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Lebenskunst für Laien

Sabeth schreibt Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus - non serviam.

Anmerkungen zu Raphael M. Bonelli, RPP, Institut für Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie

 
31. August 2025
 
Was ich mit diesem Beispiel, dieses Psychiaters, verdeutlichen möchte: 
 
Es kommt bei physischer und/oder psychischer Behandlung, Therapie, auch Psychotherapie nicht nur auf das fundierte Wissen, die Kenntnis, die Erfahrung des Behandelnden, Therapeuten, Arztes und die Art sowie Ausführung der Therapie an, sondern erheblich auch auf seine Person bzw. Persönlichkeit. 
 
Das ist zumindest meine Erkenntnis seit Jahren bereits, siehe deshalb auch den blog-Eintrag zu "In Treatment", Heilen durch Beziehung. 
 
Therapeut und Patient müssen "zueinander passen", leider ist das sehr oft nicht der Fall, leider können Patienten sich ihre Ärzte, Therapeuten häufig nicht aussuchen, haben kaum bis keine Wahlmöglichkeiten, insbesondere nicht bei stationärer Behandlung, und leider wird die "Arzt-, Therapeut-Patienten-Beziehung" nach wie vor kaum bis gar nicht als bedeutender Faktor für gute, wohltuende, heilsame Behandlung verstanden, erkannt, in Therapie und Lehre, Ausbildung, Studium einbezogen. 
 
Es geht bei dieser Beziehung nicht nur um die schwerwiegende Verantwortung des Therapeuten, das Vertrauen (-können) des Patienten oder das häufig nur vorgespielte Verständnis des Behandelnden, sondern darum, ob "die Chemie" insgesamt zwischen Therapeut, Arzt und Patient "stimmt", ob die jeweiligen Personen als Persönlichkeiten, Charaktere - mit jeweiligem Menschen- und Weltbild, Werten, Einstellungen, Überzeugungen, Idealen, Absichten, Prägungen etc. - auf einer ähnlichen Ebene sind.
Anderenfalls wird die Behandlung, Therapie nur schlecht oder gar nicht gelingen, nicht "erfolgreich", nicht hilfreich, entlastend, wohltuend, heilsam sein. 

Unentbehrlich sind außerdem ausgeprägte Empathie und intaktes Mitgefühl aufseiten des Therapeuten. 
 
Arzt bzw. Therapeut und Patient müssen sich auf der menschlichen, persönlichen, subjektiven, also auch emotionalen Ebene begegnen (können und dürfen), nicht als distanzierte, rationalisierte, objektifizierte "Behandlungsvertragspartner". 
Weder der Arzt, Therapeut noch der Patient sind leblose, gefühllose, leiblose, bedürfnislose Maschinen, Roboter - sondern Menschen, Individuen.
 
Und diese Begegnung vollzieht sich nicht über bloßes Schreiben oder Telefonieren oder "Video-Kommunikation, Video-Sprechstunde", es ist hierfür der direkte zwischenmenschliche Kontakt erforderlich, das physische, reale Anwesendsein, das leibliche Beisammensein der beteiligten Personen. 
 
Gleiches gilt übrigens auch für das Lernen, das ebenfalls über Beziehung vonstattengeht, am besten "gelingt". Aber auch seine Lehrer kann man, können Schüler, Lernende sich üblicherweise, insbes. in staatlichen Schulen, nicht aussuchen. 
 
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26. August 2025
 
Auf Raphael M. Bonelli und sein RPP - privates "Institut für Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie" -stieß ich gerade erstmalig - durch ein Video von ihm, siehe unten verlinkt: "Die einzige Möglichkeit Borderline zu heilen".
 
Raphael Bonelli ist, laut Wikipedia, österreichischer Neurowissenschaftler und Psychiater. 
 
Und ich denke ein Mal mehr: Oh mein Gott ;), wenn solche Menschen, Männer mit solchem rechten, ultrakonservativen, patriarchal-autoritären, religiös fundierten, also auf patriarchaler, monotheistischer Religion/Ideologie gründenden Menschen-, Welt- und Frauenbild Psychiater sind, tun mir deren Patienten sehr leid. 

