update 27.10.2025
Habe mich in den vergangenen Tagen (am 23.10.2025) nochmals schriftlich mit meinem Anliegen an mehrere Institutionen gewandt, so bspw. an den PFAD Bundesverband sowie weitere, siehe unten verlinkt.
Vom DJI wurde ich an PFAD und careleaver e.V. sowie an "Beratung" und/oder "Therapie" verwiesen.
Von PFAD, die ich zuvor bereits eigeninitiativ kontaktiert hatte, wurde ich ebenfalls an careleaver e.V. sowie an eine private "Herkunftsberatung" verwiesen - die ich mir finanziell nicht leisten kann, die privat bezahlt werden muss, somit mittellosen Menschen nicht zugänglich ist: Ein Mal mehr keine Hilfe für mit materieller Armut belastete Menschen, Betroffene, (einstige) Pflegekinder.
PFAD verwies mich außerdem an "Coaching", verlinkte mir zwei homepages von "Coaches". NEIN DANKE - ich halte aus Gründen absolut nichts von sogenanntem Coaching.
Im Übrigen muss auch das privat bezahlt werden. Das ist somit keine bedürfnisorientierte, effektive, angemessene, frei und gleichberechtigt zugängliche, verfügbare Hilfe, Unterstützung für Menschen wie mich: ehemalige Pflegekinder, die sich das nicht selbst ausgesucht, nichts selbst verursacht oder verschuldet, nichts selbst zu verantworten haben, aber als Erwachsene für - vermeintliche, vorgebliche - Unterstützung Geld bezahlen sollen. Auch wenn/obwohl sie mittellos sind. Vergiss es!
Ich würde mich btw auch niemals selbst als, Zitat "Luftwurzler" bezeichnen. Seid ihr eigentlich total bescheuert, ihr "Coaches"?!
Es ist genau diese billige, perfide Manipulation, Suggestion, Gehirnwäsche, die unter dem Deckmantel, dem Vorwand der vorgeblichen "Hilfe, Unterstützung, Beratung, Begleitung" kostenpflichtig!, für die "Coaches" also lukrativ, den Betroffenen, Bedürftigen, oft Verzweifelten "angeboten" wird, die mich an sogenanntem Coaching grundsätzlich anwidert, abstößt.
Ein "Coach" ist eben gerade k e i n qualifizierter, ausgebildeter Psychologe, Psychiater, Arzt, Therapeut und auch kein (studierter, akademischer, ausgebildeter) Philosoph.
Ist ähnlich wie mit Heilpraktikern.
Jeder kann sich als "Coach" - Trainer, Lebenstrainer?! wtf! - selbst bezeichnen, selbst "zertifizieren", seine "Dienste" kostenpflichtig, dabei ohne jegliche seriöse Grundlage, Qualifikation anbieten:
Es gibt keine objektiven Wirksamkeitsnachweise von "Coaching", keine wissenschaftsbasierten Methoden, keine Qualifikations-, Qualitätsnachweise, keine Qualitätskriterien, keine staatlich anerkannte Ausbildung - der Scharlatanerie, inklusive etlichen Fehldiagnosen, Falscheinschätzungen, Laien-, Küchenpsychologie mit entsprechenden Folgen, sind somit Tür und Tor weit geöffnet.
Geh´ mir bloß weg mit "Coaching" und selbsternannten "Coaches"!
Und nein, ein "Coach" ist auch keine Bezugsperson, nicht dein Freund.
Einen Freund bezahlst du üblicherweise ;) nicht mit Geld für seine Freundschaft, seinen Beistand, Rückhalt, seine tatkräftige und/oder soziale, emotionale Hilfe, Unterstützung, seine Wertschätzung, Zuneigung.
https://www.pfad-bv.de/
https://www.dji.de/
https://www.dialogforum-pflegekinderhilfe.de/
https://www.pflegekind.org/
https://stiftung-pflegekind.de/
https://www.pflegekinder-berlin.de/vergleich-pflegefamilie-adoption/
https://careleaver.de/
https://www.herkunftsberatung.de/preise-und-anfrage/
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update 18. September 2025
Die rechtliche, gesetzliche Gleichstellung von Pflegekindern und Adoptivkindern ist überfällig
Warum gibt es keine gesetzliche Verpflichtung für Jugendämter, die (volljährigen) Pflegekinder, insbes. wenn es sich um Dauer-, Langzeit-, Vollzeitpflege handelte, anzuschreiben, zu informieren, b e v o r das Jugendamt die jeweilige Pflegekindakte irreversibel vernichtet?
Es müsste gesetzlich festgeschrieben sein, dass Pflegekinder ausreichend lange Zeit (ca. ein Jahr) vor der Vernichtung der Akte durch das jeweils zuständige Jugendamt kontaktiert und gefragt werden, ob sie eine Kopie der zu ihrer Person geführten Pflegekindakte erhalten möchten, bevor diese - nach üblicherweise bereits 10 Jahren - irreversibel vernichtet wird.
Dies müsste jedenfalls für in Deutschland wohnhafte, einstige (volljährige) Pflegekinder gelten, denn hier dürften Jugendämter üblicherweise keine Probleme haben, Kenntnis über die jeweils aktuelle Meldeadresse der Betroffenen zu erlangen.
Grundsätzlich müssten Pflegekindakten, Pflegschaftsakten genauso lange aufbewahrt werden wie Adoptionsakten: ab Volljährigkeit des jeweiligen Pflegekinds für 100 Jahre, wie es so bei Adoptierten bereits gesetzlich geregelt ist, siehe Aufbewahrungsfrist.
Für auch ehemalige, erwachsene Pflegekinder ist die Kenntnis ihrer Herkunft, direkten biologischen Abstammung - biologischen Eltern und ggf. Geschwister oder Halbgeschwister - sowie auch der sorgfältig dokumentierte Verlauf der Pflegschaft, des Pflegeverhältnisses (Ergänzungspflege, Familienpflege, insbes. Langzeit-, Vollzeitpflege) - Vorkommnisse, Ereignisse, Hintergründe, Ursachen, Umstände, die zur Pflegschaft führten sowie Informationen, persönliche Daten zu den Pflegepersonen, Pflegeeltern, genauso wichtig wie für Adoptierte, da all dies ihre Kindheit, Erziehung, Identitätsbildung und Persönlichkeitsentwicklung sowie physische und psychische Gesundheit u.a.m. erheblich beeinflusst bis geprägt hat.
Biologische und/oder soziale Eltern (Pflegeeltern), Wurzeln, Identität, Biographie, Biographiearbeit.
Pflegekinder müssen - spätestens als Jugendliche, Volljährige - wissen, problemlos erfahren können, dass sie Pflegekinder sind oder waren, für wie lange Zeit sie dies wo, bei wem, aus welchen Gründen waren, wer ihre - ggf. auch mehreren, verschiedenen - Pflegepersonen, bspw. Pflegeeltern waren/sind, dass es beim Jugendamt eine Pflegekindakte, Pflegschaftsakte gibt, was darin dokumentiert ist und wann sie vernichtet wird, dass sie das Recht auf Akteneinsicht und Kopie der Akte, Zugang zu allen dokumentierten, verfügbaren Informationen, Abläufen, Hergängen haben.
Selbst wenn all das - die rechtliche Gleichstellung von Pflegekindern und Adoptivkindern - ab sofort gesetzlich entsprechend geregelt wäre bzw. zeitnah würde, käme es für mich zu spät:
Meine Pflegschaftsakte wurde bereits vor Jahren vernichtet, gemäß Mitteilung der zuständigen Jugendämter. Mit entsprechenden, mich belastenden Folgen ... .
Meine Pflegeeltern sind beide verstorben, ich erhalte für mich wichtige Informationen nicht, weil ich mich nicht als deren Pflegekind "ausweisen" kann. Nein, es geht nicht um Geld.
Kinderfotos u.a.m. wurden ohne mein Wissen vernichtet: Erinnerungsstücke mit ideellem Wert ... .
Auch bei der Informationsbeschaffung zu meinem mir leider unbekannten leiblichen, biologischen, spanischen (katalanischen) Vater hat mich der Staat in 52 Lebensjahren nie unterstützt: Recht auf Kenntnis der Abstammung? Kinderrechte?
Man redet sehr viel über Identität, besonders "Geschlechtsidentität", "Selbstbestimmungsgesetz", über Rechte von Transpersonen, gewährt aber keinerlei staatliche Unterstützung, Hilfe, Beistand bei der Suche nach leiblichen Eltern, Informationen zu Pflegeeltern, Pflegschaft ... .
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23. September 2025
Personale Identität ist viel mehr und noch ganz anderes als gender.
Identitätsbildung hat - nicht nur, aber gerade in der Kindheit - erheblich mit Identifikation, mit Wurzeln zu tun.
Die ursprünglichsten, direkten Wurzeln eines jeden Menschen sind seine Eltern: biologische und soziale Eltern - die nicht immer dieselben Personen sind.
Und sehr vieles, dabei nicht nur Aussehen, Körperliches, ist bei Menschen, Persönlichkeiten eben nicht nur oder vorrangig durch "Erziehung", Sozialisation geprägt, sondern erheblich durch Gene und Epigenetik, siehe Adoptions-, Zwillingsstudien.
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§ 9b SGB VIII - "Aufarbeitung" - Akteneinsicht, Aufbewahrungspflicht ... Gesetzesänderung aus April 2025, im Juli 2025 in Kraft getreten. Für mich leider zu spät.
Tja, das kommt für mich leider etliche Jahre zu spät, diese Gesetzesänderung, die erst im Juli 2025 in Kraft trat - meine Pflegschaftsakte wurde vom zuständigen Jugendamt bereits irreversibel vernichtet.
§ 25 SGB X - Recht auf Akteneinsicht ... "Akteneinsicht durch Beteiligte"
Mutterschaft, §1591 BGB, screenshot vom 23.10.2025
§ 1591 BGB "Mutter eines Kindes ist die Frau, die es geboren hat."
