Overblog
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog

Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Spaltung Gemeinsinn Solidarität Kooperation Gemeinwohl Gemeinschaft Gesellschaft

 
update 13. Juli 2022
 
Wo sind "wir" in dieser Gesellschaft, in diesem Land eine Gemeinschaft?
 
Im Alltag laufen die Leute wie Roboter aneinander vorbei, kaum Rücksichtnahme, Höflichkeit, Mitgefühl - wo findet das auf der Straße, im öffentlichen Raum statt, wann wird es wo wie oft sichtbar?
 
Wer hilft noch älteren Menschen, wenn sie eine Treppe nicht hoch- oder nicht schnell genug über eine Straße kommen - mit oder ohne Stock, Rollator?
Wen interessiert, wenn draußen oder in der Nachbarschaft (psychische) Not signalisierendes Kinderweinen zu hören ist?
 
Wer weicht wem auf dem Gehweg aus, wenn einem jemand entgegenkommt - auch vollbepackt mit schweren Einkaufstaschen? Warum fahren so viele Frauen mit Kinderwägen stur geradeaus, statt ihrerseits auch anderen Platz zu machen?
 
Wer hilft einem obdachlosen oder auch nur unbemittelt, vielleicht auch chronisch krank, geschwächt erscheinenden Menschen, der sich sichtbar unwohl fühlt? Wer fragt wo wie oft wirklich ernstgemeint andere, Fremde, ob er ihnen gerade und womit ggf. helfen kann?
 
All die alltägliche Ignoranz, Überheblichkeit, all die Vorurteile und/oder Gleichgültigkeit, all die Egomanie, Selbstsucht. In welchen Familien und SCHULEN lernen Kinder, sich gegenüber anderen Schülern und Lehrern rücksichtsvoll, hilfsbereit, empathisch, mitfühlend, kooperativ solidarisch zu verhalten: nicht, weil man es ihnen einfach aufdrückt, sondern weil sie es von klein auf so kennenlernen:
dass andere mit ihnen so umgehen und ihnen solches Verhalten regelmäßig anderen Kindern und Erwachsenen gegenüber "vormachen", zeigen?
Statt Kälte, Argwohn, Vorurteile, Selbstgerechtigkeit, Neid, Gier, (unterschwellige) Feindseligkeit, Ausgrenzung, Mobbing, Konkurrenz, Übervorteilung, Aggression, Gewalt, Kampf.
 
Mir kommen seit Jahren jedes Mal fast die Tränen, wenn ich sehe, dass Menschen mit Autos eine Rettungsgasse bilden, wenn ein Krankenwagen zu hören ist. Weil es noch ein einziges, letztes Zeichen von Solidarität, Gemeinsinn zu sein scheint:
Jemand ist in Not, in Lebensgefahr, im Leid, braucht dringend angemessene Hilfe und Menschen nehmen darauf Rücksicht. Auch das wahrscheinlich nur, um kein Bußgeld zahlen zu müssen.
 
Es ist alles eine einzige, widerwärtige Heuchelei, Lüge - nicht nur getätigt durch die Bundesregierung.
Freunde.
 
So lange das so bleibt, es in der, "unserer" Gesellschaft diesen wichtigen Gemeinsinn, "Anstand", Empathie, Mitgefühl, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, dieses dem anderen, dem fremden Menschen Zugewandtseinwollen nicht gibt, hat jede Ideologie, jede Regierung leichtes Spiel.
 
-
 
tweet Olaf Scholz: Geist der Gemeinsamkeit, 04. Juli 2022 via twitter

tweet Olaf Scholz: Geist der Gemeinsamkeit, 04. Juli 2022 via twitter

Aus gegebenem Anlass diese Stellungnahme - vom 04.07. und 08.07.2022 - zu Spaltung, statt Gemeinsinn, Solidarität, Kooperation, Gemeinwohl, Gemeinschaft - siehe Olaf Scholzens Äußerung am 04. Juli 2022 bei twitter zum "Geist der Gemeinsamkeit".
 
Welcher "Geist der Gemeinsamkeit" - der zwischen Geimpften und Ungeimpften, Waffenlieferungsfreunden und -gegnern (Ukraine), Armen und Superreichen, multinationalen Großkonzernen und Bürgern, Erwerbstätigen und Erwerbslosen, Immobilienhaien und Obdachlosen, Jungen und Alten ... ?
 
