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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Frau, ledig, alleinerziehend, nicht vermögend, Feministin im Patriarchat

updates aus Februar, Juli, Oktober, Dezember 2022
 
#IchbinArmutsbetroffen: seit 36 Jahren, seit meinem 13. Lebensjahr - als Jugendliche, Azubi, Jobbende, Schwangere, Mutter, Studentin, Sorge-Arbeit Leistende, alleinerziehende, ledige Frau. Bildung schützt vor Armut nicht.
Armut = Gefängnis.
Armut vernichtet, tötet: Menschen.
 
Wie verhält es sich mit, Zitat Olaf Scholz, Bundeskanzler: "Anerkennung von Lebensleistung" all der Menschen, die arm, krank, versehrt, oft seit Kindheit vielfach belastet ihr Leben ertragen, bewältigen? Wann erhalten diese von Gesellschaft und Regierung, Regierenden, Wertschätzung: welche?
 
Wie verhält es sich mit Respekt, Wertschätzung, Anerkennung von Lebensleistung, unentbehrlicher, unersetzlicher Arbeit von Alleinerziehenden, Müttern?
Sorge-Arbeit Frau, ledig, alleinerziehend, d e s h a l b in Armut vegetierend, krepierend.
Armut als Strafe.
 
Ein Mensch ist nicht nur oder erst dann existenzberechtigt oder "wertvoll", wenn er kapitalistisch, wirtschaftlich ausbeutbare Lohnarbeit tätigt, funktional, nützlich, benutzbar, knechtbar ist. Menschenwürde. Grundgesetz. Menschenrechte. Ethik.
 
"Handle so, daß du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden andern jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest."
Immanuel Kant
 
Der Wert eines Menschenlebens bemisst sich nicht nach akademischen Titeln, Einkommenshöhe, Vermögensumfang, Narzissmusgrad (besetzten Machtpositionen), Ruhm, wirtschaftlicher Funktionalität und Verwertbarkeit.
Menschenwürde.
 
Es ist zahlreichen erwerbstätigen, berufstätigen Frauen, alleinerziehenden Müttern häufig nicht einmal möglich, durch Arbeit, Lohnarbeit ihre und der Kinder Existenz zu sichern: zahlreiche Alleinerziehende sind "Aufstocker". Hartz IV, Bürgergeld.
 
Wann diskutieren wir darüber, dass Erwerbstätigkeit Frauen häufig nicht wirtschaftlich, sozial unabhängig macht: Niedriglohn, Armut, working poor, Dienstleistungsprekariat, dass viele Erwerbstätigkeit außerdem bullshitjobs sind - weder sinnstiftend noch gemeinwohlförderlich.
 
Wann diskutieren wir, Feminismus, "Feministinnen", darüber, dass Schluss sein muss mit dem Entwerten von Sorge-Arbeit, dass jede Frau berufstätig, erwerbstätig sein können muss: nach je persönlichen Fähigkeiten, Interessen, aber auch ggf. vorhandenen persönlichen Einschränkungen, Wünschen, inklusive Sorge-Arbeit!
 
Wann diskutiert ihr privilegierten, bürgerlichen Mittelschichtsfrauen (inkl. AkademikerInnen), dass und warum etliche benachteiligte Frauen, Alleinerziehende ... n i c h t die Möglichkeit zu beruflicher Selbstbestimmung und Selbstentfaltung haben, stattdessen in Armut vegetieren. Und mit ihnen zwangsläufig ihre Kinder.
 
Warum setzt ihr euch nicht für ein emanzipatorisches, existenzsicherndes, menschenwürdiges BGE und ein ebensolches Sorge-Gehalt ein, das es Menschen ermöglicht, auf Basis gesicherter Existenzgrundlage Muße für Beziehungen, Sorge-Arbeit, Persönlichkeitsentwicklung, -reifung zu haben, selbstbestimmt im Sinne des Gemeinwohls tätig sein zu können.
 
Wenn du dich als Frau nicht ehelichen lässt oder anderweitig mit einem Mann in einer "Wirtschaftsgemeinschaft" monogam lebst, aber "trotzdem" Kind/er hast, wirst du mit Armut für deine Unabhängigkeit, Selbstbestimmung bestraft.
 
