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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Keine "Sexualerziehung" durch die Sexindustrie - Porno bleibt Porno, auch wenn er vorgeblich "alternativ", gar "feministisch" sein will, so zumindest etikettiert und gehandelt wird

update 09. September 2020
 
Sexualkundeunterricht in Schulen - Schweden mal wieder Vorreiter: Kritik an mangelnder Aufklärung, Information, stattdessen erleiden schon Jugendliche, vor allem Mädchen, junge Frauen
Porno = Gewalt, Vergewaltigung
 
Auch in Deutschland findet nach wie vor keine "Sexualkunde" an Schulen statt, sondern nur reiner Fortpflanzungsunterricht - um Sex, Praktiken, Konsens, um Porno, Prostitution, Vergewaltigung, Fragen, Erfahrungen geht es: null.
 
@Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
@Bundesministerium für Bildung und Forschung
 
Is´ auch schwer, gell - wenn die Bundesregierung Prostitution befürwortet und via Steuern daran kräftig verdient, davon profitiert. Und wenn auch Polizisten, Richter, Staatsanwälte, Lehrer und Väter Pornos regelmäßig konsumieren, ggf. auch Freier sind. Tja ... es ist systemimmanent.
 
Und ihr seid ja auch eifrige Pro-"sexwork"-Lobby-Unterstützer, @dieLinke.
 
Von wegen Gleichstellung, Gleichwertigkeit, Gleichwürdigkeit der Geschlechter, Menschenwürdeprinzip, sexueller Konses ... .
 
Dabei ist es gar nicht so schwer, zwischen tatsächlich freiwilligem, konsensualem, also echtem Sex und Vergewaltigung, inkl. Porno zu unterscheiden. Was weshalb sexueller Konsens ist, ist längst geklärt, definiert.
 
-
 
 
update 07. März 2021
 
Über die Ursachen, Hintergründe dessen wird im Artikel leider kaum etwas genannt:
 
Was veranlasst welche Kinder, Jugendliche, sich so zu verhalten? Wie intensiv sind aus welchen - bekannten - Gründen augenfällig schon Kinder durch Porno, Sexualgewalt indoktriniert, beschädigt.
 
Wie selten, schlecht, gar nicht werden - welche - Kinder, Jugendliche über Sex "aufgeklärt", informiert, wird mit ihnen respektvoll, bedürfnisorientiert, offen darüber gesprochen: in Familie, mit Eltern, in Schule, wo es keine Sexualkunde gibt, nur Fortpflanzungskunde.
 
Wenn Eltern, Erwachsene, Lehrer keinen erfüllenden Sex kennen, erfahren haben, wenn sie selbst noch immer überwiegend nur mit Scham über Sexualität, Sexuelles sprechen können oder gar nicht, holen Kinder und Jugendliche sich "Antworten" in Porno.
 
 
"[...] Pornos sind überall. Wir haben Foodporn und Bookporn und Porno Rap und überhaupt ist alles Porno. Das große Ziel der Sexindustrie, endlich im Mainstream anzukommen, ist fast erreicht. Pornos sind nichts Schmutziges mehr, im Gegenteil. Pornos sind cool. Wer die in in ihnen dargestellte Gewalt gegen Frauen, der immer weiter eskalierende Hass und die Gefahren anspricht, die die Sexindustrie mit sich bringt, gilt als prüde. In keiner Industrie ist die Selbstmordrate höher, sind eindeutiger Rassismus und sexistische Gewalt nicht nur geduldet, sondern sogar gewünscht und können „Produkte“ nur durch massiven Drogenkonsum der Darsteller erstellt werden. In Pornos werden Frauen systematisch entmenschlicht, sie sind austauschbare Ressourcen, deren Gefühle und Körper nichts zählen.
 
