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Lebenskunst für Laien

Sabeth schreibt Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus - non serviam.

ADHS Autismus FASD Neurodivergenz

 
31. März 2025
 
Warum befasse ich mich - wieder, erneut, wie schon vor zwei Jahren (2023) - so intensiv mit ADHS und ASS (Autismusspektrumstörung):
 
Weil ich aus gravierenden Gründen vermute, dass mehrere Menschen in meinem "näheren Umfeld" von ADHS und/oder Autismus (-spektrumstörung) betroffen sind.
Diese Menschen sind meine Tochter, deren biologischer Vater und meine biologische Mutter.
Mein Sohn hat einen anderen biologischen Vater als meine Tochter. 
 
Der biologische Vater meiner Tochter, der als Kleinkind adoptiert wurde, hat FASD und ist selbst seit seiner Jugend alkohol-, nikotin- und cannabisabhängig; mehrere vollstationäre Entzugs-, Entgiftungsbehandlungen (Klinikaufenthalte und Reha-Aufenthalte, insbes. für Alkoholentzug) haben daran nichts geändert. 
 
Der biologische Vater meiner biologischen Mutter, die ebenfalls als Kind adoptiert wurde, war, gemäß ihrer wiederholten Äußerungen (schon vor vielen Jahren) mir gegenüber, Alkoholiker. 
(Ich bin bei Pflegeeltern aufgewachsen, diese waren meine sozialen Eltern, altersmäßig eher meine Großeltern.) 
 
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09. September 2025
 
Warum befasse ich mich auch mit Sucht, insbes. Alkoholabhängigkeit?

Weil ich fast lebenslang in meinem engsten Umfeld - Familie, Freunde, Partner, Kindesvater - mit alkoholsüchtigen, alkoholkranken Menschen "Umgang hatte", selbst aber keinen Tropfen Alkohol trinke (tatsächlich: nie), nicht süchtig, substanzabhängig war oder bin.
 
Aber ich war und bin: Tochter, (Ex-) Partnerin, Freundin solcher alkoholsüchtiger, suchtkranker Menschen - und ich bin Mutter. 
Und es belastet all das - Alkoholsucht, Substanzabhängigkeit, Neurodivergenz (einhergehendes, bestimmtes Verhalten ...) eben nicht nur die Betroffenen, Süchtigen, sondern auch gravierend, intensiv ihr Umfeld, ihre "Angehörigen". 
 
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15.07.2026
 
Frage zu Neurodivergenz, also ADHS (und ADS), Autismus (ASS), FASD und Schlafdauer, Schlafbedürfnis, Chronotypus

Sind neurodivergente Menschen mehrheitlich "Eulen" (siehe Chronotyp, Chronobiologie) und/oder haben sie ein ausgeprägteres Schlafbedürfnis, brauchen sie mehr Schlaf zur physischen und psychischen Regeneration?
 
Denn das ist mein Eindruck und meine Erfahrung mit mir bekannten neurodivergenten Menschen, die sämtlich "Langschläfer" sind, schon in früher Kindheit "Eulen" waren, nicht nur in der Pubertät, Jugend, sondern es auch in fortgeschrittenem Alter bleiben und ca. 12 Stunden Schlaf täglich brauchen.
 
Fast ;) überflüssig, zu erwähnen, dass auf diese leiblichen, biologischen Bedürfnisse nicht nur, aber gerade auch neurodivergenter Menschen - nicht nur bzgl. Schlaf - in der kapitalistischen "Leistungsgesellschaft", "Arbeitswelt" keine Rücksicht genommen wird.
Mit bekannten Folgen, Schäden.
 
https://flexikon.doccheck.com/de/Chronobiologie
 
https://de.wikipedia.org/wiki/Chronotyp
 
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06. Juni 2026
 
Nochmal Grundsätzliches zusammengefasst:
 
1. AD(H)S ist keine psychische Erkrankung, auch keine psychische Störung und auch keine Verhaltensstörung, sondern, wie Autismus (Autismusspektrumstörung) und FASD eine angeborene "Entwicklungsstörung", Neurodivergenz - nicht heilbar und eigentlich auch nicht therapiebedürftig, denn wenn Betroffene - wie übrigens auch alle anderen Menschen - wohltuende Lebensumstände haben - Stichwort Arbeit, Wohnen, Alltag, Gesellschaft, bedürfnisorientierte, nicht-paternalistische Unterstützung - brauchen sie keine Therapie, schon gar keine "Medikamente" (Methylphenidat, Amphetaminpräparate) und auch keine Psychotherapie, die oft nur wegen der typischen Komorbiditäten (Depression, Angststörung, Soziale Phobie ...) eingesetzt wird.
 
2. "Medikamente" mit Methylphenidat oder Dexamfetamin etc. heilen nicht, wirken nur kurzfristig, wirken auch bei gesunden Menschen konzentrationsfördernd ... und haben erhebliche Nebenwirkungen. Gilt so auch für sogen. Antidepressiva, siehe evidenzbasierte Psychiatrie. 
Depression, ADHS: "chemisches Ungleichgewicht" im Gehirn (Neurotransmitter ...) ist n i c h t die Ursache sondern ist Korrelation. 
 
Aber es gibt durchaus Ursachen für biochemische Veränderungen im Gehirn, bspw. (ausgeprägter, langanhaltender) Mangel an Vitalstoffen, Mikronährstoffen (bspw. Eisen, B-Vitamine, Vitamin D), siehe bspw. die Eisenmangeldepression (!), außerdem chronischer Stress (inkl. Traumaerfahrungen, belastende Kindheit), Bewegungsmangel, Schlafmangel, Umweltgifte, siehe insbes. die zahlreichen, erheblichen Folgen von dysfunktionalen MITOCHONDRIEN (ATP) und den Zusammenhang mit Multisystemerkrankungen/systemischen Erkrankungen, wie bspw. mecfs, Fibromyalgie u.a.m.. 
 
Klar ist es einfacher, bequemer, geht es schneller, Pillen einzuwerfen ("Antidepressiva", Methylphenidat, Amphetamine, Schmerzmittel, Psychopharmaka) oder andere Drogen zu nehmen (Alkohol, Nikotin, Cannabis, Kokain, Heroin, Opium, Ketamin), um zu funktionieren, dies insbes. im Job - statt die Gesellschaft, Politik und seinen "Lebensstil", sein Verhalten zum Wohltuenden, Vernünftigen, Heilsamen, Prosozialen hin zu ändern - der Preis, den man dafür zahlt, ist halt leider nicht nur die je eigene Gesundheit, Wohlbefinden, Lebensqualität, die auf der Strecke bleiben.
Den Preis zahlen auch andere, eben wenn, weil und so lange die Mehrheit so unreif ist, sich verhält, all das zulässt, mitvollzieht oder sogar gut, richtig findet und/oder davon persönlich profitiert.
 
Nicht nur neurodivergente Menschen (ADHS, Autismus, ASS, FASD), sondern alle anderen Menschen brauchen: gesunde, wohltuende, artgerechte, d.h. menschengerechte Lebensumstände: Gesellschaft, Regierungspolitik ... .

Nicht sogenannte Therapie, Behandlungen, nicht "Medikation": die insbes. bei chronischen Erkrankungen grundsätzlich nicht heilen, allenfalls und nur vorübergehend sowie nebenwirkungsintensiv (!) Symptome mildern, sondern Menschen nur funktional, erwerbsfähig machen sollen
Es geht dabei nicht um Heilung (die sich immer nur ganzheitlich vollziehen kann und ein Prozess ist), Wohlergehen, psychisches und physisches Wohlbefinden, Lebensqualität der Menschen.
 
Klar, es ist ein ganzer Wirtschaftszweig, etliche Menschen sind als verschiedene Therapeuten, Behandelnde etc. im "Gesundheitssystem" erwerbstätig - also bedarf es auch weiterhin zahlreicher vermeintlich oder tatsächlich (chronisch) kranker, insbes. "therapierbarer" ;) Menschen, anderenfalls fielen etliche der Therapeuten in die Erwerbslosigkeit. 
Siehe Schulmedizin, oft invasive Apparatemedizin, profitorientiertes, profitbasiertes "Gesundheitssystem", Psychiatrie, Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Ergotherapie, Coaching (siehe auch "Selbstoptimierung", Leistungsdogma), sogen. Gesundheitspolitik, Arbeits-, Sozial-, Wirtschaftspolitik - Regierungen, Kapitalismus.  
 
3. Gibt es inzwischen in Deutschland oder anderen Ländern standardisierte diagnostische Verfahren mittels derer eine sichere Abgrenzung bzw. Unterscheidung zwischen Neurodivergenz, zwischen Autismus/Autismusspektrumstörung (ASS) und/oder ADHS und FASD verlässlich vorgenommen werden kann? 
Falls ja, werden solche standardisierten Diagnoseverfahren im Rahmen der Differentialdiagnostik bzw. generell im Rahmen der wissenschaftsbasierten, validierten (?), leitlinienkonformen Diagnostik von ASS, ADHS und/oder FASD auch tatsächlich von Diagnostikern standardmäßig angewandt?
Oder lassen sich die Auswirkungen und Ausprägungen von ASS, ADHS und FASD doch nicht so klar voneinander unterscheiden, weil sowohl bei ASS und ADHS als auch bei FASD ggf. sehr ähnliche neuronale Veränderungen, Besonderheiten, Beeinträchtigungen, Entwicklungsverzögerungen zugrundeliegen, wenngleich die Ursachen von ASS und ADHS gegenüber FASD verschiedene sind? 
Denn:
 
4. Was, wenn sich eines Tages herausstellt, wissenschaftlich nachweisbar ist, dass FASD nicht nur durch eine in der Schwangerschaft Alkohol (häufiger oder regelmäßig, in geringen oder hohen Mengen) konsumiert habende biologische Mutter, sondern auch durch den Alkoholkonsum oder auch die Alkoholsucht des biologischen Vaters verursacht wird: genetisch oder epigenetisch? 
Das würde bedeuten, dass möglicherweise sehr viele Menschen, die bisher eine AD(H)S-Diagnose erhalten - und auch ohne diese Diagnose in Deutschland und anderen Ländern lebende Menschen mit aber bestimmten, typischen Symptomen, Verhaltensweisen - tatsächlich durch den biologischen Vater verursachtes FASD haben, das ggf. weniger stark ausgeprägt ist, dies insbes. bzgl. körperlicher Merkmale, als bei durch den Alkoholkonsum der Mutter verursachtes FASD. 
Ja, ich halte das nicht nur für vorstellbar, möglich, sondern für tatsächlich zutreffend. Aus Gründen.
Siehe dazu englischsprachige Studien, die (bei Tieren) dies bereits nachgewiesen haben: FASD durch den Alkoholkonsum ausschließlich des biologischen Vaters - nicht der biologischen Mutter - verursacht.
 
5. Ja, Betroffene und ihre Familien sowie Ärzte, Gesellschaft müssen über Neurodivergenz, aber auch bspw. mecfs u.a.m. ausreichend informiert sein, sie brauchen dann aber bedürfnisorientierte, unbürokratische, nicht bevormundende Unterstützung: ambulant und bedarfsdeckend zugänglich. Nicht zahlreiche Therapien, Psychopharmaka. 

Natürlich heilen, siehe Regenerationsmedizin, frei von Esoterik, Ideologie, aber evidenzbasiert
Und Menschen brauchen, siehe oben, wohltuende Lebensumstände: wie und wie lange wir was arbeiten, wie wir wohnen, ausreichend Entspannungsmöglichkeiten (inkl. Schlaf), Reduktion von chronischem oxidativen und nitrosativen Stress, Stressauslösern (!), Entschleunigung, gesunde Ernährung, ausreichend wohltuende Bewegung und gute Sozialkontakte, Beziehungen, inkl. wohltuender, nicht-sexueller Berührung - statt: Einsamkeit, soziale Isolation, Ausgrenzung durch Armut, Krankheit, Behinderung, Alter, Neuodivergenz ... .
 
Und mit Verlaub: Es ist absurd, eigentlich infam, zu behaupten, "die JVA", ein Gefängnis würde Menschen, Zitat Kim kleine Lögte (ZVA Meppen): "retten".
Siehe bei ca. Min. 26:22 in unten verlinktem Video des wdr, youtube, 28.12.2023 - "Hirschhausen und ADHS: So kann die Diagnose Leben verändern".
Es findet im Gefänfnis bekanntlich auch keine "Resozialisierung" statt - eigenes, umfassendes Thema. 

Was die Menschen "rettet" bzw. schützt, präventiv wirksam und heilsam ist, sind wohltuende Lebensumstände: in Familie, Beziehungen, Gesellschaft, Alltag, Arbeit ... .

Weniger Druck von außen durch Gesellschaft, Regierungspolitik - Autoritarismus, Paternalismus, Gängelei, Dressur (nennt sich bspw. Edukation, auch "Fördern und Fordern" ...), Strafe, Strafjustiz, Klassenjustiz, siehe aber auch in Schule, Job, auch Sanktionen bei erwerbslosen, mittellosen Menschen in materieller Armut, siehe die bekannten, zahlreichen Begleiterscheinungen, Folgen, Entbehrungen materieller Armut, der man nachweislich n i c h t durch "Arbeit, Anstand, Fleiß, Bildung, Qualifizierung" entkommt.

https://youtu.be/MHjZ-4z8do8?si=2gO1Vwwp5cojWOm8
 
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09. August 2026
 
Du kannst einem Menschen nicht helfen, der von seinen Drogen - Alkohol, Nikotin, Cannabis - nicht lassen will, der sich trotz seines Leidens (Krankheit, körperliche und psychische Beschwerden, typische Folgen der Sucht) an die Drogen klammert, damit alles andere aufgibt: Selbstbestimmung, Beziehungen.
 
Jemand, der aufgrund von Drogensucht, Alkoholabhängigkeit, Cannabisabhängigkeit, Nikotinsucht seine Gesundheit seit Jahrzehnten, seit seiner Jugend zugrunderichtet, Körperpflege und Haushaltsdinge (Putzen) "vernachlässigt", der kaum je nüchtern ist - mit entsprechenden Folgen auf Denken (kognitive Fähigkeiten) Kommunikation, Verhalten - der infolgedessen nicht über die erforderliche Analyse-, Urteils-, Einsichts-, Reflexions-, Erkenntnisfähigkeit verfügt, der sich ständig nur zudröhnt, betäubt bzw. stimuliert, kann nicht überlegt, vernunftbasiert, selbstbestimmt, (selbst-) verantwortlich, (selbst-) fürsorglich agieren. 

Ein Mensch, der das Gift, das ihn permanent, seit Jahrzehnten täglich massiv physisch und psychisch schädigt, zerstört - die Drogen - nicht aus seinem Leben entfernen will, wird an diesem Gift, an der durch ihn selbst vollzogenen Vergiftung zugrundegehen: physisch, psychisch, sozial, existenziell - er wird an den Folgen des Drogenkonsums, der Drogensucht sterben: langsam, über Jahre, täglich. 

Er ist sozial isoliert, einsam, krank und erkennt nicht, dass die Drogen nichts davon bessern, nichts daran ändern, dass die Drogen - insbes. die verbreiteten: Alkohol, Nikotin, Cannabis - ihm weder Halt noch Sinn geben, ihn nicht gesund und nicht "glücklich", nicht "stark", reif machen und selbst wenn er es erkennt, gibt er die Drogen dennoch nicht auf - auch nicht nach mehrfachen stationären "Entzugs-, Entgiftungsbehandlungen" in Kliniken, auch sogenannte Reha-Aufenthalte änder(te)n und auch zwei Suizidversuche, wovon der letzte fast tödlich endete (vier Wochen Intensivstation, zwei Wochen Psychiatrie) änder(te)n nichts. 
Die Sucht bleibt. Toxisch. Tödlich.
 
Und wenn ein solcher substanzabhängiger, drogensüchtiger Mensch FASD (Alkoholspektrumstörung) und/oder AD(H)S "hat", damit geboren ist (!) - siehe angeborene Neurodivergenz (Autismus, ADHS, FASD) - hat er eine genetisch erhöhte Disposition, Anfälligkeit für Sucht, Substanzabhängigkeit.
Aber nach wie vor (!) werden unzählige betroffene, neurodivergente Menschen nicht oder falsch oder viel zu spät mit FASD oder AD(H)S oder Autismus diagnostiziert.
Sie "landen" deshalb sehr häufig in der Sucht oder Obdachlosigkeit oder im Gefängnis.
Ihnen wird n i c h t geholfen. 
Staat. Macht. Gewalt.
 
Wieviele Menschen in Obdachlosigkeit und in Gefängnissen sind faktisch von Geburt an geschädigt, siehe bspw. FASD, also behindert und/oder psychisch krank?
Weil sie mittellos sind, wird ihnen nicht geholfen. Armut. Regierungen, Regierende: helfen nicht!
 
FASD ist - wie ADHS und Autismus - eine angeborene, nicht selbstverschuldete "neuronale Entwicklungsstörung", oft eine Behinderung, die sehr häufig in eigene Sucht (insbes. Alkohol, Nikotin, Cannabis) der Betroffenen führt. Mit bekannten Folgen.
 
Wieviele (erwachsene) Adoptierte und Pflegekinder sind neurodivergent, haben ADHS und/oder Autismus und/oder FASD?!
 
Nochmal:
Die meisten, wenn nicht alle neurodivergenten Menschen - Menschen "mit" angeborenem FASD, AD(H)S, Autismus (sämtlich Spektrumstörungen!) - brauchen lebenslang ambulante, bedürfnisorientierte Unterstützung im Alltag. Entweder durch vertraute Bezugspersonen oder aufsuchende ambulante Hilfen.
 
Aber vertraute Bezugspersonen haben die Betroffenen oft nicht und an die ambulanten Hilfen gelangen sie eigenständig zumeist nicht, weil schon der Bürokratieaufwand (Beantragung ...) sie überfordert und weil es für Bewilligung solcher Hilfe, auch eines GdB, entsprechender Diagnosen bedarf - die sie jedoch sehr oft nicht oder erst mit Jahrzehnten Verspätung oder (mehrere) falsche Diagnosen oder nur Diagnosen der typischen Komorbiditäten erhalten. 
Die Folge all dessen ist: Den Betroffenen (FASD, ADHS, Autismus, Neurodivergenz) wird nicht, insbes. nicht zeitnah, nicht wohltuend geholfen.
 
Als Bezugsperson der Betroffenen kannst du die erforderliche Arbeit, Sorge-Arbeit (!) nicht über Jahre alleine leisten: du kannst nicht Putzfrau, Einkäuferin, Köchin, Sekretärin, Organisatorin, Motivierende, Tröstende, Animateurin, Pflegekraft sein: ohne Einkommen und für einen erwachsenen Menschen, dies insbes. dann nicht, wenn du bereits für andere Menschen diese unentbehrliche "häusliche" Sorge-Arbeit täglich seit Jahren bzw. seit Jahrzehnten alleine und unbezahlt leistest, bspw. für deine Kinder - alleinerziehende, ledige Frau, Mutter ohne Einkommen, deshalb mittellos, materiell arm.
 
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11. Juni 2026
 
Medizin: "Psychosoziale Belastungen - Belastungsstörungen, Anpassungsstörungen, Depression, Angststörung, Soziale Phobie"
 
Wenn du auf sozioökonomisch, sozial, physisch und/oder psychisch-emotional nicht selbstverschuldete, erheblich belastende Lebensumstände, Ereignisse, Widerfahrnisse, regierungspolitisch verursachte Missstände (bspw. materielle Armut u.v.a.m.) als Mensch natürlicherweise mit körperlicher und/oder psychischer Überlastung, zahlreichen Symptomen, Beschwerden r e a g i e r s t, nennt man das in Medizin, Gesundheitssystem: "Belastungsstörungen, Anpassungsstörungen" oder auch Depression, Angststörung, soziale Phobie u.a.m..
 
Das Problem bist demnach also, wie üblich, DU: deine mangelnde, unzureichende, fehlgehende "Anpassungs-, Bewältigungsleistung", deine "kranke Psyche", dein "Fehlverhalten".
Das Problem wird bei, in dir als Person, Individuum, in deinem Körper, deiner Psyche, deiner Wahrnehmung, deinen Gefühlen, deinem Verhalten, deiner Persönlichkeit verortet, "diagnostiziert" und deshalb auch nur dort - nur an, in dir, der jeweilig betroffenen Einzelperson - "behandelt, therapiert". 
 
Deshalb wird auch an den nicht nur, aber auch deine Überlastung, physische und psychische Erschöpfung, Verzweiflung, Haltlosigkeit ... faktisch verursacht habenden bekannten, bestehenden, zahlreichen sozialen, sozioökonomischen, politischen, gesellschaftlichen Missständen nichts zum Wohltuenden hin - für dich und andere Menschen - geändert, sondern werden die einzelnen betroffenen Menschen, Individuen "behandelt, therapiert".
Nur damit halt nicht: geheilt.
Und angemessene, effektive Prävention sind diese zahlreichen schulmedizinischen, oft invasiven, meistens nebenwirkungsintensiven, allenfalls oberflächlich Symptome vorübergehend mildernden "Therapien" auch nicht.
 
Es geht nicht um Prävention und Heilung, nicht um tatsächliches Wohlergehen, Wohlbefinden von Menschen - es geht einzig darum, dass möglichst alle Menschen für Wirtschaft, Kapitalismus via Lohnarbeit, Erwerbstätigkeit (inkl. Maloche und künstlich geschaffener, nicht gemeinwohlförderlicher bullshitjobs) sowie unbezahlter Sorge-Arbeit - f u n k t i o n i e r e n, funktional (wieder) gemacht werden: wie/als Objekte, Benutzungsgegenstände. Menschenmaterial.
 
Warum und von wem, Thomas Brock, Psychiater am UKE Hamburg, aus der Sendung "Störungswahn" des Deutschlandfunk zitierend: "all das zur Aufgabe von Medizin erklärt" wird, versteht man, wenn man die Programmatik des Kapitalismus´, Neoliberalismus´ erfasst und u.a. Michel Foucault - bspw. "Überwachen und Strafen" - gelesen hat:
 
Wer Menschen, Subjekte - nicht nur also die von ihnen, ihrer Persönlichkeit, Leiblichkeit scheinbar "abgelöst", maschinenartig erbrachte Arbeit - als Produktionsfaktor, Produktionsmittel sieht, sie entsprechend behandelt, wer Menschen somit im Sinne der kapitalistisch-neoliberalen Ideologie und ihrer Dogmen zu funktionalen Nutzungsgegenständen objektifiziert - sie auf diese Weise entmenschlicht, also: entwürdigt - muss alles, das vonsetien des Menschen den reibungslosen Ablauf des Räderwerks "(Ausbeutung durch) Lohnarbeit/Erwerbstätigkeit (inkl. Maloche, bullshitjobs), (Produktion), Konsum, Konsumismus, Profit" stört oder stören könnte, systematisch pathologisieren oder anderweitig stigmatisieren, um es auf dieser vermeintlichen Legitimationsgrundlage überwachen, kontrollieren, manipulieren - indoktrinieren, erziehen, dressieren, abrichten, unterwerfen, gefügig machen - sowie vermeintlich reparieren, instandsetzen, also Menschen als Objekte, als Menschenmaterial für das System, dessen jeweilige Zwecke, Absichten, Ziele wieder verfügbar, funktional, benutzbar machen zu können. 
 
Die Ursachen oder Auslöser der vor allem chronischen psychischen und/oder physischen Erkrankungen, "Störungen" - oder was als solche aus genannten Gründen von wem erklärt wird - die vielfältigen, vielfachen Belastungen, Symptome, Beschwerden von Menschen - ihre Schmerzen, ihr Leid - können, dürfen im Sinne dieser kapitalistisch-neoliberalen Ideologie keinesfalls in den von Menschen, insbes. Arbeitern, Mittellosen, "Randständigen", Marginaliserten nicht selbst verschuldeten, jedenfalls mehrheitlich nicht freiwillig, nicht konsensual, nicht teilhabe-, entscheidungs- gestaltungsberechtigt geschaffenen äußeren gesellschaftlichen, regierungspolitisch verursachten, gewollten, zementierten Umständen, Verhältissen, Missständen verortet, festgestellt werden, sondern müssen aus genannten Gründen - Überwachung, Kontrolle, Strafe, Macht, Objektifizierung, Benutzung, Ausbeutung - in den Menschen, Subjekten, Individuen "gefunden" werden: an, in deren Körper, Psyche, Gehirn, Leib und ihrem vermeintlichen, je persönlichen Fehlverhalten, ihrer unzureichenden oder fehlerhaften (bewussten oder unbewussten) Anpassungs-, Bewältigungsleistung.
 
Zu analysieren und angemessen, human, wohltuend zu verändern sind demgemäß nicht diese krankmachenden, Menschen intensiv, oft lebenslang belastenden, beschädigenden äußeren, gesellschaftlichen, politischen Umstände, Verhältnisse, Missstände, sondern zu erziehen, dressieren, bestrafen, behandeln sind die vorgeblich kranken, gestörten, irren, behinderten, dysfunktionalen, unangepassten, ungehorsamen, widerspenstigen, widerständigen sowie auch die armen (mittellosen), alten und noch jungen (Kinder, Jugendliche, Adoleszente) Menschen - eben deshalb werden sie sämtlich in den jeweilig für sie konzipierten Einrichtungen (Krippe, Kita, Schule, diverse Kliniken, Psychiatrie, Gefängnis, Altenheim, Pflegeheim, Kinderheim, "Flüchtlingsunterkunft, Asylantenheim", Obdachlosenheim) fremdbetreut, dorthin ausgelagert, darin überwacht, beobachtet, kontrolliert, beurteilt, steril, empathielos, übergriffig, gewaltsam behandelt: "therapiert, repariert", misshandelt, ab- und zugerichtet und sogar als Säuglinge, (Klein-) Kinder, Alte, Kranke, Sterbende lukrativ, profitabel genutzt, ausgebeutet.  
Ja, d a s ist abartig, pervers, diskriminierend, unmenschlich, unethisch.
Es ist destruktive, Menschen systematisch, sukzessive zermürbende, vernichtende Gewalt. 
 
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Deutschlandfunk, 03.02.2013 - "Störungswahn" - psychische Erkrankungen, Störungen und Diagnose, Diagnostik, Diagnosekriterien, sozioökonomische und "psychosoziale", biographische Ursachen, Lebensumstände und deren Ursachen und: Medikamente, Psychopharmaka, Pharmaindustrie, Ärzte, Profit ... Deutschlandfunk, 03.02.2013 - "Störungswahn" - psychische Erkrankungen, Störungen und Diagnose, Diagnostik, Diagnosekriterien, sozioökonomische und "psychosoziale", biographische Ursachen, Lebensumstände und deren Ursachen und: Medikamente, Psychopharmaka, Pharmaindustrie, Ärzte, Profit ...
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Deutschlandfunk, 03.02.2013 - "Störungswahn" - psychische Erkrankungen, Störungen und Diagnose, Diagnostik, Diagnosekriterien, sozioökonomische und "psychosoziale", biographische Ursachen, Lebensumstände und deren Ursachen und: Medikamente, Psychopharmaka, Pharmaindustrie, Ärzte, Profit ...

ADHS Autismus FASD NeurodivergenzADHS Autismus FASD Neurodivergenz
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29. Mai 2026
 
"(...) Du bist nicht faul, nicht unwillig, nicht kaputt; dein Gehirn funktioniert einfach anders!« Das ist ein fundamentaler Perspektivwechsel. Das ganze bisherige Leben wird quasi rückwirkend neu beschrieben. Und das ist ungeheuer kraftvoll, aber es ist auch erst mal viel zu verarbeiten. Die Diagnose ist also kein Schlussstrich, sondern ein Wendepunkt. (...)"
 
https://www.adhs-journal.de/diagnostik_therapie/adhs-uebungen/
 
Aber wie lebt man ohne (noch größeren) Schaden zu nehmen in einer Gesellschaft, einem Staat, in dem darauf kaum bis keine Rücksicht genommen wird, in dem man trotz AD(H)S, Neurodivergenz vollzeit erwerbstätig sein muss - oder in Armut zusätzlich sanktioniert wird. ? Bürgergeld, "Grundsicherung"
 
Der Schaden wurde gesellschaftlich, regierungspolitisch bereits zugefügt!, nicht nur, aber auch meiner Tochter - siehe die typischen Komorbiditäten, die auch ihr diagnostiziert wurden. Ursache: der gesellschaftliche, regierungspolitische Druck: Schule, Schulpflicht, Jobcenter, Sanktionen ... .
 
Wieviele Menschen mit AD(H)S und/oder Autismus (ASS), Neurodivergenz sind faktisch nicht, jedenfalls nicht in Vollzeit erwerbsfähig, erhalten aber trotzdem keine Erwerbsminderungsrente, keinen GdB, auch keinen Nachteilsausgleich (Schule, Ausbildung, Studium), vegetieren in Armut?
 
Wieviele Menschen haben als Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene in staatlichen Schulen gelitten, wurden nicht nur gemobbt, sondern auch mit Absentismusverfahren und Bußgeldern belegt, weil sie nicht mehr zur Schule gehen konnten, aber: Schulpflicht, Schulzwang besteht. ?
 
Wieviele neurodivergente Menschen - AD(H)S, Autismus, auch FASD - kämpfen sich mit welchen und wievielen Beschädigungen - zugefügt von Gesellschaft, staatlichen Institutionen, Regierungspolitik - oft bis ins Erwachsenenalter ohne Diagnose durchs Leben, bis sie sie oft nur mit Glück erhalten?
 
Und wenn man die - richtige - Diagnose endlich doch hat, geht es, wie auch bei "neurotypischen" Menschen, nicht darum, dass man ein selbstbestimmtes Leben nach eigenen Möglichkeiten, Fähigkeiten, Interessen, Stärken, mit persönlichen "Grenzen" führen kann, sondern man wird funktionierend gemacht:
durch diverse Therapien - bspw. Ergotherapie, Psychotherapie, ggf. sogar vollstationäre Aufenthalte in Psychiatrie (wegen der Komorbiditäten), man wird auf sogen. Antidepressiva gesetzt, man soll eine Reha machen u.a.m..
Man wird funktional gemacht: für Lohnarbeit, für Wirtschaft (-swachstum).
 
Es geht nicht darum, wer was wie gut kann: "leisten", bewältigen, ob Menschen gut, wohltuend, selbstbestimmt, solidarisch in einer Gemeinschaft leben können - so weit als möglich unbeschadet und ohne anderen wissentlich zu schaden. 
Es geht um Reparatur, Dressur, Nützlichkeit - Menschenmaterial.
 
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06. Juli 2026
 
Wie ich mehrfach schrieb: 
Alkoholkonsum des biologischen Vaters vor der Konzeption, Schwangerschaft der biologischen Mutter kann beim Ungeborenen, dann geborenen Kind FAS, FASD verursachen!
Null berücksichtigt in der S3 Leitlinie. Mit bekannten Folgen!
 
https://www.doccheck.com/de/detail/articles/46339-im-namen-des-foetus-maenner-seid-abstinent
 
Hier die Studie dazu - Alkoholkonsum des biologischen VATERS, nicht nur der biologischen Mutter!, verursacht beim Ungeborenen, dann geborenen Kind FASD. 
 
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/andr.13566

WIE OFT IST ADHS, AUTISMUS, Neurodivergenz tatsächlich FASD?!?
 
Fragt als Betroffene nicht nur von FASD, sondern auch von ADHS und Autismus - siehe Neurodivergenz - also nach dem Alkoholkonsum eures biologischen Vaters in der Zeit vor der Schwangerschaft eurer biologischen Mutter!
Fragt als Ärzte endlich, generell nach dem Alkoholkonsum des biologischen VATERS!
 
Wie kann eine männerdominierte Medizin das so viele Jahre "übersehen", absichtlich? ;) ignoriert haben?! 
Alkohol, FASD, ADHS, Autismus, Neurodivergenz: Parallelen, Alkoholkonsum des biologischen Vaters, von Männern, nicht nur Müttern, und Folgen dessen ... .
 
