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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus - non serviam.

Über aktuelle Bestrebungen, Praktiken, noch massivere Ausweitung technokratischer Kontrolle, Überwachung

update 15. Juni 2023
 
Sicher ist es dem ein und anderen bereits selbst bewusst geworden, dass Menschen durch "das Internet" bzw. digitale Endgeräte, insbes. das überall und allzeit gegenwärtige, genutzte, betriebsbereite Smartphone intensiv ablenken lassen, ihre Aufmerksamkeit und Zeit wird absorbiert.
 
Es haben sicher auch andere längst selbständig erkannt, dass inbesondere das Smartphone - eben weil es überallhin mitgeführt werden kann, inzwischen auch soll, zukünftig: muss - durch ständige oberflächliche Ablenkung bewusstes Wahrnehmen, Muße, Reflexion verhindert und dass Menschen ihre Einsamkeit, soziales Isoliertsein, fehlende Zugehörigkeit, Teilhabe, reale, nicht-virtuelle zwischenmenschliche Beziehungen etc. auch weniger bewusst wahrnehmen, empfinden, erkennen.
 
Durch die permanente passive Berieselung, das passive Konsumieren, das ständige Abgelenktsein, die Aufmerksamkeitsabsorption, den "Belohnungseffekt", die Illusion (!) des Involviertseins, Zugehörigseins, durch die Instantkommunikation via social media ist Menschen ihr tatsächliches Abgetrenntsein, Einsamsein weniger bewusst, weniger schmerzhaft.
 
Was früher ausgeprägter, aber auch heute noch Arbeit, Lohnarbeit war/ist, dann kapitalistischer Konsumismus jeglicher Art (so auch heute nach wie vor), ist jetzt vor allem "das Internet" bzw. das Smartphone - Instagram, twitter, facebook, whatsapp, youtube ... .
Brot und Spiele.
 
Die Zwei-Faktor-Authentifizierung, 2FA, die beim Onlinebanking bereits jetzt unumgänglich ist - wiederum via Smartphone - und zukünftig in weiteren Bereichen erst "Angebot", dann Pflicht sein wird. Digitalisierung.
 
Die 2FA wird inzwischen auch bei ebay, PayPal und ich weiß nicht, wo noch überall eingesetzt, angewandt, d.h.: sie ist unumgänglich. Um die Dienste nutzen zu können, muss sie durchgeführt werden. Nichts geht mehr ohne Smartphone. Smartphonepflicht, Smartphonezwang.
 
Alles nur zu eurer Sicherheit. Ihr freien Bürger. Mit Selbstbestimmung, Datenschutzrechten, Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Mit Bequemlichkeit, Naivität und in Kürze totaler staatlicher Kontrolle, Überwachung. Zu eurem Schutz. ;)
 
Es wird bei all dem übrigens immer mit - vorgeblich gewährter, geschaffener - Sicherheit scheinargumentiert, nicht nur hinsichtlich Bank, Konto, Geld, sondern bekanntlich auch Terror, Krieg, Corona -> zunehmende staatliche Kontrolle, Überwachung, Repression.
 
Was, wenn dein Handy, Smartphone verlorengeht, irreparabel kaputtgeht, defekt ist/wird oder gestohlen wird? : Du musst dir in jedem Fall so schnell als möglich ein neues Smartphone mit jeweils aktueller, erforderlicher software besorgen: kaufen. Wer verdient daran? ;)
 
Hinzu kommt, dass inzwischen zahlreiche Menschen ihr halbes/ganzes Leben in ihrem Smartphone mit sich tragen: private, intime Fotos, Kommunikation (Nachrichten), getätigte Käufe, besuchte Orte, Veranstaltungen, ständiger Verlauf ihres Aufenthaltes, ihrer Tätigkeiten ... .
 
Frage: Checkt ihr es (immer noch?) nicht? Ist es euch egal? Findet ihr es gut?
Macht ihr es halt mit, weil es - vermeintlich - keine Alternative gibt und weil es "doch alle so machen", es "normal" ist?
 
