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Sabeth schreibt

Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Für ein Sexkaufverbot - für ein Ächten und Verurteilen von Freiern, gegen sogenannte "Sexualassistenz" für alte, kranke, behinderte Menschen, denn das ist frauen-, menschenverachtend. - Es ist und bleibt: Prostitution und als solche zu benennen. Sex-"Arbeit" ist keine Dienstleistung und keine Care-Tätigkeit.

 
Nein, man kann keinen Sex, sondern nur Frauen - als Ware, Objekte, Gegenstände, zu solchen durch Frauenkäufer/Freier reduziert, erniedrigt, objektifiziert - kaufen.
 
Sobald eine/r der Beteiligten etwas - eine sexuelle Handlung, Praktik - zulässt oder mitvollzieht, das sie/er selbst nicht wirklich will, d.h. nicht aus tatsächlich freien Stücken, gerne, mit Genuss tut (also nicht aufgrund von Abhängigkeit, Druck, Zwang von außen, wie bspw. monetäre Bezahlung), ist es grundsätzlich kein Sex, für den all das basale Voraussetzung ist, sondern Missbrauch bzw. Vergewaltigung - daran ändert auch die Bezahlung nichts, die nicht einmal wenigstens eine Art Entschädigung ist/sein kann.
 
Um es verständlicher zu machen:
 
Wenn mir jemand "anbietet", mich zwangszuernähren gegen Bezahlung, ich dem zustimme (weil ich das Geld dringend brauche und/oder weil ich bereits vorgeschädigt bin und mich nicht angemessen zur Wehr setzen kann), so vollziehe ich diese Gewalt zwar sogenannt "freiwillig/einvernehmlich" mit, jedoch eben nicht tatsächlich freiwillig, einvernehmlich - sondern unter Druck, aufgrund von Zwang - weil ich das Geld brauche oder aus anderen Gründen gezwungen, genötigt werde - denn währenddessen geht es mir physisch und psychisch schlecht und auch noch danach; d.h. es handelt sich ganz unzweifelhaft um Missbrauch - um Gewalt: physische und damit stets zwangsläufig einhergehend auch psychisch-emotionale.
 
Ich möchte und muss gelegentlich zwar Nahrung zu mir nehmen, kann aber bei der Zwangsernährung nicht selbst entscheiden, ob, wann und was ich wie/auf welche Art zu mir nehme - es ist eben Zwangsernährung.

Auf sexuellen Missbrauch, Frauenkauf übertragen:

Ich habe zwar ggf. durchaus gerne Sex, aber nicht in diesem Moment auf diese Art mit dieser Person, die etwas an mir vornimmt oder mich dazu zwingt - durch Bezahlung - etwas an ihr vorzunehmen, das ich in diesem Moment, auf diese Art, mit dieser Person selbst gar nicht will, wobei bzw. wogegen ich überdies sogar tatsächlich intensiven Widerwillen, Ekel und/oder Schmerzen empfinde, die ich sämtlich auch noch wegspielen muss, mir nicht anmerken lassen darf - es sei denn, der Freier will genau das, solche Sadisten gibt es ja auch.
Stattdessen muss ich sogar so tun, als fände ich alles ganz toll und könne mir gerade nichts Besseres vorstellen ... .
 
Nur weil ich mich also "gegen Bezahlung" misshandeln l a s s e (aus Gründen der existenziellen oder wie auch immer gearteten Not), ändert das nichts daran, dass es sich um Missbrauch, um Gewalt handelt - denn: ich genieße das Geschehende nicht, ich tue es nicht wirklich freiwillig, gerne, mit Genuss, Freude, Erfüllung, wenigstens Wohlbefinden, sondern leide darunter.

Und nein, solche Misshandlung, die massiv in Körper und Psyche eines Menschen eingreift, seine Integrität verletzt, ist eben k e i n e "Dienstleistung/Arbeit wie jede andere".
 
Mir ist tatsächlich nicht nachvollziehbar, was daran so schwer zu verstehen ist:
 
Es fiele mir - und etlichen anderen Frauen, hoffentlich auch einigen Männern? - doch nicht im Traum ein, an einem Mann sexuelle Handlungen vorzunehmen oder sie durch ihn an mir vornehmen zu lassen, wenn und nur weil ich ihn dafür bezahle, bezahlen kann oder will. Ich hätte doch nicht die geringste Freude oder gar sexuellen Genuss, wenn ich wüsste, dieser Mensch will all das gar nicht mit mir, nicht jetzt, nicht auf diese Weise, sondern macht es nur mit oder lässt es zu, weil ich ihm dafür Geld gebe.
Ich würde mich entsetzlich vor mir selbst ekeln, schämen und erst recht vor dieser gekauften Person. Ich k ö n n t e gar keinen "Sex" mit ihm haben, ich könnte es gar nicht ertragen - den Gedanken, dass er nun etwas vorspielen muss, weil er Geld dafür bekommt, dass er etwas zulassen, aushalten, mitmachen muss/macht, weil er dafür Geld bekommt - obwohl er es selbst gar nicht will, nicht genießt, sondern darunter physisch und psychisch leidet.
 
Ich könnte niemals "Sex" genießen mit einem Menschen, von dem ich weiß - nicht nur vermuten kann bzw. muss, vielleicht sogar doch sehe, s p ü r e (Stichwort Empathie, Mitgefühl), dass er selbst das Geschehende nicht will, nicht genießt, sondern es nur über sich ergehen lässt, mir etwas vorspielt, weil er dafür bezahlt wird.
 
Ich käme mir so schäbig vor, ich könnte es nicht fortsetzen, nicht einmal damit anfangen. Es wäre Selbsterniedrigung, Selbstverletzung, einem anderen Menschen so etwas zuzumuten, ihm das aufzuzwingen - weil er Geld braucht, weil er abhängig, weil er beschädigt, unter Druck, in Not ist.
 
Und ja: So wie es auch "Prostitution in der Ehe" gibt, so gibt es auch sexuellen und damit auch psychisch-emotionalen Missbrauch, Vergewaltigung in Beziehungen, in Partnerschaften.

Es hat n i c h t s mit Liebe zu tun, sich missbrauchen, misshandeln zu lassen und es ist nicht nur keine Liebe, sondern völlige Respektlosigkeit bis hin zum Sadismus, einen anderen Menschen, der einem eigentlich nahesteht, auf solche Weise zu misshandeln, zu beschädigen: wissentlich, absichtsvoll, wahrnehmbar.
 
Das ist kein Sex - das ist Gewalt, Misshandlung, Vergewaltigung - was denn sonst?!
 
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Zu einem noch immer verbreiteten Missverständnis:
 
Solche Männer - wie bspw., aber nicht nur Freier - sind keineswegs "zu dumm" zu masturbieren, aber Masturbation ermöglicht ihnen nicht, was sie wollen, befriedigt diese Kompensationswünsche nicht:
 
Es geht dabei grundsätzlich nicht um Sex, sondern um erweiterte Masturbation des Mannes - mit der Frau (gleich, ob Prostituierte oder Beziehungspartnerin, Affäre, ons) als fleischlicher Erfüllungsgehilfin, als belebtes Objekt, Gebrauchs-, Missbrauchsgegenstand.
Es geht um ausschließlich seine, des Mannes, Triebbefriedigung und mehr noch um Macht, Kontrolle, Unterwerfung. - Es ist also Missbrauch, Gewalt: physische ("sexuelle", sexualisierte) und psychisch-emotionale. Vergewaltigung. - Denn Sex ist Sex und eben nicht Sexualgewalt.
 
Mit "Romantik" oder gar Liebe hat all das daher augenfällig genau nichts zu tun. Man(n) kann weder Liebe noch S e x kaufen - mann kauft s i c h aus Kompensationsgründen (aufgrund je persönlicher charakterlicher, psychisch-emotionaler Unzulänglichkeiten, Defizite): Frauen: als Objekte - zum Missbrauch, für legalisierte Vergewaltigung.

Und diese tätigen Männer als Freier wie auch als Pornokonsumenten, Pornodarsteller, Pornoproduzenten, Zuhälter und auch als "ganz normale" Beziehungspartner "zu Hause".
 
Schluss mit Vergewaltigungsmythen:
Vergewaltigung ist es nicht "erst" oder nur dann, wenn der Täter die Frau prügelt, würgt oder mit einer Waffe bedroht.
 
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SCHWEDISCHE GESETZE, POLITISCHE STRATEGIEN UND MASSNAHMENGEGEN PROSTITUTION UNDMENSCHENHANDEL:EINE ÜBERSICHT

Gunilla S. Ekberg B.S.W., J.D.Barrister & Solicitor (B.C., Kanada, 2001)Internationale Menschenrechtsanwältin

Wie Abhilfe zu schaffen ist, jedenfalls sein könnte, so es den politischen Willen und gesellschaftliches, insbesondere "männliches" Mitwirken hierzu gäbe:
 
Grundsätzlich kann es im Sinne universeller Menschenrechte sowie des Menschenwürdeprinzips nur darum gehen, Menschen generell nicht zu objektifizieren, sie nicht zu Ge- bzw. Missbrauchsgegenständen zu machen, sie nicht sexuell oder anderweitig auszubeuten, sie nicht psychisch-emotional und/oder auch physisch zu beschädigen.
 
"Sexkauf" ist Frauenkauf. Freier, "Sexkäufer" sind weltweit nach wie vor mehrheitlich Männer, Prostituierte sind weltweit nach wie vor Frauen, insbesondere materiell arme, nicht-vermögende, zumeist auch traumatisierte Frauen.
 
