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Sabeth schreibt

Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie

ICH BIN DER HERR, EUER FROSCH ... von Gottes Gnaden. - Make narcism great(er) again.

 

Eher wird ein Fabrikschlot Präsident des Vereinigten Schadens als eine Frau.

 

"Wer glaubt, Trump werde harmloser sein als gedacht, macht sich etwas vor. Er hat 70 Jahre gewohnheitsmässiges Lügen hinter sich, seine Aufmerksamkeitsspanne beträgt 3 Sekunden, sein Bedürfnis nach Rache ist so unstillbar wie das nach Schmeichelei: Das Einzige, was ihn bei anderen Leuten interessiert, ist ihre Unterwerfung.
 
Und wer glaubt, dass seine Parteikollegen im Kongress ihn stoppen werden, der übersieht, dass die Republikaner längst eine gut finanzierte Funktionärspartei sind. Was ihre Prinzipien in Sachen Moral, Verfassungstreue oder Freihandel wert sind, sah man im Wahlkampf, als sie reihenweise umfielen.
 
Donald Trump zum Präsidenten zu wählen, heisst dasselbe, wie einem Dreijährigen einen geladenen Revolver in die Hand zu drücken. Nur einen mit Atomsprengköpfen.
Und das wussten seine Wähler. Noch nie ist ein Politiker so nackt aufgetreten wie Donald Trump – bei allen Lügen verfolgte er in dem Punkt grosse Ehrlichkeit: Er machte weder aus seiner Verachtung von Politik und Institutionen ein Geheimnis, noch aus seinen Bosheiten, sowohl privater Natur wie gegen Latinos, Frauen, Schwarze, Muslime, die Presse.
 
Geschichten statt Fakten
Einen Mann wie Trump zu wählen, war ein Bruch mit allen amerikanischen Traditionen. Und es ist ein Epochenbruch. Ein Bruch, wie der Historiker Yuval Harari im «New Yorker» schrieb, mit der Epoche des Liberalismus.
Menschen, so schrieb Harari, orientieren sich weniger an Fakten und Zahlen als an Geschichten. Je einfacher, umso mächtiger. Und die Geschichte, die die Liberalen erzählten, war mächtig: Wenn du in einer offenen Gesellschaft hart arbeitest, bist du besser dran.
 
Diese Geschichte wird nicht mehr geglaubt. Zwar zeigen die Zahlen, dass die Welt nie friedlicher und wohlhabender war als heute. Und ebenso, dass die Regierung Obama einen guten Job machte: Zwei Drittel fühlten sich persönlich besser dran als vor acht Jahren, und die Gesundheitsreform griff für Millionen.
Doch das reichte nicht. Wer Trump wählte, waren nicht – wie oft behauptet – die schlecht bezahlten Arbeiter. Es waren die Mittelklasse und die Reichen – und es waren Weisse: junge, männliche, weibliche Weisse.
 
Warum? Am genauesten beschrieb das Lebensgefühl der Republikaner die Soziologin Arlie Hochschild: «Stellen Sie sich eine riesige Menschenschlange vor. Alle warten, um in das Haus auf dem Hügel eingelassen zu werden – den amerikanischen Traum. Es geht unendlich langsam vorwärts. Und an der Seitenlinie steht Barack Obama und winkt braune und gelbe Fremde oben in die Schlange hinein.»
 
Auch wenn dieses Gefühl, wie Hochschild betont, trügt, haben die Trump-Wähler einen Punkt. Verglichen mit ihren Eltern in den weissen Vorstädten ist das Leben härter: als Mama noch Hausfrau war und Papa um halb sechs die Füsse hoch lagerte, mit einem Whiskey in der Hand.
 
Kühlschränke, Karibikferien, Reihenhäuser
Eines der zentralen Prinzipien des Liberalismus ist, dass alles einen Preis hat. Und der Preis einer offeneren Gesellschaft ist mehr Konkurrenz, mehr Unruhe, weniger Kontrolle. Trumps Wahl machte klar, dass eine Menge Leute diesen Preis nicht zahlen wollen. Und vielleicht nie zahlen wollten. Dass es weniger die Ideale – ­Freiheit und Fortschritt – waren, die den Liberalismus so unwiderstehlich machten, als Kühlschränke, Karibikferien, Reihenhäuser.
Dazu kommt, dass sich die Macht von den Regierenden weg verschoben hat – in Richtung Anonymität: Das Tempo der Finanz- und Techbranche ist ungleich höher als das der Politik. Nun hat die weisse Mehrheit in den liberalen Kernländern England und USA sich die Macht zurückgeholt – wenn auch nur die Macht der Zerstörung.
 
