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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus - non serviam.

Silvester - same procedure as every year: Raketen, Böller und deren Ursprung sowie Folgen

 
update 31. Dezember 2023
 
Übrigens: Die ganzen hohlen Phrasen, leeren Floskeln, frommen Wünsche, gleich ob "Frohe Weihnachten", "Gutes neues Jahr", "Schönes Wochenende", "Alles Gute zum Geburtstag" ... kann man von mir aus gerne unterlassen, denn:
Prosoziale TATEN statt billige, anstrengungslose Worte!
 
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29. Februar 2020
 
Die Frage - nicht erst am Ende - deines Lebens sollte sein
nicht: Hatte ich genug "Spaß"?

"Erkenne dich selbst" und "Tu, was du willst" bedeutet gerade nicht maximaler, egomaner Hedonismus und Eskapismus, sondern das Gegenteil dessen.

Die Frage, die du dir zu Lebzeiten stellen solltest, u m dein Leben als sinnvoll, erfüllt erleben, erfahren, bewerten zu können, ist:
Habe ich mit meinem Wollen, Streben, Verhalten dazu beigetragen, "die Welt ein bisschen besser zu machen", d.h. habe ich nach meinen persönlichen Möglichkeiten, Umständen, Fähigkeiten und Kräften zum (je "privaten", regionalen wie globalen) Gemeinwohl beigetragen?

Deutlicher:
War mein Leben, meine Existenz, mein Wirken, Tun und Unterlassen nach bestem Wissen und Gewissen für auch andere Menschen, schmerzfähige Lebewesen gut, zuträglich, wohltuend, konstruktiv, förderlich, hilfreich, stärkend?

Ich denke, nur dann, wenn man seine kleine Existenz "in den Dienst einer dem Ego übergeordneten Sache stellt", also nicht in den engen Grenzen des je eigenen Egos - nicht zu verwechseln mit dem Selbst - verhaftet, gefangen bleibt, erfährt man Sinn und Erfüllung.
Und eben dies erfährt, (er-) lebt man vor allem durch das aktive Lieben.

Nein, dafür bedarf es keines "Gottes", keiner Metaphysik, keiner Mystik, keiner Religion, Ideologie, Esoterik, sondern "nur" der je persönlichen Erkenntnis-, Reflexionsfähigkeit, des Mitgefühls, der Vernunft, der Persönlichkeitsreife - der Liebesfähigkeit.
 
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Silvester - same procedure as every year: Raketen, Böller und deren Ursprung sowie Folgen
 
Leider sind sie immer noch da: die Böller. Das Geknalle wie auch die Raketen haben ihren Ursprung unbestritten in der Kriegführung - von Männern erdacht, von Männern gemacht. Wohl auch deshalb böllern mehr Männer als Frauen. Nach wie vor.
 
Was mich betrifft, so stört mich der alljährliche, oft weit über Mitternacht hinausgehende und schon Tage vorausgehende Krach, seit ich denken kann.

Schon im Kindesalter waren mir mit einem lauten, unvorhersehbaren Knall zerplatzende Lufballons zuwider - ich hatte tatsächlich Angst vor jedem weiteren möglichen Knall, so bspw. auf Kindergeburtstagen oder Faschingsveranstaltungen.
Daran hat sich bis heute nichts geändert: Silvesterraketen, - knaller, -böller, jedenfalls all jenes Material für Erwachsene, sind unerträglich laut, machen jede Menge Dreck und schlechte, stinkende Luft, siehe überdies den freigesetzten Feinstaub.
 
Weiterhin gibt es nicht wenige Menschen, darunter mehrheitlich Männer, die Böller wissentlich, vorsätzlich auch in destruktiver Weise einsetzen, damit Gegenstände, insbesondere auch Menschen, immer wieder auch sich selbst beschädigen, verletzen.
 
Hinzu kommt dann noch das alljährliche Kollektivbesäufnis, die Alkoholkomatösen, die Alkoholleichen - mit allen bekannten "unangenehmen" Belgeiterscheinungen und Folgen.
 
