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Sabeth schreibt

Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie

In nicht nur, aber auch eigener Sache, eigenen, "privaten", persönlichen Angelegenheiten ...

 
10. März 2017
 
Nur mal wieder kurz zwischendurch in eigenen Angelegenheiten:
Aktuell habe ich auf ein Schreiben des Sozialgerichts im Rahmen meiner dort noch bearbeitet (?) werdenden Klage (gegen eine Jobcenter-Entscheidung) umgehend (fristwahrend) zu reagieren, außerdem eine Antwort auf die x-te Mahnung des Inkasso-Services der Agentur für Arbeit zu reagieren (es handelt sich um eine nach wie vor falsche Forderung, Forderungsaufstellung, falscher geforderter Betrag), in diesem Zusammenhang wie zusätzlich in einer anderen Sache - zum ebenfalls wiederholten Male - hatte ich auch ein Schreiben an die für mich zuständige Jobcentermitarbeiterin zu verfassen - so heute geschehen.
Desweiteren muss ich fristgerecht eine neue Klage beim Sozialgericht einreichen, d.h. sie erst mal verfassen, wofür ich mehrere Stunden "am Stück" Ruhe/Konzentration brauche - was schwierig ist, da mein Kind gerade Ferien hat und wir, wie immer, NICHTS unternehmen können ... (aber viele ihrer Mitschüler, auch: wie immer, verreist sind ...).
 
Und schließlich ist auch noch ein weiteres Schreiben an den Ärztlichen Dienst der Agentur für Arbeit ausstehend/von mir anzufertigen, da nach wie vor man sich dort weigert, die Fehler im bisherigen Ärztlichen Gutachten richtigzustellen (es handelt sich dabei um nicht nur grobe Rechtschreib- und grammatikalische Fehler, sondern eben gerade um auch inhaltliche - meine Ärzte wurden namentlich falsch bezeichnet, ärztlich bereits diagnostizierte Erkrankungen im Gutachten GAR NICHT aufgeführt, mein Lebenslauf/beruflicher Werdegang unvollständig aufgelistet, falsche Angaben zu meiner Tochter gemacht ...).
Aktuell warte ich überdies nun auf das nächste Gutachten des ÄD der Agentur für Arbeit, nachdem ich kürzlich nochmals bei einem mit der Arbeitsagentur kooperierenden Arzt war - zu diesem Termin, wie stets, genötigt/gezwungen wurde. Zu alleine dieser "Untersuchung" könnte ich wiederum eine Abhandlung schreiben - vielleicht an anderer Stelle mit mehr Zeit dann, ich werde darauf ohnehin ja in Kürze gegenüber dem Jobcenter reagieren müssen ... .
 
Zusätzlich läuft noch eine andere, mich massiv belastende Sache im Zusammenhang mit mir gegenüber getätigter sexueller Gewalt ... .
Und als sei all dies noch nicht genug, habe ich auch noch Auseinandersetzungen mit der Schule, die meine Tochter (gezwungenermaßen) besuchen muss und an welcher unhaltbare Zustände leider herrschen - weshalb einige Eltern nun versuchen, ihre Kinder in anderen Schulen unterzubringen ..., leider haben wir diese Möglichkeit nicht.
 
Außerdem "die üblichen" Belastungen durch nach wie vor bestehende gesundheitliche Probleme (aktuelles Körpergewicht wie gesagt 48,5kg bei 1,67m Körpergröße) - der UKE-Befund ist inzwischen auch da und bestätigt alle bestehenden Erkrankungen nur noch ein weiteres Mal, mit noch immer ungeklärter Ursache.

Und auch mein Kind ist von Zeit zu Zeit eben mal krank (übliche, verbreitete Viruserkrankungen).
 
Ja: URLAUB, REGENERATION wäre nicht nur schön, sondern eigentlich längst und dringend erforderlich - nach 33 Jahren ohne Urlaub wäre das doch eigentlich mal ganz nett.
Nein, kein "Selbstmitleid" - schlicht Faktennennung. Und nein, ich bin wie gesagt keine "bedauernswerte Randerscheinung".
 
Aber klar: Den Deutschen geht es gut. - Zweifelsohne ... .
 
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16. März 2017
 
Zweite Klage (gegen das Jobcenter) ging heute ans Sozialgericht.
Auf die erste habe ich noch keine abschließende Antwort erhalten - es ist noch kein Urteil ergangen.
 
Allerdings war ich vom Sozialgericht bezüglich der ersten Klage ja bereits aufgefordert worden, diese - vorgeblich mangels Erfolgsaussicht - selbst zurückzunehmen, man (Gericht/Justizfachangestellte) hatte mir einen entsprechenden Antrag/Vordruck übersandt. Nein, ich habe die Klage nicht zurückgenommen.

Nun kürzlich sollte ich auf ein Schreiben des Jobcenters ans Gericht nochmals schriftlich (gegenüber dem Gericht) Stellung nehmen. Dies tat ich - dabei auch abermals auf meine Klagschrift, d.h. meine ausführliche Klagebegründung hinweisend, in welcher ich zu all dem bereits umfassend Stellung genommen und den Hergang mittels entsprechender Anlagen auch dokumentiert/nachgewiesen hatte.
 
Nun war in einer anderen Sache eine weitere Klage erforderlich geworden. Auch diese habe ich mit umfangreichen Dokumenten (Anlagen) zwecks Beweisführung versehen/versandt.
 
Ich wehre mich - so gut und so lange ich es eben nur und noch kann.
 
Körperlich - geht es immer schlechter.
Gestern und heute wieder kaum den Weg, die 2km hin und wieder zurück zu den Einkaufsläden und zur Post, geschafft. Schwäche, Muskelschmerzen, Kreuzschmerzen werden immer schlimmer (wache nachts davon auf, kann mich dann kaum von einer Seite auf die andere drehen) - gerade auch beim Laufen.
 
Selbst die Ärztin im UKE (Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf) sagte, es müsse abgeklärt werden ..., angeblich käme das alles nicht von der Annemie (Anämie) alleine - ich dürfte nicht noch weiter Muskeln abbauen. - Witzig. Aufbauen werde ich sicher auch keine - wie denn? - Ob ich Fleisch esse, fragte sie. Nein, ich esse kein Tierindustriefleisch. Schon ewig nicht mehr.
Wahrscheinlich also Eiweißmangel - neben den anderen "Vitalstoffmängeln". LmaA. ICH HABE KEIN G E L D für eine gesunde, ausgewogene Ernährung.
 
Für die Anlagen (Kopien) fürs Gericht heute mehr als €9,- ausgegeben. Erstattet auch keiner. Und ist ja nicht das erste Mal, dass ich so viel kopieren musste ... . Dann auch jedes Mal die Schreiben per Einwurfeinschreiben (ans Gericht, manche auch ans Jobcenter - Widersprüche bspw.) verschicken. Ja, das kostet - in Hartz 4: zu viel!
 
Kind braucht nun neue Halbschuhe (die von letztem Herbst sind schon wieder zu klein), neue Inliner (die alten sind mittlerweile ebenfalls zu klein), immer noch ein neues/größeres Fahrrad (das außerdem intakt/funktionsfähig ist).
Sie hätte auch lange schon gerne ein Skateboard. Wie die anderen Mädchen ... .
 
Wäscheständer ist jetzt total im A.... . Wie so vieles andere auch (im hiesigen Haushalt).
 
Ferien sind fast um. Ihre Mitschüler/innen waren verreist - wie auch jede Ferien. Ja, wir wohnen hier in einem sehr reichen Stadtteil - da ist die Ausgrenzungserfahrung nun mal Alltag.
 
Freunde - ich hab´ die Schnauze einfach voll. Längst.
 
Es ist ohnehin: a l l e s vergeblich.
 
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26. März 2017
 
Weil es ja alles noch immer nicht zu "reichen" scheint:
 
das Beschädigtwerden durch den eigenen Staat (!) mittels Jobcenter-Drangsal/-Schikanen, die materielle Armut mit all ihren einhergehenden Entbehrungen - gerade: FÜR DAS KIND (denn eben hierunter leiden deren Mütter bekannterweise am meisten, deshalb wird so vorgegangen), die je persönlichen familiären, belastenden Hintergründe, die physischen, chronischen Erkrankungen (mit auch allen einhergehenden Einschränkungen, Belastungen, Entbehrungen), das Geschädigtsein durch sexuelle/physische und psychisch-emotionale Beziehungsgewalt
 
... weil all das noch immer nicht dazu geführt hat, dass sie endlich platt daniederliegt und SICH TOTAL VERNICHTEN LÄSST, weil sie immer noch ihre Klappe einfach nicht halten kann und will:
hat sie jetzt von der Schule (Schulleitung) ihres Kindes ein "Absentismusverfahren" reingewürgt bekommen - und das jeder Grundlage entbehrend und völlig unverhältnismäßig. Mit so maximal aufgebauter Drohkulisse als irgend möglich: dem Hinweis auf nicht nur Bußgeld durch vorgeblich bestehende Ordnungswidrigkeit, sondern dem Androhen strafrechtlicher Konsequenzen und der "Information" von Jugendamt und Schulaufsicht.
 
Exakt: Mit dem Himalaya Spatzen bombardieren.
 
Ja, das kommt nicht aus heiterem Himmel:
 
Ich habe mir erlaubt, schulische Vorfälle offen zu kritisieren, Eltern zu informieren, die Schule um entsprechende Änderungen zu bitten.

Wie bereits erwähnt, wurden zwei Jungen als "Störenfriede" aus der Klasse genommen (schon das: war ein fataler Fehler), mehrere Eltern überlegten, ihre Kinder in anderen Schulen unterzubringen, eine Mutter hatte ihre Tochter bereits abgemeldet und hatte bereits an einer anderen Schule einen Platz für sie. Ich bin also nicht "überempfindlich" oder "hysterisch".
 
Nur: Man kriecht eben vor denen, die sich wehren können (weil vermögend, weil Kontakte/Beziehungen/Einfluss habend ...) und tritt jene, die sich absolut nicht wehren können, weil materiell arm, schon dadurch massiv geschwächt, außerdem gesellschaftlich abgewertet, überdies vor allem nicht wehrhaft, da sie sich finanziell keinen Rechtsbeistand leisten können und somit die idealen Fußabtreter sind.

Und wenn solche Untermenschen dann auch noch (alleinerziehende) FRAUEN, überdies ERWERBSLOS, IM HARTZ-VOLLZUG (nach deren Vorstellung also ASOZIAL) sind und sich dann trotzdem Kritik anmaßen - nach deren Definition also QUERULANTEN sind, somit maximal lästig - wird diesen Menschen mittels noch mehr Druck, Schikane, STRAFE, GEWALT ganz schnell verdeutlicht, wer aus welchen Gründen die Hosen anhat - und was das konkret bedeutet ... .
 
So läuft das - im "demokratischen Rechtsstaat Deutschland": HEUTE NOCH.
 
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Nachtrag: Ich habe heute schon mal mit der Rechtsabteilung der Schulbehörde telefoniert und unseren Fall geschildert - der dort tätige Herr (mein Telefongesprächspartner) vermittelte mir, dass ich, sollte es also zu einer Anhörung kommen, alles nochmals schriftlich so darlegen solle, wie ich es nun heute mündlich bereits tat - es würde das Verfahren dann sehr wahrscheinlich eingestellt.

Überdies hatte ich mich gestern bereits per e-mail an den Elternrat der Schule wie auch an den Landeselternrat gewandt. Hier warte ich nun auf Rückmeldung(en).

Letztlich ist es so, dass vor diesem Hintergrund - des unverhältnismäßigen, unangemessenen, lediglich Macht demonstrieren/einschüchtern wollenden Vorgehens seitens der Schulleitung (!) - das für den weiteren Besuch dieser Schule erforderliche Vertrauensverhältnis auf meiner Seite irreversibel zerstört ist.

Leider können wir, d.h. meine Tochter, jedoch nicht "einfach" auf unsere/ihre Wunschschule wechseln.
 
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31. März 2017
 
Heute erhielt ich ein Schreiben einer "Arbeits"vermittlerin des für mich zuständigen Jobcenters: eine "Einladung", also Vorladung - unter üblicher Sanktionsandrohung, sollte ich den Termin nicht wahrnehmen - zu einem persönlichen Gespräch über das neue ärztliche Gutachten des Ärztlichen Dienstes (ÄD) der Agentur für Arbeit, welches ein weisungsgebundener, d.h. ein lukrativ mit der Agentur für Arbeit kooperierender (niedergelassener) Arzt kürzlich erstellt hat.
Denn die Unabhängigkeit der für den ÄD tätigen Ärzte ("Sozialmediziner") konnte ich bisher noch an keiner Stelle transparent gemacht vorfinden. Falls mir hierzu jemand sachdienliche Hinweise geben kann: bitte gerne jederzeit.
 
Es besteht nun folgendes Problem:
Das neue Gutachten liegt mir, der Begutachtetwordenseienden, selbst (noch?) gar nicht vor.
 
Im Schreiben ist leider nicht erläutert, wie ein Gespräch - mit welchem Ziel ;) - vonstatten gehen soll, wenn die hierfür erforderliche Gesprächsgrundlage einem der beiden "Gesprächs"teilnehmer nicht verfügbar, der Inhalt des Gutachtens nicht bekannt ist.
 
Ich muss nun also zunächst zurückschreiben und mitteilen, dass ich gnädigerweise bitte doch gerne von meinem Recht (siehe §25 SGB X sowie §83 SGB X) Gebrauch machen dürfen möchte.
 
Zusätzlich muss ich beim ÄD abermals darum betteln, dass ich nicht nur Teil B, sondern den vollständigen/ausführlichen Teil A des Gutachtens in Kopie übersandt bekommen möchte - wie ich dies so bereits im letzten Jahr ausdrücklich erst erbitten musste, da man keineswegs als selbst Begutachtetwordenseiende/r automatisch das Gutachten - das also die eigene Person betrifft - zugesandt bekommt.
 
Dies nur nochmal randläufig - zu Demonstrationszwecken, wie absurd es bei Jobcentern zugeht. Oder auch: wie berechnend ... . Denn wer selbst die nötige Information gar nicht hat, der kann umso leichter betrogen, d.h. beschädigt werden.
 
... Und so sitzt du wieder mal hungernd (weil Monatsende ...) bei schönstem Frühlingswetter in deiner Wohnung, in der fast alles alt und/oder kaputt ist, weil man sich die Dinge nur in minderer Qualität und/oder secondhand leisten kann (Möbel, Pfannen, Wäscheständer, Handtücher, Bettwäsche, Kleidung, Schuhe, uralt Röhrenfernseher, ultra langsamer Computer, "Stereo-Anlage", bei der schon die Knöpfe abfallen ...), und verfasst diverse Schreiben an das Jobcenter (Widersprüche, Anträge ...), Klagen ans Sozialgericht, Schreiben an andere Behörden und die Schulleitung (der Schule des Kindes) ... .
 
Und dass du die Hartz 4-"Leistung" - dein Schweige- bzw. STERBEgeld, deine Gnadenbrosamen - nun verspätet überwiesen bekommst, liegt ganz einfach darin begründet, dass du nicht geschwiegen, sondern dich zur Wehr gesetzt hast (siehe letzte Sanktion ...) - und auch dafür also nun auch auf solche Weise demonstrativ bestraft wirst.
 
Denn natürlich wissen die Jobcenter-Mitarbeiter bestens, dass das Geld grundsätzlich schon Ende des Monats - aufgrund der viel zu niedrigen Regelbedarfe - verbraucht ist und man dringend auf die verlässliche, pünktliche Zahlung angewiesen ist - somit haben sie ein weiteres Macht- und Sanktionsmittel in der Hand. Und spielen es auch aus. Nach oben buckeln, nach unten treten.
 
Begründung aktuell: Meine zuständige Sachbearbeiterin war, laut ihrer Aussage am Telefon, "zwei Wochen nicht im Haus" und "die Vertretung hat Ihren Weiterbewilligungsantrag nicht bearbeitet, sondern mir auf den Tisch gelegt". Den Namen dieser Vertretungsperson wollte sie mir übrigens (auf meine Nachfrage) nicht nennen, nannte sie mir nicht.
 
Ja - äh - und was habe ich damit zu tun? Warum muss ich nun mit meinem Kind darunter leiden?!
 
Tja, so läuft das. Und das: bei so vielen: IM HARTZ-VOLLZUG.
 
