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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

In nicht nur, aber auch eigener Sache

 
update 19. Februar 2021
 
Wisst ihr, #unten, noch, was Flirten ist? Wie sich Verliebtsein anfühlt? Wie gute, wohltuende Beziehung? Wie erfüllter Sex?
Und Selbstwirksamkeit? Sowas wie Perspektive, Zuversicht? Würde?
Gibt es für euch noch Freude? Regeneration? Beistand, Rückhalt?
Lebenslust?
 
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Der ganze Kackstapel liegt hier seit Tagen unbearbeitet rum.  DER ELSE FEHLT DIE ENERGIE FÜR DIESEN PERMANENTEN D R E C K.

Der ganze Kackstapel liegt hier seit Tagen unbearbeitet rum. DER ELSE FEHLT DIE ENERGIE FÜR DIESEN PERMANENTEN D R E C K.

12. August 2019
 
Sommerferien sind hier übrigens zu Ende. Tochter und ich haben die gesamten 6 Wochen an unseren elektronischen Geräten gesessen.
 
Zum Kochen, Backen, Handarbeiten, Werkeln braucht es zumindest einen Grundstock an Basismaterial - das Geld kostet. Außerdem fehlt es mir an der notwendigen "Begabung" hierfür.
 
Gebrauchtrad konnte ich inzwischen endlich und wiederum nur für Tochter käuflich erwerben - sie hatte knapp zwei Jahre kein Fahrrad mehr, ich habe seit mehr als zwanzig Jahren keines mehr, immer nur Räder in jeweils passender Größe für die Kinder.
 
ÖPNV können wir uns nicht leisten, sind somit nicht mobil, somit keine Ausflüge, Veranstaltungen ... möglich.
 
Spaziergänge im Stadtteil machen wir seit sechs Jahren, außerdem Federball- und Tischtennis spielen im Park. All das kann ich seit mehr als einem Jahr physisch nicht mehr, selbst Lebensmitteleinkauf ist eine regelmäßige Herausforderung, die ich an vielen Tagen nicht bewältigen kann - anämische Fatigue, zehnjährige Eisenmangelanämie, seit 6 Jahren unbehandelt und weitere physische chronische Erkrankungen.
 
Familie, Großeltern, Sozialkontakte, Rückhalt, Besuche ... gibt es nicht.
Mit einer langjährigen Freundin, die drei Stadtteile entfernt wohnt, kann ich ebenfalls seit etlichen Jahren nur telefonieren, Besuche sind nicht möglich wegen fehlender Mobilität und Krankheit.
 
- > Hartz 4 - Armut - Krankheit - systematische sukzessive Vernichtung der Ballastexistenzen
 
Ich bin hier: #unten. Längst und bis zum Schluss.
 
Btw ja: Ich tue mir maximal leid und noch mehr leide ich mit, wegen meiner Tochter. Kinderarmut, Armut vererbt sich. Keine "guten Startbedingungen".
 
Und nochmal: Dies ist k e i n Spendenaufruf.

Bitte w ä h l t einfach bei jeder nächsten Gelegenheit, insbes. bei Bundestagswahl(en) entsprechend: LINKS. Damit sich wenigstens allmählich Wichtiges ändern, verbessern, auf den Weg bringen lässt. Und solidarisiert euch mit tatsächlich "Abgehängten", nicht nur mit fridaysforfuture.

Jeder, der in einer repräsentativen, indirekten Demokratie (wie so in Deutschland vorhanden) rechtskonservativ (CDU, CSU), rechtsextrem ("national", völkisch, nazistisch: AfD,NPD ...) und/oder neoliberal (CDU, CSU, FDP, SPD) oder pseudolinks ("Grüne") oder gar nicht wählt, ist für bestehende und bestehen bleibende Armut und soziale Ungerechtigkeit sowie den Fortbestand des augenfällig und nachweislich global destruktiven Kapitalismus´ je persönlich mitverantwortlich.
 
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11. Dezember 2018
 
Wenn man RAUSGEHT (in den "öffentlichen Raum"), kommt man möglicherweise in Kontakt mit ähnlich Denkenden, mit "Gleichgesinnten", man kommt in Austausch mit diesen Menschen und kann sich möglicherweise solidarisieren, unterstützen (mental, emotional, vlt. auch sozial, lebenspraktisch).
 
Wer in der sozialen Isolation verwest - weil sie/er krank, materiell arm, somit nicht mobil, aber verzweifelt, physisch und psychisch kraftlos, ausgebrannt, zermürbt und/oder anderweitig erheblich überlastet ist (durch Erwerbstätigkeit, Niedriglohnjobs, Existenzsicherung, Kinder, Sorge-Arbeit, Behördenschikane, Staatsgewalt) und ihr/ihm der Selbstwert sukzessive, s y s t e m a t i s c h entzogen wurde/wird, die/der geht nicht mehr raus, sondern versteckt sich, um nur ja nicht gesehen, wahrgenommen zu werden: p h y s i s c h.

Denn sie/er fühlt sich kaputt, alt, schwach, krank, hässlich und nicht "nur" vollumfänglich redundant, sondern lästig, als Belastung, die dringend zu beseitigen ist.
 
Ja: Ihr neoliberal-kapitalistisch Regierende, ignorante, arrogante, egomane (obere) Mittelschicht, Bourgeoisie habt es geschafft: physische und psychische Vernichtung der Ballastexistenzen auf Raten - die ihr zuvor noch maximal ausbeutet, auspresst. Glückwunsch zu dieser Meisterleistung.
 
Gewissen? Mitgefühl? Integrität? - Fehlanzeige. Stattdessen: Ignoranz und selbstschonender, feiger, schwacher Selbstbetrug.
 
Wenn du so lange so weit draußen bist, gehst du nirgendwo mehr hin. #unten
 
#unten ist, wo du dich haltlos an etwas?, an jemandem? festzuhalten, aufzurichten versuchst, aber da nichts ist. Niemand.
 
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23. Oktober 2018
 
Ich sehe nicht überall Probleme, ich h a b e sie:
 
1. Es sind nicht grundlos diverse meiner Widersprüche durch die Jobcenter-Rechtsstelle abgeschmettert worden, als ich diese noch allein eingelegt hatte - Erfolg (gewonnene Widersprüche) habe ich erst, seit ich durch eine online-Anwalts-GmbH Unterstützung erhalte.
 
2. Nicht grundlos sind daher zwei meiner Klagen beim hiesigen SG seit zwei Jahren anhängig und wird mir auf Sachstandsanfrage nur mitgeteilt, andere Fälle seien vorrangig vor meinem zu entscheiden. Diese beiden Klagen hatte ich allein formuliert und eingereicht, zwei weitere kürzlich zusammen mit den online-Anwälten.
 
3. Es ist Fakt, dass ortsansässige Anwälte mir wiederholt absagten mit der Begründung, keine Kapazitäten freizuhaben, ich habe deren e-mails hier nach wie vor gespeichert, kann also auch die Namen nennen. Und ich bin gewiss nicht die Einzige, die solche Antworten von Anwälten erhält, weil/wenn es sich um PKH-Mandate handelt.
 
4. Gerade in den Sachen mit involviertem BA-Inkasso-Service und Zwangsvollstreckung hatte ich keine anwaltliche Unterstützung.
 
5. Aktuell eine "ähnliche" Situation in einer zivilrechtlichen Sache.
 
Wieviele Schreiben an das Jobcenter - an meine Sachbearbeiterin der Leistungsabteilung und meine "Arbeitsvermittlerin" sowie an das "Büro der Geschäftsführung" des Ärtzlichen Dienstes der Agentur für Arbeit Hamburg (aufgrund massiv fehlerhafter ärztlicher Gutachten) - ich seit Jahren alleine, ohne rechtliche, anwaltliche Beratung/Unterstützung, verfasst habe, kann ich auswendig nicht sagen - ich müsste sie nachzählen.
 
"Nebenbei" bin ich alleinerziehend und chronisch physisch krank, sozial isoliert, weil materiell arm und deshalb nicht mobil (Geld fehlt vollständig für ÖPNV, bekanntlich geht es auch damit nicht nur mir so).
 
All das seit kontinuierlich 13 Jahren ohne jeglichen sozialen, familiären Rückhalt, Beistand, Unterstützung.
 
Vor diesem Hintergrund finde ich es einigermaßen unangemessen, mir vorzuwerfen, ich machte Probleme, wo keine bestünden.
Davon abgesehen sind meine gestellten Fragen berechtigt und "alltagsnah" - oder glaubst du, Harald Thomé, die Jobcenter glaubten einfach, es sei in den Haushalten kein PC, Laptop, Tablet vorhanden und sie würden das nicht in irgendeinerweise überprüfen wollen sowie überdies mit allen üblichen Methoden behaupten, es seien diese Geräte nicht notwendig bzw. müsse der Bedarf von Beantragenden selbst nachgewiesen werden - und wie soll das dann also im jeweiligen Einzelfall vonstattengehen - durch eine Bestätigungsbescheinigung der jeweiligen Schule? Und wenn diese das nicht vornimmt - weil es ihr bspw. zu arbeitsintensiv ist und/oder sie sich nicht mit Jobcentern "anlegen" will?
 
Es gibt im Übrigen auch Ärzte, die ungern bis gar nicht Atteste für Jobcenter (siehe deren Vordrucke) ausstellen, weil es durch die Jobcenter im Anschluss üblicherweise wiederholte Nachfragen bei diesen Ärzten gibt. Das jedenfalls ist meine Erfahrung.
Und sicher nicht nur meine - siehe auch die katastrophalen Gutachten des Ärztlichen Dienstes der Agenturen für Arbeit, all die abschmetternden Schreiben, Bescheide, abgewiesenen Widersprüche: immer dann, wenn Betroffene keinen anwaltlichen Beistand haben.
 
Aber nee, klar, ich mache mir Probleme - im kontinuierlichen Hartz-Vollzug.
 
Anmerkung:
Kann man sich eigentlich vorstellen, dass es auch zahlreiche Menschen im Hartz-Vollzug gibt, die n i c h t online aktiv sind, die trotzdem durch das Hartz-System, die Jobcenterschikanen intensiv belastet und beschädigt sind (Stichwort fehlerhafte Bescheide, zu gering gezahlte Leistungen, Sanktionen ...) und dass diese Leute eben auch alle im Grunde anwaltlichen Beistand brauchen und gerade nicht bloß Rechtsberatung, sondern Rechtsvertretung?
 
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04. Oktober 2018
 
Nochmal zum Thema Urlaub, Verreisen und materielle Armut
 
Was mich nach wie vor am intensivsten schmerzt - und das ohne Übertreibung oder falsches Pathos - was mich immer wieder zum Weinen bringt, ist das Wissen darum, dass ich nicht die Möglichkeit (?) und/oder die Kraft (?) hatte, meinen Kindern das intensive, lebenslang prägende, wirksame Naturerlebnis erfahrbar werden zu lassen.
 
Meine Kinder sind die überwiegende Zeit ihrer Kindheit beide in der (Groß-) Stadt aufgewachsen, Ausflüge in umliegende N a t u r (nicht bloß Parkbesuche) waren aus finanziellen und weiteren Gründen (Mobilität, Gesundheit - meine) nie je (!) möglich, gleichermaßen auch nie je auch nur ein einziges Mal eine gemeinsame Reise - in bspw. ein europäisches Nachbarland.
 
Ich selbst jedoch zehre bis heute (bis zum Alter von inzwischen 45 Jahren) von genau diesen meinen eigenen Kindheitserlebnissen - in unseren damaligen Urlauben in den Schweizerischen und Österreichischen Alpen. Mehr habe ich selbst von "der Welt" bis heute nicht gesehen ... ; "die Welt" ist und bleibt klein, wenn man arm ist.
 
Bis heute sind dies die schönsten, wertvollsten, reichhaltigsten Erinnungen von/an Erfahrungen, Erlebnisse meines gesamten bisherigen Lebens.
 
Es sind also nicht die "schönsten Erlebnisse" die Geburten meiner beiden Kinder gewesen oder auch die Aufnahme an die Uni Hamburg über Umwege zum Studiengang Philosophie oder auch Erlebnisse im Rahmen von Verliebtsein - all das war sicher auch "erfreulich", bewegend ..., aber nichts - n i c h t s - bereichert, erfüllt mich bis heute so wie die Bilder und Erinnerungen an Landschaften, Gerüche, Farben, Eindrücke ... in der Natur der Alpen, wie ich sie als Kind zuletzt erlebt habe (seither gab es keine Urlaube, keine "Reisen" mehr).
 
Nun sind meine Kinder jeweils eigene Persönlichkeiten, die andere Dinge mögen, präferieren, wertschätzen als ich, die Dinge, Phänomene anders auf- und wahrnehmen, anders verarbeiten - die eben ein eigenes, anderes Leben, Erleben, Erfahren ... haben als ich, dennoch denke ich, dass der Naturbezug, das intensive, eindrückliche, bewegende Naturerlebnis (sofern es als ebensolches und angenehmes, wohltuendes erlebt und empfunden wurde/werden konnte) wohl alle Menschen berührt - vor dem allerdings je unterschiedlichen Hintergrund je persönlicher Präferenzen auf Basis individuell gemachter Erfahrungen in insbesondere der Kindheit.
 
Nie wieder wird sich uns etwas so intensiv einprägen wie "Dinge", die wir als Kinder (zum ersten Mal, "mit Kinderaugen" - offen, staunend, überwältigt ...) erlebten, erfuhren, wahrnahmen, empfanden - die sich uns eben deshalb (idealerwiese: positiv) einprägten.
 
Ich hätte so gerne wenigstens ein Mal meinen beiden Kindern - noch zu Zeiten von deren jeweiliger Kindheit! - "die Berge gezeigt", sie diese Natur erleben, spüren, wahrnehmen, erfahren, auf sie wirken lassen, gerade auch als Kind "allein" in solcher Natur seiend, sie entdecken könnend ... .
 
