Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog
Sabeth schreibt

Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus

Unumgehbare, unverzichtbare Fragen an meinen Täter – und all jene Männer, die sich in ähnlicher Weise verhalten: misogyn … - Eine persönliche Auseinandersetzung – notwendigerweise öffentlich gemacht

 
Kleine Vorwarnung:

Wem Nachfolgendes zu explizit, zu "exhibitionistisch" ist, der/die möge es einfach nicht lesen.

All jene allerdings, die keinerlei Schwierigkeiten und/oder Belastungen durch (regelmäßigen) Porno-Konsum haben und keine psychisch-emotionalen Schäden durch selbigen und/oder durch auch die praktische Anwendung von Porno-Sex erleiden/davontragen, sollten auf Basis dessen mit dem Folgenden ebensowenig "Probleme" bekommen, denn was man sich in Pornos ansehen, was man mittels Pornos problemlos konsumieren und/oder selbst praktizieren kann, sollte einem in schriftlicher Ausführung nicht plötzlich etwaige Schwierigkeiten bereiten. - Oder etwa doch? ...
 
Unumgehbare, unverzichtbare Fragen an meinen Täter – und all jene Männer, die sich in ähnlicher Weise verhalten: misogyn … - Eine persönliche Auseinandersetzung – notwendigerweise öffentlich gemacht
 
Seit dem letzten "Mal" des seitens "meines" Täters, meines Ex-Partners, mir gegenüber getätigter, physischer, sexueller Gewalt sind nun  zehn Monate vergangen – fast ein Jahr also.
 
Noch immer komme ich nicht damit zurande - mit dem, das geschehen ist, was und wie es geschehen ist, insbesondere die (leider häufig bekanntermaßen müßige, nichtsdestoweniger bohrende) Frage nach dem Warum treibt mich nach wie vor um und lässt mich nicht "zur Ruhe kommen" … .
 
Die Frage letztlich nach Authentizität, Wahrheit, Gewissheit.

Und Antwort auf diese Frage zu bekommen bzw. Gewissheit zu erlangen, ist deshalb so wichtig, weil sie unabdingbare Voraussetzung für gegenwärtiges und zukünftiges (Wieder-) Vertrauenkönnen bzw. –wollen ist. Und: für eigene Rehabilitierung. Für den Selbstwert.
 
Diese Frage kann mir kein anderer Mensch, auch kein Psychotherapeut beantworten.
Man kann sich mit Hilfe anderer Menschen (Freunden, Therapeuten, anderen, auf ähnliche Weise Geschädigtwordenseienden) der Antwort allenfalls auf verschiedenen Wegen, mit verschiedenen Methoden (und auch Absichten sowie Zielen ;) ) allenfalls annähern.
 
Die ehrliche Antwort kann jedoch nur der Täter selbst geben – nur dann ist die Antwort eine zufriedenstellende, eine stillende - wenn er tatsächlich ehrlich, aufrichtig, wahrheitsgemäß antwortete.
 
Die Fragen, die mich noch immer beschäftigen, sind folgende:

War alles tatsächlich eine so hässliche, schäbige, schmutzige Lüge?
 
War alles – Nähe, Intimität (Vertrautheit), Zuneigung, Verbundenheit - nur Show, nur gespielt, nur vorgegaukelt – taktisches Vorgehen/Verhalten, um benutzen und misshandeln, um also beschädigen zu können?
 
Wurde ich vorsätzlich getäuscht, manipuliert?
Oder habe ich mir alles nur "eingebildet/illusioniert"?
 
Habe ich mich täuschen lassen? Falls ja, warum und warum so lange (drei Jahre)?
Hätte ich es also schon eher erkennen, wissen müssen bzw. auf dieses sehr früh bereits durchaus erfolgte Erkennen eher angemessen reagieren, also: gehen, mich trennen müssen? Hätte ich es so früh schon gekonnt?
 
Denn ich hatte auch zuvor ja nie die gesuchte Gewissheit – ich war mir nie sicher, ob er, der Täter, mein damaliger Beziehungspartner, für den ich tiefe Zuneigung empfand, nicht doch Recht haben könnte mit allem, das er sagte, mir vorwarf, mir unterstellte, mir als Erklärungen "angeboten" hatte.
 
Ja, dies war, wie ich heute zu wissen meine, von ihm exakt so gewollt. Eben das macht es ja so unerträglich, so verletzend, so schmerzhaft.
Ich suchte die Schuld, die Fehler trotz all meines Aufbegehrens und regelmäßig erfolgten, heftigen verbalen Widerstands doch immer wieder bei mir selbst.
Gaslighting. Victim Blaming. Heute weiß ich, dass man das so nennt, dass "es das gibt", dass Menschen das gezielt einsetzen, sich so verhalten.
 
Aber wie konnte ich sicher sein – wie kann ich es heute sein?

Wie kann ich sicher sein, mich nicht in diesen Annahmen bzw. Schlussfolgerungen zu täuschen, mir möglicherweise aus Selbstschutz-/Selbstschonungsgründen etwas vorzumachen, mir in die eigene Tasche zu lügen?
 
All diese Fragen stelle ich mir keineswegs erstmalig heute, sondern seit Monaten, eigentlich seit Jahren bereits: immer wieder.

Wie kann ich sicher sein, "meinem" Täter, meinem Ex-Partner, nicht Unrecht zu tun? – Schließlich habe ich Strafanzeige wegen sexueller Gewalt, sexueller Nötigung, Körperverletzung … gegen ihn erstattet.

Indem ich ihm genau die Fragen stelle, die mich umtreiben. Und auf die ich Antwort von eigentlich und tatsächlich ihm persönlich brauche/bräuchte.
 
Antworten, die er stets verweigert(e). Da er die Kommunikation mit mir, mit einander, immer dann verweigerte, wenn es für ihn unangenehm, unbequem, "kritisch, gefährlich" wurde. Weil er mittels der Kommunikationsverweigerung und Schulderzeugung Macht über mich hatte, sich selbst damit in die vermeintlich überlegene Machtposition brachte – und mich: gefügig machte. Was sein Wunsch und sein Ziel war.
 
Ich stelle sie trotzdem - nochmal, meine Fragen. Und das öffentlich, weil ich weiß, dass mein Täter nicht der einzige "seiner Art" ist, nicht der einzige Mann, der sich auf diese Weise verhalten hat/verhält - und das überdies sehr wahrscheinlich auch nicht ausschließlich mir gegenüber … .
Und weil ich nicht die einzige Frau bin, der solches "widerfahren" ist, die durch sexuelle und psychisch-emotionale Gewalt beschädigt wurde – physisch, aber vor allem auch psychisch.
Die körperlichen Blessuren sind verblasst – die seelischen: nicht.

Kann es wirklich sein, dass man sich so sehr in einem Menschen täuschen kann?
Dass man jemanden so intensiv tatsächlich nur idealisiert?
Dass jemand so reflektiert (!) erscheinen kann – und sich schließlich als das genaue Gegenteil dessen "entpuppt"?
 
Kann es sein, dass man, obwohl man durchaus von Anfang an "auf der Hut" war, schließlich doch vertraut: jemandem, der einen massiv manipuliert - aufs Kreuz legt? Jemandem, der genau dieses Vertrauen vorsätzlich erzeugte, entstehen, wachsen ließ, nährte – um: es missbrauchen, um einen absichtsvoll beschädigen zu können? Und der genau daraus sogar Genuss, Befriedigung zog.
 
Ja, das sind schwere Vorwürfe, Anschuldigungen.

Man möchte das nicht glauben - müssen.
Man kann, will das nicht wahrhaben – dass es sich tatsächlich genau so verhält.
Wie sollte man einen Menschen (dann noch) lieben können – einen Menschen, von dem man annimmt oder gar weiß, dass er sich in solch schäbiger Weise verhält, dass er solch niedere Absichten, Ziele hat?
Ausgerechnet der Mensch, den man liebt. Den man lieben dürfen will.
 
"Du hast ein Vertrauensproblem."
 
Das waren die Worte meines Täters. Wiederholt. – Ich habe es, habe ihm schließlich geglaubt - vertraut.
 
War das falsch: War das naiv, dumm? Hätte ich es, insbesondere vor dem Hintergrund meines Alters (Anfang 40 damals), besser wissen müssen?

Ich stelle also die Fragen – auch hier kann man, kann er mir natürlich den Vorwurf machen, ich stellte sie nicht neutral, nicht objektiv, aber wie könnte ich vollständig bzw. tatsächlich objektiv sein? – Niemand kann das, niemand ist das: Wir sind grundsätzlich alle stets in unserer je individuellen/persönlichen Subjektivität unseres Geprägt(worden)seins, Erlebens, Wahrnehmens, Denkens und vor allem Fühlens gewissermaßen gefangen. Auch mein Täter.
 
Ich kann meine Fragen folglich selbstverständlich nur auf Basis genau dessen stellen, das ich selbst/persönlich/subjektiv mit ihm erlebt und erlitten habe, auf Basis dieser persönlichen Erfahrung also.
Ich bin keine aussenstehende Ermittelnde/Untersuchende – ich bin persönlich betroffen. Und er ist es gleichermaßen, da auch er in das Geschehen selbst/persönlich "involviert", daran beteiligt, darin eingebunden und handelnd war.
 
Was ich wissen möchte, worauf ich Antwort brauche:

Was gefiel Dir, was erregte Dich daran:
 
- mir mit der flachen Hand auf den Po zu schlagen – so, dass es mir sicht- und hörbar wehtat und dies, obwohl ich Dir mehrfach unmissverständlich sagte und schrieb, dass ich nicht submissiv bin, es auch noch nie zuvor war, und dass mich das, das Du tatest, nicht erregt, mir keinen "Spaß macht", sondern mir wehtut und ich es deshalb nicht will?
Warum hast Du es trotzdem immer wieder – regelmäßig - getan?

Warum erregte und befriedigte es Dich also, mir absichtsvoll gegen meinen Willen physischen Schmerz zuzufügen
 
Was gefiel Dir, was erregte Dich daran:

- mich ins Gesicht zu "klapsen", mich zu ohrfeigen
 
- meinen Hals mit Deiner Hand zu würgen
 
- meine Brustwarzen so intensiv zu drehen, zu drücken und zu ziehen, dass es mir hörbar wehtat, physischen Schmerz bereitete
 
- Dich mit Deinem ganzen Gewicht von 90kg so auf meinen (vergleichsweise zierlichen, auch damals nur 54kg leichten) Körper zu setzen, dass ich weder Arme, noch Oberkörper unter Dir bewegen konnte, mich also "in die Zange zu nehmen"
 
- mir dabei mit Deinem halberigierten Penis immer wieder gegen meine Wangen zu schlagen und Dich dabei zu masturbieren
 
- mich immer wieder in solche Positionen zu bringen, die für mich sehr unbequem bis schmerzhaft waren – für Dich: dies zweifelsohne sicht- und hörbar,
bspw., indem Du mich so über Sofa oder Bett(kante) positioniertest und stießest - mich dabei penetrierend, dass ich dabei lange Zeit kopfüber hing, dass dabei mein Nacken oder Hals schmerzhaft gegen die Bettkante drückte,
dass ich mit Armen oder Kopf wiederholt gegen den unmittelbar neben meinem Bett befindlichen Heizkörper stieß – all das: für Dich unzweifelhaft sicht- und hörbar
 
- meine Arme, während ich mich in Bauchlage befand, so weit nach hinten zu ziehen und festzuhalten, dass es für mich unangenehm bis schmerzhaft war und mich dabei hart zu penetrieren, zu stoßen – und auch und gerade das für mich sehr schmerzhaft war, was Du ebenfalls wahrgenommen hast
 
- meinen Kopf mittels meiner Haare, während Du mich von hinten vaginal penetriertest (a tergo), so intensiv nach hinten zu ziehen, dass sich mein Hals überstreckte, ich infolgedessen kaum noch atmen und/oder sprechen konnte und Du mich dabei "hart" und heftig penetriert, d.h. gestoßen, gerammt hast und mir dies offensichtlich physische Schmerzen bereitete – meine ausgestoßenen Laute waren, wie Du durchaus genau wusstest, erkanntest, keine Lust-, sondern Schmerzlaute
 
- mich in Nacken, Hals, Po, Oberschenkel und Finger immer wieder so heftig zu beißen, dass ich wiederholt vor Schmerz aufschrie
 
- mir ins Gesicht zu ejakulieren, obwohl Du wusstest, dass mir auch das nicht gefiel, ich es – wie vieles andere – nur Dir zuliebe zuließ, über mich ergehen ließ: immer und immer wieder
 
Warum fragtest Du mich während dieser regelmäßig stattgefunden habenden, durch Dich mir gegenüber getätigten Misshandlungen und während Du mich vorzugsweise bis ausnahmslos a tergo penetriertest, ob ich "Dein Weibchen" sei bzw. sagtest mit einer leisen, drohenden Stimme "Du bist nur mein Weibchen! Du gehörst nur mir!"?
 
