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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Kein gesetzlich oktroyiertes Wechselmodell - Kinder sind keine Gegenstände, sie haben ein Recht auf tatsächlich bedürfnisorientierten Umgang

Festzustellen ist hierzu - Artikel des Deutschlandfunk Kultur, "Reform des Kindschaftsrechts (...)" - Folgendes:
 
1. Oft geht es ums Geld. Eine Kindergrundsicherung könnte hier hilfreich sein, um vor materieller Armut zu schützen - Kinderarmut ist immer auch Eltern-, oft Mütterarmut - weltweit sind mehrheitlich Frauen (und deren Kinder) von materieller Armut belastet, beschädigt, u.a. deshalb, weil sie die für jede Gesellschaft und Gemeinschaft unentbehrliche häusliche Sorge-Arbeit unentgeltlich leisten und dann für anderes weniger oder keine Zeit bleibt, sie als gratis Sorge-Arbeit-L e i s t e n d e ausgebeutet werden: systematisch, auch in Deutschland.
 
2. Ein weiterer Grund für "Differenzen" ist, dass Kinder als Machtmittel missbraucht werden, dahinter steht häufig Verletzsein, Zurückgewiesensein, gekränkte Eitelkeit, Unterlegenheits- und Abhängigkeits- sowie Rachegefühle nach Trennungen, siehe auch verbreiteten pathologischen Narzissmus. Eigenes, umfassendes Thema.
 
3. Das Wechselmodell kann nicht staatlich oktroyiert werden, eben weil die je persönlichen Verhältnisse und Konstellationen so unterschiedlich sind, siehe bspw. Art und Umfang der Erwerbstätigkeit, Schichtarbeit, siehe die Wohnsituation - nicht alle Eltern können sich Doppelresidenz finanziell leisten, bei der das Kind/die Kinder im mütterlichen wie väterlichen Haushalt ein eigenes Zimmer und weitere erforderliche Gegenstände, Mobiliar, Spielzeug, Kleidung etc. haben (können). Siehe das Problem mit bezahlbarem Wohnraum, Niedriglöhne, Hartz 4 etc..
 
4. Es muss das Kindeswohl im Mittelpunkt stehen, was faktisch nicht der Fall ist, denn der Umgang wird keineswegs am je individuellen Kind und der je individuellen Situation b e d ü r f n i s o r i e n t i e r t geregelt, siehe, was sich in Jugendämtern und vor Familiengerichten abspielt.
 
5. Was ist mit all den zumeist "Vätern", die zwar ein Umgangsrecht und theoretisch auch eine Umgangspflicht haben, Letztere jedoch üblicherweise nicht durchgesetzt wird, vorgeblich nicht durchgesetzt werden kann? Wenn also das Kind Recht auf Umgang mit dem Vater hat, der Vater aber keinerlei Interesse am Umgang mit seinem Kind. Wer sorgt dann für das Kindeswohl, wer tritt für diese Kinder ein, für d e r e n Umgangsrecht - und warum nicht? Denn mittels angemessenem (!) begleiteten Umgang wäre es durchaus sicher in den meisten Fällen möglich, eine Beziehung, Bindung aufzubauen - zwischen Vater und Kind(ern). Es gibt noch immer Väter, die das nicht wollen - und auch keinen Unterhalt zahlen, obschon sie es könnten.
 
6. Von einem Wechselmodell ist insbesondere dann und so lange Abstand zu nehmen, je jünger das Kind ist und je intensiver es tatsächlich noch des täglichen Kontaktes mit der (biologischen und/oder sozialen) Mutter bedarf, siehe bspw. Säuglinge (nicht nur des Stillens wegen, sondern um die frühkindliche, lebenslang wichtige Bindung zu ermöglichen) bzw. Kleinkinder in jedenfalls den ersten zwei, drei Lebensjahren.
 
Ein Kind sollte bedürfnisorientiert Umgang mit beiden Elternteilen haben können, so lange es sich selbst noch nicht artikulieren, seine Wünsche noch nicht adäquat verbal mitteilen kann.
 
Ein Kind, das (kurz) vor, bei oder nach der "Übergabe" weint, schreit, aggressiv, sehr überdreht ist oder aber nur mehr resigniert wimmert, schweigt, ängstlich oder verstört reagiert/sich verhält oder andere Belastungszeichen zeigt (bspw. Ess-, Schlafstörungen oder anderweitig auffälliges, abweichendes Verhalten etc.), l e i d e t offensichtlich unter der Situation, unter dem Stress des Wechsels, unter Trennungs-, Verlustangst ... .
 