Denn ich denke, es ist so wichtig, solche Erlebnisse gerade als Kind haben, erfahren zu können - das Gefühl von Überwältigtsein, sich eingebunden, getragen fühlen, das Staunen und das Wohlgefühl, auch der Respekt und all das sinnliche Erleben und Fühlen.
Es legt einen "Grundstein", der, wie ich denke, später im Leben (als erwachsener Mensch) so nicht mehr gelegt ... werden kann/wird.
 
Ich hätte ihnen so gerne diesen "Zugang" ermöglicht.
Es war (mir) nicht möglich ... . Es tut mir so leid.
 
Meine Kinder sind heute 25 und 12 Jahre alt. - Es ist vorbei, es ist: zu spät. Es ist nichts "rückholbar", nachholbar.
 
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07. September 2018
 
Heute hat meine Tochter mal wieder eine Veranstaltung in ihrer Schule, bei der sie mich gerne dabeigehabt hätte, es kommen natürlich von allen anderen Schülern die Eltern/Familien - nur ihre Mutter ist, wie immer, nicht anwesend.
 
Ich gehe nicht hin, weil:
 
1. Ich nicht das Geld für den ÖPNV habe - grundsätzlich nicht. Die Schule ist drei Stadtteile entfernt.
 
2. Ich seit mindestens 13 Jahren keinerlei eigenen Freizeitveranstaltungen/-aktivitäten mehr nachgehen kann, da mir das Geld hierfür fehlt - für Eintritt, Mitgliedsbeiträge, für schon die erforderliche Mobilität, um zu Veranstaltungsorten gelangen zu können - ÖPNV.
Auto und Führerschein würden große Erleichterung bringen, habe ich jedoch nicht, konnte ich mir nie je leisten, aktuell haben wir auch beide kein (Gebraucht-) Fahrrad mehr - zu teuer, selbst secondhand.
 
3. Ich seit 9 Jahren chronisch physisch krank bin, mit erheblicher Verschlechterung seit etwa Ende letzten Jahres, insbesondere die schwere Anämie mit enstprechenden/typischen Folgen (schaffe häufig den Weg zu den Lebensmittelläden schon nicht, gehe dann gar nicht erst los oder muss unterwegs wieder umkehren, hatte im blog die genauen Symptome und Umstände bereits wiederholt detailliert geschildert, siehe bei Interesse dort).
 
4. Ich mich so krank, kaputt, physisch schwach (auch muskulär ... durch die Anämie), hässlich und z e r s t ö r t fühle - aufgrund mindestens dreizehnjährigen Ausgegrenzt- und Abgewertetseins im Hartz-Vollzug, in materieller Armut, dass ich ohnehin nicht mehr "unter Leute" kommen möchte - das fängt mit der physischen Verfassung an, geht weiter über Kleidung (fehlendes Geld für angemessene Kleidung, für auch mal einen Friseurbesuch, Schuhe) und setzt sich über defekte und hässliche, weil billige Wohnungseinrichtung fort, die in materieller Armut nicht ersetzt oder repariert werden kann. Hier im Haushalt ist so gut wie alles secondhand. Und das bereits seit ich mit 17 meinen ersten eigenen Haushalt hatte - materiell arm bin ich seit meinem 13. Lebensjahr - nonstop bis heute.
 
5. Ich kann nicht, auch nicht m e h r für einige wenige Stunden, so tun, als sei alles in Butter - auch nicht m e h r für mein Kind. Ich habe nicht nur eines, sondern bin, wie bereits mehrfach erwähnt, seit nunmehr 25 Jahren (!) kontinuierlich allein alleinerziehend (ohne familiäre Unterstützung/Rückhalt, ohne Kindesväter), seit 9 Jahren nun auch chronisch physisch krank - ohne erforderliche medizinische Behandlung (auch hierzu habe ich im blog bereits die Umstände erläutert).
 
6. Aktuell sind drei Widersprüche und vier Klagen beim SG anhängig - Jobcenterangelegenheiten, genau - darüberhinaus sitzt mir immer wieder mit unberechtigten Forderungen der Inkasso-Service der Bundesagentur für Arbeit im Nacken (Zwangsvollstreckungsandrohung ...); weiterhin habe ich mich nun seit Wochen wieder - nun zum dritten Mal - intensiv auf dem Rechtsweg mit meinem mich jahrelang sexuell missbraucht habenden, rassistischen, narzisstischen Ex zu befassen und es steht hier in Kürze eine mündliche Verhandlung bevor.
Und ich habe keine anwaltliche Vertretung/Unterstützung - wie stets. Er hat selbstverständlich einen Anwalt.
 
7. Es fehlt das Geld, mich gesund, ausgewogen ernähren zu können - ich spare seit Jahren an mir (Nahrung, Kleidung, Schuhe, sowieso: "Freizeit", persönliche Interessen, Wünsche, Bedürfnisse), damit meine Tochter nicht ganz so intensiv getroffen/beschädigt wird - durch die materielle Armut, durch den Hartz-Vollzug. Entsprechend bin ich physisch mittlerweile verfasst.
 
Und auch aufgrund der gesamten, in den vergangenen Jahren allein mit zwei Kindern bewältigten "Widerfahrnisse" (mehrere erforderliche Umzüge, auch über eine Distanz von 600 Kilometern, eine (früher) kranke Tochter mit wiederholten Klinikaufenthalten (immer alleine mit ihr, niemand kommt zu Besuch ins Krankenhaus, niemand löst dich ab, damit du mal schlafen, duschen, was essen kannst ...), der Sorgerechtsentzug meines Sohnes, der mir auch nach zehn Jahren noch auf der Seele liegt ... - weil er unberechtigt, ungerechtfertigt war, ich mich - alleine - jedoch, wie stets, nicht angemessen dagegen zur Wehr setzen konnte.
 
Das ist nun heute das Ergebnis einer solchen "Biographie" und entsprechender sozialer Verhältnisse infolge der sie verursacht habenden sozialpolitischen "Versäumnisse":
 
totale soziale Isolation, völliger Rückzug, keinerlei "Teilhabe" mehr, der Verlust des Selbstwertgefühls - der W ü r d e.
 
Die Würde des Menschen ist antastbar. Überall auf dieser Welt. Jeden einzelnen Tag.
 
Denn ich bin nur eine - von Millionen Menschen im reichen Deutschland, denen es so ergeht.
 
Viele dieser Menschen sind alleinerziehende Mütter - die Arbeit leisten: Sorge-Arbeit. Gratis. Ohne geregelte Freizeit, Urlaub, ohne Anerkennung, Wertschätzung, ohne monetäre Honorierung. Und dafür noch zusätzlich bestraft werden, dass sie nicht (ausreichend) erwerbstätig sind, ihre Kinder nicht früh und/oder lange genug fremdbetreuen lassen wollen oder können.
 
Dafür, dass sie nicht-vermögende, ledige oder geschiedene Mütter, Frauen sind.
 
8. Ich werde über a l l diese "Missstände", die unter vielen anderen Menschen auch mich persönlich betreffen, beschädigen, auch weiterhin nicht schweigen - so lange nicht, als ich noch irgendwie die Möglichkeit, mich zu äußern, habe, also: bis sie mir vollständig genommen (werden) wird - ja, es gibt hierfür verschiedene Möglichkeiten: des Staates, der Staatsgewalt - es sind die immer gleichen, von jeher.
 
9. Meine Tochter ist wie immer sehr traurig, enttäuscht. - Wer wäre es an ihrer Stelle nicht.
 
10. Ich muss permanent auch noch ein schlechtes Gewissen deswegen haben.
 
-> Vernichtung. Gezielte, systematische, existenzielle: physische und psychisch-emotionale Vernichtung. Legalisiert.
 
Alleinerziehend, arm, Frau, Mutter in Deutschland - dem reichen, "freiheitlich-offenen, demokratischen, sozialen" Rechtsstaat.
 
Meine Tochter hat ihre gesamte Kindheit im Hartz-Vollzug "verbracht". Jetzt ist sie 12 und ihre Kindheit zu Ende.
 
Weder hat sie noch habe ich auch nur eine bloße Perspektive auf je eine Verbesserung unserer "Lebens"situation. Wir vegetieren - zu Tode.
 
Mein Ex ist währenddessen übrigens wieder in seinem alljährlich vierwöchigen Jahresurlaub (wie stets wahrscheinlich in Thailand) - das Gericht hat den mündlichen Verhandlungstermin extra deswegen verschoben.
Keine weiteren Fragen.
 
Mein Ex hat mir übrigens dann, wenn ich ihm von meiner existenziellen Not und den Jobcenterschikanen berichtet habe, stets nur geantwortet, ob er mich denn jetzt nur noch bemitleiden solle.

So viel nochmal zum Thema Empathie, Mitgefühl und Narzissmus.

Nein, ich wollte nicht sein Geld - ich wollte emotionalen, sozialen Rückhalt, Beistand und lebenspraktische Unterstützung - z.B., dass er sich ein wenig mit meiner Tochter befasst hätte, statt ihr demonstrativ zu zeigen, wie lästig sie ihm stets war ... .

Und ich wollte schlicht nicht sexuell und emotional von ihm "missbraucht", misshandelt werden. - Aber gerade w e i l ich so verzweifelt und bedürftig war/bin, war ihm der Missbrauch ja möglich. Exakt.
 
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27. Juli 2018
 
Habe es heute nun - nach Jahren - doch noch mal versucht, mit meiner Tochter zum Badesee zu gehen. Es sind dorthin auch ca. 2km einfache Strecke.
 
Wir haben Wasser (zum Trinken), Handtuch, Liegedecke, Bikinis, Tischtennisschläger, Buch, Rätselblock, Wasserball eingepackt und die Luftmatratze getragen; meine Tochter hat sich schon total gefreut, dass sie in ihren Sommerferien nun doch endlich wenigstens ein Mal an den Badesee schwimmen gehen kann.
Der Eintritt für diesen See ist gering, so dass ich wenigstens diesen hätte einmal zahlen können - jeden Tag oder jeden zweiten natürlich nicht.

Wir können nur zu Fuß hingehen und alles schleppen, denn Fahrräder haben wir beide nicht (mehr) - ich schon seit knapp 20 Jahren nicht mehr und das Secondhandrad meiner Tochter war ihr schon letztes Jahr zu klein; habe kein Geld für Gebrauchträder - und auch nicht Führerschein und Auto.

Dann: bin ich kurz vorm See wieder umgekehrt und unterwegs wieder fast zusammengeklappt.
 
Es kostet eine enorme physische Kraft - auch der Weg zu den Einkaufsläden. Jedes Mal.
Danach brauche ich im Schnitt ca. 2 Stunden zur Regeneration.

Beim Laufen tun mir die Beine weh, oft auch das Gesäß - Muskelschmerzen, auch in Ruhe, immer in den Muskeln in Beinen (vor allem Oberschenkeln), Oberarmen, Rücken, insbesondere auch nachts, so dass ich mehrmals je Nacht davon aufwache. Auch knicke ich in den Knien beim Laufen oft ein. Manchmal zittern mir die Hände, wenn ich nur eine Tasse halte.

Wie gesagt: Ursache ist (seit Jahren) die manifeste Eisenmangelanämie, aktuell nochmals durch entsprechende Labor-, Blutwerte bestätigt.


Ich habe es versucht. - Ich k a n n nicht mehr.

Meine Tochter ist maßlos enttäuscht, traurig.
Ihre Sommerferien verbringt sie überwiegend in der Wohnung.
 
Ich schaffe es nur noch zum leider notwendigen Lebensmitteleinkauf nach draußen und selbst das oft nicht - kehre dann auch häufig wieder um, weil mir die Muskeln wehtun, ich kaum Luft bekomme, mir schwindlig und übel wird, ich Kopfschmerzen bekomme und mich hinsetzen bzw. hinlegen muss, zu Hause dann auch innerhalb weniger Minuten jedes Mal einschlafe.

Wir gehen also zusammen einkaufen, spielen in der Wohnung Brettspiele. Seit Jahren so. "Mehr": gibt es hier nicht. Keine Ausflüge, keine Erlebnisse, keine neuen Eindrücke, keine Anregungen, Abwechslung - keine soziokulturelle Teilhabe. Keine: Freude.
 
Neulich haben wir nochmal Federball spielen im Park nebenan versucht - nach ca. 10 Minuten war ich physisch total erschöpft. Eisenmangelanämie. Seit acht Jahren schulmedizinisch diagnostiziert, seit vier Jahren unbehandelt - Gründe nannte ich bereits mehrfach im blog.

Ich kann es nicht mehr ändern und vor allem nicht mehr "kämpfen". Es gibt keine Unterstützung, jedenfalls keine angemessene, bedarfsgerechte, bedürfnisorientierte, tatsächlich hilfreiche.


Was uns sofort helfen würde, aber absolut unerreichbar, seit etlichen Jahren bereits, ist:
 
- mehr Geld.
Wesentlich mehr, aktuell müssten es je Monat mindestens €200,- bis 300,- mehr sein, um damit gesunde Nahrung kaufen zu können, Geld für den ÖPNV zu haben, um wenigstens innerhalb der Stadt mobil sein zu können und vielleicht auch mal ein bisschen Geld für Fahrräder ansparen zu können oder für Reparaturen/Austausch defekter Haushaltsgeräte (wie Drucker, Staubsauger, Waschmaschine, Kühlschrank, defekte, uralte Secondhandmöbel, die bereits zahlreiche Umzüge hinter sich haben - wie so auch wir selbst ...)
 