(Ich musste mir in diesen Momenten das Lachen verkneifen – trotz aller Schmerzen, ja. Ich wollte Dir ja D e i n e Erregung, Deine Erektion, Deine Lust und Deine Befriedigung nicht nehmen.)

Warum hast Du jedes Mal (!) nachdem Du gekommen warst, also ejakuliert hattest, so lange mit Deinem ganzen, reichlichen Körpergewicht auf mir gelegen, dass ich jedes Mal (!) deswegen kaum atmen konnte – und Du dies wahrnahmst, weil ich hörbar nach Luft rang – und bist trotzdem nicht von mir "abgestiegen", sondern dies erst, nachdem ich deutlich gesagt hatte, dass Du bitte runtergehen sollst/jetzt sofort von mir runter musst bzw. mich unter Dir auch entsprechend zu bewegen versuchte: damit ich endlich wieder Luft bekam! – Warum hast Du das immer wieder dennoch genau so getan, warum bist Du nicht stattdessen sofort von selbst/eigeninitiativ von mir heruntergegangen?
 
Warum hast Du mich bei "Stellungswechseln" wie ein Stück Vieh herumgewuchtet?
Es war nie zärtlich, liebevollwertschätzend: Dein Umgang mit mir.

Warum hat es Dir nie Sorge bereitet, warum war es Dir viel mehr so offensichtlich gleichgültig, dass ich nach fast jedem "Sex" (Penetration) mit Dir bzw. durch Dich physische Schmerzen hatte:
vaginale Schmerzen, Bauchkrämpfe, Unterleibsschmerzen, Schmerzen an der Vulva (geschwollen, wund und das häufig sogar noch mehrere Tage nach unserem "sexuellen Kontakt"), vaginale Blutungen bei und/oder direkt nach der vaginalen Penetration (und das: außerhalb meiner Menstruation) und dass ich so oft nächtelang deshalb (vor allem wegen der Bauchkrämpfe und ihrer Folgen …) nicht schlafen konnte?
 
Warum hast Du troztdem jedes Mal friedlich neben mir geschlafen – wie war Dir das möglich: Wie, warum konnte es Dir so offensichtlich so gleichgültig sein, dass es mir deutlich wahrnehmbar schlecht ging – und das überdies fast aunshamslos bei und nach jedem "sexuellen Kontakt" mit Dir und: drei Jahre lang!?

Warum kamst Du vorgeblich nie von selbst auf den Gedanken, dass die Ursache meiner miserablen Befindlichkeit, meiner vaginalen Schmerzen, meiner Bauchkrämpfe und vaginalen Blutungen Dein Verhalten, Dein roher, rabiater, gewaltvoller Umgang mit mir war?
Oder: Warum hast Du mir gegenüber stets zumindest so getan, als hätten meine physischen Beschwerden nichts mit diesem Deinem Verhalten zu tun?
 
Warum war es Dir so egal, dass ich bei/von/mit Dir (beim "Sex" – bei diesem ständigen, ausschließlichen Porno-Sex) in drei Jahren nie zum Orgasmus kam, nie sexuelle Befriedigung, Erfüllung mit Dir erlebt habe?

Ich hatte Dir mehrmals gesagt, dass ich den Sex bereits in jungen Jahren ganz anders kennengelernt hatte, dass ich auch "sogar" bei vaginaler Penetration mit anderen Männern zum Orgasmus gekommen war (und das "regelmäßig").
Ich hatte Dir mehrmals gesagt, dass mir das tatsächlich sehr wichtig ist: dass Sex für mich in einer Beziehung wichtig ist, dass mir wichtig ist, dass ich mit meinem Partner gemeinsam erfüllten, erfüllenden Sex haben, erleben, genießen kann und ich darauf nicht verzichten möchte und dass es mich belastete, dass ich mit Dir nie solchen Sex erlebte.
 
Warum war es Dir so gleichgültig, dass ich immer wieder tatsächlich verzweifelt über all das war – dass ich dies unmissverständlich durch zahlreiche e-mails und sms Dir gegenüber zum Ausdruck brachte und auch verbal so häufig geäußert hatte?

Ich hatte Dir wiederholt gesagt, dass ich nicht submissiv bin, ich hatte Dir wiederholt geschrieben, dass mir all das nicht gefällt, dass mir Porno-Sex nicht gefällt, dass ich kein "Weibchen" bin, weder in Bezug auf Sex noch anderweitig in einer Beziehung (wie Du aber offenbar ein solches ja gerade suchtest, wolltest, es genau so brauchst) und es auch für Dich nicht werden will oder werden müssen soll. Ich sagte und schrieb Dir wiederholt, ich bin nicht submissiv und nicht devot – und dies auch bisher noch nie gewesen.

Trotzdem sagtest Du zu mir – ebenfalls wiederholt – Du habest bei mir "schon früh devote Tendenzen gespürt".

Und Du äußertest, es läge am Feminismus und dem "Genderwahn", dass Frauen sich heute nicht mehr trauten, "hingabebereit" zu sein, sich so zu zeigen, zu verhalten, obgleich dies in ihrer Natur liege.

All das, das Du an gewaltvoller Misshandlung an mir getätigt hast, hatte ich zu Anfang unserer Beziehung unmissverständlich abgelehnt:
 
Ich hatte Dir gesagt, dass ich nicht ins Gesicht und/oder auf den Po "geklapst" und nicht am Hals gewürgt werden will, dass mich das nicht sexuell oder anderweitig erregt, sondern das Gegenteil dessen der Fall ist.
 
Ich hatte Dir mehrmals gesagt und geschrieben, dass ich nicht devot, nicht submissiv bin und dass ich dahingehend auch keine etwaigen "geheimen" oder "verborgenen", "unbewussten" Wünsche oder Phantasien habe – und solche auch noch nie je hatte.
 
Du: äußertest nur, dass Du nichts mit mir tun würdest und tun wollest, das ich nicht auch wolle. Das: war Lüge, war Manipulation. Wie Du selbst am besten und schon viel länger als ich weißt.
Und mehrfach sagtest Du außerdem sinngemäß: "Wir haben Zeit, wir werden sehen, was eines Tages vielleicht noch möglich sein, sich ergeben wird."
 
Es war demzufolge genau dies Deine Absicht – von Anfang an:
 
Du bist taktisch vorgegangen, Du hast absichtsvoll meine Grenzen kontinuierlich "ausgeweitet" – überschritten, Du hast mich absichtlich, wissentlich, zielgerichtet manipuliert:
Du hast ein Vertrauensverhältnis aufgebaut, wachsen lassen und hast mich in die Positition der schuldigen Büßerin gebracht (siehe Deine Unterstellung, ich hätte eine "Borderline-Störung", ich sei es gewesen, die sich Dir gegenüber unangemessen verhalten hätte, die Dich "beschimpfte und terrorisierte" und das überdies "grundlos" – aufgrund von "Krankheit/Gestörtheit" – das waren Deine Worte: immer wieder!), damit Du selbst in der Machtposition befindlich warst und bleiben konntest, damit Du Machtgefühle haben konntest.
 
Und wann immer ich versuchte, mit Dir über all das in Ruhe zu reden, bist Du sofort geflohen, geflüchtet. Du hast Dich nie auf ein sachliches Gespräch über all das eingelassen – genau das wolltest Du nicht, hättest Du nicht ertragen, durftest Du nicht zulassen. Denn dann wäre deutlich geworden, dass Du es bist, der sich mir gegenüber katastrophal und maximal schäbig verhalten hat.
Du musstest alles dafür tun, dass mir das nicht doch endlich vollumfänglich und ohne jegliche "Restzweifel" bewusst wurde – denn dann: wäre es vorbei gewesen. Das wusstest Du. Deshalb gingst Du taktisch vor, deshalb hast Du meine Grenzen nicht sofort vollständig, sondern allmählich und zunehmend "erweitert" bzw. sie auf genau diese Weise missachtet und überschritten.
 
Immer wieder sagtest Du mir eindringlich, wie unglaublich gut, wie großartig, wie unvergleichlich der Sex mit mir sei – dass Du tatsächlich mit mir den besten Sex Deines Lebens hattest und dass das auch nur deshalb so sein könne, weil es "mehr sei" als nur Ficken. – Und ebenso häufig nahm ich es nicht ernst, bat ich Dich, dieses höchst manipulative Gerede seinzulassen.
 
Ich habe zwar die ganze Zeit ja sehr deutlich gefühlt, dass es "nicht in Ordnung" war, was passierte, wie Du mit mir umgingst, dass es sich für mich nicht gut anfühlte, sondern sowohl physisch als auch psychisch schlecht …, aber ich erkannte damals noch nicht in vollem Umfange, wie sehr Du mich manipuliertest, wie sehr Dir das eben doch tatsächlich gelang – trotz bzw. gerade wegen meines verbalen Widerstandes, den Du als vermeintliche "Störung" instrumentalisieren konntest – um mich damit zu schwächen, um mich damit in die unterlegene Position zu bringen, um bei mir Schuldgefühle auszulösen – um: auf diese Weise Macht über mich haben, ausüben zu können.
 
Stattdessen hast Du die Kommunikation dann jedes einzelne Mal vollständig abgebrochen, verweigert – und das stets "nur" bzw. genau so lange, bis ich wieder reumütig, schuldbewusst, Dich um Vergebung bittend angekrochen kam  - und exakt hierauf hast Du jedes Mal gewartet, darauf spekuliert, es darauf angelegt und damit gerechnet bzw. es genau so forciert – weil: ich an der Beziehung festhalten wollte, weil ich trotz all dessen emotional an Dir hing, weil ich trotz all dessen den Mensch in Dir sah – mit all Deinen eigenen Schmerzen, Defiziten, Schwächen, Nöten – in all Deiner Hilflosigkeit und eigenen Beschädigung.
Jedenfalls glaubte ich, all das sehen, erkennen und spüren zu können – siehe, wie oft Du haltlos in meiner Gegenwart, in meinen Armen geweint hast und was alles Du mir über Dein Leben, Deine Vergangenheit, Deine Eltern, Deine Kindheit … erzählt hattest. Ich: habe Dir all das tatsächlich geglaubt, ja.
 
Ich habe Dir vertraut. - Und ja: Ich liebte Dich.
 
Ich wollte an "uns" festhalten – ich war auch seit zehn Jahren das erste Mal wieder verliebt, sehr verliebt: in Dich; und wir sind beide keine 15, 25 oder 30 mehr – wir wussten/wissen beide, dass Beziehung in fortgeschrittenem Alter eine andere Qualität und eine andere Bedeutung hat als in jungen Jahren. Wir hatten auch hierüber einige Male miteinander gesprochen.
 
Überhaupt hattest Du mir ja immer wieder gesagt, man könne mit Dir über alles offen sprechen – aber genau das konnte, kann "man" gerade nicht.
 