Vaterschaft, § 1592 BGB, screenshot vom 23.10.2025
§ 1592 BGB - "Vaterschaft"
Gerichtliche Feststellung der Vaterschaft §1600d BGB
PStG - Personenstandsgesetz
06. August 2025
Pflegekinder sind gegenüber Adoptierten rechtlich schlechter gestellt, siehe Aktenaufbewahrungspflicht, unterschiedliche Aufbewahrungsfristen und Folgen dessen.
Am 25. Oktober 2021 fragte ich via social media Plattform:
Welche Rechte haben erwachsene Pflegekinder eigentlich gegenüber dem Jugendamt, bspw. Akteneinsicht, gegenüber Seniorenwohnheimen hinsichtlich Informationen im Sterbefall?
Hier/mir wird aktuell, Zitat Seniorenwohnheim Heidelberg: "aus Datenschutzgründen", keine Information zur offenbar verstorbenen Pflegemutter erteilt.
Es betrifft diese Seniorenwohnanlage:
https://psd-ggmbh.de/einrichtungen-stadtresidenz-heidelberg/
Wie soll, wie kann ich denn nach mehr als 30 Jahren noch welche Dokumente, Akte, die - wenn überhaupt: ? - beim Jugendamt geführt wurde, ausfindig machen, zur Dokumentation, zum Beweis vorlegen?
Wie sonst soll, kann ich mich als ehemaliges Pflegekind "ausweisen"?
Ganz ehrlich, eigentlich kann man mit der Biographie nur noch am Rad drehen.
Gibt´s evtl. Leidensgenossen?
Gibt es sowas wie "Selbsthilfegruppen", Foren für erwachsene Pflegekinder? Bisher konnte ich nur was für Pflegeeltern und Adoptierte finden.
Oder auch Gruppen, Initiativen für Menschen, die einen im Ausland lebenden biologischen Elternteil nicht kennen/danach suchen ... ?
Ich habe mich 28 Jahre alleine um zwei Kinder gekümmert - jetzt wäre es wohl allmählich an der Zeit, mich für die Restlebenszeit vielleicht doch ein bisschen um mich zu kümmern, die Umstände sind dafür allerdings nicht gerade "förderlich".
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update vom 30. Oktober 2021
Inzwischen habe ich herausfinden können, dass Pflegekinder-Akten beim Jugendamt nur 10 Jahre aufbewahrt werden müssen, wurde mir so mitgeteilt (von einem Landesjugendamt), leider nicht die gesetzliche Grundlage.
Bei mir sind 30 Jahre vergangen.
So viel nochmal zur "Unterstützung" durch den Staat, das Jugendamt, zu "Biographiearbeit", Identität (-sbildung), Wurzeln, Selbstbild, Persönlichkeitsentwicklung.
Bei Adoptierten werden die Akten übrigens 100 Jahre (!) aufbewahrt.
Wie, womit also soll, kann ich dokumentieren, bei Behörden, Institutionen oder auch für mich, meine Kinder nachweisen, dass ich Pflegekind war und wessen Pflegekind ich wann, wo, wie lange war ... ?
Genau: gar nicht.
Noch einen auf den Deckel. Reicht ja noch nicht ... .
Stelle daher nochmal die Frage:
Gibt es hier zufällig "Leidensgenossen"? Erwachsene (einstige) Pflegekinder?
Würde mich sehr über Austausch freuen!
Warum habe ich mich jetzt erst, im Alter von 48 Jahren, darum "gekümmert"?
Weil ich die letzten 30 Jahre vorrangig mit der alleinigen Fürsorge und Verantwortung für meine beiden Kinder sowie mit Existenzsicherung u.a.m. befasst war.
Und weil meine Pflegeeltern inzwischen - alle - verstorben sind.
Meine langjährigen, Lieselotte und Georg Sommer, waren damals schon Anfang 50, als sie mich bei sich aufnahmen: ca. 1974. Ist heute so wahrscheinlich nicht mehr möglich?
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Wieviel passt in ein Menschenleben, ohne es zum Bersten zu bringen? ...
Mein mir unbekannter biologischer, katalanischer Vater: Ricardo Enrique Francisco Ramentol (de la) Piñera.
Über meine biologische Mutter, mein Verhältnis zu ihr ... .
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Identität - Wer bin ich? Über das (Selbst-) Bewusstsein, über Adoptierte, Pflegekinder, Samenspende, Babyklappen, anonyme Geburt, Identitätsfindung, Wurzeln ... - Sabeth schreibt - Lebenskunst für Laien
update 28. März 2023 Da Menschen, sowohl Frauen als auch Männer, bspw. via social media (twitter) immer wieder mal äußern, es sei der biologische Vater vor Beginn des Patriarchats unwichtig ...
https://kallisti-dichtet-belichtet.over-blog.com/2015/07/identitat-wer-bin-ich-uber-das-selbst-ich-bewusstsein-u-a-auch-uber-adoptierte-u-pflegekinder-samenspende-babyklappen-anonyme-geburt
Über Identitätsbildung, Persönlichkeitsentwicklung, Identifikation, Selbstbild, Selbstverständnis, Herkunft, Abstammung, biologische Wurzeln, Adoption, anonyme Geburt, Babyklappen, anonyme Samen- und/oder Eizellspende und Kinderrechte, Kindeswohl, Ethik ...
ursprünglich verfasst am 15. und 19. Juli 2024
Habe kürzlich zum dritten Mal innerhalb weniger Monate ausgemistet, auch den Keller. Kamen u.a. alte Musikkassetten (selbst aufgenommene und geschenkte) zum Vorschein: drei Jahrzehnte gelagert, mehrere Umzüge mitgeschleppt, jetzt alle entsorgt. Im Müll, exakt. Man muss sich trennen können, wollen. :) Bin kein messie. Drum.
Außerdem traten meine alten, leider schon angeschimmelten Tagebücher und alte Briefe zutage - auch kurzzeitiger Briefwechsel mit meiner bereits verstorbenen Pflegemutter, Lieselotte Sommer. Schwierig ... .
Wie mir nach dem Tod meines Pflegevaters Georg Sommer von einer Bekannten - Petra, die mit ihrer Schwester Sabine vor mir vorübergehend Pflegekinder meiner Pflegeeltern waren - telefonisch mitgeteilt wurde (ich wohnte damals schon mit meinem Sohn in Hamburg), hat mein Pflegevater von diesen Briefen nichts gewusst, keinen einzigen gesehen, gelesen, da meine Pflegemutter sie vor ihm verbarg, verschwieg.
Er starb also in dem Glauben, ich hätte mich nie wieder bei ihnen gemeldet ... .
Ich müsste sie jetzt lesen, diese alten Briefe, Tagebücher. Denn spätestens nach meinem Tod landen sie ohnehin im Müll. Nur jetzt könnten sie noch helfen, andere und mich selbst in der Retrospektive vielleicht besser zu verstehen, zu erkennen ... .
Aber wozu?: Die anderen sind tot.
Es gibt mit diesen anderen Menschen, die mir nahestanden, bspw. meine bereits verstorbenen Pflegeeltern, keine Möglichkeit des Austauschs, der Aussprache, der Versöhnung, der Danksagung mehr. Es ist längst zu spät: Sie sind tot.
Und einige andere Menschen ebenfalls ... .
Faktisch bin ich seit meinem 13. Lebensjahr eine Waise.
Ja, je älter ich werde - mittellos, in Armut und Krankheit, ledig, allein alleinerziehend seit 31 Jahren mit zwei Kindern: ohne eigene Basis, Fundament, Herkunftsfamilie - umso mehr macht mir das zu schaffen.
Tatsächlich habe ich sie noch. Die Kassetten.
Etliches andere ist über die Jahre und schon seit meiner Jugend - vor allem beim "Wechsel" von meinen Pflegeeltern vorübergehend, für kurze Zeit zu meiner biologischen Mutter, auch in zwei Internate - auf der Strecke geblieben. Anderes habe ich selbst entsorgt.
Für mich besonders schmerzlich: Fast alle Kinderfotos von mir, samt Negativen, hat meine biologische, leibliche Mutter vor vielen Jahren vernichtet, es mir erst danach gesagt.
Meine Pflegeeltern hatten Filmaufnahmen (Super 8 ?) von mir, als ich Kleinkind ... war: alles dahin.
Es reicht ja nicht, keine Familie, Wurzeln, Eltern, kein Fundament, keine Basisstation (gehabt) zu haben - nein, es wurde auch fast alles, das Dokumentation, Beweis, Erinnerungshilfe sein könnte, vernichtet, weggeworfen: von meinen Pflegeeltern und meiner biologischen Mutter.
Ich war viele Jahre Pflegekind, in Dauerpflege.
Meine Pflegeeltern, jene von drei unterschiedlichen, bei denen ich die längste Zeit in meiner Kindheit lebte - Lieselotte und Georg Sommer, er Arbeiter, sie Hausfrau - hatten keine eigenen, leiblichen Kinder. Sie waren Anfang 50, als sie mich im Alter von eineinhalb Jahren aufnahmen, sie hätten quasi meine Großeltern sein können.
Ich darf bis heute nicht erfahren - vom Seniorenheim, in dem meine Pflegemutter vor einigen Jahren verstarb - wann und wie, woran sie gestorben ist und wo sie begraben wurde.
Pflegekinder sind gegenüber Adoptierten rechtlich erheblich schlechtergestellt.
Regierungen haben das verursacht, zu verantworten.
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07.08.2025
Mir bekannte Daten zu meinen Pflegeeltern:
Lieselotte Sommer, geborene Batzer (?), geboren am 12. Dezember 1923 (?), erinnere ihr Geburtsjahr nicht genau.
Georg Sommer, geboren am 23. Januar 1926 in Heidelberg, verstorben am 29.11.2001 in Leimen.
Meine "Haupt-"Pflegeeltern, Lieselotte und Georg Sommer, hatten mich bei sich aufgenommen, als Pflegekind angenommen als ich eineinhalb Jahre alt war, im Jahr 1974 oder 1975 also.