- Führerschein und Auto und ausreichend Geld für den Unterhalt (Steuer, Benzin, Reparaturen), d a n n wäre mir wenigstens (physisch!) möglich, mit meiner Tochter gelegentlich mal aus der Stadt herauszukommen: mal an Nord- oder Ostsee (morgens hin, abends zurück) oder ins Hamburger Umland (Lüneburger Heide, Altes Land): in die Natur oder mal in einen Wildpark
 
- Eiseninfusionen - nicht Injektionen und kein Depot- oder Reimportpräparat, sondern das, das ich vor Jahren in Heidelberg per Infusionen regelmäßig erhalten und bestens vertragen habe - damit ich zunächst einmal rein p h y s i s c h überhaupt wieder auf die Beine käme, wenigstens also mit solcher bloß symptomatischen Behandlung (denn Heilung meiner chronischen Erkrankungen, insbesondere der Blutgerinnungsstörung, gibt es offenbar nicht, siehe im blog ausführlich erläutert)
 
- idealerweise auch einfach m a l ein Urlaub: dort, wo wir gerne hinmöchten - z.B. in die Alpen: Schweiz, Österreich - also gerade keine Kur, in welcher der gesamte Tag inklusive Ernährung reglementiert, verplant, fremdbestimmt ist ... .
Meine zwölfjährige Tochter ist noch nie je verreist, auch mit meinem Sohn konnte ich es aus finanziellen Gründen, aufgrund materieller Armut, kein einziges Mal (er ist inzwischen 25 Jahre alt), ich selbst war zuletzt im Alter von 12 Jahren "in Urlaub" (in Österreich, seither: nicht mehr "verreist/Urlaub gemacht" - nirgendwo)

Ich werde also weiterhin jeden Monat massiv Blut verlieren (Hypermenorrhoe infolge der Gerinnungsstörung mit erhöhter Blutungsneigung), die Anämie wird weiterhin fortschreiten, ich werde physisch zwangsläufig, unvermeidlich noch schwächer werden.
Mal seh´n, wie lange es so noch geht ... .

Mehr als "irgendwie aus- und durchhalten" und versuchen, die basalsten Alltagsdinge noch zu verrichten, zu bewältigen, kann ich nicht mehr: leisten. - Ich kann es wie gesagt rein körperlich schon nicht mehr.

Ich habe mich um wenigstens symptomatische Behandlung (der Eisenmangelanämie) bemüht - vergeblich.

Ich habe mich um berufliche Qualifizierung (via erforderlichem Bildungsgutschein des Jobcenters) bemüht - vergeblich.

Ich habe lebenslang regelmäßig Sport gemacht, mich einigermaßen gesund ernährt, keinen Alkohol getrunken (tatsächlich: n i e, auch nicht "zu besonderen Anlässen"), ich rauche seit mehr als zehn Jahren nicht mehr (und davor auch nur relativ kurze Zeit).

Ich bin für die Gerinnungsstörung nicht verantwortlich, habe sie nicht verursacht. Niemand weiß, woher sie kommt, medizinisch lässt sie sich daher auch nicht ursächlich behandeln/beseitigen.

Symptomatisch würden mir wenigstens Eiseninfusionen helfen, um wenigstens meinen Alltag einigermaßen bewältigen zu können - diese Infusionen werden mir seit Jahren (hier in Hamburg, insbesondere im Stadtteil) von Ärzten verweigert; ich habe nicht das Geld für den ÖPNV (um damit in die Innenstadt, zu anderen Facharztpraxen regelmäßig fahren, diese aufsuchen zu können: für Behandlung, für die Infusionen, die ein- bis zweimal wöchentlich gegeben werden müssen).

Ich gebe auf. Lasse es jetzt einfach buchstäblich laufen. Bis ich vollständig (blut-) leer bin. Allzu lange kann es ja nun hoffentlich nicht mehr dauern.


Es gibt keine Hilfe.
 
Es gibt hier staatlich verordnete materielle Armut: Vernichtung auf Raten.
Es gibt keine Familie, es gibt keinen Partner - keinen sozialen, emotionalen Rückhalt, Beistand.

Ich habe meine beiden Kinder alleine großgezogen - ist alles nichts wert.

Ich habe 13 Jahre lang gegen das Jobcenter gekämpft - gegen fehlerhafte Bescheide, falsch berechnete Leistungen, zu spät oder zu wenig gezahltes Geld und gegen deren sogenannte "ärztliche Gutachten" (der Agentur für Arbeit), gegen Schikanen, gegen Sanktionen ... - vergeblich.

Ich gebe auf. Endgültig.

In wenigen Tagen werde ich 45 Jahre alt. Vielleicht. Ein L e b e n habe ich schon seit mindestens 13 Jahren - seit ich im Hartz-Vollzug befindlich bin - nicht mehr.
 
Es gibt keinerlei Perspektive auf je nochmal eine Verbesserung unserer Lebenssituation. Nicht einmal wenigstens das: eine Perspektive.

Strafe. Gibt es.

Dafür, dass ich eine Frau, eine alleinerziehende, ledige Mutter bin, mich nie je von einem Mann wirtschaftlich, finanziell, materiell abhängig gemacht habe und es nie machen/sein wollte, dafür, dass ich gejobbt, studiert, Ausbildungen gemacht (wenn auch nicht beendet) habe, dafür, dass ich 25 Jahre alleine zwei Kinder "großgezogen", umsorgt, selbst verzichtet, entbehrt ... habe.

Nein, ich bin keine Ausnahme, kein Einzelfall. Viele Beschädigte schweigen aus (verschiedenen) Gründen - über ihr Elend, ihre Not, ihr Leid.

Materielle Armut - zumeist nicht selbstverschuldete, überdies in einem reichen Land, angesichts des Reichtums anderer (der sich zumeist gerade nicht auf deren Leistung gründet), das ist nicht immer oder "nur" Verhungern, das ist Ausgegrenzt-, Abgewertet-, Entwertetwerden, das ist: Schmerzerfahrung, jahre-, inzwischen jahrzehntelange.

Vernichtung. Physische - durch sukzessiven Entzug der matierellen Existenzgrundlage: ausreichend gesunde Nahrung, Wohnung ... und psychisch-emotionale durch Ausgrenzung, Ausschluss, Abwertung, Herabwürdigung, Verweigerung, durch Entzug von Grundrechten.

Der Menschenwürdegrundsatz des GG gilt nicht für Ballastexistenzen. Und das, diese systematische, vorsätzliche Vernichtung, schließt selbstverständlich g e r a d e die Kinder dieser Ballastexistenzen mit ein.
Randläufiger Hinweis an dieser Stelle auf Thilo Sarrazin und weitere einschlägig bekannte Rechts"populisten", Agitatoren.

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Übrigens:
 
Eine alleinerziehende Mutter, die geringqualifiziert und/oder aus anderen Gründen im Niedriglohnsektor tätig ist (sein muss), kann ihre und ihrer Kinder Existenz häufig ebenfalls - trotz Erwerbstätigkeit - n i c h t sichern, eben w e i l sie nur einen Niedriglohn und zumeist keine Qualifizierungsmöglichkeit, -förderung erhält.
 
Sie entkommt der materiellen Armut trotz Erwerbstätigkeit nicht.
 
Und das s o l l sie offenbar auch gar nicht, anderenfalls gäbe es tatsächlich weit mehr bzw. grundsätzlich bedürfnisorientierte Qualifizierungsmöglichkeiten und entsprechend finanzielle staatliche Förderung für Alleinerziehende sowie für Frauen die schon früh Mutter geworden sind und/oder nach vielen Jahren geleisteter Sorge-Arbeit in Berufstätigkeit zurückkehren, sich ggf. auch neu orientieren und entsprechend weiter- oder erstmalig beruflich qualifizieren möchten. All das: gibt es n i c h t.
 
Allenfalls auf dem Wege der Privatfinanzierung, die materiell arme Frauen, Mütter sich selbstredend nicht leisten können. Oder es steht ihnen ausschließlich der Weg in kaufmännische oder soziale Berufe (Altenpflegerin bspw.) offen. - Wie verhält es sich da mit dem Recht auf freie Ausbildungs- und Berufswahl (GG Art. 12)? Das scheint es für Nicht-Privilegierte augenfällig nicht zu geben.
 
Wie verhält es sich mit der viel zitierten vorgeblich geleisteten Förderung von Menschen im Hartz 4-Bezug? Warum gibt es gerade für diese materiell armen Menschen kein gesetzlich verbrieftes Recht auf angemessene, bedürfnisorientierte, tatsächliche Qualifizierung - und das auch dann, wenn sie älter als 30 sind?

Stattdessen werden sie üblicherweise in sinnlose bis schädigende Weiterbildungsmaßnahmen, in Ein-Euro-Jobs und Niedriglohnjobs gezwungen, sanktioniert.
 
Der Subtext, d.h. die klare Aussage auch dieses Interviews (der NDS, siehe unten verlinkt) ist ein Mal mehr:
 
Frauen, macht euch gefälligst weiterhin brav und demütig wirtschaftlich, finanziell abhängig von Männern (Partnern), solltet ihr es wagen, euch als Nicht-Vermögende fürs Alleinerziehendsein zu entscheiden, werdet ihr samt eurer Kinder dafür b e s t r a f t - mit materieller Armut.
 
Als sei das irgendwie neu, als ginge es nicht um den Erhalt des Patriarchats sowie eines seiner Symptome: den (neoliberalen) Kapitalismus.
 
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In nicht nur, aber auch eigener Sache
In nicht nur, aber auch eigener Sache
01. Juni 2018
 
Hier gibt es Eis: fürs Kind. Unter anderem auch dafür wird auf etliches andere verzichtet - sowas wie ÖPNV/Mobilität, Ausflüge, Unternehmungen, soziokulturelle Teilhabe, Kleidung (für mich), Schuhe (für mich), Friseurbesuch (für uns beide ein Mal je Jahr - maximal), Möbel (Tische, Stühle, Kleiderschrank, Kommode) und Haushaltsgegenstände (Töpfe, Pfannen, Bettwäsche, Handtücher, Staubsauger, Drucker, PC ...), die nicht secondhand angeschafft wurden und nicht (nach vielen Jahren und Umzügen) kaputt sind.
 
Es ist kein würdevolles L e b e n im Hartz-Vollzug möglich.
 
Man wird zum "Asozialen" gemacht, weil man Kaputtes (Kleidung, Möbel etc.) nicht ersetzen oder reparieren lassen kann, weil man physisch krank ist oder wird, dann nicht einmal Facharztpraxen (in anderen Stadtteilen) aufsuchen kann (bspw. für Untersuchungen und erforderliche Behandlungen), weil man ausgegrenzt, sozial isoliert w i r d, weil man sich nur noch schämt, immer schwächer, kranker, wütender, depressiver, resignierter wird.
 
Aber wenn meine Tochter ein Eis möchte, wird sie darauf nicht verzichten müssen. Bisher zumindest - wer weiß, was die Zukunft/Bundesregierung noch so aus dem Hut zaubert - war ja schon im Gespräch, allen unter 50-Jährigen kein Hartz 4 mehr zu zahlen oder Alleinerziehenden nur maximal fünf Jahre, sie danach, Zitat "aushungern" zu lassen. ... NS-Ideologie: Ballastexistenzen, Asoziale, Schwarzer Winkel.
 
Dafür brauchte es keine AfD, das haben SPD und Grüne zusammen mit der Bertelsmannstiftung und nach wie vor heute auch der CDU und CSU alleine hingekriegt. Regierungspolitik.
 
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April 2018
 
Aktuell habe ich nun wieder eine Retourkutschenaktion des Jobcenters am Hals - weil ich gegen den letzten Bescheid Widerspruch eingelegt habe, da er w i e d e r fehlerhaft war/ist. Vielleicht auch einfach nur, weil sie Bock hatten, weil ich mal wieder dran war.
 
Nun hat das Jobcenter eine dreimonatige Überzahlung (wegen Unterhalt) selbst verschuldet, die es jedoch jetzt, im Nachhinein, mir anzulasten versucht, obwohl ich die Unterstellungen mit/im Anhörungsschreiben zweifelsfrei widerlegen konnte.
 
Und sofort wurde mit Aufhebungs- und Erstattungsbescheid die Sache an den hauseigenen Inkasso-Service (in Recklinghausen) abgegeben, der bis zum 07. Mai nun €219,- einziehen will - was natürlich unmöglich ist, für uns eine Katastrophe wäre, käme einer Sanktion gleich.
Genau das war offenbar beabsichtigt: mir schmerzhaft ein Mal mehr eine reinzuwürgen.
 
Auf mein Anhörungsschreiben zuvor wurde übrigens, wie üblich, mit keiner Silbe reagiert. Einfach wieder gleich Strafe, Rache. Und das mit einem für uns immens hohen Betrag, so dass du also gleich wieder um deine Existenz fürchten musst - wie soll ich nächsten Monat mit €219,- weniger überleben?!

Zum x-ten Mal inzwischen läuft das so bzw. ähnlich zuvor bereits, in den vergangenen Jahren. Immer und immer wieder: vorsätzliche Beschädigung.
Wenn das n i c h t Vorsatz, willentliche Vernichtung ist - was ist es dann?

Zu meinem Fall:

Am 06.12.2017 teilte mir das Jobcenter mit, es gebe ab Januar 2018 eine Unterhaltsänderung aufgrund der geänderten Düsseldorfer Tabelle. Ich solle das "prüfen" und das Jobcenter über das Ergebnis bis 23.12.2018 "unterrichten".

Am 15.12.2017 antwortete ich dem Jobcenter (schriftlich, wie stets), dass ich von dieser Unterhaltserhöhung selbst noch nichts wisse, das Jobcenter sich daher an das Jugendamt/Beistandschaft (die zuständige Sachbearbeiterin nannte ich namentlich) wenden solle, da es zuvor zwischen beiden Behörden schon telefonischen Kontakt gegeben hat (ich erhalte den Unterhalt im Rahmen einer Beistandschaft durch das Jugendamt allmonatlich überwiesen, weil ich es so für "sicherer" erachtete, eigene Geschichte, denn gerade durch das Jugendamt erhielt ich den Unterhalt bereits dreimal verspätet überwiesen).
Ich wollte damit etwaige Probleme vermeiden, diesen vorbeugen, deshalb verwies ich das Jobcenter an das Jugendamt, damit es von dort direkt die erforderlichen Informationen erhalten solle/würde, wie ich annahm.

