Overblog
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog

Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Demokratische Bildung - Wie Kinder und Jugendliche durch das Bewältigen von Herausforderungen, durch Grenzen-Ausloten - ohne Zwang, mit FREUDE, Neugier und Anerkennung - zu starken, lebenszufriedenen, "leistungsfähigen", offenen Menschen werden ... könnten

Aktualisierung am 18. März 2019
 
Schulstreik, Schülerstreik
 
Fragen sich eigentlich noch immer nur einige wenige, was das für miserable Schulen (Bildungssystem, Bildungspolitik ...) sein müssen, wenn Schüler immer noch mehrheitlich? und die meiste Zeit? der Schule, dem Unterricht lieber fernblieben, so sie könnten/dürften und sich auf die Ferien freuen, nicht auf die Schule (nach den Ferien)?
 
Fragt sich nach wie vor kaum jemand, warum Schulverweigerer tun, was sie tun?
 
Glauben die meisten Deutschen tatsächlich noch immer, (weiterführende) Schule sei ein Ort, an dem "Bildung, Wissen, Information, Informationsverarbeitung, Lerntechniken vermittelt" würden?
 
Erkennt die Mehrheit der Erwachsenen (?) - aufgrund eigenen, intensiven Indoktriniertseins - tatsächlich nicht, dass es bei staatlicher Schule und Schulpflicht, sogar Schulzwang darum geht, Kinder so früh als möglich - siehe auch sogen. "Frühförderung" in sogar bereits Kitas - auf Spur zu bringen, sie wirtschaftlich, kapitalistisch als Erwerbstätige verfügbar, verwertbar, ausbeutbar zu machen, sie zu kategorisieren, etikettieren - dahingehend, wer jeweils wie "anpassungsfähig", folgsam, gefügig machbar ist, wer "Sitzfleisch beweist", wer diese jahrelange tägliche Beschädigung "durchhält", somit kapitalismustauglich, d.h. instrumentalisierbar, indoktrinierbar, ausbeutbar, "verwertbar", unterwerfbar ist und wer mit welchen Folgen - Strafe, Gewalt, Armut ... - nicht?
 
Was, wieviel weiß wer noch von all den Unterrichts-, "Lerninhalten", die ihm in seiner Schulzeit vermeintlich vermittelt wurden?
Was weiß wer noch aus den je einzelnen Unterrichtsfächern - wieviel Prozent all des vermeintlich Gelehrten und "Gelernten" ist nach fünf, zehn oder zwanzig und mehr Jahren noch präsent, abrufbar, nutzbar, einsetzbar?
 
Es geht nicht um tatsächliches Lernen, um Wissenaneignen in staatlichen Schulen, es geht um kapitalistische Ausbeutung und darum, auszusortieren, siehe Konkurrenzkampf, Leistungsdruck gerade schon in Schulen - statt Kooperation, Solidarität, prosoziales Verhalten, Mitgefühl, Urteils- und Reflexionsfähigkeit, kritisches, analytisches Denken, Kreativität, Individualität, Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.
 
Alternativen gibt es - siehe bspw. Summerhill, Sudbury Valley, demokratische Schule - eigentlich müsste es soziokratische Schule sein (Konsentprinzip, statt Mehrheitsprinzip) und ja, mit Theorie, schönen, überzeugenden Konzepten ist es nicht getan, es kommt auch hier entscheidend auf die Umsetzung in der Praxis, also auf die jeweils beteiligten, interagierenden Menschen, Persönlichkeiten und ihre Beziehung zueinander an.

Denn der Mensch lernt nach wie vor vor allem über gute, zuträgliche, wohltuende Beziehung.
 
-
Das ist es. So müsste es sein!
 
Ja, es geht hierbei eigentlich, hauptsächlich um das Akquirieren des Nachwuchses für Wissenschaft. Aber was hier passiert (leider nur sehr kurze Zeit), ist so viel mehr - ist genau das, das es flächendeckend an jeder Schule bräuchte:
 
Herausforderung, Grenzen überschreiten (zu wagen: unter kompetenter Anleitung, mit fachlich wie menschlich qualifizierter Unterstützung), um Erfolg, Gelingen, Bewältigen zu erleben, um die Erfahrung machen zu können, dass man selbst nicht nur etwas kann, das man sich zuvor zutrauen können muss (auf Basis vorhandenen Selbstvertrauens, somit Selbstwertgefühls, dem Urvertrauen zugrundeliegen muss, nur kann), sondern dass man sogar über die eigenen Erwartungen hinauswachsen kann und wird. - Es ist genau das, das Kinder und Jugendliche brauchen: sich ausprobieren können, ihr je individuelles Gebiet finden (dürfen), auf dem sie persönlich zu Leistungen fähig sind und das: mit Spaß, mit Freude an diesem Tun.

Sie lernen überdies soziales Miteinander: in kleinen Gruppen, sich auf den Anderen einlassen und verlassen zu können, selbst dem Anderen diese Sicherheit, Verlässlichkeit auch zu geben - die Erkenntnis, die praktische Erfahrung, auf den Anderen angewiesen zu sein.