Nochmal deutlicher:
Wenn Neurodivergenz - AD(H)S, ASS, Autismus - eigentlich/tatsächlich FASD ist und das FASD durch biologische Väter (nicht nur Mütter) verursacht wird, dann sind noch viel mehr Menschen neurodivergent als bisher bekannt und diagnostiziert!
Unter anderem das würde auch die vermeintliche "Zunahme" der Diagnosen erklären.
 
Es würde auch erklären, dass und warum schon vor Jahrhunderten ähnliche Symptome bei vor allem Kindern aufgefallen und beschrieben worden sind: "Unruhe, Unkonzentriertheit, Überreizung", aber auch selektive Nahrungsaufnahme ("picky eater"), siehe "Zappelphilipp, Suppenkaspar, Struwwelpeter" etc..
 
Es waren die damaligen Verhältnisse, die Art des Umgangs mit Kindern, die "Erziehung" rigide, autoritär, nicht bedürfnisorientiert, neurodivergente Kinder sind gerade damals aber vielleicht eben deshalb mehr aufgefallen, galten als "schwer erziehbar", weil sie weniger "anpassungsfähig" sind.
Und deshalb fallen auch betroffene, neurodivergente Mädchen, weibliche Jugendliche und junge Erwachsene (Adoleszente) weniger auf und werden oft später, gar nicht oder falsch diagnostiziert, weil sie oft "anpassungsfähiger" sind als Jungen, weil bspw. ADHS sich bei ihnen oft eher als ADS zeigt.
 
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07. Juli 2026 
 
Nachfolgend einkopiert mein Antwortkommentar zu einem youtube-Video vom 14.02.2025 von Quarks, Studio Q - "ADHS als Erwachsener – So erkennst du die Anzeichen!", zu deren Antwort auf meinen ersten Kommentar:
 
https://youtu.be/2Hhrcg3I1wQ?si=OcND9ELpu70UsOAl
 
Danke für die Hinweise, all das ist mir allerdings bereits bekannt. Meine Frage ist daher tatsächlich als Kritik am bisherigen Vorgehen - Diagnostik und S3 Leitlinien - sowie als Anregung zu verstehen, daran etwas endlich angemessen zu ändern, eben da sich eigentlich seit mindestens 2014 durch Studien belegen lässt, dass FASD auch durch den biologischen Vater, dessen Alkoholkonsum, verursacht werden kann.
Denn dann gäbe es weltweit und schon sehr lange weit mehr Menschen mit FASD, also neurodivergente Menschen.
Verwiesen sei nochmals auf die zahlreichen Parallelen bzgl. der Art der Symptome, Beeinträchtigungen etc. zwischen ADHS und FASD, auch wenn die Intensität unterschiedlich ist und nicht alle Symptome jeweils bei allen Betroffenen auftreten - siehe Spektrumstörung(en).

Wichtig ist also, durch seriöse, unabhängige, sorgfältige Forschung herauszufinden - oder eben zu belegen - ob oder dass ADHS und ASS eigentlich/tatsächlich ein bisher unerkanntes, nicht diagnostiziertes FASD sind. Unerkannt, nicht diagnostiziert deshalb, weil in den jeweiligen S3 Leitlinien, also auch in der Diagnostik grundsätzlich FASD immer dann ausgeschlossen wird, wenn die biologische Mutter in der Schwangerschaft nicht Alkohol konsumiert hat. Eben dies ist das Problem: Der Alkoholkonsum des Vaters bleibt nach wie vor vollumfänglich unberücksichtigt (in FASD-Diagnostik).
Würde dies jedoch berücksichtigt, würden weltweit deutlich mehr Menschen mit FASD diagnostiziert und ihre ADHS- oder Autismusdiagnose wäre falsch, da es sich eigentlich um ein vom Vater verursachtes FASD handelt, das ggf. "nur" etwas weniger stark ausgeprägt, deshalb ggf. auch schwerer erkennbar ist als ein durch die biologische Mutter verursachtes FASD.
Wenn man sich bewusst macht, wieviele Männer weltweit wie häufig welche Mengen Alkohol konsumieren und das seit Jahrhunderten und länger, dürfte es kaum überraschen, dass etliche Menschen mehr oder weniger stark (in unterschiedlicher Intensität und Ausprägung) von Neurodivergenz bzw. FASD betroffen sind. 

Seriöse, unabhängige Forschung hierzu ist längst überfällig, findet aber nach wie vor offenbar kaum bis gar nicht (bspw. in Deutschland) statt und bisherige, meine Vermutung belegende Forschungsergebnisse werden in den Leitlinien, bei Ärzten, Therapeuten, Diagnostikern, in Kliniken, in Autismus- und ADHS-Spezialambulanzen und allen mit FASD befassten Informations- und Beratungsstellen nicht ansatzweise berücksichtigt, sind den meisten nicht einmal bekannt. 
Betroffene werden infolgedessen nicht, sehr spät oder falsch diagnostiziert und auch falsch "behandelt, therapiert". Mit fatalen Folgen - bis hin zum Suizid.
 
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24. Februar 2026
 
Gibt es inzwischen eigentlich in Deutschland oder anderen Ländern standardisierte diagnostische Verfahren mittels derer eine sichere Abgrenzung bzw. Unterscheidung zwischen Neurodivergenz, zwischen Autismus/Autismusspektrumstörung (ASS) und/oder ADHS und FASD verlässlich vorgenommen werden kann? 
 
Falls ja, werden solche standardisierten Diagnoseverfahren im Rahmen der Differentialdiagnostik bzw. generell im Rahmen der wissenschaftsbasierten, validierten (?), leitlinienkonformen Diagnostik von ASS, ADHS und/oder FASD auch tatsächlich von Diagnostikern standardmäßig angewandt?
 
Oder lassen sich die Auswirkungen und Ausprägungen von ASS, ADHS und FASD doch nicht so klar voneinander unterscheiden, weil sowohl bei ASS und ADHS als auch bei FASD ggf. sehr ähnliche neuronale Veränderungen, Besonderheiten, Beeinträchtigungen, Entwicklungsverzögerungen zugrundeliegen, wenngleich die Ursachen von ASS und ADHS gegenüber FASD ggf. verschiedene sind? 
 
Auffällig ist doch, wie stark sich die Beeinträchtigungen, "Besonderheiten", Schwierigkeiten, Symptome und auch die typischen Komorbiditäten (insbes. Depression, Angst- und Zwangsstörung, Soziale Phobie) bei allen Formen von Neurodivergenz - AD(H)S, Autismus (-spektrumstörung), FASD - ähneln, auch wenn sie sich in unterschiedlicher Ausprägung, Intensität und mit individuellen Abweichungen bei den einzelnen Betroffenen zeigen, denn es sind jeweils Spektrumstörungen, siehe Autismusspektrumstörung, Alkoholspektrumstörung - aber bei allen Betroffenen bereits seit der Kindheit, zumeist auch bereits seit der frühen Kindheit, schon im Kleinkindalter, also: angeboren, schon vorgeburtlich vorhanden. 
 
Weitere Frage:
Wann wird in der S3-Leitlinie zu FASD endlich berücksichtigt, angemessen einbezogen, dass auch der Alkoholkonsum bzw. die Alkoholsucht des biologischen Vaters sehr wahrscheinlich FASD oder FASD-ähnliche Folgen, Beeinträchtigungen bei Kindern solcher Väter verursachen kann bzw. tatsächlich verursacht?!
Also gerade auch dann bei Kindern FASD vorliegen kann, wenn die biologische Mutter weder vor noch während noch nach der Schwangerschaft und Geburt Alkohol getrunken hat, also: gar keinen Alkohol, auch nicht geringste Mengen und auch nicht gelegentlich, selten oder auch nur einmalig.
Und möglicherweise umso mehr ein Kind FASD "haben" kann, wenn dessen biologischer Vater nicht nur (viele Jahre) alkoholsüchtig war/ist, sondern dieser biologische Vater auch selbst FASD "hat". 
Wann also wird in Medizin, bei Diagnostik, in den Leitlinien endlich berücksichtigt, dass es auch für FASD genetische und/oder epigenetische Ursachen geben kann?!
 
30. und 31. März 2026
 
Was, wenn sich eines Tages herausstellt, wissenschaftlich nachweisbar ist, dass FASD nicht nur durch eine in der Schwangerschaft Alkohol (häufiger oder regelmäßig, in geringen oder hohen Mengen) konsumiert habende biologische Mutter, sondern auch durch den Alkoholkonsum oder auch die Alkoholsucht des biologischen Vaters verursacht wird: genetisch oder epigenetisch? 
 
Das würde bedeuten, dass möglicherweise sehr viele Menschen, die bisher eine AD(H)S-Diagnose erhalten - und auch ohne diese Diagnose in Deutschland und anderen Ländern lebende Menschen mit aber bestimmten, typischen Symptomen, Verhaltensweisen - tatsächlich durch den biologischen Vater verursachtes FASD haben, das ggf. weniger stark ausgeprägt ist, dies insbes. bzgl. körperlicher Merkmale, als bei durch den Alkoholkonsum der Mutter verursachtes FASD. 
Ja, ich halte das nicht nur für vorstellbar, möglich, sondern für tatsächlich zutreffend. Aus Gründen.
 
Einfacher:
Wie kann es sein, dass ein Kind typische AD(H)S- bzw. FASD-Symptome, -Verhaltensweisen aufweist, obwohl die biologische Mutter in, vor und nach der Schwangerschaft keinen Tropfen Alkohol getrunken und das Halbgeschwister, das einen anderen biologischen Vater hat, nicht ADHS bzw. FASD hat?
 
Der biologische Vater des - nach mehrjährigem, zermürbenden, zeitraubenden Kampf mit "Diagnostikern" - schließlich ADS-diagnostizierten Kindes hat FASD und ist selbst alkoholsüchtig.
Auf die biologische Mutter des Kindes und den biologischen Vater des Halbgeschwisters trifft beides nicht zu.
Hat das Kind also AD(H)S oder: FASD genetisch oder epigenetisch durch den biologischen, FASD-betroffenen und alkoholsüchtigen Vater verursacht?
 
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ADHS, Alkohol, Gene ...

ADHS, Alkohol, Gene ...

16.03.2026
 
Es ist doch traurig, dass Menschen Alkohol und/oder Nikotin und andere Substanzen "für die gute Stimmung" oder um "lockerer" zu werden konsumieren. Es sind doch alles nur selbst- und fremdschädigende Krücken, Ersatzbefriedigung, Kompensationsverhalten - das krank, alt und hässlich macht.

Keineswegs trinken Menschen vor allem deshalb Alkohol, um psychisch-emotionalen Schmerz, Traumata, Belastungen im Alltag, im Leben zu "mildern", zu betäuben, "entspannter" zu sein, sondern auch, weil es Menschen gibt, die innerlich "leer", die antriebslos, passiv, träge, dabei aber nicht zwangsläufig depressiv sind, sondern auf der ständigen Suche, dem Verlangen nach dem "Kick" - man findet das bspw. bei neurodivergenten Menschen, insbes. bei ADHS, aber auch bei narzisstischer Persönlichkeitsstörung.
 
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09.07.2026
 
Zum nicht-disriminierenden, nicht-ableistischen Begriff "Neurodivergenz" siehe bspw. hier - Uni Hamburg, André Frank Zimpel:
 
"Menschen im Autismusspektrum, mit ADHS oder mit Epilepsie sind neurodivergent. Das bedeutet: Ihre Gehirnfunktionen unterscheiden sich deutlich von dem, was in unserer Gesellschaft als „normal“ definiert ist. Prof. Dr. André Frank Zimpel leitet das Zentrum für Neurodiversitätsforschung an der Universität Hamburg und gibt im Interview einen Überblick über den aktuellen Kenntnisstand. (...)"
 
https://www.uni-hamburg.de/newsroom/im-fokus/2025/0804-interview-zimpel-neurodivers.html
 
Sowie auch hier:
 
"(...) Neurodivergenz bezeichnet ein Erklärungsmodell, dass neurobiologische Unterschiede zwischen Individuen als Dispositionen ansieht und in einem Spektrum einordnet. Es positioniert sich damit gegen die klassische medizinische Einteilung psychischer Merkmale in pathologisch und physiologisch .

Nomenklatur
Personen, deren psychische bzw. neurobiologische Merkmale innerhalb der Norm liegen, werden im Rahmen des Konzepts als " neurotypisch ", Personen außerhalb der Norm als "neurodivergent" bzw. "neurodivers" gelabelt. Diese Nomenklatur wird in der klinischen Medizin bislang (2024) wenig verwendet.

Geschichte
Das Konzept der Neurodivergenz wurde 2011 im Rahmen des National Symposium on Neurodiversity geprägt.

Hintergrund
Anhänger des Konzepts der Neurodivergenz interpretieren neurologische Unterschiede als Ergebnis normaler genetischer Variationen. Damit werden psychische Merkmale ähnlich wie körperliche Merkmale (z.B. Haut- und Haarfarbe , Körpergröße ) betrachtet. Diese Sichtweise soll dazu beitragen, eine Stigmatisierung neurologischer Störungen zu verhindern. (...)"
 
https://flexikon.doccheck.com/de/Neurodivergenz
 
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14. Juli 2026
 
Nachfolgend einkopierte e-mail sandte ich im Juni und Juli 2026 an folgende Stellen, (Fach-) Gesellschaften, "Informations- und Beratungs"portale ... - da sie oder einige von ihnen an der Ausarbeitung der jeweiligen S3-Leitlinie mitgewirkt, diese zu verantworten haben:
 
- Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V. (DGSPJ)
https://www.awmf.org/fachgesellschaften/deutsche-gesellschaft-fuer-sozialpaediatrie-und-jugendmedizin-e-v-dgspj
 
- Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V. (DGKJ)
https://www.awmf.org/fachgesellschaften/deutsche-gesellschaft-fuer-kinder-und-jugendmedizin-e-v-dgkj
 
- Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V. (DGKJP)
https://www.awmf.org/fachgesellschaften/deutsche-gesellschaft-fuer-kinder-und-jugendpsychiatrie-psychosomatik-und-psychotherapie-e-v-dgkjp
 
- Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN)
https://www.awmf.org/fachgesellschaften/deutsche-gesellschaft-fuer-psychiatrie-und-psychotherapie-psychosomatik-und-nervenheilkunde-ev-dgppn
 
- Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie e.V. (DG-Sucht)
https://www.awmf.org/fachgesellschaften/deutsche-gesellschaft-fuer-suchtforschung-und-suchttherapie-e-v-dg-sucht
 
- Bundesverband FASD Deutschland
https://www.bundesverband-fasd.de/
 
- FASD Deutschland e.V.
https://www.fasd-deutschland.de/
 
- Aktionsbündnis FASD Erwachsene
https://aktionsbuendnis-fasd.de/
 
- FASD Fachzentrum Hamburg e.V.
 
- ADHS Deutschland e.V.
https://adhs-deutschland.de/
 
- Gemeinsam ADHS begegnen / MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG
https://gemeinsam-adhs-begegnen.de/
 
"Sehr geehrte Damen und Herren,

gibt es inzwischen eigentlich in Deutschland oder anderen Ländern standardisierte diagnostische Verfahren mittels derer eine sichere Abgrenzung bzw. Unterscheidung zwischen Neurodivergenz, zwischen Autismus/Autismusspektrumstörung (ASS) und/oder ADHS und FASD verlässlich vorgenommen werden kann? 
Falls ja, werden solche standardisierten Diagnoseverfahren im Rahmen der Differentialdiagnostik bzw. generell im Rahmen der wissenschaftsbasierten, validierten (?), leitlinienkonformen Diagnostik von ASS, ADHS und/oder FASD auch tatsächlich von Diagnostikern standardmäßig angewandt?
 

Oder lassen sich die Auswirkungen und Ausprägungen von ASS, ADHS und FASD doch nicht so klar voneinander unterscheiden, weil sowohl bei ASS und ADHS als auch bei FASD ggf. sehr ähnliche neuronale Veränderungen, Besonderheiten, Beeinträchtigungen, Entwicklungsverzögerungen zugrundeliegen, wenngleich die Ursachen von ASS und ADHS gegenüber FASD ggf. verschiedene sind? 
 
Auffällig ist doch, wie stark sich die Beeinträchtigungen, "Besonderheiten", Schwierigkeiten, Symptome und auch die typischen Komorbiditäten (insbes. Depression, Angst- und Zwangsstörung, Soziale Phobie) bei allen Formen von Neurodivergenz - AD(H)S, Autismus (-spektrumstörung), FASD - ähneln, auch wenn sie sich in unterschiedlicher Ausprägung, Intensität und mit individuellen Abweichungen bei den einzelnen Betroffenen zeigen, denn es sind jeweils Spektrumstörungen, siehe Autismusspektrumstörung, Alkoholspektrumstörung - aber bei allen Betroffenen bereits seit der Kindheit, zumeist auch bereits seit der frühen Kindheit, schon im Kleinkindalter, also: angeboren, schon vorgeburtlich vorhanden. 
 
Weitere Frage:
Wann wird in der S3-Leitlinie zu FASD endlich berücksichtigt, angemessen einbezogen, dass auch der Alkoholkonsum bzw. die Alkoholsucht des biologischen Vaters sehr wahrscheinlich FASD oder FASD-ähnliche Folgen, Beeinträchtigungen bei Kindern solcher Väter verursachen kann bzw. tatsächlich verursacht?!
Also gerade auch dann bei Kindern FASD vorliegen kann, wenn die biologische Mutter weder vor noch während noch nach der Schwangerschaft und Geburt Alkohol getrunken hat, also: gar keinen Alkohol, auch nicht geringste Mengen und auch nicht gelegentlich, selten oder auch nur einmalig.
Und möglicherweise umso mehr ein Kind FASD "haben" kann, wenn dessen biologischer Vater nicht nur (viele Jahre) alkoholsüchtig war/ist, sondern dieser biologische Vater auch selbst FASD "hat". 
Wann also wird in Medizin, bei Diagnostik, in den Leitlinien endlich berücksichtigt, dass es auch für FASD genetische und/oder epigenetische Ursachen geben kann?!

Dies belegende, seriöse Studien gibt es bereits seit jedenfalls 2023, eigentlich bereits seit 2014:

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/andr.13566

https://www.sciencedaily.com/releases/2020/03/200330152119.htm

Sowie auch folgende Artikel und Studien, die vom biologischen Vater verursachtes FASD, alkoholbedingte Schäden, belegen:

"Alcohol use disorders and ADHD"
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0149763421003092

"Autism and alcohol"
https://www.autism.org.uk/learn/knowledge-hub/professional-practice/autism-alcohol

"Suchtanfälligkeit: Vom Vater geerbt?"
https://www.wissenschaft.de/erde-umwelt/suchtanfaelligkeit-vom-vater-geerbt/

"Genetic and Epigenetic Perspectives on the Role of Fathers in
Fetal Alcohol Spectrum Disorder" 
https://canfasd.ca/wp-content/uploads/publications/Fathers-Role-1-Issue-Paper-Final.pdf

"Study: Dad’s Alcohol Use Tied To FAS"
https://movendi.ngo/policy-updates/2016/02/10/study-dads-alcohol-use-tied-to-fasd/

"Alcohol consumption by fathers before conception could negatively impact child development"
https://www.sciencedaily.com/releases/2014/02/140214075405.htm

"Drug-seeking motivation level in male rats determines offspring susceptibility or resistance to cocaine-seeking behaviour"
https://www.nature.com/articles/ncomms15527

Es ist zweifelsohne längst überfällig, auch und gerade den Alkoholkonsum, die Alkoholsucht der Männer, der (potentiellen) biologischen Väter deutlich intensiver in den Blick zu nehmen und zu kritisieren, darüber aufzuklären: Kinder, Jugendliche - in Schulen, durch Medien etc. - also auch und weit mehr als bisher die Männer in die Verantwortung zu nehmen. 
Denn meines Wissens sind weltweit sowie auch in Deutschland nach wie vor mehr Männer als Frauen alkoholabhängig. 
 
Was, wenn sich eines Tages herausstellt, wissenschaftlich nachweisbar ist, dass FASD nicht nur durch eine in der Schwangerschaft Alkohol (häufiger oder regelmäßig, in geringen oder hohen Mengen) konsumiert habende biologische Mutter, sondern auch durch den Alkoholkonsum oder auch die Alkoholsucht des biologischen Vaters verursacht wird: genetisch oder epigenetisch? 
Das würde bedeuten, dass sehr viele Menschen, die bisher eine AD(H)S-Diagnose erhalten - und auch ohne diese Diagnose in Deutschland und anderen Ländern lebende Menschen mit aber bestimmten, typischen Symptomen, Verhaltensweisen - tatsächlich durch den biologischen Vater verursachtes FASD haben, das ggf. weniger stark ausgeprägt ist, dies insbes. bzgl. körperlicher Merkmale, als bei durch den Alkoholkonsum der Mutter verursachtes FASD. 
Ja, ich halte das nicht nur für vorstellbar, möglich, sondern für tatsächlich zutreffend. Aus Gründen.
 
Einfacher:
Wie kann es sein, dass ein Kind typische AD(H)S- bzw. FASD-Symptome, -Verhaltensweisen aufweist, obwohl die biologische Mutter in, vor und nach der Schwangerschaft keinen Tropfen Alkohol getrunken und das Halbgeschwister, das einen anderen biologischen Vater hat, nicht ADHS bzw. FASD hat?
Der biologische Vater des - nach mehrjährigem, zermürbenden, zeitraubenden Kampf mit "Diagnostikern" - schließlich ADS-diagnostizierten Kindes hat FASD und ist selbst alkoholsüchtig.
Auf die biologische Mutter des Kindes und den biologischen Vater des Halbgeschwisters trifft beides nicht zu.
Hat das Kind also AD(H)S oder: FASD genetisch oder epigenetisch durch den biologischen, FASD-betroffenen und alkoholsüchtigen Vater verursacht?
Und auf wieviele andere Betroffene, mit ADHS und/oder ASS (Autismusspektrumstörung) - bisher nur so - diagnostizierte Menschen trifft das auch und mit welchen Folgen ... zu? Siehe falsche oder sehr späte Diagnose, entsprechend keine oder falsche, nicht wohltuende Unterstützung usw.

Es gibt, wie Sie sicher wissen, nur sehr wenige Ärzte, die "FASD-Spezialisten" sind, deshalb für Betroffene und ihre sie unterstützenden Angehörigen kaum bis keine tatsächliche Hilfe jeweils vor Ort, das fängt bei der Diagnostik an, siehe, was ich dazu in meiner ersten ausführlichen e-mail bereits schriebt, insbes. Diagnostik für Erwachsene und die nach wie vor offene Frage, ob und wie häufig ein diagnostiziertes AD(H)S tatsächlich FASD ist, und geht bei fehlender ambulanter Unterstützung im Alltag weiter - diese ambulanten Hilfen sind den meisten Betroffenen nicht zugänglich: dann, wenn und weil sie oft keinen GdB haben/erhalten und/oder wenn - wie bei einer mir bekannten Person - schon langjährig bestehende Substanzabhängigkeit, Alkoholsucht hinzukommt, denn hier ist Voraussetzung für jede ambulante Hilfe (auch in Einrichtungen der Suchthilfe), dass der Betroffene die Absicht, das Ziel hat, seinen Alkoholismus zu überwinden.
Hier helfen aber gerade nicht bloße und häufig im Lebensverlauf mehrmalig vollzogene Entzugs-, Entgiftungsbehandlungen und Reha-Maßnahmen, diverse Therapien und Psychopharmaka, denn das eigentliche Problem - FASD - bleibt (wenn nicht diagnostiziert, nicht erkannt oder übergangen) unberücksichtigt - eben dies hat die bekannten, soeben genannten Folgen, im Fall der mir bekannten Person auch zwei Suizidversuche, davon einer fast tödlich verlaufen (ein vierwöchiger Aufenthalt auf der Intensivstation war die Folge sowie gravierende, bleibende körperliche Schäden ...).

Es wurde im Fall des mir bekannten Betroffenen weder auf der Intensivstation (nach Suizidversuch) noch dem anschließenden zweiwöchigen Psychiatrieaufenthalt noch in einer Reha "angemessen therapiert", denn er wurde immer wieder rückfällig und es geht ihm inzwischen vor allem auch körperlich schlechter denn je - dies gerade aufgrund der langjährig bestehenden Substanz-, insbes. Alkoholabhägigkeit und aller bekannten, typischerweise einhergehenden gesundheitlichen Folgen, Schäden. 

Was Betroffene von Neurodivergenz sowie auch alle anderen Menschen mit chronischen physischen und psychischen Erkrankungen DRINGEND brauchen, sind nicht etliche Therapien und/oder Medikation (Psychopharmaka, Antidepressiva ...), sondern für sie angemessene, sie stärkende, entlastende, wohltuende Lebensumstände und ja: das müsste regierungspolitisch entsprechend umgesetzt, ermöglicht werden, ist aber nach wie vor nicht der Fall und auch gegenwärtig nicht im Geringsten sich abzeichnend - das Gegenteil ist offensichtlich der Fall: Kürzungen im sozialen Bereich, noch mehr Verschärfungen, Druck, "Edukation" (Gängelei, Paternalismus, Dressur), Menschen lediglich (!) für Lohnarbeit, Erwerbstätigkeit funktional machen - n i c h t das physische, psychische und soziale Wohlergehen, Wohlbefinden, nicht Gemeinwohl, die Grundvoraussetzungen hierfür allen, auch und gerade nicht-selbstverschuldet intensiv, oft vielfach belasteten, versehrten Menschen zu ermöglichen, statt diese Grundbedingungen zu torpedieren, zu verunmöglichen - inkl. Resilienz, Selbstwirksamkeit, Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, Selbstbestimmung - ist augenfällige Absicht, Ziel von Regierungen, Regierenden. 

Aber Lohnarbeit, Erwerbstätigkeit, inkl. working poor und künstlich geschaffener, überbezahlter bullshitjobs (mit Verweis auf David Graeber) ist nicht dasselbe wie konstruktive, unentbehrliche, gemeinwohlförderliche Arbeit - siehe bspw. "häusliche" Sorge-Arbeit, Care, sogen. Reproduktionsarbeit, die mehrheitlich Frauen weltweit unbezahlt, ohne Einkommen und ohne Wertschätzung leisten - und Lohnarbeit, Erwerbstätigkeit ist auch nicht immer oder grundsätzlich "sinnstiftend" - Menschen brauchen nicht eine Erwerbstätigkeit, schon gar nicht jede und um jeden Preis/mit allen Mitteln (siehe Sanktionen im Alg 2, im "Sozial"gesetzbuch II, Jobcenter: Kürzen und Entzug des Existenzminimums, der basalsten, materiellen Existenzgrundlage!, Gehorsamerzwingen durch Strafe, Gewalt), um ein erfülltes Leben zu führen - sie brauchen eine sichere materielle Existenzgrundlage, also ausreichend Geld, gesunde Nahrung und Wohnung, Bewegung, Regenerationsmöglichkeiten und gute Sozialkontekte, Beziehungen, Bezugspersonen sowie etwas, das sie je persönlich interessiert, begeistert. 

Die Würde des  Menschen (Menschenwürdeprinzip, Art. 1 GG), sein Existenzrecht sind nicht an wirtschaftlich, kapitalistisch, politisch, ideologisch ausbeutbare Lohnarbeit, Erwerbstätigkeit, nicht an Funktionalität, Nützlichkeit, Verwertbarkeit,  Zweckmäßigkeit, Gehorsam eines Menschen gebunden - ein Mensch ist kein dressierbares, funktionalisierbares, instrumentalisierbares Objekt, kein Mittel zum Zweck, keine Maschine, sondern Subjekt, Individuum, Persönlichkeit.

Wer Depression und auch chronische physische Erkrankungen tatsächlich heilen und ihnen auch angemessen, effektiv vorbeugen (Prävention) will, muss Menschen global ein wohltuendes, menschenwürdiges Leben, entsprechende Lebensverhältnisse ermöglichen bzw. sind diese gemeinschaftlich zu schaffen und Schädigendes, Schwächendes, Destruktives zu beenden.
Siehe bspw. die Art und Weise des  Arbeitens, Wohnens, der "Erziehung", Schule, Politik, Gesellschaft,  Gemeinschaft, Kultur, der Werte, Überzeugungen, Glaubenssätze, Religionen/Ideologien usw..

Bei Autismus, ADHS, Neurodivergenz haben die Betroffenen ja auch "vor allem" deshalb diverse Komorbiditäten, bspw. Depression, Angststörung, Substanzabhängigkeit, Soziale Phobie ..., weil der gesellschaftliche und politische Druck zu groß ist, unerträglich wird. Bis zum Suizid. 
 

In der Medizin, Schulmedizin wird das als "chronischer Stress" bezeichnet.
Das klingt vergleichsweise harmlos - für Betroffene fühlt es sich eher wie eine immense Last, ein Bleigewicht oder wie ein unerträglicher, unbezwingbarer Sturm, wie ein Dauerangriff an.

Es muss bzgl. Arbeit, Lohnarbeit, Erwerbsätigkeit endlich auch über je individuelle sozioökonomische Lebensumstände, "Startbedingungen" - siehe Biographie, Herkunft, Familie, vielfaches Belastetsein schon seit Kindheit, Jugend - öffentlich, gesellschaftlich, politisch gesprochen werden - insbes. von Ärzten, Therapeuten, Psychiatern, Psychotherapeuten, Klinikleitungen: dies an Regierungspolitik, Regierende kommunizieren, adressieren.

Wenn du auf sozioökonomisch, sozial, physisch und/oder psychisch-emotional nicht selbstverschuldete, erheblich belastende Lebensumstände, Ereignisse, Widerfahrnisse, regierungspolitisch verursache Missstände (bspw. materielle Armut u.v.a.m.) als Mensch natürlicherweise mit körperlicher und/oder psychischer Überlastung, zahlreichen Symptomen, Beschwerden r e a g i e r s t, nennt man das in Medizin, Gesundheitssystem: "Belastungsstörungen, Anpassungsstörungen" oder auch Depression, Angststörung, soziale Phobie u.a.m..
 
Das Problem bist demnach also, wie üblich, DU: deine mangelnde, unzureichende, fehlgehende "Anpassungs-, Bewältigungsleistung", deine "kranke Psyche", dein "Fehlverhalten".
Das Problem wird bei, in dir als Person, Individuum, in deinem Körper, deiner Psyche, deiner Wahrnehmung, deinen Gefühlen, deinem Verhalten, deiner Persönlichkeit verortet, "diagnostiziert" und deshalb auch nur dort - nur an, in dir, der jeweilig betroffenen Einzelperson - "behandelt, therapiert". 
 Deshalb wird auch an den nicht nur, aber auch deine Überlastung, physische und psychische Erschöpfung, Verzweiflung, Haltlosigkeit ... faktisch verursacht habenden bekannten, bestehenden, zahlreichen sozialen, sozioökonomischen, politischen, gesellschaftlichen Missständen nichts zum Wohltuenden hin - für dich und andere Menschen - geändert, sondern werden stets nur die einzelnen betroffenen Menschen, Individuen "behandelt, therapiert".
Aber damit nicht: geheilt.
Und angemessene, effektive Prävention sind diese zahlreichen schulmedizinischen, oft invasiven, meistens nebenwirkungsintensiven, allenfalls oberflächlich Symptome vorübergehend mildernden "Therapien" auch nicht.
 
Es geht nicht um Prävention und Heilung, nicht um tatsächliches Wohlergehen, Wohlbefinden von Menschen - es geht einzig darum, dass möglichst alle Menschen für Wirtschaft, Kapitalismus via Lohnarbeit, Erwerbstätigkeit (inkl. Maloche und künstlich geschaffener, nicht gemeinwohlförderlicher bullshitjobs) sowie unbezahlter Sorge-Arbeit - f u n k t i o n i e r e n, funktional (wieder) gemacht werden: wie/als Objekte, Benutzungsgegenstände. Menschenmaterial.