Davor hatte meine leibliche Mutter mich schon als Säugling in Tagespflege (?) gegeben, zu einer Familie Wolf, wohl also in der Zeit, da sie mit mir noch in Bad Säckingen lebte, vor dem Umzug nach Heidelberg.
Geboren wurde ich im Krankenhaus eines Nachbarortes, Schopfheim, den ich lebenslang nie gesehen, dort nie gelebt habe.
Aufgewachsen bin ich in Heidelberg.
Im Alter von 15 Jahren kam ich, magersüchtig seit meinem 14. Lebensjahr, in Niederbayern, Eggenfelden zu einer dritten, sehr katholischen und vermögenden Pflegefamilie, Pflegeeltern, die sieben leibliche Kinder hatten.
Dort besuchte ich im Jahr, Schuljahr 1987/1988 (?), die schreckliche Realschule Eggenfelden, Stefan Krumenauer Realschule.
Kurze Zeit besuchte ich auch die noch schlimmere, hässliche Realschule in Pfarrkirchen.
In der kurzen Zeit davor, von meinem 13. bis 14. Lebensjahr, wohnte ich bei meiner Mutter in Heidelberg, Baden-Württemberg, danach in Arnstorf und Eggenfelden, Niederbayern.
Dort, Realschule Eggenfelden, machte ich die Mittlere Reife, trotz häufiger Schulwechsel, Umzüge, Umbrüche und Magersucht in dieser Zeit: ohne ein Schuljahr wiederholt zu haben.
Kurzzeitig war ich in dieser Zeit (1987 bzw. eher 1988?) für wenige Monate auch in einem katholischen Mädcheninternat in Sigmaringen, "Liebfrauenschule", untergebracht.
Von meinem sechsten bis zu meinem 13. Lebensjahr lebte ich bei meinen Pflegeeltern Lieselotte und Georg Sommer in Heidelberg und Leimen-St. Ilgen.
Dort besuchte ich von der ersten bis zur vierten Klasse die Geschwister-Scholl-Grundschule St. Ilgen, danach, ab der fünften bis zur achten Klasse, die Realschule Leimen - heute heißt sie Otto-Graf-Realschule.
Im Alter von ca. drei bis sechs Jahren lebte ich bei meiner biologischen Mutter, davor bereits bei meinen (auch späteren) Pflegeeltern.
Im Alter von 16 Jahren lebte ich ca. ein Jahr - 1989, 1990 eineinhalb Schuljahre: 11. Klasse und erstes Halbjahr 12. Klasse - in einem anderen Internat: Staatliches ABG (Aufbaugymnasium) Lahr/Schwarzwald mit Heim.
Heute heißt es wohl CSG, Clara Schumann Gymnasium.
Im Alter von 17 Jahren verließ ich diese Schule und das Internat ohne Abschluss (Abitur).
Meine gleichaltrige, langjährige (seit der ersten Grundschulklasse) Kindheitsfreundin Silke hatte sich im selben Alter in Heidelberg suizidiert.
Ich erhielt keinerlei emotionale, soziale oder psychologische Unterstützung, auch nicht von den Erzieherinnen des Internats, schon gar nicht von meiner biologischen Mutter.
Ich bezog damals, 17-jährig, meine erste eigene Wohnung in Lahr, Werderstraße 47a - eine möblierte Ein-Zimmer-Wohnung direkt neben dem damaligen evangelischen Kindergarten gelegen (im selben Haus), in dem ich ein halbes Soziales/Diakonisches Jahr absolvierte.
Noch vor meinem 18. Geburtstag wechselte ich im Rahmen des Sozialen Jahres in ein Altenpflegeheim, Haus Philippus, nach Heidelberg Handschuhsheim - endlich wieder zurück in meine Heimat.
Dort lebte ich in einer WG in Heidelberg Neuenheim, Schröderstraße, mit fünf anderen jungen Frauen, alle waren älter als ich, arbeiteten auch im medizinischen Bereich.
Danach war ich für ca. sechs Monate mit dem leiblichen Vater meines Sohnes zusammengezogen, in eine sehr hässliche, möblierte Ein-Zimmer-Wohnung in Walldorf, Heidelberger Straße 91. Damals war ich noch nicht schwanger.
Im Alter von 18 Jahren wurde ich das erste Mal ungeplant schwanger.
Im Alter von 19 Jahren gebar ich in Heidelberg im Jahr 1993 mein erstes Kind, meinen heute 32-jährigen Sohn.
Meine heute 19-jährige Tochter kam im Jahr 2006 in Hamburg zur Welt.
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09.08.2025
Weitere Stationen, Wohnorte, Umzüge in Kurzversion:
In der Schwangerschaft und den ersten Monaten nach der Geburt meines Sohnes wohnte ich mit ihm zunächst in der dunklen, engen Dachmansarde in Heidelberg, Rohrbach Markt, Karlsruher Straße.
Danach, bis ca. zu seinem zweiten Lebensjahr, zur Untermiete in zwei Zimmern mit Badmitbenutzung bei einer Familie in Wiesloch, Haydnstraße 1.
Im Anschluss daran ca. ein Jahr in einer Zwei-Zimmer-Wohnung, Einliegerwohnung mit Ölofen, in Neckargemünd Dilsberg.
Als mein Sohn ca. 3 Jahre alt war wohnten wir in Leimen, St. Ilgener Straße.
Im Dezember 1997 bzw. Januar 1998 zogen mein damals vier-, fast fünfjähriger Sohn und ich zum ersten Mal nach Hamburg, Stadtteil Hoheluft, Falkenried.
Dort lebten wir bis ca. Herbst 2006.
Ein weiterer Umzug erfolgte aufgrund der Geburt meiner Tochter im Jahr 2006, wegen infolgedessen erhöhtem Platzbedarf.
Wir zogen deshalb in den sehr tristen und durch Flugzeuglärm (Einflugschneise des Flughafens) leider auch lauten Stadtteil Hummelsbüttel, Immenredder.
Die Wohnung dort lag in unmittelbarer Nähe zu einem Gewerbegebiet, aus dem häufig auch sehr unangenehme, chemische Gerüche herüberzogen.
Im Januar 2009 konnte ich mit meinen beiden Kindern endlich wieder in meine seit vielen Jahren sehr vermisste Heimat Heidelberg zurückkehren.
Wir fanden damals zunächst nur in Leimen, Fasanerie, Sudetensiedlung, eine Wohnung in der Wittelsbacher Allee, direkt neben den Bahngleisen gelegen, wo es wieder und vor allem leider auch nachts sehr laut war, weil dort auch Güterzüge durchfuhren.
Nach wenigen Monaten verließ mein Sohn gewaltsam seine Familie und zog 16-jährig ohne mein Einverständnis zurück nach Hamburg - dies ist wiederum ein eigenes "Kapitel" ... .
Infolgedessen setzte mir das Jobcenter (damals noch Arge) eine sechsmonatige Frist, in eine kleinere, günstigere Wohnung umzuziehen, ich musste also nach kurzer Zeit erneut mit meiner damals dreijährigen Tochter einen weiteren Umzug alleine bewältigen, zuvor eine nach Jobcentervorgaben bzgl. der Miethöhe "angemessene" Wohnung finden, was nahezu aussichtslos war - man wird bei der Wohnungssuche nicht unterstützt, insbesondere nicht vom Jobcenter - und erst im letzten Monat der ablaufenden Frist mit viel Glück gelang.
Im Jahr 2010 konnte ich mit meiner Tochter nach Heidelberg, Stadtteil Rohrbach Hasenleiser, in die Baden-Badener Straße ziehen.
Im Juni/Juli 2013 zogen wir zum zweiten Mal nach Hamburg, da ich die Wohnung in Heidelberg aus finanziellen Gründen leider verlassen musste und weil ich eine Art Familienzusammenführung von Tochter, Sohn und mir sowie von Vater von Tochter mit Tochter erhofft hatte, die aus mehreren Gründen leider nicht gelang ... .
Weitere Informationen, Offenlegung, Transparenz zu meiner Biographie, auch zu Ausbildungen, Jobs, Studium ..., finden sich im blog-Eintrag "Biographisches" sowie "Notsituation meiner Mutter", beide unten verlinkt.
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verfasst am 02. August 2025
Zum Hintergrund, der Art der Beziehung, des Verhältnisses zwischen meiner biologischen Mutter und mir
Dazu ein paar Beispiele, Vorkommnisse, Sätze und vor allem Verhaltensweisen meiner Mutter mir gegenüber, die für mich prägend belastend, verletzend bis beschädigend waren:
Meine Mutter wurde ungeplant Ende 1972 in Barcelona mit mir schwanger, abtreiben oder adoptieren lassen wollte sie mich offenbar nicht.
Mein leiblicher, spanischer Vater war damals bereits verheiratet, hatte einen zweijährigen Sohn, meine Mutter war also (s)eine Affäre, von/mit der er keine Kinder wollte.
Ich habe meinen biologischen Vater nie kennengelernt - er hatte daran kein Interesse, verweigerte, entzog sich über die Jahre jeglicher Kontaktaufnahmeversuche meinerseits.
Bereits als ich noch im Säuglingsalter war, wenige Monate alt, hat meine Mutter mich zu einer Art Tageseltern/Pflegefamilie (Familie Wolf) weggegeben - Begründung: sie musste arbeiten, um Miete und Essen zu bezahlen, familiäre Unterstützung (ihrer Adoptiveltern) hatte sie nicht, Sozialhilfe oder andere staatliche, finanzielle Unterstützung gab es in dem von ihr bewohnten Provinzort, Bad Säckingen, Baden-Württemberg, für Alleinerziehende damals laut ihrer Aussage noch nicht. ?
Geboren wurde ich im Krankenhaus eines Nachbarortes, Schopfheim, gelebt habe ich dort nie, habe diese Kleinstadt noch nie je gesehen, keinerlei Bezug dazu. Aufgewachsen bin ich in Heidelberg.
