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Sabeth schreibt

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Poesie Melancholie Philosophie

Henkers Braut

 
Henkers Braut
 
Es ringt in mir
Es scheint, ich verlier´
den Kampf
um Gesicht
Nein, Stolz –
ist es nicht
 
Es durchpflügt mich die Qual
der Grund – banal
Der Sehnsucht Pein
durchwirkt mein Sein
Die Sehnsucht
nach Deinem Schein
 
Du weilst fernab
blickst streng nur herab
geblendet
vom eig´nen Betrug
 
Ich sieche gekammert
an Wünsche geklammert
Dir
ist es noch nicht genug
 
Ich soll, wie einst, reuend
auf Knien gekrochen
Dich flehentlich bitten
kommen
Längst hast Du, die Labsal nicht scheuend,
schon meinen verzweifelten Ruf
vernommen
 
Ich soll, wie einst, mein Selbst verkaufen
als Magd stumm an Deiner Seite gehen
mich schänden und unterwerfen lassen
Zum Beschämen, Entwerten
Zum Verachten und Hassen

Es bliebe ja doch
jedes Bitten
vergeblich
 
Nie je
wär´ ich
für Dich
erheblich
 
Nie kämst Du
von selbst
mich zu halten, zu tragen
ein Mal nur
mir herzlich
von Liebe zu sagen
 
Und je reicher sich draußen
die Fülle gebiert
umso karger es sich
in der Kammer
stirbt
 
Ich habe den Kampf
von Beginn an verloren
Seit ich Dich
zum Lieben auserkoren
 
Hier steh´ ich nun - bloß
auf dem Schafott
mich träumend ins Sehnsuchtsland
ergeben wartend
auf den Tod
 
einzig bis ewig
von Deiner Hand
 
-
 
 
 
 
 

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