Am 20.12.2017 erhielt ich schließlich erst selbst ein Schreiben des Jugendamtes, in dem ich über den voraussichtlich erhöhten Unterhalt ab Januar informiert wurde. Das Schreiben war vom 10.12.2017 (!) datiert, traf bei mir postalisch jedoch erst zehn Tage später (!) ein - inzwischen kann ich mir sogar vorstellen, dass auch das Absicht war, denn bisher kam noch kein einziges Schreiben mit so erheblicher Verspätung bei mir an.

Das war kurz vor Weihnachten. Ich wollte dann den Januar, d.h. die Unterhaltszahlung für Januar 2018 erst abwarten, da ich nicht sicher sein konnte, dass tatsächlich der erhöhte (und nicht der geringere bisherige) Unterhalt an mich überwiesen wurde (oder auch gar kein Unterhalt mehr - das hängt ja vom Unterhaltspflichtigen/-zahlenden ab: ob er zahlt, in welcher Höhe und wie pünktlich/verlässlich er zahlt oder auch nicht).
Überdies hielt ich die Sache ohnehin für erledigt, eben da ich das Jobcenter an das Jugendamt verwiesen hatte, ich war meiner Mitwirkungspflicht also umgehend nachgekommen (mit Schreiben vom 15.12.2017) und habe nichts "grob fahrlässig" verborgen gehalten oder unterschlagen - hätte ich das gewollt, hätte ich das Jobcenter sicher nicht direkt an das Jugendamt verwiesen.

Ich war außerdem davon ausgegangen, dass das Jobcenter ohnehin längst vor mir genau über die Unterhaltsänderung informiert war, eben da es von der geänderten Düsseldorfer Tabelle schon lange vor mir wusste, außerdem - durch die Akte - auch das Alter meiner Tochter kannte/kennt und da auch Kindergelderhöhungen von mir (und sämtlichen Leistungbeziehenden, die Kindergeld erhalten) ebenfalls nicht gesondert angegeben/mitgeteilt werden müssen, sondern das Jobcenter diese selbsttätig berücksichtigt und entsprechend anrechnet, Bescheide entsprechend erstellt.

Im Rahmen eines erforderlichen Weiterbewilligungsantrages sandte ich dann im Februar 2018 aber zusätzlich einen aktuellen Kontoauszug (in Kopie), aus dem die Höhe des geänderten Unterhalts unzweifelhaft zu entnehmen war.

Mit Schreiben vom 05.03.2018 schrieb mir das Jobcenter, ich solle, Zitat "in geeigneter Form nachweisen", seit wann ich den erhöhten Unterhalt für meine Tochter erhalte, diesen Nachweis solle ich bis 22.03.2018 erbringen.

Mit Schreiben vom 14.03.2018 teilte ich dem Jobcenter mit, dass meine Tochter und ich akut erkrankt waren, ich daher nicht früher/schneller antworten konnte, dass ich nicht wisse, was ein "geeigneter Nachweis" für den Unterhalt sei und mir das bitte mitgeteilt werden solle, zusätzlich sandte ich dem Jobcenter eine Kopie des Schreibens des Jugendamtes vom 10.12.2017.

Ich war meiner Mitwirkungspflicht somit mehrfach seit dem 15.12.2017 nachgekommen, habe umgehend auf jedes Schreiben des Jobcenters geantwortet, habe das Jobcenter zur Sicherheit an das Jugendamt verwiesen, mit der Bitte, sich dort über die Unterhaltsänderung ab Januar 2018 zu informieren, habe im Februar 2018 zusätzlich einen Kontoauszug mit Unterhaltszahlung gesandt und überdies am 14.03.2018 das Schreiben des Jugendamtes in Kopie und in meiner Ratlosigkeit die Frage gestellt, was denn nun ein "geeigneter Nachweis" sei.
Daraufhin erhielt ich mit Schreiben vom 05.04.2018 des Jobcenters die "Antwort" - eine "Anhörung wegen Überzahlung", in welcher mir in unverständlichem Bürokraten-, Juristenkauderwelsch vorgeworfen wird, ich hätte "grob fahrlässig" gehandelt, ich hätte meine Mitwirkungspflicht verletzt, Einkommen erzielt, der, Zitat "Pflichtverstoß" müsse auch meinem Kind angerechnet werden, die Erstattung könne "in einer Summe oder durch Aufrechnung" erfolgen, worüber ich zu einem späteren Zeitpunkt gesonderten Bescheid erhielte.

Frist zur Reaktion auf dieses Schreiben war der 22.04.2018.

Ich antwortete mit Anhörungsschreiben vom 14.04.2018 fristwahrend ausführlich, indem ich all das oben Aufgeführte im Anhörungsschreiben darlegte.

Daraufhin erhielt ich den vom 19.04.2018 datierten "Bescheid zur Aufhebung, Erstattung und Zahlungsaufforderung", in welchem mir mitgeteilt wird, dass der Gesamtbetrag in Höhe von €219,- bis zum 07.05.2018 zu überweisen sei, dass für die Zahlungsabwicklung und den Forderungseinzug der Inkasso-Service beauftragt worden sei, an den ich mich wenden könne, wenn ich die Zahlung nicht bis zum genannten Datum leisten könne, etwa Ratenzahlung wünsche.
Wenn ich meiner Zahlungspflicht nicht nachkäme, würde ich kostenpflichtig gemahnt.

Das Jobcenter wusste also im Dezember (Anfang Dezember 2017) schon von der Unterhaltsänderung, als ich selbst davon noch keinerlei Kenntnis hatte.
Nachdem ich dem Jobcenter mehrfach und stets umgehend nach Aufforderung die Angaben gemacht hatte, die ich jeweils hatte/kannte, an keiner Stelle etwas verborgen hielt oder gar absichtsvoll Geld unterschlagen habe/wollte (sonst hätte ich nicht auf das Jugendamt verwiesen und auch keinen Kontoauszug gesandt), ließ das Jobcenter es zu einer dreimonatigen Überzahlung kommen, die es nun von mir zurückfordert.

Ich habe keine Ahnung, w i e ich dem hätte vorbeugen sollen/können: ?
Aber darum geht es offenbar ja gerade auch gar nicht.

Es geht darum, die Leute fertigzumachen. Und das keineswegs mit einer einmaligen "Aktion" - denn es gab bereits zwei rechtswidrige Sanktionen, zwei verspätete Zahlungen der laufenden/bewilligten Leistung in den vergangenen Jahren, mehrere falsche "Informationen", die Verweigerung einer Vorschusszahlung, als ich (ebenfalls wiederholt) den Unterhalt durch das Jugendamt verspätet überwiesen bekam und es gab/gibt falsche Bescheide mit vom Jobcenter unterschlagener Leistung (in meinem Falle Wasserkosten und noch ein anderer Posten der KdU, Letzteres wurde erst gezahlt, nachdem ich einen Überprüfungsantrag gestellt hatte).

Und daneben gab es dann natürlich auch noch die Schikanen der "Arbeitsvermittlerin", "Fallmanagerin" und des Ärztlichen Dienstes der Agentur für Arbeit mit erheblich fehlerhaften "ärztlichen Gutachten" - gegen die man rechtlich nicht vorgehen kann.
 
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27. April 2018
 
So, die nächste Schote:
Wenn´s dumm läuft, habe ich im Mai €269,- weniger. Warum:
 
Hat wieder mit dem Unterhalt zu tun. Ich erhalte den Unterhalt im Rahmen einer Beistandschaft vom Jugendamt an mich weitergeleitet, weil ich mal dachte, so würde er sicher, verlässlich an mich gezahlt werden, da das Jugendamt quasi als "Wächterinstanz" mittels Beistandschaft fungiert - Kindchen, was bist du bloß so naiv.
 
Bereits drei Mal hatte mir das Jugendamt in den letzten Jahren jedoch den Unterhalt erheblich verspätet weitergeleitet - uns (Tochter und mir) fehlt dabei logischerweise jeder Euro existenziell jeden einzelnen Tag, denn du wartest ja auf diese Zahlungen: Hartz 4, Unterhalt, Kindergeld - du lebst ja davon und bist daher auf verlässlichen, pünktlichen Zahlungseingang angewiesen, da vom Konto auch laufende Kosten abgehen (bspw. für Wasserkosten, Strom, Telefon), wenn das Konto nicht ausreichend gedeckt ist, werden Gebühren für Rücklastschriften fällig, die du "natürlich" zusätzlich dann zu zahlen hast, obgleich du sie nicht selbst verschuldet hast (sondern die Behörden, wenn sie zu spät zahlen).

Außerdem ist das Hartz-Geld bekanntlich ohnehin viel zu wenig, so dass du auch nicht mal ein paar Tage, geschweigedenn Wochen irgendwie überbrücken kannst, denn du verfügst auch über keinerlei Ersparnisse, Rücklagen, Vermögen (ich kann mir außerdem auch privat nichts leihen).
 
Jedes Mal hieß es dann vonseiten des Jugendamtes, es sei ein technischer Fehler bzw. habe an der software gelegen. (Denn am Unterhaltspflichtigen lag es nicht, also nicht an verspäteter Zahlung durch diesen.)
Angeblich waren daher auch andere Mütter mit ihren Kindern schon mal betroffen.
 
Ok, kann passieren - ein Mal. Vielleicht auch zwei Mal. Aber wenn sowas öfter vorkommt, muss es dann wenigstens eine Art Notfallplan geben, unbürokratische Auszahlung zur Überbrückung für die Betroffenen. - Gibt es aber nicht.

Ich sollte im letzten Jahr einen Vorschuss beim Jobcenter beantragen, der mir verweigert wurde - es hieß, ich könne vorbeikommen und mir Lebensmittelgutscheine abholen. Leider habe ich hierüber keinen Nachweis, da es ein Telefonat war (es war ja dringlich, ich hatte keinerlei Geld zum Einkaufen mehr). Seitdem mache ich alles nur noch schriftlich. Zu Dokumentationszwecken.
Denn dieses Vorgehen des Jobcenters war offenbar rechtswidrig.
 
Übrigens: Wenn du kein Geld mehr hast, um was zu Essen zu kaufen, hast du erst recht kein Geld für eine Fahrkarte zum Jobcenter. W i e soll ich mir also Lebensmittelgutscheine abholen, wenn ich erst gar nicht hinkommen kann? Das für mich zuständige Jobcenter ist nicht fußläufig erreichbar, Fahrrad habe ich keins (Führerschein und Auto sowieso nicht).
 
Aktuell nun hieß es Anfang des Monats, ich würde ab 01.05.2018 voraussichtlich keinen Unterhalt mehr erhalten, weil der Unterhaltspflichtige eine Herabsetzung beantragt hatte. Dieser teilte mir Mitte des Monats jedoch mit, die Herabsetzung sei abgelehnt worden. Hierüber hatte das Jugendamt/Sachbearbeiterin Beistandschaft mich jedoch nicht in Kenntnis gesetzt.

Ich hatte dennoch umgehend das Jobcenter informiert, man muss ja alles mitteilen und die Leistungen müssen neu berechnet werden, da mir sonst €370,- je Monat fehlen würden - wie gesagt: wir leben von diesem Geld, wir können es nicht entbehren, nicht einmal für einen einzigen Monat, nicht einmal für eine Woche.
 
Das Jobcenter teilte mir daraufhin mit, ich müsse einen Antrag auf Unterhaltsvorschuss stellen. Ich bin aber gar nicht anspruchsberechtigt, was sowohl Jobcenter als auch Jugendamt (die zuständigen Sachbearbeiterinnen) wissen, denn: meine Tochter ist 12 Jahre alt, ich erziele kein Einkommen von mindestens €600,- (brutto) monatlich und ich bin nach wie vor im Hartz-Vollzug. Somit nicht anspruchsberechtigt, da ich die Voraussetzungen nicht erfülle.
Trotzdem soll ich den Antrag stellen. Muss dann also den Ablehnungsbescheid der Unterhaltsvorschusskasse abwarten und dem Jobcenter vorlegen - erst dann offenbar erhalte ich vom Jobcenter mehr Geld (den fehlenden Unterhalt). Bearbeitungszeit bei der Unterhaltsvorschusskasse nach deren eigenen Angaben (im Internet, auf der homepage): 6 Monate.
 
Heute nun erhielt ich eine e-mail der Jugendamt-Sachbearbeiterin: Der Unterhalt wird nun also doch bereits ab Mai herabgesetzt, auf €101,- mtl., mir fehlen somit €269,-.
 
Jede Wette: Es wird sich das alles nun so lange hinziehen (Neuberechnung der Leistung, Änderungsbescheid des Jobcenters, geänderte Zahlung, dann noch das Problem mit dem Unterhaltsvorschuss - dass ich den Ablehnungsbescheid darüber vorlegen muss), dass meine Tochter und ich diesen Differenzbetrag in Höhe von €269,- im Mai entweder erst (wieder) verspätet oder auch gar nicht erhalten werden (sondern erst im Juni) und jede Wette: ich werde auch diesmal vom Jobcenter wieder keinen Vorschuss gezahlt bekommen.
 
Und keiner war dann schuld, verantwortlich. Weil: is´ halt die Technik, die software, die Banklaufzeit, die Bearbeitungszeit, der behördliche Ablauf, die gesetzliche Grundlage, Regelung usw.. Klar.
 
Nochmal: Wenn sowas m a l passiert - ok, kann vorkommen. Aber nicht wiederholt - neben all dem anderen Mist (rechtswidrige Sanktionierungen, Unterschlagung von laufender Leistung (KdU, in meinem Fall seit Jahren), verspätete Zahlung/Überweisung, vorsätzliche Überzahlung (wie aktuell auch gerade ja geschehen), die dann nach Monaten zurückgefordert wird, die ständige Inkasso-Service-Schikane, verweigerte Vorschusszahlung ...).
 