Mit Trumps Wahl erhält die Welt eine neue Achse: Moskau–Washington. Und ein neues Modell: die autoritäre Demokratie. Wie Putin, Erdogan oder Orban wird Trump enorme Macht haben. Er kann Kritiker mit Steuerbehörde, FBI und NSA verfolgen. Und das Recht bietet kaum Schutz: Gesetze können geändert werden. Und müssen nicht einmal geändert werden. Denn sie gelten in der Praxis nur, wenn Macht und Mehrheit dahinterstehen.
 
Nicht zuletzt wird der Ton sich ändern: weltweit. Trump verdankt seinen Sieg einem Strom von Lügen, Grobheiten, Drohungen. Er wird Hunderttausende befeuern, nackte Gemeinheit zur Stimme der Ehrlichkeit zu erklären. Kein Zweifel, dass die radikale Rechte in Europa einen mächtigen Schub bekommt.
 
Dass wie versprochen «die Elite» den Preis zahlen wird, kann man vergessen. Wie bei allen autoritär rechten Regierungen werden es die Aussenseiter sein, die vor dem Abschuss zur Elite erklärt werden. [...]
Politisch ist es so, dass alles auf Messers Schneide steht. Die Mehrheiten für Masseneinwanderungsinitiative, Brexit, Trump waren alle enorm knapp: Hätte nur ein Prozent statt Trump Clinton gewählt, hätte sie locker gewonnen. Und wir hätten eine andere Welt.
 
Das heisst: Liberale Politik hat eine Chance. Wenn sie ein wenig mehr für flankierende Massnahmen, Gerechtigkeit, Wärme sorgt. Wenige Prozent der Wähler machen den Unterschied zwischen einer offenen, hoch technisierten Gesellschaft und autoritärer, hoch technisierter Barbarei.
 
Und: Es kommt wieder auf den Einzelnen an. Beim Wählen. Und im Leben. Es wird in den kommenden Jahren nicht mehr um die kleinen Privilegien gehen. Sondern um die grossen: um Freiheit, westliche Demokratie, Rechtsstaat. Und um den Test, wer du bist."
 
Quelle: tagesanzeiger.ch - "Das Ende des liberalen Zeitalters"
 
Es geht immer um das Geschlecht, also um Macht- und Privilegienerhalt - von: Männern für Männer.
 
Auch bei den verbalen Angriffen auf deutsche Politikerinnen. Für wie im Artikel beschrieben eingestellte Menschen, dabei insbesondere Männer, ist es unerträglich, dass eine Frau Staatsoberhaupt ist - schon deshalb wird sie attackiert und diskreditiert. Käme der AfD mehr Macht zu, würde es sich auch dort exakt so "gestalten": eine Frauke Petry wird dort dann, wenn sie ihre Funktion erfüllt hat, nicht mehr in der "Führungsriege" zugelassen. Garantiert.
 
"[...] Beim Mann spielte es keine Rolle, ob man ihn als ehrgeizig charakterisierte oder nicht. Anders bei der Frau. Teilte man den Probanden mit, die fiktive Politikerin sei ehrgeizig, weckte das sowohl bei den Männern wie bei den Frauen moralische Entrüstung, Ärger und Abneigung.
 
Donald Trumps Wahlkampagne schürte diese negativen Gefühle gezielt zum eigenen Nutzen. Seine Unterstützer schmückten sich während des Wahlkampfs mit Slogans wie den folgenden: «Don’t be a pussy, vote for Trump 2016.» «Trump 2016: finally someone with balls.» «Trump that bitch.» «Hillary sucks but not like Monica.» «Life’s a bitch: don’t vote for one.»
 
Je sexistischer, desto Trump
Im Sommer versuchten Forscher der Universität Michigan einen Zusammenhang herzustellen zwischen der Einstellung gegenüber Frauen und Feminismus und der Unterstützung für Trump. Sie befragten dazu 700 Bürger und fanden wenig überraschend: Je kritischer jemand den sozialen und ökonomischen Fortschritt der Frauen beurteilt, desto deutlicher ist er Pro-Trump. Je sexistischer und antifeministischer, desto Trump. Dieser Faktor schlug bei der Vorhersage deutlicher aus als Parteizugehörigkeit, Ideologie, Autoritätsgläubigkeit und Ethnie. Deutlicher noch als das Geschlecht. Trumps Kampagne bediente jene, die Männer als das eigentlich diskriminierte Geschlecht betrachten, und davon gibt es besonders bei den Republikanern nicht wenige. Er bediente zudem alle, die glauben, die Gesellschaft verweibliche und verweichliche zu sehr. Auch viele Frauen glauben das, nicht nur in den Staaten, sondern auch in der Schweiz. [...]"
 