Als ich eineinhalb Jahre alt war, meine Mutter war bereits von Säckingen nach Heidelberg gezogen, kam ich zu anderen Pflegeeltern, Lieselotte und Georg Sommer - meinen in meiner Kindheit eigentlichen, sozialen Eltern, die aufgrund ihres damaligen Alters, beide Anfang 50, meine Großeltern hätten sein können.
Sie hatten keine leiblichen Kinder, aber vor mir zeitlich befristet schon andere Pflegekinder (Udo und die Schwestern Petra und Sabine), die ich später auch kennenlernte.
Sie war Hausfrau, er Arbeiter. Beide in Heidelberg geboren und aufgewachsen.
Im Alter von drei bis fünf Jahren holte meine Mutter mich vorübergehend zu sich, in ihre Ein-Zimmer-Wohnung in Heidelberg, Stadtteil Rohrbach Markt, Römerstraße, weil sie mit der Umgangsweise meiner Pflegeeltern mit mir nicht einverstanden war. ?
Eine Freundin und direkte Nachbarin meiner Mutter, Anneke, ebenfalls alleinerziehend mit gleichaltriger Tochter (Gesa), berichtete mir viele Jahre später, meine Mutter habe meistens bis ca. 14 Uhr geschlafen - ja, das tat sie auch in späteren Jahren so - ich sei in halbdunklen Räumen (mit heruntergelassenen Rolläden) in der Wohnung quasi mir selbst überlassen gewesen.
Als meine Mutter ihr Musikstudium im Alter von 36 Jahren aufnahm, gab sie mich wieder an die vorherigen Pflegeeltern zurück - denn nun war ich ihr wieder lästig, es studiert sich halt leichter ohne Kind. Auch wurde ich zu dieser Zeit, sechsjährig, schulpflichtig.
Meine vorherigen Pflegeeltern nahmen mich wieder bei sich auf, sie waren damals mit oder wegen mir aus der Sandgasse (?) in Heidelberg Altstadt in eine größere Wohnung, Drei-Zimmer-Wohnung, nach Leimen-St. Ilgen, Richard-Wagner-Straße, umgezogen.
Bei ihnen lebte ich bis zu meinem 13. Lebensjahr - als ein gesundes, vitales, sportliches, fröhliches Kind mit Freundinnen, Hobbies und ohne jegliche Probleme in der Schule.
Allerdings auch sehr verwöhnt und überbehütet und von meiner Pflegemutter stark kontrolliert - ich hatte viele Spielsachen, aber wenig Freiheit. Eigenes Thema ... .
Als ich ca. 9 Jahre alt war zogen meine Pflegeeltern nochmals mit mir um, in eine Drei-Zimmer-Wohnung in der Theodor-Heuss-Straße in Leimen-St. Ilgen.
In den Jahren zuvor gab es Zeiten, in denen ich wechselweise Wochenenden (oder auch Tage unter der Woche) bei meiner leiblichen Mutter und meinen Pflegeeltern verbrachte, entsprechend wurde ich freitags aus der Kindertagesstätte von Mutter oder Pflegeeltern abgeholt.
Für mich war das in diesem Alter eine Zeit der häufigen Trennungserfahrungen. An manche für mich schmerzliche "Erlebnisse" erinnere ich mich heute noch. Auch die Kindertagesstätte in der Gaisbergstraße in Heidelberg war eine Katastrophe ... .
So erinnere ich mich bspw. daran, dass meine Mutter mal Zigaretten holen ging, mich - ich muss vier oder fünf Jahre alt gewesen sein - nicht mitnahm, ich alleine eine gefühlte Ewigkeit in der Wohnung zurückblieb, große Angst, Panik bekam, die Wohnungstür nicht öffnen, die Wohnung so nicht verlassen konnte - ich wollte meine Mutter suchen gehen - deshalb die Erdgeschosswohnung aus dem Küchenfenster "verließ". Nebenan gab es eine Apotheke (Engel- oder Linden-? Apotheke in Rohrbach), dort nahm man mich auf, ich habe wohl auch laut nach meiner Mutter geschrien und geweint.
Man kannte meine Mutter, denn sie bewohnte die Räume neben der Apotheke, die ursprünglich mal zu selbiger gehörten (Wohnung), der Apothekeninhaber war der Vermieter meiner Mutter.
Meine Mutter war extrem wütend, als sie mich dort abholte. Wieder hatte sie keinerlei Verständnis, Empathie für meine Situation als kleines Kind, für meine Gefühle, meine emotionale Not.
Das war ähnlich zuvor schon einmal vorgekommen:
Meine Mutter hatte mich als Dreijährige zu einer Musikveranstaltung in ein sehr kleines Dorf, Ernen im Wallis, in der Schweiz mitgenommen.
An einem Abend gab es in der dortigen Kirche ein Konzert, meine Mutter hatte mich als Dreijährige auch damals abends, im Dunkeln unbeaufsichtigt, alleine in unserer Unterkunft zurückgelassen.
Auch damals hatte ich große Angst und es irgendwie geschafft, diese Unterkunft zu verlassen und zur nahegelegenen Kirche zu gehen, da ich wusste, dass meine Mutter dort ist.
Kann mich nur noch an wenig erinnern, jedenfalls aber an die eine "Szene", das Bild, die Erfahrung mit der Kirchentür, die ich nur schwer oder gar nicht öffnen konnte.
Ich erinnere mich auch sehr gut an einen Tag, an dem meine Mutter mich aus der Kita abzuholen vergaß.
Alle anderen Kinder waren schon lange weg, mich kam niemand abholen, es wurde immer später, meine Mutter war offenbar nicht telefonisch zu erreichen. Ich erinnere das Gefühl der Angst und Einsamkeit, das ich damals hatte, die Erzieherinnen waren auch genervt, dass mich niemand abholen kam.
Eine der Erzieherinnen (weiß ihren Namen nicht mehr, aber sie hatte sehr lange glatte Haare - was sich Kindern eben so einprägt) hat mich mit ihrem Fahrrad, ich wackelig, unsicher auf dem Gepäckträger sitzend, zur Wohnung meiner Mutter gefahren, die dann wohl zu Hause war.
Sie hatte vergessen, dass es ihr Abholwochenende war. So wichtig war ihr ihr Kind.
Angeblich lag ein Missverständnis zugrunde, so sagte sie mir Jahre später. Um Ausflüchte war sie nie verlegen.
Es gäbe noch vieles aus dieser Zeit zu berichten, an dieser Stelle unterlasse ich es, es würde zu lang ... .
Meine Mutter hat mich in all den Jahren meiner Kindheit bei meinen Pflegeeltern nie besucht. Sie kam nur ein einziges Mal, als ich eingeschult worden war.
Sie wohnte nur ca. 6 bis 7 Kilometer von mir entfernt. Als Kind dachte ich immer, sie wohne sehr weit weg, für mich fühlte es sich so an, als sei sie unerreichbar - an dieses Gefühl kann ich mich noch sehr gut erinnern.
Ich konnte/durfte sie auch nie anrufen. Das wollte offenbar auch meine - autoritäre, eifersüchtige - Pflegemutter nicht.
Sie sagte mir später, sie habe vermeiden wollen, dass ich zwischen ihr und den Pflegeeltern hin- und hergerissen sei, in Loyalitätskonflikte geriete, sie habe sich deshalb herausgehalten.
Wieder war ihr völlig egal, wie es mir, ihrer Tochter, dem Kind dabei ging, was ich fühlte ... .
Als ich mit 18 das erste Mal ungeplant schwanger wurde, stand für meine Mutter unumstößlich fest, dass ich eine Abtreibung vornehmen lasse. Sie setzte deshalb zwei ihrer Freundinnen auf mich an - Anneke und Petra - die wohl auch schon abgetrieben hatten und mich durch Gespräch dahingehend beeinflussen sollten, dass ich einer Abtreibung zustimme.
Um meine Gefühle ... ging es meiner Mutter dabei wiederum null. Sie sagte nur:
"Du kannst auch später noch Kinder bekommen."
Meine Mutter kam auch nicht zur Geburt meines Sohnes, unterstütze mich auch nicht bspw. im Wochenbett, als ich neunzehnjährig das erste Mal alleinerziehend, mittellos Mutter geworden war.
Damals wohnten wir ca. 150 Kilometer voneinander entfernt, meine Mutter in Offenburg, ich in Heidelberg.
Meine Mutter hatte damals in Heidelberg noch mehrere Freundinnen, bei denen sie sicher vorübergehend, urlaubsweise, zumindest für ein paar Tage hätte unterkommen können. Sie war damals auch noch völlig körperlich gesund.
Ich bewohnte als Schwangere und direkt nach der ambulanten Geburt meines Sohnes in Heidelberg, in der Karlsruher Straße (Stadtteil Rohrbach Markt) ein kleines Zimmer unterm Dach, Mansarde mit winzigem Duschbad, ohne Küche, nur Kombination aus zwei Herdplatten mit Spüle vorhanden, Möbel hatte ich nicht, lebte aus Umzugskartons und schlief auf einer Matratze auf dem Boden. Es gab selbstverständlich auch kein Baby-, Kinderbett, keine Wickelkommode ... .
Ich bin schließlich mit meinem wenige Monate alten Sohn am ersten Weihnachten nach seiner Geburt, im Jahr 1993, mit dem Zug zu meiner Mutter nach Offenburg gefahren, wo sie bis heute eine Zwei-Zimmer-Wohnung bewohnt.
Als ich im Alter von 13 Jahren bei meiner leiblichen Mutter leben wollte - weil meine Pflegeeltern mir vieles Selbstverständliche verboten, ich durfte bspw. nicht mit Freundinnen mit dem Fahrrad in die Stadt, nach Heidelberg, fahren, keine Jungs zum Geburtstag einladen, erst im Alter von 11 Jahren zum ersten Mal alleine auf einen Spielplatz, meine Pflegemutter las heimlich mein Tagebuch u.a.m. - war meine Mutter davon nicht begeistert, aber sie musste es zulassen, da sie eben das Sorgerecht hatte, ich war ja "nur" Pflegekind, nicht adoptiert.
