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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Anmerkungen zum Coronavirus, covid19, einhergehenden Maßnahmen und Folgen

 
update 01. September 2020
 
Zur Berlin-Demo vom 29.08.2020 gegen die Coronamaßnahmen der Bundesregierung und den aktuellen medial verlautbarten Reaktionen von Politikern und anderen öffentlichkeitswirksamen Personen darauf - eine Einordnung:
 
1. Was unmittelbar auffällt, ist das aktuelle framing.
 
Von den mainstream-Medien ist der einhellige Tenor zu vernehmen, es handle sich bei den Demonstrierthabenden und Kritikern der Maßnahmen um eine, Zitat "Querfront", es sei ein, Zitat Stephan Detjen, Deutschlandfunk, "politisches und soziologisches Amalgam" aus "biederen Schwaben, Impfgegnern, Esoterikern, Putinisten, Trumpisten, Globalisierungsgegnern, libertäre Hippies und Rechtsnationalisten". - Ein einziger, pauschalisierter Rundumschlag gegen und globales Herabwürdigen, Diskreditieren sämtlicher Maßnahmenkritiker also. Das kommt nicht von ungefähr.
Ähnliche Interpretationen und Diffamierungen von Kritikern der Maßnahmen finden sich auch in social media.
 
All jene, die politisch (mitunter weit) links der bürgerlichen Mitte zu verorten sind und ebenfalls berechtigte, sachliche, argumentativ vorgebrachte, faktenbasierte Kritik an den regierungspolitischen Coronamaßnahmen äußern, werden hierbei völlig übergangen, missachtet.
 
2. Kritikern wird überdies unterstellt, angehängt, sie machten sich sämtlich und grundsätzlich mit Rechtsextremisten und Nazis gemein, wenn bzw. nur weil sie bei derselben zentralen Hauptstadt-Demo zugegen waren - und dies auf ggf. weiteren folgenden gerade nicht sein sollen. Darum geht es - um "Prohylaxe".
 
Sie werden deshalb unter Generalverdacht gestellt, als Mitläufer, gar als Unterstützer und somit als "Demokratiefeinde" sämtlich pauschal absichtsvoll, manipulativ, propagandistisch d i f f a m i e r t - ohne, dass zuvor ein einziger der Bundesregierung zugehöriger Politiker mit diesen Menschen je persönlich gesprochen, ihre Kritik angehört, ihre Intention, Beweggründe verstanden und ernst genommen hätte/hat. Denn genau diese Kritik ist regierungspolitischerseits selbstredend nicht erwünscht ... .
 
Dies ist bspw. durch die Aussage eines Jens Spahn belegt, der sich von der Demonstration und ihrer Zusammensetzung, Zitat "überrascht" zeigte. Gleich, ob das zutrifft, er tatsächlich überrascht war, oder es nur vorgetäuschtes "Überraschtsein" ist, in beiden Fällen bestätigt es genau das, das offenbar zahlreiche Demonstranten umtreibt, das sie kritisieren: politische Verhältnisse, Politikerverhalten und Einstellungen, über die sie hochgradig verärgert, auch davon abgestoßen sind, die sie aus berechtigten, nachvollziehbaren Gründen deutlich geändert sehen wollen.
 
Ja, das hat mit diversen faktischen Benachteiligungen, Belastungen nicht nur Einzelner, sondern ganzer Gesellschaftsgruppen zu tun, ja es betrifft vorrangig, wie auch in Frankreich, siehe die gilets jaunes, die untere Mittelschicht und die sogenannte Unterschicht.
Ja, es geht dabei u.a. um Niedriglohn, Leiharbeit, Hartz4, Armut trotz Erwerbstätigkeit (working poor, Prekariat, Prekarisierung), materielle Armut und Ausgrenzung (entzogene Mobilität, soziokulturelle Teilhabe, gesellschaftliche Zugehörigkeit, Mitgestaltungsmöglichkeit und Wertschätzung, Entwürdigung) von (Langzeit-) Erwerbslosen, Erwerbsgeminderten, nicht-vermögenden alten und/oder chronisch kranken Menschen, Alleinerziehenden, nicht-vermögenden Familien mit mehreren Kindern, Wohnungs- und Obdachlosen, Migranten, Inhaftierten, Prostituierten ... Es geht um die bekannten und so geplanten, gezielt beabsichtigten Auswirkungen des Neoliberalismus, der Agenda 2010, des einhergehenden Menschenbildes.
 
3. Es geht Regierungspolitik sowie der bürgerlichen - eher konservativen, jedenfalls privilegierten, wohlhabenden, auch vermögenden, oberen - "Mitte", der mehrheitlich auch die in den mainstream-Medien Tätigen angehören, jedoch nicht tatsächlich darum, einem scheinbar zunehmenden oder erneut aufflammenden "Rechtsruck" und einer Demokratieerosion vorzubeugen, denn dieser wird augenblicklich gerade durch die aktuelle mediale Art der Berichterstattung erst mit Bedeutung belegt, hoch-, großgeschrieben - schließlich dürften die Rechtsextremisten, Nazis unter den ca. 40 000 Demonstrierenden am vergangenen Wochenende in Berlin die deutliche Minderheit gewesen sein.
 
Es geht ihnen vielmehr darum, verhindern, bereits im Keim ersticken zu wollen, dass der berechtigte Unmut, der oben bereits genannte Gründe hat, sich weiter, intensiver in der Bevölkerung, der "Mehrheitsgesellschaft" Bahn bricht. - Sie fürchten einen breiteren "Widerstand", Protestbewegung gegen die sogenannte "bestehende Ordnung".
 
4. Was mit sogen. "bestehender Ordnung" durch eben diese Medienvertreter und Politiker gleichgesetzt wird, ist r e p r ä s e n t a t i v e Demokratie - mit allen bekannten und kritisierten Schwächen und Fehlern, die diese demonstrativ hat, siehe sogen. Rechtsstaat und Sozialstaat, siehe Ausgrenzung, Ausbeutung (via Erwerbstätigkeit, Niedriglohn) Benachteiligung, Entwertung, materielle Armut nicht geringer "Bevölkerungsteile": Menschen, Individuen, Persönlichkeiten, die jeweils um das einzige Leben das sie haben, betrogen werden, denen ihre physische, materielle, wirtschaftliche wie auch soziale Existenzgrundlage global durch neoliberale Regierungspolitik wissentlich, absichtsvoll, vorsätzlich entzogen wird. Und das bekanntlich nicht nur, aber eben auch im reichen Deutschland - ausgerechnet neben Affären und Missständen wie cum ex/cum cum, Volkswagen/Dieselaffäre, Bankenrettung, wirecard-Skandal, Nebeneinkünfte und Interessenkonflikte, Korruption, Polizeigewalt, institutioneller/struktureller Rassismus, Klassenjustiz, Klassenmedizin, regierungspolitisches Hofieren multinationaler Großkonzerne (gerade auch als Steuervermeidende, durch den Erhalt von Steueroasen), Familien-, Bildungs-, Sozial-, Wohnungs-, Gesundheitspolitik, Energiepolitik (Hambacher Forst, Kohleabbau, Atomstrom ...), Außenpolitik (inkl. Bundeswehr, siehe auch Rechtsextremismus in Bundeswehr, out of area-Einsätze), Privatisierung, Pflegenotstand, Sozialstaatsabbau, Rüstung (lukrative Waffenlieferungen an despotische Schurkenstaaten), Klimawandel und etliches andere mehr.
 
In all solche gravierenden Entscheidungen, Entscheidungsprozesse, wird die Bevölkerung nicht ansatzweise einbezogen, sondern vollumfänglich außenvorgehalten: in repräsentativer Demokratie.
 
Ja, darüber regt sich zurecht zunehmend Unmut, Protest, Widerstand. Und das gerade nicht in nur einigen wenigen, vereinzelten Bevölkerungsgruppen, sondern mittlerweile sehr heterogen, dabei dennoch allen gemeinsam dieser "Unmut", die jeweilige, auch je unterschiedliche, vielfältige, vielfache Kritik an diversen bestehenden Missständen, die regierungspolitisch augenfällig nicht angemessen, nicht zeitnah, nicht effektiv, konstruktiv, nicht sozial gerecht, nicht ökologisch sinnvoll, nicht um- und weitsichtig, nicht zukunftsweisend, nicht verantwortungsvoll, nicht g e m e i n w o h l f ö r d e r l i c h behoben, bewältigt werden.
 
Die "Coronakrise" fungiert letztlich nur - ebenfalls global - als Katalysator all dessen, sie ist nicht Auslöser, allenfalls weiterer Anlass, denn:
 
Für die massiven sogenannten Kollateralschäden - global als auch je national, regional - ist nicht das Sars-CoV-2-Virus verantwortlich, sondern die jeweiligen regierungspolitischen Maßnahmen: haben diese "Kollateralschäden" verursacht, die weltweit wiederum, wie stets, die wirtschaftlich Schwächsten, die materiell Armen, die bereits vielfach benachteiligten, vorbelasteten, vulnerablen Menschen am härtesten und auch vernichtend, tödlich trafen und nach wie vor treffen.
 
Und ihnen gegenüber zeigt sich keine durch die Mittelschicht monatelang vielbeschworene "Solidarität", insbesondere nicht durch autoritäre bis militante Ermahnungen zum Tragen von MNS, durch Maskenpflicht, Abstandsauflagen, Bußgelder/Strafmaßnahmen, rein verbale, leere Solidaritätsbekundungen, Hamsterkäufe - durch die Selbstgerechtigkeit, Selbstgefälligkeit, Selbstbezogenheit wiederum vor allem der bürgerlichen Mitte, die keineswegs durch Mitgefühl, Solidarisieren, Kooperation, Teilen, Geben, Fürsorge, Gewissenhaftigkeit und Verantwortung für Bedürftige angetrieben ist, sich auch nicht entsprechend in ihrem Alltag und Wählerverhalten verhält, sondern durch vorrangig bis ausschließlich die A n g s t um nur sich selbst, um nur die eigene Gesundheit, das eigene Wohlbefinen (und das der Angehörigen).
 
Es ist eine abstoßende Heuchelei, Doppelmoral und erbärmlicher, selbstschonender, fremdschädigender Selbstbetrug, der hier zugrundeliegt, der sich hierdurch offenbart, dabei aber selbstgerecht als moralische Überlegenheit, als korrektes, gebotenes ethisches Verhalten dargestellt, inszeniert und oktroyiert wird - nicht zuletzt vehement, inflatorisch auf social media.
 
5. Gleichgesetzt wird von dieser Mitte und von Regierungspolitikern überdies Demokratie mit ausschließlich repräsentativer Demokratie. Wer also gegen repräsentative, indirekte Demokratie ist, ist demgemäß grundsätzlich gegen Demokratie, wird als Demokratiefeind diskreditiert - d a m i t diese illegitime Gleichsetzung von Demokratie mit nur repräsentativer Demokratie, "bestehender Ordnung", erst gar nicht in Frage gestellt wird, schon gar nicht von einer Bevölkerungsmehrheit.
Um dem vorzubeugen, das zu verhindern, wird die bisherige - vermeintliche - Minderheit von sehr unterschiedlichen Kritikern (die gerade keine homogene, gar überwiegend rechtsextremistische Gruppe sind) durch Regierungspolitiker gezielt und pauschal als "demokratiefeindlich" diffamiert, an den Pranger gestellt.
 
Dass und warum wer aus welchen Gründen ein ganz anderes Demokratieverständnis haben kann und darf - nämlich das von direkter, von Basisdemokratie, idealerweise Soziokratie (Konsent-, statt Mehrheitsprinzip), wird dabei ebenso vorsätzlich übergangen. Eine solche Diskussion wird im Keim erstickt, gar nicht erst zugelassen, geschweigedenn medial gefördert, unterstützt.
 
6. Im Deutschlandfunk-Interview äußerte heute, 01.09.2020, Frank Richter (Theologe, parteiloser Abgeordneter im Sächsischen Landtag), es gebe eine "diffuse Unzufriedenheit" und eine "Ziel- und Orientierungslosigkeit" in der Gesellschaft, man könne es schlecht aushalten, wenn man keine Ziele, Orientierung, keinen Sinn in seinem Leben hat, die westliche Gesellschaft produziere aus sich selbst heraus keinen Sinn, sie sei "sinnlos", auf den Einwand des Interviewenden, , zu "Demokratie, Menschenrechten, Selbstverwirklichung, Freiheit" äußerte er ganz richtig, das seien Werte, den Sinn müsse aber jeder in seinem Leben für sich selbst finden. Dann zog er die Parallele zur ehemaligen DDR und mutmaßte, die ehemaligen DDR-Bürger hätten ein ausgeprägteres Bedürfnis nach Idealen und Sinn(findung) - was so unstrittig wie nachweislich gequirlter Nonsens und durchaus als eben doch Ostalgie zu bezeichnen ist (von der er sich zuvor prophylaktisch zu distanzieren versuchte).
 
Den Menschen fehlt es keineswegs sämtlich oder mehrheitlich an Zielen, Idealen, Werten, Orientierung, einem sozialen, moralischen Kompass, sondern es wird ihnen je persönlich d u r c h neoliberale, ignorante, bürokratische Regierungspolitik, d u r c h nur repräsentative "Demokratie" die Möglichkeit genommen, diese ihre Ziele, Werte, Ideale sowohl selbstbestimmt als auch solidarisch, gemeinwohlförderlich auf zuträgliche, wohltuende, konstruktive Weise verfolgen, erreichen, umsetzen, leben zu können.
 
Schließlich legt er nahe, es bedürfe einer gemeinsamen positiven Grundlage, auf die man sich mehrheitlich gesellschaftlich beziehen könne, ohne zu nennen, was das sein und wie das wodurch von wem ;) erwirkt werden könne - siehe jedoch soeben Genanntes - und die bürgerliche Mitte müsse stärker werden.
 
Da ist sie wieder: die (obere) Mittelschicht, auf die man sich hier abermals bezieht: auf sich selbst. Auf nichts und niemand anderes.
 
Jene also, denen es vergleichsweise gut geht, die wohlhabend, auch vermögend sind, die als Leistungsträger gelten, die Teilhabe, Zugehörigkeit, Wertschätzung erfahren können, die vielfach privilegiert sind, sich beruflich, sozial, künstlerisch ... ausdrücken, persönlich entfalten, bilden, ausbilden (lassen) und "selbstverwirklichen" k ö n n e n - und die s i c h das nicht nehmen lassen wollen, schon gar nicht teilen, geben, verzichten (Stichwort Suffizienz), solidarisieren, kooperieren mit all jenen "Abgehängten", der sogen. Unterschicht zugehörigen Unbemittelten, Nicht-Privilegierten, Belasteten, Versehrten, die sie für deren Situation/Misere nach wie vor allzu gerne (auch unbewusst) selbst verantwortlich machen, auf die sie mit Verachtung oder "bestenfalls" Mitleid herabblicken, die sie belächeln, bevormunden, paternalistisch, arrogant, ignorant b e h a n d e l n - wenn sie sie nicht gerade vorübergehend als "systemrelevant" beklatschen.
 
Aber bei der nächsten Bundestagswahl wird wieder nur genau das gewählt, das erfahrungsgemäß, sich bewährt habend dem eigenen Vorteil und Privilegienerhalt, Wohlstandserhalt - der eigenen Klasse, der vermögenden Mittel- und Oberschicht - dient.
So geht #wirhaltenzusammen, Solidarität. Nicht wahr?
 
7. Frank Richter verurteilt dann auch noch Gewalt gegen Polizisten und rührt das zusammen mit Gewalt gegen Rettungskräfte (Feuerwehr, Notrettungsdienste), ohne hier auch nur ansatzweise zu differenzieren.
 
Gerade so, als bestehe keinerlei Unterschied, als gäbe es keine massive Polizeigewalt seit Jahrzehnten in auch Deutschland, inklusive institutionellen Rassismus in gerade der Polizei und in Polizeigewahrsam "verstorbene", getötete, ermordete (!) Menschen: zumeist mit Migrationshintergrund. Man denke nicht nur, aber insbesondere an Oury Jalloh.
 
Und als machten nicht zahlreiche Menschen, auch gerade friedlich, gewaltlos Demonstrierende, immer wieder sehr negative, gewaltvolle, beschädigende Erfahrungen mit massiv autoritärer Polizei und auch Langzeitschäden verursachender Polizeigewalt, siehe bspw. G20-Proteste, Hambacher Forst.
 
Aber auch das durch Polizei und Staatsanwaltschaften üblicherweise angewandte Opportunitäts-, statt Legalitätsprinzip, den aktiv und absichtsvoll praktizierten Täterschutz: siehe fast ausnahmslos eingestellte Ermittlungsverfahren bei Vergewaltigung, trotz vorliegender Beweise und das vor allem dann, wenn Täter und Opfer einander bekannt, nicht fremd sind (wie in den meisten Fällen von Vergewaltigung) und wenn der Täter keinen Migrationshintergrund hat.
 
Ja sicher: Ein solcher "Rechtsstaat", solche neoliberale, vermeintlich "repräsentative" Regierung braucht eine militarisierte, gehorsam abgerichtete, folg- und fügsame, autoritäre Polizei (die sie deshalb lobt), um s i c h, die eigenen Privilegien, um das Kapital - wie seit jeher - mittels Gewalt zu "schützen": vor der Wut, Empörung und dem gefürchteten Aufstand, der berechtigten Gegenwehr (!) einer so "regierten" Bevölkerung, die in großen Teilen ausgegrenzt, außenvorgelassen ist, die durch solche Regierung wissentlich, absichtsvoll, vorsätzlich belastet, beschädigt, ausgebeutet, systematisch sukzessive existenziell vernichtet wird.
 
All das hat jedoch weder mit sogenannter freiheitlich-demokratischer Grundordnung, mit also tatsächlicher, direkter (Basis-) Demokratie noch mit Rechts- und Sozialstaat zu tun - es ist das Gegenteil dessen.
 
Und die Menschen erfahren, erleiden und begreifen das.
 
Folge dessen sind - global - entsprechende Proteste, so heterogen und vielgestaltig sie auch sein mögen, sie sind so nachvollziehbar wie berechtigt und geboten, erforderlich. Schmerzgrenze. R e a k t i v e Aggression.
Mit explizitem Verweis auf Joachim Bauer ("Schmerzgrenze - Vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt") und Pankaj Mishra - "Age of Anger".
 
Und es ist dies tatsächlich eine Schande, da selbstbeschämend für all jene, die diese belasteten, beschädigten, couragierten, reflektierten Menschen in Bausch und Bogen als "Demokratiefeinde, Rechtsextremisten, Nazis, Esoteriker, Verschwörungstheoretiker, Idioten" gezielt manipulativ zu diffamieren, zum Schweigen und Stillhalten zu bringen versuchen - aus bekanntem, ausführlich dargelegten Grund. So simpel wie offensichtlich wie abstoßend.
Oder mit dem Wort eines Frank-Walter Steinmeier: "verabscheuungswürdig". Eben dies. In der Tat.
 
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update 02.09.2020
 
In jedenfalls diesem (oben verlinkten) dlf-Interview macht Michael Ballweg sehr vernünftige Aussagen.
 
Interessant: eine zweifelsfrei rechte Demo am selben Tag in Berlin wurde zuvor n i c h t verboten - warum nicht?
 
Vollumfängliche Zustimmung zu seinem Anmahnen einer Debattenkultur.
Ich höre an keiner Stelle, dass er sich nicht von Rechtsextremisten distanziert.
 
Was die erhöhte Sterblichkeit in Italien und Spanien anbetrifft, @Deutschlandfunk: Ursache dessen ist eine Vorbelastung der Lungen (u.a. durch hohe Luftverschmutzung) sowie ein massiv marodes Gesundheitssystem.
Quellensammlung dazu findet sich in diesem blog-Eintrag weiter unten.
 
Möchten selbstgerechte Querfront-Schreier, die Kritiker sämtlich pauschal zu Demokratiefeinden diskreditieren, dabei eigene Ressentiments zementieren, auch Verfassungsrechtlern wie Uwe Volkmann und Christoph Möllers Verschwörungstheorie, Idiotie, Rechtsextremismus anlasten?
 
 
 
Selbstredend hat Michael Ballweg Recht damit, dass es in einem sogen. Rechtsstaat nicht sein kann/darf, dass Grundrechte erst und wiederholt eingeklagt werden müssen - oder eben nicht angewandt werden können. Siehe auch Klassenjustiz. Quellenbelege im blog - unter Was im Rechtsstaat Deutschland alles möglich (...) ist.
 
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update 31. August 2020
 
All den Coronafanatikern und Maskenfetischisten geht es nicht und ging es nie um Solidarität, #wirhaltenzusammen - was sie tatsächlich an- und umtreibt ist ihre Angst um: sich selbst.
 
Gesteigerte Ängstlichkeit ist typisch für Konservative - nicht "Liberale", "Linke". Siehe dazu unten verlinkten blog-Eintrag mit enthaltenen Quellenbelegen, Infosammlung. 
 
Wenn es um die sogen. Kollateralschäden, die weltweit am härtesten und auch vernichtend (!) in materieller Armut befindliche sowie anderweitig vulnerable, belastete, benachteiligte, versehrte Menschen traf/trifft, war und ist mit eurer vielbeschworenen Solidarität Schicht.
 
Demonstrativ veranschaulicht wurde das mit euren Hamsterkäufen und eurem militanten Autoritarismus gegenüber jenen, die - auch nur kurzzeitig, vorübergehend - keine "Maske", keinen MNS trugen und denen ihr in ebensolcher Weise "ABSTAND!" befahlt.
 
Es sind eure Selbstlügen und eure Doppelmoral, eure Heuchelei und euer Selbstbetrug so widerwärtig wie sie erbärmlich sind.
Gerade dann wenn/weil ihr euch selbst weit "links" verortet. 
 
Ihr seid so blöde, das als hashtag selbst zu setzen, damit in Assoziation mit "Sturm auf die Bastille" zu bringen, eine gedankliche Verbindung im Sinne der Rechten damit selbsttätig herzustellen, von "bleibenden Bildern" medial Bedeutung gebend zu sprechen.
 
Aus dem Radio wird man aktuell jedenfalls dauerbeschallt über die, Zitat "verabscheuungswürdigen Szenen" und dass "die Bilder sich einprägen", womit man den Rechten erst die mediale Bedeutung verleiht, die sie erzielen wollen.
 
Reichstag Seehofer b2908 Schande "Nulltoleranz und Härte" - blablabla: Wenn man nicht begreifen will/kann, dass man Ursachenbehebung, statt autoritäre Symptombehandlung vornehmen muss und was für Erstere weshalb wie erforderlich ist. Kl. Tip: keine Symbolpolitik ;)
 
Ist jeder, der gegen die Coronamaßnahmen ist, "Querfront" - auf welcher Legitimationsbasis? Sind die Kritiker der Maßnahmen dafür verantwortlich zu machen, dass Demos von Rechten annektiert werden?
 
Eine Schande, da selbstbeschämend, ist es, dass etliche erwachsene (?) Mitbürger augenfällig über derart "wenig" Differenzierungsvermögen und Reflexionsfähigkeit verfügen, sie dieses durch ausgeprägtes Empörungspotential "kompensieren". Querfront-Vorwurf bei Coronamaßnahmen-Kritik.
 
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update 10. August 2020
 
Grundsätzlich: Warum eine Maskenpflicht bei 80% (!) milden bis moderaten, auch gänzlich symptomlosen, beschwerdefreien Verläufen?
 
Wenn die Behelfsmasken laut aktueller Studien auch den Träger selbst schützen, geht es um Selbstverantwortung und gezielten Schutz der Risikogruppen.
 
Wenn ich durch chronische Erkrankungen vorbelastet bin, dann bspw. eine Influenza-Epidemie oder Pandemie besteht (gab es bereits mehrfach), kann ich auch daran bzw. mit, wegen Influenzavirus sterben - trotzdem gab es bei Influenza-Pandemie keine Maskenpflicht, keinen lockdown.
 
Ich vergleiche hierbei nicht SarsCov2 mit Influenza, sondern den Umgang mit Pandemien und Risikogruppen, nochmal Stichwort Selbstverantwortung und gezielter Schutz, statt lockdown und  Kollateralschäden: die global tödlich sind!
 
Es geht gerade nicht darum, Risikogruppen zwangsweise zu isolieren, sondern um gezielten Schutz durch entsprechende Hygiene-, Desinfektions-, Schutzmaßnahmen und medizinische Masken für diese Menschen.
 
Statt global alles lahmzulegen und mittels sogen. Kollateralschäden weit mehr Menschen in existenzielle Not, in Leid, Existenzvernichtung, Tod tatsächlich, nachweislich zu stürzen. D a s ist maximal unverhältnismäßig und unvernünftig - unverantwortbar, unsolidarisch, unethisch.
 
Ich empfehle daher nach wie vor den hervorragenden Text "Ausnahmezustand" von Uwe Volkmann, Verfassungsblog,  zu den Corona-Maßnahmen ..., siehe unten verlinkt. 
 