Quelle: tagesanzeiger.ch - "Die Frauen, Trump und der Sieg der Sklavenmoral"
 
Das wissen wir längst - woher all die KOMPENSATIONSBEDÜRFNISSE, all der Hass, Neid und die Gier kommen. - Nein, das hier ist kein "body shaming", es führt viel mehr den Verursachern desselben vor, wie sexistisch, wie menschenverachtend (häufig auch frauenverachtend) sie selbst eingestellt sind und agieren und es führt ihnen vor allem demonstrativ vor, aus welchen Gründen sie so sind: aufgrund ihrer eigenen Minderwertigkeits- und Unterlegenheitsgefühle, die Ursache für ihren Narzissmus, ihre Selbstüberhöhung, ihren Neid und ihre Scham sind, die sie mittels Machtgebaren mehr schlecht als recht zu übertünchen versuchen.

Das wissen wir längst - woher all die KOMPENSATIONSBEDÜRFNISSE, all der Hass, Neid und die Gier kommen. - Nein, das hier ist kein "body shaming", es führt viel mehr den Verursachern desselben vor, wie sexistisch, wie menschenverachtend (häufig auch frauenverachtend) sie selbst eingestellt sind und agieren und es führt ihnen vor allem demonstrativ vor, aus welchen Gründen sie so sind: aufgrund ihrer eigenen Minderwertigkeits- und Unterlegenheitsgefühle, die Ursache für ihren Narzissmus, ihre Selbstüberhöhung, ihren Neid und ihre Scham sind, die sie mittels Machtgebaren mehr schlecht als recht zu übertünchen versuchen.

ICH BIN DER HERR, EUER FROSCH ... von Gottes Gnaden. - Make narcism great(er) again.
Genau das (siehe Foto vom nackten/entblößten Trump) bildet nicht nur die gleichermaßen nackten wie harten - naja ... bitteren ;) - Tatsachen ab - und das gerade nicht nur in Bezug auf Trump selbst, sondern auf sehr viele dem Rechtspopulismus ... anhängende: Männer - sondern es zeigt gleichermaßen die Ursachen, die Entstehungshintergründe eben solcher "Geisteshaltung" ;) auf: Minderwertigkeitsgefühle, Unterlegenheitsgefühle, Kompensationswünsche/-versuche für je eigene (vielgestaltige) Defizite, Unzulänglichkeiten ... . Ja, es ist tatsächlich so simpel wie primitiv.
 
Ja, dieser Spott hat durchaus seine (moralische) Berechtigung, denn es geht dabei darum, genau und gerade jene Menschen - in der Mehrzahl handelt es sich dabei (Rechtspopulisten, Rechtsnationale, Rechtsextreme) bekanntermaßen um Männer - vorzuführen bzw. zu enttarnen (das Vorführen, Sich-zum-Gespött-Machen übernehmen sie ja regelmäßig selbst), ihnen einen SPIEGEL vorzuhalten (ganz wörtlich ), die sich selbstgerecht, selbstgefällig, narzisstisch zu "Besseren/-m" aufplustern, als solche selbstdarstellen und andere abwerten, die ihnen vermeintlich oder auch tatsächlich überlegen sind, von denen sie sich daher bedroht fühlen (in ihrer Machtposition/Vorherrschaft/Deutungshoheit, in ihren Privilegien ...). Und dabei handelt es sich um diverse Arten von Überlegenheit (der anderen, der Abgewerteten) - geistig-intellektuelle, emotionale, soziale, aber eben durchaus auch physische.

Es geht also - mir zumindest - darum, genau diesen selbstherrlichen, selbstgefälligen, dabei tatsächlich massiv minderwertigkeitskomplexbeladenen Typen den Zahn zu ziehen, mittels dessen sie meinen/glauben, sich aufwerten zu können (indem sie andere wie gesagt abwerten, entwerten, diskreditieren, ausbeuten - auch: misshandeln bis hin zum Vernichten).

Würden solche Menschen schlicht "offen und ehrlich" zugben, dass und welche Fehler/Schwächen/Unzulänglichkeiten sie haben und zugleich darum bemüht sein, an einigen dieser Unzulänglichkeiten/Defizite zu "arbeiten", d.h. hätten sie den ehrlichen Wunsch, die Absicht und zeigten sie die entsprechende Tatkraft/das Engagement, sich entwickeln, reifen zu wollen - und das n i c h t zu Lasten anderer Menschen - und sich empathisch, mitfühlend und wertschätzend verhalten zu wollen bzw. es zu tun, so sähe die Sache völlig anders aus.
 
