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Lebenskunst für Laien

Sabeth schreibt Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus - non serviam.

Elternrechte, Mutterrechte, Mütterrechte - haben Eltern, Mütter, Alleinerziehende gegenüber ihren jugendlichen und volljährigen Kindern Rechte?

 
26. Februar 2025
 
Nochmal zu regretting motherhood:
 
Mein Problem ist weniger das Muttersein, die Mutterschaft als das Verhalten der pubertierenden und volljährigen, adoleszenten, erwachsenen Kinder, das allein Alleinerziehendsein: ohne weitere Bezugspersonen für die Kinder und mich und die materielle Armut. Seit drei Jahrzehnten. 

Cohousing und wertschätzendes, existenzsicherndes Sorge-Gehalt für unentbehrliche Sorge-Arbeit, statt Ehe, Kleinfamilie und strafbewehrtes "Bürgergeld"!
Frauenrechte, Mütterrechte, Mutter- und Kindeswohl, Gemeinwohl statt Patriarchat, Androkratie, Kapitalismus, Konservatismus.
 
Erwachsene Kinder können und sollen durchaus erkennen und respektieren, dass eine Mutter auch eine Frau, ein Mensch, Subjekt, Individuum, eine Persönlichkeit mit Bedürfnissen, Grenzen, Sorgen, Nöten, einer Biographie ist - keine eierlegende Wollmilchsau, keine Heilige, keine Magd, kein Versorgungsobjekt, -automat.
 
Freue mich über jede Frau, Mutter, die ehrlich, offen, öffentlich mitteilt, warum sie Muttersein, Mutterschaft "bereut" bzw. aus welchen Gründen! sie worunter wie leidet. 
 
Kinder können sich ihre Eltern nicht aussuchen - Eltern sich ihre Kinder auch nicht. Denn nein, es ist gerade nicht alles oder das meiste "Erziehung" und "Vorleben, Beispiel geben" - gemäß meiner Beobachtung und nicht nur, aber auch persönlichen Erfahrung wiegt die genetische Anlage deutlich schwerer.
 
Und sprechen wir doch gerne auch offen und ehrlich über die körperlichen "Aspekte" - über bleibende "Beeinträchtigungen" bis Beschädigungen der Frau, der leiblichen Mutter durch Schwangerschaften und Geburten, wie bspw.:
durch Stillen und/oder schlechte Milchpumpe dauerhaft zerstörtes Brustgewebe, schlecht gesetzte und/oder genähte Dammschnitte, Dammnaht und Folgen dessen, Beckenbodensenkung, Gebärmuttersenkung, Zystozele, Rektozele durch vaginale Geburten (nicht durch Übergewicht!) und Folgen dessen ... u.a.m..
 
Es geht bei all dem oben Genannten also nicht um "nur" ästhetische, äußerliche, etwaig "oberflächliche" Beeinträchtigungen, Veränderungen, sondern um dauerhafte körperliche Beschädigungen, die sich gravierend - einschränkend, belastend ... - auf das Leben, den Alltag der betroffenen Frau, Mutter auswirken.
 
Biologische Väter, Männer haben all diese durch Schwangerschaften, Geburten und Stillzeiten verursachten und nicht selten dauerhaften, bleibenden Beeinträchtigungen, physischen und psychischen Belastungen, Beschädigungen bekanntlich nicht.
 
Ich frage mich seit etlichen Jahren, wieviele andere ledige, allein alleinerziehende, deshalb mittellose Frauen, Mütter es in Deutschland gibt: ohne familiäre und kindesväterliche Fürsorge, Verantwortung, ohne weitere Bezugspersonen und: wie sie das seit wievielen Jahrzehnten (!) ertragen: ?
All diese Frauen, Mütter leisten diese unentbehrliche, gemeinwohlförderliche Arbeit: "häusliche" Sorge-Arbeit (sogenannte Reproduktionsarbeit): unbezahlt, ohne Einkommen.
Und sie müssen um basalste Unterstützung und ihr Existenzminimum betteln und kämpfen. Siehe "Bürgergeld", Sanktionen, Druck, Zwang, Kontrolle, Dressur, Strafe - Kürzen und sogar vollständiger Entzug des basalsten Existenzminimums - der Existenzgrundlage!
 
Von all diesen - mehrheitlich - Sorge-Arbeit leistenden Frauen dürfte keine einzige im strafbewehrten, Menschen kriminalisierenden "Bürgergeld"-Vollzug, siehe Sanktionen, sein! Sie haben, leisten alle längst gemeinwohlförderliche, wichtige Arbeit, sie sind nicht arbeitslos!
 
Wer pflegt eure kranken Kinder, Eltern, euch selbst?
Wer tröstet, sorgt, organisiert, putzt, wäscht, kocht, hält, streichelt, befriedigt euch: patriarchale, konservativ-autoritäre, über Einfluss, Geld, Vermögen verfügende Männer?
Wer definiert weshalb, was Arbeit ist?
 
Arbeit für das Gemeinwohl leisten etliche Frauen, Mütter: durch unbezahlte SorgeArbeit - kein Einkommen. Die Ehe hält Frauen, insbes. wenn sie Kinder haben, von Männern in wirtschaftlicher, finanzieller Abhängigkeit. Patriarchat, Androkratie.
Und dann kommen vermögende, patriarchal-autoritäre, kinderlose und/oder verheiratete Männer, die in ihrem Leben noch nie je und schon gar nicht a l l e i n e Sorge-Arbeit geleistet haben, und diffamieren dich als "Arbeitsverweigerer" und entziehen dir die basalste Existenzgrundlage. "Bürgergeld", Vollsanktion.
 
Um das klarzustellen: Die weltweit von Frauen (angeborenes, biologisches Geschlecht Frau) ohne Einkommen geleistete unentbehrliche Sorge-Arbeit, Care, ist tausendmal wichtiger für das Gemeinwohl als die Tätigkeit von Bundestagsabgeordneten, MdB.
 
Wieviele vermögende Männer, Politiker, MdB, Regierungsmitglieder, insbes. Männer in der CDU, CSU, AfD, FDP haben wieviele Jahre täglich, auch nachts, alleine bedürfnisorientiert-fürsorglich Sorge-Arbeit für wieviele Kinder u n b e z a h l t, ohne Einkommen geleistet?
Patriarchat, Androkratie, Kapitalismus.
Staat. Macht. Gewalt. Armut. Frauenarmut, Kinderarmut, Altersarmut. 
 
Was ist das für eine beschissene Welt, in der Menschen sichere Existenz haben, frei von Armut sind, Lebensqualität erlangen, nicht durch einen guten Charakter und gemeinwohlförderliche Arbeit, sondern indem sie andere übervorteilen, knechten, ausbeuten, lügen, betrügen, zerstören.
 
Warum stört die gegen mittellose Menschen im "Bürgergeld"-Vollzug Hetzenden rechts nicht, dass pervers Superreiche, die n i c h t durch "Arbeit, Leistung, Fleiß" zu ihrem Vermögen gelangten, arbeitende Menschen global ausbeuten, verhöhnen, verlachen?
 
Was bleibt von einem Menschen übrig, wenn er nicht mehr reich, vermögend ist, keine Posten, Titel mehr hat, wenn er nackt ist?
Was bleibt von einer Person übrig, wenn ihr alle Titel, alles Vermögen, sämtliche Statussymbole genommen werden, verlustig gehen - welcher Mensch, welche: Persönlichkeit?
 
Ich bin "armutsbetroffen", d.h. von, durch materielle Armut belastet, beschädigt: seit 38 Jahren, seit meinem 13. Lebensjahr - als Jugendliche, Schülerin, Azubi, Jobbende, Schwangere, Mutter, Studentin, Sorge-Arbeit-Leistende, alleinerziehende, ledige Frau.
Bildung schützt vor Armut nicht!
Arbeit schützt vor Armut nicht!
Armut = Gefängnis.
Armut tötet: Menschen.
 
W e i l du Frau, ledig, alleinerziehend, nicht vermögend bist und dich weder in Maloche noch bullshitjobs verheizen lässt, wirst du vom Staat, von Regierungen, im Kapitalismus, Patriarchat mit Armut b e s t r a f t.
 
Wie verhält es sich mit "Anerkennung von Lebensleistung" all der Menschen, die arm, krank, versehrt, oft seit Kindheit vielfach belastet ihr Leben ertragen, bewältigen? Wann erhalten diese von Gesellschaft und Regierung, Regierenden, Wertschätzung: welche?
 
Wenn du in diesem Staat nicht erwerbstätig bist - um jeden Preis, auch arbeitend, alleinerziehend, chronisch krank, behindert, mit geringem oder keinem Einkommen, somit in Armut bleibend, working poor, ausgebeutet, verheizt, ohne Wohlstand - wirst du be-, misshandelt wie ein Verbrecher.
 
Im Kapitalismus werden Menschen wie/als funktionale, funktionalisierbare, instrumentalisierbare Objekte be-, misshandelt. - Menschenwürde? Ethik? Verantwortung: die Regierende - eigentlich - zu tragen haben! ?
 
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27. Februar 2025
 
regretting motherhood - die Mutter als Sündenbock, Hassobjekt, Frustableiter 
 
Als Mutter bist du halt für alle der Fußabtreter: Du erhältst weder von den Kindern noch der Gesellschaft, schon gar nicht von Politik, Regierungen Wertschätzung, deine ohne Einkommen geleistete Sorge-Arbeit wird als essentielle Arbeit nicht einmal anerkannt, du erhältst für diese unentbehrliche, unersetzliche Arbeit kein existenzsicherndes Sorge-Gehalt, wirst als "Hausfrau" herabgewürdigt, verhöhnt.
 
Wenn die Kinder Probleme haben, "schwierig sind", wird stets und grundsätzlich der Mutter die Schuld gegeben, mindestens insgeheim Misstrauen, Argwohn gegen sie gehegt, dies jedoch kaum je gegen den Vater.

Wenn der Vater "säumig" ist, interessiert das niemanden, meistens auch die Kinder selbst nicht oder sie behaupten es zumindest, keiner bezeichnet diese Männer, "Väter" als "Rabenväter".
 
Von dir als alleinerziehende, mittellose Frau, Mutter erwarten die Kinder völlig selbstverständlich, dass du für sie nahezu alles opferst, aufgibst, entbehrst - eigene Bedürfnisse, Wünsche, Interessen ... - dass du permanent deine physischen und psychischen Grenzen missachtest, dass du gefälligst alles für ihr physisches und psychisches Wohlergehen tust, leistest, darum bemüht bist und kämpfst, über Jahrzehnte dafür Verzichte leistest, selbst physisch, sozial und emotional auf der Strecke bleibst, auch bis zum Zusammenbruch, "Mütterburnout" ..., dass du auch all deinen Ärger, deine Enttäuschungen, Sorgen, Nöte für dich behältst, jedenfalls deine pubertierenden, jugendlichen, volljährigen, adoleszenten, erwachsenen Kinder damit nicht belästigst (!) - aber von ihrem biologischen Vater erwarten sie all das nicht, null.
 
Und wenn du dir dann irgendwann erlaubst, doch mal Tacheles mit deinen volljährigen Kindern zu reden, entgegnen sie, sie hätten dich um all das nicht gebeten, du seist an deinem Elend selbst schuld und/oder sie erklären dich für psychisch krank.
Kein Vorwurf gegen den "säumigen" Vater.
 
Der "säumige", verantwortungslose, feige, bequeme, egomane biologische Vater, der sich seiner Verantwortung und Fürsorge gegenüber seinem Kind entzogen hat, der keine Sorge-Arbeit und keine Verzichte für sie geleistet hat, wird geschont, oft auch verklärt, idealisiert. Patriarchat. Misogynie.
 
