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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Sadismus Narzissmus Psychopathie Angst Trauma Gewalt Zerstörung Liebe Beziehung Mitgefühl - Heilung?

 
Sadismus Narzissmus Psychopathie Angst Trauma Gewalt Zerstörung Liebe Beziehung Mitgefühl - Heilung?
 
Was machst du, wie gehst du damit um, dass du einen pathologischen Narzissten, Psychopathen, Sadisten liebst?
 
Und dabei weder devot, submissiv, Masochistin bist, noch ihn wegen seiner anti-, dissozialen PKST liebst - sondern seine "Sonnenseite" und aufgrund von Mitgefühl wegen seines Leids.
 
Der Grund dafür, w a r u m es dieses Hingezogensein trotz allen Verletzt-, Beschädigtwordenseins (!) gibt, liegt in sehr ähnlichem Verletzt-, Beschädigtwordensein: bereits in der je eigenen Kindheit und entsprechender Folgen, Bedürfnisse, Sehnsüchte, Wunden.
 
Weitere Ursache, Basis hierfür ist, dass du selbst ein nicht nur versehrter, sondern auch ein mitfühlender, einigermaßen reflektierter Mensch bist, d.h. dass dein Mitgefühl (noch) intakt ist und du über Umstände, Zusammenhänge, Hintergründe, Erfahrungen, Widerfahrnisse, Begegnungen mit und Verhaltensweisen von anderen Menschen reflektieren kannst.
 
Folge ist das tiefe Bedürfnis nach Beziehung, Verbundensein - Heilung. Gerade mit einem seinerseits in ähnlicher Weise Versehrten - eben deshalb.
Denn wer nicht in ähnlicher Weise und mit ähnlichen Folgen versehrt ist (wie du), wird etliches, das dich, deine Lebenssituation, dein Fühlen, Denken, Verhalten, dein Wünschen, Wollen, Sehnen, Zweifeln ... betrifft, nicht "verstehen", nicht nachvollziehen, nicht nachempfinden können.
 
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update 17. Februar 2021
 
Ein Stein ist ein Stein ist ein Stein.
Kein Herz, keine Liebe, keine Courage, keine Verantwortung.
Nur Angst, Macht, Kontrolle, Verpanzerung, Egomanie, Selbstgerechtigkeit. Selbstflucht. Selbstbetrug.
Unreife.
 
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Wir sollten in diesem Zusammenhang Folgendes nochmals explizit festhalten: Emphase und/oder auch Impulsivität sind nicht generell, zwangsläufig oder für sich alleine genommen überhaupt etwaige Symptome für eine Borderline Persönlichkeitsstörung.
 
Festhalten sollten wir auch, dass die Suche nach Identität eine menschliche und im Grunde lebenslange ist, denn was genau meint wer mit "Ich" oder (seinem) Selbst? - Wer bin ich? Erkenne dich selbst. - Das kann und sollte man durchaus auch aus philosophischer Perspektive betrachten, statt die "Selbstfindung" und Persönlichkeitsentwicklung, Identitätsbildung, nur rein zu pathologisieren.

Gerade Selbstkritik, auch Selbstzweifel, das Hinterfragen eigener Einstellungen, Haltungen, Meinungen, eigenen Verhaltens, spielt eine unverzichtbare Rolle für Persönlichkeitsentwicklung.
Diese Reflexion findet häuifg jedoch gerade dann verstärkt statt, wenn Menschen schon fortgeschritteneren Alters sind, also bereits einige Lebenserfahrung(en) haben.
 
Und grundsätzlich sollte längst auch der Suizid nicht (mehr) unter rein medizinischem, psychiatrischen und/oder psychologischem, also pathologisierenden (!) Blickwinkel betrachtet werden, sondern gerade unter philosophischem.
 
Anmerken sollten wir unbedingt auch, dass aggressives Reagieren normal menschliche Folge sein kann bzw. ist von intensivem und/oder langandauernden oder wiederholten Überschrittenwerden der (je eigenen) Schmerzgrenze - siehe dazu Joachim Bauers herausragendes Buch "Schmerzgrenze - Vom Umgang alltäglicher und globaler Gewalt".
 
Vor allem sollten wir uns vergegenwärtigen, dass es auch Situationen gibt, in denen Menschen emotional "unausgeglichen" sind, also sehr wütend, enttäuscht, traurig, verzweifelt, erschüttert - und das: spüren sie durchaus sehr genau selbst, dass sie genau diese Gefühle "haben", erleben - auf Grund/als Folge von Geschehnissen, Widerfahrnissen bzw. Verhaltensweisen anderer Menschen, die massiv verletzend, auch erniedrigend, demütigend, entwertend, also: beschädigend sind (physisch und/oder psychisch-emotional).
 
Und solche Situationen erleben bspw. solche Menschen, die erheblicher psychisch-emotionaler Gewalt in Beziehungen ausgesetzt sind, die bspw. Opfer von narzisstisch, antisozial persönlichkeitsgestörten Menschen wurden/werden/sind. Eben daher können dann gerade solche Gefühle oder Eindrücke rühren von "Ich hasse dich - Ich liebe dich".

