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Lebenskunst für Laien

Sabeth schreibt Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus - non serviam.

Europawahl 2024

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10. Juni 2024
 
Europawahl 2024, (vorläufiges) Ergebnis - Wer wählte was, nach Alter, Geschlecht, Bildung, Tätigkeit (Job), gemäß "tagesschau".

Ich habe da so meine Zweifel. Angeblich haben vor allem Arbeiter mit niedrigem Lebensstandard AfD gewählt.
 
Patriarchal-autoritäre, konservative, neoliberale Parteien - CDU, AfD - also Männerparteien haben deutlich mehr Männer als Frauen gewählt.
Das überrascht mich selbstverständlich nicht im Mindesten.
 
Im Alter zwischen 16 und 34 wurden mehrheitlich "Andere" gewählt - Kleinparteien.
Die CDU wurde vor allem von Menschen ab 45, vor allem von jenen ab 60 und noch mehr von den ab 70-Jährigen gewählt.
CDU: Partei von und für Männer und Alte.
 
Sowohl CDU als auch AfD wurden vor allem von Menschen mit niedriger Bildung gewählt.
Auch das überrascht mich nicht.
Je höher die Bildung, desto mehr wurden "Andere", andere Parteien als die etablierten gewählt.
Überrascht mich auch nicht.
 
Die CDU wurde nicht nur von mehrheitlich alten Menschen und Männern gewählt, sondern auch von solchen mit hohem "Lebensstandard", Stichworte Wohlstand, Vermögen, Wohlhabende, Vermögende. Kapitalismus.
Niemanden verwundert das.
 
Was die Seite der "tagesschau" völlig verschweigt, ist die Tatsache, dass wir seit 30 Jahren! in Ostdeutschland, ehemaliger DDR, ein braunes Problem haben. Pegida, AfD, IB (Identitäre Bewegung), Neue Rechte, NSU, Neonazis: Rassismus, Rechtsextremismus, Rechtsterrorismus.
Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Mölln, Saal, Ueckermünde, Cottbus, Sonneberg, Hanau ... NSU - allzu schnell wird aus Rechtsextremismus massive, sogar tödliche Gewalt, Rechtsterrorismus.
 
Fazit:
Der Westen ist schwarz: CDU, der Osten ist blau: AfD.
Die Mehrheit der Wahlberechtigten und Gewählthabenden ist demgemäß konservativ, autoritär, kapitalistisch, neoliberal, egoman, alt und männlich.
Patriarchat. Unreife. Demokratie?
 
Und da es kein AfD-Verbot gibt, bin ich gespannt, wie lange es jetzt noch dauert: bis zur schwarz-blauen, schwarz-braunen Koalition - "Regierungsbildung" ... . CDU, AfD.
"Nie wieder"? Demokratie? Hier: Deutschland.
 
Am 08. April 2024 schrieb ich bereits:
Der Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU ist für die Tonne. Friedrich Merz stimmt die Wähler längst auf eine Koalition zwischen CDU und AfD ein - auch auf Bundesebene. Es wird auch dann heißen, das sei "der Wählerwille".
 
Der europaweite Rechtsruck, backlash, rollback, Rechtsextremismus, siehe u.a. die aktuell vorläufigen Wahlergebnisse der Europawahl und Kommunalwahlen, zeigt, dass etliche Menschen, mehrheitlich Männer, Autoritarismus, Konservatismus, Rassismus, Kapitalismus wollen, Demokratie nicht können.
 
-
 
Warum ich keine etablierten, "großen" Parteien - CDU/CSU, FDP, SPD, Grüne - gewählt habe, sie nicht wähle, AfD sowieso grundsätzlich nicht, nie:
Was soll ich mit einem, Zitat "demokratischen Mehrheitspotenzial", d.h. mit etablierten Parteien, die sämtlich nicht meine politischen Interessen, meine Werte vertreten, sondern diese und u.a. auch meine Lebensverhältnisse untergraben, übergehen, mit Füßen treten.
Was hoffentlich nicht nur, aber jedenfalls auch meine politischen Interessen, Überzeugungen, Werte anbetrifft: echt links: Gemeinwohl, soziale Gerechtigkeit, Soziokratie (Konsentprinzip), Schutz der Lebensgrundlage, Anarchismus, Feminismus ... .
 
-
ursprünglich verfasst am 18. März 2024
 
Im Kapitalismus wie auch Neoliberalismus geht es nicht und ging es noch nie je um Gemeinwohl - das war nie das Ziel. Sondern Kapitalakkumulation, Wohlstand, Reichtum nur bestimmter, weltweit vergleichsweise weniger Menschen: zu Lasten zahlreicher anderer.
 
-
 
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Europawahl 2024, Wahlergebnis, Parteien, Wähler, Geschlecht - Männer, FrauenEuropawahl 2024, Wahlergebnis, Parteien, Wähler, Geschlecht - Männer, Frauen

Europawahl 2024, Wahlergebnis, Parteien, Wähler, Geschlecht - Männer, Frauen

Europawahl 2024, vorläufiges Ergebnis, Wähler, Alter 16 bis 24 Jahre und 25 bis 34 Jahre. Europawahl 2024, vorläufiges Ergebnis, Wähler, Alter 16 bis 24 Jahre und 25 bis 34 Jahre.

Europawahl 2024, vorläufiges Ergebnis, Wähler, Alter 16 bis 24 Jahre und 25 bis 34 Jahre.

