht nicht um "gönnen", nicht um Neid, Missgunst - es geht um Verhältnismäßigkeit, Angemessenheit, Gerechtigkeit, Verantwortung, um Prosozialität, Solidarität und Mitgefühl, um Vernunft, um Reife.
Es geht um sehr große Vermögen, um leistungslose Einkommen, die sich gerade nicht auf "Arbeit, Leistung, Fleiß" gründen - um Geld, das sich ohne Arbeit, "Anstand" selbst vermehrt - und um Armut.
Nein, die Vermögen auch in vorherigen Generationen gründen sich zumeist nicht auf nur je persönliche Arbeit, Anstrengung, Fleiß, sondern auf Erbe, vererbtes Vermögen, Aktien, Kapitalerträge, auf Ausbeutung mittelloser Menschen via Arbeit, Arbeiterklasse, nicht selten auch auf Korruption ... .
Das Streben nach Reichtum, Erfolg, Ruhm, Macht, Sieg, Herrschen ist ein stets kompensatorisches, narzisstisches - es zeugt von Charakterschwäche, Antisozialität, Mangel an Mitgefühl, von intellektueller, emotionaler und sozialer Unreife. Haben statt Sein.
Es ist selbst- und fremdschädigend, destruktiv. Toxische Männlichkeit.
Empfehle hierzu nochmals ausdrücklich die Lektüre von Arno Gruen und Erich Fromm.
Was Arno Gruen in "Der Verrat am Selbst - Die Angst vor Autonomie bei Mann und Frau" über das stets kompensatorische Streben nach Erfolg, Leistung, Sieg, Ruhm, Macht schreibt, trifft wohl auf alle konservativen Menschen, mehrheitlich Männer zu.
Kapitalismus ist Konservatismus ist Patriarchat: selbst- und fremdschädigendes, destruktives, gewaltgeprägtes Kompensationsverhalten. Unreife.
Das Problem im Kapitalismus, also Konservatismus, also Patriarchat ist, wer aus welchen Gründen nur was als Arbeit, Leistung und Erfolg definiert, anerkennt und wie auch monetär wertschätzt und was alles nicht. Mit bekannten Folgen.
Weltweit bestimmen, entscheiden, verfügen mehrheitlich bis fast ausnahmslos nur Männer, was Arbeit, was Leistung "ist", was als Arbeit gilt, was "Wert hat" und was nicht, was anerkannt, wertgeschätzt, honoriert wird - und was nicht.
Weltweit sind mehrheitlich bis (je nach Region, Land ...) ausschließlich Männer in Macht-, Führungs-, Entscheidungs-, Regierungspositionen.
Warum sind Frauen seltener in Führungs-, in Machtpositionen?
Nicht, weil sie zu dumm, unqualifiziert wären, sondern weil viele Frauen nicht nach Macht streben. Denn: Leere. Macht. Sucht. Narzissmus, Kompensationsverhalten, Unreife. Mit abermaligem Verweis auf Arno Gruen, Erich Fromm und Gabor Maté.
Wohlstand, Vermögen, Reichtum und angeborenes biologisches Geschlecht: Armut ist "weiblich", belastet und beschädigt weltweit mehr Frauen als Männer.
https://www.boell.de/de/2010/10/15/armut-bleibt-weiblich
Frauen sind, werden weltweit nur dann reich, vermögend, wenn sie die Tochter, Ehefrau (Ehemagd), Schwester oder Witwe, Erbin eines vermögenden Mannes sind.
https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-vermoegen-frauen-fallen-weiter-zurueck-9700.htm
Warum legen kapitalistisch-neoliberale, patriarchal-autoritäre, konservative Männer fest, was Arbeit, Leistung ist bzw. welche unentbehrliche Arbeit, die weltweit mehrheitlich Frauen leisten, nicht als Arbeit bezeichnet, anerkannt und nicht bezahlt wird? : Sorge-Arbeit ohne Einkommen, ohne Sorge-Gehalt von mehrheitlich Frauen geleistet, das ist systematische Ausbeutung mit bekannter Folge: Armut - weltweit mehrheitlich Frauenarmut, Mütterarmut, infolgedessen auch Kinderarmut, Altersarmut. Patriarchat, Androkratie, Misogynie.
"Härte, Strenge", Autoritarismus, Heroismus (Heldenkult) sind sämtlich Ausdruck von Charakterschwäche. Zugrunde liegen dem emotionale, soziale Defizite, Gier, Geiz, Egomanie/Selbstsucht, Antisozialität, Mangel Empfindsamkeit, Mangel an Mitgefühl, Verantwortungsbewusstsein ... .
Wie geistig, mental arm und seelisch, psychisch-emotional verarmt kann ein Mensch nur sein, der reich werden will, der nach monetärem Reichtum, Vermögen strebt.
Niemand, der geistig und seelisch gesund ist, kann nur eigenen Reichtum, Wohlstand im Wissen um Armut, Not, Leid, Elend anderer genießen.
Es ist Ausdruck von charakterlicher, d.h. intellektueller, sozialer und emotionaler Unreife, seinen Wert als Mensch, Person, Persönlichkeit, seinen Selbstwert, sein Selbstverständnis auf Besitz, Vermögen, Reichtum, Macht zu gründen.
Arm: wer seinen Selbstwert auf Nation, Privateigentum, vermeintliche "Leistung", auf eine "eigene" Ehefrau, auf "eigene" Kinder, auf Vermögen, Titel, Haus, Auto, Macht, "Ruhm", Religion, Ideologie, also Selbstbetrug gründet. Kapitalismus, Patriarchat.
Ich kann es auch in einfachen Worten ausdrücken:
Wie abgefucked und erbärmlich kann mein Mensch nur sein, der reich werden will? Rhetorische Frage.
Der Wert eines Menschenlebens bemisst sich nicht nach akademischen Titeln, Einkommenshöhe, Vermögensumfang, Narzissmusgrad (besetzten Machtpositionen), Ruhm, wirtschaftlicher Funktionalität und Verwertbarkeit. Menschenwürde.
Was bleibt von einer Person übrig, wenn ihr alle Titel, alles Vermögen, sämtliche Statussymbole genommen werden, verlustig gehen - welcher Mensch, welche Persönlichkeit?
Wenn der Kaiser nackt ist, kommt seine ganze abstoßende Hässlichkeit und Kleinheit, Schwäche zum Vorschein. Er versucht, diese Hässlichkeit, Blöße, diese Wahrheit mit allen Mitteln hinter einer nur scheinbar glänzenden Fassade verborgen zu halten. Die arme Wurst hat, ist keine Persönlichkeit. Drum.
Es müsste längst deutlicher öffentlich kommuniziert werden, dass das stets kompensatorische Streben oder vermeintliche "Innehaben" von Macht kein Zeichen für/Ausdruck von Stärke (Charakterstärke) und/oder Reife (Persönlichkeitsreife) ist, sondern das exakte Gegenteil dessen.
Selbstverständlich befinden sich Narzissten und Psychopathen, siehe APS, antisoziale Persönlichkeitsstörung, häufig in Machtpositionen - sie streben ja kompensatorisch nach Macht, Herrschen, Unterwerfen ... .
Woran es diesen vermeintlich Reichen, Mächtigen fehlt, ist Würde, Mitgefühl, Verantwortungsbewusstsein, Liebesfähigkeit. Es sind sämtlich arme Teufel.
Kapitalismus - davor Feudalismus, gegenwärtig auch Neoliberalismus, Wirtschaftsliberalismus, rechter Libertarismus, Anarchokapitalismus - ist Konservatismus ist Patriarchat, Androkratie. Antisozial, destruktiv.
Vielleicht sollten Erich Fromm und Arno Gruen durch Medien wieder bekannter gemacht werden - wenn staatliche Schule diesbzgl. schon leider total versagt - aus bekanntem Grund. ;)
"Haben oder Sein", "Die Kunst des Liebens", "Der Verrat am Selbst Die Angst vor Autonomie bei Mann und Frau".
Worauf soll man - ein vernünftiger, reflektierter, empathischer, mitfühlender, solidarischer, prosozialer, reifer Mensch - seinen Selbstwert, sein Selbstverständnis, seine Würde gründen?
Auf Persönlichkeit. Reife. Liebesfähigkeit. Aktives Lieben. Auf entsprechendes, prosoziales Verhalten, Taten.
Was ist Reife, Persönlichkeitsreife:
Erkenntnis-, Urteils-, Reflexions- und Selbstreflexionsfähigkeit, Vernunft, Empathie, Mitgefühl, Authentizität, Integrität, (Zivil-) Courage, Rückgrat, Prosozialität, Liebesfähigkeit.
Unreife, narzisstische, emotional und sozial massiv defizitäre, antisoziale, autoritäre, konservative Männer haben ihre gravierenden Schwächen zu Stärken erklärt, umgedeutet, indoktriniert. Patriarchat, toxische Männlichkeit.
W e i l bestimmte Menschen so egoman, unempathisch, geizig, gierig, narzisstisch, antisozial, liebesunfähig sind, klammern sie sich in ihrem Selbstbetrug, um ihn zu rechtfertigen, an Religion, Ideologie, bspw. Kapitalismus ... .
Mit "Männerhass" hat meine Kritik, Analyse, Reflexion nichts zu tun. Es gibt durchaus "gute", schöne, prosoziale, reflektierte, reife, liebesfähige Männer - leider sind sie weltweit eine Minderheit.
Männer, die ich wertschätze, waren, sind bspw. folgende:
David Graeber, Pierre Bourdieu, Émile Zola, Denis Diderot, Albert Camus, Erich Fromm, Arno Gruen, Jean Améry, Julian Assange, Thomas Galli, Rutger Bregman ... .
Gemeinwohl ist - im Gegensatz zu Kapitalismus - keine Ideologie, weder autoritär noch undemokratisch, noch gewaltgeprägt, antisozial, destruktiv, sondern prosozial, wohltuend, konstruktiv, vernünftig, verantwortungsvoll. Gemeinwohl ist das Fundament für jede intakte Gesellschaft, Gemeinschaft, für Frieden, (soziale) Gerechtigkeit, Prosozialität.