Und dabei wissen alle, gerade auch Politiker, Regierende, Ökonomen: keine "Arbeit", Erwerbstätigkeit, keine Wirtschaft, Wohlstand, Produktivität ohne sogen. Reproduktionsarbeit: Sorge-Arbeit. Diese leisten nach wie vor weltweit mehrheitlich Frauen. Gratis. Systematische Ausbeutung.
 
Sowohl Kinder als auch Eltern, Erwachsene brauchen lebenslang mehrere Bezugspersonen: Beziehung, Bindung. Idealerweise zu mehreren Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts.
cohousing - statt Ehe, Kleinfamilie, allein alleinerziehend.
 
Das afrikanische Sprichwort "Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen." meint nicht, Kinder seien so schwierig, weshalb es mehrerer Erwachsener bedarf, aber durchaus, dass Sorge-Arbeit Arbeit ist und dass die Kinder eben mehrere verschiedene Bezugspersonen brauchen.
 
Keine Mutter, kein Mensch sollte ein Kind oder gar mehrere völlig alleine umsorgen müssen. Denn früher oder später bleiben Kinder und/oder Erwachsener - meist die Mütter - auf der Strecke: physisch, psychisch, sozial ... .
 
Hier: Seit mehr als drei Jahrzehnten keine Familie, Eltern, Verwandte.
Seit Jahren auch kein Partner, keine Mobilität, soziokulturelle Teilhabe, Sozialkontakte, Zugang zu Facharztpraxen, kein Genuss durch wenigstens Nahrung (krankheitsbedingt, armutsbedingt). Keine Selbstwirksamkeit, Vitalität. - Wozu ... ?
 
Und nochmal: Ich rauche nicht (seit ca. 20 Jahren nicht mehr, davor auch nur wenige Jahre). Ich saufe nicht. Ich kiffe nicht. Ich fresse nicht. Ich kann fast nichts mehr essen, wg. Krankheit und Armut, habe keinerlei Sozialkontakte, soziokulturelle Teilhabe. Ich vegetiere nur.
 
Gibt´s hier noch andere Menschen, die den ganzen HartzIV-, Armuts-, Lebenswahnsinn seit Jahrzehnten ohne Alkohol, Kiffen, Zigaretten/Rauchen, Tabletten, Drogen, übermäßiges Essen bewältigen? Wie macht, wie ertragt ihr es? Mir hat früher Sport geholfen, kann ich jetzt nicht mehr.
Wie kommt ihr - nüchtern - klar mit Armut, sozialer Isolation, fehlendem Zugang zu Mobilität, soziokultureller Teilhabe, Sozialkontakten, Ausflügen, Urlauben, Freizeitaktivitäten, nicht vorhandener Familie, null Perspektive auf Verbesserung der Situation?
 
Was hat das jahre-, jahrzehntelange Vegetieren (-müssen) in/wegen Armut, Hartz IV, Alter, Krankheit, allein Alleinerziehendsein, Einsamkeit, sozialer Isolation, ohne Mobilität, Sozialkontakte, soziokulturelle Teilhabe, mit Lebensqualität, mit Würde, Menschenwürde zu tun? Art.1 GG
 
Nein: Es reicht nicht, "ein Dach über dem Kopf" zu haben und "nicht zu (ver-) hungern". Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht Zugehörigkeit, Teilhabe, Gemeinschaft, Beziehungen, Mitgestaltungsmöglichkeit ... .
 
Armut ist: über Jahre, Jahrzehnte, zumeist lebenslang keinen Zugang zu Wohltuendem, Tragenden, Heilsamen, Erfreulichen zu haben, haben zu dürfen - gesunde Nahrung mit Genuss essen können, medizinische Behandlung, Mobilität, Sozialkontakte, Teilhabe, Zugehörigkeit, Wertschätzung, Abwechslung, Sozialkontakten, schönen, tragenden Momenten, Erlebnissen mit anderen Menschen (Freunde, Familie, Kinder, Partner), Urlauben, Ausflügen, Geselligkeit, kultureller Veranstaltungen, mit Genuss essen k ö n n e n: gibt es nicht. Du vegetierst, krepierst nur.
 
Was für einige Menschen selbstverständlich ist - Eltern, Familie, Sozialkontakte, Gesundheit, Zugang zu ärztlicher Behandlung, Existenzsicherheit, Ausflüge, Urlaube, Wertschätzung, genussvolles Essen ... - ist für viele andere lebenslang unverschuldet unerreichbar. Zu lange.
 
