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Sabeth schreibt

Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie

Die pornofizierte Gesellschaft, Welt, der Kapitalismus in seiner Steigbügelhalterfunktion, das nach wie vor global bestehende, herrschende Patriarchat - mit all seinen bekannten Folgen

"[...] Denn das Thema von "The Deuce" ist hochkomplex. Die Serie erzählt den Aufstieg und Wandel der Pornoindustrie, von ihren Anfängen zu Beginn der Siebzigerjahre am Strich des Times Square ("the deuce" wurde der Kiez an der 42nd Street einst genannt) zur Einnahmequelle der Mafia und schließlich zur Abwanderung nach Los Angeles und ihrer Entwicklung zu einem milliardenschweren Geschäft, das eine ganze Gesellschaft tief prägt. "Die Serie", sagte Gyllenhaal kürzlich auf einem Pressetermin in Los Angeles, "wirft mit Blick auf die Pornoindustrie einen Blick auf den Kapitalismus." [...]
 
Und Gyllenhaals alleinerziehende Candy, ein Profi, in deren skeptischem Lächeln stets ein gewisser Abstand zu den Dingen mitschwingt. "Nein, mein Freund", bescheidet sie einem Kunden in einer Szene, die geschickt die erniedrigenden "Sachzwänge" der Pornoindustrie vorwegnimmt, "niemand von uns, keines der Mädchen findet Analsex geil!" [...]
 
"The Deuce", sagt Simon, sei die härteste Schnittarbeit seiner Karriere gewesen. Aber es gelingt ihm meistenteils, einen unbefangenen Blick auf die Anfänge einer Industrie zu werfen, deren Produkt "die Objektifizierung von Frauen ist", wie Simon sagt, und in der Milliarden gescheffelt werden - bloß eben nicht von diesen Frauen.
 
"Mich interessiert nicht, ob Pornografie gut oder schlecht ist", sagte Simon in Los Angeles. "Mir war auch bei 'The Wire' egal, wo Drogen moralisch zu verorten sind. Mich interessiert, wie Macht und Geld sich anordnen und wir uns gesellschaftlich mit dieser Anordnung einrichten." Der Aufstieg der Pornoindustrie, so Simon, sei die perfekte Parabel darauf, "was der Markt hergibt, wo die Arbeiter stehen, wer Geld macht und wer nicht".
 
Die, die in "The Deuce" das große Geld verdienen, sind zuerst die Zuhälter, dann die Mafia, die bald im Hintergrund die Strippen zieht, und schließlich die Entertainment-Industrie in Kalifornien. Aber einen kurzen Moment lang scheint es, als könnte sich hier eine Kunstform etablieren, als könnten Frauen wie Candy diese knospende Industrie mitgestalten.
 
Wäre das geschehen, sagt David Simon, wäre unsere Welt, in der noch die Bier- und Autowerbung Untertöne der Pornoindustrie transportierten, vielleicht eine andere."
 
Quelle: spiegel.de - "Die Pornoindustrie als Brennglas des Kapitalismus", farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen. 
 
Die pornofizierte Gesellschaft - das Patriarchat at its "best" - die totale Objektifizierung, Ausbeutung und Unterwerfung von Frauen - mit der überdies schamlos geheuchelten "Rechtfertigung", diese Frauen machten das "freiwillig" - und es interessiert "die Öffentlichkeit" einen Dreck, dass und wie sehr diese Frauen dabei beschädigt werden - am wenigsten interessiert es die Freier, die männlichen Konsumenten, die Produzenten, die Profiteure (zu denen auch der Staat gehört, der Prostitution als "Sex-Arbeit" euphemisiert und daran mitverdient).
 
Denn "interessierte" es sie, so würden, so könnten sie Pornographie und Prostituierte nicht konsumieren, benutzen, ausbeuten, unterwerfen, erniedrigen - physisch und psychisch beschädigen. Es fügte ihnen dies s e l b s t Schmerz zu.
 