Immer ging und geht es im global nach wie vor bestehenden Patriarchat um Rache, Vergeltung, Strafe, Konkurrenz, Übervorteilung, Macht, Unterwerfung, Ausbeutung, Gewalt, Krieg - statt um Kooperation, Solidarisieren, Gemeinwohl: für a l l e Menschen. Menschenwürde. Universelle Menschenrechte.
Und bekanntlich bin nicht nur ich ;) der Überzeugung, dass rechte Politik, Rechtskonservatismus der Demokratie und dem Gemeinwohl erheblichen Schaden zufügt.
Klar sind wir da wieder bei "politisch links vs. politisch rechts", bei linksliberal, linksprogressiv vs. konservativ - eine Sache des Charakters, der Persönlichkeit, der Prägung, "Erziehung", genetischen Anlage, des Fühlens, der Gefühlsdisposition:
Weil "links" und "rechts" eben nicht auf Etiketten, Zuschreibungen, Parteizugehörigkeit oder die Konstituante, Nationalversammlung der Französischen Revolution zurückgeht, sondern eine Sache des Charakters, der Persönlichkeit ist.
In einer sozial gerechten, prosozialen, solidarischen Welt, Gemeinschaft, Gesellschaft ist Reichtum, sind große Vermögen bei zugleich vorhandener Armut ethisch nicht legitimierbar.
Reichtum, Armut, Ungleichheit, Kapitalismus, Konservatismus, Patriarchat
Wer nochmal ein paar Zahlen, Daten, Fakten, Belege zu großen Vermögen, Superreichen, Milliardären ... haben will, findet sie u.a. in mehreren arte Dokumentationen, siehe unten verlinkt.
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Nachfolgendes wurde von mir ursprünglich verfasst am 24. Februar 2025
Wer was weshalb wählt, welche politische Einstellung, welches Menschenbild, Weltbild, welche Werte und Überzeugungen (nicht) hat, ist eine Sache der Persönlichkeit, des Charakters - und bei Menschen jenseits der 30 zumeist auch kaum mehr veränderbar.
Autoritarismus, Rechtsextremismus ist nichts, das einer Person etwaig nur äußerlich anhängt - es ist integraler Bestandteil der jeweiligen Persönlichkeit. Seit Kindheit, Jugend bereits: "Erziehung", Prägung.
Und nicht nur drückt sich der Charakter, die Persönlichkeit eines Menschen in dessen politischer Einstellung, seinem Menschen- und Weltbild, seinen Überzeugungen, Werten, Worten aus, sondern vor allem in seinem Verhalten, seinen Taten - bspw. prosozial oder antisozial.
Erkenntlich wird der Charakter, die Persönlichkeit eines Menschen ganz besonders in seinem Verhalten, seinen Taten, aber auch in den Büchern, die er liest, der Musik, die er hört, den Filmen, die er freiwillig, gerne sieht, dem, was er isst, was er kauft, konsumiert.
Nicht zuletzt zeigt sich der Charakter, die Persönlichkeit eines erwachsenen Menschen auch sehr deutlich beim Sex.
Mit Sex meine ich weder nur Penetration, noch Prostitution, noch Porno, also "bezahlte" Vergewaltigung, sondern tatsächlich freiwilligen, echten, i.e. sexuell konsensualen Sex.
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verfasst am 01. Januar 2025
Im Kapitalismus wie auch Neoliberalismus geht es nicht und ging es noch nie je um Gemeinwohl - das war nie das Ziel. Sondern Kapitalakkumulation, Wohlstand, Reichtum nur bestimmter, weltweit vergleichsweise weniger Menschen: zu Lasten zahlreicher anderer.
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verfasst am 24. Januar 2025
Es kann, darf nicht sein, dass es pervers Superreiche, Milliardäre gibt, deren Reichtum nicht auf ihre "Arbeit, Fleiß, Leistung", geschweigedenn auf Prosozialität gründet, während zugleich unzählige Menschen ohne eigenes Verschulden in Armut lebenslang vegetieren und krepieren.
Eine Frage der Moral, des "Anstands", des Charakters: prosozial, solidarisch, kooperativ, fair, mitfühlend, verantwortungsvoll oder antisozial, egoman, destruktiv, schäbig.
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verfasst am 03. September 2025
In einer gesunden, intakten Gemeinschaft würden antisoziale, autoritäre, machtgeile Menschen ausgeschlossen. Drum haben solche defizitären Charaktere ihre Schwächen, Fehler in Tugenden umgedeutet und propagieren sie als "Stärke".
Und nochmal ganz grundsätzlich zu großen Vermögen, Superreichen:
In einer Welt, in der es zermürbende, beschädigende, vernichtende Armut gibt, lässt sich solcher Reichtum moralisch durch nichts legitimieren - er ist pervers, krank.
Verantwortung. Ethik. Gemeinwohl. Würde.
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arte 42 - "Bedrohen Superreiche die Demokratie?" - Sie bedrohen sie nicht, sie haben ihr längst massiven Schaden zugefügt. Siehe Kapitalismus, wie Regierungen, Regierende von Superreichen dominiert werden, deren Einfluss auf Medien, Pressefreiheit u.a.m..
arte 42 (D, 2024) - "Warum ist Reichtum so ungerecht verteilt?" ... und Armut deshalb so stark verbreitet, nicht behoben.
DDN - "How Oligarchs Took Over The World" - George Monbiot über Oligarchen - dass, wie sie global Demokratie und Gemeinwohl gefährden, immer wieder, immer noch. Musk, Trump, Gates ... Kapitalismus ist Konservatismus ist Androkratie, Patriarchat: Gewalt. Antisozial, destruktiv.
Oben Genanntes belegt auch diese dreiteilige arte Doku - "Kapitalismus Reichtum made in usa" Kapitalismus ist Konservatismus ist Patriarchat. Von Anfang an und nach wie vor so.
Oxfam Deutschland, 20. Januar 2025 - " Oxfam-Bericht zur sozialen Ungleichheit Vier neue Milliardär*innen pro Woche – 3,6 Milliarden Menschen weiterhin in Armut"
Oxfam Deutschland - "Soziale Ungleichheit"
oxfam - "Im Schatten der Profite Wie die systematische Abwertung von Hausarbeit, Pflege und Fürsorge Ungleichheit schafft und vertieft"
Bei gapminder bspw. mal unter "Population" gucken.
gapminder - "Dollar Street (...)"
02.10.2025
Warum soll ich Geld spenden an Menschen, deren Armut ich nicht (direkt) verursacht habe?
Warum soll ich fremden Menschen helfen, deren Not, Leid ich nicht verursacht, nicht verschuldet habe?
Warum soll ich Menschen und Tiere, Natur belastende, beschädigende Umstände, Missstände, Verhältnisse, die ich ggf. nicht (direkt oder sämtlich) verursacht habe, abzumildern oder zu beheben helfen, dazu aktiv beitragen?
Warum soll ich mich überhaupt moralisch, d.h. fair, empathisch (einfühlsam), rücksichtsvoll, hilfsbereit, nicht wissentlich, nicht absichtsvoll andere schädigend, nicht ausbeutend, sondern prosozial verhalten?
Nein, nicht, weil ein "Gott", eine Religion/Ideologie und/oder ein Gesetz oder irgendeine Person, vermeintliche oder tatsächliche Autorität, gar ein Tyrann es mir vorschreibt, aufzwingt, abverlangt, indoktriniert, nicht aus Angst vor Strafe, Gewalt, Nachteilen, nicht aufgrund von Kalkül, Berechnung, sondern einzig aus dem Grund, dass/weil ich mich als Mensch aufgrund intrinsisch motivierter Moral, aufgrund von angeborenem, intakten Mitgefühl sowie aufgrund von Vernunft moralisch, prosozial verhalten will und nur dann, nur so dies auch langfristig kann.
Ein prosozialer, mitfühlender, liebesfähiger, vernünftiger, reflektierter, intellektuell, sozial und emotional reifer Mensch wird das unmittelbar einsehen bzw. längst selbst erfahrungsbasiert wissen, er bedarf keiner Erklärungen, keiner Dogmen, Gesetze, keiner Strafe, Verbote und Gebote, keiner Dressur, keiner "übergeordneten (metaphysischen) Instanzen", keines "Gottes", keines "Führers", keiner Religion/Ideologie.
Es sind seine menschliche Vernunft, sein ihm als Mensch, Säugetier, Primat angeborenes (!) Mitgefühl (sofern intakt), seine Erkenntnis-, Urteils-, Reflexions- und Liebesfähigkeit, seine entsprechende Persönlichkeit, sein ureigenes Fühlen, Denken, Erkennen, die ihn sich moralisch, d.h. prosozial, verhalten lassen, die ihn dazu veranlassen, sich so zu verhalten - anderenfalls ginge es einem solchen Menschen selbst psychisch, nicht selten auch physisch schlecht, er würde, wird selbst leiden, wenn er sich ignorant, antisozial, wissentlich andere schädigend, gar sadistisch verhält.
Das ist echtes "Mitleid", Mitleiden - durch das Wahrnehmen bzw. schon das Wissen um das Leid anderer erfährt, erlebt ein solcher Mensch unmittelbar eigenen Schmerz, Leid.
Bei vernunftbegabten, mit Verstand, Vernunft belegten Menschen kommt, im Gegensatz zu Tieren, hinzu, dass er vom Leid, von Missständen in der Welt weiß, sich darüber informieren, sie erkennen kann und gleich, ob er sie je persönlich/selbst verursacht hat: schon allein dieses Wissen, diese Kenntnis verpflichtet den Menschen, das Leid anderer zu mildern oder nach Möglichkeit - gemeinsam mit anderen - zu beheben, dies umso mehr, wenn Menschen dieses Leid anderer Menschen, Tiere, Lebewesen wissentlich, absichtsvoll verursacht haben.