Genau das aber: wollen sie nicht - "können" sie nicht, verweigern sie. Und halten sich nicht selten gerade deshalb noch für "überlegen", clever - eben weil nicht wenige Menschen sich von solcher Fassade, von solcher Manipulation beeindrucken und beeinflussen, lenken, führen, i n s t r u m e n t a l i s i e r e n lassen.

Satire, Parodie, Humor ist daher auch hier also ein ausgezeichnetes Mittel (der Wahl) - dem einen Riegel vorzuschieben und solche Gestalten mit den Tatsachen, der Wahrheit über sich selbst so schonungslos zu konfrontieren, wie sie gleichermaßen schonungslos andere Menschen ausbeuten, benutzen, missbrauchen, beschädigen - wissentlich, absichtsvoll. Aus niederen, egomanen Beweggründen.
 
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Keine Zivilperson sollte - ganz gleich in welchem Land der Erde - (Schuss- und andere) Waffen besitzen und/oder bei sich tragen dürfen.

Es "reicht schon", dass/wenn diverse Gegenstände als Waffe missbraucht werden, man muss nicht noch zusätzlich ausgewiesene Waffen produzieren, verkaufen, in Umlauf bringen, bewerben, den Besitz und deren Anwendung legalisieren ... .
 
Einzige Ausnahme: Die Waffen werden tatsächlich absolut notwendig für das Überleben gebraucht, bspw. für - nur absolut notwendige - Jagd/Nahrungsbeschaffung (wenn es keine Alternativen gibt) und/oder zur Abwehr von gefährlichen Tieren, auch das: nur dort und nur in einem Ausmaß, als unbedingt erforderlich für das eigene Überleben.
 
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Was ein grottenschlechter Artikel. Möchte man anfangs noch zustimmen - hinischtlich dessen, dass auch hierzulande "an der Mehrheit vorbeiregiert" wird und man der indirekten Demokratie müde bis überdrüssig (geworden?) ist, stellt sich in der nächsten Sekunde bereits die Frage, wer denn diese vorgeblich homogene "Mehrheit" eigentlich ist, welche wie ausgeprägten G e m e i n s a m k e i t e n (?!) sie eigentlich kennzeichnen, woran sie auf welche Weise erkennbar ist bzw. wer sie aus welchen Gründen mit welchen Absichten vermeintlich auszumachen glaubt - obwohl er selbst weiß, dass er agitiert, wenn er vom "Willen des Volkes" spricht - als gäbe es da eine ins Auge springende "Einheit" oder gar "Einigkeit" (siehe: Solidarität!).
 
Und dann im Weiteren das Entschuldigen der Wähler mittels der Behauptung, sie seien nicht dumm bzw. es sei ihre Reaktion, "einen Schraubenschlüssel ins Getriebe zu werfen" nicht (post-) pubertär bequemer, unreflektierter, ja affektiver Trotz, sondern "durchdachte Handlung".
 
Noch einmal:
Nein, Fremdenfeindlichkeit, Fremdenhass, (Kultur-) Rassismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Sexismus, Missgunst, Neid, Geiz, Gier, Hass und Hetze lassen sich nicht, lassen sich grundsätzlich nie mit "Unzufriedenheit", dem Gefühl des Übergangen- bzw. Ignoriertwerdens, mit vorgeblichen oder tatsächlichen (häufig irrationalen, hysterisierten) "Ängsten" rechtfertigen - all diese niederen Gefühle sind nichts anderes als Ausdruck je eigener Unzulänglichkeiten, je eigenen pubertären Trotzes und erheblich mangelnden Reflexionsvermögens.

Sie leiten sich ab aus je eigenen Minderwertigkeitsgefühlen, unzureichender Bildung, Information, Kenntnis, dem Überfordertsein mit/von Komplexität bzw. dem Verweigern des Auseinandersetzens mit komplexen Sachverhalten - aus Gründen der Bequemlichkeit, Behaglichkeit, der Ignoranz und des selbstschonenden Selbstbetruges. Keineswegs muss man zum (Rechts-) Konservativen werden, wenn es "Krisen" gibt, noch weniger, wenn deren Ursachen mehr oder weniger gut bekannt, untersucht sind.
 
Es verhält sich genau umgekehrt: Solche Menschen tragen aufgrund ihres eigenen "Soseins", d.h. ihrer eigenen Komplexe und Defizite, deren Vorhandensein sie - aus Gründen - nicht ertragen (siehe Prägung, Sozialisation, Indoktrination), eben diese Einstellungen, Überzeugungen - die rechtskonservative Gesinnung - längst z u v o r bereits in sich. Sie versuchen lediglich, ihre eigenen charakterlichen Niederungen, ihre menschenfeindlichen, egomanen, ignoranten, empathielosen Gefühle als "durch den Verstand gegangen seiende" Überzeugungen zu kaschieren und auf diese Weise - sie in Ideologie umwandelnd und als ebensolche verbreitend - vermeintlich zu legitimieren.
 