Ich würde gerne wissen, wieviele Menschen physisch (körperlich) und/oder psychisch chronisch krank und/oder süchtig, bspw. substanzabhängig (Alkohol, Cannabis u.a.m.) werden, sind und früher schon waren: weil sie ihre belastenden Lebensumstände nicht (mehr) ertragen. ?

Dabei geht es nicht um vorübergehende "Herausforderungen", Belastungen, Krisen, sondern was Menschen meistens erheblich schwächt, zermürbt, psychisch, aber auch physisch schädigt, sind langanhaltende Überlastungen - in Familie, Beziehungen, Arbeit, Job, in Armut ... und: keine Perspektive.
Herausforderungen gehören zum Leben, ja, und wenn etwas mal ein, zwei oder drei Jahre belastet, es aber realistische Aussicht, Perspektive auf Besserung, also Zuversicht und ggf. auch Unterstützung, Beistand, Rückhalt von anderen Menschen gibt, kann man sie bewältigen. 
Nicht so die dauerhaften, langandauernden Überlastungen.

Ein psychisch-emotional gesunder, vernünftiger, reflektierter, reifer Mensch strebt grundsätzlich nicht - und dabei stets narzisstisch, kompensatorisch - nach Macht, (finanziellem, materiellen) Reichtum, Vermögen, Karriere, Posten, sondern hat ganz andere Werte, Ideale, Ziele, Verhaltensweisen:
Psychisch gesunde Menschen erfahren Freude, Lebenszufriedenheit, Erfüllung, Sinn, Halt, Verbundensein nicht durch passiven Konsum von (übermäßigem) Essen, Alkohol, Cannabis, Drogen, Produkten, Prestigeobjekten, sondern durch Beziehung zu mehreren Menschen, idealerweise unterschiedlichen Alters und Geschlechts (Frauen und Männer).
Bezugspersonen - nicht: Betreuungspersonal in Einrichtungen, in Fremdbetreuung. 

Warum und von wem, Thomas Brock, Psychiater am UKE Hamburg, aus der Sendung "Störungswahn" des Deutschlandfunk zitierend: "all das zur Aufgabe von Medizin erklärt" wird, versteht man, wenn man die Programmatik des Kapitalismus´, Neoliberalismus´ erfasst und u.a. Michel Foucault - bspw. "Überwachen und Strafen" - gelesen hat:

https://www.deutschlandfunk.de/manuskript-stoerungswahn-100.html

https://www.suhrkamp.de/buch/michel-foucault-ueberwachen-und-strafen-t-9783518277843
 
Wer Menschen, Subjekte - nicht nur also die von ihnen, ihrer Persönlichkeit, Leiblichkeit scheinbar "abgelöst", maschinenartig erbrachte Arbeit - als Produktionsfaktor, Produktionsmittel sieht, sie entsprechend behandelt, wer Menschen somit im Sinne der kapitalistisch-neoliberalen Ideologie und ihrer Dogmen zu funktionalen Nutzungsgegenständen objektifiziert - sie auf diese Weise entmenschlicht, also: entwürdigt - muss alles, das vonsetien des Menschen den reibungslosen Ablauf des Räderwerks "(Ausbeutung durch) Lohnarbeit/Erwerbstätigkeit (inkl. Maloche, bullshitjobs), (Produktion), Konsum, Konsumismus, Profit" stört oder stören könnte, systematisch pathologisieren oder anderweitig stigmatisieren, um es auf dieser vermeintlichen Legitimationsgrundlage überwachen, kontrollieren, manipulieren - indoktrinieren, erziehen, dressieren, abrichten, unterwerfen, gefügig machen - sowie vermeintlich reparieren, instandsetzen, also Menschen als Objekte, als Menschenmaterial für das System, dessen jeweilige Zwecke, Absichten, Ziele wieder verfügbar, funktional, benutzbar machen zu können. 
 
Die Ursachen oder Auslöser der vor allem chronischen psychischen und/oder physischen Erkrankungen, "Störungen" - oder was als solche aus genannten Gründen von wem erklärt wird - die vielfältigen, vielfachen Belastungen, Symptome, Beschwerden von Menschen - ihre Schmerzen, ihr Leid - können, dürfen im Sinne dieser kapitalistisch-neoliberalen Ideologie keinesfalls in den von Menschen, insbes. Arbeitern, Mittellosen, "Randständigen", Marginaliserten nicht selbst verschuldeten, jedenfalls mehrheitlich nicht freiwillig, nicht konsensual, nicht teilhabe-, entscheidungs- gestaltungsberechtigt geschaffenen äußeren gesellschaftlichen, regierungspolitisch verursachten, gewollten, zementierten Umständen, Verhältissen, Missständen verortet, festgestellt werden, sondern müssen aus genannten Gründen - Überwachung, Kontrolle, Strafe, Macht, Objektifizierung, Benutzung, Ausbeutung - in den Menschen, Subjekten, Individuen "gefunden" werden: an, in deren Körper, Psyche, Gehirn, Leib und ihrem vermeintlichen, je persönlichen Fehlverhalten, ihrer vermeintlich unzureichenden oder fehlerhaften (bewussten oder unbewussten) Anpassungs-, Bewältigungsleistung.
 
Zu analysieren und angemessen, human, wohltuend zu verändern sind demgemäß nicht diese krankmachenden, Menschen intensiv, oft lebenslang belastenden, beschädigenden äußeren, gesellschaftlichen, politischen Umstände, Verhältnisse, Missstände, sondern zu erziehen, dressieren, bestrafen, behandeln sind die vorgeblich kranken, gestörten, irren, behinderten, dysfunktionalen, unangepassten, ungehorsamen, widerspenstigen, widerständigen sowie auch die armen (mittellosen), alten und noch jungen (Kinder, Jugendliche, Adoleszente) Menschen - eben deshalb werden sie sämtlich in den jeweilig für sie konzipierten Einrichtungen (Krippe, Kita, Schule, diverse Kliniken, Psychiatrie, Gefängnis, Altenheim, Pflegeheim, Kinderheim, "Flüchtlingsunterkunft, Asylantenheim", Obdachlosenheim) fremdbetreut, dorthin ausgelagert, darin überwacht, beobachtet, kontrolliert, beurteilt, steril, empathielos, übergriffig, gewaltsam behandelt: "therapiert, repariert", misshandelt, ab- und zugerichtet und sogar als Säuglinge, (Klein-) Kinder, Alte, Kranke, Sterbende lukrativ, profitabel genutzt, ausgebeutet.  
Ja, das ist diskriminierend, unmenschlich, unethisch.

Diese Missstände lassen sich zumeist nicht von den vielfach versehrten, belasteten, beschädigten Betroffenen - chronisch kranken, behinderten, neurodivergenten, mittellosen, pflegebedürftigen, also besonders vulnerablen und bedürftigen Menschen - ändern: sie brauchen eine Lobby, Interessenvertretung, die ihnen den Rücken stärkt, die bedürfnisorientierter, wohltuender Rückhalt, Beistand, Entlastung, Unterstützung ist, leistet: insbes. (Fach-) Ärzte, Therapeuten, Ärzteverbände, Sozialverbände, aber auch Sozialarbeiter, Pflegepersonen, Pflegeeinrichtungen, (Reha-) Kliniken, Krankenkassen, Lehrer, Schulen u.a.m..

Nur dann, wenn die Ursache einer Erkrankung oder "Störung" bekannt und tatsächlich richtig erkannt und diagnostiziert ist, kann es erst und nur dann eventuell auch angemessene medizinische und psychosoziale Unterstützung geben und haben nur mit entsprechenden Diagnosen die Betroffenen überhaupt Zugang zu dieser Unterstützung. 

Mit freundlichen Grüßen
(mein Name)"
 
-
Zur Kritik an den Medizinischen Leitlinien, S3-Leitlinien, siehe bspw. den Wikipedia-Eintrag:
 
https://de.wikipedia.org/wiki/Medizinische_Leitlinie
 
-
Wikipedia - "Medizinische Leitlinie" - S1, S2, S3 Leitlinien, Kritik - screenshot vom 14.07.2026

Wikipedia - "Medizinische Leitlinie" - S1, S2, S3 Leitlinien, Kritik - screenshot vom 14.07.2026

07.07.2026
 
Nachfolgend einkopiert ein Teil meines Kommentars zum youtube-Video vom 27.10.2025 von Y-Kollektiv und mdr - "Mythos ADHS-Kind – Generation Fehldiagnose? Y-History"
 
https://youtu.be/EPRP7T332lQ?si=6FUM2vUwc2RXRxd2
 
Anmerkung: Vielleicht hat der Sohn von Romy auch deshalb in der Klinik, Zitat "das Klo angeschrien", weil er mit der Situation emotional überfordert war: wohl ohne vertraute Bezugspersonen als Kind vollstationär in einer Klinik, mit also zahlreichen fremden Menschen in fremder Umgebung, mit Vorgaben und alltäglichen Abläufen, die andere sind als die Zuhause, mit Anforderungen, die in dieser Umgebung an das Kind gestellt werden, das keine vertraute Bezugsperson um sich hat usw. - das alleine ist auch für "neurotypische" Kinder schon eine sehr belastende Situation, nur reagieren unterschiedliche Kinder, Menschen darauf unterschiedlich - manche werden lethargisch, ängstlich, depressiv, andere eher aggressiv. Eigentlich natürliche, gesunde, menschliche Reaktionen auf intensive Belastungssituationen.
 
Zitat aus dem Video bei ca. Min. 20:47: "In den 40er und 50er Jahren werden Amphetamine millionenfach verschrieben."
So verhält es sich heute mit sogen. Antidepressiva (SSRI-Gruppe), die nicht nur bei Depression, sondern auch bei Angst-, Zwangs- und Essstörungen verordnet werden, jedoch nicht wirksam sind (siehe evidenzbasierte Psychiatrie), allenfalls Placebo-Effekt und starke Nebenwirkungen haben, u.a. auch erhöhte (!) Suizidalität (insbes. bei Einnahmebeginn und Dosissteigerung oder Präparatwechsel und Absetzen, siehe auch die "Absetzungsproblematik", faktisch ist es Sucht, Abhängigkeit, vielen Betroffenen fällt das Absetzen der über Jahre eingenommenen "Antidepressiva" schwer). 
Grundsätzlich heilen Psychopharmaka nicht, lindern allenfalls Symptome - wie es ähnlich auch andere Substanzen tun, bspw. Alkohol, Nikotin, Cannabis ... - immer mit erheblichen, schwerwiegenden Nebenwirkungen. 
 
Ganz typisches Symptom bei Frauen mit AD(H)S ist, was Meike äußert: das Gefühl, immer "falsch" zu sein, sich zu verhalten, abgelehnt zu werden, etwas nicht richtig zu machen, nicht zu genügen, nicht gut genug zu sein, also ein geringes Selbstwertgefühl, Selbstwertproblematik, sich deshalb zurückzuziehen - soziale Isolation, Einsamkeit, kaum bis keine Sozialkontakte, Soziale Phobie, Ängste, Angststörung, Depression sind die häufige Folge, typische Komorbiditäten.
Aber bspw. auch erhöhte Anfälligkeit für Substanzabhängigkeit, insbes. Alkohol, Nikotin und Cannabis. 

Und deshalb auch ganz wichtig, was Meike sagt: Die Diagnose "entlastet", gibt Antworten auf zahlreiche Fragen, Symptome, Belastungen, Schwierigkeiten, erklärt diese, nennt die Ursache dafür. Und bei manchen Menschen kann die Diagnose vor Sucht, Substanzabhängigkeit und weiteren belastenden, schädigenden Folgen, Komorbiditäten schützen - w e n n die Diagnose frühzeitig richtig gestellt wird und Betroffene angemessene, wohltuende, bedürfnisorientierte, nicht-paternalistische Unterstützung erhalten, was leider sehr häufig nicht der Fall und nicht dasselbe ist wie diverse Psycho-, Verhaltenstherapien und/oder Medikation (bspw. mit Antidepressiva, Methylphenidat etc.).

Die Diagnostik bzw. Diagnose darf sich nicht allein auf einzelne Testergebnisse stützen und muss sehr sorgfältig durchgeführt werden: von qualifizierten, informierten, erfahrenen Diagnostikern. Auch kann die Diagnose nicht ausgeschlossen werden, wenn bspw. Grundschulzeugnisse diese nicht stützen, wichtig ist, herauszufinden, wie die Person auch außerhalb der Schule in der Kindheit war, man kann sich in der Diagnostik nicht auf die alleinige Beurteilung von Lehrern stützen.
Kann mir vorstellen, dass Meike eine fehlerhafte Diagnose erhalten hat. Ihr nur Psychotherapie zu empfehlen, hilft sicher nicht weiter, da sie ja zu Anfang schon sagte, bereits wegen Angststörungen in Behandlung gewesen zu sein. 
Es tut mir sehr leid für Meike - vielleicht kann sie die Diagnostik nochmal anderswo wiederholen, leider gibt es kaum freie "Kapazitäten", oft lange Wartezeiten schon für nur einen ersten Termin in Facharztpraxen (Psychiater, Neurologe) und/oder Klinikspezialambulanzen. Wir haben diese Erfahrung auch gemacht (schon 2023).
(...)
 
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06.07.2026
 
ADHS, ASS, Autismus, Neurodivergenz

Was mich bei der Plattform "Wohnzimmer Neurodivers e.V." stört: wenn du an einer Selbsthilfegruppe teilnehmen willst, musst du dich vorher auf deren Plattform registrieren - zwingend, anderenfalls kein Zugang, Teilnahme möglich: analog.  
Du erhältst also keine Informationen zu bestehenden oder geplanten Selbsthilfegruppen in deiner Stadt, keine Orte und Termine genannt, du kannst nicht einfach mal spontan, leiblich, physisch, offline, analog teilnehmen - vorher m u s s t du dich auf deren Seite registrieren
Geht gar nicht!
 
Denn es gibt auch neurodivergente Menschen, die sich mit dem Digitalen, mit digitalem Kontakt, e-mails, auch digitalem Lernen, Kommunizieren schwertun, analogen Kontakt bevorzugen.
Und die Plattform "Wohnzimmer-Neurodivers" sammelt ... zahlreiche e-mail-Adressen, Daten: GEHT GAR NICHT!
 
Stattdessen könnte man mit der zuständigen, die Selbsthilfegruppen organisierenden Person einfach mal telefonieren oder nur mit ihr via e-mail die erforderlichen Informationen austauschen: was findet wann, wo, für wen wie statt. Nein, es wird keine Info ohne Registrierung auf der Plattform gegeben.
 
https://wohnzimmer-neurodivers.de/
 
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23.07.2026
 
Finde auch nach wie vor keine Gruppen, Art "Selbsthilfegruppe", offener Treff - ohne erforderliche Mitgliedschaft, kostenfrei - für Betroffene von Neurodivergenz, also ADS, ADHS, Autismus, insbes. nicht für junge Erwachsene in Hamburg und Heidelberg. Nur für ältere Erwachsene oder Eltern, Angehörige.
 
Wie gesagt: Suche solche "Selbsthilfegruppen", offene Angebote, die n i c h t digital sind und für die man sich n i c h t vorher auf irgendeiner Plattform ... anmelden und/oder registrieren (lassen ;) ) muss. 
Ging früher ja auch: offline, real, leiblich, physisch, ohne Internet.
 
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04.05.2026
 
Kommentar zum youtube-Video vom 04.05.2026 von Nico, InsideAut - "Kann man autistisch werden? Was ist sekundärer Autismus?"
 
Wieder ein Video mit wichtigen Informationen. Wird "autistische Symptomatik" bzw. autismusähnliche Symptomatik in der Medizin tatsächlich als "sekundärer, erworbener Autismus" bezeichnet und falls ja, seit wann ist das so? Ich dachte bisher immer, es sei nur dann "tatsächlich" Autismus (Autismusspektrumstörung), wenn es/er angeboren, genetisch bedingt ist und autismusähnliche Symptome seien dann also nicht Autismus, sondern durch von dir bereits genannte andere Erkrankungen und/oder Behinderungen verursachte Symptome, die eben nur "autismusähnlich" sind. 
Aber jetzt nennt man das offiziell "sekundären Autismus"? Kommt das so jetzt auch in den jeweiligen Leitlinien (zu den jeweiligen, von dir genannten Erkrankungen und/oder Behinderungen) bezeichnet vor und auch im ICD-10 oder im ICD-11?
 
Da du FASD erwähnt hast - da bin ich inzwischen aus Gründen überzeugt, dass wohl gar nicht so selten vor allem AD(H)S eigentlich FASD sein könnte bzw. ist, da bisher (siehe entsprechende S3-Leitlinie) FASD nur dann diagnostiziert wird (und auch das häufig erst spät, wenn überhaupt), wenn die biologische Mutter des betroffenen Kindes (oder Erwachsenen) in der Schwangerschaft Alkohol (häufiger) konsumiert hat, nicht aber, wenn eine Alkoholsucht des biologischen Vaters vor der Schwangerschaft (vor der Zeugung) bestand.
Es gibt jedoch bereits englischsprachige Studien, die in Tierversuchen genau das feststellen konnten: dass FASD auch durch den Alkoholkonsum bzw. Alkoholerkrankung des biologischen Vaters verursacht werden kann, wenn und weil die biologische Mutter weder vor noch in oder nach der Schwangerschaft je Alkohol konsumiert hat. 
Das würde bedeuten, dass weltweit sehr viele Menschen möglicherweise kein AD(H)S, sondern eigentlich ein FASD haben, aber die Symptome eher unter ADHS subsumiert werden, da das vom Vater verursachte FASD (bzw. Alkoholspektrumstörung) wahrscheinlich weniger stark ausgeprägt ist als das durch die Mutter verursachte, insbes. körperliche Merkmale betreffend, und weil es medizinisch in Deutschland noch überhaupt nicht "anerkannt" ist, dass FASD auch durch den Vater verursacht sein kann. 
 
Damit sage ich nicht, es gäbe kein AD(H)S oder jedes ADHS sei zwangsläufig FASD, sondern: dass dringend stärker beforscht und in medizinischer Praxis, Untersuchung, Diagnostik und Behandlung berücksichtigt werden müsste, dass FASD und AD(H)S oft sehr ähnliche Symptome und Beschwerden zur Folge haben (können) und es vor allem im Sinne von Prävention sehr wichtig wäre, wissenschaftlich herauszufinden, zu bestätigen oder zu widerlegen, ob bzw. dass FASD auch durch einen alkoholabhängigen biologischen Vater verursacht sein kann, nicht nur durch eine alkoholkranke biologische Mutter und dass infolgedessen eben viele Menschen möglicherweise FASD haben, das bisher aber "nur" als AD(HS) diagnostiziert wird - und auch das bei einigen Menschen erst sehr spät oder lebenslang gar nicht, obwohl sie typische Beschwerden, Symptome, Belastungen ... seit ihrer Kindheit bereits haben.
Es werden diesen Menschen stattdessen häufig nur die typischen Komorbiditäten diagnostiziert (bspw. Depression, Angst- und Zwangsstörung, Soziale Phobie, Dyspraxie, Muskelschwäche ...) oder auch Persönlichkeitsstörungen, nicht aber AD(H)S oder ASS oder FASD. Denn Neurodivergenz ist, wie FASD, nicht heilbar und eigentlich auch nicht therapiebedürftig. Die Komorbiditäten hingegen lassen sich zum Teil lukrativ ;) "therapieren" - ist allerdings auch ein eigenes Thema, ja. 
 
Möglicherweise trifft das oben zu FASD und AD(H)S Genannte auch auf Autismus zu, dass eine Ursache (unter anderen) für Autismus ggf. auch Alkoholkonsum bzw. Alkoholismus und/oder auch ein FASD des biologischen Vaters vor der Schwangerschaft bzw. vor der Zeugung sein kann. ?

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24. Februar 2026
 
Kommentar zum youtube-Video vom 23.02.2026 von Nico, InsideAut - "Autismus einfach erklärt in 12 Minuten"
 
Eine sehr gute, verständliche Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte, danke deshalb auch für dieses informative Video. :)
 
Einige Fragen beschäftigen mich aus Gründen nach wie vor, vielleicht kannst du dazu auch etwas aus eigener Erfahrung und Erkenntnis mitteilen:
Noch immer wird Neurodivergenz (Autismus und/oder ADHS) bei Frauen und Mädchen weniger oft, weniger gut erkannt und diagnostiziert, weil sich deren "Symptome", Verhaltensweisen und ihr oft "effektiveres" Masking anders zeigen als bei Jungen und Männern - was kannst du hier ggf. für die Diagnostik empfehlen, so dass diese Frauen und Mädchen nicht fehl- bzw. fälschlicherweise nicht diagnostiziert werden, obwohl seit der (frühen) Kindheit spezifische "Besonderheiten, Auffälligkeiten", Verhaltensweisen ... bestehen, auch typische Komorbiditäten bereits diagnostiziert wurden, aber Ärzte, Diagnostiker sich dennoch nur auf diese Komorbiditäten versteifen?
Habe bei einigen Diagnostikern den Eindruck, sie wollen die Diagnose ADHS und/oder Autismus nicht vergeben, weil es eben eigentlich nicht therapierbar ist, sondern, wenn überhaupt, allenfalls die Komorbiditäten. Es wird dann offenbar von einigen Ärzten und Psychologen lieber die Diagnose "Depression" und/oder Angst-, Zwangsstörung, Soziale Phobie vergeben, da man dies ja (vermeintlich) therapieren kann - auch mit bspw. sogen. Antidepressiva (eigenes Thema ...).
 
Kannst du evtl. auch etwas zu ggf. unterschiedlichen Diagnostik- und/oder Diagnosequalitäten sagen? Frage dies, da ich festgestellt habe, dass mehrere ambulante Fachärzte für (Kinder- und Jugend- sowie Erwachsenen-) Psychiatrie und auch Neurologen und Psychologen die Diagnostik gegen Privatzahlung anbieten, da die Wartezeiten bei bspw. Klinikambulanzen, Autismusambulanzen seit Jahren so lang sind und oft auch keine Wartelisten mehr geführt werden. - Besteht dadurch nicht die Gefahr, dass einige niedergelassene Fachärzte (Psychiater, Neurologen, aber auch Psychologen, Psychotherapeuten, die ebenfalls die Diagnostik durchführen) eher die Diagnose vergeben und man sich dort die "Wunschdiagnose" gewissermaßen kauft, da man die Diagnostik privat zahlt?
 
Ist es überhaupt seriös, die leitlinienkonforme Autismus- oder auch die ADHS-Diagnostik kostenpflichtig anzubieten, statt sie bei gesetzlich Versicherten über die Krankenkasse abzurechnen? 
 
Und weißt du evtl. auch, ob noch immer mehrheitlich das ICD-10 für die Autismusdiagnostik zugrundegelegt wird, da das ICD-11 offiziell in Deutschland noch nicht der S3-Leitlinie zugrundegelegt wird? Oder kann das jeder Diagnostiker handhaben, wie er möchte?
 
Um meine Fragen ggf. nachvollziehbarer zu machen: Ich bin Mutter einer vermutlich neurodivergenten (bereits volljährigen, adoleszenten) Tochter und kämpfe quasi seit drei Jahren um angemessene, wohltuende (!) Unterstützung und Entlastung für meine Tochter - bisher leider vergeblich, siehe oben Genanntes. Der biologische Vater meiner Tochter hat seit seiner Kindheit sehr ähnliche "Besonderheiten, Auffälligkeiten", Verhaltensweisen und Beeinträchtigungen wie meine Tochter, weshalb ich von einer genetischen Ursache ausgehe, dies auch deshalb, da ihr mehrere Jahre älterer Halbbruder (mein Sohn), der einen anderen biologischen Vater hat, diese Besonderheiten ... nicht hat, auch in seiner Kindheit nicht hatte. 
All das und noch zahlreiches Weitere haben wir Diagnostikern ausführlich geschildert, es werden diese Tatsachen bisher aber sämtlich übergangen und uns auch nicht mitgeteilt, wodurch sich die "Besonderheiten" und Beeinträchtigungen, die meine Tochter schon in der Kindheit hatte, erklären lassen - sie werden einfach übergangen. So bspw. bei der ADHS-Diagnostik geschehen, bei der sich die Diagnostiker außerdem nur auf ein einzelnes Testergebnis (TOVA-Testung) in der Diagnose stützten und die anderen Testergebnisse bei der Diagnosestellung außer Acht ließen. Wir wurden dann an die Autismusambulanz zur dortigen Diagnostik verwiesen und hier zeigt sich (bisher) eine "ähnliche" Vorgehensweise. 
Das macht einen schon sehr hilflos, aber auch wütend.
 
Ich vermute aus Gründen auch bei meiner biologischen Mutter Autismus, sie wurde aber nie diagnostiziert. Vielleicht bin ich selbst auch betroffen, vielleicht kann es aber auch ein "Überspringen von Generationen" bei Neurodivergenz geben. ?
Und es ist eben ein Spektrum, betroffene Menschen haben also unterschiedliche "Symptome" in unterschiedlicher Ausprägung und manche auch gar nicht, wie du es auch schon sagtest.
 
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27. März 2025
 
Wie geht man mit einer falschen Diagnose, Ausschlussdiagnose um, die sich auf eine fehlerhafte Diagnostik gründet?
 
Was macht man, wenn ADHS-Diagnostik zwar durchgeführt wurde, aber falsch bzw. unzureichend, wenn die Diagnose auf ein einziges Testergebnis gestützt wird, was nicht leitlinienkonform ist?

Konkret: Es wurde bei einer mir nahestehenden volljährigen Person als Diagnostik ein einziges Gespräch (zum Vorstellungsgrund), daneben nur der ADHS-SB und der WURS-K sowie ein TOVA-Test durchgeführt, keine weiteren üblicherweise eingesetzten Fragebögen, auch keine zur Fremd-, Angehörigen-, Elternbeurteilung etc..
 
Im Arzt-, Befundbericht ist mitgeteilt:
"Das retrospektive Selbstbeurteilungsinstrument WURS-k mit dem Ergebnis von 36 Punktn (bei einem kritischen Wert von 30) weist auf eine Aufmerksamkeits- bzw. Hyperaktivitätsstörung in der Kindheit hin."
und:
"Der ADHS-SB weist mit 29 Punkten (bei einem kritischen Wert von 15) auf eine Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung im Erwachsenenalter hin."
Aber:
"Weiterhin finden sich eigenanamnetisch Hinweise für das Vorliegen einer einfachen Aufmerksamkeitsstörung, die jedoch durch die Ergebnisse der TOVA-Testung nicht objektiviert werden konnten."
 
Die Diagnosestellung wurde somit alleinig, ausschließlich auf das TOVA-Testergebnis gestützt. - Wozu wurde dann aber ADHS-SB und WURS-K überhaupt durchgeführt, wenn die Ergebnisse dieser beiden "Tests", Fragebögen, deren Auswertung, Ergebnisse bei der Diagnosestellung vollumfänglich übergangen wurden?
Auch die bestehende familiäre Vorbelastung wurde vollständig übergangen, ignoriert.
 
Diese Vorgehensweise ist meines Wissens nicht seriös, nicht der üblichen Routinediagnostik, nicht der S3-Leitlinie (AWMF) entsprechend.
Die Diagnosestellung darf sich nicht auf einen einzelnen Test, ein einziges Testergebnis - in diesem Falle TOVA - gründen.

Dies haben wir gegenüber der die Diagnostik durchgeführt habenden Person auch mitgeteilt und um Wiederholung bzw. erneute vollständige, korrekte ADHS-Diagnostik bzw. um Einbeziehen der Ergebnisse des ADHS-SB und WURS-K, also um Korrigierung der Diagnose gebeten, dies wurde jedoch nicht vorgenommen, es wurde lediglich ein zweites persönliches Befundgespräch angeboten, jedoch hatte bereits ein Befundgespräch telefonisch stattgefunden: bevor der schriftliche Befund vorlag, von dessen genauem Inhalt - siehe o.gen. Diagnostik und Diagnosestellung, Begründung der ADHS-Ausschlussdiagnose - wir daher zum Zeitpunkt des Telefonats keine Kenntnis hatten.
Ein weiteres Gespräch würde an der fehlerhaften Ausschlussdiagnose nichts ändern.
Es müsste stattdessen "nachträglich" das Ergebnis des ADHS-SB und WURS-K einbezogen werden, der Befundbericht entsprechend geändert werden oder es müsste eine neue vollständige, umfassende ADHS-Diagnostik durchgeführt werden. Beides wurde vonseiten der die Testung durchgeführt habenden Person abgelehnt.
 
Was macht man in einem solchen Fall, an wen kann man sich wenden, wenn die Diagnostik nicht korrekt durchgeführt wurde, die Ausschlussdiagnose auf nur den TOVA-Test gestützt, damit begründet wird?

Die ADHS-Testung wurde im Februar 2025 von einer Psychologin (nicht Psychiaterin, nicht Neurologin, also keiner Ärztin) in einer Klinik-Ambulanz durchgeführt. 
 
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25. März 2025
 
ADHS Spektrumstörung, Autismus, Autismusspektrumstörung und andere psychische Erkrankungen, Beeinträchtigungen, Störungen - Warum ist die Diagnosestellung, richtige Diagnostik und Diagnose wichtig:
 
Von - m.E. seit mehreren Jahren bereits kontinuierlich zunehmender - psychischer Pathologisierung halte ich nichts, aber wie bei physischen Erkrankungen, Störungen, Beschwerden so gilt auch für psychische: nur wenn man die Ursache kennt, kann man angemessen behandeln, wenn und soweit möglich und wenn man seine Beschwerden, Beeinträchtigungen, Schwierigkeiten, "Besonderheiten", Auffälligkeiten etc. durch eine richtige Diagnose vor allem selbst besser oder überhaupt erstmals einordnen, verstehen kann, kann man damit besser umgehen.
 
Man hat dann ggf. auch weniger Selbstzweifel, Selbstwertproblematik, Ängste, Unsicherheiten, Depressionen, weniger sozialen Rückzug, Isolation und/oder tätigt weniger schädigendes Kompensationsverhalten, wie bspw. Sucht, Substanzabhängigkeit und anderes selbstverletzendes Verhalten.
 
Außerdem ist es auch für die Umwelt, andere Menschen, Sozialkontakte, Familie, Freunde, Partner, Kinder sowie Arbeitgeber wichtig zu wissen, wie das jeweilige Verhalten einzuordnen ist, wie man mit Besonderheiten, Beschwerden, Einschränkungen angemessen umgeht und auch, was (Verhalten, Tätigkeiten ...) man von "neurodivergenten, neurodiversen" Menschen in welchem Kontext, setting, welcher Situation, Umgebung wie erwarten kann, ohne sie zu belasten oder zu beschädigen, und was weshalb ggf. nicht.
 
Siehe z.B. "schwieriges, auffälliges, abweichendes" Sozialverhalten, antisoziales Verhalten, siehe auch Schwierigkeiten im Erkennen, Verstehen, Aufnehmen, Verarbeiten, Wiedergeben, Organisieren, Strukturieren, Planen, bei Selbständigkeit, Eigenverantwortung, Vernunft u.v.a.m..
 
ADHS ist zumeist eine Komorbidität von FASD, Fetales Alkoholsyndrom, Alkoholembryopathie ... .
Aber es liegt bei ADHS auch ein erhöhtes Risiko für Substanzabhängigkeit, Sucht vor.
 
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26. März 2025
 
Es stellt ein gravierendes Problem dar, wenn bzgl. "neurologischen, neuronalen Entwicklungsstörungen" wie Autismus, Autismusspektrumstörung (ASS) und ADHS keine oder eine falsche Diagnose gestellt wird: aufgrund der Folgen, die sich daraus ergeben, u.a. fehlende oder falsche Therapie.
 