Der Mensch ist schon aufgrund seines Verstandes, seiner Vernunft, seiner Kenntnis, seines Wissens in der moralischen Pflicht, Schaden, Leid zu mildern, abzuwenden, so weit als möglich auch vollständig zu beheben. Einfach, weil er darum weiß, dass es dieses Leid gibt und er als Mensch - gemeinsam mit anderen Menschen - die Möglichkeit hat, es zu beheben.
Sein Wissen, seine Kenntnis, sein Verstand, seine Vernunft und sein Mitgefühl verpflichten den Menschen zur Verantwortung - zu entsprechendem moralischen, prosozialen, nicht-destruktiven Verhalten, Agieren, Leben.
Überdies ist bekanntlich das meiste Leid, Not, Elend, Armut, Gewalt, Zerstörung weltweit menschengemacht.
Es ist der Mensch, der die Verantwortung zu tragen hat, weil er es - im Gegensatz zum Tier - aufgrund seines Verstandes kann. Es ist spezifisch menschlich, Verantwortung zu tragen.
Ein Mensch, der sich antisozial, sadistisch, destruktiv, andere wissentlich schädigend verhält, leidet darunter früher oder später, auf die ein oder andere Weise (psychisch-emotional, physisch, gesundheitlich, sozial, existenziell), immer selbst, es fällt sein antisoziales, destruktives Verhalten irgendwann immer auf ihn selbst zurück.
Ein solcher Mensch mag vordergründig ein "gutes Leben haben", scheinbar zufrieden sein - es mangelt ihm faktisch jedoch an echtem Erfülltsein, an Freude, an emotionaler Tiefe, Reife, an Selbsterkenntnis, Reflexion, an Mitgefühl und Liebesfähigkeit.
Solche Menschen überlassen, unterwerfen sich üblicherweise dem oberflächlich bequemen, dabei stets feigen, unreifen, selbst- und fremdschädigenden, deshalb unmoralischen Selbstbetrug.
Siehe auch "Erfolg, Karriere, Macht, Ruhm, Reichtum, Sieg", Heroismus, vermeintliche Stärke, Härte, Autoritarismus ... - es ist alles unreifes, zumeist toxisch männliches, gewaltgeprägtes, destruktives Kompensationsverhalten, Selbstbetrug.
Verweise an dieser Stelle abermals auf Erich Fromm ("Haben oder Sein", "Die Kunst des Liebens", "Anatomie der menschlichen Destruktivität"), Arno Gruen ("Der Verrat am Selbst Die Angst vor Autonomie bei Mann und Frau" u.a.), Jack Holland ("Misogynie Die Geschichte des Frauenhasses") und Gabor Maté (über Sucht, Leere, Macht, Schmerz ...).
Und gerade weil und wenn ein solch empathischer, mitfühlender, liebesfähiger Mensch all das tatsächlich ist - wie oben beschrieben denkt und fühlt, empfindet - hat dieser Mensch auch Mitgefühl "sogar" mit seinem Gegner, Täter. Bis zu einer gewissen Grenze: Er ist kein Masochist.
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10. Mai 2025
Mitgefühl hat man mit einem Menschen nicht, weil er sich wohlverhält, sondern weil/wenn er leidet.
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03.10.2025
Ein physisch (auch bspw. gesundheitlich) und/oder psychisch-emotional (bspw. Verlust, Trauer, Einsamkeit, Ausgrenzung ...) oder sozial oder gar existenziell (Armut, Not, Elend, Krieg, Gewalt ...) leidender Mensch muss sich das Mitgefühl anderer nicht erst "verdienen".
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Ausführlich zu Empathie und (Menschen angeborenem) Mitgefühl - kognitiver und affektiver (emotionaler) Empathie, Subjekt- und Objektempathie (Boris Cyrulnik) in diesem blog-Eintrag.
GiveDirectly - Effektiv spenden
Oxfam, 20. Januar 2025 - "Milliardärsmacht beschränken, Demokratie schützen"
Oxfam, 02. Juli 2024 - "Vermögenssteuer Keine Angst vor Steuerflucht" - Vermögenssteuer, Milliardärssteuer, Regierung: Verantwortung, Gerechtigkeit, Gemeinwohl - "Davon betroffen wären in Deutschland nur etwa 200.000 Menschen. Und trotzdem würde eine Vermögenssteuer bis zu 85 Milliarden Euro einnehmen."
Spiegel, 20.01.2025 - "Oxfam-Bericht zu Ungleichheit Vermögen der Superreichen wächst immer schneller", screenshot vom 18.09.2025
Spiegel, 20.01.2025 - "Oxfam-Bericht zu Ungleichheit Vermögen der Superreichen wächst immer schneller" - "Selbst wenn sie über Nacht 99 Prozent ihres Vermögens verlieren würden, blieben sie Milliardäre, erklärte Oxfam."
Der Name eines jungen französischen Wirtschaftswissenschaftlers ist gerade in aller Munde: Gabriel Zucman leitet das EU Tax Observatory und schlägt vor, das Vermögen von Multimillionären und ...
https://www.youtube.com/watch?v=fCGmz-Y757Y
arte - "Brauchen wir Supersteuern für Superreiche?"
04.10.2025
Nachfolgend einkopiert mein Kommentar zum youtube-Video vom 03.10.2025 von arte - "Brauchen wir Supersteuern für Superreiche?"
1. Könnt ihr in Medien bitte endlich alle damit aufhören, von den, Zitat "Stärksten der Gesellschaft" zu reden, wenn reiche Menschen gemeint sind, danke. Die "sozial Schwachen", Antisozialen sind gerade diese Superreichen.
2.Wer w e i t mehr hat, als er für ein selbstbestimmtes, menschenwürdiges Leben - ohne Not, Armut, mit soziokultureller Teilhabe, demokratischer Mitgestaltung, Zugang zu guter, gesunder Nahrung, Wohnung, medizinischer Versorgung, Bildung, Mobilität - braucht und es zumeist gerade nicht in konstruktive, sinnvolle, unentbehrliche, gemeinwohlförderliche "Projekte", Unternehmen ... investiert, sondern in die eigene Tasche wirtschaftet, der muss aus moralischen Gründen - Fairness, Prosozialität, vielzitierter "Anstand", Mitgefühl, Verantwortungsbewusstsein, Solidarität - so viel abgeben, wie es verhältnismäßig ist, wie es seinem Vermögen entspricht.
Wer das nicht selbst freiwillig tut und/oder es als Politiker in Regierungsverantwortung nicht will, ist faktisch antisozial, unmoralisch und gegenüber der Bevölkerungsmehrheit verantwortungslos, denn er vertritt vorrangig bis ausnahmslos die Interessen der Vermögenden, auch der Milliardäre, nicht die der Mehrheit der Zivilbevölkerung.
3. Selbstverständlich müssen dafür überregionale, internationale, letztlich globale Regulative geschaffen, umgesetzt werden, damit Superreichen, Milliardären "Abwanderung", Steuerflucht, Steueroasen und Steuerbetrug nicht möglich sind.
Man kann auch eine "Abwanderungssteuer" erheben, genau.
4. Es müsste jeweils eine Grenze nach oben und unten geben: Niemand darf weltweit in Armut leben, niemand darf "superreich" sein - es ist eine Frage der Gerechtigkeit, Ethik, Solidarität, Verhältnismäßigkeit, Angemessenheit und (Um-) Verteilung.
5. Der Reichtum, das Vermögen zahlreicher, wenn nicht aller Menschen basiert nicht auf je persönlich geleisteter gemeinwohlförderlicher (!) Lohnarbeit oder gar - nach wie vor weltweit unbezahlt von mehrheitlich Frauen geleisteter, unentbehrlicher, sinnvoller - Sorge-Arbeit, sondern auf der Arbeit und Ausbeutung anderer Menschen, auch derer in anderen Ländern, auf einkommenslosen Einkommen, Kapitalerträgen, Aktien, Erbschaften oder auch Betrug, Korruption, Steuerkriminalität.
Durch "ehrliche, eigener Hände", bspw. auch schöpferische Arbeit wird niemand reich, vor allem dann nicht, wenn es sich dabei nicht um künstlich geschaffene bullshitjobs - mit Verweis auf David Graeber - sondern um tatsächlich das Gemeinwohl fördernde, stärkende, konstruktive, sinnvolle, unverzichtbare Arbeit handelt, siehe bspw. "häusliche" Sorge-Arbeit", Pflege, Dienstleistungssektor, Handwerk, Kunst u.a.m..
6. Wie wir was aus welchen Gründen priorisieren, was und wem wir Wert beimessen, was wir auch monetär wertschätzen, wie wir wirtschaften, Handel treiben, arbeiten, wohnen, leben, ist weder Naturgesetz noch "gottgegeben" - es sind Menschen, die all das konstruieren, konzeptionieren, aushandeln, vereinbaren, die es zulassen, mitvollziehen oder sich einigem widersetzen, verweigern und stattdessen Konstruktives, Wohltuendes, Gerechtes einfordern.
Es gibt jede Menge konstruktive Alternativen zu Kapitalismus, Wirtschaftswachstum, BIP (wie es bisher berechnet wird), siehe bspw. Gemeinwohlökonomie, Soziokratie (Konsentprinzip, statt Mehrheitsprinzip, statt nur sogenannt, nur vermeintlich "repräsentativer" Demokratie), cohousing, Parecon, Commoning, Suffizienz, Konvivialismus.
Auch, wie wir Geld und Schulden bewerten, behandeln, was, wie, wieviel wir konsumieren, wie wir miteinander oder gerade nicht in Gemeinschaft leben usw., siehe auch Arbeit, BGE und auch, was wie besteuert wird - all das ist "verhandelbar", änderbar: durch Menschen.
Viele konstruktive "Alternativen" werden bereits je regional gelebt - nur halt nicht auf Staatsebene, genau. ... ;)
Ja: unser Problem sind auch Nationalstaaten und Regierungen, siehe auch Militär, Krieg und Geld ... . - Eigenes Thema.