Sie lernen durch Erfahrung, dass sie sich in unbekannte Gebiete wagen können, dass sie Situationen bewältigen können.

Sie erleben, erfahren ganz sinnlich, dass sie sich auf ihren Körper und Geist verlassen, dass sie ihm vertrauen können.
 
Selbstvertrauen, "Erfolgserlebnisse", das Getragensein in einer Gemeinschaft, Anerkennung, Wertschätzung führen zu einem starken Selbstwertgefühl, aus dem Selbstvertrauen resultiert.
 
Ohne Selbstwertgefühl kein Selbstvertrauen.
 
Dieses ist, neben Mitgefühl, die Basis nicht nur für (Lebens-) Zufriedenheit, sondern für Offenheit, Zugewandtheit, Freude und die Fähigkeit, sich immer wieder auf Neues einlassen zu können, zu wollen, Herausforderungen anzunehmen, aber auch eigene Grenzen zu (er-) kennen, zu respektieren und sie anderen gegenüber deutlich zu machen.
 
Herzlichen Dank für dieses Projekt.
 
Was ich einzig zu bemängeln habe, ist, was die Jugendlichen zu essen und zu trinken bekamen. Denn die Ernährung bzw. Nahrung spielt für Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit nun mal eine absolut herausragende Rolle.
 
Und es gibt ja einige wenige, sogenannte Reformschulen, die dieses Konzept bereits ansatzweise umsetzen, anwenden. Leider viel zu wenige. Leider werden in den meisten Schulen die Kinder eher in ihrem Selbstwert massiv geschwächt, statt gestärkt. Immer noch.
 
Wenn die Kinder von heute die Gesellschaft von morgen sind, wenn sie die Zukunft prägen - nicht nur ihre je individuelle - warum werden sie noch immer zu funktionierenden Marionetten gemacht: gebeugt, gedemütigt, gebrochen, funktionalisiert, instrumentalisiert, fremdbestimmt, indoktriniert - bis sie selbst glauben, dass sie vieles nicht können. 
 
-
Meine Frage an zugeneigte Lesende:
 
Was von dem, das ihr in der Schulzeit nach der Grundschule gelernt (?) habt, ist euch heute noch präsent, könnt ihr heute noch nutzen, anwenden, abrufen, einsetzen - in Beruf und/oder Freizeit?
Wieviel Prozent des gesamten damals erlernten Stoffes entspricht das in etwa, eurer eigenen Einschätzung nach?
 
Was alles hättet ihr gerne in der Schulzeit gelernt, erfahren, das ihr heute "gebrauchen" könntet, gerne wissen, können, anwenden können würdet - welches Wissen, welche u.a. auch sozialen Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnisse?
 
Worauf ich hinaus will:
Es ist in den meisten Schulen faktisch nichts anderes als "Bulimie-Lernen" - der Stoff wird für die nächtse Klassenarbeit reingewürgt, bei der Arbeit ausgespuckt und dann innerhalb relativ kurzer Zeit fast oder auch gänzlich vollständig vergessen. Insbesondere eben all das, das "später" nicht mehr regelmäßig angewandt wird (wie bspw. Fremdsprache).
 
Es wäre daher dringend und längst erforderlich, dass Kinder in den Schulen ganz anderes auf ganz andere Art als bisher und nach wie vor üblich lernen bzw. erfahren können.
Siehe nach dem Vorbild verschiedener sogenannter Reformschulen (unten verlinkt).
 
Deutlich mehr praktisches Tun - interdisziplinär, generationenübergreifend, Wissen selbst erarbeiten (die Schüler untereinander, miteinander, eigenverantwortlich, um eben Verantwortung übernehmen, tragen zu lernen und um vor allem durch Erfolgserlebnisse das Selbstwertgefühl und damit das Selbstvertrauen zu stärken) - mit Unterstützung, wo und wie weit je individuell, bedürfnisorientiert erforderlich und geboten.
Weniger kognitiv-intellektuelles Gewicht, mehr handwerkliche, handarbeiterische, kreative, schöpferische Tätigkeiten, viel mehr, intensiveren Bezug und Tun in und mit der Natur, sinnliches Tun (mit allen Sinnen) und soziale, zwischenmenschliche Interaktion.

Deutlich weniger - statt wie gefordert mehr - Digitalisierung in Schulen, wenn: diese zu Passivität, Ruhigstellung oder Instrumentalisierung, kapitalistischem Verfügbar-, Verwertbarmachen von Menschenmaterial führt, eingesetzt wird. Insbesondere in Grundschulen.
 
Lesen, Schreiben, Rechnen lernen ("Kulturtechniken"): unbedingt. Aber auch hier kommt es auf das Wie an.
 
Aber eben auch bspw. Handarbeiten erlernen, Handwerkliches, Reparieren, Gartenarbeiten, musische Tätigkeiten, physische Bewegung, Experimentieren, sich ausprobieren gemeinsam mit anderen und auch alleine ... . Persönlichkeitsentwicklung, Charakterbildung.