Europawahl 2024, Wähler, Alter 45 bis 59 Jahre

Europawahl 2024, Wähler, Alter 45 bis 59 Jahre

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Europawahl, Ergebnis, Wähler, Alter 60 bis 69 Jahre und 70 Jahre und älter. Europawahl, Ergebnis, Wähler, Alter 60 bis 69 Jahre und 70 Jahre und älter.

Europawahl, Ergebnis, Wähler, Alter 60 bis 69 Jahre und 70 Jahre und älter.

Europawahl 2024, Ergebnis, Wähler nach Bildung, Bildungsstand, hier siehe "einfach" und "hoch".Europawahl 2024, Ergebnis, Wähler nach Bildung, Bildungsstand, hier siehe "einfach" und "hoch".

Europawahl 2024, Ergebnis, Wähler nach Bildung, Bildungsstand, hier siehe "einfach" und "hoch".

Europawahl 2024, Ergebnis, Wähler, Lebensstandard - hoch: CDU, niedrig: AfD, Andere, BSW. Europawahl 2024, Ergebnis, Wähler, Lebensstandard - hoch: CDU, niedrig: AfD, Andere, BSW.

Europawahl 2024, Ergebnis, Wähler, Lebensstandard - hoch: CDU, niedrig: AfD, Andere, BSW.

Europawahl 2024, Ergebnis andere EU-Staaten

Europawahl 2024, Ergebnis andere EU-Staaten

05. und 06. Juni 2024
 
Europawahl 2024, Wahl zum Europäischen Parlament am 09. Juni 2024 - Kommentar und Fragen zu den Absichten und Zielen der etablierten, "großen" Parteien im Abgleich mit u.a. meinen politischen, somit auch persönlichen Interessen, Überzeugungen, Haltung, Wünschen, Zielen.
 
Kommentierung entlang des oben verlinkten Videos "Inflation, Klima, Wohnen & Co: Der XXL-Parteien-Check, EU-Wahl 2024" von Die da oben!
 
Bin zwar nicht unter 30, sondern 50, habe aber zwei Kinder (31 und 18 Jahre "alt").
Festzustellen ist, dass es nach wie vor keine (etablierte) Partei gibt, die sich

1. für Gemeinwohl, Gemeinwohlökonomie (siehe dazu Christian Felber ...), Commons, Allmende, Commoning, Parecon, degrowth (Postwachstum), also für das Überwinden des global destruktiven Kapitalismus´ ausspricht und engagiert einsetzt

2. bullshitjobs, Niedriglohnsektor, Armut und Ausbeutung sowie leistungslose Einkommen durch bspw. Erbschaften etc. tatsächlich effektiv abschaffen (Verweis auf David Graeber), Lohnarbeit reduzieren und ein - europaweites - BGE, emanzipatorisches Grundeinkommen einführen will, siehe dazu die Europäische Bürgerinitiative Grundeinkommen (EBI) sowie u.a. Rutger Bregman, Philip Kovce, Daniel Häni u.a.m..  

3. ein existenzsicherndes Sorge-Gehalt für weltweit mehrheitlich von Frauen unbezahlt geleistete, unentbehrliche häusliche Sorge-Arbeit (Care, sogen. Reproduktionsarbeit) einführen und den gender care gap sowie die patriarchale Ehe und Kleinfamilie überwinden will, siehe dazu bspw. Silvia Federici und Mariam Tazi-Preve ...

4. für direkte Demokratie, Basisdemokratie bzw. Soziokratie, systemisches Konsensieren, das Konsentprinzip, statt des Mehrheitsprinzips (Demokratie) ausspricht und einsetzt

5. für cohousing und entsprechende Architektur und Infrastruktur einsetzt/engagiert, dies fördern will, Stichwort Einsamkeit, soziale Isolation überwinden, generationenübergreifendes, selbstverwaltetes, selbstorganisiertes Wohnen, Miteinanderleben in Wahlgemeinschaften, Wohnraum "sparen" etc.

6. für ein europaweites Verbot von "Sexkauf", also Frauenkauf, ein Ächten und Verurteilen von Freiern ausspricht/einsetzt, da Prostitution und Porno weder Sex noch Arbeit, sondern ausnahmslos immer "bezahlte" Vergewaltigung, Objektifizierung, Entmenschlichung der (mehrheitlich) Frau sind, weil kein echter, d.h. sexueller (!) Konsens zugrundeliegt

7. gegen die in jedenfalls Deutschland praktizierte Klassenjustiz ausspricht und sie überwinden will

8. gegen Strafe, Gefängnis, Haft, für Abolitionismus, für Wiedergutmachung statt Strafe und angemessene, effektive Prävention - inkl. entsprechender Sozialpolitik - einsetzt

9. Kinderrechte stärkt, wenn Kinder bspw. einen ihnen unbekannten "ausländischen", einen im europäischen Ausland lebenden Vater oder (seltener) Mutter haben, Stichworte Umgangsrecht des Kindes, Recht auf Kenntnis der direkten biologischen Herkfunft/Abstammung, Unterhaltszahlungen, Fürsorge, Verantwortung gegenüber dem Kind, Erbe, Identitätsbildung, Persönlichkeitsentwicklung, Biographiearbeit

10. für demokratische bzw. soziokratische Schule, Lernen, Bildung einsetzt, siehe bspw. Summerhill, Sudbury Valley ... .

11. Die nachweislich! frauenfeindliche und homophobe Transideologie - siehe Transgender, Transpersonen, LGBTQ, "queer", Transition, sogen. "Selbstbetimmungsgesetz" - beenden, aufheben will.
 