"Rechts" oder "links" ("eingestellt") zu sein: das ist weit mehr bzw. ganz anderes als "nur" eine politische Gesinnung, Überzeugung - es ist eine Sache des Fühlens - dann erst des Denkens und schließlich des Verhaltens.
 
Es ist nichts weniger als eine Charakterfrage.
 
Und schließlich zu behaupten, Trump gehöre irgendwann auch mal zum neoliberalen Establishment - dem er doch längst angehört.
 
Zuletzt der Nonsens über die Beziehungen zu Russland - als regierte er künftig alleine, als oblägen ihm sämtliche Entscheidungsbefugnisse exklusiv - klar, das war ja vor ihm schon immer so und wird auch mit ihm so sein - gibt keinen Senat und keinen Kongress. - Das ist derselbe Schwachsinn, der hier verbreitet wird: als "regierte" Angela Merkel alleine. - Ja, man muss schon wirklich extrem geistig minderbemittelt sein, um solchen Quatsch zu glauben - als demagogisch hingegen kann nur und muss bezeichnet werden, was die NachDenkSeiten hiermit abliefern. - Übelkeit erregend. Schade, dass sie seit geraumer Zeit selbst ins Populistische abdriften, wenn auch mit pseudo-intellektuellem Anstrich.
 
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ICH BIN DER HERR, EUER FROSCH ... von Gottes Gnaden. - Make narcism great(er) again.
ICH BIN DER HERR, EUER FROSCH ... von Gottes Gnaden. - Make narcism great(er) again.

"... dieser ganze moralische Schlamm, durch den wir jetzt waten"

ohne Worte

ohne Worte

Manipulation der übelsten Art. Nicht anders zu erwarten von diesem Blatt (der Welt - "Von wegen Rache der Abgehängten. Wer wirklich Populisten wählt").
 
Denn: Was der Artikel bezwecken will, ist, Lesende glauben zu machen, es seien diese sämtlich rechtspopulistischen bzw. rechtsnationalen, d.h. rechtextremen (!) Parteien und Personen (siehe also auch jene in Europa) tatsächlich "in der Mitte der Gesellschaft" nicht nur zu verorten, zu finden ("angekommen"), sondern als gehörten sie genau dort auch hin.
Der Artikel verharmlost damit deren anti-demokratische Bestrebungen, den Hass und die Hetze, die sie verbreiten, für die sie den Boden bereite(te)n, die sie vermeintlich "legitimierten"; er lässt überdies vollständig unter den Tisch fallen, was genau die Ziele der Rechten grundsätzlich und transnational sind - und immer schon waren. Es geht ihnen gerade nicht um die "Abgehängten", ökonomisch Armen, um Alte, Kranke, Kinder, Frauen, um Ausgegrenzte und Diskriminierte - das Gegenteil ist der Fall. Es geht ihnen um rechtskonservative Verhältnisse - durch und durch. Und von diesen profitieren nur sie selbst: die angry white men.
Denn es sind de facto mehrheitlich Männer rechtsextrem eingestellt und mehrheitlich Männer wähl(t)en auch in Deutschland die AfD. Und warum das so ist, erklärt sich wiederum aus Minderwertigkeitsgefühlen, der daraus resultierenden Wut und den damit einhergehenden Wünschen nach "der guten alten Zeit", in der die Welt noch vermeintlich weniger komplex, aber "geordnet" war - in der vor allem weiße, neoliberale Männer noch unbehelligt ihrer Amoralität, ihrem Hedonismus, Sexismus, Rassismus, Fremdenhass, ihren Vorurteilen und ihrer Selbstgerechtigkeit ungestört frönen konnten.
 
Es geht diesen Menschen gerade nicht um Gleichberechtigung (auch "ethnische" also), "mehr soziale Gerechtigkeit", um Umverteilung in Sinne eben dieser Gerechtigkeit - ganz im Gegenteil: Es geht ihnen schlicht darum, ihre - meist (v)ererbten Privilegien - zu Lasten/auf Kosten eben all der "Abgehängten", Armen, Ausgebeuteten und Ausgegrenzten weiterhin ganz und gar egoman und ignorant aufrechterhalten zu können.
 
Exakt: Wer rechts wählt, tut das nicht, weil er "abgehängt" ist, sondern weil er rechts ist und es zuvor bereits war - es hat mit seinem CHARAKTER zu tun, mit seinem Menschenbild.
 
