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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Alfred Tutein - facebook-Profil und die Person dahinter - ein Exempel, Demaskierung

Das Profilbild von "Alfred Tutein" auf facebook.

Das Profilbild von "Alfred Tutein" auf facebook.

Alfred Tutein, facebook, 09.04.2020 - Jedes "Accessoire" für sich genommen (Kinderkäppi, Zuhältersonnenbrille, Nullachtfuffzehn-Schutzmaske) sähe je für sich schon zum Abgewöhnen geschmacklos aus, in der Kombination und vor dem trotz all der Maskerade augenfälligen Altershintergrund der sich in dieser Weise selbst darstellenden Person, ist es einfach nur gruselig, grotesk. Bedauernswert letztlich. Doch sind es solche harten, wahren, wahrnehmbaren Tatsachen, die einen auch der allerletzten Illusion berauben - kurativ immerhin.

Alfred Tutein, facebook, 09.04.2020 - Jedes "Accessoire" für sich genommen (Kinderkäppi, Zuhältersonnenbrille, Nullachtfuffzehn-Schutzmaske) sähe je für sich schon zum Abgewöhnen geschmacklos aus, in der Kombination und vor dem trotz all der Maskerade augenfälligen Altershintergrund der sich in dieser Weise selbst darstellenden Person, ist es einfach nur gruselig, grotesk. Bedauernswert letztlich. Doch sind es solche harten, wahren, wahrnehmbaren Tatsachen, die einen auch der allerletzten Illusion berauben - kurativ immerhin.

facebook-Kommentar von "Alfred Tutein" zu Moral, Kant, Nietzsche ...

facebook-Kommentar von "Alfred Tutein" zu Moral, Kant, Nietzsche ...

update 07. März 2021
 
Immer wieder aufschlussreich, was Rechts"konservative" unter Moral verstehen: gehorchen, sich unterwerfen unter religiös-ideologische Dogmen, Befehle.
 
Es verdeutlicht so unmissverständlich, dass und warum solche Menschen "Moral" nur als von außen oktroyiert kennen und wollen - keinerlei Kenntnis von und Erfahrung (eigenen Verhaltens) mit intrinsischer, intrinsisch motivierter Moral haben: dem jedem Menschen, wie auch anderen Primaten angeborenen Mitgefühl, das emotionale Urbasis jeglicher Moral und rationaler Ethik ist.
 
Sie kennen es nicht, sich freiwillig, aufgrund von Mitgefühl, Fairness und Achtung vor anderen Lebewesen selbst Regeln, Grenzen aufzuerlegen und diesen zu folgen, sich p r o s o z i a l zu verhalten: dem "moralischen Gesetz in mir" zu folgen, wenn wir schon von Kant sprechen.
 
Sie kennen Mitgefühl nicht, haben solches nicht (mehr) - das ist der Grund, ihr Problem.
Sie kennen und wollen, brauchen Autoritarismus, der ihnen aus ihrer Kindheit vertraut ist, auch wenn sie darunter - oft lange und intensiv - selbst gelitten haben. Sie fühlen sich unbewusst, reflexhaft zu diesem vertrauten Autoritarismus hingezogen, suchen ihn geradezu, brauchen ihn: in ihrer Unreife. Man nennt das auch Identifikation mit dem Aggressor, Internalisierung, Introjektion.
Es fehlt ihnen an der (Selbst-) Reflexionsfähigkeit und Persönlichkeitsreife, dies selbsttätig, selbständig zu erkennen - Selbsterkenntnis.
 
Und dann gibt es Typen, die von moralischem Verhalten, Geboten schwafeln, dozieren, sich als Weißbewestete öffentlich inszenieren, obschon sie sich selbst in ihrer Lebenspraxis, ihrem Alltag nicht minimalst daran halten, obgleich sie selbst ihren Trieben, ihrer Egomanie, Selbstsucht, Gier, Völlerei, Maßlosigkeit, ihrem Neid, Geiz, Hass und Hedonismus geradezu sklavisch, willenlos die Zügel lassen. - Eben drum. Gerade deshalb: das Predigen von "Moral", das Projizieren, Übertragen auf andere, was deren ureigene Schwächen, Defizite, Niederheiten sind. So typisch für "Christen", für monotheistische, patriarchale, androzentrische, gewaltgeprägte, autoritäre, leib- und lustfeindliche Religion(en).
 