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Capital - "13 weitere Milliardäre: Das sind Deutschlands neue Superreiche", screenshot vom 18.09.2025
Capital - "13 weitere Milliardäre: Das sind Deutschlands neue Superreiche"
Hans Böckler Stiftung, boeckler.de, 11.12.2023 - "Deutsche Milliardenvermögen: Superreiche besitzen mindestens 1,4 Billionen Euro, Steuersätze seit Mitte der 1990er drastisch reduziert", screenshot vom 18.09.2025
Hans Böckler Stiftung, boeckler.de, 11.12.2023 - "Deutsche Milliardenvermögen: Superreiche besitzen mindestens 1,4 Billionen Euro, Steuersätze seit Mitte der 1990er drastisch reduziert" - Reichtum, Armut, Milliardäre, große Vermögen in Deutschland, worauf sie sich gründen, wie Steuern, gerechte Steuerpolitik der Regierung, die "soziale", finanzielle, materielle Ungleichheit, Ungerechtigkeit und Armut beheben könnte ... .
forbes.at - "Die zehn reichsten Menschen der Welt (März 2025)", screenshot vom 18.09.2025
forbes.at - "Die zehn reichsten Menschen der Welt (März 2025)"
Statista - "Die 25 reichsten Menschen weltweit im Jahr 2025 (Vermögen in Milliarden US-Dollar, Stand: 16. September)"
Deutschlandfunk Kultur, 04.01.2023 - "Vom Zauber einer Zahl - Die Erfindung des Wirtschaftswachstums"
Deutschlandfunk Kultur, 13.12.2019 - "Bruttoinlandsprodukt - Das BIP ist nicht mehr zeitgemäß"
Deutschlandfunk, 21. Mai 2023 - "Brutto-Öko-Inlandsprodukt - Warum wir Wohlstand anders vermessen müssen"
RSA - "David Graeber on the Value of Work" - David Graeber über Produktivität, den Wert von Arbeit, die Art der Arbeit ... .
künstlich geschaffene, überbezahlte, gemeinwohlschädigende bullshitjobs und Maloche, Ausbeutung, Armut - Staat. Macht. Gewalt. Kapitalismus, Regierungen, Herrschende
bpb, Heinz-Josef Bontrup - "Wettbewerb und Markt sind zu wenig", screenshot vom 25.09.2025
bpb, Heinz-Josef Bontrup - "Wettbewerb und Markt sind zu wenig"
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Über Geld, Kapitalismus und Alternativen - Zinsen, Schulden, Freigeld, Freiland, Freiwirtschaft, Gemeinwohl - Sabeth schreibt - Lebenskunst für Laien
Geld, Geldschöpfung, Zentralbanken - Profit vs. Gemeinwohl swr2 Wissen, "06.03.2020, Johann Silvio Gesell - Vordenker einer gerechten Gesellschaft" - Johann Silvio Gesell - Freigeld, Freiland ...
https://kallisti-dichtet-belichtet.over-blog.com/2016/06/uber-geld-kapitalismus-und-alternativen-zinsen-schuldgeld-freigeld-schwundgeld-freiwirtschaft.html
Sozialstaat, der "soziale Staat"
"(...) Eine Überwindung von Not, Armut und Unsicherheit oder gar eine »Angleichung der Lebensverhältnisse« erwartet sich – zu Recht – niemand mehr vom sozialen Staat, der in den letzten 15 Jahren große Teile seiner lohnabhängigen Bevölkerung im Interesse seiner Wirtschaft und seiner globalen Macht verarmt und verunsichert hat. (...)
Völlig offen bleibt:
Wieso gehört die Versorgung der Menschen und die Rücksichtnahme auf ihre sozialen Belange nicht zum Auftrag der Ökonomie selbst?
Weshalb fehlt es an all dem in der zugleich für ihre Effizienz bei der »Versorgung mit Gütern« gelobten Marktwirtschaft?
Warum ist »das Soziale« getrennt von »der Wirtschaft« überhaupt eine gesonderte Staatsaufgabe?
Wieso gibt es »soziale Ungleichheit«, die »ausgeglichen« werden muss, wieso fehlt es an Möglichkeiten zur »Teilhabe« und was gefährdet eigentlich so systematisch den allseits beschworenen sozialen Zusammenhalt?
Worin bestehen die angesprochenen »Lebensrisiken«? Sind damit Unglücksfälle gemeint, die »dem Leben« geschuldet sind und mal anfallen können, mal aber auch nicht?
Weshalb werden Armut, Not und Unsicherheit eigentlich nie überwunden, wenn doch ein mächtiger Sozialstaat ihnen seit 150 Jahren den Kampf ansagt? (...)
Die Frage nach den Ursachen und den Zielen ist aber keine Nebensache, die etwa je nach methodischer Schwerpunktsetzung – auch vernachlässigt werden könnte; zumindest dann nicht, wenn man die lästigen, aber immer wiederkehrenden Notlagen aus der Welt schaffen möchte. Dann ist es vielmehr unumgänglich, deren Ursachen zu ermitteln. (...)
Der kapitalistische Reichtum beruht auf der Armut jener, die ihn als Lohnabhängige mit ihrer Arbeit herstellen, vermehren und verwalten. Arm sind sie, die Lohnabhängigen, weder »irgendwie« und schon gar nicht in Abhängigkeit vom »jeweils zugrunde liegenden Definitions- und Wertmaßstab« der Sozialwissenschaften. Arm sind sie, weil sie ausgeschlossen sind von den Produktionsmitteln, um in der »Marktwirtschaft« am gültigen Wert(!)Maßstab selbständig Waren zu produzieren, zu verkaufen und damit Geld zu verdienen. In diesem objektiven – weil am Maßstab dieser Gesellschaft gültigen – Sinn sind sie absolut arm. Das begründet überhaupt ihre Lohnabhängigkeit.
Um das Geld zu verdienen, das die Lohnabhängigen zur verfassungsgemäßen Wahrnehmung ihrer Freiheit und zur »Entfaltung ihrer Persönlichkeit« befähigt, müssen sie ihre Arbeitskraft verkaufen. Sie müssen ihren Willen, ihre Kraft und ihre Lebenszeit in den Dienst eines »Arbeitgebers« stellen, der mit ihren Leistungen sein Kapital zu mehren sucht. Davon sind sie abhängig.
Damit unterliegt ihre materielle Existenz einer fundamentalen Bedingung: Lohn und Brot verdienen sie nur, wenn sie mit ihrer Arbeit fremden Reichtum vermehren. Ein Einkommen erzielen sie nur dann, wenn ihre Arbeit »rentabel« ist, d.h. wenn sie mit ihrer Arbeit mehr Reichtum bzw. mehr Wert schaffen, als sie an Lohn dafür erhalten. Lohn und Leistung sind dementsprechend. In diesem ganz und gar nicht beliebigen Sinn sind die Lohnbezieher relativ arm, nämlich relativ zu dem Reichtum, den sie herstellen und lebenslang vermehren müssen. (...)
Aller wissenschaftlichen Dogmatik zum Trotz findet die lohnabhängige Mehrheit Deutschlands im Verkauf ihrer Arbeitskraft kein dauerhaftes Ein- und Auskommen.
Die eine Hälfte von ihnen ist zwar alternativlos auf eine abhängige Beschäftigung angewiesen, bekommt diese allerdings nicht: Kranke, Behinderte und Alte sind mit ihrer vergleichsweise eingeschränkten Leistungsfähigkeit und ihrem erhöhten finanziellen Bedarf für medizinische Versorgung, Pflege und Assistenz als Arbeitskräfte in der Regel unrentabel, verdienen deshalb kein Geld sondern Mitleid. Pflegende Familienangehörige und (alleinerziehende) Mütter verfügen zwar über ihre volle Arbeitskraft, stehen »dem Arbeitsmarkt« bzw. den Arbeitgebern allerdings nicht oder nur zeitlich begrenzt zur Verfügung.
Kinder und Jugendliche sollen in staatlichen Schulen und kapitalistischen Betrieben erst die Qualifikationen erwerben, die sie als (aus)gebildete Arbeitskräfte möglichst bis siebenundsechzig zum Einsatz bringen. Amtlich anerkannte Arbeitslose verfügen zwar über ihre Arbeitskraft, wurden meist auch einst auf eine rentable Funktion hin ausgebildet oder zugerichtet und sie bieten diese auch der versammelten Unternehmerschaft vermittelt über staatliche und private Agenturen an, allerdings besteht schlichtweg kein Bedarf (mehr) an ihrer Dienstbereitschaft.
Der anderen Hälfte des modernen Proletariats gelingt der Verkauf ihrer Arbeitskraft.
Lohn und Leistung sind aber wegen der besagten Abhängigkeit so gestaltet, dass sie damit nicht dauerhaft zurechtkommen. Viele können mit ihren Löhnen und Gehältern die Mieten in den Ballungszentren, den Unterhalt ihrer Kinder oder die Preise für medizinische Behandlungen nicht bezahlen. Andere sind aufgrund ihrer Arbeitsbelastung nicht in der Lage, sich um die Erziehung ihrer Kinder oder die Pflege ihrer Angehörigen zu kümmern und ihr Lohn reicht nicht, um dafür speziell ausgebildete Kräfte zu engagieren. Wieder andere verlieren ihre Arbeitskraft und damit ihr Einkommen durch Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle. Und wenn sie durch Arbeitslosigkeit oder Alter kein Erwerbseinkommen mehr beziehen, stellt sich für die Allermeisten rasch heraus, dass ihr Einkommen einfach zu klein war um damit Rücklagen zu bilden, von denen sie die unbeschäftigten Jahre in Muße verbringen könnten. Armut ist insofern Ausgangs- und Endpunkt der Lohnabhängigkeit im Kapitalismus und die bleibende ökonomische Grundlage der Sozialpolitik. (...)
Mit seiner Familienpolitik, dem Ehe-, Familien- und Unterhaltsrecht, nimmt der soziale Staat die haltlose Konstruktion einer auf Liebe gegründeten Versorgungsgemeinschaft ohne Produktionsmittel gegen die Betroffenen in die Pflicht, weil an der Familie als Keimzelle der Gesellschaft nun mal die Reproduktion des Ganzen hängt; auch und gerade dann, wenn die Beteiligten das nicht leisten können oder schlicht nicht
mehr zusammenleben wollen. (...)
