29. Mai 2025
"Bürgergeld", Hartz IV, Alg 2, Jobcenter, Strafe, Sanktionen: Kürzen und Entzug des basalsten Existenzminimums, der Existenzgrundlage - Vernichtung.
Muss ich mich psychisch pathologisieren lassen, wenn/weil ich meine Biographie und Lebensumstände in Armut nicht ertrage?
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11. Juni 2026
Medizin: "Psychosoziale Belastungen - Belastungsstörungen, Anpassungsstörungen, Depression, Angststörung, Soziale Phobie"
Wenn du auf sozioökonomisch, sozial, physisch und/oder psychisch-emotional nicht selbstverschuldete, erheblich belastende Lebensumstände, Ereignisse, Widerfahrnisse, regierungspolitisch verursachte Missstände (bspw. materielle Armut u.v.a.m.) als Mensch natürlicherweise mit körperlicher und/oder psychischer Überlastung, zahlreichen Symptomen, Beschwerden r e a g i e r s t, nennt man das in Medizin, Gesundheitssystem: "Belastungsstörungen, Anpassungsstörungen" oder auch Depression, Angststörung, soziale Phobie u.a.m..
Das Problem bist demnach also, wie üblich, DU: deine mangelnde, unzureichende, fehlgehende "Anpassungs-, Bewältigungsleistung", deine "kranke Psyche", dein "Fehlverhalten".
Das Problem wird bei, in dir als Person, Individuum, in deinem Körper, deiner Psyche, deiner Wahrnehmung, deinen Gefühlen, deinem Verhalten, deiner Persönlichkeit verortet, "diagnostiziert" und deshalb auch nur dort - nur an, in dir, der jeweilig betroffenen Einzelperson - "behandelt, therapiert".
Deshalb wird auch an den nicht nur, aber auch deine Überlastung, physische und psychische Erschöpfung, Verzweiflung, Haltlosigkeit ... faktisch verursacht habenden bekannten, bestehenden, zahlreichen sozialen, sozioökonomischen, politischen, gesellschaftlichen Missständen nichts zum Wohltuenden hin - für dich und andere Menschen - geändert, sondern werden die einzelnen betroffenen Menschen, Individuen "behandelt, therapiert".
Nur damit halt nicht: geheilt.
Und angemessene, effektive Prävention sind diese zahlreichen schulmedizinischen, oft invasiven, meistens nebenwirkungsintensiven, allenfalls oberflächlich Symptome vorübergehend mildernden "Therapien" auch nicht.
Es geht nicht um Prävention und Heilung, nicht um tatsächliches Wohlergehen, Wohlbefinden von Menschen - es geht einzig darum, dass möglichst alle Menschen für Wirtschaft, Kapitalismus via Lohnarbeit, Erwerbstätigkeit (inkl. Maloche und künstlich geschaffener, nicht gemeinwohlförderlicher bullshitjobs) sowie unbezahlter Sorge-Arbeit - f u n k t i o n i e r e n, funktional (wieder) gemacht werden: wie/als Objekte, Benutzungsgegenstände. Menschenmaterial.
Warum und von wem, Thomas Brock, Psychiater am UKE Hamburg, aus der Sendung "Störungswahn" des Deutschlandfunk zitierend: "all das zur Aufgabe von Medizin erklärt" wird, versteht man, wenn man die Programmatik des Kapitalismus´, Neoliberalismus´ erfasst und u.a. Michel Foucault - bspw. "Überwachen und Strafen" - gelesen hat:
Wer Menschen, Subjekte - nicht nur also die von ihnen, ihrer Persönlichkeit, Leiblichkeit scheinbar "abgelöst", maschinenartig erbrachte Arbeit - als Produktionsfaktor, Produktionsmittel sieht, sie entsprechend behandelt, wer Menschen somit im Sinne der kapitalistisch-neoliberalen Ideologie und ihrer Dogmen zu funktionalen Nutzungsgegenständen objektifiziert - sie auf diese Weise entmenschlicht, also: entwürdigt - muss alles, das vonsetien des Menschen den reibungslosen Ablauf des Räderwerks "(Ausbeutung durch) Lohnarbeit/Erwerbstätigkeit (inkl. Maloche, bullshitjobs), (Produktion), Konsum, Konsumismus, Profit" stört oder stören könnte, systematisch pathologisieren oder anderweitig stigmatisieren, um es auf dieser vermeintlichen Legitimationsgrundlage überwachen, kontrollieren, manipulieren - indoktrinieren, erziehen, dressieren, abrichten, unterwerfen, gefügig machen - sowie vermeintlich reparieren, instandsetzen, also Menschen als Objekte, als Menschenmaterial für das System, dessen jeweilige Zwecke, Absichten, Ziele wieder verfügbar, funktional, benutzbar machen zu können.
Die Ursachen oder Auslöser der vor allem chronischen psychischen und/oder physischen Erkrankungen, "Störungen" - oder was als solche aus genannten Gründen von wem erklärt wird - die vielfältigen, vielfachen Belastungen, Symptome, Beschwerden von Menschen - ihre Schmerzen, ihr Leid - können, dürfen im Sinne dieser kapitalistisch-neoliberalen Ideologie keinesfalls in den von Menschen, insbes. Arbeitern, Mittellosen, "Randständigen", Marginaliserten nicht selbst verschuldeten, jedenfalls mehrheitlich nicht freiwillig, nicht konsensual, nicht teilhabe-, entscheidungs- gestaltungsberechtigt geschaffenen äußeren gesellschaftlichen, regierungspolitisch verursachten, gewollten, zementierten Umständen, Verhältissen, Missständen verortet, festgestellt werden, sondern müssen aus genannten Gründen - Überwachung, Kontrolle, Strafe, Macht, Objektifizierung, Benutzung, Ausbeutung - in den Menschen, Subjekten, Individuen "gefunden" werden: an, in deren Körper, Psyche, Gehirn, Leib und ihrem vermeintlichen, je persönlichen Fehlverhalten, ihrer unzureichenden oder fehlerhaften (bewussten oder unbewussten) Anpassungs-, Bewältigungsleistung.
Zu analysieren und angemessen, human, wohltuend zu verändern sind demgemäß nicht diese krankmachenden, Menschen intensiv, oft lebenslang belastenden, beschädigenden äußeren, gesellschaftlichen, politischen Umstände, Verhältnisse, Missstände, sondern zu erziehen, dressieren, bestrafen, behandeln sind die vorgeblich kranken, gestörten, irren, behinderten, dysfunktionalen, unangepassten, ungehorsamen, widerspenstigen, widerständigen sowie auch die armen (mittellosen), alten und noch jungen (Kinder, Jugendliche, Adoleszente) Menschen - eben deshalb werden sie sämtlich in den jeweilig für sie konzipierten Einrichtungen (Krippe, Kita, Schule, diverse Kliniken, Psychiatrie, Gefängnis, Altenheim, Pflegeheim, Kinderheim, "Flüchtlingsunterkunft, Asylantenheim", Obdachlosenheim) fremdbetreut, dorthin ausgelagert, darin überwacht, beobachtet, kontrolliert, beurteilt, steril, empathielos, übergriffig, gewaltsam behandelt: "therapiert, repariert", misshandelt, ab- und zugerichtet und sogar als Säuglinge, (Klein-) Kinder, Alte, Kranke, Sterbende lukrativ, profitabel genutzt, ausgebeutet.
Ja, d a s ist abartig, pervers, diskriminierend, unmenschlich, unethisch.
Es ist destruktive, Menschen systematisch, sukzessive zermürbende, vernichtende Gewalt.
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Deutschlandfunk - "Störungswahn?"
Deutschlandfunk - "Eine Lange Nacht über Michel Foucault Die Spur der Macht in uns allen"
"(...) Das soziale Netz ist löcherig geworden, also braucht es Psychotherapeuten. Viel der heilsamen Wirkung einer Psychotherapie entsteht aus der therapeutischen Begegnung, also dadurch, dass man auf offene Ohren trifft, auf jemanden, mit dem man die Gründe für das Leid benennt und gemeinsam um Verbesserung ringt.
Psychotherapeuten sollten dabei immer auch auf die sozialen Umstände hinweisen, die das Leid für den Einzelnen erst manifest gemacht haben: Einsamkeit, untragbare Arbeitsverhältnisse und Diskriminierung. Das sind gesellschaftliche Entwicklungen, die Psychotherapeuten nicht aufhalten können – und deren Folgen sie oft nur bedingt lindern können. Sie sind kein Ersatz für ein verloren gegangenes Gemeinwesen. (...)"
https://www.deutschlandfunkkultur.de/psychotherapie-im-alltag-willkommen-im-therapieland-100.html
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Belastende Lebensumstände, chronische Krankheit, Sucht, Armut, Herkunft, Biographie, Alter, Arbeit und Regierung, Kapitalismus, Gewalt - Sabeth schreibt - Lebenskunst für Laien
Belastende Lebensumstände, chronische Krankheit, Sucht, Armut, Herkunft, Biographie, Alter, Arbeit und Regierung, Kapitalismus, Gewalt - Menschenmaterial ursprünglich verfasst am 19.12.2025 Ich ...
https://kallisti-dichtet-belichtet.over-blog.com/2026/04/belastende-lebensumstande-chronische-krankheit-sucht-armut-herkunft-biographie-alter-arbeit-und-regierung-kapitalismus-gewalt.html
08. Juni 2025
So simpel wie offensichtlich:
An der psychischen Pathologisierung, Apparatemedizin (invasive Untersuchungen und Eingriffe), nebenwirkungsintensiven Symptombehandlung (Pharmakotherapie, Medikamente, Psychopharmaka) hängt eine profitorientierte Industrie - "Gesundheitssystem".
All die Ärzte, Mediziner in Arztpraxen, Kliniken, "Therapiezentren", all die Therapeuten, Psychotherapeuten, Psychiater sowie auch die Krankenkassen können, werden niemals miserable Lebensumstände - wie bspw. materielle Armut - als Ursachen, Gründe der massiven Belastungen nennen, denn dann wäre klar, würde endlich wahrheitsgemäß genannt, dass solche langjährig belastenden Lebensumstände früher oder später zwangsläufig zu zahlreichen Beschwerden, psychischen Belastungs-, Erschöpfungszuständen und körperlichen Erkrankungen führen und diese tatsächlichen Ursachen n i c h t durch nebenwirkungsstarke "Medikamente", Apparatemedizin, etliche und oft wiederholte invasive Untersuchungen, bloße Symptombehandlung und/oder "Psychotherapie" angemessen, effektiv, wohltuend zu beheben sind, sondern durch erforderliche, entsprechende Regierungspolitik bzw. Gesellschaftsmodifikation, je persönliche und kollektive Bewusstseinserweiterung - Erkenntnis, Mitgefühl, Prosozialität, intellektuelle, emotionale und soziale Reife.
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Der manipulierte Patient (compliance ;) ), der ausgeschlachtete Patient. Medizin, Gesundheitssystem, Profit, Kapitalismus und Folgen ... .
21. Mai 2025
Melancholie ist nicht dasselbe wie Depression.
Ist Depression eine - (schul-) medizinisch behandelbare bzw. heilbare - Krankheit, "Störung" oder ein natürlich reaktiver psychisch-emotionaler Zustand, Gemütszustand, eine natürliche, gesunde Reaktion auf unerträgliche Lebensumstände, Ereignisse, Widerfahrnisse, Leiderfahrungen - eine Art Warnhinweis an die Umwelt, Mitmenschen, also ein Kommunikationsmittel mit Aufforderungscharakter und/oder eine Selbstschutzaktivierung, ein Schutzwall, eine Schutzhülle: um nicht weiterhin, noch länger oder noch intensiver belastet oder beschädigt zu werden?
Haben nicht alle psychischen "Störungen" und/oder "Erkrankungen" diese gemeinsame Grundlage, diese Hinweis-, Warn-, Schutzfunktion, wie sie ähnlich auch akuter körperlicher Schmerz bei bspw. Verletzung hat?
Und müsste es dann - wie so auch bei einer körperlichen Wunde - nicht grundsätzlich um Heilung, Heilen, statt um bloße Symptombehandlung gehen?
In der Schulmedizin geht es stets nur und allenfalls um - häufig nebenwirkungsintensive - Symptombehandlung, nicht um Heilen, Heilung.
Schulmedizin "behandelt" lediglich Symptome, ggf. Beschwerden und dies, wenn überhaupt hilfreich, so mehrheitlich nur kurzfristig, vorübergehend, nicht dauerhaft.
Schulmedizin, Reparatur-, Apparatemedizin, Pharmakotherapie heilt nicht.
Es ist doch so:
Wenn du schon ganz unten bist - "depressiv", langandauernd, zumeist auch bereits langjährig erschöpft, traurig und/oder reaktiv aggressiv, resigniert, verzweifelt, ggf. auch körperlich chronisch krank, mittellos, armutsbelasted, sozial isoliert, einsam, suizidal - und dich in deiner Verzweiflung schließlich doch noch ein weiteres Mal Hilfe suchend an einen Arzt wendest, dann hast du keine Kraft und nicht die Nerven, in einem solchen Zustand auch noch gegen ein System und Personen, Ärzte ankämpfen zu müssen, die deine Situation nur für sich selbst lukrativ ausschlachten wollen/werden und die dich mit ihren "Untersuchungen", Methoden, Mitteln, "Medikamenten" und "Behandlungen" faktisch nur noch zusätzlich massiv schwächen, belasten, beschädigen, die dich also gerade nicht stärken, schützen, entlasten, schon gar nicht: heilen.
Alles, das du erbittest, von dem du weißt, dass es dir erfahrungsgemäß tatsächlich wohltut, wird dir von Ärzten, Medizin und Politik, Regierenden systematisch verwehrt, verweigert oder entzogen.
Du stellst nur zum wiederholten Male, seit und nach etlichen Jahren fest: Es gibt keine - echte, wohltuende - Hilfe. Es s o l l sie offenbar auch nicht geben.
Meiner 19-jährigen Tochter und mir mangelt es nicht an Lohnarbeit, Erwerbstätigkeit, an "Beschäftigtsein", sondern an den finanziellen Mitteln und Möglichkeiten für Mobilität, Ausflüge, Urlaube, Reisen, Kultur, Teilhabe, für also positive neue Eindrücke, stärkende, wohltuende Erlebnisse und Erfahrungen in entsprechender Natur, Landschaften und mit anderen zugewandten, freundlichen, prosozialen Menschen: mehrere vertraute Bezugspersonen, Familie, Freunde, nicht bezahltes Betreuungspersonal.
Uns helfen nicht diverse Therapien, Behandlungen, "Medikamente", Psychopharmaka, kein "Coaching", keine Jobcenter-Maßnahmen, nicht noch länger noch mehr Druck, Kontrolle, Zwang, Strafe, Gewalt, Belastung, sondern das angemessene, effektive Beheben unserer materiellen Armut und damit all der mit dieser Mittellosigkeit einhergehenden, zahlreichen, langjährigen Entbehrungen, Ausgrenzungen, Beschämungen, Herabsetzungen, sozialen Isolation.
Denn nur und erst dann erlangen Menschen Selbstwirksamkeit und Zuversicht, haben, entwickeln sie Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Perspektiven, können sie ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben aktiv leben.
Durch die Armut und alle einhergehenden Belastungen, inklusive Erkrankungen, nimmt, entzieht man ihnen genau das.
Armut ist ein dunkles, kaltes, enges Gefängnis, aus dem es zumeist lebenslang kein Entkommen gibt.
Und sehr ähnlich dürfte es den meisten von Armut betroffenen, mit Armut belasteten Menschen gehen, umso mehr, wenn sie zusätzlich chronisch krank und/oder im Alter fortgeschritten sind und auch infolgedessen kaum mehr mobil sein können.
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Deutschlandfunk Kultur, 17.01.2022 - "Joke Hermsen: „Melancholie in unsicheren Zeiten“ Die andere Seite der Traurigkeit"
Deutschlandfunk Kultur, 17.01.2022 - "Joke Hermsen: „Melancholie in unsicheren Zeiten“ Die andere Seite der Traurigkeit" - screenshots vom 21.05.2025
Deutschlandfunk, 01.10.2023, Johannes Ullmaier - "Melancholie als unvermittelbares Leid„Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“"
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Über die Wohlfühllüge, die Wohlfühl-Ideologie, den oktroyierten Zwang zum Glück (-lichseinSOLLEN) - Sabeth schreibt - Lebenskunst für Laien
02. Januar 2023 Ratgeber"literatur", Coaching, NLP, Selbst"optimierung", Selbstobjektifizierung, Zwangs-, Zweckoptimismus - Selbstbetrug Das Leben, mit all seinen Ambivalenzen, Widersprüchen ...
https://kallisti-dichtet-belichtet.over-blog.com/2016/07/laurie-penny-uber-die-wohlfuhl-luge-die-wohlfuhl-ideologie-welche-absichten-dahinterstehen-was-damit-erreicht-werden-will-und-wird.h
15. Mai 2025
Depression - Ursachen, Behandlung - Antidepressiva sind nicht wirksam, nicht hilfreich
In Anbetracht der seit mehreren Jahren bereits bekannten, nachweislich mangelhaften bis fehlenden Effektivität hinsichtlich der - nur vermeintlichen, vorgeblichen, nicht tatsächlich klinischen - Wirksamkeit von Antidepressiva bei jedenfalls Depression sowie der starken und zahlreichen Nebenwirkungen und Entzugssymptome, ist mir nicht nachvollziehbar, warum die massenweise Verschreibung, ärztliche Verordnung von Antidepressiva zur "Behandlung" von Depression weiterhin gesetzlich zugelassen, ermöglicht, statt unterbunden wird.
So lange Ärzte, Arztpraxen und Kliniken sowie Pharmakonzerne, Pharmaindustrie von den Verordnungen von Antidepressiva finanziell profitieren, werden sie diese weiterhin verschreiben, ihren Patienten "anbieten", empfehlen - gerade auch dann also, wenn dies nachweislich nicht dem Wohle des Patienten, nicht seiner Gesundheit, Genesung, seinem Wohlbefinden, geschweigedenn Heilung seiner Erkrankung, nicht einmal der tatsächlichen, ohnehin nicht langfristigen Milderung seiner Beschwerden dient.
So verhält es sich bekanntlich nicht nur in Bezug auf Antidepressiva, sondern auch zahlreiche andere Medikamente, bspw. diverse Antibiotika, insbes. Fluorchinolone.
Das ist nicht nur unverantwortliches, sondern Patienten schädigendes, unethisches Verhalten, dies insbesondere dann, wenn es sich um Kinder- und Jugendliche oder andere besonders vulnerable, schutzbedürftige Menschen, generell um Patienten handelt, die sich stark geschwächt und belastet vertrauensvoll in ärztliche Behandlung begeben, die dem Urteil und der Expertise der sie behandelnden Ärzte vertrauen, entsprechend leicht beeinflussbar, somit auch instrumentalisierbar sind.
Und wenn man - Ärzte, Kliniken, Therapeuten, Pharmaindustrie - nun feststellt und zugeben muss, dass Antidepressiva bei Depressionen nicht hilfreich, nicht effektiv sind, dann weitet man das Indikationsspektrum einfach auf zahlreiche andere Erkrankungen etc. aus, um die Antidepressiva doch weiterverordnen und -vermarkten zu können.
Bezüglich der bei diesen anderen Erkrankungen, Störungen, vermeintlichen Indikationen eingesetzten Antidepressiva dürfte deren - insbesondere langfristige - Wirksamkeit, Effektivität allerdings ebenso zweifelhaft sein, auch wenn die Antidepressiva für diese anderen Erkrankungen gegenwärtig - wie zuvor bei Depression - noch als wirksam "gelten", jedenfalls so angepriesen und verbreitet werden.
Es geht ums Geld, nicht um das Patientenwohl.
Siehe außerdem in unten verlinkten seriösen Artikeln zu den Ursachen von Depression und auch anderen psychischen Erkrankungen und/oder Störungen - die sich zumeist auf nicht selbstverschuldet stark und/oder langandauernd belastende Lebensumstände gründen, hier wären also Gesellschaft und Regierungspolitik gefragt, auf die Ärzte, Therapeuten wenig Einfluss haben oder ihren Einfluss nicht geltend machen wollen.
Da verschreibt man lieber Psychopillen und vollzieht Psychotherapie, da die entsprechenden Berufsgruppen - Ärzte und diverse Therapeuten - daran lukrativ verdienen, davon leben.
Was würde man nur ohne all die vielen und immer wieder neuen Patienten machen, also mit einer Mehrheit von Menschen (weltweit und je regional), der es tatsächlich physisch, psychisch, sozial, existenziell gut geht, resp. ginge/gehen könnte, so dies politisch gewollt und (auch gesamtgesellschaftlich) umgesetzt würde?!
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srf, 23.08.2019 - "Fokus: Antidepressiva wirken kaum besser als Placebos"
ard, Das Erste, Dokumentation vom 12.09.2022 - "Tabletten gegen Depressionen - helfen Antidepressiva?"
ndr Visite vom 22.05.2019 - "Antidepressiva können Suizidgedanken hervorrufen", insbesondere SSRI-"Medikamente". Siehe dazu sowie auch zu Absetzproblemen, Entzugssymptomen die Äußerungen von Prof. Tom Bschor und Prof. Bruno Müller-Oerlinghausen. "Wichtig ist, dass Patienten und Angehörige das Riskiko kennen und von kundigen Therapeuten betreut werden. Ärzte, die nur ein Rezept ausstellen, handeln fahrlässig."
ndr Visite - Antidepressiva, SSRI: schwere Absetzproblematik, Entzugssymptome - Auch hier geht es um SSRI-"Antidepressiva" und schwere Absetzsymptome, Entzugssymptome. Es äußern sich u.a. Dr. Peter Ansari und Prof. Henrik Walter, Charité Berlin.
Antidepressiva, insbes. der Gruppe der SSRI und erhöhte Suizidalität, suizidale Handlungen, vollzogene Suizide als "Nebenwirkung" und nach Absetzen Absetzsymptome, Entzugssymptome.
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Pharmakovigilanz, Risikoinformationen vom 15.02.2008 - "Antidepressiva: Erhöhtes Risiko zu suizidalem Verhalten bei Erwachsenen unter 25 Jahren"
BfArM, 15.02.2008 - "Antidepressiva: Erhöhtes Risiko zu suizidalem Verhalten bei Erwachsenen unter 25 Jahren", screenshot vom 19.05.2025
zhaw - "Antidepressiva erhöhen in Medikamentenstudien das Suizidrisiko um mehr als das Doppelte"
Depression - Die Behandlung ohne "Medikamente", Psychopharmaka, "Antidepressiva" und auch ohne EKT ist erfolgreicher, wirksamer.
"(...) Während ich als Doktorand selbst in einer psychiatrischen Universitätsklinik arbeitete, kamen aus den USA bahnbrechende Befunde, die den Riss im Bild der SSRIs vergrößerten: Irving Kirsch, heute an der Harvard University, hatte sich mit Kollegen die Daten aus vielen pharmakologischen Studien kritisch angeschaut. Im Ergebnis halfen die Medikamente insbesondere bei leichten und mittleren Depressionen nicht besser als die Gabe eines Plazebos.
Aus meiner Sicht ist die 2008 erschienene und inzwischen in der Fachwelt tausende Male zitierte Fachpublikation aus anderen Gründen noch brisanter: Die für die Analyse nötigen Daten konnten die Forscher nämlich nicht aus wissenschaftlichen Zeitschriften beziehen. Stattdessen mussten sie Ergebnisse unveröffentlichter Studien mithilfe des Informationsfreiheitsgesetzes von den Behörden einfordern.
Mit anderen Worten: Studien, die SSRIs (sowie vielen anderen Medikamenten) positive Effekte bescheinigten, wurden vielfach in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht. Zeigten Versuche aber nicht das gewünschte Ergebnis, wurden sie schlicht nicht publiziert. Das führt natürlich den Sinn von Wissenschaft ad absurdum. Gut zu wissen: Pharmafirmen behalten sich bei solchen Kooperationen oft die Letztentscheidung darüber vor, was mit den Daten geschieht.