-
Zum oben verlinkten Video von "Mr. Wissen to go" zu den etablierten Parteien
 
Was meinen CDU/CSU, Grüne und SPD eigentlich genau mit "Wohlstand"? Und: wessen Wohlstand?
 
Interessant: Die Linke will als einzige (etablierte) Partei ein "Recht auf analoges Leben".
Das ist mir sehr sympathisch. :) 
 
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Stimmzettel zur Europawahl 2024, Muster Stimmzettel zur Europawahl 2024, Muster
Stimmzettel zur Europawahl 2024, Muster Stimmzettel zur Europawahl 2024, Muster

Stimmzettel zur Europawahl 2024, Muster

Leider ist auch MERA25 für "Sexarbeit", für den Erhalt von Prostitution, Freiertum, die Objektifizierung, Entwertung, Entmenschlichung, Entwürdigung der Frau (biologisches Geschlecht).
 
Siehe deren Programmpunkt "Sexismus: Diskriminierung von Frauen* stoppen", dort unter "Freiwillige Sexarbeit destigmatisieren":

"Wir unterstützen die körperliche Selbstbestimmung von Frauen*.
Deshalb wollen wir freiwillige Sexarbeit und das Anbieten sexueller Dienstleistungen
destigmatisieren, indem wir das Prostitutionsschutzgesetz reformieren."
 
Aber immerhin ist MERA25 für ein Sorge-Gehalt:
 
"Gleichstellung: Umverteilung von Sorgearbeit
Sorgearbeit sollte gerecht verteilt sein. Wir wirken deshalb darauf hin, den
sogenannten Gender Care Gap, also die ungleiche Verteilung von Sorge- und
Haushaltsarbeit zwischen den Geschlechtern, zu schließen. Mittels Anreizen,
erweiterten Rechten und einem Fürsorgeeinkommen für Frauen*, Eltern, Familien
und Pflegende wollen wir eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Erwerbs- und
Sorgearbeit ermöglichen."
 
Von einem angestrebten europäischen BGE, emanzipatorischen Grundeinkommen konnte ich im Grundsatzprogramm allerdings nichts finden.
 
Auch Gemeinwohlökonomie, cohousing, Commoning, Postwachstum, Klassenjustiz, Abschaffen von Strafe, Gefängnis, Restorative Justice (Wiedergutmachung statt Strafe) sind, soweit ich es gesehen habe, nicht explizit genannt, allenfalls etwas ungefähr Ähnliches. ?
 
Zu Leihmutterschaft und Transgender, Transideologie (LGBTQ) konnte ich auch nichts finden, wenngleich es bei MERA25 bzw. bei vor allem DiEM25 durchaus in einigen Punkten Übereinstimmungen mit meinen Interessen, Wünschen, Werten gibt.
 
-
Anmerkung
 
Alle anderen (kleineren und/oder etablierten) Parteien, die zur Europawahl 2024 antreten, auf dem Stimmzettel aufgeführt sind und die ich hier nicht erwähnt habe, sind für mich nicht wählbar - entweder, weil sie Ein-Themen-Parteien oder weil sie konservativ, reaktionär, patriarchal-autoritär, religiös, ideologisch, neoliberal, androzentrisch, rechtsextremistisch, frauenfeindlich sind oder weil ich aus anderen Gründen nicht mit deren Vorstellungen, Forderungen und Zielen einverstanden bin, diesen nicht zustimmen kann oder sie mir zu oberflächlich, pauschal, eingleisig sind.
 
-
Bei der Partei "die Basis" finde ich durchaus einige Übereinstimmungen mit meinen Werten, Überzeugungen, Interessen, Zielen, siehe bspw. im "Rahmenprogramm" unter "Zustimmungsgrad zu Themen, die im Wahl-O-Mat nicht zu finden sind", die dort genannten Themen.
 
Aber vieles ist mir bei dieser Partei, in deren Programm, auf deren Seite viel zu pauschal formuliert, zu wenig konkret bzgl. praktischer Umsetzung jeweils welcher Programmpunkte, Forderungen, Ziele ... .
 
Sorge-Arbeit (weltweit mehrheitlich von Frauen unbezahlt geleistet), Fremdbetreuung/Auslagerung von Kindern, Kranken, Alten, Sterbenden, Fremden, working poor (arm trotz Arbeit), effektives Beenden von Ausbeutung und Armut, bullshitjobs, Bürokratie/Verwaltung (Abbau), Porno, Prostitution, Leihmutterschaft, Frauenrechte, Feminismus, Ehe, Kleinfamilie, Transideologie, Gemeinwohlökonomie, Commons/Allmende, cohousing (inkl. entsprechender Architektur und Infrastruktur), Abolitionismus, Abschaffung von Gefängnis (Wiedergutmachung und Prävention statt Strafe), Klassenjustiz, Ersatzfreiheitsstrafen (Armutsstrafen), Polizeigewalt, Rechtsextremismus, demokratische Schule (Reformpädagogik, Summerhill, Sudbury Valley), Abschaffen von Schulpflicht, jedenfalls von Schulzwang, Soziokratie bzw. Konsentprinzip sind, soweit ich es bisher überblicke, bei der Basis nirgendwo genannt, dazu positioniert die Partei sich nicht.
 
Und siehe "die Basis"-Stimmen, Claudia - unten verlinkter X-Eintrag vom 05.06.2024 - zur Deutschlandfahne und "stolz auf dein Land sein". Geht für mich gar nicht.
 