Auch hier sollten wir unbedingt beachten, wie leicht leider so etwas auch einfach dahingesagt wird, ohne, dass Menschen sich wirklich bewusst sind bzw. (sich) selbst hinterfragen, ob sie tatsächlich lieben oder hassen und was genau sie unter "lieben" und/oder "hassen" überhaupt verstehen - und: was gesellschaftlich (Bücher, Filme, Musik, also "Kultur") diesbezüglich vermittelt, transportiert, auch propagiert wird ... (siehe "romantische Liebe", Verliebtsein, die nicht mit Liebe(n) verwechselt werden sollten, leider jedoch genau in dieser Weise häufig gleichgesetzt, missverstanden werden).
Ebenfalls ist auch hier das Alter der Betroffenen zu berücksichtigen - somit ihre geistige Reife.
 
Was die "negativen Kindheitserlebnisse" anbelangt: Ja sicher: Die meisten, wenn nicht alle, psychischen Störungen, die Menschen im Lebensverlauf "entwickeln", gehen auf Kindheitserfahrungen zurück - und es können viele Störungen, psychische Erkrankungen (?) die Folge dessen, von Beschädigungen, die in der Kindheit erlitten wurden, sein - nicht nur oder generell "Borderline", sondern gerade auch bspw. Narzissmus oder auch Depression ... .
 
Dass gerade Jugendliche, Heranwachsende, Adoleszente mit sich (Persönlichkeitsentwicklung, Selbstfindung) und der Welt zurandezukommen, Schwierigkeiten haben, auch das hat sicher eine Menge damit zu tun, welche familiären, haltenden oder auch gerade nicht haltenden gesellschaftlichen Strukturen (also nicht nur rein persönlichen Verhältnisse) vorhanden bzw. nicht vorhanden sind - siehe besonders Bindung, Beziehung, bedürfnisorienterter Umgang mit Säuglingen und Kindern, siehe mobbing in Schule und Beruf, siehe soziale Isolation durch materielle Armut, Ausgrenzung, durch auch physische Erkrankungen oder auch durch Mobilseinmüssen (häufige, erforderliche Umzüge ...), durch die Art, wie wir gerade in (größeren) Städten leben, siehe die vielen Single-Haushalte, Anonymität etc..
 
Und wie immer ist das generelle Problem, dass die Übergänge fließend sind - zwischen Eigenarten, Eigenheiten und "psychischer Störung, Erkrankung". Und wie immer sind bisher geltende Erkenntnisse bzw. Definitionen falsifizierbar.
 
Ja, wir kennen das bspw. auch von Depression, auch von AD(H)S ... .
 
Und übrigens (weil es in der Sendung vorkam): Nein, Trotz ist bei Kleinkindern keineswegs "normal" - muss überhaupt nicht vorkommen, hat jedoch wiederum eine Menge mit dem Umgang mit Kleinkindern zu tun - der häufig beobachtbar ein falscher, ein schädigender ist. Trotz all der zahlreichen Eltern- und Erziehungsratgeber, vielleicht auch wegen dieser. - Eigenes Thema, aber: Es muss der Schwerpunkt generell ja auf Prävention liegen. Damit diverse Störungen, Erkrankungen erst gar nicht entstehen.
 
Und wenn schon jeglicher intensive Sport eine Form von selbstverletzendem Verhalten darstellt (wie es so in der Sendung gegen Ende suggeriert wird - siehe, was ein Hörer äußerte) und ein Hinweis auf Borderline sein soll/kann, dann müssten sämtliche Leistungssportler eine solche Störung haben, insbesondere dann, wenn sie doping einsetzen. Und jeder Substanzabhängige (Drogensüchtige) müsste demnach auch als "borderlinegefährdet" gelten, da auch diese Menschen sich selbst verletzen.
 
Fazit: Es bleibt schwierig, mit der Definition und Diagnose diverser psychischer Störungen, Erkrankungen, aber es wird zunehmend alles Mögliche pathologisiert. Siehe: Auf welcher Grundlage bestimmt wer, was wann welche psychische Erkrankung, Störung (anhand welcher Symptome ...) ist - DSM ..., siehe den Einfluss der Pharmaindustrie etc., also Interessenkonflikte, zweifelhaft finanzierte Studien, eigenes berufliches Fortkommen als Motivation, fehlende Unabhängigkeit und Korruption also.
 
Unzweifelhaft gibt es verschiedene Arten des Fühlens, Denkens und Verhaltens, das Menschen selbst und auch ihr Umfeld belastet, die Frage ist nur: wie gehen wir damit um - und gehen wir durch Pathologisieren und der bisherigen Form des (lukrativen ;) ) Therapierens tatsächlich angemessen damit um? Oder beschädigen wir Menschen auf diese Weise manches Mal eher noch zusätzlich, etikettieren und stigmatisieren wir sie überdies - mit welchen Folgen gerade auch für ihr Selbstbild?
 