Daher auch ich Nietzsche bemühend:
"Das Gute missfällt uns, wenn wir ihm nicht gewachsen sind."
 
Und dann verurteilen sie andere für und unterstellen ihnen Niederheiten, die sie selbst, persönlich tätigen. Eben drum. Maximaler Selbstbetrug. Weil´s so bequem ist und man sich selbst damit so gut fühlen kann - und andere sorglos beschädigen.
 
-
 
 
Manche fb-user haben sich ein tatsächlich perfekt passendes Profilbild gewählt. Auch wenn es völlig anders, im Grunde gegenteilig intendiert war. Alfred Tutein - auch das Pseudonym, der Profilname ist absolut aussagekräftig.
 
"[...] Über Jahrzehnte hinweg, so Horn, sei er mit einem Mörder namens Alfred Tutein liiert gewesen. Dieser habe nicht nur, was Horn die ganze Zeit über gewusst habe, dessen Verlobte umgebracht, sondern auch gegenüber späteren, meist jugendlichen Geliebten Horns immer wieder gewalttätige Neigungen an den Tag gelegt. Jedoch distanziert sich Horn in seinem Bericht keineswegs von dem Gefährten Tutein, im Gegenteil, bei jeder Gelegenheit beschwört er seine Liebe zu dem Übeltäter und schildert schließlich auf Dutzenden Seiten, wie er den Leichnam des bedauerlicherweise ebenso frühzeitig wie plötzlich Verstorbenen eigenhändig mumifiziert und fortan in einer Truhe im Wohnzimmer aufbewahrt habe. [...]
 
Bei näherem Hinsehen handelt es sich bei der Konstellation Horn/Tutein um einen recht klassischen Fall von Persönlichkeitsspaltung, wie er in der modernen Literatur längst vor Jahnn zum Beispiel von Robert Lewis Stevenson in „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ beschrieben wurde. [...]"
 
https://literaturkritik.de/id/13729
 
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
 
Das "Jekyll-Hyde-Syndrom" ist typisches Merkmal von pathologischem Narzissmus, der antisozialen Persönlichkeitsstörung.
 
"[...] Tutein unternimmt mit der Ausschweifung einen letzten Versuch, sich das Objekt Horn so zuzurichten, dass es ihm genug wird – und umgekehrt. Horns Qualifikation hierfür liegt darin, dass er es vermag, ganz Objekt zu sein: „Es war das Beste an mir, dass ich willenlos war.“ Tutein erklärt, was er erreichen will: „Das ist das Unerreichbare,  das fast Unerreichbare, wonach wir uns sehnen. Ein Mensch verliert sich vollkommen, gibt sich auf, löscht sich aus und hat gleichzeitig einen anderen, der sich verliert, sich aufgibt, sich auslöscht, ganz in seiner Gewalt.“ Die Gewalt, das Öffnen der Körper ermöglicht die Überschreitung der Grenzen von Subjekt und Objekt, die sie einander sind. Doch der Versuch Tuteins scheitert. Er scheitert an Horn. Denn dieser nimmt an der Aufschweifung nicht teil: er vermag es, willenloses Objekt zu sein, doch vermag er es nicht, sich Tutein zum Objekt zu machen. Tutein bleibt in der Ausschweifung allein, die Horn bewusstlos erleidet.  An diesem Horn verzweifelt Tutein. Seine Mittel sind erschöpft. Die Arbeit am Objekt zur Überschreitung des Objekt-Seins hat sich als unmöglich zu lösende Aufgabe erwiesen. [...]"
 
 
Was hier, anhand der Figur Alfred Tuteins, beschrieben und durch Jahnn-Zitate (aus dessen Roman) belegt ist, ist bekanntlich der Kern, die Grundstruktur des Sadismus:
 
Ein Lebewesen, ein menschliches Subjekt (Individuum, Persönlichkeit) zu (s)einem Objekt machen, es ganz und gar kontrollieren, beherrschen, besitzen, unterwerfen wollen und nur daraus nicht nur, aber ggf. auch sexuelle Lust und tiefe psychisch-emotionale Befriedigung zu ziehen - aus dem Leid(en) anderer. Hierzu bitte bei u.a. Erich Fromm nachlesen.
 