Durch eine nicht, zu spät oder falsch gestellte Diagnose können Menschen zusätzlich erheblichen Schaden nehmen, weil ihnen vieles selbst unverständlich bleibt, ihnen nicht angemessen geholfen wird, sie weiterhin vielfach stark belastet und sich selbst überlassen bleiben.
Es kann dann - wenn bspw. ADHS nicht oder erst sehr spät im Lebensverlauf bei Erwachsenen diagnostiziert wird - und kommt wohl faktisch auch häufig zu Substanzabhängigkeit, Sucht, insbes. bzgl. Alkohol, Nikotin, Cannabis, mit wiederum entsprechend schädigenden Folgen.
 
Gibt es eine Art seriöse Übersicht, Information über neurologische und psychische Störungen, Erkrankungen, Behinderungen, die mit einem Mangel an oder Einschränkungen bei kognitiver und/oder affektiver Empathie, Mitgefühl einhergehen?
Bspw. Autismus, ASS, ADHS, Narzissmus (narzisstische, antisoziale PKST) ... .
 
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05. Juni 2026
 
Zum verlinkten Artikel vom 20.02.2026 "Metabolische Psychiatrie – Ein Paradigmenwechsel in der Behandlung psychischer Erkrankungen" des mojo-Instituts
 
Medizin, Psychiatrie Profit
Depression, ADHS, "chemisches Ungleichgewicht" im Gehirn (Neurotransmitter ...), "Antidepressiva", "Medikamente", Psychopharmaka als "Therapie, Behandlung"?
 
NEIN! Lest das über Mitochondrien - und was weshalb hilft ... . Siehe auch mecfs u.v.a.m..
 
Warum mich dieser metabolische "Ansatz", s.o., überzeugt:
Weil es zutrifft, Tatsachen entspricht, evidenzbasiert ist, dass, wie und warum zahlreiche chronische Erkrankungen auf "mitochondrialer Dysfunktion" basieren, inkl. Stress, und dass, wie, warum Bewegung, Sport, Schlaf, Ernährung, Natur heilen.
 
Übrigens: materielle Armut ist Dauerstress (Angst, Existenzangst, ständige Sorgen, erlebte Ausgrenzung, Verachtung, zahlreiche Entbehrungen, soziale Isolation, Einsamkeit, keine Perspektive, Selbstwirksamkeit, Zuversicht ...), macht KRANK: physisch und psychisch. 
 
HÖRT AUF, PILLEN ZU SCHLUCKEN - Psychopharmaka, "Antidepressiva" ... : gravierende langfristige Nebenwirkungen ... . Gilt auch für die "Medikation" bei ADHS: Metylphenidat, Amphetamine!
 
https://mojo-institut.de/wissen/diagnosen/depression/fachbeitrag/metabolische-psychiatrie#2-die-historische-entwicklung-der-psychiatrie--vom-geist-zur-biochemie
 
Klar ist es einfacher, bequemer, geht es schneller, Pillen einzuwerfen ("Antidepressiva", Methylphenidat, Amphetamine, Schmerzmittel, Psychopharmaka) oder andere Drogen zu nehmen (Alkohol, Nikotin, Cannabis, Kokain, Heroin, Opium, Ketamin), um zu funktionieren - statt die Gesellschaft, Politik und seinen "Lebensstil", sein Verhalten zum Wohltuenden, Vernünftigen, Heilsamen, Prosozialen hin zu ändern - der Preis, den ihr dafür zahlt, ist halt leider nicht nur eure (eigene) Gesundheit, euer Wohlbefinden, Lebensqualität.
Den Preis zahlen auch andere, eben wenn, weil und so lange die Mehrheit so unreif ist, sich verhält, all das zulässt, mitvollzieht oder sogar gut, richtig findet und/oder davon persönlich profitiert.
 
Nicht nur neurodivergente Menschen (ADHS, Autismus, ASS, FASD), sondern alle anderen Menschen brauchen: gesunde, wohltuende, artgerechte, menschengerechte Lebensumstände: Gesellschaft, Politik ... .
Nicht sogenannte Therapie, Behandlungen, nicht "Medikation": die insbes. bei chronischen Erkrankungen grundsätzlich nicht heilen, sondern Menschen nur funktional, erwerbsfähig machen sollen. Menschenmaterial.
Es geht dabei nicht um Heilung, Wohlergehen, psychisches und physisches Wohlbefinden, Lebensqualität der Menschen. 
Siehe Schulmedizin, oft invasive Apparatemedizin, profitorientiertes, profitbasiertes "Gesundheitssystem", Psychiatrie, Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Ergotherapie, Gesundheitspolitik, Arbeits-, Sozial-, Wirtschaftspolitik - Regierungen, Kapitalismus.  
 
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Methylphenidat - "Kinder-Koks", ja, als das würde (auch) ich es bezeichnen. Quelle: ndr Ratgeber Gesundheit, 01.06.2026 - "Methylphenidat: Wirkung und Nebenwirkungen des ADHS-Medikaments"

Methylphenidat - "Kinder-Koks", ja, als das würde (auch) ich es bezeichnen. Quelle: ndr Ratgeber Gesundheit, 01.06.2026 - "Methylphenidat: Wirkung und Nebenwirkungen des ADHS-Medikaments"

ADHS - "Therapie" - Es ist bloße Symptombehandlung, nebenwirkungsintensiv, ohne Langzeitwirkung, Methylphenidat und Amphetamine wirken auch bei "Gesunden" konzentrationsfördernd etc.. Neurodivergente Menschen brauchen, wie alle anderen Menschen auch: gesunde, wohltuende, artgerechte, menschengerechte Lebensumstände: Gesellschaft, Politik ... . Nicht Therapie, nicht "Medikation": die nicht heilen, sondern Menschen nur funktional machen sollen.

ADHS - "Therapie" - Es ist bloße Symptombehandlung, nebenwirkungsintensiv, ohne Langzeitwirkung, Methylphenidat und Amphetamine wirken auch bei "Gesunden" konzentrationsfördernd etc.. Neurodivergente Menschen brauchen, wie alle anderen Menschen auch: gesunde, wohltuende, artgerechte, menschengerechte Lebensumstände: Gesellschaft, Politik ... . Nicht Therapie, nicht "Medikation": die nicht heilen, sondern Menschen nur funktional machen sollen.

27. Mai 2026
 
Kommentar zum youtube-Video vom 26.05.2026 von Nico, InsideAut - "Wie spielen Autisten? Auch im Erwachsenenalter noch"
 
Hallo Nico, inzwischen finde ich, dein Kanal ist einer der besten, wenn nicht der beste deutschsprachige youtube-Kanal zu Autismus, Neurodivergenz.
Das hat vor allem mit deiner Persönlichkeit, unabhängig von Autismus, zu tun: weil du alles sowohl seriös, fundiert, verständlich, anschaulich sehr informativ vermittelst, ohne Sensationsfärbung, unaufgeregt, entspannt, ohne "Drama", Theatralik, aber zugleich auch mit Emotionen, menschlich (nicht wie ein Roboter oder eine KI) und wichtigen, sehr hilfreichen Beispielen - nicht nur, aber gerade auch deinen persönlichen.
 
Habe zunehmend den Eindruck, dass die Grenzen zwischen Neurodivergenz (Neurodiversität) und "Neurotypizität" (nennt man das so? 😳) eben wirklich fließend sind und es tatsächlich ein weites Spektrum ist, dass viele (wenn auch nicht alle) Verhaltensweisen, "Zustände", Gedanken, Interessen, "Eigenarten, Besonderheiten" sich durchaus auch, nur eben in weniger ausgeprägter Form bei neurotypischen Menschen finden, inklusive des Stimmings.
 
Habe inzwischen für meine 20-jährige Tochter erfreulicher-, erleichternderweise endlich eine "richtige" Diagnose, nicht nur diagnostizierte (typische) Komorbiditäten - bei ihr ist es ADS.
Sie hat die Diagnose kürzlich, nach acht Monate dauernder Diagnostik in/von einer Spezialambulanz einer Uni-Klinik erhalten.
In derselben Klinik wurde ihr ADS in einer anderen dortigen Spezialambulanz ein Jahr zuvor nicht diagnostiziert. Es scheint sehr davon abzuhängen, an wen man gerät (Diagnostiker, in unserem Fall waren es beide Male Psychologen), nicht nur davon, über welches und wieviel fundiertes, aktuelles Wissen (Expertise) und Erfahrung die Diagnostiker verfügen, sondern auch, wie sie persönlich zu Neurodivergenz eingestellt sind. Wir hatten den Eindruck, dass man in der vorherigen Spezialambulanz die Diagnose nicht stellen w o l l t e, weil sie auf nur ein einziges Testergebnis (einen Konzentrationstest) gestützt wurde, wobei die anderen positiven Testergebnisse zwar genannt, aber in die Diagnose nicht einbezogen wurden, dieses Vorgehen ist nicht leitlinienkonform.

Die ADS-Diagnose haben wir nun auch erst nach dreijähriger Ärzteodyssee (u.a. auch Neurologe ...) und vielen intensiven Belastungen durch staatliche Institutionen, wie bspw. staatlicher Schule, Schulbehörde, Jugendamt (mit erheblichen Folgen auch für ihre Zukunft, da ihr der nächsthöhere Schulabschluss auf dem Ersten Bildungsweg dadurch verwehrt wurde) und leider auch durch ihre KJP (Kinder- und Jugendpsychiaterin), die nur die Komorbiditäten diagnostiziert hatte, nicht aber die zugrundeliegende, seit der Kindheit bzw. seit Geburt bestehende eigentliche Ursache. 
Warum erwähne ich das:
Weil ich den Eindruck habe, dass es zwischen ADS (ohne Hyperaktivität, ohne auch die bei ADHS und bei betroffenen Jungen oft ausgeprägtere Aggressivität) und ASS (Autismusspektrumstörung) zahlreiche Parallelen, Ähnlichkeiten gibt, deshalb dachten wir zunächst ja auch, sie könnte autistisch sein, auch deshalb, weil sich das bei Mädchen und Frauen doch oft etwas anders zeigt als bei autistischen Jungen und dann auch nochmal von Individuum zu Individuum unterschiedlich ist. Außerdem aufgrund familiärer "Vorbelastungen", siehe Erblichkeit. 
 
Wie schon mal erwähnt denke ich, dass wir medizinisch und gesellschaftlich, hoffentlich auch politisch in ca. 5 bis 10 Jahren anders, angemessener, reflektierter über Neurodivergenz denken und sprechen als gegenwärtig, dass diese wahrscheinlich - in unterschiedlicher Ausprägung - weltweit und schon seit langer Zeit viel verbreiteter ist, als wir bisher annehmen oder wissen, denn siehe auch die zahlreichen Fehldiagnosen und bisher nicht-diagnostizierte, aber "betroffene", neurodivergente Menschen. Und weil wir bis dahin vielleicht auch noch mehr über die Ursachen wissen.
Neurodivergenz, wie wir es heute noch nennen, ist eben keine Krankheit und keine Verhaltensstörung, es bedarf zumeist keiner (Psycho-) Therapie, auch keiner Antidepressiva, Psychopharmaka, sondern - gerade präventiv bzgl. der Komorbiditäten und weiteren Belastungen - angemessener, wohltuender gesellschaftlicher, politischer und familiärer Umstände - die man durchaus politisch, gesellschaftlich schaffen, unterstützen könnte. 
 
Zum Spielen als Erwachsene: Gehe inzwischen so weit, zu behaupten, dass nicht wenige Menschen, die vorzugsweise sehr komplexe Strategiespiele, Brettspiele - sogenannte Eurogames - spielen, möglicherweise autistisch sind. Weil es zwar Interaktion bei solchen Spielen geben kann, aber es vorrangig eher um die "perfekt ausgearbeitete" eigene Strategie, das "in sich versunkene Nachdenken", Analysieren der eigenen und der anderen Spieler Züge im jeweiligen Spiel geht und der soziale Aspekt (Geselligkeit, Kommunikation ...) bei diesen Spielen eher in den Hintergrund tritt. Solche Menschen spielen dann oft auch gerne abstrakte (Brett-) Spiele, Logikspiele, weniger thematische oder chaotische oder Partyspiele.
Außerdem gibt es auch im Brettspielbereich nicht wenige Sammler. (Wobei man ja Sammeln von Horten unterscheiden muss.) 
 
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28. April 2026
 
Du schreibst so oft und viel über dich, Elsbeth - was tust du denn für deine 20-jährige Tochter?
Was ich in den letzten ca. drei Jahren, seit meine Tochter die Schule verlassen (die allgemeine Schulpflicht erfüllt) hat, versucht habe, teilte ich bereits mehrfach in vorherigen blog-Einträgen mit. 
Hier nochmal in Kurzfassung:
 
1. Nachdem meine Tochter eine demokratische Privatschule verlassen hat, an der sie sich fünf Schuljahre lang im Unterschied zur staatlichen Schule sehr wohl fühlte, organisierte ich den direkten Übergang zurück in eine staatliche, sogen. Reformschule, Stadtteilschule, zum Erwerb des nächsthöheren Schulabschlusses, was sie damals selbst noch wollte, ich habe ihr das nicht aufgezwungen oder abverlangt. 
 
2. Der Erwerb des nächsthöheren Schulabschlusses scheiterte daran, dass diese Schule (übrigens die ehemalige Schule meines in Kürze 33-jährigen Sohnes, an der er vor ca. 15 Jahren Abi machte) inzwischen ausschließlich digital "unterrichtete", nur mit Tablets, apps, schulinternem Server, inkl. Schüler-ID. Ohne Bücher, Hefte etc. und ohne feste Klassen- und Unterrichtsstruktur. 
 
Damit kam meine Tochter nicht zurecht, auch nicht mit dem drastischen, unbegleiteten Wechsel von einer kleinen, familiären demokratischen Schule mit nur ca. 80 Schülern in eine große, unübersichtliche, fremde staatliche Schule mit ca. 1400 Schülern, in der sie sich täglich selbst überlassen war, keine Unterstützung, Einführung, Begleitung erhielt, auch dann nicht, als wir (von Anfang an btw) wiederholt ausdrücklich Lehrer und Schulleitung darum baten. 
Sie war an dieser staatlichen Schule, in dieser Situation, den dortigen Verhältnissen in jeder Hinsicht völlig verloren. 
 
An anderer Stelle im blog habe ich ausführlich geschildert, wie intensiv belastend und schädigend diese staatliche Schule schließlich gegen uns vorging: mittels Druck, Drohungen, Strafe, Bußgeld, Kindeswohlgefährdungsmeldung beim Jugendamt - bis hin zur Androhung, mir gerichtlich das Sorgerecht für meine damals 17-jährige Tochter entziehen zu lassen, obwohl keine Kindeswohlgefährdung oder gar -schädigung zugrundelag.
 
Es ging ein Mal mehr um Machtdemonstration und Gehorsamerzwingen durch Gewalt.
Staat. Macht. Gewalt. Schulfpflicht, Schulzwang. Mit allen destruktiven Mitteln.
Um das "Kindeswohl" und den "Schul-, Bildungserfolg" des jeweiligen Kindes geht es dabei grundsätzlich nie, nicht ansatzweise.
Wir sind auch diesbzgl. kein Einzelfall.
 
3. Nachdem meine Tochter diese staatliche Schule ohne weiteren Schulabschluss verlassen musste, kämpfte ich mehrere Monate mit der Schulbehörde darum, dass sie das Schuljahr/die Jahrgangsstufe nochmals wiederholen dürfe - vergeblich. 
 
4. Da es meiner Tochter in dieser Zeit - auch durch die Folgen der Corona-Maßnahmen, soziale Isolation, unsere langjährig bestehende materielle Armut, fehlende weitere (erwachsene) Bezugspersonen, Familie und Freunde - psychisch fortschreitend schlechter ging, bemühte ich mich, fachärztliche Hilfe für sie zu erhalten.
 
Wir haben in den vergangenen Jahren mehrere Fachärzte aufgesucht, mehrere Untersuchungen vornehmen lassen, schließlich wurde meine damals 17-jährige Tochter mit viel "Glück" von einer Kinder- und Jugendpsychiaterin aufgenommen, deren Praxis sich jedoch leider in einem weit entfernten Stadtteil befindet.
Denn alle anderen kinder- und jugendpsychiatrischen Facharztpraxen sowie Klinikambulanzen waren schon damals, im Jahr 2023, völlig überlaufen, nahmen keine Neupatienten mehr auf, führten auch keine Wartelisten. Man erhielt nicht einmal einen ersten Termin. 
 
Leider wurden von dieser KJP mehrere "Diagnosen" gestellt, die allenfalls sogenannte Komorbiditäten waren/sind, aber es wurde von dieser Ärztin leider nicht die eigentliche, tatsächliche Ursache der Probleme und Besonderheiten meiner Tochter erkannt bzw. wurde diese von ihr nicht diagnostiziert.
 
Diese KJP-Ärztin hat meiner Tochter nur sogen. Antidepressiva (Escitalopram) geradezu aufgenötigt - auch darüber schrieb ich an anderer Stelle bereits ausführlich, was sich wie zugetragen hatte: Tochter musste noch in der Arztpraxis schon die erste Tablette im Beisein der Ärztin einnehmen u.a.m. - und wollte sie außerdem vollstationär in einer KJP-Klinik "unterbringen", was meine Tochter ablehnte, nicht wollte. 
 
Daraufhin - da meine Tochter die Antidepressiva nicht nahm und sich nicht in eine KJP-Klinik einweisen lassen wollte - hat diese Ärztin die Behandlung Ende letzten Jahres "beendet", meine Tochter faktisch abserviert: Die KJP-Ärztin führt die "Behandlung" meiner Tochter nicht fort.
Meine Tochter hat infolgedessen und seitdem keine fachärztliche Behandlung, Begleitung, Unterstützung mehr, also auch keinen Arzt, der ihr die erforderlichen Atteste für das Jobcenter ausstellt.
Infolgedessen ist auch meine Tochter nun ständig sanktionsbedroht. 
 
Wie vor Jahren schon, so findet sich auch jetzt kein neuer Facharzt, Neupatienten werden nicht aufgenommen, man erhält keinen Termin.
Überdies müsste meine Tochter nun zu einem Psychiater für Erwachsene gehen, da uns die Kinder- und Jugendpsychiater hier sämtlich mitteilten, sie nähmen nur noch Neupatienten im Alter bis 18 Jahre auf. 
 
5. Einige Zeit zuvor hatte ich versucht, einen Termin in einer Klinikspezialambulanz (des UKE Hamburg) für eine bestimmte Untersuchung für meine Tochter zu erhalten, weil auch die KJP eine Vermutung bzgl. einer ggf. vorhandenen genetischen Erkrankung äußerte, da der biologische Vater meiner Tochter ähnliche Symptome ... hat - auf den ersten Termin in dieser Klinikspezialambulanz mussten wir damals zwei Jahre (!) warten. Der Befund war schließlich negativ.
 
Es wurde uns von dort im Anschluss eine weitere Untersuchung angeboten, diese "Testung" bzgl. Neurodivergenz fiel vorgeblich auch negativ aus, die von einer jungen Psychologin durchgeführte "Diagnostik" war jedoch nachweislich fehlerhaft, nicht ansatzweise leitlinienkonform durchgeführt worden, die "Diagnose" stützte sich bspw. auf nur ein einziges Testergebnis, die anderen Testergebnisse, die positiv ausgefallen waren, wurden in der schriftlichen Diagnose zwar erwähnt, aber die positiven Testergebnisse nicht in die Diagnosestellung einbezogen, sondern vollumfänglich übergangen.
Man w o l l t e eine bestimmte Diagnose nicht stellen. 
 
6. In dieser Zeit haben wir auch den Erwerb des nächtshöheren Schulabschlusses für meine Tochter auf dem Zweiten Bildungsweg angedacht, aber sie erfüllte damals die Zugangsvoraussetzungen für die Aufnahme an der in Frage kommenden Schule noch nicht, war außerdem psychisch dafür "noch nicht ausreichend stabil" und auch hinsichtlich ihrer Entwicklung noch nicht reif genug. 
 
7. Deshalb bemühte ich mich damals auch um eine Reha, einen vollstationären Aufenthalt in einer geeigneten Reha-Klinik für meine Tochter.
Dies auch deshalb, damit ihr von anderen erwachsenen Menschen (als mir) durch den Kliniktagesablauf "Struktur im Alltag vermittelt" würde, vor allem aber, damit meine Tochter mal eine Chance zu einem Aufenthalt in anderer, wohltuender, stärkender Umgebung, Abwechslung, Ausflüge, einen Tapetenwechsel, eine kleine "Reise" erleben könne, denn sie war/ist in ihrem gesamten bisherigen Leben armutsbedingt noch kein einziges Mal verreist, hat noch nie einen Urlaub erlebt. 
 
Dass und warum auch diese Reha "scheiterte", habe ich ebenfalls an anderer Stelle im blog ausführlich dargelegt, es lag vor allem an der Krankenkasse (GKV), dem uns fehlenden Geld, den von uns in Vorleistung zu erbringenden Beträgen (bspw. für Fahrtkosten, lange, teure Zugfahrt in ein anderes Bundesland, in Vorleistung zu zahlender Eigenanteil u.a.m.) sowie an der fehlerhaften Terminierung der Reha-Klinik, die den Aufnahmetag auf ein Datum gesetzt hatte, an dem der Zeitraum der Reha-Bewilligung der Krankenkasse bereits abgelaufen war. 
Hatte damals infolgedessen auch einen zermürbenden Kampf mit der Krankenkasse, da uns wichtige Informationen von dieser nicht bzw. erst viel zu spät - nach ca. drei Monaten - gegeben wurden. 
 
8. Wir wurden von o.gen. Spezialklinik dann nochmals an eine andere Klinikambulanz des UKE verwiesen, auch dort mussten wir wiederum mehrere Monate auf einen ersten Termin warten.
 
Meiner Tochter war es krankheitsbedingt nicht immer möglich, Termine überhaupt wahrzunehmen, mit dem ÖPNV alleine zur Klinik, zu den Terminen zu fahren, diese alleine zu bewältigen. 
Ich konnte sie krankheitsbedingt nicht begleiten - ich schaffe es seit Jahren nicht, mit dem ÖPNV zu Fachärzten in anderen, entfernten Stadtteilen zu gelangen, um dort für mich selbst erforderliche Untersuchungen und ambulante Behandlung vornehmen zu lassen. 
 
Es wurde in dieser anderen Klinikspezialambulanz weitere Diagnostik bei meiner Tochter durchgeführt, dies dauerte sieben Monate.
Wir haben nun, seit Ende März 2026, eine Diagnose - die Bestätigung der von uns aus Gründen längst vermuteten tatsächlichen Ursache der Probleme, "Symptome", Beschwerden, Beeinträchtigungen, der seit ihrer frühen Kindheit bestehenden "Besonderheiten" meiner Tochter,  bisher jedoch nur mündlich, wir warten seit einem weiteren Monat auf den Erhalt der schriftlichen Diagnose.
Wir hoffen sehr, dass die schriftliche Diagnose vollumfänglich mit der uns mündlich mitgeteilten Diagnose übereinstimmt und es nicht wieder "unerwartete, böse Überraschungen" gibt, wie so zuvor bereits. 
 
9. In den letzten ca. drei Jahren bemühte ich mich außerdem darum, für meine Tochter die Möglichkeit, den Zugang zu neuen Eindrücken, Anregung, Abwechslung, Sozialkontakten, neuen, wohltuenden Erlebnissen und Erfahrungen zu schaffen, bspw. durch Sportverein, Chor (Singen wirkt sich bekanntlich sehr positiv, wohltuend auf Körper und Psyche aus) und unbezahltes Praktikum, Umgang mit Tieren und Kontakt zu anderen, gleichaltrigen Menschen über dieses Praktikum, diese ehrenamtliche Tätigkeit, damit ihre soziale Isolation behoben wird und weil sie schon seit ihrer Kindheit Tieren (emotional) verbundener ist als Menschen. 
 
Auch all das "scheiterte" jedoch, da der hiesige Sportverein vorgibt/verlangt, dass man sich trotz Mitgliedschaft und Zahlung des Mitgliedsbeitrags vor jedem einzelnen Trainingsterminvier Tage vorher digital anmelden muss - nein, es werden keinerlei Ausnahmen gemacht, habe auch dies versucht, den Sportverein darum gebeten, unsere Situation erklärt, dass und warum meiner Tochter das schwerfällt, sie dann am Training häufig nicht teilnehmen können wird. Keine Chance - es gibt keine Ausnahme von dieser Regel, die in der Corona-Zeit bei diesem Sportverein eingeführt und seitdem beibehalten wurde.
 
Bei den Chören ist es leider so, dass es entweder Kinder- oder Kirchen- oder Männer-, Knabenchöre sind und dass es keinen Chor oder Ähnliches in unserer Nähe, in unserem Stadtteil, für meine Tochter gut, schnell, leicht, ohne ÖPNV erreichbar gibt und/oder sie kostenpflichtig sind. Alles kostet Geld - Mitgliedschaft, Mitgliedsbeitrag, Kursgebühren ... . 
Im hiesigen, weit außerhalb gelegenen, dörflichen, elitären, konservativen Stadtteil gibt es ohnehin keine Angebote (kulturell, Freizeit) für Jugendliche und junge Erwachsene - nur o.gen. Sportverein. 
 
Das Praktikum ist augenblicklich noch die einzige "Option", falls meine Tochter hier, in erreichbarer Nähe, "unterkommt".
Bisher traute sie sich nicht, sich dort alleine vorzustellen, traut sich auch nicht zu, das zu bewältigen, hat verschiedene Ängste, Unsicherheiten ... . Ich müsste sie also begleiten, was mir aus gesundheitlichen Gründen bisher nicht möglich war, andererseits möchte sie es auch alleine schaffen. Ein Zwiespalt. 
 
10. Zugleich streben wir - aus an anderer Stelle bereits ausführlich genannten Gründen - den Umzug zurück in meine Heimat, Heidelberg, an, weshalb es  "kontraproduktiv", tatsächlich katastrophal wäre, wenn meine Tochter ausgerechnet jetzt hier in Hamburg neue Freundschaften schlösse oder eine Beziehung begönne.
Denn dann würde ihr der Abschied schwerfallen, sie würde dann ggf. in Hamburg bleiben wollen, was hieße, dass ich sie hier "irgendwo unterbringen", eine Wohnung für sie organisieren müsste, zugleich dann auch eine Wohnung für mich in Heidelberg zeitgleich (!) finden müsste - was faktisch unmöglich ist - oder aber selbst auf die Rückkehr in meine Heimat verzichten müsste - zu Letzterem bin ich aus wiederholt dargelegten Gründen keinesfalls bereit, denn: 
 
Ich habe für meine beiden Kinder in 33 Jahren viele Verzichte geleistet, viele Opfer gebracht, viele "Federn gelassen": ihnen beiden sehr viel Energie, Kraft, Nerven, Gefühle, Anstrengung, Zeit, Geld g e g e b e n, all die Jahre alleine Fürsorge geleistet und Verantwortung getragen. Weil es unter den gegebenen Umständen nicht anders ging - es gab weder Bezugspersonen für sie und mich (emotionale, soziale Unterstützung, Beistand, Rückhalt) noch Geld noch "Förderung" ... . 
 
Meine Kinder sind jetzt 20 und knapp 33 Jahre alt, ich bin 52 - wann habe ich: Frau, ledig, allein alleinerziehend, mittellos, wurzellos, seit Jahren chronisch physisch krank ein Recht (?) darauf, wann erhalte ich wie die Möglichkeit, mich um meine Bedürfnisse zu kümmern, Zeit und den Rest "Energie" in meine eigene Genesung, dringend notwendige physische und psychische Regeneration, mein Wohlergehen, Wohlbefinden zu investieren: nie?  
 
In der ganzen Zeit saß und sitzt uns das Jobcenter permanent im Nacken, inkl. bereits vollzogener und weiterhin ständig drohender Sanktionen: Kürzen und vollständiger Entzug des Existenzminimums, der Existenzgrundlage - permanente Existenzbedrohung, Dauerstress. 
 
So wird kein Mensch gesund, "leistungsfähig, motiviert, gefördert", wohltuend unterstützt, gestärkt, geschweigedenn lebensbejahend, zuversichtlich - das Gegenteil ist bekanntlich der Fall:
Es ist sukzessive, systematische, vorsätzliche Ausbeutung und psychische, physische Vernichtung mittelloser Menschen.
Staat. Macht. Gewalt.
Besonders: Gewalt gegen alleinerziehende, ledige Frauen, Mütter und somit auch ihre Kinder.
 
Deshalb nenne ich nochmals, was uns b e i d e n durchaus wohltuend, stärkend helfen würde, seit/vor Jahren bereits geholfen hätte, wichtig gewesen wäre:
 
- mehr Geld, statt zementierte Armut, Erwerbsarbeitszwang, sanktionsbewehrtes "Bürgergeld, Grundsicherung", Hartz IV - bspw. ein menschenwürdiges, existenzsicherndes Sorge-Gehalt oder zumindest ein solches BGE
 
- mehrere vertraute, wohlgesonnene Bezugspersonen, Familie, Freunde, nicht: fremdes, bezahltes Betreuungspersonal, Fremdbetreuung/Auslagerung
 
- Zugang zu Mobilität: der ÖPNV war in all den Jahren vor Einführung des "Deutschlandtickets" bzw. des Neun-Euro-Tickets, besser eines Null-Euro-Tickets viel zu teuer für uns, so auch Führerschein und Auto und auch Gebrauchtfahrräder 
 
- Zugang zu ambulanter, fachärztlicher Behandlung (siehe dafür erforderliche Mobilität, verfügbare Termine ...)
 
- Zugang zu soziokultureller Teilhabe, zu phsysicher und psychischer Regeneration und Stärkung durch Ausflüge, Urlaube, Erholung, regelmäßige Aufenthalte in wohltuender Natur 
 
- offene Begegnungsstätten, Begegnungsräume, statt kostenpflichtiger Vereine, Kurse, Mitgliedschaften, digitaler Anmeldung, digitaler "Räume"  
 
- Wertschätzung, statt politischer Hetze, Entwertung, Stigmatisierung, Ausgrenzung, Bestrafung, Gewalt 
 
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09.05.2026
 
Wir haben inzwischen auch die schriftliche Diagnose meiner Tochter erhalten.
 
Ja, ihr wurde nun, im Alter von 20 Jahren, ADS diagnostiziert, nach einer u.a. der Symptomatik, den Beschwerden und seit ihrer Kindheit bestehenden "Besonderheiten" geschuldeten, drei Jahre beansprucht habenden Ärzte-Odyssee: Neurologe, Endokrinologe, Orthopäde, Ohrenarzt (HNO), Kinder- und Jugendpsychiaterin, Neurofibromatose-Spezialambulanz des UKE, Autismus-Ambulanz des UKE - und zermürbenden Kämpfen mit staatlicher Schule, Schulbehörde, Krankenkasse (wegen Reha, siehe oben), permanent dem Jobcenter (ständige Sanktionsbedrohung, Existenzbedrohung sowie bereits vollzogener, durchlittener Sanktionen, davon eine Vollsanktionierung/Totalsanktion), der Familienkasse (wegen Kindergeld), aber eben auch Ärzten - siehe KJP, oben dazu Genanntes, sowie Fehldiagnose der Psychologin der UKE NF-Ambulanz, die meine Tochter bereits im Jahr 2025 mehr oder weniger auf ADHS "testete", ihr aber AD(H)S n i c h t diagnostiziert hatte, nicht diagnostizieren w o l l t e, siehe ihre entsprechenden mündlichen Äußerungen sowie meinen vom 27. März 2025 datierten blog-Eintrag - und auch keinerlei Unterstützung vom Jugendamt (Stichwort "Hilfen für junge Erwachsene").
 