Es sind folglich Männer, die ihre Einstellung, ihr Frauenbild, ihr Verständnis von Sex, ihre Rollenklischees, ihr je persönliches missbräuchliches, gewaltvolles, patriarchales Verhalten reflektieren und zu einem angemessenen, respektvollen, fairen, prosozialen, empathischen und gewaltfreien hin verändern müssen.
 
Es sind Männer, die auf Basis von Respekt, Mitgefühl und Reflexion sowie Integrität selbst erkennen müssen, dass und warum Frauenkauf, Freiertum zu verurteilen, zu ächten und einzustellen ist: f r e i w i l l i g und aus Überzeugung, aus ethischen Gründen, siehe oben: universelle Menschenrechte, Meschenwürdegrundsatz, Gleichwertigkeit, Gleichwürdigkeit von Frauen und Männern.
 
Darüberhinaus verbieten wir rechtlich auch bspw. Mord, Körperverletzung, Vergewaltigung. Dennoch wird all das immer wieder getätigt - ebenfalls aus Gründen.
 
Beim Sexkauf-, d.h. Frauenkaufverbot geht es - wie so auch beim Verbot von Mord ... - um die Symbolwirkung, außerdem und vor allem aber um den erforderlichen Bewusstseinswandel und das einhergehend veränderte V e r h a l t e n von Männern.
 
Dass und warum dies dringend erforderlich und längst überfällig ist, hat zuletzt in aller unmissverständlichen Deutlichkeit nochmals die #metoo-Bewegung aufgezeigt.
 
Selbstredend kann sich die Situation von Aussteigerinnen aus Prostitution nur dann verbessern, wenn diese tatsächliche, bedürfnisorientierte, repektvolle staatliche und gesellschaftliche Unterstützung erhalten, nicht weiterhin oder nach Ausstieg noch mehr unter materieller Armut, unter wirtschaftlicher Abhängigkeit, Not, Druck, Zwang und Ausbeutung, bspw. in Niedriglohntätigkeiten oder Hartz 4 - leiden müssen.
 
1. Nein, "sexuelle Handlungen" sind nicht "Bestandteil" irgendeiner Arbeit. Aber ja: Sexualgewalt "kommt vor", d.h. wird getätigt: von mehrheitlich bis fast ausnahmslos Männern gegenüber mehrheitlich Frauen weltweit - auch beim Job, im Alltag, im öffentlichen Raum, im eigenen Zuhause - die metoo-Bewegung hat das nochmals deutlich und unmissverständlich offengelegt, belegt.
 
2. "Die Realität" ist also das "Missbrauchs-", das weit verbreitete Gewaltverhalten, Gewalttätigen von Männern gegenüber Frauen (und anderen Männern).
 
3. Abhilfe kann vor allem Aufklärung, Information schaffen und Erziehung, Sozialisation: Insbesondere Jungen und Männer sensibilisieren - ein empathischer, mitfühlender Mann, der Frauen respektiert: als Menschen, nicht als Ge-/Missbrauchsgegenstände, als Objekte, zur erweiterten Masturbation mit fleischlicher Erfüllungsgehilfin, k a n n Frauen nicht missbrauchen, vergewaltigen. Es täte ihm selbst weh, es würde ihm selbst Schmerz, Leid verursachen.
 
4. Sexualkunde in Schulen ist erforderlich, statt Fortpflanzungsunterricht. In Schulen muss angemessen, empathisch, umsichtig darüber informiert werden, was Sex ist, kennzeichnet, dass und warum Porno und Prostitution bzw. Freiertum, Frauenkauf nicht Sex, sondern Gewalt, Vergewaltigung ist, was unter welchen Voraussetzungen Konsens ist und was weshalb nicht, was sexuelle Vielfalt, sexuelle Selbstbestimmung ist, wobei es sich weshalb wie um sexuelle Übergrifffe, um Grenzüberschreitungen handelt, wie man diese vermeiden kann etc..

Auch in Elternhäusern, Familien müsste darüber offen und bedürfnisorientiert sowie respektvoll gesprochen werden. Blöd natürlich, wenn der Vater, Bruder, Onkel, Partner ... selbst Pornos guckt, konsumiert und/oder Freier ist.
 
5. Niemand ist auf Pornos und/oder Frauenkauf angewiesen - es gibt kein "Recht auf Sex" oder sexuelle Befriedigung. - Erstaunlich, dass vor allem bis ausnahmslos Männer davon sprechen. Zur Triebbefriedigung reicht Masturbation hervorragend. S e x hingegen: ist eine tatsächlich/echt freiwillige, echt konsensuale Interaktion zwischen Menschen, Individuen, Persönlichkeiten mit einhergehendem Wohlbefinden aller Beteiligten. - Alles andere ist Missbrauch, Vergewaltigung.
 
6. Es ist nicht Frauen anzulasten, sie sind nicht zu beschädigen, wenn bzw. nur weil offenbar nicht wenige Männer beziehungsunfähig, liebesunfähig sind.
 
7. Ein Sexkaufverbot d.h. das Verurteilen und Ächten von Freiern ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.
 
8. Es sind Männer selbst, die ihr Frauenbild, ihre Einstellung, ihr Verhalten ändern müssen - hin zu einem respektvollen, empathischen bzw. mitfühlenden, prosozialen, gewaltfreien.
 
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Aktualisierung am 17. März 2019
 
Es hat halt so gar nichts mit "empowerment", mit Selbstbestimmtheit und/oder ausgelebter, individueller, nonkonformistischer, intensiver, leidenschaftlicher, erfüllender Sexualität zu tun, sich vermeintlich "freiwillig und einvernehmlich" Männern sexuell zu unterwerfen, ihnen als (gratis) Sexdienstleisterin zur Verfügung zu stehen, ihre Gewalt- und Erniedrigungsphantasien zu bedienen, zu erfüllen, zu befriedigen.
Und das dann womöglich sogar selbst noch mit vorgeblich eigenen sexuellen Präferenzen zu begründen zu versuchen - von wegen frau sei "qua Natur hingabebereit, demütig", siehe Biologismus usw..
 
Nein, BDSM und Frauenkauf, Freiertum (Prostitution) ist n i c h t Sex und nicht sexuelle Spielart, sondern Resultat intensiven Beschädigtwordenseins, zumeist in Kindheit und Jugend und Ergebnis der jahrelangen, aggressiven Indoktrinierung durch Porno, inklusive des Salonfähigmachens von BDSM, von also sexueller, physischer und damit zwangsläufig stets auch psychisch-emotionaler Gewalt.
 
Ja, das ist genau das, das solche patriarchalen, pathologisch narzisstischen Männer erreichen wollen - u.a. via Porno, Maskulismus, gaslighting, grooming und silencing.
 
Sex ist Sex - und eben nicht Sexualgewalt, Vergewaltigung.

Ich habe dazu vor einiger Zeit bereits eine ausführliche Stellungnahme geschrieben - über den Unterschied zwischen Sex und Ficken, darüber, warum Porno und Freiertum, Frauenkauf, Prostitution kein Sex ist, sondern eben dies: SexualGEWALT und was Sex kennzeichnet, was Sex und Erotik von Porno und Gewalt - auch BDSM - unterscheidet, siehe bei Interesse in nachfolgend verlinktem blog-Eintrag.
 
Frau muss sich vergegenwärtigen (statt zu verdrängen, zu leugnen), wieviele "ganz normale" Männer sich Prostituierte kaufen, auch Escort-Frauen, die mann diskret und bequem im Internet wie eine Pizza zu sich nach Hause bestellen kann - zum bezahlten Missbrauch, bezahlter Vergewaltigung.

Du denkst, dein Partner, Freund, Ehemann, Vater, Bruder, Onkel, Kumpel, Arbeitskollege ... hat das noch nie getan und würde/wird es niemals tun? - Träum´ weiter.

Ernsthaft. Es ist ja nicht so, dass all diese Ehemänner, seriell "monogamen" Partner grundsätzlich in einschlägig bekannte Einrichtungen gehen oder den Straßenstrich aufsuchen - auch das findet allerdings massenhaft statt - es sind auch "Eskort"-Damen Prostituierte, also Frauen, die von Männern gekauft werden - nicht der "Sex", sondern die "Dienstleistung", die keine ist, die tatsächlich Erniedrigung, Entwertung, Entwürdigung, Missbrauch, Gewalt ist.

Und ja, bitte einfach mal anschauen, was die Damen heute so alles als Standardrepertoire anbieten müssen - nicht nur ganz selbstverständlich "Küssen", nicht nur oral ohne Kondom, sondern bspw. auch Zungenanal, fisting und diverse andere Praktiken, die unzweifelhaft physische und damit stets zwangsläufig einhergehend auch psychisch-emotionale Gewalt sind.

Wir erinnern uns mal eben kurz:
Es sind dies nicht Frauen, die einfach "fremdgehen" oder mit denen ein Mann "fremdgeht", d.h. es sind nicht Frauen, die:
 
Sex mit genau dem Mann haben, mit dem s i e ihn zu genau dieser Zeit auf genau diese Weise s e l b s t haben/erleben wollen.

Sondern: Die Frauen liefern gegen Bezahlung das, das ein ihnen fremder Mann - den sie "möglicherweise" unattraktiv, hässlich, abstoßend (nicht nur physisch übrigens) finden - bestellt hat, von ihnen nun verlangen kann, weil er sie dafür bezahlt hat. Und es handelt sich überdies nicht um einen einzigen Mann je Tag oder Nacht ... .