 
"[...] Doch Horns stetig wiederholtes: „Ich bereue nicht“ entstellt den Sinn des entworfenen abtrünnigen Lebens und verneint dessen Grundbedingung: die Schuld. Denn gerade die Erneuerung der Schuld ist das Motiv, das Tutein in die Ausschweifung treibt: „Ich entschuldige mich nicht, ich verkläre mich nicht; aber die Zeit drängt mich von der Schuld ab. Der Schauplatz der Schuld ist verblasst.“ [...]"
 
Exakt:
Ohne Schuldeinsicht, Reue des Täters - die stets auf echtem Mitgefühl mit dem jeweiligen Opfer basieren muss, nur kann - gibt es keine Verantwortungsübernahme, keine Wiedergutmachung, erforderlichen, je angemessenen Ausgleich, keine Versöhnung - somit keinen Frieden, nichts Konstruktives, Wohltuendes, Heilsames, keine Liebe, kein Verbundensein.
 
Typisch, auch kennzeichnend ist u.a. das Fehlen von Reue, Schuldeinsicht, Mitgefühl und Verantwortungsübernahme (für eigene Taten, eigenes Verhalten) für pathologischen, malignen Narzissmus und Psychopathie - anti-, dissoziale Persönlichkeitsstörungen.
 
Es bleibt infolgedessen zwangsläufig nur Aggression, Groll, Hass, Rache-, Vergeltungswünsche, Autoritarismus, Gewalt, Angst, Selbstbetrug, Einsamkeit, Abgetrenntsein, Kälte, Härte, Leere, Verzweiflung, Verbitterung, Nihilismus, Nekrophilie, Selbsthass - Zerstörung, Vernichtung.
 
Keineswegs ist das "gottgegeben" oder liegt es gar in der Natur, Biologie, dem Wesen "des" Menschen begründet, viel mehr hat es mit der je eigenen Persönlichkeit, dem Charakter, dem persönlichen Wesen (Naturell, Anlage), der Biographie, Prägung, Sozialisation, lebenslang wirksamem Beschädigtwordensein in der Kindheit und entsprechender Erfahrungen, Entwicklung sowie daraus resultierender Einstellung, Selbst-, Welt- und Menschenbild sowie Verhalten zu tun.
 
Denn durchaus und nachweislich sind Menschen - ohne äußeren Zwang, Druck, Kontrolle, Strafe, d.h. nicht religiös/ideologisch oktroyiert, stattdessen intrinsisch motiviert - (auch) mitfühlend, liebesfähig, beziehungsfähig, verhalten sie sich prosozial: rücksichtsvoll, hilfsbereit, solidarisch, kooperativ, fair, respektvoll, loyal, gewissenhaft, verantwortungsvoll, fürsorglich, feinfühlig, empathisch, versöhnlich.
 
Ich wiederhole: Kein Mensch kommt "böse, schlecht", grausam, sadistisch zur Welt. Einige Menschen werden jedoch aus Gründen dazu. Was sich durchaus  - global - vermeiden, vorbeugen ließe, insbesondere in der Kindheit eines jeden Menschen (Prägung, Sozialisation, Bindung, Urvertrauen, Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, intaktes Mitgefühl, Liebesfähigkeit oder aber gesteigerte Ängstlichkeit, Misstrauen, Aggressivität ... aufgrund intensiven Beschädigtwordenseins in der (frühen) Kindheit und Jugend.
Aber das Mitgefühl ist jedem Menschen, wie auch einigen anderen Primaten, angeboren. Es kann durch entsprechenden Umgang mit vor allem dem Kind gestärkt oder abgeschwächt werden. Mit wiederum entsprechenden Folgen für sein Verhalten.
 
Siehe hierzu Arno Gruen:
 
Und Martha Nussbaum:
"Gerechtigkeit braucht Liebe."
 
Weder Mensch noch "Welt" sind nur Schwarz oder Weiß. Auch wenn nicht wenige Menschen das aus Gründen des Überfordertseins mit Komplexität und Veränderung gerne selbstschonend und bequem so sehen, interpretieren.
 