Nicht nur die Grünen haben nicht gecheckt, dass man Menschen, auch Erwachsene, nicht durch Gängelei, Bevormundung, Paternalismus, Autoritarismus, Druck, Zwang, Strafe, Dressur zu prosozialem, solidarischen Verhalten bringt, sondern durch konstruktive Vorlagen, Beispiele, Ansätze.
 
Erwachsene Menschen wollen nicht genudged, manipuliert, konditioniert, dressiert, instrumentalisiert, hinters Licht geführt werden, sondern: Information, Selbstbestimmung, Möglichkeiten, Räume, Zeit, Muße für Kooperation, Interaktion, Zusammengehörigkeit, Teilhabe, Aktivität ... .
 
Am stabilsten ist der "Geist der Gemeinsamkeit" unzweifelhaft zwischen Regierenden und Regierten. In dieser "repräsentativen Demokratie".
 
Ich erlebe seit fast zwei Jahren Leit-, Qualitäts-Medien, einen ÖRR, der im Sinne der Regierung Angst schürt, Impfpropaganda tätigt, an Spaltung mitwirkt, statt sorgfältig, wahrhaftig, gewissenhaft umfassend zu informieren, zu berichten. Meinungsbildung, Verantwortung.
 
"Geist der Gemeinsamkeit", O-Ton Scholz
 
Warum gibt es keinen Gemeinsinn, kein tatsächliches Gemeinwohl, keine Kooperation, gelebte Solidarität zwischen Menschen im Alltag?
 
Weil alle in ihren Wohnungen, Häusern, Kleinfamilien, Jobs hocken, hängen oder sozial isoliert vegetieren.
Weil sie kaum öffentlich leicht zugängliche, verfügbare, gemeinschaftlich, selbstverwaltet geschaffene, gestaltete, betriebene Orte, Räume, Möglichkeiten, kaum Zeit, Muße haben, sich auch spontan zu begegnen, auszutauschen, etwas miteinander zu tun: Konstruktives, Wohltuendes.
 
Und damit meine ich gerade n i c h t Vereinsmeierei und Parteienfilz, sondern allen offene Räume, Orte, Gelegenheiten, zusammenzukommen, u m mit Offentheit, Empathie und Respekt die Lebensumstände, -hintergründe, Ansichten ... der jeweils anderen Persönlichkeit kennenzulernen ... .
 
Wo gibt es wieviele solcher selbstverwalteten, selbstgestalteten offenen, leicht zugänglichen Begegnungsräume, -möglichkeiten für Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren?
In welchen und wievielen (Klein-) Städten und auf dem Land?
Wer hat Zeit, Muße, Energie und Geld dafür?
 
Nur dann, wenn Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts, unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher Ansichten, Überzeugungen ... einander regelmäßig direkt begegnen können und wollen, nur dann kann es echte, gelebte Solidarität und Kooperation geben.
 
Es bedarf dafür des direkten, je persönlichen Kontakts, der leiblichen, mit allen Sinnen erlebten Begegnung zwischen Menschen, Personen, Persönlichkeiten - nur rein virtuell, gar nur via social media, ohne Blickkontakt, Mimik, Gestik, Stimme, leiblichen Anwesenheit: geht es nicht.
 
Aber statt solche direkten, authentischen, leiblichen Begegnungen, Kontakte, Austausch zu ermöglichen, zu fördern, findet das Gegenteil statt:
Digitalisierung sämtlicher Lebensbereiche. HomeOffice, HomeSchooling, social media, Konsum, digitalisierte Verwaltung, digitale Identität.
Es geht dabei darum, Menschen voneinander räumlich zu trennen, zwischenmenschliche, insbesondere spontane Kontakte zu erschweren, zu reduzieren, siehe Digitalisierung, auch der Bürokratie, siehe digitale Identität, HomeOffice, Einschränkungen der Mobilität, des Radius´, der Reichweite.
 
