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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Anmerkungen zu meiner Offenheit und Transparenz im Internet

 
Einige Anmerkungen zu meiner Offenheit und Transparenz  im Internet
 
Diese scheinen mir erforderlich, da meine Offenheit auf einige Menschen befremdlich wirkt.

Natürlich kann man immer bequem, selbstgerecht und oberflächenkratzend den Vorwurf des Exhibitionismus, des "Seelenstrip", der Nabelschau machen.
Manchmal mag dieser durchaus berechtigt sein – immer wieder ist er es jedoch nicht.
Davon ab macht bekanntermaßen der Ton die Musik und zumeist wird man nicht dazu gezwungen/genötigt, etwas (im Internet) zu lesen, anzusehen, sich anzuhören, das man nicht sehen, hören, lesen, mitgeteilt bekommen möchte. Dann lässt man es einfach, hält sich davon fern.
 
Zu meiner persönlichen Offenheit in Bezug auf meine Person, meine Lebenssituation, meine sogenannt "privaten, persönlichen" Lebensverhältnisse, auch also: meine negativen Erfahrungen, möchte ich Folgendes mitteilen:

Aus welchen Gründen sollte ich hier etwas verbergen, verheimlichen, verschweigen oder beschönigen?
Um mich nicht angreifbar zu machen, um etwas nach außen darzustellen, vorzuführen, das mir eigentlich/tatsächlich gar nicht entspricht, das ich nicht wirklich selbst bin?
Um also besser dazustehen, mich in schmeichelnderem Licht zu präsentieren – wozu?
Um wen zu welchem Zweck damit zu ködern, zu "kriegen", zu täuschen?
Um mir (egoman, selbstsüchtig) welche Vorteile auf solch niedere Art zu verschaffen – mit welchen negativen Begleiterscheinungen und/oder Folgen, zu Lasten wessen – zu welchem Preis: all das?
Um Selbstschonung und Selbstbetrug auf diese Weise bequem fortsetzen zu können?
Wozu das? – Um es letztlich nur mir selbst damit vermeintlich, vorübergehend, eventuell leicht(er) zu machen? Mit welchem "Ergebnis" … letztendlich?

Wie schäbig, wie klein, wie erbärmlich, wie schwach wäre das? Rhetorische Frage.

Wie steht man damit vor sich selbst am Ende da?

Ja, man macht sich angreifbar, verletzbar, wenn man so "transparent" ist.
 
Wenn man auch "Negatives" offenlegt, auch eigene Fehler, eigenes Fehlverhalten, eigene Schwächen, Unzulänglichkeiten, Defizite, Irrtümer, Bedürftigkeit, Verletzlichkeit; wenn man nicht nur, nicht ausschließlich oder vorrangig die polierte (mitunter gefälschte) Fassade präsentiert – auch in Bezug auf das eigene Äußere übrigens.

Aber:
 
Über wen sagt es de facto was genau/was alles aus, wenn man für seine Offenheit, seine Transparenz, Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeitabsichtsvoll - angegriffen oder verletzt (also auch diskreditiert, denunziert oder anderweitig, bspw. auch physisch beschädigt) wird? Exakt.

Und es ist doch die Frage zu stellen: Warum macht jemand was auf welche Weise "öffentlich", transparent – zu welchem Zweck bzw. mit welchem Ziel, auf Basis welcher Motivation?

Um es also wiederum nur sich selbst leicht, bequem, behaglich zu machen, zu manipulativen Zwecken, aus niederen Beweggründen?

Oder: weil "das Private politisch ist" – weil es mitunter nicht nur wichtig, sondern erforderlich, notwendig ist, Dinge, Verhältnisse, Missstände öffentlich zu machen, sie ehrlich und offen zu benennen, zu schildern, auf sie aufmerksam zu machen – weil nur so ein Umdenken, ein Bewusstseinschaffen, ein Informieren, Aufklären möglich ist und folglich zumindest die Möglichkeit zu, die Basis für Veränderung, "Verbesserung", bspw. auch und gerade für Solidarisierung und Kooperation gegeben ist.
 
Wer dafür angegriffen, diffamiert, beschädigt wird, soll beschämt, soll verletzt, soll (wieder) zum Schweigen gebracht werden – aus Gründen.
Und die auf solche Weise Agierenden: beschämen damit letztlich doch nur sich selbst – demonstrativ und selbstentlarvend.
 
Kritik ist erwünscht, ebenso Austausch, Diskussion, da zur jeweiligen Horizontweitung beitragen könnend – aber sie ist nicht gleichbedeutend mit Angriff, mit Diskreditierung, mit gezieltem Verletzen-, Beschädigen (-wollen).

