Overblog Folge diesem Blog
Edit page Administration Create my blog
Sabeth schreibt

Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie

#ichhabnichtangezeigt - #ichhabeangezeigt

 
Was sich der Auswertung von "ichhabnichtangezeigt" entnehmen lässt:
 
Viele Frauen, die sexuelle Gewalt erlitten haben, die an ihnen getätigt wurde, kannten/kennen den/die Täter - es handelt sich zumeist um Familienangehörige, Bekannte, Trainer, Lehrer, Freunde und eben auch Beziehungspartner.
 
Viele Frauen, die sexuelle Gewalt erlitten und n i c h t angezeigt haben, gingen/gehen davon aus, sie selbst treffe doch auch möglicherweise eine "Mitschuld", sie hätten es gar "provoziert".
 
Sie gehen überdies davon aus, dass ihnen nicht geglaubt wird, weil sie keine Beweise haben, deshalb zeigen sie die Täter nicht an - oder auch, weil sie Negatives von solchen Anzeigen/den einhergehenden Abläufen gehört haben.
 
Sie zeigen nicht an, weil sie die Täter gewissermaßen schonen/schützen wollen - eben weil sie mit ihnen in einem persönlichen Bekanntschaftsverhältnis stehen und/oder weil sie Angst vor Reaktionen der Täter haben und/oder weil sie vom Täter wirtschaftlich/finanziell oder anderweitig abhängig bzw. auf ihn angewiesen sind und/oder weil gemeinsame Kinder vorm Täter - seiner Reaktion/Rache - geschützt werden sollen.
 
Es lässt sich der Auswertung noch einiges andere entnehmen - am Belastendsten empfinde ich, dass etliche Frauen sogar Zweifel daran haben, dass bzw. ob das, das ihnen "passierte", das an ihnen getätigt wurde, tatsächlich sexuelle Gewalt war.
 
Denn dies erklärt sich aus genau all dem, das in unserer Gesellschaft gängig verbreitet ist:
 
- gewaltvolle, Frauen erniedrigende Pornographie (überdies barrierefrei, gratis und rund um die Uhr verfügbar, konsumierbar)

- dass so viele Männer so "wenige" Probleme damit haben, (solche) Pornographie zu konsumieren - häufig regelmäßig (täglich bis mehrmals täglich oder zumindest mehrmals wöchentlich), denn was sagt das über sie, über ihre Vorstellung von Sex, über ihr Frauenbild und ihr Verhältnis zu und ihre Kenntnis von weiblicher Sexualität aus? - Eben.

- legalisierter Sex- bzw. Frauenkauf

- victim blaming, grooming, gaslighting

- das Lächerlichmachen, Vorführen, Beschämen, Diffamieren und/oder Pathologisieren von Frauen, die über negative Erfahrungen mit Männern offen berichten

- dass Frauen absichtsvoll vor und nach getätigter, sexueller Gewalt von Tätern eingeredet wird, sie würden es doch selbst auch wollen/sie hätten es doch selbst genau so gewollt und freiwillig/einvernehmlich getan

- dass Frauen vermittelt wird, das sei alles gar keine ("sexuelle") Gewalt, sondern geiler, intensiver, leidenschaftlicher Sex

- dass Frauen generell überall als verfügbare, konsumierbare Ware dargestellt, angepriesen, instrumentalisiert werden, siehe den allgegenwärtigen Sexismus in Medien, Werbung, Musik (-videos), diversen Texten, der "Mode" ...
 
und - so - weiter.
 
Solange sich all das so verhält, nützen uns Gesetze nur wenig - denn es gibt Etliches, das sich im zwischenmenschlichen Miteinander gerade nicht durch (ausschließlich oder vorwiegend) Gesetze ändern, abschaffen oder befördern lässt - es fängt grundsätzlich in den Köpfen, d.h. im Denken, Eingestelltsein, aber ganz besonders auch im Fühlen - jedes Individuums - an: d a r a u s resultiert - sein - e n t s p r e c h e n d e s Verhalten. Grundsätzlich. So auch das von Tätern. - Binsenweisheit. Eigentlich.
 