Raphael Bonelli verharmlost in seinem Video vom 04.05.2025 - "Gefährlich: Deutschland kippt (schon wieder) ins Totalitäre!" die nachweislich rechtsextremistische, rassistische, misogyne, patriarchal-autoritäre, ableistische, gruppenbezogen menschenfeindliche, antidemokratische, somit grundgesetzwidrige AfD.
 
Argumentation zur AfD sowie Nachweise ihres Rechtsextremismus´, inkl. Misogynie, Rassismus, Ableismus, Autoritarismus, christlichen Fundamentalismus´, Neoliberalismus´, finden sich in unten verlinkten blog-Einträgen. 
 
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26.08.2025
 
Zum youtube-Video vom 22.10.2022 von Ralph Bonelli - "Die schlimmsten Beleidigungen sind wahr"
 
Und hier wieder, wie schon in einem anderen Video von Raphael Bonelli: "Demut", Zitat "Selbsterniedrigung", "Reue".
Nein, das ist weder erforderlich noch sinnvoll, wohltuend, geboten, konstruktiv, es ist krank - dieses religiös verbrämte, faktisch sadomasochistische Verhalten - wie es für gerade das Christentum ja absolut typisch ist, siehe Erbsünde, Büßertum, Beichte, das Beten auf Knien, Selbstgeißelung, Selbstkasteiung, Leib-, Lust-, Sexfeindlichkeit, Zölibat, Misogynie, Überhöhung des Rationalen, Abwerten alles Leiblichen, Sinnlichen und Emotionalen, zugleich der Marienkult, Jungfrauenkult, "unbefleckte Empfängnis", siehe wiederum Misogynie, Patriarchat, Androzentrismus, Autoritarismus, Männerphantasien. 
 
Nein, niemand muss oder sollte sich gegenüber einem anderen Menschen kleinmachen, gar selbst erniedrigen.
Wer einen Menschen tatsächlich liebt, hat weder das Bedürfnis, den Wunsch, diesen Menschen - vermeintlich - zu "beherrschen", zu unterwerfen, "klein", erniedrigt zu sehen, zu erleben, noch, sich selbst zu erniedrigen, zu unterwerfen. Wer das will und vollzieht, führt eine SM-Beziehung. Auch hier wiederum Verweis auf u.a. Erich Fromm zu Sadomasochismus, Autoritarismus, Faschismus ... .
 
Worum es beim Verzeihen, Versöhnen und jeweils angemessener Wiedergutmachung sowie Prävention - statt Strafe, Rache, Vergeltung, Machtdemonstration, Gehorsamerzwingen - geht, ist auf rationaler Ebene die Schuldeinsicht, die Verantwortungsübernahme des "Täters" sowie auf emotionaler Ebene seine echte Empathie, sein tatsächlich selbst empfundenes Mitgefühl (!) mit dem "Opfer". Und das nicht, weil es ihm oktroyiert, indoktriniert, abverlangt wird oder weil es ihm Straferlass bringt, sondern weil/nur dann wenn ihm das ein eigenes, echtes Bedürfnis ist bzw. wird: Wiedergutmachung aufgrund authentischen Mitgefühls - also des Bereuens, des Darunterleidens, einem anderen Menschen Schmerz, Leid zugefügt zu haben - darunter selbst (emotional) zu leiden und deshalb das Bedürfnis zu haben, das Leid wiedergutzumachen, soweit möglich.
Das hat nicht das Geringste mit Demut, Selbsterniedrigung, Unterwerfung, sondern mit Einsicht, Reife, Reflektiertheit und Prosozialität, intaktem Mitgefühl, Versöhnungsbereitschaft und Liebesfähigkeit zu tun. 
 