Es gab hin und wieder gute, horizontweitende, tiefgehende, anregende, berührende Gespräche zwischen uns, zumindest habe ich sie so erlebt – ich liebte diese Gespräche, diese Momente - ich fühlte mich so verbunden, so verwandt mit Dir.
 
Ich schätzte Deine Eloquenz, Deine Belesenheit, Deine unglaubliche Reflektiertheit – oder zumindest das, das ich dafür hielt, das mir als solche erschien.
 
Ich fühlte mich verwandt mit Deinem Naturell – Deinem Temperament, Deiner Emphase im Ausdruck, Deiner Leidenschaftlichkeit, Deinem sexuellen Begehren, auch: Deinem Zweifeln, Deiner Schwermut/Melancholie, Deinem "Sturm-und-Drang", Deiner Unverklemmtheit, Deiner Offenheit und Direktheit, Deiner Sehnsucht nach Gewissheit, Dauer, Beständigkeit, Halt – Deinem Schmerz-zulassen-Können.
 
Ich liebte auch Deine schelmische Jungenhaftigkeit, Deine Spontaneität, Begeisterungsfähigkeit, Dein schnell entflammbares Feuer für etwas, Deine Unerschrockenheit, Deine in positivstem Sinne niedlichen Momente der Unsicherheit, Schutzlosigkeit, Orientierungslosigkeit.

Ich liebte Deine "Gesichter" – Deine Mimik, Dein ausgeprägtes Gestikulieren, wenn Du erzähltest.
Ich liebte Deine Stimme – Deine Stimme, die mich allein schon verführen konnte … .
Ich liebte Deinen Mund, Deine Zunge, Deine Küsse – gerade Deine Küsse … .
Ich liebte Details Deines Gesichts – Du weißt, welche … .
Ich liebte Deine so selten so schön geformten Ohren, Dein noch immer dichtes, leider von Dir stets viel zu kurz getragenes Haar.
Ich liebte Deine femininen Hände – Du mochtest nie, dass ich sie so bezeichnete.
Ich liebte Deinen Leib – an den ich mich zunächst zwar hatte gewöhnen müssen, an dem mir dann aber nichts fremd oder störend oder irgendwie "unansehnlich" war – den ich so oft so inniglich berühren und spüren wollte – auf allen Ebenen, mit allen Sinnen, mit allem, das ich hatte, war, geben und Dich empfangen konnte.
Ich liebte und sehnte mich nach Deinem Begehren, nach Deiner Leidenschaft, nach dem "Tanz" mit Dir – der ein sehr intensiver, sehr besonderer war, der süchtig machte – uns beide: nacheinander.

Bis … die Penetration und damit die Gewalt anfing … .
 
Erinnerst Du Dich, wie ich Dich ein Mal dann doch direkt nach dem Sex, nach Deiner Befriedigung, Deinem Orgasmus bat, nun doch bitte auch mir mal "behilflich zu sein" … und Du zu mir sagtest und dabei ungehalten/laut wurdest: "Ich kann das nicht, ich kann das jetzt einfach nicht – verstehst Du denn das nicht?!"
Dann hattest Du mir "angeboten", "so lange" nach nebenan, in Dein Wohnzimmer, zu gehen, damit ich ungestört in Deinem Schlafzimmer masturbieren könne bzw. bis ich damit fertig sei.
Es geht kaum demonstrativ und unmissverständlich gleichgültiger und demütigender - verletzender.
 
Stell´ Dir vor, ich hätte das jedes Mal zu Dir so gesagt und mich in dieser Weise Dir gegenüber verhalten – mit all der Gleichgültigkeit, Ignoranz, Egomanie und vor allem all der Gewalt. Und das: drei Jahre lang. Jedes einzelne Mal.
 
Aber wann immer ich versuchte, mit Dir darüber zu sprechen, bist Du wie gesagt sofort gegangen, abgehauen, geflohen.
Wenn es doch gelegentlich zu einem verbalen "Schlagabtausch" kam – und das übrigens immer erst nachdem Du mich gefickt, also wieder benutzt und misshandelt hattest, sagtest Du:

"Ich bin 45 und ficke nun mal, wie ich eben ficke."
"Dann sind wir sexuell nicht kompatibel – dann müssen wir es lassen."
"Wenn Dir nicht reicht, was ich Dir gebe, dann lass´ mich in Frieden."
 
WAS hast Du mir je g e g e b e n ?
 
Es war immer die "Friss´ oder stirb" –Nummer.
Ich musste Dich entweder so nehmen und alles genau so geschehen lassen und mitmachen, wie es Dir gefiel, wie Du es wolltest und brauchtest oder: ich durfte gehen.
 
Erst im dritten Jahr unserer "Beziehung" (die eigentlich keine war, da wir ja auch nie, nicht ein einziges Mal in drei Jahren, je etwas gemeinsam unternommen haben – wofür Du die Schuld stets auch ausnahmslos mir gabst - und ich auch Deine Freunde bzw. platonischen Freundinnen (Deine Ersatzmütter) nie kennenlernen durfte, Du hast das total verweigert – Du wolltest mich ja gerade isoliert in der stillen Kammer halten und: benutzen …) hattest Du mich dann mal gefragt, was Du anders machen könnest. Aber: Du fragtest mich das wiederum stets erst nach dem "Sex", d.h. nachdem Du gekommen, befriedigt warst – nie: vorher oder währenddessen.
Ich fühlte mich somit selbstredend völlig verschaukelt, verhöhnt.
 
Und selbst zu den wenigen Malen, da ich anfing, Dir etwas sagen, "erklären" oder zeigen zu wollen, hast Du Dich entzogen – Du musstest dann plötzlich dringend zur Toilette oder hattest Hunger, so dass Du erstmal dringend in die Küche/an den Kühlschrank musstest, um Dir etwas zu essen zu holen – wobei Du meist zu mir sagtest: "Vergiss Deinen Satz nicht, ich bin gleich wieder da."
Dann aber wurde, was ich sagte, nicht gehört, mir nicht zugehört - Du warfst irgendwelche Bemerkungen ein, die mit dem Thema nichts zu tun hatten, irgendwelche Banalitäten bezüglich des Wetters oder der Bettdecke oder was Du heute oder morgen noch zu tun bzw. vorhättest oder dass es kalt sei und so weiter.
Oder aber es hieß dann "Du willst doch nur wieder einen Streit vom Zaun brechen! Willst Du wirklich, dass wir uns jetzt wieder streiten – Du weißt, wohin das jedes Mal führt!" – Ja: dazu, dass Du nichts wirklich besprechen konntest/wolltest, sondern immer dann, wenn es für Dich unangenehm wurde, wortlos Deine Sachen zusammenpacktest und aus meiner Wohnung flohst.

Es kam ja nie dazu, dass ich tatsächlich ein Mal offen mit Dir über "das Problem", den Sex – unseren Sex, sprechen konnte – Du hast es nicht zugelassen, Du wolltest das gar nicht! Denn dann hättest Du Dein schäbiges Verhalten mir gegenüber ja nicht mehr fortsetzen können – wenn all das zur Sprache gekommen wäre, das de facto geschah.
 
Ich konnte nie ruhig, sachlich und offen – ohne Verlustangst - mit Dir über all das reden, wenn/während wir gemeinsam in einem Raum waren, weil es dann ja stets darum ging, Harmonie zu erhalten, weil ich ja gerade nicht wollte, dass Du wieder gehst, vor allem nicht, dass wir uns tatsächlich trennten.
Ich musste also "mitspielen", wenn und so lange ich Dich in meinem Leben (be-) halten wollte und wenn ich also auch gerade in diesen Momenten, Stunden, an diesen Tagen, am jeweiligen Wochenende mit Dir zusammensein wollte.


Ich musste Dir das devote Weibchen vorspielen – ich musste dieses beschissene "Spiel" mit"spielen". – Die Alternative hierzu war: Trennung. Immerhin darüber hattest Du mich nie in Zweifel gelassen.
 
Nur immer spätestens danach, nach unserem "Kontakt", ging es mir physisch und vor allem auch gerade psychisch so schlecht, fühlte ich mich so benutzt, beschädigt, so wertlos, so übergangen und gedemütigt, so wie ein Gegenstand, dass ich es nicht für mich behalten konnte: meinen Schmerz.
 
Deshalb kam es regelmäßig (meist unmittelbar nach unseren Treffen) zu meinen wütenden e-mails und sms. Und das weißt Du genau. Aber Du tatest mir gegenüber so, als bestünde hier keinerlei Zusammenhang – als beschimpfte ich Dich, Zitat "grundlos" und "aus heiterem Himmel".
Und auf eben diese Weise hast Du mir eingetrichtert, mich glauben machen wollen, ich sei "psychisch gestört" – "Borderlinerin".
 
So lag die Schuld, das Fehlverhalten also vermeintlich immer und ausschließlich auf meiner Seite und somit war es an mir, mich bei Dir zu entschuldigen, Dich um Verzeihung zu bitten.
Und Du sagtest – vorgeblich scherzend/ironisch gemeint – Du müssest mich also mal wieder für mein, Zitat "schlechtes Betragen", Zitat "züchtigen".
 
Ein Mal hattest Du mir sogar unterzuschieben versucht, ich verhielte mich absichtlich, aber doch irgendwie unbewusst so, weil ich von Dir streng/mit harter Hand "gezüchtigt", also bestraft werden wolle – damit Du mich gewissermaßen bestrafen müssest, nur bestrafen könnest. Das hatte ich vehement und unmissverständlich verneint – es war dies völlig abwegig für mich, denn ich wollte all das ja gerade nicht: all den physischen Schmerz beim "Sex" mit Dir, all diese rohe, gewaltvolle Behandlung – all diese fehlende Wertschätzung meines Körpers und meiner Person.  
 
Es verhält sich, wie ich heute weiß, genau umgekehrt:
DU bist es, der das will, der das braucht:
DU willst Frauen b e s t r a f e n.

Du wolltest mich maximal verletzen und erniedrigen, mich gefügig machen, indem Du mich grundsätzlich jedes Mal zuerst benutztest und misshandeltest und wenn ich dann im Anschluss/als Folge dessen genau darüber traurig, enttäuscht, verletzt, aber auch sehr wütend und außer mir war, mich dann als "krank und gestört" bezeichnetest – mir damit die Schuld, das Versagen zuschobst, mich damit in die unterlegene, die Büßerposition brachtest – zu dem einzigen Zweck, dass Du die Kontrolle, die Oberhand, die Macht behalten konntest. Darum ging es. Einzig darum. Die ganze Zeit.
 
Warum war es Dir selbst (!) nie wichtig, dass, ob auch ich den "Sex" mit Dir als erfüllend, als also auch physisch "befriedigend" erlebte?
 
Du hattest lediglich dann im zweiten Jahr geäußert, dass wir sonst eben nur noch "platonisch" Kontakt haben könnten – Du wusstest selbst genau, dass wir das niemals gehabt hätten, sondern dass dies das Ende unseres Kontakts, unserer "Beziehung" gewesen wäre. Du selbst hattest mir gesagt, dass Du dann (wenn nur noch "platonisch") erst mal Abstand brauchest.

Und ich hatte Dir deutlich gemacht, dass ich das so nicht will – dass mir Sex in einer Beziehung sehr wichtig ist, weil er eigentlich erfüllend und sehr verbindend sein kann, weil er eine "Bereicherung" der Beziehung sein kann, weil es eine besondere, spezifische Art des Verbundenseins ist (sein kann).
Ich hatte Dich wissen lassen, dass ich das mit Dir schaffen möchte: dass unser gemeinsamer Sex so wird – auch für mich, dass ich nicht auf körperlichen, sexuellen Kontakt mit Dir und sexuellen Genuss verzichten möchte, weil ich, wenn ich verliebt bin und auch, wenn ich einen Partner liebe, das Bedürfnis nach diesem Kontakt habe, dass ich meinen Partner gerne berühren (dürfen) möchte – auch sexuell, dass ich mich danach sehne und mir das nicht "abklemmen" müssen will.