Gesetze sind wichtig, um die Orientierung zu geben, sie haben auch Symbolwirkung. Aber durch Gesetze allein ist wirkliche Gleichberechtigung, Gleichwertigkeit, Gleichwürdigkeit nicht zu erreichen - insbesondere auch dann nicht, wenn diese bestehenden, geltenden Gesetze in der Praxis - durch DIE EXEKUTIVE - nicht einmal angemessen angewandt, umgesetzt werden.
 
Und eines sei an dieser Stelle nochmals explizit verdeutlicht:

Nur weil eine Frau auch und gerne sexuelle Erregung, Lust und Lustbefriedigung - mit u.a./bspw. auch Männern (also Hetero-Sex) - erleben, genießen möchte, ist daraus keinesfalls auch nur irgendwie "abzuleiten", sie wolle deshalb gewalttätigen "Sex"/sexuelle Gewalt - und einhergehend: psychisch-emotionale Erniedrigung, Demütigung, Entwertung - erleiden. N E I N. Das will sie nicht.
(Und innerhalb von BDSM will sie es auch nur nach klaren Absprachen, Vereinbarungen, siehe ssc.)

NEIN: Frauen sind n i c h t "von Natur aus" submissiv, devot, "leidenswillig", "schmerzgeil". N E I N.

Und Frauen haben auch nicht aufgrund ihres Frauseins, ihres biologischen Geschlechts, eine geringere Libido als Männer und sie haben auch nicht "weniger gerne Orgasmen" als Männer.

Aber ja: Mit genau solchen "Vorurteilen", solchen (Selbst-) Lügen machen es sich nicht wenige Männer - weltweit und heute noch - selbst sehr einfach ... .

Das, ja: stößt mich ab. Intensiv. Es widert mich geradezu an - es macht mich wütend. Exakt.
Und bei mir geht infolgedessen der Respekt vor solchen Männern tatsächlich verlustig.
 
-
 
"[...] Tatrisiko/Verurteilungen:

Eine im Mai 2009 veröffentlichte Studie**, die die Strafverfolgung von Vergewaltigung in Europa vergleicht, zeigt:
  • Nur wenige Täter werden angezeigt. Die Meldequote liegt in Deutschland bei 9,85 Vergewaltigungen auf 100.000 EinwohnerInnen.
    Die Meldequote zeigt zwar einen Aufwärtstrend, der vor allem durch die Zunahme von Anzeigen wegen sexueller Nötigung verursacht ist. Im Vergleich zu anderen EU-Ländern ist dieser Anstieg jedoch unterdurchschnittlich, betrachtet man nur die Meldequote für Vergewaltigung.
  • Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern hat Deutschland eine relativ niedrige Meldequote. (Zum Vergleich: Schwedens Meldequote ist viermal höher).
  • Die Verurteilungsquote ist ab dem Jahr 2000 von durchschnittlich 20% auf 13% gefallen.
  • Die deutsche Verurteilungsquote ist damit im europäischen Ländervergleich unterdurchschnittlich.
  • Entgegen bestehender Stereotype sind Falschanschuldigungen bei Vergewaltigung eher selten (Anteil von 3% in Deutschland; in den anderen europäischen Ländern zwischen 1 – 9%).
Für Hamburg gibt es keine veröffentlichten Daten über die Anzahl eröffneter Hauptverfahren und eingestellter Verfahren, über Verurteilungen und Freisprüche sowie über die Höhe der Strafen. Ausgehend von der Durchschnittsquote von 13% Verurteilungen aller polizeilich ermittelten Verdächtigen bedeutet es:

Zu den im Jahr 2014 in Hamburg aufgeklärten Fällen von Vergewaltigung und sexueller Nötigung gem. §177 StGB wurden 156 Tatverdächtige polizeilich ermittelt.

87% dieser Verdächtigen – das bedeutet 135 von diesen 156 Tatverdächtigen – brauchen statistisch gesehen keinerlei strafrechtliche Zwangsmaßnahmen zu fürchten. Lediglich 13%, also 20 Tatverdächtige werden verurteilt. Über die Höhe des Strafmasses liegen keine Werte vor.
 