Und nein, ich habe keine meiner chronischen physischen Erkrankungen selbst verursacht/verschuldet. Und nein, ich kann sie auch sämtlich nicht durch "einen gesunden Lebensstil" beheben oder wenigstens mildern.
 
Und infolge all dessen können "Menschen wie ich" auch nicht ihre Kinder fördern - ihnen fehlen sowohl die finanziellen, erforderlichen Mittel als auch die Kontakte, Beziehungen und die körperliche Kraft, Energie, Gesundheit, Mobilität. Folge: Das zieht dich zusätzlich ´runter.
Ab und zu musst du einfach auftanken können - wenigstens: essen. Wenigstens genug Blut. Ab und zu musst du dich auf irgendetwas auch freuen können. Du brauchst eine Perspektive. Die gibt es nicht mehr.
Hartz IV ist Endstation: Armut, Alter, Verfall, Tod.
 
Je intensiver und langandauernder ein Mensch, Individuum, gesundheitlich, sozial, wirtschaftlich, bürokratisch, finanziell, emotional, existenziell - nicht selten auch vielfach, "vielseitig" - belastet, benachteiligt, übergangen, missachtet, drangsaliert, schikaniert, herabgesetzt, ausgebeutet, ausgegrenzt, also: beschädigt wird, umso weniger ist er willens, bereit, fähig zu Empathie, Mitgefühl, Kooperation, Solidarität. Er hat schlicht keinerlei Kraft, physische und/oder psychische Ressourcen mehr dafür - sie sind, wie er selbst, erschöpft, entleert.
Er müsste längst zunächst selbst wieder "aufgetankt" werden. Statt belastet, beschädigt. Von anderen - bekannten oder fremden - Menschen, von Verwaltung, Behörden, Bürokratie, Justiz, Gesundheitssystem, Krankenkassen, Versicherungen, Banken, Schulen, Erwerbstätigkeit, Vorgesetzten, Arbeitskollegen, Mitbürgern, Regierung ... .
 
Wiedergutmachung für 17, nun 18 Jahre entzogenes, geraubtes Leben: Hartz IV, "Bürgergeld". Unmöglich: Es ist die gesamte Kindheit meiner Tochter, inklusiver aller Entbehrungen, lebenslang wirksamer Prägung. Armut.
 
Gibt es eigentlich Studien, Zahlen, Daten, Fakten - durch welche Medien wann, wo, wie und wie oft zugänglich gemacht? - dazu, wieviele Menschen in Deutschland an den direkten und indirekten Folgen nicht selbstverschuldeter langjähriger materieller Armut versterben?
 
Wieviele haben infolge von materieller Armut, bekannten einhergehenden Belastungen, Entbehrungen, Ausgrenzungs-, Schmerzerfahrungen, Sorgen, Nöten (auch Kinder betreffend), Krankheiten, Verzweiflung den Suizid vollzogen?
Warum erfahren wir darüber nie je etwas?
 
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update 28. November, 09. Dezember 2022 und 06. Januar 2023
 
Frage: Kennt jemand alleinerziehende Mütter, Frauen, die ledig (!) sowie ohne familiären Hintergrund/Unterstützung, ausschließlich durch Erwerbstätigkeit, Lohnarbeit vermögend, reich geworden sind?
Bitte nicht nur vom Hörensagen, sondern mit Quellen-, Faktenbelegen. Danke.
 
Nur durch ein menschenwürdiges, existenzsicherndes Sorge-Gehalt hätten Frauen Wahlfreiheit und finanzielle, wirtschaftliche Unabhängigkeit von Männern. Statt Ehe.
 
Sorge-Arbeit - systematische Ausbeutung von Frauen, Müttern. Armut ist die bekannte Folge. Nach wie vor. Weltweit.
Täglich vegetieren und krepieren Menschen, insbesondere Frauen und ihre Kinder in, durch, wegen Armut. Trotz geleisteter Arbeit.
 
Warum "gelingt" es ganz besonders und nach wie vor mehrheitlich Arbeit leistenden, Leistung ;) , Frauen ohne Einkommen nicht, Vermögen aufzubauen, auch nicht in Deutschland? Warum müssen sie gratis arbeiten? Sorge-Arbeit: Arm trotz Arbeit.
 