Das ist übrigens auch einer der Gründe, warum ich appbasierte Brettspiele, Hybridspiele, analoge (!) Brettspiele, die apps, digitale Endgeräte nutzen oder sogar zum Spielen erforderlich machen/voraussetzen, strikt boykottiere.
Und nein, ich spiele auch keine online-Spiele. Schon schlimm/ätzend genug, dass ich twitter nutze - gibt es eine vergleichbare Plattform: kostenfrei, sicher, deutschsprachig sowie vollständig in user-Hand?
 
-
"(...) Selbst wenn die Maßnahme nicht darauf zielt, können die Ermittler technisch nicht nur auf laufende Kommunikationsvorgänge, sondern auch auf viel größere, hochsensible Datenbestände auf dem Datenspeicher zugreifen.
 
Wer Zugriff auf ein Smartphone als Ganzes hat, kann dort beispielsweise nicht nur die eingehenden Nachrichten eines Messengers mitlesen, sondern ggf. auch im Nachrichtenarchiv suchen, private Bilder aus dem Datenspeicher aussondern, unbemerkt auf die Kamera zugreifen oder die GPS-Daten mitschneiden, um Bewegungsprofile zu erstellen. An der Quelle ist die Sicht auf die Persönlichkeit der Beobachteten also nicht nur klar (da [i. d. R.] unverschlüsselt), sondern auch tiefer als im Falle der klassischen Form der TKÜ. Dann verlässt die Quellen-TKÜ die grundrechtlichen Schutzsphären des Art. 10 I GG; (...)"
 
 
Siehe auch Staatstrojaner, Chatkontrolle, Online-Durchsuchung.
"(...) Neu aufgenommen ins Gesetz ist zudem die Verkehrsdatenabfrage, die bei Mobilfunkbetreibern vorgenommen werden darf, wenn eine dringende Gefahr besteht. Diese Befugnis zur Erhebung von Verkehrs- und Nutzungsdaten soll in bestimmten Fällen auch schon im Vorfeld einer dringenden Gefahr gelten, also ohne konkreten Anfangsverdacht, etwa im Zusammenhang mit „lebensgefährdenden Schleusungen“. Dazu kommt die mit der Verkehrsdatenabfrage technisch eng verbundene und neu ins Gesetz aufgenommene Befugnis für die Bundespolizei, die sogenannte „Stille SMS“ auch präventiv zu nutzen. Diese für den Telefonnutzer nicht sichtbaren Kurznachrichten dienen zum einen der Identifizierung von SIM-Karten, zum anderen aber auch der Lokalisierung von Mobilfunkgeräten. Je nach Abstand der beim Telefon eingehenden „Stillen SMS“ lassen sich über eine Funkzellenbestimmung unterschiedlich präzise Bewegungsprofile erstellen. Möglich soll auch der Einsatz von sogenannten IMSI-Catchern sein, mit denen im direkten Umkreis der Überwachungsgeräte ebenfalls die Standorte von Mobiltelefonen ermittelt und zugleich auch Telefonate mitgeschnitten werden können. (...)"
 
"(...) Damit sollen alle deutschen Geheimdienste die Befugnisse zum Hacken erhalten und zukünftig Staatstrojaner einsetzen dürfen. Parallel wird auch das Bundespolizeigesetz verabschiedet, das der Behörde nicht nur den Einsatz von Staatstrojanern gestatten soll, sondern auch noch die Befugnis mitbringt, Personen zu hacken, die gar keine Straftat begangen haben oder einer verdächtigt werden. Internet-Anbieter sollen dabei verpflichtet werden, aktiv bei der Infektion der Geräte ihrer Kundinnen mitzuwirken. Das hat nicht nur Auswirkungen auf das Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme, sondern senkt auch das Vertrauen in der Nutzung von kommerziellen Internet-Dienstleistungen. (...)
 
"„Man fragt sich mittlerweile, wie beratungsresistent eine Regierung schon sein muss, um sämtliche Kritik einfach nicht mehr zur Kenntnis zu nehmen und zusätzlich private Unternehmen zu Hilfsarbeitern der Geheimdienste zu machen.“ (...)"
 
update 15. Februar 2023
 
eID, ID Wallet: digitale Identität für alle europäischen Bürger, Einwohner Digitalisierung, Europa, digitale Kontrolle, Überwachung durch Staaten, Regierungen.
Staat. Macht. Gewalt.
 