Mit Kitas erschließt er junge Mütter für den Arbeitsmarkt und emanzipiert mit der Verstaatlichung der frühen Kindheit gleichsam die Erziehung der Kinder von den pädagogischen Fähigkeiten und Möglichkeiten ihrer Eltern. Über die Konsequenzen familiärer Sozialisation unter den skizzierten Bedingungen macht sich zumindest der soziale Staat keine Illusionen und hält in seinem SGB VIII ein ganzes Gesetzbuch der »Kinder- und Jugendhilfe« parat, um mit seiner Dialektik von Hilfe und Kontrolle die verwahrlosten Teile der proletarischen Jugend doch noch zu einer halbwegs gesellschaftskonformen Lebensführung zu bewegen und dafür Notfalls auch sein »Wächteramt« gegen die Familien in staatlicher Regie wahrzunehmen.
Die umfängliche Bildung und Erziehung der Jugend ist ebenfalls eine staatliche Aufgabe, zu der die lohnabhängigen Eltern in der Regel nicht in der Lage sind und die sich für die Unternehmen nicht oder nur sehr bedingt rentiert. Der soziale Staat übernimmt deshalb als Hoheitsaufgabe die Bildung, d.h. die Entwicklung jugendlicher Arbeitskraft, ihre universelle Ausstattung mit Qualifikationen und Kompetenzen, ihre Disziplinierung, Zertifizierung und Vorsortierung für den Arbeitsmarkt, ihre Ertüchtigung als Konkurrenzsubjekt und ihre Erziehung zu gemeinschaftsverträglichem Handeln« auf der Grundlage der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Erst durch seine Intervention bildet sich die Arbeitskraft gemäß den geltenden Anforderungen der Arbeitgeber als »Eigentum« der Lohnabhängigen heraus, steht dem Kapital der kontinuierliche Nachschub von Arbeitskräften zur Verfügung und ist darüber hinaus ganz allgemein ein Funktionserfordernis für den Verkehr in der bürgerlichen Gesellschaft erfüllt.
Der spezifische Charakter dieser Bildung als staatliche Pflichtveranstaltung, als Leistungslernen in der Konkurrenz um Noten und gegen die Mitschüler*innen und mit den unvermeidlichen Resultaten sozial selektiver »Bildungserfolge« produziert zwar seinerseits gewisse Opfer, die sozial- und sonderpädagogisch betreut werden müssen, passt aber ganz zu der kapitalistischen Gesellschaft, die der soziale Staat fördert und fordert. (...)
Kapitalismus macht krank. Weil es in der Marktwirtschaft um die Produktion von Profit und nicht um die Bedürfnisbefriedigung der Produzenten und Konsumenten geht, ist das Arbeiten, Konsumieren und Leben »nun mal« mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden. Als »Volks- und Zivilisationskrankheiten« untergraben sie die Arbeitskraft, deren Verkauf die Lebensgrundlage der Lohnabhängigen und die Quelle des Profits ist.
Da die Lohnabhängigen aus eigenen Mitteln die Kosten der Behandlung individuell nicht bewältigen können und zugleich eine halbwegs intakte Volksgesundheit Voraussetzung für deren künftige Beanspruchung ist, organisiert der soziale Staat die Betreuung der Volksgesundheit auf Basis verstaatlichter Lohnteile. Eine ganze Medizinbranche verdient sich an der Behandlung der Symptome dumm und dämlich.
Dagegen werden die Kosten für das pflegende Personal in Kliniken und Einrichtungen von Anfang an kritisch beäugt und seit der »Ökonomisierung« mit neuem Engagement nach unten gedrückt – unterdurchschnittliche Löhne und überdurchschnittliche Arbeitsbelastung sind der in dieser Branche bereits ebenso lange beklagte Normalfall.
Wenn lohnabhängig Beschäftigte alt und pflegebedürftig werden, sind sie als Ergebnis ihres lebenslangen Arbeitens nicht in der Lage, die Mittel für Lebensunterhalt und Pflegekosten aus ihren Rücklagen aufzubringen. Mit Renten- und Pflegeversicherung zwingt der Sozialstaat sie zur Vorsorge, damit ihr absehbares Alterselend nicht zum Problem für die Funktionalität ihrer Familien und der öffentlichen Ordnung wird.
Die steigende Lebenserwartung seines Volks und die damit wachsenden Rentenansprüche dämpft er – marktwirtschaftlich sachgerecht – durch sinkende Renten und längere Lebensarbeitszeiten, während er die ebenfalls daraus erwachsende größere Nachfrage nach Pflege zur Basis eines neuen, erfolgversprechenden Zweigs seines sozialen Markts macht. Die dort agierenden Dienstleistungs-Unternehmen konkurrieren auf der Basis feststehender Pflegesätze und der geringen Rationalisierbarkeit der Branche mit der Überbeanspruchung des Pflegepersonals und der Unterversorgung der Patienten.
Menschen mit Behinderungen, Jugendliche, die es erst gar nicht in Ausbildungs- und Arbeitsplatz schaffen, Langzeitarbeitslose, alleinerziehende Mütter, Altersarme und vor Ruinierung und Kriegen Geflüchtete – durchaus auch ein Produkt der Erfolgsbilanz des deutschen Kapitals und deutscher Außenpolitik – werden mit existenzsichernden Maßnahmen gegen die »Logik des Markts« ohne Gegenleistung am Leben erhalten.
Und zwar in aller Erbärmlichkeit, die das in einer Gesellschaft hat, die den Zwang zur Lohnarbeit zum Mittel ihres wirtschaftlichen Erfolgs macht und alle Ausnahmen deshalb entsprechend abschreckend organisiert. (...)
Natürlich können die Lohnabhängigen auch künftig weiter hinnehmen, was ihnen »der Markt«, die »globale Konkurrenz« der Kapitale, die »Weltlage« und ihre politischen Sachwalter »alternativlos« abverlangen. Angesichts ihrer unerschütterlich staatstragenden Gesinnung ist das sogar zu befürchten. Die weitere Verschlechterung ihrer Lebenslage, ihre fortschreitende sozialpolitische Zurichtung als Waffe im weltweiten Wettbewerb um Wachstum ist dabei vorhersehbar. Die Lohnabhängigen in Deutschland können auch weiterhin an die Vereinbarkeit ihrer Anliegen mit der herrschenden Ordnung, mit »ihrem« sozialen Staat glauben und bei der Suche nach Schuldigen für ihre materiellen und sozialen Enttäuschungen das Ausland und dessen Führer verantwortlich machen. Sie können Flaggen hissen, Ausländer hassen, Flüchtlingsheime anzünden. Sie können Muslime und oder Juden jagen oder eine »Alternative für Deutschland« wählen. Schließlich können sie sich auch noch als Manövriermasse für die zwischenstaatliche Gewaltkonkurrenz zur Verfügung stellen und bei Bedarf verheizen lassen.
Bessern wird sich ihre soziale Lage dadurch gewiss nicht. (...)
Es rettet uns eben »kein höheres Wesen, kein Kaiser, Gott« – und – gewiss auch kein sozialer Staat."
Quelle: Renate Dillmann, Arian Schiffer-Nasserie - "Der soziale Staat"
https://www.vsa-verlag.de/uploads/media/www.vsa-verlag.de-Dillmann-Schiffer-Nasserie-Der-soziale-Staat.pdf
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Erich Fromm - unverzichtbare Klassiker: "Haben oder Sein" und "Die Kunst des Liebens"
Arno Gruen - "Der Varrat am Selbst - Die Angst vor Autonomie bei Mann und Frau"
verfasst am 11. September 2023
Arno Gruen - "Der Verrat am Selbst - Die Angst vor Autonomie bei Mann und Frau"
In Kindheit erlittener und indoktrinierter sowie internalisierter Autoritarismus und Folgen dessen. Siehe auch bei Erich Fromm, Alice Miller, Wilhelm Reich.
Es sind übrigens keineswegs nur oder generell die Eltern, die Autoritarismus und toxische Männlichkeit (Macht, Kontrolle, Herrschen, Ausbeuten, Chauvinismus ... - also Kompensationsverhalten) indoktrinieren und Mitgefühl schwächen, sondern vor allem patriarchale Religionen, Ideologien.
Wer gehorsame, folg-, fügsame, funktionale Untertanen, Knechte, Sklaven, Arbeiter, Soldaten, abrichtbare Objekte, Menschenmaterial will, muss Menschen selbstredend Empfindsamkeit, Mitgefühl, Autonomiestreben austreiben - zumeist mittels psychischer, oft auch physischer Gewalt.
Und so wurde, wird ein Kult installiert:
Der Krieger gilt als Held, als "stark, hart, gestählt", schier, zumindest scheinbar unverwundbar. Gefühle, Sensibilität, Feingefühl, Empfindsamkeit, Mitgefühl, Ambivalenz, Angst, Schmerz, Bedürftigkeit werden da verachtet.
Verpanzerung.
"(...) Um diese Spaltung dann aufrechtzuerhalten, muss Hilflosigkeit zum Objekt der Ablehnung und des Hasses werden. (...)
So rächt man sich an allem, was die eigene Hilflosigkeit hervorrufen könnte. Deswegen verachtet man Hilflosigkeit bei anderen. Dieses Verachten verbirgt die dahinter stehende eigene Angst und fördert zugleich die Haltung des Verachtens und die Notwendigkeit einer kompensierenden Ideologie der Macht und des Herrschens. (...)
Und so wird alles, was zu einem eigenen Ansatz zur Autonomie führen könnte, gehasst.
Der unablässige Drang nach Erfolg und Leistung tritt an die Stelle der Autonomie. Aber Autonomiebestrebungen werden nicht nur abgelehnt, weil sie solche Menschen an ihre eigene Unterwerfung erinnern könnten. (...)
Tschechow verstand, dass Feindseligkeit, Bösartigkeit und Sadismus das Ergebnis von Hilflosigkeit und Selbstverachtung sind; (...)
Solange wir das Ausmaß, in dem Konventionen akzeptiert werden, zum Maßstab seelischer Gesundheit machen, übersehen wir, dass Konventionen unter Umständen Forderungen dienen, sich Irrtümern und Lügen zu unterwerfen. (...)