Warum soll die von mehrheitlich Frauen, Müttern geleistete Sorge-Arbeit, auch die Pflege von Angehörigen weniger wert sein als die bullshitjobs von Investment-Bankern, Beamten in Bürokratie, Verwaltung oder Versicherungsmaklern ... ?
Erstere sind für das Gemeinwohl, für weltweit jede Gesellschaft und Gemeinschaft absolut unentbehrlich, unersetzlich, aber nicht - wie Letztere - kapitalistisch ausbeutbar. Und n u r darum geht es bei unserem gängigen Arbeits- und Leistungsbegriff und bei Einkommen.
 
Wenn du in diesem Staat nicht erwerbstätig bist - um jeden Preis, auch arbeitend, alleinerziehend, chronisch krank, behindert, mit geringem Einkommen, somit in Armut bleibend, working poor, ausgebeutet, verheizt, ohne Wohlstand - wirst du be-, misshandelt wie ein Verbrecher.
 
Gibt es Studien (-ergebnisse), Zahlen, Daten hierzu:
Wieviele nicht-vermögende alleinerziehende Frauen, Mütter in Deutschland, in Europa, sind überzeugt, absichtlich ledig, unverheiratet (nicht: geschieden)?
 
Die Mehrzahl, Mehrheit der Frauen in Deutschland scheint sich diesen patriarchalen Verhältnissen noch immer zu beugen: sie heiraten, lassen sich ehelichen, machen sich wirtschaftlich, finanziell von einem (einzigen) Mann, Partner, Ehemann abhängig.
Das vor allem, gerade dann, wenn sie schwanger sind oder werden wollen, wenn diese Frauen einen Kinderwunsch haben - eben weil sie wissen, dass sie alleine NICHT Kinder, Sorge-Arbeit und Lohnarbeit täglich über Jahre existenzsichernd leisten können.
 
Ich will und wollte niemals je einen Ehemann, Ehe - ich wollte (zumindest einen, gerne mehrere) Gefährten: Liebe, Freundschaft, Beziehung, Bindung. Nein, das ist nicht dasselbe, es ist tatsächlich das Gegenteil von Ehe.
Liebe, d.h. aktives Lieben, siehe gemäß Erich Fromm: Erkenntnis, Achtung (Wertschätzung), Fürsorge, Verantwortung, Freiheit - Verbundensein.
 
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update 17. Januar 2023
 
gender care gap
 
Eine überzeugt ledige, unbemittelte, unfreiwillig allein alleinerziehende Frau, wie bspw. ich es seit 30 Jahren bin, leistet zwangsläufig sämtliche Sorge-Arbeit vollumfänglich alleine.
Arbeit, Leistung, Sorge- Arbeit. - Einkommen? Sorge-Gehalt? Wohlstand? Gerechtigkeit? Ausbeutung.
 
Dass die Kindesväter ihren Teil der Verantwortung, Fürsorge, Sorge-Arbeit für ihre Kinder nicht leisten, ist nicht dieser Frau, Mutter, Kindesmutter anzulasten.
Ebensowenig, dass diese unentbehrliche Sorge-Arbeit, Leistung nicht existenzsichernd monetär honoriert wird.
 
Nochmal:
 
Es kann im 21. Jh. nicht sein, ist ethisch nicht legitimierbar, dass eine Frau, nur deshalb wenn/weil sie Kinder will oder bekommen hat, von einem (Ehe-) Mann finanziell, materiell abhängig ist, gemacht wird, eine Ehe eingehen muss, um ihre Existenz sichern zu können.
 
Weder für Liebe, Beziehung, "Partnerschaft", Gefährtensein, Freundschaft, noch die gemeinsame Fürsorge und Verantwortung für Kinder ist eine Ehe, eine monogame Paarbeziehung der biologischen Eltern, ist Kleinfamilie erforderlich oder wohltuend.
 
Keine Frau sollte aus Gründen der Berufstätigkeit, Erwerbstätigkeit, beruflichen Karriere dazu genötigt sein, keine oder erst spät (wenn dann noch möglich) Kinder bekommen zu können/zu müssen oder zu diesem Zwecke ihre Eizellen einfrieren lassen zu müssen.
 