-
 
 
Alle von mir nachfolgend verlinkten, sehr aussagekräftigen Fotos, screenshots sind von "Alfred Tutein" selbsttätig bei facebook öffentlich sichtbar gepostete Beiträge (auch wenn manche davon zwischenzeitlich von ihm ggf. wieder gelöscht wurden).
 
Alfred Tutein belegt seine Präferenz für Hans Henny Jahnn

Alfred Tutein belegt seine Präferenz für Hans Henny Jahnn

Alfred Tutein - facebook-Kommentar zu Erika Steinbach

Alfred Tutein - facebook-Kommentar zu Erika Steinbach

Alfred Tutein über, Zitat "Qualitätsmedien" und die AfD

Alfred Tutein über, Zitat "Qualitätsmedien" und die AfD

Alfred Tutein - Like von rechter Band "Schloss Tegal"

Alfred Tutein - Like von rechter Band "Schloss Tegal"

Alfred Tutein - Like von rechter Band Anti Child League (ACL)

Alfred Tutein - Like von rechter Band Anti Child League (ACL)

Alfred Tutein - Like von "Achse des Guten", Broder ...

Alfred Tutein - Like von "Achse des Guten", Broder ...

Alfred Tutein - Messer-Like

Alfred Tutein - Messer-Like

Alfred Tutein - Like von "Militant Zone", rechtsextremistisch

Alfred Tutein - Like von "Militant Zone", rechtsextremistisch

Alfred Tutein - Like von rechter Band "Peste Noire"

Alfred Tutein - Like von rechter Band "Peste Noire"

 
Man besehe sich, was "Alfred Tutein" sonst noch so öffentlich sichtbar auf facebook postet:
 
Ausflugsbildchen..., mittels derer er von seinen facebook-"Freunden" regelmäßig ein paar Likes abgreifen kann, ein wenig Zuspruch, "Anerkennung", Aufmerksamkeit erhält.
 
Das sind diese weißen, alten - zumeist autoritär-patriarchalen, pathologisch narzisstischen, verbitterten, misogynen - Männer, die nichts und niemanden in ihrem Leben haben als ihre Esssucht, Drogensucht, verstaubten Bücher und Platten, ihren Selbstbetrug, ihre Selbstflucht - Eskapismus, "Mystik", Hedonismus. Keine nahestehenden Menschen, die mit ihnen und mit denen sie selbst aktiv gebend fürsorglich, liebevoll, verantwortungsvoll, zärtlich  umgehen.
Keine Kinder, keine Gefährtin, keine wirklichen Freunde.
Keine Verbundenheit. Keine Liebe. Denn sie sind nicht liebesfähig.
 
Sie sind voller Angst, Argwohn, Misstrauen, paranoid, voller Hass, Verbitterung, Scham. Emotional verpanzert.
 
Das verbergen auch ihre "virtuosen" Manipulations-, Täuschungsversuche - inklusive vorgespielter Heiterkeit, Charme, Eloquenz - früher oder später nicht mehr. Siehe pathologischen, malignen Narzissmus, antisoziale Persönlichkeitsstörung, gaslighting.
 
Fernbeziehungen führen pathologische Narzissten übrigens besonders gerne, sie suchen sie geradezu gezielt. Denn wenn der Kontakt, Umgang ein nur vergleichsweise seltener, sporadischer ist, lässt sich die Maske, die Fassade des Narzissten umso länger und erfolgreicher aufrechterhalten.
 
Seine sonstigen Sozialkontakte, sofern vorhanden, hält er deshalb ebenfalls stets und absichtsvoll auf Distanz - nur deshalb, nur so lange funktionieren sie (einigermaßen).
Je intensiver, öfter, langandauernder, intimer der Kontakt im privaten Raum, auf privater, sozialer, intimer Ebene mit dem Narzissten ist, umso schneller wird er enttarnt, umso schneller fällt seine Maske, denn er kann sie nicht durchgängig, pausenlos aufrechterhalten.
 
