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Lebenskunst für Laien

Sabeth schreibt Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus - non serviam.

Hat der Mensch ein ethisches Recht auf Unvernunft, Irrationalität - sollte er es haben?

 
Hat der Mensch ein moralisches bzw. ethisches Recht auf Unvernunft - sollte er es haben?
 
Argumentation entlang des folgenden Beispiels:
Darf und sollte ein Staat, eine Regierung, das Rauchen gesetzlich verbieten?
 
Ja, findet Susanne Mayer.
Nein, finde ich.
 
Warum dann nicht auch Alkohol verbieten, übermäßiges Essen, Autofahren/Straßenverkehr: all das "belastet die Solidargemeinschaft, das Gesundheitssystem".
 
Susanne Mayer äußert im rbbkultur, siehe unten verlinkt, außerdem, "warum nicht die kleinen Schlote verbieten", da man die großen, Fabriken, nicht verbieten könne. Achso: Menschen ein selbstbestimmtes Entscheiden und Agieren staatlich verbieten, auf Basis scheinmoralischer Begründung - um eigene Machtlosigkeit zu "kompensieren", Macht und Kontrolle stattdessen an anderen, Unschuldigen, Nichtverantwortlichen, stellvertretend auszuagieren.
 
Warum kein Zuckerverbot? Warum kein Verbot von gefährlichen Sportarten und: Berufen?
Wieviel staatlichen Paternalismus will, braucht wer aus welchen Gründen n o c h?
 
Susanne Mayer spricht sich jedenfalls schon mal für ein staatliches Rauchverbot aus. Aus rein moralischen Gründen, versteht sich. Alles durchreglementieren und totalüberwachen. Denn zu jedem staatlichen Verbot gehört bekanntlich Kontrolle, Überwachung, Strafe.
 
Wohin die Gesundheitstyrannei führt, veranschaulicht bspw. China: NoCovid, ZeroCovid.
 
Susanne Mayer ist demzufolge wohl auch für Maskenpflicht und Impfpflicht.
Wahrscheinlich auch für mehr staatlich-restriktiven "Selbstschutz". Verbot von selbstschädigendem Verhalten.
 
Darf, soll, muss der Staat das Individuum vor sich selbst schützen? Falls ja, wie, womit, auf Basis welcher ethischen Legitimationsgrundlage? Wie weitgehend, mit welchen Folgen für das Individuum, die Gesellschaft, Demokratie, freiheitlich demokratische Grundordnung, Grundrechte, Menschenwürde? Frau Mayer?
 
Wenn wir stets, nur rein rational, vernünftig dächten und agierten, wo blieben dann Emotionen, Gefühlen, die uns (zumeist unbewusst) erheblich beeinflussen - siehe Antonio Damasio "Ich fühle also bin ich"?
Wie verhielte es sich mit Liebe, Kreativität, Kunst, Spiel?
Wäre Glaube, Religion, Aberglaube, Esoterik zu verbieten?
 
Es ist demzufolge nicht einmal vernünftig, auch nicht sinnvoll, wünschenswert, sich stets rational zu verhalten, selbst wenn Menschen dies möglich wäre, was es faktisch nicht ist - aufgrund ihres Menschseins.
Menschen sind glücklicherweise keine "Götter", keine "Helden", weder "perfekt" noch allmächtig, die sollten auch niemals nach "Perfektion" oder Allmacht streben - beides wäre maximal destruktiv, selbst- und fremdschädigend. 
 
Mensch ist lebenslang bedürftig, verletzlich, sterblich.
 
Trotz aller Verbote zu vermeintlicher "Sicherheit und Schutz". - Wessen eigentlich? Zu welchem Preis?
Es gibt keine absolute Sicherheit, keinen Schutz: vor dem Leben.
 
Und nein, ich plädiere damit nicht für uneingeschränkt rücksichtsloses, ignorantes, gar absichtsvoll fremdschädigendes Verhalten, sondern für sowohl Selbstbestimmung als auch prosoziales Verhalten: intrinsisch moralisch motiviert, nicht auf Repression, Autoritarismus basierend.
 