Nochmal: Deutschland ist ein RECHTSstaat. - Nicht wahr ... ?
 
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01.04.2017 - Nein, Nachfolgendes ist kein Aprilscherz.
 
Die Kleinigkeiten aus dem Hartz 4-Alltag:
 
Heute Morgen die letzten 10 Euro aus dem Portemonnaie meiner Tochter - wie schon so oft ... genommen (ja, mit ihrer Einwilligung - was bleibt ihr aber auch anderes übrig), um damit noch wenigstens einbisschen Brot (Milch fürs Kind, Wasser) fürs Wochenende kaufen zu können (mein monatliches Hartz-Sterbegeld wurde mir ja nun nicht zum fälligen Termin überwiesen, kommt, mit Glück, irgendwann nächste Woche - mal seh´n, wie lange wir durchhalten ..., ja, die Sanktionen werden jetzt eben verschärft, die Daumenschrauben noch ein bisschen kräftiger angezogen - es SOLL schließlich ordentlich WEHTUN).
 
Danach war ich so total fertig, dass ich mich zu Hause wieder erst mal ablegen musste - ist ja täglich so. Liegt am Eisenmangel. Ich soll ja Rindfleisch und grünes Gemüse essen und mir in der Apotheke/dem Reformhaus "Kräutereisensaft" besorgen - so meine Ärztinnen - klar, da brauche ich eine Flasche (von dem Eisensaft) in der Woche, kostet pro Flasche ca. €12,-. Und selbst das reicht nicht, um meinen Mangel auszugleichen - dafür müsste ich am Tag eine Flasche austrinken.
Und Rindfleisch und Gemüse - ja: kaufe ich wenn, dann nur in Bio-Qualität - aus Gründen. (Anbauverbände-Bio, kein EU-Bio, ich bin ja nicht blöd. ;) )
 
Dann wollte ich die "Vorhangstange" `runternehmen. Dazu muss man wissen, dass ich mir Gardinenstangen nicht leisten, sie außerdem mit meiner Bohrmaschine auch nicht anbringen kann - dafür wäre eine Schlagbohrmaschine erforderlich, die ich nicht habe und mir auch leider nicht leihen kann.

Also hab´ ich eine extralange Duschvorhang-/Klemmstange gekauft, preislich günstiger, aber auch hässlicher und man verschrappt sich damit die Tapete sowohl beim Anbringen als auch beim Abnehmen. Diese Stange hängt außerdem so tief und in der Mitte durch, dass die Fenster kaum noch und die Balkontür gar nicht zu öffnen möglich ist, weshalb ich die Vorhänge auch nur über die Wintermonate anbringe. Die Vorhänge habe ich übrigens secondhand gekauft (wie alles).
 
Ich wollte nun heute also die Stange mitsamt der Vorhänge herunternehmen, da sie so lang und mit den Vorhängen daran auch schwer ist, habe ich - infolge meiner physischen Erschöpfung (Grund, siehe oben) - mal eben meine Teetasse dabei umgemäht. Mit der Folge, dass sich der Tee nicht nur über einen Tisch und den Boden und zur Hälfte meinen uralten Drucker ergoss, sondern auch über das gesamte, noch vorhanden gewesen seiende (leider häufig genutzt werden müssende und teure) Schreibmaschinenpapier - das ich jetzt nicht mehr nutzen kann.
 
Und der Stuhl - ebenfalls secondhand gekauft - auf dem ich gerade sitze sowie auch der uralte Tisch, auf dem mein uralter "PC" steht, fallen beide quasi jeden Moment auseinander.
 
Ja und dann ... tut mir, wie jeden Tag, einfach alles weh: Arme, Beine, Rücken. Beim Laufen, Liegen, Sitzen, Stehen. Und ja, ich wache auch nachts mehrfach davon auf.
 
Nein, für Gemüse und Rindfleisch oder "Eisensaft" war auch heute natürlich kein Geld vorhanden. Für ordentliche Kleidung, Möbel, Schuhe und diversen anderen Hausrat: fehlt es seit etlichen Jahren auch. Denn ich lebe seit meinem 17. Lebensjahr in materieller Armut (alleinerziehend, jobbend, in Ausbildungen und erwerbslos - ohne familiären "Hintergrund"/Rückhalt).
 
Ich laufe übrigens noch mit den Winterschuhen, die ich mir dann ja doch mal letzten Winter endlich geleistet hatte, herum. Denn meine Tochter benötigte nun dringend ein paar Halbschuhe - da es wärmer geworden ist. Das Geld reicht aber nicht für Schuhe für sie und mich, generell schon gar nicht für zwei Paar Schuhe fürs Kind und mich - zum Wechseln.
Friseurbesuch wäre auch mal wieder nötig - ein Mal im Jahr erlaube ich mir das - bei einem Billigfriseur.
Und dann hatte ich vor zwei Tagen zu allem Überfluss auch noch einen kleinen Wasserschaden in der Küche, weil etwas durch Abnutzung/Alter undicht geworden war.
Naja, ihr kennt das.
 
Blöd halt nur, wenn man nichts ersetzen, reparieren, austauschen, neu kaufen kann. - Nie.
Und auch nicht in absehbarer Zeit.
 
Und noch blöder, wenn man nicht "Pech hatte", sondern es MILLIONEN MITBÜRGERN ganz genau gleich oder doch sehr ähnlich oder sogar noch beschissener geht - und das im Übrigen auch trotz Erwerbstätigkeit: mit Niedriglohn.
 
Insbesondere: wenn man eine Frau und alleinerziehend ist.
 
Aber: alles läuft! Sorge-Arbeit ist eben keine Arbeit, Alleinerziehende sind an ihrer Situation selbst schuld - waren einfach zu dumm, "den Mann zu halten" - und Erwerbslose sind sowieso allesamt ASOZIALE Schmarotzer, undisziplinierte, faule Säcke.
In diesem Land geht es gerecht und vor allem total GLEICHBERECHTIGT zu. Und wem es schlecht geht, der ist einfach selber schuld!
 
Gell ... Freunde?
 
Vielleicht sollte ich noch Folgendes ergänzen:

Mein Kind wünscht sich, wenigstens ein Mal mit mir zusammen verreisen zu können - "in die Berge oder nach Italien", sagt sie. - Vergisses.

Mein Kind wünscht sich, im Sommer Ausflüge machen zu können - in den Zoo, Wildpark, Bootfahren, aus der Stadt `raus - wie die anderen Kinder, die sie kennt: an Nord- und Ostsee (sie war natürlich noch nie am Meer und sie saß - wie ich - noch nie je in einem Flugzeug). - Vergisses.

Mein Kind wünscht sich, mit ihrem 23-jährigen Bruder gelegentlich (ein Mal im Monat oder alle zwei Monate mal) etwas unternehmen, ihn sehen, mit ihm Kontakt haben zu können. - Vergisses. Der junge Mann hat keinerlei Interesse an seiner kleinen Schwester ... und: ihrer Armut und auch seelischen Not.

Mein Kind wünscht sich, eine andere Schule besuchen zu können (aus vielerlei Gründen - die ich ggf. an anderer Stelle noch nennen werde, wenn Zeit dafür ist und ich weniger unter Behördendruck stehe, nicht am Hungern bin, nicht total physisch im Eimer bin ...). - Vergisses.

Mein Kind wünscht sich Großeltern. - Vergisses.

Und aktuell wünscht mein Kind sich:
ein größeres/passendes/nicht defektes/verkehrstaugliches Fahrrad, ein Skateboard, "Zauberknete" (kostet €15,-), einen Basketball, Röcke und Kleider für den Sommer (die alten Sachen sind zu klein - so auch die Schuhe von letztem Jahr - wie so im Grunde jedes Jahr).

VER-GISS ES!
 
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14. April 2017
 
WAS FÜR EIN ZUFALL:
 
Erst habe ich diesen Monat das Hartz-Gnadenbrotgeld mehrere Tage verspätet überwiesen bekommen - weil meine Sachbearbeiterin (der "Leistungs"abteilung), Zitat "zwei Wochen nicht im Haus" war und ihre Vertretung (die namentlich mir zu nennen sie mir verweigerte) ihr, der Sachbearbeiterin, meinen Weiterbewilligungsantrag "wieder auf den Tisch gelegt hat" (unbearbeitet) - wofür mich jedoch folglich weder ein Verschulden noch eine Verantwortung trifft, worunter mein Kind und ich aber zu leiden hatten, da wir jeden Monat dringend auf die verlässlich und pünktlich erfolgende/eingehende Zahlung angewiesen sind, da das Geld ohnehin hinten und vorne nicht über den Monat reicht (Regelbedarfe viel zu gering).
 
Und nun - was ein Zufall, wie gesagt - erhalte ich nun im selben Monat die ebenso dringend notwendige und längst erwartete Unterhaltszahlung nicht - die in unserem Falle das Jugendamt (Abteilung Beistandschaften) an uns auszahlt, eigentlich genau dafür: damit ich das Geld in jedem Falle verlässlich erhalte.
 
Nun gab es aktuell aber (wie so ähnlich bereits im Jahr 2015) "eine technische Panne". - Wieder trifft mich dabei kein Verschulden, liegt dem kein Fehlverhalten meinerseits zugrunde, habe ich dies nicht verursacht und/oder zu verantworten, ABER MEINEM KIND UND MIR FEHLT DAS GELD!
 
Und abgespeist wurde ich gestern lediglich mit einer e-mail: "Gehen Sie am Dienstag, 18.04.2017, zum Jobcenter und bitten Sie um Auszahlung des Unterhaltsbetrages für diesen Monat."
 
Macht ja nix, dass wir über Ostern nun also wieder auf dem Trockenen sitzen - ohne Erspartes, ohne irgendwelche Rücklagen, das Konto bis zum Anschlag im Soll, ohne Familie im Hintergrund, die dann mal "was zusteckt/aushilft".
 
Und seltsam auch, dass ich gerade letztes Jahr über die Zeit von Weihnachten und dem Geburtstag meiner Tochter SANKTIONIERT werden sollte - was sich nur mittels anwaltlicher Hilfe gerade noch abwehren ließ.
 
Und seltsam auch, dass bereits im Jahr zuvor (2015) mir im Dezember (ebenfalls vor Weihnachten also) "versehentlich" weniger Geld überwiesen wurde - und es erst Wochen später nachgezahlt wurde.
 
JAAA: Das hat selbstverständlich alles nichts miteinander zu tun, vor allem nichts mit meinen erfolgten Widersprüchen, laufenden Klagen vorm Sozialgericht und dem Abgewehrthaben der letzten Sanktion ... .
 
NEIIIN: Das ist alles keine Schikane. Nie im Leben würde der Staat so vorgehen - absichtlich RECHTSWIDRIGE Sanktionen verhängen und Geld nicht auszahlen - wissend, dass damit den Betroffenen die Beine weggeschossen werden, dass man ihnen DIE EXISTENZGRUNDLAGE ENTZIEHT - dass man sie HUNGERN LÄSST.
 
Nein, so etwas findet in Deutschland keinesfalls statt.

Deutschland: ist ein demokratischer RECHTSstaat.
 
In diesem Sinne:
Fröhliche Ostern allerseits!
 
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15. April 2017
 
Meine Tochter weint, ist traurig über die Ausgrenzung und Armut, die sie "erlebt", erfährt, über die Behördenschikane, die uns - wie so viele andere - "trifft", beschädigt.
 
Ja, es geht etlichen Menschen auf der Welt noch extrem viel schlechter als uns. Aber das ändert nichts daran, dass auch im reichen Deutschland Menschen leiden - als Folge von materieller Armut, von nicht erfahrener Wertschätzung, stattdessen: Ausgrenzung, Abwertung, Geringschätzung, Diffamierung, Demütigung.
 
Wenn du den Reichtum täglich um dich herum wahrnehmbar hast (da wir hier in einer reichen Stadt und in einem "elitären" Stadtteil wohnen, nein, den haben wir uns nicht selbst ausgesucht ...), trifft dich diese Ausgrenzungserfahrung in aller Härte - jeden Tag/alltäglich. In der Schule, beim Einkaufen, auf der Straße.
 
Und meine Tochter hat Angst, mich zu verlieren, weil sie sieht, dass ich physisch immer mehr abbaue, dass ich nicht mehr "vital", nicht gesund bin - und inzwischen dies auch sichtbar ist.
 
Was, wenn mir das Jobcenter am kommenden Dienstag - also erst n a c h Ostern (mit entsprechenden Folgen ...) - das Geld (die vom Jugendamt/Beistandschaft diesen Monat nicht gezahlte Unterhaltszahlung, die wir seit Tagen längst dringend notwendig brauchen) nicht bar auszahlt und das vor allem: am selben Tag noch/sofort am Dienstag?
 
NEIN, ich kann NICHT dann n o c h eine Woche warten, bis das Geld auf mein Konto - vielleicht - eingeht!
 
Ich hatte mit dem Abteilungsleiter des Jugendamtes noch am Donnerstag telefoniert; er sagte "Ich bin da ganz bei Ihnen." Aber: Nein, er kann mir leider gar nicht helfen, es gibt keinen "Notfalltopf", das Jugendamt kann nichts (mehr) in Notfällen spontan bar auszahlen.
 
Ja, das hat mit dem "Verfahren" zu tun (es nennt sich "JUS-IT"), damit habe es schon wiederholt Probleme gegeben, die anderen Alleinerziehenden würden sich jedoch zumeist leider nicht beschweren (bei der verantwortlichen Stelle, also der Sozialsenatorin Hamburgs). Das wiederum verstehe ich sehr gut, denn: Viele Betroffene sind eben auch ARM und so sehr - wie wir - mit Alltagsbewältigung, mit Krankheiten, daraus resultierender physischer Schwäche, Erschöpfung, Kraftlosigkeit, mit Sorgen/Nöten/Existenzsicherung, mit dem Bewältigen der Armut und ihren alltäglichen Folgen so beschäftigt, d.h. überlastet, dass sie keine Briefe an Behörden (mehr) schreiben können oder wollen, weil sie ohnehin wissen, dass es nichts nützt, nichts verändern wird - dass IHNEN NICHT GEHOLFEN WIRD, schon gar nicht zeitnah, in also der Akutsituation und dass sich an dem "Verfahren", der gesamten Bürokratie/Verwaltung und vor allem DEN POLITISCHEN ENTSCHEIDUNGEN/GESETZEN nichts ändern wird - schon gar nicht zum Besseren für die Betroffenen.
 
Ich werde ihr schreiben, der Sozialsenatoren. Nützen wird es nichts. Hungern werden wir trotzdem - und das so wenige, so notwendige Geld wahrscheinlich auch in Zukunft immer wieder nicht oder erst verspätet gezahlt bekommen.
 
Wir sind eben DRECK, ABSCHAUM, UNTERSCHICHT - die darf nicht nur gerne, die SOLL sogar KREPIEREN. G e r a d e ihre Brut!
Denn sie, die Armen, sollen sich gefälligst nicht mehr "wie die Karnickel vermehren", deshalb LÄSST MAN SIE HUNGERN, schikaniert und SANKTIONIERT sie bis in die Obdachlosigkeit und ENTWÜRDIGT sie, bis sie vor Verzweiflung "freiwillig" in die Kiste springen. Und selbst diese: wird ihnen verwehrt - was kostet gleich ein Begräbnis (für Arme)? Und was, wenn keiner da ist, es zu bezahlen? Ja, das ist eine absolut ernst gemeinte Frage, keinesfalls "rhetorisch".
 
Ich kann mich nur wiederholen:
 
ES IST ALL DAS ABSICHTSVOLLE, SYSTEMATISCHE MENSCHENVERNICHTUNG - l e g a l.
 
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18. April 2017
 
Nochmal zur aktuellen Situation des vom Jugendamt/Beistandschaft nicht gezahlten Unterhalts für diesen Monat:
 
Wie erwartet: Das Jobcenter zahlt mir den Unterhalt natürlich nicht in bar aus - weder heute noch morgen oder sonst irgendwann.

Ich dürfte heute zum Jobcenter fahren (schwarz natürlich, denn wer schon für Lebensmittel kein Geld mehr hat, hat auch keines für eine Fahrkarte für den ÖPNV, nein ich habe kein Auto und auch keinen Führerschein), dann würde mir dort - nachdem ich im Wartebereich eine Nummer gezogen und schätzungsweise zwei Stunden (wie sonst üblich) gewartet haben würde - ein Lebensmittelgutschein überreicht, mit welchem ich dann "einkaufen gehen" kann - man würde mir kulanterweise €30,- auf dem Gutschein ausstellen, das sei aber schon deutlich mehr als erforderlich und überdies würde natürlich jedes Geschäft diesen Gutschein akzeptieren.

