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Sabeth schreibt

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Poesie Melancholie Philosophie

Zur "Ehe für alle" - Über die Ehe im Allgemeinen

 
Über die Ehe
 
Die Ehe ist grundsätzlich eine maximal patriarchalische Einrichtung - zum Zwecke, dem Mann die Frau sexuell jederzeit verfügbar zu machen (siehe früheres "Eheversprechen" ...) und zum Zwecke des Besitzanspruches, insbesondere aber, damit der Mann mehr Sicherheit hinsichtlich seiner Nachkommenschaft haben sollte und damit nun keine matrilineare Nachfolge mehr gegeben sein sollte.
 
Und alle Ehefrauen galten/gelten als "ehrbar", der "Rest" als "Schlampen" oder "alte Jungfern", die keiner wollte.
 
Es ist also das übliche, patriarchalische Denkmuster des Mannes in Bezug auf die Frau: als entweder Heilige/Mutter (Ehefrau) oder Hure/Magd (Geliebte, Prostituierte, Ledige). - Die Selbstbestimmung der Frau war und ist nach wie vor etlichen konservativen Männern ein Dorn im Auge. Das ist, worum es im Eigentlichen geht. Noch immer. As we see.
 
Die Ehe sollte daher endlich vollständig abgeschafft werden - sowohl die polygame als auch die vorgeblich "monogame".
 
Einfach mal bisschen Doris Wolf lesen ... . Ich bin noch immer von Herzen dankbar für alles, das u.a. auch sie offenlegte und bestätigt. Sollte Pflichtlektüre für jedes Mädchen/jede Jugendliche/jede Frau sein. Und natürlich auch die der Männer, aber: die wissen all das ja längst, sie haben es ja absichtlich genau so durchgesetzt: das Patriarchat. - Und dabei ging und geht es ihnen um eines gewiss n i c h t: Gleichberechtigung, Gleichwürdigkeit der Geschlechter.

Das ist kein "Männerhass", das sind – leider – die Fakten, und diese lassen sich täglich rings um den Globus beobachten, erfahren – als Frau: erleiden – siehe all die Gewalt gegen Frauen, mehrheitlich bis ausnahmslos von Männern getätigt, siehe Freiertum/Frauenkauf und Pornographie – die grundsätzlich sexuelle Gewalt sind, wiederum mehrheitlich bis ausnahmslos von Männern an Frauen getätigt, siehe all die ungezählten Femizide, die weibliche Genitalverstümmelung, siehe Hexenverbrennungen, siehe das Ausbeuten von Frauen weltweit durch die von ihnen zumeist unentgeltlich geleistete, für jede Gesellschaft absolut unentbehrliche Sorge-ARBEIT, siehe das Annektieren alles Urweiblichen durch Männer: Schwangerschaft, Geburt, Abtreibung, Wechseljahre, Menstruation. To be continued.

Nachlesbar ist das ähnlich übrigens u.a. auch bei Joachim Bauer – einem Mann ;) – in seinem herausragenden Buch "Schmerzgrenze – Vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt", in welchem er sich – neben vielem anderen Bedeutsamen - auch auf die Geschlechterparität bezieht, die vor der neolithischen Revolution Jahrtausende lang gegeben und selbstverständlich war, somit: vor Beginn des Patriarchats. Und er erläutert auch – und belegt dies mit Quellen – warum es sich so verhielt.
 
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