Um auf das Rauchen zurückzukommen: Man kann dies rücksichtsvoll tun, so dass andere weitgehend nicht geschädigt werden. Gleiches gilt für Alkoholkonsum, Straßenverkehr, Religionsausübung, Glaube, Esoterik, Ideologie etc..
 
Um es anschaulicher zu machen:
Menschen verletzen und töten andere auch mehrheitlich nicht deshalb nicht, weil es staatlich, gesetzlich verboten, unter Strafe gestellt ist, sondern weil sie es intrinsisch motiviert - Mitgefühl, Prosozialität - nicht tun wollen und können.
 
Wer rauchen, Alkohol konsumieren u.a.m. will, wird dies auch trotz mit Strafen belegter Verbote tun.
Aus welchen unterschiedlichen oder auch ähnlichen Gründen Menschen rauchen, übermäßig Alkohol konsumieren, kiffen u.a.m., ist eine andere, umfassende Diskussion. Grund, Ursache dessen ist jedenfalls nicht einzig oder tatsächlich bloße Unvernunft.
 
Unvernunft lässt sich grundsätzlich nicht verbieten. Es wäre grotesk, absurd, destruktiv und gefährlich Irrationalität gesetzlich verbieten, gar unter Strafe stellen und staatlich ahnden zu wollen.
 
Randläufige Anmerkung: Weder rauche, noch kiffe ich, noch konsumiere ich Alkohol - weder regelmäßig noch gelegentlich, tatsächlich: gar nicht, seit meiner Jugend so.
 
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10. Dezember 2025
 
Um etwaigen Missverständnissen, Fehlinterpretationen und Projektionen präventiv zu begegnen:
Ich hege für keine Religion/Ideologie Sympathien, da jede patriarchal-autoritär, misogyn ist, sich auf Dogmen und/oder ein "übergeordnetes metaphysisches Prinzip"/Konstrukt gründet - Glaube, Selbstbetrug.
 
Jede Religion ist Ideologie - nicht Philosophie.
 
Philosophie ist, gibt keine (einfachen) Antworten, liefert keine Anleitungen, keine Patentrezepte, keine mundgerechten, leicht verdaulichen Happen, ist und will nicht Anleitung, Führung, Erziehung, Dressur, Indoktrinierung (sein). 
Ist nicht "Lebenshilfe, Seelsorge". 
Eher Hebamme.
 
Philosophieren ist das Fragen nach und zu dem Sein des Menschen, nach "der Welt", nach Wissen, Wahrheit, Wirklichkeit, Erkenntnis, Bewusstsein, Sprache und Denken, Zweifel(n), Ergründen, Vernunft, Ethik, (Willens-) Freiheit, Würde ... .
 
Glaube, Religion, Ideologie, Aberglaube, Esoterik, Fatalismus, gründet sich auf Irrationalität, vor allem aber auf auch emotionale und soziale Unreife.
Das hat mit Spiritualität, Erkenntnis, Reife nichts zu tun. 
 
Je unreifer ein Mensch ist - siehe insbes. Konservative - umso eher, mehr wünscht, will, braucht er "Führung", Anleitung - dass andere ihm Struktur vorgeben, ihm sagen, was er wie tun soll - ihm Verantwortung abnehmen. 
Vermeintliche, trügerische "Sicherheit". Bequemlichkeit. Feigheit. Unreife.
 
Genau das ist das Problem: dieser infantile Hang, dieses nicht überwundene, kindlich-magische "Denken", Fühlen, diese Angstlust, die Lust, sich zu unterwerfen, der Drang nach einem autoritären - vermeintlich "spirituellen" - Führer ("Vater, Beschützer", Herrscher).
Dieser unerträgliche, destruktive Hang zum Irrationalen, "Mystischen, Geheimnisvollen, Dunklen", Autoritären, diese Schwülstigkeit, gemischt mit Pathos, dieser abstoßende Sadomasochismus all dieser unerträglich unreifen Menschen weltweit. Religion. Ideologie. Immer noch. 
Intellektuelle, emotionale und soziale Unreife.
 
