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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Wozu das Ganze?

 
Kurze Einführung in diesen privaten blog
 
Dies ist ein kleiner, privater blog zu verschiedenen Themen aus unterschiedlichen (gesellschaftlichen, politischen) Bereichen, zu welchen ich mich mittels der blog-Einträge und darin zumeist verlinkter Artikel, Quellen anderer äußere, Stellung nehme, meine persönliche Sicht auf die Dinge zu vermitteln versuche.
 
Auf der rechten Seite findet sich eine Leiste mit jenen blog-Einträgen, die ich besonders herausstellen möchte.
 
Darunter finden sich die einzelnen Kategorien, Rubriken thematisch aufgeführt, wie bspw.
 
- "aus dem Leben - in der Gesellschaft"
 
- "HörSehBar"
 
- "Mensch - Welt - Vergänglichkeit" (hier und unter "LiebesLeid" finden sich überwiegend meine Gedichte)
 
- "Humoriges"
 
...
 
mit jeweils darin verlinkten weiteren blog-Einträgen und externen Quellen.
 
Da ich keinerlei Kenntnisse von Medien-, website-Gestaltung und/oder Programmieren habe, auch keine ausgebildete Journalistin bin, mein blog daher von einem blog-Anbieter overblog kostenfrei gehostet wird, erscheint dieser kleine Privatblog möglicherweise etwas unstrukturiert, unübersichtlich; dies würde ich gerne ändern, verbessern, vermag es ohne versierte Unterstützung jedoch nicht. Der blog ist, wie ich meine und hoffe, dennoch lesbar.
 
Er dient mir selbst als eine Art kleines Nachschlagemedium für die darin gesammelten, seriösen Quellen, Artikel zu unterschiedlichen, für auch mich persönlich relevanten Themen und Informationen.
 
Darüberhinaus betreibe ich den blog zum Zwecke der Dokumentation dessen, das auch mich persönlich betrifft, das mich belastet, auch beschädigt hat und lege dar, was aus welchen Gründen wie vonstattenging, mit welchen Folgen jeweils - sei das bspw. hinsichtlich Hartz 4, zu Jobcentererfahrungen, zu materieller Armut, zum Alleinerziehendsein, Sorge-Arbeit, zu Vergewaltigung, Beziehung, Strafe, Polizei, Staatsanwaltschaft, Justiz und anderem mehr.
 
Ursprünglich hatte ich so - "Das Private ist politisch." - gar nicht angefangen, den blog zu Anfang stattdessen als nur kleine "Gedichtesammlung" begonnen, mit zunächst ausschließlich von mir selbst verfassten Gedichten.
Mit der Zeit änderte sich dies - aus Gründen. Siehe Näheres hierzu im blog.
 
Dass/wenn Werbung auf dem blog angezeigt wird, bitte ich zu entschuldigen, kann dies leider nicht selbsttätig beeinflussen oder abstellen, da ich den blog vor mehreren Jahren bei overblog gerade unter der Bedingung startete, dass er werbefrei sei - dies hat sich in der Zwischenzeit offenbar geändert; um Werbung vollständig selbst aus dem blog heraushalten zu können, müsste ich ihn nun kostenpflichtig durch overblog hosten lassen, was ich mir finanziell nicht leisten kann.
 
Durch Werbung und grundsätzlich mit, an dem blog verdiene ich selbst keinen Cent. Abhilfe für Lesende, für mehr Lesefreundlichkeit ohne störende Werbeeinblendungen, schafft ggf. eine blocking-software, wie auch ich sie verwende.
 
Auch bettle ich nicht via blog oder für den blog um Spenden, Almosen.
 
Weitere Informationen zum blog und zu meiner Person finden sich u.a. hier:
 
 
 
 
 
sowie in zahlreichen (auch sehr persönlichen) blog-Einträgen.
 
Ich hoffe, ich konnte meine Motivation, diesen blog zu schreiben, hiermit ein wenig nachvollziehbar(er), den blog für Interessierte insgesamt etwas verständlicher machen.
 
