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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Der Extremismus der Mitte - heute wie damals eine Gefahr für Demokratie, für die offene Gesellschaft

"[...] Denn der Faschismus sei zwar als „staatenbeherrschende Erscheinung 1945 zugrunde gegangen. Aber die Mentalität, die ihn kenntlich machte, hat in mancherlei Abschattung überlebt“, schrieb Nolte.
Die gesellschaftlichen Dispositionen, die ihn ermöglichen, bestünden fort, warnte er. Es gebe eine „Tendenz zu extremer Reaktion auf die Unsicherheit einer in der Verwandlung zu stetig komplizierteren und unbegrenzteren Formen des Zusammenlebens begriffenen Welt vonseiten derjenigen, die sich bedroht fühlen“, betonte Nolte. Eine Diagnose, die mit Blick auf Alexander Gauland, Björn Höcke und Beatrix von Storch wieder aktuell wirkt.
 
Wer war Seymour Martin Lipset, der die These vom Extremismus der Mitte propagierte? Er wurde 1922 als Sohn jüdischer Einwanderer aus Russland in New York geboren. Er begann seine akademische Karriere als Trotzkist. Später galt er als einer der ersten Neokonservativen. Die Idee des Extremismus der Mitte hatte er bei Harold Lasswell gefunden. Der hatte schon 1933 geschrieben, dass der Extremismus der Mittelklasse seinen Ursprung in Trends habe, „welche der kapitalistischen Gesellschaft eigen sind und von welchen die Mittelklasse auch dann betroffen würde, wenn sich ihre Stellung gebessert hätte“. [...]"
 
Quelle: taz.de - "Debatte Faschismus und Klassen: Der Extremismus der Mitte", farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
 

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