-
 
Alfred Tutein - Like zu Marcel Bauersfeld

Alfred Tutein - Like zu Marcel Bauersfeld

Alfred Tutein - Klimawandelleugnung (via "Ach gut")

Alfred Tutein - Klimawandelleugnung (via "Ach gut")

Alfred Tutein - via Dushan Wegner  - über seinen "Ekel am Guten"

Alfred Tutein - via Dushan Wegner - über seinen "Ekel am Guten"

Alfred Tutein - frauenverachtender Like via "ach gut"/Wolfgang Röhl

Alfred Tutein - frauenverachtender Like via "ach gut"/Wolfgang Röhl

Alfred Tutein über Leere, Nihilismus - statt Liebe, Wiedergutmachung

Alfred Tutein über Leere, Nihilismus - statt Liebe, Wiedergutmachung

Alfred Tutein - Like von "I shot the Sheriff", Absztrakkt - veranschaulicht nochmals demonstrativ sein Menschenbild: Rache, Vergeltung, Gewalt, Hass - statt Mitgefühl

Alfred Tutein - Like von "I shot the Sheriff", Absztrakkt - veranschaulicht nochmals demonstrativ sein Menschenbild: Rache, Vergeltung, Gewalt, Hass - statt Mitgefühl

"(...) Dann war Ende - Mitgefühl wird represented durch meine Desert Eagle
Weisheit durch mein Katana, ich sagte zu ihm: Bleib' besser liegen
Du Idiot bist tot; der Mund färbte sich rot als ich die Treffer erzielte
Drei Kugeln ins Gesicht, eine pro Geistesgift
("I shot the sheriff") (...)"
 
https://www.azsongtexte.de/i-shot-the-sheriff-songtext-absztrakkt/
 
 
Zu "Meister Eckhart":

Abgeschiedenheit, Loslassen, Gelassenheit, "die Gottesgeburt in der Seele" ...

Wenn es bei Meister Eckhart - in der Interpretation von Erich Fromm gelesen - im Grunde um Abkehr von Frömmigkeit, Bigotterie, vom Leistungsprinzip, von blinder Gefolgschaft, Gehorsam, um Abkehr vom Haben (-wollen), von Gier, einhergehend Geiz, Neid, von Sucht, gerade auch Selbstsucht, geht, stattdessen um Hinwendung zum Anderen, zu sozialer Verantwortung, entsprechendem Verhalten, um Selbstreflexion, Selbstkritik, Selbsterkenntnis statt selbstschonenden Selbstbetrugs (siehe auch Eskapismus, Hedonismus, Kompensationsverhalten), wenn es letztlich um aktives Lieben inklusive Selbstliebe - im Gegensatz zu Narzissmus - geht, so bedarf es hierfür keines "Gottes", keiner "übergeordneten Instanz" oder eines solchen "Prinzips", keiner Metaphysik, keines religiösen Glaubens, keiner religiösen Spiritualität und/oder Esoterik - sondern tatsächlich schlicht des (jedem Menschen angeborenen) Mitgefühls, der je persönlichen Integrität, der Persönlichkeitsreifung, also des intellektuellen, sozialen, emotionalen Wachsens, Reifens. 
 
Hierfür wiederum bedarf es keines (einzelnen) Lehrers, "Meisters", Gurus, Führers, Gottes, keiner vermeintlich "bewusstseinserweiternden" Drogen (-erfahrungen), sondern abermals des Mitgefühls, der persönlichen Empfindsamkeit, Sensibilität, Feinfühligkeit, der Liebesfähigkeit, der Erkenntnisfähigkeit und der Vernunft sowie der (Lebens-) Erfahrung und Reflexion.

All das ist einem Menschen nur im Hier und Jetzt, im Diesseits, zu seinen Lebzeiten zu erlangen, zu erfahren, zu leben und zu geben möglich.

Es ist die Verantwortung letztlich stets dem Anderen gegenüber, die uns in unserem Denken und Tun leiten sollte, von der wir "beseelt" sein, die wir verinnerlicht haben sollten - siehe hierzu ein Mal mehr Arno Gruen, Erich Fromm und besonders auch Emmanuel Lévinas.
 