Die Herren:
Stellt es euch einfach umgekehrt vor. Und fragt euch gerne auch, wie lange ihr das durchhalten würdet - von Frauen auf solche Weise missbraucht, misshandelt zu werden - Frauen, die ihr unattraktiv, auch insgesamt als Mensch/Person einfach hässlich, vielleicht sogar abstoßend findet, mit denen ihr freiwillig - also ohne Bezahlung - niemals Sex haben (wollen) würdet.

Stellt euch vor, von solchen Frauen begrapscht und - bspw. mittels Umschnalldildo - penetriert zu werden. HART. Und LANGE. Oder gerne auch also fisting, Zungenanal, Zungenküsse ... .
Und das alles mehrmals am Tag/in der Nacht und "mehrmals" in der Woche, im Monat, im Jahr ... Jahre lang.

Fragt euch, ob ihr darunter psychisch und physisch "irgendwann" zusammenbrechen würdet - oder ob ihr das nur mit "Hilfe" von Drogen aushalten könntet.

Fragt euch, welches Bild ihr mit der Zeit von Frauen entwickeln würdet - von Frauen, die euch, als männlichen Huren (als "callboys"), vertraulich erzählen, dass sie "zu Hause" Mann und Kinder haben oder einen Freund oder nebenher noch andere "Freunde" und die das aber ihren Partnern verschweigen - sie also wissentlich hintergehen, belügen, betrügen.
 
Und darum geht es bei der unsäglichen, heuchlerischen seriellen "Monogamie", aber das ist ein anderes Thema. Wir wollen das hier nicht durcheinanderbringen. Polyamorie (nicht zu verwechseln mit Polygamie oder Promiskuität) ist deshalb eine feine Sache, weil/wenn sie tatsächlich freiwillig und einvernehmlich ist, so gelebt wird.
Genau dies lässt sich von Frauenkauf eben n i c h t sagen.

Nur weil eine Frau sich also misshandeln, missbrauchen und dafür bezahlen lässt (wobei bei den üblichen "Entgelten" nicht einmal auch nur ansatzweise von etwaiger Entschädigungszahlung die Rede sein kann) - und dafür Gründe hat (meist frühes Beschädigtwordensein in der Kindheit und Jugend - und nein, damit ist gerade nicht "nur" sexueller Missbrauch gemeint - oder auch haben die Frauen finanzielle Probleme, Schulden, stehen also unter finanziellem Druck oder auch sind sie substanzabhängig und benötigen deshalb/dafür viel Geld in relativ kurzer Zeit: verfügbar ...) - heißt das eben nicht, dass sie wirklich gerne und überzeugt, tatsächlich freiwillig tut, was sie tut, dass sie also mit den Freiern wirklich gerne sexuell, körperlich zugange ist, denn von "Sex" und sexueller Interaktion möchte ich hier gar nicht reden.
 
Sex ist es nur dann, w e n n es wirklich beide genau so, genau dann miteinander wollen, tun - was immer sie dann tun - und es beiden auf genau diese Weise gefällt, sie es geniessen, sie es als angenehm, wohltuend empfinden, erleben.
Dann allerdings wird niemand dafür Geld nehmen - wollen.

Glaubt ihr wirklich, bei all den doch leider noch immer zahlreichen Männern, die von weiblicher Lust, Anatomie, Lusterfüllung wenig verstehen (wollen!), seien es ausgerechnet Freier, die die superbegnadeten Liebhaber sind? Und dass Prostituierte mit all diesen Männern, die immer häufiger gewaltvollen "Sex" wünschen, bestellen, bezahlen, orgasmische Höhenflüge erleben?

NEIN. Das wisst ihr selbst am besten, dass es sich so nicht verhält. Aber das ist, was ihr Frauen erzählt, damit sie gefügig bleiben. Indoktrinierung. Grooming, gaslighting.
 
Die Frauen, die von Prostitution selbst keine Ahnung, keine Kenntnis, damit keinerlei persönliche Erfahrung haben, damit nie in Berührung kamen, diese Frauen sollen eure Lügen glauben, schlucken.

Denn Männer wissen selbst am besten, dass es Lügen sind.
Sie kaufen sich vermeintliche Macht, Dominanz - für ein paar Minuten, Stunden, um Frauen ganz legal unterwerfen, erniedrigen, demütigen, benutzen, entwerten, missbrauchen, misshandeln zu können - und es in Deutschland noch immer zu d ü r f e n.
 
Und ja, das tun einige Männer dann eben nicht "nur" mit Prostituierten, sondern auch "zu Hause": mit ihrer Partnerin. Manipulation, Indoktrinierung, Porno macht´s möglich.

Und all jene Frauen, denen solches bereits widerfahren ist und/oder die Einblick ... in Prostitution nehmen konnten, wissen, dass es sich exakt wie von mir dargestellt verhält.

Männer, kommt nicht endlos mit den aktiven Prostituierten an, die auf ihren "Job" ein Loblied trällern - denn ihr wisst selbst, dass man sich nicht den Ast absägen kann, auf dem man (noch) sitzt, existenziell sitzen muss, der einen noch tragen muss, bspw. aufgrund bestehender materieller Armut.

FRAGT STATTDESSEN ALL JENE, DIE AUSGESTIEGEN SIND - und ja, das ist keine "leichte Sache": aussteigen zu können.
Denn eben hierfür tut unser Staat, tut Regierungspolitik nichts. Im Gegenteil, man profitiert sogar noch finanziell davon.
 
Was mich betrifft, so komme ich n i c h t darauf klar: dass ich mit Männern "zu tun hatte", auch mit einem "liiert" war (so man dies so nennen möchte), die Frauen wie eine Ware, kaufen und wie einen Gebrauchsgegenstand, wie ein Objekt benutzen, missbrauchen.

Ihr widert mich so an, dass ich es gar nicht in Worte fassen kann. - Ja: Wut, Empörung und leider auch Verachtung.

Denn es ist so unerträglich erbärmlich, sich auf solche Weise anderen Menschen, Persönlichkeiten gegenüber so zu verhalten, einen so immensen Kompensationsdrang zu haben:
Frauen zur Ware, zum Gebrauchsgegenstand, zum Objekt zu entwerten, das mann sich zu seiner freien Verfügung kaufen, bestellen kann - wie eine Pizza, wie fast food, wie ein Spielgerät, dessen Leiden mann sogar gerade geniesst, das mann wissentlich, absichtsvoll, vorsätzlich quält. Das ist bekanntlich Sadismus.

Da hört mein Mitgefühl auf. Denn es gibt nicht einmal ein Einsehen, geschweigedenn ein Eingeständnis aufseiten solcher Männer, sondern im Gegenteil: Sie meinen noch, im Recht zu sein, ein solches Recht zu haben - auf Misshandlung von Frauen.
Sie winden sich heraus, statt sich zu entschuldigen und ihr Fehlverhalten umgehend zu ändern.


Solche Männer können und wollen Frauen als Menschen, als Frauen nicht wertschätzen.

Und statt zuzugeben, dass das in ihren eigenen Unzulänglichkeiten und je persönlichen charakterlichen Niederungen begründet liegt (!), drehen sie den Spieß manipulativ um und erklären die Frauen für minderwertig, schlecht, schmutzig - eben zu Huren oder Heiligen, Letztere in Form von "anständigen, fürsorglichen, einfühlsamen Müttern, ergebenen Ehefrauen, hingabebereiten Weibchen", die sich hingebungsvoll um den Mann kümmern, ihn - wie ein Kind - bemuttern, umsorgen, ihm untertänigst, demütig dienen, sich ihm, auch bspw. als Ehemagd, unterwerfen.

ICH - HABE - ES - SO - S A T T.
 
Ich könnte das gar nicht:
 
Mir online oder offline irgendwelche Männer aussuchen, sie aufsuchen oder zu mir nach Hause bestellen und sie dann nach nur meinen Vorstellungen und Wünschen ficken. Ich würde es als unerträglichen Übergriff empfinden, ich würde m i c h total gedemütigt fühlen, wenn ich einem Mann so begegnen, so mit ihm umgehen würde.

Warum sollte ich das tun? Warum sollte ich mit jemandem "Sex" haben (wollen), von dem ich weiß, dass er mich gar nicht will, dass er all das, das ich an ihm tue oder von ihm an mir tun lasse, gerade gar nicht selbst und schon gar nicht mit mir will!?

Wenn das nicht Vergewaltigung ist - was ist es dann?
 
Und der Staat verdient am Elend der Frauen!
 
Nein, wir haben kein Patriarchat mehr. - Das ist alles nur "Emanzenterror" ... .
 

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Hinsichtlich dieser Äußerungen und Einstellungen von Freiern, Frauenkäufern, augenfällig misogynen Männern, fehlen mir die Worte.
 
Zur Frage, wie sich solche katastrophalen Zustände, Frauen, Menschen verachtenden Verhältnisse tatsächlich ändern lassen:
 
Es sind - wie üblich - Frauen, die der Bundesregierung entsprechenden Druck machen müssen, damit auch in Deutschland Freiertum verboten und verurteilt wird, siehe nach Nordischem Modell: Sex- bzw. Frauenkaufverbot.
 
Dafür erforderlich ist, dass eine tatsächliche Mehrheit von Frauen Freiertum, Frauenkauf ächtet, als das erkennt, das es ist.
Denn leider gibt es noch immer auch (Ehe-) Frauen, die Freiertum für okay halten und meinen, Prostitutierte seien selbstbestimmt oder aber "selbst schuld" ... .