Von sich aus hätte meine Mutter mich nie wieder zu sich geholt - sie wollte nicht, offenbar nie mit mir, ihrer Tochter, ihrem Kind, zusammenleben. Ganz im Gegenteil: Sie gab mich seit dem Säuglingsalter wiederholt in fremde Hände und war zweifelsohne froh, mich loszusein.
Da die Situation in der Ein-Zimmer-Wohnung in Heidelberg katastrophal war - den größten Teil des Raumes nahm ihr Flügel ein, an dem sie ihre Schüler nachmittags privat unterrichtete, ich musste zu diesen Zeiten immer in die kleine Küche verschwinden und mich so verhalten, als sei ich gar nicht da, ich schlief nachts auf einem zusammenklappbaren Gästebett - zog meine Mutter mit mir nach Niederbayern, erst nach Arnstorf, später nach Eggenfelden, wo es mir psychisch und physisch extrem schlecht ging.
Ich wurde in dieser Zeit magersüchtig, wog zuletzt bei einer Größe von knapp 1,70 m nur noch 39 kg, mir fielen massiv die Haare aus, ich fror ständig, hatte täglich massive Darmbeschwerden, meine zuvor, seit meinem 11. Lebensjahr regelmäßige Menstruation blieb vollständig aus.
Auch das ist ein eigenes, umfangreiches, belastendes "Kapitel" meines Lebens ... .
Damals sagte meine Mutter zu mir: "Ich bringe dich nicht ins Krankenhaus, wenn du nicht isst."
Als meine langjährige Kindheitsfreundin, Silke, sich im Alter von 17 Jahren suizidierte, ich war damals selbst 17 und lebte im Internat (in Lahr, Schwarzwald), war meine Mutter mir kein emotionaler Beistand.
Die "Heimfahrtwochenenden" des Internats verbrachte ich damals meistens bei Freundinnen in anderen Städten, nicht bei meiner Mutter.
Als sich Jahre später ein weiterer mir nahegestanden habender Mensch, Christian, im Alter von 21 Jahren (ich war damals 30) suizidierte - ich war die letzte Person, mit der er gesprochen hatte, er hatte mich wenige Tage zuvor angerufen und wollte sich mit mir treffen, wir haben uns dann auch noch zweimal getroffen, auch am Tag seines Suizids ... - sagte meine Mutter am Telefon wörtlich zu mir:
"Du suchst dir auch immer solche menschlichen Wracks."
Abermals: keinerlei Empathie, Mitgefühl von meiner Mutter, nicht ansatzweise, nicht einmal in einer solchen Situation ... .
Als meine Mutter einige Jahre zuvor einen größeren Geldbetrag durch ein Erbe erhielt, hat sie mich damals weder darüber in Kenntnis gesetzt, noch mir irgendetwas von diesem Geld gegeben, auch nichts für wenigstens meinen Sohn angelegt. Sie wusste, dass ich mit meinem Sohn alleinerziehend in Hamburg in Armut lebte - jobbend und in Ausbildungen oder Sozialhilfe befindlich.
Erst Jahre später erzählte sie mir von diesem Erbe, Geld - als sie alles Geld bereits ausgegeben hatte.
Als ich mit meiner Tochter während meines Studiums (Philosophie, Uni Hamburg) erneut ungeplant schwanger wurde und sie nicht abtreiben wollte - einige Jahre zuvor hatte ich eine Fehlgeburt (Missed Abortion) und eine Abtreibung - sagte meine Mutter zu mir:
"Tja, dann bist du jetzt eben nur noch Hausfrau und Mutter."
Sie sagte und meinte es abwertend.
Mit meinem Sohn wurde ich zwei Jahre nach dem Suizid meiner Freundin Silke ungeplant schwanger.
Mit meiner Tochter wurde ich zwei Jahre nach dem Suizid von Christian ungeplant schwanger.
Möglicherweise lag dem unbewusst etwas zugrunde. Möglicherweise haben die Kinder mich "im/am Leben gehalten".
Wenn meine Mutter und ich früher, noch zu Zeiten unseres telefonischen und Briefkontaktes, in Streit gerieten, legte sie irgendwann mitten im Gespräch abrupt auf - immer dann, wenn es ihr nicht mehr passte, wenn/weil ich bspw. Kritik an ihrem Verhalten äußerte. So macht sie es auch heute noch.
Und so verweigert sie dann eben auch die Annahme eines ihr zu ihrem Wohlergehen gesandten Pakets - es geht ihr um Macht und Retourkutsche. Wie ein trotziges, unreifes Kind - oder eine Narzisstin: antisoziale Persönlichkeitsstörung.
"Bestenfalls" ist meine biologische Mutter Autistin.
Anders erklärt sich mir ihr jahrelanges verletzendes, verantwortungsloses, antisoziales, egozentrisches, unempathisches Verhalten nicht mehr.
Jedenfalls ist sie schon immer sehr "selbstbezogen" und gefühlskalt, leistete als Mutter mir gegenüber nicht die erforderliche Fürsorge, entzog sich ihrer Verantwortung ihrem Kind gegenüber, schob mich seit meiner Geburt wiederholt zu fremden Menschen ab, verhielt sich nicht nur, aber gerade auch mir gegenüber permanent extrem unempathisch, hat ausgeprägte Defizite hinsichtlich Empathie und Mitgefühl.
An dieser Stelle sei nochmals angemerkt, dass ich unter sehr ähnlichen Bedingungen wie meine Mutter - ledig, mittellos, ohne jeglichen familiären Rückhalt, Beistand, Unterstützung, ohne familiäre Wurzeln, ohne stabile soziale, familiäre Basis/Fundament, jobbend und/oder in Ausbildungen und Studium befindlich, zahlreiche Umzüge quer durch die Republik mit Kindern bewältigt habend - im Gegensatz zu meiner Mutter z w e i Kinder alleine, alleinerziehend, bedürfnisorientiert, liebevoll, verantwortungsvoll umsorgt, unbezahlt Sorge-Arbeit "neben all dem anderen", neben all den Widerfahrnissen und Belastungen geleistet habe.
Im Gegensatz zu meiner Mutter bin ich nicht alkoholsüchtig, rauche nicht, bin kein Messie und habe meine beiden Kinder n i c h t abgeschoben, ent-sorgt.
Ich messe also nicht mit zweierlei Maß, vergleiche nicht völlig verschiedene Ausgangssituationen, Lebensumstände - im Gegenteil.
Kürzlich hat sie zu mir auch gesagt:
"Du weißt nicht, wie das ist, wenn man keine Wurzeln hat, du kennst das nicht."
Das sagt meine "Mutter" ausgerechnet zu mir:
dem, ihrem Kind, das sie quasi seit dessen Geburt ständig weggegeben, abgeschoben hat, das bei mehreren verschiedenen Pflegeeltern - vorübergehend bei einer noch weiteren, dritten Pflegefamilie in der Zeit in Niederbayern - und in zwei Internaten aufwuchs, im Alter von 17 Jahren die erste eigene Wohnung bezog, das seinen leiblichen Vater nie kennengelernt hat, dessen wichtigste Pflegeeltern, soziale Eltern, seit Jahren verstorben sind, das die wenigste Zeit seines Lebens mit seiner biologischen Mutter verbracht, gelebt hat ... .
Siehe dazu weiteres unten in diesem blog-Eintrag.
Merkt sie es wirklich nicht?!?
Erwähnt sei an dieser Stelle auch nochmals, dass:
- mein 32-jähriger Sohn meine Mutter zuletzt gesehen hat, als er ein zwei Jahre altes Kleinkind war, 1995. Er hat also keinerlei Erinnerung an meine Mutter.
- meine 19-jährige Tochter meine Mutter noch nie je gesehen, nie kennengelernt hat, meine Mutter ihr in all den Jahren auch nichts zum Geburtstag oder zu Weihnachten geschickt hat, auch keine Karte.
Trotzdem würde meine Tochter meine Mutter auch jetzt noch gerne kennenlernen, Kontakt mit ihr haben - sagt meine Tochter mir gegenüber.
Mein Sohn hingegen hat an meiner Mutter keinerlei Interesse.
- ich selbst meine Mutter ebenfalls zuletzt vor 30 Jahren, 1995, das letzte Mal gesehen habe.
All das unbestritten auch aufgrund der großen räumlichen Distanz, ca. 800 Kilometer Entfernung zwischen Hamburg und Offenburg, und unser beider Mittellosigkeit.
Aber eben nicht aufgrund nur der räumlichen Distanz.
Und vorübergehend hatte immerhin meine Mutter ja etwas Geld, siehe das oben erwähnte Erbe. Sie machte davon u.a. Urlaub mit einer Freundin (Ruth) in schon genanntem Schweizer Bergdorf, an dem auch ich emotional sehr hänge, das ich seit meiner Kindheit leider nie wieder besuchen konnte.
Mein letzter Urlaub fand statt, als ich 12 Jahre alt war - mit meinen Pflegeeltern, auch in den Bergen: in Österreich, Tirol.
Mit meinen beiden Kindern konnte ich kein einziges Mal je zusammen verreisen. Nicht einmal nach Österreich.
So setzte meine Mutter eben ihre Prioritäten ... .
Es geht nicht: wohltuende Beziehung, Kontakt mit meiner Mutter. Ich habe es in all den Jahren immer wieder versucht, mich aktiv, eigeninitiativ darum bemüht - auch jetzt zuletzt.
Es ging nie.
Meine "Mutter" kann und/oder will es offensichtlich nicht und noch nie je: gute, wohltuende Beziehung mit mir, ihrer Tochter.
Wohl auch nicht Beziehung mit anderen Menschen. Obwohl sie ja in all den Jahren - im Gegensatz zu mir - ungebunden war: ohne Kind/er lebte, nur für sich allein verantwortlich war.
Möglicherweise, weil sie Autistin ist. ?