Ich wollte noch nie "stolz auf mein Land" sein und habe auch keinerlei Bedürfnis, Deutschlandfahnen irgendwo ´rauszuhängen oder zu zeigen oder auch nur zu besitzen. Wozu?
Was soll der nationalistische, patriotische Müll?
Satire?
 
Heimat ist regional, nicht national.
Stolz ist grundsätzlich überflüssig. Ich halte es mit Achtung und Wertschätzung sowie Würde - nicht eitlem Stolz.
 
Warum "Heimat verteidgen" patriarchaler Nonsens ist:
Weil Heimat nie national sein kann, sondern immer regional ist und sich nicht innerhalb mehr oder weniger willkürlich, geostrategisch, machtpolitisch gezogener Grenzen befindet, außerdem viel mit Subjektivität, Kindheit, Prägung, Sozialisation zu tun hat.
Und was meint "verteidigen" - warum, wogegen, wofür, womit, wie, mit welchen Folgen für wen? Stichwort Krieg.
Im Übrigen identifiziere ich mich auch nicht mit einem Land, einer Nation oder einer Sache, einem Objekt.
Die Deutschlandfahne finde ich btw von jeher, schon als Kind, ausgesprochen hässlich - da gibt es viel schönere.
 
-
Die Partei "volt" scheint vor allem neoliberal, androzentrisch und patriarchal-autoritär zu sein.
 
Siehe Zitate aus deren oben verlinktem Programm zur Europawahl 2024:
 
"Wir streben daher nach wirtschaftlichem Wohlstand und Wachstum, welches nahtlos mit Umweltschutz verbunden ist. Wir definieren Wachstum neu, indem wir ein „Green Net GDP“ einführen. Mechanismen zur Preissetzung von Kohlenstoff und Ressourcen sollen Industrien in Richtung Nachhaltigkeit lenken. Zugleich sollen die dadurch generierten Einnahmen Innovation und den Übergang zu einer grüneren Wirtschaft fördern.

Ein paneuropäischer Sozialvertrag soll sicherstellen, dass Wohlstand ein gemeinsames Erbe ist,
bei dem Bürger*innen aktiv wirtschaftliche Entscheidungen gestalten. Erste Bedingung für einen
solchen Vertrag ist, Chancengleichheit herzustellen. Unser Ziel ist ein Europa, in dem jede*r Bür-
ger*in ermächtigt ist, sein und ihr volles Potenzial zu entfalten und keine Ungleichheit aufgrund
sozialer Herkunft, Behinderung, Ethnie oder Religion erleben muss.

Solche Bemühungen müssen auch ein gerechteres und transparenteres System gegen Steuerhin-
terziehung und -vermeidung umfassen. Durch globale Zusammenarbeit, hohe Transparenz und
effektive Durchsetzung müssen wir ein progressives und schlankes Steuersystem schaffen. Jede*r
Bürger*in soll einen fairen Beitrag leisten und sich zugleich darauf verlassen können, dass ein
gerechter Anteil gezahlt wird. Unsere Vision: Barrieren für den Erfolg abbauen und eine Gesell-
schaft formen, in der fairere Vermögensverteilung und gleiche Chancen gedeihen. (...)"
 
Es gibt kein "grünes Wachstum". Wir brauchen für den Erhalt unserer Lebensgrundlage(n) sowie für Gemeinwohl, soziale Gerechtigkeit, globale! Solidarität und Kooperation Postwachstum - Kapitalismus, Neoliberalismus überwinden, beheben: global und je regional.
 
"Die Bewältigung unserer Herausforderungen auf nationaler Ebene allein würde nicht ausreichen.
Unsere Vision für Europa geht daher über eine bloße Einheit hinaus. Wir fordern, dass die EU zu
einem Symbol von Stärke und Diplomatie auf der globalen Bühne wird. Hierzu gehören europäische Streitkräfte, welche die Demokratie europaweit sowie über Europas Grenzen hinweg verteidigen und sich für Solidarität und Sicherheit einsetzen. Unterstützt durch einen gemeinsamen Verteidigungshaushalt und gezieltes, strategisches Ressourcenmanagement, sichert diese Entwicklung nicht nur die Interessen der Europäer*innen; sie schafft auch Unabhängigkeit. Die Grundsätze der demokratischen Rechenschaftspflicht werden zugleich gewahrt.

Unabdinglich hierfür ist eine zukünftige gemeinsame EU-Außenpolitik, die auf globaler Ebene
Zusammenhalt und Proaktivität ausstrahlt. Wir fordern eine*n Europäische Außenminister*in und
ein Europäisches Außenministerium, welche die Entscheidungsfindung effektiver gestaltet. Dies
ist eine essentielle Ergänzung zu einer Europäischen Armee, um eine feministische Außenpolitik zu gewährleisten und diplomatische Wege zu öffnen. (...)"
 
Nein: Feministische Außenpolitik, Feminismus (Radikalfeminismus, also echter, genuiner Feminismus), Pazifismus hat nichts mit Militär, Armee, Aufrüstung, vorgeblicher "Verteidigung" mittels Militär, Gewalt, Krieg zu tun.
 
Feminismus ist mit Nationalismus, Patriotismus, Eurozentrismus, Militär, "Verteidigung" mittels  Militär, Krieg, Gewalt grundsätzlich unvereinbar.
 