Mir gefiel durchaus und gerade ja Deine Leidenschaftlichkeit, Deine ausgeprägte Libido, das Begehrtwerden durch Dich. Auch ich konnte dem, konnte Dir nicht widerstehen.
Und alles war wundervoll, erregend, tatsächlich berauschend, leidenschaftlich, intensiv, überwältigend: so lange es "das Vorspiel" war.

Ich mochte, wollte das, ich sehnte mich danach – nach Deiner Weise des Berührens meines Körpers – und somit: nicht nur meines Körpers … .
Ich sehnte mich danach, von Dir angefasst zu werden und ich sehnte mich nach Deinem Körper, danach, Dich zu berühren, Dich zu verwöhnen, Dich zu verführen, Dich in Erregung zu versetzen, Deine Lust, Dein Begehren, Deine Begierde, Deinen Drang, Deine Haltlosigkeit zu genießen.

Das ist "ganz einfach": Sex. -
Leidenschaft. Intensität. Intimität.
 
Geben und Nehmen. Respektvoll, wertschätzend, aufmerksam, einfühlsam, offen, bewusst, genussvoll.

Die Sehnsucht nach der Lust des Anderen, nach der "Macht" über ihn, über seine Lust, seinen Körper und sein Wollen, Wünschen, Sehnen, seine Begierde, seine Erfüllungihm diese zu schenken, zu g e b e n.
Mit seiner Erregung, seiner Lust zu spielen – ihm Befriedigung, Genuss zuteil werden zu lassen – nach eigenem Wollen, Lenken, mit damit einhergehender eigener Erregung, eigenem Drang … . - Leidenschaft.

Und gleichermaßen das Sehnen, sich hinzugeben, sich fallenzulassen, sich führen und verführen zu lassen, sich "auszuliefern" – vertrauen zu können: sich hingeben zu wollen und es zu deshalb zu können – nicht nur körperlich, sondern "vollständig": Körper, Geist und Seele. Ohne "Netz und Boden". – Vertrauen.
 
Das: ist "das Sexspiel". Das ist "der Tanz" – der gemeinsame, der: nur gemeinsam mögliche. Exakt.

Nur ist dafür nicht, schon gar nicht zwangsläufig, physischer Schmerz und/oder psychisch-emotionale Demütigung, Erniedrigung, Entwertung erforderlich – um solches erleben zu können. Nicht: bei mir.

Warum hast Du das so lange Zeit gekonnt: mich, meine Bedürfnisse, Wünsche und sogar meine physichen Schmerzen zu ignorieren, zu übergehen, vorgeblich "nicht zu bemerken" und nur immer so egoman, blind?, autistisch?, ignorant, gewaltvoll und erniedrigend weiterzumachen?
 
Warum warst Du sogar stets bester Laune, ausgeglichen, heiter danach – während es mir neben Dir deutlich wahrnehmbar physisch schlechtging?
 
Warum hat es Dir stattdessen nicht viel mehr selbst "Probleme bereitet", Sorgen gemacht, Dir selbst nicht wehgetan?
 
Warum war es Dir selbst nicht ein Bedürfnis, diese Situation aktiv und eigeninitiativ zu ändern – und das so schnell und gut als möglich!?
 
Weil: Es Dir gefiel – so, wie es war.
 
Weil es Dir gefiel, Dich geil machte, Dich befriedigte, mich zu quälen, zu misshandeln, zu demütigen, zu erniedrigen – mich zu verletzen, zu entwerten.
 
Und sehr wahrscheinlich: nicht nur mich … .
 
Denn warum siehst Du Dir auch seit vielen Jahren allabendlich Pornos an? Wahrscheinlich auch Gewaltpornos.

Warum hattest und hast Du keine Probleme damit, Frauen, Prostituierte immer wieder zu kaufen, sie wie Gebrauchsgegenstände zu benutzen – und wahrscheinlich auch sie gewaltvoll zu behandeln, zu misshandeln, zu beschädigen, zu demütigen, zu erniedrigen?
 
Denn Pornographie und Frauenkauf sind grundsätzlich immer ("sexuelle") Gewalt.
 
An anderen Stellen (in meinem blog) habe ich ausführlich erläutert, warum es sich so verhält.
 
Warum sprichst Du verächtlich von "Genderwahn/Genderterror"?

Warum hängst Du der AfD an und hast früher die NPD (nach Deiner eigenen Aussage mir gegenüber) gewählt? – Wo das unabweisbar frauenfeindliche Rassisten sind … wie Du selbst also. Denn auch als Rassist hast Du Dich mir gegenüber selbst ein Mal bezeichnet – in der stillen Kammer, im privaten, geschützten Raum.
 
Was hast Du bloß für ein grauenvolles Frauen- und Menschenbild?
 
Seit wie lange schon und warum?
 
Wie kannst Du, als überdies gläubiger Mensch (!), damit leben, wie kannst Du das vor Dir (und Deinem "Gott") rechtfertigen? – Ja, er ist ein patriarchalischer, Dein "Gott", Dein GlaubeDeine Ideologie, die Du von Kindesbeinen an indoktriniert bekamst – über den strengen Katholizismus Deines Vaters und die Prüderie, die verklemmte Schamhaftigkeit Deiner Eltern.
 
Und ja: Ich weiß um Deine gravierenden Probleme, die Du mit Deiner Mutter seit vielen Jahren, seit Deiner Kindheit hast, mit Deiner schwierigen Beziehung zu ihr, ich weiß um Deine "Abneigung" gegen sie, Deine "Hass-Liebe" zu ihr … .
Du selbst hast mir davon mehrere Male anschaulich berichtet … .
 
Daher wohl Deine narzisstische Persönlichkeitsstörung.

Daher – sowie insbesondere durch die im Kindesalter erlittene, religiöse Indoktrination, die gesamte, katholische Leib-, Sinnlichkeits-, Sexfeindlichkeit – Dein Frauenbild – Dein Frauenhass.
 
Und tatsächlich hattest Du mir gegenüber mehrmals geäußert, ich hätte Ähnlichkeiten, Gemeinsamkeiten mit Deiner Mutter. Ausgerechnet.

Ja: Projektion. Deine. Auf offensichtlichste Weise.
 
Da Du Dich jedoch nicht traust, es Dir nicht erlauben kannst (auch wegen Deines Erbes), Deine Mutter zu bestrafen, Dich an ihr zu rächen (was offenkundig Dein Bedürfnis ja ist), projizierst Du auf andere Frauen, bestrafst, verletzt, misshandelst, erniedrigst Du stellvertretend für Deine Mutter andere Frauen – reagierst an ihnen, jedenfalls definitiv an mir, Deinen ganzen ureigenen Hass, Deinen Selbsthass ab, agierst ihn an diesen Frauen aus.
 
Und "rechtfertigst" all das – vermeintlich - mit Deinem katastrophalen, patriarchalischen Frauenbild und Deinem ebenso patriarchalischen, frauenfeindlichen "Glauben".
 
Denn anders: ginge es nicht – ohne eine solche vermeintlich/vorgeblich moralische, d.h. pseudomoralische "Legitimation" und "Selbstvergewisserung" könntest Du Dich ja nicht auf solche Weise verhalten – schon gar nicht dauerhaft/langfristig. Nicht wahr?
 
Du siehst, behandelst und benutzt Frauen als quasi "heilige"(Ersatz-) Mütter - siehe Deine "platonischen" Freundinnen - und bzw. oder als verachtenswerte, zu erniedrigende, zu bestrafende Huren - siehe all jene Frauen, mit denen Du sexuellen Kontakt hattest und hast: Prostituierte, aber gerade auch Beziehungspartnerinnen, Letztere allerdings haben (nach Deinem Dafürhalten) beide "Funktionen" für Dich zu erfüllen.

Eben deshalb hatte ich Dich so häufig als "Pascha" bezeichnet.
Eben deshalb sagte und schrieb ich Dir so oft, ich sei kein Weibchen – und könne und wolle auch für Dich nicht ein solches sein oder werden müssen.
 
… Aber ich wurde es:
Ich wurde in Deiner Gegenwart zum kleinen Mädchen, zum gefügigen, verfügbaren, "hingebungsvollen", devoten Weibchen – weil Du es, mich, so haben wolltest. Weil Du nur auf diese Weise mit mir umgehen, Kontakt haben konntest. Wie generell mit Frauen nur so.
 
Du kannst Frauen nicht auf Augenhöhe mit Respekt und Wertschätzung begegnen – denn Du fühlst Dich ihnen unterlegen und von ihnen abhängig.
Und das: erträgst Du nicht.
 
Daher Deine Kompensationshandlungen, Dein Machtbedürfnis.
 
Du musst, ganz auf typisch patriarchalische Art, Frauen unterdrücken, überwältigen, unterwerfen – um Dich groß, stark, gut, mächtig, um Dich wert fühlen zu können.
 
Deshalb kannst Du nie wirklich, ehrlich, von Herzen bitten – schon gar nicht: um Verzeihung.
Deshalb kannst Du nie anerkennen, was Frauen äußern, denken, tun, leisten.
Deshalb kannst Du nie eine Frau fragen, was sie beim Sex wie will oder es Dir zeigen lassen, Dich als unerfahren oder unwissend oder lernwillig zeigen – als in Deinen Augen schwach und unterlegen.
Deshalb kannst Du Dich nie ehrlich bedürftig zeigen – vor allem sexuell bedürftig und abhängig – als vermeintlich unterlegen.

Du erträgst es nicht, dass Frauen in gewisser Weise "Macht" über Dich haben, dass Du Dich ihnen unterlegen fühlst, weil Du sie begehrst und das nicht kontrollieren, jedenfalls nicht "abstellen", nicht beherrschen kannst.
 
Du erträgst es nicht, eine Frau erst bitten, auf ihr Einverständnis warten, es vorab erhalten, einholen zu müssen oder zu sollen – Du willst nicht erst bitten, um Erlaubnis fragen "müssen", Du willst nicht abgewiesen werden – Du: willst Dir einfach jederzeit nehmen können und d ü r f e n, was Dir – als Mann - vorgeblich "qua Natur" zusteht, was Du wann wie und wie oft willst – und den Willen, die Wünsche und Bedürfnisse der Frau dabei vollumfänglich übergehen d ü r f e n.
 
Weil das in unserer Gesellschaft heute jedoch nicht mehr so ohne Weiters möglich ist (siehe Emanzipation, Feminismus, exakt) und Dir das maximal gegen den Strich geht, eben deshalb versuchst Du, Dein Ziel durch Manipulation zu erreichen. – Wohl gar nicht so selten: mit Erfolg.

Und auch dafür verachtest Du Frauen wahrscheinlich: dass es mit ihnen möglich ist, dass sie es mit sich machen, es zulassen –
weil: sie mehrheitlich empathisch, mitfühlend, feinfühlig, gebend sind.
 
Genau das nutzt Du schamlos, gewissenlos aus.
 
 
… Ich habe lange über all das nachgedacht, es hin und her gewälzt; ich habe immer wieder mit Zweifeln gerungen – ob ich mich nicht doch vielleicht täusche, ob ich Dir Unrecht tue, ob der Fehler, der Irrtum doch vielleicht auf meiner Seite liegt.
Und:
 
Ich habe mir so gewünscht, es verhielte sich genau so und Du würdest das durch Dein Verhalten, durch Taten – nicht durch permanent bloß leere, leichte (verlogene, geheuchelte) Worte – "beweisen", zum Ausdruck bringen.
 
Allein: dieser Beweis blieb und bleibt seit Jahren aus.
 
Was stattdessen letztlich tatsächlich deutlichster Beweis dafür war, dass ich mit all dem gerade nicht "falsch liege", sondern das, das ich Dir vorwerfe, zutrifft, stattfand, der Realität entspricht, wahr ist, waren Deine eigenen, spontanen (!) Worte – am 28.12.2016, als ich die sexuelle Gewalt nochmals ansprach und Du daraufhin spontan folgenden Satz sagtest:

"Du hast keine Beweise!"