“Ist doch egal!”, haben sich viele Ärztinnen und Ärzte vielleicht gedacht: Die Medikamente wurden fröhlich weiter verschrieben, häufig auch von Medizinern, die dafür gar nicht spezifisch qualifiziert waren (zum Beispiel Hausärzten).
Erst im Juli dieses Jahres sorgte eine neue Übersichtsarbeit für Wirbel: Das, was viele Wissenschaftler nur hinter vorgehaltener Hand einräumten, haben Joanna Moncrieff, Psychiatrieprofessorin am University College London, und Kollegen noch einmal ins Reine geschrieben: Es gibt keine überzeugenden Beweise für die Serotonin-Hypothese der Depression.
Auffälliger als dieses Ergebnis ist für mich die Fachzeitschrift, in der es erschien: Molecular Psychiatry ist gewissermaßen die Höhle des Löwen der Biologischen Psychiatrie – also derjenigen, die der Welt seit den 1980ern weismachen wollen, psychische Störungen seien Erkrankungen im medizinischen Sinn, ja sogar Gehirnstörungen (dazu auch eine neue Veröffentlichung aus meiner Hand).
Nebenbei sei erwähnt, dass an Moncrieffs Arbeit auch Michael P. Hengartner von der Fachhochschule in Zürich beteiligt ist. Er kommentiert die Forschungsdaten zu den SSRIs seit vielen Jahren kritisch, auch gegen Widerstand aus der Fachwelt. Schon 2018 war er hier bei MENSCHEN-BILDER als Interviewpartner zu Gast (Teil 1, Teil 2). (...)
Leider ist es nicht nur so, dass SSRIs bei den allermeisten Patientinnen und Patienten nicht besser wirken als ein Plazebo. Dem stehen nämlich auch Nebenwirkungen gegenüber. Und schlimmer noch: Entzugserscheinungen beim Absetzen der Mittel.
Eine neue Dokumentation im ARD – Tabletten gegen Depressionen: Helfen Antidepressiva? – thematisiert nun diesen Streit in der Fachwelt und was er für die Betroffenen bedeutet. Hengartner ist einer der interviewten Wissenschaftler. Ähnlich kritisch äußert sich der Psychiatrieprofessor Tom Bschor, der schon 2018 ein Buch über Antidepressiva veröffentlichte.
Professor Ulrich Hegerl, Sprecher der Deutschen Depressionshilfe, verteidigt die Psychopharmaka hingegen nach wie vor. Mit seinen Standpunkten setzte ich mich vorher kritisch auseinander (Teil 1, Teil 2). (...)
Im Folgenden will ich ein paar Kommentare aus der Dokumentation ansprechen. Ich empfehle aber allen, sich ihr eigenes Bild zu machen. Am Ende fasse ich ein paar Empfehlungen zusammen.
“…obwohl Studien einen Serotoninmangel bei Depressiven noch nie nachgewiesen haben. Die Wahrheit ist: Man weiß nicht, was bei einer Depression im Gehirn passiert und auf welche Weise Antidepressiva die Psyche beeinflussen. Die Serotonynhypothese aber ist wissenschaftlich längst widerlegt.”
ARD-Dokumentation vom 12.9.2022 (...)
Einige der Betroffenen in der Dokumentation sprechen von erheblichen Einschnitten im Leben, die den Depressionen vorangingen. Eine Frau nennt beispielsweise mehrere Todesfälle in der Familie. “Ich konnte nicht mehr fröhlich sein.” Eine andere erwähnt den Suizid der eigenen Mutter und dass sie danach im Heim aufwuchs.
Solche prägenden Erfahrungen werden beiläufig, in ein paar Sekunden erwähnt. Dann geht die Sendung schon wieder weiter. Es ist Fernsehen. Hier könnte man aber einmal innehalten und sich überlegen, was solche Erfahrungen für einen Menschen, mitunter für ein Kind oder einen Jugendlichen bedeuten mögen. Ich glaube nicht, dass man das als Außenstehender wirklich verstehen kann.
Aus meiner eigenen Perspektive als jemand, der die ersten zehn Lebensjahre in einer Umgebung mit großer Unsicherheit und viel körperlicher Gewalt aufwuchs, die nächsten zehn unter Bedingungen extremer Vernachlässigung und Verwahrlosung, gezeichnet von vielen Selbstverletzungen und institutionellem Versagen, kann ich nur sagen:
Das Trauma versteht man meist nicht einmal aus der Innenperspektive. Als Kind/Jugendlicher fehlt einem schlicht der Vergleich. Man hält das für “normal”, was man am eigenen Leib erfährt (im wortwörtlichen wie im übertragenen Sinne). In meinem Fall bedurfte es dreier langfristiger Psychotherapien (bei einer kam es selbst zu Grenzüberschreitungen durch die Therapeutin), um die früheren Erfahrungen – und wie sie einen auch 20-30 Jahre später noch prägen – zu sortieren.
Darum sehe ich die größte Gefahr in der Dominanz der Biologischen Psychiatrie darin, die Menschen ihrer Subjektivität zu berauben. Wer ihre Probleme schlicht als Neurotransmitterstörung im Gehirn interpretiert, entmenschlicht sie gleichzeitig, dehumanisiert sie. Wie soll man so sein Trauma dann ins Leben integrieren?
Dazu passen die Beispiele in der Sendung, dass Menschen die Medikamente für zehn, vielleicht sogar zwanzig Jahre und länger verschrieben bekommen. Depressionen treten oft episodisch auf. Nach einigen Wochen oder Monaten geht es vielen schon wieder besser. Wie es Bschor in der Dokumentation erklärt, sollte eine medikamentöse Behandlung in der Regel nicht länger als ein Jahr dauern. (...)
Und Hegerl weiter über Menschen mit Depressionen: “Sie haben einfach das Pech, die Veranlagung zu dieser saublöden Erkrankung zu haben.” Komisch nur, dass man auch nach jahrzehntelanger Suche und Forschung mit Daten von zum Teil über 100.000 Personen immer wieder zum selben Ergebnis kommt: Die Gene erklären so gut wie nichts im Bereich psychischer Störungen.
Damit wird übrigens nicht bestritten, dass bestimmte körperliche Erkrankungen mit einer depressiven Symptomatik einhergehen können. Im Gegenteil: Bei unerklärlichen psychischen Problemen sollte man sich auch ärztlich-medizinisch untersuchen lassen, um bestimmte Krankheiten auszuschließen. (...)
Es ist auch ein Stückchen Wahrheit darin enthalten, dass für den Umgang mit psychischen Problemen die eigene Einstellung wichtig ist. Nicht alle Menschen haben aber dasselbe Wissen oder dieselben Möglichkeiten, ihr Leben zu verändern, es selbst in die Hand zu nehmen.
Wir sind alle biologisch verkörpert – und gleichzeitig Individuen in einem größeren, sozialen Ganzen. Psychologie und Psychiatrie sind politisch, wenn sie Probleme prinzipiell nur im Individuum (oder gar nur im Gehirn) erkennen und behandeln.
Soll es wirklich an den Genen liegen, dass Menschen mit schweren Lebensereignissen und viel Stress, beispielsweise alleinerziehende Eltern, sehr viel häufiger psychische Probleme haben? Und wenn ja, warum finden die führenden Fachleute diese Gene trotz intensiver Suche nicht? (...)
Zwar ist den Journalisten hoch anzurechnen, dass sie Ulrich Hegerl vor laufender Kamera zu seinen finanziellen Verbindungen mit der Pharmaindustrie befragen. Dieser laviert etwas herum und scheint sich selbst nicht recht zu erinnern. Waren es zu viele? Aber auch ob Honorare nun wirklich “nur” 500 Euro betrugen oder doch vielleicht 5000 – jemand wie er hat aufgrund der verfügbaren Gelder für die Biologische Psychiatrie Karriere gemacht und sieht auch gegen Ende seiner Laufbahn keine Notwendigkeit zum Umdenken.
Wer unabhängige Wissenschaft will, darf Forscherinnen und Forscher nicht von den Töpfen der Industrie abhängig machen; hier insbesondere einer Industrie, die Jahr für Jahr Milliarden mit den Medikamenten verdient. Und er darf auch den wissenschaftlichen Nachwuchs nicht zum Opportunismus zwingen.
Das Abschaffen von Theoretischer Psychologie – wir in Groningen haben die letzte Abteilung für Theorie und Geschichte der Psychologie in ganz Europa – oder Kritischer Psychiatrie – Joanna Moncrieff ist eine seltene Ausnahme – spricht zudem Bände. Das Forschungsgeschehen wird vom Pragmatismus beherrscht. Zum kritischen Nachdenken bleibt schlicht keine Zeit. (...)
Depressive Episoden gehören für viele zum Leben dazu. Früher nannte man Menschen mit einer Neigung zum Trübsinnigen “melancholisch” und schätzte sie mitunter für ihre Kreativität in den Künsten, Musik, Literatur. Und leider erfahren viele Menschen Traumata, manche mitunter mehrfach.
Viele Probleme durch Stress (zum Beispiel alleinerziehender Eltern) und Ausgrenzung (zum Beispiel von Immigranten) wären vermeidbar, sind aber leider Teil unserer Gesellschaftsform. Die erstgenannte Gruppe hat ein höheres Risiko für Depressionen und andere psychische Störungen; die letztgenannte für die Diagnose einer Schizophrenie. So sieht man, wie durch genetisches Gedankengut soziale Probleme hinter Biologie verschwinden und wir an Handlungsmöglichkeiten verlieren können.
In einer Hochleistungsgesellschaft, in der Produktivität und Effizienz ein Muss sind, steht man mit depressiver Problematik schnell unter Generalverdacht (Verursachen psychisch Kranke finanziellen Schaden?). Alle sind angeblich gegen “Stigmatisierung” – aber stigmatisieren Menschen mit psychischen Problemen dann selbst: indem sie ihnen medizinisch daherkommende psychologisch-psychiatrische Diagnosen geben. Haben sie wirklich vergessen, woher das Wort “Stigma” kommt? (...)"
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/depressionen-kommen-die-fakten-endlich-ans-licht/
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
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05. Juli 2025
Kommentar zu oben verlinkter arte Doku (D, 2024) - "Depression - Veranlagung oder Umwelteinflüsse?"
Selbstverständlich ist Depression keine "Gehirnerkrankung", keine "Geisteskrankheit", keine rein psychische Erkrankung, sondern eine Multisystemerkrankung.
Ulrich Hegerl redet mal wieder Unsinn, Zitat ab ca Min. 06:05: "Die Depression würde ´rumgucken (...) Die Depression sucht sich scheinbare Gründe (...)" - man kann sich kaum unwissenschaftlicher, unseriöser und manipulativer ausdrücken. Depression ist keine Person, die wie ein Mensch, Subjekt agiert und Hegerl ist bekanntlich d e r Verfechter von nachweislich (!) nicht wirksamen Antidepressiva, insbes. der SSRI-Gruppe, schlechthin - ja selbstverständlich hat das mit Geld zu tun, nicht ansatzweise mit Heilung, noch nicht einmal mit wenigstens Symptombehandlung.
Und dennoch werden sogen. Antidepressiva (SSRI, Serotoninwiederaufnahmehemmer) nicht nur bei Depressionen, sondern seit einiger Zeit auch zunehmend bei Angst- und Zwangsstörungen eingesetzt: von Psychiatern ambulant und in Kliniken, sogar verordnet, verschrieben von Ärzten, die nicht Fachärzte für Psychiatrie oder Neurologie sind, bspw. Allgemeinmedizinern, Hausärzten.
Es ist durch mehrere Studien seit etlichen Jahren bereits belegt, dass die vermeintliche Wirkung von sogen. Antidepressiva ausschließlich auf dem Placebo-Effekt beruht, die Antidepressiva zugleich erhebliche Nebenwirkungen haben, u.a. ein erhöhtes (!) Suizidrisiko, suizidales Verhalten, bis hin zu tatsächlich unter der Einnahme gehäuft vollzogenen Suiziden - nicht nur, aber besonders bei jungen Menschen und häufig bei Beginn der Anwendung (erste Tage) sowie bei Dosiserhöhung (weil sie eben doch nicht wirken, helfen), und dass sie überdies schwerwiegende Absetzprobleme mit sich bringen - faktisch also abhängig machen. Das ist also eine zusätzlich massive Belastung bis Beschädigung der betroffenen Personen und von ärztlicher Seite eigentlich unverantwortlich, ganz besonders, wenn/weil die Situation, der reduzierte Zustand - Gleichgültigkeit, eingeschränkte Aufmerksamkeit, Anteilnahme, Verzweiflung, Vertrauen gegenüber dem Arzt/Therapeut ... - und auch das Alter, die mangelnde Erfahrung der Betroffenen - siehe vor allem Jugendliche, Pubertierende, Adoleszente - ausgenutzt wird, sie werden durch grooming und nudging von Ärzten dazu gebracht, Antidepressiva vermeintlich "freiwillig" einzunehmen, auch wenn sie selbst entweder gar nicht eigeninitiativ danach gefragt, nicht darum gebeten oder aber sogar Bedenken geäußert haben. Man macht sie wissentlich zu Abhängigen - das Gegenteil von Hilfe, Unterstützung, Heilung und dem hippokratischen Eid.
Verwiesen sei diesbzgl. - fehlende Effektivität, medizinische Wirksamkeit von Antidepressiva - explizit auf Dr. Michael P. Hengartner, Prof. Tom Bschor, Prof. Peter Gotzsche (Direktor des Nordic Cochrane Center), Klaus Munkholm, Prof. Sami Timimi, Dr. Joanna Moncrieff, Dr. James Davies, das CEP (Council for Evidence-based Psychiatry).
Und Zustimmung zu dem, das Thorsten Padberg ab ca. Min. 07:04 äußert: Auslösefaktoren für u.a. Depression sind vor allem materielle Armut, Ausgrenzung, soziale Deprivation und Isolation, Einsamkeit, erfahrene Traumata (bspw. schon in der Kindheit), langandauernde, oft vielfache Überlastung und fehlende Anerkennung, Wertschätzung, siehe bspw. alleinerziehende Frauen, Mütter und unbezahlt geleistete Sorge-Arbeit. Außerdem die kapitalistische Leistungsgesellschaft, in der Menschen als funktionales Menschenmaterial instrumentalisiert, objektifiziert werden - Arbeit, inkl. Maloche und bullshitjobs (mit Verweis auf David Graeber) für Wirtschaft, Wirtschaftswachstum, nicht für das eigene und das Gemeinwohl.
Ursachen von Depression und auch anderen psychischen Erkrankungen und/oder Störungen - gründen sich zumeist auf nicht selbstverschuldet stark und/oder langandauernd belastende Lebensumstände, hier wären also Gesellschaft und Regierungspolitik gefragt, auf die Ärzte, Therapeuten wenig Einfluss haben oder ihren Einfluss nicht geltend machen wollen.
Da verschreibt man lieber Psychopillen und vollzieht Psychotherapie, da die entsprechenden Berufsgruppen - Ärzte und diverse Therapeuten - daran lukrativ verdienen, davon leben.
Und ja: Es gibt auch körperliche Ursachen für Depression - bspw. Eisenmangel, Blutarmut, Eisenmangelanämie - siehe Energiestoffwechsel, Mitochondrien und Eisenmangel (Sauerstofftransport, rote Blutkörperchen, Hämoglobin ...). Es dürfte sich mit dem Mangel an Vitamin D und Vitamin B12 sehr ähnlich verhalten.
Was hilfreich, wahrscheinlich tatsächlich heilsam ist, ist - grundsätzlich - gute, gesunde, wohltuende Ernährung, Bewegung, Entspannung, vor allem regelmäßiger Sport und wohltuende zwischenmenschliche Beziehungen - Freundschaft, Liebe, Zugehörigkeit, Teilhabe, Zuversicht, Perspektive, all das zur Stärkung des Selbstwertgefühls, der Selbstwirksamkeit und Resilienz.
Völlig unverständlich ist mir, was Bertolt Meyer am Schluss der Doku sagt, Zitat: "In der Realität gibt es die Placebo-Option gar nicht, da gibt es nur Medikament, zusammen mit Psychotherapie, oder gar nix."
Bitte? Ja selbstverständlich gibt es und hilft Psychotherapie - Zuwendung, Aufmerksamkeit, Verständnis, Empathie, Mitgefühl, Beziehung, Aufzeigen von Perspektiven ... - und oben von mir Genanntes nachweislich: ohne Psychopharmaka, ohne "Antidepressiva". Und wenn manche Leute unbedingt Pillen schlucken wollen, gibt man ihnen halt ohne ihr Wissen Placebos, Zuckerpillen, statt Psychopharmaka. Siehe zu Psychopharmaka, deren Wirkung auch nochmal die o.gen. Psychiater des CEP. Antidepressiva haben, zusätzlich zum bloßen Placebo-Effekt bei Depression, leider schwerwiegende Nebenwirkungen, inkl. Absetzproblematik und erhöhter Suizidalität (!) - reine Placebos haben diese nicht. Wie kann man da ernsthaft weiterhin "Antidepressiva" verordnen, empfehlen, statt sie sofort zu verbieten?!
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"(...) Evidenz zur Unterstützung der Depression als systemische Krankheit kommt in Form von biologischen Veränderungen, die bei Patienten mit Depression gesehen werden. Zum Beispiel können Entzündung, neuroendokrine Regulation, Thrombozytenaktivität, Aktivität des vegetativen Nervensystems und skelettale Homöostase durch Depression beeinflusst werden.
Auf diese Weise ist es möglich zu sehen, wie Depression zu Herzerkrankungen, Krebs, Diabetes - den Krankheiten, mit denen sie verglichen wird - in Beziehung stehen könnte. Wenn Depression mit Ihrer Immunantwort zusammenhängt, wie könnte das aussehen?
Eine Meta-Analyse, die an der Universität von Granada durchgeführt und im Journal of Clinical Psychiatry veröffentlicht wurde, untersuchte Veränderungen in den Körpern von Depressionen basierend auf 29 zuvor veröffentlichten Studien. Es wurde festgestellt, dass Depression ein Ungleichgewicht in den Zellen des Körpers verursachte, das auch als oxidativer Stress bezeichnet wird.
Nachdem diese Patienten mit Depressionen behandelt wurden, gingen ihre Konzentrationen von Malondialdehyd, einem Biomarker, der auf Zellverschlechterung und oxidativen Stress hinweist, auf ein gesundes Niveau zurück. Darüber hinaus zeigte sich nach der Behandlung, dass ihre Zink- und Harnsäurewerte wieder normal anstiegen.
Diese faszinierende Forschung könnte helfen zu erklären, warum Patienten mit Depressionen oft über körperliche Symptome wie zu viel oder zu wenig Schlaf, Müdigkeit und Appetitveränderungen klagen. Es wird vermutet, dass dies auch erklären kann, warum Patienten mit Depression zu kürzeren Lebensdauern neigen.
Wir wissen auch, dass einige medizinische Bedingungen zu depressiven Symptomen wie Hypothyreose führen können. Es ist leicht zu sehen, dass Depression nicht einfach ein Problem des Geistes ist, sondern eine komplexe Störung mit biologischen und sozialen Ursachen, die Geist und Körper verbindet. (...)
Ist es wichtig, wenn wir Depression eine psychische Störung oder eine systemische Erkrankung nennen? Verwirrung kann davon herrühren, dass man sie streng als eine Krankheit bezeichnet, ähnlich wie Diabetes, weil wir wissen, dass man Diabetes nicht mit Gesprächstherapie behandeln kann.
Auf der anderen Seite, wenn man die Depression als eine rein psychische Störung betrachtet, erfasst sie nicht die komplexe Natur der Krankheit und motiviert die Individuen nicht, Methoden zu versuchen, besser zu werden, die ihren Verstand nicht betreffen. (...)"
https://de.reoveme.com/depression-als-systemische-krankheit/
10. Juli 2025
Was Depression, aber auch Ängsten vorbeugt und was Menschen grundsätzlich, auch körperlich natürlich heilt, ist:
- gute, wohltuende Ernährung, nicht industriell verarbeitete, stattdessen natürliche, "lebendige" Nahrung (roh und gekocht, gedünstet, gebacken)
- regelmäßige Bewegung, idealerweise täglich mindestens 30 Minuten, insbesondere Sport, vor allem Ausdauersport, Muskeltraining, Dehnen (Stretching), idealerweise in der Natur, an frischer Luft, ohne Lärm und Abgase und bei Tages-, Sonnenlicht (Aufnahme von Vitamin D über die Haut durch Sonneneinstrahlung u.a.m.)
- Entspannung, inkl. ausreichend Schlaf, Regeneration in/durch Natur, ihre unterschiedlichen Klänge, Geräusche, Gerüche, Farben ... (bspw. Spaziergang in Wald, Wiese, Bergen, an Bächen, Flüssen, Seen ..., "Sonnenbad"), Meditation, wohltuende Atmung (bspw. Bauchatmung, lateral breathing und Hypopressives)
- wohltuende zwischenmenschliche Beziehungen, Sozialkontakte - Freundschaft, Liebe, Gemeinschaft, Zugehörigkeit, Wertschätzung, Austausch, Fürsorge, Verantwortung, Verbundensein, Halt, Trost, Freude
- je persönliche und "kollektive" Erkenntnis, Reflexion, Bewusstheit, Achtsamkeit, Reife
- nicht nur, aber auch mir hilft überdies bestimmte, vor allem klassische Musik, insbesondere Mozart.
Also eine "artgerechte", menschenwürdige, ursprüngliche, wohltuende Lebensweise:
in und mit der Natur und ihren Abläufen, Rhythmen, in überlebenswichtigen kleinen, generationenübergreifenden Gemeinschaften (keine Auslagerung "homogener Gruppen" - Kinder, alte, kranke, behinderte, fremde, sterbende Menschen - in diverse Einrichtungen, in Fremdbetreuung), kooperierend, nicht kämpfend, mit viel Bewegung, Naturkontakt und Nahrungsmitteln, die direkt aus der Natur genommen, zubereitet und gegessen, nicht industriell verarbeitet werden, ohne Uhren, künstlich vorgegebene zeitliche Taktung des Tagesablaufs, der Nahrungsaufnahme, des Schlafes etc., ohne entfremdende Arbeit inkl. bullshitjobs, Fabrikarbeit etc.., ohne Unterhaltungselektronik, sogen. Vergnügungsparks, Massenveranstaltungen, ohne täglich fast ständiges Sitzen und/oder Stehen in der immer gleichen Haltung/Fehlhaltung, ohne künstlich genetisch veränderte Organismen (GVO), ohne Nanotechnologie, ohne Lebensmittel- und Pharmaindustrie u.a.m..
Nein, man muss nicht "zurück in die Steinzeit, Höhle" oder in die Einsiedelei, nicht auf hilfreiche Techniken, Technologien verzichten, aber etliches kann man durchaus loslassen, vermeiden, beenden, stattdessen anderes, Konstruktives, Wohltuendes tun, etablieren, leben, siehe wie oben genannt.
Wer Depression und auch chronische physische Erkrankungen tatsächlich heilen will, muss Menschen global ein wohltuendes, menschenwürdiges Leben, entsprechende Lebensverhältnisse ermöglichen bzw. sind diese gemeinschaftlich zu schaffen und Schädigendes, Schwächendes, Destruktives zu beenden.
Siehe bspw. die Art und Weise des Arbeitens, Wohnens, der "Erziehung", Schule, Politik, Gesellschaft, Gemeinschaft, Kultur, der Werte, Überzeugungen, Glaubenssätze usw..
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"(...) "Es gibt Studien, die belegen, dass für Patienten mit depressiven Störungen körperliche Aktivität gleich sein kann wie eine Behandlung mit Antidepressiva", erklärt Studienleiter Markus Gerber. (...)"
"(...) In einem Teil der Studien wurde Sport mit anderen Therapien verglichen. Interessanterweise war hier der Nutzen der körperlichen Bewegung sowohl bei Depressionen als auch bei Ängsten ähnlich groß wie eine medikamentöse oder eine psychotherapeutische Behandlung. (...)"