Ich bin übrigens nach wie vor überzeugt, dass bei meiner Tochter nicht "nur" bzw. nicht eigentlich ADS zugrundeliegt, sondern ein angeborenes FASD (Alkoholspektrumstörung), verursacht durch ihren von FASD selbst betroffenen und seit früher Jugend überdies alkoholkranken biologischen Vater.
Es gibt zahlreiche Ähnlichkeiten, Parallelen zwischen AD(H)S und FASD. 
Aber ein durch den Vater, durch dessen Alkoholkonsum, Alkoholsucht verursachtes FASD wird bisher in Deutschland (noch) nicht offiziell, medizinisch (siehe S3-Leitlinie) anerkannt. 
Als ich mit meiner Tochter ungeplant schwanger wurde, wusste ich weder, dass der biologische Vater meiner Tochter alkoholsüchtig ist, noch, dass er FASD hat - das erfuhr ich erst durch Zufall bzw. eigene Recherche in der Schwangerschaft. 
 
Siehe zu FASD (Alkoholspektrumstörung), das durch den biologischen Vater verursacht ist - nicht durch eine alkoholsüchtige biologische Mutter - die englischsprachigen Studien, Forschung an Tieren, die ich im blog-Eintrag zu FASD verlinkt habe.
Klar, das will man wieder nicht diagnostizieren, denn was würde es bedeuten: wenn/dass zahlreiche bisher mit AD(H)S diagnostizierte Menschen eigentlich FASD haben: von einem alkoholabhängigen biologischen Vater, nicht nur einer alkoholsüchtigen Mutter. Genau: Etliche Menschen weltweit wären betroffen. 
Bisher schiebt man aber die Verantwortung alleinig der biologischen Mutter zu, ein alleinig! durch einen alkoholsüchtigen biologischen Vater verursachtes FASD wird medizinisch bisher nicht anerkannt. Die Mutter muss gesoffen, Alkohol konsumiert haben oder es ist kein FASD - sondern AD(H)S.
 
In der Zeit ihrer Kindheit sind meine Tochter und ich dennoch immer so lange gut zurechtgekommen, wie es keinen bzw. weniger intensiven Druck von außen gab, bspw. und insbesondere Druck durch Schule sowie Jobcenter, Armut - die gravierenden Belastungen und Probleme kamen erst mit diesem Druck, den Auflagen, auferlegten Zwängen von außen. 
Mir waren ihre "Besonderheiten" durchaus schon in ihrer frühen Kindheit aufgefallen, aber bei den Vorsorgeuntersuchungen bei Kinderärzten war alles medizinisch unauffällig, es wurde ihr nur ein Mal Physiotherapie und ein Mal Ergotherapie empfohlen. Ich ging deshalb davon aus, es seien einfach "Besonderheiten" meiner Tochter - jedes Kind ist ein Individuum und entwickelt sich im eigenen Tempo, ich wollte meine Tochter nicht pathologisieren und nicht stigmatisieren lassen. 
 
Als meine Tochter die demokratische Privatschule besuchte, wurde zum Glück wieder einige Last reduziert und es ging ihr in dieser Zeit gut - das änderte sich erheblich, als sie erneut eine staatliche Schule besuchte und dann auch selbst altersbedingt seitdem vom Jobcenter überwacht, kontrolliert, penetriert wird und sanktionsbedroht ist: wir beide stets zusammen - als "Bedarfsgemeinschaft". 
 
In diesen vergangenen drei bis vier Jahren mit all dem oben genannt mit Ärzten etc. "Erfahrenen" sowie kurz nach der Corona-Zeit (siehe regierungspolitische Maßnahmen und deren Folgen ...) hat meine Tochter außerdem (später als Gleichaltrige) ihre Pubertät durchlaufen und wir hatten beide in dieser gesamten Zeit sowie bereits in ihrer Kindheit sowie dies gleichermaßen auch bereits in der Kindheit meines 33-jährigen Sohnes keinerlei unterstützende Bezugspersonen, Familie

Ja, es ist sehr belastend und gesundheitlich - physisch und psychisch - beschädigend, all das 33 Jahre lang alleine, ohne vertraute Bezugspersonen durchzustehen: seit dem eigenen, meinem 19. Lebensjahr für ein Kind, dann zwei Kinder alleinerziehend, ledig, deshalb in Mittellosigkeit, materieller Armut vegetierend, dabei bedürfnisorientiert (!) Fürsorge leisten und Verantwortung tragen zu müssen - "neben" all den anderen zu leistenden, zu bewältigenden Anforderungen, Belastungen wie bspw. Ausbildungen, Jobs, Studium, zahlreiche Umzüge, einige "Beziehungen" mit Männern, eigene chronische körperliche Erkrankungen ... . 
 
Aber kein Arzt, "Diagnostiker", auch kein Psychiater, Psychologe, "Therapeut", kein Jobcenter (-Mitarbeiter), kein Regierungspolitiker nennt all diese langjährig intensiv belastenden äußeren, gesellschaftlichen, politisch verursachten Umstände als Gründe, Ursachen für die materielle Armut, die chronische, Jahrzehnte währende Überlastung, Zermürbung, Beschädigung der betroffenen alleinerziehenden, mittellosen Frauen, Mütter und ihrer Kinder und keine Regierung schützt, unterstützt, wertschätzt, was diese allein alleinerziehenden, mittellosen, ledigen Frauen, Mütter leisten, ertragen, bewältigen: Jahre lang täglich physische, psychisch-emotionale, soziale, auch körperlich anstrengende Sorge-Arbeit, Fürsorge, Verantwortung, etliche Verzichte, administrative Aufgaben (Bürokratie), Armutsbewältigung und eigene "Biographiearbeit", Wurzellosigkeit ... . 
 
Es ist all das nicht als Arbeit, Leistung anerkannt, es wird all das nicht wertgeschätzt, weder ideell noch monetär.
Die Frauen, Mütter und ihre Kinder werden nur herabgesetzt, diskreditiert, psychisch pathologisiert, ausgegrenzt, sich selbst überlassen, paternalistisch bevormundet, gegängelt, bestraft und oft zusätzlich im/vom kapitalistischen, profitorientierten Gesundheitssystem krank"therapiert".  
 
Das also ist mit Art. 6 Abs. 4 GG gemeint? "Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft."
W e l c h e r "Schutz" und welche "Fürsorge" welcher "Gemeinschaft"? : im sanktionsbewehrten Bürgergeld-Vollzug, Hartz IV, Grundsicherung für Arbeitsuchende, in infolgedessen, aufgrunddessen lebenslang währender Armut! 
 
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14. April 2026
 
Kommentar zum youtube-Video vom 13.04.2026 von Nico, InsideAut - "12 Tips für ein gesünderes Leben mit Autismus"
 
Hallo Nico,
zu den Bereichen Arbeit, Energielevel und professionelle Hilfen wie GdB, betreutes Wohnen, ambulante Hilfen, Sport möchte ich Folgendes anmerken:
 
- Unterschiedliche Energielevel haben auch "neurotypische" Menschen, Frauen besonders auch zyklusbedingt (zweite Zyklushälfte ist oft "anstrengender": physisch und psychisch sowie auch die Zeit, Tage der Menstruation). Aber generell haben alle Menschen unterschiedlich viel Energie, schon allein durch Einflüsse von (schlechter oder unzureichender) Ernährung, Nahrung sowie Schlafmangel, Bewegungsmangel, Stress ... .
 
- Arbeit: ist nicht dasselbe wie Erwerbstätigkeit, aber die meisten Menschen müssen einer Erwerbstätigkeit nachgehen, um so ihre materielle Existenz (-grundlage) sichern zu können. Das ist jedoch ein schwerwiegendes, sehr belastendes Problem für auch alle körperlich chronisch kranken Menschen, siehe bspw. mecfs, Fibromyalgie u.a.m.. 

Wer mittellos, nicht-vermögend ist, ist umso mehr gezwungen, irgendeinen Job zu machen, um ein Einkommen zu erhalten, wer das nicht mitvollziehen kann oder will, wird im Bürgergeld/Grundsicherung/Hartz IV sanktioniert - auch Totalsanktionen, das Existenzminimum wird also gekürzt oder ganz entzogen - das ist existenzgefährdend, existenzvernichtend. In solchen (Lebens-) Umständen haben Menschen "kaum" bis keine Möglichkeit, weniger erwerbstätig zu sein oder "umzuschulen", eine andere, ggf. passendere Tätigkeit oder Ausbildung beginnen, Jobs wechseln zu können. 
Das Problem stellt sich für neurodivergente Menschen nicht selten schon bei der "Berufswahl" bzw. den Qualifizierungs-, Bildungs-, Ausbildungsabschlüssen, dem Zugang, den Möglichkeiten hierzu, der dafür erforderlichen Unterstützung und eben: des Geldes.
 
- Professionelle Hilfen: Ja, da gibt es in der Theorie, auf dem Papier, dem Gesetz nach einiges, es ist aber oft sehr schwer, mühsam, bürokratisch und zermürbend, sich diese Hilfen zu erkämpfen und oft ist es leider genau das: ein Kampf um angemessene, wohltuende, nicht-paternalistische, bedürfnisorientierte, effektive Hilfen, Unterstützung, Entlastung. 
Man muss dafür auch Ärzte, Diagnostiker, ggf. Psychiater, Fachärzte haben, die alles Erforderliche "belegen", bescheinigen - und auch diese Ärzte muss man erst einmal finden, Termin(e) erhalten, als (Neu-) Patient überhaupt aufgenommen und dann ernstgenommen werden. 
Siehe schon der oft lange Weg zur - richtigen - Diagnostik und Diagnose. 
 
Es ist sicher gut, hilfreich, Menschen etwas an die Hand zu geben, das ihnen ggf. hilft, das tun zu wollen, aber vieles lässt sich leider nur schwer bis gar nicht umsetzen, realisieren. Und das wiederum führt zu weiterer Belastung, Dauerstress, auch zu Rückzug, sozialer Isolation, Depression, Ängsten - nicht nur der Betroffenen, auch ihrer Angehörigen, die mit ihnen und für sie um Wohltuendes kämpfen (leider: müssen). 
Politisch, gesellschaftlich liegt hier vieles im Argen, ist intensive zusätzliche Belastung, aber es gibt keine Möglichkeit, regierungspolitisch verursachte Missstände je persönlich zu beheben.
 
- Sport: ist sicher sehr hilfreich - physisch und psychisch, stärkt das Wohlbefinden, Körpergefühl, Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, ist körperlich gesund, stärkend: gute Bewegung. Aber es sind oft gerade neurodivergente Menschen (siehe Autismus, ADHS), die eher unsportlich sind, ungern Sport machen oder wenn, nur sehr selten, unregelmäßig. 

Kannst du ggf. bestimmte Sportarten nennen, die sich da besonders empfehlen oder gibt es spezielle sportliche Vorlieben oder Abneigungen, die bei neurodivergenten Menschen verbreitet sind oder ist das je individuell unterschiedlich?

Man möchte auch nicht so gerne bspw. in einem Verein oder Sportkurs mit anderen, sportlicheren, neurotypischen Menschen zusammen Sport machen, weil man sich ggf. schämt, dass man so unbeweglich, unsportlich ist, dass einem bestimmte Bewegungen oder Abläufe schwerfallen, man möchte sich keine Blöße geben, es ist mit Scham belegt. 
Leider scheint es aber bisher keine speziellen Sportangebote bzw. Sportgruppen - bspw. bei Vereinen - für neurodivergente Menschen (Kinder, Jugendliche, Adoleszente, ältere Erwachsene) zu geben, zumindest konnte ich solche nicht finden und habe auch von Ärzten keine solchen Angebote genannt bekommen. 
Wer bei "normalen" Sportangeboten mitmachen möchte, kann das ja tun, aber ich denke, viele gehen da aus genannten Gründen nicht hin und wären vielleicht auch erleichtert und eher animiert, wenn es Sportangebote für neurodivergente Menschen gäbe. ?
 
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13.12.2025
 
Kommentar von mir zum youtube-Video "Warum alle Psychotherapeuten Autismus-Fachkenntnisse brauchen!" von Svenja Diederichs, Kanal Autismussupport, nachfolgend einkopiert. 
 
Und auch das ist ein unverzichtbares Video, Information!
 
In dieser Situation befinden wir uns seit zwei Jahren: Meine Tochter erhält nur die typischen Komorbiditäten (Depression, Angst- und Zwangsstörung, Anpassungsstörung, Soziale Phobie, UEMF) diagnostiziert, dass und welche ihrer "Besonderheiten", Beeinträchtigungen, Symptome, Belastungen, Verhaltensweisen schon seit ihrer Kindheit bestehen, sich inzwischen nur verändert oder auch verschlimmert haben und sie manches jetzt nur "besser verbergen" oder zeitweise unterdrücken kann und dass sehr vieles von all dem auch bei ihrem biologischen Vater seit dessen Kindheit und bis heute vorhanden ist (mit bei ihm noch weiteren gravierenden Begleiterkrankungen: Sucht/Substanzabhängigkeit und zwei vollzogene Suizidversuche): wird bisher von allen Personen, "Diagnostikern" - Kinder- und Jugendpsychiaterin und Psychotherapeuten in Klinikambulanzen: im Rahmen der dort durchgeführten Diagnostik - vollumfänglich übergangen.
 
Ich habe inzwischen den Eindruck, man w i l l  Autismus (Autismusspektrumstörung) und/oder ADHS, Neurodivergenz gegenwärtig schlicht nicht (mehr) diagnostizieren. Vielleicht, weil auch Psychotherapeuten und Psychiater es für eine "Modediagnose" halten oder auch, weil es nicht heilbar ist und die üblichen Behandlungs-, Therapieformen - Psychopharmaka, Verhaltenstherapie, Psychotherapie und/oder vollstationärer Aufenthalt in Psychiatrie - den Betroffenen zumeist n i c h t helfen, sie eher noch zusätzlich belasten bis auch beschädigen. 

Ärzte (Psychiater) und Psychotherapeuten möchten offenbar nur das "diagnostizieren", das sich auch lukrativ "behandeln" lässt, bspw. mit sogenannten Antidepressiva (SSRI-Wiederaufnahmehemmer), Psychotherapie und/oder vollstationärer Unterbringung in Psychiatrie.
 
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14.12.2025
 
Was mich so wütend macht, ist, dass mit der Not, Verzweiflung, dem Leid, den Krankheiten von Menschen ein Geschäft gemacht, Profit daraus gezogen wird und dass zu diesem Zweck oft ausgelieferten Hilfesuchenden, Patienten Angst gemacht wird, sie manipuliert, belogen werden: damit sie´s mitvollziehen. Compliance. 
 
Und gerade die Kenntnislosigkeit, Arglosigkeit, Naivität, der Mangel an Erfahrung von/bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, aber auch bei im Alter fortgeschrittenen Menschen, Patienten, deren Vertrauen gegenüber Ärzten wird absichtsvoll missbraucht. Für: compliance. Für Profit.
 
Das läuft dem Berufsethos von Ärzten meiner Überzeugung nach völlig zuwider. 
Verantwortung? Mitgefühl? Integrität? Ethik? 
Medizin Gesundheitssystem, Profit, Kapitalismus - Regierungspolitik
 
Wobei mich am meisten abstößt, dass dieses Verhalten, siehe oben genannt, als "Hilfe, Unterstützung, Behandlung, Therapie", als Wohltat (!) dargestellt und so "angeboten", verkauft! wird, obwohl es oft zusätzlich belastend, schlimmstenfalls auch beschädigend ist. 
 
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13.12.2025
 
Autismussupport Svenja Diederichs, youtube-Video - "Warum Autimsus oft spät diagnostiziert wird"
 
Auch hier kann ich alles im Video Gesagte (leider) nur bestätigen.
Es werden immer noch falsche bzw. keine oder zu spät richtige Diagnosen gestellt, viele neurodivergente Menschen als solche von "Diagnostikern" nicht erkannt, ja, gerade Mädchen und Frauen. 
 
Deshalb nochmal:
Autismus und/oder ADHS, Neurodivergenz bekommt man nicht im Lebensverlauf, ist keine psychische Erkrankung, sondern genetisch bedingt, angeboren.
Immer noch wird nicht sorgfältig oder falsch bzw. gar nicht "diagnostiziert". 
 
Neurodivergenz - Autismus (Autismusspektrumstörung, ASS) und/oder ADHS - ist immer schon in der Kindheit des jeweils "betroffenen" Menschen vorhanden, zeigt sich aber unterschiedlich "deutlich" - gerade bei Mädchen und Frauen oft weniger offensichtlich. Wird deshalb oft nicht frühzeitig erkannt.
 
Ich bin inzwischen übrigens überzeugt, dass es sehr viel mehr neurodivergente Menschen weltweit gibt, als wir bisher wissen.
Denn es ist evolutionär bedingt, wie ich vermute - eine genetische Variation, Vielfalt, die evolutionsbiologisch für/bei Menschen wohl vorteilhaft war bzw. ist.
 
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04. Januar 2026 
 
Autismus, Autismusspektrumstörung, ADHS, Neurodivergenz - offenbar "ganz normal" ;), wohl schon seit langem, vielleicht schon immer bei Menschen vorhanden, vorkommend oder sich aus Gründen entwickelt habend.
Nichts, das man "wegtherapieren", medizinisch, psychiatrisch therapieren, "behandeln" kann!
 
Das heißt: Man kann autistische, neurodivergente Menschen, siehe auch ADHS, nicht durch Therapie, Medizin, Psychiatrie, Psychotherapie, Psychopharmaka, "Antidepressiva", Verhaltenstherapie, Reha ... lukrativ ;) "heilen" bzw. für Arbeit, Job, Wirtschaft funktional, funktionalisierbar machen.
 
Autistische, neurodivergente Menschen brauchen - wie alle anderen Menschen auch - ihnen entsprechende, gute, wohltuende, bedürfnisorientierte, entlastende, unterstützende Lebensumstände, Umgebung: ohne Druck, Zwang, Strafe, Paternalismus, Autoritarismus.
 
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20.12.2025
 
Es wird auf social media, bspw. bei bluesky, von einigen Autisten kritisiert, dass "neurotypische" Menschen sagen "Wir sind alle ein wenig autistisch."
 
Ja, es gibt durchaus auch bei sogenannt neurotypischen Menschen Verhaltensweisen, Reaktionen ..., die es auch bei Autisten gibt, allerdings zumeist seltener oder weniger intensiv ausgeprägt.
Mal sehen, wo wir in 5 bis 10 Jahren sind:
Wie gesagt, ich denke, es gab "immer schon" Autisten, "neurodivergente" Menschen, nur hat man das früher anders genannt, eingeordnet, ging damit anders um.
Und ich denke, es gibt auch gegenwärtig weit mehr "neurodivergente" Menschen als bisher bekannt ist. Eben weil es ein Spektrum ist.
 
Meiner auf persönlicher Beobachtung, Erfahrung und Reflexion basierenden Überzeugung nach sind die Übergänge zwischen "neurotypisch" und "neurodivergent" - wie wir es so heute, bisher noch bezeichnen - fließend.
 
Siehe dazu auch Barry M. Prizant, im verlinkten youtube-Video, von Svenja Diederichs zitiert.
Barry M. Prizant, der es ähnlich formuliert wie ich oben:
 
"Neurodivergenz", wie wir es heute noch nennen - Autismus, ADHS - ist gemäß ihm auch keine Störung, sondern eine, Zitat: 
""Autismus ist keine Krankheit, keine Störung oder gar beklagenswerte Beeinträchtigung, sondern eine besondere, ungewöhnliche, eigentümliche Ausprägung des Menschseins."
 
Diese Quintessenz seiner wissenschaftlichen Arbeit legt der renommierte Autismus-Forscher Barry M. Prizant seinem Buch als Kernthese zugrunde und erarbeitet so eine andere Sichtweise auf das Phänomen Autismus. Gewöhnlich wird Autismus über Defizite charakterisiert, z. B. stark eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit oder zwanghafte Verhaltensmuster. Therapien konzentrieren sich daher häufig darauf, die Betroffenen von diesen "Symptomen" zu befreien.
 
Der Autor geht einen ganz neuen Weg. Wenn wir Menschen mit Autismus helfen wollen, müssen wir unsere Einstellungen und unser Verhalten ändern, anstatt sogenannte Auffälligkeiten "wegtherapieren" zu wollen. Autistische Verhaltensweisen sind nicht als krankhaft einzustufen, sondern als spezifische Ausprägungen innerhalb eines breiten Spektrums an menschlichen Verhaltensformen. Man sollte persönliche Stärken von Menschen mit Autismus ausbauen und Unterstützung anbieten, anstatt sie eindämmen zu wollen. Nur so können diese Menschen Lebensqualität erfahren, ohne dass die für sie wichtigen Entwicklungsprozesse gestört werden. (...)"
 
https://www.vakverlag.de/31177-einzigartig-anders-und-ganz-normal.html
 
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08. Juni 2025
 
So simpel wie offensichtlich:
An der psychischen Pathologisierung, Apparatemedizin (invasive Untersuchungen und Eingriffe), nebenwirkungsintensiven Symptombehandlung (Pharmakotherapie, Medikamente, Psychopharmaka) hängt eine profitorientierte Industrie - "Gesundheitssystem".
 
All die Ärzte, Mediziner in Arztpraxen, Kliniken, "Therapiezentren", all die Therapeuten, Psychotherapeuten, Psychiater sowie auch die Krankenkassen können, werden niemals miserable Lebensumstände - wie bspw. materielle Armut - als Ursachen, Gründe der massiven Belastungen nennen, denn dann wäre klar, würde endlich wahrheitsgemäß genannt, dass solche langjährig belastenden Lebensumstände früher oder später zwangsläufig zu zahlreichen Beschwerden, psychischen Belastungs-, Erschöpfungszuständen und körperlichen Erkrankungen führen und diese tatsächlichen Ursachen n i c h t durch nebenwirkungsstarke "Medikamente", Apparatemedizin, etliche und oft wiederholte invasive Untersuchungen, bloße Symptombehandlung und/oder "Psychotherapie" angemessen, effektiv, wohltuend zu beheben sind, sondern durch erforderliche, entsprechende Regierungspolitik bzw. Gesellschaftsmodifikation, je persönliche und kollektive Bewusstseinserweiterung - Erkenntnis, Mitgefühl, Prosozialität, intellektuelle, emotionale und soziale Reife. 
 
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13. Dezember 2025
 
Mein Kommentar zum youtube-Video von Autismussupport Svenja Diederichs - "Schau das, bevor du den Eltern autistischer Kinder die Schuld gibst" nachfolgend einkopiert:
 
DANKE für dieses so wichtige Video: Information, Aufklärung! Es sollten wirklich zahlreiche Menschen, insbes. Verantwortliche in Schulen, bei Jugendämtern, in diversen Beratungsstellen ... sehen, hören und sich dafür öffnen. 
 
Ich kann fast alles so, wie es in diesem Video genannt und beschrieben wird bestätigen, denn wir hatten das hier tatsächlich (fast) alles:
 
Mobbing in der Grundschule, zwei Absentismusverfahren, weil meine Tochter nicht mehr in die Schule gehen wollte/konnte, weil sie auch das frühe Aufstehen schon im Vorschulalter stark körperlich belastete, zweimal deshalb auch Gefährdungsmeldung an das Jugendamt und Androhung des Einschaltens des Familiengerichtes (zwecks Sorgerechtsentzugs) vonseiten der Schule - einer Grundschule und später einer Stadtteilschule (als Tochter schon 17 war) - da mir, der Mutter, unterstellt wurde, ich würde meine Tochter vorsätzlich vom Schulbesuch abhalten.

In der Stadtteilschule wurde nur noch digital "gelernt", mit Tablets, ohne Hefte, Schulbücher - damit kam meine Tochter nicht zurecht, wir hatten die Schule beide mehrfach, über Monate darum gebeten, meine Tochter "analog" lernen zu lassen, es wurde nicht ernstgenommen und gab "kaum" Unterstützung vonseiten der Schule, der Schulserver u.a.m. musste genutzt werden, es wurde das digitale Lernen oktroyiert.
 
Das Jugendamt stellte beide Male keine Kindeswohlgefährdung oder -schädigung fest, trotzdem ist solches Vorgehen von Schulen, Schulleitern ... massiv repressiv, übergriffig, völlig unangemessen, da es Familien - Kinder und Eltern - nur noch zusätzlich belastet, da es auch gezielt um Druckausüben und Machtdemonstration bzw. Gehorsam, Folgsamkeit erzwingen geht: das Kind soll mit allen Mitteln wieder zum Schulbesuch gebracht werden - siehe Schulpflicht, auch Schulzwang in Deutschland - eigenes Thema.
 
Die "Rettung", Entlastung für meine Tochter war der Besuch einer Privatschule, einer demokratischen Schule, Reformschule, von denen es in Deutschland bisher leider nur sehr wenige gibt und die leider eben privat finanziert werden müssen, was mittellosen Familien zumeist nicht möglich ist - in staatlicher Schule hat sie keinerlei Unterstützung erhalten.
 
Aber seit meine Tochter die Schulpflicht (altersbasiert) erfüllt hat, ist jetzt wieder der ganze gesellschaftliche bzw. politische Druck vorhanden und massiv zusätzlich belastend, siehe Erwerbs-, Lohnarbeitspflicht und/oder Ausbildungspflicht im sanktionsbewehrten "Bürgergeld"bezug, Auflagen des Jobcenters, materielle Armut ... . 
 
Eine Grundschullehrerin hat bspw. ihre Buntstifte, die meine Tochter nach Farben in ihr Mäppchen einsortierte, alle wieder herausgenommen und sie durcheinander eingesteckt. Auch war meine Tochter schon in ihrer Kindheit in allem sehr langsam, brauchte deutlich mehr Zeit als andere Kinder, bspw. für das Essen, zum Anziehen u.v.a.m..
 
Es gab und gibt seit ihrer frühen Kindheit noch zahlreiche weitere "Besonderheiten und Eigenheiten" - wie ich es früher immer so nannte, weil ich meine Tochter in ihrer Kindheit nicht pathologisieren und nicht stigmatisieren (lassen) wollte, aber es hat sich vieles eben n i c h t "ausgewachsen", nur verändert, anderes hat sich verschlimmert und einiges (Symptome, Beschwerden, Einschränkungen, Verhaltensweisen, Belastungen) kam seit der (späten) Pubertät neu hinzu.
 
Wir haben bisher jedoch leider immer noch keine - richtige - Diagnose - nur die typischen Komorbiditäten (Depression, Angst-, Zwangsstörung, Soziale Phobie, Anpassungsstörung, UEMF/Dyspraxie, Entwicklungsverzögerung) bisher durch eine Kinder- und Jugendpsychiaterin diagnostiziert, denn diese Komorbiditäten "können" bzw. sollen, wollen von Ärzten ambulant, aber auch in Kliniken stationär mit sogen. Antidepressiva "behandelt" werden. Nicht hilfreich, ganz im Gegenteil. Eigenes Thema: Antidepressiva aus der SSRI-Gruppe ... . 
 
Im Kindergarten wurde meine Tochter ein Mal zum Essen einer Mahlzeit gezwungen, sie durfte nicht aufstehen, musste den gesamten Nachmittag alleine am Tisch sitzen bleiben, während die anderen Kinder spielten, weil sie auch nicht "probieren" wollte - obwohl ich den Erzieherinnen bei der Anmeldung ausdrücklich gesagt hatte, dass meine Tochter nur sehr selektiv isst ("picky eater" nannte unsere Kinderärztin das damals).
In der Grundschule hat meiner Tochter keine der beiden Grundschullehrerinnen irgendwie beigestanden, obwohl sie auch von mir über das Mobbing und die Ausgrenzung meiner Tochter durch die anderen Kinder informiert waren.
 
Es ist auch meine langjährige Erfahrung, dass Eltern, Mütter von Schulen, Jugendämtern, Familiengerichten, aber auch Ärzten und Kliniken nicht ernstgenommen oder für inkompetent, unfähig gehalten werden, dies offenbar umso mehr, wenn die "Eltern" alleinerziehende, nicht-vermögende Mütter sind. 
 
Ich stimme auch allem zu, das in diesem Video über vertraute Umgebung, Rituale, Bezugspersonen und Psychiatrieaufenthalte gesagt wird. 
Sowie auch all dem, das sich an Symptomen bei betroffenen Kindern und Jugendlichen durch Überlastung, Überforderung und entsprechende körperliche und/oder emotionale Reaktionen, Folgen zeigt, bspw. intensive physische und psychische Erschöpfung.
 
Ja, man kämpft als Eltern, hier/ich als Mutter Jahre lang alleine für den bedürfnisorientierten, respektvollen, wohltuenden, nicht-paternalistischen Umgang anderer mit dem Kind: an allen Fronten. Aber man bekommt zumeist nur zusätzliche Knüppel zwischen die Beine geworfen, Hindernisse in den Weg gestellt, zusätzliche Belastungen aufgeladen - statt Unterstützung, Entlastung, Beistand, statt Regenerationsmöglichkeiten, Stärkung.
Es gibt nur immer noch mehr Druck, Kontrolle, Zwang, Vorgaben, Auflagen und Strafen - Beschädigung. Aber sogar und gerade das wird von offiziellen Stellen, Institutionen als "Hilfe, Unterstützung" bezeichnet. 
 
Bin für dieses informative, wichtige Video deshalb sehr dankbar!
 
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update 02. Dezember 2025
 
Neurodivergenz, ADHS, Autismus, Autismusspektrumstörung

Es gibt inzwischen so einige Informationen, Artikel, youtube Kanäle zu und von Betroffenen sowie betroffene Kinder und deren Eltern, aber ich finde so gut wie nichts über autistische Eltern und Kinder autistischer Eltern
 
Gibt es dazu Untersuchungen, Forschung: Ob und ggf. welche Probleme es in der "Erziehung", im Umgang autistischer Eltern, Mütter, Väter, mit ihren Kindern - häufig - gibt?

Gibt es Wissen, Daten, Information dazu, wie oft Kinder autistischer Eltern in Adoption oder Pflege gegeben werden?
 
Da autistische Menschen und Menschen mit ADHS, neurodivergente Menschen häufig Probleme mit Planen, Strukturieren haben, leicht(er)/schneller, ggf. öfter in Überforderungs-, Überlastungssituationen geraten können und eine "spezielle Art Empathie" haben, da auch mehrere Komorbiditäten wie Depression, Angst- und Zwangsstörungen, Soziale Phobie, vor allem aber auch Sucht, Substanzabhängigkeit bei neurodivergenten Menschen häufig vorhanden bzw. sie dafür anfälliger sind, wird auch das den bedürfnisorientierten! Umgang, Alltag mit Kindern sicher erschweren.
 
Noch erheblich herausfordernder bzw. belastender wird es für neurodivergente, insbes. autistische Menschen sein, wenn sie alleinerziehend, ohne familiäre oder anderweitige soziale Unterstützung und mittellos sind. 
Was weiß man über solche Konstellationen, Situationen, Umstände, Familien: ?
 
Gibt es auch Forschung, Ergebnisse dazu, ob und wie häufig Neurodivergenz, Autismus eine oder mehrere Generationen überspringt?
Es können bspw. nur manche, nicht alle Kinder und die Großeltern (Großmutter oder Großvater mütterlicher- oder väterlicherseits) autistisch sein, nicht aber die Eltern.
 
Oben gestellte Frage noch einmal anders, deutlicher formuliert:
Wieviele Kinder, die in Adoption oder Pflege (Dauer-, Langzeit-, Vollzeitpflege, zu Pflegeeltern) gegeben wurden und werden, haben autistische, neurodivergente Eltern? 
Hat man das eruiert? Wer, seit wann, wo? 
Falls nicht, warum nicht?
 
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10. und 11. Februar 2026
 
Stellungnahme zum youtube-Video vom 08.02.2023 der Ärzte Zeitung - "Was ist eigentlich Alexithymie, Professor Grabe?"
 
Alexithymie - Gefühlsblindheit
Eigene Gefühle werden nicht (richtig) erkannt, stattdessen als körperliche Symptome, Beschwerden erlebt. 
Alexithymie gilt als Persönlichkeitsmerkmal, nicht als Störung oder Erkrankung, hat aber weitreichende Auswirkungen, unter anderem Komorbiditäten.
 