7. Ein generelles Unding ist es, dass die Verhältnisse durch Druck, Kontrolle, Zwang - vor und von Jugendämtern und/oder Gerichten - "geregelt" werden. Stattdessen bedarf es der je individuell (!) angemessenen, bedürfnisorientierten Mediation, ggf. auch der Therapie - statt Strafe. Die Bereitschaft hierzu wird ebenfalls nicht durch Strafe, Gewalt gefördert, sondern durch individuell bedürfnisorientierte, respektvolle, einfühlsame, nicht-paternalistisch fürsorgliche, unterstütztende Begleitung - d a f ü r muss der Staat die erforderlichen Gelder zur Verfügung stellen. Damit Eltern nicht-schädigend Eltern sein oder werden k ö n n e n.
 
-
 
update 02.07.2020
 
Häusliche Gewalt, Vergewaltigung in Beziehung, Ehe, Sorgerecht ...
 
Richter haben also kaum bis keine - unabdingbar erforderlichen - psychologischen Kenntnisse, Aus-, Fortbildung und treffen auf solcher Basis dennoch schwerwiegende bis massiv beschädigende (Fehl-) Urteile? - Fassungslosigkeit mal wieder bei der naiven Else.
 
Zugleich kann ich das aus eigener Erfahrung ja leider nur bestätigen: Siehe rechtswidrigen Sorgerechtsentzug bei meinem damals 16-jährigen Sohn (Familiengericht) und Zivilrechtsstreit mit letztem Ex (der btw nicht biologischer und/oder sozialer Vater meiner beiden Kinder ist) wegen vorgeblicher Verleumdung, Zitat Gericht: "Schmähung" und tatsächlicher psychischer und Sexualgewalt, Vergewaltigung, die Amts- und Landgericht Hamburg völlig übergingen. Aus bekannten Gründen.
Rechtsstaat Deutschland.
 
Und wer jetzt laut "Gutachter" ruft - siehe den Filz um eben solche: Tendenzgutachten (Gefälligkeitsgutachten), die fehlende Unabhängigkeit von Gutachtern. Im Übrigen sind Gutachter nicht in jeden Gerichtsprozess involviert.
 
"[...] Schon 2016 hatte der Bundestag beschlossen, die Regierung solle ein Gesetz vorlegen, dass Familienrichter besser qualifiziert werden müssen. Die Bundesregierung wurde beauftragt, ein neues Gesetz auszuarbeiten [bundestag.de]. Passiert ist seitdem nichts. Das Bundesjustizministerium bestätigt zwar gegenüber rbb24 Recherche, dass Familienrichter Kenntnisse im Umgangsrecht, der Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Psychologie und Pädagogik benötigen.
 
Auf die Frage, wie die Regierung dies gewährleisten will, heißt es aus der Pressestelle, dass die Richter und Richterinnen sich ja freiwillig weiterbilden könnten und dies auch täten. Schließlich würden Schulungen zu "Partnerschaftsgewalt und Gewalt in der Familie […] regelmäßig von der Deutschen Richterakademie […] angeboten.“ Und auch wahrgenommen. Doch eine Nachfrage vor Ort ergibt ein anderes Bild: Die bundesdeutschen Richterakademien seien ausgelastet und das Thema Familienrecht belege nur einen Anteil von 10 Prozent. Auch würde es keine Freistellung für die Fortbildung geben. Nach einer Woche Fortbildung erwartet die Richter dann ein riesiger Aktenberg.
 
Große Koalition zieht nicht mit
Auch im Koalitionsvertrag von SPD und CDU wird die Qualifikation der Richterinnen und Richter als Regierungsziel festgehalten. Doch das Bundesjustizministerium setzte den Beschluss bis dato nicht um. Die Bundestagsabgeordnete Katja Keul von Bündnis90/Die Grünen setzt sich seit Jahren für eine Gesetzesänderung ein und hoffte auf den Koalitionsvertrag.
Doch als das Thema unlängst im Rechtsausschuss behandelt wurde, war es vorbei mit der Hoffnung: Die Unionsparteien und die SPD machten deutlich, dass sie weiterhin nichts tun werden. [...]
 