Im folgenden Monat (Mai 2017) würden mir diese €30,- dann aber wieder abgezogen (was wiederum auch einen Änderungsbescheid nach sich zieht - also: maximaler Bürokratieaufwand), da der Unterhalt ja noch an mich gezahlt würde - vom Jugendamt, noch diesen Monat, das Geld sei schon angewiesen, es müsste, Zitat der Jobcenter Sachbearbeiterin "morgen oder übermorgen" auf meinem Konto eingegangen sein.
Der Abteilungsleiter des Jugendamtes hatte mir am Donnerstag vergangener Woche jedoch noch gesagt, selbst wenn es bereits angewiesen wäre, würde es fünf bis sieben Tage dauern, bis es auf mein Konto einginge - und natürlich zählen die Feiertage (Ostern) hier nicht mit.
 
Nochmal im Klartext:

Ich habe es nicht verschuldet, dass es im Jugendamt zu einer "technischen Panne" kam (die durch die software "JUS-IT" verursacht wurde und mit welcher es seit Jahren offenbar immer wieder diverse Probleme gibt), aber meine Tochter und ich sind die Leidtragenden - sitzen seit Tagen und über Ostern auf dem Trockenen (wie schon zu Monatsanfang, als auch das Jobcenter mir die "Leistung" für April verspätet überwies).

Und nun muss ich beim Jobcenter kriechen und betteln - darum, dass man uns gnädigerweise etwas Geld zum Kaufen von NAHRUNG gibt. Statt dass dies die Ämter untereinander/miteinander klären!
 
Und dafür soll ich überdies schwarz zum Jobcenter und zurück fahren und erhalte dann jedoch nicht einmal Geld, sondern lediglich einen Lebensmittelgutschein, der dann im nächsten Monat also wieder "verrechnet" wird. Und von dem ich nicht weiß, ob er im hiesigen, elitären Stadtteil überhaupt angenommen wird ... . Mit dem ich mich außerdem als Untermensch "oute", mich damit ein weiteres Mal erniedrigen lassen muss: Im Laden stehend, als "Asoziale", die schon irgendwas verbockt haben wird/muss, sonst müsste sie ja nicht mit einem Lebensmittelgutschein einkaufen gehen. Denn in Deutschland geht alles gerecht zu, hier wird nur SANKTIONIERT/BESTRAFT, wer etwas verbockt/verbrochen hat.
 
Und dass ich physisch dazu gar nicht in der Lage bin (siehe aus gesundheitlichen Gründen), interessiert niemanden - weder beim Jugendamt noch beim Jobcenter.
 
Anzumerken ist vor allem: Ja: Das kann durchaus genau so immer wieder passieren! Denn die "technische Panne" ist nicht behoben, sondern kann immer wieder auftreten (wie so auch bei uns ja zuvor schon mal im Jahr 2015 und damals auch bei vielen anderen betroffenen Alleinerziehenden) - das liegt an der software "JUS-IT".
Denn: Es gibt für diese Situationen, die immer wieder auftreten (!), k e i n e n "Notfallplan".
 
Das heißt im Klartext: Die betroffenen Frauen und Kinder (es sind de facto mehrheitlich Mütter, die alleinerziehend und mit ihren Kindern dann betroffen/beschädigt sind) werden WISSENTLICH in diese Notsituationen gebracht und darin überdies sich selbst überlassen - es wird kein Geld an sie ausgezahlt und dem Lebensmittelgutschein vom Jobcenter müssen die Mütter noch selbst hinterherlaufen und darum betteln - unter Vorlage aktueller Kontoauszüge natürlich, mittels derer sie nachweisen müssen, dass sie tatsächlich absolut blank sind.
 
Nein, da könne man leider gar nichts machen, keine Abhilfe schaffen - weder die Jobcentermitarbeiter noch die Jugendamtsangestellten - auch nicht der/die Abteilungsleiter.
"Schreiben Sie eine Beschwerde an die Senatorin." So wurde mir heute abermals am Telefon gesagt.
 
Nachdem ich heute also herumtelefoniert hatte, erhielt ich jetzt, um 11 Uhr den dringend erwarteten Anruf einer Dame vom Jugendamt (da ich meine eigentliche Sachbearbeiterin dort heute nicht erreichen konnte) - und jetzt: schaffe ich es nicht mehr zum Jobcenter. Aus zeitlichen wie auch aus physischen/gesundheitlichen Gründen - mit denen ich jeden Tag "zu tun" ... habe.
 
Die Behörden machen also Fehler, die dazu führen, dass arme Menschen - die der UNTERSCHICHT angehören - darunter existenziell leiden und statt dass diese Behörden dann wenigstens eigeninitiativ und engagiert darum bemüht sind, das Problem akut zu lösen und auf lange Sicht vollständig zu beheben, müssen die Betroffenen betteln gehen, sich erniedrigen lassen und darauf gefasst sein, dass diese Situation sich immer wieder wiederholen wird - weil am "technischen Hintergrund" (der software) nichts verändert wird und in Notfällen kein Plan B vorhanden ist.
 
Ich sag´s nur nochmal kurz: Das passiert in Deutschland. Nicht irgendwo in einem unterentwickelten und armen Land.
 
Erzähle mir also bitte niemand, das sei alles "unbeabsichtigt".
Erzähle mir niemand, es ließe sich nicht bewerkstelligen, einen Notfallplan bereitzuhalten.
Erzähle mir niemand, es würde das "technische Problem" der eigentliche Grund sein - und nicht etwas ganz anderes und die Technik: wird nur vorgeschoben.
 
Denn wie gesagt: Bei solchen Pannen müssten es die Behörden untereinander regeln und dürf(t)en die Betroffenen, die keinerlei Fehlverhalten oder Verschulden trifft, nicht DIE LEIDTRAGENDEN sein - schon gar nicht: IHRE KINDER.
Und das auch noch: wiederholt - immer wieder.
 
Es tut mir leid, aber ja: Mein Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit Deutschlands sowie auch in die Demokratie in Deutschland geht inzwischen (vor dem Hintergrund auch all der gravierenden Hartz 4-Schikane und -Drangsal) nahezu gegen Null.
 
ES MACHT MICH KRANK. Wortwörtlich.
 
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23. April 2017
 
Geld vom Jugendamt/Beistandschaft (Unterhalt für meine Tochter) ging nun am 20.03.2017 auf mein Konto ein - somit fast zwei Wochen später als es hätte eingegangen sein müssen. Siehe den genauen Vorlauf/Hergang oben erläutert.
 
Aktuell forderte mich das Sozialgericht nun neuerlich zu einer weiteren Stellungnahme (im Rahmen der Klage 1) zu einem Schreiben der Beklagten (des Jobcenters) ans Gericht auf; diese Stellungnahme habe ich umgehend verfasst und gestern versandt, nochmals mit Anlage zur Beweisführung, zum Belegen meiner im Schreiben gemachten Aussagen.
 
Ich frage mich mittlerweile, wie lange noch dies so fortgesetzt wird:
Das Jobcenter geht auf die von mir sowohl bereits in meiner Klagebegründung als auch in den bisher ans Gericht versandten, zusätzlichen (vom Gericht so angeforderten) Stellungnahmen wiederholt nicht ein - diese Punkte werden von der Beklagten (dem Jobcenter) nur jedes Mal neuerlich ignoriert, übergangen. Dann fordert das Gericht mich wieder auf, hierzu schriftlich Stellung zu nehmen, was ich brav jedes Mal tue.

Warum darf die Beklagte meine Punkte sämtlich und vollumfänglich ignorieren, unbeantwortet lassen - und das bereits mehrfach/wiederholt?
Warum fordert das Gericht sie nicht auf, angemessen/inhaltlich zu den von mir vorgebrachten Punkten Stellung zu nehmen, sondern erlaubt der Beklagten (dem Jobcenter), diese immer wieder außenvorzulassen?
Warum entscheidet nicht endlich ein/e Richter/in über die Sache?
Was kostet all diese Bürokratie den Steuerzahler?
Warum wurde ich zuvor/zu Anfang vom Sozialgericht sogar aufgefordert, meine Klage selbst - zu deren Entlastung ;) - wieder zurückzunehmen?
Was hat all das mit Recht und Gerechtigkeit zu tun? Wenn ich überdies diverse Belege, Beweise anführ(t)e und auch diese (bisher) sämtlich von sowohl der Beklagten (dem Jobcenter) als auch dem Sozialgericht ignoriert werden: dürfen?!
Will und wird man dieses absurde "Spiel" nun also so lange fortsetzen, bis ich einknicke, aufgebe - meine Klage letztendlich also doch selbst zurücknehme(n) (soll) - ist das das angestrebte Ziel? Anders kann ich mir diese Abläufe nicht erklären.

Heute nun war ein weiteres Schreiben von mir zu verfassen - diesmal wieder an den Inkasso-Service der Agentur für Arbeit (Recklinghausen). Sie piesacken einen immer wieder - bekanntermaßen nicht nur mich ... .
 
Ausstehend ist außerdem noch ein eigentlich umgehend von mir zu verfassendes Widerspruchsschreiben - Widerspruch gegen den letzten/aktuellen, erneut fehlerhaften Weiterbewilligungsbescheid des Jobcenters. Ich warte hierzu noch immer auf die Mitteilung von "rightmart" (Rechtsanwälte in Bremen), ob mein Widerspruch von deren Seite unterstützt wird oder nicht. Die Widerspruchsfrist läuft allerdings in wenigen Tagen ab.
 
Weiterhin bin ich mit den schulischen Belangen/Problemen meiner Tochter intensiv befasst, auch hier waren diverse Schreiben (an Schulleiter und Schulbehörde ...) anzufertigen - so bereits geschehen.
Gefordert wird aktuell, dass ich meine Tochter pathologisieren lasse - dazu ggf. an anderer Stelle im blog mehr (sobald ich Zeit und Ruhe hierfür finde).
 
Gesundheitliche Situation: täglich zunehmende Muskelschmerzen und Muskelschwäche in Oberschenkeln, Oberarmen, Rücken und Gesäß - sowohl in Ruhe als auch in Bewegung, fühlt sich an wie Brennen, Kribbeln, Druck, Dauermuskelkater und "wie im Schraubstock" - die Muskulatur ist deutlich tastbar verhärtet - kontinuierlich; seit einiger Zeit wache ich nachts mehrmals davon auf und/oder kann deshalb nicht einschlafen. Nach geringster Anstrengung fühlt sich alles an wie aus Gummi/Pudding, also körperliche Kraftlosigkeit und insgesamt massives Erschöpfungsgefühl (siehe so nach jedem Einkaufen bspw.). 

Aktuelle Aussagen meiner letzten Ärztin (für Allgemeinmedizin) hier im Stadtteil: Es ist "psychosomatisch". Dann: "Sie sind ja auch ein sozialmedizinischer Fall." Schließlich: "Das ist Fibromyalgie. Gehen Sie zum Neurologen und Rheumatologen."

Da sogar im UKE-Befund aufgeführt ist, dass ich gegen den Eisenmangel Infusionen erhalten soll(te)/dies darin wörtlich empfohlen wird, sagte sie hierzu nur nochmals, dass sie es nicht mache, weil "zu riskant". - Ich hatte mich dazu an anderer Stelle bereits ausführlich geäußert: Es geht ums Geld, wie immer, es ist nicht im Mindesten "riskant": mit den aktuellen Präparaten und korrekt durchgeführt; ich habe die früheren Eiseninfusionen (im Jahr 2010) bestens vertragen.
Ich könne aber zu einem Hämatologen gehen, vielleicht mache der es.
Ja, Problem nur: Es gibt keinen niedergelassenen Hämatologen (der über die gesetzliche Krankenversicherung abrechnet, also nicht privat ;) ) in für mich fußläufig erreichbarer Nähe - und sie weiß das natürlich; und für die Infusionen müsste ich dort ein bis zwei Mal wöchentlich über mehrere Monate erscheinen, bis eben die Eisenspeicher wieder aufgefüllt sind/wären (siehe Ferritinwert im Blut). Wie?: Wenn ich mir die Fahrkarte für den ÖPNV bekannterweise nicht leisten, somit nicht in andere Stadtteile gelangen kann (schon gar nicht regelmäßig einmal wöchentlich)? Ja, das habe ich der Ärztin auch bereits wiederholt mitgeteilt.
 
Ja: Ich wiederhole mich. Seit Monaten. Sorry. - Man bekommt als Hartz 4-Untermensch keine Hilfe. Das ist man nicht wert. Man soll doch bitte gerne so schnell als möglich endlich einfach krepieren.
 
Am Donnerstag vor den Osterfeiertagen (13.04.2017) war ich (neben allem anderen Stress mit ausbleibendem Unterhalt und Folgen ...) nochmal bei einer anderen Allgemeinmedizinerin hier im Stadtteil, welche mir in der Apotheke (!) empfohlen wurde. Nein, auch sie macht die Infusionen nicht - "zu gefährlich".
 
Ich wohne hier im falschen - elitären - Stadtteil. Da werden nur wertvolle Leistungsträger adäquat behandelt, denn sie zahlen auch immer mal wieder private "Leistungen", sind also einträgliche, somit willkommene Patienten.
 
Vielleicht gibt es ja in anderen Stadtteilen Hamburgs tatsächlich noch ein paar ethisch motivierte und engagierte, d.h. entsprechend praktizierende Ärzte, die ggf. auch (erforderliche, indizierte) Eiseninfusionen durchführen und dies über die GKV (statt privat) abrechnen. - Leider weiß ich nicht, wo/welche diese Ärzte sind und wie ich zu ihnen gelangen kann: ohne Fahrkarte ... .
 
Ich hatte vor einigen Jahren einen solchen Arzt: in Heidelberg. Leider jetzt zu weit entfernt.
 
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26. April 2917

Nachfolgend einkopiert: meine e-mail vom 24.04.2017 an die aktuelle Sozialsenatorin Hamburgs:
 
Sehr geehrte Frau Dr. Leonhard,

da ich mittlerweile bereits zweimal von dieser sehr belastenden Situation betroffen war, schreibe ich Ihnen nun mit nicht nur der Bitte, sondern der ausdrücklichen Aufforderung, die "Jus-it"-Software zu ändern oder idealerweise zu ersetzen bzw. (falls möglich) umgehend anderweitig dafür zu sorgen, dass solche "Situationen" ab sofort nicht mehr vorkommen.

Worum geht es:

Ich bin allein alleinerziehende Mutter zweier Kinder, d.h. ohne jeglichen familiären Rückhalt, ohne adäquate Unterstützung seitens der Kindesväter.
Mein Sohn wird in Kürze 24 (Jahre, nicht Monate) und lebt seit Jahren bereits im eigenen Haushalt, meine Tochter ist elf (Jahre alt) und lebt bei bzw. mit mir.

Ich bin 43, langzeiterwerbslos und chronisch krank im Hartz 4-Bezug - drei Ausbildungen und ein Hochschulstudium aus immer wieder vor allem finanziellen Gründen nicht beendet: allein mit Kind/ern, materiell arm (Ausbildungsvergütungen, Jobs, Lebenshaltungskosten, über Jahre ausbleibender Vaterunterhalt für meinen Sohn ...) und wie gesagt ohne Familie oder anderweitige Unterstützung im Hintergrund; ich wurde mit 19 das erste Mal Mutter und bin seitdem alleinerziehend.

Für meine Tochter erhalte ich Großelternunterhalt in Höhe von €297,- monatlich, um welchen ich mich vor Jahren intensiv eigeninitiativ bemühen musste (der Vater meiner Tochter ist nicht zahlungsfähig). Damit in jedem Falle ich die monatliche Unterhaltszahlung verlässlich erhalte (auch dann, wenn der Großvater einmal nicht zahlen sollte ...), habe ich die Beistandschaft zu eben diesem Zwecke beibehalten, daher wird der Unterhalt mir allmonatlich vom Jugendamt überwiesen.

