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Sabeth schreibt

Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie

Das Versprechen

 
Das Versprechen
 
Die Seele
werd´ ich Dir
bei lebendigem Leibe
mit stumpfem Löffel herausschaben
 
bis
nichts
von Dir bleibt
 
werde ich Dich
mit meinen Waffen
malträtieren
 
mich lüstern an Deinem Zerbröseln laben
in Eiswüstenöde
wirst jämmerlich Du
krepieren
 
Ich werde Dich
reißen, schlachten, häuten
zerstückeln
 
Der Alptraum Deines Lebens
werde ich
sein
 
für immer
 
in Deinen Gedanken
für immer
Deine Pein
Deine Not
 
bis
in
Deinen
Tod
 
werde ich
Dich jagen, schänden
mit allem
das ich habe, kann
mit meinen eigenen Händen
 
… Naives Kind
sah ich einst das Pendant in Dir
Hab´ zum Meister Dich mir gedacht
 
Vom Idealisieren blind
ließ ich zu
dass Du mich zur Magd
zum Stück Dreck gemacht
 
Ich illusionierte, phantasierte, projizierte
und Du
spieltest
den souveränen Fürst, Deine Rolle
so gut …
 
Gewartet, gefleht, gesehnt
hab´ ich
vergeblich
 
jeden Tag
jede Nacht
 
jedes Jahr
 
warst Du am Morgen der Erste
vor dem Schlaf der Letzte
in meinen Gedanken
 
Ich hungerte
nach Dir
verzehrte mich
begehrte Dich
und kontinuierlich
war es mein Selbstwert
der zerronn, verblich
 
Ich spürte
die Manipulation
und wollt´ es doch nicht glauben …
 
den Hass, die Verachtung
in Deinem Gesicht
wollt´ ich nicht seh´n
in den intimsten Momenten
da ich mich
Dir gab
 
Hielt Dich doch
für meinen Gefährten
bis ins Grab
 
In meinen Armen
hast haltlos Du geweint …
 
Wann immer ich litt
hast Du alles verneint
bist gegangen
mit Worten mich schlagend
statt zu halten
wärmend, schützend, tragend
 
Naives Kind
hielt ich Dich
für das Licht
im Herbst
meines Seins
 
und klammerte mich
an der Lüge verführenden Scheins
 
Ihn behalte ich
den Glanz
der meinem eig´nen Selbst entsprang
Ihm bleib´ ich treu
meiner Sehnsucht Drang
dem Kinderweh
mein Leben lang
 
Du hast mich vernichtet
 
Ich
bin es
die Dich
 
hinrichtet.
 
-
 
 

 

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