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Nachtrag am 06. August 2025
Erwähnt sei auch, dass meine - sonst eigentlich nicht gewalttätige - biologische Mutter mir, als ich 13 war, mit 13 war ich ja gerade "wieder" zu ihr gezogen (siehe oben), bei einem Streit einmal mit dem Staubsaugerrohr, Metallrohr auf den Rücken schlug. Auch drückte sie mich einmal durch die Küchentür, die einen Glaseinsatz hatte, der dabei kaputtging.
Als ich 16 war und (im Internat) bereits "sexuell aktiv", gab sie mir kein Geld für die Pille (Antibabypille), sie sagte damals zu mir: "Bis du 18 bist, übst du dich in Enthaltsamkeit!"
Exakt so hatte sie es formuliert - "in Enthaltsamkeit üben" - und das ernst gemeint, nicht etwa scherzhaft oder ironisch.
Taschengeld bekam ich ohnehin keines, deshalb konnte ich mir die Pille damals nicht selbst kaufen.
Als ich 14-jährig in Niederbayern - Arnstorf und Eggenfelden, wo wir damals wohnten, zwischendurch war ich kurze Zeit außerdem in einem schrecklichen katholischen Mädcheninternat in Sigmaringen ("Liebfrauenschule") - magersüchtig geworden war, siehe auch dazu oben Genanntes, und es mir täglich psychisch und körperlich sehr schlechtging - damals hatte ich zum ersten Mal Suizidgedanken - stand ich, als es körperlich einmal besonders schlimm war, weinend vor der Zimmertür meiner Mutter - sie hatte ihre Tür abgeschlossen, ihre klassische Musik laufen und antwortete, reagierte nicht. Sie öffnete nicht ihre Tür.
Nein, das bilde ich mir nicht ein. Nein, das vergesse ich nicht.
Meine biologische Mutter hätte nie ein Kind bekommen dürfen.
Sie ist nicht, war nie fähig, sich - täglich, über Jahre - fürsorglich, verantwortungsvoll, liebevoll um ein Kind zu kümmern.
Das muss ihr selbst schnell klar gewesen sein, auch wenn sie es mir gegenüber nie zugab, aber eben deshalb hat sie mich mehr oder weniger seit/kurz nach meiner Geburt und dann meine gesamte Kindheit und Jugend hindurch zu anderen Menschen - drei Pflegeeltern, zwei Internate - abgeschoben.
Bis heute hat sie mir nicht gesagt, wie das bürokratisch überhaupt möglich war - es muss wohl Vernachlässigung bekannt gewesen sein, anderenfalls hätte doch kein Jugendamt Pflegegeld an Pflegeeltern gezahlt. ?
Meine Pflegeeltern, Lieselotte und Georg Sommer, waren nicht gewalttätig, ich wurde von ihnen nicht misshandelt, auch nicht - wie so aber von meiner leiblichen Mutter - vernachlässigt.
Meine Pflegemutter hat mich allerdings öfter mal geohrfeigt und an den Haaren (Zöpfen) und Ohren gezogen.
Mein Pflegevater tat dies nicht, er hat nie physische oder psychische Gewalt gegen mich getätigt, nie mit mir geschimpft, mich auch nicht getadelt. Er ging an den Wochenenden oft mit mir schwimmen, Fahrrad fahren, spielte im Kinderzimmer mit mir mit Autos oder Karten und andere Brettspiele und trug mich, als ich noch im Kleinkindalter war (bevor ich dreijährig zu meiner Mutter kam), auf den Schultern, wenn ich nicht mehr laufen konnte. Er war ein sehr ruhiger, gutmütiger, freundlicher Mann, kann mich nicht erinnern, dass er je laut wurde, auch nicht gegenüber meiner Pflegemutter oder anderen Erwachsenen.
Meine Pflegeeltern waren, was man "einfache Leute" nennt, Arbeiterklasse, nicht gebildet, nicht intellektuell, jedoch nicht materiell arm - wie es meine Mutter war - aber auch nicht vermögend. Wir bewohnten eine für die damalige Zeit gewöhnlich eingerichtete Mietwohnung (Drei-Zimmer-Wohnung), kein Haus. Sie hatten ein schlichtes Auto. Einmal im Jahr machten meine Pflegeeltern mit mir Urlaub, immer drei Wochen in Österreich (erst Burgenland, dann Tirol).
Diese Urlaube, die Sommertage in Österreich am Neusiedler See, in Weiden am See und weiteren Orten (Mörbisch, Rust ...), und später in den Bergen (Alpen und Dolomiten, vor allem in Waidring Tirol und Umgebung), waren die schönste Zeit meines gesamten bisherigen Lebens.
Nichts anderes hat mich so intensiv und lebenslang prägend mit Freude, Frieden, Dankbarkeit, Glück erfüllt wie die besonderen Eindrücke und Erlebnisse in der dortigen Natur. Auch nicht die Geburt meiner Kinder oder Beziehungen mit Männern oder mein Philosophiestudium.
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Meine geliebte Realschule in Leimen.
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Sporttag der 8. und 9. Klassen Am Mittwoch, den 23. Juli 2025, fand der Sporttag der 8. und 9. Klassen statt. Hierbei konnten sich die Schülerinnen und Schüler bei folgenden Sportangeboten ...
https://realschule-eggenfelden.de/
Die grauenhafte katholische "Liebfrauenschule" in Sigmaringen, die damals, im Jahr 1987/1988, noch ein Mädcheninternat war.
Das ABG/CSG Lahr - Internat, in dem ich im Jahr 1989 lebte.
ursprünglich verfasst am 18. Mai 2024
Alle sind auf der Strecke geblieben. Wenn ich doch mal Fotos von Personen sehe, die ich in meiner Kindheit gekannt habe, kommen mir fast immer spontan die Tränen. Nicht nur weil wir alt geworden sind, sondern weil die besten Jahre ca. 40 Jahre zurückliegen.
Geht´s euch auch so, dass ihr sagt, alles was ungefähr nach eurem 12. Lebensjahr "passiert" ist, hättet ihr nie erleben müssen/wollen - also mit 12 hätte bei mir tatsächlich Schicht sein dürfen, ich hätte gerne auf die folgenden ca. vier Jahrzehnte verzichtet.
Es ist niemand mehr da, von all diesen Menschen, die ich einmal kannte. In meiner Kindheit, Jugend.
Eltern, Familie ohnehin nicht. Auch nicht für meine beiden "erwachsenen" Kinder.
Selbst wenn: Wir sind alle nicht mehr die, die wir damals waren. Es würde nicht mehr "passen".
Es gibt seit Jahrzehnten nicht einen einzigen Menschen mehr, mit dem ich Erinnerungen aus meiner Kindheit und Jugend teilen könnte. Gemeinsam Erlebtes, gemeinsam Erinnertes.
Ich kenne nicht mal das Grab meiner Pflegemutter.
Alle sind auf der Strecke geblieben - "Lebenslauf" ... .
So ähnlich muss es sich anfühlen, wenn man 70 oder 80 ... ist, die eigenen Eltern längst tot sind, vielleicht auch der Partner und Freunde nach und nach "wegsterben". Und man krank, kaputt, lebensmüde, sozial isoliert in seiner Wohnung oder im Altersheim dem Tod entgegenvegetiert.
Ich wollte nie ein Haus, habe kein Interesse an Statusobjekten, teuren elektronischen Geräten, Fernreisen, Reichtum, "Luxus".
Was ich gerne gehabt hätte: verantwortungsvolle, fürsorgliche Eltern, meinen biologischen Vater zu kennen, echte Gefährten, Freunde, unbeschwert/beschwerdefrei essen zu können, mit meinen beiden Kindern Familie zu sein, Mobilität, Ausflüge, soziokulturelle Teilhabe und ab und zu mal ein Urlaub, drei Wochen am Stück, kürzer ist es zu stressig, mit meinen Kindern, in deren Kindheit, an den Orten meiner Kindheit, an denen ich die beste Zeit meines Lebens hatte: Berge, Alpen: Schweiz (Wallis), Österreich (Tirol) - dortige Natur, Landschaft.
Es ist zu spät. Es hat all das nicht gegeben. Es wird all das zu meinen Lebzeiten, in meinem Leben nicht (mehr oder überhaupt je) geben, erlebbar sein. Ich kann es selbstwirksam nicht "verwirklichen".
50 Jahre sind - längst - genug. Zu viel. Zu lange.
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verfasst am 06. Juli 2022
Es reicht n i c h t, gute soziale Eltern zu haben. Für Identifikation, Identitätsbildung, Persönlichkeitsentwicklung, Selbstverständnis ... .
Ich, Pflegekind, hatte übrigens gute soziale (Pflege-) Eltern, vielleicht waren sie besser für mich, im Umgang mit mir, als es meine biologischen "Eltern" je hätten sein können. Aber das ändert nichts an den Tatsachen: Genetik, Verhaltensgenetik, Gemeinsamkeiten, Ähnlichkeit ... .
Es ändert nichts am lebenslangen Fragen, Suchen, Wissenwollen, eben w e i l es diese Ähnlichkeiten gibt bzw. die Unterschiede zu den sozialen Pflege- oder Adoptiveltern, sowohl was Äußerlichkeiten als auch Verhaltensweisen, Wesensart, Naturell u.a.m. betrifft.
Ich stelle es bei meinen beiden "eigenen" Kindern immer wieder fest: wieviel Ähnlichkeit, äußerlich und charakterlich, es bei beiden zu gerade auch ihren unterschiedlichen leiblichen, biologischen Vätern jeweils gibt. Ganz ohne Abguckmöglichkeit oder Erziehungseinfluss.
Meine beiden Kinder wollte ich trotz dauerhaft, unabänderlich widriger Lebensumstände, Armut, aufgrund meiner eigenen "Vorgeschichte" ... nie weggeben.
Beiden Kindern habe ich immer wieder Kontakt zum jeweiligen biologischen Vater angeboten, ermöglicht, soweit es mir möglich war (Umstände, räumliche Distanz, finanzielle Situation ...).