Für Liebe, Gefährtensein, wechselseitiger Wertschätzung, Fürsorge, Verantwortung, Erkenntnis, Freiheit, innigen Verbundenseins bedarf es keiner patriarchalen Institution Ehe, auch keiner "seriellen", selbst- oder fremdoktroyierten, indoktrinierten "Monogamie". 
Liebe gibt es auch ohne Sex. 
 
Und nein, es gibt kein abstraktes "Wahres, Gutes, Schönes" und es bedarf keines Gottes, Glaubens, keiner Religion, keines "übergeordneten metaphysischen Prinzips" für wahrhaftig und dauerhaft gelebte, intrinsisch (!) motivierte Moral und/oder Ethik. 
Ethik ist Teilgebiet akademischer Philosophie, die - im Gegensatz zu Religion - nicht dogmenbasierte Ideologie ist. 

Der Mensch braucht auch keine "Erhabenheit", keinen Heroismus, keine "spirituellen Führer, Lehrer", kein menschengemachtes Konstrukt, Hirngespinst "Gott", keinen Monotheismus, keine Ideologie, keine Dogmen, keine religiösen, ideologiebasierten Ge- und Verbote für seine je individuelle intellektuelle, soziale und emotionale Reifung, Persönlichkeitsreifung - er braucht dafür Erfahrungen, (Selbst-) Reflexionsfähigkeit, Urteils-, Analysefähigkeit und den Austausch, die Interaktion und Kommunikation mit anderen Menschen im Hier und Jetzt, im "Diesseits" - Teilhabe, Zugehörigkeit, Mitgestaltungsmöglichkeit, Wertschätzung, auch Herausforderungen, Differenz, Regenerationsmöglichkeit, Kooperation, Solidarität, Prosozialität.
 
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26.08.2025
 
Kommentar zum youtube-Video vom 27.08.2022 von Ralph Bonelli - "In diesem Fall sofort Schluss machen"
 
Meine Phantasie ist ;), dass das ein konstruierter "Fall" ist und hier von Ihnen, Raphael Bonelli, Geschlechterklischees reproduziert und zementiert werden. 
Was hat Status, Vermögen, vermeintlicher oder tatsächlicher beruflicher Erfolg, Luxus, also rein Materielles, Oberflächliches mit, Zitat "Eros" oder "Attraktivität", was mit "Bauchgefühlen" oder Vertrautheit, geschweigedenn Liebe, inklusive gegenseitiger Wertschätzung, Fürsorge, Verantwortung, mit emotionalem Verbundensein, Gefährtensein zu tun? Rhetorische Frage. Antwort: nichts.
 
Sie unterstellen hier, es sei irgendwie "natürlich", dass Männer vermögend sind, über Vermögen, Status, Einfluss, Macht verfügen und Frauen das generell, Zitat "sexy", attraktiv, sexuell anziehend finden
Es mag solche konservativ geprägten, sozialisierten, indoktrinierten Frauen geben, die deshalb eine Ehe mit einem solchen Mann anstreben, es ist aber nichts anderes als Männerphantasie, Patriarchat, Misogynie. 
Denn die Frau wird in solchen Beziehungen in wirtschaftlicher, finanzieller, häufig auch sozialer Abhängigkeit vom Mann, Partner, Ehemann gehalten, dies gerade auch, wenn sie Mutter ist, kann infolgedessen nicht selbstbestimmt leben, sich häufig auch nicht "einfach" oder zeitnah von einem psychisch und/oder physisch gewalttätigen, narzisstischen, misogynen, antisozialen Mann trennen, bleibt die verfügbare, gefügige, abhängige, unterworfene Ehemagd. Denn:
Für Liebe, aktives Lieben (Erich Fromm, genau), für also gegenseitige Fürsorge, Verantwortung, Loyalität, Wertschätzung, Verbundensein, Gefährtensein bedarf es bekanntlich? keiner Ehe.

Die Ehe ist eine von Anfang an patriarchale Institution und dies nach wie vor. 
 