Die Spaltung wurde von Regierung, Regierenden und Medien erfolgreich vollzogen. Erst durch Corona, dann durch den Ukraine-Konflikt, demnächst durch Rationierungen.
To be continued.
Zu Risiken und Nebenwirkungen wenden Sie sich vertrauensvoll, gutgläubig, naiv und passiv an Ihre Regierung.
 
tweet vom 09. Januar 2022:
Es sterben Menschen: täglich. Vor allem in Folge von Armut, Gewalt, Krieg, Alter, Zivilisationskrankheiten, etliche auch durch Suizid (allein in Deutschland jährlich! ca. 10 000 Menschen). Das durch die von Regierungen vollzogenen Maßnahmen verursachte Leid überwiegt massiv das des Virus.
 
tweet vom 18. Januar 2022:
Wieviele Menschen da draußen, die bittere Armut, Hunger, Schmerzen leiden, kein sauberes Trinkwasser haben ..., fragen sich, welcher Hohn Corona, der Umgang damit, die Maßnahmen sind? LebenRetten? Welches und wenn ja, wieviele?
Armut ist die wahre Pandemie. Weltweit. Täglich.
 
Leider nach wie vor verbreitet sind Angst, Gehorsam, Konformismus, Opportunismus, Konkurrenz, Vorurteile - statt Courage, Rückgrat, Integrität, Authentizität, Wahrhaftigkeit, Offenheit, Zugewandtheit, Empathie, Mitgefühl, Respekt, Toleranz, Kooperation.
 
Menschen können nur in Bezügen, Beziehungen, Bindungen (über-) leben. Wer nichts mehr zu verlieren hat, ist tot. Wer alles radikal ;) loslassen will, kann, muss, vollzieht den Freitod. Exakt. Aber dann "ist" er nicht mehr: existent, vorhanden - als Mensch, Person.
 
Je intensiver und langandauernder ein Mensch, Individuum, gesundheitlich, sozial, wirtschaftlich, bürokratisch, finanziell, emotional, existenziell - nicht selten auch vielfach, "vielseitig" - belastet, benachteiligt, übergangen, missachtet, drangsaliert, schikaniert, herabgesetzt, ausgebeutet, ausgegrenzt, also: beschädigt wird, umso weniger ist er willens, bereit, fähig zu Empathie, Mitgefühl, Kooperation, Solidarität.
 
Er hat schlicht keinerlei Kraft, physische und/oder psychische Ressourcen mehr dafür - sie sind, wie er selbst, erschöpft, entleert. Er müsste längst zunächst selbst wieder "aufgetankt" werden. Statt belastet, beschädigt. Von anderen - bekannten oder fremden - Menschen, von Verwaltung, Behörden, Bürokratie, Justiz, Gesundheitssystem, Krankenkassen, Versicherungen, Banken, Schulen, Erwerbstätigkeit, Vorgesetzten, Arbeitskollegen, Mitbürgern, Regierung ... .
 
Jeder existente Mensch ist jeden Tag bedürftig, verletzlich, sterblich. Lebenslang.
Es gibt etliche Gefahren, Risiken, Widerfahrnisse. Lebensrisiko.
Manche für einige Menschen mehr als für andere und umgekehrt.
Leben ist mehr als bloßes Vegetieren.
 
-
Nachfolgender Text wurde ursprünglich bereits am 04. Januar 2021 von mir verfasst und bei twitter gepostet.
 
Ich sehe nach wie vor kaum bis keine gelebte, politische, öffentlich demonstrierte Solidarität mit Menschen in materieller Armut, mit also den vielzitierten "Schwachen", Vulnerablen, "Schützenswerten":
 
Obdachlose, Wohnungslose, Inhaftierte, Menschen im Hartz4- und/oder Niedriglohnbezug, nicht-vermögende Alte, Alleinerziehende, Familien mit mehreren Kindern, chronisch Kranke, Pflegebedürftige (nicht erst seit "Corona"), Prostituierte, Geflüchtete.
 
Ich sehe, höre, lese nicht, dass die privilegierte, bessergestellte, wohlhabende bürgerliche Mitte sich mit diesen Menschen aktiv solidarisiert, mit ihnen persönlich auseinandersetzt, koopertiert, sie aktiv unterstützt und das gerade nicht nur oder vorrangig durch gelegentliche Spenden, Almosen, sondern durch Verstehen, Nachvollziehen ihrer "prekären", oft seit Jahren und Jahrzehnten intensiv und kontinuierlich belastenden, beschädigenden, dabei mehrheitlich nicht selbstverschuldeten "Situation", Lebensverhältnisse.
 