Keine Frau muss Mutter werden (wollen), aber jede Frau sollte tatsächlich selbstbestimmt wählen können, ob und wann sie es wird, w e n n sie es möchte und entsprechend geänderter, bedürfnisorientierter, sorge-freundlicher Arbeitszeiten, -formen und -strukturen bedarf es, auch für bspw. pflegende Angehörige, entsprechender Freiräume und Unterstützung sowie materieller Existenzsicherung - hierfür haben Politik und Wirtschaft gemeinsam ihrerseits Sorge zu tragen, dies zu ermöglichen, statt es weiterhin zu untergraben, zu verunmöglichen.
 
Beide Eltern können sich gemeinsam bedürfnisorientiert! um Kinder kümmern, Sorge-Arbeit leisten.
Ein Sorge-Gehalt, aufgeteilt oder nur für jene, die die Hauptsorgearbeit leisten, und cohousing sind geboten, längst überfällig. Statt systematische Ausbeutung von Frauen.
 
Nur dann, wenn es ein menschenwürdiges, existenzsicherndes Sorge-Gehalt gibt, könnten vor allem (biologische) Frauen tatsächlich selbstbestimmt entscheiden, ob und wenn ja, wann sie mit wem Kinder bekommen wollen und wären nur dann wirtschaftlich von Männern unabhängig - statt Ehe.
 
Bisher sind ja gerade Alleinerziehende - mehrheitlich sind das auch in Deutschland nach wie vor (biologische) Frauen - erheblich von materieller Armut betroffen. Eben weil sich "Familie und Beruf" für ledige Frauen NICHT gut "vereinbaren lassen". Hartz IV, "Bürgergeld".
 
Dies ist jedenfalls dann der Fall, wenn:
 
- die Frau ledig ist
- sie keine familiäre und/oder kindesväterliche soziale, auch wirtschaftliche, monetäre Unterstützung erhält
- sie nicht oder geringqualifiziert oder Studienabbrecherin ist
- sie chronisch krank ist
 
Bei mir: alles.
 
Menschen, nicht nur, aber besonders Kinder und Jugendliche, brauchen lebenslang mehrere vertraute Bezugspersonen unterschiedlichen Alters und Geschlechts, auf Basis emotionaler Bindung, Beziehung - nicht wechselndes Betreuungspersonal, Fremdbetreuung.
 
Cohousing und Sorge-Gehalt könnten Abhilfe schaffen, vor allem Armut, die weltweit mehrheitlich Frauen und ihre Kinder trifft, belastet, beschädigt, effektiv beheben.
 
W e i l du Frau, Mutter, ledig, alleinerziehend, nicht vermögend bist und dich weder in Maloche noch bullshitjobs verheizen lässt, wirst du vom Staat, von Regierungen, im Kapitalismus, Patriarchat mit materieller Armut BESTRAFT.
 
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23. Februar 2018
 
Zur Situation nicht nur, aber gerade auch vieler Alleinerziehender im reichen Deutschland, dem es doch "so gut geht", hier nochmal (m)eine Stellungnahme:
 
Unter anderen Menschen malocht auch die Alleinerziehende häufig in einem Niedriglohnjob oder mehreren Minijobs, ihre Kinder sind währenddessen qualitativ keineswegs gut fremdbetreut, sondern von frühester Kindheit an durch die grundsätzlich viel zu frühe Fremdbetreuung geschädigt - siehe Verlust-, Trennungsängste, Stress, gestörte oder unmöglich gemachte Bindung - die jedoch lebenslang eine so immens wichtige Rolle spielt: die sichere Bindung, das Ausbildenkönnen von Urvertrauen, das das Selbstvertrauen überhaupt erst möglich macht, zur Folge hat - und wir sehen all die persönlichkeitsgestörten Menschen, insbesondere pathologische Narzissten, ängstliche Konservative bis hin zu Tätern schwerer Gewalttaten, denen es an genau dieser sicheren Bindung fraglos fehlte.
 
Ich wiederhole:
Es geht in neoliberaler Politik, Regierung nicht um die Kinder, deren Wohl, es geht nicht um die Mütter, Frauen, deren berufliche "Selbstverwirklichung", Freiheit, Selbstbestimmung, Gleichberechtigung - es geht rein nur um die Wirtschaft, um das Instrumentalisieren der Lohnarbeitssklaven.
 