Mit Arno Gruen: "Die Angst vor Autonomie."
Denn Freiheit, Selbstbestimmung bedeutet immer auch Verantwortung, Risiko, Unsicherheit, Ungewissheit, sich auf neues, unbekanntes Terrain begeben, etwas couragiert, beherzt zu wagen.
Leben ist Wagnis, Herausforderung, Zumutung.
 
Warum bestimmte, keineswegs alle Menschen auch und gerade heute noch an "Gott", Götter, menschengemachte Konstrukte, Hirngespinste, Illusionen glauben, sich an Ideologien und Glaube, auch Aberglaube, Esoterik ... hängen w o l l e n, siehe in diesem blog-Eintrag erläutert:
 
https://kallisti-dichtet-belichtet.over-blog.com/2015/12/gott-religion-en-mono-theismus-kirche-n-glaube-n-transzendenz-metaphysik-mystik-vs-spiritualitat-realismus-evolutionarer-humanismus
 
Auch für Moral, d.h. für faires, prosoziales Verhalten ist kein "Gott", keine metaphysische Instanz, keine Religion, Ideologie, kein Glaube erforderlich, ganz im Gegenteil.
Ethik ist Teilgebiet der (akademischen) Philosophie. 
 
Wer einen "Gott", eine "übergeordnete Instanz", ein "metaphysisches Prinzip", Konstrukt braucht, will, proklamiert, um sich moralisch, d.h. fair, prosozial zu verhalten, offenbart damit seinen je persönlichen Mangel, Defizit an Mitgefühl und intellektueller, emotionaler Reife.
 
Das sogenannte "Böse" zeigt sich generell darin, dass und dann, wenn:
das einem jeden Menschen angeborene, genetisch angelegte Mitgefühl mit dem anderen, mit anderen Lebewesen (nicht nur Menschen) taub, blind, stumm geworden ist.
 
Keine Überzeugung, keine Ideologie und kein Befehlsgehorsam kann ein intaktes Mitgefühl, dessen natürliche Vehemenz, Intensität, ignorieren, übergehen.
 
Die intrinsisch motivierte,im Gegensatz zur religiös, ideologisch oktroyierten Moral, das angeborene Mitgefühl ist essentielle Voraussetzung, ist basale Grundlage jeglicher rationalen Ethik.
Einer Ethik ohne Mitgefühl sind inhärenterweise Tür und Tor zu Missbrauch und Pervertierung geöffnet.
 
Auch für Erkenntnis, Reifung, Persönlichkeitsreife bedarf es keiner Religion, keines Glaubens, keines "Gottes", keiner Irrationalität, sondern der Vernunft, Erfahrung, (Selbst-)Reflexion (-sfähigkeit), des intakten Mitgefühls.
 
Einsicht, Erkenntnis, auch Selbsterkenntnis, basiert nicht vorrangig, gar ausschließlich auf angelesenem, nur theoretischen Wissen (a priori), sondern auf wiederholter, intensiver persönlicher (Lebens-) Erfahrung und gründlicher, ergründender Reflexion über selbige.
Vieles Gelesene erfasst, begreift, durchdringt ein Mensch kognitiv, intellektuell, auch körperlich, sozial und emotional überhaupt erst dann, wenn er über einen umfangreichen Erfahrungsfundus verfügt und diese Erfahrungen reflektiert hat.
Wenn er (Persönlichkeits-) Reife, umfassendes Bewusstsein, sogenannte Lebensweisheit erlangt hat.
Seine Leiblichkeit ist dafür unabdingbar. 
Mit Verweis auf Antonio Damasio, Maurice Merleau-Ponty.
 
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05. November 2025
 
Der Mensch ist nicht das Problem.
Der Verstand ist nicht das Problem, Vernunft ist nicht das Problem.
Das Problem sind Antisozialität, Mangel an Vernunft und Mitgefühl, Mangel an intellektueller, sozialer und emotionaler Reife.
 