Ich sehe nicht, dass in Deutschland der Klassismus überwunden wäre/wird, dass bessergestellte, wohlhabende, vermögende Menschen für das angemessene Beheben von Armut auf der Straße demonstrieren:
 
- nicht "nur" gegen Wohnungsmangel und Pflegenotstand
- nicht nur vereinzelt für das Lebenretten und Aufnehmen von Geflüchteten und
- nicht nur für FFF (Fridays For Future),
 
sondern gerade für jene, die selbst keine Lobby und kaum mehr Selbstwirksamkeit, Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Kraft, Energie, stabile Gesundheit,
Organisationsmöglichkeiten, Kenntnis über Vernetzung ... haben, denen das Geld allmonatlich nicht einmal für gesunde Ernährung (über den gesamten Monat) reicht, die infolgedessen seit Jahren mangelernährt sind, nicht (mehr) mobil sein können, weil der ÖPNV für sie (auch mit "Sozialkarte") unbezahlbar ist, die infolgedessen physisch und psychisch langjährig, dauerhaft intensiv belastet sind, deshalb früher oder später auch krank werden und in sozialer Isolation, Einsamkeit, ohne soziokulturelle Teilhabe, Kultur seit oft bereits 15 JAHREN vegetieren: müssen, da es für sie aufgrund der gesellschaftlichen und politischen "Gegebenheiten", Strukturen, politischen Entscheidungen - Agenda 2010, SGB II, Jobcenter - keine angemessene, bedürfnisorientierte, effektive "Förderung" (MAT, Maßnahmen bei einem Träger, und EGV stellen solche nicht dar, berufliche Qualifizierung findet kaum je statt, Niedriglöhne sind nicht existenzsichernd, die dafür geleistete "Arbeit", Erwerbstätigkeit ist zumeist zermürbend, belastend, es gibt dafür nicht einmal wenigstens adäquate gesellschaftliche Anerkennung, Wertschätzung), erheblich zu niedrige Regelsätze, absichtsvoll durch die Bundesregierung kleingerechnete Regelbedarfe - keinerlei Zuversicht, realistische Perspektive gibt.
 
Sie vegetieren nur Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr ihrem Tod entgegen - mit selbstbestimmtem, aktiven Leben (-können, - dürfen), mit Lebensqualität hat das nichts zu tun. Es ist systematisch entzogenes Leben, es ist sukzessive Vernichtung: unsichtbar hinter verschlossenen Wohnungs- und Behördentüren, blutfrei, "sauber", bürokratisch und politisch, gesetzlich legitimiert: SGB II ... .
 
Diese Menschen gelten der bürgerlichen Gesellschaft daher augenfällig nach wie vor als Versager, Gescheiterte, Schmarotzer, Disziplinlose, als "Asoziale" und "Ballastexistenzen": NS-Ideologie, -Terminologie, -Menschenbild.
 
Die Bessergestellten wissen zumeist kaum etwas bis nichts über die realen Lebensverhältnisse und Belastungen solcher "benachteiligten", ausgegrenzten, ignorierten, missachteten, verachteten Menschen, die sie als "Gescheiterte, Versager, Willensschwache, Disziplinlose, Arbeitsscheue, Sozialschmarotzer" verurteilen - es bestehen nach wie vor zahlreiche Vorurteile ihnen gegenüber.
 
Diese Kenntnislosigkeit, Ignoranz, Doppel-, Scheinmoral, Vorurteilsbehaftetheit, Selbstgerechtigkeit und Empathielosigkeit ist eines gewiss nicht: Solidarität.
 
Und das drückt sich auch alle vier Jahre im Wählerverhalten dieser Privilegierten, Bürgerlichen aus - sie wählen nicht (Parteien, Politik) für ein bedürfnisorientiertes Gemeinwohl, entsprechende Ökonomie, für soziale Gerechtigkeit, für Postwachstum, Suffizienz, Postkapitalismus, je regionale wie transnationale Solidarität und Kooperation, Abbau von Militär und Rüstung, gegen Strafe, Gefängnis, für Prävention, Wiedergutmachung, Weitsicht, Umsicht, sondern zumeist doch nur sehr kurzsichtig und egoistisch, egozentrisch, egoman.
 