"(...) Wie schon in früheren Studien erwiesen sich dabei Sportarten, bei denen man ins Schwitzen kommt (z.B. aerobes Training) als besonders effektiv bei der Depressionsbekämpfung. Diese Arten des Trainings zeigten sogar eine zahlenmässig grössere Wirksamkeit als selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und eine kognitive Verhaltenstherapie. Aber auch leichtere körperliche Aktivitäten (z.B. Gehen, Hatha-Yoga) konnten in der Metastudie depressive Symptome verbessern. (...) Die Effekte waren dabei bei Einzel- und Gruppensportarten ähnlich, was darauf hinweist, dass Sport bei Depressionen nicht allein aufgrund von mit ihm verbundenen Sozialkontakten wirksam ist. Die Ergebnisse erwiesen sich selbst unter Berücksichtigung von Verzerrungen wie mangelnder Studienverblindung und Komorbiditäten der Teilnehmer als robust. «Selbst wenn man konservative Schätzungen zugrunde legt (d. h. das ungünstigste Ende des glaubwürdigen Intervalls), können Ärzte davon ausgehen, dass Patienten durch Gehen, Laufen, Yoga, Qigong, Krafttraining und gemischte aerobe Übungen klinisch signifikante Wirkungen erfahren», schreiben die Autoren in ihrer Arbeit. (...)"
"(...) Die Änderung des Lebensstils sei jedenfalls sicher „ein wesentlicher Punkt“, so Lanzenberger. Denn Sport und Bewegung in einem bestimmten Ausmaß verändern den Stoffwechsel – und dadurch sinke die Wahrscheinlichkeit für neuroinflammatorische Prozesse. Diese wiederum spielen bei einem bestimmten Subtyp der Depression eine wesentliche Rolle. (...) Ein weiteres Ergebnis der Studie: Alle Formen von Bewegung haben ihren Nutzen, allerdings zeigten sich je nach Sportart unterschiedliche Wirkweisen. So verringerte etwa Krafttraining die Symptome von Depressionen am stärksten, Trainingsformen wie Yoga und Pilates jene von Angstzuständen. (...)
"(...) Eine Vielzahl an Studien untersuchte die Wirksamkeit bewegungsbasierter Interventionen als alleinstehende Behandlungsform [2]. Die Reduktion depressiver Symptomatik durch körperliche Aktivität (z. B. 16 Wochen Ausdauertraining) fiel in verschiedenen Studien hierbei hinsichtlich der Effektstärke vergleichbar mit der Wirksamkeit von Psychopharmakotherapie (z. B. mit Sertralin) und Psychotherapie aus [2, 4, 24]. (...)
Generell gilt aber, dass jede Bewegungseinheit hilfreich ist [36]. So kann schon ein einzelnes Training oder auch nur ein kurzer Spaziergang kurzfristig die Stimmung verbessern [23]. Um aber deutliche und längerfristige Effekte zu erzielen, ist es ratsam, ein umfassenderes Ausmaß an Bewegung regelmäßig durchzuführen [36]. Der Großteil der aktuellen Empfehlungen orientiert sich an den für die Allgemeinbevölkerung geltenden Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation [36] und ist auch in der S3-Leitlinie für die Behandlung von Depressionen aufgelistet [3]. Sie empfiehlt 150 Minuten moderat intensives oder mindestens 75 Minuten intensives Training pro Woche oder eine Kombination von beidem [36]. Zudem wird Krafttraining an mindestens zwei Tagen in der Woche angeraten. Am häufigsten wurde bisher Ausdauertraining untersucht, weshalb diese Trainingsform am stärksten in den Empfehlungen verankert ist, aber auch Krafttraining und insbesondere die Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining haben sich bereits bewährt [2, 3, 36]. Zudem zeigten auch viele andere Bewegungsformen in ersten Studien antidepressive Effekte. Auch die Durchführungsmodalität scheint sehr flexibel zu sein: Vom Training zuhause, etwa angeleitet via Video, über Joggen im Park bis hin zu Gruppensportarten erwiesen sich bereits entsprechende Interventionen als wirksam.
In der Regel ist die Orientierung an individuellen Präferenzen sinnvoll und die körperliche Ausgangsverfassung sollte beachtet werden [2, 4, 25]. Eine realistische Zielsetzung sollte langsam gesteigert werden, bis das empfohlene Bewegungsausmaß erreicht ist [25]. Natürlich müssen auch mögliche Kontraindikationen gegen körperliches Training wie beispielsweise körperliche Einschränkungen berücksichtigt werden [4].
Außerdem gilt es zu beachten, dass es Menschen mit depressiven Erkrankungen häufig besonders schwer fällt, sich regelmäßig körperlich zu betätigen, was sich auch in geringen Adhärenzraten zu entsprechenden Trainingsprogrammen spiegelt [3, 4, 37, 38]. Entsprechend sollte hier die Motivation und Volition gezielt gefördert und bei der Initiierung sowie Aufrechterhaltung eines adaptiven Aktivitätslevels unterstützt werden - auch durch Gesundheitsfachkräfte [4, 25, 39, 40, 41].
Fazit für die Praxis
Trotz heterogener und einzelner nicht signifikanter Befunde kann davon ausgegangen werden, dass körperliche Aktivität in der Regel kurz-, mittel- und langfristig positive Effekte auf depressive Symptomatik hat und als präventives sowie therapeutisches Instrument für unipolare depressive Erkrankungen geeignet ist. (...)"
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8852946/
05. Juni 2026
Zum verlinkten Artikel vom 20.02.2026 "Metabolische Psychiatrie – Ein Paradigmenwechsel in der Behandlung psychischer Erkrankungen" des mojo-Instituts
Medizin, Psychiatrie Profit
Depression, ADHS, "chemisches Ungleichgewicht" im Gehirn (Neurotransmitter ...), "Antidepressiva", "Medikamente", Psychopharmaka als "Therapie, Behandlung"?
NEIN! Lest das über Mitochondrien - und was weshalb hilft ... . Siehe auch mecfs u.v.a.m..
Warum mich dieser metabolische "Ansatz", s.o., überzeugt:
Weil es zutrifft, Tatsachen entspricht, evidenzbasiert ist, dass, wie und warum zahlreiche chronische Erkrankungen auf "mitochondrialer Dysfunktion" basieren, inkl. Stress, und dass, wie, warum Bewegung, Sport, Schlaf, Ernährung, Natur heilen.
Übrigens: materielle Armut ist Dauerstress (Angst, Existenzangst, ständige Sorgen, erlebte Ausgrenzung, Verachtung, zahlreiche Entbehrungen, soziale Isolation, Einsamkeit, keine Perspektive, Selbstwirksamkeit, Zuversicht ...), macht KRANK: physisch und psychisch.
HÖRT AUF, PILLEN ZU SCHLUCKEN - Psychopharmaka, "Antidepressiva" ... : gravierende langfristige Nebenwirkungen ... . Gilt auch für die "Medikation" bei ADHS: Metylphenidat, Amphetamine!
https://mojo-institut.de/wissen/diagnosen/depression/fachbeitrag/metabolische-psychiatrie#2-die-historische-entwicklung-der-psychiatrie--vom-geist-zur-biochemie
Klar ist es einfacher, bequemer, geht es schneller, Pillen einzuwerfen ("Antidepressiva", Methylphenidat, Amphetamine, Schmerzmittel, Psychopharmaka) oder andere Drogen zu nehmen (Alkohol, Nikotin, Cannabis, Kokain, Heroin, Opium, Ketamin), um zu funktionieren - statt die Gesellschaft, Politik und seinen "Lebensstil", sein Verhalten zum Wohltuenden, Vernünftigen, Heilsamen, Prosozialen hin zu ändern - der Preis, den ihr dafür zahlt, ist halt leider nicht nur eure (eigene) Gesundheit, euer Wohlbefinden, Lebensqualität.
Den Preis zahlen auch andere, eben wenn, weil und so lange die Mehrheit so unreif ist, sich verhält, all das zulässt, mitvollzieht oder sogar gut, richtig findet und/oder davon persönlich profitiert.
Nicht nur neurodivergente Menschen (ADHS, Autismus, ASS, FASD), sondern alle anderen Menschen brauchen: gesunde, wohltuende, artgerechte, menschengerechte Lebensumstände: Gesellschaft, Politik ... .
Nicht sogenannte Therapie, Behandlungen, nicht "Medikation": die insbes. bei chronischen Erkrankungen grundsätzlich nicht heilen, sondern Menschen nur funktional, erwerbsfähig machen sollen. Menschenmaterial.
Es geht dabei nicht um Heilung, Wohlergehen, psychisches und physisches Wohlbefinden, Lebensqualität der Menschen.
Siehe Schulmedizin, oft invasive Apparatemedizin, profitorientiertes, profitbasiertes "Gesundheitssystem", Psychiatrie, Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Ergotherapie, Gesundheitspolitik, Arbeits-, Sozial-, Wirtschaftspolitik - Regierungen, Kapitalismus.
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Heilung, Heilen durch wohltuende Beziehung und nicht-sexuelle Berührung. Frei von Esoterik und Ideologie.
arte 42, D 2024 - "Was macht uns depressiv?"
18. Mai 2025
Zu oben verlinkter arte 42 Sendung aus 2024 - "Was macht uns depressiv?"
Schade, nahezu gar nicht wird in dieser Sendung auf die Lebensumstände von Menschen Bezug genommen. Kein Wort von materieller Armut, Mittellosigkeit, die zumeist lebenslang mit erheblichen Entbehrungen, Einrschänkungen, wenig Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit sowie kaum soziokultureller Teilhabe, erhaltener Anerkennung, Wertschätzung einhergeht.
Kein Wort von Ausgrenzungserfahrungen, die Schmerzerfahrungen sind, siehe dazu bspw. Joachim Bauer "Schmerzgrenze".
Kein Wort auch zu Depression als - aus bekannten Gründen - häufige Begleiterkrankung bei bspw. ADHS und ASS (Autismus, Autismusspektrumstörung).
Selbstverständlich helfen, insbes. langfristig, weder halluzinogene Drogen noch andere psychoaktive, psychotrope Substanzen bei Depression, die gemäß aktuellem Forschungs-, Kenntnisstand gerade nicht vorrangig genetisch bedingt oder verursacht ist und wissenschaftlich auch bisher nie nachgewiesen wurde, dass ein Neurotransmitterungleichgewicht oder ein Serotoninmangel Ursache, Auslöser von Depression ist, obwohl das, die Serotoninhypothese, weiterhin, so auch in dieser Sendung, leider behauptet und verbreitet wird.
Verwiesen sei diesbzgl. auf bspw. Dr. Michael P. Hengartner, Prof. Tom Bschor, Prof. Peter Gotzsche (Direktor des Nordic Cochrane Center), Klaus Munkholm, Prof. Sami Timimi, Dr. Joanna Moncrieff, Dr. James Davies, das CEP (Council for Evidence-based Psychiatry).
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Spektrum Kommentar, 27.03.2012, Christian Hoppe - "Angemerkt!: Ist das Gehirn krank, wenn die Seele leidet?"
09. Juli 2025
Die Schulmedizin beschreibt im Grunde nur - anders als ganzheitliche Medizin - was wie entstanden, vorhanden ist, worin es sich äußert (Symptome, Beschwerden) usw., aber sie geht fast nie an die Ursache, ist nur - und oft sehr nebenwirkungsstarke - Symptombehandlung oder Apparatemedizin, Akutmedizin (OP´s und andere invasive Eingriffe und Untersuchungen). Schulmedizin versagt jedoch immer bei chronischen Erkrankungen, da behandelt sie nur symptomatisch, zumeist durch "Medikamente" mit starken Nebenwirkungen, aber sie heilt nicht.
Heilung kann jedoch nach auch meiner Überzeugung - und ich bin keine Esoterikerin, auch nicht religiös - nur ganzheitlich sein, da immer der gesamte Körper, Leib - inkl. Gedanken, Gefühlen, Umwelt, Lebensgewohnheiten, diversen psychischen, physischen und sozialen Belastungen - betroffen ist, hier also liegen Ursachen und diese verändert Schulmedizin aus bekannten Gründen nicht, das kann nur jeder je selbst tun bzw. hat es durchaus auch viel mit Gesellschaft, Regierungspolitik, unserer Lebensweise zu tun - w i e und wieviel wir arbeiten (Sorge-Arbeit wird leider nach wie vor nicht als unentbehrliche Arbeit definiert, obwohl sie die basalste ist), wohnen, uns (oft ungesund) "ernähren", bewegen (oft einseitig, zu wenig, schädigend), mit anderen Menschen umgehen (siehe bspw. Fremdbetreuung, die Auslagerung von Kindern, kranken, behinderten, alten, sterbenden, also wirtschaftlich, kapitalistisch nicht funktionalen, nicht nützlichen Menschen ist - eigenes, umfassendes Thema).
Deshalb sind Ernährung, Bewegung, Entspannung grundsätzlich wichtig und in allen alten Heilmethoden ist das bekannt, siehe auch die Bedetuung des Darms (Mikrobiom, Nervenzellen, Immunsystem ...), und je nachdem, wie ein Mensch sie (Ernährung, Bewegung, Entspannung) "einsetzt" oder auch nicht, kann dies heilsam oder schädigend sein.
Viele Jahre habe ich persönlich die mentale und emotionale "Ebene" völlig vernachlässigt, eben weil ich es "aus wissenschaftlicher Sicht", mit Verstand, Vernunft betrachten wollte, nicht esoterisch, keine Quacksalberei, Scharlatanerie, Aberglaube ... . Fange nun, mit 51, aber damit an, mich mit natürlichem Heilen zu beschäftigen, eben weil Schulmedizin, Ärzte auch mir seit vielen Jahren leider überhaupt nicht helfen, sondern eher schaden und ich dieses Beschädigtwerden durch Pharmakotherapie (schwere Nebenwirkungen von Medikamenten) und/oder invasive Untersuchungen und "Behandlungen" auch bei mehreren anderen, chronisch kranken Menschen in meinem Umfeld seit Jahren mitbekomme, auch mit tödlichem Ausgang bei diesen.
Vor allem ist mir - dies schon vor mehreren Jahren - klargeworden (Erkenntnis :) ), dass Heilen, wie so auch Lernen, sich wesentlich über Beziehung vollzieht. Hatte das allerdings vor allem auf Psychotherapie bezogen - was hilft, ist also weniger die Methode als die Beziehung zum jeweiligen Therapeuten. Hier geht es insbesondere um Vertrauenkönnen, auch Vertrautheit, Halt, Verständnis, Angenommensein, Empathie, Mitgefühl, Aufmerksamkeit (Wahrgenommen-, Verstandenwerden), Zuwendung, Verlässlichkeit.
Offiziell darf es ja gerade keine "Freundschaft" zwischen Psychotherapeut und Patient geben, es soll auch nicht zu einer Art Abhängigkeit führen, sondern es soll eine Therapie - auch physische - das Selbstvertrauen, die Selbstwirksamkeit, Selbstbestimmung und Resilienz eines Menschen stärken, sein Selbstbild, Selbstverständnis ggf. "zurechtrücken", ihm etwas aufzeigen, das er so bisher vielleicht nicht selbst gesehen oder versucht hat.
Menschen sind soziale Wesen und lebenslang auf wohltuende (!), nicht-sexuelle Berührung und Beziehung angewiesen - schon hieran mangelt es etlichen Menschen oft über viele Jahre erheblich. Siehe wiederum: wie wir arbeiten, wohnen, leben - Ehe, Kleinfamilie, Singles, Fremdbetreuung, statt bspw. cohousing, Wahlverwandtschaften, offene Begegnungsstätten (nicht nur Vereine).
Manches lässt sich durch eigenes Verhalten verändern, anderes nicht - suche noch nach dem Weg, mit all dem zurechtzukommen, das ich nicht selbsttätig verändern kann (bspw. materielle Armut, familiäre Vorbelastungen, Entwurzelung, Trennungen, Verluste, stark belastende Erlebnisse ...). ;)
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Deutschlandfunk, 03.02.2013 - "Störungswahn" - psychische Erkrankungen, Störungen und Diagnose, Diagnostik, Diagnosekriterien, sozioökonomische und "psychosoziale", biographische Ursachen, Lebensumstände und deren Ursachen und: Medikamente, Psychopharmaka, Pharmaindustrie, Ärzte, Profit ... .
16. Mai 2025
Was ist davon zu halten, wenn eine Kinder- und Jugendpsychiaterin einer 19-Jährigen, Jugendlichen, sogen. "jungen Erwachsenen", das "Antidepressivum" Escitalopram verordnet und die Jugendliche zusammen mit einem Angestellten der Praxis (Praxispersonal, Empfangsdienst) in eine Apotheke schickt, damit die Jugendliche das "Medikament", Escitalopram, dort unter seiner Aufsicht besorgt, d.h. das Rezept sofort einlöst und der Jugendlichen von der KJP gesagt wird, sie, die Jugendliche, solle am besten auch gleich, in der Arztpraxis, eine Tablette einnehmen - wie ist das einzuordnen?
Die Jugendliche sagte n i c h t von sich aus, sie möchte ein Antidepressivum erhalten, sie hat nicht darum gebeten und es war auch nicht ihre Idee, direkt in der Praxis eine Tablette einzunehmen, sondern es wurde ihr von der Ärztin "angeboten" und die Jugendliche sollte sofort eine Tablette im Sprechzimmer der Ärztin, in deren Beisein, unter ihrer Aufsicht einnehmen.
Das ist schon nicht mehr Nudging, das ist Grooming.
Dies in einer Situation, in der nicht nur, aber gerade einer Kinder- und Jugendpsychiaterin offensichtlich gewesen sein muss, dass die Jugendliche sich in einem eingeschränkt urteilsfähigen Zustand der Gleichgültigkeit und fehlenden Widerstandskraft befand und überdies als noch uninformierte, unerfahrene Jugendliche, "junge Erwachsene" ihrer Ärztin, deren Urteil und Empfehlung vertraut.
Durchaus hatte die Jugendliche eigeninitiativ im Gespräch noch angemerkt, dass sie Antidepressiva (bisher) nicht nehmen wollte, da sie Sorge habe, sie könnten süchtig machen, die Ärztin hatte ihr darauf geantwortet, dies sei nicht der Fall, es bestehe keine Gefahr der Abhängigkeit.
Inbesondere vor dem Hintergrund, dass die Jugendliche am selben Tag nur einen zweiseitigen Pearson Fragebogen als "Depressionsdiagnostik" auszufüllen hatte, ein Gespräch mit der KJP stattfand, bei dem die Jugendliche sich selbst nur wenig äußerte und ihr daraufhin eine "mittelschwere Depression" "diagnostiziert" wurde - wobei der Wert des Fragebogens einen Wert für "schwere Depression" ausweist, dies auf dem Fragebogen so handschriftlich vermerkt ist - ist das gesamte Vorgehen dieser Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie mindestens kritikwürdig.
https://flexikon.doccheck.com/de/Beck-Depressions-Inventar
Die Frage, die sich mir unmittelbar stellt:
Warum hat die KJP der Jugendlichen nicht einfach das Rezept für Escitalopram mitgegeben, warum sollte die Jugendliche damit sofort und in Begleitung von Praxispersonal in die der Praxis benachbarte Apotheke gehen, das Rezept sofort einlösen und dann auch direkt an Ort und Stelle, in der Praxis, unter Aufsicht der Ärztin schon eine Tablette einnehmen?
Ist das eine ärztlich angemessene, verantwortungsvolle Vorgehensweise - ausgerechnet eine offensichtlich teilnahmslose, in dieser Situation nur eingeschränkt urteilsfähige Jugendliche derart zu überrumpeln, ihr das "Antidepressivum" im Grunde aufzuschwatzen, statt ihr einfach nur das Rezept mitzugeben und sie - mit Bedenkzeit - selbst entscheiden zu lassen, ob und wann sie es einlöst, ob und wann, wenn überhaupt, sie dieses "Medikament" anwenden, einnehmen möchte?
Selbstverständlich ist auch die Zuzahlungsgebühr in Höhe von €5,- bereits angefallen.
An dieser Stelle weise ich darauf hin, dass es zu Escitalopram einen expliziten Warnhinweis gibt:
Es soll nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahre eingesetzt werden, da dieses "Antidepressivum" in dieser Altersgruppe zu erhöhter Suizidalität bzw. häufigerem suizidalen Verhalten führen kann.
Die hier betroffene Jugendliche ist 19, also gerade nur ein Jahr über der Altersgrenze.
Darüberhinaus gibt es auch bei Escitalopram Absetzprobleme, siehe unten verlinkte Fachinformation und screenshots davon.
Schon aufgrunddessen ist es vonseiten der KJP unverantwortlich, eine 19-Jährige dazu aufzufordern, das Rezept für Escitalopram umgehend einzulösen, dies unter "Begleitung", Aufsicht des Praxispersonals zu tun und dann auch sofort eine der Tabletten einzunehmen.
Ja, so züchtet man sich lukrativ seine dann in Kürze "Antidepressiva"-abhängigen Patienten heran - schon und g e r a d e als Jugendliche, "junge Erwachsene".
Siehe dazu unten verlinkte seriöse Quellen zur häufig langjährigen Einnahme von Antidepressiva bei vielen Patienten, zu deren Entzugssymptomen, Absetzproblemen ... .
Nach meinem Dafürhalten ist das ein unverantwortliches und unethisches Vorgehen einer Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Übrigens:
Nach den Gründen, Ursachen für die Depression der Jugendlichen wurde bei auch diesem Termin nicht gefragt, es ist der Ärztin, KJP, und auch dem Praxispersonal jedoch seit zwei Jahren hinreichend bekannt, dass die Jugendliche armutsbetroffen ist und außer ihrer Mutter keine weiteren Bezugspersonen, keine Familie hat, im strafbewehrten Bürgergeld-Vollzug vegetiert.
Vor allem dies dürfte die Ursache, Hauptursache für ihre "gedrückte Stimmung" ... sein. Tabletten, "Antidepressiva", Psychopharmaka helfen hier nicht, ändern an diesen stark und bereits langandauernd belastenden Lebensumständen, inkl. sozialer Deprivation, armutsbedingten Ausgrenzung, fehlenden soziokulturellen Teilhabe ... nicht das Geringste.
Um das Patientenwohl geht es also auch dieser Ärztin, Kinder- und Jugendpsychiaterin offensichtlich nicht - nur um ihr eigenes, finanzielles.
Erwerbslose, mittellose Menschen im "Bürgergeld"-Vollzug - zuvor Hartz IV, in Kürze "Grundsicherung für Arbeitsuchende" s o l l e n sich als minderwertige Menschen fühlen, das wird ihnen von Politik, Regierungen und Gesellschaft permanent eingetrichtert, siehe die aggressive Hetze gegen diese Menschen, getätigt von zahlreichen Politikern, insbes. jenen der CDU, AfD, FDP.
Menschen im Bürgergeld-Vollzug werden von Politikern als faul, disziplinlos, willensschwach, "arbeitsscheu", "Totalverweigerer", "Sozialschmarotzer" u.a.m. öffentlich diffamiert.
Gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, Adoleszenten, die in ihrer Persönlichkeit und ihrem Selbstwertgefühl noch nicht gefestigt sind, hinterlässt solche Hetze und massive Herabwürdigung - über diverse Medien, insbes. social media ständig verbreitet - selbstverständlich Spuren ... .
Sie trauen sich deshalb auch kaum mehr unter Leute, ziehen sich total zurück, weil sie den Bürgergeldbezug als Stigma erleben, sich dafür schämen.
Die hier genannte Jugendliche ist meine 19-jährige Tochter und sie ist seit ihrer Geburt in materieller Armut befindlich, weil ihre Mutter, ich, überzeugt ledig, unfreiwillig alleinerziehend, unbezahlt, ohne Einkommen seit 32 Jahren Sorge-Arbeit leistend und deshalb mittellos ist.
Ich wurde zum ersten Mal ungeplant allein alleinerziehende Mutter (eines Sohnes), als ich im Alter meiner Tochter war: neunzehnjährig. Damals wie heute ohne jegliche familiäre und/oder kindesväterliche Unterstützung.