Einige Beispiele für die Unvernunft, Antisozialität, den Mangel an Mitgefühl und Reife bestimmter, keineswegs aller Menschen:
 
- Atombombe, Entwicklung und Einsatz
- Rüstung, Waffenproduktion, Waffenhandel, Militär, grundsätzlich: Staat, Krieg, Geld, Profit, Kapitalismus
- Religionen, Ideologien, Glaube, Aberglaube, Esoterik, "Gott", Patriarchat, Autoritarismus, Rassismus, Misogynie, Rache, Gewalt, Destruktivität
- das stets kompensatorische Streben nach Macht, Herrschaft, Ruhm und/oder Reichtum
- wissentlich selbst-, dabei oft auch fremdschädigendes Verhalten, bspw. Drogenkonsum und jeglicher übermäßige Konsum, auch von Alkohol, Essen u.a.m. (Konsumismus, Sucht), Bewegungsmangel, "Selbstoptimierung" 
- leichte Manipulierbarkeit, Indoktrinierbarkeit, Instrumentalisierbarkeit, Konformismus, Opportunismus, Oberflächlichkeit, Mangel an Urteilsfähigkeit, (Selbst-) Reflexion, Courage, Rückgrat, Gewissenhaftigkeit, Integrität, Solidarität 
 
u.v.a.m. 
 
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20. April 2026
 
Warum zieht ihr euch freiwillig Dreck ´rein? Mehrheit? 

Für mich sind die Privatsender seit etlichen Jahren eigentlich alle trash-TV, gilt besonders für die RTL-Sender. Es laufen da grauenhafte Serien, an Filmen nur Hollywood-Zeug, das ganze Reality-TV fand ich (52) schon immer furchtbar.
Die Sendungen und Soaps mit XYZ-Promis machen es nur noch schlimmer. 

Also nein, den Müll tu´ ich mir nicht an. Habe auch keinen Kabelanschluss mehr.
Gucke eigentlich nur noch arte (da gibt es viele hervorragende Dokus, aber auch einige gute Serien und Filme), gelegentlich 3sat und ein paar "Dritte Programme" (swr, wdr ...).
 
Aber klar: auch im Internet, insbes. auch youtube gibt es ebenfalls unerträglich viel Schrott - ich glaube es immer wieder nicht, was Leute für einen Schwachsinn verbreiten.
Da fragt man sich schon gelegentlich, ob insgesamt das Bildungsniveau, die Erkenntnis-, Urteilsfähigkeit von Menschen durch sowas doch deutlich abgenommen hat und Menschen halt auch mehrheitlich wohl weniger gute Bücher lesen, Letzteres gilt so leider auch für mich.
 
Wenn´s darum geht, zu sagen, das sei halt für Jüngere gedacht - naja, auch und gerade die jungen Leute müllen sich damit zu und vergeuden mit solchem trash einfach Zeit - Lebenszeit, die man anderweitig wohltuender, sinnvoller, konstruktiver verbringen könnte, bspw. mit Brettspielen, Sport, Kunst, in der Natur ... .
 
Frage deshalb nochmal:
Warum tun sich so viele Menschen freiwillig - ohne Not, ohne Zwang - so viel Müll an, warum konsumieren sie freiwillig! so viel überflüssigen, schädigenden, krank machenden Dreck? 
 
Ist die Mehrheit der Menschen also nicht nur ein bisschen, sondern ausgeprägt unvernünftig, vernunftlos - siehe auch Glaube, Aberglaube, Religion/Ideologien (inkl. Kapitalismus, Transgender), Esoterik - und/oder dumm?
Denn all das oben Genannte hat ja nichts mit Erkenntnis, Reflexionsfähigkeit, Vernunft, Reife zu tun, sondern ist selbst- und zumeist auch fremdschädigendes Verhalten, es ist nicht wohltuend, nicht stärkend (Gesundheit, Wohlbefinden), nicht konstruktiv. Im Gegenteil.
 
Möglicherweise "verwechseln" viele Menschen auch wohltuenden Genuss mit schädigender Völlerei, Maßlosigkeit, Gier, Sucht, Rausch, Exzess, mit passivem Konsum, Konsumismus, Überfluss, Dekadenz. 
Sie kennen Genuss, Genießen also nicht.
 