Je konservativer ein Mann, eine Gesellschaft, Religion - also Ideologie, inkl. Dogmen, also: nicht Philosophie - eine Kultur, Gesellschaft und Politik ist, umso misogyner war und ist sie, das lässt sich weltweit auch heute noch beobachten, feststellen, gleich ob in "westlichen, christlichen" Staaten, siehe bspw. usa, Evangelikale, oder afrikanischen, asiatischen, südamerikanischen ... und sowohl im Christentum (Katholiken, Evangelikale) als auch im Islam und orthodoxen Judentum sowie auch im Hinduismus. Es sind alles von Anfang an und nach wie vor extrem misogyne, patriarchal-autoritäre, stark gewaltgeprägte Religionen/Ideologien.
Massive Gewalt, Schilderungen von brutaler Gewalt, Rache, Vergeltung, Strafe, Vergewaltigung, Mord finden sich in der Bibel nicht nur im Alten, sondern auch im Neuen Testament. Und es handelt sich dabei, wie in der Realität, um mehrheitlich Männergewalt, von Männern getätigte psychische und physische Gewalt. 
Die ärgsten Frauenhasser waren nachweislich Platon, Aristoteles, Tertullian und Christen wie Paulus und Augustinus, um nur einige wenige, bekannte Männer zu nennen. 
Nachlesbar ist das bspw. bei Jack Holland, in seinem Buch "Misogynie Die Geschichte des Frauenhasses" - also die Geschichte des Patriarchats sowie auch bei zahlreichen Feministinnen. 
 
Völlig unseriös ist es, bei diesem - offenbar konstruierten - Fall der Frau dann zu raten, oberflächlich, respektlos, billig, Zitat "per sms, e-mail" Schluss zu machen - statt persönlich, face to face - und alle Kanäle sofort zu blockieren. Das, solches Vorgehen, wäre nur dann anzuraten, wenn die andere Person, in nicht nur, aber auch diesem Fall der Mann, psychisch oder auch physisch gewalttätig wäre. 
 
Konflikte, gleich ob auf "privater" oder politischer Ebene, behebt man nicht gewaltfrei, konstruktiv, effektiv - also vernünftig, reif, wohltuend - durch Autoritarismus, Machtdemonstration, Flucht, Verweigerung, Blockierung, Entzug oder Angriff (inkl. passiver Aggression), nicht durch Ultimaten, Drohung, Erpressung, Manipulation, oktroyierte Unterwerfungsbedingungen, sondern durch Kommunikation, genauer: Dialog. Und falls dieser nicht (mehr) respektvoll, empathisch, mitfühlend, konstruktiv möglich ist, mit versierter Mediation. Zu der man allerdings niedrigschwellig und zeitnah Zugang haben muss - auch finanziell. Dies gerade auch als Gewaltprävention.
 
Im Übrigen ist es für keinen Menschen auch nur ansatzweise hilfreich, geraten zu bekommen, "einfach sofort Schluss zu machen", den Kontakt abzubrechen, wie es der hier vermeintlich betroffenen "Maria" so auch bereits von Freunden, Familie geraten wird - da sie das aus Gründen offensichtlich nicht kann oder will, hat sie sich eben deshalb an Sie, einen Psychiater gewandt, von dem "Maria" sich mehr fachliche Kompetenz und wohltuende, bedürfnisorientierte, tatsächlich effektive Hilfe (zur Selbsthilfe) erwartet hat. Wenn ihr der Psychiater nur plump und platt das Gleiche rät wie andere Menschen, kann sie sich deshalb keineswegs besser, leichter, schneller oder überhaupt trennen. Das ist für einen Psychiater ein augenfällig unprofessionelles Verhalten, Vorgehen und hilft der - vermeintlich oder tatsächlich - hilfesuchenden Person keinen Millimeter weiter. 