Selbst wenn du abtreiben, einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen willst, musst du dich pflicht"beraten" lassen, dein Selbstbestimmungsrecht wird dir entzogen, der Schwangerschaftsabbruch kriminalisiert, unter Strafe gestellt und patriarchal-autoritäre, androzentrische, konservative, kapitalistische Menschen, mehrheitlich Männer, sogenannte "Lebensschützer", stellen das "Existenzrecht" eines Embryos - der weder über ein Bewusstsein noch Schmerzempfinden noch über Grundrechte, Persönlichkeitsrechte, Menschenrechte verfügt, eben da er gemäß Rechtslage und empirischer Evidenz weder geborener Mensch noch Person mit entsprechenden Rechten, Bewusstsein u.a.m. ist - über die Existenz, Grundrechte, Selbstbestimmung und das Leid der geborenen Frau, Schwangeren.
 
Oft sind das dieselben Leute, die dir, wenn du die Kinder bekommen, geboren, alleine in Armut umsorgt hast, entgegenrotzen, du hättest sie besser abtreiben sollen bzw. rhetorisch fragen: "Warum hast du nicht abgetrieben?!" oder dreister noch: "Du bist unfähig, zu verhüten." und "Menschen wie du sollten keine Kinder kriegen dürfen." sowie anderes Ähnliche mehr. 
 
Mir wurde vor vielen Jahren, als ich 19-jährig erstmalig - damals mit meinem Sohn - alleinerziehende Mutter wurde, beim Wohnungsamt vom Sachbearbeiter wörtlich gesagt: "Mensch Mädchen, warum hast du denn nicht geheiratet?!"
Diesen Satz werde ich nie vergessen. Er sagt im Grunde alles aus. Alles.
Nein: Hier keine Ehemagd. 
 
Aber ganz gleich, was und wie du es machst: d u bist als Alleinerziehende, als Mutter, als Frau immer die Schuldige für die anderen. Weil es so bequem für s i e, ihren Selbstbetrug ist und weil es so lange schon Tradition hat: Mutterhass. Frauenhass. Patriarchat
 
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12. März 2025
 
Meine Mutter verhält sich mir gegenüber, wie es schon mein Sohn seit seinem 16. Lebensjahr tut, wie es seit Jahren auch meine Tochter tut und wie es auch mein letzter Ex-"Partner" tat: mich benutzend, ausbeutend als "eierlegende Wollmilchsau", als Versorgungs-, Befriedigungs-, Bedürfnis- und Wunscherfüllungsmaschine, als Gebrauchsgegenstand, Objekt - a l l e s ständig völlig selbstverständlich nehmend, n i c h t s zurückgebend: keinerlei angemessenes, übliches Sozialverhalten, keinerlei Wertschätzung, keinen emotionalen und/oder sozialen oder praktischen, tatkräftigen, auch alltagsbezogenen Beistand, Unterstützung, Entlastung, Rückhalt, keine liebevolle Fürsorge, keine Verantwortungsübernahme - kein Mitgefühl. 
 
Niemand tröstet dich, niemand hält, stärkt dich: emotional, sozial oder auch körperlich, gesundheitlich, niemand tut dir empathisch, ohne Kalkül wohl, etwas Gutes, niemand umsorgt dich liebevoll, niemand macht dir mal eine kleine Freude. N i c h t s.
Du wirst benutzt wie ein Gerät, das gefälligst permanent und jahrelang, inzwischen Jahrzehnte lang für mehrere andere Menschen nach deren Vorstellungen, Erwartungen, Bedürfnissen und Wünschen zu funktionieren hat, du darfst keine eigenen Bedürfnisse, Wünsche, Erwartungen, Sorgen, Nöte, Schmerzen haben, sie nicht äußern, kein Mitgefühl und Sozialverhalten erwarten oder gar einfordern, du hast nur schweigend, devot, kritiklos zu funktionieren: für andere mitfühlend, bedürfnisorientiert-fürsorglich, verantwortungsvoll, gewissenhaft, verlässlich zu a r b e i t e n, für deren physisches, psychisches, soziales, emotionales Wohlergehen zu s o r g e n, du darfst umgekehrt aber nichts von all dem von diesen Menschen erwarten und erhältst auch nichts von all dem von ihnen.
 
Wenn du dann r e a k t i v aggressiv wirst, weil du all das und all die Jahrzehnte währenden physischen und psychischen, auch existenziellen Belastungen, Sorgen, Nöte und die e t l i c h e n armutsbedingten Entbehrungen nicht mehr ertragen, all das irgendwann schon rein körperlich nicht mehr bewältigen kannst, dann werfen diese Menschen dich auf den Müll - wie einen alten, schmutzigen, hässlichen, nutzlosen Putzlappen.
Du bist ihnen recht: so lange du für sie nach ihrem Willen und ihren unreifen, egomanen, ignoranten Vorstellungen all das klaglos, schweigend und völlig anspruchslos leistest - sobald du jedoch Kritik äußerst und von ihnen prosoziales, fürsorgliches, verantwortungsvolles, empathisches, mitfühlendes Verhalten, Agieren erwartest, w e i l sie dazu durchaus in der Lage sind oder waren (altersbedingt, körperlich, psychisch, gesundheitlich, kognitiv), wirst du "entsorgt", weggeschmissen: wie ein kaputtes, nicht mehr f u n k t i o n a l e s, irreparables G e r ä t, wie ein nicht mehr brauchbarer, nicht mehr nutzbarer G e g e n s t a n d, wie lästiger, abstoßender Dreck. 
 
Ich habe das mehr als drei Jahrzehnte "mitvollzogen", zugelassen - jetzt ist definitiv Schluss damit, denn:
Ich bin nicht devot, keine Masochistin, keine Märtyrerin, kein Opferlamm, keine "heilige Mutter Theresa", ich habe kein "Helfersyndrom" - ich bin, wie alle anderen auch, ein bedürftiger, verletzlicher, überdies selbst schon in/seit der Kindheit vielfach beschädigt worden seiender, empfindsamer, feinfühliger, mitfühlender, verantwortungsvoller Mensch - ein Subjekt, Individuum, eine Persönlichkeit, eine Frau. Kein benutzbares Ding.
 
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29. März 2025
 
Zu oben verlinktem Video von psychologeek, Riccardo Frink - "Toxische Eltern - Wie sie dein Leben zerstören!"
 
Wie wäre es zur Abwechslung mal mit einem erwachsenen ;) Video zu verbreitetem Elternbashing, vor allem Mütterbashing, Mutterhass, patriarchalen, androzentrischen Verhältnissen, zu Maskulinismus, sogen. Väterrechtlern, zu Mütterburnout, zu den Belastungen mittelloser Eltern - Elternsein, Muttersein, Alleinerziehendsein in materieller Armut, welche Folgen all das jeweils für Kinder, Eltern, bzgl. Armut weltweit zumeist Mütter hat ... ?
 
Und/oder ein informatives Video zu Eltern, die neurodivergente Kinder haben - siehe bspw. ADHS, Autismusspektrumstörung - und wie sich das auf den elterlichen Umgang mit den Kindern auswirkt, welche zusätzlichen Belastungen damit für Eltern einhergehen? Vor allem, wenn man weiß, wieviele von ADHS und/oder ASS Betroffene oft Jahre oder Jahrzehnte keine oder eine falsche Diagnose erhalten, Eltern, Familien, Betroffene also gar nicht wissen, was Ursache ihrer Symptome, Beschwerden, ihres Verhaltens, auch ihrer Komorbiditäten, wie bspw. Substanzabhängigkeiten ... ist.
 
Und wie wäre es mit einem Video, das deutlich macht, dass und aus welchen Gründen kein Mensch auf dieser Welt alleine Fürsorge und Verantwortung für ein oder mehrere Kinder tragen müssen sollte, schon gar nicht in materieller Armut, dass und warum es für Kinder und Erwachsene grundsätzlich mehrerer vertrauter Bezugspersonen im nahen Umfeld (!) - nicht bezahlten Betreuungspersonals/Fremdbetreuung/Auslagerung zwecks "Zeit für Lohnarbeit" - bedarf, dass und warum Ehe und Kleinfamilie das nachweislich oft nicht sind, "bieten", welche Alternativen es gibt, die es zu fördern gälte, bspw. cohousing?
 
Wie wäre es mit einem Video, in dem genannt wird, dass Eltern, die ihre Kinder vernachlässigt und/oder misshandelt haben, zumeist, wenn nicht sogar und sehr wahrscheinlich immer selbst schlecht, beschädigend aufgewachsen sind, behandelt wurden und/oder selbst unter Neurodivergenzen, Substanzabhängigkeiten und/oder psychischen Störungen oder Erkrankungen leiden - was uns wieder dazu bringt, dass und warum Ehe, Kleinfamilie, Alleinerziehendsein, Fremdbetreuung keine Lösung, Entlastung, Unterstützung, Rückhalt, Stärkung, sondern zumeist zusätzliche Belastung sind, denn es bedarf mehrerer Bezugspersonen in räumlicher Nähe, Bezugspersonen idealerweise unterschiedlichen Alters und Geschlechts.
So, wie Menschen früher lange Zeit zusammenlebten: in Clans, in matrilinearen, matrifokalen Lineages - also nicht in patriarchaler Ehe, Kleinfamilie.
Auch wurden nie zuvor bestimmte Menschen, "Menschengruppen" in diverse Einrichtungen zur Fremdbetreuung ausgelagert: Kinder, alte, kranke, behinderte, sterbende Menschen bspw. - wie wir es heute tun, Sorge-Arbeit auslagern, um mehr "Zeit" für Lohnarbeit zu haben, weil unsere Gesellschaft, Politik das so fordert - und was dabei wie auf der Strecke bleibt, welche Schäden auch und gerade das verursachen kann.  
 
Ja, die Dinge sind häufig komplexer als sie auf den ersten Blick erscheinen und/oder als es vielen bewusst ist. ;)
Dieses einseitige, ständige Elterngebashe - denn das ist ja nun wahrlich keine irgendwie neue Erscheinung, Vorgehensweise, diese einseitige, oberflächliche, reduktionistische Schuldzuschreibung in nur eine Richtung, die weitere wichtige o.gen. Hintergründe, Ursachen, Umstände, auch gesellschaftliche, politische, ideologische, religiöse - oft patriarchal-autoritäre - Verhältnisse, Missstände nicht einbezieht, sondern vollumfänglich außenvorlässt, ist nach meinem Dafürhalten keine angemessene, man verändert, verbessert damit bestehende, bekannte vor allem gesellschaftliche, politische Missstände, die zu kollektiven wie individuellen Belastungen, Beschädigungen führen, nicht - man sorgt allenfalls für eigenen Zugang zu neuen Patienten. ;)
 
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26. Februar 2025
 
Jugendliche, Teenager, Pubertät, Adoleszenz, Verhalten der "Kinder", Sozialverhalten, Konflikte
 
Der Artikel "10 typische Teenie-Konflikte und wie Sie damit umgehen" auf familie.de ist für zumindest mich, allein alleinerziehende, ledige, mittellose Mutter, nicht im Mindesten hilfreich.
Wie verhält es sich diesbzgl. für andere Alleinerziehende?
 
Bei beiden Kindern - Sohn ist in Bälde 32, Tochter 19 Jahre alt - hätte ich vor allem vertraute, verlässliche Bezugspersonen - nicht Fremdbetreuung - für uns alle, sowohl für die Kinder als auch für mich selbst zur Entlastung, Unterstützung, als Beistand, und mehr Geld, ein existenzsicherndes Einkommen: wertschätzendes Sorge-Gehalt für geleistete Sorge-Arbeit statt Armut gebraucht. 
 
1. Im Artikel heißt es, man solle beim Vollrausch der Kinder "mal ein Auge zudrücken" und sich an seinen eigenen ersten Rausch erinnern - ich war in meinem mittlerweile 51 Jahre währenden Leben kein einziges Mal betrunken und habe auch sonst keine Drogenexzesse hinter mir. Mir war seit meiner Kindheit, schon im Alter von/ab 10, 11 Jahren meine Gesundheit sehr wichtig, habe freiwillig viel Sport gemacht, mich gesund ernährt.
 