Nun kam es bereits zweimal vor, dass der Unterhalt ausblieb bzw. erst deutlich verspätet auf mein Girokonto einging - das erste Mal im Jahr 2015 (im März), damals waren offenbar noch mehrere andere alleinerziehende Mütter in ähnlicher Weise betroffen und damals bereits wurde mir vonseiten des Jugendamtes gesagt, Grund sei "das Verfahren": Jus-it.

Das zweite Mal blieb die Unterhaltszahlung des Jugendamtes nun im April 2017 aus.

Üblicherweise geht diese Zahlung bis spätestens zum 10. eines Monats auf mein Konto ein, nachdem das Geld jedoch auch am 12.04.2017 noch nicht auf meinem Konto gebucht war, ich es jedoch dringend erwartete und benötigte, kontaktierte ich per e-mail meine zuständige Sachbearbeiterin im Jugendamt (Frau Sch.). Zu Dokumentationszwecken nehme ich behördliche Kontakte möglichst nur noch schriftlich vor.
Am folgenden Tag, Donnerstag, 13.04., vor den Osterfeiertagen, erhielt ich erst am Nachmittag eine Rückmeldung von Frau Sch.; sie teilte mir in einer e-mail mit, ich solle mich am Dienstag, dem 18.04.2017 (also erst nach Ostern) an das für mich zuständige Jobcenter wenden, dort würde man mir das Geld auszahlen können und es dann im Folgemonat verrechnen. Telefonisch war Frau Sch. an jenem Donnerstag nicht mehr zu erreichen.

Ich konnte jedoch den Abteilungsleiter, Herrn W., erreichen, der mir erläuterte, dass abermals die Software das Problem verursacht habe, er zwar Verständnis für meinen Unmut ... habe, mir jedoch in keiner Weise helfen könne, da es dem Jugendamt nicht (mehr) möglich sei, Geld in Notfällen bar auszuzahlen.

Das Problem bestand aktuell offenbar darin, dass die Unterhaltszahlung des Großvaters in ein und demselben Monat (März) zweimal eingegangen war: ein Mal zu Anfang des Monats März die Zahlung für den März und ein weiters Mal Ende März für den Monat April.
In solchen Fällen würde das Geld dann jedoch automatisch gestopt, jedenfalls nicht an die Empfänger (die Alleinerziehenden und ihre Kinder) weitergeleitet.

Auch erkennt das System diesen Fehler offenbar nicht - ich muss also zunächst beim Jugendamt melden, dass die Unterhaltszahlung nicht eingegangen ist, wenn sie dann (an einem Werktag) erneut angewiesen werden kann bzw. muss, vergehen nochmals fünf bis sieben Werktage, bis das Geld dann auf mein Konto eingeht; liegen hierbei Wochenenden und/oder Feiertage dazwischen, verzögert sich der Zahlungseingang entsprechend um weitere/mehrere Tage - so nun auch kürzlich wegen Ostern.

Schließlich ging das Geld erst am Donnerstag, den 20.04.2017 auf mein Konto ein. Somit fast zwei Wochen verspätet.

Sie wissen möglicherweise (nicht), dass im Hartz 4-Bezug - mit also ohnehin bereits erheblich zu geringen Regelbedarfen, überdies diversen massiven Behördenschikanen (wie bspw. auch in unserem Fall sich als rechtswidrig erwiesen habende, dennoch verhängte Sanktionen - und das also auch in Haushalten mit Kindern, Widersprüche sowie Klagen haben überdies keine aufschiebende Wirkung) jede einzelne Zahlung jeden Monat absolut pünktlich und verlässlich erfolgen muss, dringend erwartet wird und gebraucht wird, denn man kann bei so wenig Geld (Hartz 4), ohne irgendeine familiäre/"soziale" Unterstützung (!), ohne jegliches Vermögen/finanzielle Rücklagen nicht einfach mal einige Tage oder gar Wochen "irgendwie überbrücken".
Man ist dringend auf jede Zahlung verlässlich und pünktlich erfolgend angewiesen.

Denn nicht nur wird das Geld für tatsächlich Nahrungsmittelkauf existenziell benötigt (!), sondern es werden auch regelmäßige Zahlungen (für bspw. Strom, Wasser, Telefon) vom Konto abgebucht, das dann unbedingt ausreichend gedeckt sein muss - anderenfalls kommt es zu teuren Stornogebühren.

Nun saßen meine Tochter und ich über die Ostertage also vollständig "auf dem Trockenen" - und niemand konnte - angeblich - etwas tun. Es war einfach so - unser Pech.

Dabei lag dieser Misere jedoch gerade nicht ein Fehlverhalten oder Verschulden meinerseits zugrunde, sondern ein Problem des Jugendamtes (der Software/"technische Panne") - und das nun bereits zum zweiten Mal.

Trotzdem mussten meine Tochter und ich darunter leiden - wir konnten nichts zu Essen einkaufen. Glücklicherweise habe ich immer einen kleinen Vorrat an Nudeln, Reis und Kräckern. Aber von "fröhlichen Ostern" konnte die Rede nicht sein.

Auch lösen solche Situationen nachvollziehbarerweise Ängste bei meiner Tochter aus - dass wir also nichts zu Essen haben, was möglicherweise sonst noch passieren wird usw.. Davon abgesehen war sie natürlich sehr, sehr traurig - sie hatte sich Ostern deutlich anders vorgestellt ... .

Das ist folglich durchaus eine Kindeswohlgefährdung bzw. bereits eine Kindeswohlschädigung, die hier durch Behörden verursacht und getätigt wird. - Wie so übrigens auch die Sanktionen in Hartz 4 bei Haushalten mit Kindern, denn natürlich sind die Kinder von jeder Sanktion zwangsläufig auch betroffen - und sei die Sanktion auch rechtswidrig: sie wird vollzogen.

Am Dienstag nach Ostern (18.04.) kontaktierte ich also das für mich zuständige Jobcenter, meine dortige Sachbearbeiterin sagte mir dann jedoch, sie würde mir kein Geld bar auszahlen (und exakt hiermit hatte ich zuvor bereits gerechnet - ich kenne die Jobcenterschikanen zwischenzeitlich gut), sie wollte sogar zunächst noch umständlich und langwierig überprüfen, was wie vorgefallen war, dabei kam von ihr aber nicht der Vorschlag, das Jugendamt eigeninitiativ zu kontaktieren um sich zu informieren, sondern ich musste dies erst erbitten.
Nachdem sie mit der Sachbearbeiterin des Jugendamtes telefonisch schließlich Rücksprache gehalten hatte, teilte sie mir mit, ich könne/müsse ins Jobcenter kommen und würde von ihr dann einen Lebensmittelgutschein in Höhe von €30,- erhalten, das sei allerdings schon großzügig berechnet und würde im Folgemonat mit der laufenden Leistung verrechnet/abgezogen. Im Grunde müsste ich auch in der Wartezone eine Nummer ziehen - dort muss man üblicherweise bis zu zwei Stunden warten (so mir mehrmals geschehen), ausnahmsweise könne ich die Wartezone jedoch dann umgehen.

Frau Dr. Leonhard, ich sollte also für etwas, das ich selbst nicht im Mindesten verursacht, verschuldet oder zu verantworten habe, für das meine Tochter und ich überdies bereits beschädigt worden waren (weil uns das Geld zum Nahrungsmitteleinkauf für mehr als eine Woche fehlte, da mein Konto kontinuierlich seit vielen Jahren im Soll ist und ich nichts mehr abheben konnte) dann noch zusätzlich erniedrigt werden: Ich musste beim Jobcenter darum betteln, dass man mir hilft, erhielt dann die Auskunft, es würde mir kein Geld ausgezahlt, sondern nur ein Lebensmittelgutschein gegeben, mittels dessen ich dann einkaufen könne.

Ich weiß nicht einmal, ob die Geschäfte im hiesigen, sehr elitären Stadtteil solche Gutscheine überhaupt akzeptieren. Überdies wird man auf solche Weise beschämt, erniedrigt: Wenn man mit einem Gutschein an der Kasse im Laden steht und die Leute dann üblicherweise vorurteilsbehaftet denken, man habe sich wohl also etwas "zuschulden kommen lassen", anderenfalls würde man nun nicht mit einem Gutschein einkaufen müssen ... .

Zu erwarten sein sollte stattdessen, dass in einem solchen Fall - da der Fehler unstrittig aufseiten der Behörde(n) liegt - sich die Behörden eigeninitiativ und im Grunde "automatisch", unaufgefordert miteinander kurzschließen und dann einen Notfallplan haben, der dann in Anwendung gebracht wird - statt dass die betroffenen Mütter dem Geld hinterherlaufen und um zeitnahe Notfallhilfe sogar erst noch betteln müssen - und dann mit einem Gutschein abgebügelt werden.

Ich hätte zu meinem Jobcenter im Übrigen sogar schwarz fahren müssen - wer kein Geld für Lebensmittel hat, hat auch keines für Fahrkarten für den ÖPNV und ich habe überdies weder Führerschein noch Auto, erledige alles daher nur noch in unserem Stadtteil fußläufig - zu jeder Tages- und Jahreszeit und bin infolgedessen (zu geringe Hartz 4-Regelbedarfe) seit Jahren nicht mehr mobil (von also sozio-kultureller Teilhabe, Sozialkontakten etc. abgeschnitten - ich kann mir auch die günstigste HVV-Monatskarte schlicht nicht leisten - wie etliche andere Hartz 4-Beziehende auch).

All das wird einem also zugemutet - in einem reichen, vorgeblich demokratischen Rechtsstaat, der überdies vorgeblich materiell arme Kinder und Frauen, alleinerziehende Mütter zu fördern vorgibt. - Das Gegenteil ist Realität. Hierfür ließen sich an dieser Stelle etliche Negativbeispiele anführen - vielleicht ein ander Mal.

Ich fordere Sie, als verantwortliche Person, daher hiermit auf, diese Misere umgehend zu beheben, denn natürlich bin ich, wie Sie sehr wohl wissen, kein "Einzelfall" und was sich zugetragen hat war auch keine "einmalige Panne" - es ist uns bereits zweimal so passiert und es bringt uns jedes einzelne Mal in existenzielle Not. Ich weiß, dass eine solche Situation Ihnen gänzlich fremd ist, sie sie daher nicht ansatzweise nachvollziehen können - aber das macht es für Betroffene leider nicht besser oder leichter, im Gegenteil.


Das Unerträgliche und Unhaltbare besteht darin, dass dies tatsächlich jederzeit genau so wieder passieren kann.

Es muss nur ein weiteres Mal eine "Panne" mit Jus-it geben. Es muss nur ein weiteres Mal der Unterhalt für zwei unterschiedliche Monate beim Jugendamt in ein und demselben Monat eingehen oder irgendein anderer Fehler vorkommen - und wieder fehlt uns, meinem Kind und mir, dann das Geld, wieder werden wir - ohne jegliches eigene Verschulden - beschädigt.
Und knapp 300 Euro sind - für zumindest unsere Verhältnisse - sehr viel Geld, auf das wir nicht im Geringsten verzichten können, sondern auf das wir dringend allmonatlich angewiesen sind: auf die verlässliche, pünktlich erfolgende Zahlung.

So wie uns geht es zahlreichen anderen Alleinerziehenden in Hamburg.

Ich bange nun schon, ob es sich nächsten oder übernächsten oder in einem anderen Folgemonat wieder so ereignen wird. - Was dann, Frau Dr. Leonhard? Wer hilft uns dann: w i e, wann und womit? Und wie häufig sollen/müssen wir das noch erleiden?

Was mir absolut unverständlich ist:


Warum gibt es für solche Fälle keinen Notfallplan?

Warum kooperieren die Behörden (Jugendamt, Jobcenter) hier nicht minimalst miteinander und werden eigeninitiativ umgehend tätig, um den Schaden, den sie selbst verursacht haben (!), von den Familien MIT KINDERN abzuwenden?
Warum muss man selbst sogar noch um das Geld, um Hilfe bei den Behörden betteln - und wird obendrein dann abgewiesen bzw. abgebügelt und erniedrigt - statt dass es im Nachhinein eine Entschädigung gibt/geben müsste!?


Es ist im Hartz 4-Bezug so schon hart genug - man hat kein Leben mehr, man kämpft täglich nur um das Überleben und vegetiert in Entwürdigung, mit Entbehrungen und Kinder werden durch diese Situation, durch materielle Armut, die absichtsvoll politisch verursacht ist und erhalten wird (!), lebenslang geprägt.
Sie verlieren ihre Heiterkeit, ihre Zuversicht, ihr Vertrauen "in die Welt" und in sich selbst, sie werden in der Schule gemobbt, sie erleiden Ausgrenzung - die stets eine gewaltige Schmerzerfahrung ist ... .

Das: hat nichts mit "Förderung" zu tun. Das ist absichtsvolle Beschädigung.
Im Rechtsstaat Deutschland.

Was soll ich meiner Tochter also sagen und geben, wenn sie Hunger hat und es wieder eine "technische Panne" oder Ähnliches bei den Behörden gab? - Dass wir dem Staat nichts wert sind, weil wir keine "fleißigen Leistungsträger", sondern "asoziale Schmarotzer" sind und ich überdies nicht nur eine alleinerziehende, sondern obendrein materiell arme Frau bin, dann auch noch chronisch krank - somit in mehrfacher Hinsicht dem Staat lästiger Ballast - Ausschuss, überflüssig, also beschädig- und vernichtbar?

Sollen wir "nächstes Mal" auf der Straße betteln gehen? Damit wir noch weiter beschämt, erniedrigt, entwertet werden (können)?

Mit freundlichen Grüßen
 
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07. Mai 2017
 
Ärztliches Gutachten (der ausführliche Teil A) ist jetzt (seit gestern) da; musste ich ja erst eigeninitiativ anfordern - man kriegt das nicht einfach "automatisch" ausgehändigt oder übersandt: obwohl es ja die eigene Person betrifft.

Mit deutlicheren Worten: Wer nicht einmal weiß (wie ich bis Sommer letzten Jahres), dass es einen Teil A des Gutachtens gibt und dass man diesen "einsehen" kann bzw. selbst/eigeninitiativ anfordern muss, um ihn einzusehen, der wird folglich nicht wissen k ö n n e n, was über ihn schriftlich festgehalten wurde und was alles davon möglicherweise nicht den Tatsachen entspricht.
 
Und wenn man es dann weiß, weil man den Teil A angefordert hat, schlackert man nicht selten mit den Ohren, ob dessen, das man da liest.
 
Und wie zu erwarten war: sind abermals meine physischen, chronischen Erkrankungen kaum erwähnt bzw. werden sogar diese als "psychisch bedingt" "diagnostiziert".
 
Dazu muss man wissen: Der mit dem Jobcenter kooperierende Arzt hat mich am Tag des Termins nicht minimalst körperlich untersucht - also: gar nichts. Nicht mal Blutdruck gemessen oder Ähnliches - nichts.
Er führte lediglich "ein Gespräch" mit mir.
Sein Fazit: alles bestens - die Frau ist topfit! ;)
 
Seltsam nur, dass diese "Diagnose" von einem Neurologen (der er ist) gestellt wurde, der sich also mit psychischen Erkrankungen offenbar genauso gut auskennt wie mit Blutgerinnungsstörungen und gastroenterologischen sowie gynäkologischen Erkrankungen - denn genau diese PHYSISCHEN Erkrankungen bestehen in meinem Fall seit Jahren und sind durch den aktuellen UKE-Befund (des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, das nun nicht gerade ein Wald- und Wiesenkrankenhaus ist) bestätigt.
 
So viel zur "Unabhängigkeit" der mit den Jobcentern kooperierenden Ärzte. - Es glaubt doch wohl bitte nicht auch nur ein einziger Mensch, dass diese Ärzte je etwas "diagnostizieren", das den Interessen des Jobcenters zuwiderliefe. Ein Arzt, der das täte, würde nicht mehr allzu lange vom Jobcenter engagiert. ;)
 
Und was bedeutet das: Ich muss nun ein weiteres Mal um Richtigstellung des Ärztlichen Gutachtens bitten (beim Ärztlichen Dienst der Agentur für Arbeit) - und genau wie letztes Mal: werden sie diese Richtigstellung auch diesmal wieder verweigern.
Und: ES GIBT KEINE RECHTLICHE HANDHABE DAGEGEN.
 
Nochmal: Das ist alles total rechtens, was da innerhalb von Hartz 4/auf Basis des SGB II passiert. - Nicht wahr?
 