Warum? Warum bist Du so hässlich und so klein?

Und trotz all dessen:
Sehe ich Dich nicht nur als Täter, sondern immer wieder, immer noch auch als Menschmit Schmerzen, Bedürfnissen, Beschädigungen, Sehnsüchten – mit Irrtümern und Defiziten.
 
Vielleicht aus einem einzigen Grund: Weil ich eine mitfühlenkönnende und -wollende, eine geben könnende und wollende – eine liebende Frau bin.
 
Du: kannst es nicht.
 
Erinnerst Du Dich, wie oft ich Dir das sagte und schrieb: dass ich mich von Dir konsumiert fühle, dass ich mich wie Deine gratis Privat-Hure fühle, dass ich mich von Dir manipuliert und benutzt, nicht wertgeschätzt fühle – dass:

Du nicht lieben kannst.
 
Niemanden je. Niemals je.
 
Ich weiß.
Und: Es tut mir Leid.

Immer noch.
 
Ist es das, das Du willst – von Anfang an wolltest? – Ist das: Dein "Sieg", Dein Triumph?
 
Habe ich mich wirklich so sehr in Dir getäuscht?
 
… Ich habe so oft so intensiv meine Arme nach Dir ausgestreckt, Dir meine Hände hingehalten - versucht, Dir das Bitten um Verzeihung so leicht wie möglich zu machen.
 
Ich habe so oft, so lange darauf gewartet.

Ich warte: noch immer.
 
Ich warte: für immer. Vergeblich.
Ich weiß es ja.
 
 
P.S. Zu Deiner Information: Die polizeilichen Ermittlungen sind jetzt abgeschlossen. Die Akte liegt bei der Staatsanwaltschaft.
Ich gehe davon aus, Du hast Dir bereits einen guten Anwalt gesucht. Wahrscheinlich wird das Verfahren ohnehin jedoch zu Deinen Gunsten eingestellt, wie es bei sexueller Gewalt so häufig exakt so vorgenommen wird – aus bekannten Gründen. Das wird Dich in Deinem Verhalten nur noch bestärken – statt: eine, d.h. die so notwendige und so dringend gebotene Veränderung desselben auszulösen, in Gang zu setzen.
 
Wenn es sich so, wie von mir vermutet, verhält und "ausgeht", so haben wir beide verloren. - Nicht nur, aber endgültig auch: einander.
 
Es lag und liegt nach wie vor in Deiner Hand, dies zu verhindern. Nur noch in Deiner. – Ich habe alles leider sowohl Erforderliche als auch Unumgehbare getan.

Nein: Wir haben keine "unterschiedliche Realitätswahrnehmung" und nein, ich bin auch nicht "psychisch gestört". – Du bist es, der professionelle Hilfe braucht. Längst.
 
Vor allem: Einsicht, Selbstkritik, Selbstreflexion – Selbsterkenntnis und:
eigene Schwächen, Defizite, Fehlverhalten, Bedürftigkeit, Verletzlichkeit zugeben, zeigen können zu lernen.  

Um Verzeihung bitten.
 
Geben, lieben lernen. Dies zu wollen. Von und mit ganzem Herzen.
 
Letztlich: für Dich selbst.
 
 
Ich bitte Dich von ganzem Herzen, absolut ehrlich, offen und ohne jegliches "Taktieren" oder ähnlich Hässliches:
 
Lass mich nicht für immer vergeblich warten.
 
Bitte.
 
-
 
20. Mai 2017
 
Nachtrag - zur Erläuterung meines "Motivs" und zum (idealerweise gelingenden) Beseitigen etwaig vorhandener Missverständnisse sowie zur besseren Nachvollziehbarkeit:
 
Nachfolgend meine Antwort auf gestellte Fragen, auf Einwände, Kritik.
Mein Ex-Partner ist im foglenden Text anonymisiert mit "F." bezeichnet.
 
Was das Opfersein betrifft: Bitte zieh´ dir diesen Schuh nicht an. Denn genau darum geht es doch - gerade solchen Männern:
 
Die Frau soll die Schuld (immer wieder) bei sich selbst suchen bzw. finden - womit der Täter dann entschuldigt ist und sein Handeln, seine Tat(en) rechtfertigen k a n n.
 
Solche Männer bezeichnen sich selbst häufig ja sogar als "Opfer", stellen sich als solches dar – sie verdrehen absichtlich die Tatsachen, siehe victim blaming.
Es geht ihnen gerade ja genau darum: die Frau in die unterlegene Position zu bringen, bei ihr Schuldgefühle zu erzeugen, damit diese Männer Macht ausüben können – und Frauen in Folge benutzen, ausbeuten, unterwerfen, verletzen, demütigen, erniedrigen – also: beschädigen.
 
Ja, Menschen sind verschieden. Ich persönlich hatte eigentlich nie Probleme, Männern unmissverständlich mitzuteilen, was ich will und was nicht. Ich hatte vor F. auch keinen solchen Partner - es gab noch zwei andere Männer, viele Jahre zuvor, mit denen ich einen "one night stand" hatte und eben deshalb daraus weiter nichts wurde: weil sie auch diese Gewaltnummer versucht haben und ich deshalb damals sofort "ausgestiegen" bin - vor allem war ich in diese beiden Männer auch nicht verliebt.
 
Es liegt nicht an dir - und es lag nie an dir.
 
Du bist ein empfindsamer, feinfühliger Mensch und emotional bedürftig: sind wir im Grunde alle - auch die Narzissten (die ganz besonders letztlich, aber sie können es halt so nicht zugeben, sondern brauchen das Machtgefühl, weil sie sich sonst schwach, klein, unterlegen, abhängig fühlen und das nicht ertragen).
 
Ja, es ist so, dass es diese Typen eben gibt, viele sind wohl tatsächlich narzisstisch persönlichkeitsgestört. Und diese suchen und finden natürlich in genau den empathischen, mitfühlenden, feinfühligen, fürsorglichen, gebenden (!) anderen Menschen - häufig sind das Frauen, ja - genau ihre "passenden" Opfer.
 
ABER:
Es ist gerade nicht die Schuld dieser Frauen, sondern sie werden zu "Opfern", d.h. zu Geschädigten erst, weil es Täter gibt, die also Taten vollziehen: die sich schäbig, ausbeutend, verletzend ... verhalten.
Und daher liegt es nicht an den feinfühligen Menschen, sich, d.h. ihr Verhalten, Denken, Fühlen ändern zu sollen oder gar zu müssen, sondern es ist Sache/Aufgabe der Täter, ihr Verhalten zu ändern - so, dass sie keine Täter mehr sind, andere Menschen also nicht mehr bewusst schädigen. Darum geht es mir.
 
Nein, natürlich wird F. sich niemals je bei mir "entschuldigen". Das ist mir durchaus rational selbst bewusst. - Ich weiß ja, wie er "tickt", ich weiß ja um seinen Narzissmus und also alles, das damit an Denken, Fühlen, Überzeugungen einhergeht - hinzu kommt auch noch sein Frauenhass und sein Rassismus.

Es wäre für ihn quasi der eigene totale "Untergang", wenn er zugeben müsste/würde, dass all das völlig "falsch" und "schlecht", dass es (andere) de facto schädigend ist. - Natürlich kann und wird er diese Leistung, diese CharakterSTÄRKE nicht aufbringen - ich denke, so gut kenne ich ihn.

Aber: Es soll "in ihm arbeiten", ihn gedanklich und emotional beschäftigen, eine Auseinandersetzung mit sich selbst (in ihm) anregen/auslösen - und dies idealerweise gleichermaßen bei/in all den Männern, die sich in ähnlicher Weise verhalten.

Denn: Sie wissen in ihrem Inneren im Grunde durchaus, dass es "falsch und schlecht" und schäbig ist, was sie tun, wie sie es tun.

Sie versuchen nur, es vor sich selbst zu rechtfertigen - weil sie um ihre eigenen Schwächen, Defizite, Unzulänglichkeiten und Minderwertigkeitsomplexe sowie Unterlegenheitsgefühle häufig durchaus (irgendwann ;) ) doch wissen.

Aber sie haben nicht die Stärke, das Rückgrat, sich angemessen zu verhalten - also letztlich: moralisch wünschenswert/geboten.
Denn genau das ist moralisches Verhalten zumeist: anstrengend.

Da diese Menschen aber Egomanen sind (also sehr selbstsüchtig, Ich-bezogen), fällt ihnen Mitfühlen und Geben (-können, -wollen) furchtbar schwer.
Sie sind gierig, sie wollen alles für sich, sie können sich selbst, eigene Bedürfnisse und Wünsche kaum bis gar nicht aufschieben, zurücknehmen - schon gar nicht: für einen anderen Menschen - jedenfalls nicht langfristig, allenfalls für nur kurze Zeit.

Worum es mir geht, ist, genau das deutlich zu machen:
Dass das Fehlverhalten keineswegs aufseiten der feinfühligen, gebenden, fürsorglichen Menschen liegt, sondern auf Seite der Täter - denn sie verhalten sich schädigend gegenüber anderen - nicht umgekehrt.

Ich spreche hier ja nicht von "klammernden" Menschen, die andere "mit Liebe erdrücken" - auch das: hat nichts mit Liebe(n) zu tun.

Ich spreche davon, dass man, w e n n man liebt, dem geliebten Menschen (gleich, ob Kind, Partner, Freunde, Eltern) gut tun will, geben will - und das: gerne/von Herzen, nicht als "Mittel zum Zweck", nicht, um damit etwas Bestimmtes erreichen zu wollen - außer eben, dass es dem geliebten Menschen gut tut, gut geht und man gute Zeit gerne mit ihm verbringt (nur nicht: andauernd, das versteht sich, hoffentlich, von selbst).

Und es geht mir darum, dass öffentlich bekannter wird, wie diese Täter vorgehen - damit auch andere Geschädigte (zumeist ja Frauen) erkennen können, was ihnen passiert(e), dass sie nicht schuld daran sind, dass es vielen anderen Frauen ähnlich geht - und: welche Gründe das hat.

Und Männer, die sich so verhalten, sollten erkennen können, dass und warum ihr Verhalten nicht nur ihren Opfern, sondern gerade auch ihnen selbst schadet und dass und warum sie es - eben deshalb - zu ändern bemüht sein sollten.
 
Was Hartz 4 und Partnerschaften angeht: Ja, so ist es: Es ist erniedrigend - man kann einfach nicht mehr am Leben teilhaben - es ist nicht möglich in materieller Armut, mit all dem, das diese mit sich bringt ... .
 
Ich wollte allerdings nie mit F. zusammenziehen, ich wollte grundsätzlich nie mit einem Partner zusammen wohnen. Mir war mein eigener Raum, mein "Rückzugsgebiet" immer schon sehr wichtig und ich wollte mich vor allem auch finanziell nie von einem Mann/Partner irgendwie abhängig machen.
 
Wir Frauen leisten Sorge-ARBEIT - diese sollte entlohnt werden - angemessen, existenzsichernd. Dafür braucht es ein Sorge-GEHALT (keine Herd-Prämie).
 
Und genau das würde so vielen Frauen - gerade den Alleinerziehenden - ihre Würde, ihre Unabhängigkeit, ihre Freiheit erst ermöglichen bzw. zurückgeben.
 
Eben deshalb: setzen Männer alles daran, genau das zu verhindern – zumindest rechtskonservative und rechtsextreme Männer (siehe CDU, CSU, ganz besonders: die AfD).
 
Nochmal: Ich rede nicht von einem "Gnaden-Taschengeld" (Herd-Prämie), sondern von einer menschenwürdigen Existenzsicherung.
Und ein Sorge-Gehalt würde, im Unterschied zum BGE, genau das deutlich machen: dass Sorge-Arbeit ARBEIT, LEISTUNG ist – eine überdies für weltweit jede Gesellschaft, Gemeinschaft unentbehrliche, unersetzliche.
 