All das ist so hässlich, abstoßend, primitiv und überflüssig bis eben sogar schädigend, dass man es getrost lassen kann und längst sollte.
 
Ja, ich bin für ein professionelles Zentralfeuerwerk je Stadt bzw. Stadtteil, Gemeinde, wenn es denn für manche unbedingt sein muss und für ein Herstellungs-, Einfuhr- und Anwendungsverbot von Böllern.
 
Und wer Alkohol legalisiert verkauft und konsumiert, sollte auch Cannabis vollständig - nicht nur für Schwerkranke - legalisieren.
Denn es dürfte weit mehr gravierende Gesundheitsschädigungen, chronische Erkrankungen, Gewalttaten und (auch tödliche) Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss, überdies auch zerstörte Beziehungen, Familien durch Alkoholkonsum, Alkoholismus geben als durch Cannabisproduktekonsum.
Von den Kosten für das Gesundheitssystem durch diverse, zahlreiche Alkoholschädigungen, inklusive FAS, FASD (Fetales Alkoholsyndrom, Alkoholspektrumstörung, die auch durch den väterlichen Alkoholkonsum vor der Zeugung verursacht werden kann) gar nicht anzufangen.
 
Nur randläufig sei angemerkt, dass ich selbst weder (jemals) Alkohol trinke noch kiffe, auch nicht "zu besonderen Anlässen".
 
Versucht es doch global endlich mit Menschwerdung, statt im infantilen, im unreifen, primitiven Tierstadium augenfällig mehrheitlich lebenslang verhaftet zu bleiben.
 
Und wenn ihr "die dunkle, kalte Winternacht" erhellen möchtet, dann lauft meinetwegen mit Fackeln durch die Straßen: nüchtern, zivilisiert, rücksichtsvoll, solidarisch, verbunden - und leise.
Denn nicht nur (Haus-) Tiere stresst der Silvesterlärm massiv, sondern auch Säuglinge, (Klein-) Kinder, Kranke, Leidende, Sterbende.
Ja: Sie alle gibt es - zumeist hinter geschlossenen Türen, für euch, für die Öffentlichkeit unsichtbar, verborgen. Jeden einzelnen Tag. Überall auf dieser Welt. Auch sie sind Menschen - wie ihr - die gerne Entlastung, Ruhe, Genesung, Heilung, Freude ... erleben, erfahren möchten, statt leiden zu müssen, auch an Silvester.
 
Wieviele Menschen, nicht nur, aber auch in Deutschland, wohl (jedes Jahr) an Weihnachten und/oder Silvester alleine sind, gar krank ... ? Wenn es u.a. dagegen doch gute, je passende, bedürfnisorientierte Mittel und Wege, angemessene Prävention gäbe.
 
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Und auch diese "Gegenargumente" - von Erik Peter, im Artikel "Braucht es ein Böllerverbot" auf taz.de - überzeugen nicht, denn es war noch nie ein Argument, dass etwas Kritik-, Verbesserungs-, Abschaffungswürdiges nur schon deshalb erhalten bleiben solle, weil es diverse andere veränderungs-, verbesserungswürdige Missstände gibt.

Und nein, auch stellt es kein Argument fürs Böllern etc. dar, dass Menschen keinen Blick, Sinn oder Nerv "fürs große Ganze" hätten bzw. Missstände gerne verdrängen, ignorieren möchten - und es dann auch bequem, ignorant und selbstgerecht tun.

Aber ja: Es i s t all das primitiv, egoman und prollig. Exakt.

Und wir hätten weltweit etliche "Missstände" nicht, würden solche Menschen reflektierter, reifer, umsichtiger, feinfühliger, vernünftiger, mitfühlender und charakterstärker sein. D a s kann nur das Ziel sein. :)
 
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G
Ein Feuerwerk finde ich immer total schön und das mag ich auch an Silvester, aber die Böller gehen mir so auf den Geist, das Geknalle gefällt doch niemandem, ausser den Leuten, die die anderen damit ärgern.