Weil die Politik nicht handelt, müssen Eltern und Kinder falsche Richter-Entscheidungen erdulden und jahrelang mit den Folgen leben. Das beklagen auch Elternverbände, die Mütter und Väter bei der Trennung beratend unterstützen. Sybille Möller, Vorsitzende des Bundesverbandes Mütterinitiative für Alleinerziehende (MIA) erklärt: "Wir haben kein Verständnis dafür, dass dieses Problem der Regierung zwar bekannt ist, aber die Lösung weiter verschleppt wird." Es passiere immer wieder, so Möller, dass Opfer nach falschen Umgangsentscheidungen jahrelang re-traumatisiert werden und nicht gesunden können. Dies habe oft auch Folgen für die Kinder.

Markus Witt von Väteraufbruch für Kinder e.V. spricht mit Blick auf die Untätigkeit der Regierung gar von demokratischer Arbeitsverweigerung. "Die Ausbildungs- und Wissensdefizite bei Familienrichtern sind enorm. Deshalb hängt es in Deutschland mehr vom Glück ab als vom Recht, wie in einem Umgangsstreit entschieden wird." Das sei eines Rechtsstaates unwürdig. Familien und Kinder würden daran kaputtgehen. [...]"

https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2020/05/bundestag-debatte-qualifizierung-famlilienrichter.html

"[...] Kinder und deren Leben, Erleben und Leiden im Wechselmodell kommen in der öffentlichen Diskussion um das Wechselwohnen kaum zu Wort – das Modell wird fast ausschließlich im Hinblick auf Gerechtigkeitsbedürfnisse der Erwachsenen, auf finanzielle Überlegungen, Zwänge auf dem Arbeitsmarkt und Bindungsbedürfnisse der Erwachsenen diskutiert. Kinder haben sich dem unterzuordnen.
 
Die öffentliche Meinung über das Modell wird massiv von Väterrechtsverbänden dominiert.
 
Hinzu kommen gleichstellungspolitische Überlegungen, der damit verbundene unaufhaltsame Anstieg der frühkindlichen Fremdbetreuung und finanzielle Überlegungen in der Frauenpolitik (Gender Pay Gap, Einzahlung in die Arbeitslosenversicherung und die Rentenkassen). Dies sind jedoch alles Überlegungen, die mit dem Erleben und der Gesundheit von Kindern NICHTS zu tun haben.
 
Ein Wechselmodell kann für Kinder eine Bereicherung sein, wenn sich Eltern vor der Trennung gleichwertig um die Kinder gekümmert haben, sich freiwillig für das Modell entscheiden und jederzeit dazu bereit sind, ihre eigenen Bedürfnisse zugunsten der Kinder zurück zu stellen. Damit das Modell nicht zu Lasten der Kinder geht, ist die Bereitschaft, das Modell gegebenenfalls zu beenden, sollten Kinder mit dem Wechselwohnen nicht klar kommen, unabdingbare Voraussetzung.
 
Leider mehren sich die Fälle, in denen Wechselmodelle im Familiengericht erzwungen oder Familien bei Mediationen unter Drohungen zu einem Wechselmodell genötigt werden. In diesen Fällen ist es kaum möglich, das Modell den Bedürfnissen der Kinder anzupassen. Die Kinder kommen in einen so großen Loyalitätskonflikt, dass sie, meist über Jahre hinweg, sich nicht trauen zu äußern, wenn sie diese Wohnform nicht aushalten können. Um den Waffenstillstand aufrecht zu erhalten, ordnen sich diese Kinder den Bedürfnissen der Erwachsenen nach Gerechtigkeit komplett unter und werden nicht selten davon schwer krank.
 
Viele Kinder haben durch ein Wechselmodell gesundheitliche oder seelische Schäden davongetragen.
Wirklich unabhängige und valide empirische Forschungen über diese Gruppe sind derzeit kaum verfügbar. Studien über das Wechselmodell folgen meist einem politischem Auftrag oder werden von Väterverbänden finanziert bzw. vermarktet. Deren Ergebnisse sprechen daher fast durchweg positiv über das Modell, die für die Kinder belastenden Seiten des Modells werden konsequent verschwiegen.
Die persönlichen Erfahrungen vieler Eltern, die ihre Kinder beim Wechselwohnen beobachten, stehen im Widerspruch zu diesen derzeitig verfügbaren Forschungen. [...]"
 