Oder anders gefragt:
Sollten wir nicht deutlich mehr Anstrengung und auch Mittel, Geld investieren in Prävention - siehe also den Umgang mit Kindern, siehe unsere gesellschaftlichen Strukturen, unsere Lebensweise: Druck, Stress, diverse Belastungen, siehe wirtschaftliche, berufliche Zwänge, dies auch bereits in Schulen - Leistungsideologie, Wettbewerb, Konkurrenz, Mangel an Mitgefühl, Herzens- und Charakterbildung.
 
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"Du sollst dir kein Bildnis machen" - aber du machst es dir, für dich - weil du Mensch bist, weil es in deinem Menschsein (letztlich in Gehirnvorgängen) begründet liegt.
 
Hiermit - mit dem genannten Verbot, aus dem religösen Kontext genommen und auf die zwischenmenschliche Ebene gestellt - ist ja zuvorderst ein Urteilen gemeint, ein Verurteilen, von dem man Abstand nehmen soll, ein Offenbleibensollen bzw. -wollen, wenn: man liebt.
 
Der Andere soll nicht reduziert, zurechtgebogen werden, er soll keine passende Schablone oder Matrize, kein (Zweck-) Objekt werden.
 
Und doch können wir nicht umhin, einzuordnen, zu beurteilen, zu bewerten, zu hinterfragen, zu erforschen, zu analysieren - u.a. auch andere Menschen. Das hat mit unserem Wunsch und Bedürfnis nach Gefahrenabschätzung, Sicherheit zu tun (verkürzt formuliert: wer ist Freund, wer Feind, wem können wir vertrauen ...), aber auch damit, dass der Andere uns nur deshalb so erscheint, von uns so gesehen, erkannt wird, wie es uns jeweils persönlich (nur) möglich ist - auf Basis also unserer je persönlichen Erkenntnis-, Reflexions-, Liebesfähigkeit, auf Basis unserer je eigenen Reife (in Folge gemachter Erfahrungen und Reflexion derselben) und unseres Charakters, unserer eigenen Persönlichkeit.
 
Eben deshalb sind wir nicht alle von denselben Menschen beeindruckt, fühlen uns nicht zu denselben Menschen hingezogen oder von ihnen abgestoßen und das ist wiederum in Bezug auf uns selbst wandel-, veränderbar; wenn wir uns verändern, verändert sich auch unser Blick, unser Urteil ... .
 
Hier stellt sich die Frage, ob Liebe sterben kann. Und wie stets beziehe ich mich damit nicht auf die monogame "romantische Liebe", das Verliebtsein, sondern auf tatsächliche(s) Liebe(n).
 
Kann man einen Menschen, den man einmal wirklich liebt(e) - wie bspw. "eigene" Kinder, Eltern, Freunde, Partner - irgendwann nicht mehr lieben?
 
Weil er sich geändert hat oder man sich selbst?
Weil er einen nicht (auch) liebt oder weil man von ihm schwer verletzt, ggf. absichtsvoll beschädigt wurde?
Stirbt wirklich die Liebe in diesen Fällen?
Oder zwingt man sich aus Selbstschutz- oder anderen Gründen dazu, emotional "loszulassen"?
 
Liebe ist es dann gerade nicht, wenn bzw. nur weil man "gegengeliebt" wird, weil sie etwa reziprok wäre oder zu sein hätte.
Liebe ist es auch dann nicht, wenn der geliebte Mensch nur so lange vermeintlich "geliebt" wird, wie er eigenen Erwartungen, Wünschen, Bedürfnissen entspricht oder eben der selbst gemachten Illusion von ihm, seiner Persönlichkeit.
Liebe ist es auch dann nicht, wenn bzw. nur weil man harmonisch miteinander auskommt.
 
Man kann Menschen lieben - mehrere zugleich. Das sollte man sogar.
Man kann Menschen auch dann "noch" lieben, wenn sie tot "sind".
Man kann Menschen sogar dann lieben, wenn man durch sie verletzt, beschädigt wurde.
 
Und man liebt einen Menschen gerade mit der und durch die je eigene Persönlichkeit - der Andere ist für mich der, der er ist und er kann niemals irgendwie objektiv sein oder geliebt werden. Ich liebe ihn, weil ich ihn wahrnehme, erlebe, betrachte, wie ich persönlich es tue - weil ich selbst bin, wie, wer ich bin und nicht jemand anderer und n i c h t "objektiv", kein Objekt, sondern Subjekt. - Objekte können nicht lieben.
 
Du sollst dir kein Bildnis machen. - Wie solltest du ohne "Bildnis" lieben können?
 
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Auszug aus einem anderen blog-Eintrag, siehe hier:
 
 
 
Verständnis für jedwedes Leid,
Erbarmen mild mit jedem Fehle;
Daran in dieser Zeitlichkeit
Erkennst du die erwählte Seele.
 
         -
 
Nur der das Leiden kennt,
Kennt auch ein heiß Erbarmen;
Der selber darbt, der giebt;
Großmütig sind die Armen.
 
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Liebe ist Qual,
Lieblosigkeit ist Tod.
 
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach
 
Sadismus Narzissmus Psychopathie Angst Trauma Gewalt Zerstörung Liebe Beziehung Mitgefühl - Heilung?

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