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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Beziehung mit pathologischen Narzissten, psychische, u.U. auch physische Gewalt und Umgang damit

 
Der Narzisst will nicht geliebt, sondern bewundert, angebetet werden. Liebe, sowohl gebend als auch empfangend, ist ihm lästig - eine Last.
 
Beziehung mit pathologischen Narzissten, psychische, u.U. auch physische Gewalt und Umgang damit
 
Mit pathologischem, malignen Narzissmus, antisozialer Persönlichkeitsstörung, habe ich mich schon längerfristig intensiv befasst, siehe unten verlinkte blog-Einträge hierzu.
 
Anlass, Auslöser war auch in meinem Fall die "Beziehung", der Kontakt mit einem solchen Menschen und die Folgen dieses Kontakts ... . Psychische Gewalt und physisch-sexuelle Gewalt, Vergewaltigung in Beziehung (wo sie am häufigsten getätigt wird).
Nachfolgend nehme ich Stellung zu einigen im Internet verbreiteten Tips zum Umgang mit pathologischen Narzissten, zu diversen Beratungsvideos etc..
 
Einigem kann ich zustimmen, anderes kann ich zwar nachvollziehen, halte es jedoch weder für hilfreich noch heilsam, sondern teilweise für kontraproduktiv bzw. für sogar zusätzlich belastend. Ausführlich siehe jeweils unten, unter den entsprechenden Videos, Texten ... .
 
Bewusst nenne ich die psychische Gewalt, mit der auch physische, bspw. häusliche, auch sexuelle Gewalt einhergehen kann (oft einhergeht) nicht "emotionalen Missbrauch", so wie ich Vergewaltigung auch nicht "sexuellen Missbrauch" nenne, da es grundsätzlich keinen (richtigen, guten) Gebrauch von Menschen geben kann. Menschen sind Subjekte, Lebewesen, keine Objekte, Gegenstände, die man benutzt, gebraucht.
 
Auch gebe ich keine konkreten, dabei pauschalen Ratschläge oder Handlungsanweisungen, wie man "den Weg heraus" findet, wie man sich "erfolgreich" von pathologischen Narzissten trennt, welche Schritte man dafür vermeintlich wie gehen, sich verhalten muss oder Ähnliches, denn es gibt solche allgemeingültigen Wege, Strategien, Handlungs-, Verhaltensweisen nicht.
Bei aller Ähnlichkeit in den Abläufen der "Beziehungen" mit solchen Menschen - die faktisch ja keine Beziehung, keine Freundschaft, schon gar keine Liebe sind - sind doch die beteiligten, betroffenen Menschen unterschiedliche Persönlichkeiten, Individuen, Subjekte, auch wenn es zwischen diesen wiederum ebenfalls Parallelen geben kann (persönliche, biographische Hintergründe, Vorbelastungen etc.).
 
Wer bereits weitere Beziehungs- und auch Trennungserfahrungen, Verlusterfahrungen gemacht hat, weiß, dass es keinen pauschalen, stets funktionalen, funktionierenden, anwendbaren Weg, kein Patentrezept, keine immer gleiche "Erfolgsstrategie" gibt.
 
Es gibt allerdings eine Menge Selbstbetrug auch hierbei. Und diese macht es nicht leichter, beschleunigt nichts, heilt nicht - im Gegenteil.
 
Was grundsätzlich niemandem hilft, niemandem wohltut, niemanden entlastet, erleichtert, schützt, trägt, ist, sich noch zusätzlich diverse Verhaltensweisen aufzuzwingen. - Wenn du dies und jenes (noch oder grundsätzlich) nicht tun kannst, willst oder etwas nach wie vor tust, hat es keinen Sinn, tut es dir nicht gut, dich dazu mit Härte, Strenge, vermeintlicher "Disziplin" autoritär zu zwingen. Es ist nur unnötige zusätzliche Belastung. Gerade in Form von Ablenkung, Verdrängung, Verweigerung, Abwehrhaltung, Flucht, Verbarrikadierung.
 