Letzteres sind nichts weiter als verzweifelte oder auch aggressive Kompensationshandlungen – wiederum auf Basis ureigener Schwächen, Unzulänglichkeiten, Defizite, Niederheiten.
 
Nein, man muss nicht alles Private, Persönliche (mit-) "teilen", offenlegen – meiner Ansicht nach am wenigsten Banalitäten (wobei sich auch hier natürlich die Frage stellt, wer was aus welchen Gründen als banal erachtet oder es so zumindest bezeichnet und Triviales kann durchaus auf der Metaebene Betrachtungsgegenstand sein).
 
Und sicher kommt es entscheidend auf das Wie an. Jeder, so gut er halt kann.
Und natürlich besteht kein Zwang zur je persönlichen, zur "maximalen" Transparenz, aber anregen würde ich sie grundsätzlich schon gerne.

Ausgenommen ist all das bzw. sind all jene, die um Leib und Leben fürchten müssten, daher geschützt werden müssen oder denen tatsächlich gravierende existenzielle Nachteile - auf Basis nicht selbst verschuldeter Hintergründe – entstünden. Versteht sich von selbst.

Manchmal ist jedoch genau das der Grund oder der Gegenstand des Offenlegens, der Transparenz und werden sogar solche erheblichen "Nachteile" in Kauf genommen.

Und nicht zuletzt schaffen Offenheit, Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Authentizität und Gewissenhaftigkeit Vertrauenkönnen – eine unabdingbare Grundlage also für zwischenmenschliches Miteinander.
 
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Aktualisierung am 16. März 2019
 
Nochmal - warum ich meine persönliche Situation im Internet offenlege:
 
Das Private ist politisch.
 
Information und Dokumentation ist leider nach wie vor erforderlich; es ist nicht möglich, zu informieren, zu dokumentieren, ohne dabei "privat, persönlich" zu werden.
 
Wenn u.a. Frauen wie ich nicht öffentlich machten, was ihnen aus welchen Gründen "widerfährt", auf welche Weise sie wie intensiv wodurch und durch wen mit welchen gravierenden Folgen ausgebeutet und beschädigt werden - wie soll es dann zum erforderlichen Bewusstseinswandel kommen können?
Woher sollen andere - bspw. zahlreiche andere betroffene, in (sehr) ähnlicher Weise beschädigte - Frauen erfahren und erkennen können, dass auch sie jeweils keine "Einzelfälle" oder "seltene Randerscheinungen" und dass sie nicht selbstverschuldet in dieser "misslichen Lage" befindlich sind, sondern dass es nach wie vor weltweit, auch in Europa, auch in Deutschland, um patriarchale Strukturen, Verhältnisse in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Justiz ... geht, um gezielte, systematische Ausbeutung, Missbrauch von materiell armen Menschen, insbesondere Frauen, um gezielte, vorsätzliche Ausbeutung, Unterdrückung, Beschädigung von auch Müttern, dass es also nach wie vor um Klassenkampf, Feminismus und das Bewältigen des global destruktiven, patriarchalen Kapitalismus´ geht?
 
Ja, der "Preis" für das Offenlegen, für die Maximaltransparenz ist, dass frau sich wiederum verletzlich, angreifbar macht - und gerne von zumeist ihrerseits anonym bleibenden Männern auch angegriffen wird ... . Das wiederum bestätigt jedoch nur, wie erforderlich es ist, zu informieren, zu dokumentieren, offenzulegen, öffentlich zu machen, was aus welchen Gründen wie - und wie häufig und intensiv von wem - getätigt wird.
Dies ist auch eine Form von empowerment, Selbstermächtigung, Widerstand.
 
Was also vermeintlich "privat" ist oder aus Gründen sein soll, zu gelten hat, ist tatsächlich politisch.
 
Ich schreibe nicht darüber, was ich wann wie gekocht oder gestrickt habe, wie ich mich dusche, welches Waschmittel ich benutze etc., wobei man sich auch darüber aus bspw. ökologischen Gründen austauschen kann. Ich fotographiere oder filme nicht mein Essen, Katzen oder wie ich mich schminke (wenn ich es denn täte ).
 
Ich schreibe über meine nicht selbst verschuldete Misere - u.a. über meine prekären Lebensverhältnisse, materielle Armut, Alleinerziehendsein, Jobcenterschikanen, Sexualgewalt, die Klassenjustiz, Bürokratiewahnsinn, strukturelle Gewalt ... - unter der ich aus gesellschaftlichen, politischen, patriarchalen, kapitalistischen Gründen leide, wie unzählige andere Menschen weitweit auch, davon vor allem Frauen und Kinder.
 