Gerade physische, somit immer, einhergehend auch psychische Herausforderungen bestehen - dies vor allem in der Phase der Pubertät und Adoleszenz. Statt nur relativ steif, passiv in Räumen zu sitzen und mit fast ausnahmslos grauer Theorie (und Ideologie) konfrontiert und überladen zu werden, die später zumeist fast vollständig vergessen ist. Wozu war das also "gut", hilfreich - sinnvoll? Um funktionalisierbar, kapitalistisch-ökonomisch verwertbar, instrumentalisierbar gemacht, zu Gehorsam, Untertanentum gezwungen, auf Spur gebracht zu werden
 
Und dann vor allem also deutlich weniger wirtschaftliche Verwertbarkeit, ökonomisches Funktionalisier-, Verfügbarmachen von Menschen - als Menschenmaterial, als Objekte - von Kindern, Schülern, die jedoch an/in deutschen, staatlichen Schulen inzwischen üblich ist, siehe bspw. Betriebspartnerschaften etc..
 
Weit wichtiger ist eine breite, humanistische Bildung und dann bzw. zugleich das bedürfnisorientierte, nicht-paternalistische Fördern je individueller Fertigkeiten, Fähigkeiten, auf Basis je individueller Stärken, Interessen, Neigungen und Möglichkeiten sowie ggf. auch bestehenden Einschränkungen. Statt des Pressens in wirtschaftliche, neoliberal-kapitalistische Verwertbarkeit, Funktionalität.
 
-
Eine weitere Anmerkung:

Wann hören wir damit auf, Menschen danach zu beurteilen, welchen Schul-, Bildungsabschluss, akademischen Titel, berufliche (Führungs-) Position - als Erwerbstätige - und/oder welchen Besitz, wieviel Vermögen sie haben?

Wann fangen wir damit an, die ausbeuterische, destruktive, kapitalistische, kompensatorische Leistungs- und Konsumgesellschaft zu überwinden und Menschen anhand ihres Charakters, ihrer Persönlichkeit und ihres Handelns, Sich-Verhaltens, Tätigseins im Sinne des tatsächlichen, bedürfnisorientierten Gemeinwohls zu beurteilen, wertzuschätzen - für also prosoziales Verhalten, für Reflektiertsein, für Herzens- und Charakterbildung, Mitgefühl und Integrität (intrinsisch motivierte Moral, statt religiös, ideologisch oktroyierter), für Persönlichkeitsreife?
 
Der Wert eines Menschenlebens bemisst sich nicht nach akademischen Titeln, Einkommenshöhe, Vermögensumfang, Narzissmusgrad (besetzten Machtpositionen), Ruhm, wirtschaftlicher Funktionalität und Verwertbarkeit. - Menschenwürde.

Vielleicht Erich Fromm (wieder-) lesen:
"Haben oder Sein", "Anatomie der menschlichen Destruktivität", "Die Kunst des Liebens".
 
-
Und vielleicht sehen wir uns auch einfach doch nochmal kurz die historischen, ideologischen Hintergründe gerade auch des G8 an ... :
 
"[...] Zweck der Reform
Als Hauptargument für die Einführung der verkürzten Schulzeit wird die zu anderen Ländern vergleichsweise lange Dauer der Schulzeit angeführt.[2][3] Den Abiturienten soll daher durch die Schulzeitverkürzung ermöglicht werden, ein Jahr früher die Berufsausbildung zu beginnen und entsprechend ein Jahr früher Geld zu verdienen.[4] Die Wirtschaft soll auf im Durchschnitt ein Jahr jüngere Berufseinsteiger mit Abitur bzw. abgeschlossener Hochschulreife zurückgreifen können.
 
Gesamtgesellschaftlich bzw. gesamtwirtschaftlich betrachtet soll die Lebensarbeitszeit der in Deutschland lebenden Menschen zunehmen, um der demografischen Alterung entgegenzuwirken. Dies soll nicht nur durch einen späteren Eintritt in die Rente, sondern auch durch einen früheren Einstieg ins Berufsleben erzielt werden.[5][6]
 
Geschichtlicher Hintergrund und Einführung
Das bislang neunjährige Gymnasium (Jahrgangsstufen 5 bis 13) wurde in der Weimarer Republik nach der obligatorischen vierjährigen Grundschule, statt der bisher meist üblichen dreijährigen Vorschule, für alle Kinder eingeführt. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde per Erlass vom 30. November 1936 die höhere Schulzeit auf zwölf Jahre verkürzt. Ein Hintergrund dieser Regelung war der Wunsch, die deutsche Wehrmacht durch die dann früher zur Verfügung stehenden Offiziersanwärter erheblich aufzurüsten.[7]
 
Nach Kriegsende hielt die neu gegründete Deutsche Demokratische Republik (DDR) vor allem aus bildungstheoretischen Gründen am Reifezeugnis nach zwölf Klassen fest. Aber auch ideologische Gründe spielten eine Rolle, da hierdurch das eigene Bildungssystem als effizienter wahrgenommen wurde.[8] Das Abitur konnte für wenige Schüler auf der Erweiterten Oberschule nach zwölf Jahren Schulzeit und mit Samstagsunterricht abgelegt werden (Abiturquote: 10 Prozent). Eine weitere Möglichkeit bestand in der dreijährigen Berufsausbildung mit Abitur.
 