Wenn es der Mutter, der Hauptbezugsperson - in unserem Falle: der alleinigen Bezugsperson - physisch und/oder psychisch, sozial, existenziell dauerhaft schlecht geht, wird es früher oder später zwangsläufig auch den Kindern schlecht gehen.
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20.05.2025
Worauf ich nochmals explizit hinweisen möchte:
Wie aus den in diesem blog-Eintrag verlinkten seriösen Quellen und Studien zu den schwerwiegenden Nebenwirkungen und Absetzsymptomen - u.a. und insbes. erhöhte Suizidalität, gehäuftes suizidales Verhalten und vollzogene Suizide unter der Einnahme oder nach Absetzen von SSRI-"Antidepressiva" bei vor allem, aber nicht nur Kindern und Jugendlichen bis 25 Jahre sowie auch bei deutlich älteren Erwachsenen - hervorgeht, sind diese erheblichen Nebenwirkungen und Absetz-, Entzugssymptome bereits seit 20 Jahren, seit 2005, bekannt und wiederholt nachgewiesen worden.
Die KJP, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, hat meine Tochter beim Termin jedoch mit keinem Wort auf diese gravierenden Nebenwirkungen und Absetzprobleme hingewiesen, sie hat meine Tochter darüber nicht informiert, nicht aufgeklärt - was jedoch ihre ärztliche Pflicht gewesen wäre.
Stattdessen verursachte, forcierte diese Ärztin faktisch die sofortige Einnahme einer Tablette, der Tagesdosis des "Antidepressivums" Escitalopram durch meine in dieser Situation teilnahmslose, resignative, apathische Tochter - meine Tochter wurde von der Ärztin aufgefordert, sofort, noch in der Praxis, im Sprechzimmer der Ärztin, in deren Beisein eine Tablette Escitalopram einzunehmen, was meine Tochter aus bereits genannten Gründen - depressiver Zustand der Teilnahmslosigkeit, Gleichgültigkeit sowie altersbedingte Unkenntnis, Unerfahrenheit, leichte Beeinflussbarkeit und Vertrauen gegenüber ihrer Ärztin - dann auch tat.
Es ist nicht anzunehmen dass diese Ärztin, Kinder- und Jugendpsychiaterin, von den seit 20 Jahren bekannten, nachweislich schwerwiegenden Nebenwirkungen und Absetzsymptomen keine Kenntnis hat(te), gleich jedoch, ob sie diese Kenntnis hatte oder nicht: Sie hat in jedem Falle fahrlässig, unverantwortlich gegenüber einer 19-jährigen Patientin gehandelt, denn wenn die Ärztin von den Nebenwirkungen und Absetzsymptomen Kenntnis hatte, hätte sie diese gegenüber meiner Tochter nicht verschweigen, sondern sie darüber informieren müssen und wenn eine Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie keine Kenntnis von den schwerwiegenden Nebenwirkungen und Entzugssymptomen der Präparate, "Medikamente", "Antidepressiva", Psychopharmaka hat, die sie ihren Patienten verordnet, so verhält sie sich auch dann unverantwortlich, handelt sie mindestens fahrlässig.
Meine Tochter hatte die Ärztin beim Termin jedoch sogar noch eigeninitiativ nach möglicher Suchtwirkung, Abhängigkeitsproblematik bei Antidepressiva gefragt - die Ärztin verneinte, dass Escitalopram abhängig mache bzw. schwere Nebenwirkungen und Absetzsymptome verursachen kann und welche das sind.
Darüberhinaus forderte die Ärztin meine Tochter dazu auf, an Ort und Stelle sofort, noch in ihrem Sprechzimmer, eine Tablette, die Tagesdosis von Escitalopram, einzunehmen, obwohl es hierzu keinerlei Anlass, keine Notwendigkeit gab, keine Eile bestand, kein Zugzwang zugrundelag.
Ich kann es aufgrunddessen nur so einordnen und formulieren:
Diese Ärztin wollte meine 19-jährige, kenntnislose, unerfahrene, vertrauenswürdige, in einem offensichtlichen Depressionszustand befindliche Tochter - wohl aus finanziellen Gründen - auf "Antidepressiva" ansetzen.
Für mich ist das nichts anderes als das Verhalten von Drogendealern, nur dass es sich hier um eine Ärztin handelt, deren Aufgabe und Berufsethos es ist, deren Absicht, Ziel es sein muss, Patienten angemessen zu helfen, statt sie wissentlich noch zusätzlich zu belasten oder sogar zu beschädigen.
Es ist davon auszugehen, dass meine Tochter nicht die einzige Patientin ist, der diese Ärztin, Kinder- und Jugendpsychiaterin, diese SSRI-"Antidepressiva" verordnet.
Es ist davon auszugehen, dass nach wie vor auch zahlreiche andere Ärzte solche "Antidepressiva" verordnen - aber wieviele dieser Ärzte provozieren, forcieren dabei auch die sofortige Einnahme noch in der Arztpraxis?
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Escitalopram Heumann 10 mg Filmtabletten - "Antidepressivum"
Escitalopram Heumann, Warnhinweis und Absetzsymptome - screenshots vom 16.05.2025
Escitalopram Heumann, 10 mg Filmtabletten, Fachinformation
"Escitalopram ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs), das zur Behandlung von Depressionen angewendet wird. SSRIs besitzen im Gegensatz zu tri- und tetrazyklischen Antidepressiva eine antriebssteigernde Wirkung. (...)
5. Indikationen
Depression (Major Depression)
Panikstörungen mit oder ohne Agoraphobie
Generalisierte Angststörung
Soziale Phobie
Zwangsstörungen
Schmerzen bei diabetischer Polyneuropathie
Hinweise auf Wirksamkeit bestehen zudem bei
Migräne
Prämenstruell-dysphorischem Syndrom
Klimakterischen Beschwerden
Schlaganfall (Verbesserung der kognitiven Leistung)
6. Darreichungsformen
Das Arzneimittel wird in Form von Tabletten oder als Lösung appliziert.
7. Nebenwirkungen
Schwitzen, Zittern
Störungen des Gastrointestinaltrakts: Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Obstipation, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Blähungen, Gewichtsverlust
Schwäche, Ermüdung, Schlafstörungen, Nervosität, Angstzustände, Unruhe, Suizidneigung
allergische Hautreaktionen: Juckreiz, Hautausschlag
Herzrhythmusstörungen: Tachykardie, Palpitationen
Sehstörungen
Hypotonie
Sexualstörungen: Impotenz, Libidoverlust
Muskelschmerzen
Verlängerung der QT-Zeit (dosisabhängig)
8. Wechselwirkungen
MAO-Hemmer
Tramadol (Gefahr des Serotonin-Syndroms)
QT-Zeit verlängernde Arzneimittel
Thiaziddiuretika
Alkohol
Thrombozytenaggregationshemmer
Antikoagulanzien
Fluvoxamin
Cimetidin
9. Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff bzw. Citalopram
schwere Nierenfunktionsstörungen
schwere Leberfunktionsstörungen
Schwangerschaft und Stillzeit
Gleichzeitige Einnahme von MAO-Hemmern, z.B. Selegilin oder Moclobemid
Angeborenes Long-QT-Syndrom
Instabile Epilepsie
Erhöhte Blutungsneigung
Dekompensierte Herzinsuffizienz
Neigung zu Hypokaliämie
10. Wichtiger Anwendungshinweis
Oftmals besitzen depressive Patienten mit passiven Todeswünschen eine ausgeprägte Antriebslosigkeit, die es ihnen unmöglich macht, einen Suizid zu planen oder durchzuführen. Erhält eine Patient, wie eben beschrieben, auf einmal einen durch SSRIs induzierten, vermehrten Antrieb, kann es zu suizidalen Handlungen kommen. Daher sollten SSRIs bei schwer antriebsgeminderten, depressiven Patienten nur unter strenger ärztlicher Überwachung erfolgen, evtl. auch stationär."
https://flexikon.doccheck.com/de/Escitalopram
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
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Gibt es solche für mit Pharmakonzernen kooperierenden Ärzte lukrativen "Anwendungsbeobachtungen", AWB, auch bei Psychopharmaka, bspw. "Antidepressiva"?
"Studien haben allerdings gezeigt, dass Mediziner mit vielen Verbindungen zur Pharmaindustrie Gefahr laufen, Nebenwirkungen eher herunterzuspielen oder eher teure Medikamente verschreiben."
02. Juli 2026
Kommentar zum Scobel youtube-Video vom 21.05.2026 - "Meditation kann gefährlich sein!"
https://youtu.be/aFb1JkIqN6U?si=x0l5kX7A7X7Bh2rv
Escitalopram als, Zitat "erstklassiges, wirksames Antidepressivum" zu bezeichnen, war natürlich Ironie. :) Hoffe ich.
Sport (freiwillig und idealerweise in Natur erlebt) ist btw nachweislich! genauso bzw. tatsächlich wirksam - physisch und psychisch: wohltuend, stärkend, entspannend ... - und hat nicht einen bloßen Placebo-Effekt, wie die sogen. Antidepressiva der SSRI-Gruppe, außerdem hat moderat ausgeübter Sport weniger bis keine schweren, schädigenden Nebenwirkungen, erhöht auch nicht die Suizidalität, wie es bei u.a. auch Escitalopram jedoch der Fall ist, dies bekanntlich insbes. bei Beginn der Einnahme und Dosiserhöhung oder bei Präparatwechsel. - Naja, vielleicht mal ein eigenes, kritisches, faktenbasiertes Video zu Depressionen, deren Ursachen, Auslöser, "Behandlung, Therapie" - nicht: Heilung - bzw. sogen. "Antidepressiva" oder generell zu Psychopharmaka und Psychiatrie. ?
Weiß man denn inzwischen sicher, dass die Veränderungen, die sich bei, durch langfristige Meditation bei bestimmten Menschen feststellen lassen, sicher nicht vorrangig oder alleinig auf die Persönlichkeiten, deren genetische Anlagen und/oder den sonstigen Lebensstil, die Verhaltensweisen ... der (Langzeit-) Meditierenden zurückzuführen sind?
Denn es gibt durchaus auch empathische (kognitive und affektive Empathie, Mitgefühl), aufgeschlossene, rationale, reflektierte und prosoziale Menschen, die nicht meditieren, nie je meditiert und/oder psychoaktive (psychotrope, psychedelische, halluzinogene) Substanzen konsumiert haben.
Was die Interpretationen ab ca. Min. 9:02 des Videos anbetrifft: das ist mir zu viel subjektive Bewertung, zu wenig objektive Benennung dessen, das bzw. was genau welche Studien, Daten dazu tatsächlich hergeben.
Zur, Zitat "Erfahrung, kein klar abgegrenztes Selbst zu sein" - das nennt man ja auch "ozeanisches Gefühl", das Leute unter Einfluss bestimmter Drogen, Substanzen oder auch als "Gottes-Erfahrung" oder auch einfach frei von Religion/Ideologie, Esoterik durch Naturerlebnis, in der Naturerfahrung, als wohltuendes, tiefes Verbundensein und innere Ruhe, Frieden, auch Dankbarkeit beschreiben.
Nur: Das ist ja kein dauerhafter, gar lebenslang (täglich, rund um die Uhr) anhaltender Zustand und kann es auch nicht sein, da Menschen dann ihren Alltag nicht mehr selbständig bewältigen könnten.
Also klar lassen sich Gehirn-, "Bewusstseinszustände" durch bestimmte Substanzen und/oder Meditation, aber auch durch Verletzungen, Erkrankungen verändern, beeinflussen - aber eben nur diese "Ebene", nicht: die Realität bzw. die Wahrnehmung, das Erleben der Realität durch das "nüchterne" menschliche Gehirn, Bewusstsein (womit selbstverständlich der gesamte menschliche und je persönliche Leib und sein Interagieren mit der Umwelt gemeint ist). Wäre dem nicht so, würden Leute unter Einfluss bestimmter Drogen sich bspw. selbst verletzen, gegen einen Baum laufen u.a.m.. Wir brauchen also durchaus auch dieses "Nüchternbewusstsein", diesen Gehirnzustand, inklusive Emotionen, Gefühlen, Schmerzfähigkeit - mit Verweis auf Antonio Damasio und Maurice Merleau-Ponty (Leib ...).
Im Übrigen ist Schmerzwahrnehmung, Schmerzempfindung, deren "Qualität" und Intensität generell subjektiv, hängt bekanntlich von verschiedenen Faktoren ab und ist als Selbstschutz und zum situationsabhängig angemessenen, gebotenen Aktivwerden unentbehrlich, insbes., wenn es sich um akuten Schmerz handelt (bspw. verursacht durch eine umgehend und angemessen zu behandelnde Verletzung).
Auch bin ich überzeugt, dass Schmerz-, Leid"fähigkeit" ebenfalls wichtig für aktives Mitgefühl (insbes. für affektive Empathie und den unmittelbaren Impuls, das Leid anderer nach Möglichkeit abzumildern oder zu beheben) sind.
Was ich nicht verstanden habe, Zitat: "(...) wenn wir etwas bedauern, da müssen wir ja kontrafaktisch arbeiten" - inwiefern dies, was meint hier in Bezug worauf "kontrafaktisch"? Wie verhält es sich bspw. mit Trauer durch/wegen Verlust eines geliebten Menschen - ist Trauer(n) oder auch Lieben "kontrafaktisch"? ;)
Das Gefühl der "Selbstauflösung" halte ich im Übrigen nicht für - langandauernd - erstrebenswert, denn durchaus ist für uns, unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden auch unerlässlich, zwischen dem eigenen Körper und anderen Körpern und/oder Objekten unterscheiden, trennen zu können - der Apfel, den ich esse und ich sind nicht "eins", der Putzlappen, die Tür, der Tisch und ich auch nicht. ;)
Nein, Selbstwahrnehmung, Selbstreflexion, Selbsterkenntnis ("uns selbst zu erkennen") bedeutet keineswegs, "uns" bzw. sich, sein Selbst, Zitat "zu vergessen" - Menschen sind Subjekte, Persönlichkeiten, Individuen: bei aller Ähnlichkeit auch unterschiedlich (bzgl. Genen, genetischer Anlage, Sozialisation, Erfahrungen, Erleben, Gefühlen, Reflexion ...).
Sorry, nein, diese religiösen und/oder esoterischen Deutungen sind eben auch einfach nur das: subjektive Interpretationen von Menschen, die andere ggf. und aus Gründen nicht selten bereitwillig, auch unhinterfragt, unkritisch, unreflektiert übernehmen, introjizieren.
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28.01.2026
Ah, das ist ja toll: nun können auch Psychotherapeuten seit 2017, Zitat "schwer psychisch kranke Menschen" in die Psychiatrie, denn das ist mit "Krankenhaus" gemeint, einweisen - also noch mehr Menschen in Psychiatrien, auf psychiatrischen Stationen von Kliniken. "Toll".
Das gilt auch für Kinder und Jugendliche bzw. deren Psychotherapeuten - und das macht es noch schlimmer! Also auch noch mehr Kinder und Jugendliche, die in Psychiatrien, auf psychiatrische Abteilungen von jetzt sogar auch Psychotherapeuten eingewiesen werden können. Das ist keine Wohltat, sondern eine Katastrophe!
Die Psychotherapeuten dürfen nun also Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Psychiatrien, in Kliniken mit psychiatrischer Abteilung, Station einweisen - nicht mehr nur Psychiater, Ärzte.
Und dürfen Psychotherapeuten dann also auch Atteste und AUs ausstellen? Wenn nein, warum das dann nicht?
Fakt ist: Medizin, Schulmedizin, kapitalistisches Gesundheitssystem heilt nicht, jedenfalls nicht chronische Erkrankungen, weder psychische noch physische. Es ist allenfalls nebenwirkungsintensive Symptombehandlung. Lukrativ für Ärzte, Kliniken, Pharmakonzerne ... .
Was Menschen physisch und psychisch chronisch krank macht, sind zumeist ihre belastenden Lebensumstände, diese lassen sich nicht durch Psychotherapeuten, Psychiater ... "wegtherapieren". Hier ist die Politik, Regierung in der Verantwortung, auch, gerade präventiv!
Aber die eigentlichen, tatsächlichen Ursachen und Auslöser zahlreicher verbreiteter psychischer Erkrankungen und Störungen, wie bspw. Depression, Angststörungen u.a.m., nennen diese Psychotherapeuten, Psychiater, Ärzte, Kliniken NIE - aus bekanntem Grund:
All die Ärzte, Mediziner in Arztpraxen, Kliniken, "Therapiezentren", all die Therapeuten, Psychotherapeuten, Psychiater sowie auch die Krankenkassen können, werden niemals miserable Lebensumstände - wie bspw. Armut - als Ursachen, Gründe der massiven Belastungen nennen, denn dann wäre klar, würde endlich wahrheitsgemäß genannt, dass solche langjährig belastenden Lebensmustände früher oder später zwangsläufig zu zahlreichen Beschwerden, psychischen Belastungs-, Erschöpfungszuständen und körperlichen Erkrankungen führen und diese tatsächlichen Ursachen n i c h t durch nebenwirkungsstarke "Medikamente", Apparatemedizin, etliche und oft wiederholte invasive Untersuchungen, bloße Symptombehandlung und "Psychotherapie" angemessen, effektiv, wohltuend zu beheben sind, sondern durch erforderliche, entsprechende Regierungspolitik!
Und wenn du deshalb nicht "mitwirkst" (compliance), nicht "kooperierst", dann "willst du dir wohl nicht helfen lassen, willst dich nur selbstbemitleiden" bzw. "dann können wir Ihnen nicht helfen" und sie werfen dich ´raus!: Ärzte, Psychiater, Kliniken, Psychotherapeuten.
Nachfolgendes habe ich ursprünglich verfasst am 23. Januar 2026:
Die KJP - Ärztin, Fachärztin für Psychiatrie (Kinder- und Jugendpsychiatrie) - hat meine Tochter nun zum Ende letzten Jahres, Dezember 2025, abserviert: behandelt sie nicht mehr, weil Tochter stationären Aufenthalt in Psychiatrie und Antidepressiva ablehnt.
So hat nun auch meine Tochter keinen Arzt mehr, der sie krankschreibt, ihr die für das Jobcenter erforderlichen Atteste ausstellt - Folge: Sanktion, Sanktionierung! Denn ohne AU, ohne Attest bist du ja "nicht krank": Hartz IV, Bürgergeld, Grundsicherung, Regierung: SPD, CDU.
Diese Erfahrung habe nicht nur, aber auch ich wiederholt gemacht:
Wenn du dich von Ärzten, auch in Kliniken, nicht für sie lukrativ "behandeln", funktionierbar machen, ausschlachten lässt: mittels invasiver Untersuchungen, Apparatemedizin, nebenwirkungsreichen Medikamenten, servieren sie dich ab.
Denn nicht nur meine Tochter und ich brauchen für Genesung, Heilung, für jedenfalls Entlastung, Stärkung, Kräftigung, Regeneration nicht Medikamente, OP´s, invasive Untersuchungen, Psychopharmaka, sondern wohltuende Lebensumstände!
Was nicht nur, aber auch meine Tochter und mich massiv belastet, siehe chronischer Stress und Folgen, was uns schwächt, existenziell und gesundheitlich beschädigt, ist das Jobcenter, sind Sanktionen, ist der permanente Druck!, ist materielle Armut, Ausgrenzung, Beschämung, soziale Isolation.
https://gesundpedia.de/Chronischer_Stress#Was_ist_Chronischer_Stress.3F
Der Staat, Regierungen, Regierende, die Hartz IV, Bürgergeld, "Grundsicherung", Jobcenter inkl. Sanktionen: Kürzen und Entzug des Existenzminimums eingeführt, zu verantworten haben und erhalten, beschädigen Kinder, Jugendliche und Adoleszente wie meine Tochter existenziell!
Tochter und ich brauchen keine Jobcenter, "Fallmanager", "Integrationsfachkräfte, Arbeitsvermittler", keine "Betreuung", kein "Coaching" durch Jobcenter, sondern Geld für Mobilität, soziokulturelle Teilhabe, Zugang zu Facharztpraxen, Selbstbestimmung und Bezugspersonen.
Was gegen Einsamkeit, soziale Isolation und Deprivation, gegen Ausgrenzung hilft, ist nicht Hetze, Spaltung, Fremdbetreuung/Auslagerung in diverse Einrichtungen, ist nicht Arbeitszwang, Jobcenter, Partei, Verein, sondern offene Begegnungsstätten, Beziehungen.
Armut, Einsamkeit, soziale Isolation, chronische Krankheit, keine Wurzeln, Familie, Bezugspersonen.
Frau, ledig, allein alleinerziehend, Sorge-Arbeit ohne Einkommen leistend.
Ausbeutung. Kapitalismus, Konservatismus, Patriarchat.
Was nicht nur, aber auch mich als Frau, ledige, alleinerziehende Mutter betrifft:
Nach 33 Jahren ohne Einkommen, ohne familiäre Unterstützung geleisteter Sorge-Arbeit, Jobs, Umzügen, im Alter von nun 52 Jahren und in den Wechseljahren bin ich einfach am Ende meiner Kräfte!
Friedrich Merz, CDU, CSU, Union, Bundeskanzler, SPD, Bundesriegierung und "Grundsicherung für Arbeitsuchende", Sanktionen, Totalsanktionen: Kürzen und vollständiger Entzug des Existenzminimums, der Existenzgrundlage ist Gewalt, Vernichtung auf Raten: mittelloser Menschen.
Psychotherapeuten, Psychiater, Ärzte, Kliniken, Psychiatrie, Psychopharmaka, "Antidepressiva" helfen nicht: heilen nicht chronische Erkrankungen, auch und gerade psychische nicht, beugen ihnen auch nicht vor.
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Im Klartext heißt das: Entweder du frisst die Psychopillen artig, gehorsam, obwohl sie nachweislich! nicht helfen, ohnehin nicht heilen, dich allenfalls "beruhigen", faktisch: lahmlegen und schwere Nebenwirkungen haben! und lässt dich in Psychiatrie "behandeln" oder du wirst abserviert. DEIN Problem.
https://www.bptk.de/neuigkeiten/neue-praxis-info-krankenhauseinweisung/
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06. Februar 2026
Es ist so:
Entweder du schluckst Psychopillen - Psychopharmaka, u.a. "Antidepressiva", Schmerzmittel - oder du nimmst Drogen - bspw. Alkohol, Cannabis, Heroin, Opium ... - um deine Traurigkeit, Ängste, Ärger, Einsamkeit ... vorübergehend zu betäuben: Das ist keine Heilung!
Durch Psychopharmaka, Antidepressiva, Schmerzmittel, Drogen erwirkst du niemals Heilung, sie wirken auch nicht präventiv und sie ändern absolut nichts an deinen belastenden Lebensumständen - im Gegenteil: diese nur vorübergehend "wirkende" Symptombehandlung macht dich vorübergehend ggf. funktional:
da du deinen belastenden oder tristen Alltag, deine Sorgen, Nöte, (psychisch-emotionalen) Schmerzen mit diesen Mitteln - Psychopharmaka, Drogen, bestimmten Substanzen - vorübergehend abschwächen, unterdrücken, betäuben kannst - um zu funktionieren, funktional zu bleiben, v.a. um zu ARBEITEN.
Nur arbeitest du nicht vorrangig oder überhaupt für dein Wohl, dein Wohlergehen und das Gemeinwohl, sondern für den Wohlstand und das Vermögen anderer oder du machst einen künstlich geschaffenen, völlig überflüssigen, sinnlosen, selbst- und fremdschädigenden bullshitjob.
Mit Glück bzw. viel Selbstbetrug hast du gelegentlich oberflächlichen Spaß, der meistens mit Konsumieren, Konsumismus verbunden ist und dich nicht stärkt, sondern zusätzlich gesundheitlich schwächt.
Was hat das mit Freude, Sinn, Lebenszufriedenheit, Erfülltsein zu tun?
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16. Mai 2025
Tatsächlich gibt es auch körperliche Ursachen für Depression, so z.B. Eisenmangel.
Häufig sind menstruierende Frauen von Eisenmangel und auch Eisenmangelanämie betroffen, so auch meine Tochter und bereits langjährig auch ich.
