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Sabeth schreibt

Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie

In Treu und Glauben

 
In Treu und Glauben
 
Du warst mir kein Gefährte
Du gabst nicht Lust noch Licht
Selbst auch an meinem Sterbebette
säßest Du wachend nicht

In all den tauben Tagen
von blanker Not durchdrungen
hab´ ich, bis auf die Knochen karg,
mit Dir um Deine Gunst
für Dich um Deine Lust gerungen
… bis fast ins Tollhaus
 
beinah´:
bis in den Sarg
 
Blind gingst Du Deiner Wege
Dich wonniglich labend
an meiner Pein
Kein Wert ward mir
von Dir
je zugemessen
 
Kein Sorgen und
Kein Zärtlichsein
 
Im grenzverlust´gen Schmerzeleid
galt es, das Selbst ins Sein zu weiten
mit Dir
in fremde Sphären
uferlassend hinzugleiten
 
selbstvergessen
Selbst geschändet
von Deinem Meisterspiel
geblendet
 
bis aufs Blut
entleert
durch Dich
von Deiner Hand
versehrt
 
Du warst mir kein Gefährte
In all den Kerkertagen
mich in die Kammer knechtend
Dich selbst zum Richter
stets ermächt´gend
 
Und doch
hab´ ich Dein Bild gehegt
Dir zu Füßen
mein Selbst gelegt
mein Sein
an Deinen Schein
gebunden
mit meinem Herz
Dein Leid umwunden
 
Und noch
trägt Tag und Nacht mein Leib
das Licht
den Glanz
die Liebe
die stets die Seele barg
hin -
Jahr um Jahr
 
an Deinen kalten Sarg
 
-
 
 
 
 

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