Und leider gibt es noch immer in auch Deutschland gesellschaftliche und politische Verhältnisse, die Frauen in die Prostitution, auch Escort, treiben - u.a. aufgrund von materieller Armut, fehlendem Zugang zu je individuell angemessener (!) Bildung, beruflichen Qualifizierung, also fehlendem Zugang zu tatsächlicher, echter, bedürfnisorientierter (!) Unterstützung und Förderung, aufgrund unbezahlter, geleisteter (häuslicher) Sorge-Arbeit, weiterhin aufgrund persönlichen Beschädigtwordenseins in zumeist der Kindheit und Jugend bereits und entsprechend bestehendem Trauma, Selbstbild, Verhältnis zu eigenem Körper und Sexualität ... und nicht zuletzt aufgrund des Verhaltens von Männern: grooming, gaslighting, Manipulation, Indoktrinierung, Porno, Gewalt ... .
 
-
 
Aktualisierung am 17. Juli 2019
 
Schwedisches Modell - Zur arte-Reportage "Wo Sexarbeiterinnen keine Rechte haben"

Es ist mir nicht nachvollziehbar, dass ausgerechnet arte mit dieser Reportage derart tendenziös, um nicht zu sagen pro "Sexarbeiter" (-lobby) Stellung bezieht und wie offensichtlich und schäbig der Fall, das Leid von Eva-Marree hierfür instrumentalisiert wird.
 
Zunächst ist festzustellen, dass der gesamte staatlich-institutionelle Ablauf, siehe Jugendamt und Justiz, im Fall von Eva-Marree unstrittig ein Skandal ist.
Dies liegt jedoch nicht darin begründet, dass Freier in Schweden verurteilt werden, dass "Sexkauf" - der faktisch Menschenkauf, mehrheitlich Frauenkauf ist, da Prostitution weder Sex noch Arbeit ist, man grundsätzlich Sex so wenig käuflich erwerben kann wie Liebe - dort verboten ist, sondern w i e Schweden damit umgeht, w i e Schweden dieses Verbot und dessen Folgen handhabt.

Hier ist also anzusetzen:
Dass Prostituierte gerade n i c h t stigmatisiert, ausgegrenzt, intensiv benachteiligt und diskreditiert, herabgewürdigt und paternalistisch bevormundet, sondern bedürfnisorientiert (!) und respektvoll unterstützt werden, insbesondere, wenn sie aussteigen wollen.
Das scheint in Schweden jedoch der Fall zu sein - solche paternalistische Bevormundung und Herabwürdigung von Prostituierten, folgt man jedenfalls dieser arte-Dokumentation. Und eben dies ist das dortige eigentliche Problem, nicht das Sexkaufverbot, nicht das Ächten und Verurteilen von Freiern.

Bezeichnenderweise kommen in solchen Sendungen Aussteigerinnen (aus Prostitution) grundsätzlich nie zu Wort, sondern nur (noch) "Aktive" - warum ist das wohl so ... .
 
Vor allem aber zeigt der Fall von Eva-Marree deutlich auf, was wir überall auf der Welt, auch in anderen europäischen Staaten, auch in Deutschland immer wieder sehen: pathologisch narzisstische, psychopathische, anti-/dissozial persönlichkeitsgestörte patriarchale Männer, die Frauen als ihr Eigentum betrachten und die auf die Trennung der Frau mit Wut, Hass, Eifersucht, mit massiver "narzisstischer Kränkung" und mit "häuslicher Gewalt", immer wieder bis hin zum Mord reagieren.
 
Dieses Problem wird nicht durch eine Pro-Sexworker-Haltung gelöst. Es ist ein typisches Symptom des Patriarchats, patriarchaler Männer, toxischer Männlichkeit.
Denn es spielt nachweislich gerade keine Rolle, ob die jeweilige Frau sich vor der Gewalttätigkeit, der "häuslichen Gewalt" des Mannes, prostituiert hat oder nicht - es geht einzig darum, welches Frauen-, Männer- und Selbstbild solche Männer haben, dass sie Frauen nicht respektieren, wertschätzen, sondern sie als Eigentum, als verfügbare Objekte betrachten und mit der Eigenständigkeit, Unabhängigkeit und dem Selbstbewusstsein von Frauen nicht im Mindesten zurandekommen.

Deshalb muss hier, bei diesen Tätern, präventiv, vor allem schon in der Kindheit, angesetzt werden, siehe auch die patriarchalen Religionen (orthodoxes) Judentum, Christentum (Katholizismus, Evangelikale, Fundamentalisten) und Islam, aber auch Hinduismus (Indien und Vergewaltigung, Ermordung von Frauen ...), ihren Einfluss, welches Frauen-, Männerbild ... sie vermitteln, transportieren, indoktrinieren.
 
Ein weiteres gravierendes Problem stellt staatliche Gewalt dar - getätigt durch bspw. das Jugendamt und die Justiz.

Auch im Fall von Eva-Marree wird ein Mal mehr deutlich, dass solche gewalttätigen Männer, Täter sogar von Jugendämtern und Justiz aktiv geschont, geschützt werden.
Eva-Marrees Ex-Partner und Mörder war bereits im Vorfeld gewalttätig gegen sie und andere Menschen geworden, sogar verurteilt worden. Er war drogensüchtig und erhielt trotz all dessen das Sorgerecht für die beiden Kinder, das er sogar nach dem Mord an deren Mutter behalten durfte.
Und eben dies findet sich in anderen Fällen ähnlich wieder - ganz unabhängig davon, ob die jeweiligen Frauen, Opfer, sich zuvor prostituiert hatten oder nicht - es reicht völlig aus, dass es sich um Frauen handelt(e) und dass sie sich getrennt haben.
 
Es ist längst hinlänglich bekannt, dass es solchen Männern, "Vätern", nicht um ihre Kinder, deren Wohl geht, sondern einzig um Macht und Rache. Sie wollen ihre (Ex-) Partnerinnen bestrafen, verletzen, beschädigen, unterwerfen. D a s ist in jedem dieser/solcher "Fälle" das immer gleiche Merkmal und das eigentliche, tatsächliche Problem, das jedoch nach wie vor, in keinem mir bekannten Land, bisher angemessen zu beheben wenigstens versucht wird. Denn immer wieder wird es relativierend, verharmlosend, individualisierend als "Beziehungstat" abgetan - und die zumeist männlichen Täter werden von patriarchalen Institutionen aktiv geschont, geschützt: durch Polizei, Staatsanwaltschaften und Richter. Nicht nur, wenn es ums Sorgerecht, sondern auch, wenn es um Vergewaltigung geht.
Was übrigens besonders infam ist, ist die Stellungnahme einer (transsexuellen?) Pro-"sexworker"-Person in der arte-Sendung, die ausgerechnet das weibliche sexuelle Selbstbestimmungsrecht für ihre Zwecke instrumentalisiert und pervertiert, indem sie behauptet, es ginge beim Sexkaufverbot darum, über die weibliche Sexualität zu verfügen.

Denn bekanntlich verhält es sich genau umgekehrt:
Es sind Männer, insbesondere "Freier, Sexkäufer", die über den Körper und die Psyche von Frauen, nicht nur, aber gerade auch Prostituierten, gewaltsam verfügen w o l l e n und die die jeweilige Frau, ihre tatsächlichen augenblicklichen Bedürfnisse, Wünsche, Gefühle, körperlichen Befindlichkeiten, Grenzen, Schmerzen ... zum Zeitpunkt des "Sexkaufs" sowie davor und danach vollständig übergehen und das allein deshalb tun zu dürfen meinen und tätigen können, w e i l "Sexkauf", Frauenkauf als "normal" gilt, in vielen Ländern noch immer legal ist - zum Vorteil von Freiern, die rings um den Globus fast ausnahmslos Männer sind sowie zum Vorteil von all jenen, auch Staaten, die hiervon finanziell profitieren, diese Frauen systematisch ausbeuten - und zu eben diesem Zwecke Prostitution zur "Dienstleistung wie jede andere" umgedeutet haben.
 
Man muss schon sehr abgebrüht sein und/oder dem Selbstbetrug vollends erliegen, wenn man diese Tatsachen derart auf den Kopf stellt, um damit "Sexkauf", Freiertum, somit Vergewaltigung vermeintlich rechtfertigen zu können, zu wollen.
 
Der Freier will, wie der Pornokonsument, von der jeweiligen Frau vorgespielt bekommen, was i h m wie gefällt und was die jeweilige Frau während der an ihr getätigten Vergewaltigung gegen Bezahlung nicht tatsächlich empfindet: Sympathie für den Freier, eigene sexuelle Lust, Erregung, Lustbefriedigung, physisches und psychisch-emotionales Wohlbefinden.
 
Daher noch einmal: Prostitution ist weder Sex noch Arbeit/Dienstleistung, sondern Freiertum ist Sexualgewalt - Vergewaltigung. Ausnahmslos immer. Anderenfalls müsste gar keine "Bezahlung" erfolgen und wären Prostituierte nicht - insbesondere nach längerer Zeit in Prostitution - intensiv physisch und psychisch beschädigt. Darüber aber verliert die arte-Reportage kein Wort. Warum das wohl so ist ... .
 
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15. Oktober 2018
 
Herzlichen Dank für diese großartige Analyse  - "Linke Helfer der Sexindustrie" (Quelle akweb.de) und Missstandsbeschreibung mit hervorragenden Argumenten.
Denn nach wie vor ist es, zumindest meiner Wahrnehmung nach, in Diskussionen genau diese Definition von Sex, die üblicherweise fehlt, die übergangen wird:
 
dass es nur dann Sex ist/sein kann, wenn das Geschehende auf der echten, tatsächlich vorhandenen, empfundenen Lust, auf jedenfalls mindestens echtem Wohlgefühl, Wohlbefinden aller Beteiligten beruht, wenn sie das, das sie an-, mit-, füreinander tun und an/mit sich tun lassen, selbst tatsächlich aufgrund von eigener sexueller und emotionaler Lust, Wohlgefühl erleben. Wenn es sich also um wirkliche sexuelle Selbstbestimmung jenseits jeglicher Abhängigkeit, jenseits jeglichen Drucks, Zwangs, Manipuliertwerdens handelt.
 