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Grundsätzliches über Transparenz, Authentizität, Wahrhaftigkeit, Integrität, Persönliches - gerade im Internet
 
Nur, weil man selbst auf Basis von Wahrhaftigkeit und Authentizität sowie Integrität, maximaltransparent - gerade ausgerechnet im Internet - ist, folgt daraus nicht, dass man als Zielscheibe, als Kompensationsobjekt für anderer Leute eigenen Lebensfrust herzuhalten hat, Leute, die überdies ihrerseits nicht minimalst transparent, authentisch, wahrhaftig, integer oder wenigstens ansatzweise reflektiert, selbstkritisch sind.
 
Wer sich an Diskussion (in meinem facebook-Profil, meiner Chronik, meinem blog) beteiligen möchte, dann aber keine Antwort auf seinen Kommentar zulässt, will offensichtlich nicht diskutieren.
 
Viele Leute halten sich über ihre eigene Situation bedeckt, erlauben sich dann aber, andere, jedenfalls mich, aus dem Verborgenen, aus der Anonymität und völligen Intransparenz heraus, zu maßregeln.
Läuft mit mir nicht.
 
Was mich betrifft, so lege ich - tatsächlich en detail - auch hier offen, was an mir getätigt wurde, wie meine Lebenssituation ist und warum sie so ist und - staatlich forciert - b l e i b e n s o l l.
 
Für diverse persönliche Animositäten und infantiles Gezicke fehlt mir sowohl die Zeit als auch das Interesse. Ich habe echte Sorgen. Tatsächlich.
 
Und nein, ich will nicht bemitleidet werden, sondern wertgeschätzt: mindestens und jedenfalls für all das Bewältigte, Geleistete (!), fürs Durchhalten, Ertragen und Weiterkämpfen: gegen Privatpersonen wie insbesondere gegen den strafenden, schädigenden Staat - seit e t l i c h e n Jahren auf vielfache Weise, siehe Hartz 4, Jobcenter, Jugendamt, Justiz, Inkasso-Service der BA, diverse Zwangsvollstreckungen, materielle Armut, Alleinerziehendsein ... .
 
Und im Gegensatz zu zahlreichen anderen Menschen - auch solchen, die ich persönlich kannte und kenne, nehme ich keine Drogen, rauche nicht, kiffe nicht, trinke nie je auch nur einen Tropfen Alkohol - weil mich diese versoffene Gesellschaft anwidert und ich hautnah "miterleben" konnte, wie intensiv Alkohol Menschen beschädigt, zerstört: physisch, mental, existenziell ... .
 
Ich bin nicht übergewichtig, nicht esssüchtig, schlucke keine Tabletten (nein, auch nicht gelegentich, auch nicht solche gegen Kopf-, Menstruations - oder sonstige Schmerzen, t r o t z der Schmerzen) - ich ertrage die ganze Scheisse seit Jahrzehnten n ü c h t e r n.
 
Trägt hier sonst noch jemand seit 26 JAHREN nonstop a l l e i n e Verantwortung für zwei Kinder: in materieller Armut, "nebenbei" langjährig physisch krank, nicht mobil und im ständigen Kampf mit Behörden, Jobcentern, Gerichten ... ?
 
Ich will keinen Orden, aber wer mir nur blöd kommt, wird blockiert.
 
Gar nicht selten drücken dir andere Leute übrigens Sprüche, die sie selbst von anderen zu hören kriegten, womit i h r - antisoziales, egomanes - Verhalten kritisiert wurde. Sie wenden das dann wiederum auf andere an - als Attacke und um von ihren ureigenen Unzulänglichkeiten und Charakterdefiziten abzulenken.
 
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Aktualisierung am 13. Februar 2019
 
Und noch ein Mal Grundsätzliches.
 
Warum lege ich meine persönlichen, "privaten" Missstände, Belastungen, Beschädigungen im Internet offen:
 
Da diese eben gerade nicht nur mich (allein) betreffen, beschädigen, sondern es sich um p o l i t i s c h verursachte "Missstände" handelt und um solche, die weltweit nach wie vor durch patriarchale, konservative Männer mit entsprechendem Menschen- und Frauenbild verursacht werden, siehe hierzu bspw. die #metoo-Debatte zuletzt.
 
Es ist das Private politisch, wie wir wissen.
 
Und darum lege ich dieses vermeintlich, vorgeblich "Private" offen. Zum Zwecke der Dokumentation und Information und des empowerments.
 