Man sucht sich seine Gefühle für andere Menschen doch nicht aus, man kann nicht planen, berechnen, sich vornehmen, ob und zu wem man sich wann wie intensiv aus welchen Gründen emotional und/oder körperlich und/oder sexuell hingezogen fühlt, ggf. verliebt, Zuneigung für einen Person, Persönlichkeit empfindet und wann nicht mehr. 
Der andere Mensch ist nicht das, das ich auf ihn möglicherweise projiziert habe und er existiert nicht, um mir zu Willen zu sein. Möglicherweise ist er aber eben auch nicht, was er zu sein vorgab, vortäuschte. 

 
Als emotional gesunder, empathischer, mitfühlender, liebesfähiger Mensch geht man doch nicht mit einer Strichliste los und sucht sich danach seinen neuen, nächsten Partner aus. 
Gefühle der Zuneigung, auch Mitgefühl gründen sich nicht auf Kalkül, Berechnung, was bzw. wer dem eigenen Vorteil, der jeweiligen Lebenssituation usw. gerade gut oder am besten entspricht - Menschen sind doch keine konsumierbaren Objekte, die man wie Gegenstände erwirbt und zum eigenen Gebrauch benutzt.

Gefühle sind irrational, vieles läuft unbewusst ab, wir haben keinen direkten "Zugriff" darauf, es liegen überdies eigene unterschiedliche Persönlichkeitsaspekte, Wünsche, Bedürfnisse, Interessen, Vorlieben, Abneigungen, Befindlichkeiten, Gedanken, Erfahrungen, Menschenkenntnis zugrunde sowie auch eigene Zweifel, Widersprüchlichkeiten, Ambivalenzen.

Man kann seine Gefühle für andere Menschen nicht willkürlich an- und abstellen, programmieren und man sollte sich dahingehend auch nicht etwa selbst "trainieren", dressieren, abrichten, vermeintlich "optimieren", denn dann wäre man kein - emotional gesunder, intakter, integrer - Mensch mehr, sondern ein programmierter Roboter. 

Menschen sind lebenslang leiblich, bedürftig, verletzlich, sterblich und "unvollkommen" - keine Maschinen, keine "Helden", keine "Götter". 
Und eine zwischenmenschliche Beziehung - Freundschaft, Liebe - ist kein am Reißbrett planbares Projekt, das etwaig einem "Erfolg" zuzustreben hat, anderenfalls aufgegeben, abgesägt wird. 
Beziehung ist kein kapitalistisches Tauschgeschäft, keine Vertragsangelegenheit, kein bestmöglich abzuschließender deal, auch keine Versicherung für was auch immer. 
 
Ein (anderer) Mensch, Subjekt, Individuum, eine Persönlichkeit ist keine Maschine, kein Gerät, das nach eigenen, persönlichen, subjektiven Vorstellungen, Erwartungen, Zuschreibungen, Wünschen, Plänen wie ein bestelltes oder aufgezogenes Ding, Spielzeug funktioniert und wenn es all dem nicht mehr entspricht oder die eigenen Maßstäbe, "Voraussetzungen, Bedingungen" nicht mehr erfüllt, dann wie ein untaugliches oder defektes Gerät auf den Müll geworfen wird. 
 
Da Bonelli die Frau in seinem konstruierten Fall schon ausgerechnet "Maria" nennt - meine Empfehlung:
Sofort Schluss machen mit der toxischen "Beziehung" zu "Gott", Maria! Gib das destruktive Hirngespinst einfach auf. :)
 
Was möchten Sie mit solchen Videos also bezwecken, wenn nicht, "unterschwellig", faktisch demonstrativ konservative, patriarchale Geschlechterklischees, Rollenbilder zu transportieren, zu indoktrinieren? Wiederum: rhetorische Frage. Antwort hat ihr Video bereits gegeben und btw gerade nicht nur dieses vermeintlich eine, einzelne ... . Sie machen aus Ihrer ultrakonservativen, patriarchal-autoritär-religiösen Einstellung, Ihrem entsprechenden Menschen-, Welt- und Frauenbild ja kein Geheimnis. 
Und das ausgerechnet als Psychiater und "Neurowissenschaftler". - Die Patienten tun mir leid.
 