Mein Sohn hatte in seiner Jugend, so lange er mit mir gemeinsam im selben Haushalt lebte, ebenfalls nie einen Vollrausch, auch nicht gekifft oder geraucht, Gleiches gilt, zumindest bisher, auch für meine 19-jährige Tochter.
 
2. Zum Problem "nicht reden wollen der Pubertierenden":
Mein Sohn war "ein Schweiger", entsprach damit dem klassischen Klischee, dass Jungs und Männer eher ungern über ihre Gefühle, Sorgen, Probleme, Unsicherheiten etc. sprechen. Ich habe das Gespräch gesucht, angeboten, er hat es abgelehnt. Als er in der Pubertät war, mit 14, 15 Jahren, hatte ich gerade alleine einen Säugling, seine Schwester, zu versorgen und mehrere Umzüge zu bewältigen und musste mein Studium abbrechen.
 
Bei meiner Tochter verhält es sich genau gegenteilig: schon als Kind trug sie das Herz auf der Zunge und auch heute noch sprechen wir über sehr viele, auch intime Dinge, Themen, über ihre Gedanken, Gefühle, Zweifel, Selbstzweifel, Einstellungen, problemlos auch sehr offen über Sexualität, Körperliches, Prostitution, Porno, Drogen, Politik, Gesellschaft u.a.m..
 
3. Zum Thema Schule:
Weder meinen Sohn noch meine Tochter habe ich je gedrängt, Abitur zu machen oder zu studieren, ich habe und vermittle völlig andere Prioritäten, Einstellungen zum Leben ... . Es gab für meine Kinder nie Ärger wegen schlechter Noten und nie bekamen meine Kinder "Zimmerarrest" oder "Taschengeldentzug" oder ähnliche Strafen. 
 
Mein Sohn hatte keine mir bekannten Probleme in der Schule, hat Abitur gemacht, dann lange gejobbt, relativ spät, ähnlich wie so auch meine Mutter und ich (im Alter von um die 30, meine Mutter erst mit 36), ein Hochschulstudium begonnen, sein Sportstudium inzwischen wohl auch abgeschlossen. 
 
Meine Tochter hat mit der Schule mehrere Probleme, wie ähnlich ihr biologischer Vater es hatte - wohl aus wiederum sehr ähnlichen Gründen ... . Sie ging deshalb ab der fünften Klasse auf eine besondere, eine demokratische Schule.
 
4. Zum Schminken:
Meine Tochter schminkt sich zwar (bisher) nicht, wollte vor ein paar Jahren aber unbedingt gerne Makeup - ich habe ihr Makeup und Utensilien (Pinsel, Spiegel, verschiedene Lippenstifte, Lidschatten, Eye- und Lipliner, Concealer, Wimperntusche, Parfum ...) mit ihr gemeinsam in Bio-Qualität im Wert von ca. €150,- gekauft.
In meinem gesamten Leben habe ich für mich selbst noch nie, auch nicht in jungen Jahren, so viel Geld für Schminke ausgegeben, benutze kein Makeup.
 
Meine Tochter hat das bessere Smartphone als ich, ihres und meines sind Secondhandware. Sie hat mindestens doppelt so viel Kleidung wie ich, auch hier haben wir beide Secondhandsachen.
Meine Tochter geht Kaffee trinken, Steak, Nudeln, Pizza, Eis in Restaurants, Bistros, Cafés essen, in die Oper, Eislaufen, ins Schwimmbad, an den Badesee, ins Museum ... - ich war vor mehr als 20 Jahren zuletzt in einem Café oder Restaurant und/oder einem Kino, von Theater, Kabarett, Ausflügen, Urlaub, Reisen ganz zu schweigen.
Einer muss zum Wohl des anderen verzichten, wenn, weil man mittellos, arm ist - meistens ist es die Mutter.
 
5. Zur Pünktlichkeit:
Da ich selbst aus gesundheitlichen Gründen oft zu spät zu Terminen erscheine, habe ich meine Kinder nie wegen mangelnder Pünktlichkeit kritisiert.
Bei meinem Sohn war es nie ein Problem, bei meiner Tochter gibt es ein ganz anderes Problem bzw. mehrere, bspw. ausgeprägtes Prokrastinieren und Nichterledigen wirklich wichtiger, notwendiger Dinge, dies wiederum aus (gesundheitlichen bzw. anlagebedingten ...) Gründen. 
 
6. Mit Punk hätte ich kein Problem:
Ich war als Jugendliche selbst "in der Subkultur" unterwegs, mein erster Freund war Punk. Meine beiden Kinder hingegen waren bzw. sind, auch und gerade als Jugendliche eher konservativ, konventionell bis bieder, auch was bspw. ihren Kleidungs- und Musikgeschmack betrifft. Ihr beider - unterschiedlicher - Musikgeschmack entspricht überwiegend nicht meinem und umgekehrt, so ist es eben. 
 
Meine Kinder waren in der Pubertät und sind nach wie vor, im Gegensatz zu mir, beide keine "Rebellen, Revoluzzer", eher ziemlich angepasst, konformistisch. 
Um "rebellisch", kritisch, ungehorsam, authentisch, nonkonformistisch, unkonventionell, politisch links zu sein, muss man btw keineswegs "rauchen, saufen, kiffen", Trips schmeißen, randalieren, auch nicht als Jugendliche.
 
7. Zum "Kinderzimmer":
Ich habe nie das Handy oder den PC meiner Kinder kontrolliert, ausspioniert. Bin ihnen nie heimlich nachgegangen, habe sie nicht via Handy überwacht, getrackt. Ja, ich weiß von anderen Eltern, die das so taten.
Ich habe auch nicht heimlich etwas gelesen, öffne bspw. auch keine an meine Tochter adressierten Briefe. 
 
8. "Falsche Freunde":
Mein Sohn hatte zum Glück relativ vernünftige, "harmlose", gute und mehrere Freunde, so weit und so lange ich es mitbekommen habe, d.h. bis er unseren gemeinsamen Haushalt verlassen hat. 
 
Meine Tochter hat leider nur ein, zwei Freundinnen - aus gesundheitlichen Gründen und armutsbedingt viel zu wenige Sozialkontakte. Ja, d a s ist ein gravierendes Problem!
Siehe oben: auch fehlende erwachsene Bezugspersonen für meine Kinder und mich schon in deren Kindheit und eben auch Jugend, Pubertät. 
 
Hier gab und gibt es keine Großeltern, Onkel, Tanten oder Väter, bei denen die Kinder an Wochenenden oder in den Ferien übernachten, sich aufhalten, mit denen sie Ausflüge machen, Abwechslung erleben, etwas Schönes, Wohltuendes unternehmen konnten oder können. 
 
Der biologische Vater meines Sohnes hatte nie je Interesse an seinem Sohn, hat sich um diesen nicht gekümmert, auch nie selbständig, eigeninitiativ den Kontakt zu ihm gesucht, hat auch viele Jahre keinen Unterhalt für seinen Sohn gezahlt.
 
Der biologische Vater meiner Tochter ist seit frühester Jugend alkoholkrank, cannabissüchtig, hat eine vorgeburtliche Schädigung mit entsprechenden Folgen und bereits zwei Suizidversuche unternommen. Er kommt mit sich selbst, seinem eigenen Leben nicht zurecht, kann schon dafür nicht die Verantwortung tragen, ist aber nicht in Armut aufgewachsen und hat auch heute noch (Adoptiv-) Eltern, die ihm zur Seite stehen. 
 
Außer mir hat niemand für die Kinder bedürfnisorientiert, empathisch Fürsorge geleistet, Verantwortung getragen: täglich, all die Jahre lang. Allein alleinerziehend, in materieller Armut.
Kein Mensch sollte ein Kind oder gar mehrere alleine umsorgen müssen. Nirgendwo auf der Welt.
Nein, Fremdbetreuung ersetzt keine vertrauten Bezugspersonen, Beziehungen - Familie, Freunde ... . 
 
Meine Kinder waren beide nicht "geplant". Ich habe dennoch meinen "Teil" der Fürsorge und Verantwortung für sie getragen, mittlerweile knapp 32 Jahre lang, kontinuierlich: erst mit einem, dann zwei, jetzt noch einem Kind - die beiden Kindesväter nicht.
 
Wir haben hier ganz andere Probleme, Sorgen, Nöte als die, die im familie.de-Text genannt sind.
Siehe unten und siehe weitere blog-Einträge zum Thema Kinder, Eltern, Mutterschaft, alleinerziehende Frauen, Mütter, Sorge-Arbeit, Armut und "säumige" Väter ... . 
 
https://www.familie.de/schulkind/pubertaet/teenie-konflikte/
 
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11. Oktober 2024
 
Elternrechte, Mutterrechte, Mütterrechte - haben Eltern, Mütter, Alleinerziehende gegenüber ihren jugendlichen und volljährigen Kindern Rechte?
 
Fragen an Eltern volljähriger Kinder:

"Haben Sie auch erwachsene Kinder, die noch bei Ihnen wohnen? Wünschen  Sie sich manchmal, dass das Nest endlich leer wird? Welche Konflikte  entstehen im Zusammenleben? Und wie gehen Sie damit um?"
 
https://www.zeit.de/familie/2024-06/erwachsene-kinder-auszug-eltern-familie-aufruf
 
Ich bin seit 31 Jahren allein alleinerziehende, überzeugt ledige, nicht selbstverschuldet mittellose Frau und Mutter: Keine eierlegende Wollmilchsau, keine Kuh, die man endlos melken und dann in die Tonne treten kann, wenn sie ausGEDIENT hat.
 
Haben Eltern auch Rechte gegenüber ihren volljährigen Kindern, inbes., wenn diese noch im elterlichen Haushalt leben?
Haben soziale Mütter, Sorge-Arbeit-Leistene irgendwelche gesetzlichen Rechte?
Was, wenn das Kind alle Rechte und Freiheiten einfordert, aber keine Pflichten und Verantwortung übernehmen will?

Was, wenn das volljährige Kind bspw. eine diagnostizierte Entwicklungsstörung hat, aber keine Therapie erhält, obwohl in fachärztlicher Behandlung befindlich?
 
Was, wenn es keine anderen Bezugspersonen für Mutter und "Kind" gibt - keine Väter, die Fürsorge leisten, Verantwortung tragen, keine Großeltern, keine sonstige Familie, wenn das Kind auch nicht vorübergehend mal anderswo wohnen kann?
 
Was, wenn du als Mutter alle Hausarbeiten alleine leistest: Bad, Fenster, Fußböden, Wohnung putzen, Geschirr spülen, wenn du auch alle Behördenangelegenheiten alleine regelst, wenn dein Kind keine Interessen hat/entwickelt, es bspw. weder Sport im Verein machen will noch lesen, obwohl du, die Mutter, ihm diverse Angebote, Vorschläge machst, die Kosten dafür auch trägst, auf eigene soziokulturelle Teilhabe seit 18 Jahren vollständig verzichtest, damit dein Kind wenigstens mal ins Kino, Restaurant, Café, Kirmes, Freizeitpark (mit anderen) gehen kann.
 
Was, wenn dein Kind auch Haustiere hatte, die aber sämtlich und ungeachtet des jeweiligen (auch fortgeschrittenen) Alters des Kindes/Jugendlichen stets immer du, die Mutter versorgt, gefüttert, Käfige geputzt hast und das "Kind" die Verantwortung einfach nicht trägt?
 
Was, wenn du deinem Kind Vorschläge für Praktikumsmöglichkeiten, die seinen Fähigkeiten, Stärken, aber auch Einschränkungen entsprechen machst, ihm Termine beim Jugendamt vermittelst sowie bei Fachärzten, dich um das physische und psychische Wohl kümmerst, wie so auch bereits beim älteren "Kind", dem älteren Geschwister, das in eigenem Haushalt lebt, deine Kinder aber alles, das du geleistet, entbehrt und worauf du für ihr Wohl insgesamt 31 Jahre verzichtet hast, für völlig selbstverständlich halten und du von beiden Kindern keinerlei prosoziales Verhalten erwarten kannst, sie es nicht leisten, keine Veranlassung dafür sehen, keine Einsicht dafür haben?
Wenn sie dich also als eben dies betrachten und behandeln: als gratis Dienstleisterin, als Versorgungsmaschine, Objekt. ?
 