Alles andere kann nach dieser Definition nur Missbrauch, Gewalt sein.
 
Und eben deshalb kann Sex niemals eine Dienstleistung, eine Arbeit, Erwerbstätigkeit, schon gar nicht "wie jede andere", sein, da Sex grundsätzlich den ganzen Menschen, sein physisches, geistiges und psychisch-emotionales Erleben, Empfinden, Verfasstsein, seine Persönlichkeit und Identität betrifft, intensiv berührt und das sowohl bewusst als auch unbewusst.

Eben dieses echte, authentische je persönliche, individuelle Erleben, Empfinden und Sich-Ausdrücken in sexueller Interaktion macht Sex (bei aller sonstigen Ähnlichkeit von Abläufen, Wiederholungen ...) aus: dass eigentlich gerade nichts vorgespielt, vorgetäuscht wird, werden muss, sondern dass Persönlichkeiten aufeinandertreffen, miteinander interagieren - und dies basierend auf ihren je persönlichen bisherigen Erlebnissen, Erfahrungen, Präferenzen, auf Basis des Ausdrucks und Einbringens ihrer Gesamtpersönlichkeit.

Eben deshalb ist auch "Sex" mit Puppen kein Sex, denn Puppen sind keine Persönlichkeiten, sondern leblose Gegenstände, sie haben keine Biographie, kein psychisch-emotionales Erleben, keinen eigenen Willen und empfinden kein Begehren.
 
Aus diesem Grund muss auf Basis universeller Menschenrechte der Mensch gerade auch bei sexueller Erfahrung, Interaktion, sexuellem Erleben, Erfahren mit anderen Menschen unversehrt, d.h. seine Integrität gewahrt bleiben, geschützt werden - statt, wie in Prostitution, bei sexueller Gewalt, Missbrauch, Vergewaltigung: verletzt, versehrt, beschädigt.
 
Sobald die sexuelle Interaktion nach Absprache, nach "Drehbuch", dabei ohne das echte, tatsächliche Wohlgefühl, physische und psychisch-emotionale Wohlbefinden aller Beteiligter vonstattengeht - wie so in Prostitution und Pornographie - ist es kein Sex, sondern Gewalt, Vergewaltigung, Missbrauch.
 
Wer das verdrängt, ignoriert, leugnet, kann sich nicht FeministIN nennen, denn Feminismus läuft universellen Menschenrechten und sexueller Selbstbestimmung sowie dem Menschenwürdegrundsatz nicht zuwider.
 
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"[...] Im Gespräch wurden zunächst die Vorstellungen über jene Männergruppen gesammelt, die in den Augen des Publikums keine Frauen kaufen würden. Mein Vater nicht, mein Bruder nicht, mein Mann nicht… sicher auch keine Polizisten oder eben keine „ganz normalen” Männer.

Doch die Realität sieht anders aus: Freier kann frau nicht ohne Weiteres erkennen, denn sie kommen aus sämtlichen sozialen Schichten, jeglicher Berufsgruppe, allen Altersgruppen und Beziehungsformen; das an dieser Stelle empfohlene Buch von Udo Gerheim „Die Produktion des Freiers” betont warnend, dass laut Studien aus den Niederlanden das Einstiegsalter ins Freiertum sinkt. So bietet auch das Pascha in Köln seit Jahren Möglichkeiten zur Buchung von Abiturfeiern oder Junggesellenabschieden an.
 
Die „Jedermann”-Hypothese bringt es auf den Punkt: Jeder Mann könnte ein Freier sein. Viele haben bereits Frauen gekauft. Einige tun es wiederholt. Alle erkaufen sich Macht und den den Zugang zum Körper einer finanziell in Abhängigkeit versetzten Frau, deren Konsens zu allen Taten, die hierauf folgen, nicht mehr zählt.
 
Laut Gerheim verbindet Freier, dass sie denken, ein Anrecht auf Sex zu haben. Sie konsumieren Pornographie und stimmen im statistischen Durchschnitt Vergewaltigungsmythen zu, die da etwa behaupten, missbrauchte Frauen hätten es ja auch so gewollt. Da eine solch große Zahl von Männern Frauen unabhängig von Variablen wie Herkunft, Bildungsstand oder Beziehungsstatus kauft, ist es unmöglich über eine „Blickdiagnose” festzustellen, wer ein Freier ist. Sie sind, so der Autor, unter uns. [...]
 
Freier sind unter uns. Sie respektieren Frauen nicht, sondern sie prahlen mit der Macht, die sie sich über einen anderen Menschen erkaufen. Und warum auch nicht? Es gibt keinen Grund sich für das Nutzen mafiöser Strukturen zu schämen, nicht in einem Staat, in der es völlig legal ist eine Frau für einen bestimmten Zeitraum zu kaufen, sie für verschiedenste Sexualakte zu missbrauchen und selbst jenen, die völlig offensichtlich unter Angst, Schmerz oder Drogenkosum leiden, jegliche Hilfe zu verwehren. [...]
 
Der Mangel an Empathie, Respekt und Menschlichkeit, den Männer in dieser Welt Frauen entgegenbringen, betrifft nicht nur diejenigen unter uns, die auf direkte Weise vom System der Prostitution betroffen sind und täglich unter ihrer Gewalt leiden; alle Frauen sind von den Folgen der herabgesetzten Hemmschwelle männlicher Aggression betroffen. Von der Partnerin, deren Mann Porno-analogen Sex erwartet; über die Fußgängerin, die in der Stadt beständigen Anmachen ausgesetzt ist; bis hin zur Teilnehmerin eines Selbstverteidigungsseminars, die die Normalität der Aufschneiderei von Freiern hinnehmen muss. [...]"
 
Quelle: kritischeperspektive.com - "Betroffene Frauen, blinde Flecken", farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
 
Und auch hier begegnet uns selbstredend wieder der Narzisst, dem es bekanntermaßen erheblich an Mitgefühl mangelt, der überdies ein Machtmensch ist, kompensatorisch nach Macht, Kontrolle, Unterwerfung strebt.

"[...] Die Befunde zeigen, dass Männer, die Prostituierte aufsuchen, bestimmte Schlüsselmerkmale mit Männern teilen, die sexuell aggressiv sind, sagte Neil Malamuth, Professor von Kommunikation und Psychologie.
Beide Gruppen hätten
  • eine Vorliebe für unpersönlichen Geschlechtsverkehr,
  • Angst vor der Ablehnung durch Frauen,
  • sexuell aggressive Handlungen begangen und
  • ein feindseliges maskulines Selbstbild.
  • Die Teilnehmer, die Sex kaufen, hatten im Durchschnitt weniger Einfühlungsvermögen für die sich prostituierenden Frauen und
  • betrachteten sie innerlich anders als Nicht-Prostituierte.
 
Aufräumen mit dem Mythos
"Wir hoffen, dass diese Forschungsbefunde mit dem Mythos aufräumen, dass Freier einfach sexuell frustrierte nette Jungs sind", sagte Koautorin Melissa Farley.
 
Malamuth sagte, dass die Studie die Vorhersagefähigkeit vieler der Risikofaktoren für sexuelle Aggression bestätigte, die er in den letzten 35 Jahre untersucht hat.
Sein Konfluenz-Modell charakterisiert Männer, die mit einem höheren Risiko sexuelle Aggressionen begehen.
 
Es betont mehrere Schlüsselrisikofaktoren, wie
  • antisoziales Verhalten,
  • eine Vorliebe für unpersönlichen Sex,
  • Geschlechtsverkehr mehr wie Sport sehen, und
  • eine "feindselige Männlichkeit", die durch Eigenschaften wie eine narzisstische Persönlichkeit, Feindseligkeit gegenüber Frauen und den Wunsch, Macht über Frauen auszuüben, charakterisiert wird. [...]"
Quelle: psylex.de - "Sexuelle Aggression, Gewalt", farbliche Hervorhebung (dunkelblau) habe ich vorgenommen.
 
So lange Männer nicht selbst, freiwillig, eigeninitiativ und überzeugt (aus eigenem Bedürfnis heraus) aufhören, Frauen "sexuell", emotional, sozial zu benutzen, zu instrumentalisieren, zu misshandeln, erniedrigen, entwerten (und das gerade auch in Paarbeziehungen), ist ein "Sex"-, d.h. Frauenkaufverbot erforderlich. - Denn:
 
Wir verbieten (gesetzlich wie moralisch) auch Diebstahl, Mord und etliches andere - aus guten Gründen.
 
Es geht beim "Sex-" bzw. Frauenkaufverbot also nicht nur um dessen Symbolkraft, nicht nur darum, ein Zeichen, ein Signal zu setzen, auch nicht nur um eine möglicherweise abschreckende Wirkung für Täter, sondern worum es entscheidend geht, ist:
 
damit unmissverständlich zu verdeutlichen, dass (und warum) "Sex-" bzw. Frauenkauf eine Gewalttat, somit eine Straftat ist, dass es sich dabei unzweifelhaft um sexuelle Gewalt, um also psychische und physische Gewalt, um Misshandlung, Missbrauch, Beschädigung handelt - die von mehrheitlich bis ausnahmslos Männern an mehrheitlich Frauen getätigt wird - und dies wissentlich, absichtsvoll, bewusst.
 