Das ist ähnlich wie mit Porno, Prostitution und Sex, Erotik - auch hier scheinen etliche Menschen, mehrheitlich Männer, Sex und Erotik mit Porno, Prostitution, also Gewalt, "bezahlter" Vergewaltigung, Objektifizierung, Benutzung, Misshandlung, Entmenschlichung der Frau zu "verwechseln".
Auch hier ist es so, dass sehr viele Menschen "guten", wohltuenden, physisch und psychisch-emotional erfüllenden, intimen Sex nicht kennen, nie erlebt haben - sondern nur oberflächliche Mechanik, bloße Triebbefriedigung oder Gewalt. 
Ja, es gibt auch jene, die Gewalt befriedigt: Sadisten.
 
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verfasst am 26.12.2025
 
TV, Fernsehen, Medien ... 

Welche Fernsehsender guckt du denn, Elsbeth?
Ich sehe seit Jahren kaum bis gar nicht mehr fern, hier (Haushalt) gibt es auch kein Pay-TV, kein netflix etc.
Ich gucke übers Internet ausschließlich arte, selten auch 3sat und die Regionalsender (swr, wdr, hr ..., wie beim Radio).
 
Grundsätzlich boykottiere ich Tik Tok, Instagram, facebook, whatsapp, inzwischen auch X (twitter). 
Ich esse ja auch kein Fastfood, keine Fertiggerichte, keinen Industriefraß, nichts von MäcDreck usw.. 
Warum soll ich mich vollmüllen, selbst schädigen? 
Das ist krank.
 
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07. November 2025
 
An dieser Stelle auch nochmals der Verweis auf die Aufklärung - Wissen, Verstand, Erkenntnis, Vernunft vs. Glaube, Aberglaube, Esoterik, Mystik, Schwülstigkeit, Irrationalität - u.a. auf Immanuel Kant: "Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?"
 
Bei den Religiösen, Irrationalen, ewig Infantilen, Unreifen ist Wissen, Erkenntnis, Rationalität ja Sünde, siehe Sündenfall und Erbsünde.
Weil die böse Frau, verführt von der bösen Schlange, eine Frucht vom "Baum der Erkenntnis" aß.
Und Schicht war mit Macht. Mit "Gott" ... . :)
 
Und deshalb auch nochmal der thread zu Étienne de la Boétie - "Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen" - naja: bestimmter, konservativer, unreifer Menschen.
 
Wahrscheinlich die gravierendste menschliche Schwäche ist der Selbstbetrug, da sich andere Unzulänglichkeiten, Charakterdefizite, Fehlverhalten ... auf ihn gründen oder Folge von ihm sind. 
 
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06. November 2025
 
Nein, ich bin keine Freundin irgend einer Religion, Ideologie - sei es Christentum, Judentum, Islam, Hinduismus, Transideologie ("Transgender") oder was auch immer. 
Schon gar nicht rechtfertige oder verharmlose ich Islamismus, Rechtsextremismus.
Jede Religion ist Ideologie. Nicht Philosophie. 
 
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21. Oktober 2025
 
Das Problem war und ist weltweit nach wie vor Konservatismus, inkl. Autoritarismus, Antisozialität, Misogynie, Strafe, Rache, Macht, Gewalt - intellektuelle, soziale und emotionale Unreife. 
Siehe auch die Parallelen zwischen Rechtsextremismus und Islamismus.
 
Je konservativer der Mann, die Gesellschaft, Kultur, Politik, Religion/Ideologie, umso frauenfeindlicher und gewaltgeprägter. Seit Jahrtausenden weltweit nachweislich so. 
 
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21. September 2025
 
Mensch - Verstand - Vernunft 

Nachfolgend zitiert aus 
Immanuel Kant - "Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung"

"(...) Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung frei gesprochen (naturaliter maiorennes), dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es Anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen.
Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt, u.s.w., so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen.
Daß der bei weitem größte Teil der Menschen (darunter das ganze schöne Geschlecht) den Schritt zur Mündigkeit, außer dem daß er beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halte: dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben.
 