Wenn man bedenkt, dass ich das ("Dein Geschenk") bereits 2015 schrieb/erkannt hatte (eigentlich ja 2014 bereits), ist der Umstand, dass ich es danach noch weitere (zwei) Jahre zugelassen, ertragen habe, tatsächlich einfach nur bitter.  Und ich weiß: Es gibt nicht wenige Frauen, die all das auch zulassen - nicht "nur" gegen Bezahlung/als Prostituierte, sondern eben gerade auch innerhalb von Beziehungen: sexuelle Gewalt in Beziehungen, die nur möglich ist, da psychisch-emotionale Gewalt vorausging und diese mit physischer, mit sexueller Gewalt immer auch einhergeht. Immer.
 
Und anzumerken ist auch vielleicht nochmals, dass ich mich niemals je als "devot", als "submissiv" empfunden, erlebt habe, dass ich nie je irgendwelche sexuelle Phantasien in diese Richtung hatte, dass ich den "Sex" - den Porno-Gewaltfick mit meinem Ex nie je als befriedigend, erfüllend erlebt habe - eben gerade deshalb so ja nicht erleben konnte: weil ich nicht "submissiv" bin, es nie war, weil mir n i c h t gefiel, was er wie tat, sondern es mir dabei und danach physisch und psychisch (deutlich für auch ihn wahrnehmbar) schlecht ging.

Ich hatte das ihm gegenüber ungezählte Male deutlich verbal zum Ausdruck gebracht, auch mein Körper "zeigte" es ja unmissverständlich.
Seine Art des Umgangs damit war Gleichgültigkeit, Ignoranz und Manipulation - er versuchte mir einzureden, ich sei devot, es trauten sich Frauen das aber heute nicht mehr zuzugeben, auszuleben - aufgrund des, Zitat "Genderterrors".

Unerträglich ist, dass es dennoch so regelmäßig und so lange stattfand, dass ich es aufgrund seiner intensiven Manipulation zugelassen habe: so regelmäßig, so lange und trotz all meiner psychischen und physischen Schmerzen.
Dass er nun zuletzt (nach vier Jahren) außerdem sagte, ich hätte die Schmerzen, das Blut ... nur, Zitat "phantasiert".

Und unerträglich ist, dass all das, wenn es angezeigt wird, nicht einmal wirklich untersucht, nicht angemessen polizeilich ermittelt wird, dass Täter nicht verurteilt werden, Opfer damit noch zusätzlich diskreditiert, beschädigt werden - und das gesamte Täterprofil (seine Einstellungen, "Weltanschauung", seine Persönlichkeit, sein Charakter, seine Verhaltensweisen in auch anderen Lebensbereichen ...) überhaupt keine Rolle zu spielen scheint, nicht einbezogen wird.

Alles, das ohne Zeugen, ohne Beweise stattfindet, hat quasi nur in der Phantasie der Opfer stattgefunden - die Täter werden geschont, von der Exekutive geschützt, die Opfer zusätzlich beschädigt, indem man ihnen nicht glaubt, sie damit diffamiert.

Und wenn es dann doch Beweise gibt, die die Aussagen des Opfers als wahrheitsgemäß belegen, werden diese von Polizei und Staatsanwaltschaft ignoriert, nicht geprüft, völlig außenvorgelassen. - WARUM? Warum ist das möglich, warum darf das sein, passieren?
 
-
 
"[...] Kritiker, wie Prof. Tobias Singelnstein [4], hinterfragen die aktuelle Situation und monieren, dass sich die Polizei als Träger des staatlichen Gewaltmonopols und ausgestattet mit besonderen Machtbefugnissen auch noch einer anderen Form öffentlicher Kontrolle unterwerfen sollte. Besonders bei der strafrechtlichen Kontrolle wird die institutionelle Nähe zwischen Staatsanwaltschaft und Polizei problematisiert. Formal handelt es sich zwar um zwei unterschiedliche Institutionen, die auch zwei unterschiedlichen Ministerien zur Aufsicht unterstellt sind: die Polizei den jeweiligen Innenministerien und die Staatsanwaltschaft den jeweiligen Justizministerien. Trotz dieser institutionellen Trennung führen Kritiker an, die Distanz zwischen diesen beiden Institutionen sei zu gering. Sie begründen dies damit, dass beide Institutionen täglich eng zusammenarbeiten und dabei aufeinander angewiesen sind.