Und dass es dafür ein angemessenes, gesellschaftliches WERTSCHÄTZEN geben muss sowie auch ein entsprechendes (!) Gehalt. Denn wir alle brauchen ein Einkommen. Ein menschenwürdiges.
 
Nochmal kurz zu F.:
 
Ja, er wird mich "innerlich vernichten", wie du schriebst.
 
Natürlich kann er mich - vor seinem Hintergrund (als Narzisst und Frauenhassender) nur hassen. Er sieht mich als "Täterin" und blendet sein eigenes Tätersein, also die Ursache, den Grund für mein Offenlegen dessen, das geschah (seiner Taten, seines Missbrauchs, seiner physischen und psychischen Misshandlungen an mir) aus – anders: geht es für ihn ja nicht, sonst würde ihm wie gesagt der Boden seines Selbstverständnisses entzogen.
 
Genau das ist aber der Punkt:
Es braucht offenbar solche Erschütterungen, Krisen für einige Menschen, damit sie eben hierdurch zu einer Änderung ihres Denkens, Eingestellt-/Überzeugtseins und Fühlens gelangen können - und erst im Anschluss daran kann sich auch eine Verhaltensänderung einstellen, um die es dabei letztendlich und im Eigentlichen geht.
 
Es geht (mir) nicht um Strafe(n) als solche, um also Rache/Vergeltung (einhergehend zumeist auch Hass und Verachtung), sondern darum, beim Täter Einsicht erwirken zu können und darauf folgend eine Verhaltensänderung.
 
Im Klartext und in Kurzfassung:
Der Täter soll dahin gelangen - mit entsprechender, unter Umständen erforderlicher Unterstützung (durch bspw. Psychotherapie) - einsehen und zugeben zu können, dass und warum sein "Tun" "unangemessen", weshalb es: "falsch", verletzend, massiv psychisch und physisch beschädigend war, dass und warum er sich so verhalten hat - und das sehr wahrscheinlich gerade nicht ausschließlich mir gegenüber - und dass und warum es gerade auch für ihn selbst wichtig ist, dies zu überwinden, dies zu bewältigen - sich also seiner eigenen Defizite, Unzulänglichkeiten, Schwächen, Glaubenssätze, Bedürftigkeit und Verletzlichkeit bewusst zu werden und sie offen zugeben zu können.
 
Das hat folglich enorm viel mit dem Frauenbild solcher Männer zu tun - und mit ihrem Selbstverständnis als Mann.
 
Vor allem aber hat es mit je persönlichen Hintergründen (Verletzungen, Beschädigungen in der Kindheit ...) zu tun - und schließlich: mit Charakterstärke, die sich eben darin zeigt, ausdrückt, dass man sich selbst und dann auch anderen all das eingestehen kann. Und sein Verhalten schließlich ändert - hin zu respektvollem, wertschätzenden Umgang mit anderen Menschen - mit Frauen.
 
Das ist die rationale Seite.
 
Die - meine - emotionale, als selbst Betroffene, gibt es natürlich auch. Und diese sieht in ihm nicht nur irgendeinen Mann, der Täter ist, der offenbar eine narzisstische Persönlichkeitsstörung und einen sogenannten autoritären Charakter hat (siehe Erich Fromms Definition dessen), sondern ich sehe natürlich auch immer wieder immer noch den Menschen, die Persönlichkeit in ihm, deren individuelle Hintergründe und Schmerzen ..., die ich ja "kenne", um die ich weiß.
 
Und ich sehe auch natürlich, dass er nicht ausschließlich Täter ist, sondern eben auch positive Seiten, Züge, Eigenschaften hat. Eben diese haben mich zu ihm hingezogen - sehr intensiv. Und um eben diese durchaus erlebten, "positiven", schönen Momente des Gemeinsamseins trauere ich - nach wie vor. So wie ich gleichermaßen mit den mir von ihm zugefügten Verletzungen noch immer zu kämpfen habe, die mich noch immer "aufwühlen, beschäftigen" - die ich noch immer nicht nachvollziehen kann.
 
Er hat mir wissentlich, bewusst, absichtsvoll Schaden zugefügt – sowohl physisch als auch psychisch-emotional und das gerade nicht als Fremder, sondern auf Basis des meinerseits ihm gegenüber bestanden habenden, ihm entgegengebrachten Vertrauens.
 
Das ist das Perfide daran. Dass er Vertrauen durch erhebliche Manipulation hat entstehen, wachsen lassen, es nährte – um es dann massiv schädigend zu missbrauchen, um mich beschädigen zu können und im Nachhinein behaupten zu können bzw. zu wollen, es sei alles vorgeblich einvernehmlich geschehen, ich hätte alles freiwillig getan, er hätte mich zu nichts (mit physischer Gewalt) gezwungen. – Nein, das musste er auch nicht: mich physisch (be-) zwingen, er brachte mich stattdessen durch Manipulation (siehe grooming, victim blaming, gaslighting) dazu, die physisch-sexuelle und auch die psychische Verletzung (siehe Demütigung, Erniedrigung, Entwertung) – immer wieder – zuzulassen.
 
Und er brachte mich somit dazu, die Schuld, das Fehlverhalten also immer wieder bei mir zu suchen bzw. zu finden und ihn damit immer wieder zu entschuldigen – und mich schließlich an meiner eigenen Urteilsfähigkeit zweifeln zu lassen.
 
Das ist es, das man, das ich nicht "mal eben wegstecken" kann.
Immer noch nicht.
 
-
 
 
20. Mai 2017
 
Zum behördlichen Ablauf - Informationen zur von mir erstatteten Strafanzeige und dem Ermittlungsverfahren sowie dessen Ausgang:
 
Ich habe meinen Ex-Partner nach dreijähriger „Beziehung“ wegen sexueller Gewalt (voraus- und einhergehend immer: psychische Gewalt) angezeigt.
 
Zu Anfang wurde seitens der Polizei ausgeschlossen, dass es sich um ein Sexualdelikt bzw. eine Straftat handle. Nach einigen Monaten wurde ich jedoch vom entsprechend zuständigen LKA kontaktiert, dass nun doch ein Anfangsverdacht bestehe.
Ich hatte meine ausführliche Anzeige zunächst schriftlich gemacht - um sie für mich selbst verfügbar und dokumentierbar zu haben (man erhält von der mündlichen Aussage ja leider kein Protokoll), man wollte nun eine mündliche Vernehmung durchführen.
 
Nachdem ich aus gesundheitlichen Gründen den ersten Vernehmungstermin nicht wahrnehmen konnte, wurde das Verfahren daraufhin (nach §170 Abs. 2 StPO) eingestellt, dem widersprach ich schriftlich, infolgedessen wurde das Verfahren dann wiederaufgenommen und es erfolgte schließlich (einige Monate später) eine Video-Vernehmung bei der Polizei (dem zuständigen LKA).
 
Zehn Monate nach der Strafanzeige erhielt ich die Mitteilung der Staatsanwaltschaft, dass das Verfahren erneut eingestellt wurde.
Begründung: „Es besteht kein hinreichender Tatverdacht, der die Erhebung der öffentlichen Klage rechtfertigen würde.“
 
Im Weiteren heißt es, für sexuelle Nötigung und/oder Körperverletzungsdelikte (die nach dem zur Tatzeit geltenden Recht "lediglich in Betracht kämen") fehle es, Zitat „an dem entsprechend von Ihnen geäußerten entgegenstehenden Willen“. Ich hätte vorgeblich alles einvernehmlich ausgeführt und nach den Sexualkontakten erneut eigeninitiativ den Kontakt zum Täter gesucht.
Damit fehle es, Zitat „an dem für die Verwirklichung eines Straftatbestandes erforderlichen Vorsatz des Beschuldigten“.

Darüber hinaus habe die aussagepsychologische Sachverständige, die bei meiner Vernehmung anwesend war, Zitat „wahnhaft anmutende Elemente“ in meinen Schilderungen „erkannt“.
Sie habe ferner, Zitat „nicht ausschließen können, dass Sie einem nachträglichen – möglicherweise unbewussten – Umdeutungsprozess unterlegen haben, der bewirkt hat, dass Ihnen seinerzeit einvernehmliche Handlungen aus heutiger Sicht ungewollt erscheinen.“
 
Dem entgegen steht allerdings unabweisbar, dass es aus der Zeit, da der sexuelle Kontakt zum/mit dem Täter noch stattgefunden hatte, mehrere e-mails und Briefe von mir an den Täter gibt, aus denen unzweifelhaft hervorgeht, dass ich diese gewaltvollen Praktiken, diese Misshandlungen durch ihn nicht wollte, welche physischen und psychischen Folgen sie für mich hatten, wie intensiv sie mich damals bereits belastet haben.
 
Ich hatte in diesen e-mails genau geschildert, was er mit mir getan hatte und dass ich das nicht will/wollte und ich führte ihm auch nochmals vor Augen, welche Folgen/körperlichen Beschwerden dies bei mir verursachte – die er im Übrigen jedes Mal selbst wahrnehmen (hören, sehen) konnte.
 
Die e-mails und Briefe stammen aus einer Zeit, die bis zu 8 Monate (und länger) vor meiner Strafanzeige liegt.
 
Es ist anhand dieser e-mails unstrittig bewiesen, dass ich also nichts „nachträglich/rückwirkend umgedeutet“ habe und es ist meinen in den e-mails gemachten Schilderungen ebenfalls zweifelsfrei entnehmbar, dass und was alles ich weshalb n i c h t wollte.
 
Diese e-mails lagen der Ermittlungsakte bei, hätten dem Staatsanwalt somit bekannt sein müssen – er hat sie entweder nicht zur Kenntnis genommen, ignoriert oder absichtlich übergangen.

Warum ich diese Misshandlung so lange Zeit dennoch zugelassen habe, habe ich gegenüber der Polizei monatelang wiederholt in e-mails sowie in der polizeilichen Video-Vernehmung mitgeteilt.
 
In Kurzfassung:
Es beruhte dies auf einer massiven Manipulation seitens des Täters, er ließ eine Vertrauensbasis, ein Vertrauensverhältnis entstehen, nährte es, erzeugte außerdem immer wieder Schuldgefühle bei mir, um somit Macht ausüben zu können, um mich in die unterlegene Position zu bringen, die ihm dann ermöglichen sollte, mich bestrafen zu „d ü r f e n“. Erkannt hatte ich das durchaus schon recht früh, aber wahrhaben konnte/wollte ich es nicht – weil ich verliebt war bzw. ihn liebte und weil ich emotional bedürftig war.
 
Ich war von der Polizei über Opferschutzeinrichtungen und die Nebenklagemöglichkeit informiert worden.

Eine psychosoziale Begleitung hatte ich nicht, auch keine anwaltliche Vertretung/keinen juristischen Beistand. Hierfür wäre zunächst eine für meine finanziellen Verhältnisse sehr teure Erstberatung erforderlich gewesen (ca. €200,- inkl. Mehrwertsteuer), die ich nicht aufbringen konnte. Sehr gerne hätte ich solchen juristischen Beistand aber gehabt, da ich denke, nur mit einem solchen überhaupt eine Chance gehabt zu haben.

Mein Täter ist finanziell sehr gut gestellt und hätte sich selbstverständlich einen guten Anwalt leisten können, er hatte mir ein Mal selbst mitgeteilt, er sei rechtsschutzversichert.
 
Erwartet habe ich im Grunde durchaus diesen Ausgang des Verfahrens, weil ich einfach darum weiß, dass es hierbei um vor allem strukturelle Gewalt geht, um überlastete Staatsanwälte und Richter, um vor allem aber nach wie vor bestehende, patriarchalische Strukturen in unserer Gesellschaft und um Vergewaltigungsmythen und Vorurteile hinsichtlich sexueller Gewalt, die innerhalb von Beziehungen stattfindet – und diesen Vorurteilen unterliegen gerade auch Ermittlungsbeamte (der Polizei) sowie auch Staatsanwälte.
 