Bei uns beiden wurde überdies schulmedizinisch wiederholt ein Mangel an Vitamin D und Vitamin B12 festgestellt (Labor-, Blutwerte).
Auch solche Vitalstoffmangelzustände behandelt und behebt man selbstredend nicht mit "Antidepressiva".
"Verschiedene Studien belegen einen Zusammenhang zwischen Eisenmangel mit und ohne Anämie und dem Auftreten einer Depression.
So zeigte eine Fall-Kontroll-Studie mit ca. 3.000 Teilnehmern in Taiwan für Patienten mit Eisenmangelanämie ein höheres Risiko für verschiedene psychiatrische Störungen, einschließlich Stimmungsstörungen, Autismus-Spektrum-Störungen, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen und unipolare depressive Störungen [8].
Eine klinikbasierte Fall-Kontroll-Studie assoziierte zudem bei 100 Fällen eine Verbindung zwischen einer Eisenmangelanämie und einer depressiven Störung, bei der die Schwere der Symptome der depressiven Störung mit dem Grad des Eisenmangels zunahm [9]. Eine Online-Umfrage in Japan, bei der der Eisenstatus der 11.876 Teilnehmer bekannt war und 1.000 Teilnehmer angaben, in der Vergangenheit an einer Depression erkrankt gewesen zu sein, machte ebenfalls einen Zusammenhang zwischen der angegebenen Eisenmangelanämie sowie der Depressionsgeschichte der Teilnehmer sichtbar [10].
In einer prospektiven, monozentrischen Studie in Österreich mit 98 Teilnehmern, die an einer chronischen Darmentzündung litten, wurde des Weiteren gezeigt, dass Patienten mit Eisenmangel oder Anämie unabhängig von der chronischen Entzündung häufiger depressiv und erschöpft waren [11].
Darüber hinaus wird Eisenmangel mit und ohne Anämie schon seit längerem als wesentliche Ursache für die Post-partum-Depression (PPD) gesehen. Eine aktuelle Metaanalyse zeigte eine hochsignifikante Assoziation zwischen einer Post-partum-Anämie und einer Depression [12]. Dass eine Eisentherapie bei PPD akut helfen kann, zeigte eine randomisierte, placebokontrollierte Studie, bei der 70 Mütter mit PPD eine Woche nach Entbindung mit Eisen (50 mg/d) oder Placebo behandelt wurden. Nach 6 Wochen bewirkte die Eisentherapie eine signifikante Verbesserung der PPD mit einer Verbesserungsrate von 43% [13].
Eine Eisentherapie kann sich ebenfalls positiv auf eine Fatigue auswirken. Dies wurde in einer randomisierten, placebokontrollierten Studie mit 136 Frauen ohne Anämie mit Speichereisenmangel gezeigt. Unter Eisenmedikation wurde die Fatigue der Teilnehmerinnen mit einem initialen Ferritin-Wert < 50 µg/l signifikant verbessert [14]. Dieser Interventionswert liegt leicht oberhalb des Definitionsbereichs von Speichereisenmangel (Ferritin < 30 µg/l), wird aber auch bei anderen Symptomen von Eisenmangel (z. B. Restless-Legs-Syndrom) empfohlen."
https://link.springer.com/article/10.1007/s15006-021-9608-1
20. Juli 2025
So wichtige Sendung/Info: swr kultur Wissen vom 14.06.2025: "Eisenmangel und seine Folgen"
Besonders bei Erschöpfung, Kraftlosigkeit, Depression und ADHS unbedingt auch an Eisenmangel denken und die Blutwerte überprüfen lassen, auch wenn es noch keine Anämie/Blutarmut ist, denn schon zu niedriges Ferritin verursacht erhebliche Beschwerden, denn Eisen wird überall im Körper gebraucht.
Betroffen sind vor allem menstruierende Frauen, Jugendliche, Kinder, Schwangere, Stillende, Menschen, die Sport treiben und Menschen mit chronischen Darmerkrankungen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Malabsorption.
Man muss es leider immer noch wiederholen - und wird von Allgemeinmedizinern, Hausärtzen dennoch nicht ernstgenommen, allenfalls mit nur oraler Substitution, zumeist schlecht bis gar nicht verträglichen, viel zu hoch dosierten Eisentabletten, abgespeist.
Offenbar wurde überdies erst kürzlich (April 2023, Medizinische Universität Wien) entdeckt, dass Immunzellen (Makrophagen) im Darm bei Eisenmangel eine wichtige Rolle spielen, siehe Transferrin in den Darmzellen.
Siehe außerdem die viel zu niedrig angesetzten unteren Normwerte für Ferritin (Protein, Eisenspeicher, Speichereisen) - diese müssten bei Erwachsenen, insbes. bei Frauen bei 30 oder auch 50 Mikrogramm pro Liter liegen.
https://www.swr.de/swrkultur/wissen/eisenmangel-und-seine-folgen-muede-unkonzentriert-kurzatmig-das-wissen-2025-06-18-100.html
https://www.meduniwien.ac.at/web/ueber-uns/news/2023/default-34fee72b1e/erstmals-wichtige-rolle-von-immunzellen-im-darm-bei-eisenmangel-identifiziert/
24.05.2025
Zur Sendung arte re (Deutschland, 2021) - "Kinderpsychiatrie am Limit: Ärzte schlagen Alarm"
"Die Welt will uns nicht, dann will ich auch die Welt nicht mehr." Zitat der in der Sendung sprechenden Oberärztin der KJP Offenburg. Ich frage mich: Was sollen da all die seit Jahren, seit ihrer Kindheit durch materielle Armut belasteten, beschädigten Jugendlichen und Adoleszenten sagen? Für sie ist mehr oder weniger seit ihrer Geburt "Lockdown": Sie erleben zahlreiche Entbehrungen, Ausgrenzung, kaum Abwechslung, kaum bis keine soziokulturelle Teilhabe, Ausflüge, Urlaube, Reisen, neue Eindrücke, Erlebnisse, Erfahrungen. In materieller Armut ist die Welt sehr klein, eng, trist.
So werden Kinder entsprechend geprägt, können kaum Selbstwertgefühl und Selbstwirksamkeit entwickeln, fühlen sich gegenüber Kindern aus vermögenden Familien minderwertig, sogar überflüssig - die Welt ist ihnen verschlossen, sie gehören nicht dazu, sind nicht erwünscht. Regierende und Gesellschaft diffamieren sie und ihre Eltern öffentlich als "Totalverweigerer, Sozialschmarotzer" - das ist Entwertung, Entwürdigung mittelloser Menschen, die nur über Funktionalität, wirtschafltiche Nützlichkeit, Lohnarbeit, Erwerbstätigkeit "definiert" werden, nicht als die je individuelle Persönlichkeit, das Subjekt, das sie als Menschen sind. Betroffen sind hier vor allem mittellose, alleinerziehende Mütter und deren Kinder, Jugendliche.
Wieviele armutsbetroffene Kinder und Jugendliche sind im Vergleich, Verhältnis zu Kindern aus wohlhabenden Familie psychisch krank? Wie verhält es sich diesbezüglich bei Erwachsenen? Gegen Armut helfen nicht Therapien und/oder "Medikamente", Antideprassiva, sondern wohltuende, lebenswerte Lebensumstände, entsprechende Regierungspolitik und Gesellschaft.
Und ganz sicher nicht wohltuend, weder physisch noch psychisch, sind/waren die FFP2-Masken.
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15.05.2025
"(...) Auch der Beitrag von Rief und Kube befasst sich mit Kontextfaktoren der Substanzwirkung. Placeboeffekte machen bis zu 80 % der Wirkung von Antidepressiva aus, und gerade bei der Behandlung von Depressionen sind diese besonders ausgeprägt. Placeboeffekte lassen sich durch spezifische Interventionen modulieren, insbesondere durch die Qualität der Beziehung zwischen Therapeut*in und Patient*in oder auch die Art therapeutischer Instruktionen. Die Autoren weisen jedoch auch darauf hin, dass Placeboeffekte biologische Korrelate haben.
Angesichts der oft nur moderaten Überlegenheit von Antidepressiva über Placebo werfen sie die kritische Frage nach der Kosten-Nutzen-Analyse von Behandlungen mit Antidepressiva auf und fordern neue Studiendesigns, die eine differenzierte Betrachtung der komplexen Wechselwirkungen zwischen tatsächlicher Arzneimittelwirkung und Placeboeffekten ermöglichen.
Bis zu 50 % der Patient*innen, die zur Behandlung einer Depression ein Antidepressivum erhalten, sprechen nicht auf diese Behandlung an. In der klinischen Praxis wird dann oft die Dosis erhöht oder das Antidepressivum gewechselt. Knabs et al. zeigen in ihrer Übersicht, dass beide Strategien nicht durchweg Erfolg versprechend sind. (...)
Gründer et al. weisen in ihrem Beitrag auf mögliche negative Einflüsse einer antidepressiven Pharmakotherapie auf den langfristigen Therapieverlauf hin. Dazu gehören die Risiken von Toleranzentwicklung und Therapieresistenz. Zudem könne vor allem das zu abrupte Absetzen einer Pharmakotherapie das Rezidivrisiko über das Maß vor Beginn der Therapie erhöhen. Die Autoren weisen darauf hin, dass schon bei der Einleitung einer antidepressiven Therapie deren Beendigung mitgedacht werden müsse, und Risiken und Nutzen einer langfristigen Therapie seien individuell abzuwägen.
Eine Analyse der komplexen Interaktionen zwischen Depression und in deren Rahmen auftretenden sexuellen Funktionsstörungen nehmen Signerski-Krieger und Schleifenbaum vor. Antidepressiva, insbesondere serotonerge Präparate, können das Risiko für sexuelle Funktionsstörungen erheblich erhöhen. Die Autoren empfehlen eine frühzeitige und offene Ansprache dieses sensiblen Themas sowie eine präventive Aufklärung der Patient*innen. (...)"
https://link.springer.com/article/10.1007/s00115-025-01800-2
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
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arte Doku von Arnaud Robert (CH 2020, 94 Min) - "Happy Pills Tabletten fürs Glück"
03. August 2025
Zur arte Doku (CH, 2020) "Happy Pills: Tabletten fürs Glück"
Wo soll man da anfangen ...
1. Offensichtlich macht Reichtum, Vermögen nicht "glücklich", nicht lebenszufrieden, siehe den ersten Mann in der Doku: Er hat offenbar ein eigenes Haus, ein Auto, die Möglichkeit, in schöne Natur zu gelangen (Berge), sich dort aufhalten zu können, er hat auch eine Partnerin und Haustiere, wahrscheinlich auch einen Job - offenbar reicht das aber nicht nur ihm nicht.
Was ihm fehlt, ist, nach seiner eigenen Aussage, Selbstwertgefühl. Er hat "Depression, Ängste", Suizidgedanken - wie so viele Menschen, gerade auch solche, die materiell keinen Mangel leiden, materiell kaum etwas entbehren, nicht in Armut vegetieren müssen. Meistens sind diese Menschen beziehungs-, bindungslos, unzufrieden mit ihrem Job und/oder in ihrer Beziehung, sie haben nichts, wofür sie sich begeistern und aktiv engagieren können/wollen: im Sinne und zum Wohle anderer Menschen, Lebewesen - anderen Gutes tun und dadurch, durch das bedürfnisorienterte, empathische, mitfühlende Geben, prosoziales Verhalten, letztlich: aktives Lieben (siehe gemäß Erich Fromm), Sinn, Wert, Halt, Verbundensein zu erleben.
Sie bräuchten eine solche Herausforderung, "Aufgabe", der sie sich aktiv, engagiert, ausdauernd widmen, zuwenden können und wollen und das zu nicht nur ihrem eigenen Wohlergehen führt, sondern gerade auch dem anderer.
Oft fehlt es solchen Menschen auch an ausreichend wohltuender Bewegung, Sport, an einer guten Körperwahrnehmung, einem angenehmen Bezug zu und Gefühl in ihrem Körper, auch dann, wenn sie (noch) nicht physisch krank oder alt, gebrechlich sind.
2. Der zweite, ältere Mann hat immerhin selbst erkannt, dass Besitz, Eigentum nicht lebenszufrieden macht, nicht emotional, sozial und intellektuell erfüllt, sondern dass dafür wohltuende zwischenmenschliche Beziehungen - Freundschaft, Liebe - unentbehrlich, essentiell sind und dass Menschen heute, Zitat "Sklaven der Wirtschaft" sind. Richtig: Es geht im global destruktiven Kapitalismus ums Haben, um "Erfolg, Sieg", Macht, Herrschen, Ausbeuten, Übervorteilen, Konkurrieren, um "Ruhm", Posten, Titel, Eigentum, Statussymbole, schillernde Fassade - nicht ums authentische, bewusste, reife Sein. Auch hier abermals der Verweis auf Erich Fromms Klassiker "Haben oder Sein" sowie auch auf Arno Gruen "Verrat am Selbst - Die Angst vor Autonomie bei Mann und Frau" und andere Bücher beider.
3. Die körperlich schwer arbeitenden, mittellosen schwarzen Menschen - in dieser Doku bspw. in Niger - suchen wiederum Pillen gegen die ihnen auferlegte Belastung durch Arbeit, Maloche, infolge derer sie stark körperlich - nicht "nur" psychisch-emotional - erschöpft, entkräftet, verbraucht sind und starke körperliche Schmerzen durch die Arbeit haben. Eine ganz andere Situation also als die der privilegierten, vermögenden, trotzdem oder gerade deswegen depressiven europäischen Menschen, hier gezeigten Männer.
4. Dass man als - wo auch immer auf der Welt - schwer arbeitender, trotzdem mittellos, arm, ausgebeutet und ausgegrenzt bleibender Mensch, der etliche Entbehrungen zumeist lebenslang zu erleiden hat, auch depressiv, psychisch erschöpft und lebensmüde werden kann, weil man als Mensch via Arbeit als Objekt benutzt, misshandelt wird, ständig, täglich über Jahre oder lebenslang zahlreiche physische, psychische und soziale Bedürfnisse und Belastungen unterdrücken muss, sie nicht befriedigen oder entfernen kann, dass das physisches und psychisches L e i d zur Folge hat, dürfte offensichtlich sein und ebenso, dass man solche massiv belastenden Lebensumstände nicht mit Pillen, "Medikamenten", Drogen wohltuend "therapieren", überwinden, geschweigedenn heilen kann, sondern es bei der Pillennummer nur darum geht, dass Menschen als Objekte weiterhin funktionieren, funktional bleiben - wie eine Maschine. So, als seien sie keine Menschen, als hätten sie keinen Körper, keine Bedürfnisse, Schmerzen, Gefühle. Gilt so auch für die meiste "Arbeit" - Maloche und/oder bullshitjobs - in Industrieländern.
Und andere - Pharmaindustrie, "Therapeuten", Ärzte, Kliniken, Psychiater - verdienen an diesem Leid von Menschen, an dieser destruktiven "Behandlung", die allenfalls vorübergehend Symptome lindert, zumeist aber schwere Nebenwirkungen hat und niemals h e i l t. Kapitalismus: toxisch. Tödlich.
5. Siehe auch die "Selbstoptimierung"sversuche, -methoden, -ideologie, Leistungsideologie, Coaching, Bodytracking, NLP, Psychotainment ... in westlichen Industrieländern - Menschen machen sich dadurch selbst zum funktionalen Objekt. Es geht dabei ums Funktionieren - wie eine Maschine. Nicht um Erkenntnis inkl. Selbsterkenntnis, Persönlichkeitsreife (erlangen), Zufriedenheit, inneren Frieden und Freude.
Aber so viele - unreife - Menschen lassen sich leider manipulieren, indoktrinieren, instrumentalisieren.
Leute lassen sich versklaven - durch "Medikamente", Pillen, Drogen, vermeintlichen "Erfolg". Sie versklaven sich selbst, statt sich solchen destruktiven, belastenden, beschädigenden Verhältnissen, Ideologien, Politik zu widersetzen.
6. Beten hilft da übrigens auch nicht. ;) Keine - überdies patriarchal-autoritäre, misogyne, gewaltgeprägte, Machtverhältnisse zementierende Religion/Ideologie, siehe insbes. Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus. Kein von Menschen konstruierter, phantasierter "Gott", ein Hirngespinst und gleichfalls nur eine Krücke - wie Drogen, wie Psychopharmaka, wie sogen. Antidepressiva.
Schon unter den anderen arte Dokus zu Depression und Antidepressiva ... schrieb ich, dass Menschen artgerecht leben können/dürfen müssen, dass sie gute Lebensverhältnisse brauchen: ausreichend verfügbare gesunde Nahrung, ausreichend regelmäßige Bewegung, idealerweise in der Natur, ausreichend Entspannung, Regeneration, Muße und stabile, wohltuende Beziehungen: Freundschaft, Liebe, Verbundensein.
7. Siehe dann auch die entsetzliche, unreflektierte Mutter und entsetzliche, auf Leistung und "Erfolg" trimmende Highschool. Das Mädchen, das etliche Schminkutensilien hat, im Unterricht gelangweilt, desinteressiert, vermeintlich "cool", zugleich nervös, leider nur primitiv mit offenem Mund Kaugummi kaut. Siehe ihre übergewichtige Trainerin.
Am Ende der Doku wird das Mädchen, werden die Kinder, Jugendlichen auch noch mit dem Gott-Quatsch indoktriniert. "Erfolg" - in Gottes Namen. Es ist eine Form psychischer Gewalt. Religion/Ideologie eben: belastend, schädigend, destruktiv, machtbasiert, ausbeutend. Krank.
8. Es geht immer nur darum, was andere wollen, wie andere einen bewerten, nicht darum, was man selbst tatsächlich gerne tut, will, gut kann oder lernen, kennenlernen, womit man sich weshalb wie beschäftigen möchte und womit weshalb nicht.
Leute verstehen, wissen offenbar nicht, was echte Freude, was Lebenszufriedenheit, Liebe, Reife, Heilung ist.
Andere Menschen, irgendwelche Dinge oder eben Pillen, Drogen, "Medikamente" sollen ihnen das möglichst schnell und bequem be-/verschaffen: Wohlgefühl.
Sie gehen nicht fürsorglich, wertschätzend, wohltuend, verantwortungsvoll mit sich selbst um - sie lernen gar nicht, dass und warum das wichtig ist und "wie es geht", worauf es dabei ankommt, was hierfür tatsächlich erforderlich und hilfreich ist und was zusätzlich belastet, aufhält, hindert oder sogar beschädigt.
9. Und wie krank ist das denn bitte: Schwule Männer in Israel (?) werfen Pillen ein, statt Kondome zu nutzen, um sich vor AIDS vermeintlich zu schützen? Der Typ sagt ernsthaft, er hält Kondome für veraltet, stattdessen werde man Medikamente haben, Zitat "die uns schützen und heilen", "die Leute werden Spaß haben, Sex haben und viel glücklicher sein". Frage mal eben: Gibt es für solche Typen nur "Sex"? Wie oberflächlich, liebesunfähig muss mann sein, wenn man Sex mit "Glücklichsein" gleichsetzt, verwechselt?
Und sie machen Sport - oder was sie dafür halten - und rauchen dann aber und werfen Pillen ein.
Frage nochmal: Wie dumm muss mann folglich - und selbstdemonstrierterweise - sein?
Außerdem sagt er, es werde immer einfacher "Kinder zu bekommen", wenn man homosexueller Mann ist - also durch "Leihmutterschaft", indem man wiederum - meist mittellose - Frauen als Objekte benutzt, entmenschlicht, misshandelt, wie so auch in Prostitution.
Verantwortung, Empathie, Mitgefühl, Fürsorglichkeit, Liebesfähigkeit und Reife kennen, haben, leben solche Typen offensichtlich nicht.
10. Und dann die Frauen in Peru, im Amazonasgebiet - Teenagerschwangerschaften: Frauen, die die nebenwirkungsintensive Antibabypille einwerfen oder Hormonspritze anwenden sollen, weil Männer auch dort verantwortungslos "Sex haben", Frauen penetrieren - wie oft auch vergewaltigen: kein konsensualer Sex. ?
Übrigens funktioniert - ohne Vergewaltigung - nfp Sensiplan durchaus sehr gut, wenn man es richtig anwendet.
Und wie üblich, so kommt auch hier ein Mann zu der alleinerziehenden Frau, Mutter und erzählt ihr was über Gott, Jesus, fordert sie auf, in die Kirche zu kommen - statt Männer aufzuklären, zur Verantwortung zu ziehen und mit Frauen wertschätzend, statt gewaltvoll, patriarchal, misogyn, ausbeutend umzugehen.
Schließlich auch noch die grauenvolle, künstliche, blinkende, mechanische, überdrehte Welt der kapitalistischen Freizeitbespaßung, "Freizeitparks" - "Mundo Feliz". Ausgerechnet. Als wäre die intakte Natur, Schutz vor Armut, außerdem Selbstbestimmung und stabile Beziehungen - inklusive verantwortungsvoller, empathischer Männer, Väter, nicht nur in Peru ;) - nicht die tatsächliche Grundlage für Glück, Freude, Lebenszufriedenheit, Halt, Sinn.
Ja, wer diese Doku gemacht hat - Arnaud Robert und Paolo Woods - hat sie zweifelsohne sehr gut gemacht. :)
11. Zu Suizid und Sterbehilfe, wie bei Louis: Ja, ich halte sehr viel von selbstbestimmtem, sicheren, würdevollen, schmerzfreien Tod bzw. Sterben, nicht nur, aber ganz besonders dann, wenn Menschen unheilbar krank sind. Denn nein, Palliativmedizin hilft nachweislich gerade nicht immer und nicht jeder möchte als Pflegefall sterben und/oder nur noch dahindämmern, bis es - zumeist doch leidvoll - zu Ende ist.
Und es darf auch nicht sein, dass Menschen, die ihr Leben aus gravierenden Gründen selbst nicht mehr für lebenswert halten, gezwungen sind, es fortzusetzen oder zu brutalen Suizidmethoden zu greifen, die nicht selten schmerzhaft und/oder unsicher sind oder andere belasten, siehe bspw. Schienentod.
Ja, über Suizid und Sterbehilfe habe ich mir seit vielen Jahren viele Gedanken gemacht. Aus Gründen. Ja, ich habe zwei Menschen durch deren Suizid "verloren". Ausführlich auch dazu im blog, für die Kommentarspalte ist das zu komplex und umfangreich.
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29.10.2025
Kommentar zum youtube-Video, arte (D, 2024) - "Therapie per KI?"
1. Ursache für Depression können - als Begleiterkrankung, Komorbidität - u.a. auch Eisenmangel, ADHS, Autismusspektrumstörung sowie Intelligenzminderung sein.
2. Gemäß cep (Council for evidence-based Psychiatry) ist Pharmakotherapie nicht hilfreich, allenfalls Symptombehandlung, niemals jedoch heilend, das gilt somit auch und gerade für sogen. Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI, die überdies häufig erhebliche Nebenwirkungen, inkl. suizidalem Verhalten bei Therapiebeginn, Dosiserhöhung oder Präparatwechsel, sowie eine schwerwiegende "Absetzproblematik", faktisch Suchtwirkung, haben.
Die "Wirksamkeit" von sogen. Antidepressiva, die leider inzwischen auch bei Angst- und Zwangsstörungen - also breit gestreut - eingesetzt werden, basiert einzig auf dem Placeboeffekt - auch wenn Ulrich Hegerl permanent das Gegenteil verlautbart, propagiert. Aus bekannten Gründen. ;)
3. Selbstverständlich ist bei einer Psychotherapie das Wichtigste das Verhältnis zwischen jeweiligem Therapeut und Patient, denn Heilung vollzieht sich, wie Lernen, vor allem über Beziehung, inkl. natürlich Vertrauen.
Entscheidend ist dabei immer Empathie und Mitgefühl (kognitive und emotionale Empathie), die jeweilige Persönlichkeit, Erfahrung und Persönlichkeitsreife des Therapeuten. Es kann oft vorkommen, dass Therapeut und Patient nicht "zueinander passen". Da hilft auch die vermeintlich geeignete Therapieform, -methode nicht.
