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Lebenskunst für Laien

Sabeth schreibt Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus - non serviam.

Mensch, Menschenarten, Gattung Homo, Menschheitsgeschichte

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02. Mai 2025
 
Zur arte 42 Doku (D, 2024) - "Von wem stammen wir wirklich ab?"
 
Das Problem ist, dass alle wissenschaftlichen Erkenntnisse stets nur vorläufige, falsifizierbar sind und man vieles offenbar nach wie vor nicht weiß, außerdem interpretieren Menschen, inkl. Wissenschaftler, auch heute vieles auf Basis ihres "Hier und Jetzt", ihrer Gegenwart, inkl. Moralvorstellungen, Ideologien, vorläufigen, unvollständigen Kenntnisse, Gewohnheiten usw..

Habe ich das richtig verstanden: In dieser Doku wird gesagt, es gab unterschiedliche Arten der Gattung Homo, die auf den verschiedenen Kontinenten verbreitet waren, aber alle aus Afrika kamen, von dort die Erde besiedelten?
 
Dann entwickelte sich - warum, wie, "aus wem oder was"? - ebenfalls nur in Afrika der Homo sapiens, der von dort aus alle anderen Homo-Arten "vertrieb" bzw. starben sämtliche anderen Homo-Arten vorher? aus, nur der Homo Sapiens und der Neandertaler nicht? Während der Neandertaler aber ausschließlich in Europa lebte, dann aber auch ausstarb?
 
Der Cheddar Man gehörte zur Gattung Homo Sapiens und war Jäger und Sammler, wie es so auch der Neandertaler war?
Wie, wann und warum haben sich wo blaue Augen "entwickelt", ergeben, weiß man darüber auch etwas, wann, wo und weshalb diese ihren Ursprung hatten?

 
Den Ackerbau, siehe Neolithische Revolution, brachten Menschen, Gattung Homo sapiens, als Einwanderer aus dem "Fruchtbaren Halbmond" zu anderen Menschen, ebenfalls Gattung Homo, nach Europa? Es war dieselbe Menschenart/Gattung, die sich aber in Aussehen und Lebensweise unterschieden, also eine andere Kultur?
 
Und das gilt auch für die Yamnaya/Jamnaja, die ebenfalls derselben Gattung, Homo sapiens, angehörten, aber ein anderes Aussehen hatten, als Steppenhirten, Nomaden lebten und aus Kasachstan bzw. den Regionen um das Kaspische Meer nach Europa sowie auch nach Amerika einwanderten?
 
Warum wanderten die Kulturen aus dem Fruchtbaren Halbmond und aus der Gegend des Kaspischen Meeres nach Europa ein?
Warum wanderten Menschen aus Europa in der Steinzeit - dem Paläolithikum oder Mesolithikum oder Neolithikum - ihrerseits nicht auf andere Kontinente aus?

 
Wie erklärt sich eigentlich das Aussehen, bestimmte äußerliche Merkmale asiatischer Menschen im Unterschied zu bspw. europäischen oder afrikanischen?
 
Was ich auch nicht verstanden habe, siehe ab ca. Min. 26:10:
Wir heutigen Europäer tragen Gene von "Neandertalern, Jägern und Sammlern, Yamnaya und anatolischen Ackerbauern"? Wenn das doch aber alles ein- und dieselbe Gattung Mensch, Homo sapiens, ist und nur die Kulturen dieser Menschen sich unterschieden, warum unterscheidet man dann diese Kulturen genetisch bzw. warum haben wir dann deren jeweils unterschiedliche? Gene?
Und haben heutige Europäer - wer ist damit eigentlich gemeint? - je nach Region und/oder Individuum eine unterschiedliche Ausprägung, jeweils unterschiedliche Anteile dieser Vorfahren?

 
Nationen, Staaten, Staatenbildung - sämtlich basierend auf Kriegen - sind ja nochmal ein ganz anderes Thema, auch ist ein Volk nicht gleichbedeutend mit einer Nation, einem Staat.
 
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17. März 2026
 
Kommentar zur arte Doku (F, 2020), reupload, youtube-Video vom 15.03.2026 - "Homo Sapiens" 
 
Die wirklich spannenden Fragen tun sich am Schluss der Doku auf, wenn Jean-Jacques Hublin von der nicht vorhandenen Grenze zwischen "menschlich" und "nicht menschlich" spricht.
Was meint er damit? Ich gehe davon aus, er meint Tiere - nicht Cyborgs ;), nicht Transhumanismus.
Aber ja: Der Mensch ist Primat, Säugetier, das wissen wir ja schon lange. Er hat "nur" ein offenbar komplexeres Bewusstsein als andere Säugetiere, Primaten, soweit wir es bisher annehmen und beobachten.
 