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... Und aktuell hatte ich auch wieder eine schriftliche Stellungnahme ans Gericht zu verfassen, da ich noch zwei Klagen gegen das Jobcenter laufen habe.

Das Jobcenter seinerseits schreibt grundsätzlich und jedes Mal standardmäßig:
"Es wurden seitens der Klägerin keine neuen, rechtserheblichen Gesichtspunkte vorgetragen."
Dann verweisen sie auf den vorausgegangenen Widerspruch und/oder die Leistungsakte.

Auf sämtliche Punkte, die ich in meiner Klagschrift (Klagebegründung) vorgebracht habe, geht das Jobcenter jedes Mal n i c h t ein - mit keinem Satz - es ignoriert diese vollständig.
 
Und ich bin juristisch nicht ausgebildet oder anderweitig versiert.
Wie komme ich da raus? Wie oft soll ich noch "Stellung nehmen" (werde vom Gericht immer wieder ja dazu aufgefordert) - mit welchem Ergebnis?

Ich kann ja nur stets auf das verweisen, das ich in der Klage bereits ausgeführt habe und/oder es nochmals wiederholen.
 
Hätte ich anwaltlichen Beistand, würde das gewiss völlig anders ablaufen, heißt, ich hätte nur dann wohl also eine Chance.
 
Ohne Anwalt: wird man halt durch die Bürokratiemühle - nun auch bei Gericht - gedreht - und das kostet: etliche Kopien (der Anlagen), Porto, Zeit und Nerven. Und den Steuerzahler: Geld.
 
WO IST DER NOTAUSGANG ? ? ?
 
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10. Mai 2017
 
Nochmal Gesundheitliches:
 
Wenn man in elitären Stadtteilen größerer Städte wohnt, gibt es auch dort Kassenärzte, die einen nicht (angemessen) behandeln, wenn man bspw. erwerbslos ist.

Bei jedem Arzt, zu dem ich neu kam, musste ich in den vergangenen Jahren sofort angeben (auf entsprechendem Fragebogen, den man beim ersten Termin ausgehändigt bekommt oder ich wurde auch direkt vom Arzt/der Ärztin gefragt), ob ich erwerbstätig sei bzw. was ich beruflich mache.
Wenn dann klar ist, dass ich eine eher kostenintensive Behandlung benötige (in meinem Fall bspw. eine Eiseninfusionstherapie über mehrere Monate mit einmal wöchentlicher Infusionsgabe über die Dauer von ca. 20 bis 30 Minuten), wurde ich wiederholt abgewiesen - entweder es hieß dann, "Frau Doktor" behandle mich nicht mehr - ohne weitere Begründung oder mir wurde und wird immer wieder in jeder Praxis gesagt, man mache diese Infusionstherapie nicht, weil sie zu gefährlich sei (was nachweislich falsch ist, denn es gibt heute ein sehr sicheres Präparat, das ich auch bereits erhalten habe und gut vertragen hatte).

Bei der Unabhängigen Patientenberatung bestätigte man mir, dass Ärzte diese Infusionstherapie AUS KOSTENGRÜNDEN nicht (mehr) anbieten/durchführen.

Wenn man eine Eisenmangelanämie hat und oral das Eisen (durch Tabletten etc.) nicht gut resorbiert wird, ist die Infusionstherapie unabdingbar - jedoch: es findet sich in meinem Stadtteil kein einziger Arzt, der diese durchzuführen bereit ist. Denn: es "rentiert" sich nicht. Exakt.
Somit bleibt man unbehandelt, die Anämie schreitet zunehmend fort und es gibt keinerlei Hilfe/keine Behandlung. Eigentlich ist das unterlassene Hilfeleistung. Nein?
 
In diesen elitären Stadtteilen können Ärzte sich ihre Patienten aussuchen - die meisten sind sehr finanzstark und bezahlen daher diverse Behandlungen (nicht nur IGEL) dann einfach auch gerne privat - was ich im Hartz 4-Bezug nicht kann, angeboten wurde es mir bei einem Arzt durchaus - für ca. 6 Eiseninfusionen sollte ich ca. €130,- bezahlen - ich brauche alleine 4 dieser Infusionen je Monat und das über ca. 6 Monate oder länger (bis der Eisenspeicher wieder gefüllt ist). Das ist im Hartz 4-Bezug unmöglich finanzierbar.
 
Das nur als e i n Beispiel dafür, wie gerade materiell arme Menschen von Ärzten abgezockt bzw. aussortiert werden - wie man also einfach unbehandelt vor die Tür gestellt wird, denn man ist diesen Ärzten lästig - man kostet, statt Geld in die Kasse zu spülen. So wird man unter fadenscheinigen Gründen abserviert oder anderweitig abgewimmelt - bis man freiwillig geht, weil man jedes Mal umsonst zum Termin kommt: Behandlung: gibt es nicht. Nur auf Privatrechnung, wenn.
 
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Es gibt einen winzigen Lichtschimmer:

VIELLEICHT GIBT ES EINEN ARZT, der die Eiseninfusionstherapie durchführt und: sie über die GKV (gesetzliche Krankenversicherung) abrechnet!

Ich bin grade total hoffnungsvoll und ein wenig erleichtert - ich habe ja nicht mehr daran geglaubt.

Ja, ich weiß: Jeder denkt: Was hast du denn für Sorgen - dir fehlt ein bisschen Eisen, na und?!
Auch ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber: Man hat mit ausgeprägtem, jahrelang bestehendem Eisenmangel (Anämie) wirklich das Gefühl, man löst sich auf; man fühlt sich täglich nach geringster Anstrengung (Einkaufengehen, Hausarbeit ...) wie nach einem Marathonlauf (nicht, dass ich je einen gelaufen wäre, aber so in etwa muss es sich danach anfühlen) - man bricht einfach zusammen.

Alles ist furchtbar anstrengend, die Muskeln schmerzen, zittern, die Beine knicken ein, man hat keine Kraft in den Armen, man bekommt kaum Luft, es ist einem häufig schwindlig, übel, man hat Kopfschmerzen, man ist immer wieder "wie benebelt", man friert andauernd - auch in beheizten Räumen und unter der warmen Dusche.

Man hat das Gefühl, man sei uralt. Man hat einfach gar keine ENERGIE und Vitalität.

Ich weiß nicht, ob es alles nur am Eisenmangel liegt, aber die Symptome sind einfach die typischen (auch noch ein paar mehr vorhanden als die hier aufgezählten - bspw. habe ich auch die typische Schleimhautblässe etc. und natürlich die entsprechenden Labor-/Blutwerte -> ganz klar ausgewiesener Eisenmangel).
 
Sorry für Gejammere, aber ICH FREU´ MICH GERADE IM MOMENT TOTAL, weil ich soeben eine Arzthelferin am Telefon hatte, die mir sagte: "Alles gar kein Problem! Sie bekommen hier SELBSTVERSTÄNDLICH die Eiseninfusionen. Wir rechnen das SELBSTVERSTÄNDLICH mit der GKV ab. WIR MACHEN SOLCHE INFUSIONEN HIER TÄGLICH."

---> Ich kann es ja gar nicht glauben. Und: Ich muss nicht erst wieder sechs Monate auf einen Termin warten (wie im UKE so), sondern habe in kürzester Zeit einen ersten Termin erhalten!
Und der Gerinnungsstörung wollen sie auch nochmal nachgehen.
 
Einziger Nachteil: Ich muss natürlich dorthin gelangen - mit dem ÖPNV, den ich mir nicht leisten kann.
Ich muss für die Infusionstherapie da mindestens einmal wöchentlich hin und muss das auch physisch eben schaffen.

DANN FAHRE ICH HALT SCHWARZ! - WAS SOLL ICH DENN SONST MACHEN ? ! ? ???
 
Jedenfalls: Es gibt wie gesagt immerhin diesen kleinen Lichtblick. Und ja: Ich verspreche/erhoffe mir eine Menge davon: dass ich dann meinen Alltag wieder bewältigen kann. Ganz einfach: das.
 
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12. Dezember 2016
 
Kurze Information auch zu meinem Gesundheitszustand - abermals: nicht, um in irgendeiner Weise bemitleidet werden zu wollen, sondern um zu dokumentieren, was stattfindet - nicht nur "mit"/an mir ... . Es ist ein grundlegendes "gesundheitspolitisches" Problem - wie bekannt.
 
Am Freitag: Nicht den Weg zum Einkaufen (zu den Läden) geschafft (ca. 2km einfache Strecke, also ca. 4km hin und zurück - sollte also eigentlich locker zu Fuß zu schaffen sein - wie seit Jahrzehnten so und ähnlich - mit schweren Taschen bepackt auf dem Rückweg - Wasserflaschen, Waschpulver ...).
Nach der Hälfte der Strecke kehrte ich um. Schmerzen in der Muskulatur (Oberschenkel, Gesäß, Rücken vor allem), ohnehin: Druckschmerz, Muskelzittern und massive Muskelschwäche, Schwindel, Kopfschmerzen, nach geringster Belastung außer Atem, nicht selten auch Übelkeit - durch physischen Überanstrengtseins.
 
Samstag: Weg geschafft, zu Hause muss ich mich dann immer erst mal ablegen.
 
Hintergrund: Nein, keine Panikattacke. ;) - Man nennt es schlicht Eisenmangelanämie.
Daher auch das starke Frieren (selbst zu Hause in auch beheizten Räumen)/die gestörte Temperaturregulation.
Daher die Gesichts- und ausgeprägte Schleimhautblässe.
Daher die physische Erschöpfung/Schwäche/Kraftlosigkeit.
 
Ich habe lebenslang zwei- bis dreimal die Woche Sport gemacht - regelmäßig. Phasenweise (in Tanzpädagogikausbildung) auch täglich mehrere Stunden (anspruchsvolle Bewegung).
Wenn ich jetzt versuche, mein früheres Programm zu absolvieren, klappe ich währenddessen mehr oder weniger zusammen (wenn ich es dennoch durchziehe) und schlafe danach innerhalb weniger Minuten ein.
 
Der gesamte Körper fühlt sich nach geringster Anstrengung an, als habe man einen Marathonlauf oder Ähnliches hinter sich - als habe man keine Muskeln, alles wie aus "Gummi/Pudding". Das Heben des Arms/das Halten einer Tasse strengt schon an - Zittrigkeit, Schwäche.
Die Muskelschmerzen und -schwäche sind Folge des entgleisten Stoffwechsels aufgrund der Mangeldurchblutung bzw. des fehlenden Sauerstoffes - eben durch den Eisenmangel verursacht.
 
Meine manifeste Eisenmangelanämie (mit entsprechend verminderten Werten des Hämoglobin, Hämatokrit, Ferritin etc.) wurde schulmedizinisch bereits/erstmals im Jahr 2010 diagnostiziert.
Seit 2014 bin ich ohne jegliche Behandlung - trotz regelmäßiger Monatsblutung (also Blutverlustes).
 
Aktuell erhalte ich von keinem Arzt in meinem Stadtteil - ich habe zumindest die Hausärzte inzwischen alle durch - die für mich notwendigen Eiseninfusionen, die ich zuvor (in Heidelberg noch) problemlos erhalten und vertragen hatte.
Hier: will man es nicht machen, weil es vorgeblich "zu gefährlich" sei - was eine Ausrede ist. Bei der Unabhängigen Patientenberatung bestätigte man mir, die niedergelassenen (Haus-) Ärzte machten es aus Kostengründen nicht (mehr).
Dazu passt, dass mir angeboten wurde, die Infusionen privat zu bezahlen - dies von einem Kassenarzt - obwohl er weiß, dass bei manifestem Eisenmangel (Anämie) die Infusionen eine Kassenleistung (!) sind - so auch die Auskunft meiner Krankenkasse.
 
Diverse orale Eisenpräparate habe ich durch (Tabletten, Kapseln - die bekannten, mache hier nun keine Werbung sowie freiverkäufliche Kräutersäfte (Reformhaus, Drogerie, Apotheke ...) - auch hier: die bekannten).
Mit eisenhaltiger Nahrung alleine ist eine solche Anämie nicht auszugleichen - würde Jahre dauern.
Erschwerend kommt hinzu, dass ich Hülsenfrüchte nicht vertrage, mir qualitativ gutes (Bio-) RINDFLEISCH finanziell nicht leisten kann.
Ich bin auf die Infusionen angewiesen (phasenweise hatte ich auch Injektionen erhalten, die ich weniger gut vertragen habe, die auch nicht so gut anschlugen).
 
Zusätzliches Problem ist meine erworbene Blutgerinnungsstörung mit erhöhter Blutungsneigung - deren Ursache ist nach wie vor: ungeklärt - trotz diverser Untersuchungen vor Jahren bereits.
Die Gerinnungsstörung wurde ebenfalls erstmalig 2009 bzw. 2010 schulmedizinisch entdeckt/diagnostiziert.
(Nein, es ist kein "von Willebrandt" - wie gesagt: eine erworbene Gerinnungsstörung, keine angeborene).
 
Es gibt also nach wie vor keine Behandlung - weder der Gerinnungsstörung noch der Eisenmangelanämie.
Eine weitere chronische Erkrankung kommt hinzu - die u.U. usrächlich sein könnte, wie ich meine.
 
Vonseiten der Schulmediziner: keinerlei Hilfe. Angeblich bestehe aktuell keine Anämie mehr, die Werte sind plötzlich gerade so im Normbereich - und das: nach zwei Jahren ohne jegliche Eisengabe und trotz regelmäßigen, monatlichen Blutverlusts (durch die Gerinnungsstörung: über das normale Maß - jedes Mal - Pardon für Details, dies jedoch zur Erläuterung).
 
Ja, ich habe außerdem zwei Kinder geboren - Schwangerschaften und Stillzeiten zehren, verbrauchen (Vitalstoffe ...). Und ich habe mich viele Jahre vegetarisch, eine Zeit lang auch vegan "ernährt".
Das alleine ist jedoch nicht Ursache der Anämie - sondern der enorme, regelmäßige Blutverlust (in Folge der Gerinnungsstörung).
 
Fazit: Es gibt keine ärztliche Hilfe. Und ich krieche physisch auf dem Zahnfleisch. - Zu all den anderen Belastungen zusätzlich ... .
Es ist auf der ganzen Linie stets nur ein einziger Kampf - ohne jegliche Perspektive auf auch nur ansatzweise "Verbesserung".
Und ich bin so müde ... . - Ich kann und will nicht mehr "kämpfen". Ich bin es so leid.
 
So vieles: wäre änderbar. Siehe Gesundheitssystem, siehe Hartz 4 ... . - Es ist nicht gewollt. Im Gegenteil ... ... ... .
 
Es ist GLÜCKSSACHE, ob man einen guten, ethisch ausgerichteten (!) Arzt findet, der einem wenigstens die basalste Behandlung zukommen lässt. - Das alleine ist schon: Wahnsinn.
 
Es ist wie immer und überall dasselbe: Wenn du GELD hinlegst, kriegst du alles. Dann rollen sie dir noch den roten Teppich aus. Du bekommst alle mögliche Unterstützung - vom Arzt über die (Privat-/REFORM-) Schule bis zum Anwalt ... .
Wenn du KEIN Geld hast: DARFST DU MITSAMT DEINER UNWERTEN B R U T  VERRECKEN.
 
Worum es mir geht:
 
Wir alle sind oder waren von Ähnlichem bereits betroffen und auch (einige) massiv beschädigt (worden) - siehe bspw. auch Menschen, die Anspruch auf Pflegegeld haben und dies langwierig und umständlich bürokratisch beantragen/darum kämpfen müssen ..., Menschen, die "Opfer" von Ärztepfusch wurden, der mitunter zu lebenslanger Behinderung führt(e), siehe die nachlässige Hygiene in Krankenhäusern, multiresistente Keime, wie dem Abhilfe zu schaffen wäre, aber nicht wird, siehe den immensen Bürokratieaufwand und die Überlastung von Krankenhausärzten, siehe, wieviele Stunden (!) man oft in Notaufnahmen (!) warten muss - auch und gerade in Kinderkliniken.