In unserer Welt gelten die als die Erfolgreichsten, die sich dieser Pseudo-Realität am besten anpassen. Und die, die sich am besten anpassen, sind wiederum jene, die am meisten von ihren Gefühlen abgeschnitten sind. Auf diese paradoxe Art verbirgt hier Erfolg den Irrsinn einer abgretrennten Gefühlswelt. (...)
Die Lektion aus der Kindheit ist, dass die Macht, zuerst durch die Eltern erlebt, den Ausweg aus einer verschmähten Hilflosigkeit verspricht. (...)
Freiheit meint dann Erlösung von, nicht Verbindung mit den eigenen Bedürfnissen. Dadurch wird Freiheit in ein Streben nach Macht pervertiert, das heißt in ein Streben nach Eroberung von Dingen außerhalb des zurückgewiesenen Selbst. Der Besitz von Dingen und Lebewesen wird, so verspricht es uns die Gesinnung unserer Kultur, uns Sicherheit bringen. Tatsächlich aber trennen uns die daraus entstehenden zahlreichen künstlichen Bedürfnisse nur noch mehr von uns selbst. (...)
Dass der Gehorsam gegenüber Macht und Autorität zu einer allgemeinen Verneinung der eigenen menschlichen Gefühle führt, wird auch durch das berühmte Experiment veranschaulicht, das S. Milgram (...) durchgeführt hat. (...)
Er möchte die Macht haben, die es ihm ermöglichen würde, der Wirklichkeit der Gefühle und Bedürfnisse anderer wie der seiner eigenen zu entgehen. Das ist seine (und eine unausgesprochene gesellschaftliche) Idee von Freiheit (...).
Dadurch wird unsere Empfindsamkeit verschüttet. Der wahre Sachverhalt ist der, dass man dem eigenen Leiden entkommen möchte. Denn man hat nicht die Kraft, das eigene Leid oder das der anderen wahrzunehmen. (...)"
Siehe Glaube, "Gott", Drogen, Sucht: Betäubung, Flucht, Unreife.
"Die Schlussfolgerung drängt sich auf, dass in unserer Gesellschaft die wirklich Schwachen nicht diejenigen sind, die leiden, sondern jene, die vor dem Leiden Angst haben. Die Menschen, die am erfolgreichsten angepasst sind, sind die eigentlich Schwachen. Darum propagieren sie seit Jahrtausenden den Mythos, dass Empfindsamkeit Schwäche sei. (...)
Sie sind die eigentlichen Träger einer verzerrten Realität, das heißt der Ideologie der Macht und des Herrschens."
Siehe Autoritarismus, Patriarchat. Selbstbetrug, Kompensation, Unreife.
"(...) den Versuch, Stärke ausschließlich durch die Identifizierung mit der unterdrückenden Autorität zu finden (...)"
Siehe Identifikation mit dem Aggressor.
"Kein Ringen um Selbstverwirklichung kommt zustande."
"Nur wenn wir den Hilfesuchenden nicht als ein Objekt des Besitzes gebrauchen (...), nur wenn wir dem anderen als einem anderen Menschen entgegenkommen, nicht um uns mächtig zu fühlen, sondern weil sein Leid unsere Sympathie auslöst (...)"
M I T G E F Ü H L !
"(...) nur dann, wenn wir riskieren, unsere gemeinsame Menschlichkeit anzuerkennen, werden wir Autonomie (...) freisetzen."
Mit "Menschlichkeit" meint Arno Gruen hier Bedürftigkeit, Verletzlichkeit - Mensch sein.
"Grundlegend für das Verhalten des Mannes in unserer Kultur ist die Angst vor Hilflosigkeit, Schwäche und Verwundbarkeit."
Ich würde sagen: die Angst vor Bedürftig- und Verletzlichsein. Vor also: Leid und Angewiesensein auf andere Menschen, auf Beziehung, Liebe.
"Er kann sie sich aber nicht eingestehen, da seine Metaphysik des Seins auf Heldentum zielt. Sogar wenn er Heldentum für sich selbst nicht für möglich hält, bleibt es immer noch sein Wertmaßstab. Seine Selbstachtung ruht deswegen auf dem Image seiner Wichtigkeit, also wirklicher oder auch nur eingebildeter Macht, für deren Bestätigung er Bewunderung benötigt. (...)
D.H. Lawrence gibt uns in seinem Roman `Der Regenbogen´ ein Proträt solch einer Frau in der Person der jungen Lehrerin Winnifred Inger. Er lässt sie sagen: `Die Männer ... machen viel Getue und reden, aber in Wirklichkeit sind sie hohl. Sie pressen alles in eine wirkungslose Schablone. Liebe ist für sie eine tote Vorstellung. Sie kommen nicht zu einem und lieben einen, sie kommen zu einer Vorstellung (...), so lieben sie sich selbst. Als ob ich irgendeines Mannes Vorstellung wäre! (...)
Als ob ich von ihm verraten sein will, ihm meinen Körper als ein Instrument für seine Vorstellung leihen will, um nur ein Apparat mehr für seine tote Theorie zu sein ... (...)´
Statt wahre Intimität zu suchen, zielen wir auf Bewunderung. Aber dadurch rührt niemand den anderen an.
(...) dadurch wird Sex zum Mittel (...). Dass dies ein Akt der Destruktivität und nicht der Liebe ist (...). (...)
Wenn die Hilflosigkeit eines anderen Menschen unsere eigene anrührt, wir diese aber verneinen, weil wir sie als unsere eigene Schwäche verurteilen, erregt das Opfer in uns Selbsthass. In der Hilflosigkeit verwandelt sich unsere Angst in Wut auf den Unterlegenen.
Das Opfer spiegelt unser eigenes gehasstes Selbst wider. Wir machen das Opfer für unsere `Schwäche´ verantwortlich. Dieser Mechanismus hat eine lange entwicklungsbedingte Vorgeschichte. Es ist die Rache für unsere eigene verdrängte Demütigung. (...)"
Zitiert aus: Arno Gruen - "Der Verrat am Selbst - Die Angst vor Autonomie bei Mann und Frau"
Und deshalb nochmal zur Erinnerung:
"Das Böse" gründet sich auf Mangel an oder gänzliches Fehlen von Mitgefühl. Siehe malignen Narzissmus, Sadismus, Psychopathie, antisoziale PKST.
Mitgefühl, Liebesfähigkeit - nicht "Gott", Glaube, Aberglaube, Esoterik, Mystik, Religion, Ideologie, Selbstbetrug, Flucht, Krücke, Unreife.
Nein, nicht: "Wenn Gott tot ist, ist alles erlaubt." (Dostojewski, Karamasow-Gesetz) Sondern: Wenn das jedem Menschen angeborene Mitgefühl betäubt, abgestumpft, nicht mehr intakt ist, wird jede Grausamkeit, Brutalität, Barbarei, Hass möglich und: ausagiert.
Wir fühlen beim Mitfühlen e i g e n e n Schmerz. Was bitte auch sonst?!
Intrinsisch motivierte, n i c h t religiös, ideologisch oktroyierte, indoktrinierte Moral - ist das jedem Menschen wie auch anderen Primaten angeborene Mitgefühl.
Keine Moral, keine Ethik, keine Liebe, keine Versöhnung, kein Frieden ohne Mitgefühl.
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Autoritarismus, Faschismus, Rassismus, Macht, Konservatismus, Kindheit, Prägung, Erziehung, Männerphantasien - Sabeth schreibt - Lebenskunst für Laien
Ein autoritärer Charakter schlummere in jedem von uns, meint die Publizistin Sieglinde Geisel. Werde dieser erst durch populistische Parolen in großen Teilen der Bevölkerung geweckt, sehe es fü...
https://kallisti-dichtet-belichtet.over-blog.com/2021/08/autoritarismus-faschismus-rassismus-macht-konservatismus-kindheit-pragung-erziehung.html
boeckler.de, Hans Böckler Stiftung - "Vermögen: Frauen fallen weiter zurück - Ausgabe 16/2010"
verfasst am 10. November 2024
"Umso erstaunlicher finden es die Forscher, dass auch bei den Ledigen die Frauen hinterherhinken (...)"
Ich finde das überhaupt nicht erstaunlich, ganz im Gegenteil, insbes. wenn diese LEDIGEN Frauen allein! alleinerziehende Mütter sind.
Und im Text der Hans Böckler Stiftung "Vermögen: Frauen fallen weiter zurück" wird die Antwort ebenfalls gegeben:
"dass Männer oft mehr verdienen und seltener Teilzeit arbeiten oder ganz bei der Familie bleiben."
Aber auch verheiratete Frauen, Ehefrauen, besitzen weniger materielles, monetäres Vermögen als verheiratete Männer:
"Folge: Das höchste Vermögen besitzen zwar bei beiden Geschlechtern Verheiratete und Verwitwete, also eher ältere Semester. Zugleich ist der Unterschied aber am größten: So hatten verheiratete Männer 2007 im Mittel 144.000 Euro - rund 55.000 Euro mehr als verheiratete Frauen."
https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-vermoegen-frauen-fallen-weiter-zurueck-9700.htm
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verfasst am 09. und 10. November 2024
"70 Prozent der 1,4 Milliarden armen Menschen weltweit sind Frauen. Sie sind nicht nur stärker von Armut betroffen als Männer, sie haben auch einen schlechteren Zugang zu Bildung und unsicherere Einkommensverhältnisse. Ihre rechtliche Stellung ist vielerorts mehr als prekär.
Frauen leisten laut UNICEF mit 66 Prozent einen weitaus größeren Anteil an der weltweiten Arbeit – bezahlt und unbezahlt, können jedoch lediglich 10 Prozent des Einkommens auf sich vereinigen.
Ihr prozentualer Anteil am Zugang zu Ressourcen, inklusive zu Land und Krediten, liegt lediglich bei 1 Prozent. Armut ist weiblich. Frauen stellen das Gros der working poor.