Mögliche Folgen für die Opfer
Sexualisierte Gewalttaten sind für die betroffenen Frauen und Mädchen in der Regel folgenschwer. Die Auswirkungen sexualisierter Gewalt sind meist langfristig zu spüren. Sie umfassen häufig mehrere Bereiche der hier grob skizzierten Folgen
  • psychische Folgebeschwerden: körperliche Erkrankungen, verändertes Sozial- und Kontaktverhalten
  • verändertes Welt- und Selbstbild
  • veränderte Lebens- und Arbeitsbezüge
veränderte Beziehungen [...]"

Quelle: frauennotruf-hamburg.de - "Sexualisierte Gewalt - Zahlen und Fakten"; farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.

 

Streitsache Sexualdelikte: Zahlen und Fakten

frauen-gegen-gewalt.de

Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland - Eine repräsentative Untersuchung zu Gewalt gegen Frauen in Deutschland, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

frauen-gegen-gewalt.de

Terre des Femmes - Zahlen zu sexueller Gewalt in Deutschland

frauenrechte.de

 
Das hier (siehe Ausführungen aus oben verlinktem Text): ist eine VOLLKATASTROPHE. - Die Exekutivorgane, die staatlichen Institutionen wissen nichts von NARZISSTISCHEM MISSBRAUCH - oder sie wollen nichts davon wissen, tun so, als hätten sie davon keine Kenntnis oder haben sie tatsächlich nicht minimalst. Und beschäftigen dann aber sogar also noch psychologische Gutachter - die davon ebenfalls nichts wissen - wollen ... .

Dies ist ein maximal unerträglicher Zustand, denn es widerfährt den Betroffenen/Geschädigten nicht nur keine Gerechtigkeit, sondern sie werden überdies noch selbst pathologisiert und diffamiert: von staatlichen Institutionen, höchsten Instanzen der Justiz.

Und es werden dabei nicht "nur" Frauen, Mütter, Opfer von häuslicher und sexueller sowie immer einhergehend psychisch-emotionaler Gewalt durch diese Praxis zusätzlich massiv beschädigt, sondern überdies sogar auch die KINDER.

Das macht fassungslos, wütend - das ist ein unerträglicher, untragbarer, unhaltbarer Zustand. - Es bedarf hier dringend der Aufklärung, Information, Bildung, Qualifikation (von Exekutivorganen, den für sie tätigen Personen) - der Intervention. Und das im Grunde umgehend.
 
Denn was mit solcher Vorgehensweise im Grunde bewirkt wird - und offenbar bewirkt werden will/soll - ist, dass Betroffene (mehrheitlich Frauen, da mehrheitlich Männer narzisstisch persönlichkeitsgestört sind) an ihrer eigenen Wahrnehmung und Urteilskraft zweifeln - dass sie also massiv verunsichert werden, indem man sie pathologisiert, diffamiert, dass sie letztlich damit außer Gefecht gesetzt, d.h. ZUM SCHWEIGEN GEBRACHT werden sollen. Zu dem Zwecke: dass diese üblen Verhältnisse genau so bestehen bleiben k ö n n e n.
 
Es geht hier letztlich also wiederum um Machtverhältnisse, um Macht-ausüben-Wollen, um Unterdrückung, Unterwerfung, Ausbeutung - und folglich: Beschädigung.
Es ist dies schlicht: widerwärtig.
 
"[...] Sowohl das Jugendamt, als auch der Richter hatten keine Ahnung von narzisstischen Persönlichkeiten und fielen auf die sympathische, souveräne Fassade von Thomas herein. Sie kauften ihm sein Märchen vom Vater, der sich um seine kleine Tochter kümmern wollen würde, wenn die vereinnahmende Mutter es nicht verhindern würde, unbesehen ab.
 
In dem Beschluss war zu lesen: „Den Einwand der Antragsgegnerin, das Kind sei mit einer Übernachtung überfordert, vermag das Gericht nicht nachzuvollziehen. Es dürfte auch für einen Vater kein Problem sein, seinem Kind die nötige Geborgenheit zukommen zu lassen. Auch die behauptete Eingewöhnung in den Kindergarten rechtfertigt es nicht, einen Ferienumgang mit dem Vater auszuschließen. Im Übrigen kann sich das Gericht unter einer „Eingewöhnung“ im Kindergarten wenig vorstellen. Das Gericht kann sich des Eindrucks nicht verwehren, dass hier die Antragsgegnerin nach wie vor der Meinung ist, sie allein könne das Wohl des Kindes beurteilen und entsprechend den Umgang mit dem Vater nach ihrem Willen gestalten.“
 
Damit war der Spieß plötzlich umgedreht. Thomas war das Opfer und ich die Täterin. Niemand bezweifelte seine Glaubwürdigkeit, wenn etwas bezweifelt wurde, dann war es meine Bereitschaft, das Kind dem Vater zu geben.
 