Oper und Museum hat das "Kind" - meine Tochter - mehrmals besucht, auch Restaurants und Cafés. Aber das ist kostenintensiv und nur möglich, weil ich auf all das seit Jahrzehnten verzichte bzw. einiges selbst noch nie je erlebt habe. Das Geld reicht nicht für Mobilität und Kultur für uns beide.
 
Nein, mir geht es nicht um Dankbarkeit, mir geht es um Wertschätzung, Mitgefühl und prosoziales Verhalten - das man von Jugendlichen, Volljährigen, jungen Erwachsenen, Adoleszenten m.E. selbstverständlich erwarten können darf.
 
Was, wenn das Kind ausziehen soll, weil das Zusammenleben im gemeinsamen Haushalt nicht mehr möglich ist, es aber keinen bezahlbaren Wohnraum gibt - weder für die Mutter noch das "Kind", da wir uns beide jeweils eine neue, kleinere Wohnung suchen müss(t)en: Bürgergeld, Frauen, Armut.
 
Als Mutter darfst du keinen Ärger, keinen Schmerz äußern - die kids erwarten von mir, die eierlegende Wollmilchsau, Versorgungsmaschine zu sein. Du darfst von ihnen nichts erwarten - kein Verständnis, keine Empathie, kein Mitgefühl, keine Wertschätzung, schon gar keine Fürsorge. Nichts.
 
Und wer mir jetzt wieder mit "Deine schlechte Erziehung ist schuld!" oder "Was hast du deinen Kindern vorgelebt?" kommt: Nein, ich habe ihnen nicht Egozentrismus, Empathielosigkeit ... vorgelebt.
Vergesst den Schwachsinn mit "Erziehung" etc. - sehr vieles ist genetisch bedingt.
 
Von wegen, es ist alles Erziehung ... oder wie mein 31-jähriger Sohn seiner 18-jährigen Schwester gegenüber in meiner Abwesenheit sagte: "Was dir vorgelebt wird ...", um damit mir, der Mutter, Schuld zuschieben zu können, zu w o l l e n.
 
Das nach wie vor sehr verbreitete Verhalten, Eltern, insbes. Müttern, der Mutter, Frau die Schuld für jegliche Schwächen, Defizite, Fehlverhalten, Probleme ... der Kinder zu geben, ist typisch patriarchal-autoritäres mother blaming - und bequemer, selbstschonender Selbstbetrug.
 
Gene, genetische Anlage, Veranlagung, Wesen, Naturell, Charakter, Persönlichkeit eines Menschen ... :
 
https://www.swr.de/swrkultur/wissen/zwillingsforschung-was-alles-in-unseren-genen-steckt-das-wissen-2024-10-04-106.html
 
https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/gene-oder-gelerntes-was-bestimmt-unsere-persoenlichkeit/1951663
 
Und "erstaunlich":
Beide Kinder (meine) erwarten all das, das sie von mir erwarten, bei mir als selbstverständliches Verhalten voraussetzen, nicht im Mindesten (!) so auch von ihren Vätern.
Das Patriarchat zeigt sich auch hier ein Mal mehr.
 
Btw: Ich hatte im Alter von 17 Jahren meinen ersten eigenen Haushalt, im Rahmen eines "Sozialen Jahres" mit Unterkunft.
Seit meinem 19. Lebensjahr lebe ich mit Kind/ern im gemeinsamen Haushalt - erst Sohn, dann Sohn und Tochter, seit Jahren nur noch mit Tochter.
Fürsorgliche, verantwortungsvolle, bedürfnisorientierte (Pflege-) Eltern hatte ich seit meinem 13. Lebensjahr nicht mehr. Danach abermals kurzzeitig bei anderer Pflegefamilie und in zwei Internaten "gelebt". Mit 17 erste eigene (möblierte) Wohnung, kurzzeitig auch WG.
 
Beispiele, warum ich mit meinem Latein am Ende bin:
 
Tochter wollte Malsachen, ich habe ihr teure Aquarellfarben und passendes Papier und Pinsel gekauft. Steht seit Jahren im Regal.
Sie wollte häkeln lernen, habe ihr Häkelnadeln, Garn, Häkelbuch gekauft - sie hat es nur ein, zwei Mal versucht, dann wieder weggepackt.
Sie wollte bestimmte Bücher, Romane - habe ich ihr gekauft. Sie liest sie nicht.
Auch Hörbücher, Hörspiele (für Erwachsene) hört sie nicht.
Sport: macht sie nicht, geht nur alle paar Monate m a l joggen.
Ich habe Berufswahltests online mit ihr gemacht, sie gefragt, wo sie sich ein Praktikum vorstellen könnte, daran Interesse, vielleicht auch Freude hätte und Gleichaltrige kennenlernen könnte - bspw. Pferdehof in der Nähe. Sie geht nicht hin.
Sie hatte fünf Jahre Geigenunterricht, wollte sie schließlich aufhören.
Habe ihr vorgeschlagen, es mit Singen zu versuchen, bspw. in einem Chor, ich konnte aber nur Senioren-, Knaben- oder Kirchenchöre in unserer Nähe finden und/oder kostenpflichtig. Selbst sucht sie nicht.
Sie sitzt eigentlich spätestens seit Corona und Abgang von ihrer letzten Schule nur noch im Bett an ihrem digitalen Endgerät. Macht die Nächte damit durch, schläft bis mittags um 14 Uhr oder länger.
Wir reden - über alles. Aber es "hilft" nicht, ändert nichts.
 
Andere Bezugspersonen gibt es nicht: keinen Vater, keine Großeltern, keine sonstige Familie.
Ihr älterer Bruder will keinen Kontakt zu ihr, verweigert ihr diesen.
Ja: ich bin mit meinem Latein am Ende.
Und dabei selbst alternd, in den Wechseljahren, sozial isoliert, krank.
 
Übrigens: Ich habe in meiner Verzweiflung mehrmals das Jugendamt kontaktiert, von dort gibt es auch keine Hilfe. Meine Tochter hatte einen Termin - "Hilfen für junge Volljährige" - hat zu nichts geführt. Zu nichts!
Fachärztliche Behandlung: das Gleiche. Keine "Therapie", keine Unterstützung, Entlastung, effektive Hilfe.
 
Und dann sagt dein "Kind" dir, es gehe dich alles nichts mehr an, es sei seine Sache. Klar, keine Frage:
Aber nur/erst, wenn das "Kind" in eigenem Haushalt lebt und ich nicht mehr mitbetroffen bin: von seinem Hygienemangel, Passivität oder Verhaltensweisen, die für auch mich negative Konsequenzen haben, auch finanziell, existenziell ... .
 
Nicht nur hast du Jahre, jahrzehntelang für das physische und psychische Wohl deiner Kinder zurückgesteckt, Verzichte geleistet, deine Jugend gegeben, ihre Bedürfnisse vorangestellt, Rücksicht auf ihr Alter, ihre Persönlichkeit, Eigenheiten ... genommen und dafür von niemandem je Wertschätzung erhalten, geschweigedenn Geld: Gehalt, Sorge-Gehalt, Einkommen.
Du wirst dann auch noch von deinen Kindern wie ein Objekt behandelt, als hättest du keine Gefühle, Bedürfnisse, Grenzen. Sie machen dir obendrein Vorwürfe.
 
Vielleicht darf ich auch noch erwähnen, dass meine Tochter "selbstverständlich" die besseren digitalen Endgeräte und sicher doppelt so viel Kleidung und Schminkartikel (Bio-Produkte) hat wie ich.
 
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15. November 2024, update
 
Elternrechte - Mutterrechte, Mütterrechte?
Wie handhabt ihr es - als mittellose, allein alleinerziehende Frauen, Mütter - wenn eure volljährigen, noch in eurem Haushalt lebenden Kinder euch bspw. finanzielle Schäden verursachen, unter deren Folgen ihr selbst zu leiden habt?
 
Wenn eure in eurem Haushalt lebenden pubertierenden oder auch volljährigen Kinder diverse Probleme, Defizite,  "Besonderheiten" haben, die ihr seit deren frühester Kindheit abzufedern, aufzufangen, auszugleichen versucht, eure jugendlichen Pubertierenden und jungen Volljährigen dann aber partout ihre Erfahrungen machen wollen, deren Folgen ihr als allein alleinerziehende mittellose Mutter, Frau auszubaden habt und eure Kinder kein festes Taschengeld bekommen, sondern das von ihnen Benötigte und Gewünschte nach Bedarf von euch erhalten und eure Kinder auch keinen Job haben, machen, finden können, weil es ihnen entweder aufgrund ihrer "Besonderheiten" ... nicht möglich ist, bestimmte Arbeiten auszuführen und/oder, weil das Jobcenter die Kohle des Jobs zu einem erheblichen Teil kassiert?
 
Von welchem Job, Einkünften, Einkommen darf ein Mensch im Alter unter 25 Jahren €520,- behalten: pro Monat, pro Jahr?
Und wenn dieser Mensch weder Schüler, Azubi, Student ... ist, sondern chronisch krank: wer entlastet da allein alleinerziehende Mütter??
 
https://www.bmas.de/DE/Arbeit/Grundsicherung-Buergergeld/Buergergeld/Junge-Menschen/junge-menschen.html
 
Stell´ dir vor, dein jugendliches, pubertierendes und/oder volljähriges Kind verursacht dir, der allein alleinerziehenden, mittellosen Mutter, einen finanziellen Schaden i.H.v. €260,- und starke Abnutzungen "an der Mietsache", bspw. Küchenherd?
Für all das trägst du, die alleinerziehende, mittellose Mutter, Frau, die Verantwortung, die Kosten, denn du stehst als Mieterin im Mietvertrag.

Stell´ dir vor, dein Kind verhält sich außerdem auch stark unsozial, selbstbezogen, geizig, unempathisch, während du seit seiner Geburt zu seinem Wohlergehen auf etliches verzichtest, bedürfnisorientiert-fürsorglich mit ihm umgegangen bist, eigene Bedürfnisse, Wünsche, Sorgen zurückgestellt hast, damit das Kind möglichst nicht belastet wird, nicht unter bspw. deiner/eurer Mittellosigkeit und fehlenden weiteren Bezugspersonen (wie bspw. Kindesvater, älterer Bruder, Großeltern) leidet.

Wenn das "Kind" aber - pubertätsbedingt?, anlagebedingt? - überwiegend um seine Interessen, Wünsche, seinen Willen kreist und keinen aktiven, tatkräftigen Beitrag bspw. bei der Hausarbeit leistet, sich auch kaum bis gar nicht um erforderliche Aktivitäten kümmert, bemüht, die seine eigene physische und psychische Gesundheit, sein Wohlergehen, seine Zukunft betreffen - keine Verantwortung übernimmt.
 
Was, wenn du nach 31 Jahren für zwei Kinder allein alleinerziehend, mittellos, neben Jobs, Ausbildungen, Studium, zahlreichen Umzügen unbezahlt geleisteter Sorge-Arbeit selbst krank geworden, gealtert, geschwächt bist, dich nun auch um deine bedürftige biologische Mutter kümmerst und dich im Alter von 51 Jahren fragst, ob und wann je in diesem Leben du selbst in/trotz Armut, Mittellosigkeit eigentlich eine Möglichkeit für Selbstbestimmung, Regeneration, schöne, wohltuende, stärkende Erlebnisse, Aktivitäten erhältst, wenn all deine Energie, Gedanken, Organisation, Fürsorge, Verantwortung, Zeit und Nerven seit Jahrzehnten mehr oder weniger vollständig von anderen absorbiert werden: deinen Kindern, diversen Behörden (inkl. Jobcenter), Gerichten, Männern/"Partnern", den Sorgen, Nöten, Bedürfnissen, Wünschen anderer, jetzt auch deiner Mutter, bei der du nicht aufgewachsen bist, die sich nicht fürsorglich, verantwortungsvoll um dich gekümmert hat, als du selbst Kind, bedürftig, verletzlich, ausgeliefert, angewiesen warst.

