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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Hörgenuss

 
Es ist nachfolgend nur die jeweils erste Episode eines Hörspiels oder einer Lesung verlinkt, die weiteren Folgen, so vorhanden, sind auf der jeweilig verlinkten Seite zu finden.
 
Aus "Die Gerechten", Albert Camus
 
Dora: "(...) ob die Liebe nicht auch etwas anderes ist, ob sie nicht aufhören kann, ein Monolog zu sein, ob es nicht hin und wieder auch einer Antwort bedarf. Manchmal stelle ich mir vor, die Sonne scheint, die Häupter neigen sich sanft, das Herz lässt seinen Stolz fahren und die Arme öffnen sich. (...)"
 
Yanek Kaliajev: "Ja, Dora, das nennt man Zärtlichkeit."
 
Yanek: "Wenn es etwas Verwerflicheres gibt als ein Verbrecher zu sein, so dies, jemanden zum Verbrechen zu zwingen, der nicht dazu geschaffen ist."
 
Großfürstin: "Es gibt keine Liebe als die zu Gott."
Yanek: "Doch, die Liebe zur Kreatur."
 
"Leben ist eine einzige Tortur, denn Leben trennt."
 
Dora: "Yanek sagte, er bereue, dass er nur ein einziges Leben habe, um es als Herausforderung der Gewaltherrschaft vor die Füße zu werfen. Ein Mensch, der das gesagt hat, kann nicht um Gnade winseln und bereuen. Nein, er will sterben."
 
Annenkov: "`Der Tod wird mein letzter Protest gegen eine Welt der Tränen und des Blutes sein´, sagte Yanek."
 
Dora: "Wenn die einzige Lösung der Tod ist, dann sind wir nicht auf dem guten Weg. Der gute Weg führt zum Leben und zur Sonne. Man kann nicht unaufhörlich in der Kälte leben."
"Ich hasse die Tyrannei. (...) Wir sind Gefangene, Annenkov."
 
"Wieviel leichter ist es, aus dieser Welt der Widerwärtigkeiten zu gehen als in ihr zu leben."
"Hast du je geliebt? Hast du ein einziges Mal geliebt, Annenkov?"
 
"Man möchte ein Wesen, ein Gesicht lieben, die Liebe über die Gerechtigkeit stellen."
"Sieh´ durchs Fenster, Annenkov. Der Morgen dämmert schon. Yanek ist bereits tot. Ich weiß es."
 
"Sah er glücklich aus? Ja ich bin sicher, er sah glücklich aus! Um der Gerechtigkeit willen hat er in seinem Leben auf das Glück verzichtet. Es wäre zu ungerecht, wenn er nun auch im Tode sein Glück nicht fände. Er war glücklich und er ist ruhig zum Galgen geschritten, nicht wahr?!"
 
"Und nachher? NACHHER, frag´ ich dich!?"
 
(...)
 
"Du wirst mir die Bombe geben, nicht wahr, Annenkov? Ich werde sie werfen. Und nachher ... in einer kalten Nacht ... . Yanek! Eine kalte Nacht ... und der gleiche Strick ... .
Alles wird nun viel leichter sein."
 

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