Mit zugeneigten Gruß
Sabeth
 
Öffentlich schreiben – warum?
 
… oder auch: wozu?
 
Auf für mich typische, naive Weise, versuche ich hiermit "öffentlich" schreibender-, somit paradoxerweise auf diese Frage eine Antwort zu finden, zu geben.
Die Antworten und Ideen kommen einem bekanntlich nicht selten erst während des Sprechens oder Schreibens.
 
Ich vermute, andere "öffentlich Schreibende", andere Autoren, Bloggende … haben sich diese Frage auch irgendwann einmal so ähnlich gestellt, insbesondere, wenn ihr Schreiben nicht mit dem Broterwerb, der Existenzsicherung einhergeht.
Zu welchen Antworten kamen diese? Da sie ja offensichtlich öffentlich ohne Beklemmungen, ohne Unbehagen schreiben können, wollen – nicht nur im Verborgenen, für nur die eigenen Augen bestimmt oder höchstens noch einen kleinen, privaten Leserkreis.
 
Man müsste sie danach fragen (können).
 
Zur Sache:
Warum sollte ich meine Gedanken, Meinungen, Überzeugungen, Fragen, Bewertungen, Vorstellungen etc. über die Außenwelt, wie ich sie nur so, d.h. individuell, persönlich, verkürzt, begrenzt, wahrnehmen, erleben und reflektieren kann und damit zwangsläufig also auch über meine Innenwelt überhaupt öffentlich mitteilen? – Wem?
 
Als ob es irgendwen Fremden interessierte … .
Und selbst wenn – was dann?
 
Als hätten nicht unzählige Andere ähnliche Gedanken, Meinungen, Fragen, Zweifel, Gefühle …, die sie äußern, sei es nun öffentlich oder "privat" oder auch: gar nicht.
Als könnte ich irgendetwas Neues, Wichtiges, Wesentliches, Bereicherndes, Erweiterndes, Hilfreiches, Erhellendes beisteuern.
Als käme es auf meine Gedanken, Schlussfolgerungen, Sätze … je auch nur im Geringsten an.
 
Ist es also doch bloß nicht mal mehr verkappter Narzissmus, der einen antreibt, in die Öffentlichkeit zu gehen, sichtbar, wahrnembar werden zu wollen?
 
Schreibe ich überhaupt für Andere – für: Fremde, Unbekannte? Oder nicht viel mehr bloß an sie?
 
Damit sie sich in meinen Meinungen, Zweifeln, Fragen, Anklagen, meiner Kritik, Empörung, Wut, Trauer, Freude, Verzweiflung, Haltlosigkeit, Kleinheit, Begrenztheit … wiederfinden können oder gar sollen?, damit sie sich mit ihren je eigenen, persönlichen Gedanken, Lebenssituationen, Belastungen, ihren Überzeugungen, Zweifeln und sie möglicherweise überfordernden Gefühlen nicht so alleine, so verlassen, so einsam, so "falsch" fühlen (müssen)?
Damit sie sich also von wenigstens irgendwem, sei er oder sie noch so fremd, unerreichbar, "unreal", verstanden, sich mit ihm oder ihr doch irgendwie - und sei es auch nur illusorisch - verbunden fühlen können? In etwa so, wie es mir selbst beim Lesen von bspw. Romanen, aber auch blogs manchmal ging und geht?
 
Ist Trostspendenwollen also meine Absicht, meine Motivation? Oder gar Halt geben? – Wie könnte ich das?: Durch lediglich ein paar lächerliche, banale, abgedroschene, ausgelutschte Phrasen, durch ausgesprochene bzw. niedergeschriebene Gedanken, wie sie mannigfach Andere lange vor mir hatten, heute noch haben und auch zukünftig aller Vorraussicht nach haben werden – und diese weit besser, tiefer, weiter, klarer, präziser als ich sie zu denken, zu fassen, zu formulieren, auszudrücken vermag.
 