-
Nachfolgender Text wurde ursprünglich am 31. März 2022 von mir verfasst und auf twitter geteilt.
 
Solidarität? - Ein paar Fragen
 
1. Wo, wann war wer von all jenen, die jetzt, Corona, lautstark Solidarität anmahnen, einfordern, auf welche Weise wie oft, wie lange?! solidarisch mit von Armut betroffenen Menschen: Obdachlosen, Geringverdiendern, HartzIV-Erhaltenden, die ebenfalls mehrheitlich nicht selbstverschuldet (!) in diese Situation, in materielle Armut gestürzt (worden) sind?
 
2. Wo, wann, wie oft und lange wart ihr solidarisch mit Menschen mit Behinderungen, siehe deren oft massive Einschränkungen, Belastungen im Alltag, im Leben?
 
3. Wo, wann, wie oft und lange wart ihr auf welche Weise solidarisch mit Unfallopfern, mit Menschen mit seltenen Krankheiten, mit Traumatisierten, mit Menschen, die in ihrer Kindheit bereits misshandelt, lebenslang! beschädigt, traumatisiert wurden?
 
4. Wo, wann, wie oft und lange wart ihr auf welche Weise solidarisch mit Geflüchteten, mit Prostituierten (die dort nie "hineingeraten" wollten oder längst aussteigen wollen, aber nicht können!), mit Inhaftierten, siehe Ersatzfreiheits-, also Armutsstrafen, Klassenjustiz ... ?
 
5. Wo, wann, wie oft und lange wart ihr auf welche Weise solidarisch mit all jenen alten oder auch jungen einsamen, sozial isolierten, kranken, armen, ausgegrenzten und/oder gemobbten Menschen: Kindern, Erwachsenen, Arbeitskollegen, Nachbarn, Bekannten ... ?
 
6. Wo, wann, wie oft und lange wart ihr wie solidarisch mit Opfern von psychischer und physischer Gewalt, mit Vergewaltigungsopfern, mit Kriegsbeschädigten, mit Verzweifelten, die im Suizid den einzigen "Ausweg" sehen, WEIL IHNEN N I C H T GEHOLFEN WIRD: angemessen.
 
7. Was ich euch zu vermitteln versuche:
Ihr habt als Ängstliche nicht mehr oder anderes Recht auf Solidarität, Rücksichtnahme, bedürfnisorientierte, respektvolle, nicht-paternalistische Unterstützung, Beistand, Entlastung als andere Belastete, Versehrte, Geschädigte.
 
8. Es gibt nicht nur Corona, Covid19, SarsCoV2. Es gibt e t l i c h e Widerfahrnisse, "Schicksalsschläge", Ungerechtigkeiten, Belastungen im Leben von Menschen. Auch heute noch. Tatsächlich. Und wir sind jeden einzelnen Tag a l l e bedürftig, verletzlich und sterblich.
 
9. Staatliche restriktive, autoritäre, überdies massive gesundheitliche, soziale, wirtschaftliche, gesellschaftliche Folgeschäden verursachende Maßnahmen, inkl. Maskenpflicht, Masketragen, 3G, 2G, social distancing (Alten-, Pflegeheime, Krankenhäuser, Kinder, Jugendliche ...)
schützen euch Lebensängstliche n i c h t vor sämtlichen Unbillen des Lebens, des Menschseins, der Conditio humana.
 
Aber ihr kreist nur egozentrisch, ignorant, selbstgerecht, selbstgefällig, narzisstisch um euch selbst, wähnt euch auf der moralisch richtigen, "guten" Seite und erkennt euren selbstbeschämenden Selbstbetrug nicht im Ansatz, weil ihr auch diesbezüglich nicht über das erforderliche (Selbst-) Reflexionsvermögen, die Reife verfügt, die ihr euch dennoch auf die Fahnen schreibt - in all eurer Arroganz und Hybris.
 