"Unsere Bildungsidee stellt die Schüler*innen in den Mittelpunkt, indem es interdisziplinäres Lernen und projektbasierte Ansätze einschließt. Bildung geht in unserer Vision über bloße Wissensaneignung hinaus: Kinder sollen sich zu verantwortungsbewussten Bürger*innen entwickeln, indem sie demokratische Teilhabe, Medienkompetenz und kritisches Denken erlernen. Über Grenzen hinweg harmonisierte Bildungssysteme fördern ein sozial vereintes Europa, das kulturelle Unterschiede feiert und Mobilität ermöglicht."
 
Was heißt das konkret? Auch hier, "volt", finden sich etliche absichtsvoll sehr pauschal gehaltene, wolkige, ködern wollende, manipulative Formulierungen ähnlich wie bei der "Basis". Es wird nie gesagt, welche konkreten Konzepte man jeweils hat - wohl, weil man keine hat ;) - und was wo wie genau von wem und für wen praktisch umgesetzt, geschaffen, gestaltet werden soll.
 
Was meint ein "Europa, das kulturelle Unterschiede feiert" - wer "feiert" da was wie mit welchen Folgen? Hört sich schon verdächtig nach Identitärer Bewegung an ... .
 
Und auch bei "volt" kein Wort zu Frauenrechten, Sorge-Arbeit, Sorge-Gehalt, BGE, Fremdbetreuung, Porno, Prostitution, Leihmutterschaft, Ehe, Kleinfamilie, Alleinerziehenden, Transideologie.
Androzentrischer, maskulinistischer, neoliberaler, patriarchaler Männerverein.
GO AWAY!
 
-
update 18. Juni 2024
 
Zu oben verlinktem Video von "Die da oben" - "Das steckt hinter Volt":
 
Die, Zitat "2, 3, 4 Themen", die volt bzw. Damian Boeselager für vernachlässigbar hält, sind Menschen, Bevölkerung von/in Europa aber möglicherweise sehr wichtig - so bspw. aktive Sterbehilfe, selbstbestimmtes Sterben, also auch ärztlich begleiteter Suizid oder auch Leihmutterschaft, Prostitution bzw. Freiertum und Porno, Stichwort Nordisches Modell, dann auch das Recht, straffrei und medizinisch sicher einen Schwangerschaftsabbruch als Frau vornehmen lassen zu dürfen und zu können: Abtreibung.

Wie steht volt zu Postwachstum, Postkapitalismus, Gemeinwohl, Gemeinwohlökonomie, Commons, Parecon, ökologischer Landwirtschaft, bestehender Klassenjustiz, einem emanzipatorischen europäischen BGE, Grundeinkommen?

Wie zu Ehe, Kleinfamilie, Alleinerziehenden, Fremdbetreuung (Auslagerung von Kindern, alten, kranken, behinderten Menschen in Einrichtungen, Heime ... - bezahltes Betreuungspersonal statt Bezugspersonen), Sorge-Gehalt für geleistete Sorge-Arbeit, Care (sogen. Reproduktionsarbeit), cohousing, alternative Wohnformen, statt Ehe und Kleinfamilie sowie Singlehaushalte und einhergehender sozialer Isolation, Einsamkeit: nicht nur/erst im Alter?

Wie zu Steuervermeidung, Steuerflucht multinationaler Großkonzerne, zu GVO, Gentechnik, genome editing, zu Abrüstung, Antimilitarismus, Pazifismus, Abolitionismus, Abschaffen von Gefängnis und Ersatzfreiheitsstrafen, Wiedergutmachung statt Strafe (Restorative Justice)?  

Wie möchte volt Armut effektiv beheben, Stichworte Niedriglohn, working poor, Dienstleistungsprekariat, Ausbeutung vs. bullshitjobs?

Wie ist das Geschlechterverhältnis bei volt in den jeweiligen Ländern: wieviele Frauen, wieviele Männer - biologisches Geschlecht - sind da in welchen Positionen jeweils wie, wo tätig, wofür verantwortlich?
 
Auf mich macht volt den Eindruck, eine neoliberale Männerpartei zu sein, die, wie etliche andere Parteien, vor allem die Interessen von wohlhabenden, vermögenden Menschen, insbes. Männern vertritt. Also nichts Neues, im Gegenteil.
 
-
Auch die "Piratenpartei" scheint, gemäß deren Programms zur Europawahl, in erster Linie eine androzentrische Männerpartei zu sein - ich finde auch in deren (Grundsatz-) Programm, siehe wie bei der "Basis" und bei "volt", keine Aussagen zu Frauenrechten, Frauenbelangen, Feminismus, unbezahlter Sorge-Arbeit (Reproduktionsarbeit, Care), also systematischer Ausbeutung von Frauen weltweit, nichts zu Fremdbetreuung: Auslagerung von Kindern, Kranken, Alten, Sterbenden, Fremden, kein Wort zu Porno, Prostitution, Sexkaufverbot/Frauenkaufverbot, Ächtung und Verurteilung von Freiern, Männergewalt, Maskulinismus, Vergewaltigung (gerade in Beziehung, wo sie faktisch am häufigsten getätigt wird), sogen. Leihmutterschaft, kein Wort zur Abschaffung von "Bürgergeld"/Hartz IV, Jobcentern, Sanktionen, zu working poor, workfare, Klassenjustiz, auch nichts zu cohousing, Gemeinwohlökonomie, Commoning, demokratischer Schule, Kinderrechten.
 