Denn erst, wenn auch andere ähnlich Betroffene, Beschädigte erkennen können, dass und w a r u m sie jeweils gerade nicht "seltene Ausnahme-" oder gar Einzelfälle sind, gibt es überhaupt erst die Möglichkeit zu, die Grundlage für Solidarisierung, für erforderliche Veränderungen - hin zu Fairness, Parität, sozialer Gerechtigkeit, Selbstbestimmung, Bedürfnisorientiertheit, Kooperation, Gewaltlosigkeit, Gemeinwohl.
 
Siehe Feminismus, Anarchismus.
 
Eben darum geht es:
Warum sind heute viele Menschen nicht mehr "füreinander da", warum k ö n n e n viele es nicht mehr sein: weil sie jeweils selbst intensiv belastet, beschädigt sind (siehe Kindheit, Erziehung, Indoktrinierung etc.) und/oder sie wollen es nicht sein, weil sie durch diverse Störungen (siehe bspw. narzisstische PKST) ein katastrophales Selbst- und Menschenbild haben, es ihnen massiv an Empathie und Mitgefühl mangelt, sie ein grenzenloses Ego haben - auch letztlich aufgrund von Beschädigtwordensein (zumeist in der Kindheit, wie immer).
 
Und zusätzlich sorgt dieses kapitalistische System genau dafür: Konkurrenz, Kampf, Spaltung, Egomanie/Selbstsucht, Narzissmus, Ausbeutung, Unterdrückung, Gewalt etc..
Wie wir rings um den Globus sehen.
 
Ja, selbstverständlich sind wir auf Teilhabe, Wertschätzung, gegenseitige Unterstützung, Fürsorge (ohne Bevormundung!), auf Bindung und gute Beziehung(en) a l l e überlebensnotwendig angewiesen.
 
Nein, ich habe solche Unterstützung nicht, oder nur in geringem Maße, vereinzelt, aber seit im Grunde Jahrzehnten eben keinen familiären und/oder sozialen oder wenigstens finanziellen Rückhalt.
 
Und genau das hat p o l i t i s c h e Gründe: dass und warum ich materiell arm bin. Mit allen Folgen die das für nicht nur mich hat: fehlende Mobilität, stattdessen Erkrankung(en), soziale Isolation, Ausgrenzung, Diskreditierung, Entwertung, Entwürdigung - trotzt übrigens geleisteter (Sorge-) Arbeit: seit 26 Jahren a l l e i n e und nonstop.
 
Ich fordere nichts weniger als ein existenzsicherndes Sorgegehalt für alle Sorge-Arbeit Leistenden und gesellschaftliche WERTSCHÄTZUNG ihrer unentbehrlichen Arbeit.
 
Und erforderlich ist dafür unabdingbar ein "Systemwechsel": das weltweite Beheben des destruktiven Kapitalismus´.
Inklusive eines angemessen definierten Arbeitsbegriffes, einer bedürfnisorientierten Gemeinwohlökonomie, außerdem Selbstbestimmung und Solidarität, Kooperation, Regionalität und Transnationalität sowie Geschlechterparität.
 
Und ich bin ja nun nicht die Erste oder Einzige, die das erkannt hat und dafür kämpft.
 
Und meine öffentlichen "Hilferufe" sind genau dafür ja leider erforderlich: Die Privilegierten sollen w a h r n e h m e n müssen (!), nicht länger ausweichen, nicht ignorieren können/dürfen, dass und w a r u m es so vielen Menschen weltweit so hundsmiserabel geht und dass und warum dies mehrheitlich gerade nicht durch diese Beschädigten selbst verschuldet ist.
 
Genau darum geht es. - Letztlich um Würde, Authentizität und Integrität.
 
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Anmerkung:
 
Auch ich kann kein quadratisch-praktisches Patentrezept liefern.

Gegen "die Propaganda", Hetze und Spaltung hilft nur Gegenhalten, Informieren, Aufklärung, das zumindest versuche ich mittels meines blogs und meiner Aktivitäten auf social media-Plattformen.

Was es so schwierig bis aussichtslos macht, zeitnah dringend u.a. sozialpolitisch gebotene Veränderungen zu erwirken, ist eben die verbreitete je individuelle Belastung, Beschädigung und/oder Unkenntnis, Ressentiments und/oder Ignoranz, Arroganz, Selbstgerechtigkeit und infolgedessen fehlende Solidarität.

Unter anderen versuche folglich auch ich, so lange und "gut" es noch - mir bzw. jedem je persönlich - möglich ist, durchzuhalten und auf die mir mögliche Weise Widerstand zu leisten (bspw. auf dem "Rechtsweg" und durch den bürokratischen Papierkrieg mit dem Jobcenter).

Mehr, anderes kann ich nicht mehr leisten und habe unter zahlreichen anderen auch ich (für den Rest meines "Lebens", Daseins, Existierens) nicht mehr zu erwarten.
 
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