Wenn du nicht alleine bist, sozialen Rückhalt hast oder dir privat was leihen kannst oder es nur eine kurze Zeit der "Krise" ist, die absehbar vorübergeht (!), wenn du Regenerationsmöglichkeiten hast (durch Urlaub, sozio-kulturelle Teilhabe, Freude, soziale Kontakte ...), wenn du Wertschätzung erhältst und nicht auch physisch angeschlagen bist, dann: ist das sicher alles zu bewältigen.

Aber ich pfeife allmählich auf dem letzten Loch. Weil mich all das so massiv auch psychisch runterzieht. Denn es hat ja System, ich bin ja nicht als Einzige betroffen, schikaniert, beschädigt. Es ist ja doch alles Vorsatz.

Anderenfalls ginge man völlig anders vor. Es gäbe bspw. eine Notauszahlungsmöglichkeit - niedrigschwellig, unbürokratisch. Man würde außerdem nicht Unterhaltsvorschuss auch dann umständlich und völlig sinnlos beantragen müssen, wenn von vornherein allen Beteiligten klar ist, dass man gar nicht anspruchsberechtigt ist. Man würde auch nicht wiederholt um zustehende Leistungen und gegen rechtswidrige Sanktionen kämpfen müssen, es gäbe außerdem keine Bedarfsunterdeckung und statt Schikane-Maßnahmen gäbe es tatsächliche, individuell passende, angemessene Förderung, Qualifizierung.
 
Ich weiß: Viele kennen all das und noch ganz anderes aus eigener Erfahrung. Es ist ja sogar möglich, Leute bis in die Obdachlosigkeit zu sanktionieren und dabei insbesondere junge Menschen u25 sogar bei nur einmaligem "Pflichtverstoß" mit 100%, also Vollsanktion zu bestrafen, zu beschädigen.
 
Ich komme bloß einfach psychisch immer weniger drauf klar - auf diesen systematischen Vernichtungsfeldzug.
 
Sorry nochmal, fürs wieder Belästigthaben. Aber ich möchte es einfach alles dokumentieren. Und es sollen andere Betroffene bloß nicht denken, sie seien selbst irgendwie schuld oder zu doof - ich kenne diese Gedanken und schon dafür sind die Täter zu verabscheuen, denn auch und genau das ist ihr Ziel: nicht "nur" die physische Vernichtung durch Entzug der materiellen Existenzgrundlage (Wohnung, Nahrung ...), sondern auch die psychische Vernichtung durch den Entzug des Selbstwertgefühls, der Würde.
 
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28. April 2018
 
Hier dann nochmal die Anspruchsvoraussetzungen für den Unterhaltsvorschuss - weil es offenbar Zweifel an meiner Glaubwürdigkeit, meinen hier gemachten Angaben gab; man möge sich daher bitte direkt aus erster Hand selbst informieren und das mit den von mir gemachten Angaben/Aussagen abgleichen - und so zu einem eigenen Urteil gelangen:
 
"[...] Seit dem 1. Juli 2017 haben auch Kinder von 12 bis 17 Jahren Anspruch auf Unterhaltsvorschuss. Für diese Altersgruppe ist weitere Voraussetzung, dass das Kind nicht auf SGB II-Leistungen angewiesen ist oder durch den Unterhaltsvorschuss die Hilfebedürftigkeit nach dem SGB II vermieden werden kann oder der alleinerziehende Elternteil im SGB II-Bezug ein eigenes Einkommen von mindestens 600 Euro brutto erzielt.
 
Leistet der unterhaltspflichtige Elternteil Unterhalt, so wird dieser auf den Unterhaltsvorschuss angerechnet. Dieses gilt auch für Waisenbezüge, die das Kind erhält. Bei Kindern, die keine allgemeinbildende Schule mehr besuchen, wird ein Einkommen aus Vermögen sowie zumutbarer Arbeit auf den Unterhaltsvorschuss angerechnet. [...]"
 
http://www.hamburg.de/familienwegweiser/116706/unterhaltsvorschuss/
 
28. April 2018
 
Die nachfolgend eingefügte e-mail habe ich an die Unterhaltsvorschusskasse gesandt.

"Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit Jahren mit meiner zwölfjährigen Tochter (alleinerziehend, chronisch krank, habe alleiniges Sorgerecht, das Kind ist das gesamte Jahr über an allen Wochentagen von mir betreut, lebt ausschließlich in meinem Haushalt) im Alg 2-Bezug, erziele keinerlei eigenes Einkommen, erfülle somit nicht die Anspruchsvoraussetzungen für Unterhaltsvorschuss.

Aufgrund einer aktuellen Unterhaltsherabsetzung (im Rahmen einer Beistandschaft) müsste nun der fehlende Differenzbetrag durch das Jobcenter gezahlt werden, da meine Tochter infolgedessen einen höheren Bedarf durch geringeres Einkommen/Unterhalt hat.

Das Jobcenter wies mich jedoch explizit an, trotz dieser ihm bekannten Umstände einen Antrag auf Unterhaltsvorschuss bei der Unterhaltsvorschusskasse zu stellen.

Muss ich also trotz fehlender Anspruchsvoraussetzungen einen solchen Antrag stellen? Erhalte ich dann einen Ablehnungsbescheid der Unterhaltsvorschusskasse und muss diesen beim Jobcenter erst vorlegen, um dann, erst im Anschluss hieran, vom Jobcenter höhere Leistungen (Alg 2) für meine Tochter gewährt/bewilligt zu bekommen?

Ich habe auf der Seite "hamburg.de" gelesen, dass die Anträge einer Bearbeitungszeit von 6 Monaten unterliegen - ich kann jedoch aus nachvollziehbaren Gründen unmöglich sechs Monate auf die erhöhte Zahlung (Alg 2) warten - nicht einmal einen Monat.

Was kann ich aber tun, wenn das Jobcenter sich weigert, in Vorleistung zu gehen, bis ich den Ablehnungsbescheid der Unterhaltsvorschusskasse erhalten habe?

Und ist das Jobcenter überhaupt berechtigt, einen solchen Antrag (auf Unterhaltsvorschuss) bzw. Ablehnungsbescheid von mir zu fordern, wenn doch im Vorhinein bereits unstrittig ist, dass ich gar nicht anspruchsberechtigt bin, mein Antrag unzweifelhaft abgelehnt und somit nur einen unnötigen Verwaltungsaufwand bedeuten würde?

Für Ihre Antwort danke ich Ihnen schon jetzt.

Freundliche Grüße
Name"
 
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29. April 2018
 
Wenn ich übrigens beim Jobcenter einen Vorschuss - zur Überbrückung der Zeit, in der ich "herabgesetzten" Unterhalt erhalte und mir also €269,- je Monat fehlen (was meine Tochter und ich nicht lange überleben würden/könnten) - beantrage, hat das Jobcenter einen Monat (!) Zeit, bis es den Vorschuss auszahlen muss, jedoch ist auch das Ermessenssache, ob überhaupt dann Geld gezahlt wird oder ob man mit Lebensmittelgutscheinen abgefertigt wird und auch, in welcher Höhe der Vorschuss, wenn, gezahlt wird, ist reine, d.h. willkürliche "Ermessenssache" des Jobcenters.

"[...] Die Höhe des Vorschusses bestimmt nicht der Leistungsempfänger, sondern das Jobcenter. Dabei berücksichtigt es normalerweise unter anderem folgende Aspekte:

Höhe des Hartz-4-Satzes, der voraussichtlich gezahlt wird
Lebensverhältnisse des Betroffenen

In der Regel ist der bewilligte Vorschuss nicht so hoch wie der komplette Hartz-4-Satz für einen Monat.

Erhält der Antragsteller den Hartz-4-Vorschuss sofort? Gemäß § 42 Absatz 1 SGB I muss der Vorschuss spätestens einen Monat nach dem Erhalt des Antrags gezahlt werden.

Welche Form hat der Hartz-4-Vorschuss? Der ALG-2-Vorschuss muss übrigens nicht unbedingt in Form von Geld gewährt werden. Auch die Ausgabe von Gutscheinen, z. B. für Lebensmittel, ist möglich. [...]

Anrechnung des Vorschusses: Der bewilligte Hartz-4-Vorschuss wird auf die Leistung angerechnet, welche dem Empfänger zusteht. Das bedeutet, dass der Betrag des Vorschusses vom Hartz-4-Satz abgezogen wird. [...]"
 
https://www.hartz4hilfthartz4.de/vorschuss/
 
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02. Mai 2018
 
Juhuu Juhuu Juhuu!
 
Nachdem ich schon wieder fast am Abdrehen war, gibt es nun einen winzigen Silberstreif am Horizont:
In Sachen Unterhalt (siehe meine Mitteilungen hierzu aus den letzten Tagen) - nochmal die Zusammenschau:
 
Jugendamt/Beistandschaft setzt Unterhalt kurzfristig herab, also quasi Fünf vor Zwölf: Mitteilung an mich am Monatsende, dass ab dem 01.05. nur noch herabgesetzter Unterhalt gezahlt wird, meiner Tochter und mir somit ab Mai €269,- Unterhalt fehlen.
 
Jobcenter wird die Anpassung des infolgedessen nun erhöhten Bedarfs nicht zeitnah vornehmen (wollen), fordert von mir, zuvor einen Antrag auf Unterhaltsvorschuss bei der Unterhaltsvorschusskasse zu stellen, o b w o h l das Jobcenter weiß, dass und warum ich nicht anspruchsberechtigt bin (Kind ist 12, wir sind im Alg 2-Bezug, ich habe keinerlei eigenes Einkommen).
 
Unterhaltsvorschusskasse teilt mit, die Bearbeitung der Anträge dauert durchschnittlich 6 Monate. Yippie! Komm-lass-uns-Verrecken-spielen! Was sind schon 6 Monate im Hartz-Vollzug mit monatlich knapp €270,- weniger - ohne jegliche finanzielle Rücklagen, familiäre Unterstützung ..., das macht man doch mal eben mit Links! Wird einfach gar nichts mehr gegessen. 6 Monate lang. Ach komm, das wird ja wohl drin sein!
Und wenn ihrs nicht überlebt, du und dein Hartz-Balg - ist nicht schade drum. Zwei Ballastexistenzen weniger. Yippie!
 
Okay, Contenance, Elsbeth.
Aber bisschen Unterhaltungswert soll der Dreck wenigstens für andere noch haben.
 
Jugendamt/Beistandschaft teilt mit: Stellen Sie beim Jobcenter einen Antrag auf Vorschuss. - Ja, den Text kenn´ ich von den letzten drei Malen schon, als das Jugendamt (!), nicht der Unterhaltspflichtige also, sondern die Behörde, die ja gerade im Rahmen der Beistandschaft eigentlich Unterstützung sein soll, den Unterhalt drei Mal bereits erheblich verspätet an mich weitergeleitet hatte und ich deshalb ganz tief in der Bredouille saß. Grund war übrigens jedes Mal vorgeblich ein technischer Fehler bzw. ein Problem mit der software bzw. eine lange Banklaufzeit.

Vorgesetzter der zuständigen Sachbearbeiterin beim JA war zwar wiederholt am Telefon verständnisvoll, sagte mir aber klar und deutlich: "Ich kann Ihnen leider nicht helfen. Es gab früher mal die Möglichkeit einer unbürokratischen, kurzfristigen Auszahlung in solchen Notfällen, die gibt es jetzt nicht mehr."

Also: Jugendamt hat keinen Notfallplan, keine Notfallkasse. Ferddisch. Mussu halt verhungern tun, Elsielein mit Kindelein. Da kann dir jez auch gaar niemand dabei helfen. Is´ jez halt bissi dumm gelaufen.
 
Wie gesagt: drei Mal hatten wir das jetzt schon so. Inzwischen nun also das vierte Mal, wenn ich mich nicht verzählt hab´.
 
Jugendamt zahlt also nix. Sie hätten ja den Bescheid so erlassen können, dass ich einen Monat Zeit gehabt hätte, dass die Unterhaltszahlung also für Mai noch in bisheriger Höhe hätte geleistet werden müssen und erst ab Juni in verminderter - eben deshalb, um diese Notsituation für meine Tochter und mich zu vermeiden, ihr vorzubeugen.
Oder man muss halt dann wenigstens in Notfällen kurzfristig zur Überbrückung Geld auszahlen (können/wollen). - Nee, is´ nich. Beides nich. Ende der Durchsage.
 
Unterhaltsvorschusskasse sagte nun, nachdem ich dort eine e-mail hingesandt hatte, ich soll mit Unterlagen persönlich vorsprechen kommen, dann wird man sehen.
Fein, ich kann mir halt nur die Fahrkarte in die Innenstadt nicht leisten, weil ich ja Hartz 4 und jetzt auch noch nicht mal das Unterhaltsgeld habe. Tut mir leid, dass ich von dem Bisschen, das ich grade noch hatte, Nahrungsmittel gekauft habe - statt einer Fahrkarte.
Schwarzfahren geht nicht - ich wurde schon zweimal erwischt, beim dritten Mal wandere ich in den Knast - "Ersatzfreiheitsstrafe".
Warum fährst du auch schwarz, du garstige Else! Verzichte gefälligst auf Nahrung und kauf´ dir stattdessen `ne Monatskarte! Echt jetzt, wie kann man so unmoralisch drauf sein und sich "Leistungen erschleichen", nur weil man materiell arm ist. Schäm´ dich!
 