Ich stieß nur auf Unkenntnis
Das mangelnde Wissen über narzisstische Störungen und deren Auswirkungen auf die betroffenen Familien ist mein größter Kritikpunkt in der derzeitigen Praxis des Familienrechts.
Denn solange Narzissmus bei familiengerichtlichen Auseinandersetzungen – aus Unkenntnis?! – nicht berücksichtigt wird, ist es nicht möglich, sich aus einer Beziehung mit einem Narzissten zu befreien.
 
Man hat die Wahl zwischen Pest und Cholera. Entweder man bleibt in der Beziehung, was bedingungslose Selbstaufgabe bedeutet, oder man wird von Seiten des Jugendamts und des Gerichts über Jahre hinweg gezwungen, mit jemandem eine Einigung zu suchen, der dazu nicht in der Lage ist, weil er sich gegängelt fühlt, wenn es nicht zu hundert Prozent nach seinen Vorstellungen geht. Dieses Unterfangen ist von vorne herein zum Scheitern verurteilt. [...]"
 
Quelle: umgang-mit-narzissten.de - "Wenn Richter nichts von Narzissmus wissen"; farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.

Ich bin tatsächlich sehr erleichtert darüber, dass ich von/mit "meinem" Täter - meinem Ex-Partner - keine gemeinsamen Kinder habe. Es wäre der reinste Albtraum ... . - Narzissten können nicht lieben - nicht einmal ihre eigenen Kinder. Sie sehen nur sich, haben kein Gefühl für die tatsächlichen Bedürfnisse des anderen Menschen, sie projizieren nur ihre eigenen Gedanken, Gefühle, Wünsche auf andere. - Sie können nicht: g e b e n.
 
 
Woran liegt es also: dass so wenige männliche Straftäter - gerade solche, die häusliche Gewalt, Beziehungsgewalt und sexuelle Gewalt innerhalb von Beziehungen tätigen - verurteilt werden? Am Gesetz kann´s ja nun nicht mehr liegen ... .

Ob´s also ganz eventuell möglicherweise ein Problem bei DER EXEKUTIVE gibt: Polizei, Staatwanwaltschaften?
 
Neiiin, wir sind ein demokratischer Rechtsstaat! ;)
Kein patriarchalischer, der STRUKTURELLE GEWALT an allen Ecken und Enden tätigt - übrigens u.a. auch über Hartz 4, Schulgesetze ... .
 
Was man sich grundsätzlich vergegenwärtigen muss - von wegen Rechsstaatlichkeit und so:
 
Wenn bio-deutsche Straftäter - siehe insbesondere sexuelle Gewalt, häusliche Gewalt, Beziehungsgewalt, Körperverletzung - durch staatliche Institutionen, die Exekutivorgane also, d.h. die für sie tätigen Personen (Polizisten, Staatwanwälte, Richter) - auf Basis von institutionellem Rassismus geschont und geschützt werden, bedeutet das, dass diese bio-deutschen Straftäter "weniger häufig" bzw. nicht für (solche) Straftaten verurteilt werden und somit: in der Statistik nicht auftauchen.
 
Im Gegensatz zu Straftätern "mit Migrationshintergrund", die vorgeblich viel häufiger Straftaten begehen als Bio-Deutsche und die (Erstere) jedenfalls häufiger verurteilt werden, was entsprechende Statistiken zur Folge hat.
 
Clever, nicht wahr?
 
-
 
"[...] Dabei ist es sicherlich nachvollziehbar, wenn sich ein Betroffener gegen die Ungerechtigkeit wehren möchte, um auf diese Weise ein Gefühl der Genugtuung zu bekommen. Doch in den meisten Fällen laufen gerichtliche Prozesse ins Leere, weil sich der seelische Missbrauch nur sehr schwer beweisen lässt. Da er auf der einen Seite keine klaren Spuren hinterlässt, wie z. B. der körperliche Missbrauch, und auf der anderen Seite der Narzisst seine Argumente sehr überzeugend und plausibel vortragen kann, ist das Beweisen einer Schuld schwierig. Ohne glaubhafte Beweise steht lediglich Aussage gegen Aussage.
 