"(...) Der EU-Ministerrat hat ebenfalls Anfang Dezember eine zustimmende Position zur Reform der eIDAS-Verordnung formuliert. Der neue Rechtsakt soll alle EU-Mitgliedstaaten dazu verpflichten, eine Software namens „European Digital Identity Wallet“ (ID-Wallet) anzubieten, eine Art digitale Brieftasche. Sie soll eine einheitliche Online- und Offline-Identifizierung von Bürger:innen und Einwohner:innen innerhalb der Union ermöglichen – ungeachtet anhaltender Sicherheitsbedenken aus der Zivilgesellschaft. (...)"
 
 
"(...). Mit der Reform will die EU den nationalen Flickenteppich digitaler IDs auflösen und einer europaweiten digitalen Identität zum Durchbruch verhelfen. (...)
 
Sowohl Plattformen wie Facebook, Amazon und Google als auch Behörden und Banken sollen dazu verpflichtet werden, die europäische ID-Wallet zu unterstützen. (...)
 
Die Kommission strebt an, dass bis zum Jahr 2030 rund 80 Prozent der Bürger:innen das System nutzen. Bis dahin soll jedes EU-Land die Geldbörse für digitale Identitäten als App für Smartphones bereitstellen.
Die Wirtschaft begrüßt die geplante Neuregelung bislang überwiegend. Bei Bürgerrechtsorganisationen, Datenschützer:innen und IT-Expert:innen trifft sie jedoch auf massive Bedenken. (...)
 
Ein weiterer Kritikpunkt bezieht sich auf die in der Wallet gesammelten Daten. Denn die App soll nicht nur bei virtuellen Verwaltungsgängen und Bankgeschäften eingesetzt werden, sondern offenbar auch bei Arztbesuchen (...).
 
eIDAS drohe, eine „panoptische Sicht auf alle Lebensbereiche“ und kriminellen Missbrauch zu befördern. Im Ergebnis schaffe die Reform so „ein gefährliches und unkontrolliertes Umfeld für die sensiblen Gesundheits-, Finanz- und Identitätsdaten aller Europäer:innen. (...)"
 
29. Oktober 2022
 
Schon früh gewarnt, siehe Corona: Warnapps, digitaler Impfnachweis, zuvor bereits Staatstrojaner, chatkontrolle u.a.m..
 
Leute spielen lieber am Smartphone, fordern, wollen Digitalisierung von Schule, Geld (online banking, Kartenzahlung, bargeldloses Zahlen), Behörden/Verwaltung, Beruf ... . Lassen alles zu, vollziehen alles unkritisch, naiv, uninformiert, desinteressiert, unreflektiert mit.
Weil´s so einfach, bequem ist. Ab Kindheit bereits. Überwachung, staatlicher Zugriff ... .
 
Europäische digitale Identität. ID2020, eID, DigitalWallet, IDWallet
 
Was hier als "Recht" beworben wird, wird binnen kürzester Zeit zur Pflicht. Versprochen.
 
Zitat Ursula von der Leyen:
"(...) alles zu tun, vom Steuernzahlen bis zum Fahrradmieten", in Bank, Apotheke, Behörden, beim online shopping: digital ausweisen. Alles mit dem Smartphone (erst mal, bis auf Weiteres ...).
 
Datenschutz? Nope: Totale staatliche Kontrolle.
 
Zitat aus unten verlinkter Quelle:
"Weithin nutzbar, um Nutzer/innen zum Zwecke der Inanspruchnahme öffentlicher oder privater digitaler Dienstleistungen EU-weit zu identifizieren oder bestimmte persönliche Informationen nachzuweisen"
 
Sie geben offen zu, so auch auf der Seite des WEF, Great Reset (dort nachlesbar), dass Corona das Einfallstor, der Wegbereiter war:
"Die Covid-19-Pandemie hat den Digitalisierungsprozess von Unternehmen, öffentlicher Verwaltung und Regierungen in ganz Europa beschleunigt."
 
 
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14. Februar 2023
 
Einmalzahlung für Studierende und Fachschüler: gekoppelt an Bund-ID ...
 