Immer wieder wird dann darauf verwiesen, dass es ja auch alternative Pornos gibt, und insbesondere „feministische“ Pornos. Die prominenteste Vertreterin des feministischen Pornos ist die Schwedin und Pornoproduzentin Erika Lust, die in Spanien wirkt und mit dem Label des feministischen Pornos bereits einige Millionen verdient hat. Von sich selbst sagt sie, sie wolle Pornos schaffen, die Frauen ansprechen. Nachdem die TV-Serie „Hot Girls Wanted“ in ihrer ersten Staffel schonungslos aufzeigte, wie die Sexindustrie in Amerika junge Mädchen innerhalb weniger Monate regelrecht verbrennt, sie wie Frischfleisch ausbeutet und dann wieder ausspuckt (oder sie zu immer extremeren Szenen zwingt), sollte es in Staffel 2 ein wenig mehr „Kontext“ geben. In einer der ersten Folgen wird Erika Lust beim Filmdreh begleitet. Sie wirkt so locker und fröhlich und betont immer wieder, wie wichtig es ihr sei, dass es den Darstellerinnen gut gehe. Bei ihr sei alles ganz anders, Wohlfühlporno für die selbstbestimmte Frau. Kein Fake, keine Gewalt, keine Beschimpfungen, keine Grenzüberschreitungen. Eine zierliche Frau ist diesmal die Hauptdarstellerin, sie ist Pianistin. Es ist ihr erster Dreh. Sie lächelt bezaubernd und offen. Ihr Partner ist ein Profidarsteller. Erika Lust erklärt ihm zwar, dass er nicht wie bei seinen sonstigen Drehs rücksichtslos sein kann, doch dem Darsteller gelingt das nicht. In der finalen Szene unterbricht die Darstellerin den Dreh. „Es tut weh“, sagt sie. Sie bekommt ein wenig Wasser, und dann fordert Erika Lust knallhart „Weitermachen!“. Sie brauche nur noch ein paar Einstellungen. „Du kannst einfach so tun, als ob es dir gefällt. Spiel den Orgasmus einfach vor“, sagt sie zu der sichtlich mitgenommenen Frau. Diese tut, was von ihr verlangt wird. Als alles vorbei ist, ist das bezaubernde Lächeln von ihrem Gesicht verschwunden, sie flieht verstört vom Set, doch Erika Lust ruft sie zurück, umarmt sie demonstrativ vor der Kamera des Hot Girls Wanted Teams. Die Frau lässt es über sich ergehen. [...]"
 
Quelle: diestoerenfriedas.de - "Sexualerziehung durch die Sexindustrie? Keine gute Idee!"

Es ist so müßig, denn die Konsumenten - die bekannterweise überwiegend männlich sind - möchten von Fakten nichts wissen, sie verdrängen, relativieren, verharmlosen oder leugnen sie - immer und immer und immer wieder. Denn: Täten sie dies nicht, müssten sie ja ihr ureigenes Verhalten - ihren Pornokonsum (und ggf. auch den von Prostituierten) beenden und sich Frauen gegenüber grundsätzlich also respektvoll und wertschätzend sowie mitfühlend verhalten. Genau das aber wollen so unzählige Männer augenfällig nicht.

Und genau deshalb sind Frauen wie ich darüber wütend, traurig, entsetzt.
 
Nochmal aus oben verlinktem Artikel ein wichtiges Zitat:

"[...] Pornografie ist echter Sex. Es sind echte Menschen, echte Frauen, die Schmerzen erleiden, die sagen „es tut weh“. Und wenn jemand sagt, „es tut weh“ und es wird weiter gemacht, dann ist es mindestens eine massive Grenzüberschreitung und hart an der Grenze zur Vergewaltigung, ganz sicher aber ist es nicht „feministisch“. [...]"

exactly.


Nur dass Porno-Sex eben nicht wirklicher Sex, sondern Fick ist - Gewaltfick, bei dem es einzig darum geht, die Frau zu erniedrigen, zu demütigen, Macht über sie auszuüben - und ihr dabei sowohl psychisch-emotionale als auch gerade physische Schmerzen absichtsvoll, lustvoll (!) zuzufügen. D a s: ist Porno-"Sex". Und ja: Das ist Gewalt - Vergewaltigung, Sadismus.

Porno bleibt Porno - Erniedrigung, Ausbeutung, Demütigung, Entwertung der Frau. Darum geht es, sowohl in Pornographie als auch Prostitution.

Und ja: darüber sollten wir in dieser klaren, unmissverständlichen Weise mit unseren Kindern sprechen.
 
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