Es geht mit Alexithymie wohl zwangsläufig der Mangel an Mitgefühl, an kognitiver und/oder affektiver Empathie einher, denn wie soll ein Mensch, der schon seine eigenen Gefühle nicht (richtig) erkennen, zuordnen, benennen, anderen verbal mitteilen, der seine Emotionen nicht als die jeweiligen erleben kann, die Gefühle anderer Menschen erkennen, wahrnehmen, sie richtig erfassen, damit angemessen umgehen?
 
Alexithymie hat deshalb sicher auch meistens, wenn nicht immer erhebliche Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen zur Folge, kann mit Autismus, ASS, Neurodivergenz einhergehen.

Wie gehen solche Menschen mit ihren Kindern um, Stichwort frühkindliche Bindung ... ?
Welche - sicher nicht selten schwerwiegenden - Folgen hat es für Kinder, wenn sie bei/mit "gefühlsblinden" oder auch aus anderen Gründen emotional "kalten", empathielosen, emotional nicht feinfühligen und entsprechend bedürfnisorientiert! fürsorglichen Eltern, Bezugspersonen aufwachsen?
 
Solche Menschen - siehe Alexithymie, generell Mangel an Mitgefühl, an affektiver und/oder kognitiver Empathie - haben durchaus Emotionen, können diese auch intensiv bei sich selbst erleben, aber nicht gleichermaßen auch die Gefühle anderer erkennen, dadurch nicht entsprechend mitfühlen, mitleiden.
 
Wieviele Menschen gibt es, deren Mitgefühl - affektive und/oder kognitive Empathie - nicht intakt ist, bspw. durch Narzissmus (narzisstische Persönlichkeitsstörung), Psychopathie oder auch Alexithymie, Autismus (ASS), Neurodivergenz ... ? 
In welchen Berufen sind sie tätig - mit welchen Folgen?
 
Deshalb auch an dieser Stelle nochmals der Verweis auf Arno Gruen, Erich Fromm sowie besonders auch auf Antonio Damasio - "Ich fühle, also bin ich", siehe unten verlinkt. Siehe auch zum Unterschied zwischen Emotionen und Gefühlen. 
 
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04. Januar 2026
 
Kommentar, Stellungnahme zum youtube-Video vom 25.06.2023 von Dr. Weigel - "ADHS Anzeichen: Habe ich wirklich eine Störung? 5 typische Anzeichen und was es für Sie bedeutet!"
 
Dr. Weigel, leider ist vieles in Ihrem Video von Ihnen Genannte falsch, mit Verweis auf das ICD-11, seit 2022 in Kraft getreten:

1. ADHS ist - wie Autismus, Autismusspektrumstörung, wir nennen es bisher auch Neurodivergenz - keine Verhaltensstörung, keine "neurologische Erkankung", auch keine psychische Störung oder Erkrankung, es ist nicht im Lebenslauf erworben, sondern genetisch bedingt: angeboren
2. Deshalb ist Neurodivergenz - ADHS, Autismus - nicht "wegtherapierbar", nicht "heilbar". Auch nicht durch Methylphenidat und/oder Antidepressiva oder Verhaltenstherapie, Psychotherapie. 
3. Neurodivergenz als solche ist auch nicht behandlungsbedürftig. Hierzu sei auch auf Barry M. Prizant verwiesen.
4. Neurodivergenz hat es wahrscheinlich immer schon gegeben bzw. sich aus Gründen evolutionär entwickelt - die Übergänge zwischen "neurotypisch" und "neurodivergent" sind fließend.
5. Es gibt nach meiner Überzeugung, aufgrund meines bisherigen Wissens, meiner Beobachtung und Erfahrung sehr wahrscheinlich weltweit noch deutlich mehr neurodivergente Menschen als wir bisher wissen.  
 
Zu diversen Belastungen und Komorbiditäten - wie bspw. Ängste, Zwänge, Depression, Sucht, Substanzabhängigkeit - kommt es bei neurodivergenten Menschen vor allem aufgrund ihrer Umgebung, sie belastenden Lebensumstände, belastenden bzw. überlastenden Anforderungen, die man insbesondere in Schule und Job, Erwerbstätigkeit, aber auch durch Bürokratie und Jobcenter an sie stellt: Druck, Zwang, Kontrolle, Strafe, Paternalismus, Autoritarismus - mit den bekannten Folgen: Armut, Existenzunsicherheit, Entzug der Existenzgrundlage, siehe wiederholt vollzogene (Total-) Sanktionen durch Jobcenter, sowohl in Hartz IV als auch im "Bürgergeld" als auch in der "neuen Grundsicherung" der gegenwärtigen Regierung: CDU, SPD, Koalition. 
 
Neurodivergente Menschen brauchen, wie alle anderen Menschen auch, entsprechend entlastende, bedürfnisorientierte, für sie "passende" Lebensumstände - sie können und wollen nicht von Regierenden und/oder Medizinern, Therapeuten, Gesundheitssystem, Wirtschaft als Objekte, als Menschenmaterial für Wirtschaftsprofite, Wirtschaftswachstum, Kapitalismus, durch Erwerbstätigkeit, Lohnarbeit, als Lohnarbeiter funktionalisierbar gemacht, instrumentalisiert werden.
 
Wir müssen demgemäß die politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen Verhältnisse an den unterschiedlichen Menschen, an Subjekten, ihren natürlich menschlichen (!) Bedürfnissen, Einschränkungen, Grenzen und Möglichkeiten ausrichten, ihnen "anpassen", nicht Menschen als Objekte be-/misshandeln, sie funktionalisierbar, instrumentalisierbar und gewinnbringend ausschlachtbar machen. Menschenwürde, Menschenrechte, Werte, Ethik, Prosozialität, Vernunft, Mitgefühl, Reife.
 
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30. März 2025
 
Wer unterstützt, entlastet Eltern, alleinerziehende, ledige, mittellose Mütter, die selbst kein ADHS und/oder ASS haben (aber der Kindesvater) mit von ADHS und/oder ASS betroffenen Kindern?
 
Mit effektiver, wohltuender Unterstützung und Entlastung meine ich nicht "Erziehungsratgeber, Erziehungstips, Tips zur Alltagsstrukturierung", Fremdbetreuung etc..
 
Ich meine damit: weitere verlässliche, vertraute Bezugspersonen unterschiedlichen Alters und Geschlechts - siehe bspw. durch gefördertes cohousing - für Mutter und Kind(er), Beheben der materiellen Armut und all ihrer einhergehenden massiven Belastungen, Entbehrungen, Kämpfe ... .
 
Ich meine damit Anerkennung, Wertschätzung für die von diesen Frauen, alleinerziehenden, ledigen, mittellosen Müttern in/trotz Armut, da ohne Einkommen geleistete Arbeit: Sorge-Arbeit.
 
Ich meine damit ein gesellschaftliches Bewusstsein für die vielfachen, ausgeprägten Belastungen und Beschädigungen, die diese Frauen, Mütter von Gesellschaft und Regierungen verursacht bekommen.
Stichworte: "Bürgergeld", Hartz IV, Sanktionen, Armut, Ausgrenzung, fehlender Zugang zu Mobilität, soziokultureller Teilhabe, zu lange Wartezeiten für Diagnosen, falsche, fehlerhafte oder zu spät oder nicht gestellte Diagnosen bei den Kindern, unangemessene oder fehlende wohltuende Therapie für die Kinder, Jugendlichen, Adoleszenten u.v.a.m..
 
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ADHS im Erwachsenenalter
 
"ADHS im Erwachsenenalter
von Dr. Astrid Neuy-Bartmann
 
ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) im Erwachsenenalter, ein Krankheitsbild, bisher bei uns kaum bekannt und im Allgemeinen unterschätzt, hat eine ganz erhebliche Bedeutung. Schätzungsweise sind etwa zwei Millionen Menschen in Deutschland betroffen, ohne die geringste Ahnung davon zu haben. Das Tragische dabei ist, dass die Krankheit relativ gut und mit großen Erfolgen behandelt werden kann, wenn sie erkannt wird.

Es ist nur wenig bekannt, dass Chaos, ständige Stimmungsschwankungen, Jähzorn, Impulsivität, Beziehungsunfähigkeit und auch Suchterkrankungen die Symptome einer ADHS sein können und diese sich wie ein roter Faden durch das gesamte Leben ziehen. Unerkannt gleicht die ADHS einem Phantom, das in alle Lebensbereiche hineinspukt, beträchtlichen Schaden hinterlassen und Beziehungen zerstören kann.
So entwickelt sich nicht selten eine Chronologie des Scheiterns.
 
Es gibt zur Zeit kein Störungsbild in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, das so kontrovers diskutiert wird, wie die ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung). Früher sprach man von »hyperaktiv« oder »hyperkinetisch«. Während sich die Fachärzte weitgehend darüber einig sind, dass es sich hier um eine Neurotransmitterstörung des Dopaminrezeptors handelt und das Krankheitsbild zu einem hohen Prozentsatz genetisch bedingt ist (bis zu 81%), wird dies insbesondere von pädagogischer und psychologischer Seite häufig noch in Frage gestellt und als Modediagnose verteufelt. Immer wieder wird der Vorwurf der Psychiatrisierung von Kindern erhoben und dass lebhafte Kinder durch Medikamente ruhig gestellt werden sollen. Dies führt zu einer polemisierenden Diskussion, die oft adäquate Behandlung verhindert, was für die Betroffenen nicht selten mit erheblichem Leid verbunden ist und mit dem Rätsel, warum sie immer wieder scheitern.
 
Erschwerend kommt hinzu, dass eine ADHS sehr häufig auftritt. Im Kindesalter stellt sie die häufigste seelische Störung dar, und man geht davon aus, dass 5 - 7% der Kinder betroffen sind.
Die bisherige Lehrmeinung, dass sich diese Störung im Erwachsenenalter auswächst, wird seit einigen Jahren widerlegt - insbesondere durch amerikanische Studien. Deutlich wird, dass 30 - 50% der von einer ADHS betroffenen Kinder auch später im Erwachsenenalter deutliche Symptome zeigen, die sie in ihrer Lebensgestaltung erheblich beinträchtigen. Allerdings erfolgt meist ein Symptomshift, d.h., dass sich die ursprünglichen Symptome der ADHS im Kindesalter verändern.
 
Im Erwachsenenalter zeigt sich dann nicht selten ein komplexes Krankheitsbild, das durchaus das gesamte Spektrum der Psychiatrie erfassen kann.

Wender-Utah-Kriterien
Angelehnt an die Diagnostik der Kinder wurden von Wender die »Wender-Utah-Kriterien%laquo; aufgestellt und von der WHO authorisiert.

Aufmerksamkeitsstörung
Die Betroffenen können den Scheinwerfer ihrer Aufmerksamkeit nicht lange auf etwas richten. Der Scheinwerfer der Aufmerksamkeit ist bildlich gesprochen auf einem wackeligen Kugelgelenk montiert, und bei der kleinsten Ablenkung bewegt sich dieser Scheinwerfer in Richtung des neuen Reizes. Das führt zu einer enormen Ablenkbarkeit, Vergesslichkeit, Sprunghaftigkeit und Zerstreutheit, die bei Kindern zu erheblichen Schulproblemen und bei Erwachsenen zu Arbeitsstörungen führen können. Sie vergessen sehr viel, machen Flüchtigkeitsfehler, sind vertrödelt, und die meisten Betroffenen bleiben so trotz guter Intelligenz weit unter ihren Möglichkeiten. Es werden deutlich schlechtere Schulabschlüsse erzielt, als dies mit ihrer Intelligenz möglich gewesen wäre. Manchmal wird nicht einmal ein Schulabschluss erreicht, was die Lebenskarriere maßgeblich beeinträchtigt. Es fällt den Betroffenen weiterhin schwer gezielt Wissen abzurufen, und so bringen sie inkonstante Leistungen. Erstaunlich ist aber, dass sich ADHS-ler ganz hervorragend auf etwas konzentrieren können, das sie sehr interessiert. Hier können sie Höchstleistungen erbringen, und man fragt sich oft, wieso manche Dinge so brillant bewältigt werden, einfache, uninteressante Dinge jedoch nicht. Hier schwanken sie nicht selten zwischen Null-Bock-Haltung und work-aholic.

Motorische Hyperaktivität
Während die Kinder besonders bei ADHS noch die klassischen Zappelphilippe sind, nicht stillsitzen, wild sind und sich nicht an Regeln halten können, zeigt sich die Symptomatik bei Erwachsenen diskreter. Sie haben gelernt sich besser zu beherrschen, aber sie behalten ihre innere Unruhe; ihr Getriebensein, das Gefühl wie unter Strom zu stehen und nicht abschalten zu können. Man bemerkt es nur noch an dem Wippen der Füße, den Fingern, die ständig in Bewegung sind und an irgend etwas herumspielen und dass man selbst etwas unruhig neben ihnen wird. Sie können nicht warten, müssen oft herumlaufen, weil sie sitzen und Ruhe nicht aushalten.

Verträumt, abwesend
Es gibt noch eine Sonderform, die wenig bekannt, aber trotzdem bedeutend ist. Besonders bei Mädchen zeigt sich diese Form der ADHS, nämlich die des unaufmerksamen Typs. Die Betroffenen wirken verträumt, abwesend, uninteressiert. Sie bekommen häufig etwas nicht mit, sind eher unauffällig, neigen dazu sich schnell zurückzuziehen und zu resignieren. Sie haben im späteren Lebensalter ein hohes Risiko für Depression und Ängste.

Affektlabilität, Impulsivität
Hiermit ist gemeint, dass die Betroffenen ständig eine emotionale Achterbahn fahren von »himmelhochjauchzend« bis »zu Tode betrübt«. Sie leben quasi dauernd im Extremen. Auf kleinste äußere Begebenheiten reagieren sie emotional heftig, häufig auch überzogen. Da geht gerade die Welt unter, weil eine relativ harmlose Bemerkung eines Mitmenschen eine tiefe Kränkung verursacht, dann funktioniert der MP3-Player nicht, weil man vergessen hat die Batterien aufzuladen und schon fliegt er gegen die Wand. Wenn dann aber eine liebe Freundin anruft, ist die Welt wieder in Ordnung. Diese extrem schnellen Stimmungswechsel machen den Betroffenen, aber auch ihren Mitmenschen sehr zu schaffen.
 
Die Impulsivität ist ein weiteres Problem. ADHS-ler handeln blitzschnell aus dem Bauch heraus, überschießend. »Erst gemacht, dann gedacht …«. Es tut ihnen oft hinterher leid, dass sie wieder so extrem reagiert haben, aber sie bekommen in diesem Augenblick nicht ihre so heftigen Gefühle unter Kontrolle. Es sind die alten »HB-Männchen«, die »Hitzeblitze«, aber auch die Menschen mit den zwei Gesichtern, von denen man alles haben kann, wenn sie gut gelaunt sind, die aber völlig ausrasten, wenn sie unter Stress kommen und gnadenlos ihre Gefühle in die Welt schleudern, wenn ihnen danach ist. Ich nenne sie »Mimosen mit Holzkeulen bewaffnet«. Sie sind für sich selbst hyperempfindlich, aber überhaupt nicht zimperlich damit, sofort zuzuschlagen, wenn sie sich angegriffen fühlen. Es ist ein extremes Gefühlsleben, nicht selten im Ausnahmezustand. »Schwarz – Weiß« und es gibt nichts dazwischen. Die Mitte wird so nur selten gefunden und Frustrationen und Niederlagen werden schwer ausgehalten. Sie fangen schnell begeistert etwas an und bei der kleinsten Schwierigkeit verlieren sie die Lust. Dies führt oft dazu, dass sie immer wieder neue Jobs anfangen oder auch in Beziehungen schnell aufgeben, wenn es schwierig wird.

Chaos, Desorganisation
Sie können schwer Ordnung halten, weil sie keine innere Struktur haben. Alles erscheint gleich wichtig und so können sie nichts wegwerfen, was durchaus auch bis zu einem Messie-Dasein führen kann. Das Chaos um sie herum gleicht ihrem inneren Chaos, sie finden wichtige Sachen in ihren Unordnungshaufen nicht, und sie haben keinen Überblick in ihrem Leben. Bei Frauen sind es die »Chaosprinzessinnen«, bei Männern die »zerstreuten Professoren«, denen man einfach alles hinterher tragen muss.

Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, in der Schule und mit Mitmenschen
Bei all den oben aufgeführten Problemen ist es verständlich, dass es hier zu erheblichen Problemen kommt. Oft fühlen sich die Betroffenen gemobbt, weil sie mit ihrer Impulsivität und Stimmungsschwankungen anecken und die inkonstanten Leistungen führen zu erheblichen Problemen am Arbeitsplatz. Nicht selten erkranken auch die Partner und Angehörigen an Depressionen und psychosomatischen Erkrankungen, denn es ist sehr belastend, mit den täglichen Stimmungsschwankungen und dem Chaos umzugehen.
Es zeigt sich eine Vervierfachung der Scheidungsrate, wenn ein Familienmitglied von ADHS betroffen ist. Erschwert wird dies noch durch die hohe Erblichkeit, so dass oft noch ein Elternteil, ggf. auch beide Eltern, zusätzlich betroffen sind, was die Probleme potenziert. In solchen ADHS-Chaos-Familien kann es in Stresssituationen auch zu körperlichen Auseinandersetzungen kommen. Alleinerziehende gelangen sehr schnell an ihre Belastungsgrenze.

Schnelle Erschöpfbarkeit und Lustlosigkeit
Das Durchhaltevermögen und die Selbstmotivation sind stark eingeschränkt, was zu schneller Resignation und Mutlosigkeit führt. ADHS-ler besitzen einen riesigen »inneren Schweinehund«, den sie nur sehr schwer für Aufgaben überwinden können, die sie nicht interessieren.
Daraus resultieren erhebliche Selbstzweifel und ein mangelndes Selbstbewusstsein. In den meisten Biographien der betroffenen Patienten zeigen sich eine Ansammlung von traumatischen Erfahrungen. Oft sind schon die Familien sehr problematisch und die Kinder haben früh die Erfahrung gemacht, dass sie nicht lernen konnten, vergesslich waren und in der Schule schlechten Noten hatten. Waren sie auch noch hyperaktiv, haben sie meist Ablehnung von anderen erfahren und sind in eine Außenseiterposition geraten. Die bisherige Lebenserfahrung in der Kindheit war dann: »Ich bin dumm und werde abgelehnt«. Das ist keine gute Voraussetzung für die Entwicklung eines stabilen Selbstwertgefühls. (...)
 
Die Diagnose und die Kenntnisse über ADHS sind wichtig, weil herkömmliche Therapien, besonders psychoanalytische und aufdeckende Therapien bei ADHS nicht wirkungsvoll sind. Häufig handelt es sich bei den Patienten auch um so genannte Therapieversager, denn sie haben schon eine Odyssee von Behandlungen hinter sich. Weder Antidepressiva, noch Neuroleptika haben ihnen wirklich gegen Depressionen, quälende Unruhe, Chaos und Konzentrationsstörungen helfen können. Vielleicht haben sie das Krankheitsbild sogar verschlimmert, weil der Patient noch ein paar Baustellen mehr hat, aber immer noch keinen Überblick und keine Struktur im Leben. Notwendig ist ein Therapiekonzept, das auf die Problematik und die besonderen Probleme der ADHS abgestimmt ist.
 
Hierzu gibt es verhaltenstherapeutische Programme, z. B. von PD. Bernd Heßlinger (Universitätsklinik Freiburg). Im Vordergrund steht hier die Problematik der Selbstorganisation und der Selbstkontrolle. Es geht um die Vermittlung von konkreten Gebrauchsanweisungen und Problemlösestrategien, sowie den Umgang mit den spezifischen Problemen. Oft ist es für die Patienten schon ungemein entlastend, dass dieses Phantom einen Namen hat, nämlich ADHS. ADHS-Patienten können so die Erfahrung machen, dass sie nicht alleine betroffen sind. Das ADHS-Modul von Freiburg bietet auch den großen Vorteil, dass es nicht in Einzeltherapie vermittelt wird, sondern in einer Gruppe mit anderen von ADHS Betroffenen. Der Erfahrungsaustausch entlastet die Patienten, die ja viele schmerzhafte Erfahrungen damit gemacht haben, dass sie anders sind und abgelehnt wurden.
Es hilft auch ungemein sich mit seiner Vergangenheit zu versöhnen: »Ich hatte es schwer mit ADHS und meine Eltern auch ...« Und so werden manche heftigen Entgleisungen von allen Beteiligten im Nachhinein versteh- und verzeihbarer. (...)
 
Im Erwachsenenalter zeigen sich Krankheiten der Erwachsenenpsychiatrie, die ohne Kenntnisse der ADHS sich nicht einfach erschließen lassen und oft fehlbehandelt werden. Es genügt nicht, nur die Sucht oder die Depression zu behandeln, weil damit eben nicht das gesamte Spektrum der ADHS erfasst werden kann, sondern nur die Spitze des Eisberges, der aus dem Wasser ragt. Unter der Wasseroberfläche aber zeigt sich die ADHS als Phantom, das unbedingt bei der Therapieplanung mit berücksichtigt werden sollte. Häufige Fehldiagnosen sind Borderlinestörungen oder manisch-depressive Erkrankungen.
 
Es handelt sich bei ADHS immer um eine Störung, die schon in der Kindheit vorhanden war. Man muss dies genau erfragen. Es gibt keine erworbene ADHS. Natürlich zeigt jeder Mensch Symptome einer ADHS, aber es geht darum, dass man dieses komplexe Syndrom zu großen Teilen und auch im ganzen Verlauf des Lebens erfüllt und es dadurch zu erheblichen Beeinträchtigungen kommt. Wichtig erscheint noch, dass Mütter bzw. Eltern keine Schuld haben und es sich nicht um einen Erziehungsfehler handelt. Oft haben Eltern allerdings auch eine ADHS, und so fällt es ihnen besonders schwer den Kindern Struktur zu geben, klar und konsequent zu erziehen. (...)"
 
https://adhs-deutschland.de/adhs-erwachsene/adhs-im-erwachsenenalter
 
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
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Komorbiditäten, Begleiterkrankungen bei und Erscheinungsformen von ADHS im Kindes- und im Erwachsenenalter: Angststörung, Zwangsstörung, Depression, Sucht, Schlafstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Essstörungen, Arbeits- und Beziehungskonflikte ...
 
"(...) Je genauer die Lebensläufe der ADHS-Patienten wissenschaftlich untersucht werden, desto deutlicher wird es, dass es im Laufe der Entwicklung und im Erwachsenenalter zu einem sogenannten Symptomshift kommt, was bedeutet, dass die Symptome sich im Laufe des Lebens verändern und dann eben nicht mehr der Zusammenhang mit ADHS erkannt wird.
 
Im Kindesalter sind die Begleiterkrankungen gut erforscht. So haben die folgenden Erkrankungen ein gehäuftes Auftreten im Zusammenhang mit ADHS:
 
    Leserechtschreibstörung bis zu 30% der Fälle
    Rechenstörung bis zu 30% der Fälle
    Ticsyndrom (Tourette) 10 - 20%
    Autismusspektrumstörung  in 10-15% der Fälle
    Zwänge
    hohe Unfallrate (durch unüberlegtes Handeln)
    Störung des Sozialverhaltens und oppositionelle Verhaltensweisen
    (und daraus resultierend eine höhere Rate von Straffälligkeit und Schulabbrüchen)
    Schlafstörungen

Im Erwachsenenalter zeigt sich dann der Symptomwandel:
 
    Bis zu 50 % der erwachsenen ADHS-Betroffene entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Angststörung und/ oder Depressionen. Hier müssen sowohl die Ängste und Depressionen wie auch das ADHS behandelt werden. Oft werden im Erwachsenenalter nur diese sogenannten Begleiterkrankungen festgestellt und das darunterliegende ADHS nicht erkannt. Das hat zur Folge, dass die ADHS Symptome weiter unbehandelt bleiben und eventuell auch die Angststörung und Depression nicht zufriedenstellend behandelt werden kann.

    Zwangsstörungen: Bei Auftreten von Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen wird das ADHS sehr häufig übersehen, weil die Betroffenen ja gerade äußerst genau und perfektionistisch sind. Es ist aber kein Widerspruch, dass Zwang und Chaos bei ADHS nebeneinanderstehen kann. Es kann auch sein, dass ADHS-Betroffene im Chaos versinken und dann versuchen perfektionistisch aufzuräumen bis sie wieder von ihrem eigenen Chaos eingeholt werden. Die aktuelle Erklärung dafür ist, dass ADHS-Betroffene auf Grund ihrer leidvollen Erfahrung mit ihrer Vergesslichkeit und ihren Flüchtigkeitsfehlern kompensatorisch übergenau sind und sie sich ständig kontrollieren müssen. Dadurch werden sie sehr umständlich, zäh und langsam, was ihnen erneut Stress verursacht.

    Psychosomatische Symptome oder Somatisierungsstörungen, auch körperliche Erkrankungen, die eine seelische Ursache haben, treten gehäuft bei der ADHS auf. Diese können sich im Zusammenhang mit einer Depression entwickeln oder auch neben anderen Symptomen stehen.

    Aber auch rein körperliche Erkrankungen treten bei ADHS gehäuft auf. ADHS-Betroffene leiden doppelt so häufig unter Bluthochdruck und dreimal so häufig unter Typ 2 Diabetes.  Der Bluthochdruck wird auch häufiger entgleisen, wenn sich Wutanfälle und Impulsivität häufen oder auch ein Diabetes ist schlechter einstellbar, wenn die Stimmungen ständig schwanken. Noch dazu schaffen ADHS-Betroffene es oft auch nicht ihre Medikation zuverlässig einzunehmen, die sie benötigen und damit haben sie einen schlechteren Krankheitsverlauf. Darüber hinaus gibt es auch Erkrankungen, die häufiger in Verbindung mit ADHS vorkommen, ohne dass es bisher eine Erklärung dafür gibt. Hier sind z. B. die Allergien, Schuppenflechte, Reizdarmsyndrom, entzündliche Darmerkrankungen und Nahrungsmittelallergien zu nennen. Auch Fibromyalgie ist häufiger, ebenso wie Migräne. Auch sind alle Formen der Essstörungen bei ADHS häufiger mit Ausnahme der Magersucht. Besonders Adipositas (Übergewicht) ist bei ADHS dreimal häufiger anzutreffen als in der Normalbevölkerung.
 
    Schlafstörungen, Unfähigkeit sich zu entspannen, Restless Leg Syndrom. Wie bei den Kindern auch, findet man im Erwachsenenalter häufiger Ein- oder auch Durchschlafstörungen. Weiterhin fällt es Betroffenen oft schwer abzuschalten, Ruhe zu finden und sich zu erholen. Sie bleiben angespannt, nervös, gereizt und explosiv, selbst wenn ihre Umwelt Erholung und Muße zulassen würde. Eine neue Erkenntnis besagt, dass 25% der Erwachsenen, die an einem Restless Leg Syndrom leiden auch von einer ADHS betroffen sind.

    Suchtentwicklung: 20-30% der Suchtpatienten haben eine unerkannte ADHS und betreiben ihren Suchtmittelmissbrauch als gescheiterte Selbstbehandlung. (vgl. Heßlinger, Freiburg; Huss, Berlin). Es zeigt sich oft auch ein erheblicher Nikotinmissbrauch, weil Nikotin auch am Dopamintransporter angreift und so das ursächliche Dopamindefizit korrigiert wird. Bei ADHS-Patienten beginnt die Sucht häufig auch früher und der Substanzmissbrauch ist ausgeprägter. Weiterhin zeigen sich vermehrt alle Formen der Sucht: Esssucht, Kaufsucht, Kleptomanie, Spielsucht, Computersucht, Internetsucht usw. Der ADHS-Patient hat meist zeitlebens ein Problem damit etwas maßvoll zu tun und die eigene Mitte zu finden.

    Es zeigt sich auch eine vermehrte Unfallgefährdung, denn 5 % der erwachsenen ADHS-Betroffene verunfallen tödlich oder aber beenden ihr Leben mit Suizid. Der Suizid ist ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Nicht alle ADHS-Patienten sind vorher depressiv, sondern es kann wegen der hohen Impulsivität und der heftigen Reaktionen und Gefühlsschwankungen in Krisensituationen zu Suiziden bzw. zu Suizidversuchen kommen.

    Persönlichkeitsstörungen: Als Risikofaktor oder aber resultierend aus den Erfahrungen in der Kindheit und der Herkunftsfamilie treten häufiger Persönlichkeitsstörungen auf. Hier ist die emotional-instabile Persönlichkeit zu nennen (Borderlinestörung), die enorme Überschneidungen mit der ADHS aufweist. Zurzeit wird diskutiert, ob nicht ein großer Anteil der Borderlinestörungen des impulsiven Typs unerkannte ADHS-Betroffene sind und als solche behandelt werden sollten (hier kommt es immer darauf an nachzuweisen, dass diese Symptome schon in der Kindheit bestanden haben). Es zeigt sich auch noch ein gehäuftes Vorliegen von antisozialen Persönlichkeitsstörungen, die ein höheres Risiko haben später dissozial zu werden. Auch narzisstische Persönlichkeitsstörungen werden häufiger beobachtet.
 
Erhebliche Probleme haben ADHS-Betroffene meist auch in den folgenden Bereichen:
 
    Nicht selten kann es zu Arbeits- und Beziehungskonflikten kommen, dies auf Grund der hohen Impulsivität, der mangelnden Kritikfähigkeit, der Zerstreutheit und der Weigerung von vielen ADHS-Betroffenen Dinge zu tun, die keinen Spaß machen bzw. zuverlässig Verantwortung zu übernehmen und sich den Pflichten des Lebens zu stellen. Die Scheidungsrate ist deutlich erhöht.

    Auch in den Familien kann es nicht selten zu schweren Auseinandersetzungen bis hin zu körperlicher Gewalt kommen. Da die ADHS auf Grund der hohen Erblichkeit oft bei mehreren Familienmitgliedern vorhanden ist, kann sich dort ein hochexplosives Konfliktpotential zeigen. Ferner kann es zu Kindesmisshandlungen kommen, insbesondere wenn die Eltern ebenfalls von ADHS betroffen sind, das Kind über Tage oder Wochen schreit und die Eltern um den Schlaf bringt. Hier kann es zu Überforderungssituationen von Seiten der Eltern kommen, die dann das Kind schütteln oder schlagen, obwohl sie normalerweise nicht gewalttätig sind. z. B. Alleinerziehende, die nur wenig Unterstützungssysteme haben, können in solchen Situationen an ihre eigene Belastungsgrenze kommen. Es kann zu plötzlichen Suizidhandlungen kommen oder aber zu unkontrollierten Gefühlsausbrüchen gegenüber dem eigenen Kind, bis hin zu Misshandlungen. ADHS-Betroffene sind nicht gewalttätig, aber unter Stress können sie die Kontrolle verlieren und dann impulsiv und kopflos handeln.

    Manchmal sind die Betroffenen auch sehr verschuldet, weil sie keinen Überblick über ihre Finanzen haben und sich keinen Plan machen können.

    Wir finden die ADHS gehäuft auch unter den Langzeitarbeitslosen, denn ADHS-Betroffene haben oft einen schlechteren Schulabschluss, als es ihrer Intelligenz entsprechen würde. Nicht selten haben sie sogar überhaupt keinen Schulabschluss, was sie nur schwer vermittelbar macht. Auch haben manche ADHS-Betroffene nur wenig Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz. Sie geben schnell auf, lassen sich schnell entmutigen, und mit ihrer Hypersensibilität fühlen sie sich häufig sehr schnell ungerecht behandelt. Es gelingt ihnen oft auch nicht Misserfolge wegzustecken und Niederlagen als Chancen zu begreifen. Stattdessen resignieren sie, zeigen sich beleidigt und ziehen sich zurück.

