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Lebenskunst für Laien

Sabeth schreibt Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus - non serviam.

Musik, Geschmack und Persönlichkeit

 
29. Juli 2025
 
Musik, Geschmack und Persönlichkeit 
 
Denkt ihr, Musikgeschmack und Persönlichkeit ("Charakter") hängen zusammen? Falls ja: wie? 
Denkt ihr, der Musikgeschmack eines Menschen lässt auf seine Persönlichkeit schließen, sagt etwas über diese aus? 
Mehr oder weniger rhetorische Frage. ;) 
Anmerkung:
Ganz so simpel, unterkomplex, platt wie in den unten verlinkten Studien dargestellt ist es nicht. ;)
 
Sicher nicht nur, aber auch ich höre bspw. seit vielen Jahren Musik sehr unterschiedlicher Genres, je nach Stimmung, aber auch Verfügbarkeit ... 
von Klassik ("E-Musik") über (Synthie-) Pop, Rock, Indie, (Post- und Skate-) Punk, Dark Cold Electro Wave, Singersongwriter, Swing ... .
 
Was ich tatsächlich nicht höre/mag, ist Blas-, Marschmusik, Schlager, Hip Hop, Rap, House, den meisten Techno und alles, das faktisch nur Lärm, "musikalisierte" Gewalt, Destruktivität ist, bspw. Death Metal, Death Industrial, Harsh Noise, Power Electronics, Neofolk.
 
Überflüssig, zu erwähnen, dass auch der Filmgeschmack, literarische Vorlieben und auch der Brettspielgeschmack sowie diverse Interessen, Hobbies u.a.m. eine Menge über eine Person, Persönlichkeit aussagen. :) 
Übrigens: Auch, w i e ein Mensch Sex "hat" ... .
 
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30. Juli 2025
 
Nachfolgend nochmal zur heilsamen Wirkung von Musik, siehe auch den blog-Eintrag "Natürliches Heilen".
 
Selbstverständlich hat martialische, aggressive, laute, dröhnende, kreischende, schreddernde "Musik", Lärm, eine erschlagende Lärmwand wie in bspw. dem "Genre Noise", nicht solche heilende, entspannende, beruhigende, zugleich auch stärkende, "nährende" Wirkung auf Körper und Psyche, auf insbesondere das vegetative Nervensystem, Herz-Kreislaufsystem, die Atmung, sondern bewirkt das Gegenteil.
 
Für mich persönlich ist seit sehr vielen Jahren tatsächlich die Musik von W.A. Mozart heilsam, Heilung.
 
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"(...) Seit langem bekannt ist, dass sowohl beim Musizieren als auch beim Hören bestimmter Melodien und Rhythmen Endorphine ausgeschüttet werden, endogenes Morphin, dass die analgetische und euphorisierende Wirkung von Musik erklärt. Bildgebende Verfahren wie die funktionelle Magnetresonanztherapie (fMRT) haben in jüngerer Zeit zudem die Verarbeitung musikalischer Strukturen im Hirn visualisiert. (...)
 
Neu ist zudem die Erkenntnis, dass das Muster unserer Hirnaktivität wie auch die dauerhaften Veränderungen unserer Hirnstrukturen davon abhängig sind, welche Musik wir hören oder spielen. (...)
 
Auch wenn die Effekte geringer waren als bei Musik von Bach oder Mozart, (...)
 
Wenn es um den heilsamen Einfluss von Musik geht, steht vor allem ein Komponist im Mittelpunkt: Die Musik von Mozart senkt nicht nur den Blutdruck und die Herzfrequenz, sondern lindert zudem die Pein bei Tinnitus, steigert das räumliche Vorstellungsvermögen, reduziert bei Epilepsie die Zahl der Anfälle wie auch deren Intensität, wirkt sich bei Frühgeborenen positiv auf ihren Energiehaushalt aus, senkt den Stress und die Aggressivität von Neugeborenen und verhindert nach einer Herztransplantation möglicherweise sogar die Abstoßung des Spenderorgans.
 