Um sich des ideologischen Erbes der Zeit des Nationalsozialismus zu entledigen, kehrte die 1949 gegründete Bundesrepublik Deutschland 1951 zum Abitur nach 13 Jahren zurück.[9][10]
 
Nach der Wiedervereinigung führten die neuen Länder Brandenburg (mit dem Schuljahr 1992/1993), Sachsen-Anhalt (1998) und Mecklenburg-Vorpommern (2001) aufgrund der hohen Wochenstunden-Vorgaben der Kultusministerkonferenz nach und nach dreizehn Klassen bis zum Abitur ein. Nur die Freistaaten Sachsen und Thüringen blieben beim Abitur nach zwölf Jahren.[11]
Die anderen neuen und alle alten Bundesländer schlossen sich dem ab 2003 an und führten das zwölfjährige Abitur (wieder) ein, [...]"
 
Quelle: Wikipedia - "Abitur nach der zwölften Jahrgangsstufe"
 
20. Mai 2018
 
Es gibt noch weitere als die bisher längst bekannten gravierenden Missstände:
 
Das offenbar verbreitete (zunehmende?) Mobbing an staatlichen Schulen zwischen Schülern, aber auch getätigt von Lehrern gegenüber Schülern.
Die Schulen unternehmen hier zumeist nichts, weder tatsächlich wirksam präventiv noch, wenn es bereits zu intensivem Mobbing gekommen ist. Es wird verharmlost oder geleugnet, es sind Lehrer nicht angemessen geschult, verhalten sich nicht dazu, Schulleiter weichen aus, lassen Eltern und vor allem betroffene Schüler hilflos, ausgeliefert zurück. Am Ende bleibt oft nur ein Schulwechsel und die Hoffnung, dass es an der neuen Schule vielleicht besser läuft.
 
Ein weiteres Problem ist, wie "Bildung" in staatlichen Schulen noch immer vermittelt wird - unangemessen. Zu viel Theorie, zu wenig Praxis, Realitätsbezug, zu wenig bis gar kein praktisches Lernen, die besonderen entwicklungspsychologischen Umstände, Phasen und Bedürfnisse von Grundschülern und später auch Jugendlichen werden nicht (angemessen) berücksichtigt; so bräuchten Jugendliche bspw. die Möglichkeit für praktische Herausforderungen, Bewältigungen, Erfolgserlebnisse, Grenzen erfahren durch aktives eigenes Tun, entsprechende Erfahrungen in verschiedenen Bereichen, die sie sich idealerweise selbst aussuchen dürfen - nur wenige staatliche (Reform-) Schulen bieten solche Projekte an.
Gerade für Jugendliche ist es aber sehr wichtig, sich auch körperlich zu spüren, eigene Grenzen austesten zu können in Bereichen ihrer je individuellen Interessen und mit angemessener Unterstützung (durch Lehrer, Mentoren und vor allem Gleichaltrige) - damit die Erfahrung von Bewältigung von Herausforderungen gemacht wird, die das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl stärkt, damit außerdem Kooperation (statt permanent nur Konkurrenz und Leistungsdruck, Aussortiertwerden, Verfügbar- Funktionalisierbargemachtwerden für die Wirtschaft, für Erwerbstätigkeit) erlebt, erfahren wird und überdies Selbständigkeit, Selbstorganisation auf diese Weise praktisch erlernt wird (werden könnte).
 
Arbeit ist btw noch mehr und ganz anderes als bloße Erwerbstätigkeit - das aber vermittelt keine staatliche Schule - natürlich nicht ... .
 
Grundschüler müssten ebenfalls sehr viel mehr körperlich, sinnlich lernen, einen intensiveren Naturbezug durch Schule vermittelt bekommen - durch Umgang mit Pflanzen, Gärten, Tieren, verschiedenen Materialien, es sollten ihnen handwerkliche und handarbeitliche Tätigkeiten so vermittelt werden, dass sie diese tatsächlich (!) mit Neugier und Freude selbst lernen möchten.

Waldorfschulen bieten so etwas üblicherweise an, sind aber auch relativ streng, autoritär strukturiert und mich persönlich stört überdies der häufig doch sehr esoterisch-ideologische Überbau, je nach Schule und auch Lehrenden unterschiedlich ausgeprägt und intensiv. Auch in Waldorfschulen wird zu viel reglementiert - vonseiten der Erwachsenen.
 
Grundsätzliches Problem ist auch das Missachten der Chronobiologie, dass der Unterricht für viele Schüler (auch Grundschüler, nicht nur Jugendliche) viel zu früh beginnt, es müsste längst flächendeckend eine Schülergleitzeit geben, mit entsprechenden Strukturen in Infrastruktur, Verkehr und elterlicher Erwerbstätigkeit - bedürfnisorientiert ist all das bisher bekanntlich nicht, sondern einzig am Primat der Wirtschaft ausgerichtet und darauf "optimal" zugeschnitten - nicht: auf den Menschen, dessen soziale, auch anderweitig immaterielle Bedürfnisse, die er gefälligst, wenn überhaupt, in seiner "Freizeit" erfüllen soll.
 