    Auch neigen manche Betroffene dazu riskant Auto zu fahren oder riskante Sportarten zu betreiben, weil sie immer nach dem ultimativen Kick und nach Abwechslung suchen. Es sind die Menschen, die mit 200 km/h auf die Stoßstange des Vordermanns auffahren, weil dieser nicht rechtzeitig Platz macht.
 
Zusammenfassend kann man sagen, dass sich Probleme in den folgenden Bereichen zeigen:
 
    Selbstorganisation
    Zeitmanagement
    Finanzmanagement
    Beziehungsgestaltung
    Arbeitsorganisation
    Teamfähigkeit
    Kindererziehung
    Straßenverkehr
 
Es ist sehr wichtig, eine ADHS zu erkennen und sowohl die ADHS als auch Begleiterkrankungen zu behandeln. Gerade die Symptome der ADHS erfordern eine fundierte Kenntnis des Krankheitsbildes, Behandlungserfahrung und Wissen über das Auftreten der Begleitstörungen. Es ist notwendig eine störungsspezifische Behandlung der ADHS durchzuführen, die auf die besondere Problematik der ADHS abgestimmt ist.
 
Der Erfolg oder Misserfolg bei der Behandlung dieser Krankheitsbilder hängt von der richtigen Diagnosestellung und einer leitliniengerechten Behandlung ab. Dies gilt für die medikamentöse ebenso wie für die psychotherapeutische Behandlung. So wissen wir heute, dass die Symptome der ADHS mit dem Wirkstoff Methylphenidat und Dexamphetamin sehr gut zu behandeln sind und diese ist auch nach den Leitlinien für ADHS immer empfohlen, wenn die Diagnose zweifelsfrei gestellt wurde. Oft müssen sowohl die Komorbiditäten, wie auch die ADHS gesondert behandelt werden."
 
https://www.adhs-deutschland.de/begleitstoerungen/die-begleiterkrankungen-bei-adhs-assoziierte-stoerungen-oder-komorbiditaeten
medelxi - "Dyspraxie" und Autismus, ADHS ...

medelxi - "Dyspraxie" und Autismus, ADHS ...

ADHS und Mangel an Empathie, adhs-weg, screenshot vom 26.03.2025

ADHS und Mangel an Empathie, adhs-weg, screenshot vom 26.03.2025

19.08.2025
 
Kommentar zum youtube-Video von "The Wild Mind Society" - "Neurodivergenz und toxische Menschen"
 
Das klingt für mich widersprüchlich zu meinen Kenntnissen über neurodivergente Menschen. Seit Jahren befasse ich mich aus Gründen mit malignem Narzissmus (antisozialer, narzisstischer Persönlichkeitsstörung), auch  Psychopathie, "dunkler Triade", Sadismus bzw. Sadomasochismus (siehe dazu die Definition von Erich Fromm) und toxischer Männlichkeit: stets kompensatorischem Streben nach Macht, Kontrolle, Herrschen, Unterwerfen, "Erfolg, Sieg", Autoritarismus, einhergehend oft: innere Leere und Sucht sowie auch mit Manipulation, DARVO, grooming, gaslighting, victim blaming, also psychischer Gewalt und Vergewaltigung in Beziehung sowie seit einger Zeit auch mit ADHS, Autismusspektrumstörung, Neurodivergenz.
 
Es ist eigentlich eher das Gegenteil dessen bekannt, das Sie in diesem Video äußern: bei neurodivergenten Menschen besteht oft ein Mangel an kognitiver und/oder affektiver Empathie. Es gibt dazu seriöse Quellen.
Sie sind oft sehr sensibel, was sie selbst betrifft, reagieren aber nicht "zwangsläufig" empathisch, mitfühlend, bedürfnisorientiert fürsorglich gegenüber anderen.
Empathie und Mitgefühl sind auch nicht dasselbe.
Ein Mensch, der andere manipulieren will, muss bis zu einem gewissen Grad empathisch sein, um manipulieren, verletzen zu "können", er hat aber kein zugewandtes Mitgefühl, leidet nicht selbst unter dem Leid anderer.
 
Der Mangel an Empathie und Mitgefühl erklärt auch einige der Schwierigkeiten, die neurodivergente Menschen im Sozialverhalten haben - sie nehmen vieles anders wahr als "neurotypische" Menschen, manches auch gar nicht und/oder verstehen es nicht oder interpretieren es anders. Deshalb sind neurodivergente Menschen auch häufig eher Einzelgänger, eben weil es oft zu erheblichen Problemen in Beziehungen bzw. zwischenmenschlichen Kontakten kommt.
Für wohltuende, tragfähige Beziehung, für Freundschaft und Liebe (aktives Lieben, siehe wiederum Erich Fromm) sind Empathie und Mitgefühl, siehe auch Theory of Mind und Intersubjektivität, jedoch unentbehrlich. 
 
Der Mangel an Mitgefühl wiederum ist auch typisches Merkmal von Narzissten (antisoziale, narzisstische PKST) sowie Psychopathen, Sadisten. Nein, ich setze neurodivergente Menschen nicht mit Narzissten oder Sadisten gleich, denn Narzissten, Psychopathen und Sadisten geht es vor allem um Macht.
Aber es trifft nicht zu, dass neurodivergente Menschen besonders mitfühlend wären. 

Wenn man aber ein empathischer und mitfühlender Mensch ist, wird man tatsächlich häufiger, leichter Opfer von Narzissten, weil man auch mit dem Täter - von psychsicher und/oder zumeist früher oder später auch physischer, nicht selten auch sexualisierter Gewalt, Vergewaltigung (in Beziehung) - noch Mitgefühl hat. 
 
Inzwischen weiß man, dass ADHS und/oder ASS (Autismusspektrumstörung) erblich, angeboren ist, also oft auch andere Menschen in der Familie, bspw. Eltern oder Großeltern oder Geschwister, Kinder betroffen sind. Siehe dazu bspw. Zwillings-, Adoptionsstudien. 
Und so erklärt sich dann auch, warum es hier zu Schwierigkeiten in Familien, in Beziehungen kommen kann: gerade wenn/weil es diesen Menschen an Mitgefühl - kognitiver und/oder affektiver Empathie (Boris Cyrulnik nennt es Subjekt- und Objektempathie) - mangelt, denn Folge dessen kann sein und ist es möglicherweise auch häufig, dass neurodivergente Eltern die Bedürfnisse ihrer Kinder nicht oder nur unzureichend erkennen und erfüllen können, was schwerwiegende Folgen für die betroffenen Kinder haben kann, insbes. wenn diese noch im Kleinkind- und Grundschulalter sind, siehe frühkindliche Bindung ... .
 
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22. und 23. Juli 2025 
 
Kommentar zum youtube-Video von "Joseph DeChangeman" - "Radikales Ausmisten
 
Viele Menschen scheinen damit Probleme zu haben: Gegenstände loslassen, ausmisten, weggeben (verschenken, verkaufen, wegwerfen). 
Dabei handelt es sich allerdings nicht immer oder mehrheitlich um "gelernte Muster, Vorgelebtes, übernommenes Chaos der Eltern", wie du in deinem Video mehrmals wiederholst, sondern offenbar spielt da auch eine genetische Anlage eine Rolle.
 
Um es anschaulicher zu machen: Habe eine Mutter und Tochter, die einander leider nie kennengelernt haben, beide sind das, das man allgemeinhin als Messies bezeichnet.
Gleiches gilt für den Vater meiner Tochter, bei dem sie allerdings auch nicht aufgewachsen ist.
Mein Sohn, der einen anderen biologischen Vater hat als meine Tochter, und ich haben keine solchen "Messie-Tendenzen".
 
Mir fällt Ausmisten nicht schwer, mache es regelmäßig und dann zumeist auch radikal, habe auch schon viele Bücher weggeworfen (weil sie nicht mehr verschenkbar waren, da stark vergilbt oder mit zahlreichen "Randnotizen" ;) versehen).
Setze mir allerdings auch nicht das Ziel, nur maximal 100 oder gar 50 Dinge behalten zu dürfen, man hat ja nicht nur Kleidung, Bücher, Kleinkram, sondern auch Kochutensilien, Geschirr, Bettwäsche, Handtücher, Putzzubehör, Kosmetika, manche Leute haben Bastel- oder Malsachen, Stifte, Brettspiele, die sie regelmäßig benutzen, Schmuck u.a.m.. Habe auch in diesen Bereichen schon mehrfach aussortiert, reduziert. 
 
Halte persönlich allerdings nichts davon, allen Papier-, Bürokratiekram zu digitalisieren, drum muss ich da einiges leider nach wie vor in Papierform aufbewahren, idealerweise im Keller - der aber sehr klein ist und in dem ich leider nicht nur meine eigenen Sachen aufbewahren muss, sondern auch noch einiges von beiden Kindern. 
 
Schwierig ist es, wenn man über Jahre mit Menschen in einer Wohnung zusammenlebt, die diesbzgl. das Gegenteil von einem selbst sind, bei mir bspw. schon genannte Tochter - wenn diese Menschen sich eigentlich von absolut nichts trennen können/wollen, auch nicht alten, kaputten Sachen, Kinderspielzeug u.a.m.. 
Und wenn solche Menschen trotzdem Neues anschaffen, aber nichts aussortieren - Platzproblem, Ordnungsproblem, bei manchen Messies ist es irgendwann auch ein Hygieneproblem usw.. 
 
Jedenfalls meinen Kindern wurde also "Chaos", Unordnung, pathologisches Horten, Messietum nicht vorgelebt oder "anerzogen", aber Mutter, Tochter und Vater von Tochter zeigen solche Messie-Tendenzen, Sohn und ich nicht. Das erklärt sich für mich durch genetische Faktoren. 
 
Bekannt ist inzwischen auch, dass "Messietum" häufig auch mit ADHS und/oder Autismus - beides neuronale Entwicklungsstörungen - einhergeht, die wiederum beide genetisch bedingt, erblich, anbeboren sind, nicht "vorgelebt" oder "anerzogen". 
Wenn solches Anhäufen von Gegenständen, pathologisches Horten, Messietum - nicht zu verwechseln mit Sammeln, auch wenn es Ähnlichkeiten gibt - in Familien gehäuft auftritt, so ist dies wahrscheinlich auf erbliche Faktoren zurückzuführen, wobei es durchaus auch noch andere (psychische) Ursachen, Hintergründe für das Messiesyndrom geben kann, bspw. bei älteren, dementen oder traumatisierten Menschen. 
 
Meinen eigenen familiären Hintergrund würde ich als "wurzellos", ohne Wurzeln bezeichnen, ohne das an dieser Stelle vertiefen zu wollen, man könnte also meinen, dass solche Menschen sich deshalb kompensatorisch besonders an Dingen "festhalten", das trifft in bspw. meinem Fall aber nicht zu. Denke wie gesagt, dass genetische Faktoren eine große Rolle spielen. 
 
Aber auch ich habe sicher immer noch zu viele Dinge. Und klar gibt es auch bei mir Gegenstände, die "nicht notwendig" sind, aber einen ideellen, einen Erinnerungswert für mich haben - sehr wenige Dinge aus meiner Kindheit, eben weil es keine Wurzeln ... gibt.
 
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ADHS, Grundlagen zu Diagnostik, Therapie, Ursachen und Begleiterkrankungen (Komorbiditäten), Quelle: adhs-deutschland flyer pdf, screenshot vom 26.03.2025 ADHS, Grundlagen zu Diagnostik, Therapie, Ursachen und Begleiterkrankungen (Komorbiditäten), Quelle: adhs-deutschland flyer pdf, screenshot vom 26.03.2025 ADHS, Grundlagen zu Diagnostik, Therapie, Ursachen und Begleiterkrankungen (Komorbiditäten), Quelle: adhs-deutschland flyer pdf, screenshot vom 26.03.2025

ADHS, Grundlagen zu Diagnostik, Therapie, Ursachen und Begleiterkrankungen (Komorbiditäten), Quelle: adhs-deutschland flyer pdf, screenshot vom 26.03.2025

12. Januar 2026
 
"Die kommende WHO-Klassifikation psychischer Störungen ICD-11 war seit dem 01.01.2022 grundsätzlich einsetzbar, lag aber bisher nur in einer Entwicklungsfassung („frozen version“) in Englisch vor. Wohl aus lizenzrechtlichen Gründen war diese bisher jedoch nicht nutzbar, aus denselben Gründen aktuell auch noch nicht die mittlerweile deutsche Entwurfsfassung der ICD-11 des BfArM (2024):  (...)
 
Nach derzeitigem Kenntnisstand bedarf es neben lizenzrechtlichem Regelungsbedarf auch noch gewissen Abstimmungsprozessen von Fachgesellschaften bis die ICD-11 verbindlich in Kraft treten kann. Wann dies sein wird, ist derzeit leider noch unklar.
 
Eine zeitnahe Anpassung an den „state of science“ ist aber dringend erforderlich, weil die aktuell noch geltende WHO-Klassifikation psychischer Störungen nach ICD-10 den sich in den letzten Jahren schnell fortschreitenden Erkenntnisstand zur Spezifik und Heterogenität von Autismus-Spektrum-Störungen nicht mehr abbildet. Dies führt, da der Stereotyp zum Autismus immer noch das Denken und Diagnostizieren bestimmt, zu fachlichen Missverständnissen und für die Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung zu lebenspraktischen Problemen und Nachteilen (zum Beispiel Thema: gesellschaftliche und berufliche Teilhabe). (...)"
 
https://move-autismus.de/autismus-spektrum-stoerung-nach-icd-11/
 
Demgemäß wird die Autismus-Diagnostik gegenwärtig, Januar 2026, also noch immer nicht nach ICD-11, sondern immer noch nach ICD-10 durchgeführt? Mit entsprechenden Folgen für Betroffene.
 
Die "S3 Leitlinie Autismus-Spektrum-Störungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter, Diagnostik" ist also seit 2021 und nach wie vor nur "in Bearbeitung"?
 
https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/028-018
 
https://www.autismus.de/was-ist-autismus/diagnostik.html
 
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move-autismus.de - Die Autismus Diagnostik erfolgt in Deutschland noch nicht nach ICD-11 - screenshot vom 12.01.2026.

move-autismus.de - Die Autismus Diagnostik erfolgt in Deutschland noch nicht nach ICD-11 - screenshot vom 12.01.2026.

Die S3-Leitlinie "Autismusspektrumstörung, Diagnostik" ist seit 2021 und nach wie vor "in Bearbeitung" - screenshot vom 12. Januar 2026.

Die S3-Leitlinie "Autismusspektrumstörung, Diagnostik" ist seit 2021 und nach wie vor "in Bearbeitung" - screenshot vom 12. Januar 2026.

03. April 2024
 
Zu oben verlinkter arte Doku - "Autismus - Das rätselhafte Spektrum" nochmals folgende Fragen:
 
Wer oder was stärkt eigentlich die Eltern von neurodivergenten Kindern, Jugendlichen, die mit diesen Kindern häufig über viele Jahre erhebliche "Herausforderungen" ... zu bewältigen haben? Schon der Weg zur - richtigen - Diagnose ist oft ein langer, sehr beschwerlicher, kräftezehrender, nervenaufreibender.

In solchen Dokumentationen zu ASS und/oder ADHS kommen nie mittellose Familien vor oder gar mittellose, ledige Alleinerziehende (dies sind nach wie vor mehrheitlich Frauen), also Menschen, die schon durch die materielle Armut vielfach stark belastet und benachteiligt sind.
Wer stärkt diese fürsorglichen, verantwortungsvollen Frauen, Mütter, die nicht nur unentbehrliche Sorge-Arbeit ohne Einkommen leisten, sondern überdies beeinträchtige oder auch chronisch (physisch) kranke, behinderte Kinder "haben" - wer unterstützt, entlastet diese ledigen, mittellosen, alleinerziehenden Frauen, Mütter, die nicht über familiäre Unterstützung verfügen, konkret, im Alltag wie, womit: wohltuend, bedürfnisorientiert, wer ermöglicht ihnen wie, wodurch, selbst regelmäßig physisch und psychisch regenerieren zu können, um nur so dauerhaft die Kraft, Energie für die Fürsorge und Verantwortung anderer aufbringen zu können?
 
Nein, Fremdbetreuung, gelegentliche Kuren, Reha-Aufenthalte und/oder weitere Therapien sind hier nicht tatsächlich, auch nicht langfristig hilfreich, nicht wirklich wohltuend; erforderlich wäre grundsätzlich ein regional je vorhandenes Netz von mehreren vertrauten Bezugspersonen, familiäre Strukturen auch unter Menschen, die nicht blutsverwandt miteinander sind, aber miteinander wohnen, leben, siehe bspw. cohousing. Damit die Fürsorge und Verantwortung für ein Kind oder mehrere Kinder nicht auf nur zwei Schultern (einer Person) lastet: über Jahre ... .
Denn Kinder zu umsorgen, ins Leben zu begleiten, Sorge-Arbeit zu leisten ist kein "Privatvergnügen", deshalb gibt es bspw. auch staatliche Schulen inkl. Schulpflicht und - zumindest auf dem Papier - Art. 6 Abs. 4 Grundgesetz:
"Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft."
 
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31. März 2025
 
Zum oben verlinkten Video "Könntest du autistisch sein? 32 häufige Anzeichen für Autismus" von Nico, InsideAut:
 
Mir fällt immer wieder auf, dass einiges, das Symptome oder Merkmale bei von Autismus betroffenen Menschen sind, auch bei "neurotypischen" Menschen, jedenfalls mir, vorkommt, dass es häufig eine Sache der Intensität, Ausprägung oder Häufigkeit des jeweiligen Symptoms ist, die "neurotypische" von "neurodivergenten" Menschen unterscheiden.
 
Zugleich gibt es jedoch auch durchaus zahlreiche Symptome, die bei autistischen Menschen auftreten, die bei "neurotypischen" Menschen, zumindest bei mir, gar nicht vorhanden sind. 
 
So mag ich bspw. auch keine Menschenansammlungen (auch im ÖPNV), Massenveranstaltungen, keinen Lärm, keine intensiven Gerüche, keinen Smalltalk und ich möchte auch keinen Körperkontakt mit mir fremden Menschen, keine Umarmungen, (Wangen-) Küsse oder Ähnliches von Fremden oder von Menschen, die ich nur oberflächlich kenne.
Auch mag ich bestimmte Stoffe, Materialien nicht, insbes. Synthetikkleidung oder "kratzende Strickpullis" sowie solche Socken, Mützen und Strumpfhosen, aber da dürfte es einige Menschen geben, die das ebenfalls und auch in der Kindheit bereits nicht mochten. ;)
 
Habe bei mir allerdings festgestellt, dass sich diese Abneigungen eher mit fortschreitendem Alter entwickelt haben und ich in jungen Jahren damit weniger oder keine Probleme hatte. Denke, das hat bei mir auch mit Stress, langjähriger Überlastung, ggf. auch mit den Wechseljahren zu tun.
 
Die Sache mit der Empathie ist eine wichtige, schwierige, denn es "reicht" oft eben nicht "nur" kognitive Empathie (Einfühlungsvermögen), sondern erforderlich ist je nach Situation durchaus gerade auch affektive Empathie: Mitgefühl und entsprechendes, angemessenes Verhalten, wie bspw. praktische, tatkräftige Hilfe, aber gerade auch emotionales Verständnis, emotionale Anteilnahme, Zuwendung.
 
Ein Mensch, der bspw. trauert oder verzweifelt ist, ist oft in vielerlei Hinsicht, phasenweise auch vollständig haltlos - beim "Handhalten", bei herzlicher, zärtlicher, feinfühliger, unaufdringlicher (!), nicht -sexueller Umarmung, Berührung geht es genau darum: jemandem nonverbal, direkt, auf kürzestem und einfachstem Weg zunächst einmal ganz physisch "beizustehen", im wörtlichen Sinne: Halt zu geben, Nähe, Wärme, Beistand, Rückhalt: emotional und körperlich. 
 
So macht man es üblicher-, richtigerweise auch mit Kindern und Erwachsenen:
Wenn sie sich verletzt haben oder traurig sind, wenn sie physischen und/oder psychischen Schmerz leiden, klärt man sie nicht als erstes rational über den zugrundeliegenden Sachverhalt, die Ursache etc. auf, sondern man nimmt sie spontan auf den Arm, in den Arm, man streichelt, beruhigt sie, gibt damit unmittelbar physische Nähe, Halt, Verständnis, Geborgenheit, Zärtlichkeit, Sicherheit. Man tut ihnen leiblich wohl.
So auch bei Kranken und Sterbenden.
 
Säuglinge und Kleinkinder sind für ihre gute, gesunde Entwicklung ohnehin essentiell auf körperliche Nähe, Wärme, Zärtlichkeit, Zuwendung, Berührung, Feinfühligkeit, Geborgenheit, auf Empathie und Mitgefühl der Bezugspersonen angewiesen.
Siehe dazu auch den Zusammenhang von Heilung und Beziehung sowie Heilung und wohltuender Berührung. Eigenes, umfassendes Thema.
 
Um Autismus, Autismusspektrumstörung besser verstehen, einordnen oder "erkennen" zu können, ist das Video von Nico durchaus hilfreich. 
 
Sehe es durchaus so, dass es einige Gemeinsamkeiten, Parallelen zwischen ASS und ADHS gibt, dass sich ADHS und ASS gerade nicht gegenseitig ausschließen. Es sind beides neuronale, neurologische Entwicklungsstörungen, es liegt bei beiden "Neurodivergenz" zugrunde, möglicherweise noch anderes, bisher Unbekanntes. 
 
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Autismus ASS - Probleme im Sozialverhalten und bei Kommunikation, autismus-verstehen de, screenshot vom 26.03.2025 Autismus ASS - Probleme im Sozialverhalten und bei Kommunikation, autismus-verstehen de, screenshot vom 26.03.2025

Autismus ASS - Probleme im Sozialverhalten und bei Kommunikation, autismus-verstehen de, screenshot vom 26.03.2025

Autismus ASS und Mangel an kognitiver Empathie, mpg, Max-Planck-Gesellschaft, screenshot vom 26.03.2025

Autismus ASS und Mangel an kognitiver Empathie, mpg, Max-Planck-Gesellschaft, screenshot vom 26.03.2025

Autismusspektrumstörung und zwanghaftes Verhalten, Zwangsstörung, Zwangshandlungen, Zwangsgedanken, researchgate net, screenshot vom 26.03.2025

Autismusspektrumstörung und zwanghaftes Verhalten, Zwangsstörung, Zwangshandlungen, Zwangsgedanken, researchgate net, screenshot vom 26.03.2025

11. September 2025
 
Nicht jedes Kind, das "picky eater" ist, ist davon betroffen, aber es kann durchaus ein Hinweis auf Hypersensibilität/Hochsensibilität und/oder ASS, Autismusspektrumstörung sein, vor allem, wenn noch weitere "Besonderheiten", Symptome seit der (frühen) Kindheit vorhanden, aber dann vielleicht noch nicht ganz offensichtlich, klar sind.
 
Meine Tochter war vom 2. bis ca. 13., 14. Lebensjahr picky eater. Im Gegensatz zu ihrem Halbbruder, der einen anderen biologischen Vater hat, aber in Gemeinsamkeit mit ihrem biologischen Vater. 
Bei Tochter bestand vom 2. bis 10. Lebensjahr außerdem ketonämisches Erbrechen.
 
Nachfolgendes habe ich ursprünglich verfasst am 29. August 2025:
 
Meine Tochter war davon betroffen: ketonämisches (acetonämisches) Erbrechen mehrmals jedes Jahr, mit 4 Klinikaufenthalten, Notaufnahme, erforderliche Infusion - im Alter von 2 bis 10 Jahren. 
Die Ursache ist medizinisch bis heute ungeklärt: warum manche Kinder das haben.
Ärzte sagten uns, es wachse sich mit der Pubertät meistens aus, so war es dann erleichternderweise auch bei meiner Tochter. 
 
Nein, es waren nicht Magen-Darm-Infektionen. Nein, es war keine "kindliche Migräne". Nein, es waren keine Nahrungsmittelunverträglichkeiten. 
Bei ketonämischen Erbrechen sind im Blut und Urin Ketonkörper nachweisbar. 
Auch stilles Wasser hat sie nicht bei sich behalten.
 
Uns wurde geraten, stilles Wasser löffelweise zu geben und Traubenzucker in sehr kleinen Stückchen zu lutschen, damit die Glucose über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Hat leider einige Male nicht geholfen - drum Notaufnahme. Es waren Infusionen mit NaCl erforderlich.
 
Warum teile ich das hier mit:
Weil ich bis damals noch nie davon gehört hatte und deshalb andere Eltern darüber informieren möchte, damit sie bei unstillbarem Erbrechen bei Kindern auch an ketonämisches Erbrechen denken und sich angemessen verhalten können.
 
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27. März 2025
 
Zur oben verlinkten br Lebenslinien Dokumentation "Leben mit ADHS: Ein langer Weg zur Diagnose"
 
Bei Heinz kommen gleich mehrere mir aus eigener Erfahrung bekannte Umstände zusammen: 
Er war Pflegekind, hat bereits im Kleinkindalter eine Trennung von der Herkunftsfamilie (biologische Eltern) erfahren, wurde dann mehrfach "hin- und hergereicht".
 
Ähnlich bei mir, ich hatte allerdings keine Heimaufenthalte, "nur" mehrere Pflegeeltern (schon seit dem Säuglingsalter) und zwei Internatsaufenthalte im Jugendalter und kenne, wie Heinz, meinen biologischen, spanischen Vater nicht, kenne aber meine biologische Mutter. 
 
Meine biologische Mutter ist selbst adoptiert, Adoptivkind gewesen, kennt ihre leibliche Mutter nicht, hat von ihrem biologischen Vater erst erfahren, als er schon verstorben war - bis dahin kannte sie ihn nur als ihren "Onkel" - und hat mit ihren Adoptiveltern sehr negative, belastende, beschädigende Erfahrungen gemacht, von denen sie mir immer wieder berichtete. 
Der leibliche Vater meiner Mutter war Alkoholiker.
 
Meine leibliche Mutter, die mich im Alter von 30 Jahren zur Welt brachte, war sehr wahrscheinlich selbst völlig überfordert mit dem Muttersein, nicht nur mit dem Alleinerziehendsein, da sie wohl selbst eine "neurologische Störung" wie ADHS und/oder eine Autismusspektrumsstörung hat und/oder ggf. weitere psychische Störungen oder Erkrankungen bei ihr vorliegen.
Meine Mutter war viele Jahre Alkoholikerin, allerdings auf "gepflegte, kultivierte" Art.
Ich bin nicht bei/mit ihr aufgewachsen, habe nur wenige Jahre mit ihr zusammengelebt. Sie hat mich mehrfach "weggegeben" - zu verschiedenen Pflegeeltern und in zwei Internate.
Meine Mutter hat ein "Messie-Syndrom" bzw. sammelt, hortet Gegenstände schon seit vielen Jahren, auch schon zu Zeiten, als sie noch deutlich jünger war.
 
Auch ich, 51-jährig, versuchte vor wenigen Jahren, mit Ende 40, noch Informationen aus meiner Pflegekindakte beim damals zuständigen Jugendamt zu erhalten, mir wurde von dort jedoch mitgeteilt, Pflegekinderakten würden nach 10 Jahren vernichtet, während Akten zu Adoptionsfällen gemäß gesetzlicher Regelgung 100 Jahre aufbewahrt werden müssen. Es gibt deshalb leider keine Akten beim Jugendamt mehr zu meiner Person ... . 
Pflegekinder sind Adoptierten gegenüber rechtlich deutlich schlechtergestellt.
 
Die weiteren Parallelen betreffen den biologischen Vater meiner Tochter, der ebenfalls Adoptivkind ist, seine leiblichen Eltern (und leibliche Geschwister) nicht kennt, seit dreißig Jahren stark substanzabhängig ist - Alkohol, Cannabis, Nikotin - und zwei Suizidversuche mit bleibenden Schäden "überlebt" ... hat.
 
Bis heute hat er keine ADHS-Diagnose, ich bin aus zahlreichen Gründen jedoch sicher, dass er ADHS hat und dass ihm die Diagnose helfen würde und ihn vor viel Schädigendem ggf. bewahrt hätte, hätte er die Diagnose schon in seiner Jugend erhalten.
Bei ihm ist aber bekannt, dass er FASD hat. Dies erfuhr ich durch Zufall - ich stieß damals auf einen Artikel in der ZEIT über FASD und sich anschließender eigener Recherche erst, als ich mit unserer Tochter schwanger war.
 
ADHS geht sehr häufig mit FASD einher bzw. umgekehrt: viele von FASD Betroffene haben - neben weiteren Symptomen, Beschwerden, Störungen - ADHS.
Und viele von ADHS Betroffene sind substanzabhängig, vor allem alkoholabhängig.
 
Meine Tochter zeigt seit ihrer Kindheit zahlreiche ähnliche körperliche, psychisch-emotionale, soziale, verhaltensbezogene "Besonderheiten", Beeinträchtigungen, Beschwerden wie ihr biologischer Vater, der diese auch bereits seit seiner Kindheit hatte, die ich hier jedoch aus Gründen des Privatsphäre-, Intimsphäreschutzes meiner Tochter nicht sämtlich detailliert nennen möchte.
 
Bei ihrem Vater ging ich lange Zeit davon aus, seine Symptome, Defizite, Beschwerden seien Folge vor allem seines Alkoholismus und seines FASD, aber siehe die Tatsache, dass ADHS bei FASD-Betroffenen sehr häufig auftritt bzw. bisher nicht bekannt ist, ob die Symptome durch das FASD verursacht sind oder ob ADHS zusätzlich vorhanden ist. 
 
Bei meiner Tochter nahm ich in deren Kindheit an, sie habe einfach "Besonderheiten", diese seien Ausdruck ihrer Persönlichkeit und einiges würde sich mit der Zeit noch entwickeln, Kinder seien verschieden in ihrer Entwicklung, ihrem Entwicklungstempo, jedes Kind habe außerdem eine eigene, individuelle Persönlichkeit, ein angelegtes, je eigenes, persönliches Wesen, Naturell, das es schon "mit auf die Welt bringt". Kein Mensch kommt als "unbeschriebenes Blatt" zur Welt.
 
Die Symptome meiner Tochter waren während ihrer Kindheit nie so stark ausgeprägt, dass ich sie für "pathologisch" hielt und ich wollte sie auch keinesfalls pathologisieren oder stigmatisieren (lassen). 
Ihre "Besonderheiten", Symptome, Beschwerden ... wuchsen sich jedoch nicht aus, sondern wurden mit der Pubertät schlimmer, neue "Auffälligkeiten" und Beschwerden kamen hinzu, andere veränderten sich und es gibt seit ca. fünf Jahren, seit ca. 2020 für uns beide zahlreiche weitere stark belastende familiäre, sozioökonomische, schulische, politische, gesundheitliche Umstände, Vorkommnisse, Widerfahrnisse ... . 
 
Es ging alles noch relativ gut, so lange meine Tochter noch nicht in der Schule (Grundschule) war, ab da wurden die Belastungen jedoch stärker, weil die Anforderungen von außen, von anderen kontinuierlich stiegen und sie dem "nicht gewachsen war". Sie war u.a. mit Ausgrenzung und Mobbing sowie später einem Absentismusverfahren und Bußgeld wegen unterstellter Schulpflichtverletzung konfrontiert sowie mit weiteren Belastungen, auch Beschwerden körperlicher Art. 
 
Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen meiner Tochter, deren Vater und meiner Mutter ist deren erhöhtes Schlafbedürfnis, sie sind alle "Eulen, Nachtmenschen, Langschläfer" (siehe Chronotypus, Chronobiologie).
Meine Tochter war dies schon als Kleinkind - im Gegensatz zu meinem Sohn und mir. 
 