Jede Person, Persönlichkeit muss ihren ihr eigenen Weg finden, mit dem Loslösen, Loslassen umzugehen, das zu "erreichen" bzw. es zu erfahren, zu bewältigen. Und es braucht die und genau so lange Zeit, die es jeweils je persönlich braucht. Es lässt sich da nichts abkürzen, beschleunigen, siehe hierzu auch den unten verlinkten blog-Eintrag zum Loslassen.
 
Der Selbstbetrug funktioniert in beide Richtungen - sowohl im Illusionieren, Hoffen, Zweifeln und Idealisieren, Schonen, Verteidigen, Schönreden des Narzissten als auch hinsichtlich sich selbst auferlegter Strenge, dem Zwang bspw. den Kontakt "zu 100 Prozent" abzubrechen, zu blockieren.
 
Wichtig ist mir bei allem Verständnis für und Bedürfnis, Wunsch nach Selbstschutz, Regeneration, Heilung nicht außer Acht zu lassen, dass wir es zwar mit einer schädigenden Person zu tun haben oder hatten - bis hin zu Sadismus - und das nicht zu verharmlosen, zu bagatellisieren, zu relativeren ist, diese Person aber dennoch ihrerseits auch ein - verletzter, versehrter, beschädigter - Mensch ist und bleibt.
Das Menschenwürdeprinzip gilt auch für diese Menschen - ja, auch für "Serienmörder".
Eigenes, umfassendes Thema: Ethik - führt an dieser Stelle zu weit ab. Die Menschenwürde gilt entweder absolut - oder gar nicht, d.h. es gibt das Menschenwürdeprinzip dann nicht tatsächlich. So viel nur in Kürze.
 
Dieser Mensch ist nicht "nur", ausschließlich oder generell ein "Monster", er ist zweifelsohne Täter - und zugleich Opfer.
 
Du bist nicht sein/e Therapeut/in, sollst du auch nicht sein, aber wir werden zuträgliche, friedvolle, wohltuende, gewaltfreie zwischenmenschliche Verhältnisse in Gesellschaften und Gemeinschaften nur schaffen und erhalten, praktisch leben können, wenn wir auch Täter als Opfer - die sie immer sind, kein Mensch wird als (Gewalt-) Täter geboren! - sehen, statt das absichtsvoll auszublenden, nur, um uns selbst damit vermeintlich zu schützen.
 
Von oberster Priorität ist daher angemessene Prävention - die bei jedem Menschen in dessen Kindheit ansetzt, beginnt. Eigenes, umfassendes Thema, siehe auch hierzu andere blog-Einträge.
 
Du kannst den pathologischen Narzissten zumeist nicht zu seiner Heilung, Reifung, zu Therapie bewegen und es ist für dich zunächst durchaus wichtig, hilfreich, emotional (!) Abstand zu gewinnen, dich emotional tatsächlich lösen zu können - was dir dafür tatsächlich, effektiv hilft, gut-, wohltut, ohne andere zu beschädigen, das tue gerne, aber zwinge dich zu nichts, das dir, deiner Persönlichkeit, deinem Wesen und deinem - hoffentlich vorhandenen, intakten - Mitgefühl zuwiderläuft und dich nur zusätzliche Kraft kostet.
 
Du sollst dir dein Mitgefühl nicht abtrainieren - das musst du auch nicht: um zu heilen, um loslassen zu können. Im Gegenteil.
 
Es ist auch für dich ein Entwicklungs-, ein Reifungsprozess - der eben Zeit und Kraft beansprucht.
 
Dass du auch immer wieder Wut, Aggression, Empörung, Fassungslosigkeit empfindest, ist natürlich und kein Grund für Scham oder Selbstverurteilung - es ist r e a k t i v e Aggression, siehe dazu unten verlinkten blog-Eintrag "Schmerzgrenze" ... .
 
Dass deine Gefühle gegenüber dem pathologischen Narzissten, d.h. dem dir durchaus nahegestanden habenden Menschen ambivalent, auch widersprüchlich und eben irrational sind, ist deshalb ebenfalls natürlich - nicht pathologisch.
 