Das Kollabieren des Gesundheitssystems bei 80% milden Verläufen ist ein verbreiteter Mythos. In anderen Ländern kollabierte das dortige Gesundheitssystem aufgrund von massiven Einsparungen, weil es seit Jahren marode ist, kaputtgespart wurde.
 
Zu den etwaigen Folgeschäden, Spätfolgen wissen wir bisher viel zu wenig.
 
Warum sollte es bei 80% (!) milden bis moderaten, sogar teilweise symptomlosen, beschwerdefreien Verläufen ein Kollabieren des hiesigen Gesundheitssystems geben?
 
Statt den Leuten Masken aufzunötigen, gilt es, die Gesundheitssysteme - global - zu restaurieren!
Denn aufgrund dieser maroden Gesundheitssysteme, siehe Einsparungen, Privatisierung, Pflegenotstand ... leiden und sterben Menschen auch wegen anderer Erkrankungen fortwährend, nicht nur mit SarsCoV2. Keine Symptombehandlung, sondern erforderliche, überfällige Ursachenbehebung!
 
Und wieviele Menschen sterben eigentlich durch Alkohol-Einfluss? Also gerade jene, die ihn nicht selbst konsumieren, man denke an all die Gewalt (häusliche und öffentliche) im Zusammenhang mit Alkoholkonsum, an Verkehrsunfälle und vorgeburtliche, lebenslange Schädigung, FAS.
Wieviele Menschen leiden massiv unter dem Alkoholismus - jeweils persönlich als auch Angehörige, Freunde, siehe zerstörte Beziehungen, Jobverluste, Obdachlosigkeit, physische und psychische Erkrankungen.
Das Pendant zur Maskenpflicht müsste entsprechend das Alkoholverbot sein.
Dass und warum beides unsinnig ist, liegt - eigentlich - auf der Hand.
 
Und plötzlich reichen auch 7 Tage Quarantäne aus - nicht mehr 14. Und Behelfsmasken schützen erst nicht, dann doch und nun sogar auch den Träger selbst.
 
Und lockdown bei 80% milden/moderaten, auch symptomlosen Verläufen - statt gezielter Risikogruppenschutz, ohne Zwang.
 
Die Leute tun so, als sei es Pest, Cholera, Typhus und Ebola zusammen.
 
Den ganzen Maskenfetischisten geht es nicht ansatzweise (!) um Solidarität - nicht mal bzgl. SarsCoV2, von allem anderen ganz zu schweigen.
 
Und man will ernstlich aktuell über einen zweiten (!) lockdown diskutieren, spekulieren, einen solchen in Erwägung ziehen? - Unverantwortlicher, schädigender, destruktiver ginge es gar nicht.
 
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update 21. Juni 2020
 
CoronaWarnApp - Missverständnisse
 
Wer keine (oder untypische) Symptome hat, wird sich kaum testen lassen, insbesondere nicht bei jeder einzelnen "Warnung", Risikomeldung durch die App.
 
Die, die durch die App informiert werden, sind n i c h t "Angesteckte", Infizierte. Sie haben lediglich ein ggf. erhöhtes Risiko. Und sie werden sich nicht bei jeder Warnung (ggf. alle paar Wochen) bereits in freiwillige Quarantäne begeben: ohne Testung, ohne Diagnose.
 
Bis es zum Test kommt, falls überhaupt, und wenn dieser positiv sein sollte, sind andere u.U. längst angesteckt - bevor sie durch die App informiert werden (konnten, können).
 
Man weiß (bisher) nicht, wer wie häufig "gewarnt" wird, wer sich wie oft wo wie aufhält ... .
Und es kann sich nicht jeder alle paar Wochen oder auch nur alle zwei, drei Monate in (freiwillige) Quarantäne begeben - nur aufgrund eines ggf. erhöhten Risikos, einer "Warnung".
 
Es geht darum, sich bei Warnmeldung bei einem Arzt zu melden und dann ggf. testen zu lassen, es geht nicht darum, sich auf bloße Warn-, Risikomeldung hin sofort in Quarantäne zu begeben. Das ist ein erheblicher Unterschied.
Auch das war zumindest einigen Kommentatoren auf twitter nicht bewusst.
 
Ich denke, das macht im Übrigen auch kein Arbeitgeber lange mit: Wenn Leute sich alle paar Wochen oder Monate freiwillig, ohne Diagnose, in vierzehntägige Quarantäne begeben.
 
Und die wenigsten Menschen können das tun: freiwillig jeweils 14 Tage in Quarantäne, bloß aufgrund eines ggf. erhöhten Risikos, einer Meldung durch die App. Leute haben nicht alle Familie, Freunde, die dann jedes Mal ihrerseits Zeit haben, für sie einzukaufen etc..
 
Der empfohlene Ablauf:
Man erhält die Risikomeldung, kontaktiert daraufhin vielleicht (!) einen Arzt, lässt sich testen und begibt sich erst dann - nach/bei positivem Testergebnis - in dann verpflichtende Quarantäne. Bis dahin ... genau, siehe, was ich bereits schrieb.
 
Die Quarantäne darf im Übrigen auf keinen Fall (!) durch ein Amt, eine Behörde, durch den Staat kontrolliert werden (wurde so auf twitter aber von jemandem gefordert), wenn sie noch gar nicht verpflichtend ist - weil es noch kein positives Testergebnis, sondern lediglich keine Risikomeldung durch die CoronaWarnApp gibt. Noch sind wir kein totalitärer Staat.
 
Das ist die von mir genannte Schwäche der App:
 
Sie informiert nur über ein ggf. (!) bestehendes, erhöhtes Risiko. Was die Leute dann daraus machen, ist - zum Glück! - ihre Sache und hängt eben davon ab, wie oft sie "Warnungen", auch bspw. Falschmeldungen erhalten und ob sie Symptome haben (bzw. welche, wenn), wie oft sie sich testen lassen: können oder wollen.
 
- Wer alle paar Wochen oder Monate oder gar häufiger eine Warnung erhält, aber keinerlei Symptome hat, wird sich möglicherweise nicht, insbesondere nicht jedes Mal, testen lassen.
- Wer sich testen lässt, aber negativ ist, wähnt sich ggf. in einer trügerischen Sicherheit.
- Wer sich auf die App-Warnung hin (nach jeweils welcher Zeit? ) testen lässt, positiv ist, das dann in die App einträgt, hat bis dahin wahrscheinlich längst andere infiziert, jedenfalls infizieren können.
 
Zur Verantwortung und Effektivität:
 
Die App ändert nichts an den erforderlichen Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen, sie schafft weder mehr Freiheit noch Sicherheit und sie wird nicht zur Eindämmung der Pandemie helfen, siehe, wie bereits begründet, insbesondere, da die unterschiedlichen Apps nicht transnational funktionieren, anwendbar sind.
Die Infektionsketten werden nachvollziehbar - und ggf. noch anderes mehr , aber es findet keine Eindämmung der Pandemie statt.
 
Was derzeit einzig hilft, sind Abstands- und Hygieneregeln und dann ggf. ein wirklich gutes, sicheres Medikament und/oder eine ebensolche Impfung oder ggf. erworbene (dauerhafte?) Immunität, Herdenimmunität, durch/nach Erkrankung.
All das muss sich erst noch herausstellen - Forschung.
 
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update 16.06.2020
 
CoronaWarnApp Faktencheck:
 
1. Der Nutzen ist bisher überhaupt nicht belegt, nicht erforscht.
 
2. Durch das Nutzen der App wird man selbst nicht von dieser App vor einer eigenen Infektion geschützt, so wenig wie durch eine Maske, MNS.
 
3. Wer asymptomatisch oder symptomlos erkrankt, lässt sich ggf. gar nicht erst testen, es gibt somit auch keine Diagnose und keinen Eintrag in die App. Es dürfte eine hohe Dunkelziffer solcher Fälle geben. Also schützt die App hier auch nicht andere.
 
4. Wenn die Inkubationszeit zwischen 1 und 14 Tagen dauert, Symptome erst nach einigen oder mehreren Tagen auftreten, erst dann Testung und Diagnosestellung sowie App-Eintrag und Mitteilung an Kontaktpersonen erfolgt, sind bis dahin u.U. bereits etliche angesteckt. Kein Schutz.
 
5. Es gibt (bisher) k e i n Gesetz, das die Anwendung der App zeitlich befristet, es ist keine Zweckbindung gesetzlich geregelt und auch nicht die viel zitierte, unbedingte, uneingeschränkte Freiwilligkeit.
 
6. Menschen ohne Smartphone und/oder mit älteren Modellen, die nicht den erforderlichen technischen bzw. Software-Anfordernissen entsprechen, können die TracingApp nicht nutzen, werden genötigt, sich ein neueres Gerät kaufen zu müssen, um sie nutzen zu können.
 
7. Ich persönlich nutze grundsätzlich nicht Bluetooth, auch nicht whatsapp. Auf meinem (sehr alten) Handy läuft die App nicht. Ich möchte mir deshalb kein neueres Gerät kaufen (müssen).
Ich möchte die CoronaApp aus genannten Gründen nicht nutzen, andere Unbemittelte vlt. schon.
 
Wenn Unbemittelte gesellschaftlich aufgrund (!) ihres Unbemitteltseins an etwas nicht teilhaben können, das Bemittelte können, nennt man das Ausgrenzung und Klassismus.
 
8. Die Infektionsketten können durch die CoronaWarnApp ggf. (besser?) nachvollzogen werden, eingedämmt wird die Pandemie damit aus o.gen. Gründen nicht.
 
Dies insbesondere auch deshalb nicht, da die unterschiedlichen Apps nicht länderübergreifend, transnational funktionieren.
 
9. Was nützt es, über infizierte Kontakte mittels der App informiert zu werden:
 
Es wird sich nicht jeder, der eine solche Mitteilung erhält, jedes einzelne Mal auf Verdacht testen lassen. Selbst wenn er sich testen lässt, ist er ggf. nicht positiv, wägt sich damit in Sicherheit, kann aber mehr oder weniger jederzeit trotzdem noch angesteckt werden - von Menschen, die selbst (noch oder generell) keine Symptome haben, nicht getestet, nicht diagnostiziert sind.

Und nicht jeder, der eine Mitteilung erhält, ggf. ein Risiko für Ansteckung hat, wird faktisch erkranken - oder aber bspw. asymptomatisch oder symptomlos, siehe oben.
 
Die App informiert Nutzer über ein Risiko, von dem sie im Grunde ohnehin, auch ohne App, bereits wissen, dass, wo, wie es weshalb besteht bzw. wann, wo, wie es erhöht ist oder dies eben nicht. Eine Ansteckung, Infektion wird damit nicht verhindert, dieser auch nicht vorgebeugt.
Die App macht "Abstand halten", Hygienemaßnahmen nicht überflüssig.
Es gibt nicht mehr Freiheiten durch die App.
 
10. Mehrheitsbevölkerung macht offenbar alles unreflektiert mit:
Sie riefen selbst nach Ausgangssperren (unbefristet), Schulschließungen, Maskenpflicht und wenden jetzt artig die CoronaWarnApp an - ohne Beleg des Nutzens, der Effektivität derselben.
 
11. Und nochmal: Der Vergleich mit der Datensammelwut von Privatunternehmen, siehe bspw. in unten verlinktem Tagesschau-Kommentar, hinkt gewaltig. Es sollte hinreichend bekannt sein, worin der Unterschied zwischen solcher und staatlicher Überwachung, Kontrolle besteht und welche Gefahren damit einhergehen.
 
Nein, es ist das von mir zur CoronaWarnApp Geäußerte nicht "meine Meinung", sondern es sind die Fakten.
Bestätigt findet sich das bspw. hier - BR2 "Tagesgespräch" vom 16.06.2020, siehe die Aussagen der Gesprächsteilnehmer wie bspw. Prof. Alfred Winter vom Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie an der Universität Leipzig, Dr. Klaus Reinhardt, Allgemeinmediziner und Präsident der Bundesärztekammer und Tatjana Halm, Verbraucherzentrale Bayern.:
 
https://www.br.de/radio/bayern2/tagesgespraech-die-corona-warn-app-da-100.html
 
update 17.06.2020
 
Erhellend, wofür die Bundesregierung mehr als 20 Millionen - Gesamtausgaben 60 Millionen Euro - ausgibt: für eine CoronaWarnApp, deren Nutzen, Effektivität weder belegt noch beforscht ist. #ichappnichtmit
 
https://www.heise.de/amp/news/Weitere-Kosten-fuer-Betrieb-der-Corona-App-4786059.html?__twitter_impression=true

Experteneinschätzungen: Abstandsregeln, Verbot von Groß­veranstaltungen – Nutzen von MNS bisher nicht belegbar

idw-online.de

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ), der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) und des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland (bvkj e.V.)

www.krankenhaushygiene.de

update 18.05.2020
 
"[...] Viele sozioökonomische Faktoren tragen dazu bei, ob man diese Krankheit bekommt und wie schwer sie verläuft. Fettleibigkeit kann zu einem schweren Verlauf führen, das ist vor allem in sozial schwachen Schichten ein Problem, genau wie ein Mangel an gesundheitlicher Aufklärung, an gesunder Ernährung, an Sport. Symptome werden außerdem oft erst später erkannt oder ernst genommen. Ärmere Menschen sind weniger gut an Ärzte angebunden, Migranten können teilweise ihre Beschwerden nicht so gut auf Deutsch schildern. Die Menschen leben auf engerem Raum und arbeiten in Berufen, in denen sie vielen Kontakten ausgesetzt sind. Armut macht krank, das ist bei vielen Krankheiten ein Problem. Aber momentan gilt die globale Aufmerksamkeit eben Corona.  [...]"
 
 
Und alle politisch Verantwortlichen wussten ebenso von Anfang an, d a s s es - global - die materiell Armen am härtesten trifft, auch hinsichtlich der Maßnahmen und daraus resultierenden (!) Kollateralschäden.
 
18.05.2020
 
"[...] Am Ende entscheiden vor allem soziale Determinanten über die Gesundheit. Der Mensch kann noch so sehr strampeln, um die Werte in seiner Fitnessuhr zu verbessern, im Resultat werden Faktoren wie der Arbeitsplatz, die Wohnsituation, der Aufenthaltsstatus und die Klassenzugehörigkeit sein Leben deutlich mehr prägen, diese Privilegien entscheiden nämlich maßgeblich darüber, ob jemand überhaupt Zugang zu einem gesunden Lebensstil hat.
 
Viel wurde von einer großen gemeinsamen Herausforderung durch das Coronavirus gesprochen: Es betrifft uns alle, macht auch vor den Eliten nicht halt und wird deshalb sogar schon als »demokratisches« und »gleichmacherisches« Virus bezeichnet. Das ist, gelinde gesagt, totaler Blödsinn.
 
Denn während die einen sich um das letzte Klopapier bei Aldi prügeln und die anderen in den sozialen Medien darüber Witze machen, fliehen die Superreichen mit Privatjets und Luxusjachten aus den von Corona betroffenen Ländern. Der prekäre Arbeiter kann sich derweil nirgendwo verstecken, auch nicht vor einer Beschäftigung, die seine Gesundheit gefährdet.
 
Wer kann es sich leisten, einfach Zuhause zu bleiben? Wer kann im Homeoffice arbeiten, wer nicht? Wer hat eine eigene Wohnung, wer teilt sie sich mit mehreren Menschen, die einer Lohnarbeit nachgehen müssen? Wer muss trotz Vorerkrankung weiter nach draußen, wer kann sich isolieren? Wessen Forderungen finden in der Öffentlichkeit Gehör, wessen nicht? Viele Künstler und Künstlerinnen, Autorinnen, Vortragende und Selbstständige machen in den Sozialen Netzwerken auf ihre prekäre Auftragslage durch das Coronavirus aufmerksam. Die Grünen forderten dann schnell einen Rettungsfonds für Kulturschaffende. Das ist auch wirklich wichtig. Aber warum nicht gleich ein bedingungsloses Grundeinkommen, welches auch dem Supermarktkassierer und der Migrantin ohne Arbeitserlaubnis zu Gute kommt?
 
Übrigens: Laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts treten schon bei sozial benachteiligten Kindern bestimmte Vorerkrankungen öfter auf, so zum Beispiel die Zuckerkrankheit, Bronchitis sowie Fehler und Erkrankungen des Herzens. Alle drei Krankheiten begünstigen einen schweren Verlauf von COVID-19. Von wegen gleichmacherisches Virus."
 
 
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
 
Alle wissen das. Insbesondere die politisch Verantwortlichen - weltweit, auch in D-Land, Bundesregierung: Armut, Krankheit, erhöhte Sterblichkeit, kaum Lebensqualität.
 
Aber: keine Soforthilfe #100EuroMehrSofort - schon gar nicht von der SPD und CDU. Siehe Abstimmungsergebnis.
 
 
 
update 24.04.2020
 
Coronakrise lockdown Lockerungen TrackingApp Überwachung Grundgesetz

Hervorragende Stellungnahme von Heribert Prantl - ein Mal mehr. Bestätigt auch meine Einordnung, nach wie vor so, zur Tracking-app.

Wiederhole es nochmals: Durch nichts ist eine breite Bevölkerungsmehrheit so leicht, schnell, umfassend zu kontrollieren, manipulieren, instrumentalisieren wie mittels Angst.
 
war on terror Pandemie Grundrechte Demokratie Freiheit Verantwortung
 
"[...] Die Politiker werben für diese App, die Virologen auch. Die Datenschützer haben überwiegend nichts dagegen - vor allem deshalb, weil andere Anti-Corona-Apps, die auch schon in der Diskussion waren oder die in der Diskussion sind, noch viel massiver in die Privatsphäre eingreifen würden. Pepp-Pt gilt ihnen derzeit als die am wenigsten schlimme Anti-Corona-App. Dass auch das wenige Schlimme nicht unbedingt gut ist, traut sich kaum jemand zu sagen.
 
Es gibt in der Tat Schlimmeres - beispielsweise Überlegungen, die Quarantäne per Smartphone zu überwachen. Das würde dann so ähnlich funktionieren wie bei der elektronischen Fußfessel für Straftäter, die ihre Haftstrafe zu Hause in der Wohnung statt im Gefängnis absitzen dürfen. Weil man aber das Smartphone, um sich der elektronischen Kontrolle zu entziehen, einfach zu Hause im Schlafzimmer liegen lassen kann, gibt es - zum Beispiel in Hongkong - gesundheitspolizeiliche Kontrollanrufe per Video. Wollen wir das?
 
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wollte vor ein paar Wochen nicht nur ein Handy-Tracing, sondern ein Handy-Tracking ins Infektionsschutzgesetz schreiben - also nicht nur die Sozialkontakte, sondern auch die jeweiligen Aufenthaltsorte und Bewegungen eines Menschen via Smartphone registrieren, und zwar nicht auf freiwilliger, sondern auf gesetzlich verpflichtender Basis. Er wollte, dass der Staat Zugriff auf die Verkehrs- und Standortdaten der Smartphones von Corona-Infizierten hat. Nach heftiger Kritik verzichtete er vorläufig darauf, kündigte aber an, seine Idee weiter zu verfolgen.
 
Wie freiwillig ist eine Freiwilligkeit, die aus Angst geboren ist?
Die Anti-Corona-App, für die sich die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten und die Virologen so einsetzen, soll "freiwillig" sein. Die Freiwilligkeit der Installation wird immer wieder betont - gleichzeitig aber darauf hingewiesen, dass das Ganze nur funktioniert, wenn möglichst alle Smartphone-Nutzer mitmachen, mindestens aber siebzig bis achtzig Prozent. Der soziale Druck, solche Apps zu nutzen, wird steigen. Man wird sich erklären müssen. Und der Druck im Freundes- und im Kollegenkreis wird aggressiv sein. Man wird bezichtigt werden, unsolidarisch zu sein und sich auf Kosten der anderen schadlos zu halten.
 
Ist das so? Wie freiwillig ist eine Freiwilligkeit, die aus Angst geboren ist? Und wie freiwillig ist eine Installation der App, wenn womöglich der Zugang zu bestimmten Orten davon abhängig gemacht wird, dass man sie hat? Was ist, wenn man nur noch mit App in die Kneipe kommt oder in den Zoo? Werden die Gerichte einen solchen Druck verbieten? Oder werden sie sagen: Das ist doch verhältnismäßig, das ist besser, als den Zoo oder die Kneipe ganz zuzusperren! Wie freiwillig ist die Installation der App, wenn die Alternativen Lockdown und Kontaktverbot sind?
 
Die App als Eintrittskarte
Womöglich läuft es, wenn die Apps erst einmal in ausreichender Zahl installiert sind, so, dass diese Apps als eine Art Eintrittskarte oder Passierschein fürs Restaurant, für den Fitness-Club, die Auto-Werkstatt oder den Gottesdienst funktionieren.
 
Der Berliner Rechtsanwalt Guido Meyer-Arndt entwickelt dazu folgendes Szenario: Solange Sie keine prekären Kontakte mit infizierten Personen haben, zeigt die Oberfläche Ihrer App ein grünes Blinken. Es ertönt dann kein Signal beim Betreten von S-Bahn, U-Bahn oder Omnibus. Sie können problemlos passieren. Im Verdachtsfall aber, wenn Sie länger mit infizierten Personen in Kontakt gekommen sind, werden Sie von Ihrer App gewarnt. Ihr persönlicher Status wechselt dann automatisch in "Verdachtsfall!", auf den das Infektionsschutzgesetz anwendbar ist; es gelten die Meldepflichten, Sie werden in Quarantäne geschickt, müssen die GPS-Funktion Ihres Smartphones einschalten, um geortet werden zu können.
 
Im Extremfall schaltet Ihre App auf "Rot", sie blinkt warnend. Bei der Begegnung mit allen Menschen, welche die Warn-App installiert haben, ertönt ein Warnsignal; und in Supermärkten, im Büro, im öffentlichen Personennahverkehr, im Bahnhof und im Flughafen, im Gottesdienst und in der Volkshochschule... wird der Zutritt verweigert.
 
Man braucht dazu nicht außergewöhnlich viel Phantasie, denn so läuft es bereits in China.
 
Was die Corona-Krise bisher gelehrt hat
Ist das ein absurdes Szenario für Deutschland? Es ist jedenfalls nicht unplausibel. Die Politik schwört freilich Stein und Bein, dass so eine App nur dann erlaubt wird, wenn sie absolut sicher und grundrechtsverträglich sei - und wenn klar ist, dass die gespeicherten Daten nach gewisser Zeit rückstandslos gelöscht werden. Indes: Wenn die Corona-Krise bisher eines gelehrt hat, dann dies: Das Sichere ist nicht sicher. Und wenn die jahrzehntelange Erfahrung mit Überwachungsmaßnahmen etwas gelehrt hat, dann dies: Sie werden keinesfalls zurückgenommen, wenn die konkrete Gefahr vorbei ist; sie werden zumeist dauerhaft installiert und ihr Anwendungsbereich wird noch ausgeweitet. [...]"
 
 
update 23.04.2020
 
Vielleicht auch nochmal die unten verlinkte arte-Dokumentation "Profiteure der Angst" zur Schweinegrippe-Pandemie, Impfstoff und WHO ansehen und Parallelen erkennen - zur Pandemie-Definition der WHO, zu den Folgen dessen (wie bspw. politischem Druck), zur Pharmaindustrie und deren einträglichem Geschäft als weitere Folge sowie auch in diesem Zusammenhang zum "Wirken" des Robert-Koch-Instituts (rki).
 
So lange die Impfung, sobald vorhanden, verfügbar, anwendbar, nicht als mit Bußgeldern/Strafe belegte Pflicht eingeführt wird: ok. Anderenfalls, auch zu "sicher und geprüft" siehe - nochmals - hier:
 
 
 
Und nochmal, was ich am 18.03.2020 bereits fragte:
Und dass Virologe Alexander Kekulé für McKinsey tätig war und einen Preis des Verbandes der Chemischen Industrie VCI erhalten hat sowie auch den Publizistikpreis der GlaxoSmithKline-Beecham-Stiftung und dass auch Virologe Christian Drosten den GlaxoSmithKline-Förderpreis erhalten hat, könnte nicht auf Interessenkonflikte hindeuten?
 
Ob hierzu mal jemand professionell, seriös journalistisch-investigativ recherchiert?
 
"[...] 1988 arbeitete er als Summer Associate für die Unternehmensberatung McKinsey & Company in New York City (USA). [...]
Ferner erhielt er den Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (1991), den Preis des Verbandes der Chemischen Industrie (1991) und den Publizistikpreis der SmithKline Beecham Stiftung (1997). [...]"
 
 
"[...] 2004 erhielt Drosten den GlaxoSmithKline-Förderpreis für Klinische Infektiologie, den Abbott Diagnostics Award der European Society for Clinical Virology, den bioMérieux Diagnostics Award der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie und den Postdoktorandenpreis für Virologie der Robert-Koch-Stiftung. [...]"
 