Quelle: netzwerk-muetterinitiativen.com - "Wechselmodell"
 
"[...] Das gemeinsame Sorgerecht und intensives gemeinsames Erziehen durch entsprechende Umgangsregelungen für getrennte Eltern funktioniert in vielen Trennungsfamilien sicher gut. In anderen Trennungsfamilien beeinträchtigen die rechtlichen Gegebenheiten die Lebensqualität von Müttern - und manchmal auch Vätern -  sehr stark. Mütter kommen aus Beziehungen zu Gewalttätern nicht mehr heraus. Sie werden durch das Sorgerecht  und moderne Umgangsvereinbarungen über viele Jahre zwangsvergemeinschaftet. Das beschädigt auch die Kinder statistisch nachweisbar.
 
In der familienrechtlichen Praxis geht der Trend  dahin, das Kindeswohl den Elternrechten unterzuordnen und auf dem Altar der vermeintlichen Gleichstellung von Mann und Frau zu opfern. Das Kindeswohl wird immer häufiger mit dem Vaterrecht gleichgesetzt. Väterbedürfnisse werden dabei in Kindeswohl umgedeutet und häufig Umgangsregelungen herbeigerufen, die Kinder schwer beschädigen. Einige Länder sind in der familienrechtlichen Gleichstellung von Mann und Frau sehr viel "weiter" als Deutschland und haben das "Wechselmodell" als Regelfall des Umgangs rechtlich festgeschrieben. In Frankreich etwa sind deshalb bereits 27 % aller kinder-und jugendpsychiatrischen Behandlungen direkt durch das Wechselmodell hervorgerufen. Die Berufsverbände der Kinderpsychiater und Kinderpsychologen laufen dort Sturm gegen dieses Umgangsmodell.
 
Viele Mütter haben im Verlaufe von familienrechtlichen Streitigkeiten das Gefühl, dass die Rechte  ihrer Kinder und auch ihre eigenen Rechte nicht gewahrt werden. Ihren Worten wird kein Glauben geschenkt. Sie können ihre Kinder auch vor gewalttätigen und missbrauchenden Vätern nicht mehr schützen! "Köln" als Synonym für männliche Täterschaft, die ignoriert, schöngeredet und nicht weiter verfolgt wird, ist überall. Auch im deutschen Familiengerichtswesen und den damit zusammenhängenden Institutionen sieht es nicht anders aus.
 
In seiner Ausgestaltung lädt das Familienrecht momentan zu Missbrauch und Instrumentalisierung ein. Ein ganzer Apparat von Institutionen mit starkem wirtschaftlichem Interesse wie beispielsweise Gutachter und Verfahrenspfleger(häufig von Väterorganisationen ausgebildet) sind in dieses System eingebunden.
 
Im Laufe der letzten Jahre hat sich gezeigt, dass sich in erster Linie Mütter an uns wenden, die eine narzisstische Persönlichkeitsstörung des Kindsvaters vermuten. Diese arbeiten meist als Freiberufler, Selbstständige, Künstler, Geschäftsführer oder sind niveauvoll wirkende Hartz-IV-Empfänger. Sie wirken besonders freundlich, gewinnend, charmant, intelligent und vermitteln Verfahrensbeteiligten den Eindruck, sich aufrichtig um das Wohl ihrer Kinder zu sorgen. Die Mütter und Kinder aber erleben physische und psychische Gewalt, sexuellen Missbrauch,  Kindesentfremdung, überbordende Kontrolle, Stalking, Rache, finanzielle Schädigungen. Diese Tatsachen lassen sich häufig nicht nachweisen oder werden von Verfahrensbeteiligten ignoriert, weil der Kindsvater "so sympathisch" erscheint. Leider lässt sich diese Störung meist nicht in einem gewöhnlichen Gutachten nachweisen. Auch viele Familienmitglieder der betroffenen Mütter durchschauen das Ausmaß des Schadens, den diese Väter anrichten, nicht. So bleibt in erster Linie die Facebook-Selbsthilfegruppe. Dort erleben viele Mütter zum ersten Mal, dass sie verstanden werden, dass sie kein Einzelfall sind. Deshalb haben wir unsere Link-Sammlung um verschiedene Facebook-Selbsthilfegruppen erweitert."
 