Denn ein tatsächlich bedürfnisorientiertes Arbeiten, Wirtschaften, Handeltreiben und Wohnen, müsste ein tatsächlich (!) am Gemeinwohl orientiertes sein und das in letzter Konsequenz auch und gerade auf das möglichst globale Gemeinwohl hin orientiert, darum bemüht. Aber es geht faktisch augenfällig nicht um das Gemeinwohl, sondern um Privilegien, Profite, Gier, Geiz, Neid, Konkurrenz, Kampf, Ausbeutung, Unterwerfung, Macht, Unterdrückung.
 
Und da schließt sich der Kreis: W a r u m werden Menschen (weltweit btw) zu solchen "Monstern"? Es liegt in ihrer Kindheit, Prägung und Sozialisation begründet, häufig eben in Schwarzer Pädagogik (die nicht nur aus Schlagen besteht, die nicht ausschließlich durch physisch sichtbare Gewalt gekennzeichnet ist) und zumeist auch in religiöser Indoktrinierung.
 
Wenn mit dem Kind nicht angemessen, d.h. je individuell bedürfnisorientiert umgegangen wird oder werden kann - weil die Eltern selbst bereits massiv beschädigt worden sind oder unter Druck stehen, siehe Krisengebiete, Gewalt, Armut, Elend, Not, diktatorische Regime - dann entwickelt es sich entsprechend: negativ, bspw. ängstlich, misstrauisch, aggressiv, gewalttätig, abwehrend, verweigernd, unkooperativ, neidisch, gierig, narzisstisch, Sucht ausbildend, Macht, Kontrolle, Unterwerfung anstrebend usw..
 
Man nennt das allgemeinhin Kompensation, siehe außerdem Gehorsam, Identifikation mit dem Aggressor, freiwillige Knechtschaft, Selbstentfremdung (mit wiederum entsprechenden Folgen: des Suchens nach "Höherem, Übergeordnetem, Metaphysischem" aufgrund der eigenen Haltlosigkeit, Angst, Verzweiflung).
 
Denn das ihm angeborene Mitgefühl ist gravierend beeinträchtigt, beschädigt, somit seine Fähigkeit zu prosozialem Verhalten auf ganz ursprünglicher Basis eben dieses Mitgefühls, intrinsischer, nicht religiös, ideologisch oktroyierter Moral.
 
Hierzu sei immer wieder auf Erich Fromm ("Anatomie der menschlichen Destruktivtät", "Die Kunst des Liebens" ...) verwiesen, außerdem auf Alice Miller, Arno Gruen (Schmerz, Anpassung, Gehorsam) und Joachim Bauer ("Schmerzgrenze - Vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt") sowie Gabor Maté.
 
Und die Geschichte zeigt uns in nicht wenigen Figuren deutlich auf, was passiert, wenn Menschen eine belastende, insbesondere physisch und/oder psychisch gewaltvolle Kindheit erlitten haben: Sie werden, als einstige Opfer, selbst zu Tätern, man denke bspw. an Hitler, Stalin, oder zu Kranken, man denke bspw. an Nietzsche.
 
Es kann allerdings auch vorkommen, dass die alleinerziehende Mutter in Hartz 4 - mit ihrem Kind - vegetiert.
Weil:

- es ihr an einer beruflichen Qualifikation, einem berufsqualifizierenden Abschluss/Scheinchen, außerdem auch an "Kontakten" fehlt
 
- sie vom Jobcenter über Jahre keine Weiterbildung, Umschulung bzw. berufliche Qualifizierung gewährt, finanziert bekommt (da es hierauf keinen Rechtsanspruch gibt), obwohl sie zertifizierte Maßnahmen und entsprechende Träger vorlegt
 
- sie infolgedessen mittels Ein-Euro- oder Minijobs bis ins Alter bzw. bis in den Tod am Hartz 4-Tropf hängen muss - und das offensichtlich auch s o l l, anderenfalls erhielte sie ja vom Jobcenter individuell passende, bedürfnisorientierte Unterstützung, Stichwort "fördern"
 
- sie möglicherweise physisch chronisch krank und daher zusätzlich entsprechend beruflich eingeschränkt ist und die Jahrzehnte währende materielle Armut, inklusive aller Folgen, Belastungen, Entbehrungen und ohne jeglichen familiären, sozialen Rückhalt, diese Situation kontinuierlich nur verschlechtert, statt verbessert.
 