Die Staatsanwaltschaft bedient sich bei der praktischen Ermittlungstätigkeit der Polizei als Ermittlungsbehörde. Sie ist zwar "Trägerin" und "Leiterin" der Ermittlungsverfahren, greift aber zur Erfüllung ihrer Aufgaben im Rahmen der Strafverfolgung auf die Hilfe der Polizei zurück.[5] In der Praxis bedeutet dies, dass strafprozessuale Ermittlungen gegen Polizisten durch die Polizei selbst vorgenommen werden.[6]

Auch wird Kritik geübt von Organisationen wie Amnesty International, wonach das Kontrollinteresse der Staatsanwaltschaft geringer werden kann, je enger sie mit der Polizei zusammenarbeitet.[7] Eine Folge dessen kann sein, dass die Polizei damit faktisch selbst über Umfang und Intensität der Ermittlungen bestimmen kann.

Die Einstellungsquote bei Verfahren gegen Polizistinnen und Polizisten beträgt in Deutschland zurzeit über 95 Prozent, in nur 3 Prozent der Fälle wird überhaupt Anklage erhoben. Manche interpretieren diese Zahlen als Beleg für die tadellose Arbeit der Polizei. Andere Akteure sehen in diesen Zahlen einen Hinweis auf die mangelnde Wirksamkeit der derzeitigen Ermittlungspraxis gegen Polizeibeamte in Deutschland. [...]
Zudem rekrutiere sich der höhere Polizeidienst fast ausschließlich aus der Polizei selbst - deren Angehörige haben somit häufig die polizeiliche Sozialisation ebenso durchlaufen wie die Beamten und Beamtinnen an der Basis, die sie kontrollieren sollen.

Kritiker zweifeln darüber hinaus die Effektivität der parlamentarischen Kontrolle der Polizei an. Die regelmäßige enge politische Verbindung zwischen parlamentarischer Mehrheit und der Regierung könne einen subjektiv gebremsten Drang der Parlamentsmehrheit nach effizienter Überwachungstätigkeit auslösen[9], weil Skandale möglicherweise der amtierenden Regierung angelastet werden könnten.

Aus diesen Gründen regen Menschenrechtsorganisationen wie u.a. Amnesty International, die Humanistische Union, die Internationale Liga für Menschenrechte, das Komitee für Grundrechte und Demokratie sowie der Republikanische Anwältinnen- und Anwälteverein die Einführung eines von der Staatsanwaltschaft und Polizei unabhängigen Untersuchungsmechanismus an. [...]
Kritiker sind der Meinung, dass es externer, nicht-polizeilicher Einrichtungen bedarf, welche die Polizei kontrollieren. Dieses können unabhängige Untersuchungskommissionen wie in Irland, Großbritannien, den USA und Norwegen sein oder andere unabhängige Beschwerdeinstitutionen wie Polizeibeauftragte (Ombudsstellen), wie es sie in Kanada oder Australien gibt. [...]
 
Letztlich ist es eine politische Entscheidung, ob in Deutschland flächendeckend alternative Kontrollmechanismen für die Polizei eingeführt werden. Die Frage, wer die Wächter bewacht, ist jedenfalls auch nach über zweitausend Jahren Diskussion noch lange nicht abschließend beantwortet."

Quelle: bpb - "Kontrolle der Polizei" 

 

Die pornofizierte Gesellschaft, Welt, der Kapitalismus in seiner Steigbügelhalterfunktion, das nach wie vor global bestehende, herrschende Patriarchat - mit all seinen bekannten Folgen
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