-
 
 
Zum oben verlinkten Video "Exzessive Gedanken, Vermissen, Traumaband ..." von "Soul SOS" folgende Anmerkungen:
 
Schmerz:
 
Ja, es gibt dieses "Traumaband" in der typischen "on-off-Beziehung" mit pathologischen Narzissten. Und ja, es fühlt sich an wie "kalter Entzug", wie Sucht. Psychisch-emotional und auch körperlich.
 
Es ist jedoch völlig natürlich, "normal", dass man im Rahmen einer Trennung, nach Verlust eines geliebten Menschen diesen schmerzlich, heftig vermisst, dass man Sehnsucht nach ihm hat, dass man sich nach Verbindung, Verbundenheit, Gemeinsamsein sehnt - dass einem etwas Vertrautes, der vertraute Mensch schmerzlich fehlt.
 
Je abrupter eine solche Trennung ist oder auch je weniger Gehaltensein man dabei von anderen nahestehenden Menschen, Bezugspersonen erfährt und je tiefer die eigene Verletzung, psychisch-emotionale Wunde, das Verletzt-, Versehrtwordensein ist, umso intensiver schmerzhaft die Trennungs-, Verlusterfahrung.
 
Man muss sich darüber im Klaren sein, dass man durch diesen Schmerz "hindurch muss", man kann ihn nicht vermeiden oder "abkürzen" - es braucht je individuell die Zeit, die es braucht, das zu bewältigen. Es hat auch mit Trauern zu tun. Es kann sehr belasten, lähmen - ähnlich, wie wenn ein geliebter Mensch verstorben ist.
Aber auch die Sehnsucht ist natürlich, lässt sich nicht übertünchen, ersticken, abtöten. Es ist menschlich, sich nach Verbundensein mit anderen Menschen zu sehnen - Beziehung, Bindung, Liebe. An dieser Stelle sei deshalb einmal mehr auf Erich Fromm - "Die Kunst des Liebens" - verwiesen.
 
Mit dem pathologischen Narzissten gibt es zwar keine Liebe, keine wirkliche, wohltuende, tragende Beziehung, aber eine Verbindung war es dennoch - zumeist gerade auch körperlich, sexuell. Und diese körperliche Intimität, Vertrautheit ist nicht zu unterschätzen, gerade weil damit, dabei unser "intimstes Inneres" berührt wird, weil wir hier so sehr und leicht verletzbar, verwundbar sind.
 
Weil Sex immer die Gesamtpersönlichkeit betrifft, anspricht, involviert - nicht nur den Körper, die äußere Hülle.
 
Und weil Menschen lebenslang bedürftig sind nach Nähe, Zuwendung, Zärtlichkeit, gerade auch nach nicht-sexueller, wohltuender Berührung.
 
Was man sich jedoch bewusst machen muss: Es fühlt sich zwar an wie Sucht, so auch typischerweise das Verliebtsein, das gerade nicht Liebe ist, aber der Narzisst, der narzisstische Partner, Mensch ist kein Suchtmittel: Er ist faktisch kein Objekt, Gegenstand, keine Substanz/Droge (auch wenn es Betroffenen, Opfern so erscheint, wirkt), sondern ein Mensch! Ein Subjekt, eine Persönlichkeit. Daher auch seinerseits von "uns" als solche zu sehen und zu behandeln.
 
Scham:
 
Ja, die kann es zu Anfang geben, weil man sich über sich selbst wundert und ärgert, nicht glauben kann, dass man sich so täuschen, blenden, benutzen, verletzen ließ, dass man es so lange mitvollzogen, zugelassen, ertragen hat, dass man sich so entwerten, unterwerfen ließ.
 
Bei mir war die Scham allerdings relativ schnell überwunden.
Intensiver und langandauernder belastete mich die Fassungslosigkeit, das Nicht-Fassenkönnen, d a s s ein dir nahestehender Mensch so sadistisch, so herzlos, so kalt und berechnend, so hinterhältig und skrupellos sein kann, dass er sich wissentlich, absichtsvoll so schädigend verhält und dein Leid genießt, dass er genau das will, dass es ihn befriedigt (!), wenn du leidest, dass er sich so "meisterlich" verstellen, so "virtuos" täuschen, manipulieren kann - dass es so etwas überhaupt gibt, solche Menschen, dass sie keinerlei Gewissen, Skrupel, kein Mitgefühl haben, nur um sich kreisen und andere Menschen nur als Konsum- und Kompensationsobjekte sehen und behandeln, misshandeln.
Dass der Narzisst also tatsächlich nicht liebesfähig ist. 
 