 
Gerd Glaeske, ein weiterer Kritiker der regierungspolitischen Vorgehensweise:
 
 
update 20.04.2020
 
Da es immer wieder die gleichen Einwände gibt - nochmal:
 
Wir wissen nicht, ob und wann es wieviele Infizierte, Erkrankte und schwere Verläufe gibt, das basiert auf Vermutungen, Hochrechnungen. Wir wissen aber, dass es eine hohe Dunkelziffer von Infizierten sowie auch Genesenen geben dürfte, weil nicht alle getestet wurden/werden.

Bei 80% milden Verläufen fallen nicht alle aus, insbesondere nicht zugleich. Es gibt zahlreiche Genesene.

Die Risikogruppen schützt man durch Schutzausrüstungen der Kontaktpersonen, durch Desinfektionsmaßnahmen und häusliche Quarantäne - wer das für sich so will. Es ist ja in ihrem eigenen Interesse bzw. liegt in ihrer je persönlichen Entscheidung, ob sie das für sich so wollen oder aus welchen Gründen ggf. gerade nicht.
 
Es wird das Gesundheitssystem nicht überlastet: bei 80% milden Verläufen.

Es betrifft die Risikogruppen, diese gilt es daher vorübergehend zu schützen, ggf. auch - mit deren Einverständnis - zu isolieren, wenn sie selbst das wollen.

Es hilft den meisten dann aber die intensivmedizinische Behandlung nicht, sie werden nicht "gerettet", geheilt, sondern sterben trotzdem oder tragen bleibende Schäden, auch Behinderungen davon. Siehe hierzu die Aussagen von Mediziner Matthias Thöns, bspw. im unten verlinkten dlf-Artikel.
 
Der "Ansturm" von Coronapatienten basiert im Übrigen auf Vermutungen, Hochrechnungen, nicht auf validen Daten.

Nein, es geht nicht um Egoismus, sondern um Verhältnismäßigkeit, Verantwortung und Vernunft. Die Risikogruppen können angemessen geschützt werden, es ist unverantwortlich dafür einen globalen lockdown zu tätigen, Grundrechte (!) einzuschränken und die oben genannten "Kollateralschäden" in Kauf zu nehmen: wissentlich. - Was hat d a s mit der viel beschworenen Solidarität zu tun: Es sterben zahlreiche Menschen weltweit aufgrund der Maßnahmen.
 
Vor dem Hinergrund all dessen sind die regierungspolitischen Maßnahmen unverhältnismäßig, überdies unvernünftig und unverantwortlich, gerade auch im Hinblick auf die bekannten, massiven "Kollateralschäden":

- zahlreiche Existenzen werden aufgrund (!) der Maßnahmen wirtschaftlich, somit existenziell, häufig irreversibel, beschädigt, auch vernichtet

- es gibt eine Zunahme häuslicher Gewalt, insbesondere gegen Frauen und Kinder

- es gibt eine Zunahme von Alkoholismus

- am härtesten trifft es weltweit materiell arme Menschen sowie auch Geflüchtete - diese beiden "Gruppen" trifft es auch tödlich: aufgrund (!) der Maßnahmen

- eine Einschränkung der Grundrechte ist nicht durch das Virus/die aktuelle SARS-CoV2-Pandemie legitimiert.
 
Egoistisch ist es, aufgrund seiner persönlichen Angst - dabei ständig das worst case-Szenario an die Wand malend - nach Grundrechteeinschränkung, restriktiven Maßnahmen zu rufen, weil man eigentlich nur um sich selbst Sorge hat und einem all die anderen, die jetzt leiden und sterben - dies aufgrund (!) der Maßnahmen - tatsächlich augenfällig gleichgültig sind. Heuchlerisch, verlogen ist es überdies.

Randläufig sei nochmals festgestellt, dass ich seit 15 J a h r e n sozial isoliert bin, ohne Mobilität, ohne jegliche soziokulturelle Teilhabe, aufgrund von materieller Armut im Hartz4-Vollzug, außerdem chronisch physisch krank, mangelernährt und untergewichtig. 
Von Lockerungen profitiere ich persönlich nicht - ich habe auch "nach Corona" keine Mobilität, keine soziokulturelle Teilhabe etc.. Insofern ist es sinnentleert, mir Egoismus vorzuwerfen.
 
Grundsätzlich wünsche ich mir/uns, dass die Diskussion nicht von überwiegend Virologen, Epidemiologen dominiert würde, sondern (medial) weit mehr, öffentlichkeitswirksamer auch Ethiker (siehe bspw. die Stellungnahme/Position des Ethikrats) und Verfassungsrechtler, Rechtsphilosophen einbezogen würden wie bspw. Uwe Volkmann und Christoph Möllers, aber auch Notfall- und Palliativmediziner Matthias Thöns, siehe bspw. dessen Äußerungen zu intensivmedizinischer Behandlung im unten verlinkten dlf-Artikel.

Wünsche mir nach wie vor eine breitere, intensivere Diskussion über die Verhältnismäßigkeit der regierungspolitischen Maßnahmen, insbesondere der massiven Grundrechteeinschränkungen (überdies ohne zeitliche Befristung und bei Lockerungen jederzeit wieder vollziehbar), sowie über Verantwortung und Vernunft derselben hinsichtlich der gravierenden, bekannten sogen. Kollateralschäden, die zahlreiche Menschen weltweit, aber auch im reichen Deutschland derzeit härter treffen als das Virus (SARS-CoV2) selbst.

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update 16.04.2020
 
Kann mir bitte nochmal jemand auf der bekannten Faktengrundlage mit seriösen Quellenbelegen darlegen, warum global derart unverhältnismäßige, unverantwortliche, restriktive, repressive Maßnahmen vollzogen werden:
 
1. Es gibt 80% milde bis moderate Verläufe.
2. Es gibt überdies auch symptomlose Verläufe.
3. Nicht jeder Infizierte erkrankt demnach.
4. Intensivmedizinische Behandlung und erhöhte Sterblichkeit gibt es ausnahmslos bei alten und/oder vorerkrankten, chronisch kranken Menschen.
5. Kinder erkranken seltener bzw. selten schwer.
6. Jene, die starben, waren entweder (sehr) alt, chronisch krank oder starben aufgrund von schlechten hygienischen und/oder medizinischen Verhältnissen, einem maroden Gesundheitssystem (Italien, Spanien, Frankreich ...).
7. Eine fehlende Grundimmunisierung stellt bei 80% milden Verläufen kein Problem dar.
8. Es kommt infolgedessen auch nicht zu einer Überlastung der Krankenhäuser.
9. Dieser lässt sich überdies durch vorübergehende, nicht erzwungene (!) Isolierung der Risikogruppen vorbeugen.
10. Wer zur Risikogruppe gehört, kann genau so isoliert und durch Schutzausrüstung und Desinfektionsmaßnahmen (auch des Kontakt-, Pflegepersonals und Angehöriger) geschützt werden, wie dies jetzt für alle vorgeschrieben ist. Nur ohne lockdown und Kollateralschäden.
11. Nach Aussage von Medizinern, siehe unten verlinkt, werden durch intensivmedizinische Maßnahmen ohnehin nur selten Menschen "gerettet", die meisten versterben trotzdem oder tragen durch die Behandlung erhebliche Schäden, Behinderungen davon.
12. Patientenverfügungen werden derzeit vorgeblich "aus Sicherheitsgründen" übergangen.
13. Menschen erhalten keine Sterbebegleitung mehr, sterben allein auf der Intensivstation.
14. Chronisch Kranke, auch Krebspatienten, erhalten ihre notwendige medizinische Behandlung nicht.
15. Zu den weiteren bekannten "Kollateralschäden" gehört Vereinsamung von gerade chronisch kranken, alten, materiell armen Menschen, verstärkter Alkoholismus, Zunahme häuslicher Gewalt und die (wirtschaftliche) Vernichtung zahlreicher Existenzen durch Einkommens"verlust" ... .
16. Bei der Schweinegrippe-Pandemie waren gerade auch junge und nicht chronisch kranke Menschen, sogen. systemrelevante Leistungsträger, Erwerbstätige, betroffen, sie starben auch, damals hat man keine Grundrechte beschränkt, keinen globalen lockdown vollzogen.
 
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Aktualisierung am 12. April 2020
 
Solidarität - Klassismus - Armut
 
Ihr findet es unangenehm, belastend, ein paar wenige Wochen, nur begrenzte Zeit, nicht wie sonst, wie seit Jahren
 
- kulturelle Veranstaltungen und diverse weitere Freizeiteinrichtungen (Zoos, Sportstätten, Theater, Konzerte, Museen, Kinos, Schwimmbäder, Kletterhallen, Ausstellungen etc.) besuchen zu können
 
- Freunde, Familie treffen, mit ihnen gemeinsam tätig sein, Sozialkontakte pflegen und neu knüpfen zu können
 
- verreisen, andere Städte, Länder besuchen, mit dem Flugzeug (dorthin, durch die Welt) fliegen zu können
 
- Cafés, Restaurants, Discos, Kneipen besuchen zu können
 
- shoppen, kaufen, konsumieren zu können.
 
Ihr sprecht von "Lagerkoller", "Kraftakt", "Verzicht", "Langeweile", von psychischer "Herausforderung", die euch, vermeintlich "uns allen" jetzt, in, vorgeblich wegen der Coronakrise, viel abverlangt.
 
Ihr findet es belastend, besorgniserregend, dass Existenzen aufgrund der regierungspolitischen Maßnahmen nun irreversibel den Bach runter gehen, weil ihnen das Einkommen, G e l d, für ihren Existenzerhalt, Lebensunterhalt fehlt. Weil es sich um sogen. systemrelevante (?) Leistungsträger handelt, die nichts dafür können, die unverschuldet belastet, beschädigt werden.
 
Ihr steht allabendlich klatschend auf dem Balkon - und beklatscht euch selbst, um eure Hilflosigkeit, Langeweile, Isolation, das Gefühl des Eingesperrtseins, der fehlenden Selbstwirksamkeit und Freiheit(en) nicht so intensiv spüren zu müssen, um eure Verantwortung wegklatschen, euer Gewissen erleichtern und euch doch irgendwie noch "verbunden" fühlen zu können.
 
Aber vor der "Krise" habt ihr all jenen jetzt systemrelevanten Leistungsträgern keinerlei Aufmerksamkeit, Anerkennung, Wertschätzung gezollt, insbesondere nicht durch euer Wählerverhalten, damit diese "Wertschätzung" sich auch in barer Münze, im Einkommen dieser Erwerbstätigen widerspiegelt.
 
Vielleicht denken einige von euch bei der dieser Tage viel beschworenen Solidarität auch an all jene, deren lebensbedrohliche Erkrankungen nun nicht oder nicht ausreichend, nicht wie dringend erforderlich medizinisch behandelt werden - weil alle Kapazitäten nun für eventuell, nur vermuteter-, behaupteterweise einströmende "Coronapatienten" freigehalten werden - und an all die alten Menschen, die nun zusätzlich, mehr als oft ohnehin bereits, sozial isoliert, einsam in ihrer Wohnung sind, obschon Beziehung, Zuwendung, Berührung, Sozialkontakte gerade für sie und für Heilung generell absolut essentiell, unentbehrlich und das Fehlen all dessen zusätzlich beschädigend ist.
 
Aber wie verhält es sich mit eurer sogenannten Solidarität gegenüber all den in materieller Armut - unverschuldet - befindlichen Menschen: rings um den Globus und auch in D-Land?
 
Ihr bekommt dieser Tage einen ansatzweisen Eindruck dessen, das für unbemittelte Menschen - auch sie: Kinder, Kranke, Alte! - Jahre, Jahrzehnte, häufig lebenslang "Alltag" ist - und s i e haben nicht die geringste Perspektive auf Veränderung, Verbesserung ihrer Situation, sie "verzichten", e n t b e h r e n und leiden lebenslang. Sie krepieren auf Raten: arm, irgendwann auch (chronisch) krank, nicht mobil, sozial isoliert, verachtet, abgewertet, ausgegrenzt, verlacht, ignoriert, verurteilt, bestraft.
 
Ihr: wisst n i c h t s vom Vegetieren in materieller Armut, in Ausweg-, Perspektivlosigkeit, in Verzweiflung und all den sich daraus ergebenden Folgen - wie bspw. Drogensucht, Substanzabhängigkeit, Mangelernährung und Folgen, Beziehungsverlust, fehlende Mobilität, Krankheit, soziale Isolation, Wohnungslosigkeit, Obdachlosigkeit, Verfall, frühere Sterblichkeit und Suizid.
 
Und zumeist wisst ihr mittel- und oberschichtszugehörigen Kleinbürger selbstredend auch nichts vom "Weg hinein", in solche Situation, in Armut, von all den vielfachen Belastungen und Beschädigungen, die diese Menschen zumeist schon seit/in ihrer Kindheit und Jugend p r ä g e n d erfahren, erlitten haben, von all den bürokratischen Hürden, die sie oftmals nicht bewältigen können und/oder die sie noch zusätzlich in die Verzweiflung (!) treiben - und genau so s o l l es offenbar ja (Stichworte Agenda2010, Jobcenter, Sanktionen, fehlende "Förderung", intensive Belastung, Beschädigung, Leistungsverwehrung, unzählige rechtswidrige Bescheide, diverse weitere zermürbende Schikanen ...).
 
Das ist vorsätzliche, systematische, sukzessive, legalisierte Vernichtung von Menschen. Ballastexistenzen.
 
Ihr werft ihnen bar jeglichen Mitgefühls, jeglicher Reflexion und Differenzierung bequem, selbstgerecht, ignorant und kleingeistig eigenes Verschulden oder Versagen, Schwäche vor.
 
Wo bleibt eure "Solidarität" mit all jenen, hierzulande bspw. Menschen (!) im Hartz4-Vollzug, die ihr bequem, ignorant, selbstgerecht, vorurteilsbehaftet, kenntnislos als "faule, arbeitsscheue, undisziplinierte" Sozialschmarotzer, die ihr nach wie vor als Asoziale, Ballastexistenzen (NS-Terminologie und -Ideologie by the way) diffamiert?
 
Was habt ihr folglich für ein Menschenbild. Und was sagt das vor allem über euch je selbst aus.
 
Es ist e u e r Lebensstil, Konsumverhalten, eure Ignoranz, Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit, Kenntnislosigkeit, eure Selbstsucht, euer Selbstbetrug, euer Wählerverhalten, die demonstrativ eure Horizontenge, Kleingeistigkeit, Herzensenge, e u e r antisoziales V e r h a l t e n zum Ausdruck bringen. Ihr t ä t i g t dies: Jahre, oft lebenslang. Und meint euch im Recht, auf der richtigen, "guten" Seite damit. Und habt allen Ernstes die Chuzpe, gerade auch solchen materiell armen, vielfach, oft lebenslang belasteten, beschädigten Menschen ausgerechnet Solidarität zu predigen.
 
Ihr widert mich an.
 
-
Was mich persönlich betrifft - ich mache seit 15 JAHREN nichts anderes, als einkaufen zu gehen (Lebensmittel) und mit meiner Tochter (im von uns bewohnten Stadtteil: n u r dort) spazierenzugehen, da ich nicht mobil bin, mir den ÖPNV nicht leisten kann und secondhand-Rad immer nur für meine Tochter (je Größe) kaufen kann, nicht auch noch eines für mich.

Ich befasse mich mit meiner Tochter: in unserer Zwei-Zimmer-Wohnung, lese, höre Radio, schreibe den blog, gehe einkaufen und gelegentlich spazieren, wobei ich fast jedes Mal wieder umkehre, weil ich physisch nicht mehr kann (Eisenmangelanämie, Fatigue ...).

Seit 15 Jahren, seit meine Tochter (zweites Kind, erstes ist schon 27 und ausgezogen) auf der Welt ist und ich im Hartz4-Vollzug bin, gibt es hier:

- keine Ausflüge, bspw. in umliegende Natur, Stadtteile, Orte

- keine Urlaube, Reisen - seit meiner Kindheit nicht, ein Flugzeug habe ich noch nie von innen gesehen, meine Tochter ist noch nie je verreist

- keine sonstige Freizeitgesaltung: soziokultureller oder sportlicher Art (Sport habe ich früher allein zu Hause gemacht, als ich noch nicht anämisch war)

- keine Förderung durch das Jobcenter für berufliche (Erst-) Qualifizierung

- keine Mobilität, da ÖPNV zu teuer

- keine Möglichkeit, Menschen kennenzulernen, etwas gemeinsam mit ihnen zu tun, zu unternehmen, schon gar nicht regelmäßig.

Mit einem Mini-, Midi-, Teilzeitjob, ohne berufliche Qualifizierung/Abschluss bliebe ich lebenslang im Hartz-Vollzug (als "Aufstockende"). Die berufliche Qualifizierung wird mir vom Jobcenter seit Jahren verwehrt (siehe erforderlicher Bildungsgutschein für Umschulung bzw. berufliche Erstqualifizierung/Ausbildung).

W a s habe ich von diesem "Leben" noch zu erwarten - was anderes als altern, zunehmende, sich verschlimmernde Krankheit, körperlichen Verfall in Jahre währender Armut und sozialer Isolation?

Wer von euch meint, das besser ertragen, bewältigen, "gestalten" zu können: 15 JAHRE, ohne Drogensucht als Krücke und ohne jegliche Perspektive auf je noch mal auch nur die geringste Verbesserung?
 
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update 23.04.2020
 
Coronakrise Hartz 4 Mittelschicht Klassismus Armut
 
Im Grunde kann mein Wunsch nur sein, dass in Folge der "Coronakrise" nun zahlreiche Mittelschichtszugehörige auch dauerhaft, langfristig erwerbslos werden, sind und bleiben, somit in den Hartz-Vollzug geraten.
 
Nein, das hat nichts mit Häme, Sozialneid oder gar Rache zu tun, sondern basiert auf der, zugegebenermaßen naiven, Vorstellung, die Leute würden dann eher nachvollziehen können, wie es all jenen Menschen geht, die über Jahre, Jahrzehnte, nicht selten auch lebenslang seit ihrer Kindheit in materieller Armut und gesellschaftlich ausgegrenzt, abgeschrieben, verachtet, verlacht, entwertet, allenfalls "bemitleidet" sind.
 
Selbstredend ist diese Vorstellung völlig realitätsfern, denn selbst wenn es dazu käme, dass eine Mehrheit der Mittelschichtszugehörigen, der "Bürgerlichen" (insbesondere also auch die obere Mittelschicht umfassend) überhaupt und überdies länger als nur ein, zwei überbrückbare Jahre in Hartz 4 "abrutschten", so wäre deren Situation nicht ansatzweise vergleichbar mit jener derjenigen, die seit zehn und mehr Jahren unbemittelt, materiell arm, im Hartz-Vollzug und/oder in Niedriglohntätigkeiten (im Prekariat) befindlich sind. Haben die Ersteren doch üblicherweise Vermögen, von dem sie einige Zeit zehren können, überdies sind sie generell gut ausgestattet - mit Wohnung/Haus, Mobiliar, Hausrat, Kleidung etc..
Sie wissen nicht, wie es ist, mit alten, defekten Dingen "leben" zu müssen, sie sind nicht seit Jahren aufgrund materieller Armut mangelernährt, chronisch krank, sozial isoliert, ausgegrenzt, entwürdigt.
 
Und schließlich würden sie weiterhin mit zweierlei Maß messen: Sie selbst wären ja absolut unverschuldet in Hartz 4 abgestürzt, sie waren zuvor "systemrelevante Leistungsträger" (inkl. bullshitjobs-Tätigende), während sie jene, die langjährig, oft seit Kindheit und Jugend bereits in materieller Armut befindlich sind, als "Sozialschmarotzer", Taugenichtse, disziplinlose, willensschwache, bildungsferne Kreaturen, als "Pack", als Asoziale, Ballastexistenzen diskreditieren. Der selbstschonende Selbstberug machts ein Mal mehr/auch hier möglich. Klassismus.
 
Sie würden trotzdem nicht anders wählen (!), sich nicht anders, nicht prosozial, solidarisch verhalten. Schon gar nicht dauerhaft.
Else, wem erzählst du diese seit Jahrhunderten bekannte, ausgelutschte Geschichte eigentlich - immer wieder und: wozu?
Bingo.
 
Die Lösung läge in erheblich höheren Regelbedarfen, idealerweise im Überwinden von Hartz 4, der Agenda 2010 (Neoliberalismus, Privatisierung, Sozialstaatsabbau ...) generell und in der Einführung eines existenzsichernden, menschenwürdigen, emanzipatorischen BGE.
 
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14. April 2020
 
Es trifft weltweit in materieller Armut befindliche, darin vegetieren müssende Menschen am härtesten - auch tödlich. Aus bekannten Gründen. Mit materiell armen Menschen gibt es keine - dieser Tage viel beschworene - Solidarität, sie gelten nach wie vor als Ballastexistenzen (NS-Terminologie. Menschenbild), sie sind keine "systemrelevanten Leistungsträger". Sie werden systematisch vernichtet.
 
Hartz 4  - Wohnungslose - Alleinerziehende - homeschooling - Klassismus - Coronakrise
 
Es ist ein globales Konjunkturprogramm für Kapitalisten. Und dieses wird ermöglicht, d u r c h die restriktiven, repressiven staatlichen Maßnahmen. Durch nichts lässt Mensch sich so leicht manipulieren und instrumentalisieren wie mittels Angst - und Propaganda.
Und wer nicht gehorsam folgt, wird b e s t r a f t - mit Bußgeldern belegt oder zwangspsychiatrisiert (siehe das Beispiel Sachsen hierzu).
 
Die Mittel- und Oberschicht hätte l ä n g s t ihren Lebensstil, ihr Konsum- und Wählerverhalten wie geboten ändern können. Stattdessen klatscht sie allabendlich auf dem Balkon: für sich selbst, nicht für die plötzlich systemrelevanten Niedriglöhner und ruft nach Social Distancing, Maskenpflicht, Ausgangssperre, unterwirft sich freiwillig (!) der Grundrechteaushebelung.
 
Es ist so absurd wie es abstoßend ist.
 
https://www.wsws.org/de/articles/2020/03/24/pake-m24.html
 
update 11.04.2020
 
Psychiatrie - Bußgelder - Überwachung
 
Ihr merkt es immer noch nicht? Nein, ihr findet es sogar nach wie vor richtig. - Genau und gerade jene, die sich vor der Coronakrise vorgeblich, vermeintlich ach so vehement für Bürgerrechte, Grundrechte, fdGO aussprachen und gegen die NS- und DDR-Diktatur, geänderte PAG, Einsatz der Bundeswehr im Inneren, Vorratsdatenspeicherung, Staatstrojaner, Überwachung, Totalitarismus. Eben jene folgen nun kollektiv: blind, artig, gehorsam, paralysiert, völlig unreflektiert - ergeben sich ihrer Angst vor einem vermeintlich tödlich aggressiven Virus.
 
Propaganda machts möglich.
 
Anmerkung zum geteilten Text von Reitschuster
 
Grundsätzlich halte ich es so, dass ich Texte, Stellungnahmen, Einordnungen, Analysen, auch Meinungen teile, wenn ich sie für angemessen, nachvollziehbar, argumentativ begründet, substanzhaltig, faktenbasiert, also für seriös halte - wenn solches von jemandem kommt, die/der selbst Mitglied der AfD ist (als ein drastisches Beispiel), teile ich auch das, denn es geht dabei um die jeweilige Sache.
 
Üblicherweise ist eine solche Einordnung, Stellungnahme nicht von der jeweiligen Person zu trennen, von ihren Überzeugungen, Werten, politischer Einstellung, ihrem Menschenbild und ihrem Verhalten, aber das ändert nichts daran, dass etwas (ggf. "Singuläres", Spezifisches), das die jeweilige Person denkt, meint, äußert, grundsätzlich "in der Sache" richtig sein, für angemessen, nachvollziehbar, transparent, substanzhaltig, seriös befunden werden kann.
 
Es geht also darum, etwaig bestehende Aversionen und Vorurteile beiseite zu lassen, w e n n eine Argumentation faktenbasiert, substanzhaltig, nachvollziehbar, konsistent ist.
Man kann sich einer solchen Argumentation anschließen, ohne dadurch allen anderen Einstellungen, Meinungen etc. der betreffenden Person folgen zu müssen. Das halte ich für differenziert und reflektiert.
 
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update 08.04.2020
 
Regierungspolitische Maßnahmen sind rechtswidrig, grundgesetzwidrig.
Ausdrücklichen Dank an RAin Beate Bahner für diesen unentbehrlichen, hilfreichen Text.
 
Ich stimme ihren Aussagen vollumfänglich zu und bin erleichtert, dass es doch einige (bisher leider vergleichsweise wenige) andere Menschen gibt, die die aktuellen regierungspolitischen Maßnahmen als unverhältnismäßig, erheblich verantwortungslos und überdies rechtswidrig erkennen, dies öffentlich kritisieren, sich dagegen im Sinne der fdGO, des Rechtsstaates und unseres Grundgesetzes zur Wehr setzen - es bleibt zu hoffen, dass dies auf rechtsstaatlichem Wege gelingt und es nicht eine Minderheit bleibt, die die Maßnahmen kritisiert, hinterfragt, rügt und deren umgehende Rücknahme fordert.
 