Der Narzissten täuscht alle
Das Risiko, dass Betroffene sich weitere Kränkungen einhandeln, ist sehr hoch. Der Narzisst ist sich nicht zu schade, unverfroren zu lügen, Tatsachen nach Herzenslust zu verdrehen, falsche Beweise vorzutragen, manipulierte Zeugen vorladen zu lassen, die Glaubwürdigkeit des anderen in Frage zu stellen, Gutachten zu seinen Gunsten ausstellen zu lassen, wichtige Dokumente verschwinden zu lassen und sich dabei so vertrauenerweckend und charmant zu präsentieren, dass niemand seine Version auch nur annäherungsweise anzweifelt.
 
Die grandiose Selbstinszenierung wird zwar nicht mit einem Oscar prämiert, dafür erweckt der Narzisst aber – weil man ihm nichts nachweisen kann – den Anschein der Seriosität. Unbeteiligte oder neutrale Richter halten den Narzissten für durch und durch anständig, weil er seine Version so plausibel vortragen kann und gegenteilige Darstellungen mangels Beweise nur als Vermutungen angesehen werden. Das löst bei den Opfern aber noch mehr Wut und regelrecht eine Hysterie aus, weshalb eine sachliche Verhandlung dann kaum noch möglich erscheint.
 
In dem Ausmaß, wie Betroffene durch die Täuschungsmanöver des Narzissten den eigenen Verstand verlieren, werden sie als verrückt angesehen und als unglaubwürdig eingestuft. Und aus Sicht des Narzissten soll am Ende auch alles darauf hinauslaufen. Er will, dass sein Gegner die Nerven verliert und durchdreht. Alle sollen sehen, dass sein Gegner außer emotionalen Entgleisungen keine fundierten Fakten anzubieten hat. Es ist für Betroffene dann eine große Enttäuschung, festzustellen, dass sie mit der Wahrheit keinen Millimeter weiterkommen und nur auf verschlossene Türen stoßen.
 
Außerdem kommt noch hinzu, dass das private Umfeld von Betroffenen die Streitlust gar nicht nachvollziehen können. Weil sie den Narzissten bislang nur von seiner freundlichen Seite kennengelernt haben, sehen sie nicht die perfiden Muster des Narzissten und können gar nicht verstehen, warum sich der Betroffene dermaßen aufregt. Opfer müssen dann oft feststellen, dass sie mit Ihrer Meinung alleine dastehen und bekommen zunehmend das Gefühl, wahnsinnig zu werden, weil alle etwas anderes glauben – nur nicht die Wahrheit. [...]"
 
Quelle: umgang-mit-narzissten.de - "Den Narzissten kann man nicht besiegen"
 
 
Aber genau darum geht es: um die Tatsachen. Darum, diese öffentlich zu machen, statt das Geschehende totzuschweigen, zu verdrängen, es durch den Täter bagatellisieren oder ganz leugnen lassen zu können. - Es geht um eigene Rehabilitierung und um eine Verhaltensänderung aufseiten der Täter - die Narzissten nun einmal sind.
 
Man kann hierzu nur lautere Mittel einsetzen - man muss also, wo und soweit möglich, den Rechtsweg beschreiten, wenn der Narzisst sein "Fehlverhalten", sein Tätersein, sein Schädigen nicht eigenständig, eigeninitiativ einsieht, nicht zugibt, sich nicht dafür entschuldigt und es vor allem nicht einstellt.

Bei allen schädigenden Verhaltensweisen kann es jedoch letztlich nur darum gehen, zu erwirken, dass sie beendet werden, dass (andere) Menschen also nicht (mehr oder grundsätzlich) zu Schaden kommen - durch ein Verhalten, das kein unumgängliches, kein zwangsläufiges ist, sondern ein letztlich pathologisches. 
 