Siehe bspw. auch, dass noch immer zu viele Antibiotika von Ärzten verschrieben werden, ohne, dass zuvor ein Abstrich ... gemacht, also eruiert wurde, um welche Baktieren(stämme) es sich überhaupt handelt und welches Antibiotikum dafür gezielt gegeben werden müsste - wenn überhaupt (es werden stattdessen einfach nach wie vor nach dem Gießkannenprinzip Breitbandantibiotika verschrieben - man hat ja seine lukrativen Verträge/Verbindungen mit der Pharmaindustrie ...). Und auch immer noch werden sogar Kindern bei viralen Infekten Antibiotika verschrieben - wo sie nachweislich gar nicht helfen, ganz abgesehen davon, wie massiv sie in das Darmmikrobiom eingreifen und es schädigen ... . Gerade bei Kindern - je jünger, je intensiver und nicht selten mit auch Langzeit-/Spätfolgen (siehe dazu die immense Bedeutung des Darmmikrobioms für die Gesundheit). Und so weiter ... .

Mir ist so wichtig, dass die Leute gerade nicht mehr aus SCHAM schweigen - und leiden. ... Und das Beschädigtwerden weiterhin seinen Lauf nimmt - nehmen d a r f.
 
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16. Dezember 2016
 
... Was soll ich noch sagen. Verarschung auf der ganzen Linie.
Aktueller Ferritinwert (Blut-/Laborwert von heute, Blut vorgestern abgenommen): 11 Mikrogramm.

Gehöre ich nun mit 43 Jahren noch zur Gruppe der bis-45-Jährigen oder zu der der ab-45-Jährigen? Warum wird im Alter von 45 Jahren die Grenze/der Schnitt gesetzt?
 
Die Internistin meint jedenfalls, ich hätte keine Eisenmangelanämie (mehr). - Auch sie kann mir nicht erklären, wie es möglich sein kann, dass meine Anämie ohne jegliche Behandlung, ohne Ernährungsveränderung(smöglichkeit), ohne verminderte Mensblutungen plötzlich von alleine "verschwunden" ist.
 
 
Nach den Normbereichswerten von Wikipedia wäre es ganz klar ein Eisenmangel: https://de.wikipedia.org/wiki/Ferritin
 
 
Vor allem besehe man sich, wo die Obergrenze liegt, dass man also erst irgendwo in der Mitte (zwischen unterem und oberem Normwert) wohl einigermaßen gut versorgt ist - wie gesagt: ich liege aktuell bei 11 Mikrogramm.
Aber NEIN, es besteht KEIN EISENMANGEL - laut hiesigen, niedergelassenen Ärzten. - Warum nicht?: Weil sie keine Infusionen durchführen: wollen. Und weil nur mittels derer ein so ausgeprägter Eisenmangel zeitnah zu beheben ist - so, dass man sich physisch besser fühlt.

Denn wissen muss man auch, dass das Ferritin das Speichereisen ist - wenn also die Eisenspeicher bereits geleert sind, dann - spätestens - sollte man doch ans Auffüllen denken.
 
Die niedergelassenen Ärzte hier: denken ja gar nicht daran. - Tja, Pech gehabt. Geh´ weiter rumkrebsen. Vielleicht kriegst du irgendwann mal ne Bluttransfusion, wenn du gar nicht mehr stehen kannst. Vielleicht aber auch nicht - bist ja ne dreckige HARTZERIN mit gleichermaßen UNWERTER BRUT. Die sollen ruhig verrecken!
 
Und sie machen sich erst gar nicht die Mühe, die anderen Werte einfach mal zu überprüfen, um der Sache auf den Grund zu gehen - siehe sowas wie Transferrin, Transferrinsättigung ... . Man wird einfach abgewimmelt. - Und tschüss!
 
... Nur, um es nochmal zu verdeutlichen: Sie sagte allen Ernstes zu mir, ich solle "viel grünes Gemüse essen, Brokkoli zum Beispiel". - Wo sie als Medizinerin eigentlich genau wissen müsste (weiß?), dass eine ausgeprägte Anämie eben nicht mittels Ernährung alleine ausgleichbar ist, weil Eisen über den Darm nur schlecht resorbiert wird und überdies Eisen aus tierischen Quellen (Rindfleisch, rotes Fleisch!) deutlich besser aufgenommen wird bzw. bioverfügbar ist (zusammen mit Vitamin C, genau).

So einen Dreck muss man sich aber dennoch von Ärzten sagen lassen.
Das ist so ähnlich wie die Nummer mit der Ärztin (?) beim Ärztlichen Dienst der Agentur für Arbeit, die mir wörtlich sagte, ich solle täglich eine Avocado essen, das genüge - dann sei ich mit allen wichtigen Vitalstoffen versorgt.
Ich sach´s nur nochmal kurz: Ich bin 1,67m groß und wiege 50kg. - Wie lange überlebe ich mit einer Avocado am Tag?
 
Ich soll jetzt zum Neurologen gehen.
Und dann hab´ ich ja nächstes Jahr den Termin im UKE - wegen der Gerinnungsstörung. Dahin schieben sie mich a l l e gerne/immer wieder ab: "Machen Sie doch einen Termin im UKE." / "Sie haben doch einen Termin im UKE?" - Ja, aber dort kriegt man - nicht nur ich - nur alle halbe Jahr einen Termin! Und wenn man d a n n nicht kann: darf man wieder 6 Monate warten. Und w a s macht/wie "lebt" man: in der Zwischenzeit?!? ??? - Interessiert kein Schwein.
 
Ich möchte im Übrigen nicht im Mindesten bestreiten, dass meine - mittlerweile also auch physische - Erschöpfung massiv durch meine/unsere Lebensumstände - also materielle Armut, Druck, Existenzängste, fehlender sozialer und/oder finanzieller Rückhalt seit mehr als zwei Jahrzehnten (mit zwei Kindern alleine) ... - verursacht wurde und wird. ABER: Da hilft keine "Mutter-Kind-Kur" und auch kein Aufenthalt in psychosomatischer Klinik oder gar Psychopharmaka.
Da hilft tatsächlich: eben diese Lebensumstände zu verändern - was vor allem erhebliche, zeitnahe politische "Veränderungen" zur Voraussetzung hat (hätte) - für nicht nur mich und mein Kind.

Vorab jedoch hülfe immerhin schon mal ein wenig zumindest, wenn es eine angemessene, wenigstens vorübergehende, symptomatische medizinische Behandlung gäbe (bspw. durch Eiseninfusionen), wenn es schon leider keine ursächliche/Ursachen behebende gibt.
Aber - selbst das: wird einem verwehrt, verweigert. Nach wie vor.
 
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17.12.2016
 
"[...] Ferritin ist neben dem Hämosiderin wichtigstes Eisenspeicherprotein des Organismus. Seine physiologische Funktion ist die Speicherung, aber auch der Transport anderer Metalle. Normwerte betragen für Frauen 15 bis 150 µg/l und für Männer 30 bis 400 µg/l. Die Serum-Ferritin-Konzentration von 100 µg/l repräsentiert etwa 1 g Speichereisen. Werte unter 15 µg/l gelten als Zeichen absoluten Eisenmangels. Die Höhe des Ferritins im Blut korreliert positiv mit dem Gesamtkörpereisen-Pool, niedrige Werte weisen also auf einen Eisenmangel hin. [...]"
 
"[...] Die Diagnose einer Eisenmangelanämie ist gesichert bei einer mikrozytären Anämie mit eindeutig vermindertem Ferritinspiegel im Blut.[...]"
 
"Eine negative Eisenbilanz führt zunächst zu einem Speichereisenmangel. Im Stadium I sind die Eisenspeicher reduziert, die Erythropoese wird jedoch noch genügend mit Eisen versorgt. Im Stadium II, der eisendefizitären Erythropoese (auch als funktioneller Eisenmangel bezeichnet) ist die Versorgung der erythropoetischen Vorstufen im Knochenmark nicht mehr ausreichend, das Hämoglobin liegt jedoch noch im Normbereich. Wird schließlich der Hämoglobinnormwert unterschritten, so liegt das Stadium III des Eisenmangels, die Eisenmangelanämie vor.
 
Bei einem Speichereisenmangel im Stadium I ergeben sich keine funktionellen Nachteile. Auch in diesem Stadium muss die Ursache der negativen Eisenbilanz abgeklärt und ggf. eine Neoplasie des Magen-Darmtraktes als Blutungsquelle ausgeschlossen werden. Bei Übergang in das Stadium II - die eisendefizitäre Erythropoese - wird der Eisenmangel zur Erkrankung, indem die Zellen nicht mehr ausreichend mit Eisen versorgt werden können. Im Stadium III ist die mangelhafte Eisenversorgung der Körperzellen bereits so ausgeprägt, dass die Hämoglobin-Normwerte unterschritten wurden.[...]
 
Ferritin
Frauen: 15-150 µg / l [...]"
 
 
Was macht man, wenn mittlerweile fünf Ärzte (alle im selben Stadtteil, in dem überwiegend sehr gut situierte Leute wohnen, die sicher die ein und andere Behandlung gerne privat bezahlen - wir mir so auch angeraten wurde: von einem der Ärzte) die Fakten ignorieren bzw. "umdeuten" - einfach behaupten, es liege kein Eisenmangel vor (aktueller Ferritinwert wie gesagt bei 11 Mikrogramm, bisher waren Hämatokrit und Hämoglobin sowie MCV, auch immer erniedrigt, aktuell angeblich gerade so im Normbereich, MCHC und MCH waren immer wieder mal erniedrigt)?
Wenn überall nachlesbar ist, dass Eisen - insbesondere bei bestehender Malabsorption - über den Darm schlecht resorbiert wird, daher also eine orale Eisengabe nicht hilft (zumal oral eingenommenes Eisen häufig erhebliche Nebenwirkungen hat, so auch bei mir)?
Wenn Ärzte einem dann tatsächlich trotzdem raten, man solle einfach "grünes Gemüse essen". Eine Allgemeinmedizinerin - Schulmedizinerin! - fragte mich sogar, ob ich "übersäuert" sei. Ja, dann kann ich auch gleich zum Heilpraktiker gehen.

Was macht man, wenn Ärzte behaupten, Eiseninfusionen seien sehr gefährlich, obwohl man selbst sie eine Zeit lang regelmäßig bekam und bestens vertragen hat?
Was macht man, wenn Ärzte einfach nicht zugeben, dass sie die Infusionstherapie AUS KOSTENGRÜNDEN nicht durchführen - wie soll man ihnen das nachweisen? ??
 
Ich kann nicht zu einem anderen, weiter entfernten Arzt gehen, um dort ggf. die richtige Diagnose (bestätigt) zu erhalten - wie so damals in Heidelberg noch und auch zu Anfang in Hamburg (Eisenmangelanämie diagnostiziert wurde) - und dann mit viel GLÜCK dort vielleicht auch Infusionen zu erhalten, denn: ich schaffe den Weg physisch nicht (mehr) und vor allem habe ich das Geld nicht, um überhaupt mittels ÖPNV in einen anderen Stadtteil zu gelangen - und das regelmäßig ein bis zwei Mal die Woche, denn in diesem Abstand erfolgen üblicherweise die Eisengaben per Infusion.
 
Was macht man also, wenn man die dringend erforderliche Therapie nicht erhält und kaum mehr seinen Alltag bewältigen kann - schon einkaufen zur strapaziösen Herausforderung wird?

Was macht man, wenn man fortwährend allmonatlich noch mehr Blut (damit Eisen) verliert?
 
ICH BIN FÜR JEDEN SACHDIENLICHEN RAT DANKBAR!
 
 
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21.12.2016
 
Ich habe heute in meiner Verzweiflung im meiner Wohnung nächstgelegenen Krankenhaus angerufen, um zu erfragen, ob dort ambulant eine Eiseninfusionstherapie bei nachgewiesener Eisenmangelanämie durchgeführt werden kann (weil ich hier im Stadtteil keinen einzigen niedergelassenen Arzt finden konnte/kann, der dies vornimmt bzw. nur dann, wenn ich die Infusionen privat bezahle, obwohl es unstrittig eine Kassenleistung ist).
 
Antwort: Nein, sie machen das auch nicht.
Die Dame am Telefon fragte mich, warum ich es nicht bei einem Hausarzt machen lasse. Ich entgegnete, man halte es "für zu gefährlich", obgleich das früher einmal verwandte, risikoreichere Präparat längst nicht mehr auf dem Markt ist, stattdessen ein gut verträgliches, das auch ich in Heidelberg regelmäßig erhalten und bestens vertragen habe. Ich äußerte noch, dass die niedergelassenen Ärzte es aus Kostengrünfen nicht machen, das aber den Patienten so nicht sagen - die Dame am Telefon antwortete mir zustimmend "Ja, das ist der eigentliche Grund."
 
Im Krankenhaus kann ich jedoch nur dann eine Eiseninfusion erhalten, wenn ich dort als Notfall und mit Einweisung (!?) vorstellig werde. Auch dann aber würde ich allenfalls eine einzige Infusion erhalten - die nichts bewirkt, denn um die Eisenspeicher aufzufüllen ist es erforderlich, wöchentlich ein Mal eine Infusion (mit entsprechend hochdosiertem Eisen) zu erhalten (wie vor Jahren so bei mir erfolgt) und das über ca. 6 Monate bzw. so lange, bis die Speicher gefüllt sind (Ferritinwert ;) ).
Sie konnte mir auch keinen Rat geben, an wen ich mich nun noch wenden könne.
Sie sagte mir noch, dass sie es in der Klinik auch nicht abrechnen können - nur im Rahmen eines Notfalls "mit Einweisung".
 
Noch Fragen?
 
Anmerkung:
Außerhalb meines Stadtteils kann ich keinen Arzt konsultieren - ich gelange dort ohne die Nutzung des ÖPNV und ohne vorhandenes Auto nicht hin - ich habe nicht das notwendige Geld dafür.
Und zuvor ist überdies die Frage: Wie finde ich einen Arzt in Hamburg, der die Eiseninfusionstherapie durchführt, o h n e mich privat zur Kasse zu bitten - soll ich sämtliche niedergelassenen Ärzte in Hamburg durchtelefonieren? - Nein, die Krankenkasse darf dazu keine Auskunft geben, davon abgesehen wissen sie auch selbst nicht, wer Eiseninfusionen gibt.
 
Fazit:
Du kannst nicht einfach zu einem Arzt gehen und es wird dir geholfen. Es ist GLÜCKSSACHE, also ZUFALL, ob/wenn dir geholfen wird - oder: eine Frage DES GELDES.
Es ist schon Glückssache, dass/ob du überhaupt eine Diagnose erhältst. - Meine erworbene (nicht angeborene) Blutgerinnungsstörung ist seit 2010 diagnostiziert und besteht bis heute fort: ohne bekannte Ursache. Und ja: Ich war selbstverständlich wiederholt zu Untersuchungen in einer Fachklinik (Gerinnungsambulanz, Hämatologie).

Und darüberhinaus erkennt das Jobcenter die bestehenden Erkrankungen als solche nicht an - nicht einmal der "Ärztliche Dienst" der Agentur für Arbeit. Trotz mehrfach vorgelegter Laborbefunde, die das Vorhandensein des Eisenmangels wie auch der Gerinnungsstörung und der Malabsorption belegen.
Diese ärztlichen/schulmedizinischen Befunde werden vollständig ignoriert - im "Ärztlichen Gutachten" des Ärztlichen Dienstes" der Agentur für Arbeit nicht einmal erwähnt.

Und ich erhalte nicht mal wenigstens die Eiseninfusionen, die mir, bekäme ich sie (wieder), immerhin ermöglichten, meinen Alltag überhaupt angemessen bewältigen zu können.
 
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21. Januar 2017
 
Aktuelles Körpergewicht: 49,1kg - bei einer Körpergröße von 1,67m.
 
Erstmals seit 27 Jahren bin ich nun (wieder) unter die 50 Kilo-Marke geraten.
Letztes Jahr wog ich um diese Zeit immerhin noch 54kg (plus/minus ein, zwei Kilo im Jahresverlauf).
 
Nein, mir ist nicht mehr zum Lachen zumute. Längst nicht mehr.
 
Ich schaffe oft wie gesagt nicht einmal mehr den Weg vom Einkaufen nach Hause ... . Ich mache ja alles seit etlichen Jahren zu Fuß und habe die Einkaufsläden leider nicht um die Ecke. Nicht einmal einen Bäcker gibt es in der Nähe, der nächste ist ca. 2km entfernt (wie auch alle anderen Lebensmittelgeschäfte, in denen ich einkaufe), zurück dann nochmal dieselbe Strecke - wenn man gesund und vital ist, ist das selbstverständlich kein Weg, in meinem Fall sieht es anders aus.
 