Einen Hinweis darauf, warum ausgerechnet Mozarts Musik so viele positive Effekte zeigt, liefert Dr. John R. Hughes vom University of Illinois Medical Center in Chicago mit seiner Studie über den Einfluss von Musik auf Epilepsie-Patienten.
Der Neurologe analysierte verschiedene Kompositionen per Computer und fand heraus, dass die Werke des Salzburger Musikers und Komponisten ein überdurchschnittliches Maß an Periodizität aufweisen, Töne und Intervalle also häufig wiederholt werden, was sich offenbar besonders positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt. (...)
 
Die Neurologin Valorie Salimpoor von der McGill University in Montreal, Kanada, geht sogar so weit zu behaupten, dass Musik unter Umständen ähnlich euphorisierend wirkt wie psychoaktive Drogen: In ihrer Studie hat sie Probanden mit Klassik, Rock, Punk und Techno beschallt und währenddessen die wichtigsten physiologischen Parameter gemessen. "Eine Person erlebte einen Anstieg seines Dopaminspiegels um 21 Prozent", berichtet die Neurologin. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Zunahme von Dopamin nach Kokainkonsum liegt bei 22 Prozent."
 
https://www.aerztezeitung.de/Panorama/Musik-ein-Fest-fuer-die-Endorphine-230453.html
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16. Januar 2026
 
Feststellung:
Es dürfte kaum eine konservativere "Subkultur" geben als Gruftis, Gothics. 
Schon musikalisch gibt es bekanntlich seit etlichen Jahren eine erhebliche Rechtslastigkeit in der Schwarzen Szene - Death In June, Neofolk ... . Einige wählen heute AfD. 
 
Das dürfte kein regionales, auf nur Hamburg bezogenes Phänomen sein.
Ich war mal aktiv im Forum "Schwarzes Hamburg" - einige der "Gothics" von dort sind bspw. bei facebook, posten unzweifelhaft rechte Einstellung, Beiträge und AfD-Sympathiebekundungen ... . 
Ein anderer ist CDU-Wähler. Rechts.
 
Nun befasse ich mich auch seit Jahren mit Leben, Sterben, "Sinn", den "Fragen des Seins", des Menschseins, der Ethik ... (Philosophie deshalb studiert), aber der exzessive Hang zu Morbidem, zu Krankheit, Verwesung, Ekel, Tod, Gewalt, Nihilismus ist so konservativ, destruktiv wie krank. Nekrophilie.
Deshalb unten verlinkt nochmal Erich Fromm zur "Nekrophilie" - der "Liebe", dem Hang zu Totem, Kranken, Morbiden, Destruktiven, zu Gewalt, Sadismus, Masochismus (ist letztlich Narzissmus, Selbstwertproblematik, Kompensationsverhalten, siehe auch BDSM) ... .
 
Und wenn man sich besieht, was typisch für konservative Menschen ist - nämlich vor allem ihre Gefühle, Gefühlsdispositionen: Angst, Ekel, Xenophobie ..., aus denen ihre Einstellungen, Welt-, Menschenbild, Ideologien, Religion resultieren - überrascht das nicht, siehe entsprechenden blog-Eintrag zu konservativen Menschen, deren Persönlichkeit ... .
 
Auch dieser ganze Schwachsinn um Schwarze Magie, Satanismus, Okkultismus, der in der Schwarzen Szene, unter Gothics, Gruftis jahrelang durchaus verbreitet war, legt demonstrativ offen, w i e irrational, esoterisch, unreif sie sind - und ohne "Gott" kein "Teufel". ;)
 
Ich war selbst nie "schwarz", Gothic, aber mal mit zwei Männern, die mehr oder weniger der Schwarzen Szene, Subkultur zugehörig waren, zusammen. Der eine glaubte tatsächlich mit Ende 20 noch an "Schwarze Magie", der andere ist seit etlichen Jahren Rechtsextremist, AfD ... .
Ja, ich war auch mal so naiv, zu glauben, Gothics, Gruftis wären politisch links.
 
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