Und dass daran auch der Umstand nichts ändert, dass einige Frauen sich vorgeblich/vermeintlich "freiwillig", "einvernehmlich" prostituierten, d.h. beschädigen lassen.
 
Ebensowenig wird diese Gewalttat, dadurch "abgemildert", dass die Ge- und Beschädigten, die Prostituierten bzw. Prostituiert-Werdenden - mehrheitlich (weltweit) Frauen - eine (monetäre) Bezahlung erhalten, da dieses "Entgelt" in keinster Weise eine etwaige Entschädigungszahlung/-leistung darstellt; nicht nur, weil die üblicherweise getätigten Zahlungen - die gängigen "Preise" für Sex- bzw. Frauenkauf - dafür gravierend zu gering sind, sondern auch, weil sie nicht ansatzweise als Art von Entschädigung der Leiden, des Beschädigtwerdens der Frauen, gedacht sind/fungieren, sondern im Gegenteil die Frauen auf diese Weise noch zusätzlich unterdrückt, benutzt, ausgebeutet, in Abhängikgeiten gebracht, also instrumentalisiert werden - und an ihrem Leid andere (sogenannte Gewerbetreibende, Zuhälter, Drogendealer, Menschenhändler etc. und über die Steuern auch sogar der Staat) einträglich verdienen.

Freier, d.h. Frauen-Käufer, sind darüber hinaus und aus den genannten Gründen gesellschaftlich zu ächten.
 
Nein, es gibt k e i n Recht auf sexuelle (Trieb-) Befriedigung, auf sexuelle "Interaktion", schon gar keines auf Unterdrückung, Erniedrigung, Entwertung, Ausbeutung, Misshandlung.

Sex"arbeit" ist keine Dienstleistung "wie (jede) andere auch" und keine "Care-Tätigkeit". N E I N.
 
Dringend erforderlich und längst überfällig ist außerdem natürlich Prävention.

Diese ist zu Hause/in Elternhäusern genauso zu leisten, wie unabdingbar in Bildungs- und Freizeiteinrichtungen, insbesondere also in Schulen, in denen mit Kindern und Jugendlichen angemessen - d.h. an ihrem jeweiligen geistigen, psychisch-emotionalen und körperlichen Entwicklungsstand, an ihren Interessen, Fragen, Bedürfnissen, auch Ängsten und Unsicherheiten orientiert - über Sexualität, auch also über Pornographie, Prostitution, Sexkauf, folglich über das Geschlechterverhältnis, über Gleichberechtigung und Gleichwürdigkeit, über Wertschätzung, Respekt, Mitgefühl, Verletzlichkeit ... - gesprochen, d.h. sich mit den Kindern und Jugendlichen hierüber angemessen ausgetauscht werden muss und sie entsprechend informiert und aufgeklärt werden müssen - gerade auch besonders die Jungen über "weibliche" Sexualität, d.h. über die Anatomie, die sexuellen Bedürfnisse, Wünsche, Eigenheiten, Besonderheiten, Vorlieben und Abneigungen von - je individuellen - Mädchen und Frauen.
 
Leider findet solches noch immer nicht statt. Mit bekannten Folgen ... .
 
Selbstverständlich ist außerdem als Grundlage, Basisvoraussetzung all dessen nach wie vor erforderlich, dass Mädchen und Frauen weltweit in ihren Rechten - den universellen Menschenrechten - und je individuellen, persönlichen Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten und -wünschen gestärkt werden und dass materielle Armut gerade von Frauen, Mädchen, Müttern global sowohl angemessen und zeitnah behoben als auch parallel und fortlaufend dem Entstehen materieller Armut angemessen, d.h. bedürfnisorientiert, vorgebeugt wird.
 
Keine einzige Frau und schon gar kein Mädchen - weltweit - sollte sich (je mehr oder wieder bzw. grundsätzlich) aus materiellen, finanziellen, wirtschaftlichen Gründen prostituieren (müssen bzw. vermeintlich "wollen") und selbstverständlich auch nicht anderweitig zwangsprostituiert, entwürdigt und ausgebeutet werden. 
 
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"[...] Sowohl in Deutschland als auch in Schweden ist die Gesetzgebung, die derzeit herrscht, das Ergebnis feministischer Politik. In Deutschland setzte die rot-grüne Bundesregierung Ende 2001 ein relativ liberales Prostitutionsgesetz durch. Die Idee: Die Frauen sollten arbeiten können, ohne sich verstecken zu müssen. Sie sollten Steuern zahlen, vom Gesundheitssystem versorgt, von der Sozialversicherung geschützt und von der Rentenversicherung abgesichert werden. Den schwedischen Feministinnen (und Feministen) dagegen geht das nicht weit genug. Sie meinen, etwas laufe grundsätzlich falsch, wenn Männer Frauen kaufen können. Sie wollen die Prostitution abschaffen.
 
Die betroffenen Frauen selbst sind sich ebenfalls nicht einig. Der von Prostituierten mitgegründete Verein Sisters meint, Prostitution sei "nichts anderes als Vergewaltigung", und möchte sie verbieten. Beim Verein Hydra, einer Art Berufsverband deutscher Prostituierter, hält man dagegen, nur "konsequente Legalisierung und Entstigmatisierung" verbessere das Leben der Frauen.
 
Es kommt wohl darauf an, welche Frauen man meint: nur solche, die hier in Deutschland freiwillig ihrer Arbeit nachgehen? Oder auch solche, die Tausende Kilometer weit entfernt leben, in Moldawien, Rumänien, Nigeria oder Thailand? Denn unsere Gesetze betreffen auch diese Frauen. Warum? Weil es einen einfachen ökonomischen Mechanismus gibt: Je liberaler die Prostitutionsgesetzgebung, desto mehr Menschen werden von kriminellen Banden ins Land geschmuggelt.
 
Das Ausmaß des Menschenhandels lässt sich nur schwer beziffern. Laut einer Studie des Europaparlaments wurden 2001, also im Jahr vor der Liberalisierung, zwischen 9.900 und 19.700 Frauen für die Arbeit in der Sexindustrie nach Deutschland gebracht. Schon 2002 stieg die Zahl, nachdem sie vorher jahrelang gefallen war. 2003 waren es bereits 12.300 bis 24.700 Frauen. Mit anderen Worten: Unsere Prostitutionsgesetze sind eine Einladung für Menschenhändler.
 
Wer diesen Anstieg für Zufall hält, dem rate ich zur Lektüre einer Studie der London School of Economics aus dem Jahr 2015. Die Wissenschaftler haben sich 150 Länder angeschaut und kommen zu dem Schluss, dass überall dort, wo Prostitution legal ist, vermehrt mit Menschen gehandelt wird.
 
Zahlen der Vereinten Nationen zufolge betrifft der Menschenhandel zu 55 bis 60 Prozent junge Frauen, die in die Prostitution gezwungen werden. Im Schnitt bringt jede dieser Frauen den Banden 65.000 Dollar ein. Während der Handel mit Drogen lukrativ ist, gerade weil das Gesetz ihn verbietet, gilt diese Logik bei der Prostitution nicht. Als die schwedische Polizei die Telefonate einer Bande von Menschenschmugglern abhörte, beklagten die sich darüber, wie schwierig das Geschäft geworden sei, seit man es nicht mehr auf offener Straße abwickeln könne und Apartments mieten müsse. In Schweden kommen deshalb laut einer Schätzung der Internationalen Arbeitsorganisation viermal weniger Opfer von Menschenhandel an als im deutlich kleineren Dänemark, wo Prostitution legal ist.
 
Es gibt zahllose Berichte von Zwangsprostituierten, die mit falschen Versprechen nach Deutschland gelockt wurden. René hat davon nie etwas mitbekommen. Ich habe ihn gefragt. Er sagte, dass er sofort abhauen würde, wenn er das Gefühl hätte, dass die Frau es nicht freiwillig macht. Vielleicht kam er ja wirklich nie in Berührung mit dieser Schattenwirtschaft. Wahrscheinlicher ist, dass die Frauen, mit denen er Sex hatte, es ihm nicht gesagt hätten, für 50 Euro die halbe Stunde.
 
Auch das nordische Modell hat seine Schwächen
Dass es ein Problem gibt, hat auch die Bundesregierung inzwischen eingesehen. In diesem Jahr ist ein neues Gesetz in Kraft getreten. Prostituierte müssen sich jetzt bei den Behörden anmelden und versichern, dass sie ohne Zwang arbeiten. Das ist gut gemeint, wird aber wenig helfen, solange man die Ursache des Problems nicht angeht: die Nachfrage nach gekauftem Sex.
 
Als das schwedische Gesetz 1999 in Kraft trat, sank die Zahl der Freier auf dem Straßenstrich um 80 Prozent. Das hatte zwar auch damit zu tun, dass sich die Prostitution in Wohnungen verlagerte, aber die meisten Schätzungen gehen davon aus, dass der Sex-Markt insgesamt geschrumpft ist.
 
Auch das nordische Modell hat seine Schwächen. Da es das Ziel der schwedischen Regierung ist, die Prostitution abzuschaffen, werden etwa weniger Kondome an die Frauen verteilt. Das würde nur ermutigen. Hilfen für die Frauen wurden aus dem gleichen Grund gestrichen. Und weil das Vermieten von Räumen zur Prostitution illegal ist, werden die Frauen immer wieder aus ihren Wohnungen geschmissen. Sie müssen heimlich agieren, weil die Kunden immer in der Angst leben, erwischt zu werden. Am Ende ist es eine Abwägungssache. Manchmal muss man ein kleines Unrecht begehen, um ein größeres zu verhindern. Und das größere Problem ist der Menschenhandel.
 