Nachdem sie ihr Hausvieh zuerst dumm gemacht haben und sorgfältig verhüteten, daß diese ruhigen Geschöpfe ja keinen Schritt außer dem Gängelwagen, darin sie sie einsperrten, wagen durften, so zeigen sie ihnen nachher die Gefahr, die ihnen droht, wenn sie es versuchen allein zu gehen. Nun ist diese Gefahr zwar eben so groß nicht, denn sie würden durch einigemal Fallen wohl endlich gehen lernen; allein ein Beispiel von der Art macht doch schüchtern und schreckt  gemeinhin von allen ferneren Versuchen ab.
 
Es ist also für jeden einzelnen Menschen schwer, sich aus der ihm beinahe zur Natur gewordenen Unmündigkeit herauszuarbeiten. Er hat sie sogar lieb gewonnen und ist vor der Hand wirklich unfähig, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, weil man ihn niemals den Versuch davon  machen ließ.
Satzungen und Formeln, diese mechanischen Werkzeuge eines vernünftigen Gebrauchs oder vielmehr Mißbrauchs seiner Naturgaben, sind die Fußschellen einer immerwährenden Unmündigkeit. Wer sie auch abwürfe, würde dennoch auch über den schmalsten Graben einen nur unsicheren Sprung tun, weil er zu dergleichen freier Bewegung nicht gewöhnt ist.
 
Daher gibt es nur Wenige, denen es gelungen ist, durch eigene Bearbeitung ihres Geistes sich aus der Unmündigkeit heraus zu wickeln und dennoch einen sicheren Gang zu tun.
Daß aber ein Publikum sich selbst aufkläre, ist eher möglich; ja es ist, wenn man ihm nur Freiheit läßt, beinahe unausbleiblich. Denn da werden sich immer einige Selbstdenkende sogar unter den eingesetzten Vormündern des großen Haufens finden, welche, nachdem sie das Joch der  Unmündigkeit selbst abgeworfen haben, den Geist einer vernünftigen Schätzung des eigenen Werts und des Berufs jedes Menschen selbst zu denken um sich verbreiten werden. (...)"
 
https://www.projekt-gutenberg.org/kant/aufklae/aufkl001.html
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01. Januar 2023
 
Verbote, Strafe
 
Lässt sich menschliches Fehlverhalten, unsoziales, antisoziales Verhalten, Gedanken-, Verantwortungslosigkeit, Gewissenlosigkeit, Ignoranz, Egozentrismus, Mangel an Empathie, Mitgefühl, Reflexionsfähigkeit, Reife und/oder reaktive (!) Aggression inkl. Gewalt durch Verbote beheben, bewältigen?
 
Moralische, soziale, gesellschaftliche Verurteilung ist nicht dasselbe wie staatlich vollzogene Strafe. Von effektiver Prävention, unabdingbarer Wiedergutmachung (Ausgleich des Beschädigtwordenseins) und Versöhnung, Befriedung, Frieden ganz zu schweigen.
 
Staat. Macht. Gewalt.
 
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Einsicht, Erkenntnis, auch Selbsterkenntnis, basiert nicht vorrangig, gar ausschließlich auf angelesenem, nur theoretischen Wissen (a priori), sondern auf wiederholter, intensiver persönlicher (Lebens-) Erfahrung und gründlicher, ergründender Reflexion über selbige. 
 
Vieles Gelesene erfasst, begreift, durchdringt ein Mensch kognitiv, intellektuell, auch körperlich, sozial und emotional überhaupt erst dann, wenn er über einen umfangreichen Erfahrungsfundus verfügt und diese Erfahrungen reflektiert hat.
Wenn er (Persönlichkeits-) Reife, umfassendes Bewusstsein, sogenannte Lebensweisheit erlangt hat.
 
Seine Leiblichkeit ist dafür unabdingbar.
 
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Weil es nach wie vor, immer wieder, so zahlreiche konformistische, opportunistische, folg- und fügsame, gehorsame Untertanen gibt, ist Machtmissbrauch, Diktatur, Totalitarismus möglich. Internalisierter Autoritarismus.

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