Wer hier Alternativen sucht, kann sich letztlich nur an Privatschulen wenden, siehe bspw. Demokratische Schule, Bildung, nach bspw. dem Konzept von Summerhill, Sudbury Valley.

Ich verweise in diesem Zusammenhang auf u.a. auch Gerald Hüther (Hirnforscher), auf dessen Äußerungen zum Lernen, zu Schule.
 
-

Er ist so großartig. Gerald Hüther. - Deshalb: Demokratische Schule/Bildung, nach dem Vorbild von Summerhill und Sudbury Valley.

"[...] Neills Überzeugung nach ist das Kind von Geburt an „gut“ und insbesondere fähig zu Mitleidsempfinden und Liebe; Neill stützt sich hierbei unter anderem auf Beobachtungen, wonach Kleinkinder zum Beispiel in Entsetzen gerieten, wenn sie auch nur Gewalt gegenüber kleinen Tieren beobachten. Nach Neill sind es altkonservative Erziehungsziele wie Gehorsam, Kriegstauglichkeit sowie verschiedene althergebrachte Ausprägungen von Männlichkeitsidealen, die im Laufe einer autoritären Erziehung dazu führen, dass dieses „Gute“, das natürliche Mitleid im Kinde, nach und nach abgetötet wird. Das Erziehungsziel des Gehorsams sieht Neill als Mitursache für die Weltkriege und den Holocaust an.
 
Laut A. S. Neill sollten moderne Schulen somit für Kinder als Schutzraum fungieren, um die jungen Generationen vor dem „verderblichen“ Einfluss des Alten zu verschonen. Moderne Schulen sollten gesellschaftliche Verhältnisse nicht länger reproduzieren, sondern deren Erneuerung vorbereiten. Der Einfluss der Erwachsenen sollte so gering wie möglich sein, da einer alten Generation, die Weltkriege und den Holocaust verursacht habe, nicht mal mehr die Erziehung auch nur einer Ratte anzuvertrauen sei.
 
Sexuelle Freizügigkeit
Im Gegensatz zu den sehr religiös – und aus Neills Sicht allzu prüde – denkenden reformpädagogischen Zeitgenossen wie Janusz Korczak oder Maria Montessori umfasste das radikal freiheitliche Kindheitsideal Neills auch die freizügige Entfaltung der Sexualität. Unterrichtsstörungen, aber auch gewalthaltige Pornographie und Vergewaltigungen sind laut Neills radikallibertärer Psychoanalyse darauf zurückzuführen, dass Menschen als Kinder in ihrem Sexualtrieb eingeschränkt werden und Triebe sich „aufstauen“, ein heute nicht mehr belastbares 'hydraulisches Modell'. Die kindliche Selbstverliebtheit auch auf sexueller Ebene, manifestiert im Masturbationstrieb, dem für Neill wichtigsten aller Spieltriebe, werten radikallibertäre Psychoanalytiker wie Neill als Voraussetzung für die spätere Fähigkeit, sich in der Jugend anderen Menschen – möglicherweise auch gleichgeschlechtlichen als brückenbauender Übergang – und im Erwachsenenalter schließlich dem anderen Geschlecht in stabilen Beziehungen zuzuwenden. Klosterschulen, die das Masturbieren verboten, waren ein Neill verhasstes Feindbild. Die Kirche, welche vor den Spätfolgen der Masturbation warnte, erschien ihm als Symbol institutioneller Kindesmisshandlung.
 
Lernpsychologie
Kinder sind nach Neill von Natur aus „lernwillig“, doch die herkömmliche Schule lähme diesen intrinsischen Lerntrieb durch extrinsische Überreizung: Das unfreie Pflichtschulkind fixiere sich auf Prüfungen, Versetzungshürden, Klassenarbeiten – anschließend werde der Stoff zumeist vergessen. Das Kind lerne somit für die Schule statt fürs Leben, es verliere inmitten lauter Notenwahn und aller Angst vor Sanktionen das Gefühl für die natürliche Freude am Lernen. So werde das Kind passiv, unselbstständig, ja geradezu abhängig von äußerem Druck. Die autoritäre Propaganda richte prompt den Zeigefinger darauf, um hieran zu belegen, dass ohne Zwang nichts laufe. Mit diesem Scheinbeweis beginne ein Teufelskreis: immer mehr Druck von außen, immer mehr Passivität auf Seiten des Kindes. Ein schulisches Curriculum wie in Pflichtschulen lehnte Neill ab: In Lebensphasen, die der Selbstfindung dienen sollten, führe zeitraubende, von außen aufgesetzte Obligatorik zur Selbstentfremdung. Junge Menschen verlören hierdurch das Gespür für ihre ureigenen Berufungen oder begännen diese gering zu schätzen. Entdecke hingegen ein „freies“ Kind früher oder später begeistert seine ureigene Bestimmung zum Künstler, Arzt oder Sprachforscher, so führen laut Neill innere psychische Prozesse ganz selbstverständlich dazu, dass das Kind von sich aus das nötige Wissen geradezu neugierig „aufsaugt“. [...]"
 