Meine Tochter fragt/bittet mich beinahe täglich, hoffentlich nicht bald zu sterben - sie hat außer mir leider keine Bezugspersonen, niemanden, der sich kümmert ... . Ihre Angst vor Verlust ihrer Mutter ist daher verständlich und nachvollziehbar auch deshalb, weil sie meine körperlichen Erschöpfungs-/Schwächezustände einfach täglich mitbekommt - zwangsläufig.
Natürlich sage ich ihr, dass ich nicht bald sterbe ... . Aber sie sieht, erlebt ja, dass es mir physisch schlecht geht (und wie lange schon und dass sich mein Zustand kontinuierlich verschlechtert) und ich immer "weniger werde" ... . Das lässt sich nicht verbergen.
 
Alles, das mir tatsächlich helfen würde/könnte, bleibt aus, wird verwehrt, verweigert. Nach wie vor.
 
Was mir durchaus akut/spontan helfen würde:
  1. Eiseninfusionen bei einem niedergelassenen Arzt/Mediziner in meinem Stadtteil, der diese Therapie über die GKV abrechnet (statt mich privat zur Kasse zu bitten, obwohl bei nachgewiesener Eisenmangelanämie und zusätzlich bestehender Malabsorption die Eiseninfusionstherapie unstrittige Leistung der GKV ist - so nach Auskunft meiner Krankenkasse).
  2. Das Klären/Herausfinden der Ursache meiner erworbenen Blutgerinnungsstörung und einhergened bzw. nachfolgend das Beheben dieser Gerinnungsstörung.
  3. Damit ließe sich immerhin meine Hypermennorhoe beheben und längerfristig – mittels Eiseninfusionen – dann auch endlich der Eisenmangel.
  4. Wir brauchen deutlich mehr Geld, um uns gesund ernähren zu können – ich müsste bspw. mehrmals die Woche rotes Fleisch (idealierweise Rindfleisch) essen, da dieses den höchsten Eisengehalt hat bzw. auch am leichtesten in dieser Form vom Körper aufgenommen (resorbiert) wird. Diverse andere pflanzliche eisenreiche Nahrungsquellen vertrage/resorbiere ich leider nicht (Malabsorption).
  5. Eine Vitalstofftherapie wegen meiner Malabsorption und der einhergehenden Nährstoffmängel. Aktuell erhalte ich immerhin Vitamin B12-Spritzen auf Anraten einer Ärztin, muss das B12 jedoch privat bezahlen. Leider hilft es gegen die physische Schwäche nicht, denn die Ursache für diese ist der Eisenmangel. Ich brauche also längst – wieder - dringend Eisen verabreicht (in Form von Infusionen).
  6. Führerschein und Auto, weil es damit deutlich leichter ist, mobil sein zu können als mittels ÖPNV, gerade dann, wenn man physisch geschwächt ist, ständig friert, Darmbeschwerden hat … .
  7. Massagen gegen meine Myogelosen (Muskelverhärtungen in Folge des Eisenmangels – daraus resultierend eine Minderdurchblutung der Muskulatur, somit eine Stoffwechselveränderung im Muskel, aus der die Verhärtungen resultieren) – es tut schon weh, wenn meine Tochter sich auf meinen Schoß (Oberschenkel) setzt oder man mich am Oberarm anfasst, meine gesamte Rückenmuskulatur ist verhärtet … .
 
Nichts davon: erhalte ich hier in meinem Stadtteil bzw. müsste (bei Massagen bspw.) selbst zuzahlen – was ich mir aus bekannten Gründen (Hartz 4 Regelsätze sind deutlich zu gering) nicht leisten kann.
 
Längst brauche ich auch eine neue Brille – auch diese: kann ich mir seit Jahren (!) finanziell nicht leisten. – Ich bin nicht nur im Hartz 4-Bezug, sondern überdies seit 23 nonstop allein alleinerziehende Mutter, die Bedürfnisse der Kinder habe ich stets über meine eigenen gestellt. Anders: ginge es nicht, anderenfalls hätte ich bei den Kindern noch mehr einsparen müssen, was ich nicht wollte/will – es ist so schon schwer genug, insbesondere für meine Tochter.
 
Hinsichtlich der Malabsorption (sie beruht sehr wahrscheinlich auf einer Fruktose-Unverträglichkeit, ist eine Fruktose-Malabsorption; Fruktose ist in etlichen Nahrungsmitteln, u.a. auch in Gemüse, enthalten und wird sehr vielen Industrielebensmitteln zugesetzt) gibt es keine ursächliche, auch keine symptomatische Behandlung – ich muss mich/kann mich nur sehr eingeschränkt ernähren, um Beschwerden einigermaßen auf diese Weise vermeiden zu können - was jedoch weitere Vitalstoffmangelzustände kontinuierlich zur Folge hat und daraus resultierend weitere physische Schwäche, Kraftlosigkeit, Gewichtsverlust … .
Die Malabsorption wurde 2009 erstmals schulmedizinisch - durch einen Facharzt (Gastro-Enterologe) diagnostiziert.
 
Die Hypermennorhoe ist ebenfalls nicht ursächlich behandelbar – sie resultiert aus der (erworbenen) Blutgerinnungsstörung, deren Ursache nach wie vor ungeklärt ist.
 
Es gibt für die Blutgerinnungsstörung daher auch keine Behandlung – zur weiteren Abklärung habe ich nun im UKE (Universitätsklinikum Eppendorf) einen Termin Ende Januar 2017; ich hoffe sehr, diesen wahrnehmen zu können, d.h. dazu physisch (!) in der Lage zu sein, denn anderenfalls muss ich wieder ein halbes Jahr auf den nächsten Termin warten – so erging es mir bereits im letzten Jahr (ich konnte den Termin nicht wahrnehmen, nun musste ich wieder 6 Monate auf den nächsten/diesen aktuellen warten). Es gibt zum UKE keine Alternative, ich habe von mehreren Ärzten, die ich hier im Stadtteil aufsuchte eben diesen Rat erhalten: mich im UKE untersuchen lassen zu sollen, da die hiesigen niedergelassenen Ärzte keine Hämatologen sind.
 
Der allmonatliche, sehr starke Blutverlust als Folge der Hypermenorrhoe, die aus der Blutgerinnungsstörung resultiert, hat wiederum den Eisenmangel zur Folge und die Folge dieses Eisenmangels sowie der Vitalstoff-/Nährstoffmängel durch die Malabsorption ist: die massive physische Schwäche, Erschöpfungszustände nach geringster körperlicher Anstrengung, Schwindel, Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Muskelschmerzen (durch den Sauerstoffmangel im Blut, also auch in den Muskeln …).
Die Hypermenorrhoe ist so stark ausgeprägt, dass ich an den ersten beiden Tagen der Menstruation das Haus nicht verlassen kann, gynäkologisch besteht keine Ursache - die extrem starke Menstruationsblutung ist zweifelsfrei Folge der Gerinnungsstörung.
 
Dies schränkt mich in meinem Lebensalltag erheblich ein – schon einkaufen ist wie gesagt eine Herausforderung …, ich bin danach so geschwächt, erschöpft, dass ich mich hinlegen muss; oft schaffe ich den Rückweg nach Hause kaum, muss stehenbleiben, mich hinsetzen, versuche jedoch, so schnell wie möglich dann nach Hause zu kommen. Mir knicken die Knie ein, ich zittere beim Halten einer Tasse – man fühlt sich wie nach einer sportlichen Höchstleistung, obwohl man nur Alltägliches getan hat.
Ich habe mein Leben lang regelmäßig mehrmals wöchentlich Sport gemacht – daran ist seit Jahren nicht mehr zu denken – ich habe es mehrfach zu Hause versucht … .
 
Es sind dies – wie auch meine Gesichts- und vor allem die absolut typische Schleimhautblässe sowie diverse weitere Symptome (Haarausfall, starkes Frieren in auch warmen Räumen, Herzklopfen nach geringster körperlicher Anstrengung …) – die typischen Symptome eines ausgeprägten Eisenmangels, der in meinem Fall seit 2010 besteht (zumindest dann erstmals diagnostiziert wurde, vielleicht besteht er schon länger).
 
Aufgrund der Malabsorption helfen orale Eisenpräparate mir nicht – ich habe das mehrfach und verschiedene davon ausprobiert. Das Eisen wird oral nur schlecht resorbiert (Dünndarm), bei bestehender Malabsorption noch weniger, außerdem verstärkt es meine ohnehin schon vorhandenen Darmbeschwerden.
 
Daher habe ich in Heidelberg bei meinem damaligen Hausarzt die erforderlichen Eiseninfusionen erhalten – einmal wöchentlich und diese auch problemlos vertragen.
Hier in Hamburg konnte ich bisher keinen Arzt finden, der mir diese Infusionen verabreicht bzw. nur für kurze Zeit, dann hieß es, ich müsse sie privat bezahlen. Bei nachgewiesener Eisenmangelanämie sind diese Infusionen jedoch eine Kassenleistung, wie meine Krankenkasse bestätigte.
 
Die wenigen Eiseninjektionen, die ich dann noch bei einem anderen Arzt für kurze Zeit erhielt, haben nicht geholfen. Sie müssten viel langsamer gespritzt werden – dafür fehlt den Ärzten die Zeit bzw. kostet es sie ebenfalls zu viel Geld (ein Raum wird belegt, eine Arzthelferin muss die Spritze geben und eigentlich über ca. 30 Minuten injizieren – wie so auch die Infusionen).
Auch durch die Unabhängige Patientenberatung wurde mir bestätigt, dass die Ärzte diese Infusionstherapie aus Kostengründen nicht (mehr) durchführen. Der von Ärzten vorgeschobene Grund lautet natürlich anders - es sei "zu gefährlich", was Unsinn ist, denn das risikoreiche Präparat wird längst nicht mehr angewandt, ist durch ein sehr gut verträgliches ersetzt, die Infusionen müssen eben nur richtig durchgeführt werden, vor allem langsam laufen.
 
Grundsätzlich nützen jedoch auch die Eiseninfusionen so lange nichts – lässt sich damit der Eisenmangel nicht damit beheben – als die Blutgerinnungsstörung fortbesteht. Denn durch den monatlichen, sehr hohen Blutverlust (Menstruation/Hypermenorrhoe) verliere ich auch natürlich jedes Mal wieder Eisen. So kann der Eisenspeicher nicht aufgefüllt werden.
Es muss zuvor die Gerinnungsstörung behoben bzw. dafür zunächst ihre Ursache gefunden werden. – Siehe oben … . Deshalb wird mir von den hiesigen Ärzten nur immer wieder geraten, mich im UKE untersuchen zu lassen. Eine ärztliche Behandlung findet daher nicht statt/kann nicht stattfinden – so lange die Ursachen nicht geklärt sind.
 
Die niedergelassenen Ärzte hier im Stadtteil - inzwischen habe ich fast alle durch - weigern sich jedoch wie gesagt, Eiseninfusionen durchzuführen (und über die GKV abzurechnen) – aus Kostengründen.
Die Infusionen würden jedoch zunächst/vorläufig eine wenigstens symptomatische Behandlung darstellen, die meine Erschöpfungszustände ein wenig abschwächen könnte - wenn eben Eisen aufgefüllt würde. Seit über einem Jahr verliere ich allerdings nur jeden Monat Blut/Eisen, ohne auch nur das geringste Bisschen "aufzufüllen", den Eisenverlust ausgleichen zu können.
 
Ich kann keinen Arzt außerhalb meines Stadtteils aufsuchen, denn dafür benötige ich das Geld für den ÖPNV, das ich nicht habe – weshalb wir auch seit Jahren sozial isoliert sind (ich kann nichts in der Stadt unternehmen, nicht einmal Freunde besuchen …).
Wir (meine Tochter und ich) können stets nur fußläufig im Stadtteil unterwegs sein; ich habe nicht mal ein Fahrrad, auch das kann ich mir – selbst secondhand – nicht leisten, ich bin froh, wenn ich ein solches für meine Tochter bisher fand.
 
Überdies muss ich für die Eiseninfusionstherapie – die zumindest symptomatisch etwas Besserung bringen könnte! – einmal wöchentlich den Arzt aufsuchen (wie so bereits in Heidelberg vor Jahren) – das schaffe ich physisch nicht mit dem ÖPNV. Ich brauche einen Arzt hier fußläufig erreichbar.
 
Hätte ich Führerschein und Auto, würde mir dies eine enorme Erleichterung bringen und vieles überhaupt erst ermöglichen – leider verfüge ich auch hierüber nicht.
 
... Aber niedergelassene Ärzte erzählen dir ständig nur, du hättest eine Depression - die lässt sich ja auch behandeln (Anti-Depressiva) und vor allem sehr lukrativ abrechnen (siehe die Betreuungsstrukturverträge zwischen Ärzten und Krankenkassen - ging gerade durch die Medien ...).
 
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26. Januar 2017
 
Gestern war ich bei der Internistin, die ich vergangenen Monat (Dezember 2016) bereits aufgesucht hatte. Im Dezember war man sehr freundlich (Sprechstundenhilfe) zu mir gewesen und ich hatte einen regulären Termin erhalten - keine Rede davon, dass man keine neuen Patienten mehr aufnähme, ich hatte extra danach gefragt, weil mir genau dies kurz zuvor in einer anderen internistischen Praxis entgegnet wurde.
 
Nun hatte ich gestern dort meine Laborwerte (Ausdruck) abgeholt und nach einer weiteren Vitamin B12-Spritze gefragt, welche ich im Dezember bereits problemlos und spontan in dieser Praxis erhalten hatte (das Präparat habe ich selbst mitgebracht/privat bezahlt), außerdem um ein Attest anfragen wollen. - Die Sprechstundenhilfe war diesmal sofort sehr abweisend, versuchte mehrfach, mich abzuwimmeln. Zuerst sagte sie, sie habe mir noch nie eine Vitamin B12-Spritze gegeben, nachdem ich sie auf den Dezember-Termin hinwies, räumte sie ein, dass es dann wohl so gewesen sein muss, aber eigentlich müsse ich das grundsätzlich bei meiner Hausärztin vornehmen lassen. Komisch, im Dezember noch hatte sie davon nichts gesagt.
 
Sie wiederholte dann noch mehrmals, dass sie es "jetzt so verstanden" habe - da mir nicht klar war, was sie wie verstanden hatte, fragte ich ebenfalls wiederholt nach. Letztlich äußerte sie, dass "Frau Doktor" mich nicht weiterbehandeln möchte/wird. Als ich fragte, warum und warum nun plötzlich, hieß es, sie habe das "jetzt so verstanden". Aha.
Ich bat schließlich darum, dass "Frau Doktor" mir bitte einen plausiblen Grund nennen möge, woraufhin ich abgespeist wurde mit dem Satz, "Frau Doktor" werde mich dann eventuell heute Abend noch anrufen oder mir etwas schreiben. Bisher zumindest geschah dies (noch?) nicht.
 
Wie gesagt: Ich war bisher nur ein Mal in dieser Praxis, bei jenem Termin war man überaus freundlich. Dann hatte ich mir die Ergebnisse der Blutwerte telefonisch durchgeben lassen und da hieß es von "Frau Doktor", es läge kein Eisenmangel vor, obwohl der Ausdruck des Befundes (Blutwerte) genau das aussagt - es steht sogar wörtlich in einem Satz darunter, dass ein Eisenmangel Grund für den erniedrigten Ferritinwert ist.
Sie hatte mir ja im Dezember noch geraten, ich solle viel grünes Gemüse essen, das sei eisenhaltig. - Ich muss nun nicht noch mal erwähnen, dass bei einem ausgeprägten, jahrelang bestehenden Eisenmangel mittels "grünen Gemüses" (oral mit der Nahrung aufgenommenes Eisen, überdies in so geringen Mengen) dieser Mangel nachweislich nicht zu beheben ist.
Nun versuchte man also, mich loszuwerden - kenne ich ja bereits ... .