Ja, ich suche immer wieder, immer noch den Notausgang. Aus dieser ganzen Scheisse.
 
Sollte mich jemand fragen, warum ich all das bisher "gemacht", ausgeführt, geleistet, g e g e b e n habe: Nein, nicht, weil ich denke "dass man das so macht", dass "sich das so gehört, anständig ist", nicht aufgrund von Konventionen, Ideologie, von außen oktroyierter Moral, "Pflichtgefühl" oder weil ich ein "Helfersyndrom" hätte, nicht, weil ich mich daran "aufwerte", sondern aus Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein.
Und ja: tatsächlich ging ich naiverweise davon aus, das hätten, fühlten, dächten, leisteten auch andere Menschen so, es sei auch für sie eine eigentlich indiskutable Selbstverständlichkeit.
So kann man sich täuschen, auch mit 51 noch.
 
Es scheint gemäß jedenfalls meiner Erfahrungen, Beobachtungen, Erkenntnisse wenig(er) mit "Erziehung" zu tun zu haben als vielmehr eine Sache des je persönlichen Charakters, Wesens, Naturells, der Anlage zu sein.
 
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24. November 2024
 
Wie es zu dem o.gen., von meiner 18-jährigen Tochter unbeabsichtigt, aber dennoch folgenschwer verursachten finanziellen Schaden i.H.v. knapp €260,- kam, siehe nachfolgend geschildert:
 
Meine Tochter (18 Jahre) wollte mit dem "Deutschlandticket" von Hamburg zum ersten Mal nach Berlin fahren, da ICE, DB für unsere Verhältnisse zu teuer sind
Sie ist vier Stunden mit Regionalbahnen hingetingelt, zurück kam sie wegen mehrerer Verspätungen, infolgedessen fehlendem Anschluss nicht mehr.
 
Tochter, 18, saß dann in einem Kaff in Mecklenburg-Vorpommern fest, kam nach einer Stunde Wartezeit noch mit einem Zug nach Schwerin, danach ging nichts mehr, auch keine Mitfahrzentrale (Fahrt von Schwerin nach Hamburg) - um ca. 24 Uhr nachts - und kein FlexiBus oder Ähnliches.
 
Sie war seit morgens ca. 7 Uhr unterwegs, hatte kaum etwas gegessen, fror.
Sie erklärte sich bereit, "die Konsequenz zu tragen": bis zum nächsten Morgen um ca. 5 Uhr die ganze Nacht draußen in der Kälte an einem ihr völlig fremden Ort auf der Straße zu verbringen. Als Mädchen.
Selbstverständlich habe ich das nicht zugelassen.
Folge: Ich organisierte ein Taxi, das einzige Unternehmen, das nachts um Zwölf die Fahrt von Schwerin nach Hamburg zu machen bereit war. Ca. 110 Kilometer. Kosten: €256,-.
Ja, das Geld fehlt uns jetzt.
 
Warum ist meine 18-jährige Tochter mit dem "Deutschlandticket" von Hamburg nach Berlin gefahren:
 
Weil sie keine Urlaube kennt, nun einfach wenigstens mal Berlin sehen wollte und wir das Geld für die teuren Zugfahrkarten der Deutschen Bahn nicht haben. Grund: "Bürgergeld", Armut.
 
Warum habe ich sie mit dem "Deutschlandticket" fahren lassen: Weil sie unbedingt nach Berlin wollte, weil sie jung ist und endlich auch mal etwas erleben möchte, weil sie eigene Erfahrungen machen möchte und muss, weil sie sich die Fahrt selbst organisiert hat.
 
Meine Tochter ist 18, somit volljährig. Ich kann ihr ohnehin nichts mehr verbieten. Sie wollte ihr Unternehmen, kleines Abenteuer selbständig bewältigen. Zum Verhängnis wurden ihr die zahlreichen Verspätungen im Regionalverkehr und damit verbunden die fehlenden Anschlusszüge.
 
Ja, man kann sagen, dass sie ja weiß, dass es im Regionalverkehr häufig zu Verspätungen kommt, dass sie das von vornherein entsprechend hätte miteinplanen müssen. Aber eben: sie ist erst 18.
Und: Wären wir nicht mittellos, wäre sie, wie Kinder, Jugendliche, Adoleszente aus wohlhabenden, vermögenden Familien, mit dem ICE gefahren.
Im "Bürgergeld"-Vollzug hat man dafür kein Geld: für solche wichtigen Erlebnisse, Abwechslungen, Erfahrungen, "Reisen" junger Menschen. Armut.
 
Btw: Als ich ungefähr in ihrem Alter war (ich war damals 16 und 17), bin ich regelmäßig an Wochenenden mehrere hundert Kilometer innerhalb Deutschlands getrampt. Aus demselben Grund: Auch ich hatte nie das Geld für Zugfahrten, für Reisen, nie Führerschein und Auto. Armut.
 
Es gab viele Jahre im strafbewehrten "Bürgergeld"-Vollzug - bspw. alle Jahre bis ca. 2021 - in denen es mir gar nicht möglich gewesen wäre, meine Tochter nachts aus Ostdeutschland mit einem Taxi nach Hause zu holen: Ab dem 18. jeden Monats hatten wir nicht einmal mehr Geld für Lebensmittel.
Vor ein paar Jahren noch hätte ich meine 18-jährige Tochter also nachts, draußen in der Kälte sich selbst überlassen müssen.
Und auch jetzt haben die €260,- selbstverständlich ein Loch gerissen ... .
 
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03.10.2025
 
Sich wiederholende Gedanken und Fragen ...
 
Ist es "normal", verbreitet, dass Eltern meinen, ihre Kinder hätten irgendwie nix oder kaum etwas von ihnen "geerbt", "mitgenommen"? 
Meine Kinder scheinen "bisher" (Alter 32 und 19 Jahre) beide so gar nicht "nach mir zu kommen" ... .
Damit meine ich jetzt nicht Äußerlichkeiten, Aussehen, sondern Verhaltensweisen, Interessen, politische Einstellung, Werte, Ideale, Überzeugungen, Geschmack - sowas alles.
 
Jaja, es heißt, in der Jugend gingen die Kinder in Opposition zu den Eltern, um sich abzugrenzen, abzunabeln, ihre eigene Persönlichkeit, Identität zu finden, zu entwickeln usw..
Aber wie lange dauert die Pubertät denn heute so - bis 40 ...? 😳
 
Meine Kinder waren bspw. beide nie an "Subkulturen" interessiert oder darin iwie involviert (ok, gibt´s heute vlt. auch nicht mehr so wie früher: Punk, Gothic ...).
Sie sind beide keine "rebellischen Naturen", ganz das Gegenteil. Beide eher angepasst, nicht aufbegehrend.
 
Beide sind sehr stark an typischen Geschlechterbildern ausgerichtet, was eben noch immer so als "männlich" und "weiblich" gilt. Ich bin ja nun wahrlich keine Transgenderfreundin ;), aber selbst bzgl. Gender (sozialem Geschlecht) nie konservativ eingestellt gewesen.
 
Ok, Sohn war immer schon sportlich, auch als Kind, wie ich. Aber warum musste es lange Zeit bei ihm ausgerechnet eine Kampfsportart und dann auch noch Kickboxen sein?
Warum jetzt die Muskelprotzigkeit bei ihm und: Fußball?
Tochter ist sportlich "nicht so interessiert". ;)
 
Naja, das sind so Sachen, die man mit "ist mit alleinerziehender Mutter aufgewachsen, hatte keine männlichen Bezugspersonen, Orientierungsgeber ..." bei Sohn erklären könnte.
 
Aber sie sind beide so ... naja - mit meinen Kindern könntest du halt keine Revolution starten. ;)
Und ich frag´ mich halt, wo ich mein "Revoluzzertum" her habe, wenn man einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und politische Widerständigkeit - in Abgrenzung zu Konformismus, Opportunismus, Mitläufertum, Duckmäusertum - so nennen will. Von meinem Vater?
Ich hätte mir einfach gewünscht, dass meine Kinder bisschen mehr in diesem Sinne "aufrecht", couragiert wären. Denn nein, das ist keineswegs nur eine Frage des Alters, der Reife, sondern des Wesens, Naturells (Anlage).
 
Aber klar, die Kinder haben auch Väter - meine beiden zwei unterschiedliche. 
Die biologischen Väter meiner Kinder sind nun auch alles andere als "couragiert" (Zivilcourage), rebellisch, unangepasst, nonkonformistisch, reflektiert. Und noch nie gewesen. Sorry, is´ leider so.
 
Und wenn man nun sagen wollte, meine Kinder hätten ein/ihr erhöhtes Sicherheitsbedürfnis, weil sie bei einer alleinerziehenden, mittellosen Mutter aufgewachsen sind, müsste ich das bei meiner Biographie und Kindheit auch haben, was aber nicht der Fall ist.
 
Deine Kinder haben eben andere, eigene Qualitäten, Else.
Ganz sicher. 
Aber manches liegt einem eben besonders am Herzen und wünscht man sich, bei seinen Kindern "vorhanden seiend". Für mich sind das insbes. Ehrlichkeit, Zivilcourage, Rückgrat, Mitgefühl, "Güte" und Humor.
 
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06. Mai 2024
 
Viele Menschen, auch Eltern, Gesellschaft, Jugendamt ... glauben (!) ja noch immer, mittels sogen. Erziehung könne man Kinder, Jugendliche charakterlich "formen, auf den rechten Weg bringen".

 
An nicht nur, aber auch meinen beiden Kindern, die zwei unterschiedliche biologische Väter haben, sowie an mir, meinen biologischen und davon verschiedenen sozialen Pflegeeltern sehe ich, dass der Einfluss der Gene deutlich, deutlich! stärker ist als "Erziehung", "Vorgelebtes".
 
Siehe Verhaltensgenetik, insbes. Zwilligsforschung und Adoptionsforschung.
 
"Eineiige Zwillinge, die in verschiedenen Umwelten aufgewachsen sind,  weisen eine Korrelation von 0,75 auf. Diese Zwillingspaare gleichen sich  häufig in bestimmten Merkmalen, welche somit nicht umwelt-, sondern  genetisch bedingt sind."
 
"Die Ähnlichkeiten zwischen eineiigen Zwillingen nehmen im Laufe ihres  Lebens nicht ab-, sondern können bis ins 8. Lebensjahrzehnt zunehmen."
 
"Da eineiige Zwillinge genetisch nahezu identisch sind, kann man durch  Vergleichen getrennt aufgewachsener eineiiger Zwillinge Rückschlüsse  darauf ziehen, welche Eigenschaften angeboren und welche erlernt sind.
Zeigen sich trotz unterschiedlicher Umgebung gemeinsame  Eigenschaften, so ist dies ein Indiz (kein Beweis) für eine genetische  Determination. Gegenüber der klassischen Zwillingsforschung konzentriert  man sich hier nicht auf die Unterschiede, sondern auf die  Gemeinsamkeiten.
Ein Beispiel: Untersuchte Zwillinge ähnelten in ihren Gewichtsmerkmalen (Übergewicht, Normalgewicht) eher ihren leiblichen Eltern als ihren Adoptiveltern."
 
https://de.wikipedia.org/wiki/Zwillingsforschung

Big-Five-Modell
 
"Die Forscher wissen heute, dass der Einfluss der Gene weitaus schwerer  wiegt als lange gedacht. Rund die Hälfte der Persönlichkeitsmerkmale  werden offenbar von den Eltern an ihre Kinder vererbt.
Und es gibt bereits Beispiele dafür, wie einzelne Erbfaktoren  Charakterzüge beeinflussen und zu den Unterschieden zwischen den  Menschen beitragen.
Nicht zufällig handelt es sich vor allem um jene  Gene, die über komplexe Mechanismen die Aktivität der Botenstoffe  Dopamin, Serotonin und Oxytocin regulieren und damit steuern, wie  empathisch, ängstlich und sozial wir sind."
 
https://www.geo.de/magazine/geo-kompakt/15836-rtkl-big-five-modell-fuenf-charakterzuege-die-jeder-hat-so-entschluesseln
 
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Verhaltensgenetik, Psychiatrische Genetik, Wikipedia

Verhaltensgenetik, Psychiatrische Genetik, Wikipedia

26. April 2024
 
Eltern haben gegenüber ihren pubertierenden, jugendlichen, dann auch volljährigen, adoleszenten und "erwachsenen" Kindern keine Rechte - dürfen heute offenbar nichts mehr von ihren Kindern erwarten, nicht das Basalste.
 