Sorry, dass ich schon wieder selbstmitleidvoll "gejammert" hab´, aber ja:
Ich würde sehr gerne mal Zahlen haben:
 
Wievielen Menschen es im Hartz-Vollzug eigentlich wie lange schon aus welchen Gründen wie schlecht geht: physisch und/oder psychisch. Und was das mit ihnen "macht" - mit ihrer Persönlichkeit, ihrem Selbstwertgefühl, ihrer Gesundheit, ihrem Verhalten, siehe bspw. Ängste, Rückzug, Aggression, Depression, Verzweiflung bis hin zum Suizid.
 
Warum gibt es hierzu keine Studien - nicht nur also zur "Erwerbslosigkeit", denn es ist nicht die Erwerbslosigkeit das Problem dieser Menschen, sondern: dass sie keine Zugehörigkeit haben, keine Teilhabe, dass sie keine Anerkennung und Wertschätzung erhalten und sich nicht nach je persönlichen Möglichkeiten, Fähigkeiten, Interessen, Stärken, Wünschen, aber auch etwaig vorhandenen Einschränkungen, Belastungen in die Gesellschaft einbringen können und dabei gerade n i c h t individuell bedürfnisorientiert unterstützt werden.
 
Nein, Menschen brauchen keine "Arbeit" um jeden Preis.
Nein, nicht jede "Arbeit" (Erwerbstätigkeit) ist besser als keine.
 
Menschen brauchen ein existenzsicherndes Einkommen und all das, das ich soeben aufgezählt habe.
 
Und dafür wiederum ist eine gute, stabile, fröhliche, lebenslang prägende und im Idealfall tragende Kindheit absolute Grundvoraussetzung - um den "Unbillen", Herausforderungen, Belastungen des Lebens überhaupt gewachsen zu sein, um sie bewältigen (!) zu können.
 
Was Menschen, gleich ob Kinder oder Erwachsene, n i c h t brauchen, was sie stattdessen belastet, beschädigt, ist:
 
bevormundender, respektloser Paternalismus, Ignoranz, Verachtung (getarnt als "Mitleid"), Beschämung, Verheizt-, Ausgebeutetwerden und Schwarze Pädagogik:

Druck, Zwang, Kontrolle, Schikane, Härte, Strenge, emotionale Kälte, Dressur, Strafe - absichtsvolles Schmerzzufügen, das man im allgemeinen Sprachgebrauch als Sadismus bezeichnet - Gewalt also: psychische und physische. Staatliche, strukturelle, systematische.
 
-
Es verhält sich nun mal leider folgendermaßen:

Als attraktive, intelligente, sexuell begehrenswerte Frau wirst du von Männern zunächst zu "erobern", sexuell verfügbar zu machen versucht, wenn ihnen das nicht gelingt oder aber gelingt und du dich dann aber nicht (mehr) benutzen lassen willst - als Sexobjekt, Gegenstand oder auch als Mutter, Magd, Animateurin usw. - sondern selbst auch Bedürfniserfüllung beanspruchst, wenn du also nicht nur permanent geben, sondern auch "nehmen", erhalten willst, wirst du von Männern dann schnell abgestoßen, ausgetauscht oder aber angegriffen, zu demütigen, zu entwerten versucht, auch nicht selten wirst du von ihnen diffamiert.
 
Grundsätzlich liegt das daran, dass solche Männer Angst vor solchen Frauen haben - vor Frauen, die keine braven, genügsamen, anschmiegsamen, f o l g s a m e n Weibchen sind, sondern die als ebenbürtige Partnerinnen, Gefährtinnen, als zu respektierendes Gegenüber gesehen und vor allem behandelt werden wollen.
 
Männer haben Angst vor und Wut auf Frauen, denen sie sich sozial, emotional, intellektuell und moralisch unterlegen, von denen sie sich außerdem physisch (sexuell ...) und psychisch-emotional (Fürsorge, Bestätigung, Rückhalt, Zuwendung ...) abhängig fühlen.
 
Sie gehen dann schmollen oder hauen drauf und das auf unterschiedliche Weise, je nach Wesen, Naturell, Temperament des jeweiligen Mannes.
 
Ja, irgendwann, in meinem Fall mit knapp Mitte 40, ist das einfach ermüdend und stinklangweilig.
 
Und enttäuschend ist es ohnehin - frau verliert den Respekt vor solchen Männern: aufgrund deren ureigenen Verhaltens.
 