Bliebe zur Existenzsicherung also nur noch der Vorschuss des Jobcenters. Haken an der Sache: Jobcenter hat laut Gesetz einen Monat Zeit, den Antrag auf Vorschuss zu bearbeiten und einen Vorschuss dann auszuzahlen, überdies muss das Jobcenter dann kein Geld zahlen, sondern kann auch mittels Lebensmittelgutscheinen erniedrigen und w e n n es Geld zahlt, dann auch nur nach eigenem (des Jobcenters) Ermessen.
Else - Du hältst jetzt also mal den vorlauten Rand und kommst gefälligst ganz klein und demütig bettelnd angewinselt! Nur, dass das schon mal unmissverständlich geklärt ist.
Du bist hier nämlich der letzte Dreck und musst dankbar sein, dass du in Doitschland vegetierst, wo du noch ein paar verfaulte Gnadenbrösel vom Staat zugeworfen kriegst.
Herrgott nochmal, hast du das denn immer noch nicht gefressen?! - FRISS ODER STIRB! Deine Entscheidung, Else.
 
Okay, wo war ich gleich stehengeblieben? Achja:
Du kriegst also kein Geld vom Jugendamt, keins von der Unterhaltsvorschusskasse und auch keinen "Vorschuss" vom Jobcenter - oder den allenfalls erst im Juni. Heißt: Wie du den Mai mit €269,- weniger überlebst: ist dein verdammtes Pech.
 
Bleibe nur noch, beim Sozialgericht ggf. einen Antrag auf Einstweilige Anordnung (nach §86 b SGG) zu stellen, auch dafür aber müsste ich irgendwie erstmal in die Stadt kommen/fahren können - zum SG.
Und ich weiß nicht, ob die E.A. möglich ist, wenn es sich um Vorschuss handelt?
 
Warum ich nun dennoch in Jubel ausgebrochen bin: Weil ich nach längerem Hin und Her (warum eigentlich nicht gleich so?) von der Frau bei der Unterhaltsvorschusskasse nun wenigstens eine Bestätigung per e-mail-Anhang übersandt bekam, aus welcher hervorgeht, d a s s und warum ich nicht anspruchsberechtigt bin. Ich hoffe, das reicht dem Jobcenter jetzt als Nachweis.
 
Im Grunde hätten sich sämtliche Behörden auch einfach unbürokratisch und zeitsparend untereinander, miteinander austauschen können. Wer jetzt "Datenschutz!" ruft - nee: ich habe alle drei Behörden genau hierzu wiederholt schriftlich autorisiert: sich bitte direkt miteinander über die aktuelle Situation austauschen zu sollen. Machen die aber nicht. Basta.
 
Jetzt hängt es also - wieder mal - nur noch am Jobcenter: ob bzw. wie "zeitnah" sie die Leistungen anpassen (Änderungsbescheid erlassen und Zahlung an mich veranlassen) - und ob meine Tochter und ich also über den Mai kommen oder eben nicht.
 
Anmerken möchte ich abschließend:
Es gehen laufende Zahlungen natürlich trotzdem von meinem Konto ab (Strom, Wasser, Telefon bspw.), ist dieses nicht ausreichend gedeckt, kommt es folglich zu kostenintensiven Rücklastschriften. Und keine der verursachenden B e h ö r d e n zahlt, erstattet mir diese.

Nur nochmal kurz zur Verdeutlichung:
An all dem trifft mich und/oder meine Tochter keinerlei Verschulden - aber wir haben den Schaden - den staatliche Behörden wiederholt verursachen, nicht nur uns btw und nicht nur ein Mal.
 
Yippie.
 
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07. Mai 2018
 
Ich weiß nicht, woran es lag, vielleicht daran, dass ich diesmal eine Riesenwelle gemacht habe?

Ich hatte sowohl der Dame bei der Unterhaltsvorschusskasse, als auch meiner Sachbearbeiterin beim Jugendamt/Beistandschaft als auch den beiden Sachbearbeiterinnen beim Jobcenter (ich hab´ da jetzt nämlich gleich zwei in der Leistungsabteilung, die beide auf dem Briefkopf stehen) ausführlich mitgeteilt, dass und warum die Vorgehensweise Hamburgischer Behörden, d.h. deren Umgang mit den wirtschaftlich Schwächsten unzumutbar ist und dass ich mich erneut an die Sozialsenatorin, diesmal aber auch an Medien wenden werde.
 
Heute ist das Geld auf mein Konto eingegangen, jedenfalls das des Jobcenters, in bereits angepasster Höhe (!), das des Jugendamtes (Unterhalts"rest") noch nicht. - Es k a n n also durchaus sehr schnell gehen (mit Änderungsbescheid, den ich auch bereits erhalten habe, und Überweisung) ... .
Dass das bisher nicht der Fall war - und das wiederholt - muss folglich andere als "technische" Gründe gehabt haben.
 
Jedenfalls: Wir müssen jetzt (Mai) also nicht mehr hungern.

Warten wir auf den nächsten Einlauf, denn dieser kommt so gewiss wie das Amen in der Kirche - nein, das lehrt nicht der Pessimismus, sondern die Behördenerfahrung.
 
Trotzdem wollte ich diesen heute mal positiven Umstand nicht unerwähnt lassen.
 
Übrigens: Es wird einem ja immer wieder gesagt, wenn man sich wehre, sei das häufig von Erfolg gekrönt, man müsse sich quasi nur trauen bzw. "aufraffen, zusammennehmen", es versuchen.

Ja, ich weiß, dass viele sich das Gefühl von Selbstwirksamkeit erhalten möchten.
Meine Erfahrung und Beobachtung zeigt jedoch, dass es oft nicht möglich ist, sich "zu wehren", sondern dass der Erfolg von diversen Faktoren abhängt, die nicht sämtlich oder überhaupt selbsttätig beeinflussbar sind - etwa, ob und welche Druckmittel man hat, dass man überhaupt gegen eine staatliche Behörde, die eigentlich unterstützen soll (Sozialstaatsprinzip, "Fördern" ...), Druckmittel, Rechtsmittel regelmäßig (nicht nur in seltenen Ausnahmefällen) anwenden, einlegen muss.

Vor allem hängt der Wehrerfolg davon ab, ob man seine Rechte kennt und sie mittels Rechtsbeistand (Anwalt) durchsetzen kann - ohne Anwalt hat man im Grunde kaum je eine Chance, werden Widersprüche bspw. regelmäßig abgewiesen usw..

Auch hängt es davon ab, wo man wohnt (Bundesland, Stadt, Größe der Stadt) und an welche Sachbearbeiter man gerät, selten kann man hier G l ü c k haben und an menschliche Jobcentermitarbeiter geraten, häufig ist dies jedoch leider nicht der Fall und Glück/Zufall ist nichts, worauf man zählen, sich verlassen, das man einplanen oder auf das man direkten Einfluss haben kann.

Man fühlt sich sehr häufig, sehr lange Zeit also ausgeliefert - den Jobcenterschikanen, der Behördenwillkür.


Im Grunde braucht daher jeder Betroffene, im Hartz-Vollzug Befindliche, eigentlich permanent einen guten, engagierten, versierten Fachanwalt für Sozialrecht zur Seite.
 
Man wird ja über seine tatsächlichen Rechte von den Jobcentern vollständig absichtsvoll im Unklaren gelassen, hierüber nicht (angemessen, verständlich) aufgeklärt, sondern wichtige Informationen werden stattdessen ständig absichtsvoll vorenthalten.

Und dieser Umstand alleine ist ja völlig unhaltbar - dass staatliche Behörden, insbesondere Jobcenter, systematisch gerade die wirtschaftlich Schwächsten betrügen, schikanieren, drangsalieren, sie beschädigen und das in unzähligen Fällen: wissentlich rechtswidrig.


Und dass sich daran nichts ändert, liegt insbesondere daran, dass dieses rechtswidrige Vorgehen, dieses Fehlverhalten von Jobcentermitarbeitern keine (rechtlichen, negativen) Konsequenzen hat, sondern die Mitarbeiter stattdessen viel mehr zu solchem Verhalten angehalten werden (Zielvorgaben, Prämien der Teamleiter ...). - Das ist schlicht ein Skandal, den aber niemand in verantwortlicher (Regierungs-) Politik interessiert, tangiert. Man will es ja genau so - siehe Sinn und Zweck der Agenda 2010.

Was genau nun in meiner jetzigen Situation "geholfen" hat, weiß ich nicht, vielleicht Abläufe im Hintergrund, von denen ich keine Kenntnis habe (sie möglicherweise auch nicht haben soll).
 
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16. Februar 2018
 
Inzwischen weiß ich, dass die Klage gegen die Kindergeldrückforderung nicht vorm Sozial-, sondern beim Finanzgericht zu erheben ist - und dort mit Kosten (Gerichtskosten) verbunden.
 
Das Problem:
In wenigen Tagen läuft die Klagefrist aus, es gibt zwar die Möglichkeit auf PKH, aber ich weiß nicht, ob meinem PKH-Antrag stattgegeben würde oder nicht. Das hängt davon ab, ob bei Gericht meiner Klage Erfolgsaussichten beschieden werden oder nicht - und ob das der Fall sein wird/würde, kann ich nicht in Erfahrung bringen - wie auch?

Aus finanziellen Gründen kann ich mich natürlich auch nicht anwaltlich beraten lassen - in Hamburg gibt es ja nur die ÖRA (keinen Beratungshilfeschein für anwaltliche Erstberatung), mit der ÖRA habe nicht nur, aber eben auch ich wiederholt negative Erfahrungen gemacht (keine Beratung, man wird nur abgewimmelt, wartet davor stundenlang, muss zur Beratungsstelle auch erst mal hingelangen - Stichwort ÖPNV ...).
 
Würde PKH nicht gewährt, hätte ich mit Kosten knapp um die €400,- zu rechnen, das teilte man (Finanzgericht) mir telefonisch mit.
Wenn ich die Klage dann zurücknähme (wenn PKH nicht bewilligt werden würde), bliebe ich immer noch auf knapp €200,- sitzen. - Zusätzlich zum ursprünglichen Betrag, der von mir gefordert wird.
 
Die Kindergeldrückforderung hängt mit dem Verhalten meines damals pubertierenden, sechzehnjährigen (heute vierundzwanzigjährigen) Sohnes zusammen.

Ich habe das Kindergeld zu keiner Zeit absichtsvoll "unterschlagen", ich war schlicht davon ausgegangen, dass es mir selbstverständlich zustand - als die Situation sich damals geändert hatte, habe ich die Familienkasse umgehend schriftlich darüber unterrichtet - alle entsprechenden Schreiben liegen auch jetzt noch zu Dokumentations-, Nachweiszwecken vor.
 
Die Familienkasse sieht das jedoch anders und fordert seit Jahren das vorbeglich überzahlte Kindergeld zurück - inklusive Säumniszuschlägen, die den Betrag permanent erhöhen - diese Säumniszuschläge laufen übrigens auch dann weiter, wenn ich den Forderungsbetrag in Raten abzuzahlen versuche (was ich augenblicklich nicht kann) - da ich jedoch grundsätzlich nur Kleinstraten zahlen könnte, würde ich den Betrag niemals je abzahlen können - eben aufgrund der Zinsen.
 
Und jetzt? - Klagen oder nicht? Frist läuft übermorgen ab.
 
Wie gesagt: Es ist immer irgendein Stress.
 
Ich sehe das alles ein: wenn ich etwas tatsächlich selbst verschuldet habe - aber nicht, wenn mich keinerlei eigenes Verschulden trifft!

Es ist ganz einfach Fakt:

Wenn du materiell arm bist und dir keinen Rechtsbeistand, Rechtsvertretung (Anwalt) leisten kannst: gibt es für dich kein Recht - keinen Rechtsstaat. Von Gerechtigkeit spreche ich da im Übrigen noch nicht mal.
 
Übrigens: Ich habe nicht "nur" diese Schulden, sondern auch noch andere - allein €10.000,- BAföG-Schulden aus dem Studium. Das nur randläufig.
 
Kein Land in Sicht.
 
-
 
Und das hier ist nicht gerade ermutigend:

"[...] Erfolgsquote bei streitigen Entscheidungen

In 28,56 % der Verfahren vor den Verwaltungsgerichten werden streitige Entscheidungen gefällt, ergehen also in der Regel Urteile. Davon wiederum hat die Klägerseite, also regelmäßig der eine Behörde verklagende Bürger oder das eine Behörde verklagende Unternehmen

voll obsiegt in 15,6 %,
teilweise in 6,71 %,
voll verloren in 81,04 %

der durch streitige Entscheidung erledigten Verfahren. Geht man davon aus, dass das Gewinn-Verlust-Verhältnis beim teilweisen Unterliegen 50 % beträgt, dann beträgt die Obsiegensquote der Kläger 18,96% und die Unterliegensquote 81,04 % der durch streitige Entscheidung erledigten Verfahren. Was sagt uns das? Nicht einmal jeder Fünfte, der sein Verfahren gegen eine Behörde in der ersten Instanz bis zur streitigen Entscheidung durchzieht, gewinnt! [...]"
 
Quelle: justiz-und-recht.de - "Erfolgsaussichten einer Klage vor den Verwaltungsgerichten: Die Behörde hat fast immer Recht"
 
10. März 2017
 
Nur mal wieder kurz zwischendurch in eigenen Angelegenheiten:
Aktuell habe ich auf ein Schreiben des Sozialgerichts im Rahmen meiner dort noch bearbeitet (?) werdenden Klage (gegen eine Jobcenter-Entscheidung) umgehend fristwahrend zu reagieren, außerdem eine Antwort auf die x-te Mahnung des Inkasso-Services der Agentur für Arbeit zu reagieren.
 
Es handelt sich um eine nach wie vor falsche Forderung, Forderungsaufstellung, falscher geforderter Betrag, in diesem Zusammenhang wie zusätzlich in einer anderen Sache - zum ebenfalls wiederholten Male - hatte ich auch ein Schreiben an die für mich zuständige Jobcentermitarbeiterin zu verfassen, so heute geschehen.
 
