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Sabeth schreibt

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Poesie Melancholie Philosophie Feminismus

Nicht Zeichen noch Wunder

 
Nicht Zeichen noch Wunder
 
Ich wollt´ so gerne an Dich glauben
an ein Uns, an ein Wir
Drum machten Dich groß und schön
meine sehnsuchtsblinden Augen
Nur entsprach, was sie sahen, nicht Dir
 
Ich wollt´ so gerne glauben
wir teilten dieselben Ideale
wir seien zwei Scherben
derselben Schale
 
Ich dacht´, Du sähst in mir
die Chance, zu wachsen, zu reifen
wie ich mir so von Dir erhofft
den Grund der eig´nen wie des Andern Seele
liebend zu begreifen
 
Ich dacht´, auch Du seist bemüht
mich, wie ich Dich, zu erkennen
und wünschtest
in einer Glut mit mir zu brennen
 
Ich wollt´ so gerne glauben
wir seien Gefährten
die Hürden gemeinsam zu nehmen wissen
Ich dachte
auch Du folgest
Deinem Gewissen
 
Tatsächlich –
Ich hielt es für Liebe.
 
Trotz all Deiner schmerzhaften Hiebe
Trotz all Deiner Selbstsucht und Ignoranz
 
Tatsächlich –
Ich wollte Dich
ganz
 
So dumm war ich
das Kind
in mir
Es sehnte sich
vertraute Dir
 
Von Dir –
ist nur Leid zu empfangen
Der Stein
in Deiner tauben Brust
hält ewig Dich gefangen
 
Kein Geben
ist je von Dir zu erfahren
nicht heute, nicht morgen und
nicht in Jahren …
 
Drum wart´ ich nicht mehr
auf Wunder – vergeblich
zu lieben
ist Dir nicht möglich.
 
Ich wollt´ so gerne an Dich glauben
mit meinen naiven Kinderaugen
 
Es gab nie ein Wir
 
und nichts
ist geblieben
von
Dir
 
-
 
 
 
 
 
 
 

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