In der Prostitutionsdebatte wird gern mit diesen großen Grundgesetz-Artikel-eins-bis-zwanzig-Wörtern hantiert: Selbstbestimmung, Eigentum, Würde. Darf man mit dem eigenen Körper nicht anstellen, was man will? Wenn jemand sich für Geld nackt und in Handschellen mit Bananen bewerfen lassen möchte, dann macht er damit doch nur von seiner Freiheit Gebrauch, nicht wahr? Oder hat doch Immanuel Kant recht, wenn er schreibt, dass man Menschen "niemals bloß als Mittel" gebrauchen sollte?
 
Aber das Ethik-Seminar führt in dieser Frage zu nichts. Es ist ein Diskurs-Karussell, das sich frei dreht, unbeirrt von dem, was in der Welt passiert. Wir reden über Autonomie, während Mädchen und Frauen unter übelsten Umständen zu uns verschleppt werden, mehrere Tausend Jahr für Jahr. Es wird Zeit, dass sich das ändert. Und ein Gesetz gegen Freier ist dabei der beste Weg.
 
Und was passiert mit jemandem wie René, wenn er nicht mehr zu Prostituierten gehen darf? Wenn er mit jedem Verstoß eine Strafe und ein sehr peinliches Gerichtsverfahren riskiert? Meine Vermutung: Er würde aufhören, Geld für Sex zu bezahlen. Und da weitermachen, wo er an jenem Abend anscheinend aufgehört hat. Vielleicht würde es sogar etwas in ihm verändern, seine Sicht auf Frauen, auf Sex. Es gibt kein Recht auf körperliche Nähe. Man muss sie sich verdienen, durch Charme, Offenheit, Humor, Mut. Das gilt selbst dann, wenn man schüchtern ist und eigentlich ein feiner Kerl."
 
Quelle: zeit.de - "Liebe Freier", farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
 
"Bei Diskussionen und Veranstaltungen zu Prostitution stellen wir immer wieder fest, dass die Zeit der Verherrlichung oder der völligen Naivität zum Thema vorbei ist. Die meisten Frauen und viele Männer wissen, dass Prostitution brutal ist und dass dies sich nicht einfach durch eine positive Rhetorik verändern lässt, dass es nicht ausreicht, positiv von „Sexarbeit“ zu sprechen und schon verschwindet die Gewalt von selber, weil sie nicht mehr im „Diskurs“ vorhanden ist und deswegen nicht mehr im Zusammenhang mit Prostitution gedacht werden kann – so der etwas naive „dekonstruktivistische“ Ansatz.
 
 
Ein Blick auf den Umgang unserer Gesellschaft mit Gewalt in Beziehungen hätte immer schon ausgereicht, diesen Ansatz zusammenfallen zu lassen. Kaum etwas wird in unserer Gesellschaft so romantisiert wie „Liebe“ und Ehe – und gerade in Partnerschaften und Ehen ist Gewalt, und zwar Gewalt durch Männer, sehr verbreitet, sehr totgeschwiegen und gerade der Zusammenhang zwischen dieser Gewalt und Romantisierung verdient in der allgemeinen Gesellschaft die Aufmerksamkeit, die eine Reihe von Feministinnen ihm schon lange widmet.
 
Was uns allerdings immer wieder begegnet, auch von empathischen Menschen, sind zwei Bedenken. Eins davon ist der hartnäckige Mythos, demzufolge eine Legalisierung der Prostitution samt Freiern und begleitendem Geschäftsmodell sie irgendwie sicherer machen würde (1). Das andere ist die Frage nach den Frauen, die uns in den Medien begegnen und die betonen, hier ihre berufliche Selbstverwirklichung gefunden zu haben. Sie berufen sich dabei auf die Artikel 2 und 12 des Grundgesetzes (Selbstverwirklichung und Berufsfreiheit) und treten oft recht manipulativ auf, als junge unschuldige Frauen, die ja nur etwas sehr Harmloses für sich wollen - „warum wollt ihr uns das wegnehmen?“
 
Als eingehende Bemerkung sei hier vorangestellt, dass sich dieser Artikel nicht gegen diese Frauen richtet. Ebenso möchte ich voranstellen, dass diese sehr abstrakten Überlegungen zu Prostitution sich auf eben diese akademische, theoretische und mediale Ebene beziehen. Diese Ebene hat kaum Berührungspunkte mit der Realität der Prostitution, im Gegenteil: Sie soll die Realität verdecken. Leider ist es diese Ebene, auf der eben Öffentlichkeit, „Diskurse“ und damit Gesetze beeinflusst werden, und daher müssen auch wir uns immer mal wieder auf dieser Ebene bewegen.
 
In den Medien und in der Öffentlichkeit werden Frauen, die freiwillig „Sexarbeit“ gewählt haben, zur Rechtfertigung der Prostitution als Geschäftszweig und gesellschaftliches Phänomen herangezogen. Es gilt als progressiv. Nicht so „moralisch“. Was dabei übersehen wird:
 
Es handelt sich hierbei um die Rechtfertigung der Prostitution aus dem 18. und aus dem 19. Jahrhundert, um ihre Rechtfertigung bis in die 60er und 70er Jahre und darüber hinaus im 20. Jahrhundert.
 
Manche Frauen sind halt so.“ - Dies ist der Kernsatz dieser Rechtfertigung, der Rest ist moderne Sauce, Deko.
 
Diese Rechtfertigung läuft im Einzelnen so: Prostitution existiert, weil es Frauen gibt, die unbedingt – Prostituierte – sein wollen. Es gibt Frauen, die eben so sind, und daher gibt es Prostitution. Das war neben Theorien über die Triebhaftigkeit von Männern, neben der Trennung der Frauen in „Ehefrauen“ und „Huren“, ein wesentlicher Pfeiler der Rechtfertigung des Freiertums. Die Freier mussten sich zu den von ihnen benutzten Frauen keine Gedanken machen, die Gesellschaft auch nicht – die waren eben so. Triebhaft, oder einfach dumm oder dies oder das – sie waren jedenfalls diejenigen, die in der Prostitution sein wollten und daher gab und gibt es das Phänomen, und daher muss oder sollte es das Phänomen geben (2). An diesem Ansatz hat sich nichts geändert außer der Dekoration. Die – Prostituierte – ist jetzt eine – Sexarbeiterin - , ihre Entscheidung ist freiwillig, jedenfalls so freiwillig wie die zu anderen Jobs auch, und daher müssen sich weder Freier noch Gesellschaft Gedanken machen, im Gegenteil, Prostitution zu ermöglichen gilt als ethische Tat. In Wirklichkeit handelt es sich um die einfache Praxis, Männern grundsätzlich Frauen zur sexuellen Benutzung zur Verfügung zu stellen, was sich geändert hat, ist lediglich die moralische Sauce, die darüber gekippt wird.
 
Dass es Prostitution gibt, weil wir in Gesellschaften leben, in denen der Wunsch eines Mannes Befehl ist und die daher ein Recht von Männern konstruieren, Frauen zu benutzen, wird damit aus dem Blickfeld gekickt, die Tatsache, dass in neoliberalen und kapitalistischen Gesellschaften auch Befehle monetarisiert werden können, ebenso. Dennoch ist das die Ursache der Institution Prostitution, nicht der Wunsch einzelner Frauen, darin ihr Geschäft zu gründen. Welche Rolle die Wünsche von Frauen nach Selbstverwirklichung und nach beruflicher Selbstgestaltung in unserer Gesellschaft sonst spielen, ist ja nun an jeder Statistik zur Armut, zur Altersarmut, zu Einkommen und zu Führungspositionen abzulesen. Nur bei Prostitution – da unterstützen sie uns gerne, wenn es um „das Recht“ geht, in der Prostitution zu sein, da stehen sie alle hinter uns, von Taxifahrern bis zu Uniprofessoren und Richtern. Danke, nein danke.
 
Soweit die gesellschaftliche und auch die abstrakte Ebene. Bleibt natürlich noch die konkrete Ebene der einzelnen Frau, die eben von sich sagt, dass sie genau dieses System für sich nutzen will und dabei weder gestört noch beleidigt werden will. Letzteres: Unbedingt, und da sind wir uneingeschränkt auf ihrer Seite. Ersteres – bedingt. Sie darf dafür kämpfen, das sagen, sich dafür einsetzen: Das fällt unter Artikel 5 unseres Grundgesetzes (Meinungs- und Pressefreiheit) und ggf. auch unter Artikel 8 (Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit). Nur verpflichtet das niemanden, jede Geschäftsidee zu unterstützen. Wenn wir das schon auf einer antiseptischen abstrakten rechtlichen Ebene diskutieren, so nehme ich hier das Beispiel der Atomkraftwerke, der Atomenergie. Meinetwegen auch Fracking, oder Braunkohleabbau. Es gibt bestimmt ausgezeichnete Atomwissenschaftlerinnen, die gerne in einem AKW arbeiten würden, ein solches leiten würden, die daran keinen Schaden nehmen würden und die das auch gut könnten – deswegen stelle ich denen trotzdem kein Atomkraftwerk hin, unterstütze weiterhin die GegnerInnen der Rodung des Hambacher Forsts, und möchte kein Fracking hier (3). Die einzelne Frau kann für sich selbst solche Entscheidungen treffen – es ist ja nicht illegal, selber in der Prostitution zu sein. Sie kann sich einen Kundenstamm aufbauen und auf der persönlichen Ebene dabei bleiben, dass die Männer, mit denen sie zusammen ist, den sexuellen Zugang und eine bestimmte Inszenierung dann eben bezahlen müssen. Daran ist sie nicht gehindert. Der ganze Geschäftszweig darum herum fällt allerdings aus. Und in der Tat kann ihr hin- und wieder ein Kunde abhanden kommen. Allerdings hat sie bei Gewalt durch den Kunden zwar immer noch geringe Chancen – welche Männer nutzen eine Frau, bei der sich herumspricht, dass sie anzeigt, egal in welchem System? - aber doch wenigstens einige, da der Freier wenigstens per se nach dem schwedischen Ansatz im Unrecht ist, und nicht die Frau.
 