Quelle: Wikipedia - "Alexander Sutherland Neill"; farbliche Hervorhebungen habe ich vorgenommen.
"[...] Paulo Freire stellt seine Anschauung vom Menschen durch den Unterschied zu den Tieren dar. So sagt er, „daß von den unvollendeten Wesen der Mensch das einzige ist, das nicht nur sein Handeln, sondern auch sein eigenes Selbst zum Gegenstand seiner Reflexion macht.“ Tiere sind nur „Wesen in sich selbst“, „ahistorisch“, „lediglich stimuliert“ und „können sich selbst nicht verpflichten“.[5]
 
Nach seiner Meinung ist jeder Mensch in der Lage, ein kritisches Bewusstsein zu erreichen, das u. a. durch folgende Merkmale gekennzeichnet ist:
 
Tiefe in der Interpretation von Problemen
der Substitution von magischen Erklärungen durch Kausalprinzipien
Vermeidung von Verzerrungen bei der Wahrnehmung von Problemen
die Zurückweisung, Verantwortung auf andere abzuschieben
passive Positionen zurückzuweisen
den Dialog zu praktizieren und nicht zu polemisieren
das Neue kritisch zu akzeptieren und das Alte nicht zu verurteilen [...]
 
Paulo Freire nennt die Kultur des ländlichen Proletariats und der Slumbewohner Brasiliens die Kultur des Schweigens. Er sieht, wie diese Menschen sich ihrem Schicksal – "es ist alles Gottes Wille" – ergeben, wie sie dem Mythos verfallen, schlechtere Menschen zu sein, und wie sie apathisch ihren Unterdrückern, z. B. Gutsherren, vertrauen. Konsequenterweise lehnen die Unterdrückten deswegen auch Bildung ab. Ihre Unterdrücker regeln für sie ja alles. Dafür verantwortlich ist auch das herrschende Schulwesen, welches nicht auf die Probleme der Schüler eingeht, sondern Wissen nach westlichem Vorbild verbreiten will oder muss. [...]
 
Paulo Freire will die herrschende Passivität aufbrechen. Er führt sein anthropologisches Konzept der Kultur ein, "that is, the distinction between nature and culture."[7] Er glaubt, so führt Cynthia Brown fort, dass eine Diskussion über diese Unterscheidung Analphabeten zu der Erkenntnis führt, dass sie genauso Kultur schaffen wie belesene Menschen, dass Kultur grundsätzlich etwas von Menschen Geschaffenes und somit auch veränderbar ist. [...]
 
Die Analyse des herrschenden Schulsystems – „Bankiers-Methode“
Die vorherrschende Unterrichtsmethode nennt Paulo Freire „Bankiers-Methode“. Er macht seine Kritik deutlich, indem er den Positivismus seiner Zeit kritisiert. So behauptet er, dass die Anhänger des Positivismus glauben, dass das „menschliche Bewusstsein etwas leeres und passives ist, in dem es nichts gibt, was bewusst gemacht werden sollte.“[8] So schreibt Paulo Freire: „Das Bankiers-Konzept beruht auf der Voraussetzung einer Spaltung zwischen Mensch und Welt: der Mensch ist nur in der Welt, aber nicht mit der Welt oder mit anderen. Der Mensch ist Zuschauer, nicht Neuschöpfer. In dieser Sicht ist der Mensch nicht ein bewusstes Wesen, vielmehr ist er Besitzer eines Bewusstseins: eines leeren Sinnes, der dem Empfang von Einlagen an Wirklichkeit aus der Außenwelt passiv offen steht.“[9]
 
In der Bankiers-Methode wird Erziehung zu einem Akt der Spareinlage. Der Lehrer macht Einlagen in die Köpfe der Schüler. Die Aufgabe des Lehrers ist es, die Köpfe der Schüler „mit den Inhalten seiner Übermittlung zu füllen“ – mit Inhalten, die von der Wirklichkeit losgelöst sind, ohne Verbindung zu einem größeren Ganzen, das sie ins Leben rief und ihnen Bedeutung verleihen könnte.[10] „Je vollständiger er die Behälter füllt, ein desto besserer Lehrer ist er. Je williger die Behälter es zulassen, dass sie gefüllt werden, um so bessere Schüler sind sie.“[11] Paulo Freire behauptet, dass diese Bankiers-Methode die Schüler passiv macht. Sie nehmen die ihnen präsentierte Welt hin und passen sich der scheinbaren Realität an. So entwickelt sich nach Paulo Freire kein kritisches Bewusstsein.