Beate Bahner ruft in unten verlinktem Text zur bundesweiten Demonstration am 11. April (Ostersamstag) um 15 Uhr auf. Ich hoffe, es werden diesem Aufruf zahlreiche Menschen folgen.
 
https://web.archive.org/web/20200407213603if_/http://beatebahner.de/lib.medien/Erklaerung%20Beate%20Bahner%207.4.2020.pdf
 

Beate Bahner erklärt, warum der Shutdown verfassungswidrig ist und warum dies der größte Rechtsskandal ist, den die Bundesrepublik Deutschland je erlebt hat

beatebahner.de

Beate Bahners Eilantrag ans Bundesverfassungsgericht vom 08.04.2020

beatebahner.de

08.04.2020
 
Eben dies äußerte ich (ähnlich) bereits ab dem 14. März 2020 (siehe facebook und blog: unten). Und wurde dafür als "Aluhut" bezeichnet.
 
"[...] Wochenlange Ausgehbeschränkungen und Kontaktverbote „auf Basis der düstersten Modellszenarien“ sowie die vollständige Schließung von Unternehmen und Geschäften „ohne jedweden Nachweis einer Infektionsgefahr durch diese Geschäfte und Unternehmen“ seien grob verfassungswidrig, so die Anwältin. Bahner, die u.a. durch ihr Praxishandbuch zum „Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen“ bundesweit bekannt ist, begründet ihren Gang zum Bundesverfassungsgericht auch damit, „dass die Corona-Infektion bei mehr als 95 % der Bevölkerung harmlos verläuft (oder vermutlich sogar bereits verlaufen ist) und somit keine schwerwiegende Gefahr für die Allgemeinheit darstellt“.
 
Sie mahnt den Schutz der Risikogruppen der alten Menschen und der Menschen mit Vorerkrankungen (ca. 4,5 % der Bevölkerung) an [...]"
 
https://www.medical-tribune.de/meinung-und-dialog/artikel/medizinrechtlerin-corona-verordnungen-sind-verfassungswidrig-shutdown-sofort-beenden/
 
Nachtrag am 10.04.2020
 
So geht der Rechtsstaat Deutschland gegen Dissidenten vor: "Aufruf zu einer Straftat" - darauf wird ihre 19-seitige, substanzhaltige, fundierte Argumentation reduziert und Frau Bahner zur Kriminellen diskreditiert. Strafe, silencing.

Wo sind all die selbsternannten Verfechter der fdGO, der Bürgerrechte, Grundrechte jetzt? Sie verschanzen sich offenbar hinter ihrem Opportunismus.
 
Wir haben es hier nicht mit der Pest, Cholera, Typhus, Ebola oder aggressiven Influenza zu tun. Nochmal: 80% milde Verläufe und wo es nicht "milde bis moderat" verläuft, hat das bestimmte, bekannte Ursachen: Alter, Vorerkrankungen, Luftverschmutzung, mangelhafte medizinische und/oder hygienische Verhältnisse, Armut, Ernährungszustand/Allgemeinzustand etc..
 
Was btw die vielfach angemahnte Solidarität mit Risikogruppen anbetrifft:

Zum einen gehöre ich wahrscheinlich selbst dazu (Untergewicht, Mangelernährung, Anämie ...), zum anderen bin ich seit mindestens und jedenfalls 15 Jahren sozial isoliert - ohne Mobilität, soziokulturelle Teilhabe, aufgrund von materieller Armut, chronischer Erkrankung und allein Alleinerziehendseins (seit 27 Jahren nonstop mit zwei Kindern).
In einem Flugzeug habe ich noch nie gesessen. Wann ich das letzte Mal ein Theater, Kino oder auch nur ein Restaurant von innen gesehen habe, erinnere ich nicht mehr - es ist mindestens 20 Jahre her. Über Führerschein und Auto verfüge ich so wenig wie über das Geld für den ÖPNV, ein Gebrauchtfahrrad oder gar Ausflüge, Urlaube, Verreisen, kulturelle Veranstaltungen ... . Das nur randläufig.

Hinsichtlich globaler materieller Armut wird hingenommen und fortgesetzt, dass aufgrund derselben weltweit täglich Menschen leiden und krepieren - wie verhält es sich da mit der viel zitierten Solidarität, bspw. mit dem Wählerverhalten, Konsumverhalten, Lebensstil ... ?
 
Und dass jedes einzelne Jahr allein in Deutschland ca. 10 000 Menschen durch Suizid sterben, interessiert auch niemanden, der Suizid wird nach wie vor (medial, gesellschaftlich) tabuisiert und pathologisiert.
 
Es leiden und sterben aufgrund der unverhältnismäßigen, verantwortungslosen regierungspolitischen Maßnahmen gerade etliche Menschen weltweit - bspw. jene in Armut und/oder mit lebensbedrohlichen Erkrankungen, weil ihre notwendige medizinische Behandlung nun nicht fortgeführt wird. Diese Kollateralschäden zählen nicht?
 
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update am 06. April 2020
 
Aktuell wird von Regierungspolitik verlautbart, der Lockdown könne schrittweise gelockert werden, wenn Bevölkerung sich nun "freiwillig" per tracking-app nach südkoreanischem Vorbild überwachen lässt.
 
Klar, es werden keine sensiblen personenbezogenen Daten erhoben.
Nein, es wird nicht pauschal überwacht - alles läuft seriös, zuverlässig und anonymisiert, an strengen datenschutzrechtlichen Vorgaben ausgerichtet. Staatstrojaner ist retro, Dino.
 
Und selbstverständlich werden Bundesbürger diese Überwachungsapp genauso freiwillig akzeptieren, wiederum selbst danach verlangen, wie sie bereits ebenso willig, fügsam, gehorsam nach #stayhome, #socialdistancing und sogar Ausgangssperre gerufen haben, all dem artig, mit Verve gefolgt sind. - Abends um Neun in Deutschland: klatschend auf dem Balkon. Flankiert von Klopapiertürmen, mit selbstgehäkeltem Mundschutz gerüstet, mit Desinfektionsmittel bewaffnet. Bis an die Zähne. Man lebt nur ein Mal.
 
Es geht schließlich global um Leben und Tod. Nichts weniger als das. Schicht mit Kleinbrötchenzeit, Klimakrise, Krieg, Armut, globaler Migration, Verantwortung. Diese Veranstaltung bleibt bis auf Weiteres geschlossen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen folgen Sie blind Ihrem vertrauenswürdigen Virologen. 
 
Wer will sich außerdem als antisoziales, verantwortungsloses, ignorantes, unwissendes Egoschwein bezeichnen lassen, das überdies einzig und allein schuld daran ist, wenn Tausende durch das Killervirus hingerafft werden. Das sind ethische Maßstäbe.
 
Die Devise der Stunde lautet: unhinterfragt, unreflektiert, widerstandslos Folge leisten.
Wer das kritisiert, wird gemeinschaftlich-kollektiv-solidarisch als verschwörungsgläubiger Aluhutidiot diffamiert.
 
Ja, sicher: Es ist alles absolut freiwillig, garantiert datenschutz- und grundgesetzkonform, und falls nicht, wird nötigenfalls das Grundgesetz mal eben geändert - alles wird ausschließlich zum Wohle der Bevölkerung, sogar der Weltbevölkerung getätigt. Großes Kapitalistenehrenwort.
 
Wir sind schließlich im Krieg. Terroranschläge gibt es in Europa derzeit erstaunlicherweise keine mehr, jedenfalls nicht medial transportiert, stattdessen rafft uns eine hochgefährliche Pandemie nun alle dahin, so wir nicht in den Krieg gegen selbige ziehen - geschlossen: in jeder Hinsicht.
 
Und wer sich dem widersetzt, wird letztlich eben doch bestraft: durch Bußgelder oder Gefängnishaft - Letztere für all jene, die das Bußgeld nicht zahlen können, siehe Ersatzfreiheitsstrafen, also Armutsstrafen.
 
Was durch "war on terror" nicht funktionierte, das ermöglicht nun völlig widerstandsentsorgt die Corona-Propaganda.
Angst heißt das Zaubermittel. Schneller, leichter, umfassender lassen Menschen sich nicht - freiwillig - instrumentalisieren, manipulieren.
 
Dieser Tage erfährt somit nicht nur Camus´ "Die Pest", sondern auch Orwell´s "1984" ein Revival.
 
Vollendet vollzogene Dystopie. Es lebe der gute alte Totalitarismus.
Go for it! Mit wehenden Fahnen. Hooray!
Nachsatz am 07.04.2020
 
CoronaApp - ist das jetzt die TrackingApp-light? So als Wegbereiter, damits noch harmloser und freiwilliger erscheint, Akzeptanz und Anwendung somit zunächst nicht restriktiv durchgesetzt werden? Was dieses Virus an Blüten treibt - Fiktion verblasst daneben.
 
Und nochmal zur Verhältnismässigkeit der Maßnahmen der BuReg, Einschränkung von Grundrechten, Freiheit(en) - hier das statement von Hans-Jürgen Papier, ehemaliger Präsident des Bundesverfassungsgerichts:
 
"Dennoch sehe er die Gefahr einer „Erosion des Rechtsstaats“, sollten sich die „extremen Eingriffe in die Freiheit aller“ noch lange hinziehen. Auf Dauer lasse sich eine solche flächendeckende Beschränkung nicht hinnehmen, mahnte Papier.
Politik und Verwaltung müssten deshalb immer wieder prüfen, ob weniger einschneidende Maßnahmen möglich seien. Wenn sich die Restriktionen über längere Zeit erstreckten, „dann hat der liberale Rechtsstaat abgedankt“."
 
https://www.welt.de/politik/deutschland/article206964441/Erosion-des-Rechtsstaats-Hans-Juergen-Papier-sieht-Grundrechte-bedroht.html
 
Stellungnahme des Ethikrats zu den regierungspolitischen Maßnahmen:
 
"[...] Die Experten forderten darum eine ständige Prüfung der Maßnahmen. Dem Schutz menschlichen Lebens dürften nicht "alle anderen Freiheits- und Partizipationsrechte sowie Wirtschafts-, Sozial- und Kulturrechte bedingungslos untergeordnet werden". Nun müssten Pläne für eine schrittweise Rücknahme der Maßnahmen entworfen werden - "auch um die negativen ökonomischen Folgen und sozialpsychologischen Konsequenzen für andere vulnerable Gruppen gering zu halten", sagte Dabrock.
 
In seiner Stellungnahme “Solidarität und Verantwortung in der Corona-Krise” empfiehlt der Ethikrat konkret für die nächste Zeit unter anderem folgende Einzelmaßnahmen:
 
Weiteres Aufstocken und Stabilisieren der Kapazitäten des Gesundheitssystems
 
Einführung eines flächendeckenden Systems zur Erfassung und optimierten Nutzung von Intensivkapazitäten
 
Abbau bürokratischer Hürden und bessere Vernetzung im Gesundheitssystem und mit anderen relevanten Gesellschaftsbereichen (...)
 
Unterstützung von interdisziplinärer Forschung zu sozialen, psychologischen und anderen Effekten der Maßnahmen im Rahmen der Covid-19-Pandemie
 
Entwicklung von effektiven und erträglichen Schutz- und Isolationsstrategien für Risikogruppen
 
Eine fundierte Strategie für die transparente und regelmäßige Kommunikation zu ergriffenen Maßnahmen und zur politischen Entscheidungsfindung im Zusammenhang mit Covid-19
 
Ein Überdenken der Angemessenheit föderaler Lösungen im Katastrophenfall sowie konkrete Berechnungen der zu erwartenden Kosten durch ergriffene Maßnahmen und Alternativszenarien"
 
https://www.rnd.de/gesundheit/ethikrat-zur-corona-krise-freiheitsbeschrankung-regelmassig-uberprufen-BVMX4CPVVP5O26OKJDW67LPHBU.html
 
update 22. März 2020
 
Endlich gibt es weitere, fundierte Kritik an den restriktiven, repressiven staatlichen Maßnahmen inkl. sogar Grundrechtebeschränkung und deren weitreichenden, negativen Folgen. Verhältnismäßigkeit, Verantwortung, Umsicht, Besonnenheit, Demokratie, Rechtsstaat.
 
"[...] 2. Als reale Situation bleibt die Ausnahmesituation jedenfalls im Recht der Normallage insofern präsent, als sich aus ihr auch ergibt, welche Beschränkungen hierzulande mit der Verfassung, insbesondere mit den Grundrechten vereinbar sind und welche nicht. Auch dazu haben sich eine Reihe von Juristen schon geäußert, und es ist alles so richtig wie trivial: Gleich welche Grundrechte konkret betroffen sind, wie bestimmt und konkret die gesetzlichen Regelungen gefasst sind oder wie tief die Einschränkungen in das individuelle und gesellschaftliche Leben hineinwirken – am Ende sind es immer die Bedeutung der auf dem Spiel stehenden Rechtsgüter und die schiere Größe der Gefahr, die auch ganz drastische Maßnahmen rechtfertigen.
 
Kein Verwaltungs- oder auch Verfassungsgericht würde es in der derzeitigen Situation riskieren, auch nur eine davon zu beanstanden und der Regierung im Kampf gegen die als existenziell empfundene Bedrohung in den Arm zu fallen. Dem entspricht es, dass die Frage der Verfassungsmäßigkeit solcher Maßnahmen in der öffentlichen Diskussion bislang so gut wie keine Rolle spielt, was gerade in einem Land, das sonst alle politischen Fragen gern als Verfassungsfragen behandelt, durchaus bemerkenswert ist.
Natürlich mag man insbesondere im Fall einer Ausgangssperre, wie sie auch hierzulande bald drohen könnte (alle Maßnahmen, die wir in den Nachbarländern beobachten können, erreichen uns ja im Ergebnis immer nur mit einiger Verzögerung) fragen können, was diese eigentlich bewirkt und wieso es für irgendjemanden schädlich sein soll, wenn man alleine oder mit der Familie in genügendem Abstand von anderen im Park oder selbst in der Stadt spazieren geht. Auch ist es eine so tief in die persönliche Freiheit einschneidende Maßnahme, dass man sie sich so vor Ausbruch der Krise nur in China oder, sagen wir, Nordkorea vorstellen konnte.
 
Aber schon die erleichterte Kontrollierbarkeit und die tatsächlich bewirkte Einschränkung von Kontakt- und damit von Übertragungsmöglichkeiten dürften angesichts des bei der Eignungsprüfung traditionell angelegten großzügigen Maßstabs – am Ende scheitert daran ja nur, was evident ungeeignet ist – im Ergebnis auch sie rechtfertigen. Die entscheidende Frage bleibt allerdings, wie lange diese Rechtfertigung wirkt und wie lange an ihr festgehalten werden kann, wenn alle entsprechenden Maßnahmen nicht oder jedenfalls nicht innerhalb eines begrenzten Zeithorizonts greifen: einen Monat? Zwei oder drei Monate? Ein Jahr oder möglicherweise sogar zwei Jahre, wenn, wie es einige Virologen schon vorhersagen, im Oktober möglicherweise die nächste Welle heranrollt und bis dahin kein Impfstoff gefunden ist?
 
Spätestens dann werden die Fragen, die wir jetzt verdrängen, wieder auf uns zukommen, und wir werden eine Antwort darauf finden müssen. Sie werden sich praktisch stellen, weil das weitgehende Herunterfahren von Gesellschaft immer nur für begrenzte Zeit aufrechterhalten werden kann; irgendwann wird der Widerstand so groß, dass es nicht mehr geht. Sie stellen sich aber auch verfassungsrechtlich und hier speziell als Frage nach der weiteren Angemessenheit der entsprechenden Einschränkungen, wenn der mögliche Erfolgseintritt immer weiter in der Zukunft liegt und andererseits die sichtbaren Folgeschäden größer und größer werden. Diese betreffen die Individuen, aber sie betreffen auch die Gesellschaft insgesamt in politischer, in kultureller und – man muss dies so sagen – auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Niemand will aus dem gegenwärtigen Alptraum in einem Trümmerfeld erwachen, in dem ganze Wirtschaftszweige, eine Vielzahl von Unternehmen und massenhaft individuelle berufliche Existenzen vernichtet sind.
 
3. Die damit aufgeworfenen Abwägungsfragen führen hinaus aus dem Verfassungsrecht und hinüber in die Ethik oder auch Rechtsphilosophie und können nur von hier aus beantwortet werden; auch die Antworten, die wir in der Sprache des Verfassungsrechts darauf geben, sind letztlich daraus entlehnt oder müssen sich dazu verhalten. In welche Grenzbereiche es führt, wenn die Krankenhäuser an ihre Kapazitätsgrenzen geraten und Ärzte in der konkreten Situation die Entscheidung über Behandlung oder Nichtbehandlung, in der Sache also über Leben und Tod treffen müssen, zeigen uns die einschlägigen Berichte und die Bilder vor Ort; es ist dies eine Situation, die niemand wollen kann. Gleichwohl wird man, wenn sie da ist, Maßstäbe finden und verantworten müssen, nach denen die Entscheidung zu treffen ist. Ebenso wird man auch bei der generellen Abwägung, welche Maßnahmen in welcher Intensität und über welchen Zeitraum aufrechterhalten werden können, irgendwann eine Entscheidung treffen müssen, welche Interessen in sie einzubeziehen sind und welche nicht. Können es auch solche des allgemeinen Wohlstands oder eines gesamtgesellschaftlichen Nutzens sein – und bis zu welchem Grade und von welchem Punkt an? Vom Standpunkt eines normativen Individualismus aus, wie wir ihn grundgesetzlich in der Garantie der Menschenwürde verankert sehen, neigen wir dazu, alle diese Interessen in existenziellen Fragen als irrelevant beiseite zu schieben; immer dort, wo es um den „Höchstwert Leben“ geht, verbietet sich, wie wir sagen, jede Verrechnung. 
 
In der Tat spricht einiges dafür, an diesem Ausgangspunkt auf einer grundsätzlichen Ebene festzuhalten. Auf der anderen Seite muss man sehen, dass wir derartige Abwägungen in vielen Fällen längst vornehmen, ohne sie uns als solche einzugestehen. So wissen wir im Grunde, dass die Zulassung des Autoverkehrs auf unseren Straßen jedes Jahr den Tod von zwischen 3000 – 4000 Menschen zur Folge hat. Diese Folge ist so kausal wie vorhersehbar, sie trifft oft die Schwächsten wie die Kinder, und wir könnten sie ohne weiteres abwenden, wenn wir Autos verbieten würden. Aber wir tun es nicht, weil ihre Produktion uns wirtschaftlichen Wohlstand garantiert, der Austausch und Transport von Gütern ermöglicht wird, wir individuelle Mobilität schätzen etc., und die Risiken des Straßenverkehrs erscheinen uns dann als, wie die Juristen sagen, „erlaubtes Risiko“ oder „sozial adäquat“.
 
Auch bei den bisherigen Epidemien von der Schweinegrippe bis zur normalen Influenza hätten wir durch Einreisesperren, Verbot von Großveranstaltungen oder zuletzt auch Isolierungen der Menschen voneinander die Todesrate von vornherein erheblich senken können. Aber wir haben es nicht getan, weil uns diese Einschränkungen zu schwerwiegend erschienen und alle Erkrankten in den Krankenhäusern behandelt werden konnten. Und ganz generell könnte irgendwann der Punkt kommen, an dem wir uns eingestehen müssen, dass es Krankheiten gibt, die wir nicht besiegen können, ebenso wenig wie wir den Tod besiegen können. Wir können uns, wie jetzt, eine Zeitlang dagegen anstemmen, am Ende aber eben doch immer nur eine Zeitlang.
 
So oder so werden wir irgendwann wieder lernen müssen, die Welt nicht nur durch die Brille der Virologen zu betrachten."
 
https://verfassungsblog.de/der-ausnahmezustand/
 
update 21.03.2020
 
Es geht um die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen und um Vernunft und Verantwortung. Ganze Gesellschaften und globale Wirtschaft lahmzulegen, Repression und Grundrechteaushebelung zu vollziehen, ist bei bestehender Alternative: Risikogruppen isolieren, nicht zu rechtfertigen.
 
Bei 80% milden, teilweise auch sogar symptomlosen Verläufen (siehe rki) geht es um diese Risikogruppen:
Die Zugehörigen der Risikogruppe(n) sind es, die weltweit schwer erkranken, auch sterben und zu Überlastung des Gesundheitssystems führen. Deshalb hätte man nur diese Risikogruppenzugehörigen zu deren Schutz - vorübergehend - isolieren müssen und können. Das wäre möglich, umsetzbar, verhältnismäßig und verantwortungsvoll (gewesen).
 
Siehe, was ich (unten) bereits am 14., 15. und 16. März hierzu schrieb.
 
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21.03.2020
 
Was die Coronakrise, der man hätte vorbeugen können, so alles mit sich bringt, möglich macht - ein Schelm, der Böses dabei denkt:
 
Geflüchtete leiden und sterben lassen, Europa abschotten, globales Konjunkturprogramm durchziehen, Grundrechte aushebeln, Arme, Existenzen beschädigen, vernichten ... .

Sehe mich einmal mehr bestätigt in meiner Annahme, dass es hier nicht um eine Krankheit geht, die all diese "Veränderungen" nun im Schnellverfahren und ohne größeren Widerstand ermöglicht, sondern diese nur Vorwand, Alibi ist. Siehe nachfolgende Links, Artikel.
update am 19. März 2020
 
Inzwischen vermute ich es nicht mehr nur, sondern bin davon überzeugt, dass es sich nicht um eine Krankheit handelt, die aktuell global tatsächliche Ursache, Anlass für die massiv invasiven staatlichen, regierungspolitischen Maßnahmen,  die Repression ist, sondern dass es um eine tiefgreifende Umwälzung der globalen Wirtschaft, des Wirtschaftssystems geht - wohl wegen des Klimawandels. Wenn man so will: eine "konzertierte Aktion".
 
Durch nichts (anderes) können Menschen so umfassend, dabei mehr oder minder gewaltlos, sogar freiwillig (!) zu bestimmter, drastischer und vergleichsweise schneller Verhaltensänderung gebracht werden, als durch eine Pandemie, durch die Angst vor selbiger - es ist d a s Instrument schlechthin. Und wie wir sehen, funktioniert es bisher "hervorragend", wie beabsichtigt.
 
Die Angst, jedenfalls das erwünschte Befolgen der jeweiligen staatlichen "Empfehlungen" und Anordnungen, wird dabei durch entsprechende Rhetorik, Aussagen durch "Experten" (vor allem Virologen, Epidemiologen und Politiker) geschürt. Zugleich wird versucht, Panik zu vermeiden, da es bei Panikwellen zu erwartenderweise zu einem erheblichen Kontrollverlust (der Regierungen) und diversen unerwünschten "Kollateralschäden" käme.
 
Übrigens: Die "Alten und chronisch Kranken", die vorgeblich besonders geschützt werden sollen, wird es gerade durch die repressiven Maßnahmen und deren Folgen, insbesondere die Reaktionen einer augenfälligen Mehrheit von Menschen hierauf, letztlich am härtesten, auch tödlich treffen. Denn seit Tagen sind in jedenfalls Deutschland offenbar die Nummern des ärztlichen Bereitschaftsdienstes (116 117) sowie leider sogar auch sogar die Notrufnummer für Krankenwagen 112 besetzt, es gibt folglich für tatsächlich ernstlich akut oder chronisch Erkrankte und/oder Verletzte kein Durchkommen - mit entsprechenden Folgen.
Und in Kliniken, Krankenhäusern sollen die Kapazitäten vor allem für "Coronakranke" freigehalten werden, "planbare OPs" werden verschoben . Auch hier stellt sich jedenfalls mir die Frage, wer im jeweiligen Fall vermeintlicher oder tatsächlicher Verschiebbarkeit von Operationen oder auch anderen Behandlungen auf welcher Legitimationsbasis wie mit welchen Folgen entscheidet und das auch jeweils transparent belegt und verantwortet, nochmal das unsägliche Stichwort "Kollateralschäden". - Es wird unweigerlich g e r a d e die chronisch Kranken und Betagten am intensivsten treffen. Sie werden durch die repressiven Maßnahmen gerade nicht geschützt.
 
Nein, ich bin keine Verschwörungstheoretikerin, eben deshalb liefere ich Fakten - siehe die verlinkten Quellen zur Information, Nachvollziehbarkeit und Transparenz, siehe auch die Vergleiche und das Quellenmaterial zu Influenza und insbesondere der "Schweinegrippe"-Pandemie (H1N1) - und kommentiere diese argumentativ.
 
Das hier Dargelegte wird sich, so denke ich, allerdings wohl erst in der Rückschau, nach voraussichtlich erst mehreren Jahren zeigen, bestätigt werden.
 