Aber leider sprechen "die Piraten" sich pro LGBT, also pro nachweislich frauenfeindlicher und homophober Transideologie, aus, die btw nicht politisch links ist - siehe, dass und wie das kapitalistische WEF, Ursula von der Leyen (CDU, gegenwärtig EU-Kommissionspräsidentin) und Frontex (!) LGBT, die Transideologie propagieren, bspw. via twitter/X.
 
-
MLPD - "Marxistisch-Leninistische-Partei-Deutschlands"
 
Also ich bin ja auch für das gewaltfreie, globale Überwinden des destruktiven Kapitalismus´, Imperialismus, Patriarchats, inkl. Religion/Ideologie, Nationalismus, Krieg, und für globale Säkularisierung, Säkularismus, Pazifismus, Gemeinwohl, soziale Gerechtigkeit, globale sowie je regionale Solidarität und Kooperation aber ganz sicher nicht durch, Zitat MLPD "Diktatur des Proletariats" und "Planwirtschaft". Nee, Leute, so - autoritär - wird das nix.
 
Und auch von der MLPD keinerlei Aussagen zu den von mir oben - siehe bei der "Basis", "volt", den "Piraten" - genannten Themen.
 
Somit ist auch die MLPD keine für mich wählbare Partei.
Gleiches gilt selbstredend für BIG, Freie Wähler und etliche andere große und kleine Parteien - aus genannten Gründen, siehe auch die unten verlinkten blog-Einträge hierzu, für mich sämtlich nicht wählbar.
 
-
Was für die MLPD gilt, siehe oben, gilt (ähnlich) auch für die DKP.
 
Leute: Die Zeiten, Umstände, Verhältnisse, Menschen ändern sich (zum Teil ;) ), die Welt dreht sich weiter. Ihr seid im Grunde genauso im Gestern hängengeblieben wie Konservative. Nicht auf dem gegenwärtigen Stand, sondern rückwärtsgewandt und in alten Denkmustern und vermeintlichen "Lösungsansätzen" gefangen, festgefahren und ziemlich eingleisig, eindimensional.
Nix für mich.
 
-
Bei der Familienpartei finde ich wieder ein paar Übereinstimmungen, bspw. in Bezug auf kostenlosen ÖPNV, "bezahlbaren Wohnraum"/sozialen Wohnungsbau, menschenwürdige Pflege, Vermeidung/Beheben von Steuerflucht, Steueroasen.
 
Es ist auch, neben MERA25, eine Partei, die sich für ein "Erziehungsgehalt" - ich nenne es lieber Sorge-Gehalt, denn es geht dabei gerade nicht nur oder überhaupt um "Erziehung", nicht nur um Kinder, sondern insgesamt um sogen. häusliche Sorge-Arbeit - ausspricht.
 
Aber bei ihren Ansichten bspw. zur "Inneren Sicherheit" und "Außen- und Verteidigungspolitik" steht sie meinen Werten, Wünschen, Zielen mehr oder weniger diametral gegenüber.
 
Zitat aus oben verlinkter Quelle, Familienpartei:
"Ein starkes Europa ist auch auf militärischer Ebene von großer Bedeutung, um als Einzelstaat nicht in die Bedeutungslosigkeit zu versinken. (...)"
und
"Wir machen uns dafür stark, dass die innere Sicherheit in Deutschland nicht zu kurz kommt und bestens ausgestattet ist (Polizei und Justiz)."
 
Kein Wort zu Polizeigewalt, institutionellem Rassismus, Klassenjustiz, Strafe, Gefängnis, Ersatzfreiheisstrafen ... .
Auch nichts zu demokratischer/soziokratischer Schule Bildung, cohousing, Gemeinwohlökonomie, Commons/Allmende, Postkapitalismus.
 
Und dann ist die "Familienpartei" auch noch gegen Abtreibung, Zitat "Abtreibungen aus sozialen Gründen nicht mehr durchgeführt werden".
 
Scheint eine bürgerlich-konservative Partei zu sein, inkl. Fortsetzen/Erhalten von patriarchaler Institution Ehe und Kleinfamilie.
Keine für mich wählbare Partei.
 
-
Die sogen. "Partei der Humanisten" sollte sich vielleicht eher in "Partei für Transhumanismus" umbenennen.
 
Sie spricht sich für Gentechnik, für Glyphosat, für eine, Zitat "generelle Impfpflicht bis zum 16. Lebensjahr" sowie für Kernenergie/Atomenergie aus.
 
Außerdem sind die selbsternannten "Humanisten" für "Sexarbeit", also Prostitution, Freiertum, Porno, gegen ein "Sexkaufverbot"/Frauenkaufverbot (Nordisches Modell) und für sogen. Leihmutterschaft, sie nennen dies, Zitat "eine legitime Nutzung des eigenen Körpers".
 
Das ist sämtlich demonstrativ frauenfeindlich - Frauen objektifizierend, entwertend, ausbeutend, physisch, auch gesundheitlich, und psychisch-emotional intensiv belastend, auch beschädigend - unter dem manipulativen Deckmäntelchen vermeintlicher, vorgeblicher "Freiwilligkeit, Zustimmung". - Weit entfernt von tatsächlicher Freiheit, Freiwilligkeit, Existenzsicherheit, physischer und psychischer Integrität und Selbstbestimmung: der Frau.
Frauen sind keine Gebrauchsgegenstände, Nutzungsobjekte - Stichwort Menschenwürde.
 
