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Sabeth schreibt

Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus

Die Plage

 
Die Plage
 
leibverklungen brachgelegt
zieht die Nacht ins Land
ausgewrungen liegt das Sein
bleich in ihrer schwarzen Hand
 
waid verblutet siecht das Fleisch
sinnbenommen, geistberaubt
hingestreckt zu ebn´ner Erde
reglos
liegt das Selbst, zerstaubt
 
Dass sein Wille
Brachland werde
dass es an die Krankheit glaubt
 
Drauf zu türmen
Pest und Not
Leid
verwesend, randgedrängt
 
Zu ertstürmen
wunde Seelen
über sie
den Tod
verhängt
 
schwachgeschändet
krummgemartert
liegen sie
im eig´nen Blut
 
Dass das Blatt sich je noch wendet
fehlt ihnen
das Herz
der Mut
 
Selbst verknechtet
warten sie
auf den Führer
der sie richtet
Rattenfänger
ist ein jeder
der sie zu Gehorsam pflichtet
 
Untertanen
bleiben jene
lebenslang
ans Ich gekettet
 
Nur der Güte
warmes Licht
hätte einst
ihr Selbst gerettet
 
Doch die Leichen lungern lechzend
bloßentseelt
die Nacht entlang
 
Manchem leibverwaisten Kinde
wird´s an Zwielichttagen
in schmerzreicher Stunde
 
noch
im leeren Herzen
bang
 
-
 
 
 
 

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