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arte-Dokumentation zur "Schweinegrippe" 2009/2010, siehe auch hier die Äußerungen von Prof. Christian Drosten und das umstrittene Vorgehen der WHO sowie deren Motivation.

update am 24.03.2020
 
Dass in Krisenzeiten das, mehrheitlich d e r Autoritäre Zuspruch findet, sich daher durchsetzt, dürfte so empirisch, historisch augenfällig sein wie es psychologisch, psychoanalytisch hinlänglich bekannt und erklärt ist.

Das sehen wir nicht nur, aber auch am aktuellen Beispiel der Coronakrise und des Vorgehens eines Markus Söder.
 
Das grundsätzlichere, tieferliegende Problem von und mit Menschen ist allerdings deren Charakterschwäche, deren emotionale, soziale, intellektuelle Unzulänglichkeiten, Defizite, d.h. deren (Persönlichkeits-) Unreife, die nicht nur auf der gerne zur Begründung dessen herangezogenen "Bildungsarmut" basiert (wobei es sich mit der genauen, einheitlichen Definition von Bildung schon schwierig verhält), sondern auf tatsächlich unzureichenden intellektuellen Fähigkeiten - wie bspw. kritischem, analytischem Denken, (Selbst-) Reflexionsfähigkeit, Erkenntnis- und Einsichtsfähigkeit, sprachlicher Sorgfalt, kurz dem, das man (philosophisch) als Vernunft bezeichnet, die (im Gegensatz zum Verstand) Ethik immer bereits inkludiert und somit auch deren emotionale Urbasis: das jedem Menschen, wie auch anderen Primaten angeborene Mitgefühl.
 
Es gibt durchaus nicht wenige sogen. gebildete Menschen, im Sinne von belesen, gut ausgebildet, denen es dennoch augenscheinlich erheblich an "Herzensbildung", an Mitgefühl, prosozialem Verhalten, Selbstkritik, Selbstreflexion, Erkenntnis-, Einsichts- und Liebesfähigkeit (bitte bei Erich Fromm nachlesen) mangelt.
 
Die Folge dessen ist üblicherweise und von jeher, dass unreife Menschen andere (Menschen, Tiere, Lebewesen) unwissentlich, häufig aber durchaus auch wissentlich, sogar absichtsvoll, vorsätzlich auf vielfache Weise schädigen. Das tun sie aufgrund ihrer Unreife, bspw. ihrer Selbstbezogenheit, Selbstsucht, Ignoranz, ihres Geizes, ihrer Gier, ihrer Selbstgerechtigkeit, auch ihres ideologischen (somit auch religiösen) Indoktriniertseins, Fanatismus´, ihrer mangelnden Integrität, ihrer Korrumpierbarkeit, Bequemlichkeit, Engstirnigkeit/Kleingeistigkeit/Borniertheit, ihres infantilen Trotzes, ihres niederen Rache-, Vergeltungsbedürfnisses, ihres Hedonismus´, Eskapismus´, ihres Mangels an Selbstvertrauen, Resilienz usw.. Letztlich also auf Basis von Kompensationsverhalten, das sich auf Selbstbetrug, somit auf Unreife gründet.
 
Wenn man solche Menschen kritisiert, sie dabei empfindlich trifft, sie mit ihren Unzulänglichkeiten, Defiziten und ihrem Kompensationsverhalten konfrontiert, wird es erfahrungsgemäß nur sehr wenige geben, die sich dem couragiert und reflektiert (vernünftig, besonnen) stellen, sich damit konstruktiv auseinandersetzen und in der Folge reifen, sich daraus resultierend fair, prosozial, zugewandt, rücksichtsvoll, empathisch, kooperativ, solidarisch, teilend, gebend v e r h a l t e n, mit dem Ergebnis, dass sie andere durch ihr Verhalten (und zugrundeliegendes Denken, Urteilen, Bewerten, Eingestelltsein und F ü h l e n) nun nicht mehr, zumindest erheblich weniger schädigen (als zuvor), sondern andere unterstützen, respektieren, wertschätzen und sich mit ihnen konstruktiv auseinandersetzen.
 
Die meisten Menschen reagieren auf Kritik, auf insbesondere das Benennen, Aufzeigen ihres Selbstbetrugs, mit entweder beleidigtem Rückzug, Trotz, Verweigerung, Abwehr oder Angriff. Mit Unvernunft also - mit Unreife.
 
Einen gewichtigen Anteil hat hier auch die Scham. Denn keineswegs verhält es sich so, dass die kritisierte Person sich ihrer Schwächen gänzlich unbewusst wäre, sie versucht diese vielmehr zu verbergen, zu relativieren oder auch vollständig zu leugnen, da sie sich ihrer schämt und sie nicht angemessen zu bewältigen weiß.
 
Und gerade diese Unreife macht sie so anfällig für scheinbar, vordergründig, vermeintlich einfache, schnelle Lösungen - für "das Autoritäre", für die freiwillige Selbstverknechtung, für Gehorsam, Untertänigkeit, Unterwerfung, also: die Illusion von Sicherheit, Stärke, Souveränität, Orientierung, Halt, Gewissheit und für Bequemlichkeit - das Abgeben von Verantwortung, somit auch von Freiheit(en).
 
Ein umfassender Eintrag/Text zum Selbstbetrug sowie auch zu Autoritarismus (autoritärer Charakter ...) findet sich im blog.
 
Mit dem Fühlen, mit Gefühlen hat es insoweit zu tun, als konservative Menschen nachweislich ängstlicher sind. Auch hierzu findet sich ein eigener Eintrag im blog, mit darin verlinktem Quellenmaterial.
 
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Prof. Sucharit Bhakdi zur Coronakrise, Covid19

 
Zur Erinnerung: Jedes Jahr sterben allein in Deutschland ca. 10 0000 Menschen durch Suizid. Nein, das geht nicht auf ausschließlich oder überwiegend psychische Krankheiten (wie bspw. Depression) zurück, sondern hat eine Menge mit gesellschaftlichen, politischen Verhältnissen, materieller Armut und einhergehender Ausgrenzung, finanziell nicht zugänglicher Mobilität (ÖPNV ...), chronischer Krankheit, fehlender soziokultureller Teilhabe, fehlender Wertschätzung und Zugehörigkeit sowie sozialer Isolation zu tun.
 
All das wäre  - gesellschaftlich, politisch - änderbar, behebbar, vorbeugbar, so es politisch, gesellschaftlich gewollt wäre. Viel hat das mit der Art zu arbeiten, zu wohnen, zu wirtschaften, zu konsumieren zu tun und damit, ob und wie welche Beziehungen, Bindungen möglich sind, gefördert, gestärkt, erhalten oder aber gehemmt, gestört, beschnitten, beschädigt werden.
 
"[...] Im Jahr 2014 - das sind die aktuellsten Zahlen, die uns vorliegen - starben in Deutschland 10.209 Menschen durch Suizid. Weit über 100.000 Menschen begingen einen Suizidversuch. Das sind mehr Tote als durch Verkehrsunfälle, Mord und Totschlag, illegale Drogen und Aids zusammen. Betroffen von Suizid sind aber viel mehr Menschen: Wir gehen davon aus, dass circa 60.000 Angehörige ebenfalls Hilfe benötigen. Denn Suizid hat eine Besonderheit: Er hinterlässt Schuldgefühle. Das Gefühl, versagt zu haben, nicht genug getan zu haben. Die Hinterbliebenen meinen dann häufig, es nicht Wert zu sein, dass man für sie weiterlebt. Die Trauerarbeit ist oft wesentlich langwieriger, als wenn ein Angehöriger an einer Krankheit wie Krebs stirbt. "[...]
 
WDR.de: Welche Rolle spielt die Gesellschaft?
Fiedler: Das ist schwer zu sagen, und man kann Suizid in der Regel nicht auf ein Phänomen zurückführen. Aspekte, die die Suizidrate ansteigen lassen können, sind Arbeitslosigkeit, schlechte medizinische Versorgung, die gute Verfügbarkeit von Mitteln, die zu Suizid führen. [...]
 
WDR.de: Wie hat sich die Zahl der Suizide in den vergangenen Jahren entwickelt?
Fiedler: Seit den 1980er Jahren ist die Zahl deutlich zurückgegangen. Vermutlich, weil sich die psychosoziale Versorgung in der Zeit deutlich verbessert hat. Anfang der 1980er gab es bessere Medikamente, mehr Beratungsangebote und bessere Kliniken. Allerdings ist in den letzten Jahren, seit 2007, wieder ein leichter Anstieg zu erkennen.
 
WDR.de: Wie ist die Situation in Deutschland im internationalen Vergleich?
Fiedler: Bei der Suizidrate stehen wir ganz gut dar, international im unteren Drittel. In Europa ist die Suizidrate vor allem in den baltischen Ländern und in Russland hoch - dort spielt Alkoholsucht eine große Rolle beim Suizid. In fast allen Ländern nehmen sich mehr Männer das Leben als Frauen. Eine Ausnahme ist China - wir vermuten, dass das mit dem dortigen Frauenbild zu tun hat. Signifikante Unterschiede gibt es auch in den USA. Bei weißen Amerikanern ist es das bekannte Muster: Je älter, desto mehr Menschen begehen einen Suizid. Bei schwarzen Amerikanern ist das anders, da gibt es im Alter keinen Anstieg. Vermutlich spielen auch da kulturelle Faktoren eine Rolle - etwa starke familiäre Bindungen, die die Suizidgefährdung - wir sprechen dann von Suizidalität - senken. [...]
 
Was genau hilft, ist individuell sehr unterschiedlich. Es gibt zwar keine wirklich verlässlichen Zahlen darüber, aber Hinweise, dass niedrigschwellige Angebote besonders gut angenommen werden: Anonym, autonom, wo man sich jederzeit auch zurückziehen kann wie bei der Telefonberatung und Angeboten im Internet. Wünschenswert wäre aber auch hier, dass es im Gesundheitssystem mehr unkomplizierte Hilfsangebote gäbe - eine psychiatrische Klinik ist nicht für jeden die richtige Anlaufstelle. Da ist also noch erheblicher Bedarf."
 
https://www1.wdr.de/wissen/mensch/suizid-und-gesellschaft-100.html
 
"Das höchste Risiko für schwere Verläufe und Todesfälle haben ältere Menschen. Die Zahl der Todesfälle kann bei den einzelnen Grippewellen stark schwanken, von mehreren hundert bis über 20.000. [...]"

Siehe unter "Wie viele Menschen in Deutschland sterben jährlich an Influenza?"

Ja: Man hätte auch bei Influenza-Wellen und -Pandemien ähnliche Maßnahmen wie jetzt vollziehen können, man tat es aber damals/bisher nicht.

Und auch jetzt könnte man vor allem bis ausnahmslos die Risikogruppen isolieren, statt die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft lahmzulegen. Man tut es aber nicht. - Es geht um das Wirtschaftssystem, um dessen Umwälzung und die "Förderung" der Akzeptanz, um das Mitvollziehen dessen durch Bevölkerung, Gesellschaft und Wirtschaft (-sunternehmen).

Und wer das nicht mitvollzieht, den erwarten im Rahmen der Ausgangssperren polizeiliche Kontrollen und Strafen wie Bußgelder bis hin zu Freiheitsstrafe, Gefängnishaft.
 
 
"[...] In Italien liegt das Durchschnittsalter der an den Folgen einer Coronavirus-Infektion Verstorbenen bei 79,5 Jahren. Bei 70 Prozent der Toten handele es sich um Männer, teilte das italienische Institut für Gesundheit (ISS) am Mittwoch in Rom mit. Die Wissenschaftler stützen sich auf Daten von 2003 der in Italien verstorbenen Corona-Patienten.
 
707 der in Italien an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorbenen Menschen waren laut der ISS-Statistik zwischen 70 und 79 Jahre alt, 852 zwischen 80 und 89 Jahre. 198 waren älter als 90.
Nur 17 an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 Verstorbenen seien jünger als 50 gewesen, teilte das ISS mit. Fünf dieser Menschen seien unter 40 gewesen. Es habe sich ausschließlich um männliche Patienten im Alter zwischen 31 und 39 Jahren mit schweren Vorerkrankungen gehandelt, erklärte das Institut.
 
Nur drei Verstorbene waren ohne Vorerkrankung
Die Wissenschaftler machten rund ein Dutzend Vorerkrankungen aus, an denen die meisten der gestorbenen Covid-19-Patienten gelitten hatten. Am häufigsten waren dies demnach Bluthochdruck, Diabetes sowie koronare Herzkrankheiten.
 
48,5 Prozent der Patienten hatten laut ISS mindestens drei Vorerkrankungen. 25,6 Prozent weitere litten an zwei chronischen Krankheiten.
 
Nur bei drei der Verstorbenen war dem Institut zufolge keine Vorerkrankung bekannt. Dies entspricht 0,8 Prozent aller in Italien registrierten Todesfälle. [...]"
 
https://www.tagesspiegel.de/politik/corona-krise-in-italien-475-tote-an-einem-tag-so-viele-wie-nie-zuvor/25659026.html
 
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
 
Weiteres update am 20.03.2020 um 15.30 Uhr
 
Endlich sehen die repressiven staatlichen Maßnahmen, wie bspw. und insbesondere die Ausgangssperre, die massive Einschränkung von Grundrechten, auch andere kritisch, obschon die Bevölkerungsmehrheit (?) genau danach erschreckenderweise selbst ruft, so bspw. auf twitter.
 
"[...] Nein zur Ausgangssperre!
Stattdessen aber werden schon die nächsten weitreichenden Eingriffe in das Privatleben und in die Bürger*innenrechte diskutiert, ehe die Wirkung der bisherigen Maßnahmen richtig einsetzen konnte. Selbst die linksliberale taz kritisiert an Merkels Rede, dass diese nicht zumindest eine Ausgangssperre androht. Immer mehr Medien und Bürger*innen rufen nach einer Ausgangssperre. Vereinzelt wollen sie sogar, dass die Bundeswehr diese gemeinsam mit der Polizei durchsetzt.
 
Tatsächlich stellt sich die Frage, wer eine Ausgangssperre effektiv durchsetzen soll. Die Polizei alleine könnte damit überfordert sein. Der Einsatz der Bundeswehr indes wäre ein massiver Tabubruch. Sie wurde im Inland zwar schon in der Hochwasserhilfe eingesetzt, aber zum Glück nie, um Staatsgewalt gegenüber den Bürger*innen auszuüben. Ein Blick in andere Länder offenbart, wie die Ausgangssperre umgesetzt wird. Spanien setzt die Armee ein und lässt die Bürger*innen per Drohnen überwachsen. Israel hat seinem Geheimdienst Zugriff auf sämtliche Ortungsdaten der Mobiltelefone gewährt, um die Ausgangssperre durchzusetzen. Alle Bewegungen der BürgerInnen werden lückenlos überwacht.
 
Wir reden also bei einer Ausgangssperre nicht über eine Kleinigkeit, sondern den größtmöglich denkbaren Grundrechtseingriff gegenüber einer gesamten Bevölkerung.
Das absurde an der Ausgangssperre ist auch, dass zwar spazieren gehen im Park verboten wird, man aber weiter zur Arbeit muss. Für die Wirtschaft soll der Mensch weiter da sein, aber seine Freizeit darf er nicht mehr draußen verbringen. Dabei lässt sich durch das konsequente Verbot von Menschenansammlungen und die Schließungen von Ausgehorten vermeiden, dass Menschen zu stark aufeinandertreffen, ohne das die Möglichkeit eingeschränkt wird, die eigene Wohnung zu verlassen.
 
Mit der Ausgangssperre droht eine Weichenstellung vorgenommen zu werden, die in eine autoritäre Gesellschaft münden kann. Der Ruf nach dem Staat, der konsequent durchgreift und Grundrechte vollständig außer Kraft setzt, ist der Ruf nach dem Staat, der jenseits des Grundgesetzes liegt. Zudem muss jedem klar sein: einmal eingeschränkte oder abgeschaffte Bürger*innenrechte lassen sich nicht ohne weiteres wiederherstellen: sie sind das Ergebnis von jahrzehntelangen Kämpfen der Bevölkerung gegen den Obrigkeitsstaat. Was zunächst als vorläufige Notstandsregelung angekündigt, könnte so durch die Hintertür zum Dauerzustand werden.
 
Ausgangssperre trifft Arme, Frauen und an den Rand gedrängte Gruppen am schärfsten
Eine Ausgangssperre trifft diejenigen am härtesten, die in prekären Verhältnissen leben. Für eine Familie auf begrenztem Raum im Erdgeschoss eines Hinterhofes ist eine Ausgangssperre deutlich heftiger und ungesünder als für Reiche, die in einer Villa am Starnberger See mit 1.000 Quadratmeter Garten leben. Für diejenigen, die in besagter Hinterhofwohnung, die in einer Sammelunterkunft (Geflüchtete) oder in anderen beengten Verhältnissen leben, ist die Möglichkeit nach draußen zu kommen, nichts auf das verzichtet werden kann. Auch für die Ärmsten, die überhaupt keine Wohnung haben oder die illegalisiert leben, ist die Ausgangsperre eine existenzielle Bedrohung.
 
Zudem hat eine erzwungene häusliche Isolation beträchtliche Nebenwirkungen. Bei alleinstehenden, älteren oder einsamen Menschen können jegliche soziale Kontakte wegbrechen. Studien zu früheren Wirtschaftskrisen haben gezeigt, dass Zukunftsängste die Suizidraten und exzessiven Alkoholkonsum massiv ansteigen lassen. Dieser Effekt könnte sich verstärken, wenn Menschen in dieser Situation in die Einsamkeit gezwungen werden. Zudem ist anzunehmen, dass die innerfamiliäre Gewalt gegen Frauen stark zunehmen wird.

Ökonomie konsequent auf die Bedürfnisse der Gesellschaft zuschneiden
Derzeit werden zu oft Bürger*innenrechte gegen Gesundheitsschutz abgewogen. Gesundheitsschutz muss aber vor ökonomischen Interessen stehen. Der Infektionsherd Arbeitsplatz muss weitestgehend abgestellt werden und nur noch die akut notwendigen Arbeiten ausgeführt werden. Statt weiterer Eingriffe in Bürger*innenrechte oder schöner Apelle braucht es jetzt einen massiven Ausbau der medizinischen Infrastruktur und bessere Arbeits- und Lohnbedingungen für Pflegekräfte, Mitarbeitende im Einzelhandel oder Erzieher*innen. Zudem sollte sich DIE LINKE aktiv an den Aufklärungs- und Solidaritätskampagnen beteiligen. Statt einer staatlich durchgesetzten Ausgangssperre brauchen wir Aufklärung und Solidarität von unten."
 
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1134538.corona-eindaemmung-solidarische-antwort-von-unten-statt-repression.html
 
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
Aktualisierung am 17. März 2020
 
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron spricht, ganz in George W. Bush´scher Manier, siehe "war on terror", von, Zitat "Krieg" - "Wir sind im Krieg." und von einem "Feind": u m die Ausgangssperre auf diese Weise vermeintlich legitimieren, durchsetzen zu können. 
 
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder rief bereits den Katastrophenfall aus und schließt seit gestern, siehe bspw. seine Äußerungen in der zdf-Nachrichtensendung "heute", auch hierzulande Ausgangssperren nicht aus - im Gegenteil: sie scheinen offenbar bereits in Planung zu sein und eine sichere, verlässliche zeitliche Befristung wird dabei überdies nicht in Aussicht gestellt.
 
Er begründet dies vermeintlich mit den Empfehlungen "der Virologen".
 
Auch in anderen Bundesländern wird in Kürze voraussichtlich der Katastrophenfall ausgerufen.
 
Ich bitte daher um seriöses Quellenmaterial, aus dem unmissverständlich, unzweideutig hervorgeht, welche und wieviele Virologen, Epidemiologen wann und wo geäußert, angeraten oder gar für notwendig befunden und womit genau sie begründet  haben, diese derzeitigen drastischen Maßnahmen - insbesondere die erhebliche Einschränkung des öffentlichen Lebens, hierbei vor allem die Ausrufung des Katastrophenfalls mit all seinen massiven Folgen, bis hin zu Grundrechteeinschränkungen und Einsatz der Bundeswehr im Inneren sowie die Ausgangssperren - durchzuführen und dies für jeweils wie lange und auf Basis welcher validen, nicht nur vermuteten, geschätzten, wissenschaftlichen Erkenntnis-, Daten-, Faktenbasis zu covid19, gerade hinsichtlich der Verlaufsschwere und Letalität.
Denn nur das könnte annähernd eine Legitimationsgrundlage für diese Maßnahmen, für deren Verhältnismäßigkeit sein.
 
Bloße Schätzungen, Vermutungen, Hochrechnungen allein rechtfertigen zur vorgeblichen Prävention, Verlangsamung der Ausbreitung des Virus´ ("flatten the curve") und zum vorgeblichen Schutz der Risikogruppen derartig drastische, invasive, r e p r e s s i v e Maßnahmen keinesfalls.
 
Ich verweise hierzu auf u.a. die Virusgrippe-Pandemie der Jahre 1995/1996, bei der es allein in Deutschland schätzungsweise 8,5 Millionen Erkrankte und 30.000 Tote gab sowie auf insbesondere die "Schweinegrippe"-Pandemie (Influenzavirus A, H1N1) in den Jahren  2009/2010 mit mehr als 18.000 Toten weltweit (einige Quellen nennen 203.000 Tote, siehe unten verlinkt) und 258 Erkrankten in Deutschland. 
 
Auch bei der Virusgrippe-Pandemie 2004/2005 gab es allein in Deutschland über 6 Millionen Erkrankte mit bis zu 2,4 Millionen Influenza bedingten Arbeitsausfällen und 20.000 Todesfällen.
 
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Epidemien_und_Pandemien
 
Man erkläre mir daher bitte, warum man damals keine derartig invasiven Maßnahmen vollzogen, diese nicht für erforderlich gehalten hat - trotz der zahlreichen Erkrankten und auch Toten und einem auch damals bestadnen habenden erhöhten Risiko für Risikogruppen, also ältere Menschen (ab 60, 65 Jahre) und solche mit einer oder mehreren Vorerkrankungen, chronischen Erkrankungen. ?
 
Auch damals handelte es sich um Pandemien und insbesondere bei der "Schweinegrippe" (H1N1) erkrankten überdies untypischerweise auch jüngere und gesunde Menschen, auch hier mussten zahlreiche Betroffene, Erkrankte beatmet und/oder intensivmdedizinisch behandelt werden und auch damals bestand das Risiko, an auch anderen Influanzaformen zu erkranken und dies insbesondere auch damals für Risikogruppen, die man jetzt, aktuell mit invasivsten Maßnahmen vorgeblich schützen will, indem man "entzerrt", verlangsamt.
Überdies gab es zunächst auch bei der "Schweinegrippe-Pandemie" weder einen Impfstoff noch ein Medikament.
 
Trotz all dieser Parallelen und zusätzlich der damaligen verlgeichsweise hohen Erkrankungs- und Letalitätsrate hat Politik damals nicht annähernd vergleichbare Maßnahmen vollzogen wie jetzt bei covid19, wo wir es mit 80% (!) milden Verläufen zu tun haben.
 
Möglicherweise geht es aktuell daher um etwas ganz anderes, siehe wie intensiv nun die Wirtschaft mit Millardenbeträgen supranational unterstützt, gefördert wird, weshalb ich salopp von einer Art globalem Konjunkturprogramm spreche - oder aber wir üben nun schon mal ein wenig Postwachstum, Suffizienz, Postkapitalismus.
 
Im Übrigen wird diese Welt und alle in ihr befindlichen Menschen der Klimawandel nachweislich weit umfassender, langfristiger und schädigender bis tödlicher treffen und umwälzen als es durch/wegen covid19 der Fall ist/sein wird. Mit einer Einschränkung:
 
Es sind diese unverhältnismäßig invasiven, repressiven Maßnahmen, die Politik, Regierungen nun vollziehen, die global zu voraussichtlich gravierenden "Veränderungen" führen werden.
 
Daher nochmal meine Frage: Auf welcher Legitimationsgrundlage lässt sich das begründen, verantworten, auf Basis welcher fundierten, validen wissenschaftlichen Erkenntnis-, Daten-, Faktengrundlage?
 
Und warum hinterfragt das sonst niemand?
Welche repressiven Maßnahmen und deren intensiv belastende bis beschädigende Folgen für Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft und Individuen tragt ihr wie lange auf welcher Begründungs-, Legitimations und Verantwortungsbasis mit?
 
"Insgesamt sechs Mal kam er vor, dieser Satz "Wir sind im Krieg". Eindringlich, ernst und besorgt sprach Emmanuel Macron am Montagabend fast 20 Minuten lang zu den Franzosen, um ihnen zu verkünden und zu erklären, dass nun kein Weg mehr an der Ausgangssperre für alle vorbeiführe.
 
update am 20.03.2020
 
Nicht nachvollziehbar ist mir, warum man in Italien Leichen von Menschen, die am Coronavirus covid19 erkrankt und aufgrund ihrer Vorerkrankungen und/oder ihres Alters verstorben sind, mit Armeefahrzeugen zu Krematorien transportierte.
Hat Italien für den zugrundeliegenden Massenfall - nicht zu verwechseln mit dem Katastrophenfall - keine anderen Mittel, Möglichkeiten, Kapazitäten und (Bestattungs-) Fahrzeuge?
 