Es ist daher notwendig und sinnvoll zu fragen, wie sich die Armutsverteilung jenseits geografischer Analyse darstellt und was die Ursachen sind."
https://www.boell.de/de/2010/10/15/armut-bleibt-weiblich
Wieviele ledige, allein alleinerziehende Frauen, Mütter, die nicht einer vermögenden Familie entstammen, aber vermögend sind, gibt es: wo?
Womit, wodurch wurden sie mit wievielen Kindern - durch geleistete Arbeit: Sorge-Arbeit - vermögend?
Kennt jemand persönlich alleinerziehende Mütter, Frauen, die ledig (!) sowie ohne familiären Hintergrund/Unterstützung rein nur durch Erwerbstätigkeit, Lohnarbeit und neben täglich geleisteter Sorge-Arbeit vermögend, reich geworden sind?
Bitte nicht nur vom Hörensagen, sondern mit Quellen-, Faktenbelegen.
Die oben gestellte Frage noch etwas anders formuliert bezogen auf Männer: ledige, allein alleinerziehende Väter, die die häusliche Sorge-Arbeit überwiegend selbst, ohne Fremdbetreuung und/oder Großeltern, neue Partnerinnen ..., leisten - zusätzlich zu Lohnarbeit: ?
Wo auf dieser Welt gibt es seit wann wieviele allein alleinerziehende Männer, Väter, die rein nur durch Lohnarbeit - ohne Erbe, familiäre Unterstützung, Aktien, Korruption - vermögend wurden und dabei ihre Kinder seit deren Geburt bis zur Volljährigkeit selbst umsorgt haben?
Es geht in dieser Gesellschaft, Ideologie: Kapitalismus, Autoritarismus, Konservatismus, Patriarchat, nicht darum, ob ein Mensch sich prosozial verhält, mitfühlend, fürsorglich, integer ist, sondern um Macht, Geld, Vermögen: haben meistens Arschlöcher.
Wieviele Menschen in Deutschland haben sich ihr Vermögen oder auch "nur" ihren (materiellen) Wohlstand ausschließlich durch eigene Erwerbstätigkeit "verdient": ohne Erbe, ohne Unterstützung durch Eltern, Familie, Betriebsübernahme, ohne Geldanlage, Wertpapiere, Aktien, Spenden?
Und wieviele dieser in solcher Weise wohlhabend, ggf. auch vermögend gewordenen Menschen sind Männer, wieviele Frauen und wieviele ledige, alleinerziehende Frauen, Mütter?
Du kannst dich bedürfnisorientiert fürsorglich, verantwortungsvoll, engagiert um bedürftige Menschen - Kinder, alte, kranke, behinderte, pflegebedürftige, sterbende ... Menschen - kümmern: täglich über Jahre und Jahrzehnte - du erhältst keinen Cent Einkommen, keinerlei Wertschätzung für diese Arbeit: "häusliche" Sorge-Arbeit, sogen. Reproduktionsarbeit, Care.
Um dieses menschenverachtende, global Menschen durch Armut und deren Folgen vernichtende System für dessen Profiteure zu erhalten, konsolidieren diese ihre Macht, indoktrinieren, manipulieren die Mehrheit bzgl. "Arbeit, Leistung, Wohlstand", hetzen gegen Mittellose und zementieren Arbeitszwang, Lohnarbeitszwang, Erwerbsarbeitsfetisch, Lohnarbeitsdogma, inkl. Maloche, Drecksarbeit, Ausbeutung und künstlich geschaffener, gemeinwohlschädigender bullshitjobs sowie Dressur, Strafe, Gewalt via Bürgergeld (Hartz IV), Jobcenter, Sanktionen: Kürzen sogar des Existenzminimums - Entzug der basalsten Existenzgrundlage!
Das ist systematische, wissentliche, absichtsvolle Vernichtung mittelloser, nicht-vermögender, zumeist vielfach belasteter, versehrter Menschen. Gehorsam erzwingen: mit Gewalt. Staat. Macht. Gewalt. Regierungen, Regierende.
Regierungen, Regierende haben Menschen eingetrichtert, indoktriniert, moralisiert, es gebe ein "Recht auf Arbeit" und kapitalistisch ausbeutbare Erwerbstätigkeit (fürs Wirtschaftswachstum), die häufig nicht einmal ihre Existenz sichert, diene dem Gemeinwohl und persönlichen Wohlstand.
Zu viele Menschen glauben das, waren, sind, bleiben gehorsame Untertanen, finden sich mit den Gnadenbrosamen ab, die ihr Job abwirft oder sind auf ihren Wohlstands-, Vermögens-, Privilegienerhalt bedacht, der vorgeblich auf persönlicher Leistung beruht.
Warum fragt eigentlich kaum jemand nach der Art, der Qualität der Arbeit und nach den Folgen des Konsumismus´, Kapitalismus´ - auch den psychischen, sozialen: Depression, Kompensationsverhalten, Sucht, Krankheit, Armut ... !
Wann überwinden wir den Erwerbsarbeitsfetisch, wonach nur jene Menschen als "wertvoll und zufrieden" gelten, die möglichst lange möglichst viel malochen, lebenslang in Drecksjobs ausgebeutet, verheizt werden oder bullshitjobs machen, die nicht zum Gemeinwohl beitragen?
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verfasst am 25. Januar 2025
"(...) 1972 veröffentlichte die autonome marxistische Feministin Mariarosa Dalla Costa in Italien und Großbritannien „Die Macht der Frauen und der Umsturz der Gesellschaft“ in Zusammenarbeit mit der US-Amerikanerin Selma James. Dort weisen sie darauf hin, dass die Reproduktionsarbeit für das Funktionieren des Kapitalismus von grundlegender Bedeutung ist, sein wesentlicher Charakter durch die fehlende Bezahlung jedoch unsichtbar gemacht wird. Gemeinsam mit Silvia Federici in New York und Brigitte Galtier in Paris gründeten sie die „International Wages for Housework Campaign“, um diese Debatte zu fördern und durch ein Netzwerk von Komitees in verschiedenen Ländern Aktionen „für einen Lohn für Hausarbeit“ zu koordinieren. (...)"
Silvia Federici:
"Marx hat nicht gesehen, dass im Prozess der ursprünglichen Akkumulation nicht nur die Bauernschaft von ihrem Land getrennt wird, sondern auch eine Trennung zwischen dem Produktionsprozess (Produktion für den Markt, Produktion von Waren) und dem Reproduktionsprozess (Produktion der Arbeitskraft) stattfindet. Diese beiden Prozesse beginnen sich physisch zu trennen und außerdem von verschiedenen Subjekten durchgeführt zu werden. Der erste Prozess ist mehrheitlich männlich, der zweite weiblich; der erste lohnabhängig, der zweite unbezahlt. (...)
Tithi Batthacharya:
"… der Kapitalismus jedoch die produktive Arbeit für den Markt als einzige legitime Form der Arbeit anerkennt. Währenddessen wird die enorme Menge an Arbeit in der Familie und der Gemeinschaft, die für das Überleben und die Reproduktion der Arbeiterin – oder spezifischer gesprochen ihrer Arbeitskraft – nötig ist, naturalisiert, als ob sie nicht existieren würde."
Der Kapitalismus verbannt die Frauen zur unbezahlten Reproduktionsarbeit. Oder genauer auf die heutige Zeit angewendet: Er überlastet sie damit. Auf diese Weise rechnet der Kapitalist mit dieser unbezahlten Arbeit für die Reproduktion der Arbeitskraft. (...)
S e h r entscheidender Punkt, den man nicht oft genug betonen kann:
Patriarchat gab es lange vor dem Kapitalismus, Kapitalismus ist nur eine von zahlreichen Manifestationen des Patriarchats:
"Auch wenn im Kapital nicht tiefer auf die Natur dieser besonderen Produktion der Ware „Arbeitskraft“ eingegangen wird, ist es nötig zu betonen, dass davon ausgegangen wird, dass die geschlechtliche Arbeitsteilung – eine Charakteristik der patriarchalen Gesellschaften – dem Kapitalismus historisch vorausgeht und nicht erst mit seiner ursprünglichen Akkumulation entsteht. Das Patriarchat war schon vorhanden.
Was der Kapitalismus tat, war diese Beziehungen an seine eigene Logik anzupassen und sie seinen Notwendigkeiten zu unterwerfen. (...)"
Exakt.
Das ist schon eigentlich eine Binsenweisheit:
"dass die ‚beständige Erhaltung und Reproduktion der Arbeiterklasse […] beständige Bedingung für die Reproduktion des Kapitals‘ bleibt (...)".
Kleinfamilie, Ehe, Kapitalismus ... :
"Die Familie in den Kontext der herrschenden kapitalistischen, sozialen Beziehungen zu setzen, ermöglicht es, die Rolle dieser vorher bestehenden Institution, die sich angepasst hat und eine spezifische Form (Arbeiter*innenfamilie) angenommen hat, zu sehen, und ihre interne Dynamik, wo Geschlechter- und Altershierarchien herrschen, nicht isoliert von ihrer Funktion im Kapitalismus zu betrachten. (...)
Und sie sagt, dass Marx zwar die Zerstörung der Familie durch die kapitalistische Ausbeutung gesehen habe, aber dennoch der Meinung war – wie auch Engels –, dass der Eintritt der Frauen in die Arbeitswelt positiv sei, ohne zu bemerken, dass „der Prozess der Reform, der stattfindet, neue Formen des Patriarchats, neue Formen patriarchaler Hierarchien schafft“
Federici
"Die Kernfamilie ist dabei eine Familieneinheit, die sich durch den männlichen Arbeiterlohn und eine zur Haushälterin verwandelte Frau auszeichnet, die von diesem Lohn abhängig ist, der die Reproduktion der Arbeitskraft garantiert. (...)
