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Sabeth schreibt

Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie

Über mobbing - und die Folgen - nicht nur für Gemobbte ...

 
Empathie"training" wäre erforderlich. Längst. Sowohl bei Eltern als auch Lehrern und dann (!) bei Schülern bzw. Kindern, denn es muss bereits in der frühen Kindheit die natürlich angelegte Empathie (Fähigkeit sich ein-, mehr noch aber mitfühlen zu können) gefördert, statt beschnitten werden.
 
Siehe auch "Verletzlichkeit", Empfindsamkeit, Feinfühligkeit. - Das wiederum setzt einen bedürfnisorientierten Umgang (siehe sogen. "attachment parenting") mit vor allem Säuglingen und Kleinkindern, aber auch (Grund-) Schulkindern voraus.
Nur dann, wenn diese Kinder selbst so behandelt wurden, diese Erfahrung machen konnten (siehe auch vom Urvertrauen zum Selbstvertrauen - und eben auch: zur Empathie), werden sie sich ebenfalls "empathisch", mitfühlend verhalten (können/wollen). Es muss ihnen dies dann später nicht mittels "Strafen" oder Ähnlichem aufgezwungen/andressiert werden. Dann ist der Zug bereits abgefahren. Die sensible Phase hierfür ist (wie stets/grundsätzlich, ja) die frühe Kindheit, die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen. Siehe Entwicklungspsychologie, Bindungstheorie.

Dafür wiederum braucht es absolut notwendig Zeit und Raum: für Eltern - unbeschadet und nicht schädigend Eltern sein zu können, zu dürfen. Und dem zuwider läuft die immer "populärer" werdende immer frühere Fremdbetreuung von Kleinkindern sowie - dem vorausgehend - die Erwerbstätigkeit der Eltern (in Voll- oder auch Teilzeit)... .
Sorge-Arbeit muss endlich als ARBEIT, als für jede Gesellschaft (!) unentbehrliche Leistung anerkannt und angemessen monetär honoriert werden. Und diese Sorge-Arbeit ist "angemessen" zwischen den Geschlechtern aufzuteilen. D a f ü r sind die entsprechend erforderlichen gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen.
 
Insbesondere Mütter (da sie die Kinder "tragen", gebären, auch stillen und damit zwangsläufig die erste Hauptbezugsperson nach wie vor üblicherweise sind) brauchen eine echte Wahlfreiheit und den Raum, die Bedingungen, unbeschadet und nicht schädigend Mutter sein zu können (damit es gerade nicht zu regretting motherhood kommt). Ohne dafür abgewertet, bemitleidet, verachtet oder belächelt zu werden.
 
Ja: die Dinge sind komplex und hängen untrennbar miteinander zusammen (siehe mobbing - die Ursachen also, die Hintergründe, die Umstände).
 
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Schöne Kommentare (auf facebook) unter dem Beitrag übrigens:

Andreas Junglas: "Der Ball müsste genau anders fliegen. Wer an der Schule als Mobber identifiziert wird, der muss entfernt werden. Knallhart. Das muss ganz groß in den Regeln stehen. Dann dürfen sich die
Eltern eine neue Schule suchen. Viel Spass! Ich hätte auch keinerlei Problem damit, einen ganzen Pulk von der Schule zu schmeißen. Thema "Großgruppe". Und bitte nicht so tun, als ob die Lehrer das nicht mitbekommen. Wie soll denn sonst "Inklusion" gelingen?! Wenn schon irgendwelche Normalos gemobbt werden?"

Meine vollste Zustimmung - nicht die "Täter" schonen und die "Opfer" sanktionieren, sondern die Gemobbten schützen, stärken, bestärken, sie nicht noch ein weiteres Mal/noch zusätzlich pathologisieren, zum Problemfall machen, ihnen damit noch mehr Selbstwertgefühl nehmen, sondern die Täter als "Täter" benennen und deren Verhalten "verändern". Aber ja - siehe, was ich dazu oben bereits ausführlich schrieb (das muss/müsste stets in der frühen Kindheit stattfinden - im Schulalter ist es meist schon zu spät. Leider.)
 
Und schließlich wissen wir mittlerweile - doch eigentlich ganz genau ... - dass das Überschreiten der Schmerzgrenze bspw. auch Amokläufe zur Folge haben kann/hat.
 

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