Wir können dieser Verantwortung jedoch nur dann angemessen gerecht werden, ihr entsprechen, sie erfüllen, wenn wir je persönlich dazu in der Lage, dahin gereift sind. Ob und wie uns das, wenn überhaupt, tatsächlich gelingt, hängt gerade nicht von nur oder vorrangig unserer Einstellung, unserem Denken, Fühlen, Wollen und Tun, Handeln ab, sondern ist zahlreichen Widerfahrnissen, äußeren Umständen, Zufällen unterworfen, denen wir keineswegs stets gewachsen sind, sein können, die wir keineswegs grundsätzlich gut bewältigen, überstehen, die wir häufig nicht einmal wirklich beeinflussen oder auch abwenden können und die wir ebensowenig einfach akzeptieren, hinnehmen (lernen) können, dies auch nicht sollten, denn:

Wir sind f ü h l e n d e, schmerz-, leid- und liebesfähige Wesen, Menschen - keine "Götter", keine Roboter, Maschinen. Wir sind nicht perfekt, vollkommen und werden es lebenslang niemals je sein können. Wir müssen es auch nicht. Wir sind lebenslang Bedürftige, Verletzliche.

Was wir aber zumindest versuchen können und es aus ethischen Gründen sollten, ist, es uns selbst und dem/den Anderen nicht unnötig, nicht zusätzlich schwerer, belastender zu machen, als es, als unser Sein, unser Menschsein ohnehin bereits ist. - Mitgefühl, Liebesfähigkeit (Metta, Karuna) ist der Schlüssel hierzu.
 
-
Conditio humana
 
Als sterblich, einhergehend dann zumeist auch sterbewillig, erfährt, empfindet Mensch sich vor allem in Situationen und Phasen leidvoller Krankheit, intensiven, insbesondere langanhaltenden physischen und/oder psychischen Schmerzes und spürbaren Alterns, im "Erleben", Erleiden von existenzbedrohender bis eben tatsächlich existenzvernichtender Belastung, Gefahr, Beschädigung, absoluter Ausweglosigkeit, Unabänderlichkeit, Unentrinnbarkeit - somit im Zustand fehlender oder nicht mehr erkennbarer, nicht mehr erfahrbarer Selbstwirksamkeit.
 
Mensch ist mit seinem Leib, seiner Leiblichkeit untrennbar verbunden, d.h. ein Mensch, ein Individuum i s t dieser, sein je persönlicher Leib, durch, mit, in dem er alle (!) sinnlichen, mentalen, psychisch-emotionalen Erfahrungen macht, Erlebnisse, Empfindungen, Gefühle, Eindrücke, Erinnerungen hat und auf dieser materiellen, "stofflichen" Basis - in, mit seinem Gehirn (stets in Verbindung mit dem gesamten Körper, Nerven, Nervenverbindungen ...), durch selbiges - all diese Eindrücke, Wahrnehmungen, Empfindungen, Gefühle, Erlebnisse, Gedanken, Denkprozesse (bewusst, unbewusst, vorbewusst) "verarbeitet", ein-, zuordnet, bewertet, beurteilt, abspeichert, kombiniert, analysiert, erinnert, verändert und auch: vergisst.
 
Daran ändert auch Drogenkonsum, Medikamenteneinfluss oder Meditation nur wenig:
Kein Mensch kann ohne seinen Leib, seine Leiblichkeit - als Mensch - existieren, existent sein, mag er sich - aus bekannten Gründen - noch so oft einen "übergeordneten" oder irgendwie vermeintlich von seiner Physis, seiner Leiblichkeit unabhängigen "Geist" herbeiwünschen und zusammenphantasieren.

Es hilft nichts - Mensch ist und bleibt lebenslang, bis zu seinem Tod, eben dies: auf vielerlei Weise bedürftig und verletzlich. 
Ob es ihm gefällt, ob er das zu akzeptieren befähigt ist oder nicht.
 
Das schließt die Akzeptanz seiner Kontingenz ein.
Es liegt "der Welt, dem Leben", menschlichem Sein, Existieren keine Teleologie zugrunde - so sehr nicht wenige sich das auch wünschen mögen.
 
Es ist allerdings so hilfreich und entlastend wie empfehlenswert, diesen Umstand, diese unumstößliche, evidente Tatsache so früh als möglich im je persönlichen Leben zu erkennen und zu akzeptieren, da dies sowohl dem jeweiligen Individuum selbst als auch es umgebenden und mit ihm interagierenden anderen viel unnötiges Leid erspart.
 