Auch hier ist mein Eindruck, dass es vor allem um Inszenierung geht, um mit solchen, eigentlich schon propagandistischen Bildern und abschreckenden Vorgehensweisen bei der Bevölkerung (auch jener anderer Länder) Verunsicherung, Angst, Bestürzung und infolgedessen das Befolgen der repressiven Maßnahmen zu evozieren.
 
Siehe zum Massenfall nachfolgende Informationen:
 
"Der Massenanfall von Verletzten (MANV) bezeichnet eine Situation, bei der eine große Zahl von Betroffenen versorgt werden muss. Dies kann zum Beispiel bei Eisenbahnunfällen, Bombenattentaten, großflächigen ABC-Einsatzlagen, Seuchen oder Flugzeugabstürzen der Fall sein. Um nicht nur Verletzte, sondern auch Erkrankte oder „nur“ betreuungsbedürftige Betroffene mit zu erfassen, wird manchmal das Kürzel MANV mit Massenanfall an Versorgungs-[...]" und Hilfebedürftigen assoziiert. In vielen Landesgesetzen findet sich auch der Begriff Großschadenslage (vor allem in Österreich auch Großunfall genannt). Da es hierbei regelmäßig viele Verletzte oder Betreuungsbedürftige gibt, gilt der Begriff als Synonym für Massenanfall von Verletzten.
 
https://de.wikipedia.org/wiki/Massenanfall_von_Verletzten
 
"[...] Größere Schadensfälle mit einer Vielzahl von Verletzten oder Erkrankten, im Rettungsdienst als Massenanfall von Verletzten (MANV) bezeichnet, haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Dabei sehen sich die Helfer plötzlich einer großen Zahl von Patienten mit den unterschiedlichsten Versorgungsbedürfnissen gegenüber. Davon zu trennen ist das Großschadensereignis (Großschadensfall), bei dem so viele Menschen verletzt oder auf andere Weise gesundheitlich geschädigt werden, dass eine notfallmedizinische Versorgung im Rahmen der Regelversorgung des Rettungsdienstes nicht gewährleistet werden kann. Bei einer Katastrophe kommt es neben dem Anfall einer Vielzahl von Verletzten zu einer Zerstörung der Infrastruktur, wobei die Versorgung mit der Organisation und den Mitteln des Rettungsdienstes nicht mehr möglich ist. [...]
 
Die medizinischen Maßnahmen bei der Versorgung des Massenanfalls erfolgen in Form einer „Massenmedizin“ mit einer Einschränkung der individual-medizinischen Versorgung über einen begrenzten Zeitraum, allerdings mit dem Versuch eines frühzeitigen Übergangs in eine adäquate Individualmedizin.

Davon zu unterscheiden ist die Versorgung nach katastrophenmedizinischen Gesichtspunkten. Die Katastrophenmedizin ist gekennzeichnet durch eine Massenversorgung mit beschränkten Mitteln bei fehlender Erkenntnis über den Zeitpunkt der Rückkehr zur Individualmedizin, durch den Zwang zur Beurteilung und Auswahl der Patienten nach Dringlichkeit mit dem Ziel, möglichst vielen Patienten ein Überleben unter Katastrophenbedingungen zu ermöglichen. Hierfür wurde in der Vergangenheit der Begriff der „Triage“ verwendet. Verstanden wurde darunter das Herausfinden derjenigen, die mit einfachen Maßnahmen gerettet werden können, und die Identifizierung derjenigen, bei denen nur durch aufwendige (nicht verfügbare) Maßnahmen eine Rettung möglich ist. Während beim Massenanfall das Ziel der Untersuchung die primäre Intervention bei Schwerverletzten ist, bei dem auch begrenzt invasive Maßnahmen zu ergreifen sind, ist bei der Sichtung im Katastrophenfall der Geschädigte zu finden, bei dem eine Schädigung mit einfachen Mitteln und schnell beseitigt werden kann.

Entscheidend ist Erkennung von Behandlungsprioritäten
Der Unterschied zwischen dem Massenanfall und der Katastrophe ist damit sowohl durch strukturelle Merkmale als auch durch organisatorische Veränderungen mit Auswirkungen auf die Hilfsmöglichkeiten charakterisiert. [...]"
 
https://www.aerzteblatt.de/archiv/46866/(Massen-)Notfallmedizin-Sichtung-als-aerztliche-Aufgabe
 
Es geht von den Leichen der mit ansteckenden Krankheiten infizierten Menschen auch keine erhöhte Gefahr aus, siehe hierzu nachfolgenden Link.
 
"[...] Historisch betrachtet haben nur wenige Krankheiten jemals eine Epidemie mit zahlreichen Todesopfern ausgelöst ? darunter die Pest, Cholera und Tuberkulose. Solche Infektionskrankheiten kommen jedoch unter Katastrophenopfern nicht häufiger vor als unter der Gesamtbevölkerung. Und auch wenn einige dieser Infektionen hochansteckend sind, können die Erreger im toten Körper nicht lange überleben. Überlebende wären daher eher eine mögliche Quelle für den Ausbruch einer Epidemie, schreibt Morgan.
Auch eine übereilte Entsorgung der Leichen sei nicht notwendig. Oft würden die Toten sogar vor der eindeutigen Identifizierung beseitigt, so dass Nahestehende in Ungewissheit über das Schicksal ihrer Angehörigen bleiben. Doch selbst bei vielen Opfern ist eine gewöhnliche Beerdigung der Leichen vermutlich die beste Möglichkeit der Beseitigung, sagt Morgan. Es gibt kaum Belege dafür, dass eine ordentliche Bestattung das Grundwasser und damit das Trinkwasser verseuchen könnte.
 
Für Helfer, die direkten Kontakt mit den Leichen haben, sind die Risiken zwar leicht erhöht, doch reichen einfache Maßnahmen aus, um die Gefahr zu minimieren: ein einfaches Sicherheitstraining, Impfungen gegen Hepatitis B und Tuberkulose, der Gebrauch von Leichensäcken und Einweghandschuhen sowie das Händewaschen und Desinfizieren von Bahren und Fahrzeugen, die für den Leichentransport benutzt worden sind."
 
https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/forscher-nach-katastrophen-keine-seuchengefahr-durch-leichen/
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
 
update am 18.03.2020
 
Und dass Virologe Alexander Kekulé für McKinsey tätig war und einen Preis des Verbandes der Chemischen Industrie VCI erhalten hat sowie auch den Publizistikpreis der GlaxoSmithKline-Beecham-Stiftung und dass auch Virologe Christian Drosten den GlaxoSmithKline-Förderpreis erhalten hat, stimmt euch auch nicht, immer noch nicht nachdenklich?
 
"[...] 1988 arbeitete er als Summer Associate für die Unternehmensberatung McKinsey & Company in New York City (USA). [...]
Ferner erhielt er den Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (1991), den Preis des Verbandes der Chemischen Industrie (1991) und den Publizistikpreis der SmithKline Beecham Stiftung (1997). [...]"
 
https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_S._Kekul%C3%A9
 
"[...] 2004 erhielt Drosten den GlaxoSmithKline-Förderpreis für Klinische Infektiologie, den Abbott Diagnostics Award der European Society for Clinical Virology, den bioMérieux Diagnostics Award der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie und den Postdoktorandenpreis für Virologie der Robert-Koch-Stiftung. [...]"
 
https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Drosten
 
"[...] Begleitet wurden die Tamiflu® und Relenza® Zulassungen von einer Kampagne über angeblich drohende weltweite Influenza-Pandemien, maßgeblich gelenkt durch die European Scientific Working Group on Influenza (ESWI), einer wiederum unter anderem von den Pharmafirmen Roche und GlaxoSmithKline finanzierten Expertengruppe, die ihren Einfluss auf nationale und internationale Gesundheitsbehörden, insbesondere auch auf die WHO, ausübte, die in der Folge weltweite Pandemiebekämpfungspläne entwickelte.
 
Dem für die Pandemieausrufung 2009 verantwortlichen Gremium der WHO (Emergency Comittee) gehörten wiederum auch ESWI-Experten an; ihre Namen wurden bis August 2010 geheim gehalten. Untersuchungen des Europarates sowie nationaler Regierungen in Europa und investigativer Journalisten zu den Ursachen des Schweinegrippe-Fehlalarms 2009/2010 legten die mannigfaltigen Verflechtungen zwischen den WHO-Pandemie-Experten und den Medikamenten- und Impfstoffherstellern bloß.
 
Im Rahmen der Pandemie-Pläne haben der Bund und die Bundesländer entsprechend große Mengen Oseltamivir (Tamiflu®) und Zanamivir (Relenza®) v.a. in den Jahren 2005 und 2009 eingelagert. Transparency hat, unterstützt von der Deutschen Gesellschaft für Informationsfreiheit, v.a. mit Hilfe der Informationsfreiheitsgesetze beim Bund und in den Ländern die Kosten der Bevorratung dieser antiviralen Medikamente von 2002 bis 2009 mit rd. 330 Millionen Euro ermittelt.
 
Die antiviralen Medikamente wurden wegen der angeblichen Pandemien, die keine waren, wie von unabhängigen Wissenschaftlern vorhergesagt, nicht verwendet. [...]
 
Transparency Deutschland fordert für den Fall eines erneuten Pandemiealarms eine neutrale wissenschaftliche Bewertung des tatsächlichen Gefahrenpotentials und eine transparentere Vorbereitung durch die zuständigen Stellen, insbesondere dass
die für den Ausruf des Pandemiefalles, für die dann zu treffenden Maßnahmen sowie für die zu bevorratenden Medikamente oder Impfstoffe zuständigen Kommissionen mit unabhängigen Experten besetzt und öffentlich kontrolliert werden [...]"
 
https://www.transparency.de/aktuelles/detail/article/die-einlagerung-unnoetiger-und-nicht-geeigneter-antiviraler-medikamente-anlaesslich-der-pandemiefehlal/?L=0&cHash=9493a6d128465713c52d998a99790533
 
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
 
"[...] 2007 schloss GSK einen Geheimvertrag mit dem Bundesgesundheitsministerium, wonach die Bundesländer dem Pharmakonzern 50 Millionen Impfdosen Pandemrix für je sieben Euro für den Fall einer akuten Pandemiewarnung abnehmen.[2]
Die Bevorratung mit Grippemitteln wird auf Empfehlung des Robert-Koch-Instituts im nationalen Pandemieplan festgelegt. Für die Einteilung in Gefahrenstufen und für die Ausrufung einer Pandemiewarnung ist jedoch die Welthandelsorganisation zuständig. Zwei Monate nachdem die WHO im April 2009 ihre Kriterien für das Vorliegen der höchsten Gefahrenstufe abgeschwächt hatte, warnte sie vor einer akuten Schweinegrippe-Pandemie. Die Impfkommission am Robert Koch-Institut empfahl der Regierung daraufhin, Vorräte mit Grippeimpfstoffen anzulegen, allein in Deutschland sei mit bis zu 70.000 Toten zu rechnen.[3] Als die Pandemie für offiziell beendet erklärt wurde, blieb ein Vorrat von fast 30 Millionen ungenutzten Impfdosen. Der Schaden, der den deutschen Steuerzahlern dadurch entstanden ist, wird auf einen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt.[4][5] In der Fachwelt war die Impfkampagne gegen das H1N1-Virus umstritten. Die Kritiker waren zum einen davon überzeugt, dass von der Schweinegrippe keine größere Gefahr ausgehe als von einer normalen Grippe.4 Sie zogen zum anderen die Wirksamkeit Zweifel.
 
Die massenhafte Anschaffung des Impfstoffs wurde mit Interessenskonflikten innerhalb der federführenden Gesundheitsgremien in Verbindung gebracht.[6] Tatsächlich haben Pharmafirmen wie GlaxoSmithKline in der Weltgesundheitsorganisation an Einfluss gewonnen, seitdem die WHO verstärkt auf Partnerschaften mit der Privatwirtschaft setzt.[7] [8] Auch auf nationaler Ebene wurden mögliche Interessenskonflikte diskutiert: Von den 16 Mitgliedern der Ständigen Impfkommission, die sich 2009 für den Impfstoff von GSK aussprachen, hatten mindestens neun Mitglieder als Gutachter, Berater, Referenten oder Auftragsforscher Geld von GSK bezogen.[9] [...]"
 
https://lobbypedia.de/wiki/GlaxoSmithKline
 
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
 
Ihr seht keine Parallelen. Immer noch nicht. ?
 
Aktualisierung 10.04.2020
 
WHO, Interessenkonflikte, Kapitalismus
 
Warum auch hier private Stiftungen, wie die eines Bill Gates, als Geldgebende unangebracht sind. Die weltweit beste Prävention gegen Krankheiten, einhergehendes Leid und frühe Sterblichkeit, ist das angemessene Beheben von Armut, siehe soziale Faktoren, soziale Ungleichheit. Zitat "Immer mehr Menschen vegetieren in bedrückender Armut dahin". Sie haben zumeist keinerlei Perspektive, einem solchen Vegetierenmüssen je entkommen zu können. Was jedenfalls mich persönlich betrifft, ziehe ich unter diesen Umständen einen frühen Tod dem lebenslangen Vegetieren in Armut und Leid vor. Man hilft Menschen nicht, wenn man sie länger leidend, lebenslang am Überleben, Vegetieren in menschenunwürdigen Verhältnissen erhält - das ist "bestenfalls" Ignoranz, Gleichgültigkeit, schlimmstenfalls Sadismus.

Mit tatsächlicher, bedürfnisorientierter Hilfe, Unterstützung, Fürsorge, Mitgefühl, Respekt und Verantwortung hat das nichts zu tun. Gutes, selbstbestimmtes, selbstwirksames, wohltuendes, vitales Leben, Existieren, (Tätig-) Sein für sich je selbst und die Gemeinschaft, in die es eingebettet ist, bemisst sich nicht nach Quantität, nach Länge, Dauer, sondern nach Qualität.
Wer hier gebotene, überfällige Veränderungen, effektive Verbesserung erwirken will, kommt auch hier also um die globale Gemeinwohlökonomie (siehe deren Konzept, Standards ...), um Postwachstum und Suffizienz nicht herum.
 
"[...] Die Finanzierung der Weltgesundheitsorganisation und damit deren Arbeit habe sich über die Jahre dramatisch verändert, erklärt Sengupta. Früher lebte die WHO überwiegend von Pflichtbeiträgen der Mitgliedstaaten – bemessen nach Bevölkerung und Sozialprodukt.
1993 jedoch setzten die USA durch, dass die Pflichtbeiträge eingefroren wurden. Deren Anteil am Budget der WHO sank daraufhin kontinuierlich – auf heute gerade noch 20 Prozent. Zu 80 Prozent ist die WHO abhängig geworden von Spenden wohlhabender Regierungen, Stiftungen und Pharma-Unternehmen. Fast alle diese Spenden seien zweckgebunden, erklärt Sengupta. Allein die Spender bestimmten, wofür die WHO Geld ausgeben dürfe und wofür nicht.
 
Ähnliches gelte für die Welternährungsorganisation FAO. Das Welternährungsprogramm und das Kinderhilfswerk UNICEF seien sogar komplett abhängig von milden Gaben. Von einer zunehmenden Privatisierung vieler UN-Organisationen spricht der indische Aktivist.
„Es handelt sich um einen Angriff auf das UN-System insgesamt. Dieses System, das von Mitgliedsstaaten betrieben wird, um staatliches Handeln weltweit zu verbessern, will man ersetzen durch ein System, in dem private Stiftungen und Konzerne eine wichtige Rolle spielen. Die bedenkliche Entwicklung der WHO in den letzten Jahren und das von den USA durchgesetzte Einfrieren der Mitgliedsbeiträge sind dafür nur ein Beispiel.“ [...]
 
Ebenso zweifellos jedoch übe Bill Gates pure Macht aus: Wie ein Alleinherrscher zur Zeit des Feudalismus setze er weltweit sein Konzept von Gesundheitsarbeit durch.
„Das ist das typische Konzept von Unternehmern, von Managern, die sagen: Wir können die Welt ändern oder wir können die Welt gestalten aufgrund von Management, ein bisschen Wissenschaft und Kapital.“ [...]
 
Dessen ungeachtet hat die WHO keine Wahl, als die zweckgebundenen Spenden ihres wichtigsten Geldgebers auch zweckgerecht auszugeben. Die führende Gesundheitsinstanz weltweit tanze also nach der Pfeife eines Mannes, sagen Kritiker wie Thomas Gebauer. Auf der Strecke bliebe, neben Gesundheitssystemen in armen Ländern der Kampf gegen soziale Ursachen von Krankheit.
Gesundheit werde nur zu einem geringen Teil durch ärztliches Handeln beeinflusst, erklärt Gebauer. Viel wichtiger seien die Lebensverhältnisse des Einzelnen. Menschen, die ihre Kindheit in Elendsvierteln verbringen, hätten eine weit geringere Lebenserwartung als Menschen, die in wohlhabenden Vierteln aufwachsen. Das gelte auch für Europa: Im schottischen Glasgow liege der Unterschied bei 27 Jahren, in Deutschland bei zehn Jahren. [...]
 
„Gesundheit ist etwas, was geschützt wird über hygienische Wohnverhältnisse, über gute Ernährung, über Zufriedenheit am Arbeitsplatz, zum Beispiel, über Einkommen – alles Dinge, die nichts mit medizinischem Handeln zu tun haben, aber umso mehr mit sozialen Faktoren. Und wenn man Gesundheit tatsächlich positiv beeinflussen will, dann muss man an dieser Stelle arbeiten. Und da hat die WHO in den 80er-Jahren eine Kommission gehabt, die sich mit genau diesen sozialen Fragen befasst hat und zu dem Ergebnis gekommen ist, dass der wesentliche Killer nicht irgendein Virus ist, nicht irgendeine Krankheit. Sondern die meisten Todesfälle existieren aufgrund von sozialer Ungleichheit.“
Chronische Armut begünstigt tödliche Krankheiten
Weniger Menschen als früher verhungern heute, sagen die Statistiken. Zugleich jedoch wächst die Ungleichheit. Und immer mehr Menschen vegetieren in bedrückender Armut dahin [...]
 
„Woher kommen eigentlich die Mittel, die Bill Gates einsetzen kann? Diese Frage wird kaum gestellt. Er hat das Geld ja aus Anlagevermögen. Er legt sein Kapital in bestimmten Industriezweigen an, die, wenn man genau hinschaut, allesamt etwas zu tun haben mit krankmachenden Bedingungen.“ [...]
 
Laut ihrer Steuererklärung für 2015 hält die Gates-Stiftung direkt Coca-Cola-Aktien im Wert von 500 Millionen und Aktien des weltgrößten Supermarktkonzerns Walmart im Wert von einer Milliarde Dollar. Hinzu kommen Beteiligungen an den Nahrungsmittelkonzernen PepsiCo, Unilever, Kraft-Heinz, Mondelez und Tyson Foods; an den Alkoholkonzernen Anheuser-Busch und Pernod; an den Pharma-Konzernen GlaxoSmithKline, Novartis, Roche, Sanofi, Gilead und Pfizer.
 
Die Gates-Stiftung hält außerdem Anteile im Wert von fast zwölf Milliarden Dollar am Berkshire Hathaway Trust des Investors Warren Buffett. Der Trust wiederum besitzt Coca-Cola-Aktien im Wert von 17 Milliarden Dollar und Kraft-Heinz-Aktien im Wert von 29 Milliarden Dollar.

Der Einfluss von Big Pharma und Big Food
Für die Gates-Stiftung heißt dies: Je mehr Profite die genannten Firmen machen, desto mehr Geld kann sie für die WHO ausgeben. Für die WHO heißt es: Mit jeder Maßnahme gegen gesundheitsschädliche Aktivitäten der Süßgetränke-, Alkohol- und Pharmaindustrie würde die WHO die Gates-Stiftung daran hindern, das Geld zu erwirtschaften, mit dem die Stiftung die WHO finanziert.
Kurz, die Weltgesundheitsorganisation steckt in einem klassischen Interessenkonflikt, der sie in ihren Handlungsmöglichkeiten schwächt und der angesichts ihrer finanziellen Abhängigkeit von der Gates-Stiftung unter den gegenwärtigen Bedingungen kaum aufzulösen ist.
 
Big Pharma, die Pharmakonzerne, und Big Food, die Nahrungsmittelkonzerne, nutzten skrupellos genau diesen Interessenkonflikt der WHO, sagt der indische Gesundheitsexperte Amit Sengupta. Die Konzerne bauten systematisch ihren Einfluss auf die WHO aus und gingen dabei ganz unverblümt vor. Bei der Sitzung des WHO-Exekutivrats im Januar 2017, zum Beispiel, sei die Regierung Italiens durch Mitarbeiter des Süßwaren-Konzerns Ferrero vertreten worden – berichtet ein WHO-Insider. Und einen wichtigen Etappensieg bei ihrem Kampf um mehr Einfluss auf die WHO erzielten die Konzerne im Mai 2016.
Damals beschloss die Mitgliederversammlung der WHO neue Rahmenbedingungen für das Engagement nicht-staatlicher Akteure. Danach dürfen sich nun, ganz offiziell, auch kommerzielle Unternehmen in WHO-Arbeitsgruppen engagieren. Das war früher gemeinnützigen Organisationen vorbehalten.
„Bei solchem Engagement geht es den Unternehmen vor allem darum, in Arbeits- und Einsatzgruppen zu sitzen. Denn die treffen de facto die meisten Entscheidungen der WHO. Sitzen nun Vertreter kommerzieller Unternehmen in solchen Gremien, haben sie zwangsläufig großen Einfluss auf die Arbeit der WHO.“ [...]
 
So saß vor einigen Jahren in einem geheim tagenden Gremium zur Einschätzung von Epidemien die Französin Marie Paul Kieny. Sie war Leiterin der WHO-Impfstoffabteilung und hatte zuvor für einen Impfstoffhersteller gearbeitet. Als dann 2009 die mit der Schweinegrippe verbundenen Gefahren beurteilt werden mussten, kam es dazu,…
 
„…dass ein kleines Gremium innerhalb der WHO diesen globalen Notstand ausgerufen hat und im Hintergrund schon die Industrien sozusagen ihre Impfstoffe produziert haben, die sie dann verkaufen konnten. Gleichzeitig ist über diese Bedrohungslage, die erzeugt worden ist durch die WHO, ein Gefühl der Angst entstanden weltweit. Und Regierungen waren sozusagen gezwungen, um dieser Angst zu entsprechen, diese Lager von Präparaten anzulegen.“ [...]
 
„Das öffentliche Gesundheitswesen muss gegen Big Food und Big Alcohol kämpfen. Diese Industrien fürchten Regulierung und schützen sich mit den gleichen Taktiken. Dazu zählen Frontorganisationen, Lobbying und Versprechen, sich selbst zu regulieren. Dazu gehören auch Gerichtsprozesse, sowie von der Industrie finanzierte Forschung, die wissenschaftliches Beweismaterial verdreht und in der Öffentlichkeit Zweifel sät.
Die Taktiken der Industrie beinhalten überdies Geschenke, Stipendien und Beiträge zu ehrenwerten Anliegen – was die Unternehmen als respektable Unternehmensbürger erscheinen lässt. Außerdem versucht die Industrie, die Verantwortung für gesundheitliche Schäden dem Einzelnen aufbürden und staatliche Regulierung als Einschränkung persönlicher Freiheit zu porträtieren. Hier haben wir es mit fürwahr furchterregenden Gegnern zu tun, die Marktmacht problemlos in politische Macht verwandeln.“
 
Chan habe geredet wie eine militante Aktivistin, erinnert sich Thomas Gebauer. „Das ist uns allen aufgefallen, den Gesundheitsaktivisten in aller Welt, dass die Rhetorik von Margaret Chan immer sehr radikal gewesen ist. Aber in der Praxis der WHO spielte das dann keine Rolle.“ [...]"
 
https://www.deutschlandfunkkultur.de/unabhaengigkeit-der-weltgesundheitsorganisation-gefaehrdet.976.de.html?dram:article_id=423076
 
19.03.2020
 
All das in nachfolgend einkopiertem Text (Quelle: rki) Genannte, dürfte sich genau gleich mit/bei covid19 verhalten.
Interessant zu erfahren wäre btw auch, wann und aus welchen Gründen, mit welcher Begründung das rki seine Informationstexte jeweils wie "aktualisiert" ... . Welche Transparenz, Erklärung, Nachvollziehbarkeit, Belegbarkeit wird hierzu vom rki wo geliefert?
 