Deshalb wirkt Therapie dann nicht - wenn Therapeuten bspw. eben diese Schubladen verwenden, ihre Theorie abspulen, das Patienten auch sehr deutlich merken, sich dann überhaupt nicht verstanden, nicht richtig wahrgenommen, nicht gesehen fühlen - es faktisch dann auch nicht werden.
Und klar ist ein ausgerechnet narzisstischer Therapeut grundsätzlich fatal.
4. Eine KI hat keine Empathie, kein Mitgefühl, denn sie ist programmiert, gefüttert - von Menschen. Sie ist kein Mensch, nicht lebendig, nicht: l e i b l i c h. Sie hat, ist keine Persönlichkeit mit Lebenserfahrung. Sie ist nicht personal.
Eine KI weiß nicht, hat keine Erfahrung damit, was bzw. wie Leiblichkeit, Schmerz, Leid, Freude, Trauer, Wut, Leidenschaft, Verzweiflung, Verlust, Trauer ist, was Gefühle sind, wie sie sich anfühlen: psychisch und physisch.
Eine KI ist eine Maschine - tot. Kein Lebewesen.
Alles, was sie "macht", ist Menschen zu kopieren, den ihr von Menschen gegebenen input auszuwerfen, zu reproduzieren, mehr oder weniger modifiziert, situativ angepasst.
Es ist fake, eigentlich Betrug an Menschen.
5. Worüber man sich klar sein sollte: Eine KI, eine tote Maschine kann zwischenmenschliche Beziehungen nicht ersetzen, sie ist nicht Freund, Partner, Vertrauter, Therapeut, sie kann es nicht sein, eben weil sie kein Mensch, sondern eine Maschine ist.
6. Was leider bisher noch immer in Psychotherapie zu kurz bzw. kaum bis gar nicht vorkommt, ist wohltuende, nicht-sexuelle Berührung: Menschen körperlich direkt, ganz basal Halt geben - durch Umarmen, Halten. Empathisch, bedürfnisorientiert, respektvoll. Das ist selbstverständlich nur möglich, wenn eine Vertrauensbasis zugrundeliegt, das oben schon genannte Verhältnis zwischen Therapeut und Patient. Dabei ist gerade wohltuende körperliche Nähe, Berührung, Halt für Menschen lebenslang wichtig - ganz besonders aber für Kinder, kranke, besonders bedürftige, verletzliche, belastete, auch trauernde, generell für haltlose Menschen.
7. Sport kann gerade gegen Depression sehr gut helfen, nachweislich. Manchen Menschen kann auch Tier- oder Musiktherapie, Kunsttherapie helfen - bei all dem ist der Körper eingebunden, einbezogen, denn der Mensch ist l e i b l i c h.
8. Und ja, Beziehung, Beziehungsfähigkeit erfordert natürlich wechselseitige bzw. je eigene Empathiefähigkeit, auch Selbstkritik, Selbstreflexionsfähigkeit, deshalb ist eine nach eigenen Vorstellungen, Erwartungen, Bedürfnissen selbst gebastelte KI ein Trugbild, eine Illusion - gerade kein Freund, keine Beziehung, keine Bezugsperson. Die KI erwartet nichts von einem, widerspricht nicht, kritisiert nicht. Ähnlich verhält es sich auch mit Tieren, weshalb es diese Menschen gibt, die dann besser mit Tieren, Haustieren, als mit Menschen zurechtkommen - auch das Tier kritisiert den Menschen nicht, widerspricht ihm nicht, stellt ihn nicht infrage, u r t e i l t nicht über ihn.
Es hat also immer auch mit einer zugrundeliegenden Selbstwertproblematik zu tun.
9. Was zumindest mich betrifft, so möchte ich definitiv keine KI, keine tote, leblose, leiblose, seelenlose Maschine als Therapeuten, Arzt, Freund, Partner, auch nicht in der Pflege.
Eine KI kennt, fühlt auch Liebe nicht, kann nicht lieben. Und das "Verhältnis" zu einer KI ist auch niemals Liebe, denn Liebe ist immer konkret, nicht abstrakt und bezieht sich immer auf Lebendiges, Leibliches, auf Lebewesen - nicht auf tote Materie, nicht auf Illusionen, Phantasien, Hirngespinste, menschengemachte Konstrukte, inkl. "Gott" - nicht auf Selbstbetrug, sondern hat überwiegend mit Geben zu tun, nicht vorrangig mit Nehmen.
Einer entsprechend programmierten KI muss und kann man nichts geben: fürsorglich, empathisch, verantwortungsvoll, bedürfnisorientiert - sie hat keine echten, schon gar keine leiblichen Bedürfnisse, denn die KI hat keinen Leib, keine Seele, ist kein Lebewesen, ist kein Mensch. KI weiß deshalb auch nicht was Vergänglichkeit, Sterblichkeit, Sterben, Tod ist, hat damit keine Erfahrungen.
10. Aber klar, so wie Menschen sich in Bezug auf menschengemachte "Götter" freiwillig (!) selbst betrügen, "Götter", "Gott" - wie auch Drogen - als Krücken nutzen, so tun bestimmte Menschen das heute eben mit KI. Es ist Selbstbetrug. Es basiert auf intellektueller, sozialer und emotionaler Unreife.
11. Ja: Zum Menschsein gehört auch, Menschsein ist auch, gerade nicht "perfekt", nicht "optimal", nicht optimiert, kein "Gott", kein "Held" zu sein, sondern lebenslang je persönlich bedürftig, verletzlich, sterblich, "fehlbar".
Aber auf all dem basiert eben auch Kunst, Kreativität, Philosophie, Wissenschaft u.a.m..
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Bürgergeld, Grundsicherung, Hartz IV, workfare, Arbeitsbegriff, Menschenbild, Menschenwürde - Sabeth schreibt - Lebenskunst für Laien
11. Mai 2025 Bundesagentur für Arbeit, Regierungen und das manipulative Framing bzgl. "Langzeitarbeitslosigkeit, Coaching, geförderter Beschäftigung", § 16 i und 16 e SGB II Mit der perfiden ...
https://kallisti-dichtet-belichtet.over-blog.com/2018/03/offentlich-geforderte-beschaftigung-gemeinnutzige-arbeit-sozialer-arbeitsmarkt-fur-arbeitsmarktferne-personengruppen-personen-mit-mu
"(...) Das Behandelkonzept dieser Klinik sieht vor, dass die Patienten zweimal pro Woche eine intensive Kognitive Verhaltenstherapie erhalten. Zum Verständnis der Entstehung und Dynamik der psychischen Problematik konzentriert man sich auf systemisch-biographische Aspekte: das heißt, die Strukturen (z.B. Beziehungen, Familie, Arbeitsplatz) und Lebensverläufe der Betroffenen.
Dazu kommen Sitzungen in Gruppentherapie zu den Themen Depression, soziale Fähigkeiten, Achtsamkeit und Verkörperung. Außerdem werden begleitend Ergotherapie und Physiotherapie angeboten. Die Behandlung in der Klinik dauert rund zwei Monate.
“Antidepressiva”
Bei der Aufnahmeerstellen die Fachleute für jede Patientin und jeden Patienten ein individuelles Modell der Faktoren, die die psychische Störung bedingen, auslösen und aufrechterhalten. Dabei wird Depression als eine Reaktion auf akuten und chronischen psychosozialen Stress aufgefasst, die insbesondere bei bestimmten Risikofaktoren auftreten kann:
Der Stress kann sich beispielsweise durch die Arbeitsmenge, Partnerschaftsprobleme und Beziehungskonflikte ergeben; die Risikofaktoren können bestimmte Gedankenmuster oder körperliche Probleme sein. In der Psychotherapie sollen hierfür bessere Bewältigungsstrategien gelernt werden.
Bei der Klinikaufnahme verwendete rund die Hälfte der Patientinnen und Patienten sogenannte Antidepressiva. Das waren vor allem selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs), die seit den 1980ern immer häufiger verschrieben werden. Gemäß den Richtlinien der Bundesärztekammer ist eine medikamentöse Behandlung bei Depressionen immer noch Standard.
Laut dem Arzneiverordnungs-Report (2021, S. 691) stieg die Verschreibung solcher Medikamente – auf bereits hohem Niveau – in den Jahren von 2011 bis 2020 in Deutschland um noch einmal 34 Prozent. So kam man in 2020 auf satte 1,7 Milliarden Tagesdosen. Das ist genug, damit 4,6 Millionen Menschen die Mittel tagtäglich verwenden können.
“Mit weit über 2 Milliarden [Tagesdosen] stellen die Psychopharmaka eine der größten Arzneimittelgruppen dar. Dabei sind die seit vielen Jahren beobachteten Zuwächse vor allem auf steigende Verordnungen und Indikationsausweitungen von Antidepressiva zurückzuführen […]. Im Durchschnitt haben die Verordnungen von Antidepressiva (Noradrenalin/Serotonin-Verstärker) in der letzten Dekade um mehr als 40% zugenommen. Dieser Anstieg wurde vor allem von den selektiven Serotonin-Rückaufnahme-Inhibitoren (SSRI) und den selektiven Serotonin-Noradrenalin-Rückaufnahme-Inhibitoren (SNRI) getragen […].”
Doch “Antidepressiva” ist eigentlich eine irreführende Bezeichnung. Abgesehen von der nachweislich schlechten Wirksamkeit, auf die wir gleich noch näher eingehen werden, passt dieser Name nicht zur etablierten Verschreibungspraxis. Dazu noch ein Zitat aus dem Arzneiverordnungs-Report:
“Ursprünglich wurden diese Arzneistoffe zur Therapie der Depression eingesetzt. In den letzten Jahren hat sich jedoch eine dramatische Erweiterung des Indikationsspektrums für die Antidepressiva entwickelt. Sie werden unter anderem auch zur Therapie von Angststörungen, Zwangserkrankungen, Panikstörungen, posttraumatischem Stress-Syndrom und neuropathischen Schmerzen eingesetzt. Also muss der Arzt bei diesen Indikationen, wenn er ein Antidepressivum verschreibt, dem Patienten unter Umständen klarmachen, dass er keine Depression habe, sondern die verschriebenen Arzneistoffe auch bei anderen Erkrankungen wirksam sind. Der Patient wird oft irritiert sein und dann beim Recherchieren im Internet feststellen, dass die Depression als Hauptindikation für Antidepressiva gelistet wird.”
Arzneiverordnungs-Report 2021, S. 111f. (...)
Wie ich erst kürzlich schrieb, geht eine depressive Episode nämlich meist nach vier bis neun Monaten von selbst wieder vorbei (Barlow, Durand & Hofmann, 2023, S. 213).
In der hier vorliegenden Studie ging es aber um Härtefälle. Schließlich wird nicht jede(r) mit einer depressiven Verstimmung gleich in einer Klinik aufgenommen und sind die Wartezeiten oft lang. Dementsprechend berichten die Forscherinnen und Forscher, dass die hier untersuchten Personen wegen eines hohen Suizidrisikos, mangelnder Bewältigung des Alltags, Arbeitsunfähigkeit und/oder gescheiterter vorheriger Therapien aufgenommen wurden.
Zufriedener ohne “Antidepressiva”
Ein anderes Maß für den Erfolg einer Behandlung ist bei solchen Studien übrigens die Abbruchquote. Das gilt insbesondere für Depressionen: Eines ihrer Kernkriterien ist neben der depressiven Verstimmung nämlich die Antriebslosigkeit. Das heißt, den Patientinnen und Patienten fehlt es oft an der Motivation oder Energie, etwas zu unternehmen oder durchzuhalten. Das kann auch die Behandlung selbst betreffen.
In Phase A sank die Anzahl der Teilnehmenden von 574 auf 489, brachen also 15 Prozent vor der Entlassung ab – davon leider vier Patienten unter medikamentöser Behandlung mit “Antidepressiva” durch einen Suizid. In Phase B sank die Zahl von 401 auf 378, also um nur 6 Prozent und gab es keine Suizide. Demnach waren die Personen im Schnitt ohne Medikamente zufriedener mit der Behandlung.
Bei der Nachuntersuchung sollten die Patientinnen und Patienten beantworten, was ihrer Meinung nach am wichtigsten für ihre Behandlung war. Dabei nannten 81 beziehungsweise 78 Prozent die Psychotherapie (Phase A, B), jedoch nur 2 beziehungsweise 3 Prozent die Pharmakotherapie (medikamentöse Behandlung).
Alles in allem kommen die Forschenden zu diesem deutlichen Fazit: “Die Ergänzung der Kognitiven Verhaltenstherapie durch Antidepressiva verleiht der Therapie keinerlei Vorteile, sondern erhöht nur die Last der Nebenwirkungen” (Maß et al., 2023). Dementsprechend kritisieren sie auch die Therapierichtlinien, die stark auf “Antidepressiva” bauen. (...)
Sogar laut den eher positiven pharmakologischen Analysen profitieren nur etwa 15 Prozent der Patientinnen und Patienten von Antidepressiva (Stone et al., 2022; eine Zusammenfassung von 232 Einzelstudien mit über 73.000 Teilnehmenden). Dieser (ohnehin kleine) Unterschied könnte, wie gesagt, schlicht an der Verletzung der Placebo-Bedingung liegen – und reflektiert nur unzureichend die wirkliche Situation von Menschen mit Depressionen.
Über Interessenkonflikte wegen der Finanzierung durch die Pharmaindustrie haben wir noch gar nicht geredet. In der Praxis werden unerwünschte Studienergebnisse dann leider oft aus der wissenschaftlichen Forschungsliteratur herausgehalten – obwohl solche Negativbefunde für die Patientinnen und Patienten sehr wichtig wären. (...)
Auch wenn wir natürlich Körperwesen sind und sich Unterschiede in der depressiven Symptomatik (nur!) zu 1,5 bis 3,2 Prozent durch Unterschiede in den Genen erklären lassen (Giangrande, Weber & Turkheimer, 2022), sind Traumata und andere schwere Lebensereignisse der bislang größte bekannte Risikofaktor für diese psychische Störung (Teil 1, Teil 2).
Das bedeutet nicht automatisch, dass jemand beim Verlust des Arbeitsplatzes, einer Trennung oder einem Todesfall schwerdepressiv wird. Viele Menschen suchen sich dann eine Bewältigungsstrategie und stürzen sich vielleicht in Arbeit, Reisen, Sport, Hobbys, Drogen- oder Alkoholkonsum. Das kann eine Zeit lang gut gehen – aber insbesondere im Zusammenhang mit negativen Gedankenmustern oder beim Auftreten weiterer Schocks oder von zu viel Stress kann eine schwere psychische Störung entstehen.
Alternatives Menschenbild
Erwartungen spielen für die Therapie eine wichtige Rolle. Das gilt gleichermaßen für “körperliche” und “seelische” Erkrankungen, wobei man Leib und Seele besser als Einheit sieht (englisch: embodiment). Das macht psychische Störungen nicht weniger real – weist aber ein weiteres Mal die Beschränktheit der biomedizinischen Sichtweise auf, wenn Depressionen als “Erkrankungen im medizinischen Sinn” (Ulrich Hegerl, Stiftung Deutsche Depressionshilfe) oder gar “Hirnstörungen” (Florian Holsboer, früher Max Planck-Institut für Psychiatrie) bezeichnet werden.
Die neue Studie ist ein weiterer Hinweis darauf, dass Menschen Menschenmedizin brauchen, nicht Bio-, Nagetier- oder Schaltkreisemedizin. Das Menschenbild spielt also in der Forschung und Therapie eine wichtige Rolle."
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/neue-studie-ueber-depressionen-nur-3-der-patienten-fanden-antidepressiva-wichtig/
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
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"(...) Ein Effekt in dieser ermittelten Größenordnung bedeutet, dass sich Medikament und Placebo bei rund 90% aller Patienten in ihrer Wirksamkeit nicht unterscheiden. Diese wichtige Information wird in der Arbeit aber leider nicht erwähnt. Die Autoren räumten jedoch ein, dass die Gefahr für Verzerrungen (im Sinne einer Überschätzung der Wirksamkeit) moderat bis hoch sei und dass keine Rückschlüsse auf die Langzeitwirkung der Medikamente getätigt werden können
Die Studie berichtet außerdem nicht nur Wirksamkeit bezüglich Symptomreduktion, sondern auch die Rate vorzeitiger Behandlungsabbrüche. Viele Forschende erachten dieses Maß als das zuverlässigere Wirksamkeitskriterium, da es objektiv und weniger anfällig für Verzerrungen ist. Bezüglich vorzeitiger Behandlungsabbrüche waren nur 2 Medikamente statistisch signifikant besser als Placebo (obschon auch hier die Effekte schwach waren); 18 unterschieden sich nicht von Placebo, und 1 Medikament war sogar signifikant schlechter als Placebo.
Wenn man die schwache Effektstärke bezüglich kurzfristiger Symptomreduktion und die vorzeitige Abbruchrate zum Maßstab nimmt, und dies vor dem Hintergrund eines beachtlichen Verzerrungsrisikos interpretiert, so wäre es maßlos übertrieben hier von einem überzeugenden Wirksamkeitsnachweis zu sprechen. Hier haben die Medien unkritisch und falsch berichtet.
Leider haben sich insbesondere Kommentatoren mit ablehnenden bis sogar feindseligen Rückmeldungen einzig und allein auf diese Medienberichte gestützt. Die Lancet-Studie selbst haben die meisten wahrscheinlich gar nicht gelesen.
Antidepressiva sind größtenteils wirkungslos
Ich denke, dass die korrekte Schlussfolgerung darum ist, dass Antidepressiva größtenteils, das heißt, bei den meisten Patienten, wirkungslos sind. Dass Medienberichte und einige Fachpersonen eine ganz andere Botschaft übermittelt haben, ist ein anderes Problem. Aber vielleicht sollten Sie dann eher diese Parteien fragen, wie sie zu solch einer unkritischen und undifferenzierten Schlussfolgerung gekommen sind.
Dass diese Meta-Analyse keinesfalls beweist, dass Antidepressiva wirksam sind, haben auch verschiedene renommierte Professoren wie Peter Gotzsche und Joanna Moncrieff hervorgehoben. (...)
Michael P. Hengartner: Die in den Studien berichteten schwachen Effektstärken sind Mittelwerte. Das bedeutet darum auch, dass einige wenige Patienten einen deutlichen Nutzen wahrnehmen, sowie aber andere auch einen beachtlichen Schaden erfahren. Beide Extreme, das heißt, großer Nutzen sowie großer Schaden, sind aber seltene Fälle.
Die große Mehrheit der Patienten streut nahe um den Mittelwert, im Bereich keiner Wirkung bis schwacher Wirkung. Das sind ganz simple aber grundlegende Gesetze der Statistik.
Dass in der Klinik häufiger ein vermeintlicher Nutzen beobachtet wird, als in den wissenschaftlichen Studien, hat damit zu tun, dass in der Praxis der Placeboeffekt nicht vom eigentlichen Wirkstoff des Medikamentes unterschieden werden kann. Wie oben erläutert wurde, ist rund 90% der Wirksamkeit von Antidepressiva auf Placeboeffekte zurückzuführen.
Dies mag den Eindruck erwecken, dass die Medikamente in der Mehrheit aller Fälle wirksam und nützlich sind. Dass die gleiche Wirkung jedoch auch mit einem Traubenzucker bei deutlich weniger Nebenwirkungen erreicht werden könnte, ist man sich viel zu selten bewusst. (...)
Michael P. Hengartner: Ja, das ist genau das grundlegende Problem. Es wird – wohl bewusst – selten über die Effektstärke berichtet. Ich habe oben bereits erläutert, dass bei einer Effektstärke dieser Größenordnung rund 90% der Wirksamkeit auf Placeboeffekte zurückzuführen ist. Dies heißt aber nicht, dass die restlichen 10% zwingend auf die medikamentöse Wirkung zurückzuführen sind.
Wie in meiner Übersichtsarbeit und im Interview erwähnt, gibt es zahlreiche methodische Verzerrungen, welche diesen restlichen Effekt erklären können. Prof. Peter Gotzsche, Direktor des Nordic Cochrane Center und einer der arriviertesten Forscher in der Medizin, hatte beispielsweise berechnet, dass die Wirksamkeit von Antidepressiva vollends verschwindet, wenn die Verzerrung durch den Beobachtereffekt statistisch mitberechnet wird. Der Beobachtereffekt beruht auf dem Umstand, dass die Begutachter in den Studien aufgrund spezifischer Nebenwirkungen meistens erahnen können, welcher Patient den Wirkstoff bekommt und wer das Placebo.
Medikamente, die wirken, weil sie neu sind?
Diese Verzerrung zeigte sich übrigens auch in der Lancet-Studie: So wurden Medikamente, wenn sie neu auf den Markt kamen und die Hoffnung auf Wirksamkeit hoch war, deutlich wirksamer eingeschätzt, als wenn sie nicht mehr ganz neu waren. Da ein Medikament ja nicht an Wirksamkeit verliert, nur weil es bereits ein paar Jahre auf dem Markt ist, ist dies ein klares Indiz dafür, dass die Erwartungshaltung der Begutachter die Ergebnisse verfälscht hat.
Aber auch diese wichtige Information wurde in den Medienberichten mit einigen wenigen Ausnahmen unterlassen – Spiegel Online veröffentlichte im Gegensatz zu anderen Medien einen durchweg kritischen Bericht und hatte auf diesen Umstand hingewiesen. Dass aber führende Psychiatrieprofessoren wie Carmine Pariante in ihren Stellungnahmen solch wichtige Aspekte mit keinem Wort erwähnen, finde ich sehr bedenklich und stellt deren wohlwollende Interpretation der Studie in Frage.
Um die zweifelhafte Wirksamkeit der Medikamente nochmals mit anderen Zahlen zu verdeutlichen: Der mittlere Unterschied zwischen Antidepressiva und Placebo in der Lancet-Studie und früheren Analysen entspricht rund 2 Punkten auf der meistverwendeten Depressions-Beurteilungsskala, welche von 0 bis 54 Punkte reicht. Oftmals wird auf dieser Skala eine Differenz von mindestens 3 Punkten für einen klinisch minimalst bedeutsamen Effekt vorausgesetzt. Dieser Wert wurde jedoch eher willkürlich festgelegt.
Wissenschaftliche Befunde suggerieren, dass eine Fachperson erst ab 7 Punkten eine minimale Verbesserung in der depressiven Symptomatik eines Patienten wahrnehmen kann. Selbst wenn man annimmt, dass der ermittelte Effekt von 2 Punkten nicht durch Verzerrungen aufgebläht wurde, was sehr unwahrscheinlich ist, so ist die angebliche Wirksamkeit von Antidepressiva dennoch dermaßen klein, dass selbst der geübteste Kliniker diesen Effekt bei seinen Patienten unmöglich feststellen könnte. (...)
Michael P. Hengartner: Ich habe soeben eine kritische Arbeit zur Wirksamkeit von Psychotherapie publiziert. Auch hier haben systematische Verzerrungen in der Methodik zu einer deutlichen Überschätzung der kurzfristigen Wirksamkeit geführt.
Jedoch wissen wir inzwischen auch, dass sich der primäre Nutzen der Psychotherapie im Vergleich zur medikamentösen Behandlung nicht in der kurzfristigen Symptomreduktion äußert, sondern hauptsächlich in einer dauerhaften und nachhaltigen Beschwerdefreiheit. Dies wurde in mehreren Meta-Analysen repliziert.
Zudem verbessert Psychotherapie auch das soziale Funktionsniveau der Patienten, was Medikamente nicht können. Und ich verdiene kein Geld als Psychotherapeut. Ich bin momentan einzig und allein in Forschung und Lehre tätig. (...)
In dieser Arbeit wird auch aufgezeigt, dass die massive Zunahme der Antidepressivaverschreibungen nicht zu einer Reduktion der Depressionshäufigkeit geführt hat. Das finde ich sehr interessant, denn sollten die Medikamente tatsächlich wirksam sein, dann hätte die vielfache Zunahme in den Verschreibungsraten seit den 1990er Jahren ja zu einem deutlichen Rückgang der Störung führen sollen.