-
Vielleicht guckt ihr euch das doch einfach mal an: oben verlinkte arte-Doku vom 02.07.2022, "Spanien - Das entzweite Land".
 
Nicht nur, aber auch Spanien kennt das alles längst - Abstieg, Wohlstandsverlust, Regierungspolitik ...
 
"Wir fingen an, Dinge zu sehen, von denen wir nicht wussten, z.B. die Zwangsräumungen. Dir wird dein Haus weggenommen, die Bank übernimmt dein Haus, aber du bleibst immer noch mit den Schulden. Wir haben gesehen, wie die Banken gerettet wurden, die Menschen jedoch nicht."
 
"Wir sahen, wie die unzähligen Korruptionsfälle innerhalb der politischen Parteien ans Licht kamen. Und dann haben wir gesagt: Nein. Das reicht."
 
"Wir weigern uns, mit unserer Bildung und unserer Gesundheit die Rechnung für eine Krise zu bezahlen, die wir nicht verursacht haben."
 
"Wir sind eine Menge empörter Menschen, mit tausend verschiedenen Motiven und tausend verschiedenen Gründen. Was uns eint, ist die Empörung."
 
Siehe Stéphane Hessel: "Empört euch!" Solidarisiert euch! Statt euch von Regierungen und linientreuen Medien spalten zu lassen.
 
"Es waren die da Oben, die über ihre Verhältnisse lebten. (...) Da beschlossen wir, auf die Straße zu gehen (...) und Transparenz einzufordern und Bürgerbeteiligung."
 
Demokratie, Basisdemokratie, Soziokratie: Konsent-, statt Mehrheitsprinzip.
 
"Die Mächtigen sollen endlich verstehen, dass wir hier bereitstehen und dass wir nicht käuflich sind!"
 
In D-Land sieht das bekanntlich ganz anders aus. Opportunismus, Konformismus.
 
Lluisa, Katalanin:
"Der Staat. Nicht das Volk. Aber für den Staat empfinde ich eine immense Ablehnung. (...)
Die Menschen sind alle gut, überall. (...) Aber es ist der Staat, der Ideologien vermittelt, der Propaganda macht. (...)
Ich bin mir bewusst, dass der Staat der Unterdrücker und Kolonisator ist."
 
Staat - Macht - Gewalt
 
-
tweet vom 28. April 2022
 
Nochmal: Das Schlimm(st)e ist nicht, dass es Menschen immer schon mit schlechten Absichten, Zielen gab und gibt, sondern dass so/zu viele ihnen so schnell glauben, blind, gehorsam, ängstlich folgen, dass sie so leicht indoktrinierbar, dressierbar, instrumentalisierbar sind.
 
Und dass ausgerechnet diese unreflektierten, unreifen, konformistischen, gehorsamen Menschen, Personen, sich damit überdies auf der moralisch "richtigen, guten" Seite wähnen und alle anderen, Kritiker, Zweifler, Fakten Liefernde, attackieren, ausgrenzen, diskriminieren, schädigen.
 
Denn nur ihretwegen, nur weil sie so zahlreich artig, dressiert folgen und je selbst um noch mehr, längere Restriktionen, Repression, Autoritarismus förmlich betteln (Maskenpflicht, Abstand, Schulschließungen, Tests, Impfpflicht, 2G ...), war der Vollzug der Schädigungen möglich.
 
Und man fragt sich nach wie vor, immer wieder, ob und w a r u m dies trotz zweier Diktaturen in diesem Land - und durchaus noch lebender Zeitzeugen derselben - so unfassbar leicht möglich, durchsetzbar, vollziehbar war/ist. Wozu dann offenbar wirkungslose Erinnerungs"kultur"?
 
Nein, es geht dabei nicht um ein Gleichsetzen der erlittenen Schädigungen von Betroffenen damals und heute, sondern um das Aufmerksammachen auf das Wirkprinzip, die geschaffenen Strukturen, die Methode, die Art der Umsetzung, das Wissen um die Wirkung von Propaganda, Dressur.
 
twitter-thread, verfasst und veröffentlicht bei twitter am 27. März 2022
 
Wer verstehen möchte, was nicht nur, aber auch jetzt, Corona, Krieg (Ukraine-Konflikt), weshalb so vonstattengeht, was all das mit - welcher: der basalsten, ursprünglichsten - Angst und was mit Freiheit zu tun hat, sei nach wie vor auf Erich Fromm verwiesen.
 