Quelle: netzwerk-muetterinitiativen.com - Text auf der Startseite, farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
 
Meine Rede: Viele, wenn nicht alle dieser "Väter", dieser Männer, dieser (Ex-) Partner haben eine narzisstische Persönlichkeitsstörung.
 
Und Polizei, Staatsanwälte, Gutachter und Richter schonen und schützen aktiv diese Männer, diese Täter - sie tätigen psychisch-emotionale, häufig auch physische, auch sexuelle Gewalt gegen Frauen, auch gegen (ihre) Kinder.
 

arte-Dokumentation "In nomine patris" - In dieser Dokumentation kommen Männer zu Wort - u.a. ein Soziologe (Martin Dufresne) und ein Kinderpsychiater (Jean-Yvves Hayez), Letztgenannte erläutern, dass und warum es den Männern der "Väter-/Männerbewegung", den Maskulisten also, um MACHT und Kontrolle sowie um Strafe für die Frauen (ihre Ex-Partnerinnen, die Kindesmütter), n i c h t um das Wohl der Kinder geht - auch nicht ihrer "eigenen". .

 
Wir sollten unmissverständlich benennen, worum es tatsächlich und grundsätzlich geht - sowohl solchen "Vätern" als auch Richtern sowie übrigens auch der (weiteren) Exekutive: Polizei, Staatsanwaltschaften, bspw. bei Strafanzeigen von Frauen (die mehrheitlich Opfer sind) gegen "ihre" Täter, die ihnen zumeist bekannt und gerade nicht fremd sind, oft sind es ihre Partner (siehe bei sexueller und häuslicher Gewalt):
 
Es geht diesen Männern um Macht, Kontrolle, nicht selten auch um Rache.
Es geht ihnen gerade n i c h t um das tatsächliche Kindeswohl (ihrer "eigenen" Kinder wohlgemerkt), um bedürfnisorienterten (!) Umgang mit dem je individuellen Kind.
 
Selbstredend äußern sie das nicht in dieser Weise, sondern sprechen manipulativ von "Kindern, die Väter brauchen" und vorgeblich "grundlos" oder aus niederen Beweggründen umgangsverweigernden Müttern.
 
Und diese Macht zu erhalten, helfen die Gerichte, Richter sowie auch Polizei und Staatsanwaltschaften - durch die Art und Weise ihrer Ermittlungstätigkeit und entsprechender Ermittlungsergebnisse. Das ist strukturelle Gewalt, symbolische Gewalt (siehe Pierre Bourdieu).
Mit einem Wort: Patriarchat.
Nach wie vor. Auch in Deutschland. Augenfällig.
 
Es gibt erfreulicherweise einige Männer, die die "Väterbewegung" als Maskulistenbewegung enttarnen und benennen, dass und warum es diesen Männern um Macht und Unterdrückung - nach wie vor - geht, siehe bspw. den in oben verlinkter arte-Dokumentation zu Wort kommenden Soziologen und den Kinderpsychiater ... .
 
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Ich frage mich, von wem wie eigentlich das viel zitierte Kindeswohl definiert wird - müsste nicht die generelle Grundlage (für Eltern sowieso, besonders aber auch also für Exekutivorgane wie Jugendämter, Familienrichter, Polizisten und auch Kindertageseinrichtungen) jeglicher Entscheidungen und Verhaltensweisen die Bedürfnisorientiertheit am jeweiligen, je individuellen Kind sein - also: tatsächlich/echt bedürfnisorienterter Umgang seitens der Erwachsenen mit dem Kind/den Kindern?

Dann wäre zu klären, wer was unter "bedürfnisorientiert" versteht bzw. wenn dies als Begriff nicht etabliert ist (bedürfnisorientierter Umgang), warum das nicht der Fall ist und ob und wie es sich ändern ließe.

Wenn es missverständnisfrei geklärt und definiert (auch also entsprechend festgehalten, siehe Gesetze) wäre/würde, was mit bedürfnisorientiertem Umgang gemeint ist, so könnte es dann auch keine Streitigkeiten mehr darüber geben; es könnte also nicht ein Elternteil von sich behaupten, er gehe in dieser Weise mit dem Kind um, es wäre dann ja gewissermaßen "überprüfbar" bzw. widerlegbar - und dafür kommt es entscheidend auf eben die Verhaltensweisen und Befindlichkeiten des jeweiligen Kindes an.