Für mich war und ist nach wie vor das prägnante Gefühl, dass es Verrat ist, sich wie Betrug bzw. Verrat anfühlt - dass man nicht mehr glauben, nicht mehr wissen kann, was man nun noch für wahr, für echt, authentisch halten kann, darf, dass man nicht mehr vertrauen kann, weil das Vertrauen so massiv missbraucht, torpediert wurde.
 
Du kannst nicht glauben, nicht fassen, dass a l l e s (!) nur show, fake, Lüge, Theater war - alles, das sich doch so nahe, vertraut, intim, zeitweise eben auch gut, warm, innig verbunden anfühlte, das du so erlebt, gefühlt hast: weil d u all das in dir hast - der Narzisst spiegelt, kopiert es nur.
 
All die vielen vermeintlich "kleinen" Verhaltensweisen, Gesten, Mimik, Blicke des anderen, des Ex, des Narzissten - nicht nur seine Worte. - Dass all das nur gespielt, vorgegaukelt, gefaked war, dass du nie gemeint warst - dass es jeder "x-beliebige" andere Mensch, ein anderes Opfer, sein könnte. Eben weil der Narzisst dich gar nicht sieht, wahrnimmt, als Persönlichkeit erkennt, will, versteht, respektiert, wertschätzt, sondern stets nur um sich selbst kreist und alle anderen Menschen für ihn nur Objekte zu seiner Bedürfnisbefriedigung und Wunscherfüllung sind: "Ge-, Missbrauchsgegenstände". Dies, weil es ihm am erforderlichen Mitgefühl mangelt.
 
Er verfügt über Empathie, kann sich in seine Opfer bis zu einem gewissen Grade einfühlen, anderenfalls könnte er sie nicht manipulieren. Aber er kann nicht mitfühlen: gebend, zugewandt, Anteil nehmend, mitleidend, sich mit freuend, emotional berührt seiend.
Sein fehlendes Mitgefühl ist eines seiner Kernprobleme, spezifischen Kernsymptome, - merkmale. Daher das antisoziale Verhalten.
Den narzisstischen Ex-Partner als ein Etwas, als Tier, Objekt, what so ever "visualisieren":
 
Das halte ich, mit Verlaub, für tatsächlich inakzeptablen, krass esoterischen Unsinn. Denn noch einmal: Auch der pathologische Narzisst ist ein Mensch, ein Subjekt, ein Individuum - kein "Etwas", das man als Gegner, Feind, gar Monster für und vor sich selbst sehen, "visualisieren", für sich selbst so betrachten, einordnen sollte. - Es artet leider zumeist in Krieg aus, genau das aber sollte es eigentlich nicht.
 
Frühzeitig wäre daher professionelle Unterstützung für begleitete, faire, gewaltfreie, dialogische Kommunikation miteinander erforderlich. Solche Begleitung, Unterstützung durch Mediatoren und/oder Therapeuten ist jedoch zumeist nicht niedrigschwellig, schon gar nicht kostenfrei verfügbar, zugängllich.
 
Üblicherweise hat der path. Narzisst daran jedoch kein Interesse, da er dann ja noch leichter enttarnt würde, seine Schwächen, seine Unreife, sein ganzes Fehlverhalten, Täuschen, Manipulieren etc. auf den Tisch käme - was er ja gerade vermeiden möchte.
Ihm geht es nicht um Konfliktlösung, gemeinsame, konstruktive Konfliktbewältigung, sondern um seinen Machterhalt.
Er möchte das Machtgefälle, das Ausbeutungsverhältnis gerade aufrechterhalten, da er davon profitiert - er kann ja nicht Beziehung, Liebe.
 
Gerne darf man an seinem je eigenen Selbstwertaufbau arbeiten, oft ist dies erforderlich, geboten, hilfreich. Aber gerade nicht, indem man andere wiederum seinerseits abwertet, entwertet, objektifiziert, entmenschlicht. - Man verhielte sich damit letztlich genau so, wie es der patholgische Narzisst tut.
 