Ergebnis ist: Dass mein Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit erheblich „abgenommen“ hat, dass sich aus dem Ausgang (dem Eingestelltwordensein) des Verfahrens nur abermals schlussfolgern lässt, dass Täter (mehrheitlich bis ausnahmslos Männer) staatlich – durch die EXEKUTIVE – geschützt, geschont werden und Opfer (mehrheitlich Frauen) zusätzlich beschämt, vorgeführt, auf Herz und Nieren geprüft, als seien sie selbst die Täter, dass ihnen nicht geglaubt wird, sie nicht ernst genommen werden, sondern letztlich zum Schweigen gebracht – damit sie zukünftig nicht mehr auf die Idee kommen, nochmals Strafanzeige zu erstatten, wenn sie Opfer von (sexueller, physischer, psychischer) Gewalt werden/wurden.
 
Meine Forderung ist, dass sich dies umgehend ändern muss, dass es entsprechende Information, Aufklärung, Weiterbildung, Sensibilisierung sowohl in der Gesellschaft als auch besonders aufseiten der Exekutivorgane (Polizei, Staatsanwaltschaften) geben muss.
 
Dass „Nein heißt Nein“ gesetzlich nun verankert ist, ist wichtig und richtig, nützt jedoch leider überhaupt nichts, so lange die Exekutive sich nicht entsprechend verhält (ermittelt, untersucht und (ver-) urteilt).
 
Ich habe gegen den Bescheid über die Einstellung des Verfahrens fristwahrend Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft eingelegt.
 
Auf Antwort warte ich augenblicklich noch. „Hoffnungen“/Illusionen: mache ich mir keine (mehr). – Ich habe verstanden, was die Aussage ist und was ich also daraus „lernen“ soll (siehe oben).
 
Wie gesagt:
Stünde allein Aussage gegen Aussage - wobei der Täter die gesamte Zeit über ja völlig unbehelligt blieb, von ihm folglich gar keine Aussage gemacht und auch nicht gefordert wurde - hätte ich also keine Beweise, so folgte daraus "im Zweifel für den Angeklagten"; was es für all die geschädigten Frauen/Opfer sexueller und/oder häuslicher und sogenannter Beziehungsgewalt natürlich nicht besser macht, es käme hier bereits entscheidend darauf an, wie ermittelt wird ... .

Ich habe jedoch die e-mails, die m.A.n. durchaus Beweis dafür sind, dass meine Aussage wahrheitsgemäß ist, dass das von mir Ausgesagte zutrifft, stattgefunden hat.
 
Diese e-mails hat sich der Staatsanwalt jedoch sehr wahrscheinlich nicht einmal angesehen; er hat sich allenfalls die Video-Vernehmung angesehen, bei welcher mir die Kriminaloberkommissarin sehr suggestive Fragen gestellt, mich also in eine bestimmte Richtung "bewegt" und mir auch wiederholt das Wort abgeschnitten hat - dies hatte ich ihr daher einen Tag nach der Vernehmung auch schriftlich (per e-mail) mitgeteilt.
 
Hinzu kommt, dass mir die Kriminalbeamtin per e-mail mitgeteilt hatte, wann sie die Akte an den Staatsanwalt weitergeleitet hatte - und nur eine Woche später bereits hatte ich den Einstellungs-Bescheid postalisch erhalten, der überdies noch einige Tage zuvor bereits verfasst/erstellt worden war, wie sich dem Datum im Briefkopf entnehmen lässt.

Viel Zeit kann er, der Staatsanwalt, also nicht investiert haben, die Akte - sorgfältig - zu sichten ... .
 
Deshalb habe ich Beschwerde gegen den Einstellungs-Bescheid eingelegt. Ohne Rechtsbeistand habe ich dennoch mit Sicherheit keine Chance.
 
Ich frage mich allerdings, wie es dem Staatsanwalt möglich sein kann/darf, diese Beweise - meine dem Täter gesandten e-mails (siehe deren Inhalt und damit Relevanz oben erläutert) aus der Tatzeit - vollständig zu ignorieren/zu übergehen und mich überdies als unglaubwürdig darzustellen und als "wahnhaft" zu pathologisieren.

Und dieses Vorgehen - seitens eines Staatsanwaltes und der Polizei (siehe deren Ermittlungs- und Vernehmungsweise) - ja: erschüttert mein Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit doch erheblich.
 
-
 
 
Das hier (siehe Ausführungen aus oben verlinktem Text): ist eine VOLLKATASTROPHE. - Die Exekutivorgane, die staatlichen Institutionen wissen nichts von NARZISSTISCHEM MISSBRAUCH - oder sie wollen nichts davon wissen, tun so, als hätten sie davon keine Kenntnis oder haben sie tatsächlich nicht minimalst. Und beschäftigen dann aber sogar also noch psychologische Gutachter - die davon ebenfalls nichts wissen - wollen ... .

Dies ist ein maximal unerträglicher Zustand, denn es widerfährt den Betroffenen/Geschädigten nicht nur keine Gerechtigkeit, sondern sie werden überdies noch selbst pathologisiert und diffamiert: von staatlichen Institutionen, höchsten Instanzen der Justiz.

Und es werden dabei nicht "nur" Frauen, Mütter, Opfer von häuslicher und sexueller sowie immer einhergehend psychisch-emotionaler Gewalt durch diese Praxis zusätzlich massiv beschädigt, sondern überdies sogar auch die KINDER.

Das macht fassungslos, wütend - das ist ein unerträglicher, untragbarer, unhaltbarer Zustand. - Es bedarf hier dringend der Aufklärung, Information, Bildung, Qualifikation (von Exekutivorganen, den für sie tätigen Personen) - der Intervention. Und das im Grunde umgehend.
 
Denn was mit solcher Vorgehensweise im Grunde bewirkt wird - und offenbar bewirkt werden will/soll - ist, dass Betroffene (mehrheitlich Frauen, da mehrheitlich Männer narzisstisch persönlichkeitsgestört sind) an ihrer eigenen Wahrnehmung und Urteilskraft zweifeln - dass sie also massiv verunsichert werden, indem man sie pathologisiert, diffamiert, dass sie letztlich damit außer Gefecht gesetzt, d.h. ZUM SCHWEIGEN GEBRACHT werden sollen. Zu dem Zwecke: dass diese üblen Verhältnisse genau so bestehen bleiben k ö n n e n.
 
Es geht hier letztlich also wiederum um Machtverhältnisse, um Macht-ausüben-Wollen, um Unterdrückung, Unterwerfung, Ausbeutung - und folglich: Beschädigung.
Es ist dies schlicht: widerwärtig.
 
"[...] Sowohl das Jugendamt, als auch der Richter hatten keine Ahnung von narzisstischen Persönlichkeiten und fielen auf die sympathische, souveräne Fassade von Thomas herein. Sie kauften ihm sein Märchen vom Vater, der sich um seine kleine Tochter kümmern wollen würde, wenn die vereinnahmende Mutter es nicht verhindern würde, unbesehen ab.
 
In dem Beschluss war zu lesen: „Den Einwand der Antragsgegnerin, das Kind sei mit einer Übernachtung überfordert, vermag das Gericht nicht nachzuvollziehen. Es dürfte auch für einen Vater kein Problem sein, seinem Kind die nötige Geborgenheit zukommen zu lassen. Auch die behauptete Eingewöhnung in den Kindergarten rechtfertigt es nicht, einen Ferienumgang mit dem Vater auszuschließen. Im Übrigen kann sich das Gericht unter einer „Eingewöhnung“ im Kindergarten wenig vorstellen. Das Gericht kann sich des Eindrucks nicht verwehren, dass hier die Antragsgegnerin nach wie vor der Meinung ist, sie allein könne das Wohl des Kindes beurteilen und entsprechend den Umgang mit dem Vater nach ihrem Willen gestalten.“
 
Damit war der Spieß plötzlich umgedreht. Thomas war das Opfer und ich die Täterin. Niemand bezweifelte seine Glaubwürdigkeit, wenn etwas bezweifelt wurde, dann war es meine Bereitschaft, das Kind dem Vater zu geben.
 
Ich stieß nur auf Unkenntnis
Das mangelnde Wissen über narzisstische Störungen und deren Auswirkungen auf die betroffenen Familien ist mein größter Kritikpunkt in der derzeitigen Praxis des Familienrechts.
Denn solange Narzissmus bei familiengerichtlichen Auseinandersetzungen – aus Unkenntnis?! – nicht berücksichtigt wird, ist es nicht möglich, sich aus einer Beziehung mit einem Narzissten zu befreien.
 
Man hat die Wahl zwischen Pest und Cholera. Entweder man bleibt in der Beziehung, was bedingungslose Selbstaufgabe bedeutet, oder man wird von Seiten des Jugendamts und des Gerichts über Jahre hinweg gezwungen, mit jemandem eine Einigung zu suchen, der dazu nicht in der Lage ist, weil er sich gegängelt fühlt, wenn es nicht zu hundert Prozent nach seinen Vorstellungen geht. Dieses Unterfangen ist von vorne herein zum Scheitern verurteilt. [...]"
 
Quelle: umgang-mit-narzissten.de - "Wenn Richter nichts von Narzissmus wissen"; farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.

Ich bin tatsächlich sehr erleichtert darüber, dass ich von/mit "meinem" Täter - meinem Ex-Partner - keine gemeinsamen Kinder habe. Es wäre der reinste Albtraum ... . - Narzissten können nicht lieben - nicht einmal ihre eigenen Kinder. Sie sehen nur sich, haben kein Gefühl für die tatsächlichen Bedürfnisse des anderen Menschen, sie projizieren nur ihre eigenen Gedanken, Gefühle, Wünsche auf andere. - Sie können nicht: g e b e n.
 
"[...] Dabei ist es sicherlich nachvollziehbar, wenn sich ein Betroffener gegen die Ungerechtigkeit wehren möchte, um auf diese Weise ein Gefühl der Genugtuung zu bekommen. Doch in den meisten Fällen laufen gerichtliche Prozesse ins Leere, weil sich der seelische Missbrauch nur sehr schwer beweisen lässt. Da er auf der einen Seite keine klaren Spuren hinterlässt, wie z. B. der körperliche Missbrauch, und auf der anderen Seite der Narzisst seine Argumente sehr überzeugend und plausibel vortragen kann, ist das Beweisen einer Schuld schwierig. Ohne glaubhafte Beweise steht lediglich Aussage gegen Aussage.
 
Der Narzissten täuscht alle
Das Risiko, dass Betroffene sich weitere Kränkungen einhandeln, ist sehr hoch. Der Narzisst ist sich nicht zu schade, unverfroren zu lügen, Tatsachen nach Herzenslust zu verdrehen, falsche Beweise vorzutragen, manipulierte Zeugen vorladen zu lassen, die Glaubwürdigkeit des anderen in Frage zu stellen, Gutachten zu seinen Gunsten ausstellen zu lassen, wichtige Dokumente verschwinden zu lassen und sich dabei so vertrauenerweckend und charmant zu präsentieren, dass niemand seine Version auch nur annäherungsweise anzweifelt.
 
Die grandiose Selbstinszenierung wird zwar nicht mit einem Oscar prämiert, dafür erweckt der Narzisst aber – weil man ihm nichts nachweisen kann – den Anschein der Seriosität. Unbeteiligte oder neutrale Richter halten den Narzissten für durch und durch anständig, weil er seine Version so plausibel vortragen kann und gegenteilige Darstellungen mangels Beweise nur als Vermutungen angesehen werden. Das löst bei den Opfern aber noch mehr Wut und regelrecht eine Hysterie aus, weshalb eine sachliche Verhandlung dann kaum noch möglich erscheint.
 