"Die influenzabedingte Sterblichkeit (Mortalität) kann durch statistische Verfahren aus der Zahl der Gesamttodesfälle oder aus der Zahl der als „Pneumonie oder Influenza“ kodierten Todesfälle geschätzt werden. Dieser Ansatz wird gewählt, weil bei weitem nicht alle mit Influenza in Zusammenhang stehenden Todesfälle als solche erkannt oder gar labordiagnostisch bestätigt werden. Die Zahl der mit Influenza in Zusammenhang stehenden Todesfälle wird – vereinfacht dargestellt – als die Differenz berechnet, die sich ergibt, wenn von der Zahl aller Todesfälle, die während der Influenzawelle auftreten, die Todesfallzahl abgezogen wird, die (aus historischen Daten berechnet) aufgetreten wäre, wenn es in dieser Zeit keine Influenzawelle gegeben hätte. Das Schätz-Ergebnis wird als sogenannte Übersterblichkeit (Exzess-Mortalität) bezeichnet. In Deutschland wird, wie in vielen anderen Ländern, die Zahl der Gesamttodesfälle für die Schätzung verwendet. Das Schätz-Verfahren ist im Epidemiologischen Bulletin in den Ausgaben 10/2011 und 3/2015 ausführlich erläutert.
 
Todesfälle mit Influenza werden im Rahmen der Meldepflicht für Influenzavirus-Nachweise an das RKI übermittelt. Diese Daten sind jedoch keine Grundlage für Hochrechnungen. Nicht bei allen Todesfälln wird auf Influenzaviren untersucht, zudem wird der Tod nach einer Influenzainfektion meist durch eine anschließende bakterielle Lungenentzündung verursacht, so dass die Influenzaviren häufig nicht mehr nachweisbar sind. Die offizielle Todesursachenstatistik ist ebenfalls nicht aussagekräftig, sie beruht auf den Angaben auf dem Totenschein, auf dem die Influenza praktisch nie als Todesursache eingetragen wird, sondern zum Beispiel die bakterielle Lungenentzündung oder eine vorbestehende Grunderkrankung wie Diabetes oder eine Herz-Kreislauferkrankung, die die Wahrscheinlichkeit eines schweren bzw. tödlichen Krankheitsverlaufs erhöht.
Stand: 25.09.2019"
 
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste.html
 
Siehe unter: "Wie werden Todesfälle durch Influenza erfasst?"
 
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen. 
19.03.2020
 
"Die Inkubationszeit beträgt ein bis zwei Tage. Das ist die Zeitspanne, die durchschnittlich vergeht, bis nach einer Infektion mit Influenzaviren die ersten Symptome wie Fieber oder Muskelschmerzen auftreten.
 
Ein Erkrankter kann prinzipiell andere Menschen infizieren, solange er vermehrungsfähige Viren ausscheidet, wobei die Menge der ausgeschiedenen Viren mit der Stärke der Symptome korreliert, das heißt zu Beginn der Erkrankung mehr und bei nachlassender Symptomatik immer weniger. Dies ist im Mittel nach vier bis fünf Tagen ab Auftreten der ersten Symptome der Fall. Eine längere Ausscheidungsdauer ist aber möglich, vor allem bei Immunsupprimierten und schwerer Erkrankten. Bei Patienten im Krankenhaus, die häufig chronische Vorerkrankungen und einen schweren Verlauf haben, ergab eine Studie z.B. eine mittlere Ausscheidungsdauer von sieben Tagen. Eine Virusausscheidung schon vor Symptombeginn ist möglich.
Stand: 06.09.2018"
 
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste.html
 
Siehe unter: "Wie lange dauert es, bis Symptome auftreten und wie lange sind Patienten ansteckend?"
 
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
"Betroffene sollten (enge) Kontakte zu anderen Menschen möglichst vermeiden oder mindestens zwei Meter Abstand halten. Vor allem zu Kindern, chronisch Kranken, Schwangeren und älteren Leuten sollte der Kontakt minimiert werden. Die besonders gute Einhaltung einer persönlichen Hygiene ist wichtig, insbesondere häufiges Händewaschen. Erkrankte sollte in den Ärmel husten oder niesen, nicht in die Hand. Es sollten Einwegtaschentücher verwendet und am besten in einen Mülleimer oder Behälter entsorgt werden, damit die Taschentücher nicht zur "Virenschleuder" werden. Während der akuten Phase der Erkrankung sollte man zu Hause bleiben. Der Partner sollte, wenn möglich, in einem anderen Zimmer schlafen. Regelmäßiges Lüften ist sinnvoll, denn frische Luft ist wichtig für das Immunsystem und verringert die Zahl der potentiell erregerhaltigen feinsten Tröpfchen in der Luft. Regelmäßiges Fiebermessen hilft, um Veränderungen der Symptome, insbesondere Verschlechterungen, frühzeitig festzustellen. Wenn die Beschwerden zunehmen, sollte der Arzt (erneut) konsultiert werden, dies gilt insbesondere für Kinder, chronisch Kranke, Schwangere und ältere Menschen.
Stand: 25.09.2019"
 
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste.html
 
Siehe unter: "Was sollten an Influenza Erkrankte beachten?"
 
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
"Saisonale Influenzawellen verursachen in Deutschland jährlich zwischen einer und sieben Millionen zusätzliche Arztkonsultationen, in Jahren mit starken Grippewellen auch deutlich mehr.
Daten des RKI-Bürgerportals GrippeWeb deuten darauf hin, dass jeder zweite Erkrankte mit typischen Grippesymptomen zum Arzt geht. Demnach erkranken während einer saisonalen Grippewelle in Deutschland zwischen zwei und 14 Millionen Menschen an Influenza, bisweilen auch mehr. Die Zahl der Infektionen während einer Grippewelle - nicht jeder Infizierte erkrankt - wird auf 5 bis 20 Prozent der Bevölkerung geschätzt, in Deutschland wären das 4 bis 16 Millionen Menschen.
Stand: 25.09.2019"
 
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste.html
 
Siehe unter "Wie viele Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr an Influenza?"
 
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
 
"[...] „Die Studie bestätigt, dass das H1N1-Virus weitaus mehr Menschen getötet hat als ursprünglich angenommen“, sagt Simonsen. Statt „nur“ 18.4499 kamen die Forscher auf bis zu 203.000 Tote weltweit – mehr als zehnmal so viel. Aber es könnten sogar bis zu 400.000 sein, wie sie betonen. Denn gerade die „Schweinegrippe“ führte oft dazu, dass sich Vorerkrankungen wie beispielsweise Herz-Kreislaufleiden stark verschlimmerten und die Patienten letztlich an ihnen starben und nicht an der Grippe direkt. Ihre Todesfälle tauchen daher in der Statistik nicht bei den Influenzatoten auf.
 
Auch im Hinblick auf die Verteilung der Todesfälle kamen die Forscher zu anderen Ergebnisse als die ersten WHO-Berichte: Während diese vor allem Afrika und Südostasien als die am schwersten betroffenen Regionen sahen, ist in der neuen Verteilungskarte der amerikanische Kontinent ein „Hotspot“: Dort war die Mortalitätsrate der „Schweinegrippe“ 20-fach höher als anderswo in der Welt. Am schwerwiegendsten verlief die Krankheit bei Menschen in Mexiko, Argentinien und Brasilien. Weitaus geringer war dagegen die Mortalität in Australien und dem größten Teil Europas. Warum dies so war, bleibt allerdings unklar. Das müsse nun weiter untersucht werden, so die Forscher.
 
Bestätigt hat die neue Studie die ungewöhnliche Altersverteilung der Pandemie: Während die saisonale Grippe vor allem bei älteren Menschen mit geschwächtem Immunsystem schwerwiegende Folgen haben kann, traf die Influenza H1N1 neuen Typs auffallend häufig junge Erwachsene. Zwischen 62 und 85 Prozent der Pandemie-Toten waren jünger als 65 Jahre, wie die Forscher berichten. Diese Altersverteilung bedeute eine besonders hohe Belastung für Individuen und Gesellschaften, da hier Menschen in der Blüte ihres Lebens sterben, erklären die Forscher. (PLOS Medicine, 20123; doi: 10.1371/journal.pmed.1001558)
(George Washington University, 27.11.2013 – NPO)
 
https://www.scinexx.de/news/medizin/schweinegrippe-war-toedlicher-als-gedacht/
 
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
 
"Dreiviertel aller Menschen mit saisonaler oder pandemischer Influenza zeigen keine Symptome – zumindest einer neuen Kohortenstudie namens FluWatch aus England zufolge [1]. Die Menschen sind infiziert, leiden aber nicht an Fieber, Husten oder Halsschmerzen und gehen demzufolge auch nicht zum Arzt.
„Der Anteil an asymptomatischen Infektionen ist viel höher als bisher bekannt, das hat mich überrascht“, sagt Dr. Udo Buchholz, Infektionsepidemiologe vom Robert Koch-Institut (RKI). Nationale Überwachungssysteme, die ihre Daten nur aus Arztpraxen beziehen, zeichnen demnach ein verfälschtes Bild vom Ausmaß der Grippeinfektionen. [...]
 
Die FluWatch-Studie zeigte auch, wie stark die mediale Berichterstattung das Verhalten der Menschen beeinflusst. Als sich im Sommer 2009 die Presse mit Meldungen über die Schweinegrippe-Pandemie überschlug, suchten wesentlich mehr Menschen aufgrund von Grippesymptomen den Arzt auf. Dabei verlief H1N1 vergleichsweise mild, die saisonale Grippe H3N2 rief wesentlich stärkere Symptome hervor. „Die Überwachung von Krankheiten leidet unter sich ständig ändernden Konsultations-, Test- oder Meldepraktiken“, so Hayward.
 
Die Forscher hoffen, dass ihre Ergebnisse dazu beitragen, künftige Entscheidungsprozesse über Krankheitskontrolle und Pandemieplanung zu verbessern. „Genauere Messungen der gemeinschaftlichen Krankheitslast werden die Aussagekraft von Populationsmodellen erhöhen, mit deren Hilfe die Effizienz und Kosteneffektivität von Gegenmaßnahmen wie der Einsatz antiviraler Medikamente, Impfungen oder Verhaltensänderungen abgeschätzt werden“, heißt es in der Studie. Wenn nur so wenige Infizierte überhaupt Symptome zeigen, könnte das langfristig vielleicht zu geänderten Impfempfehlungen führen.
 
Weiterhin ungeklärt, aber von großem Interesse ist, ob grippeinfizierte Personen, die keine oder nur milde Symptome zeigen, zur Verbreitung des Virus beitragen. „Das ist die Eine-Million-Euro-Frage“, sagt Buchholz. Auch Dr. Peter William Horby vom Zentrum für tropische Medizin der Universität Oxford spricht in einem Kommentar zur FluWatch-Studie diese Frage an. „Selbst bei geringer Infektiosität könnte eine große Anzahl von Individuen, die sich frei in der Gemeinschaft bewegen, einen beträchtlichen Beitrag zur Ausbreitung der Krankheit leisten“, sagt Horby [2]. [...]"
 
https://deutsch.medscape.com/artikel/4902012
 
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
"[...] Bei einem Teil der Fälle sind die Krankheitsverläufe schwer, auch tödliche Krankheitsverläufe kommen vor. Die Zahl der Fälle in Deutschland steigt weiter an.
 
Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit insgesamt als hoch eingeschätzt. Diese Gefährdung variiert aber von Region zu Region. Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu. Die Belastung des Gesundheitswesens hängt maßgeblich von der regionalen Verbreitung der Infektion, den vorhandenen Kapazitäten und den eingeleiteten Gegenmaßnahmen (Isolierung, Quarantäne, soziale Distanzierung) ab und kann örtlich sehr hoch sein. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern.
 
Die massiven Anstrengungen auf allen Ebenen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) verfolgen weiterhin das Ziel, die Infektionen in Deutschland so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern. Sie sollten durch gesamtgesellschaftliche Anstrengungen wie die Reduzierung von sozialen Kontakten mit dem Ziel der Vermeidung von Infektionen im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich sowie eine Reduzierung der Reisetätigkeit ergänzt werden.
Dadurch soll die Zahl der gleichzeitig Erkrankten so gering wie möglich gehalten und Zeit gewonnen werden, um weitere Vorbereitungen zu treffen, wie Schutzmaßnahmen für besonders gefährdete Gruppen, Behandlungskapazitäten in Kliniken zu erhöhen, Belastungsspitzen im Gesundheitssystem zu vermeiden und die Entwicklung antiviraler Medikamente und von Impfstoffen zu ermöglichen. [...]"
 
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikobewertung.html
 
Und im Verlgeich dazu die "Schweinegrippe" H1N1:
 
"[...] Die WHO war in die Kritik geraten, weil sie nach der rasanten Ausbreitung des neuen Erregers eine weltweite Pandemie ausgerufen hatte, woraufhin zahlreiche Länder, darunter Deutschland und Frankreich , große Summen für Massenimpfungen ausgegeben hatten. Kritiker mutmaßten, die WHO sei von der Pharma-Lobby beeinflusst worden, nachdem sich A/H1N1 zwar als hoch ansteckend, nicht aber als sehr aggressiv herausgestellt hatte. [...]"
 
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2012-06/schweinegrippe-tote
 
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
 
Auch bei der Schweinegrippe hätte man argumentieren können, es seien derart invasive Einschränkungen, Maßnahmen notwendig, um Risikogruppen zu schützen und Belastungsspitzen im Gesundheitssystem zu vermeiden, insbesondere, da damals untypischerweise auch viele jüngere, gesunde Menschen betroffen waren und auch H1N1 als hochansteckend galt. Aber man tat es nicht, tätigt es jedoch jetzt, bei covid19, wo es 80% milde Verläufe gibt.
 
"[...] Bei der Risikobewertung handelt es sich um eine deskriptive, qualitative Beschreibung. Den für die verwendeten Begriffe “gering“, „mäßig“, „hoch“ oder „sehr hoch“ liegen keine quantitativen Werte für Eintrittswahrscheinlichkeit oder Schadensausmaß zugrunde. [...]"
 
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikobewertung_Grundlage.html
 
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
17. März 2020
 
stayhomechallenge, social distancing, Ausgehverbote, Ausgangssperren
 
Ihr könnt nicht mehr
 
- fliegen, verreisen

- Cafés, Kneipen, Restaurants, Theater, Konzerte, Museen, Sportstätten, Schwimmbäder, Discotheken, Freizeitparks, Spielhallen, Prostitutionsstätten ...
 
tätigen, nutzen, also nicht am soziokulturellen, öffentlichen Leben teilhaben, außerdem auch nicht mehr shoppen.
 
Ihr könnt Sozialkontakte nicht mehr offline, direkt, persönlich pflegen.
 
Ihr erfahrt - nur vorübergehend, zeitlich befristet - eine massive Einschränkung des öffentlichen, soziokulturellen, gesellschaftlichen, geselligen Lebens, der Teilhabe, der Selbstbestimmung, diverser Freiheiten, Vergnügungen, Erleichterungen, Entlastungen, Privilegien von Menschen, die nicht materieller Armut unterworfen, davon belastet, beschädigt sind.
 
Vielleicht bringt euch das doch ein wenig zum Nachdenken darüber, dass all das materiell arme Menschen - Niedriglohn, Hartz 4, Alleinerziehende, Obdachlose, Erwerbsgeminderte, Alte, häufig auch chronisch Kranke - alltäglich über zumeist viele Jahre bis sogar Jahrzehnte e r l e i d e n und das mehrheitlich unverschuldet, aufgrund zumeist diverser biographischer und gesundheitlicher Belastungen, vielfachen Benachteiligt-, Versehrtseins ... .
 
Vielleicht motiviert euch, das Bürgertum, die vermeintlichen Leistungsträger, die vielfach Privilegierten, diese jetzige Erfahrung nur vorübergehenden, nicht mit dem armer Menschen vergleichbaren, Eingeschränktseins sogar endlich zu Verhaltensänderung und Solidarisieren. ?
 
-
Ich bin doch bitte nicht die Einzige, die das "kritisch" sieht und für unangemessen hält?
 
Grenzschliessungen, massive Einschränkung des öffentlichen Lebens, gravierende negative Folgen für Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft, Individuen, Katastrophenfall: die Möglichkeit (!) massiver Grundrechteeinschränkungen, Gedanken über das Einsetzen der Bundeswehr im Inneren: vor dem Hintergrund der bisherigen Daten-, Erkenntnis-, Faktenlage zu Verlauf und Letalität von covid19 - insbesondere im Vergleich zur Schweingegrippe-Pandemie.
 
Ihr findet das also angemessen, verhältnismäßig - nicht mindestens beklemmend, gar bedrohlich ... ?
 
Vielleicht zeigt sich in der Rückschau, dass COVID19 ein globaler Kapitalismusbooster war/ist. Eine Art globales Konjunkturprogramm.
 
Und wie immer in derartigen Krisen, werden am intensivsten betroffen, belastet, geschädigt und auch gestorben sein: die Menschen in materieller Armut.
Aktualisierung am 15. März 2020
 
Und nochmal: Albert Camus - "Die Pest". Wiederlesen.
 
Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen: ich bin gespannt auf die Rückschau.

Vielleicht üben wir auch einfach schon mal Postwachstum, Postkapitalismus, Suffizienz und Solidarität, statt Spaltung und Panik. ?
 
#BleibtZuhause Gibt auch schon Rufe nach Ausgangssperre für D-Land. Könnt ihr mir das bitte plausibel machen: im Vergleich zur Schweinegrippe-Pandemie bspw.?
 
Jetzt auch Hamburg shutdown.
Wie gesagt: Ich bin gespannt auf die Rückschau - ich halte es für unverhältnismäßig
 
 
Wenn wir das mit bspw. der Schweinegrippe vergleichen, also einer Pandemie der jüngeren Vergangenheit, sehe ich bisher keine Verhälntismäßigkeit der Maßnahmen.

Vielleicht doch vor allem eine Art Konjunkturprogramm?
 
 
Es scheint noch weitere kritische, reflektierte Menschen zu geben (leider hinter der paywall):
 
"In der Corona-Krise überschlagen sich die Ereignisse: Bundesweit wird das öffentliche Leben weitgehend lahmgelegt, Schulen und Kitas machen dicht, die Regierung spannt einen riesigen Rettungsschirm für die Wirtschaft auf und schließt die noch offenen Landesgrenzen. Ein fast schon panischer Aktionismus, bei dem ein Land das andere zu übertreffen versucht, hat die Politik befallen. Das vielleicht Erstaunlichste ist, dass die Maßnahmen nicht einmal diskutiert werden und der Bundestag einstimmige Beschlüsse fasst. Ein kleines Virus hebelt die Demokratie aus.
 
Die Standardrechtfertigung dafür lautet bekanntlich: Die Wissenschaft fordert nun mal solch drastische Sofortmaßnahmen. Und wer will sich schon dem Sachverstand verschließen? Merkwürdig, dass wir genau dies in der Klimadebatte über Jahre verfolgen konnten. Hier ergriff die Politik nicht einmal halbherzige Maßnahmen, obwohl die Erkenntnisse und Forderungen der Klimaforscher weit ausgereifter sind als in der Corona-Forschung, wo vieles noch unklar ist oder ständig revidiert wird.
 
Dass so unterschiedlich agiert wird, liegt nicht etwa an den Folgen einer ungezügelten Pandemie. Die Folgen des Klimawandels werden katastrophaler und vor allem über eine viel längere Zeit zu spüren sein. Dass Corona und Klima ein Äpfel- und Birnenvergleich ist, liegt an etwas Anderem: Bei Ersterem geht es um - immer gerne geleistete - Hilfen für Wirtschaft und Finanzmärkte, bei Zweitem um deren Bändigung. [...]"
 
 
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
 
-
14. März 2020
 
Anmerkungen zum Coronavirus, covid 19, einhergehenden Maßnahmen und Folgen 
 
Allmählich finde ich es schwierig ... social distancing, Sozialkontakte einschränken, Ausgangssperren.
 
Einerseits nachvollziehbar, andererseits stellt sich mir immer mehr die Frage nach der Verhältnismäßigkeit bestimmter Maßnahmen.
 
Zunehmend zeigen sich Parallelen zu Camus´ "Die Pest", siehe social distancing-Empfehlungen, Ausgangssperren in anderen Ländern, Grenzschließungen, Hamsterkäufe, Panik ... .
 
Vielleicht kann mir jemand seriöse Quellen verlinken, die genau erklären, worin die Gefährlichkeit von covid19 besteht? Längere Inkubationszeit (bis zu 14 Tage), Übertragbarkeit auch ohne Symptome, unbekanntes Virus.
 
Aber: Wirklich gefährlicher, letaler (!?) als Grippe, Influenza?
 
In diesem Interview sagt bspw. Virologe Kekulé erst, covid19 sei im Prinzip gefährlicher als Influenza, weiter unten dann äußert er, im Vergleich mit einer Grippepandemie führe Corona zu geringerer Sterblichkeit. - Btw ja, ich habe auch die Seiten/Infos des rki gelesen.
 
Schulschließungen und das Meiden von Menschenansammlungen (soweit eben je persönlich möglich) halte ich aktuell für geboten, Hygienemaßnahmen wie Händewaschen ohnenin grundsätzlich (auch ohne Corona, Grippe ...).
 
Wo es für mich schwierig wird, ist das generelle, pauschale Einschränken oder gar Einstellen (-sollen) von Sozialkontakten, weiterhin der Umgang mit "planbaren" OPs - wer gewährleistet, entscheidet, verantwortet, welche medizinische Behandlung in Kliniken tatsächlich aufschiebbar sind?
 
Homeoffice halte ich, wo immer möglich, für ebenfalls sinnvoll, Großveranstaltungen absagen auch, insbesondere wenn es um Vergnügungsveranstaltungen geht, die nicht essentiell sind.
 
Aber wie verhält es sich mit dem ÖPNV ... ?
Müsste nicht der öffentliche Verkehr (Bahnen, Busse, Flugreisen, eben auch gerade der ÖPNV) eingeschränkt werden? Unter welchen Umständen würde eine solche Maßnahme, Einschränkung der Mobilität, angewandt, mit welchen Folgen - nicht nur für Erwerbstätigkeit und Wirtschaft?
 
Bisher habe ich noch nirgendwo gehört oder gelesen, was ggf. intensiver p r ä v e n t i v gegen Zoonosen getan werden sollte, müsste, könnte. ?
 
Ja, auch ich halte es für falsch, Sozialkontakte wegen covid19 oder auch Influenza einzustellen.
 
Dennoch setze ich nicht "Soziales", Sozialkontakte mit virtuellem und/oder anderweitig medialem Kontakt (via e-mail, sms, Telefon, Internet, Briefen) gleich - die körperliche Nähe spielt bekanntlich für Beziehungen (Freundschaften, Beziehungspartnerschaften, Eltern-Kind-/Familienbeziehungen) eine wichtige Rolle: der face to face-Kontakt, Mimik, Gestik, Tonfall, Blickkontakt, auch Gerüche, Ausstrahlung und Berührungen - also das Zusammensein am selben Ort/Raum zur selben Zeit. Das ist gerade nicht ersetzbar, austauschbar durch social media oder andere, oben genannte Kontaktformen.
 
Ich plädiere dafür, diese direkten, persönlichen Sozialkontakte, soziale, körperliche Nähe, gerade nicht einzustellen bzw. sie nur dann einzuschränken oder einzustellen, wenn es tatsächlich unbedingt notwendig ist, bei also bereits bestehender Erkrankung oder wenn andere/Dritte tatsächlich direkt gefährdet, gar beschädigt würden.
 
Und noch ein Wort zum aktuellen Problem der Kinderbetreuung wegen "Corona-Ferien":
 
Auch hier wäre cohousing - partizipatives, gemeinschaftliches, selbstverwaltetes, soziokratisches, generationen- und geschlechterübergreifendes Wohnen, Miteinanderleben in (Wahl-) Gemeinschaften mit ca. 80 bis 100 Personen - hilfreich (gewesen, so bereits vorhanden).
 
Denn es gibt dort üblicherweise mehrere Bezugspersonen für Erwachsene und Kinder, gemeinsame Tätigkeiten, Räume sowie je private Bereiche, Wohnungen.

Nicht alle der dort Lebenden sind (zu gleicher Zeit) berufstätig und/oder arbeiten bspw. auch von Zuhause bzw. in den Gemeinschaftsräumen.
 
Es bestünde somit nicht das Problem nicht vorhandener, weil bspw. zu weit entfernt lebender Großeltern oder das der fehlenden Kinderbetreuung aufgrund fehlender, nicht verfügbarer Fremdbetreuung (-smöglichkeit).
 
Es würde bei Erkrankungen dann eben "nur" die jeweilige Gemeinschaft, wenn überhaupt insgesamt, betroffen sein, wobei dem durch die Privatbereiche ebenfalls vorgebeugt werden könnte.
Zugleich gäbe es die Möglichkeit, sich unkompliziert, vielfältig und zeitnah auch anderweitig gegenseitig zu unterstützen, aufgrund gerade der räumlichen Nähe und der bestehenden, gewachsenen Beziehungen.
 