Und es ist leider häufig erforderlich, dass es zuvor zu einer Erschütterung, Krise kommt - leider lernen Menschen häufig erst durch Leiderfahrung, sie kann zumindest ein Auslöser dafür sein, dass ein Einsehen stattfindet, dass die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit sich selbst, mit eigenen Unzulänglichkeiten, eigenem Fehlverhalten, dessen Ursachen, Hintergründen, dadurch (durch die Erschütterung, die Krise, die Leiderfahrung) angestoßen/in Gang gesetzt wird.

Und natürlich geht es auf Seite der Geschädigten darum, ihrem Bedürfnis nach Gerechtigkeit, nach Wiedergutmachung und Rehabilitierung (also dem Wiederherstellen ihres Selbstwertgefühls, ihres Vertrauens/Vertrauenkönnens, ihrer emotionalen Balance) nachzukommen, dies zu respektieren, anzuerkennen und - soweit möglich - zu realisieren.

Man kann hier durchaus von "Täter-Opfer-Ausgleich" sprechen.

Es geht folglich nicht ums "Besiegen", um Rache/Vergeltung/Strafe - um also wiederum Macht, Gewalt, somit: Kompensationshandlungen, sondern um einen notwendigen Ausgleich, um das Wiederherstellen der eigenen Unversehrtheit (soweit möglich) und um eine Läuterung, Reifung, "Heilung" beim Täter - dahingehend, dass er solche schädigenden Verhaltensweisen nicht mehr anwenden muss.
 
Hierfür ist durchaus erforderlich, dass Opfer/Geschädigte gerade nicht alles mit sich allein ausmachen oder gar pathologisiert werden, sondern dass sie offen und öffentlich über das Geschehene, die Tat, sprechen können und dürfen - ohne also pathologisiert, diffamiert - und damit ein weiteres Mal beschädigt - zu werden.
 
Dass es dafür Raum gibt, denn sie sind zumeist keineswegs allein oder als "seltene Ausnahmeerscheinung" betroffen und genau das gilt es durch das Öffentlichmachen des Geschehenen deutlich, d.h. erkennbar zu machen - für andere Geschädigte, aber auch andere Täter.

Wenn es vollständig in den je persönlichen, ausschließlich privaten Bereich abgedrängt wird, kann es nicht zu einer solch wichtigen Information, Aufklärung, zu daraus folgendem Erkennen (-Können) von emotionalem (und ggf. auch körperlichem) Missbrauch kommen, denn dann suchen die Opfer die "Schuld" stets bei ausschließlich sich selbst - womit Tätern wiederum überhaupt erst ermöglicht wird, sich weiterhin schädigend verhalten zu können und: zu dürfen. Es wird dadurch folglich zu keiner Veränderung des Verhaltens von Tätern kommen - können.
 
Schweigen brechen ist daher unerlässlich und unter Umständen auch das Beschreiten des Rechtsweges - auch bei "schlechten Aussichten" auf "Erfolg" - es geht um auch den symbolischen Akt dessen, darum, gesellschaftlich ein Bewusstsein für solche Taten - als eben schädigende Taten - zu schaffen und dafür, wie verbreitet sie leider sind und dass und warum wir dies weder hinnehmen können, wollen noch sollten.
 
-
 
 
Habe das Buch - "Und er wird es wieder tun - Gewalt in der Partnerschaft", von Simone Schmollack - bisher nicht gelesen, nur darüber gehört. Ich vermute, es ist ein wichtiges Buch.
 
Erforderlich ist, dass die Frauen ihr Schweigen brechen – dass sie sich gerade nicht schämen bzw. beschämen lassen für das, das ihnen „passiert(e)“, das an ihnen getätigt wurde, sondern dass öffentlich bekannt, also öffentlich gemacht wird, wie solche Gewalt „aussieht“, wie solche Gewalt verläuft, solche Beziehungen verlaufen, warum Frauen sich häufig dennoch nicht trennen wollen und/oder können, warum Täter geschont und geschützt werden – sogar bzw. gerade durch die Exekutivorgane (Polizei, Staatsanwaltschaften, Richter) und w a r u m das so ist, was sich alles ändern müsste – und: könnte, so gewollt (siehe besonders hinsichtlich Sensibilisierung, Qualifizierung, Weiterbildung der Exekutivorgane).
 