Antidepressiva, sofern wirksam, sollten ja nicht nur die Symptome abmildern oder gänzlich beseitigen. Sie sollten angeblich auch Wiedererkrankungen vermeiden. Folglich sollte die Rechnung lauten: Je mehr Antidepressiva, desto weniger depressive Episoden. Leider ist es aber nicht so.
Das ist natürlich auch den Autoren aus der obengenannten Studie aufgefallen. Nur interpretieren sie diesen Widerspruch dahingehend, dass die Medikamente nicht an die richtigen Personen in der richtigen Dosierung verschrieben werden. Dies mag zu einem gewissen Grad sicherlich zustimmen, doch meines Erachtens ist die plausiblere Erklärung, dass die Medikamente größtenteils einfach wirkungslos sind. Nur so kann ich mir erklären, dass die Häufigkeit von Depressionen nicht rückläufig ist.
Wer differenzierte und wissenschaftlich fundierte Informationen über Antidepressiva sucht, insbesondere auch über die oftmals verschwiegenen schädlichen Langzeitfolgen oder über schwere Enzugssymptome beim Absetzen, sei auf die Internetseite des Council for Evidence-Based Psychiatry verwiesen. Diese Seite wird von führenden Experten auf dem Gebiet unterhalten und laufend aktualisiert."
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/bei-rund-90-wirken-antidepressiva-nicht-besser-als-placebo/
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"(...) Calling for antidepressants to be more widely prescribed will do nothing to address the problem of depression and will only increase the harms these drugs produce. Adverse effects of the most commonly used SSRI antidepressants include sexual dysfunction, which in rare cases seems to persist after discontinuation of the drug,10 agitation, suicidal and aggressive behaviour among younger users,11 prolonged and severe withdrawal effects12 and foetal abnormalities13 with some drugs. Thankfully the more severe effects are probably rare, but they will become a more significant problem if prescribing rates increase further. The harm caused by encouraging people to consider themselves as having a disease requiring long-term medical treatment is difficult to quantify.
As the debate around the coverage highlighted, many people feel they have been helped by antidepressants, and some are happy to consider themselves as having some sort of brain disease that antidepressants put right. These ideas can be reassuring. If people have had access to balanced information and decided this view suits them, then that is fine. But in order for people to make up their own minds about the value or otherwise of antidepressants and the understanding of depression that comes in their wake, they need to be aware that the story the doctor might have told them about the chemical imbalance in their brain and the pills that put it right is not backed up by science, and that the evidence that these pills are more effective than dummy tablets is pretty slim.
Many people will be wondering why on earth we are reacting to the increasing burden of human misery in this way. Why are we not asking why it is that so many people in the modern world feel miserable and stressed? What are the pressures that people are under that make coping with life difficult? I could name many: insecure or inadequate employment, finances and housing, loneliness, increasing pressure to perform and reach ever higher targets at work and school and the disappearing nature of community in many areas. These are the things we need to focus on to stem the ‘epidemic of depression’ — not doling out ever more placebos with side effects!"
https://www.madinamerica.com/2018/02/challenging-new-hype-antidepressants/
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"(...) Es geht also entscheidend um biologische Ursachen. Ohne hier ganz grundlegend zu werden und die Frage aufzuwerfen, was eigentlich Ursachen sind und wie man sie misst (den Autoren der Pressemitteilung möchte ich aber doch mit auf den Weg geben, noch einmal über den Unterschied zwischen Korrelation, also gleichzeitigem Auftreten, und Kausalität nachzudenken), möchte ich auf Folgendes hinaus:
Entweder denkt man sich den Geist als ohnehin biologisch bedingt (abhängig vom Nervensystem), dann gibt es sowieso für alle psychischen Vorgänge, also auch psychische Störungen, biologische Ursachen; und dann wäre die Feststellung, dass Psychisches biologische Ursachen hat, schlicht trivial. Oder man lässt diese schwierige, metaphysische Fragen außen vor und unterscheidet auf der Ebene der Prozesse, die auf die Psyche einwirken können, etwa psychosozial gegenüber biologisch. (...)
Der Standpunkt der Stiftung ist also, dass die Werte für die Biologie höher und für das Psychosoziale niedriger sein sollten. Dem möchte ich erwidern: Stimmt das denn? Natürlich wird seit Jahrzehnten, ja mehr als einem Jahrhundert nach den Ursachen psychischer Störungen wie Depressionen gesucht. Um die Situation kurz zusammenzufassen sei gesagt, dass man mit dem psychiatrischen Diagnosehandbuch DSM-III von 1980 Aussagen über die Ursachen – in der Fachsprache: Ätiologie – der Störungen entfernt hat.
Abschied von der Ursachenlehre
Damals löste sich die amerikanische Psychiatrie, gefolgt von vielen anderen Teilen der Welt, vom psychodynamischen Ansatz von Sigmund Freud. Dieser galt zunehmend als wissenschaftlich überholt. Warum wurde aber die Ätiologie, die Lehre von den Ursachen, aus der sogenannten Psychiatrie-Bibel entfernt? Weil man einräumen musste, dass man die Ursachen der psychischen Störungen nicht kannte; oder dass das Wissen hypothetisch und umstritten war.
Jetzt ist es aber so, dass auch mehr als 30 Jahre später in der neuesten Auflage des Handbuchs, dem DSM-5 von 2013, Aussagen über die Ursachen immer noch fehlen; und zwar, weil man sie immer noch sucht. Außerdem ist es trotz größter Bemühungen und finanzieller Mittel bisher nicht gelungen, für auch nur eine einzige der mehreren Hundert unterschiedenen psychischen Störungen einen verlässlichen Biomarker zu finden, das heißt, ein Merkmal im Körper/Gehirn, mit dem man die Störung diagnostizieren könnte. Was weiß also die Stiftung Deutsche Depressionshilfe, was der internationalen Forschergemeinde bisher entgangen ist?
Bedeutung psychosozialer Faktoren
Natürlich sind psychosoziale Faktoren Ursachen psychischer Störungen und insbesondere auch von Depressionen. Die Stiftung stellt hier Jahrzehnte der Forschung unterschiedlichster Disziplinen wie der Psychologie, Sozialwissenschaften und Psychiatrie auf den Kopf. Als – nach meinem Wissen – größter ursächlicher Faktor wurden schwere Lebensereignisse (man denke an den Tod eines Nahestehenden, Scheidung, Verlust der Arbeit, Erleben eines Verbrechens) gefunden und vielfach bestätigt.
Wenn man sich die Stärke dieser Effekte anschaut, dann ist diese gut viermal so groß wie alles, was – nach meinem Wissen – die psychiatrische Genetik bisher zu bieten hat. Betrachtet man nur die vier schlimmsten Lebensereignisse, nämlich Tod eines nahen Verwandten, Erleben eines Überfalls, ernsthafte Partnerschaftsprobleme und Trennung/Scheidung, dann sind die Einflüsse sogar mehr als siebenmal so stark. Es ist keinesfalls so, wie die Stiftung Deutsche Depressionshilfe erklärt, dass den Genen “große Relevanz” zukomme. Allenfalls erklären diese kleine Unterschiede zwischen den Menschen, die schlimme Dinge und viel Stress erleben. (...)
Dazu kommt, dass auch die Genaktivität und die von der Stiftung so gerne angeführte “Stoffwechselstörung im Gehirn” natürlich selbst die Folge psychosozialer Ereignisse sein kann. Worauf reagiert denn unser Gehirn, wenn nicht auf Einflüsse und Eindrücke aus der Umwelt? Wozu ist unser Nervensystem und das vieler anderer Spezies denn im Laufe der Evolution entstanden, wenn nicht, um sich in dieser Lebenswelt zurechtzufinden? (...)
Fazit: Der von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe konstruierte Widerspruch zwischen psychosozialen und biologischen Faktoren ist in Wirklichkeit gar keiner: Die biologischen Reaktionen sind Vermittler der psychosozialen Ereignisse. Wenn man Körper und Geist als Einheit sieht, dann ist diese Feststellung trivial; wenn man Ursachen auf der Ebene von Prozessen – also etwa biologisch gegenüber psychosozial – unterscheidet, dann muss man auch die zeitliche Reihenfolge und die Effektstärke berücksichtigen.
Dass jedenfalls Stress eine der Hauptursachen für Depressionen und andere psychische Störungen ist, ist schon lange wissenschaftlich gesichert. Dabei kommt biologischen, entwicklungsbedingten (etwa Kindesmisshandlung, Vernachlässigung), psychologischen (etwa Denkstile, Persönlichkeitsfaktoren) und soziodemographischen Faktoren (wie den bereits genannten Lebensereignissen) eine Vermittlerrolle zu. (...)
Politische Brisanz
Darum ist es verquer, falsch und auch politisch brisant, der Allgemeinheit weiszumachen, sie überschätze den Einfluss psychosozialer Einflüsse auf Depressionen gegenüber den biologischen. Wer es nämlich schlicht als biologische Tatsache annimmt, dass er depressive Symptome hat, der wird auch vor allem auf der biologischen Ebene nach der Lösung suchen, also mit Psychopharmaka, Elektroschocks (auch EKT genannt, Elektrokrampftherapie), Tiefenhirnstimulation und eines Tages vielleicht Gentherapie (Wenn Psychologie politisch wird: Milliarden zur Erforschung des Gehirns).
Die Biologie kann durchaus die beste Anlaufstelle sein – Stressvermeidung und die Stärkung des sozialen Netzes werden in der Praxis aber für die meisten Menschen eine viel größere Rolle spielen. Nun lassen sich bestimmte schwere Lebensereignisse, beispielsweise die Todesfälle Nahestehender, nicht aus der Welt schaffen. Wie stark sich aber etwa der Verlust eines Arbeitsplatzes auf einen Menschen auswirkt, hängt auch von der sozialen Absicherungen und von Freundschaften ab. Verliert man damit seine finanzielle Perspektive, verliert man vielleicht auch die meisten Freunde, gar die Partnerschaft und die Wohnung, dann wird einen dieses Ereignis ungleich schwerer treffen (man denke an Stress, Angst und Einsamkeit, die einander gegenseitig verstärken). Auch von solchen lebenspraktischen Erwägungen lenkt das biologische Denken ab. (...)
Wirkung von Antidepressiva
Nun zum zweiten Punkt: Wenn Antidepressiva so gezielt wirken, wie es die Stiftung Deutsche Depressionshilfe beschreibt, warum verschreibt man sie dann beispielsweise auch gegen Angststörungen? Oder gegen Zwangsstörungen? Oder gegen Essstörungen? Oder zur Behandlung vorzeitiger Samenergüsse? Und warum wirken sie, wenn überhaupt, im Mittel nur leicht besser als Placebo?
Oder wenn etwa, wie Thomas Insel, früherer Direktor der National Institutes of Mental Health, der wichtigsten psychiatrischen Forschungseinrichtung weltweit mit Milliardenbudget, 2010 noch schrieb, zur Behandlung von Depressionen müsse man den subgenualen zingulären Gyrus im Gehirn, auch bekannt als Brodmann-Areal 25, neu starten, warum überflutet man dann das ganze Gehirn mit Botenstoffen? Psychopharmaka wirken, anders als es die Stiftung Deutsche Depressionshilfe verbreitet, gerade nicht “gezielt”. (...)"
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/was-sind-ursachen-von-depressionen/
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
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"(...) Individualisierung
Das heißt, wer sich auf die biologische Sichtweise einlässt, der unterstellt implizit, dass die Ursache – oder der Fehler oder das Problem – im Menschen mit der Depression liegt; wer hingegen die psychosozialen Aspekte hervorhebt, der verteilt die Verantwortung in der sozialen Umgebung des Betroffenen, denken wir an Schicksalsschläge, chronischen Stress durch Überarbeitung oder familiäre Verpflichtungen oder auch an mobbende Kollegen.
Das ist übrigens keinesfalls zwingend: Man könnte biologisch etwa von Umweltgiften (Umgebung) oder psychosozial von Faulheit (Individuum) sprechen; das wird jedoch in aller Regel nicht getan. In der politischen Tradition nach der früheren britischen Ministerpräsidentin Margaret Thatcher (1925-2013), dass es keine Gesellschaft gebe und ergo der Einzelne für alles verantwortlich sei (O-Ton von 1987: “And, you know, there’s no such thing as society. There are individual men and women and there are families. And no government can do anything except through people, and people must look after themselves first.”), sollte einen das Verorten der Ursachen von Depressionen im Individuum durch die biologische Sichtweise aufhorchen lassen.
Ent-Schuldigung
Jetzt kommt aber die molekularbiologische Psychiatrie und sagt: “Halt! Das Problem mag zwar im Einzelnen liegen, jedoch kann keiner etwas für seine Gene und auch die Gehirnstörung ist eine Krankheit, die einen zufällig treffen kann, wie jede andere.” Nachdem sie das Individuum in den Mittelpunkt gestellt hat, ent-schuldigt die Psychiatrie es sogleich.
Solche Macht haben sonst nur Richter und, nach persönlicher Vorliebe, vielleicht noch Priester. Das soziale Konstrukt Verantwortung verschwindet so in der Zufälligkeit der Kombination von DNA-Strängen und neurobiologischer Vorgänge im Körper. Gene und Botenstoffe können ebenso wenig verantwortlich gemacht werden wie Erdbeben und Vulkanausbrüche. Nur Personen können verantwortlich gemacht werden. Man könnte daher meinen, die Diagnose Depression sei eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.
Für und Wider molekularbiologische Psychiatrie
Um hier Missverständnisse zu vermeiden: Die molekularbiologische Sichtweise könnte stimmen. Dann sollte man aber erwarten, dass sich ein starker Zusammenhang zwischen Genen, Gehirnzuständen und Depressionen herstellen lässt. Mit etwas theoretischer Vernunft wird einem schnell klar, dass die Natur die psychiatrischen Diagnosehandbücher unserer Zeit natürlich nie gelesen hat und daher nicht zu erwarten ist, dass die 227 immer noch sehr unscharfen (wie viel ist “signifikanter” Gewichtsverlust, wie viel “zu viel” Schlaf usw.?) Kombinationsformen der Störung irgendeinem identifizierbaren Naturzustand entsprechen.
Hier könnte man einwenden, dass unser Verständnis von Depressionen eben noch nicht endgültig ist. Das stimmt sicher, macht den Standpunkt für den Psychiater – der immerhin aufgrund des heutigen Verständnisses diagnostiziert, behandelt und ent-schuldigt – aber nicht einfacher! Respekt für all diejenigen, die sich in aller Redlichkeit trotzdem auf diese Herausforderung einlassen. Wenn aber an dem molekularbiologischen Ansatz der Psychiatrie etwas dran ist, dann sollte man doch erwarten, dass sich wenigstens irgendeine der rund 150 bis 600 unterschiedenen psychischen Störungen deutlich genug in Genen oder Gehirnen abzeichnet, dass man damit eine Diagnose stellen könnte. (...)
Neue Genetik-Studie
Tatsächlich sieht es für die molekularbiologische Psychiatrie noch schlechter aus, als ich es beim Schreiben meines vorherigen Artikels vermutete. Der beste Hinweis fiel nämlich auf eine 2015 in Nature veröffentliche Studie zur Genetik depressiver Störungen. Wir haben gelernt: Schaue nicht nur auf die statistische Signifikanz, sondern auch auf die Effektgröße. Diese ist allerdings noch einmal um mehr als 20% kleiner als das, was ich im letzten Beitrag der Gegenseite eingeräumt habe (Was sind Ursachen von Depressionen?). Damit ergibt sich folgendes Bild:
Vergleicht man diesen neuen Fund, ein Beispiel für Hegerls “Fülle organischer Veränderungen”, mit den schwersten Lebensereignissen, dann ist das Psychosoziale ca. 8,5-mal so stark beteiligt wie das Biologische. Dazu muss man aber noch sagen, dass der Fund der Nature-Studie nur für die ethnische Gruppe der Han-Chinesen signifikant war, von denen immerhin rund 10.000 untersucht wurden. Und auch nur Frauen. Und auch nur solche, mit schweren Depressionen.
Wir erfahren, dass die zwei gefundenen genetischen Ausprägungen irgendetwas mit Mitochondrien zu tun hätten. Dumm nur, dass ausgerechnet diese beiden Ausprägungen auf Chromosom 10 auf den Orten genannt rs12415800 und rs35936514 in Europäern kaum vorkommen. Und trotz dieses scheinbaren genetischen Pechs der Chinesen werden Depressionen dort 70% seltener diagnostiziert als in Deutschland. Wie verzweifelt muss jemand auf der Suche nach Erfolgserlebnissen sein, der so etwas als Durchbruch feiert? (...)
Es trifft vor allem Hartz-IV-Empfänger
Die Zahl der Frühberentungen ist also nicht gleich geblieben, sondern spiegelt gesellschaftlich-ökonomische sowie gesetzliche Veränderungen wider. Wenn zudem, wie der Psychiatrieprofessor behauptet, die diagnostischen Methoden seines Fachs verbessert wurden und die Therapien helfen, dann ist es schier ein Rätsel, warum in jüngerer Zeit beinahe 50% mehr Menschen wegen psychischer Störungen aus dem Arbeitsleben ausscheiden mussten als zehn Jahre vorher. Diese Rechnung kann Ulrich Hegerl unmöglich für sich verbuchen.
Der Sachverhalt hat übrigens ein soziales Gesicht, wie die Rentenforscher Kaldybajewa und Kruse schreiben: “Gerade die Leistungsempfänger von Arbeitslosengeld II zeichnen sich durch besonders niedrige durchschnittliche Rentenzahlbeträge aus und werden überproportional wegen psychischer Störungen berentet.” Diese Form der Frühberentung trifft also vor allem Hartz-IV-Empfänger, die dann wahrscheinlich mit einer Minimumrente über die Runden kommen müssen. Ich werde auf das soziale Gesicht der Depression am Ende zurückkommen. Festzuhalten ist: Ulrich Hegerls Erklärung ist weder mit Blick auf die Diagnose von Rückenschmerzen, noch auf den Verlauf der Frühberentungen schlüssig. (...)
Das soziale Gesicht der Depressionen
Einen letzten deutlichen Befund ergibt ein Blick auf den sozio-ökonomischen Status (SES), mit dem Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen Wohlstand und Depressionen untersuchen. Die eingangs erwähnte Studie des Robert-Koch-Instituts zeichnet hier ein bedrückendes Bild, dass es sich dabei vor allem um eine Störung armer Frauen handelt:
Bei Frauen fällt die Anzahl der Diagnosen einer Depression innerhalb der letzten zwölf Monate von 12,9% (niedriger SES, blau) auf 7,0% (mittlerer SES, rot) und 5,5% (hoher SES, gelb) mit dem Wohlstand. Für Männer gibt es keinen solchen Effekt. Quellen: Zahlen des Robert-Koch-Instituts, 2013
Zwar belegt so ein Bild noch keinen kausalen Zusammenhang. Es könnte etwa sein, dass Frauen nicht depressiv werden, weil sie arm sind, sondern dass sie umgekehrt arm werden, weil sie depressiv sind. Das würde aber zumindest die Frage aufwerfen, warum es keinen vergleichbaren Effekt bei Männern gibt. In welche Richtung die Ursache-Wirkung-Beziehung hier auch weist, die Abbildung macht ein weiteres Mal deutlich, dass Depressionen ein psychosoziales Gesicht haben. (...)
Eine heikle Frage der Interpretation
Denselben Befund haben wir bereits bei der Diskussion der Frühberentungen wegen psychischer Störungen gehabt: Die betrafen vor allem Hartz-IV-Empfänger – und auch darunter vor allem Frauen. Man möge nun selbst den Unterschied dieser beiden Interpretationen der Kausalität betrachten und vergleichen: Armut macht depressiv. Oder: Depressionen machen arm. (...)
An der Interpretation hängt sehr viel für die Fragen von Verantwortung, vielleicht sogar Schuld, sozialer Gerechtigkeit und der Ausgestaltung von Präventions- und Hilfsangeboten. Wo man die Ursache verortet, im Individuum oder in der Gesellschaft, hat also große gesellschaftspolitische Auswirkungen. Wer sich hier deutlich für eine Interpretation entscheidet, der muss schon über sehr gute Argumente verfügen.
Unhaltbare Schlussfolgerungen
Das ist beim Standpunkt der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und ihres Vorsitzenden, Professor Ulrich Hegerl, Direktor der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Leipzig, aber nicht der Fall. Wie wir gesehen haben, sprechen die wissenschaftlichen Daten deutlich für die psychosoziale Sichtweise, während die genetische Veranlagung nach heutigem Kenntnisstand nur wenig beiträgt. Die Schlussfolgerung der Stiftung, die Bevölkerung müsse biologische Faktoren als relevanter, psychosoziale als weniger relevant ansehen, lässt sich jedenfalls nicht halten.
Dass die Medien, etwa das ZDF, der Focus, Spiegel Online, die Welt oder Radio Berlin Brandenburg die Pressemitteilung der Deutschen Stiftung Depressionshilfe in Zusammenarbeit mit der Deutsche Bahn Stiftung kritiklos übernehmen und hier ohne wissenschaftliche Notwendigkeit eine arbeitgeberfreundliche, neoliberale Haltung einnehmen, wirft kein gutes Bild auf sie. Auch war keine der genannten Redaktionen bisher dazu bereit, ihre Berichterstattung zu überdenken.
Wahrlich: Depressionen sind ein politisch brisantes Thema."
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/mehr-ueber-ursachen-von-depressionen/
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
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"(...) Dabei muss man wissen, dass der Trend schon seit den 1990ern anhält: Bereits 1993 traf der US-Psychiater Peter D. Kramer mit seinem Buch über Antidepressiva (deutsch 1995 als “Glück auf Rezept”) einen Nerv. 1997 schrieb dann der irische Psychiater David Healy über die “Ära der Antidepressiva” und zog damit den Zorn der Pharmaindustrie auf sich, die danach seine Karriere torpedierte. Healy ließ sich aber nicht beirren und veröffentlichte weiter kritische Artikel und Bücher.
1998 thematisierte der französische Soziologe Alain Ehrenberg in “Das erschöpfte Selbst: Depression und Gesellschaft in der Gegenwart” (deutsch 2004) den anhaltenden Anstieg von Depressionen. Meine inzwischen pensionierte Chefin Trudy Dehue schrieb 2008 ihren niederländischen Bestseller über die Depressions-Epidemie und erhielt dafür viele Auszeichnungen und Ehren, sowohl aus Wissenschaft als auch Gesellschaft.
2013 kritisierte dann der namhafte US-Psychiater Allen Francis die endlose Ausdehnung psychischer Störungen (deutsch im selben Jahr erschienen als “Normal: Gegen die Inflation psychiatrischer Diagnosen”). Ihm war insbesondere die Pathologisierung natürlicher Trauer beim Verlust eines nahestehenden Menschen als Depression ein Dorn im Auge. Die Liste ließe sich lange fortsetzen. (...)
Das medizinische Modell
Und jetzt, im Jahr 2021, ist schon wieder von einer Verdopplung die Rede. Das vorherrschende Modell in der Psychiatrie, wie es etwa der langjährige Leipziger Klinikdirektor und Vorsitzender der Deutschen Depressions Hilfe Ulrich Hegerl unermüdlich vertritt, betrachtet dabei Depressionen und andere psychische Störungen als Erkrankungen im medizinischen Sinn. Das heißt, es gebe einen Krankheitserreger, den man vorzugsweise medikamentös behandeln müsse.
Unter dieser Prämisse lässt sich gar nicht begreifen, warum immer mehr und mehr und mehr Menschen psychologisch-psychiatrische Diagnosen bekommen. Der biomedizinische Ansatz geht nämlich davon aus, psychische Störungen seien Gehirnerkrankungen (Was heißt es, dass psychische Störungen Gehirnstörungen sind?). Warum soll es aber immer mehr defekte “Schaltkreise” in Gehirnen geben? Und warum lassen sich die nicht im Einzelfall nachweisen? (...)