Bleibt noch die dezidiert nicht mehr a-septische, saubere, hübsche, abstrakte Ebene. Die Ebene, die wir täglich auf der Kurfürstenstraße besichtigen können, so wir das wollen. Diese Ebene lässt sich weder durch positives Gerede zur „Sexarbeit“ verbessern – im Gegenteil – noch wird sie durch die Freierbestrafung per se beseitigt. Sie braucht zusätzliche Interventionen, beziehungsweise das Gesamtpaket des schwedischen Modells, in dem die Kriminalisierung der Freier eine wesentliche Rolle spielt, so wie andere Einstellungen in der Gesellschaft, so wie vor allem Angebote an Frauen, die sie wirklich aus der Armut holen. Aber auch hier wollen wir gesellschaftskritische Menschen und gerade solche, die sich eher als links sehen, zu Analyse und Nachdenken ermutigen: Welchen Beitrag leistet ein Geschäftszweig, der die Marginalisierung, Stigmatisierung und die Armut vieler Frauen braucht, damit sie zur Verfügung stehen, zur Beseitigung dieser Armut und Marginalisierung? Welchen Beitrag leistet Prostitution als Geschäftszweig zur Beseitigung ihrer eigenen Ressourcen? Dieser Geschäftszweig und die ihn finanzierenden Männer haben jedes Interesse daran, Armut, Marginalisierung und Stigmatisierung als Ressource aufrecht zu halten. Solange unsere Gesellschaft Prostitution für akzeptabel oder wünschenswert hält, wird sie an der Situation von Frauen und Mädchen, auch von ausgegrenzten jungen Männern, nichts ändern. "
 
Quelle: abolition2014.blogspot.com - "Rechtfertigungen der Prostitution im 21. Jahrhundert", farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
 
Es ist unerträglich.
 
Mann muss sich angesichts all dessen nicht wundern über Frauen, die Männern ablehnend begegnen.
 
All die Männer, die vordergründig so glatt, so weißbewestet tun und im mehr oder weniger Verborgenen Frauen missbrauchen, ausbeuten, erniedrigen, entwerten, an Leib und Seele verletzen, misshandeln, traumatisieren.
 
Es ist unerträglich. - Was seid ihr für Männer, was habt ihr für ein Frauenbild: immer noch ... !
Pfui Teufel, ist das widerwärtig. - Wie soll man als Frau vor all solchen Männern noch Respekt haben können. - Kein Fragezeichen.
 
Warum kaufen Männer Frauen, um sie wie Gegenstände, um sie als Ware zu benutzen?

Es gibt nicht einen einzigen Grund, das zu tun - nicht Schüchternheit, nicht Geilheit, nicht Hässlichkeit, nicht Alter, nicht Krankheit. Nicht einen.

Wieviele schüchterne, ältere, kranke, als allgemeinhin weniger attraktiv geltende und/oder anderweitig eingeschränkte Frauen kaufen Männer - um sie (sexuell) zu benutzen, um sie überdies zu demütigen, zu erniedrigen, auszubeuten und zu misshandeln, zu traumatisieren? - Eben.

Nein, für Triebbefriedigung braucht kein Mensch einen anderen. Niemals je.

Für Sex: braucht man (mindestens) eine andere Person, eine Persönlichkeit, ein Individuum - was nichts anderes bedeutet als: einen anderen Menschen mit eigenem Willen, eigenen Bedürfnissen, eigenen Wünschen, Gefühlen, Befindlichkeiten, Gedanken, Vorlieben, Abneigungen ... - eigener Persönlichkeit.

Wie kann es Männern möglich sein (!) all das total zu übergehen?! - Was ist daran menschlich?

Es ist: bestialisch. Es ist widerwärtig und erbärmlich.
 
-
 
Zum alten Mann/Freier, siehe oben verlinkten Artikel auf aargauerzeitung.ch - "Er geht monatlich ins Bordell (...)":
 
Wie gesagt: Es wundere sich keiner über Ekelreaktionen und Abgestoßensein seitens Frauen gegenüber solchen widerwärtigen Typen mit ihrem durch und durch patriarchalen Frauenbild, mit ihrer Schmierigkeit, Respektlosigkeit gegenüber Frauen, mit all ihrem kompensatorischen Verhalten.
 
Wie charakterlich sowie emotional arm, erbärmlich ist ein Mann, der es nötig hat, Frauen gegen Geld zu konsumieren, zu missbrauchen: "sexuell", also physisch und damit stets einhergehend/zwangsläufig auch psychisch-emotional - wie arm ist es, sich eine Frau als Ware, zur Benutzung und Vergewaltigung (denn nichts anderes ist Frauenkauf/Freiertum wie auch Pornographie) zu kaufen, weil: mann nicht in der Lage ist, echten Sex mit Frauen zu haben: wertschätzend, g e b e n d, tatsächlich freiwillig und einvernehmlich, mit Genuss und Erfüllung für b e i d e - nur dann ist es Sex, alles andere ist Missbrauch.
Rhetorische Fragen btw.
 
Und nochmal: Nein, es gibt kein Recht auf Sex, auf sexuelle (Trieb-) Befriedigung. Es gibt auch kein Recht auf Geliebtwerden.

Wer seinen Trieb befriedigen will, masturbiert. Wer Sex erleben will, muss geben können, wollen (kein Geld, sondern Zuwendung, Aufmerksamkeit, Wertschätzung, Respekt, Einfühlsamkeit, Rücksichtnahme, Offenheit, Zärtlichkeit ...) und sich selbst zurücknehmen und vor allem muss er zu Intimität und Beziehung fähig sein.
 
Ficken ist eben nicht Sex. Wer nur ficken will/kann, outet sich damit als menschlichen, charakterlichen wie sexuellen Totalversager - als Wrack.

Denn ein solcher Mensch will gar keinen Sex, weil er Sex nicht k a n n - er will/braucht nur Konsum, Macht, Unterwerfung, Erniedrigung, Ausbeutung - die Objektifizierung von Frauen, Frauen als Gebrauchsgegenstand zur erweiterten Masturbation und/oder um die je persönliche Misogynie an ihnen auszuagieren, letztlich also Narzissmus, Sadismus. - Wie ich schon schrieb: abstoßend. Maximal.
 
-
 

Podiumsdiskussion vom 10.09.2017 in Augsburg - "Notgeile Bestien? (...)"

Na, einzelne wenige begreifen es immerhin: Männer. (Siehe Artikel "Prostitution schadet auch den Männern", Hamburger Abendblatt). Das allein ist aber schon der Skandal - dass eine Mehrheit von Männern - global - keinerlei Probleme damit hat, Frauen zu kaufen, Pornographie regelmäßig zu konsumieren - die nichts anderes ist und demonstrativ zeigt, als Gewalt an Frauen, als Erniedrigung, Entwertung von Frauen, nicht "bloß" Objektifizierung.
 
Was für ein Frauen-, was für ein Menschenbild haben all diese Männer?
Warum haben sie das Bedürfnis, Macht über Frau
en auszuüben - wenigstens also beim "Sex", wenn schon in manchen Gegenden der Welt nicht mehr ganz so offensichtlich anderweitig (gesellschaftlich)?

Machtgebaren ist stets Kompensationshandlung.
 
Es ist zumeist die Angst der Männer vor Frauen - außerdem Frauenhass auf Basis von Unterlegenheits- und Abhängigkeitsgefühlen, siehe das sexuelle Begehren, dem Männer sich "ausgeliefert" fühlen, siehe, dass sie auf die Zustimmung der Frau "warten" müssen - sie sich nicht einfach "nehmen" und benutzen können - außer eben: Prostituierte, aber leider werden auch Beziehungspartnerinnen auf solche Weise misshandelt - siehe Porno-Sex und etliche Frauen prostituieren sich in der Ehe - beklagenswerterweise und Frauen sind dann überdies leider nicht einmal untereinander solidarisch, sie buhlen sogar um die "Gunst" der Männer - das ist alles Folge des Patriarchats, das global seit Jahrtausenden besteht und: nach wie vor.
 
Exakt: So lange Männer Frauen benutzen, kaufen, misshandeln, vergewaltigen, erniedrigen, entwerten - siehe auch all der Sexismus in Medien, TV, Film, Musik, Mode, Werbung ... - kann es keine Gleichberechtigung, keine Gleichwürdigkeit, Gleichwertigkeit geben. - Und genau das: ist ja genau so auch gewollt. Eben. Drum ... .
 
Nein: Prostitution ist n i c h t "das älteste Gewerbe der Welt" - das ist Propaganda, ein Märchen, eine Lüge - die sich aus Gründen halten soll.
Nein, Frauen prostituieren sich mehrheitlich n i c h t "freiwillig".
Nein, die Prostituierte verkauft nicht "Sex", sondern s i c h - und der Freier kauft auch nicht Sex, sondern Macht.
Nein, es gibt k e i n "Recht auf Sex" - für niemanden.
Nein: Frauen sind n i c h t "von Natur aus" "devot".
 
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