Auch bei den Pseudo-Humanisten lese ich nichts von Sorge-Gehalt für von mehrheitlich Frauen geleisteter Sorge-Arbeit, nichts von Gemeinwohlökonomie, Commons, Postwachstum, Postkapitalismus etc., siehe oben.
 
Diese Partei ist für mich definitiv unwählbar.
 
-
ursprünglich verfasst am 02. Juni 2024
 
Leider ist das BSW - "Bündnis Sahra Wagenknecht" - vorrangig doch eine Ein-Personen-Partei und vor allem leider nicht tatsächlich politisch links. Und d a s ist das Problem: Es gibt in Deutschland keine echt linke Partei. Grüne und SPD sind bekanntlich nicht links.
 
Auch beim BSW finde ich zu meinen oben genannten politischen Interessen, zu den für mich wichtigen Themen, Bereichen, Werten, Zielen und bestehenden Missständen kaum bis nichts im Programm des BSW.
 
Nachfolgend nochmals genannt, was für mich wichtige Themen, Bereiche, von jedenfalls links zu behebende Missstände sind.
Mir fehlen deutlichere, öffentlichkeitswirksame Signale der Linken sowie des BSW zu folgenden Themen, Missständen:
 
a) Forderung eines emanzipatorischen Grundeinkommens, BGEs sowie
 
b) auch eines existenzsichernden, menschenwürdigen Sorge-Gehalts für alle häusliche SorgeArbeit-Leistenden
 
c) der Einsatz für Abolitionismus: Abschaffen von Strafe, Gefängnis - für Wiedergutmachung und angemessene Prävention (die immer in der Kindheit ansetzen nur kann: weltweit btw), statt Strafe und ein stärkeres Vorgehen gegen die Klassenjustiz, siehe systematische PKH-Verwehrung ...
 
d) eine klare Forderung nach dem Sexkaufverbot/Frauenkaufverbot gemäß des Nordischen Modells, Freier verurteilen, Prostituierte stärken: durch niedrigschwellige Ausstiegshilfen, ggf. auch therapeutische, soziale, nicht-paternalistische, bedürfnisorientierte Begleitung
 
Denn: Prostitution ist weder Sex noch Arbeit noch Care.
Es ist durch Freier getätigte Vergewaltigung "gegen" Bezahlung, da kein sexueller (!), somit kein tatsächlicher Konsens zugrundeliegt, daran ändert auch die Zustimmung der Prostituierten zur Bezahlung nichts.
 
e) Ein wahrnehmbares Engagement für die Ausweitung von cohousing - gemeinschaftliches Wohnen, generationen- und geschlechterübergreifend, selbstverwaltet - das nicht nur Vermögenden zugänglich sein/bleiben darf.
 
f) Ein ebensolcher Einsatz für das Etablieren von Gemeinwohlökonomie, Basisdemokratie und Soziokratie (Konsent-, statt Mehrheitsprinzip).
 
Letztlich kann eine echte Linke niemals je in Regierungsverantwortung gelangen, dies auch nicht wollen, (wie mir persönlich leider erst spät erkenntlich wurde), da es genuin linker Haltung diametral entgegensteht: Links will nicht Macht, regieren, repräsentative "Demokratie".
 
Und welche Haltung hat die Linke und das BSW eigentlich zu Schwangerschaftsabbruch (Abtreibung), Fremdbetreuung, Sorge-Arbeit, Sorge-Gehalt, Ehe, Kleinfamilie, Religion/Ideologie, Säkularisierung, Suizid und Sterbehilfe?

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ursprünglich verfasst am 18. Januar 2024
 
Wenn die Partei von Sahra Wagenknecht tatsächlich Rassisten und Rechtsextremisten und die zahlreichen, offensichtlich intellektuell, sozial und emotional minderbemittelten/defizitären AfD-Wähler überzeugen, zum "Wechsel" bzgl. Wahl bewegen kann: ok.
Meine Interessen vertritt das BSW definitiv nicht.
 
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23. Januar 2024
 
Es gibt nicht "linksliberalkonservativ". Es gibt nicht einmal "linkskonservativ", auch wenn das gerade gerne so geframed wird, bspw. bzgl. BSW, Partei von Sahra Wagenknecht.
Klären wir nochmal, was weshalb genuin politisch links war und ist:
update 21. Dezember 2023
 
Was ist weshalb politisch links, links-progressiv

 
Erlaube mir, vorab anzumerken, dass Feminismus genuin, siehe Radikalfeminismus, nicht rechts, rechtskonservativ sein kann, da konservativ von jeher patriarchal-autoritär war und ist und damit Frauen benachteiligend, unterdrückend, ausbeutend, frauenfeindlich.
 
Auch sozialistische, totalitäre, autoritäre Staaten und Regierungen sind nicht links.

Es gibt offenbar nach wie vor erhebliche Missverständnisse und Unkenntnis darüber, was weshalb politisch links ist.
Es ist durchaus zu unterscheiden zwischen "Organisation", Staat, Nation und Gemeinschaft. Schon Staat, Nation sind von Beginn an patriarchal-autoritär. Siehe, wann, wie und warum Staaten entstanden sind, "gebildet" wurden.
 
Ich halte es für sehr wichtig, die Missverständnisse um was politisch rechts und links ist aufzuklären, denn eben weil es diese Missverständnisse gibt, können Menschen irregeführt und instrumentalisiert werden.
 
Grüne und SPD sind längst bürgerlich-konservativ, neoliberal, nicht links.
Das Perfide: Dass Rechte die Grünen und SPD als links framen, um sie angreifen zu können - Oppositionsgeschäft - liegt auf der Hand. Das zentrale Problem ist, dass Grüne und Linke sowie deren Anhänger, Wähler sich selbst als links wähnen, bezeichnen, inszenieren.
 