Ist es wirklich Altruismus, der mich leitet?
 
Oder … schreibt man letztlich doch nur für sich selbst?
 
Um es "loszuwerden".
Um es auf Andere, Unbekannte loszulassen, um es ihnen "zuzumuten"?
Um sie zu provozieren, herauszufordern, anzustacheln, aus der Reserve zu locken, um sie aufzurütteln oder um sie vorzuführen,  zu brüskieren, zu treffen, gar zu verletzen?
 
Ist also Sadismus die Antriebsfeder, der eigentliche Grund?
Oder eine Art Geburtshilfe - für das Denken, Erkennen, zur "Aufklärung" oder zur bloßen Missionierung der Anderen?
 
Will man eigentlich gar keine Reaktion(en)?
 
Will man gar nicht mit dem Denken und Fühlen, dem Lob oder der Kritik der Anderen, der Fremden, konfrontiert, herausgefordert, belastet, möglicherweise überfordert werden?
 
Oder … tut man es ganz ordinär wegen der Anerkennung, die man sich erhofft, wünscht, ggf. gelegentlich erhält, wegen der bestenfalls? konstruktiven Kritik, um sich hierdurch besser entwickeln zu können?
 
Weil man Zuspruch, Bestätigung sucht, selbst "verstanden werden" will?
 
Weil man auf der Suche nach Gleichgesinnten ist?
Wiederum also, weil man selbst sich "falsch", fehl, verloren, vereinzelt, ausgeschlossen, unverstanden … fühlt.
 
Welche Absichten hat wer jeweils, der öffentlich schreibt, sich mitteilt, ausdrückt? Welche Erwartungen oder auch sogar Hoffnungen, welche Befürchtungen, welche hehren oder niederen Ziele, welche Zwänge?
 
Und was davon findet wer aus welchen Gründen, durch welche Umstände oder eigenes Tun, d.h. mittels seines Schreibens, möglicherweise bzw. überhaupt je erfüllt? – Wann? Wie oft? Wie lange?
 
Und dann?
 
Und was wäre, schriebe er nicht (öffentlich)?
Wäre dies denn ein beklagenswerter Verlust? – Für wen und warum?
 
Kommt es denn auf den Einzelnen tatsächlich an?
Wiederholt sich nicht alles permanent?
Wozu dann also noch selbst am überflüssigen Überfluss mitwirken, die Redundanz mitvollziehen?
 
Sind wir nicht alle als je(der) Einzelne(r) vollständig unmaßgeblich, verzichtbar, ersetzbar – redundant?
 
Wir schreiben.
Für uns selbst.
 
Zu unserer je eigenen Entlastung, Beruhigung, Beschwichtigung, Erleichterung.
Oder schlicht zu unserem eigenen Amusement.
 
Vielleicht aus Selbstgefälligkeit.
Vielleicht auch, um uns abzulenken, etwas zu verdrängen, zu unterdrücken, in Schach zu halten oder zu "verarbeiten", zu bewältigen.
 
Unser je eigenes, kleines Ego schreibt – für sich selbst. Eigentlich nicht für die Anderen, das Publikum.
 
Denn:
F ü r einen Anderen kann ich nur (etwas) schreiben, wenn ich ihn kenne – persönlich, gut, wirklich, real.
 
Es erfordert einen konkreten, mir bekannten Adressaten - dafür, dass ich mich an das Du wenden kann, dafür, dass, wenn es mir wirklich um den Anderen geht. Und nicht bloß um mich, mein Selbst. Mein eigenes "Heil". Meine persönliche Behaglichkeit … .
Es braucht einen Bezug zu ihm. Eine Beziehung. Eine Verbindung.
Und diese kann naturgemäß immer nur reziprok sein. Keine Einbahnstraße.
 
Alles andere ist Selbsthilfe, Selbsttherapie.
 
Mitunter auch (unbewusst) narzisstisch motivierte.
 
-
 
;)

;)

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