Bis heute hat sich daran nichts geändert. Auch das DSM-5 von 2013, das im Lichte der Neurowissenschaften überarbeitet werden sollte, kennt allenfalls Risikofaktoren, keine Ursachen. Seit der Auflage von 1980 geht es um reine Symptombeschreibungen: abweichende Gefühls-, Denk- und Verhaltensmuster, die meist mit subjektivem Leiden oder Einschränkungen im Alltag einhergehen (Was sind psychische Störungen?).
Hält ein Psychotherapeut oder Psychiater diese für “klinisch signifikant”, dann kann eine Diagnose erfolgen. Hausärzte diagnostizieren mitunter auch solche Störungen, sind dafür in der Regel aber nicht speziell ausgebildet.
Inzwischen sollte klar sein, dass wir es hier mit gesellschaftlichen und statistischen Normen zu tun haben. Bei Depressionen dreht sich, wie bereits gesagt, viel um die Frage, was normale Trauer von einer klinischen Depression unterscheidet. Laut DSM-5 sollen die Experten dabei berücksichtigen, was “kulturell angemessen” ist. Aha.
Kulturgeschichte der Störungen
Kulturelle Ansichten ändern sich aber. Im 19. Jahrhundert war zum Beispiel die Diagnose Neurasthenie (Nervenschwäche) verbreitet und galt als Zivilisationserkrankung. Entspricht das dem heutigen Burnout? Wobei die einschlägigen Diagnosehandbücher Burnout (bisher) nicht als gültige Kategorie ansehen.
Dennoch führt es seit den 1970ern ein Eigenleben und ist in aller Munde. Das haben wir gerade wieder beim Bericht der KHH gesehen. Scheinbar haben heute schon Kinder und Jugendliche solche Probleme.
Im frühen 20. Jahrhundert war die Hysterie noch eine häufige Diagnose, vor allem bei jungen, alleinstehenden Frauen. Inzwischen ist sie gänzlich verschwunden. Die bereits erwähnte Anorexia nervosa (Magersucht) hat hier allerdings ihre Wurzeln. In den 1970ern/1980ern wurden häufig multiple Persönlichkeiten diagnostiziert. Heute spricht man von der dissoziativen Identitätsstörung und wird die Diagnose viel seltener gestellt.
Störungsbilder kommen und gehen
Bis in die 1970er sah man auch Homosexualität als behandlungsbedürftige psychische Störung an, in manchen Ländern bis heute. Schließlich musste man einräumen, dass Lesben und Schwule nicht unter ihren sexuellen Vorlieben litten, sondern unter sozialer Ausgrenzung. Aus diesem Lernprozess ging das heute etablierte Verständnis von psychischen Störungen einher. (...)
Im Gegenzug erwarten manche Fachleute, dass Einsamkeit bald als psychische Störung aufgefasst wird. Wo man auch hinschaut: Kriterien und Diagnosen verändern sich. (...)
Störungsbild vs. subjektives Leiden
Es ist wichtig, aus diesen Überlegungen nicht die falschen Schlussfolgerungen zu ziehen: Auch wenn die Diagnosekategorien von Experten beschlossen werden und kulturell vermittelt sind, wird damit nicht das psychische Leiden an sich in Zweifel gezogen. Man sollte hierbei auch berücksichtigen, dass die Psychiatrie nicht viel älter als 200 Jahre ist. Früher wurde psychisches Leiden anders gedeutet und gingen Menschen anders damit um.
Dabei ist das biologische Denken nicht ganz neu: Schon Wilhelm Griesinger (1817-1868) formulierte vor über 170 Jahren eine Gehirntheorie psychischer Störungen. Ähnliche Gedanken lassen sich sogar bis in die Antike zurückverfolgen, nämlich zu Hippokrates’ Säftelehre (Humoralpathologie).
Im DSM unterscheidet man hunderte Störungen. Dass sich keine Einzige davon biomedizinisch diagnostizieren lässt, sollte den Psychiatern eigentlich zu denken geben. Doch wie wir gesehen haben, deutet man Befunde im Sinne des herrschenden Paradigmas um. So immunisiert man sich gegen anderslautende Daten und stabilisiert den eigenen Ansatz, an dem Karrieren hängen – und sehr viel Geld.
Körper, Psyche, Gesellschaft
Die bereits erwähnte Stiftung Depressionshilfe betreibt Lobby-Arbeit für das biologische Denken in der Psychiatrie. Dabei sind gerade bei Depressionen psychosoziale Einflüsse um ein Vielfaches stärker. Das wurde auch wissenschaftlich immer wieder bestätigt (Was sind Ursachen von Depressionen?). Wären Antidepressiva die Glückspillen, als die man sie jahrzehntelang bewarb, würden die Probleme auch nicht immer weiter zunehmen.
Natürlich spielen Biologie, Gene und Gehirn eine Rolle. Wir sind eben Körperwesen. Auch das Schreiben beziehungsweise Lesen dieses Artikels wird erst durch ein funktionierendes Nervensystem ermöglicht. Das macht die Unterscheidung zwischen normalen und abnormalen Zuständen aber nicht biologisch. Diese wird immer von Menschen getroffen. Es geht um Normen.
Vereinzelt gibt es körperlich identifizierbare Probleme, die mit psychischen Problemen einhergehen, beispielsweise eine Entzündung im Gehirn oder eine hormonelle Erkrankung. Der Freiburger Neuropsychiater Ludger Tebartz van Elst berichtete im Interview von Grundlagenforschung auf diesem Gebiet. Er räumte aber auch ein, dass hinter dem starken Fokus auf biologische Methoden oft Karriereinteressen stehen.
Das Nachsehen haben die Patienten, die warten, dass Gen- und Mäuseforscher in weltfremden Experimenten die neuronalen Mechanismen psychischer Störungen finden, die es gar nicht gibt. Beliebt sind auch Spaßexperimente, die sich zwar gut im Lebenslauf machen, doch eigentlich gar nichts mit Psychiatrie zu tun haben.
Der richtige Ansatz ist das biopsychosoziale Modell, der Körper, Psyche und Gesellschaft einbezieht. (...)
Man muss erst einmal mit dem Vorurteil aufräumen, dass psychisches Leiden nur dann echt ist, wenn es sich biologisch nachweisen lässt. Auch wenn Sie sich mit Freunden verabreden oder jemand sagt, er möge Sie, fordern Sie hierfür keinen Beweis aus dem Hirnscanner. Es gäbe ihn auch gar nicht, weil unsere sozialen Normen eigenständig existieren und sich nicht auf die Biologie reduzieren lassen.
Der biomedizinische Ansatz beziehungsweise das medizinische Modell ist gerade nicht die Lösung dafür, dass psychisches Leiden weniger ernst genommen wird, sondern Ursache dieses Problems. Denn nur wenn man Menschen einbläut, es müsse biologische Entsprechungen für ihre Probleme geben, vermisst man sie. (Wer weiter ausholen will, möge bei Michel Foucault über Biomacht nachlesen.)
Aus jahrzehntelanger wissenschaftlicher Forschung wissen wir, welche Faktoren das psychische Wohlbefinden beeinflussen: unter anderem schlimme Lebensereignisse wie Traumata oder Verluste, Teilhabe am Wohlstand, Zugang zu Gesundheitsversorgung, der Partnerschaftsstatus, das Geschlecht und Alter. Diese robusten Ergebnisse wurden vom biomedizinischen Ansatz nicht widerlegt, sondern nur verdrängt.
Inwieweit sich der Anstieg der Diagnosen auf Veränderungen im sozialen Gefüge zurückführen lässt, ist damit eine wissenschaftlich erforschbare Frage. Und zwar mit echten Menschen, nicht genetisch modifizierten Nagetieren, die noch nicht einmal ihre eigene Spezies repräsentieren. Dazu kommt natürlich, dass Menschen auch immer ausführlicher über psychische Störungen informiert werden und daher auch eher die Neigung dazu haben, ihre Probleme so zu deuten.
Spezialistentum
Daran haben nicht nur Psychiater, sondern auch klinische Psychologen und Coaches aller Couleur finanzielle Interessen. Damit will ich nicht in Abrede stellen, dass viele dieser Spezialisten anderen Menschen aufrichtig helfen wollen. Obwohl wir aber in vielen westeuropäischen Ländern im weltweiten Vergleich die meisten Psychologen und Psychiater pro Kopf haben, kriegen wir die Probleme einfach nicht in den Griff. (...)
Anstatt immer mehr Menschen zum Arzt oder Psychologen zu schicken, sollte man sie besser in die Lage versetzen, ihre Probleme selbst zu lösen. Mit Prävention ließe sich wahrscheinlich auch unvorstellbar viel erreichen. Wir könnten beispielsweise chronischen Stress verringern – stattdessen wird uns eingetrichtert, ihn möglichst intelligent zu managen. (...)
Psyche & Corona
Dass so viel mehr Menschen durch die Coronapandemie psychische Probleme erfahren, hängt auch am Wegbrechen von Strukturen. Das geht immer mit Unsicherheit einher. Gerade dann, wenn man solche einschneidenden Veränderungen nicht gewohnt ist.
Das permanente Verbreiten von Angst (und Stress) trägt sein Übriges dazu bei: Man hätte den Menschen auch vermitteln können, dass ihre Körper bereits drei Abwehrlinien gegen Krankheiten haben – und Maßnahmen wie Mundschutz und Abstandhalten eine vierte, soziale Abwehrlinie errichten. Wer dennoch ernsthaft krank wird, für den steht eines der modernsten Gesundheitssysteme der Welt bereit: mit der fünften Abwehrlinie der Biomedizin.
Zudem bedingen körperliche und psychische Gesundheit einander, Stichwort: Psychoimmunologie. Den Placebo-Effekt beispielsweise durch Hoffnung sollte man nicht unterschätzen – er half der Menschheit schon lange vor Ankunft der modernen Medizin. Noch heute sehen wir, dass spirituelle und religiöse Menschen oft widerstandsfähiger sind. Das gilt leider aber auch mit umgekehrtem Vorzeichen: Permanente Verängstigung, Verunsicherung und Stress verschlechtern die Gesundheit (Nocebo-Effekt). (...)"
https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/psychiatrie-gebt-das-medizinische-modell-endlich-auf/
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
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"(...) Im Jahr 2012 kamen in den USA 64 Prozent der Gelder für medizinische Studien aus den Töpfen der Industrie. Das beeinflusst auch die Veröffentlichung von Ergebnissen. Pharmaunternehmen sind vor allem an positiven Resultaten interessiert. Diese bekommen sie prominenter publiziert als Studien, die keine Wirkungsnachweise geliefert haben.
Das verzerrt allerdings die öffentliche Wahrnehmung und führt dazu, dass die Wirkung von Antidepressiva deutlich überschätzt wird. (...)"
https://www.quarks.de/gesellschaft/psychologie/sind-antidepressiva-wirklich-wirksam/
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Thorsten Padberg im Gespräch mit Anne Otto - "Machen wir aus Unglück eine Krankheit?"
11. Oktober 2023
In verlinktem Video - Gespräch zwischen Thorsten Padbert und Anne Otto "Machen wir aus Unglück eine Krankheit?" - nennt Thorsten Padberg gerade Alleinerziehende, die aufgrund ihrer sozioökonomischen Verhältnisse, aufgrund nicht selbstverschuldeter materieller Armut als F o l g e derselben u.a. Depression(en) haben/bekommen.
https://youtu.be/d0LrMO5GSWc?feature=shared
Sozioökonomische Verhältnisse, Armut und daraus resultierende, hinreichend bekannte Folgen - gerade auch für Alleinerziehende, die mehrheitlich, mit ihren Kindern, mit Armut belastet und biologische Frauen sind.
In Deutschland sind Alleinerziehende am intensivsten von materieller Armut betroffen, belastet, beschädigt - mit ihnen ihre Kinder. Kinderarmut ist weltweit immer Mütterarmut.
Weil aber Ärzte und Psychotherapeuten, auch Psychiater diese sozioökonomischen, d.h. die - global - politischen Verhältnisse, die Ursachen von/für Armut nicht beheben können, wird halt "beim Individuum angesetzt", das wieder funktional gemacht werden soll - nicht: geheilt.
So wird die Ursache nach wie vor beim Individuum gesucht und gefunden, aber es gibt eben - ohnehin global - unzählige dieser Individuen, die nicht-selbstverschuldet belastet, beschädigt (worden) sind/werden und: bleiben, weil ihnen gerade n i c h t angemessen geholfen wird.
Und das gilt auch für Kriminalität, auch Gewalttaten. Es wird kaum etwas bis nichts wirklich effektiv, wohltuend p r ä v e n t i v getan, denn das hätte, hat wiederum mit Politik, Regierungen, Kapitalismus, Armut und Folgen zu tun. Keine Prävention.
Warum "wollen" zunehmend mehr Menschen eine "psychische Diagnose" erhalten: Weil sie wiederholt oder auch langjährig erfahren, erlitten haben, dass ihnen sozial, politisch, durch Regierende und Gesellschaft n i c h t wohltuend, effektiv geholfen wird. Im Gegenteil.
Der einzige vermeintliche "Ausweg" scheint dann eine psychische Diagnose, eine psychische Krankheit zu sein, um wenigstens etwas Entlastung, Freiraum, ggf. Verständnis und Unterstützung zu erhalten. Durch Pathologisiertwerden.
Unerträgliche Verhältnisse. Staat. Macht. Gewalt.
Heilung nicht nur, aber vor allem auch durch Liebe, Beziehung, Bindung, nicht-sexuelle, wohltuende Berührung, Nähe, Vertrauen(können). Gilt für psychische als auch physische Erkrankungen.
Anmerkung:
Ehe, Kleinfamilie, Singledasein, oberflächlicher Sex, Glaube, Aberglaube, Religion, Esoterik, "Gott", Drogen (also auch Cannabis, Kiffen, Alkohol ...): heilen nicht.
Es ist all das bloße Krücke, Flucht, Selbstbetrug, "bestenfalls" stets nur oberflächlich und nur vorübergehend wirkende Symptombehandlung.
Es ist übrigens auch für Erkenntnis, Einsicht, Reflexion der Andere, das Du, das Gegenüber, das spiegelt, fragt, aber auch bestätigt und wertschätzt, wichtig - unerlässlich, unentbehrlich. Also gerade wiederum Bezugspersonen, denen man vertrauen kann, Beziehung: für Reifung (Persönlichkeitsreifung).
-
21.05.2025
Elektrokrampftherapie, Elektrokonvulsionstherapie, EKT
Ich bin entsetzt. Es ist für mich nicht ansatzweise ethisch vertretbar, solche invasiven, extremen Methoden bei Menschen anzuwenden, gleich wie "wirksam" sie vorgeblich sind. Denn siehe auch die Nebenwirkungen der EKT, nicht nur, aber insbes. Gedächtnisverlust, auch und gerade bezogen auf das biographische Gedächtnis.
Der Mensch muss immer wieder vor allem Belangloses, aber auch Belastendes vergessen können und dürfen, das steht außer Frage, dies aber nicht durch invasive "Anwendungen, Behandlungen", Fremdeinwirkung ausgerechnet das, das seine je individuelle Biographie, seine Persönlichkeit und Identität betrifft, dies nur dann, wenn er selbst es so will bzw. es sich unbewusst, natürlicherweise so ergibt, bspw. altersbedingtes Vergessen, schwächer werdendes Gedächtnis, aber nicht, weil/wenn es von außen, von anderen forciert, künstlich, technisch, apparativ verursacht wird.
Man kann und sollte Biographie, biographische Erinnerung, biographisches Gedächtnis nicht "wegschneiden, wegätzen, schocktherapieren" oder "sedieren, betäuben".
Es müsste stattdessen um je individuell angemessenes, tatsächlich wohltuendes Bewältigen, Regenerieren und idealerweise Heilen gehen - mit entsprechend erforderlicher Zeit, Unterstützung durch andere Menschen, durch stabilisierende, stärkende Lebensverhältnisse etc..
Nur weil etwas medizinisch, techisch, technologisch möglich, machbar, anwendbar ist und für den Moment, für kurze Dauer, vorübergehend eine - vermeintlich - "positive", zumindest erwartete, gewünschte Wirkung hat oder es nützlich, funktional erscheint, ist es deshalb nicht tatsächlich, insbes. nicht langfristig hilfreich, wohltuend, effektiv, konstruktiv oder gar heilsam und auch nicht zwangsläufig ethisch vertretbar.
An keiner Stelle konnte ich bisher eine valide Aussage dazu finden, wie lange eine einzige EKT-Behandlung welche vermeintlich positive Wirkung hat, wie lange der "positive" Effekt der EKT anhält und/oder wie häufig, wiederholt die EKT in welchen und wievielen Fällen mit welchen Folgen angewandt wird und ob es eine Begrenzung, Obergrenze der Anwendungsanzahl, -zyklen und Behandlungsdauer bzgl. EKT gibt. ?
Ich bin davon überzeugt, dass man "Erkrankungen, Störungen", d.h. bestimmte psychische und/oder mentale sowie ggf. einhergehend auch körperlich belastende Zustände (des Leidens), die grundsätzlich durch sehr belastende Erlebnisse, Erfahrungen, Lebensumstände verursacht oder ausgelöst wurden, generell nicht angemessen, nicht dauerhaft, langandauernd wohltuend, schon gar nicht heilsam mit Psychopharmaka und/oder invasiven Methoden wie der EKT behandelt.
Sondern stattdessen durch eine angemessene, wohltuende Veränderung der bisher belastenden Lebensumstände, des Lebensumfeldes, insbes. der Wohn- und/oder Arbeits- und/oder familiären Situation und Belastungen der betroffenen Menschen, durch jeweils angemessene, individuell passende Zuwendung, Fürsorge, wohltuenden Umgang, verschiedene Angebote und Aktivitäten, bspw. künstlerisch, handwerklich, vor allem durch Bewegung, Sport, wohltuende Ernährung und nicht-sexuelle Berührung (wie bspw. Massagen), durch vertraute Bezugspersonen, ein sicheres, vertrautes, angenehmes Umfeld, durch regelmäßigen, wohltuenden Naturkontakt, -erlebnis, durch auch das Ausgleichen ggf. bestehender Vitalstoffmängel. Siehe bspw. Soteria und präventiv cohousing.
Mediziner, Anwender wissen, dass viele, wenn auch nicht alle verzweifelten oder resignativen Patienten früher oder später mit nahezu allem einverstanden sind, mit dem Ärzte, Therapeuten, Behandelnde ihnen Aussicht auf Erleichterung, Milderung ihrer Beschwerden, ihres Leidens offerieren und das machen sich Ärzte, Therapeuten, Behandelnde zunutze.
Ärzte, insbes. Psychiater, aber auch Psychologen wissen selbstredend, wie, womit sie ihre Patienten überzeugen, zu Compliance bringen können. Wie praktisch, denn so kann der jeweilige Arzt, Therapeut, Behandelnde immer behaupten, der Patient habe allem freiwillig zugestimmt, es freiwillig mitvollzogen, es selbst so gewünscht, erbeten usw..
Dass der Patient meistens über weniger oder nur unzureichende Informationen, Kenntnis (s)einer Erkrankung sowie auch der jeweiligen Behandlungen, ihrer Wirkweise, Nebenwirkungen etc. verfügt als der Arzt, Therapeut, Behandelnde und dass der Patient sich überdies meistens in einem physisch und/oder psychisch beeinträchtigten, geschwächten Zustand befindet, in dem er gerade nicht in Ruhe, entspannt und sorgfältig, mit ausreichend Zeit und ggf. weiteren erforderlichen Mitteln und Möglichkeiten alle relevanten Informationen einholen, verarbeiten, das Für und Wider angemessen erwägen kann und dass sehr viele Patienten ihren Ärzten, deren Einschätzung, Diagnose, Urteil, Behandlungsvorschlägen etc. außerdem vertrauen - all das ist Ärzten, Therapeuten, Behandelnden selbstverständlich bekannt und sie nutzen diese Umstände, um Patienten zum von ihnen, den Ärzten, gewünschen Verhalten, zur "Mitwirkung" zu bringen. Dies gerade auch dann, wenn die jeweilige Untersuchungsmethode, Diagnostik, Diagnose und/oder Behandlung n i c h t tatsächlich dem Wohle des Patienten dient, sondern ihn zusätzlich erheblich belastet oder sogar beschädigt. Dass es ihn zusätzlich belastet oder ihm sogar geschadet hat, stellt der Patient überlicherweise erst n a c h erfahrener Diagnostik, erhaltener Diagnose und/oder Behandlung fest - dann also, wenn er die Belastung oder den Schaden bereits erlitten hat.
Wie bringen Ärzte ihre Patienten zu dieser von den Ärzten erwünschten "Mitwirkung": indem sie den Patienten bestimmte Informationen, bspw. zu Nebenwirkungen, Belastungen von Untersuchungs-, Behandlungsmethoden oder Medikamenten, verschweigen oder diese verharmlosen oder indem sie beim Patienten zusätzliche Ängste, Sorgen auslösen, ihn damit unter Druck setzen oder indem Ärzte suggerieren, es bestehe Zeitdruck, dringende oder auch sofortige und bestimmte Handlungserfordernis, da sich die Erkrankung, die Beschwerden anderenfalls verschlimmerten oder es zu irreversiblen Schäden kommen könne.
All dies machen Ärzte, insbes. Klinikärzte, ihre Patienten auch dann Glauben, wenn solcher Zeitdruck faktisch nicht besteht, wenn bestimmte Untersuchungen bspw. auch sehr gut ambulant durchgeführt werden können und nicht bereits in den nächsten Tagen oder Stunden stationär durchgeführt werden müssen oder sie auch vollständig überflüssig, entbehrlich oder sogar zusätzlich belastend oder beschädigend sind, siehe bspw. invasive, apparative Untersuchungen, Diagnostik sowie auch diverse überflüssige Operationen.
Es werden außerdem immer wieder Untersuchungen und "Behandlungen", insbes. bei stationärem Klinikaufenthalt, von Ärzten an Patienten durchgeführt, denen nicht die entsprechende Indikation zugrundeliegt und obwohl dies den so vorgehenden Ärzten vollumfänglich bekannt ist, der Patient darüber jedoch nicht informiert ist, aber unter der Untersuchung oder Behandlung leidet, bspw. Schmerzen oder unerwünschte, belastende Nebenwirkungen hat.
Als ein Beispiel genannt sei ein bei einer Schwangeren unter den Wehen, während des Geburtsprozesses, Gebärens gelegter Blasenkatheter, mit der Folge eines schweren Harnwegsinfekts der Mutter oder auch bei im Alter fortgeschrittenen, chronisch schwer herzkranken Frauen gelegte Blasenkatheter: ohne vorhandene Indikation.
Oder bei einem Kind von Ärzten als erforderlich suggerierte Lumbalpunktion, die sich nach abgeschlossener Diagnostik und gestellter Diagnose als überflüssig, nicht erforderlich herausstellte, da die Erkrankung oder Behinderung mit dieser Untersuchungsmethode grundsätzlich nicht feststellbar ist.
In der Schulmedizin geht es stets nur und allenfalls um - häufig nebenwirkungsintensive - Symptombehandlung, nicht um Heilen, Heilung.
Schulmedizin "behandelt" lediglich Symptome, ggf. Beschwerden und dies, wenn überhaupt hilfreich, so mehrheitlich nur kurzfristig, vorübergehend, nicht dauerhaft.
Schulmedizin, Reparatur-, Apparatemedizin, Pharmakotherapie heilt nicht.
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Häufige Komorbiditäten bei ADHS und/oder ASS (Autismus) sind Depression, Angst- und Zwangsstörungen, Suchterkrankungen.
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Ideen, Ansätze zur Überwindung des neoliberalen, unsozialen Systems, seiner Ausprägungen, seiner Folgen - Kapitalismus, Sozialabbau, Primat des Wirtschaftswachstums, Ausbeutung, Hass, Abwehr, Spaltung, Ignoranz, Negativismus - Sabeth schreibt - Lebenskunst für Laien
Aktualisierung am 28. Dezember 2018 Selbstverständich ist es möglich und machbar, realisierbar: das Bewältigen des global destruktiven Kapitalismus´ und das Einsetzen der Gemeinwohlökonomie, d...
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