Du möchtest loslassen, bewältigen, heilen - aber nicht "abspalten, abhacken". Weder den anderen, noch Teile, Persönlichkeitsaspekte von dir selbst.
 
Therapie, Psychotherapie:
 
Dies kann möglicherweise hilfreich, geboten sein, aber bekanntlich finden sich nicht so einfach, meist auch nicht zeitnah gute, "passende" Therapeuten.
Es kommt hierbei nicht vorrangig auf die Art der (Psycho-) Therapie, die Therapieform, als viel mehr entscheidend (!) auf das jeweils persönliche Verhältnis zum Therapeuten, der Therapeutin an - und dieses zeigt sich üblicherweise gerade nicht schon nach zwei, drei "Probesitzungen".
 
Es ist sehr schwer, einen "passenden" Therapeuten zu finden - es ist auch dies eine Art Beziehung, es muss hier vor allem zwischenmenschlich "stimmen, passen". - Auch ein eigenes, umfassendes Thema. Siehe dazu den verlinkten blog-Eintrag In Treatment.
 
Sucht, "Biochemie im Gehirn":
 
Das ist im oben verlinkten Video von "Soul SOS" ebenfalls so laienhaft, reduktionistisch und einfach falsch dargestellt, dass ich hierauf an dieser Stelle nicht näher eingehen möchte - Neurowissenschaften sind ein komplexes Gebiet. Man kann nicht pauschal aussagen, es brauche ein Jahr oder fünf Jahre, bis sich "die Biochemie im Gehirn wieder regeneriert" oder so ähnlich. 
Zu Sucht findet sich ebenfalls ein eigener blog-Eintrag mit Info-, Quellensammlung verlinkt.
 
Sucht ist ein Kompensationsverhalten - Menschen versuchen damit Entbehrtes, gerade das Gefühl von Zugehörigkeit, Angenommensein, Wertgeschätztsein, fehlende Beziehung, gestörte Bindung, Einsamkeit, Abgetrennt-, Ausgeschlossensein, Gefühle von Hilf- und Haltlosigkeit sowie weiteren psychischen Schmerz zu kompensieren, für sich erträglich zu machen. Es ist eine Krücke, eine Art "Selbstmedikation", Hilfsmittel, das aber gerade nicht heilt, sondern nur jeweils vorübergehend Symptome lindert, überdeckt, das nur vorübergehend betäubt, überlagert.
Verwiesen sei hierzu auf bspw. Johann Hari und Gabor Maté.
 
Sie sagt gegen Ende des Videos immerhin selbst, dass es Z e i t braucht und man dagegen nicht ankämpfen sollte. Exakt. Siehe oben.

Und ja, Menschen brauchen lebenslang Bindung, Beziehung, Bezugspersonen, gerade auch wohltuende, nicht-sexuelle Berührung - aber auch das lässt sich nicht auf, Zitat "Hol´ dir dein Oxytocin" reduzieren. Dieses "Bindungshormon" spielt zweifelsohne eine Rolle, aber Bindung, zwischenmenschliche Beziehung, Liebe, Verbundensein lässt sich darauf, auf ein Hormon oder mehrere, auf "biochemische", neuronale Vorgänge oder Transmitter etc. gerade nicht reduzieren.
 
Es gibt noch sehr viele weitere Videos - auch von Männern - über pathologische Narzissten, es ist unmöglich, auf diese alle einzugehen.
 
Es geht nach meinem Eindruck bei einigen auch eher um die Selbstdarstellung der Person, die da spricht, sich präsentiert, produziert - siehe auch die Art der Äußerungen, die Art, Aufmachung, Gestaltung der Videos, eine Art Dramatisieren, Übertreiben, auf Sensation setzen usw.. Das halte ich für unseriös und auch irreführend. 
 
Auch ich bin kein "Profi", keine ausgebildte Psychologin oder Psychiaterin oder Psychoanalytikerin, habe aber im blog, siehe oben (verlinkter Eintrag über Narzissmus - "Der Narzisst") seriöse Quellen, Informationen verlinkt - um eben zu informieren, seriöse, fundierte Information weiterzugeben.