"Kuckuckskind" käme, kam für mich nie in Frage.
Es hat mit Identität, Identitätsbildung, Identifikation und Persönlichkeitsentwicklung zu tun.
Es hätte jedenfalls mir sehr geholfen, wahrnehmen, erleben, feststellen, verifizieren zu können, dass ich meinem biologischen Vater offenbar nicht nur äußerlich sehr ähnlich bin.
Es hätte mir geholfen, zu sehen, von wem ich Bestimmtes habe (ob positiv oder negativ), dass ein mir genetisch eng verwandter Mensch, mein biologischer Vater, dies auch oder ähnlich "hat, ist" - es hat mit Gemeinsamkeit und Selbstverständnis, auch mit Friedenschließen zu tun.
Mein biologischer Vater hat 50 Jahre lang, mein bisheriges gesamtes Leben, nicht einen Tag, nicht eine Minute Verantwortung für mich getragen, Fürsorge für mich geleistet.
Fairnesshalber muss ich ergänzen, dass auch meine biologische Mutter mich schon relativ gleich nach meiner Geburt und in den Folgejahren immer wieder zu fremden Menschen abgeschoben hat, auch sie hat also nicht Verantwortung getragen, nicht Fürsorge geleistet: für ihr Kind.
Um es vlt. anschaulicher zu machen:
Meine biologische Mutter hat rote Haare, blaue Augen, konnte durch Sonne nie Hautbräune erhalten.
Ich habe dunkelbraune Haare, braune Augen, war als Kind im Sommer immer schnell braun, hatte nie einen Sonnenbrand.
Meine biologische Mutter ist eher der "rationale Kopfmensch", hält sich selbst für intellektuell, ist zugleich künstlerisch veranlagt (Musikerin, malt privat), ist chronobiologisch eine "Eule", Nachtmensch, wird nie laut, tätigt aber psychische Gewalt durch Sprache ... .
Mein biologischer Vater ist, nach der Beschreibung meiner Mutter, ein sehr sportlicher Mensch (in jungen Jahren, mit auch noch Ende 20, bspw. Wellenreiten gemacht), vital, temperamentvoll, impulsiv.
Wie ich: seit meiner Kindheit so. :)
Meine biologische Mutter ist keine "rebellische" Person, eher ziemlich sensibel, auch physisch immer eher "fragil" gewesen, sehr dünn, blass schon als Kind gewesen, außerdem nachtragend.
Den "Widerspruchs- und Kampfgeist" habe ich allerdings auch nicht von meinen Pflegeeltern.
Also vom Vater: ? ;)
Ähnliches könnte ich über meine beiden Kinder und deren jeweilige äußerliche wie charakterliche (!) Gemeinsamkeiten mit mir, ihrer Mutter bzw. jenen mit ihren biologischen Vätern nennen.
Gerade mein Sohn hat sich jedoch nichts von seinem "Vater" irgendwie "abgucken" können.
Es gibt immer wieder Augenblicke, in denen mein Sohn bspw. die exakt gleiche Mimik und Gestik wie sein biologischer Vater - unwillkürlich - zeigt, aber er hat ihn als Kleinkind nur wenige Male gesehen, hatte also kaum Kontakt mit ihm.
Und so gibt es auch im Verhalten bestimmte Übereinstimmungen, Verhaltensweisen, auch "Eigenarten", die meine Kinder "nicht von mir haben", die ihnen auch nie von mir "vorgelebt" wurden, die zu meinen teilweise gegensätzlich sind, sich aber bei ihren Vätern finden.
Was Aussehen anbelangt, geht es meiner Tochter ähnlich wie mir: Sie ähnelt auf den ersten Blick mehr ihrem Vater als mir, ihrer Mutter. Sie hat dunkelblonde Haare, blaue Augen - wie ihr Vater.
Mein Sohn hat die dunklen Haare und Augen von mir, sein Vater hat blaue Augen und hellere Haare als ich.
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verfasst am 13. Mai 2024
Wie gesagt: Ich hatte gute, wenn auch nicht "optimale" soziale Eltern: meine Pflegeeltern, die altersbedingt meine Großeltern hätten sein können, sie waren Anfang 50 als sie mich im Alter von eineinhalb Jahren aufnahmen, aber das "reichte" mir lebenslang nicht: für Identifikation, für Identitätsbildung ... .
Mit meinen Pflegeeltern hatte ich charakterlich wenig gemeinsam, so geht es oft auch Adoptierten.
Meine Mutter sieht schon rein äußerlich völlig anders aus als ich (sie hat blaue Augen, rote Haare) - Stichwort Identifikation, denn diese läuft gerade bei Kindern ganz basal auch über Äußerlichkeiten, Wahrnehmung ab.
Das kennen vor allem Kinder, deren biologische Eltern "people of colour" sind, deren Adoptiveltern aber "weiß". Ähnlich erging es eben auch mir.
Später stellte ich fest, dass mein "Naturell, Wesen" dem meiner biologischen Mutter fast schon entgegengesetzt ist, aber auch nicht dem meiner Pflegeeltern entsprach, siehe auch Werte, Ideale, Überzeugungen, Menschenbild ... - irgendwoher muss ich es ja aber haben. ;)
Wie meine Mutter mir gelegentlich mal meinen biologischen Vater - auf meine wiederholten Nachfragen hin - beschrieb, sein Aussehen, Verhalten, stimmt das mit meinem Wesen durchaus überein, unterscheidet sich aber eben deutlich von dem meiner biologischen Mutter und Pflegeeltern.
Zweifelsohne gibt es einen starken Einfluss durch Umwelt, Lebensverhältnisse, Prägung, Sozialisation, Kultur, Zeit, Erfahrungen ..., aber der genetische Einfluss ist eben auch sehr stark, offenbar ausgeprägter als bisher angenommen, siehe dazu Zwillings-, Adoptionsstudien.
Und wie ich schon schrieb: Sowohl bei mir selbst als auch bei meinen beiden Kindern stelle ich immer wieder deutlich fest, dass vieles offenbar vererbt ist, nicht nur, aber sehr viel auch Äußerliches, Aussehen. Aber auch das Verhalten.
Naturell, Wesen ist das, das offenbar der genetische, vererbte Anteil einer Persönlichkeit ist. Durchaus hat dieses "angelegte", angeborene Wesen, Naturell sehr großen Einfluss auf Verhaltensweisen, Entscheidungen, Überzeugungen, somit auch Erfahrungen eines Menschen.
Das, was das Patriarchat woraus wie "ableitet" bzw. festsetzt, hat allerdings nichts mit dem zu tun, worum es mir geht: Ich plädiere für mehrere Bezugspersonen unterschiedlichen Alters und Geschlechts (Frauen und Männer) für jedes Kind und jeden Erwachsenen und spreche mich deutlich gegen Ehe und Kleinfamilie aus, weil eben patriarchal, autoritär, schädigend, nicht wohltuend, siehe auch zahlreiche Scheidungen ... .
Zugleich muss aber jeder Mensch seine beiden biologischen Eltern kennen können, "dürfen". Aus bereits genannten Gründen.
Auch in matrilokalen und matrilinearen Gemeinschaften ist es nicht so, dass die biologischen Väter nicht "zugänglich" wären - sie können als Bezugspersonen, neben noch weiteren, also durchaus vorhanden sein, somit auch als Identifikationspersonen.
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verfasst am 12. Mai 2024
Was hat das Patriarchat aber damit zu tun, dass eine Frau, Mutter ihr Kind wiederholt abschiebt, sich ihrer Fürsorge und Verantwortung gegenüber dem Kind entzieht?
Hätte ich das mit meinen beiden Kindern auch so machen sollen?
Wozu hat die Frau dann ein Kind (mich) bekommen? Statt Abtreibung.
1973 gab es sicher Möglichkeiten, abzutreiben.
Alternativ Adoption: Sorge-Recht ganz abgeben, da sie ihrer Sorgepflicht ohnehin nie nachkam. Klar, ich muss froh sein, nicht bei ihr, sondern bei Pflegeeltern aufgewachsen zu sein, ändert aber nichts an ihrer Verantwortung ... .
Vieles habe ich erst verstanden, als ich selbst Mutter geworden bin:
Auch für mich stellte sich bei beiden Kindern durchaus die Frage: Abtreibung ja oder nein, bei Sohn wurde mir sogar Adoption nahegelegt. Ich hätte das emotional nicht gekonnt: mich von meinen Kindern trennen.
Adoption kam für mich - für meine Kinder - grundsätzlich nicht in Frage, eben weil ich selbst die Erfahrung kannte, die eigenen biologischen Eltern nicht zu kennen, nicht als Bezugspersonen zu haben, sich wurzellos zu fühlen ... . Dann lieber Abtreibung!
Ich hätte meinen Kindern dieses Herumgereichtwerden, die lebenslange Wurzellosigkeit, die jahrzehntelange Suche nach den biologischen Eltern bzw. einem gänzlich unbekannten Elternteil und erschwerte Identitätsbildung sowie Persönlichkeitswicklung nicht zumuten wollen.
Und keine Frage: Traurig, sehr traurig auch für meine beiden Kinder, dass sie keine sorgenden, verantwortungsvollen Väter, auch keine Großeltern oder andere Verwandte, Familie hatten/haben, da Großeltern ja nicht vorhanden und die Väter sich nicht kümmerten.
Aber sie hatten mich, ihre Mutter.
Was meine biologische Mutter betrifft:
Mir hat sie erzählt, sie habe damals angenommen, nicht mehr schwanger werden zu können. Mein biologischer Vater war schon verheiratet, hatte einen ca. zweijährigen Sohn (mein mir unbekannter Halbbruder), sie sagte ihm, sie mache es alleine, wenn sie doch wider Erwarten schwanger würde.
Tja. So läuft´s aber halt nicht.
Die Frau hat also schon vor meiner Geburt nicht eine Sekunde daran gedacht, was ein/ihr Kind will, braucht, ob es seinen biologischen Vater kennenlernen will ... . Wie scheisse kann frau sein?!