Eltern, jedenfalls alleinerziehende Mütter haben gegenüber ihren Kindern heute übrigens - erfahrungsgemäß - keinerlei Rechte, dürfen von ihren Kindern auch nichts erwarten: keine Rücksichtnahme, Mithilfe, kein Mitgefühl, keine Verantwortung, Wertschätzung, Loyalität.
 
Du darfst von deinen pubertierenden, jugendlichen, volljährigen, adoleszenten, "erwachsenen" Kindern nichts erwarten, siehe oben. Du hast gefälligst nur a l l e s zu geben: als Mutter, Frau. Aber die Väter dürfen sich verpissen, ihrer Verantwortung und Fürsorge entziehen.
 
Du erhältst als alleinerziehende, ledige, mittellose Frau und Mutter keine wohltuende Unterstützung, Entlastung, Stärkung, Beistand, Rückhalt.
Als Mutter hast du gefälligst die eierlegende Wollmilchsau zu sein - ohne eigenen Körper, Gefühle, Bedürfnisse.
Aber: Auch eine Frau, Mutter ist ein Mensch: mit physischen, emotionalen, sozialen Bedürfnissen und Grenzen. Keine eierlegende Wollmilchsau. Keine Heilige. Keine devote Magd. Kein Benutzungsobjekt. Würde.
 
Biologische, "säumige" Väter, Vater: keine Umgangspflicht, Sorgepflicht, Verantwortungspflicht - Patriarchat
Staat. Macht. Gewalt. Regierungen, Regierende.
 
Und: Wie der "Vater" so der Sohn. "Väter", Vaterschaft - Patriarchat: Vaterherrschaft. Nur Rechte, Privilegien und Vermögen, keine Pflichten, Verantwortung, geleistete Fürsorge, SorgeArbeit.
 
Auch der biologische Vater meines in Kürze 31-jährigen Sohnes verweigert, verwehrt seinem Sohn - schon in/seit dessen Kindheit - den Kontakt, Umgang: Fürsorge und Verantwortung.
Wie es so auch mein biologischer Vater mir gegenüber lebenslang tat, verweigerte.
Und nein, ich habe diesem Mann, dem biologischen Vater meines Sohnes, nie den Umgang, Kontakt mit seinem Sohn verwehrt, im Gegenteil: ich bemühte mich, gerade aufgrund meiner eigenen "Vorgeschichte" um Kontakt zwischen beiden - ohne mich, meine Gegenwart, Anwesenheit.
 
Nein, es ist n i c h t gut, wohltuend, angemessen, allein alleinerziehend zu sein, denn alle Menschen brauchen lebenslang! mehrere Bezugspersonen unterschiedlichen Alters und unterschiedlichen Geschlechts - Frauen und Männer. Nicht Betreuungspersonal, Fremdbetreuung.
Kein Mensch, gleich welchen Geschlechts und Alters, sollte ein Kind oder gar mehrere Kinder allein, als einzige, alleinige Bezugsperson, umsorgen müssen.  Sorge-Arbeit (emotional, sozial, physisch, psychisch, organisatorisch ...), Fürsorge, Verantwortung, Kindeswohl, Elternwohl.
 
Und nochmal: Nein, Fremdbetreuung, d.h. bezahltes Betreuungspersonal in Kita, Krippe, Kindergarten, Schule ... ist n i c h t dasselbe wie, auch nicht annähernd vergleichbar mit (idealerweise langjährig bekannten, vertrauten, zugewandten, wohltuenden) Bezugspersonen.
Die immer frühere, immer längere, kapitalistisch ausbeutbare Fremdbetreuung, in Form von Lohnarbeit, von Auslagerung von Kindern, Alten, Kranken, Sterbenden, ist nicht Lösung, sondern Teil des Problems und manifestiert dieses. Bezugspersonen, statt Betreuungspersonal.
 
Was meine ich mit "allein alleinerziehend":
Es gibt
- keine unterstützenden Eltern, Großeltern oder anderweitige Familie
- keine unterstützenden, entlastenden, Verantwortung tragenden, alltäglich Fürsorge leistenden Kindesväter
- kein Geld für Babysitter
- keinen neuen Partner/Bezugsperson
 
Das Jugendamt - eine staatliche Kontroll-, Überwachungsinstanz - hat hier übrigens noch nie geholfen, wann immer ich mich eigeninitiativ Hilfe suchend an selbiges wandte: sowohl damals bei Sohn (in dessen Pubertät), als auch bei Tochter: nach deren Volljährigkeit.
Eltern haben keine Rechte, müssen alles ertragen, aushalten.
 
Was macht man eigentlich, wenn man seit 30 JAHREN (!) als allein alleinerziehende, ledige, mittellose, nicht mobile Frau und Mutter Bezugspersonen - NICHT: bezahltes Betreuungspersonal, Beratung, Therapie, Coaching - für sich und seine Kinder braucht?
 
Frauen, Mütter, Alleinerziehende - Die Frage ist leider nach wie vor unbeantwortet:
Wer kümmert sich wann, wo, wie oft bedürfnisorientiert, nicht-paternalistisch, wohltuend, stärkend um die Gebenden, die Frauen, Mütter, insbesondere, wenn sie ledig und alleinerziehend sind: ?
Wer geht mit euch, allein alleinerziehenden, mittellosen, ggf. chronisch kranken Frauen, Müttern fürsorglich, wertschätzend, liebevoll um? Ohne "Fickgegenleistung".
Seit wann, wie oft, wie lange - wie?
 
Wer umsorgt, stärkt und wertschätzt bedürfnisorientiert-fürsorglich, nicht paternalistisch, achtsam, empathisch, liebevoll die Sorge-Arbeit-Leistenden: weltweit nach wie vor mehrheitlich biologische Frauen. ? Wann, wo, wie, wodurch, wie oft, wie lange?
 
Wer kauft für euch Lebensmittel ein, wenn ihr krank seid?
Wer kocht euch Tee, Suppe ... ?
Wer nimmt euch in den Arm, ist zärtlich zu euch, berührt euch wohltuend: nicht-sexuell?
Wer kümmert sich um eure (kleinen) Kinder, wenn ihr krank, bettlägerig oder im Krankenhaus seid?
Wer putzt, wäscht, kocht für euch, wenn ihr längerfristig krank seid?
Wer bringt euch Kleinigkeiten mit, macht euch damit oder mit bestimmtem Tun, Verhalten eine kleine Freude, um euch Wohl zu tun, aufzuheitern, zu stärken?
Wer steht emotional, sozial, politisch an eurer Seite?
 
Wenn du selbst schon ohne Eltern, Bezugspersonen, Wurzeln aufgewachsen bist, dann früh mittellos, ledig alleinerziehende Mutter wirst, dich mit Kindern alleine durchs Leben schlagen musst, inkl. mehrerer Umzüge ..., wird es schwierig mit Bezugspersonen, Freunden, Freundschaften.
 
Und der Staat, Regierung, Regierungen b e s t r a f e n dich als ledige, mittellose, alleinerziehende Frau und Mutter noch zusätzlich mit Armut - trotz/für die von dir geleistete Arbeit, Sorge-Arbeit und deine Selbstbestimmung. "Bürgergeld", Hartz IV, Sanktionen: Kürzen, Unterschreiten sogar des sogen. Existenzminimums - vorsätzliche Existenzgefährdung, sukzessive Existenzvernichtung.
 
Für alles in diesen 30 Jahren, Lebensjahren, Geleistete, Durchlittene, Entbehrte, Bewältigte erhältst du nicht einmal wenigstens von irgendjemandem Anerkennung, Wertschätzung, nein, du wirst n u r bepöbelt und existenziell! sukzessive vernichtet: Bürgergeld, Sanktionen, Armut.
 
Nein, es verhält sich gerade nicht so, dass es keine Alternative zu patriarchaler Ehe und Kleinfamilie gäbe, aber diese Alternative - cohousing, Wahlverwandtschaften, alternative Wohnformen, Wohnprojekte - werden staatlich nicht gefördert, unterstützt.
Ehe und Kleinfamilie werden nach wie vor vom Staat, von Regierungen gefördert, als einzig akzeptable "Lebensform" anerkannt, siehe deshalb auch die sogen. Homoehe.
Hauptsache patriarchale Institution Ehe. Patriarchat.
 
Nein, es verhält sich keineswegs so, dass die "dumme, schlechte, böse, unfähige, gestörte" Mutter, Alleinerziehende, Frau - in diesem Falle, aber eben nicht nur ich - ihre Kinder "nicht richtig erzogen" oder ihnen Falsches "vorgelebt" hat. Sie hat sie halt nur nicht autoritär abgerichtet, dressiert.
Diese Mutter, Frau, Alleinerziehende - in diesem Falle ich - hat ihre beiden Kindern nie vernachlässigt, misshandelt, nie ihre eigenen Bedürfnisse über die der Kinder gestellt, sondern drei Jahrzehnte erhebliche Verzichte geleistet, sie hat nicht gesoffen, gekifft, gefressen.
Sie war all die Jahre, trotz bestehender materieller Armut und fehlender weiterer Bezugspersonen (Väter, Großeltern, Familie ...), um das physische, leibliche, gesundheitliche und psychisch-emotionale Wohl der Kinder bemüht. Soweit es ihr sozioökonomisch möglich war und ist.
Es sind auch nicht ihre beiden Kinder, die chronisch krank, mangelernährt, untergewichtig, abgemagert waren oder sind und es sind auch nicht die Kinder, die völlig sozial isoliert vegetieren - es ist die Mutter. WEIL sie allein alleinerziehend, ledig, mittellos ist.
 
Wenn du dann endgültig nicht mehr kannst - weder physisch noch psychisch, weil du seit etlichen Jahren schon nur noch im roten Bereich "funktionierst": ohne Treibstoff, Energie ... - und dich ans Jugendamt wendest, heißt es: Nein, Hilfe kann nur Ihr volljähriges Kind beantragen.
 
Und vom Jobcenter wirst du im "Bürgergeld"-Vollzug überdies vollsanktioniert. Vollsanktionierung, Totalsanktion wegen "fehlender Mitwirkung" - Zwang, Strafe, Gewalt: Entzug der Existenzgrundlage - Existenzvernichtung. Staat. Macht. Gewalt.
 
Es geht nicht um "Beziehungen erzwingen", sondern um Verantwortung, angemessene Fürsorge, Mitgefühl, Wertschätzung, Loyalität - das sollte ein Kind von seinen Eltern erwarten können und gleichermaßen alternde, ggf. kranke, mittellose Eltern von ihren volljährigen Kindern.
 
Kinder sind keine "Privatsache, Privatangelegenheit", kein "Privatvergnügen", dies insbes. dann nicht, wenn deren "Eltern" überzeugt ledige, deshalb mittellose, unfreiwillig alleinerziehende Mütter, Frauen sind, die ungeplant schwanger wurden.
 
Welche "souveräne Entscheidung" hat mich in welche Lage gebracht?
Nein, Sorge-Arbeit ist keine Privatsache - ganz im Gegenteil. Siehe schon alleine Art. 6 Abs. 4 GG. Sowie diese Tatsache:
 
Wie geht eine Gesellschaft mit ihren Alten, Sterbenden, Kranken, Versehrten, Kindern, Fremden um?
Wir lagern sie sämtlich in Einrichtungen zur Fremd"betruung" aus - bequem, kalt, schäbig. Um "frei", ohne Ballast, der Lohnarbeit frönen zu können, uns unter diese Knute zu beugen.
Wohl wissend, aber zumeist, alltäglich verdrängend, dass wir alle einmal Kinder waren, krank, alt werden und dass nichts im Leben eines jeden Menschen so gewiss ist wie der Tod - nicht nur sein eigener.
Wie barbarisch kann Mensch sein: wenn sein Mitgefühl betäubt ist.
 