Und ich verweise - im Gegensatz zu diesen anderen "Ratgebenden, Coaches" etc. - nicht auf irgendwelche von mir veröffentlichten kostenpflichtigen Bücher, verdiene im Übrigen auch an/mit diesem blog keinen Cent, auch nicht durch Werbung.
 
Daneben schildere ich meine persönlichen Erfahrungen mit pathologischem Narzissten und benenne sie auch als solche. Denn durch das Lesen der Erfahrungen anderer habe auch ich vieles verstehen, sortieren gelernt und bestätigt gefunden.  Auch das ist hilfreich. Du erkennst so das dahinterstehende "Muster", das typische Verhalten des path. Narzissten, du siehst, dass es sich bei anderen Betroffenen ähnlich, oft sogar genau gleich verhält, abläuft. Du verstehst, dass es nicht nur irgendeine Eigenart einer Person oder deine "Schuld", dein Versagen, deine "falsche Vorstellung, falsche Wahrnehmung, Fehlinterpretation" ist, sondern dass es eine Persönlichkeitsstörung ist, die spezifische Merkmale aufweist und daran erkennbar ist. Es hilft dir, die Dinge angemessen einzuordnen, Übersicht zu erlangen, zu verstehen, was weshalb wie - typisch - vonstatten gegangen ist. Du schwimmst nicht mehr, sondern bekommst Boden unter die Füße.
 
Aber es ist eine Sache, den malignen Narzissmus, die antisoziale PKST zu erkennen, zu verstehen, eine andere ist es, wie man damit umgeht und was hier für wen tatsächlich auf welche Weise hilfreich ist und was nicht.
 
Du willst etwas bewältigen - einen Konflikt, eine belastende, schädigende Beziehung - keinen Krieg führen oder fortsetzen. Abrüsten und Reifen ist geboten - Heilen vor allem: beide! Nicht irgendwelche küchenpsychologischen Tricks vollziehen.
 
Eric Hegmanns Aussagen (in oben verlinktem Video) kann ich nur zustimmen. Ausdrückliche Hörempfehlung.
 
Das Video von "DateDoktor Emanuel Albert" ist unterhaltsam, humorig und informativ. Stehe Coaching zwar grundsätzlich skeptisch gegenüber, da es mir zu oberflächlich ist, zu sehr auf Symptombehandlung und schnelle Effekte, "Erfolge" ausgelegt, statt auf Tiefen ausleuchten (Psychoanalyse), dieses Video finde ich allerdings ganz gelungen.
 
Seine anderen sind mir deutlich zu manipulativ, auf Manipulation, Strategie, Taktik, also Show, Fake ausgerichtet. Auf solch infantile, niedere, berechnend-kalkulierende Weise, mit Taschenspielertricks sollte kein erwachsener, reflektieter Mensch vorgehen (wollen, zu müssen meinen). Das ist Unreife. Es ist erbärmlich, würdelos, entwürdigend - auch und gerade dann, wenn/weil es ggf. "funktioniert".
Mit respektvollem, wertschätzenden, verantwortungsbewussten, fairen, prosozialen Umgang hat das nichts zu tun.
 
In Stichworten kurz das im oben verlinkten Video genannte, typische Verhalten, Vorgehen von Narzissten:
 
überrumpeln - manipulieren - blockieren - Intensität - Drama - Grenzen überschreiten - Versuchung - einspinnen.
 
Yes. 
 
Zu oben verlinktem Video von "Deno Licina" - über das Strafschweigen.
 
Ja, es trifft alles zu und das Strafschweigen, die Kommunikationsverweigerung, auch der totale Kontaktabbruch zur Machtausübung, Zermürbung, Unterwerfung, Kontrolle des anderen, ist verbreitete Vorgehensweise von pathologischen Narzissten.
Siehe dazu auch oben bereits verlinkten blog-Eitnrag zu Kommunikationsverweigerern
 
Das Video ist mir persönlich allerdings zu reißerisch gemacht und viel zu langatmig - man hätte alles in der Hälfte der Zeit prägnant und verständlich, sachlich und seriös darlegen können.
 

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