Die Alternative – „problemformulierende Bildung“
„In der problemformulierenden Bildung entwickeln die Menschen die Kraft, kritisch die Weise zu begreifen, in der sie in der Welt existieren, mit der und in der sie sich selbst vorfinden. Sie lernen die Welt nicht als statische Wirklichkeit, sondern als eine Wirklichkeit im Prozess sehen, in der Umwandlung.“[12]
 
Paulo Freires Konzept sieht vor, den Lehrer-Schüler-Widerspruch, wie er in der „Bankiers-Methode“ vorherrscht, aufzuheben. So bezeichnet er sie konsequenterweise als „Lehrer-Schüler“ bzw. als „Schüler-Lehrer“. Durch wahren Dialog der „Schüler-Lehrer“ und der „Lehrer-Schüler“ sollen beide die Wirklichkeit enthüllen. Dialog kann „nicht existieren, wo es an der tiefen Liebe für Welt und Menschen fehlt“[13]; wo es nicht „einen intensiven Glauben an den Menschen, einen Glauben an seine Macht, zu schaffen und neu zu schaffen, zu machen und neu zu machen, Glauben an seine Berufung, voller Mensch zu sein"[14] fehlt; "ohne dass sich die Dialogpartner auf kritisches Denken einlassen.“[14]
 
Nach Paulo Freire entdeckt man bei der Analyse des Dialogs, „was das Wesen des Dialogs ausmacht: das Wort“[15]. Das Wort ist mehr als ein Instrument, das den Dialog ermöglicht. In ihm entdeckt Paulo Freire zwei konstitutive Elemente: Reflexion und Aktion. Für ihn beruht Praxis auch auf Reflexion und Aktion.
 
Wenn im Unterricht nur theoretisch reflektiert wird, fehlt die Aktion. Dies bezeichnet Paulo Freire als „Verbalismus“. Wenn andererseits das Gewicht mehr auf Aktion gesetzt wird, fehlt die Reflexion. Dies bezeichnet er als „Aktionismus“. Ein guter Unterricht muss also ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Reflexion und Aktion anstreben. [...]"
 
Quelle: Wikipedia - "Paolo Freire"

Gerald Hüther: "Schule und Gesellschaft - die Radikalkritik" - Lernen durch Beziehung(en) ... ... ...

RHYTHM IS IT! Ein unverzichtbarer, beeindruckender Film, mit grandiosem, bewegenden "Ergebnis" ... . Ja, es hat sehr viel mit Körpergefühl zu tun, mit Bewegung, mit Selbst-/Körperwahrnehmung, mit dem Gefühl von VITALITÄT, Lebendigkeit - das lässt sich sehr gut, sehr intensiv und relativ schnell durch eben Bewegung (gerade tänzerische, siehe Selbstausdruck), durch außerdem Musik (Emotionen hervorrufen ...), durch die Erfahrung von FREUDE, von Erfülltsein, von eigener Schaffenskraft und Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen erreichen.

Danke. Ja: Es findet längst statt. Es i s t Indoktrination.
Mit Allgemeinbildung, mit Persönlichkeitsentfaltung an/in/durch Schulen, hat das nichts zu tun. Es wird doch einfach inzwischen alles nur noch dem Primat der Wirtschaft unterworfen.
 
"[...] Schon 2006 haben laut der Pisa-Studie 87 Prozent der 15-Jährigen hierzulande eine Schule besucht, an der die Wirtschaft Einfluss auf Lehrinhalte ausübt. Ein weiteres Beispiel für die steigende Einflussnahme ist die Berufsorientierung.
 
Inwiefern?
Wie von Wirtschaftsverbänden gefordert, wird sie massiv ausgebaut. In Nordrhein-Westfalen wurde im Schuljahr 2016/17 die sogenannte Potenzialanalyse eingeführt. Das heißt, es gibt in der 8. Klasse einen Berufsorientierungstag, durchgeführt von externen Firmen. Der Bund unterstützt NRW bis 2020 mit 95 Millionen Euro. [...]"
 
-
Danke! - Richtig: Es werden in jungen Jahren die Weichen gestellt. Und wer nur den zumeist doch ätzenden Schulsport kennenlernt und auch im Verein nicht unbedingt richtig "trainiert wird", wer also gerade k e i n e positiven Erlebnisse hat, Erfahrungen mit Bewegung, mit Sport machen kann, der wird sich davon abwenden.
 
Aber wen interessiert´s. Ja, es macht mich wütend, weil es vermeidbar wäre - wie so vieles andere auch, das in Schulen so extrem falsch läuft und so viel kaputt macht - an/in Menschen, in ausgerechnet Kindern bereits. Statt ihre Anlagen, Potenziale, ihre Neugier und Freude zu "fördern", zu unterstützen, dafür Raum, Zeit, Möglichkeit zu lassen bzw. zu geben. 
 
Zu André Stern
 
Es fängt allerdings bereits noch früher, beim Säugling an: bedürfnisorientierter Umgang (nennt sich mit bereits und mal wieder englischem Fachausdruck "attachment parenting"), d.h. ein empathischer, feinfühliger, zugewandter, aufmerksamer, respektvoller, liebevoller, fürsorglicher Umgang mit Säuglingen und (Klein-) Kindern - denn in dieser Zeit findet die lebenslang wirksame Prägung statt - durch sichere Bindung. Durch die Erfahrung von Nestwärme, Geborgenheit, Zärtlichkeit, Verlässlichkeit, Respekt, Geduld, Verständnis, Interesse ... - durch Mitgefühl, das aus eben solchem Umgang wiederum erwächst, nur erwachsen kann bzw. gestärkt wird, da es jedem Menschen und auch anderen Primaten angeboren ist.
 
