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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Über Leistungsideologie, Meritokratie, Neoliberalismus, Glück, Zufall, Chancen(un)gleichheit, Willensstärke, Schwarze Pädagogik, Selbstoptimierungszwang, Ausbeutung, freiwillige Knechtschaft ...

Anmerkung:

Wann hören wir damit auf, Menschen danach zu beurteilen, welchen Schul-, Bildungsabschluss, akademischen Titel, berufliche (Führungs-) Position - als Erwerbstätige - und/oder Besitz, Vermögen sie haben?

Wann fangen wir damit an, die ausbeuterische, destruktive, kapitalistische, kompensatorische Leistungs- und Konsumgesellschaft zu überwinden und Menschen anhand ihres Charakters, ihrer Persönlichkeit und ihres Handelns, Verhaltens, Tätigseins im Sinne des bedürfnisorientierten Gemeinwohls zu beurteilen, wertzuschätzen - für also prosoziales Verhalten, für Reflektiertsein, Reife, Mitgefühl und Integrität?

Vielleicht mal wieder Erich Fromm lesen: "Haben oder Sein", "Anatomie der menschlichen Destruktivität", "Die Kunst des Liebens".
 
Es herrscht nach wie vor global das Paradigma, die Ideologie der Leistungsgesellschaft (Meritokratie), die auf Hierarchien, Ungleichheit, Konkurrenz, Kampf, Druck, Kontrolle, Zwang, Strafe, Unterdrückung, Ausbeutung beruht - auf Gewalt also, siehe Neoliberalismus, Kapitalismus, der überdies durch und durch patriarchal ist (siehe die soeben aufgezählten, typischen, kennzeichnenden Merkmale, außerdem nach wie vor auch Androzentrismus).
 
Ja, es ginge - neben dem angemessenen Definieren von Arbeit, einem angemessenen Arbeitsbegriff also - um ein Verändern der Machtverhältnisse.
Genau d a s jedoch ist politisch nicht gewollt, denn all jene, die aktuell davon profitieren, insbesondere auch all jene (die leider weltweit sehr verbreitet sind), die konservativ eingestellt und der (oberen) Mittelschicht zugehörig sind, können und wollen nichts anderes, keine "Alternative" - sie nicht einmal denken, vorstellen, schon gar nicht realisieren, stattdessen bekämpfen sie diese: gewaltvoll.
 
Konzepte gibt es längst für ein Besser, Gerechter, Authentischer, siehe das BGE (bzw. emanzipatorisches Grundeinkommen) und einhergehend die bedürfnisorientierte, solidarische Gemeinwohlökonomie sowie demokratische Bildung/Schulen (nach dem Vorbild von bspw. Summerhill und Sudbury Valley), denn natürlich fängt es grundsätzlich und weltweit bei den Kindern an, die leider häufig - eben deshalb - u.a. religiös, ideologisch indoktriniert werden, gerade auch in staatlichen Schulen (siehe Bildungspläne ...), in denen man sie von Anfang an auf Leistung, Konkurrenz, rein ökonomische Verfüg- und Verwertbarkeit trimmt, auf Spur bringt, vor- und aussortiert, selektiert.
 
Man könnte so vieles verändern, hin zu Verantwortung, Selbstbestimmung, Demokratiesierung, hin zu transnationaler Solidarität und Kooperation - auf Basis vor allem von Mitgefühl, nicht nur Rationalität, letztlich geht es faktisch jedoch immer um Gerechtigkeit, Ethik - und "im Kleinen" passiert es auch bereits, aber wer gegenwärtig in Machtpositionen befindlich ist, wird seine Macht und Privilegien um jeden Preis zu erhalten versuchen und dies mit den entsprechenden, bekannten Mitteln gewaltvoll durchsetzen - dabei handelt es sich btw nicht nur um verschiedene Arten von Gewalt, Kontrolle, Unterwerfung, Ausbeutung, vielfache Beschädigung, sondern auch um Propaganda, Manipulation, siehe, was bspw. Noam Chomsky, Aldous Huxley, Edward Bernays, Erich Fromm, Ernst Alexander Rauter und andere hierzu bereits äußerten.
 
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