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Sabeth schreibt

Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus

Nicht(s) mehr zu sagen

 
Nicht(s) mehr zu sagen
 
 
Wir sterben. – Leb´ wohl
 
und genieße
des Tages lichte Pracht
Dereinst wird Dir
der Fülle Süße
zu grabesfinst´rer Nacht
 
Zur quälenden Lust
wird Dir die Last
Die blühende Pein
in Deiner Brust
gewährt Dir keine Rast
 
Ich hab´ hienieden mein Soll erfüllt
Hab´ meine schuld´ge Pflicht getan
Zwei Kinder getragen
geboren, gehüllt
in Schmerz
wuchsen sie, in Not heran
 
Kann nun nichts mehr tragen
Zu schwer wiegt das Sein
Will nicht, wie ihr, warten -
siechend am Schein
Es strahlt mir kein Garten
Mehr Not nur bricht ein
 
Muss sie drum verraten -
Ich lass´ sie allein.
 
Den Weg zu ebnen
zu entzünden ihr Licht
war mir nicht gegeben
Ich schaffe es nicht
 
Sie soll´n meine Schwere
nicht länger erleiden
Sie hält sie nur auf
und höhlt sie aus
Zu scheiden
ist besser
als lähmend zu bleiben
 
Kinder – zieht ihr ins Glück hinaus!
 
In Dir jedoch
glaubt´ ich fürwahr
mich seelenverschwistert zu finden
in Herbst und Winter vereint sogar
an Dich mein greises Herz zu binden
 
Ein Mal nur
mich dürfen anzulehnen
Ein Mal
gehalten, getragen zu sein
zuletzt – noch immer
mein kindlich´ Sehnen
Doch brannte ich mich
am falschen Schein
 
Du ließest nicht Zweifel
dass ich Dir nie war
das ich in Dir so flehentlich sah -
Es war mir nicht zu ertragen.
 
Wir sterben
Leb´ wohl
und genieße
das Schweigen
meiner elenden Jammerklagen
 
Ich werde Dich nie mehr bitten …
Es ist nun genug entbehrt und erlitten
 
Nichts
bleibt mir
mehr zu sagen
als
 
Leb´ wohl. Geliebter.
 
Und nicht verzagen!
 
-
 
 
 

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