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26. August 2025
 
Kommentar zum youtube-Video vom 13.08.2022 von RPP Institut, Raphael Bonelli - "Die einzige Möglichkeit Borderline zu heilen"
 
Dazu Folgendes:

1. Persönlich halte ich nichts von religiös-verbrämter "Demut", denn von dort stammt der Begriff, siehe die "Bereitschaft zum Dienen", Selbsterniedrigung, Devotion - präferiere stattdessen Selbstreflexion, Mitgefühl, (Streben nach) Urteils-, Erkenntnisfähigkeit und Persönlichkeitsreife.
 
2. Nein, es ist nicht richtig, Wut immer zu kontrollieren, zurückzuhalten bzw. zu unterdrücken, herunterzuschlucken.
Menschen haben Affekte, Emotionen, Gefühle aus Gründen und es ist nicht per se gut, wohltuend, sinnvoll, vermeintliche "Selbstbeherrschung" zu oktroyieren, da das bekanntlich das Fass früher oder später ohnehin zum Überlaufen bringt und auch physisch krank macht.
 
3. Nein, Affekte sind nicht, Zitat Raphael M. Bonelli: "prinzipiell mal dumm, Mangel an Intelligenz". Wie kann man so etwas als Psychiater (?) ernsthaft äußern?
 
Bitte mal mit r e a k t i v e r Aggression und Gewalt befassen, bspw. Joachim Bauer "Schmerzgrenze - Vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt" lesen.
Oder auch Antonio Damasio, bspw. "Ich fühle, also bin ich", über Gefühle, Leiblichkeit und Bewusstsein bei Menschen. 
Im Übrigen ist auch Freude ein Affekt und Affektverflachung ist pathologisch.
 
4. Gerade Frauen dürfen nach wie vor in patriarchalen Gesellschaften nicht wütend sein, sie gelten dann auch heute noch als "psychisch krank, gestört, hysterisch, unweiblich, maskulin" usw.. Aber gerade Frauen haben weltweit oft Grund, Anlass, Berechtigung sehr wütend, auch empört, r e a k t i v aggressiv zu sein - siehe Unterdrückung, Benachteiligung, Ausbeutung, Misshandlung, Vergewaltigung, Entwertung, Entwürdigung, Objektifizierung von Frauen - bspw. in Filmen, Serien, Kunst, Romanen, in Porno und Prostitution - bis hin zu Femizid. 
 
Wenn Männer laut, wütend, auch dominant, autoritär sind, wird das hingegen häufig noch immer als Ausdruck von Stärke und Macht interpretiert und toleriert oder auch gewünscht, unterstützt. Bei Frauen ist das Gegenteil der Fall - sie werden pathologisiert, wenn/weil sie laut, wütend sind.  
 
5. Die Wut von Frauen ist btw oft auch zyklus- oder anderweitig hormonell bedingt, siehe bspw. Wechseljahre oder Schwangerschaft. 
 
6. Worte können verletzend sein und es gibt Gewalt durch Sprache, aber entscheidend ist, wie ein Mensch sich verhält - seine Taten, bspw. prosoziale oder antisoziale. 
Es nützt alles Gesäusele und Beteuerte, Versprochene, Angekündigte nichts, wenn dem nicht entsprechende Taten zeitnah und grundsätzlich folgen und umgekehrt ist so manche vollzogene Gewalttat weit verletzender, auch physisch, bis hin zu tödlich als es Worte sind, die reaktiv aggressiv ausgesprochen wurden. 
Und nein, keineswegs folgen diesen Worten auch immer oder generell Gewalttaten. Aber den physischen Gewalttaten geht psychische Gewalt immer voraus und Letztere mit Ersterer einher. 

Es sind bekanntlich weltweit mehrheitlich Männer Täter von schwerer, brutaler, auch tödlicher Gewalt - nicht Frauen.
Und woran es diesen Tätern, Gewalttätern erheblich mangelt, ist nicht "Demut", sondern Empathie und Mitgefühl (kognitive und affektive Empathie).
 
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