Aber er hat auch den Prozess der sozialen Reproduktion der Arbeitskraft angegriffen: die Privatisierung öffentlicher Betriebe, Kürzungen und Streichungen von verschiedenen Sozialprogrammen, Haushaltsanpassungen, die die Bildung und die Gesundheitsversorgung verschlechtern, massive Preiserhöhungen im Nahverkehr und anderen lebenswichtigen Dienstleistungen, die Auswirkungen auf die familiäre Ökonomie der arbeitenden Massen haben. Davon sprechen wir, wenn wir anprangern, dass die Verschuldung der dem Imperialismus unterworfenen Länder Sparpolitiken mit sich bringt, die zur Erhöhung der unbezahlten, von Frauen und Mädchen durchgeführten Reproduktionsarbeit führen. (...)"
Kapitalismus - Patriarchat - Ausbeutung
"In dieser unvermeidbaren Verbindung wurzelt die Notwendigkeit einer antikapitalistischen, präziser, einer sozialistischen und revolutionären Perspektive für den Kampf gegen die Unterdrückung der Frauen. Zugleich darf kein Kampf der Arbeiter*innenklasse gegen die kapitalistische Ausbeutung auf ein Aktionsprogramm gegen die Frauenunterdrückung verzichten, die unter diesem System in der Naturalisierung der unbezahlten Reproduktion der Arbeitskraft verankert ist. (...)"
YES.
"Auf der einen Seite einer imaginären Linie, die die Weltbevölkerung nach ihrem Reichtum ordnet, haben acht Männer einen Geldbetrag angehäuft, der dem entspricht, was am anderen Ende für das Überleben von 3,5 Milliarden Menschen ausreichen muss, von denen 70% Frauen und Mädchen sind. Frauen sind in den Statistiken von Armut, Prekarität und irregulären Arbeitsverhältnissen am Arbeitsplatz überrepräsentiert und dies ist daher nicht von den Bedingungen getrennt, unter denen unsere reproduktive Arbeit geleistet wird."
https://www.klassegegenklasse.org/mehr-als-care-silvia-federici-arbeiterinnen-und-ihre-klasse/
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TEDx - "The Power of Addiction and The Addiction of Power" Gabor Maté: "The people in power are very often some of the emptiest people in the world." - Leere. Macht. Sucht.
verfasst am 23. Juni 2025
Über den Zusammenhang von Kapitalismus, Macht, Herrschen, Autoritarismus, malignem Narzissmus, Destruktivität, Gewalt - Kompensationsverhalten, Unreife
Zentrales Merkmal, Symptom aller antisozial persönlichkeitsgestörten Menschen ist der Mangel an Empathie und Mitgefühl - nein, das ist nicht dasselbe, siehe den Unterschied zwischen "Subjekt- und Objektempathie" (Boris Cyrulnik) bzw. emotionaler und kognitiver Empathie.
Auch hier der Verweis auf Erich Fromm - Psychoanalyse des Faschismus - Sadismus, Masochismus, Sadomasochismus, Autoritarismus (autoritärer Charakter), Macht, Kontrolle, Unterwerfung ... Destruktivität, Nekrophilie.
Zugleich "fördert", zementiert der Kapitalismus genau solche Charaktere, Eigenschaften, Verhaltensweisen: Streben nach vermeintlicher Macht, nach "Erfolg, Sieg", Konkurrenz, Kampf, Herrschen, Übervorteilen, Betrügen, Ausbeuten, Gier, Geiz, Konsumismus, Oberflächlichkeit, Sucht.
Eben weil solche antisozialen, autoritären, unsensiblen (nicht feinfühligen) Menschen - mit stets ausgeprägtem Mangel an Mitgefühl und Selbstkritik - nach Macht, "Erfolg", Herrschen, Siegen - oft auch mit dem Wunsch nach Rache, Vergeltung, Strafen - stets kompensatorisch (aufgrund ihrer Selbstwertproblematik, ihres emotionalen, sozialen, zumeist auch intellektuellen Defizitärseins, ihrer Unreife) streben, gelangen überwiegend bis ausnahmslos solche Menschen, Personen, Charaktere in Führungs-, Entscheidungs-, Machtpositionen, folglich bleiben deshalb die bekannten Missstände global erhalten, da diese Menschen in solchen Positionen entsprechende Entscheidungen treffen, Regeln (Gesetze, Vorschriften, Verbote ...) installieren, gemäß ihrer persönlichen Interessen und Vorteile egoman/selbstsüchtig, antisozial, autoritär, oft destruktiv agieren und regieren: nicht fair, prosozial, konstruktiv, empathisch, mitfühlend, fürsorglich, solidarisch, wertschätzend, verantwortungsvoll, nicht im Sinne des Gemeinwohls - nicht reflektiert, reif.
Ändern, beheben lässt sich dies nur, wenn Macht- und Herrschaftsstrukturen global gewaltfrei aufgehoben werden, wenn Autoritarismus weitgehend überwunden wird.
Dies ist wiederum nur und erst dann möglich, wenn eine Mehrheit von Menschen (global, je regional und sukzessive) zu dieser Einsicht, Erkenntnis gelangt, diesen Wunsch, Willen, dieses Ziel je persönlich und infolgedessen kollektiv hat, entsprechend solidarisch, sich solidarisierend agiert, gemeinschaftlich aktiv wird und all das, das auf jeglicher Ebene, in welchem Bereich auch immer Macht, Herrschaft, Regierungen stützt und zementiert (bspw. Wahlen, Wählengehen in bisher nur indirekter, sogen. "repräsentativer Demokratie"), unterlässt, zugleich prosoziale Strukturen gemeinschaftlich, fair, konsentbasiert aufbaut, schafft und pflegt.
Dies ist ein Prozess, dem entsprechende menschliche, je persönliche wie auch gemeinsame Entwicklung, Erkenntnis, Reifung voran- bzw. mit diesem einhergehen muss, er lässt sich nicht von "oben, außen" oktroyieren, nicht durch "Erziehung", Dressur, Verordnung erwirken, aber ggf. und dabei wiederum nicht-paternalistisch, nicht autoritär unterstützen, fördern - dies durch bspw. entsprechende Angebote, Konzepte, je regionale und global vernetzte Umsetzungen derselben, durch Austausch und prosoziale, gemeinschaftliche, freie, faire, konsentbasierte Aktivitäten, Realisierung in verschiedenen Bereichen der menschlichen Gemeinschaften.
Siehe Mutualismus, Syndikalismus, Gemeinwohlökonomie, Soziokratie (systemisches Konsensieren), Commoning u.v.a.m..
Akephalie bzw. Anarchismus, Anarchie: "Ordnung ohne Herrschaft", Pierre-Joseph Proudhon.
Hierzu der abermalige Verweis auf Erich Fromm (zum autoritären Charakter u.a.m.), Arno Gruen - "Der Verrat am Selbst. Die Angst vor Autonomie bei Mann und Frau."
Siehe wiederum: Autoritarismus, Gehorsam, freiwillige Knechtschaft, "Macht, Erfolg", Herrschen und Unterwerfen, Ausbeutung, Gewalt, Unreife. Ideologie.
Indoktrinierung schon in der Kindheit, siehe "Erziehung", Schule, auch Religionen/Ideologien ... .
Und auch der Verweis auf Gabor Maté - "The Power of Addiction and the Addiction of Power".
Sucht, Macht, Leere, Einsamkeit, Schmerz, Kompensationsverhalten, Krücken, bloß oberflächliche, dabei selbst-, leider oft auch fremdschädigende Symptombehandlung.
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arte "Stimmt es, dass ... ? - Ist Kollektiveigentum zum Scheitern verurteilt?", Sendung vom 22.10.2025 zu Commens, Allmende
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Arno Gruen - über Schmerz, Anpassung, Gehorsam, Unterwerfung, Gier, Sucht, Machtstreben, Narzissmus - Kompensation - Sabeth schreibt - Lebenskunst für Laien
Arno Gruen - Das Problem mit der Liebe (Lesung) - ausdrückliche Hörempfehlung. - Über elterliche Liebe, Umgang mit Kindern und Folgen dessen, über die Ursache von kompensatorischer Gier, Sucht ...
https://kallisti-dichtet-belichtet.over-blog.com/2017/11/arno-gruen-uber-schmerz-anpassung-gehorsam-freiwillige-knechtschaft-gewalt-zivilisation-neolithische-revolution-erniedrigung-unterwe
/https%3A%2F%2Fkritisches-netzwerk.de%2Fsites%2Fdefault%2Ffiles%2Fu17%2Ferich_fromm_2_sozialpsychologe_destruktivitaet_nekrophilie_pathologie_normalitaet_grundeinkommen_rainer_funk_gesellschaftscharakter_sozialcharakter_kritisches_netzwerk_entfremdung.jpg)
Erich Fromm über Destruktivität, "das Böse", Sadismus, Macht, Kontrolle, Manipulation, Korruption, Xenophobie, Rassismus, Neophobie, Nekrophilie, Objektifizierung, Gier, Geiz, Pedanterie, Gehorsam, Verzicht, Erziehung, Charakter, Liebe - Sabeth schreibt - Lebenskunst für Laien
Jürgen Lodemann im Gespräch mit Erich Fromm in Baden-Baden. Literaturmagazin des Südwestfunks; Oktober 1974. #ErichFromm #Psychoanalyse Copyright © 2020 by The Literary Estate of Erich Fromm ...
https://kallisti-dichtet-belichtet.over-blog.com/2017/10/erich-fromm-uber-destruktivitat-das-bose-sadismus-macht-kontrolle-manipulation-korruption-xenophobie-rassismus-neophobie-nekrophilie
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Mensch ist nicht qua Natur, Biologie böse, schlecht, Mensch ist nicht "ein Wolf dem Menschen", es gibt keinen Todestrieb - Fakten, statt Mythen - Menschenbild - Sabeth schreibt - Lebenskunst für Laien
Mensch ist nicht qua Natur, Biologie "böse", schlecht, Mensch ist nicht "ein Wolf dem Menschen", es gibt keinen Todestrieb - Fakten, statt Mythen - Menschenbild Krieg ist so wenig der "menschlichen
https://kallisti-dichtet-belichtet.over-blog.com/2020/06/der-mensch-ist-nicht-qua-natur-biologie-bose-schlecht-mensch-ist-nicht-ein-wolf-dem-menschen-es-gibt-keinen-todestrieb-fakten-statt