Um so, angemessen, bedürfnisorientiert, mit Kindern umgehen zu können - täglich, über viele Jahre - sind allerdings bestimmte gesellschaftliche, also politische Rahmenbedingungen erforderlich und idealerweise das eigene Nichtbeschädigtwordensein von eigenen Eltern/Bezugspersonen.
 
Das bedeutet: Sorge-Arbeit (sogen. Reproduktionsarbeit) als solche, als unentbehrliche Arbeit, endlich gesellschaftlich und politisch angemessen anerkennen, w e r t s c h ä t z e n und angemessen auch monetär honorieren (siehe Sorge-Gehalt, statt "Herdprämie", Konzepte gibt es hierfür, finanzierbar wären sie auch, so es politisch, gesellschaftlich gewollt wäre).
 
Keine frühe Fremdbetreuung (für Kinder unter 3 bzw. 4 Jahren), die nur dem Wohle der Wirtschaft, nicht dem der Kinder und/oder ihrer Eltern, schon gar nicht der dreifachbelasteten Mütter dient, stattdessen sind andere, zeitgemäße, gemeinschaftliche, solidarische Wohn-, Arbeits- und Wirtschaftsverhältnisse geboten und für bedürfnisorientierten Umgang erforderlich.
 
Denn anders ist solches nicht möglich, nicht umsetzbar.
Elternschaft, Muttersein nicht länger abwerten, bagatellisieren, banalisieren, sondern wieder in Wert setzen, als das, das es ist: eine unentbehrliche Leistung für weltweit jede Gesellschaft: Sorge-Arbeit - gerade die "häusliche".
 
-
"Urlaub" ist nicht einfach nur hedonistischer Spaß, sondern beinhaltet viel mehr und ganz anderes - das findet sich im Artikel selbst angedeutet, grob umrissen.
 
Es hat mit Bedürfnissen von nicht nur, aber eben vor allem und gerade Kindern zu tun, mit ihrer guten, gesunden Entwicklung (sowohl physisch als auch psychisch-emotional), mit Vitalität, Lebensfreude, mit soziokultureller Teilhabe, statt Ausgegrenztseins und damit häufig einhergehend: Opfersein, Mobbing, Traurigkeit, Ängsten, Minderwertigkeitsgefühlen - schon bei Kindern, weil sie nicht das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit haben, erleben, erfahren können - wenn es den Eltern schlecht geht, geht es immer und überall auf dieser Welt über kurz oder lang auch den Kindern schlecht - materielle Kinderarmut ist immer auch Elternarmut, zumeist Mütterarmut, denn mehrheitlich sind global Frauen (und ihre Kinder) von Armut betroffen, aus Gründen, die veränderbar wären sowie auch präventiv vermeidbar.

Was in der Kindheit erlebt wurde, ist für das gesamte spätere Leben prägend, wie wir lange schon wissen. Alles, das in dieser Lebensphase nicht erlebt wurde, erlebt, erfahren werden konnte, kann nie wieder (!) nachgeholt werden, denn:
 
Man erlebt die Dinge in der Kindheit auf ganz besondere, spezifische Weise - wie so nie mehr danach.
 
Eben weil Kinder zumeist noch offener, neugieriger sind, weil alles für sie das erste Mal, noch unbekannt ist, weil sie noch staunen können, weil sie noch intensiver emotional berührt, bewegt - auch überwältigt werden - können (sowohl "negativ" wie "positiv" ...).
 
Weil es sich einprägt, was man als Kind wie erlebt. Das ist wie gesagt nicht nachholbar, durch nichts nachträglich ersetz- oder ausgleichbar.
 
Und gerade das Naturerlebnis, die Abwechslung, die neuen Eindrücke, die besondere Stimmung im Urlaub, auf Reisen, ist für Kinder eine Bereicherung - wenn sie es als angenehm empfinden.
Auch, dass sie dann dem Alltag enthoben sind, wie auch ihre Eltern, dass man vorübergehend Muße hat, Zeit füreinander, ohne Druck, Hetze, Verpflichtungen, dass man r e g e n e r i e r e n kann und neue Eindrücke gewinnen (andere Umgebung, Landschaft, Farben, Licht, Luft, Gerüche, Sprache, Kultur, Gepflogenheiten, Essen usw.).
 
Ja, Kinder brauchen Naturerfahrung, -erlebnis, sich ausprobieren können, dürfen - immer im Rahmen dessen, das sie möchten, worauf sie neugierig sind, immer abhängig auch von ihrem Alter bzw. ihrer je individuellen Entwicklung (-sphase/-stufe).
 
Und sie müssen vor allem die Chance (!) haben, staunen zu können, den Natureindruck als emotional überwältigend, jedenfalls bewegend zu erleben - die Schönheit der Natur wahrzunehmen, aufzunehmen - wenn sie tatsächlich die Möglichkeit hierfür haben, durch idealerweise verschiedene Landschaften, Gegenden, Naturerlebnisse, die sie selbst als angenehm empfinden, nur dann hat es den positiven Effekt, nicht unter Zwang, nur dann gibt dieses Erleben, Erfahren Kraft und Vitalität sowie Selbstvertrauen und den Wunsch, diese Natur schützen, erhalten zu wollen.
 
-

Diesen Post teilen

Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:

Kommentiere diesen Post