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Sabeth schreibt

Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie

Vernichtung

 
Vernichtung
 
Und jetzt
lass´ ich Dich los
Und jetzt
lass´ ich Dich geh´n
 
den Traum, die Illusion
von einem Kind …
 
Ich hab´ versucht
in Dir zu seh´n
das meine eig´nen Schätze sind
 
Dein Scheusalsein
hab´ ich
zur Größe Dir gemacht
Dein kaltes Herz mir
zum glühenden Juwel gedacht
 
Alles Rauben, Schänden, Versehren
alles Benutzen und Beschweren
all Deine blinde Ignoranz
schönte ich Dir
und mir
zu strahlendem Glanz
 
Ich hab´ Dich zum Fürsten gekrönt
blutend, Schmerz in Leib und Seele leidend
 
Hab´ Dir die Hure gespielt
Dir mütterliches Umsorgen gebracht
 
Zu Deiner Lust, zu Deinem Wohl
 
Du Dich
an meiner Güte weidend
insgeheim belustigt
mich hämisch verlacht
 
Als vor Deinen Augen
mit meinem Kind ich siechte, krepierte
kämpfend um die nackte Existenz
gabst Du Dich, wie stets, der Kurzweil hin
und Deinem Hass – mit Vehemenz
 
Zum Herrn schwingst Du Dich auf
selbstgerecht, komplexbeladen
Dein Herz: so Gift zerfressen
Den anderen zum Schaden
bist Du vom braunen Wahn besessen
 
Dein Herz – ein brandigfaul´ges Grab
in Deinem eig´nen Fleisch
Von Taubnis schwer, an Selbstsucht reich
 
Ich werde Dich vernichten.
 
So, wie Du mich
vernichtet hast
 
Und dann
lass´ ich Dich geh´n
Und jetzt
lass´ ich Dich steh´n
 
in Deinem dunklen Loch
im uferlosen Seins-Morast
 
Doch Jahr um Jahr
lass´ ich Dir
da
die marternde Sehnsucht
 
nach mir.
 
-
 
 
 

 

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