 
 
Angst vor Abgetrennt-, Ausgegrenztsein, sozialer Isolation, Einsamkeit - Folgen:
 
kompensatorische Flucht in Autoritarismus (siehe auch Macht, Kontrolle, Unterwerfung, Gehorsam) und/oder in Destruktivität und/oder in Konformismus (Anpassung, Unterwerfung) sowie auch in Hedonismus, Konsumismus.
 
Daraus (langfristig) resultierend:
Selbstbetrug, Sucht, Aggression, emotionale Verhärtung, Verpanzerung, Abwehr, Trotz, Mangel an Mitgefühl und Liebesfähigkeit sowie Bindungs- und Beziehungsfähigkeit, Selbstsucht, Egozentrismus, Sadismus, maligner Narzissmus (antisoziale Persönlichkeitsstörung) sowie diverse weitere psychische und physische Störungen, Erkrankungen, Destruktivität, Selbstentfremdung, die Objektifizierung, Standardisierung, das Funktionalisierbarmachen, Ausbeuten von Menschen - nicht mehr "nur" mittels physischer Gewalt, Drohung, sondern vor allem durch Manipulation, Suggestion, Propaganda sowie auch Strafe, wiederum mittels Ausgrenzen, Abtrennen, Isolieren bei abweichendem Verhalten, bei Widersetzen, Ausscheren.
 
All das ist demonstrativer Ausdruck von je persönlicher wie infolgedessen und wechselwirkend kollektiver, gesellschaftlicher Unbewusstheit, Selbstbetruges, Selbstflucht, Selbstverlustes - Unreife.
 
Die Unfähigkeit, mit der Conditio humana - mit der menschlichen und je persönlichen Bedürftigkeit, Verletzlichkeit, Sterblichkeit, dem Bewusstsein hierüber, mit Schmerz, Leid, Angst, Geworfensein, Erwachsensein, Verantwortung gegenüber dem Anderen (Ethik) - bewusst, couragiert, authentisch, wahrhaftig, integer, gewissenhaft, mitfühlend, fürsorglich, konstruktiv, für andere und sich selbst Wohl tuend zurandezukommen.
Die Unfähigkeit: zu lieben - zu geben.
 
All das wird rings um den Globus täglich - von gerade auch Regierungen, d.h. Regierenden, Menschen in politischen Entscheidungs-, Verantwortungspositionen - getätigt, von ihren füg- und folgsamen Untertanen je persönlich unreflektiert, mehr oder weniger bewusst zugelassen, mitvollzogen und damit zementiert.
 
Angst, Abgetrenntsein, Isolation, Einsamkeit, Verlassensein, Ausweglosigkeit, Haltlosigkeit, Verzweiflung, Trauer, Schmerz ... - ja, das sind Gefühle, Gefühls- und Körperzustände, die (die meisten?) Menschen nicht gerne, freiwillig empfinden, erleben, erfahren, die sie üblicherweise lieber verdrängen. Aber man kann das Menschsein, die Conditio humana, nicht lebenslang verdrängen.
 
Und es helfen bei dieser Verdrängung, Leugnung, Flucht, dem Ausweichen, dem Selbstbetrug, der Selbstflucht dauerhaft weder Drogen noch Ideologien, inkl. Religionen, Glaube.
Mancher erkennt dies früh(er), andere erst sehr spät.
 
Neben physischer Folter ist soziale Isolation - ohnehin Isolationshaft, aber auch dauerhafte Isolation, Abgetrenntsein, Einsamkeit verursacht durch Armut - die schlimmste Form von Gewalt. Es ist existenziell vernichtend - physisch, psychisch-emotional und mental.
 
-
05. Juli 2022 (via twitter)
 
CovidIsOver.
WarIsOver.
PowerToThePeople.
 
Gebt den Affen keinen Zucker mehr. Weder für Waffen noch Pocken, am wenigsten fürs Regieren, Herrschen, Unterwerfen.
It´s your turn, now.
 
Freiheit. Statt Selbstverknechtung.

Diesen Post teilen

Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:

Kommentiere diesen Post