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"[...] Trump hat gewonnen, weil er rassistische und sexistische Propaganda macht, nicht weil er die Arbeiterklasse versteht - eine Klasse, die unter seiner Politik am meisten leiden wird. An den Wählerzahlen lässt sich deutlich erkennen, dass Trumps Sieg nicht auf der Mobilisierung einer sozialen Schicht beruhte, sondern auf der Mobilisierung von Menschen mit weißer Hautfarbe, unter ihnen viele Reiche und viele Frauen. Die meisten Stimmen der Armen und der Arbeiter hat Clinton, nicht Trump gewonnen. Freeman erklärt deshalb, dass es völlig falsch wäre, dem Wut-Narrativ nachzugeben und somit den Rassismus, den Frauenhass und die Homophobie bestimmter Bevölkerungsgruppen zu legitimieren. Wir müssen die ökonomische Ungleichheit reduzieren und abgehängte Bevölkerungsgruppen mehr in die Gesellschaft integrieren, aber nicht, indem wir ihnen das Gefühl geben, dass ihr Rassismus, ihr Frauenhass und ihre Homophobie berechtigt sind. Das ist das, was wir in den vergangenen Monaten überall in Amerika und Europa gemacht haben - auch in Deutschland - und wir verraten dabei nicht nur ganze Bevölkerungsgruppen, die auf unseren Schutz angewiesen sind, wir treten auch unsere demokratischen Werte mit Füßen und unterstützen die Populisten, die wir eigentlich bekämpfen wollen. Denn die einzigen, die von einem Klima profitieren, in dem Rassismus, Frauenhass und Homophobie auf Verständnis stoßen, sind die Trumps, Putins, Farages, Le Pens, Wilders, Petrys, Storchs und Höckes dieser Welt."
 
Quelle: piqd.de
 
Nichts Neues, trotzdem einfach noch mal gut verdeutlicht, warum Trump zum Oberfrosch gemacht wurde - von wem, aus welchen Gründen:

"[...] Also wurde Donald statt Hillary gewählt, nicht von 60 Millionen Vollidioten, sondern von 60 Millionen Zuhörern, die endlich wieder an etwas glauben wollten. Sie stimmten für eine Erzählung von Aufbruch und Optimismus, von Kompromisslosigkeit und Stärke. Für eine vulgäre Utopie.
Die eine Hälfte hat dafür in Kauf genommen, einen Rassisten, Sexisten, Wasauchimmer-isten zu wählen. Die andere fand genau das gut, weil sie ihren eigenen Rassismus, Sexismus, Wasauchimmer-ismus schon zu lange unterdrücken musste. Natürlich ist diese Wahl auch zutiefst rassistisch motiviert. Aber Rassismus gab es immer. Alleine kann er wenig anrichten. Was ist hinzugekommen?
 
Die Menschen haben, so analysieren in diesen Tagen alle Kommentatoren, Angst. Sie fühlen sich verunsichert, verloren, verraten. Sie leben in einer gefühlten Ungerechtigkeit, sehen sich als Opfer, als ungehörte, ungeliebte Stiefkinder einer Zeit, in der alle guten Geschichten ohne sie auskommen, längst erzählt sind, keine Happy Ends mehr haben, von den anderen handeln.
Natürlich wurzelt diese Opferperspektive nicht zuletzt in der bitter beklagten Unverschämtheit der Welt, Menschen anderer Hautfarbe mehr und mehr behandeln zu wollen wie Menschen meiner Hautfarbe. Die Trump- und AfD-Wähler bekommen nicht, was sie verdienen, während andere mehr bekommen als sie verdienen.
 
Die gefühlte Ungerechtigkeit ist noch schlimmer als die tatsächliche. Einerseits, weil sie nicht abgebildet wird: Man wird nicht als ungerecht behandeltes Opfer wahrgenommen, ist also noch ärmer dran ist als alle anderen. Andererseits, weil man vielleicht doch ahnt, dass die Realität schon in Ordnung ist. Dass man sich zu Unrecht ungerecht behandelt fühlt, dass die Welt mit Grund so ist, wie sie ist, und vielleicht gar nicht ungerechter, sondern gerechter wird, und man einfach Pech gehabt hat, nicht früher geboren zu sein. [...]
 