Desweiteren muss ich fristgerecht eine neue Klage beim Sozialgericht einreichen, d.h. sie erst mal verfassen, wofür ich mehrere Stunden "am Stück" Ruhe, Konzentration brauche - was schwierig ist, da mein Kind gerade Ferien hat und wir, wie immer, n i ch t s unternehmen können ... (aber viele ihrer Mitschüler, auch: wie immer, verreist sind ...).
 
Und schließlich ist auch noch ein weiteres Schreiben an den Ärztlichen Dienst der Agentur für Arbeit ausstehend, von mir anzufertigen, da nach wie vor man sich dort weigert, die Fehler im bisherigen Ärztlichen Gutachten richtigzustellen.
Es handelt sich dabei um nicht nur grobe Rechtschreib- und grammatikalische Fehler, sondern eben gerade um auch inhaltliche - meine Ärzte wurden namentlich falsch bezeichnet, ärztlich bereits diagnostizierte Erkrankungen im Gutachten gar nicht aufgeführt, mein Lebenslauf, beruflicher Werdegang unvollständig aufgelistet, falsche Angaben zu meiner Tochter gemacht ... .
 
Aktuell warte ich überdies nun auf das nächste Gutachten des ÄD der Agentur für Arbeit, nachdem ich kürzlich nochmals bei einem mit der Arbeitsagentur kooperierenden Arzt war - zu diesem Termin, wie stets, genötigt, gezwungen wurde. Zu alleine dieser "Untersuchung" könnte ich wiederum eine Abhandlung schreiben - vielleicht an anderer Stelle mit mehr Zeit, ich werde darauf ohnehin ja in Kürze gegenüber dem Jobcenter reagieren müssen ... .
 
Zusätzlich läuft noch eine andere, mich massiv belastende Sache im Zusammenhang mit mir gegenüber getätigter sexueller Gewalt ... .
 
Und als sei all dies noch nicht genug, habe ich auch noch Auseinandersetzungen mit der Schule, die meine Tochter (gezwungenermaßen) besuchen muss und an welcher unhaltbare Zustände leider herrschen, weshalb einige Eltern nun versuchen, ihre Kinder in anderen Schulen unterzubringen, leider haben wir diese Möglichkeit nicht.
 
Außerdem "die üblichen" Belastungen durch nach wie vor bestehende gesundheitliche Probleme (aktuelles Körpergewicht wie gesagt 48,5kg bei 1,67m Körpergröße) - der UKE-Befund ist inzwischen auch da und bestätigt alle bestehenden physischen Erkrankungen nur noch ein weiteres Mal, mit noch immer ungeklärter Ursache.

Und auch mein Kind ist von Zeit zu Zeit eben mal krank (übliche, verbreitete Viruserkrankungen).
 
Ja: Urlaub, Regeneration wäre nicht nur schön, sondern eigentlich längst und dringend erforderlich - nach 33 Jahren ohne Urlaub wäre das doch eigentlich mal ganz nett.
Nein, kein "Selbstmitleid" - schlicht Faktennennung. Und nein, ich bin wie gesagt keine "bedauernswerte Randerscheinung".
 
-
 
16. März 2017
 
Zweite Klage (gegen das Jobcenter) ging heute ans Sozialgericht.
Auf die erste habe ich noch keine abschließende Antwort erhalten - es ist noch kein Urteil ergangen.
 
Allerdings war ich vom Sozialgericht bezüglich der ersten Klage ja bereits aufgefordert worden, diese - vorgeblich mangels Erfolgsaussicht - selbst zurückzunehmen, man (Gericht, Justizfachangestellte) hatte mir einen entsprechenden Antrag/Vordruck übersandt. Nein, ich habe die Klage nicht zurückgenommen.

Nun kürzlich sollte ich auf ein Schreiben des Jobcenters ans Gericht nochmals schriftlich (gegenüber dem Gericht) Stellung nehmen. Dies tat ich - dabei auch abermals auf meine Klagschrift, d.h. meine ausführliche Klagebegründung hinweisend, in welcher ich zu all dem bereits umfassend Stellung genommen und den Hergang mittels entsprechender Anlagen auch dokumentiert, nachgewiesen hatte.
 
Nun war in einer anderen Sache eine weitere Klage erforderlich geworden. Auch diese habe ich mit umfangreichen Dokumenten (Anlagen) zwecks Beweisführung versandt.
 
Ich wehre mich - so gut und so lange ich es eben nur und noch kann.
 
Körperlich geht es immer schlechter.
 
Gestern und heute wieder kaum den Weg, die 2km hin und wieder zurück zu den Einkaufsläden und zur Post, geschafft. Schwäche, Muskelschmerzen, Kreuzschmerzen werden immer schlimmer (wache nachts davon auf, kann mich dann kaum von einer Seite auf die andere drehen) - gerade auch beim Laufen.
 
Selbst die Ärztin im UKE (Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf) sagte, es müsse abgeklärt werden, angeblich käme das alles nicht von der Annemie (Anämie) alleine - ich dürfte nicht noch weiter Muskeln abbauen. Witzig. Aufbauen werde ich sicher auch keine - wie denn?
Ob ich Fleisch esse, fragte sie. Nein, ich esse kein Tierindustriefleisch. Schon ewig nicht mehr. Bio-Fleisch kann ich mir nicht leisten.
Wahrscheinlich also Eiweißmangel - neben den anderen "Vitalstoffmängeln". Ich habe kein Geld für eine gesunde, ausgewogene Ernährung.
 
Für die Anlagen (Kopien) fürs Gericht heute mehr als €9,- ausgegeben. Erstattet auch keiner. Und ist ja nicht das erste Mal, dass ich so viel kopieren musste. Dann auch jedes Mal die Schreiben per Einwurfeinschreiben (ans Gericht, manche auch ans Jobcenter - Widersprüche bspw.) verschicken. Ja, das kostet - in Hartz 4: zu viel!
 
Kind braucht nun neue Halbschuhe (die von letztem Herbst sind schon wieder zu klein), neue Inliner (die alten sind mittlerweile ebenfalls zu klein), immer noch ein neues, größeres Secondhand-Fahrrad (das funktionsfähig, verkehrstauglich ist).
Sie hätte auch lange schon gerne ein Skateboard. Wie die anderen Mädchen.
 
Wäscheständer ist jetzt total im A.... . Wie so vieles andere auch im hiesigen Haushalt.
 
Ferien sind fast um. Ihre Mitschülerinnen waren verreist - wie auch jede Ferien. Ja, wir wohnen hier in einem sehr elitären Stadtteil, da ist die Ausgrenzungs-, damit Schmerzerfahrung nun mal Alltag.
 
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26. März 2017
 
Weil es ja alles noch immer nicht zu "reichen" scheint:
 
das Beschädigtwerden durch den Staat (!) mittels Jobcenterchikanen, die materielle Armut mit all ihren einhergehenden Entbehrungen - gerade: für das Kind (denn eben hierunter leiden deren Mütter bekannterweise am meisten, deshalb wird so vorgegangen), die je persönlichen familiären, belastenden Hintergründe, die physischen, chronischen Erkrankungen (mit auch allen einhergehenden Einschränkungen, Belastungen, Entbehrungen), das Geschädigtsein durch sexuelle, physische und psychisch-emotionale Gewalt
 
... weil all das noch immer nicht dazu geführt hat, dass sie ihre Klappe hält:
 
hat sie jetzt von der Schule (Schulleitung) ihres Kindes ein Absentismusverfahren reingewürgt bekommen - und das jeder Grundlage entbehrend und völlig unverhältnismäßig. Mit so maximal aufgebauter Drohkulisse als irgend möglich: dem Hinweis auf nicht nur Bußgeld durch vorgeblich bestehende Ordnungswidrigkeit, sondern dem Androhen strafrechtlicher Konsequenzen und der "Information" von Jugendamt und Schulaufsicht.
 
Ja, das kommt nicht aus heiterem Himmel:
Ich habe mir erlaubt, schulische Vorfälle offen zu kritisieren, Eltern zu informieren, die Schule um entsprechende Änderungen zu bitten.

Wie bereits erwähnt, wurden zwei Jungen als "Störenfriede" aus der Klasse genommen - schon das war ein fataler Fehler, mehrere Eltern überlegten, ihre Kinder in anderen Schulen unterzubringen, eine Mutter hatte ihre Tochter bereits abgemeldet und hatte bereits an einer anderen Schule einen Platz für sie. Ich bin also nicht "überempfindlich" oder "hysterisch".
 
Nur: Man kriecht eben vor jenen, die sich wehren können - weil vermögend, weil Kontakte, Beziehungen, Einfluss, Ansehen habend - und tritt die, die sich nicht im Mindesten wehren können, weil materiell arm, schon dadurch massiv geschwächt, außerdem gesellschaftlich abgewertet, überdies vor allem nicht wehrhaft, da sie sich finanziell keinen Rechtsbeistand leisten können und somit die idealen Fußabtreter sind.

Und wenn solche Untermenschen dann auch noch ledige, alleinerziehende Frauen, überdies erwerblos, im Hartz-Vollzug (nach deren Vorstellung also asozial) sind und sich dann trotzdem Kritik anmaßen - nach deren Definition somit Querulanten sind, also maximal lästig - wird diesen Menschen mittels noch mehr Druck, Schikane, S t r a f e, Gewalt ganz schnell verdeutlicht, wer aus welchen Gründen die Macht hat - und was das konkret bedeutet ... .
 
So läuft das - im "demokratischen Rechtsstaat Deutschland": heute noch.
 
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Nachtrag: Ich habe heute schon mal mit der Rechtsabteilung der Schulbehörde telefoniert und unseren Fall geschilder, der dort tätige Herr (mein Telefongesprächspartner) vermittelte mir, dass ich, sollte es also zu einer Anhörung kommen, alles nochmals schriftlich so darlegen solle, wie ich es nun heute mündlich bereits tat - es würde das Verfahren dann sehr wahrscheinlich eingestellt.

Überdies hatte ich mich gestern bereits per e-mail an den Elternrat der Schule wie auch an den Landeselternrat gewandt. Hier warte ich nun auf Rückmeldung(en).

Letztlich ist es so, dass vor diesem Hintergrund - des unverhältnismäßigen, unangemessenen, lediglich Macht demonstrieren, einschüchtern wollenden Vorgehens seitens der Schulleitung (!) - das für den weiteren Besuch dieser Schule erforderliche Vertrauensverhältnis auf meiner Seite irreversibel zerstört ist.

Leider können wir, d.h. meine Tochter, jedoch nicht "einfach" auf unsere, ihre Wunschschule wechseln.
 
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14. April 2017
 
Was für ein Zufall:
 
Erst habe ich diesen Monat das Hartz-Gnadenbrotgeld mehrere Tage verspätet überwiesen bekommen - weil meine Sachbearbeiterin (der "Leistungs"abteilung), Zitat "zwei Wochen nicht im Haus" war und ihre Vertretung (die namentlich mir zu nennen sie mir verweigerte) ihr, der Sachbearbeiterin, meinen Weiterbewilligungsantrag "wieder auf den Tisch gelegt hat" (unbearbeitet) - wofür mich jedoch folglich weder ein Verschulden noch eine Verantwortung trifft, worunter mein Kind und ich aber zu leiden hatten, da wir jeden Monat dringend auf die verlässlich und pünktlich erfolgende, eingehende Zahlung angewiesen sind, da das Geld ohnehin hinten und vorne nicht über den Monat reicht (Regelbedarfe viel zu gering).
 
Und nun - was ein Zufall, wie gesagt - erhalte ich nun im selben Monat die ebenso dringend notwendige und längst erwartete Unterhaltszahlung nicht, die in unserem Falle das Jugendamt (Abteilung Beistandschaften) an uns auszahlt, eigentlich genau dafür: damit ich das Geld in jedem Falle verlässlich erhalte.
 
Nun gab es aktuell aber, wie so ähnlich bereits im Jahr 2015, Zitat "eine technische Panne". - Wieder trifft mich dabei kein Verschulden, liegt dem kein Fehlverhalten meinerseits zugrunde, habe ich dies nicht verursacht und/oder zu verantworten, aber meinem Kind und mir fehlt das Geld!
 
Und abgespeist wurde ich gestern lediglich mit einer e-mail: "Gehen Sie am Dienstag, 18.04.2017, zum Jobcenter und bitten Sie um Auszahlung des Unterhaltsbetrages für diesen Monat."
 
Macht ja nix, dass wir über Ostern nun also wieder auf dem Trockenen sitzen - ohne Erspartes, ohne irgendwelche Rücklagen, das Konto bis zum Anschlag im Soll, ohne Familie im Hintergrund, die dann mal "was zusteckt, aushilft".
 
Und seltsam auch, dass ich gerade letztes Jahr über die Zeit von Weihnachten und dem Geburtstag meiner Tochter sanktioniert werden sollte - was sich nur mittels anwaltlicher Hilfe gerade noch abwehren ließ.
 
Und seltsam auch, dass bereits im Jahr zuvor (2015) mir im Dezember, ebenfalls vor Weihnachten also, "versehentlich" weniger Geld überwiesen wurde - und es erst Wochen später nachgezahlt wurde.
 
Das hat selbstverständlich alles nichts miteinander zu tun, vor allem nichts mit meinen erfolgten Widersprüchen, laufenden Klagen vorm Sozialgericht und dem Abgewehrthaben der letzten Sanktion ... .
 
Nein, das ist alles keine Schikane. Nie im Leben würde der Staat so vorgehen: absichtlich, vorsätzlich rechtswidrige Sanktionen verhängen und Geld nicht auszahlen - wissend, dass damit den Betroffenen die Beine weggeschossen werden, dass man ihnen die Existenzgrundlage entzieht - dass man sie hungern lässt.
 
Nein, so etwas findet in Deutschland keinesfalls statt.
Deutschland ist ein demokratischer Rechts- und Sozialstaat.
 
In diesem Sinne:
Fröhliche Ostern allerseits!
 