Für mich ist kollektivistischer, mutualistischer Anarchismus "echt" links.
 
Echte, progressive Linke, siehe auch Linksintellektuelle (Ursprung Frankreich, Émile Zola, Dreyfuss-Affäre, davor Französische Revolution ...) waren von jeher gegen Repression, Autoritarismus, für Gleichberechtigung aller Menschen, Offenheit, Empathie, Autonomie, Solidarität, siehe auch Anarchismus, dessen Anfänge, Ursprünge, "Ursachen" ... .
 
Für mich waren typische Merkmale für Linksintellektualität immer bspw. ein geschärftes Analyse-, Urteils-, Differenzierungs-, Reflexionsvermögen, Zweifeln, sorgfältiges Durchdenken, Hinterfragen von Regierungspolitik, Autoritarismus, außerdem Selbstkritik, Selbstreflexion u.a.m..

Das Hinterfragen und Kritisieren von Macht, Herrschaft, Gehorsam, Strafe, Gewalt, Militär, Staat, Kirche, Religion, vermeintlicher "Normalität", konservativer, autoritärer, patriarchaler moralischer Normen, vermeintlicher oder tatsächlicher Mehrheitsmeinungen.
 
Das stets kompensatorische, narzisstische Streben nach Macht, Kontrolle, Herrschen, Unterwerfen, Ausbeuten ist demonstrativer Ausdruck emotionaler, sozialer und intellektueller Unreife.
 
Politisch links, links-progressiv ist von Beginn an: gegen Autoritarismus, Herrschaft, Repression, Strafe, Militär, Unterdrückung, Ausbeutung, für Gleichberechtigung, Emanzipation, Autonomie, Solidarität, Gemeinwohl.

Man hat Werte, Überzeugungen, die praktisch, in Lebenspraxis umzusetzen, zu leben durchaus anstrengend sind, die man nicht aus dem Ärmel schüttelt. Aber das sind die grundsätzlichen Unterschiede, siehe oben genannt zur politischen Rechten, zu Rechtskonservatismus, der sich auf patriarchale, autoritäre Einstellung, Vorstellungen, Verhaltensweisen, Ziele und Gefühle (!) gründet.
 
Bei "französischen Linken", Linksintellektuellen beziehe jedenfalls ich mich v.a. auf Émile Zola, Denis Diderot, Albert Camus, Pierre Bourdieu, außerdem auf David Graeber (nicht Franzose, aber links und Anarchist), Erich Fromm und Arno Gruen.
Bekannte Frauen: Emma Goldman, Voltairine de Cleyre, Louise Michel.

Tatsächlich kenne ich persönlich keine gegenwärtig lebenden Frauen, die sich selbst als Anarchistinnen bezeichnen und auch entsprechend leben.
Es sind aber aus bekannten Gründen - und nach wie vor deshalb so - mehrheitlich Männer in Politik, Wirtschaft, lange Zeit auch in Wissenschaft, Kultur aktiv bzw. Ton angebend, dies war insbes. zu Ende des 19. Jahrhunderts noch so.
 
Das Verhalten von Männern im Patriarchat gründet sich auf selbiges, d.h. ist patriarchal-autoritär, weil und so lange es ihnen mehr Vorteile als Nachteile bringt.
 
Anarchismus ist vor allem eine Lebenspraxis, nicht starr, nicht unveränderlich, aber mit bestimmten Werten, Idealen und diese Werte, Ideale, Überzeugungen, Ziele stehen jenen des Rechtskonservatismus, konservativ eingestellter Menschen, in vielen Punkten diametral entgegen. Siehe, wie oben bereits ausgeführt.

Sehr viele Verbesserungen hinsichtlich Arbeit, Lohnarbeit, gehen auf Anarchisten zurück.

Grundsätzlich ist kollektivistischer Anarchismus nicht egozentriert, sondern hat Gleichberechtigung, Gleichwertigkeit, Gleichwürdigkeit, Selbstbestimmung, Solidarität, Gemeinwohl zum Ziel.
 
Und grundsätzlich streben Anarchisten nach Freiheit von Herrschaft und Unterdrückung, Freiheit von Autoritarismus, Staat, Kirche, Religion, Glaube (inkl. Aberglaube, Esoterik, Fatalismus), Unterdrückung, Knechtung, Ausgrenzung, Armut. Das ist ein gesellschaftlicher und zugleich je persönlicher (Entwicklungs-, Reifungs-) Prozess.
Je mehr Menschen diese Werte, Überzeugungen, Ideale, Ziele teilen und diesen Prozess der Veränderung aktiv, gewaltfrei, solidarisch, kooperativ, engagiert, ausdauernd unterstützen, umso wahrscheinlicher ist es, dass daraus gesellschaftlich, gemeinschaftlich gelebte Praxis wird.
 
Immer ging und geht es im global nach wie vor bestehenden Patriarchat um Rache, Vergeltung, Strafe, Konkurrenz, Übervorteilung, Macht, Unterwerfung, Ausbeutung, Gewalt, Krieg - statt um Kooperation, Solidarisieren, Gemeinwohl: für a l l e Menschen. Menschenwürde. Universelle Menschenrechte. Intrinsisch motivierte (siehe angeborenes Mitgefühl), nicht ideologisch oktroyierte Moral.
 
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