Im Gegensatz zu meinen biologischen "Eltern" habe ich mich um meine beiden Kinder verantwortungsvoll, bedürfnisorientiert im Rahmen meiner sozioökonomischen Möglichkeiten gekümmert, sie umsorgt - sie nicht abgeschoben, entsorgt.
 
Aber nach wie vor gilt offensichtlich: Den Vätern die Rechte, den Müttern die Pflichten. Patriarchat.
Wenn du dich als Mutter von deinen Kindern trennst, giltst du als "Rabenmutter", ein "Vater" darf seine Kinder aber problemlos, konsequenzenlos, ohne Nachteile oder gar Strafen im Stich lassen. Lebenslang.
 
Nein, für jedenfalls mich war es k e i n "Privatvergnügen", allein alleinerziehend, ohne jeglichen familiären, sozialen Rückhalt, Beistand, ledig, deshalb mittellos 31 Jahre lang für zwei Kinder Fürsorge, Sorge-Arbeit zu leisten, Verantwortung zu tragen.
Arbeit - Leistung - Armut.
 
Und das, siehe oben: MITGEFÜHL ..., trifft m.E. auch auf einen "erwachsenen" (?), 30-jährigen Bruder gegenüber seiner 13 Jahre jüngeren Schwester zu: wenn er weiß, dass sie sich einen Bruder als Bezugsperson wünscht, braucht.
 
Nein, leider konnte ich meinen beiden Kindern eine Familie - Väter, Großeltern, Onkel, Tanten - nicht backen. Ich hatte selbst schon keine solche: Herkunftsfamilie, Eltern, Wurzeln.
Für die säumigen Väter bin ich nicht verantwortlich.
 
Meine Freunde blieben wiederholt auf der Strecke: eben weil ich so früh, mit 19, das erste Mal Mutter wurde, weil ich häufig umziehen musste, weil kinderlose Freunde umzogen (Studium) und andere Interessen hatten, weil soziokulturelle Teilhabe in Armut nicht möglich ist:
Hartz IV, Bürgergeld, materielle Armut, infolgedessen chronische Krankheit, fehlende Mobilität, fehlende soziokulturelle Teilhabe und neue Leute, Freunde, Sozialkontakte finden, kennenlernen, Beziehungen knüpfen ist nahezu unmöglich.

Es gibt auch keine Art "Kontaktbörse" für mittellose Menschen, keine offenen Begegnungsstätten (nicht: Vereine!), die fußläufig, ohne Kosten, ohne ÖPNV für eingeschränkt mobile Menschen erreichbar sind.
 
Ich wohne in einem weit außerhalb des Zentrums gelegenen, elitären Stadtteil. Nur hier habe ich vor elf Jahren mit Glück eine jobcentertaugliche Wohnung gefunden.
Hier gibt es keine "Sozialkaufhäuser", Begegnungsstätten, Sozialberatungsstellen, keine Rechtsberatung (ÖRA-Zweigstelle), keine linken "Läden", Projekte, Initiativen. Fahrrad hatten immer nur die Kinder: secondhand.
 
Warum "nebenan.de" für mich keine Option ist - keinen Bock auf Kontrolle, Überwachung.
"Demnach werden persönliche Nutzerdaten auch mit Drittfirmen, Behörden und "anderen Nutzern" geteilt. Die Diensteübergreifende Identifizierung der Nutzer erfolgt je nach Dienst z. B. über Geräte-ID, Werbe-ID, IP-Adressen, Kontaktdaten oder Ortungsdaten."
Damit, siehe oben: "teilen" der Nutzerdaten mit, Zitat: "Behörden und `anderen Nutzern´", hat es sich für jedenfalls mich auch schon erledigt.
 
Es gab und gibt übrigens offenbar durchaus Männer, Söhne, die aus einfachen Verhältnissen, Arbeiterfamilien stammen und nach ihrem "sozialen Aufstieg" gerade ihre mittellosen Mütter nicht verleugnet haben, bspw. Albert Camus, Pierre Bourdieu, David Graeber, Édouard Louis, Didier Eribon.
 
-
16. August 2023
 
Mütterkult
 
Ihr wollt keinen "Mütterkult" - keine Wertschätzung von Müttern?
 
Ja, ich war auch mal so dumm, naiv, manipulierbar, mir diesen patriarchalen Dreck einreden zu lassen.
 
Nein, nicht alle biologischen Mütter sind auch gute soziale Mütter, die hierzu zu stellende Frage ist:
Aus welchen Gründen sind oder waren sie es nicht? Warum konnten sie es nicht sein?
Stichworte Armut, Alleinerziehendsein, fehlende weitere Bezugspersonen - nicht: Betreuungspersonal, Fremdbetreuung, chronische psychische oder physische Erkrankungen, Traumatisierung, Gewalterfahrung, Vernachlässigung in eigener Kindheit, unfreiwillige Schwangerschaft und Mutterschaft, ohne Möglichkeit, legal und medizinisch sicher abtreiben, einen Abbruch vornehmen lassen zu können, weitere belastende, beschädigende Lebensumstände, Arbeit u.a.m..
 
Und dann mal ganz Grundsätzliches:
 
Mindestens und jedenfalls beim Kinderzeugungsfick, Geschlechtsverkehr, hatte jedenfalls der biologische Kindesvater seinen Spaß: seinen Schuss, seinen Orgasmus, seinen Erguss, seine Befriedigung.
Was die biologische Kindesmutter betrifft, ist das keineswegs so selbstverständlich der Fall, sie kann leider auch ohne sexuelle "Befriedigung", Erfüllung und sogar unter Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, bei Penetration, bei der Kindeszeugung schwanger werden/geworden sein.
 
W e r aber hat danach alle physischen, psychischen, emotionalen, zumeist auch sozialen und existenziellen "Herausforderungen", Belastungen mehrheitlich oder auch alleinig zu tragen: die Schwangere, die werdende Mutter, die Frau.
 
In i h r e m Leib wächst und entwickelt sich der Embryo, der Fetus, das Ungeborene.
 
S i e hat - nicht immer, aber doch meistens - die Schwangerschaftsbeschwerden auszuhalten: Übelkeit (nicht nur die ersten drei Monate), Brustschmerzen, Verdauungsbeschwerden, ggf. Ödeme, die mit zunehmendem Bauchumfang einhergehenden Bewegungseinschränkungen, auch im Liegen, beim Schlafen, Verdrängung innerer Organe, Sodbrennen, Dehnungsstreifen/Schwangerschaftsstreifen und noch anderes mehr - bis hin zu Schwangerschaftsdiabetes, Präeklampsie und Gestose etc.. 
 
Es ist i h r Körper, auf, an, in dem Schwangerschaft, Geburt/Gebären und Stillen ihre Spuren irreversibel hinterlassen, auch bspw. Dammschnitte oder -risse, durch das Stillen erschlaffte Brüste, Veränderungen der Vulva, Gebärmuttersenkung u.a.m..
 
S i e, die Frau, die (werdende) Mutter, die Gebärende ist es, die die Schmerzen der Wehen, Geburt, des Gebärens zumeist über Stunden zu ertragen, zu durchleiden hat.
 
S i e ist es, die vom Stillen (anfangs) nicht selten wunde, sogar blutende Brustwarzen hat, die bei jedem Anlegen höllisch wehtun.
 
S i e hat ggf. Blasen- und Brustentzündung nach Geburt (wegen bspw. gelegtem, verunreinigten Blasenkatheter) und durch das Stillen.
 
S i e hat den Wochenfluss, kann wegen Dammriss oder -schnitt wochenlang kaum sitzen, hat Nachwehen und i h r e inneren Organe, vor allem aber Vagina und Vulva müssen sich erst wieder allmählich "zurückbilden", soweit es nach mehreren (vaginalen) (Spontan-) Geburten noch und je individuell möglich ist.
 
Nein, Schwangerschaft, Geburt/Gebären und Stillen sind keine Krankheiten, aber zweifelsohne sind sie dennoch meistens physisch, nicht selten auch psychisch belastend, beschwerlich, beeinträchtigend für die jeweilige Frau, Schwangere, Gebärende, Mutter - und sie hinterlassen irreversible Spuren, manchmal auch Blessuren, in schlimmen Fällen auch ein Trauma.
All das: bei der Frau, der Mutter - nicht beim Mann, Vater.
 
Es ist die biologische Frau, die entstehendes, werdendes Leben in, durch, mit ihrem Leib neun Monate trägt, schützt, dafür auch auf einiges verzichtet, die sich zurücknimmt, dies ohnehin und noch weit mehr, wenn das Kind geboren ist.
 
Es ist die biologische Frau, die neues Leben, einen neuen Menschen - unter starken Schmerzen, Wehen - zur Welt bringt.
Durch ihre Vagina und Vulva muss der Kopf des Babys herausgepresst werden - unter sehr starken Schmerzen. Und ihre Vulva fühlt sich dadurch, dabei wie zerfetzt ... an. Nicht die Genitalien des Mannes, Vaters.
Ihr Damm wird nach der Geburt genäht. Nicht der des Mannes, Vaters.
S i e hat die Dammnaht.
 
Es ist die biologische Frau und Mutter, die dann fast immer als auch soziale Mutter die erste Hauptbezugsperson, wichtigste Bindungsperson für das Neugeborene, den Säugling, das Kleinkind ist. Auch durch das Stillen, siehe Oxytocin. Mutter-Kind-Bindung.
 
S i e ist es, die es stillt, nährt, pflegt, umsorgt, seine Bedürfnisse fürsorglich, zugewandt, aufmerksam, empathisch, liebevoll und unermüdlich Tag und Nacht erfüllt - und infolgedessen nicht selten bald physisch und psychisch auf dem Zahnfleisch geht, weil sie selbst, vor allem im ersten Jahr, zumeist aber auch noch bis zum dritten Lebensjahr des Kindes, oft auch noch länger (siehe auch kranke Kinder) nachts nicht mehr durchschlafen, mal in Ruhe essen oder duschen, einkaufen, den Haushalt bewältigen ... kann. Geschweigedenn irgendetwas anderes für sich in Ruhe und längere Zeit, ohne Unterbrechung, tun.
 
S i e ist es, die das Kind meistens wickelt, füttert, trägt, wiegt, streichelt, massiert, es in den Schlaf singt, mit ihm spielt, dafür sorgt, dass es nicht überreizt wird, sich aber auch nicht langweilt (als Kleinkind und älteres Kind), dass es nicht schwitzt oder friert, dass es nicht Hunger leidet, dass es gesund ernährt wird, dass seine physische und psychische Entwicklung gut verlaufen kann, dass es zur richtigen Zeit das passende "Spielzeug", Materialien, Gegenstände, die alters-, kindgerechte Umgebung hat, ausreichend frische Luft, Natureindrücke, Naturkontakt erhält, vor Schaden, Gefahr, Verletzungen bewahrt, beschützt wird, sich nicht nachts ängstigt, nicht unter Trennungs-, Verlustschmerzen leidet, sich frei und individuell entfalten, ausprobieren, die Welt entdecken, erkunden, begreifen (lernen) kann und etliches andere mehr.
 
S i e ist es, die rund um die Uhr achtsam, aufmerksam und empathisch ist, die die feinen Antennen hat, sofort auch nachts aufwacht, wenn das Baby sich regt, Geräusche von sich gibt.
S i e ist es, die sich darum kümmert, dass es im Schlaf nicht überhitzt oder friert, dass es die Lage wechselt usw., die nachsieht, ob alles in Ordnung ist, ob es ihm gutgeht, ob es sich wohlfühlt. Tags wie nachts. 
 