Es muss über Vergewaltigungsmythen viel stärker informiert werden wie auch darüber, dass häusliche/Beziehungsgewalt gerade keine „Privatsache“ ist und weshalb sie dies nicht ist und es muss der Zusammenhang zwischen Pornographie, Prostitution, d.h. Frauen-Kauf (durch Männer getätigt), dem einhergehenden Frauenbild ungezählter Männer (rings um den Globus übrigens) und der von ihnen gegenüber Frauen getätigten phyischen, psychisch-emotionalen und sexuellen Gewalt dargelegt/offengelegt werden – deutlicher als bisher.

Denn all das hängt miteinander zusammen, ebenso, dass es häufig gerade narzisstisch persönlichkeitsgestörte Männer sind, die in solcher Weise Täter werden/wurden/sind – siehe narzisstischer (emotionaler, aber auch physischer) Missbrauch, Misshandlung.
 
In diesem blog-Eintrag habe ich das bereits etwas ausführlicher erläutert – und mit persönlichem „Beispiel“ unterlegt.
 
Ja: Das ist ebenfalls eine Art von Befreiung – das Sich-Befreien aus der Macht, der Manipulation (!) des Täters, das Zurückgewinnen der eigenen Stärke, des eigenen Selbstwerts, der eigenen Persönlichkeit – durch das Öffentlichmachen dessen, das geschah und durch auch eine Strafanzeige (wenn/wo/soweit möglich) – auch als „symbolischer Akt“, damit die Öffentlichkeit, die Gesellschaft sensibilisiert/aufmerksam wird und damit vor allem andere Frauen („betroffen“ oder nicht betroffen) nachlesen können, was beschädigt worden seienden Frauen weshalb wie „passierte“ – um erkennen zu können, dass betroffene, beschädigte Frauen gerade keine „Einzelfälle“ sind, dass sie nicht selbst „schuld sind“, dass s i e sich nicht verstecken, schämen müssen, wenn möglich: nicht schweigen sollten, dass und warum mehrheitlich Frauen Opfer und Männer Täter sind und dass und warum es mit „Gehen/Trennen“ häufig nicht „erledigt“ ist – vor allem dann nicht, wenn es gemeinsame Kinder und/oder andere Abhängigkeiten … gibt und so lange Jugendämter und Richter, siehe also wiederum die Exekutive, nicht angemessen mit all dieser Gewalt umgeht.
 
Auch ist es mit Verurteilungen und Strafen (die meist gerade leider ja nicht erfolgen) alleine nicht getan – sie sind aber trotzdem erforderlich – damit Täter dahingehend bewegt, d.h. erschüttert werden, sich mit ihrem Verhalten auseinanderzusetzen, es letztlich zu ändern (meist ist das nur mit angemessener, professioneller Hilfe möglich, die sie eigeninitiativ häufig leider nicht suchen).
 
Und es muss mit etlichen Vorurteilen und Klischees aufgeräumt werden:
 
Nein, nicht jede beschädigte Frau wurde als Kind bereits misshandelt und/oder sexuell missbraucht.
Nein, Selbstaufgabe hat nichts mit Liebe zu tun.
Nein, man hilft Tätern nicht, indem man sie schützt, schont, ihr Verhalten verharmlost, leugnet, rechtfertigt – und die „Schuld“ bei sich selbst sucht bzw. findet.
Nein, von alleine wird sich ein solcher Täter niemals „ändern“.
Nein, (mainstream-) Porno-Sex hat nichts mit Leidenschaft, Intensität, Erfüllung zu tun, sondern mit Macht, Unterwerfung, Gewalt, Misshandlung, Demütigung, Erniedrigung, Entwertung – Beschädigung. Es geht dabei grundsätzlich nie um die Erzeugung und Erfüllung der echten/authentischen Lust der Frau – eigenes, umfassendes Thema wie gesagt. Letztlich hängt es alles zusammen, geht es immer um das Frauenbild und Selbstbild/Selbstverständnis solcher Männer. Und häufig sind diese: Narzissten.

Wer mit all diesen Themen/Bereichen/Phänomenen selbst schon befasst war/ist, für den bzw. die bringen meine Sätze natürlich keine neue Erkenntnis. ;)
 
-
 

Diese Seite teilen

Repost 0