Tja, vielleicht fällt der Groschen nun doch allmählich bei einigen, die bisher ihrem Staat, ihrer Regierung so naiv vertraut haben. Stichwort Digitalisierung - Kontrolle, Überwachung.
Staat. Macht. Gewalt.
Einmalzahlung gekoppelt an Bund-ID-Konto, ELSTER-Zertifikat, AusweisApp2

Einmalzahlung gekoppelt an Bund-ID-Konto, ELSTER-Zertifikat, AusweisApp2

29. Oktober 2022
 
Und ich wette: die Mehrheit macht´s mit. Bis zum bitteren Ende.
"Demokratie"
 
Machen doch alle/die anderen auch so.
Kann man doch sowieso nix gegen machen.
Man muss sich eben anpassen.
Man hat ja nichts zu verbergen.
 
Es w i r d funktionieren, da jetzt bereits fast jeder Jugendliche ein Smartphone hat, schon Kinder auf Tablets ... "spielen", also: "herangeführt", konditioniert werden, so auch in der Schule, siehe "digitales Lernen", digitale Medien, Endgeräte, apps, Schulserver.
 
Wer in Bälde kein Smartphone inkl. ständig aktueller hardware und software hat, ist ´raus - aus allem.
Das Smartphone wird zur Pflicht, zur Zugangs-, Einlass-, Teilhabevoraussetzung, Existenzberechtigung.
 
Es wird voraussichtlich auch nicht mehr allzu lange dauern (spätestens innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre vollzogen), alle Daten auf einem implantierten Chip mit sich zu führen.
 
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Es geht nicht um "Terrorabwehr".

"[...] Sie haben eben den Fall Amri angesprochen. Wer hat denn falsche Analysen geliefert? Das war das GTAZ, das war das zentrale Institut für Terrorabwehr des Innenministeriums. Wer hat möglicherweise – das wissen wir noch nicht genau, aber wir vermuten es – Nachrichtengewinnung vor Strafverfolgung gestellt? Das war möglicherweise auch das Bundesamt für Verfassungsschutz. Und dieses soll jetzt quasi eine Zentralstellenfunktion gegenüber den Landesämtern bekommen, die sie dann als Filialen betreiben. [...]
 
Offenbar hat es ja nicht funktioniert, dass man rechtzeitig eine geeignete Gefahrenprognose abgegeben hat, dass man die Daten richtig bewertet hat, nicht nur ausgetauscht, sondern auch richtig bewertet und dann die polizeilichen Schlüsse gezogen hat. Wie gesagt, der Verdacht ist relativ stark, dass die ganzen dort im Umfeld platzierten V-Personen, V-Leute eben zu lange mit der Nachrichtengewinnung befasst waren, bevor man interveniert hat, bevor man ihn dann auch in Gewahrsam hätte nehmen können und Ähnliches mehr. Und ich will noch eines sagen: Herr de Maizière hat ja jetzt noch mal zurückgewiesen, dass der Missbrauch solcher zentralstaatlicher Instrumente vielleicht in den Fünfzigerjahren gegeben sei, aber nicht heute. Aber wir haben doch, wenn wir uns das Bundesamt für Verfassungsschutz ansehen, bis in die 90er-, 2000er-Jahre und teilweise auch in den Landesämtern den Missbrauch dieser Institution für politische Zwecke – denken Sie an die Bespitzelung von Journalisten oder eben auch zum Beispiel Abgeordneter oder auch, und das ist ja auch ganz gravierend, von Anwälten und Anwältinnen, wie der Fall Gössner. Es ist ja eben nicht so, dass nicht die Gefahr besteht, dass solche Einrichtungen wie ein zentraler Inlandsgeheimdienst auch dann eben für politische Zwecke missbraucht werden. Das wissen wir aus der deutschen Geschichte. [...]"
 
Quelle: deutschlandfunk.de - "Trittbrettfahren auf den Ereignissen des islamistischen Terrors"
 
Es geht unzweifelhaft um das Einschränken von Freiheitsrechten.
 
Siehe Frankreichs andauernder "Ausnahmezustand", siehe, was in der Türkei möglich geworden ist, siehe, wie auch hierzulande permanent nach mehr Überwachung, "Sicherheits"technik, Kontrolle, Strafe, Ausgrenzung gerufen wird.
Man nennt das Antidemokratisierung (-sprozess).
 
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