In dem Ausmaß, wie Betroffene durch die Täuschungsmanöver des Narzissten den eigenen Verstand verlieren, werden sie als verrückt angesehen und als unglaubwürdig eingestuft. Und aus Sicht des Narzissten soll am Ende auch alles darauf hinauslaufen. Er will, dass sein Gegner die Nerven verliert und durchdreht. Alle sollen sehen, dass sein Gegner außer emotionalen Entgleisungen keine fundierten Fakten anzubieten hat. Es ist für Betroffene dann eine große Enttäuschung, festzustellen, dass sie mit der Wahrheit keinen Millimeter weiterkommen und nur auf verschlossene Türen stoßen.
 
Außerdem kommt noch hinzu, dass das private Umfeld von Betroffenen die Streitlust gar nicht nachvollziehen können. Weil sie den Narzissten bislang nur von seiner freundlichen Seite kennengelernt haben, sehen sie nicht die perfiden Muster des Narzissten und können gar nicht verstehen, warum sich der Betroffene dermaßen aufregt. Opfer müssen dann oft feststellen, dass sie mit Ihrer Meinung alleine dastehen und bekommen zunehmend das Gefühl, wahnsinnig zu werden, weil alle etwas anderes glauben – nur nicht die Wahrheit. [...]"
 
Quelle: umgang-mit-narzissten - "Den Narzissten kann man nicht besiegen"
 
 
Aber genau darum geht es: um die Tatsachen. Darum, diese öffentlich zu machen, statt das Geschehende totzuschweigen, zu verdrängen, es durch den Täter bagatellisieren oder ganz leugnen lassen zu können. - Es geht um eigene Rehabilitierung und um eine Verhaltensänderung aufseiten der Täter - die Narzissten nun einmal sind.
 
Man kann hierzu nur lautere Mittel einsetzen - man muss also, wo und soweit möglich, den Rechtsweg beschreiten, wenn der Narzisst sein "Fehlverhalten", sein Tätersein, sein Schädigen nicht eigenständig, eigeninitiativ einsieht, nicht zugibt, sich nicht dafür entschuldigt und es vor allem nicht einstellt.

Bei allen schädigenden Verhaltensweisen kann es jedoch letztlich nur darum gehen, zu erwirken, dass sie beendet werden, dass (andere) Menschen also nicht (mehr oder grundsätzlich) zu Schaden kommen - durch ein Verhalten, das kein unumgängliches, kein zwangsläufiges ist, sondern ein letztlich pathologisches. 
 
Und es ist leider häufig erforderlich, dass es zuvor zu einer Erschütterung, Krise kommt - leider lernen Menschen häufig erst durch Leiderfahrung, sie kann zumindest ein Auslöser dafür sein, dass ein Einsehen stattfindet, dass die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit sich selbst, mit eigenen Unzulänglichkeiten, eigenem Fehlverhalten, dessen Ursachen, Hintergründen, dadurch (durch die Erschütterung, die Krise, die Leiderfahrung) angestoßen/in Gang gesetzt wird.

Und natürlich geht es auf Seite der Geschädigten darum, ihrem Bedürfnis nach Gerechtigkeit, nach Wiedergutmachung und Rehabilitierung (also dem Wiederherstellen ihres Selbstwertgefühls, ihres Vertrauens/Vertrauenkönnens, ihrer emotionalen Balance) nachzukommen, dies zu respektieren, anzuerkennen und - soweit möglich - zu realisieren.

Man kann hier durchaus von "Täter-Opfer-Ausgleich" sprechen.

Es geht folglich nicht ums "Besiegen", um Rache/Vergeltung/Strafe - um also wiederum Macht, Gewalt, somit: Kompensationshandlungen, sondern um einen notwendigen Ausgleich, um das Wiederherstellen der eigenen Unversehrtheit (soweit möglich) und um eine Läuterung, Reifung, "Heilung" beim Täter - dahingehend, dass er solche schädigenden Verhaltensweisen nicht mehr anwenden muss.
 
Hierfür ist durchaus erforderlich, dass Opfer/Geschädigte gerade nicht alles mit sich allein ausmachen oder gar pathologisiert werden, sondern dass sie offen und öffentlich über das Geschehene, die Tat, sprechen können und dürfen - ohne also pathologisiert, diffamiert - und damit ein weiteres Mal beschädigt - zu werden.
 
Dass es dafür Raum gibt, denn sie sind zumeist keineswegs allein oder als "seltene Ausnahmeerscheinung" betroffen und genau das gilt es durch das Öffentlichmachen des Geschehenen deutlich, d.h. erkennbar zu machen - für andere Geschädigte, aber auch andere Täter.

Wenn es vollständig in den je persönlichen, ausschließlich privaten Bereich abgedrängt wird, kann es nicht zu einer solch wichtigen Information, Aufklärung, zu daraus folgendem Erkennen (-Können) von emotionalem (und ggf. auch körperlichem) Missbrauch kommen, denn dann suchen die Opfer die "Schuld" stets bei ausschließlich sich selbst - womit Tätern wiederum überhaupt erst ermöglicht wird, sich weiterhin schädigend verhalten zu können und: zu dürfen. Es wird dadurch folglich zu keiner Veränderung des Verhaltens von Tätern kommen - können.
 
Schweigen brechen ist daher unerlässlich und unter Umständen auch das Beschreiten des Rechtsweges - auch bei "schlechten Aussichten" auf "Erfolg" - es geht um auch den symbolischen Akt dessen, darum, gesellschaftlich ein Bewusstsein für solche Taten - als eben schädigende Taten - zu schaffen und dafür, wie verbreitet sie leider sind und dass und warum wir dies weder hinnehmen können, wollen noch sollten.
 
-
 
"[...] Von nichtwissender Seite ist mir immer wieder vermittelt worden, das ich mir mein Unglück selbst zuzuschreiben habe, da ich ja hätte früher gehen können.

Auch sehr beliebt ist die Frage, warum ich alles so lange mitgemacht habe. Ich weiß ehrlich nicht, welche Aussage die Schlimmere ist.
Aussagen wie: "das hätte ich mir an deiner Stelle nicht gefallen lassen" sind fast nicht mehr zu toppen und setzen dem allem die Krone auf. Mehr Überheblichkeit geht gar nicht mehr.

Tatsache ist, das in einer narzisstischen Beziehung besonders die sogenannten "Narzissten" ihre Partnerinnen unter den "starken" Persönlichkeiten suchen. Kleine und unschuldige Opfer interessieren sie nicht. Die Bestätigung, einer selbstbewussten Person das Rückrad zu brechen, ist viel interessanter für den aggressiven Partner. Da er selbst eine charismatische Persönlichkeit ist, sucht er natürlich auch jemanden den "er" bewundern kann. In seinen Augen eine Bestätigung, wenn gerade diese starke Person sich ihm zuwendet und ebenfalls Bewunderung zeigt.
Aber jeder starke und selbstbewusste Geist hat eben auch seine Schwächen. Wer will sich also absolut und fehlerfrei davon "frei" sprechen, nicht auch irgendwann dieser absolut blendenden Erscheinung - ohne Gefahr für Leib und Persönlichkeit - entgegenzutreten. Ich würde mir das nicht mehr anmaßen.

Schütze dich vor solchen Aussagen, weil sie nur bedingt zutreffen. Du hast dich in Liebe jemanden anvertraut, der das Vertrauen missbraucht hat. Du konntest nicht gehen, weil seine Praktiken sich zerstörerisch auf dich ausgewirkt haben. Du bist jetzt gegangen und das ist/war das Beste was du für dich tun konntest.
Zu einem Zeitpunkt, wo es dir möglich war. [...]"
 
Quelle: em-life-forum.de - "Trennung von einem Narzissten"
 
"[...] Bei einem emotionalen Missbrauch benutzt der Täter sein Opfer gegen dessen Willen über eine psychische Ebene. Mögliche Formen des emotionalen Missbrauchs sind zum Beispiel:

– Einschüchterung durch Aggression
– Mobbing
Entzug von Aufmerksamkeit und/oder Liebe
psychische Manipulation
– Verhöre mit Androhung von empfindlichen Konsequenzen („…ansonsten verlasse ich Dich…“)
– Benutzung des anderen als „Ablassventil“
Strafandrohungen
bewußtes Belügen
Verweigerung der Kommunikation
emotionale Erpressung
 
Der emotionale Missbrauch ist sehr weit verbreitet. Er ist häufig zu finden im Verhältnis von Eltern zu Kindern, am Arbeitsplatz, in Beziehungen, innerhalb der Familie oder auch im Freundeskreis. Einige Täter entwickeln dabei ihre Verhaltensweisen derart intelligent weiter, daß sie am Ende ganz genau wissen, wie sie ihr Umfeld manipulieren können bzw. die missbrauchende Art zum festen Charakterbestandteil geworden ist. Eines des bekanntesten Beispiele ist ein Täter, der immer wenn er seinem Willen durchsetzen will und auf Widerstand stößt einfach anfängt zu brüllen bis das Gegenüber (das Opfer) nachgibt. Auf der anderen Seite rutschen Opfer dabei oftmals in passive Rollen und verlieren die Fähigkeit sich gegen den Täter zu wehren.  So entstehen mitunter sehr schwierige Täter-Opfer-Beziehungen.
 
Emotionaler Missbrauch ist im Übrigen in sehr schweren Formen strafbar. Er kann unter bestimmten Umständen den Tatbestand der Nötigung erfüllen oder bei Kindern und Jugendlicher eine Misshandlung von Schutzbefohlenen darstellen.  Unter bestimmten Umständen stehen Opfern sogar Schadensersatzforderungen und/oder Schmerzensgeld zu.
Ein emotionaler Missbrauch kann für ein Opfer schwerwiegende Folgen haben, die deutlich größer sein können, als zum Beispiel bei einer rein körperlichen Misshandlung. Bei Kindern und Jugendlichen kann dieser zu schweren Entwicklungsstörungen führen. Auch ein psychisches Trauma kann die Folge eines emotionalen Missbrauchs sein. [...]"
 
Quelle: psychotherapie-golling.de - "Emotionaler Missbrauch"; farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
 
"[...] Am wenigsten umstritten dürfte noch die zugrunde liegende psychiatrische Expertise sein, wonach es, wie Le Monde zitiert, "keine körperliche Gewalt gebe, wenn es nicht zuvor schon psychische Gewalt gegeben hat".
Doch die daran anschließenden Fragen, wie man psychische Gewalt vor Gericht beweisen wolle, wie sich psychische Gewalt genau definiert, wie sie sich von Beleidigungen, Demütigungen, verletzenden Verhaltensweisen etc. unterscheidet, die bei Streitigkeiten in der Ehe oder in Partnerschaften geschehen, markiert nur eine der erheblichen Schwierigkeiten der gesetzlichen Verankerung der psychischen Gewalt in intimen Beziehungen (was würden Strinberg, Faßbinder und Bergmann zu einem solchen Gesetz sagen?). Hilfe sucht man hier in der Arbeitswelt, an dort bereits eingeführten Regelungen zum "Mobbing", im Französischen "harcèlement moral". Dessen Definition soll auch für die häusliche psychische Gewalt die zentralen Kategorien liefern:
 
"Machenschaften oder wiederholte Worte, die zum Ziel haben, die Lebensbedingungen des Opfers herabzusetzen und dessen Rechte wie dessen Würde schädigen oder eine Zerrüttung der psychischen und mentalen Gesundheit herbeiführen."
 
Kritiker wenden ein, dass sich die Formulierung nicht bewährt habe, sie sei viel zu undeutlich, weswegen es kein Wunder sei, dass es in der Gerichtspraxis nur kaum zu Verurteilungen kam, wie ein Staatsanwalt ausführt. Auch die Sprecherin eines nationalen Frauenzentrums äußert Vorbehalte, wonach sich das neue Delikt als "zweischneidiges Schwert" herausstellen könnte, wenn gewalttätige Männer ihre Handlungen damit rechtfertigen, dass sie Opfer psychischer Gewalt waren."

Quelle: heise.de / Telepolis - "Bis zu 3 Jahren Freiheitsentzug für `psychische Gewalt in Paarbeziehungen´", farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
 

Diesen Post teilen

Repost 0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:

Kommentiere diesen Post