Auch hier gibt es den rassistischen, sexistischen, multi-istischen Zornigen Weißen Mann, der aus einer Opferperspektive heraus zu fast allem bereit ist – zum Kreuz bei der AfD allemal. Und der nicht einmal männlich, arm und weiß sein muss, um sich abgehängt und betrogen zu fühlen. Und der Nachwuchs bekommt, weil ihm schon als Jugendlicher die Zukunft nicht wirklich geil vorkommt. Für ihn ist Merkel unwählbar, weil sie die Fremden ins Land gelassen hat, und „die Medien“ sind Mitschuld an der Zerstörung seiner schönen Achtziger-Jahre-Bundesrepublik.
Auch hier gibt es Menschen, die sich für Opfer halten. Und es gibt echte Opfer, Arbeitslose, Verlierer, Versehrte. Sie warten auf eine Möglichkeit, sich zu rächen. Deshalb gibt es auch hier Elitenhass, eine Spaltung zwischen Land und Stadt, zudem eine tiefe Glaubwürdigkeits- und Strukturkrise des Journalismus; es gibt Verschwörungstheorien, Protestwähler, Wutbürger und Wirrköpfe. [...]"
 
Quelle: uebermedien.de - Nach Trumps Wahlsieg
 
"[...] Egoismus ist nicht bloß ein Aspekt meines Verhaltens, sondern meines Charakters. Er bedeutet, dass ich alles für mich haben möchte; dass nicht Teilen, sondern Besitzen mir Vergnügen bereitet; dass ich immer habgieriger werden muss, denn wenn Haben mein Ziel ist, bin ich um so mehr, je mehr ich habe; dass ich alllen anderen gegenüber feindselig bin - meinen Kunden gegenüber, die ich betrügen, meinen Konkurrenten gegenüber, die ich ruinieren, meinen Arbeitern, die ich ausbeuten möchte. Ich kann nie zufrieden sein, denn meine Wünsche sind endlos. Ich muss jene beneiden, die mehr haben als ich, und mich vor jenen fürchten, die weniger haben. Aber all diese Gefühle muss ich verdrängen, um (vor anderen und vor mir selbst) der lächelnde, vernünftige, ehrliche, freundliche Mensch zu sein, als der sich jedermann ausgibt.
Die Habsucht muss zu endlosen Klassenkämpfen führen. [...]

Habgier und Friede schließen einander aus. [...]
 
Der Kapitalismus des 18. Jahrhunderts machte schrittweise einen Wandel durch: Das wirtschaftliche Verhalten wurde von der Ethik und den menschlichen Werten abgetrennt. [...]

Das Elend der Arbeiter sowie der Ruin einer stetig zunehmenden Zahl kleinerer Unternehmen infolge des unaufhaltsamen Wachstums der Konzerne galten als wirtschaftliche Notwendigkeit, die man vielleicht bedauern konnte, jedoch akzeptieren musste wie die Auswirkungen eines Naturgesetzes.
Die Entwicklung dieses Wirtschaftssystems wurde nicht mehr durch die Frage: Was ist gut für den Menschen? bestimmt, sondern durch die Frage: Was ist gut für das Wachstum des Systems? Die Schärfe dieses Konflikts versuchte man durch die These zu verschleiern, dass alles, was dem Wachstum des Systems (oder auch nur eines einzigen Konzerns) diene, auch das Wohl der Menschen fördere. Diese These wurde durch eine Hilfskonstruktion abgestützt, wonach genau jene menschlichen Qualitäten, die das System benötigte - Egoismus, Selbstsucht, Habgier - dem Menschen angeboren seien; sie seien somit nicht dem System, sondern der menschlichen Natur anzulasten. [...]"
 
Es dürfte kaum erforderlich sein, dass ich Quelle und Autor obiger Sätze nennen muss, der Vollständigkeit und Seriosität wegen tue ich es natürlich dennoch - einfach mal wieder lesen:
 
Erich Fromm - "Haben oder Sein"
 
Und es ist exakt das, das ich in meinem blog-Eintrag vor einiger Zeit bereits anmerkte: Der Unterschied zwischen rechtskonservativ und linksliberal eingestellten Menschen liegt nicht in ihrer "Einstellung", in ihrem Denken, sondern in ihrem Fühlen - das aus ihrer jeweiligen Prägung, Erziehung, Sozialisation und Indoktrination resultiert, vor allem aber daraus, wie mit ihnen in der (frühen) Kindheit umgegangen wurde.

Und es ist nicht eine Frage der bloßen "Einstellung/Überzeugung" - als sei das irgendetwas oberflächlich Aufgesetztes, sondern es ist zutiefst eine Frage, eine Sache des Charakters. Exakt. (Siehe ähnlich bei Erich Fromm).
 
Daher ist es auch nicht möglich, die Menschen irgendwie (als Erwachsene) durch Argumente "umzustimmen", rational zu überzeugen - vergiss es. Aus soeben genanntem Grund ist das ein absolut vollständig aussichtsloses Unterfangen. Denn es geht um nichts weniger als das Welt-, Menschen- und vor allem Selbstbild der Leute. Es geht um ihr je eigenes, ganz und gar persönliches FUNDAMENT. - Das lassen sie sich durch definitiv n i c h t s "abändern", entziehen. Durch: nichts.
Never ever. Das lehrt die Erfahrung - immer und immer wieder.
Immer noch.
 