In jedem Fall, in dem ein Elternteil oder beide n i c h t bedürfnisorientiert mit dem Kind umgeht (was sich täglich im Übrigen auf der Straße/in der Öffentlichkeit beobachten lässt: wieviele Eltern dies nicht tun, nicht können oder wollen), müsste dann je individuell angemessene Unterstützung zur Seite gestellt werden: niedrigschwellig, bürokratie- und kostenfrei, ohne Druck, Zwang, Paternalismus, stattdessen wiederum bedürfnisorientiert, bedarfsgerecht und auf vertrauensvoller Basis.

Es scheint vielen Eltern nicht nur an Basiswissen hinsichtlich dessen zu fehlen, was von einem Kind in welcher Entwicklungsphase überhaupt erwartet werden kann, sondern auch und vor allem an unabdingbar erforderlichem Einfühlungsvermögen bzw. Mitgefühl, Feinfühligkeit - d a s ist das Wichtigste (nicht diverse "Erziehungsratgeber").

Das betrifft aber wie gesagt beide Eltern"teile". Nur dann, wenn man sich an der Bedürfnisorientiertheit tatsächlich in der Praxis ausrichtete (Jugendämter, Familiengerichte ...), würden zahlreiche behördliche und gerichtliche Entscheidungen anders gefällt werden müssen.
 
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Es ist solches Dokumentieren so wichtig.

Ich kann nur zustimmen:
Es gibt keinen Rechtsstaat für von Männern misshandelte, missbrauchte Frauen und Mütter.
 
Bei mir ist es weniger dramatisch, nur ich war betroffen, mein Ex, gegen den ich Strafanzeige wegen Sexualgewalt erstattete (Ermittlungen wurden "natürlich" eingestellt, wie immer) und aktuell im zivilrechtlichen Rechtsstreit liege (den er initiiert hat, weil er mich zum Schweigen bringen will), ist zum großen Glück nicht der Vater meiner beiden Kinder (weder biologischer noch sozialer Vater).
Ich bin sehr, sehr froh, dass ich von/mit diesem Mann keine Kinder habe, denn er wäre genau ein solcher Typ, "Vater" - dem es nicht um das Kindeswohl geht, sondern nur um Machtdemonstration, um Rache, Vergeltung, Gewalt, Beschädigung.
 
Ich habe großen Respekt und Mitgefühl mit all den Frauen, Müttern, die solche Beschädigungen - ihrer eigenen Person und gerade auch ihrer Kinder - durch solche "Väter", pathologisch narzisstische, persönlichkeitsgestörte, patriarchale Männer und die Justiz noch zusätzlich massiv beschädigt, nicht nur "benachteiligt" werden.
 
Denn wenn du erlebst, dass und wie intensiv dein(e) Kind(er) darunter l e i d e n und nichts dagegen tun kannst, insbesondere nicht einmal über den Rechtsweg Unterstützung erhältst, sondern noch zusätzlich beschädigt wirst, ist das kaum zu ertragen, zu verkraften, zu bewältigen. Und dass Frauen, Müttern so etwas systematisch zugemutet, angetan wird, ist im Grunde ein Verbrechen.
 
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Auch ich bin inzwischen davon überzeugt, dass das Hauptproblem der pathologische Narzissmus, d.h. die narzisstische, die anti-/dissoziale Persönlichkeitsstörung solcher Männer ist - denn Narzissten geht es um genau das: Macht und Kontrolle über und Unterwerfung von anderen Menschen, sie sind ausgeprägt egoman, selbstsüchtig und es mangelt ihnen allen an einem gravierend: Mitgefühl.
 
Das Problem ist allerdings, wie aus welchen Gründen vor Gerichten gegen Mütter vorgegangen wird, dass sie hier häufig trotz AnwältInnen gegen Mauern laufen und dabei - wie auch ihre Kinder - noch zusätzlich massiv beschädigt werden.
 
Letztlich hat es also immens mit dem in der Gesellschaft verbreiteten, patriarchalen Narrativ zu tun. Und dieses betrifft selbstredend auch Familienrichter, Anwälte, Staatsanwälte, Politiker, Jugendamtsmitarbeiter ... bis hin zu Nachbarn und sogar Freunden und Verwandten.
 
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