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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Zitate, Aphorismen - Kleinode

Das Leben ist seinem inneren Wesen nach ein ständiger Schiffbruch. Aber schiffbrüchig sein heißt nicht ertrinken. Der arme Sterbliche, über dem die Wellen zusammenschlagen, rudert mit den Armen, um sich oben zu halten. Diese Reaktion auf die Gefahr des Untergangs ist die Kultur.

José Ortega y Gasset

Eines Menschen Vergangenheit ist das, was er ist. Sie ist der einzige Maßstab, an dem er gemessen werden sollte.

Oscar Wilde (Ein idealer Gatte - Lady Chiltern)

Das Vergangene ist nicht tot; es ist nicht einmal vergangen.

William Faulkner (Requiem für eine Nonne)

Die einzige Art, gegen die Pest zu kämpfen, ist die Ehrlichkeit.

Albert Camus

Aber zu wissen, ob man mit seinen Leidenschaften leben kann, zu wissen, ob man ihr tiefes Gesetz - nämlich das Herz zu verbrennen, das sie gleichzeitig in Begeisterung versetzen - akzeptieren kann: das eben ist die Frage.

Albert Camus - "Der Mythos des Sisyphos"

Um das Herz und den Verstand eines Menschen zu verstehen, schaue nicht darauf, was er erreicht hat, sondern wonach er sich sehnt.

Khalil Gibran

Faustformel für Populisten
Wie du die Herrschaft über das Volk erlangst?
Belohne die Gier und vermehre die Angst!

Andreas Tenzer

Wir begehren nichts, weil wir es für gut halten; sondern umgekehrt, halten wir etwas für gut, weil wir es begehren.

Spinoza

Das Patriarchat dreht(e) es um:
 
Das - schmerzhafte, mitunter qualvolle - auf die Frau ausgerichtete Begehren des Mannes ... pervertiert Bedürftigkeit zu Schwäche um und "muss" das begehrte "Objekt" (das möglicherweise irgendwann auch Subjekt für den Begehrenden wird) herabsetzen, erniedrigen, überwältigen, unterwerfen, bezwingen.
 
Weil dieses begehrte Objekt so viel "Pein" vermeintlich auslöst (mehr oder weniger bewusst, mehr oder weniger aktiv), kann es daher, nach solcher patriarchalischen Vorstellung/Ideologie, nur schlecht, verdorben, schmutzig - "das Böse" - sein, das es also zu bekämpfen, zu unterjochen, zu besiegen gilt. Und das doch auf diese Weise nie "besiegt", unter Kontrolle gehalten werden kann - denn das Begehren löst nicht "die" Frau (als solche, als zunächst Objekt oder als Subjekt, als individuelle Persönlichkeit aus, sondern es liegt im jeweiligen Individuum, im Begehrenden selbst - grundsätzlich (ganz gleich, wer was begehrt).
Aber es ist so viel bequemer, selbstschonender, einen Sündenbock zu haben.
 
-

Man ist nicht frei, wenn man glaubt, es zu sein. Man ist frei, wenn man weiß, dass man es nicht ist.

Verfasser mir nicht bekannt

Liebe ist Qual,
Lieblosigkeit ist Tod.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Liebe wechselt nicht mit Stunde oder Woche,
weit reicht ihre Kraft bis zum letzten Tag.

William Shakespeare

Die Liebe ist tief wie das Meer,
je mehr sie gibt, je mehr auch hat sie noch.

William Shakespeare (König Heinrich VIII)

Das ist das Ungeheuerliche in der Liebe,
dass der Wille unendlich ist und die Ausführung beschränkt,
dass das Verlangen grenzenlos ist
und die Tat ein Sklave der Beschränkung.

William Shakespeare (Troilus und Cressida)

Geben in Liebe heißt nie verlieren,
und wenn man Liebe nicht schenken könnte,
wenn man sie nicht hätte,
so hat man sie erst, wenn man sie schenkt.

Augustinus Aurelius

Ohne Liebe sind wir uns selbst zur Last,
durch die Liebe tragen wir einander.

Augustinus

Die Liebe hat selbst Götter schon besiegt.

Lucius Annaeus Seneca

Im Augenblick der Liebe wird der Mensch nicht nur für sich selbst, sondern auch für den anderen Menschen verantwortlich.

Franz Kafka

Liebe ist, dass du mir das Messer bist, mit dem ich in mir wühle.

Franz Kafka

Die Tat allein beweist der Liebe Kraft.

Michel de Montaigne

Die Wunden der Liebe kann nur heilen, wer sie zugefügt hat.

Publius Syrus

Wer zum Zorn gereizt wird und nicht zornig wird, ist ein Esel;
wer aber um Versöhnung gebeten wird, und sich nicht versöhnt,
der ist vom Teufel.

Abu Hamid-al-Ghazalí (Das Elixier der Glückseligkeit)

Verzeihen ist keine Narrheit,
nur ein Narr kann nicht verzeihen.

- aus China -

Wollen wir eine Brücke schlagen von Mensch zu Mensch – und dies gilt auch von einer Brücke des Erkennens und Verstehens –, so müssen die Brückenköpfe eben nicht die Köpfe, sondern die Herzen sein.

Viktor Frankl

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