Deshalb verurteile ich moralisch auch all jene Frauen, Mütter, die sogenannte Kuckuckskinder haben: die wissentlich einen falschen biologischen Vater nennen, angeben, weil es für sie selbst und/oder vermeintlich die Kinder wirtschaftlich, finanziell oder sozial "von Vorteil ist" ... .
Kann mich diesbzgl. nur wiederholen:
Jedes Kind, jeder Mensch hat ein Recht auf Kenntnis seiner direkten Herkunft, biologischen Eltern: Mutter und Vater. Genetik, Verhaltensgenetik, Persönlichkeit, Krankheiten ... . Keine Lügen!
Und aus oben genannten Gründen bin ich auch strikt gegen Babyklappen, anonyme Geburt, geschlossene Adoption, anonyme Samenspende, sowieso gegen Eizellspende und "Leihmutterschaft".
Wenn eine Frau ungewollt schwanger ist, wenn sie die jeweilige Schwangerschaft nicht austragen, das Kind nicht tragen, gebären, "haben", umsorgen will und/oder kann, dann muss sie problemlos! eine sichere Abtreibung, einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen können.
Auch ich kenne diese Erfahrungen, tatsächlich alle: zwei Schwangerschaften ausgetragen, zwei Kinder spontan (vaginal) geboren, eine Fehlgeburt (Missed Abortion) und eine Abtreibung gehabt. Fehlgeburt und Abtreibung waren beide nach meinem Sohn und vor meiner Tochter.
Um nochmal auf die Väter, meinen biologischen Vater zu sprechen zu kommen:
Spätestens als der Sack wusste, dass seine Tochter ihn kennenlernen will, hätte das Schwein sich entsprechend verhalten müssen.
Denn er hatte offensichtlich keine Probleme damit, neben seiner Ehefrau ca. zwei Jahre lang eine Mätresse, "Geliebte" - meine biologische Mutter - zu haben. Ficken for fun ging also, Verantwortung, Fürsorge und Mitgefühl, wie üblich, nicht. Patriarchat.
Übrigens: Mein biologischer Vater - Spanier, Katalane - hat nie einen Cent Unterhalt oder sonst irgendetwas für mich gezahlt, gegeben, geleistet.
Und der Staat hat in all den 50 Jahren NICHTS für meine Rechte als Kind, Kinderrechte, getan.
Die Wurzellosigkeit ist bei uns übrigens auch "vererbt":
Meine biologische Mutter ist adoptiert, kennt ihre biologische Mutter nicht, erfuhr von ihrem Vater erst nach dessen Tod, er galt zuvor als ihr "Onkel".
Der biologische Vater meiner Tochter ist adoptiert, kennt seine leiblichen Eltern und (Halb-) Geschwister nicht.
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verfasst am 02. August 2022
Was mich persönlich betrifft: Ich idealisiere meinen mir unbekannten biologischen Vater nicht - selbst wenn er Folterknecht oder Massenmörder wäre (was er sehr wahrscheinlich nicht ist, aber ich weiß es ja nicht), würde ich ihn kennenlernen wollen.
Denn es ändert dies ja nichts an der Tatsache, dass er mein biologischer Vater ist - dass ich genetisch mit ihm verwandt bin, direkt von ihm und meiner biologischen Mutter abstamme.
Basierend auf meiner persönlichen Erfahrung, meine beiden Kinder, die zwei verschiedene biologische Väter haben - aber beide keine sozialen Väter hatten/haben, ich habe eine Tochter und einen Sohn - sowie auf mich selbst bezogen, habe ich über die Jahre festgestellt, dass die Genetik eine weit größere Rolle spielt als "Erziehung". Siehe Verhaltensgenetik.
Zumeist wird erst ab Beginn der Pubertät darüber nachgedacht, wenn man einen biologischen Elternteil oder beide nicht kennt, siehe bspw. auch bei Adoptierten und eben bei Pflegekindern oder früh Verwaisten.
Kinder passen sich oft unbewusst dem Wunsch, Verhalten der sozialen Eltern an - um Konflikte zu vermeiden, um "geliebt zu werden" oder auch aus Angst. Sind sie doch von diesen sozialen Eltern, deren liebevoller, verantwortungsvoller Fürsorge abhängig, je jünger sie sind, umso mehr.
Auch Erwachsene verdrängen oder leugnen oft den Schmerz über nicht bekannte(n) biologische(n) Elternteil(e), behaupten, es interessiere sie gar nicht, wer/wie die jeweilige biologische Mutter oder Vater sei usw.. Ja, das i s t genau das: Verdrängung, aus bekannten Gründen.
Dennoch ist es einfach eine Tatsache, dass jeder Mensch eine biologische Mutter und einen biologischen Vater natürlicherweise hat. Und dass das daraus hervorgegangene Kind, die spätere erwachsene Person, von b e i d e n Anteile in sich trägt.
Und wenn es feststellt, dass es bspw. den sozialen Eltern/dem Elternteil, bei/mit dem es vorwiegend oder ausschließlich zusammenlebt, wenig ähnlich ist, stellt es sich, als reflektierter Mensch (jugendlich, adoleszent oder erst als Erwachsener) früher oder später Fragen, bspw. woher er bestimmte Verhaltensweisen, nicht nur Äußerlichkeiten hat, warum die sozialen Eltern so "anders" sind als er selbst, warum es ggf. auch immer wieder intensive Konflikte gibt, weil es "sich" nicht in den sozialen Eltern "wiederfindet", da die Unterschiede (nicht nur altersbedingt) so unignorierbar sind.
Ich bin in wenigen Tagen 49 und kann nur sagen: Es wird nicht besser, leichter, sondern umso belastender, je älter man wird: seine "Wurzeln" nicht zu kennen, dass andere Menschen - Mütter, Väter, Jugendamt, Gericht, Staat ... - sie gekappt haben, ohne tatsächlich das Kindeswohl dabei im Blick gehabt zu haben, sondern völlig anderes.
Ein anderes Thema ist, wenn/dass leider viele biologische Väter sich ihrer Verantwortung und Fürsorgepflicht gegenüber ihren Kindern entziehen: Sie schädigen damit das Kindeswohl. Keine Frage.
Grundsätzlich halte ich es für alle Kinder, gleich, welchen Geschlechts, für ihre gute Entwicklung für erforderlich, dass sie regelmäßigen Kontakt zu und Umgang mit idealerweise mehreren Bezugspersonen beiderlei Geschlechts und unterschiedlichen Alters haben können.
Aus oben genannten Gründen halte ich anonyme Samen- und Eizellspende, geschlossene Adoption, Leihmutterschaft und auch Babyklappen (anonyme Ablage/Abgabe von Menschen bei Fremden) für falsch, ja schädigend.
Nein, es ist nicht "gut", um jeden Preis zu "leben", zu existieren.
Von Ehe und Kleinfamilie halte ich übrigens auch nichts, da alle Menschen lebenslang mehrere! Bezugspersonen, n i c h t bezahltes Betreuungspersonal in diversen Einrichtungen, Fremdbetreuung, brauchen - mehrere Beziehungen (mit oder ohne Sex). Eigenes, umfangreiches Thema.
Das afrikanische Sprichwort "Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen." meint nicht, Kinder seien so schwierig, weshalb es mehrerer Erwachsener bedarf, aber durchaus, dass Sorge-Arbeit Arbeit ist und dass die Kinder eben mehrere verschiedene Bezugspersonen brauchen.
Das gilt übrigens auch für die Eltern, Mütter.
Ich finde, keine Mutter, kein Mensch sollte ein Kind oder gar mehrere völlig alleine umsorgen müssen. Denn früher oder später bleiben Kinder und/oder Erwachsener - meist die Mütter - auf der Strecke: physisch, psychisch, sozial ... .
Und Fremdbetreuung ist nicht ansatzweise vergleichbar, gar gleichsetzbar mit dem Vorhandensein mehrerer unterschiedlicher, vertrauter, über Jahre begleitender Bezugspersonen, Beziehungen.
Da wir nicht mehr in Großfamilien leben, halte ich cohousing für eine gute Möglichkeit. :)
Ich bin übrigens nicht für einen Umgangszwang, wenn das Kindeswohl geschädigt wird und/oder das der Mutter. Das versteht sich aber eigentlich von selbst.
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UN-Kinderrechtskonvention, Übereinkommen über die Rechte des Kindes, siehe hier insbes. Art. 7 und Art. 8.
ZAuV, Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensanfragen - "Auskunftsrecht leiblicher Verwandter"
Von PFAD, siehe oben verlinkt, erhielt ich den "Tip" zu dieser privaten "Herkunftsberatung" - die ich mir armutsbedingt leider finanziell nicht leisten kann. Keine Hilfe für mittellose Menschen!
DJI - Startseite
Cookies sind Dateien bzw. sonstige Speichervermerke, die auf Ihrem Endgerät abgelegt werden, um Informationen zu speichern. Teilweise sind diese Informationen für die reibungslose Bereitstellung ...
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Das Sozialpädagogische Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg hat mit der digitalen Plattform „Queerer Erst-Beratungs-Koffer" ein neues Unterstützungstool für den Bereich der Hilfen zur Erzie...
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Über Väter, Vatersein, Verantwortung, Prägung, Beziehung, nicht nur, aber auch zu Töchtern - Sabeth schreibt - Lebenskunst für Laien
Über Väter, Vatersein, Verantwortung, Prägung , Beziehung, nicht nur, aber auch zu Töchtern Warum wird einem solch offensichtlich pseudopsychologischen, unhaltbaren Unsinn - abgesondert von vor...
https://kallisti-dichtet-belichtet.over-blog.com/2020/01/uber-vater-vatersein-verantwortung-pragung-beziehung-nicht-nur-aber-auch-zu-tochtern.html
In diesem Pflegeheim in Heidelberg, "Stadtresidenz Heidelberg", hat meine Pflegemutter sich offenbar zuletzt, bis zu ihrem Tod, aufgehalten.