Das ist gerade das Abstoßende:
Dass jene, denen es tatsächlich gut geht, die bspw. einen sicheren, erträglichen Job haben, in welchem sie sich nicht ansatzweise überarbeiten, jedoch gut verdienen, die überdies finanzielle Rücklagen haben, ggf. auch über Vermögen verfügen, die zusätzlich meist männlich, weiß und über 40 sind, nicht selten kinderlos oder an der "Erziehung" ihrer Kinder nur marginal beteiligt waren (Stichwort: Fürsorge-Arbeit), dass eben solche Menschen - mehrheitlich wie gesagt Männer - sich selbst zu Opfern stilisieren und die tatsächlichen Opfer, d.h. die zumeist mehrfach/vielfach Beschädigten und Not Leidenden verachten, erniedrigen, sie dabei gerne selbst noch zusätzlich benutzend, ausbeutend und: sie vor ihren eigenen Augen tatenlos, scham-/skrupellos krepieren lassen.

Das: ist an Charakterlosigkeit, an Widerwärtigkeit tatsächlich nicht mehr zu überbieten.
 
Siehe hierzu auch den unten verlinkten blog-Eintrag zum "autoritären Charakter" ... .
 
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... Ich halte es daher nach wie vor mit der LINKEN:
 
"[...] Das dürfte Trump ja gar nicht so fern liegen. Die Nato-Partner müssten sich künftig stärker selbst um ihre Verteidigung kümmern, hatte er im Vorfeld gesagt.
Es wäre ja nur gut, wenn es nicht noch mehr US-geführte Interventionskriege gäbe, sie haben nur Unheil auf dieser Welt angerichtet. Wenn sich die USA in dieser Hinsicht zurücknehmen würden, wäre das ein großer Fortschritt. Das sollte für Europa aber nicht heißen, dass es dann auf eigene Faust Kriege führt, sondern dass es endlich auf friedliche Konfliktlösungen, auf Diplomatie setzt. Das ist dringend notwendig. Aber auch da müssen wir abwarten: In allen Kriegen ging es um wirtschaftliche Interessen, um Rohstoffe, Öl, Einflussnahme. Ob sich Trump wirklich von dem Establishment der USA löst, das genau das fordert, müssen wir sehen.
 
Zumindest TTIP dürfte vor dem Aus stehen.
Ja, hoffentlich. Wahr ist allerdings auch: Die US-Wirtschaft braucht TTIP nicht mehr, wenn es Ceta gibt. 80 Prozent der US-Konzerne haben Filialen in Kanada, weshalb sie ganz bequem alle Vorteile dieses Abkommens nutzen können.
 
Gibt es Hinweise darauf, wie eine Syrienpolitik unter Trump aussehen könnte? Präsident Putin hat Trump bereits gratuliert.
Ich hoffe, dass es keine Eskalation geben wird, wie sie unter Clinton zu erwarten gewesen wäre, und dass der Weg, den am Schluss ja auch Obama beschritten hat, weitergegangen wird: Der Versuch, auch mit Russland zu kooperieren, um den IS zu bekämpfen.
 
Bedeutet Trumps Wahl Auftrieb für Europas Rechte?
Wäre Bernie Sanders der Gegenkandidat der Demokraten gewesen, würden wir über einen Präsidenten Trump jetzt nicht sprechen. Für Europa heißt das: Mit Kandidaten, die wie Clinton für ein „Weiter so“ neoliberaler Politik stehen, verstärkt man den Rechtstrend. Das sollte vor allem der SPD zu denken geben. Wenn wir nicht wollen, dass nationalistische Kräfte stark werden, müssen wir endlich eine andere Politik machen und den Sozialstaat wiederherstellen, der die Menschen vor dem sozialen Absturz schützt. Wenn uns das nicht gelingt, ist der Blick in die USA auch ein Blick in Europas Zukunft."
 
Quelle. taz - "Alle sind dann immer so geschockt", Sahra Wagenknecht über Trump
 
DONALD FROG. Der Imperator. ... Anstelle des Imperators. ...

DONALD FROG. Der Imperator. ... Anstelle des Imperators. ...

... Es reißt sich die braune Bagage offensichtlich einfach ALLES unter den Nagel (siehe Frosch "Pepe" ...). Ich habe zuvor nichts davon gewusst, sonst hätt´ ich den Frosch gar nicht erst aktiviert. Mein Fehler, sorry.
 

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