Es ist überall hier im Stadtteil das Gleiche: Man sieht, dass ein Eisenmangel besteht und eine Malabsorption vorliegt, man weiß, dass man diesen Eisenmangel eben deshalb (Malabsorption) mittels Infusionstherapie behandeln müsste; genau das will man (Ärzte) jedoch aus Kostengründen absolut nicht.
Also behauptet man entweder, es liege gar kein Eisenmangel (mehr) vor - trotz starker allmonatlicher Blutungen (Gerinnungsstörung), also ständigen Eisenverlustes und keinerlei Eisenzufuhr seit mehr als einem Jahr - oder es seien Eiseninfusionen "zu gefährlich" (was Unsinn ist, siehe oben ...) oder man führe die Infusionen durch, ich müsse sie dann aber privat bezahlen (zuletzt war bei einem anderen Arzt/Schulmediziner die Rede von ca. €140,- für nur 6 Infusionen - die mir bei Weitem nicht reichen - ich brauche jede Woche eine und das ca. drei bis sechs Monate lang - um die Eisenspeicher aufzufüllen, was durch die allmonatliche, starke Blutung eigentlich jedoch ohnehin nicht möglich ist und bisher eben auch nicht funktioniert hat, aber immerhin fühlte ich mich dann - mit den Eiseninfusionen - nicht so extrem schwach, kraftlos usw., es wäre also eine vorläufig wenigstens symptomatische Behandlung).

Tja - Pech gehabt. Ein Mal mehr. - Wieviele Ärzte soll ich also noch abklappern - auf gut Glück?

Heute war ich nun immerhin endlich im UKE (Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf) - beim Termin in der Gerinnungsambulanz, auf welchen ich (zum zweiten Mal) ein halbes Jahr hatte warten müssen.
 
Es wurden 16 Röhrchen Blut abgenommen. Auf das Ergebnis bin ich gespannt ... .

Die Aussage der UKE-Ambulanz-Ärztin war, dass meine Erschöpfungszustände, mein aktueller Gewichtsverlust und  mein körperliches Abbauen (sie bezeichnete es wörtlich selbst so), der Verlust von auch Muskelmasse sowie die Muskelschmerzen ... auf den Eisenmangel nicht zurückzuführen sein könnten, wenn der aktuelle Ferritin- und HB-Wert (aus der Praxis der oben genannten Internistin bzw. deren Labor) korrekt und aktuell sei.

Auch erkläre sich meine starke Menstruationsblutung nicht durch die Gerinnungsstörung - auf Basis der bisher vorliegenden Werte. Man werde das nun jedoch noch mal genauer untersuchen, allerdings müsse man abklären, ob nicht doch andere Ursachen - wie bspw. eine schwerwiegende Erkrankung (O-Ton) - vorlägen, weshalb ich diverse andere - invasive ;) - Untersuchungen (im UKE ;) ) vornehmen lassen solle.

Tja, zu blöde nur, dass gynäkologisch alles in bester Ordnung ist, dass auch die Hormone im Lot sind und auch mit meiner Schilddrüse alles zum Besten steht - das lässt sich bspw. den aktuellen Blutwerten entnehmen und die Schilddrüse wurde auch vor einigen Jahren bereits untersucht.
Wie gesagt: Ich bin gespannt auf die Blutergebnisse ... .
 
... Es geht wie gesagt nicht um die Patienten, um die Menschen. Es geht nur ums Geld. Überall.
Und es ist ein Glücks-, also ZUFALL, an einen Arzt zu geraten, der noch nach ethischen Grundsätzen untersucht, behandelt, tätig ist.

Ich hatte in HD immerhin mit zwei Ärzten dieses Glück (hier in Hamburg nun leider seit 4 Jahren nicht) - aber: das kann es ja wohl nicht sein.

Vor allem: Dass gerade auch Menschen mit schweren Erkrankungen um alles kämpfen müssen: um angemessene Untersuchungen, um angemessene Therapie, um bestimmte Medikamente usw..
Und dass Menschen sterben, weil ihnen all dies verwehrt wird. - Das ist ein Skandal. Ja.
 
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"[...] Als sie danach wieder Sport trieb, war sie schon nach wenigen Minuten völlig erschöpft. In den folgenden Tagen überkam sie eine überwältigende Schwäche und Müdigkeit, häufig wurde ihr schwindelig, in den Beinen spürte sie ein stetes Kribbeln und Brennen. Seit zwei Jahren kämpft sie gegen die Beschwerden an – vergeblich. »Früher sprühte ich vor Energie, ich war sportlich, gesellig, zufrieden«, sagt sie über die Zeit vor dem Infekt. »Seitdem fühle ich mich ständig so, als wäre ich gerade einen Marathon gelaufen. [...]"
 
GENAU SO! Genau so fühlt es sich an.
"[...] Dutzende Male war sie in den ersten Monaten bei Medizinern und im Krankenhaus. Keiner konnte ihr sagen, was sie hat. Eine Zeit lang begab sie sich in Psychotherapie, nahm sogar Antidepressiva – ohne Erfolg. Erst nach einem Jahr las sie im Internet etwas über CFS: Die Symptome passten. Nina diagnostizierte sich selbst, anschließend bestätigte man ihr den Eigenbefund. »Ich wäre froh gewesen, wenn mir ein Arzt zuvorgekommen wäre, aber die meisten kennen die Krankheit kaum.« [...]
 
In der Ambulanz an der Charité müssen CFS-Patienten oft ein halbes Jahr auf einen Termin warten. Und dann müssen sie erfahren, dass die moderne Medizin bislang weder einen Schuldigen nennen noch Abhilfe schaffen kann. [...]"
 
Quelle: zeit.de - "CFS Die unfassbare Schwäche"
 
"[...] Professor Michael Stark, Psychiater und Psychotherapeut am Asklepios Westklinikum Hamburg, mahnt zu Vorsicht bei der Umsetzung. Er weist auf noch unveröffentlichte Messungen hin, die er gemeinsam mit einem Sportwissenschaftler gemacht hat. Danach haben CFS-Patienten einen erhöhten Muskeltonus, vergleichbar mit einem Sportler nach hartem Training. Die Erschöpfungsgefühle hätten demnach eine körperliche Ursache. Das Bewegungstraining müsste also sehr behutsam gestaltet sein, um eine Überlastung zu vermeiden. Am Anfang gehe es vor allem um Entspannung. "
 
Quelle: deutschlandfunk.de - "Konzepte zur Behandlung des Chronischen Fatigue-Syndroms"
 
 
... Es muss daher - vor dem bestehenden Faktenhintergrund - jedem, mir wie fern seienden oder nahestehenden Menschen auch immer, absolut klar sein - und es ist einem jeden durchaus längst selbst vollumfänglich (!) bewusst - dass: jeder, der der Neuen Rechten, der AfD, der Identitären Bewegung, der auch nur dem (Rechts-) Konservatismus zugeneigt, anhängend, diese unterstützend ist (bspw. durch Mitgliedschaften, Wahlen, Spenden, Verbindungen ...), Menschen wie mir (und unseren Kindern, also auch und gerade deren Zukunft) auf vernichtende (!) Weise: schadet - uns ganz und gar physisch/existenziell beschädigt: aktiv. Wissentlich.
 
Das nur noch mal, um sämtliche "Missverständnisse" oder vermeintliche "Unwissenheit" auszuräumen.
 
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Im Zusammenhang mit den hier verlinkten Artikeln und meinen eigenen wiederholten/regelmäßig erfolgenden facebook-Beiträgen und blog-Einträgen zum "Thema", möchte ich nochmals randläufig anmerken (*Ironie off*), dass es diesen Kindern aus ökonomisch (!), nicht: "sozial" schwachen Familien eben deshalb deutlich schlechter geht, weil sie keine soziokulturelle Teilhabe erleben d ü r f e n, ihnen diese verwehrt wird (politisch so gewollt und initiiert wie vollzogen) - weil all das stets mit GELDausgeben verbunden ist: Sport, Instrumentalunterricht, Malkurse, Ausflüge/Freizeitunternehmungen, diverse Hobbies/Interessen, Urlaube (Horizontweitung, neue Eindrücke, unbekannte Orte ...), soziale Kontakte - all das ist nicht möglich in ökonomischer Armut, denn es kostet letztlich alles - mehr oder weniger - Geld. Schon die zumeist erforderliche Mobilität - ÖPNV (von Auto gar nicht erst zu reden). - Wenn man sich nicht einmal diese Mobilität leisten kann, HAT DAS TOTALE SOZIALE I S O L A T I O N zur Folge. Gerade auch für die Kinder.
 
Sie können nichts unternehmen. Und selbst zu Hause mit den Eltern gemeinsam zu basteln, zu backen, Gesellschaftsspiele zu spielen: all das ist mit Geldausgeben verbunden: die Dinge müssen zunächst ja angeschafft werden (ein Grundstock an Bastelmaterial, um kreativ sein zu können, Zutaten zum Backen und Kochen, die Spiele). Das ist häufig auch secondhand noch zu teuer - denn es muss das wenige Geld vor allem für das Nötigste eingesetzt/ausgegeben werden: Nahrung, um einigermaßen satt zu werden (von "gesunder Nahrung" kann hier die Rede nicht sein!), Kleidung (stets nur secondhand für alle), laufende Kosten wie Miete, Strom, Wassergebühren, Telefon. - Und dann: ist Ende Gelände. Monat für Monat. Jahr für Jahr.

Keine Kindergeburtstage, keine tollen Geschenke, keine schönen Erlebnisse, keine Leichtigkeit, Unbeschwertheit, kein Gefühl von Sicherheit - somit keine Zuversicht, kein Selbstwertgefühl, kein SELBSTVERTRAUEN.
 
Und so: GEHT EINE KINDHEIT VORÜBER - wird ein Mensch lebenslang geprägt.

Mit all der Traurigkeit, all den Ausgrenzungserfahrungen, all den Ängsten - auch diffusen, einfach, aufgrund der belastenden Gesamtsituation, des Erlebens des Belastetseins der Eltern (die dann früher oder später selbst völlig erschöpft sind, auch physisch und/oder psychisch erkranken: Ängste, Depression ...). - Keine Erleichterung, keine Entlastung, keine Regenerationsmöglichkeit - keine: Freude. Nur Druck, Last, Entbehrungen, Isolation.
 
Anmerken möchte ich außerdem abermals, dass SORGE-ARBEIT, sogenannte Reproduktionsarbeit (zu der auch Hausarbeiten zählen, wie auch das Pflegen kranker und/oder alter Angehöriger ...), eine für j e d e Gesellschaft u n e n t b e h r l i c h e Leistung ist, die nicht deshalb ausgelagert wird (Krippen, Kindergärten etc.), um damit den Frauen "berufliche Selbstverwirklichung" und/oder finanzielle Unabhängigkeit ... zu ermöglichen und Kindern "Frühförderung" angedeihen zu lassen - das sind nur die heuchlerischen, manipulativen Vorwände, die Köder (um es den Leuten irgendwie verkaufen zu können, sie zum Folgen zu bringen) - sondern einzig, um alles funktional nutzar, kontrollierbar, verwertbar, konsumierbar zu machen - im Klartext: um all dies - Kinder, schon die Kleinsten, ebenso wie ihre Mütter, deren Erwerbstätigkeit, deren Selbstbestimmtheit ... - dem PRIMAT DER WIRTSCHAFT zu UNTERWERFEN.

Daher wird Mutterschaft entwertet, diskreditiert, werden Mütter als antiquierte, klammernde Glucken bezeichnet oder als arbeitsscheu etc..
Daher wird auch Schwangerschaft und Geburt (siehe die Zunahme der Kaiserschnitte) zunehmend als Art zu behandelnde, zu überwachende/zu kontrollierende Krankheit dargestellt - derer sich nicht Frauen, Hebammen, Familie, sondern Ärzte, Apparatemedizin, Kliniken zu "widmen" haben ... . - Alles so kostenintensiv einer- wie lukrativ andererseits. Siehe auch gleichermaßen in der Intensivmedizin ("Beatmungs-WGs" ...) und beim Sterbeprozess.
 
Es geht um das Spalten, gegeneinander Aufhetzen, Hass, Verachtung, Neid, Gier und Geiz säen. Unzweifelhaft.
 
Dagegen hilft nur: Empathie, MITGEFÜHL und: Solidarität.
Und dann das Nicht-mehr-Gehorchen: ZIVILCOURAGE.
Streik, Boykott, auf der Straße sichtbar werden - als "Menge", als geschlossene Mehrheit.
 
... Davon sind wir hierzulande leider Lichtjahre entfernt.
 
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... Und ich habe noch eine Frage:
 
Warum findet angesichts all dessen in dieser Gesellschaft KEIN "Aufschrei", KEIN gemeinsames, solidarisches Demonstrieren (von Mittel- und "Unterschicht") gegen Hartz 4, gegen die gesamte Agenda 2010, gegen Niedriglöhne, Leiharbeit, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Armutsrente, massive Sozialbelastungen für Arbeitnehmer (Erwerbstätige in unteren Lohngruppen ...) Steuerschlupflöcher und -vorteile für Superreiche und multinationale Konzerne, Abbau bezahlbaren Wohnraums (auf vielerlei Weise), GEGEN ÖKONOMISCHE ARMUT, die politisch gemacht wurde und die weiterhin zunehmend verschärft, statt behoben wird, statt?

Gegen die systematische Vernichtung ökonomisch armer Menschen - die aufgrund dessen "negativ auffällig" werden - aufgrund von AUSGRENZUNG, Mangel, Entbehrungen, erlebter Verachtung, Not, aufgrund des Überschreitens ihrer Schmerzgrenze - wiederholt und/oder dauerhaft: intensiv.
 
Warum gibt es hier keinen Aufschrei über die aufgrund von ökonomischer Armut und ihrer Folgen (!) getätigten Suizide, enstehende Obdachlosigkeit, psychisch wie physisch erkrankenden Menschen, gerade auch Kinder?

Könnt ihr diese Folgen/Begleiterscheinungen und - umstände (!) von ökonomischer Armut, von SCHMERZGRENZE ÜBERSCHREITENDER AUSGRENZUNGSERFAHRUNG nicht als Mobbing erkennen? Wollt ihr es nicht?
 
Warum empört sich niemand bzw. nur verhältnismäßig Wenige darüber, dass man mit Lebensmittelgutscheinen als als Aussätziger, als Schmarotzer Gebrandmarkter/Ausgewiesener in Geschäfte gehen muss und einem die basalsten Dinge GESETZLICH LEGALISIERT (worden seiend!) entzogen/verweigert werden (Körperhygieneprodukte, Reinigungsmittel), die einem ermöglichen, seine WÜRDE einigermaßen - wenigstens dem Schein nach noch - zu behalten?
 
Warum empört sich niemand darüber, dass Haushalten mit Kindern die Leistungen ZU 100 PROZENT GESTRICHEN werden: dürfen! Und diese Kinder dadurch OBDACHLOS bzw. den Eltern entzogen werden (Inobhutnahme der Jugendämter wegen Kindeswohlgefährdung).
und-so-weiter ... ... ...
 
Interessiert es euch nicht?
"Glaubt" ihr es nicht/haltet ihr es nicht für wahr, was passiert?
Seht ihr es (noch) nicht: in ausreichendem (??) Maße - mit eigenen Augen?
Haltet ihr es gar für richtig?
Wartet ihr, bis es "vorbeigeht" - irgendwann geht ja alles vorbei - auch das Dritte Reich ... ?
Ist es euch noch nicht "schlimm" genug - braucht ihr Leichen in den Straßen oder noch deutlich sichtbareres Elend?
Traut ihr euch nicht, euch als solidarisch zu bekennen - fürchtet ihr eigene Nachteile (beruflich, sozial, gesellschaftlich)?
 
Ist es also GLEICHGÜLTIGKEIT, IGNORANZ, FEIGHEIT, EGOMANIE und OPPORTUNISMUS - die euch SCHWEIGEN UND UNTÄTIG BLEIBEN LASSEN?
 
Es tut mir leid: Ich verstehe es tatsächlich: nicht. - Ich kann es absolut nicht nachvollziehen.
 
Es gibt - geringe - Solidaritätsbekundungen und -bezeigungen mit LGBT, mit Flüchtlingen, mit Rentnern, mit Flutopfern, gelegentlich noch mit Kindern (in der "Dritten Welt") - aber bei Frauen, Obdachlosen, behinderten Menschen und ERWERBSLOSEN: ist Schluss - mit dem "Mitgefühl", dem "Solidarisieren" - nicht wahr?

Diese sind doch eigentlich mehrheitlich sehr wohl selbst schuld an ihrer Misere - sie sind eben dumm, faul, asozial, Säufer usw. - nicht wahr? ...
 
Was habt ihr bloß für ein Menschenbild?
 
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