-
18. April 2017
 
Nochmal zur aktuellen Situation des vom Jugendamt/Beistandschaft nicht gezahlten Unterhalts für diesen Monat:
 
Wie erwartet: Das Jobcenter zahlt mir den Unterhalt natürlich nicht in bar aus - weder heute noch morgen oder sonst irgendwann.

Ich dürfte heute zum Jobcenter fahren (schwarz natürlich, denn wer schon für Lebensmittel kein Geld mehr hat, hat auch keines für eine Fahrkarte für den ÖPNV, nein ich habe kein Auto und auch keinen Führerschein), dann würde mir dort - nachdem ich im Wartebereich eine Nummer gezogen und schätzungsweise zwei Stunden (wie sonst üblich) gewartet haben würde - ein Lebensmittelgutschein überreicht, mit welchem ich dann "einkaufen gehen" kann - man würde mir kulanterweise €30,- auf dem Gutschein ausstellen, das sei aber schon deutlich mehr als erforderlich und überdies würde natürlich jedes Geschäft diesen Gutschein akzeptieren.

Im folgenden Monat (Mai 2017) würden mir diese €30,- dann aber wieder abgezogen (was wiederum auch einen Änderungsbescheid nach sich zieht - also: maximaler Bürokratieaufwand), da der Unterhalt ja noch an mich gezahlt würde - vom Jugendamt, noch diesen Monat, das Geld sei schon angewiesen, es müsste, Zitat der Jobcenter Sachbearbeiterin "morgen oder übermorgen" auf meinem Konto eingegangen sein.
Der Abteilungsleiter des Jugendamtes hatte mir am Donnerstag vergangener Woche jedoch noch gesagt, selbst wenn es bereits angewiesen wäre, würde es fünf bis sieben Tage dauern, bis es auf mein Konto einginge - und natürlich zählen die Feiertage (Ostern) hier nicht mit.
 
Nochmal im Klartext:

Ich habe es nicht verschuldet, dass es im Jugendamt zu einer "technischen Panne" kam (die vorgeblich durch die software "JUS-IT" verursacht wurde und mit welcher es seit Jahren offenbar immer wieder diverse Probleme gibt), aber meine Tochter und ich sind die Leidtragenden - sitzen seit Tagen und über Ostern auf dem Trockenen (wie schon zu Monatsanfang, als auch das Jobcenter mir die "Leistung" für April verspätet überwies).

Und nun muss ich beim Jobcenter kriechen und betteln - darum, dass man uns gnädigerweise etwas Geld zum Kauf von Nahrung gibt. Statt dass dies die Behörden untereinander, miteinander klären.
 
Und dafür soll ich überdies schwarz zum Jobcenter und zurück fahren und erhalte dann jedoch nicht einmal Geld, sondern lediglich einen Lebensmittelgutschein, der dann im nächsten Monat also wieder "verrechnet" wird.
Und von dem ich nicht weiß, ob er im hiesigen, elitären Stadtteil überhaupt angenommen wird. Mit dem ich mich außerdem als Untermensch "oute", mich damit ein weiteres Mal erniedrigen lassen muss: Im Laden stehend, als "Asoziale", die schon irgendwas verbockt haben wird, sonst müsste sie ja nicht mit einem Lebensmittelgutschein einkaufen gehen. Denn in Deutschland geht alles gerecht zu, hier wird nur sanktioniert, bestraft, wer etwas verbrochen hat. Klar. Das nennt man erfolgreiche Indoktrinierung und ebensolchen selbstschonenden Selbstbetrug.
 
Und dass ich physisch dazu gar nicht in der Lage bin, aus gesundheitlichen Gründen, interessiert niemanden - weder beim Jugendamt noch beim Jobcenter.
 
Anzumerken ist vor allem:
Das kann durchaus genau so immer wieder passieren! Denn die "technische Panne" ist nicht behoben, sondern kann immer wieder auftreten, wie so auch bei uns ja zuvor schon mal im Jahr 2015 und damals auch bei vielen anderen betroffenen Alleinerziehenden.
Denn: Es gibt für diese Situationen, die immer wieder auftreten (!), k e i n e n "Notfallplan".
 
Das heißt im Klartext: Die betroffenen Frauen und Kinder (es sind de facto mehrheitlich Mütter, die alleinerziehend und mit ihren Kindern dann betroffen/beschädigt sind) werden wissentlich in diese Notsituationen gebracht und darin überdies sich selbst überlassen - es wird kein Geld an sie ausgezahlt und dem Lebensmittelgutschein vom Jobcenter müssen die Mütter noch selbst hinterherlaufen und darum betteln - unter Vorlage aktueller Kontoauszüge natürlich, mittels derer sie nachweisen müssen, dass sie tatsächlich absolut blank sind.
 
Nein, da könne man leider gar nichts machen, keine Abhilfe schaffen - weder die Jobcentermitarbeiter noch die Jugendamtsangestellten, auch nicht der/die Abteilungsleiter.
"Schreiben Sie eine Beschwerde an die Senatorin." So wurde mir heute abermals am Telefon gesagt.
 
Nachdem ich heute also herumtelefoniert hatte, erhielt ich jetzt, um 11 Uhr den dringend erwarteten Anruf einer Dame vom Jugendamt (da ich meine eigentliche Sachbearbeiterin dort heute nicht erreichen konnte) - und jetzt: schaffe ich es nicht mehr zum Jobcenter. Aus zeitlichen wie auch aus physischen, gesundheitlichen Gründen.
 
Die Behörden machen also Fehler, die dazu führen, dass arme Menschen - die der Unterschicht angehören - darunter existenziell leiden und statt dass diese Behörden dann wenigstens eigeninitiativ und engagiert darum bemüht sind, das Problem akut zu lösen und auf lange Sicht vollständig zu beheben, müssen die Betroffenen betteln gehen, sich erniedrigen lassen und darauf gefasst sein, dass diese Situation sich immer wieder wiederholen wird - weil am "technischen Hintergrund" (der software) nichts verändert wird und in Notfällen kein Plan B vorhanden ist.
 
Ich sag´s nur nochmal kurz: Das passiert in Deutschland. Nicht irgendwo in einem unterentwickelten und armen Land.
 
Erzähle mir also bitte niemand, das sei alles "unbeabsichtigt".
Erzähle mir niemand, es ließe sich nicht bewerkstelligen, einen Notfallplan bereitzuhalten.
Erzähle mir niemand, es würde das "technische Problem" der eigentliche Grund sein - und nicht etwas ganz anderes und die Technik: wird nur vorgeschoben.
 
Bei solchen Pannen müssten es die Behörden untereinander regeln und dürf(t)en die Betroffenen, die keinerlei Fehlverhalten oder Verschulden trifft, nicht die Leidtragenden sein, schon gar nicht: ihre Kinder.
Und das auch noch wiederholt - immer wieder.
 

-

 
26. Januar 2017
 
Gestern war ich bei der Internistin, die ich vergangenen Monat (Dezember 2016) bereits aufgesucht hatte. Im Dezember war man sehr freundlich (Sprechstundenhilfe) zu mir gewesen und ich hatte einen regulären Termin erhalten - keine Rede davon, dass man keine neuen Patienten mehr aufnähme, ich hatte extra danach gefragt, weil mir genau dies kurz zuvor in einer anderen internistischen Praxis entgegnet wurde.
 
Nun hatte ich gestern dort meine Laborwerte (Ausdruck) abgeholt und nach einer weiteren Vitamin B12-Spritze gefragt, welche ich im Dezember bereits problemlos und spontan in dieser Praxis erhalten hatte (das Präparat habe ich selbst mitgebracht, privat bezahlt), außerdem um ein Attest anfragen wollen. - Die Sprechstundenhilfe war diesmal sofort sehr abweisend, versuchte mehrfach, mich abzuwimmeln. Zuerst sagte sie, sie habe mir noch nie eine Vitamin B12-Spritze gegeben, nachdem ich sie auf den Dezember-Termin hinwies, räumte sie ein, dass es dann wohl so gewesen sein muss, aber eigentlich müsse ich das grundsätzlich bei meiner Hausärztin vornehmen lassen. Komisch, im Dezember noch hatte sie davon nichts gesagt.
 
Sie wiederholte dann noch mehrmals, dass sie es "jetzt so verstanden" habe - da mir nicht klar war, was sie wie verstanden hatte, fragte ich ebenfalls wiederholt nach. Letztlich äußerte sie, dass "Frau Doktor" mich nicht weiterbehandeln möchte/wird. Als ich fragte, warum und warum nun plötzlich, hieß es, sie habe das "jetzt so verstanden". Aha.
Ich bat schließlich darum, dass "Frau Doktor" mir bitte einen plausiblen Grund nennen möge, woraufhin ich abgespeist wurde mit dem Satz, "Frau Doktor" werde mich dann eventuell heute Abend noch anrufen oder mir etwas schreiben. Bisher zumindest geschah dies (noch?) nicht.
 
Wie gesagt: Ich war bisher nur ein Mal in dieser Praxis, bei jenem Termin war man überaus freundlich. Dann hatte ich mir die Ergebnisse der Blutwerte telefonisch durchgeben lassen und da hieß es von "Frau Doktor", es läge kein Eisenmangel vor, obwohl der Ausdruck des Befundes (Blutwerte) genau das aussagt - es steht sogar wörtlich in einem Satz darunter, dass ein Eisenmangel Grund für den erniedrigten Ferritinwert ist.
 
Sie hatte mir ja im Dezember noch geraten, ich solle viel grünes Gemüse essen, das sei eisenhaltig. - Ich muss nun nicht noch mal erwähnen, dass bei einem ausgeprägten, jahrelang bestehenden Eisenmangel mittels "grünen Gemüses" (oral mit der Nahrung aufgenommenes Eisen, überdies in so geringen Mengen) dieser Mangel nachweislich nicht zu beheben ist.
Nun versuchte man also, mich loszuwerden, kenne ich ja bereits ... .

Es ist überall hier im Stadtteil das Gleiche:
Man sieht, dass ein Eisenmangel besteht und eine Malabsorption vorliegt, man weiß, dass man diesen Eisenmangel eben deshalb (Malabsorption) mittels Infusionstherapie behandeln müsste; genau das will man (Ärzte) jedoch aus Kostengründen absolut nicht.
Also behauptet man entweder, es liege gar kein Eisenmangel (mehr) vor - trotz starker allmonatlicher Blutungen (Gerinnungsstörung), also ständigen Eisenverlustes und keinerlei Eisenzufuhr seit mehr als einem Jahr - oder es seien Eiseninfusionen "zu gefährlich" (was Unsinn ist, siehe oben ...) oder man führe die Infusionen durch, ich müsse sie dann aber privat bezahlen (zuletzt war bei einem anderen Arzt, Schulmediziner die Rede von ca. €140,- für nur 6 Infusionen - die mir bei Weitem nicht reichen - ich brauche jede Woche eine und das ca. drei bis sechs Monate lang - um die Eisenspeicher aufzufüllen, was durch die allmonatliche, starke Blutung eigentlich jedoch ohnehin nicht möglich ist und bisher eben auch nicht funktioniert hat, aber immerhin fühlte ich mich dann - mit den Eiseninfusionen - nicht so extrem schwach, kraftlos usw., es wäre also eine vorläufig wenigstens symptomatische Behandlung).

Tja - Pech gehabt. Ein Mal mehr. Wieviele Ärzte soll ich also noch abklappern - auf gut Glück?

Heute war ich nun immerhin endlich im UKE (Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf) - beim Termin in der Gerinnungsambulanz, auf welchen ich (zum zweiten Mal) ein halbes Jahr hatte warten müssen.
 
Es wurden 16 Röhrchen Blut abgenommen. Auf das Ergebnis bin ich gespannt ... .

Die Aussage der UKE-Ambulanz-Ärztin war, dass meine Erschöpfungszustände, mein aktueller Gewichtsverlust und  mein körperliches Abbauen (sie bezeichnete es wörtlich selbst so), der Verlust von auch Muskelmasse sowie die Muskelschmerzen ... auf den Eisenmangel nicht zurückzuführen sein könnten, wenn der aktuelle Ferritin- und HB-Wert (aus der Praxis der oben genannten Internistin bzw. deren Labor) korrekt und aktuell sei.

Auch erkläre sich meine starke Menstruationsblutung nicht durch die Gerinnungsstörung - auf Basis der bisher vorliegenden Werte. Man werde das nun jedoch noch mal genauer untersuchen, allerdings müsse man abklären, ob nicht doch andere Ursachen - wie bspw. eine schwerwiegende Erkrankung (O-Ton) - vorlägen, weshalb ich diverse andere - invasive - Untersuchungen (im UKE) vornehmen lassen solle.

Tja, seltsam nur, dass gynäkologisch alles in bester Ordnung ist, dass auch die Hormone im Lot sind und auch mit meiner Schilddrüse alles zum Besten steht - das lässt sich bspw. den aktuellen Blutwerten entnehmen und die Schilddrüse wurde auch vor einigen Jahren bereits untersucht.
Wie gesagt: Ich bin gespannt auf die Blutergebnisse ... .
 
Es geht wie gesagt nicht um die Patienten, um die Menschen. Es geht nur ums Geld. Überall.
Und es ist ein Glücks-, also ZUFALL, an einen Arzt zu geraten, der noch nach ethischen Grundsätzen untersucht, behandelt, tätig ist.

Ich hatte in HD immerhin mit zwei Ärzten dieses Glück (hier in Hamburg nun leider seit 4 Jahren nicht) - aber: das kann es ja wohl nicht sein.

Vor allem: Dass gerade auch Menschen mit schweren Erkrankungen um alles kämpfen müssen: um angemessene Untersuchungen, um angemessene Therapie, um bestimmte Medikamente usw..
Und dass Menschen sterben, weil ihnen all dies verwehrt wird. - Das ist ein Skandal.
 
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