Menschen sind mit Verstand, idealerweise auch Vernunft ;) behaftete Säugetiere - kennt jemand andere Tiere, die Kunst, Musik, Malerei, Philosophie, Wissenschaft(en) hervorbringen?
Welches andere Tier weiß, dass es sterblich ist, reflektiert über Leben, Sein, Welt, Tod? 
Welche Tiere verfügen über Abstraktionsfähigkeit? Mathematik? Logik?
Welche Tiere komponieren Sinfoniekonzerte, schreiben Romane, Gedichte?
Welche Tiere planen, was sie in den nächsten Tagen, Wochen tun (wollen oder müssen)?
Diskutieren Tiere über Moral, Ethik ... ?
Reflektieren Tiere über Personalität, Identität, Evolution, Entstehung der Welt?
Kennen/haben Tiere Politik, Technik, Astronomie, Ästhetik, Erkenntnistheorie - bringen sie etwas davon zur Anwendung?
Kennen und praktizieren Tiere den Suizid, bspw. sogen. Bilanzsuizid?
Es geht mir hierbei übrigens nicht um eine "Überhöhung" oder Idealisierung "des" Menschen, von Menschen, sondern schlicht um nachweislich wahre Tatsachen, Realität (Wirklichkeit) und um entsprechendes, sorgfältiges Differenzieren.
 
Also was genau möchte Jean-Jacques Hublin mit seinem Satz am Ende der Doku zum Ausdruck bringen oder insinuieren?

Und wie lange dauert es weshalb noch, bis wir auch auf anderen Kontinenten ähnlich alte oder vielleicht auch ältere menschliche Fossilien, Knochen ... der Gattung Homo Sapiens finden?
Was folgt daraus dann wiederum für unser Menschen- und Weltbild, unser Selbstverständnis, die Wissenschaften, Gesellschaften ... ? ;)
 
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18.03.2026
 
Es gibt m.A.n. keine "Grenze" zwischen Tier und Mensch - der Mensch i s t ein Tier: Säugetier, Primat, Gattung Homo.
Es geht eher um Abstufungen hinsichtlich des Bewusstseins, die allerdings doch erheblich sein können, je nach Tier(art), aber durchaus auch unter Menschen selbst. 
Man denke bspw. an Gehirnerkrankungen, Hirnverletzungen, Demenz, geistige Behinderung (Intelligenzminderung), aber auch Demenz und Neurodivergenz sowie Persönlichkeitsstörungen - all das hat Einfluss auf das Denken (mentale, kognitive Prozesse, Intellekt), Wahrnehmen, Empfinden, Fühlen und Verhalten von Menschen. 
Wie wir damit ethisch, politisch, gesellschaftlich und je persönlich umgehen, dürfte die entscheidende Frage sein. 
Drum schrieb ich, dass die spannendsten Fragen sich eigentlich erst am Ende der Sendung auftun.
 
Beim Embryo verhält es sich bspw. so, dass dieser ein noch kaum ausgereiftes Bewusstsein und bis zur 12. SSW auch noch kein Schmerzempfinden hat.
Ein Säugling, Kleinkind, Pubertierender, ein dementer, geistig behinderter Mensch und zahlreiche, aber keineswegs alle Tiere (siehe bspw. bestimmte Insekten) haben ein Schmerzempfinden.
Wenn es um Moral und Ethik geht, um entsprechenden Umgang mit Lebewesen, spielt für mich nicht nur, aber ganz besonders die Schmerzfähigkeit eine entscheidende Rolle - dafür, wie wir mit dem jeweiligen Lebewesen umgehen. Deshalb dürfte es bspw. keine "Nutztiere" geben.
 
Aber sehr wohl "darf" der Mensch Fleisch essen, wie das auch andere Tiere tun, da er es für seine Gesundheit und Vitalität in Maßen und in guter Qualität (artgerechte Tierhaltung ...) braucht, siehe bspw. Eisen, Zink, Vitamin B12, L-Carnitin, Protein, die alle überwiegend oder auch ausschließlich in tierischen Produkten und besonders in (bestimmtem) Fleisch vorkommen.

Ich weiß, wovon ich rede, denn gerade als Frau ist all das wichtig für Bindegewebe (Faszien), Muskeln, Haut, da Frauen zumeist jahrzehntelang allmonatlich menstruieren (Blutverlust), nicht wenige Frauen auch einen erhöhten Bedarf an Vitalstoffen in Schwangerschaft und Stillzeit haben, aber auch, wenn sie viel Sport machen. 

Da auch ich (52) mich fast drei Jahrzehnte "vegetarisch ernährt" habe, kurzzeitig auch mal vegan, aber Hülsenfrüchte nicht vertrage, habe ich bereits langjährig eine Eisenmangelanämie, auch einen schulmedizinisch mehrfach diagnostizierten Vitamin B12-Mangel und Eiweißmangel.
Ich hätte in den vergangenen Jahrzehnten Fleisch essen müssen, aber qualitativ gutes Fleisch war für mich zu teuer und heute vertrage, verdaue ich es nicht mehr.
Sicher bin ich damit kein Einzelfall, es dürfte zahlreichen anderen Menschen, insbes. Frauen, die kein Fleisch essen, ähnlich gehen, deshalb habe ich das hier mitgeteilt.
Die Mangelzustände und der Verlust der Vitalität zeigen sich zumeist nicht sofort, sondern erst nach mehreren Jahren oder Jahrzehnten.
 
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