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Sabeth schreibt

Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie

Über die uralt bekannten, einfallslosen Reaktionen von Männern, die von Frauen kritisiert werden - und wie Männer sich damit selbst beschämen

 
Es ist immer noch immer wieder dasselbe:

Eine Frau maßt sich an, einen Mann zu kritisieren - seine unpassenden, oberflächlichen, polemischen, besserwisserischen (siehe mansplaining), verletzenden, respektlosen oder auch ignoranten, selbstherrlichen, sexistischen, diskriminierenden, erniedrigenden Äußerungen und/oder solches Verhalten seinerseits.

Und fast immer passiert dann Folgendes:
Der von einer Frau kritisierte Mann geht selten bis gar nicht inhaltlich auf die Kritik ein - höflich, argumentbasiert, respektvoll - sondern greift die Frau auf die immer gleiche, billige, absichtsvoll diffamieren wollende Weise an: Entweder er belustigt sich (gerne auch mit noch anderen Männern gemeinsam) über vor allem das Aussehen oder die Äußerungen der Frau, indem er sie als hässlich, fett, unerotisch, prüde, verklemmt, frigide, dumm, ungebildet, "Männerhasserin", "Kampflesbe", "Hexe" oder Ähnliches bezeichnet und vorzuführen, öffentlich demütigen und zu beschämen versucht. Mit dem Ziel, die Frau mundtot zu machen bzw. sie verbal (oder auch nonverbal) zu unterwerfen, zu "beherrschen", zu erniedrigen.

Was solche Männer dabei ja nur unmissverständlich ausdrücken, ist ihr eigenes Getroffensein, ihre Wut, Hilflosigkeit, ihre arrogante, ignorante Selbstgefälligkeit, mittels der sie eigene Minderwertigkeitskomplexe und/oder Unterlegenheitsgefühle zu überspielen, zu verbergen versuchen.
Sie legen auf diese Weise folglich nur ein Armutszeugnis ihres eigenen Verhaltens, Eingstelltseins - Denkens, Fühlens - ab und legen all diese, ihre eigenen Defizite damit demonstrativ offen.

Nein, mit Reflektiertsein, Respekt, Offenheit und der Fähigkeit, argumentbasiert zu diskutieren hat solches Verhalten offenkundig nichts zu tun.
 
Traurige Gestalten geben sie ab ... wo sie doch gerade unbedingt Stärke, Überlegenheit und Macht zum Ausdruck bringen woll(t)en. - Das Schlimme: Sie bemerken es häufig selbst nicht einmal, dass sie sich selbst vorführen oder sie versuchen (im Nachhinein) auch das zu überspielen. Wenn der Angriff unter die Gürtellinie bei der Frau keinen "Erfolg" erkennen lässt, so reagieren sie schließlich auch gerne mit (Kommunikations-) Verweigerung.
 
Wäre es nicht allmählich doch an der Zeit, sich ein wenig weiterzuentwickeln, zu reifen und sich folglich selbstkritisch zu hinterfragen ... ? - Nur so als Anregung. ;)
 
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Ja, auch dieses sehr armselige Verhalten lässt sich schon lange beobachten. Generell liegt dem das Problem offenbar nicht weniger Männer zugrunde, dass sie nicht wissen, was "männlich" ist oder wie ein "richtiger" Mann (heute) zu sein habe - dass sie einfach nicht schaffen, gesellschaftliche Veränderungen mitzuvollziehen, sondern am sogenannt "Traditionellen", am Altherbegrachten, Rückwärtsgewandten, Konservativen, Reaktionären recht einfallslos festhalten bzw. sich Halt suchend daran klammern.
 
Dies wiederum hat sehr viel damit zu tun, dass Männer Angst vor bzw. Wut über (ihren) Privilegien- und Machtverlust haben, dass sie von Frauenfeindlichkeit, Frauenverachtung und auch Frauenhass geplagt sind.
 
Dabei sollte es eigentlich in ihrem ureigenen Interesse liegen, dass Gleichberechtigung, Gleichwertigkeit, Gleichwürdigkeit tatsächlich umgesetzt und gelebt wird - und das global.
Dies zumindest kann nur im Interesse eines jeden ethisch ausgerichteten, charakterstarken und Herzensbildung genossen habenden Menschen sein.
 
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