Meine Tochter reagiert auch schon seit vielen Jahren auf auch ihr angenehme Freizeitaktivitäten mit einer ausgeprägten körperlichen Erschöpfung, die man ihr dann auch deutlich ansieht - sie ist dann immer sehr blass, hat Augenringe, obwohl kein Schlaf- oder Nahrungsdefizit vorliegt. 
Bisher ging ich davon aus, Ursache dieser Erschöpfungszustände sei - wie bei mir - ein Mangel an Vitalstoffen, bspw. Eisenmangel, Vitamin D-Mangel und Mangel an B-Vitaminen, was auch zutrifft, schulmedizinisch bei uns beiden bestätigt wurde.
Inzwischen denke ich jedoch, es sind bei meiner Tochter diese Vitalstoffmangelzustände nicht der alleinige Grund für ihre Erschöpfungszustände.
 
Meine Tochter hatte in ihrer Kindheit, im Alter zwischen 2 und 10 Jahren regelmäßig, mehrmals jährlich acetonämisches/ketonämisches Erbrechen.
Uns konnte von keinem Kinderarzt und in keiner Klinik - es gab deswegen vier Klinik-/Notfallaufenthalte wegen erforderlicher Infusionsgabe, nach der sich die Symptome auch jedes Mal innerhalb weniger Stunden drastisch besserten bzw. vollständig verschwunden waren: nur durch die Infusionen mit NaCL, einmal zusätzlich mit Glucose - die Ursache des ketonämischen Erbrechens genannt werden, es hieß stets, manche Kinder hätten dies, man kenne die Ursache nicht, es wachse sich meist mit der Pubertät aus.
Später hieß es von ärztlicher Seite, das ketonämische Erbrechen zeige sich bei Kindern als Vorstufe zu Migräne, sei eine Art "kindliche Migräne", meine Tochter hat jedoch auch heute keine Migräne, auch nicht ihr Vater, ihr Bruder oder ich.
 
Eine Art "Schonzeit" gab es in den Jahren, in denen meine Tochter eine Privatschule, eine Demokratische Schule, besuchen konnte, in dieser Zeit ging es ihr deutlich besser als in den staatlichen Schulen zuvor, sie hatte dort auch gute Sozialkontakte, fühlte sich wohl.
Dies veränderte sich negativ, als sie diese Schule altersbedingt verlassen musste und im Anschluss den nächsthöheren Schulabschluss an einer staatlichen Schule anstrebte, deshalb wieder eine staatliche Schule besuchte - ab da ging es ihr wieder deutlich und zunehmend schlechter, Pubertät und die Corona-Zeit kamen hinzu sowie unsere intensiv belastende Situation in materieller Armut, ohne weitere Bezugspersonen, Familie, ohne Unterstützung, Beistand, Rückhalt, Entlastung durch bspw. Kindesvater oder Großeltern, sowie durch meine eigenen chronischen körperlichen Erkrankungen und der Verschlechterung meines gesundheitlichen, körperlichen Zustands mit einhergehend erheblichen, armutsbedingten Einschränkungen.
 
Mein Sohn, der 13 Jahre älter ist als meine Tochter und einen anderen biologischen Vater hat als sie, zeigt diese Symptome, "Besonderheiten" und Beschwerden nicht, weder in der Kindheit noch später, auch ich hatte und habe sie nicht.
Aber auch mit meinem Sohn war ich seit dessen Geburt allein alleinerziehend und armutsbelastet. 
 
In keiner der beiden Schwangerschaften habe ich geraucht und/oder Alkohol getrunken, gekifft oder andere gefährliche, schädigende Substanzen konsumiert, auch keinerlei Medikamente, dies auch nicht zu Anfang der Schwangerschaften, bevor ich wusste, dass ich schwanger war. 
Ich trank zu dieser Zeit (wie auch jetzt, seit ca. 20 Jahren krankheitsbedingt) nicht einmal Kaffee oder schwarzen Tee.
 
Ich trinke grundsätzlich nie Alkohol, auch nicht zu "besonderen Anlässen", habe nur in meiner Jugend kurzzeitig (ca. vier Jahre) geraucht (Zigaretten), war lebenslang kein einziges Mal betrunken, habe seit meiner Kindheit, bis zur Schwangerschaft mit meiner Tochter regelmäßig Sport gemacht, mich im Rahmen meiner finanziellen Möglichkeiten gesund ernährt, war nie übergewichtig, habe auch keine anderen Substanzen, Drogen, Tabletten, auch keine Kopfschmerztabletten oder Ähnliches konsumiert.
 
Ich gehe inzwischen aufgrund all dessen davon aus, dass die "Besonderheiten" meiner Tochter genetisch bedingt sind, sie diese von ihrem biologischen Vater "geerbt" hat, weil er sehr ähnliche Symptome, Beschwerden etc. seit seiner Kindheit bereits hat, dies bei ihm allerdings auch wegen des FASD. 
 
Leider wurde das oben Genannte bei der Diagnostik, Diagnosestellung meiner Tochter vollumfänglich unberücksichtigt, außenvorgelassen, nicht in die Diagnostik, Diagnosestellung einbezogen.
Siehe dazu den oben stehenden Text "Wie geht man mit einer falschen Diagnose, Ausschlussdiagnose um, die sich auf eine fehlerhafte Diagnostik gründet?"
 
Zurück zu Heinz:
Es ist nachvollziehbar, dass er auf das verantwortungslose, lieblose Verhalten seiner Pflegeeltern bzw. die Überforderung und Abweisung seiner Pflegemutter und die schwere, schädigende Kindesmisshandlung seiner leiblichen Eltern mit Wut, Traurigkeit, Unverständnis reagiert.
Aber es ist anzunehmen, dass auch seine biologischen Eltern, insbesondere seine leibliche Mutter ihrerseits sehr wahrscheinlich stark "beeinträchtigt" war: "neurodivergent", dass sie selbst auch ADHS hatte und/oder zusätzlich noch weitere psychische Erkrankungen oder Störungen. 
 
Es zeigt sich ein Mal mehr, wie wichtig es ist, die Ursachen von Symptomen, Beschwerden, Störungen, Erkrankungen zu kennen, um erst dann angemessen damit umgehen und ggf. beizeiten wichtige Hilfe erhalten zu können. 
Deshalb sind zeitnahe und vor allem richtige Diagnosen unabdingbar. Auch dann, wenn physische und/oder neurologische und/oder psychische Störungen, Erkrankungen, Behinderungen angeboren und nicht heilbar, sondern ggf. nur symptomatisch behandelbar sind.
 
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09.03.2026
 
Ein Kommentierthabender schrieb unter das oben verlinkte Video, br Lebenslinien Dokumentation "Leben mit ADHS: Ein langer Weg zur Diagnose" , es sei, Zitat:
"Mutig wenn jemand sein Privatleben so öffentlich macht, könnte ich nicht und würde ich nicht machen,weil doch eine ganze Familie daran hängt."
 
Meine Replik hierauf:
Ja, das ist mir nachvollziehbar, andererseits wird sehr vieles eben erst dadurch bekannt, dass Betroffene in der Öffentlichkeit darüber sprechen, sei es Depression, Neurodivergenz (ADHS, Autismus), FASD, Sucht, mecfs, Behinderung, aber auch Vergewaltigung in Beziehung, Vernachlässigung, Erfahrungen als Pflegekind oder Adoptivkind, Armut u.a.m..
Das Private ist politisch.
Und sehr oft sind Betroffene nicht "selbst schuld", sondern sind es intensiv und langandauernd belastende Lebensumstände, die diese Menschen nicht selbst verursacht, zu verantworten haben, die zu ihrem Leid, ihrer Not führen. Verursachend sind oft belastende, zermürbende gesellschaftliche, regierungspolitische Verhältnisse, Entscheidungen, Anforderungen ... .
Vieles ließe sich bedürfnisorientierter, wohltuender, konstruktiver, sozialer gestalten.
 
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Ein anderer Kommentierender schrieb:
"Ich selbst habe die Diagnose im Alter von 51 Jahren und bin froh, meine Diagnose erhalten zu haben. Ohne Medikamente würde ich den Tag nicht überstehen."
 
Meine Antwort hierauf:
Sehr schade, dass es offenbar nur mit Medikamenten geht, denn das kann m.E. nicht der Weg, das Ziel sein, da sie nur Symptome unterdrücken, eine Art Krücke sind.
Eigentlich müssen sich die Lebensumstände ändern, siehe insgesamt bzgl., aber nicht nur Neurodivergenz. Menschen sind keine funktionalen, körper- und emotionslosen Maschinen, Objekte, sondern lebenslang bedürftig und verletzlich. Das wird im kapitalistischen System nach wie vor "kaum" berücksichtigt bzw. nur oberflächlich, pro forma. 
Siehe zu Neurodivergenz (ADHS und ASS, Autismusspektrumstörung) Barry M. Prizant.
 
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Eine weitere Kommtentierthabende schrieb:
"Wieso braucht es für alles eine Diagnose?  Ist doch ganz normales Verhalten. Wieso darf es keine verschiedenen Verhaltensweisen geben"
 
Meine Replik darauf:
Es bedarf grundsätzlich der richtigen (!) Diagnose bzw. der Kenntnis der Ursachen von Problemen, Symptomen, Beschwerden, spezifischen Verhaltensweisen und/oder Erkrankungen oder auch angeborenen, genetisch bedingten "Störungen", Beeinträchtigungen, Besonderheiten: um zu verstehen, warum ein Mensch bestimmte Verhaltensweisen oder Schwierigkeiten hat, warum es welche Unterschiede gibt (bspw. neurotypisch, neurodivergent, wie wir es heute noch so nennen), dass die Ursache ggf. nicht heilbar, weil keine erworbene Krankheit ist, sondern genetisch bedingt, dass Neurodivergenz (ADHS, ASS) keine Verhaltensstörung und keine psychische Erkrankung ist, sondern eine angeborene "Besonderheit". 

Es hilft Betroffenen sehr, zu wissen, dass sie nicht "einfach nur faul, willensschwach, disziplinlos, unsozial" usw. sind, dass sie ihre Besonderheit und einhergehende Symptome und Beschwerden nicht selbst verursacht, verschuldet haben, sondern "so geboren" sind: neurodivergent oder auch mit anderer angeborener Besonderheit oder auch Behinderung, siehe bspw. auch FASD (Alkoholspektrumstörung) u.a.m..
 
Auch bei körperlichen Erkrankungen ist es unentbehrlich, die Ursache(n) zu kennen, da nur dann, sofern möglich, richtig, wohltuend behandelt und ggf. geheilt werden kann, statt etwas durch Unkenntnis der Ursache möglicherweise noch zu verschlimmern und damit das Leid der Betroffenen zu verstärken, statt es zu mildern oder, wenn möglich, zu beheben.
 
Aber ja: Neurodivergenz ist im Grunde einfach eine "andere Art, Mensch zu sein", siehe gemäß Barry M. Prizant. :)
Allerdings brauchen Betroffene zumindest gegenwärtig noch oft eine Diagnose, damit sie nicht systematisch benachteiligt, nicht noch zusätzlich belastet werden: in Schule, Ausbildung, Studium, Beruf, Gesellschaft. Siehe wie es auch bei Behinderungen der Fall ist. 
Sie brauchen die Diagnose, damit sie bspw. bestimmte Unterstützung, hierzu den Zugang erhalten können und um ihre Symptome, Beschwerden etc. auch selbst besser, richtig einordnen, verstehen zu können.
 
Ich bin seit Jahren überzeugt, dass sehr viele obdachlose und alkoholkranke Menschen neurodivergent und/oder psychisch erkrankt sind, dass viele bspw. ADHS, Autismus oder auch FASD "haben", damit geboren, neurodivergent sind, aber im Lebensverlauf nicht die erforderliche, angemessene, bedürfnisorientierte Unterstützung erhalten haben, sondern vielfach überfordert, belastet wurden/sind.
 
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Ein anderer Kommentierthabender schrieb Folgendes:
"ADHS ist eine erfundene Krankheit der Pharma Industrie:
Das Medikament Ritalin (eine bewußtseins verändernde Droge)war schon vorher da,verkaufte sich schlecht, da hat man die dazu passende "Krankheit" erfunden. 
Ein Riesengeschäft.
Nahrungsumstellung, vor allem ohne Zucker, Sport, das wäre zu einfach und zu billig.
Könnte ja jeder.
Dann braucht man keinen Psychologen, der das diagnostiziert, keine Apotheke, und keine Pharmafirma, die ja alle subventioniert werden müssen. 
Ach ja, und keine Medien, wie den BR, die aus so einem Schwachsinn auch noch Kapital schlagen.
Bin Jg 61.
Das hats zu meiner Zeit nicht gegeben."
 
Meine Replik:
Doch, es hat zu allen Zeiten Menschen gegeben, die man abgesondert, aussortiert, ausgegrenzt hat oder die süchtig, oft alkoholkrank und/oder depressiv, reaktiv aggressiv, auch obdachlos waren, wurden, sind. Nur hat man zu früheren Zeiten das, das heute als angeborene, genetisch bedingte Neurodivergenz bekannt ist, anders bezeichnet oder Betroffenen einfach unterstellt/angehängt sie seien "faul, undiszipliniert, willensschwach, Versager, Gescheiterte, Taugenichtse". 

Wer nicht nach konservativ-autoritär-patriarchalem, heute auch kapitalistischen Menschen- und Weltbild, Vorstellungen und Anforderungen funktioniert, funktional ist (wie ein Objekt, eine Maschine), wird nach wie vor herabgesetzt, verachtet, diffamiert, beschimpft, gemobbt oder psychisch pathologisiert und sich letztlich selbst überlassen oder medizinisch als Patient lukrativ ausgeschlachtet, ja, u.a. durch Pharmaindustrie, aber auch durch Therapeuten, Psychiater, Psychologen, die immer wieder, immer noch lieber Depression, Angst- und Zwangsstörung, Soziale Phobie "diagnostizieren" als angeborene Neurodivergenz (ADHS, Autismus, aber auch FASD).
Denn angeborene, genetisch bedingte Besonderheiten und/oder Behinderungen sind nicht heilbar, lassen sich oft auch nur bedingt oder gar nicht "behandeln, therapieren", sondern betroffene Menschen brauchen jeweils angemessene, wohltuende Lebensumstände, um weitgehend selbstbestimmt und vor allem ohne zusätzliche Belastungen und Beschädigungen leben zu können - es ist also eine Sache der Gesellschaft und Regierungspolitik, weniger der Medizin.

Depression, Angst- und Zwangssötrungen, Sucht (Substanzabhängigkeit, insbes. Alkohol, Nikotin und Cannabis) können durchaus Komorbiditäten bei Neurodivergenz sein, dies aber vor allem/zumeist deshalb, weil die Betroffenen damit versuchen, ihre Symptome, Beschwerden, Belastungen zu lindern, eben weil die Lebensumstände, die von Gesellschaft, Regierungspolitik, Wirtschaft, Arbeit gestellten Anforderungen ... auf ihre Besonderheiten kaum oder keine Rücksicht nehmen und sie trotzdem gefälligst funktionieren, "Leistung erbringen" sollen - gleich, ob es ihnen faktisch möglich ist oder nicht, es wird Menschen abverlangt, auferlegt. Wer nicht spurt, wird bestraft, sanktioniert - nicht selten damit auf Raten vernichtet, siehe Entzug der Existenzgrundlage: Wohnung, Nahrung, Existenzminimum. Ja, das ist Gewalt, die der Staat tätigt. 
Sehr viele Menschen leiden darunter erheblich, nicht nur neurodivergente Menschen, genau.

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12. September 2025
 
Kommentar zum youtube-Video des BR, Sternstunden (vom 09.12.2022) - "Die Gefahr von Alkohol in der Schwangerschaft: Kinder mit FASD" 
 
Und mein Wunsch wäre, endlich über die neuesten Erkenntnisse aufzuklären: dass sich auch der Alkoholismus, Alkoholsucht des biologischen Vaters - über dessen Sperma - schädigend auf das Ungeborene auswirkt - genetische und epigenetische Wirkmechanismen.
Quellen dazu kann ich hier unter dem Video (Kommentarfunktion) leider nicht verlinken, es gibt aber mehrere, auch aktuelle Studien dazu, insbes. Zwillings-, Adoptionsstudien, die bestätigen, dass Kinder typische Symptome, Beschwerden, "Besonderheiten" haben können, obwohl die biologische Mutter in der Schwangerschaft keinen Tropfen Alkohol getrunken, auch keine Medikamente genommen, sich gesund ernährt hat, keine Infektionen während der Schwangerschaft hatte, die biologische Mutter auch nicht rauchte oder andere Drogen konsumierte, nicht übergewichtig war, keine chronischen Erkrankungen hatte - aber der biologische Vater bereits vor Entstehen der Schwangerschaft alkoholsüchtig war. 
 
Viel mehr informiert werden müsste auch darüber, dass und wie häufig Substanzabhängigkeit, insbes. bzgl. Alkohol, Nikotin und Cannabis, mit ADHS und Autismusspektrumstörung einhergeht, denn Substanzabhängigkeiten sind eine von weiteren häufig auftretenden Komorbiditäten bei ADHS und ASS.
Es müsste also weit mehr untersucht werden, wieviele alkoholkranke Menschen möglicherweise ADHS und/oder ASS "haben" bzw. neurodivergent sind. Ich bin sicher, auch unter obdachlosen Menschen werden viele von ADHS und/oder Autismus oder FASD betroffen sein. Noch immer wird das jedoch nicht systematisch untersucht und noch immer wird auch bei Suizidversuchen, suizidalem Verhalten nicht von behandelnden Ärzten, in Kliniken (Psychiatrien) untersucht, ob die betroffene Person neben Depression und Alkoholismus ggf. auch ADHS haben oder Autist sein könnte. Obwohl auch hier bereits bekannt ist, dass beide neuronalen Entwicklungsstörungen mit erhöhtem Suizidrisiko, auch vollzogenen Suiziden einhergehen. 
 
So lange Menschen nicht wissen, dass/ob sie bspw. neurodivergent sind oder FASD haben, werden ihnen nicht die erforderlichen Hilfen, Unterstützung etc. angeboten oder vermittelt - sie bleiben sich selbst überlassen und werden durch die Substanzabhängigkeit über Jahre und Jahrzehnte auch physisch chronisch krank und/oder suizidieren sich. 
 
Der Weg zur Diagnose FASD, ADHS und/oder ASS ist aber auch heute noch immer ein zumeist sehr langer - dauert mehrere Jahre und einige Betroffene erfahren es aus o.gen. Gründen nie, halten sich dann für "falsch, dumm, Versager", ziehen sich zurück, vereinsamen, werden/bleiben süchtig, werden körperlich krank oder vollziehen Suizid. All dem könnte man vorbeugen, wenn es ausreichend Diagnostik und entsprechende Anlaufstellen - ohne jahrelange Wartelisten für Diagnostik - gäbe. 
 
Es müsste im Übrigen viel mehr qualitativ gute Angebote für sowohl ambulant betreutes Wohnen als auch betreute Wohngruppen, Wohngemeinschaften (bspw. auch für Senioren mit auch integrierter Pflege) geben. Das müsste entsprechend finanziell unterstützt, gefördert werden.
 
Für angemessene Prävention, auch bspw. das Beheben materieller Armut und einhergehenden zahlreichen, bekannten Belastungen und Folgen - wie bspw. Ausgrenzung, wenig Selbstbestimmung, Selbstwirksamkeit, Resilienz, eine sehr kleine, enge, triste Welt, infolgedessen vieles zu erleben, erfahren, auszuprobieren nicht möglich, dadurch geringes Selbstwertgefühl, soziale Deprivation und Isolation u.a.m. - wäre entsprechende Sozialpolitik (Regierungspolitik) erforderlich.
 
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01.04.2025
 
Zu oben verlinktem Video des wdr - "Alkoholkinder - Behinderung durch Alkohol in der Schwangerschaft", zu FASD:
 
Kinderarzt Prof. Hans-Ludwig Spohr bei ca. Min. 23:22:

"Es wimmeln erwachsene Alkoholsyndrome, die nicht diagnostiziert sind und die landen in der Psychiatrie (...) oder sie wandern in´n Knast."

Oder geraten in die Obdachlosigkeit. Meine Rede seit Jahren.
Und warum wird FASD nach wie vor kaum - richtig oder überhaupt - diagnostiziert:
Weil es nicht lukrativ ausschlachtbar ist, Medizin, Pharmaindustrie und weil Alkohol eine "Volksdroge" ist.
Mit gravierend schädigenden Folgen für nicht nur Alkoholkranke.
 
Wieviele Alkoholsüchtige, Alkoholiker, Alkoholkranke haben nicht "nur" ADHS, sondern selbst auch FASD?
Und umgekehrt: Wieviele von FASD Betroffene werden selbst zu Alkoholikern?
Alkohol ... .
 
Ganz ehrlich: Wer würde das so leisten und unter solchen Umständen so lange durchhalten wie Jenny?! Sie kämpft sich doch seit Jahren durch und gegen ihre eigene Vorbelastung tapfer an: mit drei Kindern, wovon zwei FASD haben und sie selbst, Jenny, auch davon betroffen ist, unter FASD seit ihrer Geburt leidet, sich das auch nicht ausgesucht hat, selbst eine offenbar extrem belastende, beschädigende Kindheit hatte.
Auch wenn alle, Jenny und die drei Mädchen, "gesund" wären, wäre es schon eine immense Belastung: alleinerziehend (?!) mit drei Kindern, wahrscheinlich auch mittellos, wie zahlreiche Alleinerziehende es sind, deren Sorge-Arbeit nicht als Arbeit anerkannt, schon gar nicht angemessen und existenzsichernd entlohnt wird: Sorge-Gehalt.

Der Spruch des Jugendamtsachbearbeiters am Schluss: "Halten Se durch." ist unfassbar plump, unempathisch. Sie w i l l es ja und tut es seit Jahren, aber was, wenn s i e nicht mehr kann?! Und doch alles erträgt, durchhält, versucht, darum kämpft, um ihre Töchter "behalten", mit ihnen gemeinsam gut leben zu können - mit einer solch schweren Last!
Warum kann es da nicht mehr, bessere ambulante Hilfen oder spezielle WGs geben? Warum nur Sorgerechtsentzug oder Pflegeeltern?
Hat ihr die Therapie beim Psychiater nicht geholfen, falls nein, warum nicht - darüber erfährt man nichts mehr in der Doku. Hat ihr Methylphenidat geholfen oder nicht?
Die Doku ist aus 2018 - wie geht es Jenny und den Kindern heute?
 
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01.04.2025
 
FASD, Spiegel-Doku "Alkohol während der Schwangerschaft: Das lebenslange Leiden der Kinder"
 
"Angies Hirnschädigung wäre zu 100 Prozent vermeidbar gewesen, wenn ihre leibliche Mutter nicht getrunken hätte."
 
Auch hier frage ich mich bzgl. dieses Schlussatzes:
Wie schlecht ging es aus welchen Gründen Angies leiblicher Mutter?! 
 
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"(...) Noch deutlicher überlappen sich die funktionellen Auffälligkeiten. Probleme in Sprache, Feinmotorik, Lern- und Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit oder in den räumlich-visuellen Fähigkeiten, – sie alle finden sich sowohl beim FAS als auch bei einer ADHS. Einige Experten sind deshalb der Ansicht, dass hinter der ein oder anderen ADHS-Diagnose ein fetales Alkoholsyndrom steckt. Dr. Peters forderte ausdrücklich dazu auf, beim Vorliegen der einen Diagnose immer auch die Diagnostik der anderen Erkrankung vorzunehmen. (...)
 
Im Gegensatz zum fetalen Alkoholsyndrom, bei dem die meist irreversiblen Schäden toxisch durch intrauterine Alkoholexposition zustande kommen, ist die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung eine teils genetisch bedingte Neurotransmitterstörung. Aus Studien geht hervor, dass Personen mit ADHS ein deutlich höheres Risiko für Abhängigkeiten tragen, vor allem für Substanzen wie Alkohol. (...)"
 
https://www.medical-tribune.de/medizin-und-forschung/artikel/fetales-alkoholsyndrom-von-adhs-abgrenzen
FASD und Alkoholismus, Alkoholkonsum des biologischen Vaters
 
"So hätten zum Beispiel bis zu 75 Prozent der Kinder, die mit einer fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) auf die Welt kommen, einen Alkoholiker als biologischen Vater. FASD könne den Forschern zufolge sogar auftreten, ohne dass die Mutter je Alkohol getrunken habe."
 
https://www.aponet.de/artikel/lebensstil-des-vaters-beeinflusst-baby-10231
Bild der Wissenschaft, wissenschaft de - "Suchtanfällligkeit: vom Vater geerbt?", Artikel vom 30. Mai 2017, screenshot vom 31.08.2025

Bild der Wissenschaft, wissenschaft de - "Suchtanfällligkeit: vom Vater geerbt?", Artikel vom 30. Mai 2017, screenshot vom 31.08.2025

15. Mai 2025
 
Nachfolgend ist mein Kommentar zu oben verlinktem Artikel vom 09. April 2025 von Stephan Schleim - "ADHS-Medikamente für Erwachsene verdreifacht" einkopiert.
 
"Hallo Herr Schleim,
 
auch ich bin durch Ihre Artikel über Depression und Antidepressiva auf Sie aufmerksam geworden und teile Ihre diesbezüglich kritische Haltung, stimme auch der Begründung zu: vor allem sind es äußere Faktoren, stark, oft auch langandauernd belastende Lebensumstände und fehlende Selbstwirksamkeit, die u.a. Depression verursachen.
 
Bei ADHS wie auch ASS (Autismusspektrumstörung), die heute beide als angeborene, erbliche Störungen, Neurodivergenz gelten, sind Depression, Angst- und Zwangsstörungen, auch Suchterkrankungen bekannte, häufige Komorbiditäten.
 
Wenn durch insbes. Zwillingsstudien nachgewiesen ist, dass trotz auch sehr unterschiedlicher "Erziehung", Sozialisation, sozioökonomischen Verhältnissen, Lebensumfeldern Menschen ADHS und/oder ASS "haben", neurodivergent sind, scheint es sich doch um eine genetische Ursache zu handeln?
So auch, wenn bspw. zwei Kinder im selben Haushalt aufwachsen, es aber "Halbgeschwister" sind, d.h. die biologische Mutter ist dieselbe, der biologische Vater aber ein jeweils anderer und eines der beiden Kinder "hat" ADHS und/oder ASS, so auch dessen biologischer Vater, das andere Kind, mit anderem biologischen Vater, hat es nicht.
 
Grundsätzlich "entwickelt" man weder ADHS noch ASS im Lebensverlauf, sondern entsprechende, bestimmte Symptome, "Besonderheiten" im Verhalten und der Entwicklung (u.a. motorisch, sozial) sowie spezifische Beschwerden, Verhaltensweisen und Auffälligkeiten, u.a. motorische, kognitive, soziale Entwicklungsverzögerungen, u.a. auch das Ess-, Schlafverhalten betreffend, außerdem ausgeprägtes Prokrastinieren, erhebliche Probleme bei selbständiger Strukturierung (Alltag ...), ausgeprägte Antriebslosigkeit, Trägheit, Passivität, Interesselosigkeit bzw. nur stark eingeschränkte, spezifische Interessen, repetitives Verhalten, mangelnde Fähigkeit, sich verantwortungsvoll sich selbst und anderen gegenüber zu verhalten (bspw. bzgl. Körperpflege, Ernährung, Sozialverhalten, risikoreiches Verhalten im Straßenverkehr etc.), Mangel an kognitiver und/oder emotionaler Empathie, pathologisches Horten bzw. Messie-Syndrom, siehe dazu oben schon genannte weitere, ebenfalls häufig auftretende Komorbiditäten, siehe auch in der Kindheit bereits auftretende weitere, mehrere "Besonderheiten", Auffälligkeiten, die sich in der Pubertät oder Adoleszenz nicht "auswachsen", nur ggf. verändern, siehe dazu auch das erlernte Masking/Camouflaging der Betroffenen, wenn sie der Kindheit entwachsen sind - all das deutet m.E. darauf hin, dass es eine genetische Ursache gibt, insbes., wenn bei leiblichen Eltern und/oder Geschwistern ebenfalls ADHS und/oder ASS vorhanden sind, auch dann also, wenn die leiblichen Verwandten nicht miteinander aufgewachsen sind/leben, sondern bspw. die Kinder in unterschiedlichen Adoptivfamilien, diese Kinder aber jene spezifischen "Auffälligkeiten, Besonderheiten", Symptome, Entwicklungsstörungen, Beschwerden aufweisen wie ihre leiblichen/biologischen Eltern.
 
Allerdings bin auch ich überzeugt, dass wie bei Depression so auch bei ADHS und ASS Medikamente nicht effektiv, dauerhaft hilfreich, insbes. nicht heilsam, leider häufig jedoch intensiv nebenwirkungsreich sind, sondern Menschen generell wohltuende Lebensverhältnisse benötigen, statt dauerhaft oder auch lebenslang belastende oder sogar beschädigende, dies in Bezug auf insbes. materielle Armut, sichere materielle Existenzgrundlage, gesunde, bedürfnisorientierte Wohnverhältnisse sowie Arbeit, Ernährung, soziokulturelle Teilhabe, Zugehörigkeit, Anerkennung, Wertschätzung, mehrere vertraute Bezugspersonen - statt bezahlten, vermeintlich professionellen Betreuungspersonals, Fremdbetreuung/Auslagerung in diverse Einrichtungen.
Ich denke, an dem soeben Genannten mangelt es zahlreichen Menschen, aufgrund der nach wie vor verbreiteten Lebensformen, gesellschaftlichen Konventionen, regierungspolitischen Vorgaben und einhergehender Einschränkungen, Fremdbestimmungen, siehe bspw. nicht sinnstiftende, nicht gemeinwohlförderliche und/oder nicht existenzsichernd entlohnte Lohnarbeit/Erwerbstätigkeit (inkl. working poor, Maloche und bullshitjobs, mit Verweis auf David Graeber), Ehe und Kleinfamilie, Fremdbetreuung/Auslagerung, Einsamkeit, soziale Isolation, Suchterkrankungen, materielle Armut, diese auch infolge von chronischer physischer und/oder psychischer Krankheit sowie Alter, alters-, krankheitsbedingten erheblichen Einschränkungen bspw. der Mobilität u.a.m..
 
Ich denke, "Schicksalsschläge", Widerfahrnisse (mit Verweis auf Wilhelm Kamlah) können zwar durchaus traumatisierend sein, auf diese haben wir allerdings zumeist "wenig" bis keinen Einfluss und auch diese wird man mittels Medikamenten nicht bewältigen; anders verhält es sich mit den menschengemachten, oft belastenden bis global nachweislich destruktiven Lebensumständen bspw. bzgl. der Art zu wirtschaften, Handel zu treiben, zu produzieren, zu arbeiten, zu wohnen, zu essen, die Freizeit zu "gestalten", Bewegungsmangel u.a.m.. Hier wäre daher anzusetzen, was mit nicht nur einem "Bewusstseinswandel" in der Bevölkerung einhergehen bzw. dieser vorausgehen müsste, sondern vor allem mit entsprechenden gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen, der Gestaltung von Gesellschaft, Gemeinschaft, der Art der Arbeit, des Wohnens, der Beziehungen etc..
Konstruktive, wohltuende, prosoziale Konzepte gibt es ja bereits, bspw. bezüglich Architektur, Infrastruktur, Städtebau, siehe außerdem cohousing, Sozioktratie (systemisches Konsensieren, Konsentprinzip, statt Mehrheitsprinzip), Gemeinwohlökonomie, Parecon, Commons/Commoning, Postwachstum (degrowth), Postkapitalismus u.a.m.. Leider weiß die vielzitierte Mehrheit von all dem nichts, erfährt es nicht via Schule und/oder mainstream-Medien, kennt es nicht und/oder hat gerade deshalb, aufgrund von Unkenntnis, Vorbehalte.
 
Viele Grüße
Sabeth"
 
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