S i e ist es auch, die nicht selten vom biologischen Kindesvater allein-, im Stich gelassen wird.
 
Der Kindesvater, der all die Sorge-Arbeit n i c h t leistet: Tag und Nacht.
Der n i c h t alltäglich Fürsorge leistet und Verantwortung für das psychisch-emotionale, physische, soziale Wohlergehen seines Kindes trägt.
Der oft nicht einmal wenigstens den Mindestunterhalt zahlt und/oder auch nicht von seinem Umgangsrecht Gebrauch macht.
Der säumige, verantwortungslose "Vater". Der dennoch nicht als Rabenvater bezeichnet, diffamiert, ausgegrenzt, geächtet wird, wenn/obwohl e r sich einfach aus dem Staub macht, seiner Verantwortung entzieht, sein K i n d im Stich lässt, zurücklässt: "entsorgt".
 
Wie praktisch, dass es ja noch die - biologische und soziale - Mutter, Frau gibt. Die sich kümmert. Die alles leistet, erträgt, bewältigt. Jeden Tag. Jede Nacht. Jahre lang. Auch selbst: mutterseelenallein. Allein alleinerziehend.
 
Es ist nach wie vor mehrheitlich weltweit, auch in Deutschland, die biologische und soziale Mutter, die den Hauptteil, als allein Alleinerziehende - ohne weitere Bezugspersonen (Kindesvater, Großeltern, weitere Familie oder enge Freunde) - auch die alleinige Verantwortung trägt und Sorge-Arbeit leistet: physisch, psychisch-emotional, sozial, inklusive Haushalt, nicht selten zusätzlich zu Lohnarbeit, Erwerbstätigkeit oder Ausbildung, Studium, Jobs und oft auch für mehrere Kinder.
 
Es ist die biologische und soziale Mutter, Frau, die dafür nach wie vor keinerlei, nicht einmal wenigstens gesellschaftliche und politische Wertschätzung erhält - oft nicht einmal vom Kindesvater und/oder ihren (älteren oder erwachsenen) Kindern, der "Familie" - von einem Sorge-Gehalt, Einkommen ganz zu schweigen.
 
Nein, es wird nicht mehr über all das, diese systematische, staatliche, kapitalistische, patriarchale Ausbeutung der biologischen und sozialen Frau und Mutter und über das Mütterbashing sowie über regretting motherhood und weltweite Frauenarmut, Mütterarmut geschwiegen.
Es wird nicht mehr einfach ausgehalten, durchgestanden, geleistet, bewältigt, "klaglos", devot als selbstverständlich, als "normal" hingenommen zumindest nicht, was mich betrifft.
 
Was wäre diese Welt ohne empathische, fürsorgliche, liebevolle, verantwortungsvolle, gebende Frauen und Mütter.
 
Das Mindeste, das ihnen zusteht, ist echte, nicht bloß geheuchelte Wertschätzung, d.h. auch: angemessene Entlastung, Unterstützung, Beistand, Rückhalt: sozial, emotional, existenziell - durch die Gesellschaft, Gemeinschaft, von Politik, Regierenden. Fürsorge für sie selbst: die unentbehrlichen, unersetzlichen Frauen, Mütter, Sorgenden, Gebenden, Arbeitenden, Entbehrenden, Verzichtenden, Liebenden.
 
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16. April 2025
 
Kommentar zu verlinkter arte Twist Doku aus 2025 - "Female Rage - Wut als Waffe?"
 
Ich sehe hier nur junge Frauen - was ist mit Frauen ab 40, 50 und älter? Was ist mit wütenden Frauen in den Wechseljahren? Dürfen Mütter wütend sein? Bspw. wenn/weil sie als gratis Sorge-Arbeit-Leistende staatlich systematisch ausgebeutet werden und wenn sie mittellos, alleinerziehend und überzeugt ledig sind, vom Staat, von Regierungen mit materieller Armut bestraft werden.
 
Ich bin schon seit geraumer Zeit sehr wütend, das drückt sich auch in meinem blog aus.
Aber es ist sehr anstrengend, politisch - Das Private ist politisch. - Widerstand täglich über Jahre und Jahrzehnte als mittellose, ledige, alleinerziehende Frau und Mutter gegen das Patriarchat - siehe Kapitalismus, Konservatismus, Sexismus, nicht "nur" Religionen ... - zu leisten: "neben" der allein zu tragenden Fürsorge und Verantwortung für zwei Kinder, neben der ausgrenzenden, isolierenden Armut, neben diversen Jobs, Ausbildungen, Studium, Umzügen und mittlerweile chronischen physischen Krankheit(en). Ja, es sind bekanntlich fast immer die Frauen, die Mütter, die früher oder später aufgrund alldessen, all der nach wie vor bestehenden "Missstände" auf der Strecke bleiben: physisch, sozial, existenziell.
 
Und als "wütende Frau", die ihre Wut, ihre Kritik äußert, wirst du auch heute noch psychisch pathologisiert - u.a. von "Partnern", Männern. Denn du hast gefälligst die devote, hingebungsvolle, sanftmütige, eierlegende Wollmilchsau zu sein - ohne eigenen Körper, Bedürfnisse, Sorgen, Nöte, Grenzen, Wünsche, denn äußerst du sie, erhältst du n i c h t s zurück, bspw. auch nicht von erwachenen Kindern. Denn dieses Mutterbild, Mutterklischee wird nach wie vor in unzähligen Filmen, Serien, Romanen weiterzementiert. Und die meisten Mütter (in Deutschland) sind nach wie vor Ehefrauen - wirtschaftlich, finanziell, oft auch sozial von einem Mann, ihrem Ehemann abhängig.
 
Wiztig, eher absurd finde ich, dass ausgerechnet hässliche, auch charakterlich abstoßende Männer Feministinnen, insbes. Radikalfeministinnen immer zuerst als hässlich zu diskreditieren versuchen - sie projizieren ihre eigene innere wie äußerliche Hässlichkeit auf Frauen. Sie hassen selbstbewusste, starke, selbstbestimmte Frauen, weil sie sich ihnen unterlegen und zugleich sexuell und existenziell (siehe Gebärneid) von Frauen abhängig fühlen. Patriarchat ist destruktiver Kompensationsversuch.
 
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19. Januar 2025
 
Finden biologische Eltern ihre biologischen erwachsenen Kinder üblicher-, ggf. natürlicherweise eher unattraktiv?
 
Gibt es eigentlich Wissen, Fakten, Erkenntnisse, Studien, valide Daten dazu, ob/dass biologische Eltern, ggf. auch nur Mütter (?), ihre pubertierenden oder erwachsenen Kinder generell äußerlich, rein optisch eher unattraktiv, nicht attraktiv finden und hat das ggf. natürliche, biologische, evolutionäre Gründe, bspw. dass Inzest bzw. insbesondere sexuelle Kontakte zwischen biologischen Eltern und ihren erwachsenen Kindern dadurch leichter vermieden wird?
 
Ich beziehe mich dabei nicht auf Sympathien, Bevorzugung oder Benachteiligung bestimmter erwachsener Kinder, Geschwister, nicht auf von Eltern vorgenommene Beurteilung oder Bewertung der Persönlichkeit, des Charakters, des Verhaltens ihrer jugendlichen oder erwachsenen Kinder, sondern rein nur auf die Einstellung, Empfindung bzgl. deren Aussehens - des Gesichts und/oder Körpers insgesamt.

Und verhält es sich ggf. auch umgekehrt ähnlich: Finden auch jugendliche und/oder erwachsene Kinder ihre biologischen Eltern mehrheitlich äußerlich eher unattraktiv? Das erklärte sich allerdings leichter, denn physische Attraktivität schwindet üblicherweise in (weiter) fortgeschrittenem Alter, die meisten Menschen werden, unabhängig vom Geschlecht (gleich, ob Frau oder Mann), mit 20, 30 oder 40 besser, auch gesünder, vitaler, heiterer ausgesehen haben als mit 60, 70 oder 80 ... .

Möglicherweise tritt dieser Effekt, Eindruck, dieses Empfinden - das eigene erwachsene Kind unattraktiv zu finden - auch nur dann auf, wenn biologische Eltern und erwachsene biologische Kinder sich mehrere Jahre oder Jahrzehnte nicht gesehen haben, da dann die Gewöhnung durch alltägliches Sehen, durch alltägliche, unbewusste "Begleitung der Veränderungen" fehlt und man deshalb Veränderungen deutlicher, stärker wahrnimmt. ?
 
Bei mir verhält es sich bspw. so und ich fand meine Kinder beide, als sie noch im Kindesalter bzw. in der Pubertät, jugendlich waren, eigentlich ganz niedlich, nicht "auffallend, überdurchschnittlich schön" (bin/war ich auch nicht), aber durchaus hübsch, ansprechend, also nicht unattraktiv oder gar hässlich.
 
Nun habe ich mehrere aktuelle Fotos von meinem knapp 32-jährigen, also noch sehr jungen, auch sportlichen, gesunden Sohn gesehen, den ich mehrere Jahre nicht persönlich sah ... und bin tatsächlich einigermaßen erschrocken. Er hat sich, nach meinem subjektiven Empfinden, gerade im Vergleich zu noch seinen 20ern äußerlich sehr stark negativ verändert ... .
Was mir dabei besonders aufgefallen ist, sind nicht veränderliche Äußerlichkeiten wie bspw. die Frisur, sondern die Gesichtszüge - mein Sohn sieht seinem biologischen Vater inzwischen (Gesicht vor allem) sehr viel ähnlicher als als Kind oder Jugendlicher oder Mitte 20-Jähriger.
 
Mir wurde früher allerdings sehr oft gesagt, mein Sohn sähe mir sehr ähnlich - als er noch Kind war.
Für meine Tochter gilt das Gegenteil, sie sah und sieht auch jetzt - oberflächlich betrachtet, auf den ersten Blick - ihrem biologischen Vater immer schon ähnlicher als mir, insbes. Augen- und Haarfarbe betreffend.
 
Was mir bei meinem Sohn aber schon früher, bereits in dessen Kindheit, auffiel: Er hatte immer wieder mal eine sehr ähnliche Mimik wie sein biologischer Vater; das konnte er sich nicht "abgeguckt" haben oder unbewusst imitieren, denn er ist mit seinem Vater nicht aufgewachsen, hat diesen nur wenige Male, vor allem als Kleinkind, gesehen, hatte also keinen Umgang, Kontakt mit ihm - es muss daher genetisch bedingt sein.
 
Im Übrigen fand ich die beiden biologischen Väter meiner Kinder auch nie "besonders attraktiv". Beide habe ich auch nicht geliebt - Sympathie zeitweilig ja, Liebe: nein. Meine Kinder waren beide nicht "geplant".
Wenn man jemanden liebt, findet man ihn dann/deshalb oft auch äußerlich "schön", obwohl er es nüchtern betrachtet, abgesehen auch von individuellem Geschmack, vielleicht nicht ist. ;)
 
Ist ggf. auch das "natürlich" - dass es um die 30 so deutlich wahrnehmbare äußerliche Veränderungen des Gesichts eines Menschen gibt, dahingehend, dass dieser Mensch äußerlich einem seiner beiden biologischen Eltern zunehmend mehr ähnelt und hat das ggf. auch etwas mit dem jeweiligen biologischen Geschlecht zu tun?
 
Denn es scheint bspw. auch einige Frauen zu geben, die - nicht nur auf eigenem, subjektiven Eindruck basierend - in ihrer Kindheit eher ihrem biologischen Vater ähnlich sahen, mit zunehmendem Alter aber immer mehr ihrer biologischen Mutter ähneln, trifft jedenfalls auch auf mich zu.
Werden auch Jungs mit zunehmendem Alter(n) mehrheitlich ihren biologischen Vätern äußerlich ähnlicher?
 
Sind das global verbreitete Phänomene und haben sie ggf. bestimmte biologische oder evolutionäre Hintergründe, "Ursachen"?
Oder verhält es sich damit von Familie zu Familie völlig unterschiedlich?
 
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