Es gibt kein "Heraus" aus der Conditio humana, jedenfalls nicht, so lange Mensch Mensch ist (und nicht etwa Cyborg oder Androide).
Weder mittels Drogen, (Aber-) Glaube, Esoterik, Okkultem, Mystik, Meditation, Selbst- und Weltflucht, Selbstbetrug oder irgendetwas anderem.
 
So lange Mensch Mensch ist, erlebt, erfährt, empfindet, fühlt er Schmerz, Leid, Begehren, Bedürftigkeit, Verletzlichkeit, Sehnsucht, Freude, Trauer, Angst, aber auch ggf. Erkenntnis, Zugehörigkeit, Wertschätzung, Neugier, Entwicklung, Persönlichkeitsreifung, Mitgefühl, Verbundenheit, Solidarität, Erfülltsein, Dankbarkeit, Liebe - so er liebesfähig ist.
 
-
 
Alfred Tutein - Teil 1 über Mystik, Glaube ...

Alfred Tutein - Teil 1 über Mystik, Glaube ...

Alfred Tutein - Teil 2 über Mystik, Glaube ...

Alfred Tutein - Teil 2 über Mystik, Glaube ...

 
Eine weitere Auseinandersetzung mit der Einstellung, dem Weltbild Alfred Tuteins (er lässt in seinem facebook-Profil keine direkte Kommentierung zu, daher auf diesem Wege) - weil es wohl leider nach wie vor nicht wenige Menschen ähnlich haben, dieses Weltbild.
 
Zunächst betrachte ich seine Draufsicht, wie üblich, analytisch:
 
Alfred Tuteins Einordnung gemäß geht es (für jedenfalls ihn selbst) im nzz-Artikel über die Simulationstheorie, -hypothese - siehe auch mindfuck, Transhumanismus, im weiteren Sinne auch Nihilismus, Fanatismus und deus ex machina - vor allem um den Zusammenhang von Realität, Realitätswahrnehmung und - beschreibung sowie Glaube und Mystik.
 
Was sich hierdurch offenbart, ist ein Mal mehr der Wunsch nach Vereinfachung komplexer Verhältnisse, die als bedrohlich, jedenfalls unverständlich erscheinen. Es ist der bei solchen Menschen starke Wunsch nach Übersichtlichkeit, Ordnung, Gewissheit - letztlich nach Sicherheit.
 
Die Welt, die wir erleben, erfahren und wie wir "Realität" wahrnehmen und beschreiben (können, wollen) ist komplex, oft unübersichtlich, vielgestaltig, mitunter schwer verständlich und es hängt letztlich alles mit unserem - menschlichen - Bewusstsein zusammen.
 
Wir können die Phänomene nur so sehen, betrachten, wahrnehmen, beschreiben, erfassen, wie es uns mittels unseres menschlichen Bewusstseins und unserer jeweiligen Fähigkeiten, Möglichkeiten, unseres bisherigen Wissens, Kenntnisstandes und unserer (technischen, technologischen, wissenschaftlichen) Hilfsmittel gerade möglich, machbar ist.
 
Zwar sind wir in der Lage, die Phänomene mittels der Naturwissenschaften (auch gerade der Neurowissenschaften) immer wieder neu, anders zu betrachten, Theorien auszubauen oder zu verwerfen (siehe Falsifizierbarkeit als unerlässliches Wissenschaftlichkeitskriterium) und nicht nur die Naturwissenschaften, sondern auch Philosophie (Geisteswissenschaft) befasst sich von jeher mit diesen Fragen, Themen, Phänomenen, siehe Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie, Ontologie, Metaphysik, aber auch Ethik und Ästhetik. Und eben auch Theologie, Religionen, Ideologien bemächtigen sich dessen, deuten, interpretieren "Welt, Natur, Realität, Bewusstsein, Erkenntnis, Wahrheit" nach ihren Vorstellungen, zu ihren Zwecken.

Und eben das gilt es angemessen zu berücksichtigen, einzubeziehen:
 
Wer hält welche Theorie, welche Information, welches "Wissen" aus welchen Gründen für plausibel, für überzeugend, für "richtig".
 
Oder auch: Wer möchte aus welchen Gründen (woran) glauben oder dies gerade nicht - und warum nicht.
 