Und wenn du dann überdies noch wagst, dich dem Patriarchat fast schon demonstrativ zu widersetzen, indem du alleinerziehend bist, indem du dich also nicht zur Ehemagd verfügbar machen, dich nicht unterwerfen, dich nicht von einem Mann besitzen, dich nicht von ihm finanziell, wirtschaftlich, sozial abhängig machen lässt, wenn du in all diesen Bereichen also bewusst und überzeugt von Männern unabhängig sein und bleiben willst, wenn du dabei aber nicht vermögend bist, dann wirst du gerade genau dafür vom Patriarchat bestraft: indem man dir und deinen Kindern vorsätzlich die Existenzgrundlage entzieht: das Geld zum Leben, ein Einkommen für die von dir geleistete Sorge-Arbeit (die du neben Erwerbsarbeit leiste(te)st) und indem dir überdies die dir dafür gebührende Anerkennung, Wertschätzung aktiv und nachhaltig vorenthalten, v e r w e i g e r t wird.

Du wirst stattdessen abgewertet, belächelt, verachtet, bemitleidet oder schlicht ignoriert - somit selbstredend auch deine Sorgen, Nöte, deine Wünsche, Rechte und Forderungen.
 
Manchmal kommen dann Männer, die sich deiner gnädigerweise gönnerhaft "annehmen" wollen - um sich damit aufzuwerten, um ihr Gewissen damit zu beruhigen, um sich nicht ganz so schäbig fühlen zu müssen oder auch einfach wieder nur, um dich gratis sexuell verfügbar zu machen.
 
Es geht all solchen Männern um eines grundsätzlich nicht: um die erforderlichen, angemessenen, gesellschaftlichen, politischen Veränderungen und das im Übrigen global.
Es geht ihnen darum, das Patriarchat zu erhalten - also: ihre Privilegien, ihre Macht - mit all den bekannten Folgen.
 
Verhielte es sich anders, so gäbe es etliche Missstände längst nicht mehr - bspw. Pornographie (also gefilmte Prostitution, gefilmte Sexualgewalt), Prostitution, materielle Armut, die global mehrheitlich Frauen und ihre Kinder trifft, schädigt.

Es gäbe grundsätzlich weniger Gewalt, mehr Kooperation, statt Kampf und Konkurrenz.
Die Verhältnisse v o r der neolithischen Revolution und in den wenigen, noch heute bestehenden Matriarchaten belegen genau das.
 
Aber einer weltweiten Mehrheit von Männern geht es augenfällig nicht um Geschlechterparität - deshalb sprechen sie von "Genderwahn, -terror", deshalb sind sie Maskulisten, Anti-Feministen, Freier, Vergewaltiger, machtgeile Narzissten und Psychopathen, deshalb beuten sie Frauen weltweit aus: sexuell, sozial, als gratis Sorge-Arbeiterinnen ... .
 
Deshalb gibt es den backlash in usa, in Europa - im "christlichen Abendland", im vorgeblich "aufgeklärten, demokratischen Westen".
 
Deshalb sind die drei sogenannten Buchreligionen, die durch und durch patriarchal, autoritär sind, sich sämtlich auf das gewaltvolle Alte Testament stützen, noch immer so stark verbreitet.
 
Deshalb boomt weltweit das Geschäft mit Pornographie, Prostitution, Waffen.
 
Deshalb ist Armut global "weiblich".
 
Deshalb gibt es den gender pay gap - immer noch.
 
Deshalb gibt es den Femizid, werden Frauen und Mädchen weltweit noch immer diskriminiert, misshandelt, unterdrückt (siehe als e i n Beispiel die Genitalverstümmelung von Mädchen und Frauen) und getötet, ermordet.
 
Und deshalb wollen Rechtskonservative und Rechtsextreme - nicht nur, aber auch in Deutschland - zurück zu "traditionellen Rollenbildern, Geschlechterrollen", sind sie gegen Abtreibungen und gegen Alleinerziehende, gegen gender studies, gegen den Feminismus - sie wollen Geschlechterpolarität, nicht -parität, sie wollen ihre Vormachtstellung, Deutungshoheit, ihre Privilegien zurück bzw. sie erhalten, sie wollen sich gerade nicht emanzipieren, reifen, sich selbst kritisch, ehrlich hinterfragen.
 
Ich wollte nur mal kurz anmerken, w i e über ich all das habe.
 
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