Ganz am Rande:
Soziale Isolation und fehlende Mobilität, fehlende soziokulturelle Teilhabe ist zumindest für all jene Menschen nichts Neues, sondern seit Jahren und Jahrzehnten Alltag, die von materieller Armut betroffen sind.
 
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Aktualisierung am 16. März 2020
 
Da sich die Ereignisse in den letzten Tagen überschlagen - eine Frage mal eben:
 
Was würde hier wer jeweils für angemessen, verhältnismäßig befinden, d.h. wie lange welche invasiven Maßnahmen - insbesondere solche wie Schliessung von kulturellen und Sportstätten, Gaststätten, Geschäften, Schulen und Kitas oder gar ggf. noch vollzogen werdende Ausgangssperre, Grenzschliessungen und Einschränkung des öffentlichen Nahverkehrs sowie Involvieren der Bundeswehr (Einsatz im Inneren) - auf Basis welcher validen Erkenntnisse, Faktengrundlage, wissenschaftlichen und/oder politischen Legitimationsbasis/Begründung?
 
Also: Welche nachweisliche oder nur vermutete, geschätzte Gefährlichkeit, Verlaufsschwere, Letalität wäre zur Akzeptanz welcher Maßnahmen und Dauer des Vollzugs derselben für euch mit welcher Begründung akzeptabel, verantwortbar - insbesondere auch hinsichtlich der weitreichenden, auch langfristigen Folgen der jeweiligen Maßnahmen?
 
Katastrophenfall
Damit ist für mich btw die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen vor dem bisherigen Erkenntnis- und Faktenhingergrund vollständig und illegitim überschritten, nicht mehr gegeben - ich fasse es nicht: die Mehrheit hat offenbar selbst danach gerufen, dem den Weg geebnet:
 
"[...] Laut dem Bayerischen Katastrophenschutzgesetz, Artikel 10, kann die zuständige Behörde zum Beispiel das Betreten des Katastrophengebiets verbieten, Personen von dort verweisen und das Gebiet sperren oder räumen, wenn das nötig ist. Die Katastrophenschutzkräfte können dies bei Gefahr im Verzug auch ohne Polizei eigenständig anordnen.
 
Grundsätzlich gesprochen können die Katastrophenschutzbehörden zur Katastrophenabwehr von jeder Person die Erbringung von Dienst-, Sach- und Werkleistungen verlangen sowie die Inanspruchnahme von Sachen anordnen. Bei Gefahr in Verzug dürfen die eingesetzten Kräfte Sachen unmittelbar in Anspruch nehmen. Wer sich den Anweisungen dieser Kräfte widersetzt oder nicht rechtzeitig oder nicht vollständig nachkommt, der kann nach Artikel 18 mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro belegt werden.
 
Mit der Ausrufung des Katastrophenfalls kann die Bayerische Landesregierung im Extremfall auch Grundrechte einschränken. Laut Artikel 19 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes können das Recht auf körperliche Unversehrtheit, die Freiheit der Person, die Versammlungsfreiheit, die Freizügigkeit und die Unverletzlichkeit der Wohnung eingeschränkt werden. [...]"
 
https://www.br.de/nachrichten/bayern/was-ist-ein-katastrophenfall-in-bayern,RtL816R?fbclid=IwAR2Wk_OfwZXf6QJHukTAvdqUsdd-kaXn5kZtnsnWSWeU4274FGGd2kS3u7o
 
Warum ging man bei der "Schweinegrippe" nicht gleichermaßen rigoros vor?
 
"[...] Besorgniserregend waren aber der schwere und bei der saisonalen Influenza so nicht bekannte Verlauf bei einer geringen Anzahl von Fällen, der zu beatmungspflichtiger, intensivmedizinischer Betreuung und zu Todesfällen insbesondere auch in jüngeren Altersgruppen führte. Obwohl das Risiko eines schweren Verlaufs vor allem für bestimmte Personengruppen deutlich erhöht war, konnten auch gesunde junge Erwachsene sehr schwer erkranken.
 
Bis zum 25. Oktober 2009 waren der WHO weltweit mehr als 440.000 laborbestätigte Infektionen mit dem H1N1-2009-Virus gemeldet worden, von denen mindestens 5.700 tödlich verliefen.[73] Die laborbestätigten Fälle stellen aber nur einen Teil der tatsächlichen Infektionen dar, weil in vielen Ländern Labortests nur bei besonders schweren Fällen durchgeführt werden. Seit Juni 2009 wird die Ausbreitung in den Vereinigten Staaten nur noch geschätzt, damals auf mindestens eine Million Fälle. Anfang Juli empfahl auch die WHO, die massenhaften Tests möglichst aller Verdachtsfälle einzustellen und stattdessen nur noch stichprobenartig zu testen, um die Entwicklung zu verfolgen und Veränderungen des Virus entdecken zu können.[74]

Per 31. Januar 2010 meldet die WHO mindestens 15.174 Tote. Dies sind jedoch nur die gemeldeten Fälle, die auch von Laboren bestätigt wurden. Die tatsächliche Zahl liege deutlich höher. Das Virus wurde inzwischen in über 209 Ländern nachgewiesen.[75]

In den meisten Ländern der südlichen Hemisphäre war die Virusvariante H1N1 2009 in der Saison 2009 das dominierende Influenza-Virus. In Ländern mit tropischem Klima, wo die Ausbreitung des Virus später als in anderen Ländern erfolgte, ist mit einer Zunahme zu rechnen. In den Ländern der nördlichen Hemisphäre dominiert diese Variante seit dem Frühsommer 2009 und auch in der gerade beginnenden Saison 2009/2010.

Das klinische Bild scheint in allen Ländern weitgehend ähnlich zu sein. Die überwiegende Zahl der Patienten erkrankt nur leicht. Allerdings gibt es eine kleine Zahl von sehr schweren und teilweise tödlichen Verläufen, auch bei jüngeren und nicht zu Hochrisikogruppen gehörenden Personen.[76] [...]

Im Mai 2010 wurde von der US-Gesundheitsbehörde CDC eine Schätzung der Todesfälle veröffentlicht. Ihr zufolge gab es zwischen April 2009 und April 2010 mindestens 8.870, maximal 18.300 Tote infolge der H1N1-Pandemie. [...]"
 
https://de.wikipedia.org/wiki/Pandemie_H1N1_2009/10
 
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
"[...] Dabei verliefen rund 80 % der Erkrankungen milde bis moderat. „Mild bis moderat“ betrifft Patienten mit oder ohne Pneumonie, ohne Atemnot, mit einer Sauerstoffsättigung im Blut von über 93 % und ohne (CT-diagnostizierte) Lungeninfiltrate, die mehr als die Hälfte der Lunge betreffen (12). Vierzehn Prozent verliefen schwer (mit Atemnot, Sauerstoffsättigung unter 94%, oder Lungeninfiltraten in mehr als der Hälfte der Lunge), aber nicht lebensbedrohlich und in 6 % war der klinische Verlauf kritisch bis lebensbedrohlich (mit Lungenversagen, septischem Schock oder multiplem Organversagen). Außerhalb von Wuhan/Hubei und außerhalb von China gibt es teilweise Beobachtungen, dass der Anteil milder Verläufe höher als 80 % ist. Der Anteil schwerer Erkrankungen ist auch davon abhängig, wie die Fälle identifiziert wurden. Bi berichtete, dass der Anteil der schweren Fälle nur bei 3% lag, wenn diese über Kontaktpersonennachverfolgung entdeckt wurden (13). [...]
 
Der Manifestations-Index beschreibt den Anteil der Infizierten, die auch tatsächlich erkrankt. Es liegen keine verlässlichen Daten vor, da die tatsächliche Anzahl der Infizierten und die tatsächliche Anzahl der Fälle unbekannt sind. Für die Ermittlung der tatsächlichen Anzahl der Infizierten wären serologische Erhebungen notwendig. [...]
 
Sollte es in Deutschland zu einer großflächigen Verbreitung der Erkrankung in der Bevölkerung kommen, würde die Anzahl der COVID-19-Erkrankungen mit Arztbesuch mittels Modellierungen aus Daten der Arbeitsgemeinschaft Influenza geschätzt werden (an der Heiden, IoRV, 2019). [...]
 
15. Anteil der Hospitalisierten unter den Erkrankten
Dieser Anteil gibt normalerweise einen Eindruck, welcher Anteil der Patienten einen Verlauf hatte, der schwer genug ist, um eine stationäre Behandlung zu veranlassen. Sowohl in China als auch in den vermutlich meisten anderen Ländern ist dieser Anteil jedoch dadurch verzerrt, dass laborbestätigte oder Verdachtsfälle zur Isolation und nicht wegen ihres schweren Verlaufs in ein Krankenhaus aufgenommen wurde. Daher kann dieser Anteil aktuell nicht berechnet werden. Zur Beurteilung der Häufigkeit schwerer Verläufe müssen also andere Indikatoren herangezogen werden. [...]"
 
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText16
 
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
Noch einige Verlgeiche zur "Schweinegrippe"/H1N1-Pandemie"

"203.000 Opfer forderte neuen Erkenntnissen zufolge die Schweinegrippe-Epidemie, die im Frühjahr 2009 ausgebrochen war und die Welt über ein Jahr lang im Atem hielt (Plos Medicine, online). Die Zahl ist mehr als zehn Mal so hoch wie es die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bisher berichtet hatte, die auf nur 18.449 Tote gekommen war.
 
Die WHO hatte jedoch nur Fälle registriert, bei denen die Todesursache im Labor bestätigt worden war. Für die neue Studie analysierte ein internationales Forscherteam unter anderem Sterbedaten aus 21 Ländern, in denen insgesamt 35 Prozent der Weltbevölkerung beheimatet ist. Dabei achtete es vor allem auf diejenigen Sterbefälle, die durch Atemwegserkrankungen verursacht wurden, da das H1N1-Virus meist die Lunge befällt und dort Entzündungen verursacht.
 
Mit neuartigen statistischen Methoden berechneten die Forscher dann die wahrscheinliche globale Opferzahl der Epidemie. Dabei fiel ihnen außerdem auf, dass bis zu 85 Prozent der Gestorbenen jünger als 65 Jahre war, ein deutlicher Unterschied zur üblichen saisonalen Grippe, die vor allem alte Menschen trifft."
 
https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/schweinegrippe-h1n1-forderte-203-000-todesopfer-1.1829567
 
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
 
"[...]Bei der jährlichen Grippewelle kennt man die zirkulierenden Viren gut, die Viren verändern sich stetig in geringem Maße, der Impfstoff wird jährlich angepasst und steht rechtzeitig vor Beginn der Welle zur Verfügung, und es gibt in der Bevölkerung einen gewissen Immunschutz, weil in den Jahren und Jahrzehnten vorher ähnliche Viren zirkuliert sind. Bei der pandemischen Grippe 2009 gab es dagegen einige Unterschiede:
  • Es handelte sich um ein neues Influenzavirus, dessen weitere Entwicklung noch nicht absehbar war.
  • Schwere Verläufe und Todesfälle traten vor allem bei jüngeren Menschen auf (in einer saisonalen Welle kommen tödliche Verläufe vorwiegend bei der älteren Bevölkerung über 60 Jahre vor). Rund ein Fünftel der Todesfälle trat bei vorher gesunden Menschen auf, bei einer saisonalen Welle treten die Todesfälle fast immer bei (älteren) Menschen mit Grunderkrankungen auf.
  • Die Todesfälle durch das pandemische Virus sind vergleichsweise häufig durch virale Lungenentzündungen verursacht worden, anders als bei den saisonalen Influenzaviren, wo die meisten Lungenentzündungen durch bakterielle Folgeinfektionen verursacht wurden (WHO briefing note 21). Bei Frettchen, dem am besten untersuchten Tiermodell für Influenza, konnte gezeigt werden, dass das pandemische Virus besser an Lungenzellen in den tiefen Lungenabschnitten bindet als saisonale Influenzaviren; das könnte eine Erklärung für die häufigeren primär-viralen Lungenentzündungen sein.
  • Das Virus hat sich anfangs außerhalb der üblichen Grippesaison verbreitet.
  • Es existierte keine oder nur eine beschränkte Immunität in der Bevölkerung.
  • Es stand zu Beginn der Welle kein Impfstoff zur Verfügung.
  • Das neue Virus war ansteckender als die saisonalen Influenzaviren und hat daher vermutlich eine größere Zahl von Menschen als in einer saisonalen Welle infiziert. Studien in England zum Beispiel zeigten, dass mehr als ein Drittel aller Schulkinder in den Regionen London und West-Midlands eine Infektion durchgemacht haben (allerdings nicht alle mit Symptomen). Während der saisonalen Grippewellen werden in Deutschland schätzungsweise 5 bis 20 Prozent der Bevölkerung infiziert (nicht jeder Infizierte erkrankt und nicht jeder Erkrankte geht zum Arzt).
Stand: 26.07.2010 [...]"
 
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Pandemie/Pandemie.html?nn=2370464
 
"[...] Mehrere Krankenhausärzte in Deutschland schätzen, dass es mancherorts zu Versorgungsproblemen auf Intensivstationen und vor allem bei Beatmungsplätzen gekommen wäre, wenn die Grippewelle im Herbst nur etwas länger gedauert hätte. Die Situation war jedoch zu den Zeitpunkten der jeweiligen Beratungen und Entscheidungen nicht so offenkundig, wie dies rückwirkend erscheinen mag (siehe auch Frage "Waren die Maßnahmen der Behörden angemessen?" und Epidemiologisches Bulletin 21/2010).
Auf Basis einer Literaturrecherche und eigener Berechnungen haben Wissenschaftler des RKI 350 pandemiebedingte Todesfälle geschätzt (Buchholz et al.: Todesfälle durch Influenzapandemien in Deutschland 1918 bis 2009. Bundesgesundheitsblatt, 4/2016).
 
Betrachtet man die laborgesicherten, gemeldeten Influenza-Todesfälle, wurden dem Robert Koch-Institut zwischen Mai 2009 und April 2010 insgesamt 252 Todesfälle im Zusammenhang mit einer laborbestätigten Infektion mit dem pandemischen Influenzavirus A(H1N1) 2009 übermittelt (Wilking, Eurosurveillance 2010). Ein entscheidendes Merkmal dieser Todesfälle war, dass drei Viertel der Betroffenen jünger als 60 Jahre alt waren (Wilking, Eurosurveillance 2010), während bei saisonalen Influenzawellen ein mindestens so großer Anteil älter als 60 Jahre alt ist.
 
Es ist auch durchaus möglich, dass sich die pandemische Influenza in Deutschland auch darum vergleichsweise moderat entwickelt hat, weil die ergriffenen Maßnahmen erfolgreich waren. Aus Studien mit Erregern von Durchfall- oder Atemwegserkrankungen ist bekannt, dass gründliches Händewaschen das Erkrankungsrisiko verringert. Eine entsprechende Aufklärungskampagne "Wir gegen Viren" war kurz vor der Grippewelle vom RKI und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gestartet worden. Die Schutzimpfung konnte zwar erst relativ spät eingesetzt werden, hat aber möglicherweise auch einen gewissen Einfluss gehabt. Wichtig waren außerdem wohl die strikten Maßnahmen, mit denen ansteckende Patienten und deren Kontaktpersonen vor allem in den ersten Wochen isoliert und überwacht wurden, die gemeinsam mit den bundesweiten Sommerferien möglicherweise verhindert haben, dass sich im Gegensatz (insbesondere) zum Vereinigten Königreich bereits im Sommer eine Erkrankungswelle ausgebildet hat. Nicht zu vergessen ist natürlich der hohe medizinische Standard in Deutschland (siehe auch die Frage "Waren die Maßnahmen der Behörden angemessen?").
Stand: 07.12.2016 [...]"
 
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Pandemie/Pandemie.html?nn=2370464
 
"[...] Mit 2,9 Millionen geschätzten Arztbesuchen und 5 000 Krankenhauseinweisungen (1) sind die Kennzahlen vergleichbar mit Werten aus früheren (saisonalen) Influenzawellen. Dem Robert-Koch-Institut (RKI) wurden insgesamt 258 bestätigte Todesfälle mit nachgewiesener H1N1-Infektion übermittelt. Auffallend war, dass 85 % der verstorbenen H1N1-Pandemie-Patienten aus dem Jahr 2009 (H1N1pdm09 = im Jahr 2009 pandemischer Influenza A Subtyp H1N1) jünger als 65 Jahre waren (U. Buchholz, Robert-Koch-Institut, persönliche Mitteilung) und das Durchschnittsalter der Verstorbenen lediglich 44 Jahre betrug. Bei saisonalen Influenzawellen in den USA (19761999) waren hingegen nur 10 % der Grippetoten jünger als 65 Jahre (2).
 
Ebenso wurde während der H1N1-Pandemie im Jahr 2009/2010 weltweit von jungen, anamnestisch völlig gesunden Erwachsenen berichtet, die so schwer an einer H1N1-Pneumonie erkrankt waren, dass eine Behandlung auf einer Intensivstation erforderlich war. Einer amerikanischen Studie zufolge mussten 25 % der mit einer H1N1pdm09-Diagnose in ein Krankenhaus eingewiesenen Patienten intensivmedizinisch behandelt werden, von denen 36 % ein schweres, akutes Lungenversagen (ARDS) entwickelten. [...]
 
Patientenbezogene Datenerhebung
Basierend auf Meldungen aus neun Universitätskliniken und drei Kliniken der Maximalversorgung mit einer Gesamtzahl von 450 Beatmungsplätzen, wurden Daten von 116 Patienten mit ARDS infolge einer H1N1-Infektion ausgewertet. Diese Patienten waren zwischen Juli 2009 und April 2010 beatmet aufgenommen worden.
 
Patientencharakteristika
Der Krankheitsverlauf bis zum Beginn der künstlichen Beatmung war in der Regel kurz (Mittelwert: 5,7 Tage, 95-%-KI: 4,8–6,7). Charakteristika und Vorerkrankungen dieser Patienten zeigt Tabelle 1. Bemerkenswerterweise hatte die Mehrzahl der Patienten (62 von 116; 53,4 %) keinerlei Vorerkrankungen, im Gegensatz zu öffentlichen Verlautbarungen in Presse, Funk und Fernsehen. Die Aufnahme der Patienten in die entsprechenden Zentren erfolgte in 84 % der Fälle von externen Intensivstationen. [...]
 
103 Patienten (89 %) waren zum Zeitpunkt der Aufnahme in das Schwerpunktzentrum invasiv beatmet. Die mittlere Beatmungsdauer vor Aufnahme in das ARDS-Zentrum betrug im Mittel 2,6 Tage (95-%-KI: 1,1–1,4). Diese relativ frühe Verlegung in ein ARDS-Schwerpunktzentrum spiegelt sicherlich den Schweregrad des Krankheitsbildes wider, vor allem aber dessen rapide Progression.
Schweregrad der Erkrankung, maschinelle Beatmung und pulmonaler Gasaustausch
Bei Aufnahme auf die Intensivstation zeigten die Patienten neben dem akut respiratorischen Versagen auch erhebliche Funktionsstörungen anderer Organsysteme (Tabelle 2). Bei allen Patienten lag bei Aufnahme, unter Ausschöpfung lungenprotektiver Beatmungsstrategien, eine schwere bis schwerste Hypoxämie vor. [...]
 
Die Letalität im Gesamtkollektiv betrug 38 % (44 von 116 Patienten), bei Patienten ohne nachgewiesene Vorerkrankung (n = 62) 30,6 % (Tabelle 3). Von den ECMO-Patienten, die anamnestisch keine Vorerkrankungen hatten, starben 41,9 % im Vergleich zu 19,4 % bei Patienten ohne ECMO und ohne Vorerkrankung (p = 0,049). Die Krankheitsschwere insbesondere hinsichtlich des ARDS erklärt diese Unterschiede. Die Letalität der Patienten mit maligner beziehungsweise immunologischer Begleiterkrankung betrug hingegen 72,2 %. Alle ECMO-Patienten mit maligner Begleiterkrankung (n = 10) verstarben. [...]
 
Als Limitation muss festgestellt werden, dass sich weder alle Kliniken, die beatmete Patienten im Lungenversagen behandelten, an der Kapazitätenerfassung beteiligten, noch alle Patienten mit akutem Lungenversagen als Folge einer H1N1-Infektion erfasst wurden. Ein hierdurch entstehender Bias im Hinblick auf die klinischen Daten des in Deutschland behandelten Gesamtkollektivs lässt sich nicht ausschließen. Es lassen sich deshalb bedauerlicherweise auch keine allgemeingültigen Inzidenz-, beziehungsweise Prävalenzzahlen ableiten. Eine weitere Limitation stellt die Begrenztheit des erhobenen Datensatzes dar. Da die Teilnahme am Register des Deutschen ARDS-Netzwerkes freiwillig, und die zeitlichen Ressourcen in den Zentren begrenzt sind, wurde der Erfassungsbogen auf wenige Variablen beschränkt. [...]"
 
https://www.aerzteblatt.de/archiv/145234/Extrakorporale-Lungenersatztherapie-bei-akutem-Lungenversagen-durch-H1N1-Infektion
 
Farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
 
Hier ein wenig Information zu den Ursachen in Italien, für die dortige starke Ausbreitung, und zur Sterblichkeit, wer hier aus welchen Gründen vorrangig betroffen ist:

https://www.sueddeutsche.de/.../coronavirus-italien-1...

https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Epidemie_in_Italien
 
Auch ich halte Eindämmung, Verlangsamung durch Prävention für sinnvoll, geboten, meine Frage nach der Verhältnismäßigkeit ist gerichtet auf die Art und den Umfang sowie die Dauer der jeweiligen Maßnahme und wer dies womit, auf welcher wissenschaftlichen, seriösen, validen Erkenntnis- und Faktengrundlage legitimiert, begründet, verantwortet - gerade auch hinsichtlich der Folgen.
 

Ergänzung zum Nationalen Pandemieplan - COVID-19

rki.de

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F
Ich finde, dass die Aktualisierung vom 12.4. im Spiegel und anderen Leitmedien stehen sollte. Es zeigt sich in diesem "Opfer" der gutbürgerlichen Hedonisten die Tiefe der sozialen Kluft, die in Deutschland und anderswo entstanden ist bzw. herbeigeführt wurde und weiterhin wird. <br /> Wenn Sie mögen, dann würde ich Ihnen gerne Eisentabletten schicken, damit Sie wieder zu Kräften kommen. Geben Sie nicht auf, denn sonst haben die Hartz4 Vollstrecker ihr Ziel erreicht. Es müssen so viele "Ballastexistenzen" entstehen und durchhalten bis das marode, korrupte und menschenverachtende System kollabiert.
S
Danke für Ihre Anteilnahme und Ihren Zuspruch. <br /> Was meine gesundheitliche Situation betrifft, habe ich dazu an anderer Stelle im blog - im Eintrag "Zu meiner aktuellen gesundheitlichen Situation" - ausführlich dargelegt, dass und warum mir mit oraler Eisensubstitution (Eisentabletten) nicht geholfen ist. Trotzdem danke für Ihr freundliches Unterstützungsangebot. <br /> Ja, ich versuche, wie so viele andere auch, durchzuhalten, schon meiner Tochter wegen. <br /> Viele Grüße
F
Ich schätze Ihren Blog eigentlich sehr, da er üblicherweise differenziert und kritisch ist. Um so enttäuschter, nein, entsetzter bin ich, dass Sie nun eine Pandemie zur Propaganda umerklären. Grundrechte werden nicht abgeschafft, sondern lediglich zeitlich limitiert zum Wohle aller eingeschränkt. Wer das nicht kapiert, sollte sich dringend fragen, wie weit die Paranoia ins eigene Leben Einzug gehalten hat.
S
Hallo, <br /> <br /> Ihre Kritik enthält leider keine sachbezogenen Argumente. Solche finden Sie im hiesigen blog-Eintrag, insbesondere auch in den darin verlinkten seriösen Quellen. Aktuell verweise ich hierzu auf den herausragenden Text/Brief von RAin Beate Bahner, siehe in diesem blog-Eintrag verlinkt. <br /> <br /> Freundliche Grüße
K
Also ich finde es einmal grundsätzlich sehr wichtig, dass sich möglichst viele Menschen kritische Gedanken, zu den Entwicklungen rund um Covid-19 machen. Besonders, wenn diese so wertvoll sind, wie in diesem großen Blog-Special.<br /> Im Zusammenhang mit dem aktuellen Corona-Virus-Stamm "stinkt" vieles.<br /> Die Gefahr von massiven Bürgerrechtsbeschneidungen, auch über die aktuelle "Krise" hinaus sehe ich ebenfalls. Da gilt es gerade jetzt Flagge FÜR Bürgerrechte zu zeigen.<br /> Dabei ist es nicht nur sinnvoll, sondern auch möglich einen guten Mittelweg zwischen Gesundheit und Wirtschaft zu finden.<br /> Habe auch in meinem Blog 3 große Artikel zum Thema verfasst, meine persönliche Position, eine große Info- und Link-Sammlung sowie einen Ratgeber für Konsumenten und Unternehmer.