Wer hat aus welchen Gründen (!) welches Welt-, Menschen- und Selbstbild. Das ist die eigentlich zentrale Frage, denn aus diesem Welt-, Menschen- und Selbstbild ergibt sich erst alles weitere.
 
Alfred Tuteins Betrachtungsweise legt ein Mal mehr offen, dass es ihm persönlich - wie vielen anderen ähnlich eingstellten, religiös gläubigen, zumeist konservativen Menschen auch - vorrangig nicht um die Sache, das Thema, die Theorien, die Phänomene und deren unterschiedliche Erklärungen, Deutungen, Beschreibungen, Definitionen und Plausibilität geht, sondern im Kern darum, sein Glauben w o l l e n (vor sich selbst) zu rechtfertigen, rechtfertigen zu können. Denn bekanntlich gehört zum Glauben gerade der sperrige, lästige, unbequeme Zweifel. Und mit diesem plagt der etwas reflektiertere Gläubige sich letztlich zeitlebens und sucht ihn zeitlebens zu überwinden, zu entkräften. Denn er w i l l glauben dürfen - ohne sich Welt- und Selbstflucht, Selbstbetrug, Selbstbezogenheit, Angst, Schwäche, Unreife, Kompensationsverhalten vorwerfen lassen zu müssen.

D a r u m geht es, auch hier, eigentlich: um Selbstrechtfertigung, Selbstverortung: Bin ich auf der richtigen Seite, auf dem richtigen Weg, habe ich den richtigen Kompass.

Letztlich also: kann, darf ich glauben - und mich auf diese Weise vor allem s e l b s t entlasten und ein Stück Verantwortung abgeben.
 
Denn wenn alles ohnehin irgendwie doch vorgegeben, vorbestimmt, festgelegt, unabänderlich, unausweichlich ist, wenn es einen "externen Beobachter" oder eine "interne übergeordnete Macht, Kraft, Energie ..." gibt, dann kann ich kleines Menschlein mich dagegen gewiss nicht stellen, nichts daran ändern - ich muss mich dahinein f ü g e n. Demütig.

Und ich muss dann auch nicht so viel zu verstehen, zu durchdringen versuchen, da es ja sowieso letztlich undurchdringbar, unverstehbar ist: für mich kleinen, irregeleiteten, mit Hybris belegten Menschen. - So zumindest sehen das Menschen wie Alfred Tutein.
 
Ich wiederhole daher abermals:
Diese Menschen suchen Halt, Trost, Sicherheit, denn was sie an- und umtreibt, was sie schwer belastet, ist vor allem Angst, häufig auch Verbittertsein und das Gefühl existenzieller Einsamkeit, Abgetrenntheit.
 
Weiterhin möchten sie sich der für sie so empfundenen Last der Verantwortung (wenigstens ein Stück weit) entledigen: dürfen; hierbei geht es um ihr je persönliches Sozialverhalten, um Gewissenhaftigkeit, Mitgefühl, Rücksichtnahme, prosoziales Verhalten, Fairness, Kooperation, Solidartät - um "Moral", um Ethik also.
 
Um sich für diese ihre Wünsche, mehr noch ihr "bisweilen" antisoziales, selbstsüchtiges, unangemessenes Verhalten, ihre persönlichen psychisch-emotionalen und sozialen Defizite, Unzulänglichkeiten irgendwie rechtfertigen zu können, um ihr Verhalten vor allem nicht hin zu einem umsichtigen, prosozialen ändern zu müssen, bedienen sie sich eben hierfür diverser, entsprechender, dies stützender Ideologien, Religionen - des (Aber-) Glaubens, der Esoterik, Metaphysik, Mystik.
 
Sie versuchen damit, sich vor und für sich selbst - scheinbar, vermeintlich - zu vergewissern, dass sie auf der richtigen, guten Seite stehen, dass sie den "richtigen, guten" Weg gehen, dass mit i h n e n alles zum Besten steht, dass sie sich also gerade nicht mit Selbstkritik "plagen" müssen und auch nicht mit Komplexität und Veränderung - mit Unübersichtlichkeit, Unwägbarkeiten, Widersprüchlichkeiten - mit Unsicherheit.
 
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